{"id":50090,"date":"2019-03-12T13:37:13","date_gmt":"2019-03-12T12:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50090"},"modified":"2019-03-13T07:25:25","modified_gmt":"2019-03-13T06:25:25","slug":"5g-ein-drohendes-technologiedesaster-mit-ansage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50090","title":{"rendered":"5G \u2013 ein drohendes Technologiedesaster mit Ansage"},"content":{"rendered":"<p>Heute in einer Woche, also am 19. M&auml;rz, soll eigentlich die Versteigerung der ersten 5G-Mobilfunkfrequenzen beginnen. Mehrere <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/oeffnung-auch-freenet-stellt-eilantrag-gegen-5g-auktion-1903-139944.html\">Klagen und Eilantr&auml;ge<\/a> der Provider drohen die Veranstaltung jedoch platzen zu lassen. Wom&ouml;glich wird in Deutschland &ndash; ohnehin ein Entwicklungsland beim Netzausbau &ndash; der neue Mobilfunkstandard erst mit mehreren Jahren Versp&auml;tung in Betrieb gehen. Ein Desaster, das auch den Wirtschaftsstandort ernsthaft zur&uuml;ckwirft. W&auml;hrend sich Mobilfunkunternehmen, Industrie und Politik gegenseitig die Schuld zuschieben, liegt die L&ouml;sung des Problems eigentlich auf der Hand. Doch offenbar sind wir bereits derart durch den Neoliberalismus vernebelt, dass niemand diese L&ouml;sung auch nur andenkt: Der Betrieb eines effizienten Mobilfunknetzes ist eine klassische Monopolaufgabe, die nur der Staat wahrnehmen kann. Wenn wir weiter an die Effizienz des Marktes glauben, verspielen wir unsere Zukunft. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6570\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-50090-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190312_5G_ein_drohendes_Technologiedesaster_mit_Ansage_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190312_5G_ein_drohendes_Technologiedesaster_mit_Ansage_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190312_5G_ein_drohendes_Technologiedesaster_mit_Ansage_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190312_5G_ein_drohendes_Technologiedesaster_mit_Ansage_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=50090-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190312_5G_ein_drohendes_Technologiedesaster_mit_Ansage_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190312_5G_ein_drohendes_Technologiedesaster_mit_Ansage_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wenn es um die Breitband-Anbindung an das Internet geht, ist Deutschland auf dem Stand eines Entwicklungslandes. Nicht nur bei leitungsgebundenen Netzen, sondern auch bei der Daten&uuml;bertragung via Mobilfunk z&auml;hlt Deutschland in der EU sowohl bei der Geschwindigkeit als auch bei der Netzabdeckung zu den Schlusslichtern. Sogar Albanien ist im Vergleich zu Deutschland ein High-Tech-Wunderland. Und sei dies noch nicht schlimm genug &ndash; f&uuml;r die miserable Qualit&auml;t m&uuml;ssen die deutschen Kunden auch noch <a href=\"http:\/\/research.rewheel.fi\/prices\/country\/\">die h&ouml;chsten Preise<\/a> zahlen &ndash; in dem auch nicht gerade dicht besiedelten Finnland oder in der Schweiz sind beispielsweise echte Mobil-Flatrates (also &uuml;ber 1.000 Gigabyte pro Monat inkl. Sprachanrufe) f&uuml;r weniger als 20 Euro pro Monat &uuml;blich. Branchenberichte sprechen davon, dass zwischen dem deutschen Mobilfunkmarkt und anderen EU-L&auml;ndern <a href=\"http:\/\/research.rewheel.fi\/insights\/2019_feb_pro_4G_prices_germany_uk_france_italy\/\">&bdquo;Universen&ldquo; l&auml;gen<\/a>. Hinzu kommt, dass man in rund einem Drittel des Landes sich noch nicht einmal &uuml;ber den schlechten und komplett &uuml;berteuerten Mobilfunk &auml;rgern kann, weil man dort gar keinen Empfang hat. Schuld daran sind nicht nur die Unternehmen, sondern allen voran der Staat, der die falschen Leitplanken gesetzt hat.<\/p><p><strong>Noch heute zahlen wir Eichels Milliardeneinnahme &uuml;ber unsere Telefonrechnung<\/strong><\/p><p>Die &bdquo;Erbs&uuml;nde&ldquo; der deutschen R&uuml;ckst&auml;ndigkeit in Sachen Mobilfunk war die erste <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Versteigerung_der_UMTS-Lizenzen_in_Deutschland\">Versteigerung der UMTS-Lizenzen im Jahre 2000<\/a>. Zwar freute sich der damalige Finanzminister Hans Eichel (SPD) wie Bolle &uuml;ber den Auktionserl&ouml;s von 50,8 Milliarden Euro. Den ungl&uuml;cklichen Gewinnern der Auktion fehlte nun jedoch das Kapital f&uuml;r den Netzausbau und da die rot-gr&uuml;ne Regierung die Lizenzen kaum an Bedingungen gekn&uuml;pft hat &ndash; dies h&auml;tte ja den Preis gesenkt &ndash; startete Deutschland bereits mit einem viel zu d&uuml;nnen digitalen Mobilfunknetz und komplett &uuml;berschuldeten Netzbetreibern ins neue Jahrtausend. Wie alle Kosten wurde auch Eichels Auktionsgewinn dann &uuml;ber die Jahre von den Mobilnetzbetreibern St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck an die Endkunden weitergegeben. Auch heute zahlen wir &uuml;ber unsere Handyrechnung also noch Teile dieses Auktionserl&ouml;ses samt der f&auml;lligen Zinsen ab.<\/p><p><strong>Die damalige Grundsatzentscheidung, parallel mehrere Netze von konkurrierenden Privatunternehmen betreiben zu lassen, war eine volkswirtschaftliche Eselei.<\/strong> Was hat es mit Effizienz zu tun, wenn in den St&auml;dten drei verschiedene Netzbetreiber parallel zueinander &uuml;ber ihr eigenes Antennennetz samt der dahinterliegenden kabelgebundenen Infrastruktur die notwendige Anbindung gleich dreifach &ndash; und damit auch volkswirtschaftlich zu den dreifachen Kosten &ndash; anbieten und allen drei Netzbetreibern dann das Geld fehlt, um im l&auml;ndlichen Raum &uuml;berhaupt eine fl&auml;chendeckende Versorgung anzubieten? Das ist nicht effizient, sondern h&ouml;chst ineffizient. Und dass der durch den &bdquo;Wettbewerb&ldquo; der drei Netzbetreiber versprochene Preisvorteil f&uuml;r den Endkunden ebenfalls nicht eintritt, beweist ein Blick auf den Markt zur Gen&uuml;ge.<\/p><p>Die Kostenstruktur des Mobilfunks zeichnet sich durch einen enorm hohen Fixkostenanteil aus. Der Aufbau der Netze ist nun einmal extrem teuer. Eine &auml;hnliche Kostenstruktur weist sonst nur die Wasserversorgung auf. Nun k&auml;me aber niemand auf die Schnapsidee, parallel zueinander drei verschiedene Trinkwasserleitungsnetze zu bauen, um die Anbieter zu einem Wettbewerb untereinander zu animieren. Wenn alle drei Anbieter Netze zum vollen Preis aufbauen und bei zu vernachl&auml;ssigenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grenzkosten\">Grenzkosten<\/a> nur ein Drittel der m&ouml;glichen Kunden versorgen, werden die Preise nun einmal auch mindestens dreimal so hoch ausfallen. Das ist keine komplexe Frage der Wettbewerbstheorie, sondern simple Algebra. <strong>Auch f&uuml;r den Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes w&auml;re es in der Tat f&uuml;r alle Beteiligten &ndash; au&szlig;er den Hardwarezulieferern &ndash; sinnvoll, keinen Wettbewerb um das Netz bzw. die Netze, sondern einen Wettbewerb im Netz aufzubauen. Das hei&szlig;t, ein &ouml;ffentlicher Netzbetreiber baut sowohl das Mobilfunknetz selbst als auch die dazugeh&ouml;rige Anbindung an das leitungsgebundene Datennetz auf und betreibt dieses Netz technisch, w&auml;hrend die klassischen Mobilfunkanbieter ihre Dienste im Wettbewerb miteinander &uuml;ber dieses Netz anbieten. <\/strong><\/p><p><strong>5G &ndash; (k)ein Sonderfall?<\/strong><\/p><p>Auf dem Papier klingen die technischen Rahmendaten des kommenden Mobilfunkstandards 5G faszinierend &ndash; Datenraten bis zu 20 Gbit\/s (das ist 200mal so viel wie ein normaler derzeitiger High-Speed-DSL-Anschluss), Latenzzeiten unter einer Millisekunde f&uuml;r Echtzeitanwendungen und nicht zuletzt 90% weniger Stromverbrauch beim Datentransfer. Dumm nur, dass diese theoretischen Kennzahlen in der Praxis in der Fl&auml;che so nie erreicht werden k&ouml;nnen. Es gibt n&auml;mlich einen <a href=\"https:\/\/www.5g-anbieter.info\/ratgeber\/reichweite.html\">physikalischen Zusammenhang<\/a> zwischen Frequenz und Datendurchsatz und Frequenz und Reichweite. So hat die 5G-Frequenz mit dem h&ouml;chsten Datendurchsatz nur eine Reichweite von wenigen hundert Metern. Es w&auml;re also bereits ambitioniert, diese Datentransferraten in den Zentren von Gro&szlig;st&auml;dten zu verwirklichen &ndash; bereits in den Randbezirken von Gro&szlig;st&auml;dten und erst recht in kleineren St&auml;dten oder gar dem Land w&auml;re es illusorisch und auch unbezahlbar, alle hundert Meter einen Sendemast aufzubauen; vor allem dann, wenn man bedenkt, dass ein derartiger Datendurchsatz nat&uuml;rlich nur dann etwas bringt, wenn auch der Sendemast via Glasfaser an ein leitungsgebundenes Netz angebunden ist, das derlei Geschwindigkeiten auch f&uuml;r mehrere verbundene Endger&auml;te bereitstellt. Vergessen wir also lieber gleich wieder die faszinierenden Zahlen aus dem Labor. <\/p><p>Die Bundesregierung behauptet von sich, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben und die Mobilfunkanbieter durch &bdquo;Auflagen&ldquo; dazu zu zwingen, ein fl&auml;chendeckendes 5G-Angebot zu gew&auml;hrleisten. Funkl&ouml;cher ad&eacute;? Leider nein, die Auflagen, von denen die Rede ist, sind n&auml;mlich technisch nicht sonderlich durchdacht, bestenfalls kontraproduktiv und deshalb auch nicht zu Unrecht Gegenstand der anh&auml;ngigen Klagen der Mobilfunkunternehmen gegen die Regierung. F&uuml;r die anstehende Versteigerung geht es konkret um den Frequenzbereich von 3,5 GHz, der zwar keine sagenhaften 20 Gbit\/s, aber immerhin 100 Mbit\/s erm&ouml;glicht &ndash; also &bdquo;normale&ldquo; DSL-High-Speed-Geschwindigkeit. Da es aber &ndash; wie oben schon angef&uuml;hrt &ndash; einen Zusammenhang zwischen Frequenz und Reichweite gibt, haben die zur Versteigerung stehenden Frequenzen nur vergleichsweise geringe Reichweiten. <\/p><p>Die vierte Generation des Mobilfunks (LTE) nutzt derzeit Frequenzen von 800 MHz bis 2,1 GHz, wobei vor allem die 800 MHz abseits der Zentren f&uuml;r eine hohe Netzabdeckung sorgen. Aufgrund der viel geringeren Reichweite (ca. ein Kilometer) kann man die alten LTE-Masten daher auch nicht 1:1 durch neue 5G-Masten ersetzen. Stattdessen <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diginomics\/5g-mobilfunk-braucht-glasfaserkabel-und-neue-sendemasten-15885467.html\">m&uuml;ssten<\/a> laut einer Studie der Beratungsgesellschaft WIK eine Dreiviertelmillion(!) neue 5G-Antennen aufgestellt werden, um eine fl&auml;chendeckende Versorgung aller drei Mobilfunkanbieter zu gew&auml;hrleisten. Dies ist in dreifacher Sicht ein Albtraum &ndash; es fallen horrende Kosten (die Rede ist hier von 60 Milliarden Euro pro Netzbetreiber), ein horrender Planungsaufwand (die Stellfl&auml;chen f&uuml;r Antennen m&uuml;ssen schlie&szlig;lich noch gemietet werden) und schlie&szlig;lich auch noch ein horrender logistischer Aufwand an (die Antennen m&uuml;ssen ja auch an ein leitungsgebundenes Glasfaserbreitbandnetz angeschlossen werden). Wenn die Regierung wirklich auf einer fl&auml;chendeckenden Versorgung im 3,5-GHz-Bereich bestehen sollte, werden die Mobilfunkunternehmen kein Interesse an 5G haben. <\/p><p><strong>Planungsdesaster mit Ank&uuml;ndigung<\/strong><\/p><p>Und selbst wenn die drei Privatunternehmen sich auf die Quadratur des Kreises einlassen und den Aufwand hinbekommen sollten, bleiben die wei&szlig;en Fl&auml;chen immer noch bestehen. <strong>Schlie&szlig;lich sehen die Auflagen der Bundesregierung eine Abdeckung von 98% Haushalte und nicht eine Abdeckung von 98% der Fl&auml;che vor!<\/strong> Das mag sich oberfl&auml;chlich spitzfindig anh&ouml;ren, ist es aber nicht. Schlie&szlig;lich soll 5G ja mehr als ein reines &bdquo;Handynetz&ldquo; sein, sondern f&uuml;r unz&auml;hlige k&uuml;nftige Anwendungen (Industrie 4.0, Telemedizin, autonomes Fahren) eingesetzt werden und wenn ihr autonom fahrendes Auto in l&auml;ndlichen Regionen pl&ouml;tzlich kein Netz mehr hat, w&auml;re diese Technik in Deutschland nicht umsetzbar. <strong>Es geht also nicht darum, ob &bdquo;5G an jeder Milchkanne n&ouml;tig ist&ldquo;, wie es Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) mal flapsig formulierte, sondern darum, ob k&uuml;nftig Technologien, die eine l&uuml;ckenlose r&auml;umliche Abdeckung mit 5G voraussetzen, in Deutschland &uuml;berhaupt nutzbar sind.<\/strong> Nach den jetzigen Vorgaben der Bunderegierung wird dies nicht so sein.<\/p><p>Die L&ouml;sung best&uuml;nde darin, auf dem Land fl&auml;chendeckend 5G in einer niedrigeren Geschwindigkeit anzubieten. Daf&uuml;r st&uuml;nde das bereits von Telekom, Vodafone und Telef&oacute;nica &uuml;ber das LTE-Paket ersteigerte 700-MHz-Spektrum zur Verf&uuml;gung, das Mitte dieses Jahres durch den &bdquo;Umzug&ldquo; von DVB-T1 auf DVB-T2 <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/mobilfunk-700-mhz-der-ungenutzte-frequenzbereich-in-deutschland-1810-136946.html\">bundesweit frei wird<\/a> und ab 2020 von der EU f&uuml;r den Mobilfunk freigegeben ist. &Uuml;ber diese LTE-Frequenz lie&szlig;e sich fl&auml;chendeckend ein 5G-Netz betreiben. Jedoch wurde dieser Frequenzbereich bereits 2010 als LTE-Frequenz <a href=\"https:\/\/www.teltarif.de\/frequenzen-telefonica-5g-4g-ausbau-kosten\/news\/74096.html\">versteigert<\/a>. Wenn die Bundesregierung nun f&uuml;r eine Auktion im Jahre 2019 de facto die Nutzung einer 2010 ausgeschriebenen Frequenz entgegen der damaligen Bedingungen voraussetzt, ist dies jedoch regulatorisch genau das Chaos, das vor den Gerichten auf keinen Fall bestehen wird. Hinzu kommt, dass die Regierung lokale und regionale Frequenzen an die Industrie gegen Geb&uuml;hr vergeben will, die Einzelheiten f&uuml;r das nationale Roaming, also den Netzzugang f&uuml;r Dienstleister und Drittanbieter, sehr schwammig geregelt ist und die Teilnehmer der Auktion der n&auml;chsten Woche eigentlich immer noch gar nicht wissen, auf was genau sie da bieten und in welcher Form sich die Rahmenbedingungen noch &auml;ndern werden. Man muss kein Freund der mitbietenden Gro&szlig;konzerne sein, um deren Beschwerden &uuml;ber die nicht vorhandene Planungssicherheit nachvollziehen zu k&ouml;nnen. So wird das nichts.<\/p><p><strong>Die Zukunft verspielt<\/strong><\/p><p>Gemessen an der Bedeutung, die dem Thema &bdquo;Digitalisierung&ldquo; politisch und medial immer wieder beigemessen wird, ist das sich androhende Technologiedesaster bei 5G eine einzige Peinlichkeit. Wenn es hart auf hart kommt, werden die Gerichte den Klagen der Mobilfunkanbieter Recht geben und eine komplette Neuordnung des Vergabeverfahrens anordnen. Die f&uuml;r die Versorgung in der Breite geeignete Frequenz von 700 MHz ist bis 2033 (700 MHz) vergeben. Um &uuml;berhaupt noch eine geordnete Neuvergabe der 5G-Frequenzen vor diesem Datum ins Auge zu fassen, ist wohl eine R&uuml;ckabwicklung der damaligen Auktion n&ouml;tig. Den Staat wird dies Milliarden kosten. Bis dies alles spruchreif und gerichtsfest ist, werden aber wohl noch Jahre ins Land ziehen. Jahre, in denen Deutschland ein Breitband-Entwicklungsland bleibt und Jahre, in denen Technologien, die auf moderne Breitband-Anbindung setzen, samt der Jobs der Zukunft woanders entstehen.<\/p><p>Titelbild: Andrey Suslov\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/f88cffae50bb4ae19fdbf3239697acab\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute in einer Woche, also am 19. M&auml;rz, soll eigentlich die Versteigerung der ersten 5G-Mobilfunkfrequenzen beginnen. Mehrere <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/oeffnung-auch-freenet-stellt-eilantrag-gegen-5g-auktion-1903-139944.html\">Klagen und Eilantr&auml;ge<\/a> der Provider drohen die Veranstaltung jedoch platzen zu lassen. Wom&ouml;glich wird in Deutschland &ndash; ohnehin ein Entwicklungsland beim Netzausbau &ndash; der neue Mobilfunkstandard erst mit mehreren Jahren Versp&auml;tung in Betrieb gehen. Ein Desaster, das<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50090\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":50092,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,13,160],"tags":[2150,2094,272,1494,233,1969,1386],"class_list":["post-50090","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-denkfehler-wirtschaftsdebatte","category-markt-und-staat","tag-autonome-fahrzeuge","tag-digitalisierung","tag-eichel-hans","tag-infrastruktur","tag-marktliberalismus","tag-mobilfunk","tag-wissenschaftlich-technischer-fortschritt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/shutterstock_1236172918.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50090","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50090"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50090\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50102,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50090\/revisions\/50102"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50092"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50090"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}