{"id":49985,"date":"2019-03-09T11:45:03","date_gmt":"2019-03-09T10:45:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49985"},"modified":"2019-03-11T07:32:58","modified_gmt":"2019-03-11T06:32:58","slug":"tendenzioese-berichterstattung-ueber-die-ukraine-krise-2014-putin-vs-obama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49985","title":{"rendered":"Tendenzi\u00f6se Berichterstattung \u00fcber die Ukraine-Krise 2014? \u2013 Putin vs. Obama"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mirjam Zwingli<\/strong> hat eine 140-seitige Masterarbeit zur Berichterstattung der S&uuml;ddeutschen Zeitung w&auml;hrend der Ukraine-Krise geschrieben. F&uuml;r die NachDenkSeiten hat sie nun eine gek&uuml;rzte kritische Analyse der Darstellung Putins und Obamas mit Bezug zur Ukraine-Krise in der S&uuml;ddeutschen Zeitung verfasst. Wird die selbsterkl&auml;rte Sachlichkeit des Qualit&auml;tsmediums eingehalten oder aber in erster Linie die redaktionelle Sichtweise vermittelt?<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Our ability to shape world opinion helped isolate Russia right away. (&hellip;) Because of American leadership, the world immediately condemned Russian actions.&ldquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Diese Worte sind einer Rede des amerikanischen Pr&auml;sidenten Barack Obama bez&uuml;glich der Ukraine-Krise im Mai 2014 in der US-Milit&auml;rakademie West Point, einer der renommiertesten Hochschulen der Vereinigten Staaten, entnommen. Selbstredend sagen sie viel &uuml;ber die Berichterstattung unserer deutschen Leitmedien aus. Dies wird die Analyse eines Leitmediums in Bezug auf die Darstellung der beiden Politiker Putin und Obama zeigen.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] <\/p><p>Die Ukraine-Krise und stellvertretend daf&uuml;r der Absturz des Fluges MH17 &uuml;ber der &ouml;stlichen Ukraine wird im Folgenden untersucht, da dieses Ereignis die Einseitigkeit des Leitmediums S&uuml;ddeutsche Zeitung in besonderer Weise manifestierte und immer noch manifestiert. Auf der Basis von Siegfried J&auml;gers Kritischer Diskursanalyse im Gefolge des franz&ouml;sischen Soziologen und Philosophen Michel Foucault wird das vermittelte Wissen der SZ herausgearbeitet. Ist das Credo der journalistischen Neutralit&auml;t und Sorgfaltspflicht nur noch Lippenbekenntnis? Eine geradezu indoktrinierte Ausrichtung des Feindbildes Russland unter Putin wirkt in der Berichterstattung und den damit verbundenen Bewusstseinsinhalten. Wie ist das nun im Detail zu verstehen? <\/p><p>Die noch recht junge Diskurstheorie Foucaults (1926-1984) analysiert die Mechanismen und Institutionen in kapitalistischen und sozialistischen Gesellschaften, die Geschriebenes wie Gesprochenes restringieren, kontrollieren und determinieren, also Macht aus&uuml;ben. Es geht dabei im Wesentlichen um den Macht-Wissens-Komplex und darum, mit welchen Bildern im menschlichen Bewusstsein oder dem Diskurs Normalit&auml;ten erzeugt werden. Je st&auml;rker jemand oder etwas sich im Fluss des &bdquo;Normalen&ldquo; befindet, umso mehr Macht ist damit letztendlich verbunden. Dabei spielen die Medien unserer Zeit eine immer zentralere Rolle. <\/p><p>An dieser Stelle noch ein Wort zur Feindbildung in der Diskursanalyse. Es gibt zwei Formen der Feind&ldquo;bildung&ldquo; im Kriegsdiskurs: Einmal die Entpersonifizierung des &bdquo;Feindes&ldquo; zur gesichtslosen, au&szlig;enstehenden Masse. Zum anderen die Personifizierung des &bdquo;Feindes&ldquo; als Irrer, der zu vern&uuml;nftigen <\/p><p>Entscheidungen nicht mehr f&auml;hig ist, somit Verhandlungen sinnlos erscheinen und gezwungenerma&szlig;en &bdquo;andere (milit&auml;rische?) Vorgehensweisen&ldquo; ergriffen werden m&uuml;ssen. Die Bedeutung der Freund- und Feindbildung in den Massenmedien ist f&uuml;r die Weltgemeinschaft eine ganz wesentliche. Beeinflusst sie doch unbestritten die, wenn auch nur stillschweigende, Tolerierung der Au&szlig;enpolitiken durch die Bev&ouml;lkerung, welche schlie&szlig;lich Kriegseins&auml;tzen zu fataler Legitimit&auml;t verhilft. Diese Medienmanipulation den Leserinnen und Lesern bewusst machen und zu entlarven, ist das Bestreben dieses Artikels. <\/p><p><strong>Wenig aussagen und viel &uuml;berreden<\/strong><\/p><p>Die Aussagen in den Artikeln der S&uuml;ddeutschen Zeitung sind erschreckend flach, eindimensional und undifferenziert. Kompensiert wird dies f&uuml;r die Rezipienten mit wort- und bildreichen U&#776;berredungsk&uuml;nsten seitens der Verfasser, dass der Westen den anti-westlichen Aggressionen Russlands h&auml;rter begegnen m&uuml;sse. Wie genau sehen diese U&#776;berredungsk&uuml;nste aus? Hierbei bewegen sich die Autoren im sprachlich-rhetorischen Bereich, in dem den Elementen Kollektivsymbol sowie Anspielung eine entscheidende Rolle zukommt. Beide Elemente arbeiten mehr oder minder verdeckt mit dem als bekannt vorausgesetzten Wissen oder Weltbild der Leser sowie den damit verbundenen Werten und Normen. <\/p><p>Die konservative Weltsicht wird deutlich, indem Putin mit dem Bild der Bibel verkn&uuml;pft wird. So meint also der Verfasser, dass &bdquo;Putin zur&uuml;ck auf den richtigen Pfad gedr&auml;ngt werden [muss]&ldquo;. Er muss &bdquo;bekehrt&ldquo; werden.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Hier erkennt man die Vorstellung des bibelhaft B&ouml;sen, des vom richtigen Weg Abgekommenen, der folglich bestraft und wieder auf den rechten Weg gef&uuml;hrt werden muss. Zus&auml;tzlich wird die Bibelsymbolik hier zur F&auml;hre, welche Russland und die russische Regierung an sich koppelt, um sich in der Negativwertung wirksam und nachhaltig im Bewusstsein der Rezipienten einzunisten. <\/p><p>Als Gegensatz dazu wirkt der Diskurs durch das Bild von Frieden, Freiheit und den damit assoziierten Werten bei der Vermittlung der Institutionen UNO, Nato, USA und EU. Das Bild der ruhenden Mitte wird durch die Friedens- und Einheitssymbolik evoziert. So spricht der Verfasser von den &bdquo;h&ouml;chsten Institutionen, die sich die Staaten der Welt geschaffen haben, um Streit friedlich beizulegen&ldquo; und von &bdquo;Sicherheit und dem Schutz der Freiheit in Europa&ldquo;. Interessanterweise wird bei der Darstellung der US-Regierung wie beim Putin-Diskurs die Bibelsymbolik verarbeitet. <\/p><p>Hierbei f&auml;llt allerdings auf, dass explizit Pr&auml;sident Obama kaum im Medium S&uuml;ddeutsche Zeitung erscheint. Durch die Theatersymbolik: &bdquo;Obama w&auml;hlt h&auml;ufig die Rolle des Zuschauers&ldquo; befindet er sich buchst&auml;blich au&szlig;erhalb des Diskurses, im Nichtsagbarkeitsfeld der Berichterstattung. Der Fokus liegt eher auf der amerikanischen Regierung allgemein. So also wird beispielsweise die &bdquo;Vision&ldquo; der ehemaligen Bush-Senior-Regierung mit dem biblischen Bild der Prophezeiung eines Friedensreiches durch den Propheten Micha vor 2700 Jahren verbunden beziehungsweise daran angekoppelt. <\/p><p>Als (inszenierter) Counterpart erscheint Putin im selben Artikel im Gewand der Krebs-, Medizin- und Milit&auml;rsymbolik: Demnach will Putin die &bdquo;Ukraine zersetzen, damit sie nicht nach Westen geht&ldquo;, &bdquo;w&auml;hrend Europa verhandelt, r&uuml;stet er Rebellen auf&ldquo; und der &bdquo;Schock &uuml;ber den Absturz des Flugzeuges, der Putin nun nach einer Waffenruhe rufen l&auml;sst, wird nicht lange heilsam wirken&ldquo;. Bei diesen Sequenzen handelt es sich um Katachresen oder Bildbr&uuml;che, die Bilder miteinander verweben, um Plausibilit&auml;t bei der Rezeption zu erzeugen. Putin gleicht demnach einem zersetzenden Krebsgeschw&uuml;r, wobei er Rebellen (Bruch zur Milit&auml;rsymbolik) als subjektlose Masse wie Metastasen instrumentalisiert, worauf die Schocktherapie den Krebs heilen sollte (n&auml;chster Bruch zur Medizin), was selbstverst&auml;ndlich nicht gelingt. Weiter arbeitet der Autor bei seiner Darstellung von Putin und dem russischen Volk mit Kollektivsymbolen des &bdquo;Au&szlig;erhalb&ldquo; und der (Un)normalit&auml;t. Bei ersterem geht es um Ausgrenzung, Absonderung und Abschottung, als nicht mehr zu uns geh&ouml;rig, am Rande befindlich. s ist zu lesen: &bdquo;Russland und die Folgen der Selbstisolierung&ldquo;. &bdquo;Un&ldquo;normal wird es in den Formulierungen &bdquo;Putins bizarre Welt&ldquo;, &ldquo;Die russische F&uuml;hrung und inzwischen auch die Mehrheit der B&uuml;rger leben in einer anderen Wirklichkeit&ldquo; und &bdquo;Diese andere Welt mag widerspr&uuml;chlich sein und oft absurd und bizarr, aber es ist die Welt, die derzeit f&uuml;r die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Menschen in Russland die Wirklichkeit ist.&ldquo; In diesem Fall handelt es sich abermals um eine Katachrese. Einmal werden Russland und die russische F&uuml;hrung als in einer anderen Welt lebend, als anti-westlich, d. h. au&szlig;erhalb &bdquo;unserer&ldquo; Welt dargestellt. Dies verbindet sich mit dem Bild des psychisch Unnormalen und seiner Selbstisolation, seiner bizarren, widerspr&uuml;chlichen und absurden Denkweise, die sich eine eigene &bdquo;Wirklichkeit&ldquo; schafft. <\/p><p>So wird dem Leser der Gegenpol &bdquo;Westen&ldquo; als Raum der Normalit&auml;t nahegelegt. Durch die Partnerschafts-, Recht- und Ordnungssymbolik werden insbesondere die USA und das Verh&auml;ltnis zwischen EU und USA vermittelt. Es wird gesprochen von der &ldquo;Missachtung jener Prinzipien von Recht und Freiheit, die sie [USA] sonst propagieren&ldquo;. Es ist die Rede von &ldquo;der anderen Seite des atlantischen Werteraums&ldquo; und davon, dass &bdquo;die Globalmacht USA mit ihren Verb&uuml;ndeten die Herrschaft des Rechts und der Vernunft durchsetzen [werde], gest&uuml;tzt auf internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen&ldquo;, sowie vom &bdquo;alten Freund USA&ldquo; als dem &bdquo;wichtigsten Partner Europas&ldquo;. Es findet sich auf diese Weise insgesamt ein riesiges, narrativ ausgespanntes Netz mit Bildern von Recht, Freiheit, Partnerschaft und Freundschaft, deren Werte und Normen sich bewusstseinsm&auml;&szlig;ig im Wissen der Leser um USA, EU und Deutschland verfestigen oder dies gar neu bilden k&ouml;nnen. Eine Anspielung enth&auml;lt der Satz mit dem &bdquo;atlantischen Werteraum&ldquo;. Dabei wird den Lesern ein &bdquo;Wissen&ldquo; unterstellt, dass der atlantische Raum ethische Werte amerikanisch-westlicher Art beinhaltet, die schlie&szlig;lich die &bdquo;unseren&ldquo; sind. <\/p><p>Faszinierend ist auch, wie die Verfasser f&uuml;r die Leser unmittelbar Erlebbares, N&auml;he und Authentizit&auml;t bewirken, indem sie K&ouml;rpersymbolik, also k&ouml;rperliche Aspekte, verwenden. Sie formulieren beispielsweise: &bdquo;Menschen im Westen die Augen daf&uuml;r &ouml;ffnen&ldquo;, &ldquo;Russland rei&szlig;t einem anderen Staat, der Ukraine, ein Filetst&uuml;ck, die Krim, heraus&ldquo; und &bdquo;w&auml;hrend Afghanistan vor einer R&uuml;ckkehr der Taliban zittert&ldquo;. Schlie&szlig;lich wird &bdquo;geblutet&ldquo; und &bdquo;gestorben&ldquo;. <\/p><p><strong>Argumentation, Stil und Rhetorik im Dienste der Polemik<\/strong><\/p><p>Eine ernstzunehmende Beweisf&uuml;hrung besteht durchweg keine. Ohne Faktenlage folgt eine These oder Behauptung der n&auml;chsten (in knapp jeder f&uuml;nften Zeile wird eine These aufgestellt inkl. Wiederholungen derselben Thesen), sieht man von den Zahlen und Ergebnissen einer fragw&uuml;rdigen &bdquo;unabh&auml;ngigen&ldquo; Umfrage ab, deren Zustandekommen v&ouml;llig ungekl&auml;rt bleibt. Rhetorisch betrachtet hat diese jedoch starke persuasive Funktion, da Zahlen und Statistiken sachlich-faktisch wirken (Zahlen l&uuml;gen nicht!) und meistens unhinterfragt bleiben. Auch werden ge&auml;u&szlig;erte Behauptungen redundant be- und umschrieben, die vielen, deskriptiven Sequenzen erscheinen wie die Zustandsbeschreibung eines wissenschaftlich anerkannten Sachverhalts, dessen Wahrheitsgehalt &uuml;ber alle Zweifel erhaben ist. Die Argumentation ist somit klar auf Persuasion ausgerichtet mit wiederholten, einseitigen A&#776;u&szlig;erungen, die auf die vorausgesetzte Wertebasis bzw. m&ouml;glichen Vorurteilen der Leser baut. <\/p><p>Das rhetorische Instrument der Generalisierung, also die Verallgemeinerung eines Sachverhalts, wird ebenfalls gerne vom Autor verarbeitet. Dies impliziert, dass es sich um eine Gesetzm&auml;&szlig;igkeit handelt, daher Schl&uuml;ssigkeit &uuml;berfl&uuml;ssig wird ebenso wie eigenst&auml;ndiges Hinterfragen. So meint der Verfasser in aller Selbstverst&auml;ndlichkeit: &bdquo;Zugleich aber bleiben die USA der wichtigste Partner Europas, wenn es darum geht, einem neoimperialistischen Russland, einem expansiven China oder eroberungsw&uuml;tigen Islamisten Grenzen zu setzen.&ldquo; Mittels Antithese wird dar&uuml;ber hinaus den Lesern die Welt schlicht in Schwarz und Wei&szlig; verkauft. So hei&szlig;t es: &bdquo;Boden&ldquo; und &bdquo;Himmel&ldquo;, Putin-Versteher&ldquo; und &bdquo;Putin-F&uuml;rchter&ldquo;, &bdquo;EU-Freunde&ldquo; und &bdquo;EU-Ver&auml;chter&ldquo;, &bdquo;Ewiger Krieg statt ewiger Frieden&ldquo;, &bdquo;W&auml;hrend Europa verhandelt&ldquo;, &bdquo;r&uuml;stet Putin auf&ldquo; etc. In jedem Absatz wird knapp einmal die Antithese verwendet. <\/p><p>Der teilweise gehobene Stil mit gew&auml;hlter Ausdrucksweise (&bdquo;prosperieren&ldquo;, &bdquo;Z&auml;sur setzen&ldquo;) verbindet sich mit veralteten oder literarischen W&ouml;rtern (&bdquo;mahnen&ldquo;, &bdquo;verhei&szlig;en&ldquo;), deren sich eher konservativ eingestellte Menschen bedienen. Dazu mischt sich Derbes und Aggressives, wie &bdquo;Und dann mischen auch noch Islamisten (&hellip;) auf&ldquo;, was in der Stilistik im Ganzen als konservative Rhetorik zur Einsch&uuml;chterung des politischen Gegners bezeichnet wird. <\/p><p>Alle rhetorischen und argumentatorischen Faktoren zusammengenommen, l&auml;sst sich der Text dem Genre der Polemik zuordnen. Es besteht A&#776;hnlichkeit mit einem Pamphlet, ausgezeichnet dadurch, dass eine sachliche Argumentation bedeutungslos wird und die emotionsgeladene Parteinahme gegen jemanden, ja gar die Herabsetzung einer anderen Person gebilligt und sogar zum eigentlichen Ziel wird. Sehr trefflich meint Foucault dazu:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der Polemiker (&hellip;) tritt vor, gepanzert mit Vorrechten, die er von vornherein innehat und die er niemals in Frage stellen l&auml;sst. (&hellip;) der Polemiker sagt die Wahrheit in der Form des Urteils und gem&auml;&szlig; der Autorit&auml;t, die er sich selbst zugebilligt hat.&ldquo;[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Vereinnahmung, Blockbildung, Feindmarkierung und Appell<\/strong><\/p><p>All diese Elemente sind in dem Bereich der Propaganda zu verorten. Erstaunlich auch hier ist die leicht zu durchschauende und unerh&ouml;rt offensichtliche Tendenz in der SZ. So liest sich an einer Stelle: &bdquo;Man sollte sich eingestehen: Putin l&auml;sst sich nicht umstimmen.&ldquo; Mit diesem simplen Trick werden die Leser vereinnahmt, d. h. die Verwendung von &bdquo;man&ldquo; mag dazu f&uuml;hren, dass &bdquo;ich&ldquo; mir etwas eingestehe. Die Leser werden schlie&szlig;lich weiter in eine gr&ouml;&szlig;ere Gruppe, n&auml;mlich &bdquo;den Westen&ldquo; verortet und danach gar gleichgesetzt mit &bdquo;die Welt&ldquo;. Der &bdquo;Westen&ldquo; wird dabei als USA und als nicht-russisches Europa spezifiziert, wobei die USA das Hauptziel von Putins Aggressionen seien. Als Gegenst&uuml;ck dazu h&auml;uft sich die eindeutige Erw&auml;hnung der Russen, Russlands und Putins in Verbindung mit negativen Zuschreibungen in der traditionellen Manier der Feindmarkierung. So ist die Rede vom &bdquo;neoimperialistischen Russland&ldquo; oder &bdquo;Es war die russische F&uuml;hrung, die sich bewusst dagegen [R&uuml;ckkehr zum fr&uuml;heren Verh&auml;ltnis] entschieden hat. Und Putin hat damit auch sein eigenes Ende eingeleitet&ldquo;. Somit wird f&uuml;r die Rezipienten auch dichotomisch die Blockbildung hergestellt als Bewusstseinsinhalt des Kriegsdiskurses. Auf diesem Wissensfundament ruht nicht zuletzt der Handlungsappell an die Leser, der durch die Verwendung von &bdquo;m&uuml;ssen&ldquo;, &bdquo;sollen&ldquo; und &bdquo;nicht d&uuml;rfen&ldquo; mindestens einmal pro Absatz aufgebaut wird. <\/p><p>Das direkte Umfeld eines Artikels zur Untermauerung der tendenzi&ouml;sen Darstellung <\/p><p>Auf der gleichen Seite, auf der sich der Artikel befindet, kritisiert das Mitglied der SZ-Chefredaktion, Heribert Prantl, scharf die USA und Europa in Bezug auf den Umgang mit Whistleblower Snowden. Meinungskonformit&auml;t herrscht jedoch wieder, als er schreibt: &bdquo;Es ist ein bitterer Witz, es ist eine Schande, dass ein Aufkl&auml;rer dort [Russland] Schutz suchen muss, wo derzeit alles M&ouml;gliche zu Hause ist, nur nicht die Werte der Aufkl&auml;rung&ldquo;.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Auch eine Karikatur von Obama mit hilflos ausgebreiteten Armen vor dem in der Ferne von Gaza aufsteigenden Rauch unterstreicht den Grundtenor. Dazu echauffiert sich der Ressortleiter f&uuml;r Au&szlig;enpolitik, Stefan Kornelius, wie &bdquo;in Zeiten der L&uuml;gen und Unterstellungen&ldquo; Obamas Au&szlig;enpolitik f&uuml;r Gaza und gar die Ukraine-Krise verantwortlich gemacht werde und bezeichnet dies als &bdquo;k&uuml;belweise H&auml;me&ldquo;.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Ein Kommentar besch&auml;ftigt sich dar&uuml;ber hinaus mit der Schadensersatzzahlung Russlands an den O&#776;lkonzern Yukos und freut sich, dass &bdquo;Russlands Machtzirkel um Wladimir Putin die Quittung f&uuml;r die Enteignung eines politischen Gegners [bekam], obwohl die &sbquo;gelenkte Macht&lsquo; des Pr&auml;sidenten keine unabh&auml;ngige Justiz zul&auml;sst&ldquo;.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Auch stellt der Autor vorzugsweise Bez&uuml;ge her zwischen dem Machtstreben Putins und der verlorenen St&auml;rke der Sowjetunion. Der Kalte Krieg wird dabei mit aufgew&auml;rmt und schlie&szlig;lich auf eine weiter oben erw&auml;hnte Umfrage verwiesen, die die feindliche Gesinnung der Russen im Gefolge von Putins anti-westlicher Propaganda belegen soll. F&uuml;r die Leser werden keine Quellen nachvollziehbar gemacht. Letzteres ist Usus bei den betrachteten Beitr&auml;gen der SZ. <\/p><p>Die gesamte Seite ist also eine einzige Anklage an den U&#776;belt&auml;ter Russland unter Putin und ein Pl&auml;doyer f&uuml;r den amerikanischen Pr&auml;sidenten. Es l&auml;sst stringent schlussfolgern, dass sich der Putin-Diskurs in einem homogenen Wissensfluss bewegt, diesen im gleichen Geiste bereichert und durch denselben vermittelt wird. Gegenstr&ouml;mungen sind kaum auszumachen. <\/p><p><strong>Botschaft und Wirkung<\/strong><\/p><p>Die zentrale Botschaft im Putin-Diskurs der Qualit&auml;tszeitung SZ ist die, dass die USA, EU und Deutschland in Russland und vor allem in Pr&auml;sident Putin einen machtl&uuml;sternen Aggressor zu sehen haben, gegen die man sich milit&auml;risch sch&uuml;tzen sollte. Nur in enger Zusammenarbeit mit den USA, der Nato und den UN ist Sicherheit f&uuml;r Deutschland und EU auf Dauer m&ouml;glich. Die kontinuierlich sich wiederholende Kriegs- und Feindrhetorik befeuert die Bewusstseinsinhalte der Rezipienten und konstruiert nach bew&auml;hrtem Muster ein &bdquo;gemeinsames&ldquo; Feindbild. Daraus l&auml;sst man einen Handlungszwang entstehen, da Normalit&auml;t wieder herzustellen ist. Die beiden Aspekte der Botschaft und Wirkung der untersuchten Artikel hier sind sinnvollerweise zu verkn&uuml;pfen mit den entsprechenden Ergebnissen aus der Untersuchung der Berichterstattung &uuml;ber das diskursive Ereignis des europ&auml;ischen Raketenabwehrschirms in der vorangegangenen Bachelorarbeit. Dabei wurde auf linguistischer Basis eine tendenzi&ouml;se Berichterstattung der S&uuml;ddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Bezug auf Putin und Obama belegt mit einem durchweg negativen Putin-Bild einerseits und einem positiven Obama-Bild andererseits.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Obwohl die damalige Arbeit vorbehaltlich als ein kleiner Aspekt einer Diskursanalyse zu betrachten ist, l&auml;sst sich trotzdem aufgrund der deutlichen U&#776;bereinstimmungen ein diskursiver Verlauf von v&ouml;lliger Stagnation in der SZ ausmachen. <\/p><p><strong>Die Kristallkugel der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/strong><\/p><p>Kurios ist die Tatsache, dass der Zeitabstand zwischen dem Absturz des Fluges MH17 am 17. Juli 2014 und dem Erscheinungsdatum der hier referierten Artikel lediglich zwei bzw. dreizehn Tage betr&auml;gt. Wo bleibt hier das fundamentale Credo unserer rechtsstaatlichen Auffassung &bdquo;in dubio pro reo&ldquo;, dessen wir uns r&uuml;hmen und dessen Nichtvorhandensein die Autoren der SZ genau den Russen vorwerfen? Wenige Tage nach dem Flugzeugungl&uuml;ck scheint der Schuldige bereits ausgemacht. Ohne offizielle Untersuchungen, geschweige denn Beweise, wird nach dem mittelalterlichen Brauch der Hexenverfolgung die Hexe auf dem Marktplatz der Massenmedien an den Pranger gestellt und verbrannt. Schlie&szlig;lich kann sie nach alter Sitte die Anklage, n&auml;mlich mit dem Teufel im Bunde zu stehen, nicht entkr&auml;ften oder aber wird sicherheitshalber vorher verbrannt. <\/p><p><strong>Die Ideologiefreiheit der S&uuml;ddeutschen Zeitung als Mythos<\/strong><\/p><p>Die tendenzi&ouml;se Sicht auf die Ukraine-Krise belegt sich selbst durch die nicht hinterfragbare Selbstverst&auml;ndlichkeit, mit der Freund und Feind, Gut und B&ouml;se markiert wird. Dies manifestiert sich in der Argumentation, die aus unbelegten Behauptungen besteht, was dem foucaultschen Verst&auml;ndnis der Doktrin entspricht, wonach nur ein einziger Aussagetyp zugelassen wird und so h&auml;ufig wiederholt und umformuliert erscheint, bis der gesamte Diskurs davon bestimmt ist. Die konservativ-kirchliche Pr&auml;gung zeigt sich in der Bibelsymbolik mit den damit verbundenen Normen und Werten. Au&szlig;erdem ist das Russland- und Amerikabild des Verfassers im Diskurs des Kalten Krieges verhaftet und hat bislang keine Weiterentwicklung erfahren. Eine selbstreflexive Hinterfragung und Neubewertung der Weltanschauung ist nicht zu erkennen. Somit besteht eine klare Tendenz als Widerspruch zum erkl&auml;rten Selbstverst&auml;ndnis der S&uuml;ddeutschen Zeitung. <\/p><p>Die selbsterkl&auml;rte redaktionelle und weltanschauliche Ungebundenheit gilt nach den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen als unbest&auml;tigt <\/p><p>Fakt ist, die Anteilseigner der SZ entstammen aus amerikanisch lizensierten Zeitungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Fakt ist ebenfalls, dass insbesondere der Ressortleiter f&uuml;r Au&szlig;enpolitik, Stefan Kornelius, sich ein redundantes Netzwerk im transatlantisch orientierten Milieu der Politik- und Wirtschaftseliten aus Deutschland und den USA geschaffen hat. Dies wies auch Uwe Kr&uuml;ger in seiner Dissertation mit dem Titel Meinungsmacht: Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten &ndash; eine kritische Netzwerkanalyse nach.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] So war Kornelius unter anderem Pr&auml;sidiumsmitglied in der Deutschen Atlantischen Gesellschaft, einer Lobbyorganisation f&uuml;r die Nato. Zudem leistete er f&uuml;r das American Institute for Contemporary German Studies in Washington oft Beitr&auml;ge zu dessen Programmen und Veranstaltungen. Redundanz ist hier also das treffende Attribut, da diese Funktionen und T&auml;tigkeiten mit der Aus&uuml;bung journalistischer Aufgaben, wie Recherchen und Interviews, nicht direkt zu tun hatten. <\/p><p>In diesem Rahmen ist zu unterstreichen, dass ausnahmslos alle Verfasser der untersuchten Beitr&auml;ge in der S&uuml;ddeutschen Zeitung akademisch gebildet und formal Experten sind auf ihren jeweiligen Gebieten sowie &uuml;ber weitreichende journalistische Berufserfahrung verf&uuml;gen. Um der Ironie aus der analysierten Bibelsymbolik in den Artikeln zu folgen, sollte man &uuml;ber den Spruch &bdquo;denn sie wissen, was sie tun&ldquo; reflektieren. <\/p><p><strong>U&#776;bereinstimmungen mit Chomsky und Kr&uuml;ger<\/strong><\/p><p>Die hier dargelegten Erkenntnisse zeigten auff&auml;llige U&#776;bereinstimmungen mit den Forschungsergebnissen von Noam Chomskys und Edward S. Hermans politisch-soziologischem und medienwissenschaftlichem Propagandamodell, erschienen im Jahre 1988 unter dem Titel Manufacturing Consent: the Political Economy of the Mass Media.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Anhand von Fallbeispielen haben die beiden Wissenschaftler damals ihr Modell auf die USA angewendet und aufgezeigt, wie wirtschaftliche und politische Interessengruppen die Berichterstattung der Massenmedien in Demokratien manipulieren k&ouml;nnen. Uwe Kr&uuml;gers Meinungsmacht wurde bereits weiter oben erw&auml;hnt. Die U&#776;bereinstimmung mit ihm bezieht sich hier einerseits auf die Kernaussagen oder Botschaften, die aus den vorliegenden Artikeln in meiner Arbeit herausgearbeitet wurden und andererseits auf die entlarvte Doktrin im Geiste Foucaults. Dr. Kr&uuml;ger kann an dieser Stelle am besten selbst erkl&auml;ren, wie genau dies zu verstehen ist: <\/p><p>Und den Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr, speziell in Afghanistan, standen und stehen die Deutschen mehrheitlich skeptisch gegen&uuml;ber.<\/p><blockquote><p>(&hellip;) Wie verhalten sich angesichts dieser Kluft zwischen Elite und Bev&ouml;lkerung die vier im Nato- und US-Milieu vernetzten Journalisten? Ich habe die Artikel von Stefan Kornelius, Klaus-Dieter Frankenberger, Michael St&uuml;rmer und Josef Joffe zwischen 2002 und 2010 ermittelt, die begriffliche Bez&uuml;ge zu den Themen Sicherheit, Verteidigung, Krieg, Frieden und Milit&auml;r aufwiesen. 83 Artikel, die meisten von ihnen Kommentare und Leitartikel, habe ich einer Frame-Analyse unterzogen. (&hellip;) <\/p>\n<p>Sie ergab, dass die vier Journalisten Eliten-nah argumentierten und untereinander gro&szlig;e Schnittmengen in ihren Argumenten aufwiesen. Alle vier Journalisten gingen explizit auf den Begriff Sicherheit ein und sagten, dass er breiter geworden ist bzw. breiter gesehen werden muss. Alle vier Journalisten erw&auml;hnten einen Katalog von Bedrohungen, denen wir vermeintlich ausgesetzt sind, und dieser Katalog kommt &auml;hnlich in den offiziellen Dokumenten und Doktrinen von Bundesregierung, EU, Nato und USA vor. Alle vier Journalisten mahnten die deutsche Regierung zu mehr milit&auml;rischem Engagement in der Nato und zur Pflege der Partnerschaft mit den USA; zur Durchsetzung dieser Politik empfahlen sie verst&auml;rkte U&#776;berzeugungsarbeit am skeptischen Wahlvolk. Ihr Bild von Bedrohungen und Konflikten war ebenso eindimensional und nicht-reflexiv wie das in den offiziellen Doktrinen. Stellenweise verwendeten v.a. Kornelius und Joffe Propagandatechniken, wobei offen bleiben muss, ob sie dies bewusst oder unbewusst tun.<\/p><\/blockquote><p>Die Argumentation der vier Journalisten ist zusammenfassend als unkritisch bis persuasiv zu qualifizieren.&ldquo;[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] <\/p><p><strong>Der Kreis schlie&szlig;t sich<\/strong><\/p><p>Abschlie&szlig;end soll nochmal ein kritischer Blick auf die Worte Barack Obamas geworfen werden. Muss man sich aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht konsequenterweise fragen, wie genau nun die Macht der USA funktioniert, mit der sie die Welt&ouml;ffentlichkeit dazu bringen, Russland sofort zu isolieren? In den untersuchten Artikeln war immer die Rede von Russlands &bdquo;Selbstisolation&ldquo;. Und wie genau funktioniert die amerikanische Vormachtstellung, die vorschreiben kann, dass die Welt umgehend das russische Vorgehen verurteilt? Dass die Aussagen des Pr&auml;sidenten zutrafen, beweisen selbstredend die konformen Leitmedien. Insofern sind dies also keine gr&ouml;&szlig;enwahnsinnigen, naiven oder haltlosen Behauptungen von Pr&auml;sident Obama. Es ist daher faszinierend, wie Obama sich trotzdem verborgen im diskursiven Nichtsagbarkeitsfeld des deutschen Medien-Diskurses befindet. Diese Betrachtungen haben dazu motiviert, das Zitat Obamas prominent zu platzieren, um so das Nichtsagbare aufzubrechen und dazu zu ermutigen, Medieninhalte zur Darstellung Putins und Obamas kritisch aufzunehmen.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] <\/p><p>Mirjam Zwingli, Prien, 06.03.2019<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Barack, Obama: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.whitehouse.gov\/the-press-office\/2014\/05\/28\/remarks-president-west-point-academy-commencement-ceremony\">Remarks by the President at the United States Military Academy Commencement Ceremony<\/a>&rdquo; In: <a href=\"http:\/\/www.whitehouse.gov\/\">whitehouse.gov\/<\/a>, 28.05.2014. + 22.07.2015) <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] medienverantwortung.de &ndash; <a href=\"https:\/\/www.medienverantwortung.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20150818_KDA-MA-Zwingli_Putin-Obama-SZ-Wasserzeichen.pdf\">Tendenzi&ouml;se Berichterstattung &uuml;ber die Ukraine-Krise 2014? &ndash; Putin vs. Obama<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Anmerkung der Verfasserin: Analysiert wurden zw&ouml;lf Artikel bestehend aus sechs Aufmachern, zwei Leitartikeln und vier Editorials. Die hier aufgef&uuml;hrten Zitate aus der Feinanalyse stammen von Hans, Julian (2014): Putins bizarre Welt. In: <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/em> vom 30.07.2014, S. 4. und Ulrich, Stefan (2014): Zum ewigen Unfrieden. In: <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/em> vom 19.07.2014, S. 4. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Foucault, Michel: Dits et Ecrits. Schriften. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2001-2005: 724 ff. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Prantl, Heribert (2014): Das Phlegma w&auml;chst. In: <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/em> vom 30.07.2014, S. 4.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Kornelius, Stefan (2014): Russlands Schuld. In: <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/em> vom 22.07.2014, S. 4.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Balser, Markus (2014): Die Schatten der Schattenjustiz. In: <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/em> vom 30.07.2014, S. 4. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] medienverantwortung.de &ndash; <a href=\"http:\/\/www.medienverantwortung.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/2014-Zwingli_BA_Putin-Obama.pdf\">Tendenzi&ouml;se Attributierung in deutschen Printmedien: Putin vs. Obama:  eine linguistische Analyse<\/a> (13.08.2015) <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Kr&uuml;ger, Uwe: Meinungsmacht: Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten &ndash; eine kritische Netzwerkanalyse. K&ouml;ln: Halem, 2013. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Herman, Edward\/Chomsky, Noam (Hg.): Manufacturing consent: The political economy of the mass media. New York: Pantheon Books, 2002. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] ngfp.de &ndash; <a href=\"https:\/\/www.ngfp.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/UK_Netzwerke_zwischen_JournalistInnen_PolitikerInnen_und.pdf\">Netzwerke zwischen JournalistInnen, PolitikerInnen und Milit&auml;rs und die Rolle deutscher Leitmedienim Sicherheitsdiskurs<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Vgl. medienverantwortung.de &ndash; <a href=\"https:\/\/www.medienverantwortung.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20150818_KDA-MA-Zwingli_Putin-Obama-SZ-Wasserzeichen.pdf\">Tendenzi&ouml;se Berichterstattung &uuml;ber die Ukraine-Krise 2014? &ndash; Putin vs. Obama<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Mirjam Zwingli<\/strong> hat eine 140-seitige Masterarbeit zur Berichterstattung der S&uuml;ddeutschen Zeitung w&auml;hrend der Ukraine-Krise geschrieben. F&uuml;r die NachDenkSeiten hat sie nun eine gek&uuml;rzte kritische Analyse der Darstellung Putins und Obamas mit Bezug zur Ukraine-Krise in der S&uuml;ddeutschen Zeitung verfasst. 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