{"id":50104,"date":"2019-03-13T08:37:00","date_gmt":"2019-03-13T07:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104"},"modified":"2019-03-13T08:37:00","modified_gmt":"2019-03-13T07:37:00","slug":"hinweise-des-tages-3324","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h01\">It&rsquo;s all Spin and no Substance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h02\">Linke kritisieren Wagenknecht: &bdquo;Zeigt, wie wenig Respekt sie vor Leuten hat&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h03\">Auch Wagenknecht-Vize Dagdelen tritt nicht erneut als Fraktionschefin an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h04\">Beziehungsf&auml;higkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h05\">Ganz normale Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h06\">Das italienische B&uuml;rgergeld ist da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h07\">&bdquo;Maduro ist nicht zu retten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h08\">Der Staat darf Renditej&auml;gern keine Steuerschlupfl&ouml;cher lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h09\">EU-Kompromiss gescheitert: Vorerst keine Digitalsteuer in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h10\">Streit mit USA wegen Huawei: Sicherheitsbedenken sind nicht der wahre Grund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h11\">Europaparlament verabschiedet Resolution zum Stopp von Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h12\">Die Teilnehmer der Klimastreiks bekommen Unterst&uuml;tzung von den Wissenschaftsprofis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h13\">Mehr Tote durch schmutzige Luft als durch Rauchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h14\">Genug ist genug &ndash; es reicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h15\">Waffen f&uuml;r die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h16\">Attac Kampagne &bdquo;Menschenrechte vor Profit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h17\">Algerien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50104#h18\">Ende Gel&auml;nde plant Massenaktion des zivilen Ungehorsams f&uuml;r Juni<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>It&rsquo;s all Spin and no Substance<\/strong><br>\nBritisches Unterhaus stimmt erneut gegen Mays Brexit-Plan &ndash; Zusatzerkl&auml;rungen von ihr und der EU konnte keine Mehrheit der Abgeordneten &uuml;berzeugen. [&hellip;]<br>\nAuch eine von Junckers Erkl&auml;rung unabh&auml;ngige eigene Zusatzerkl&auml;rung Mays, dass eine britische Regierung ihrer Ansicht nach das Recht hat, &ldquo;Ma&szlig;nahmen zu ergreifen&rdquo;, wenn Br&uuml;ssel die Backstop-Klausel dazu einsetzt, das Vereinigte K&ouml;nigreich faktisch bis auf weiteres in der EU zu halten, konnte weder die Opposition noch die Kritiker des Deals in der ihrer eigenen Partei &uuml;berzeugen.<br>\nLabour-Chef Jeremy Corbyn, meinte zu ihr und zur Zusatzerkl&auml;rung Junckers, das sei alles &ldquo;Spin and no Substance&rdquo; &ndash; &ldquo;Hindrehen ohne Substanz&rdquo;, als er die Abgeordneten seiner Partei dazu aufforderte, erneut gegen den Deal zu stimmen. Das machten dann alle bis auf drei. &Auml;hnlich wie Corbyn &auml;u&szlig;erte sich Ian Blackford, der f&uuml;r die schottischen Separatisten von der SNP sprach. Blackford forderte statt des Deals ein Referendum &uuml;ber einen Verbleib in der EU, Corbyn Neuwahlen.<br>\nDie nordirische Protestantenpartei DUP, die May Regierung sonst Mehrheiten verschafft, wollte nach gr&uuml;ndlicher Analyse der Zusatzerkl&auml;rung ebenfalls nicht zustimmen.<br>\nBei den Tories sprach sich Mays ehemaliger Au&szlig;enminister Boris Johnson &uuml;berraschend fr&uuml;her und deutlicher gegen eine Zustimmung aus als der sonst als entschiedenerer No-Deal-Bef&uuml;rworter geltende Jacob Rees-Mogg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/It-s-all-Spin-and-no-Substance-4333970.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Tories werden zur Zeit von 10 nordirischen DUP-Abgeordneten toleriert und verf&uuml;gen inkl. DUP nur &uuml;ber eine Mehrheit von sieben Sitzen. Wie es scheint, werden die mindestens vier dutzend Brexit-Hardliner um Boris Johnson und Jacob Rees-Mogg aber ohnehin keinem &bdquo;Deal&ldquo; zustimmen. Die Regierung hat also &ndash; egal was sie mit Br&uuml;ssel verhandelt &ndash; keine eigene Mehrheit in der Brexit-Frage &ndash; es sei denn, Teile der Opposition stimmen zusammen mit den Tories, was jedoch unwahrscheinlich ist. Und so ist die EU zur Zeit in ihren eigenen harten Forderungen gefangen und wird wohl einen f&uuml;r beide Seiten katastrophalen ungeregelten Austritt Gro&szlig;britanniens aus der EU veranlassen m&uuml;ssen &hellip; sofern in Westminster nicht noch ein Wunder geschieht oder die EU ihre harte Verhandlungslinie &uuml;berdenkt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Linke kritisieren Wagenknecht: &bdquo;Zeigt, wie wenig Respekt sie vor Leuten hat&ldquo;<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der linken Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo;, verabschiedet sich aus der F&uuml;hrungsriege. Mittlerweile kritisieren auch Parteifreunde diesen Schritt scharf. Sie werfen ihr unter anderem vor, mit ihren Anh&auml;ngern gespielt zu haben.<br>\nDie Berliner Landesvorsitzende der Linken, Katina Schubert, hat den Abschied der Linksfraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht aus der F&uuml;hrung der so genannten Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; kritisiert.<br>\n&bdquo;Ich nehme das verwundert zur Kenntnis und hoffe, dass sich jetzt nicht die Menschen, die tats&auml;chlich Hoffnung in das Projekt gesetzt haben, von der Politik abwenden&ldquo;, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). &bdquo;Man darf nicht mit Menschen und ihren Erwartungen spielen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDer linke Bundestagsabgeordnete und ehemalige Schatzmeister der Partei, Thomas Nord, sagte dem RND: &bdquo;Die Art und Weise, wie sich Wagenknecht von Aufstehen verabschiedet, zeigt, wie wenig Respekt sie vor Leuten hat, die ihr nicht mehr n&uuml;tzlich erscheinen. Wenn sie weiter ihr eigenes S&uuml;ppchen kocht, dann werde ich sie auch weiter kritisieren. Das hat nichts mit Nachkarten zu tun. Die Partei muss sich selbst ernst nehmen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Linke-kritisieren-Sahra-Wagenknecht-Sie-zeigt-wie-wenig-Respekt-sie-vor-Leuten-hat?fbclid=IwAR1DE5zwPGwejwG-jfsxrAnOoueeG7P0mXZ-bwm2HgiXMhl1LAQ0-jcXb7g\">HAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist erschreckend, wie sch&auml;big und menschlich unanst&auml;ndig Katina Schubert und Thomas Nord die Krankheit von Sahra Wagenknecht f&uuml;r ihre internen Grabenk&auml;mpfe instrumentalisieren. Eine Partei, in der solche Figuren F&uuml;hrungspositionen bekleiden, muss sich ernsthaft fragen, ob ihr der moralische Kompass nicht abhanden gekommen ist. Man kann doch nicht die Unmenschlichkeit unseres Wirtschaftssystem lautstark kritisieren und selbst jeglichen menschlichen Anstand &uuml;ber Bord werfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Auch Wagenknecht-Vize Dagdelen tritt nicht erneut als Fraktionschefin an<\/strong><br>\nNach Wagenknecht will auch ihre Vize nicht f&uuml;r das Spitzenamt kandidieren. Sie begr&uuml;ndet ihre Entscheidung mit einem feindseligen Klima in der Fraktion.<br>\nNach dem R&uuml;ckzug von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht will auch ihre Stellvertreterin Sevim Dagdelen nicht mehr f&uuml;r den Fraktionsvorstand kandidieren. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Fraktionskreisen, zuvor hatte die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung dar&uuml;ber berichtet. Dagdelen geh&ouml;rt wie Wagenknecht zum linken Fl&uuml;gel der Partei und ist dort eine der Wortf&uuml;hrerinnen. Sie war auch als m&ouml;gliche Nachfolgerin Wagenknechts gehandelt worden.<br>\nGrund f&uuml;r ihren R&uuml;ckzug ist nach Informationen der &bdquo;Bild&ldquo; wohl auch ein feindseliges Klima in der Fraktion, vor allem aus dem Umfeld der Parteichefs Bernd Riexinger und Katja Kipping. Wagenknecht wollte am Dienstag zwar nicht direkt von Mobbing sprechen, wies diese Interpretation aber auch nicht zur&uuml;ck. Sie hatte am Montag erkl&auml;rt, im Herbst aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden nicht noch einmal f&uuml;r die Fraktionsspitze zu kandidieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/die-linke-auch-wagenknecht-vize-dagdelen-tritt-nicht-erneut-als-fraktionschefin-an\/24094176.html?fbclid=IwAR0TEEb2OwLn1mPuhJSVQYG7tkMDuElQEqNZvvy53X3t6S9e8nxjQ-wm1E8&amp;share=fb&amp;ticket=ST-1951097-U7aVNRIJUEOCEM2gjJD9-ap4\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Beziehungsf&auml;higkeit<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht will nicht mehr f&uuml;r den Fraktionsvorsitz der Linken im Bundestag kandidieren. Es war die Top-Nachricht am gestrigen Tag. Die Ank&uuml;ndigung hat zu vielen Reaktionen gef&uuml;hrt. Am respektvollsten &auml;u&szlig;erste sich dabei noch der politische Gegner, w&auml;hrend die vermeintlichen Parteifreunde beim vereinzelten Nachtreten blieben. Aber das war zu erwarten. Wirklich schr&auml;g ist jedoch die Behauptung, dass nun durch den R&uuml;ckzug Wagenknechts neue progressive B&uuml;ndnisse m&ouml;glich w&uuml;rden.<br>\n(&hellip;) Die Untoten aus dem Nichts<br>\nMit Werten um die 15 Prozent ist die einstige Volkspartei nur noch ein Schatten ihrer selbst. Besonders deutlich wird dieser Zombie-Zustand an der j&uuml;ngsten Debatte um eine m&ouml;gliche Wahl Annegret Kramp-Karrenbauers zur n&auml;chsten Bundeskanzlerin. Das w&uuml;rde die SPD ja auf gar keinen Fall mitmachen, hie&szlig; es pl&ouml;tzlich wie aus dem Nichts. So als ob es bei der n&auml;chsten Kanzlerwahl auf die untoten Sozialdemokraten noch ank&auml;me.<br>\nEine Machtoption jenseits der Union gibt es derzeit nicht. Sie gab es einmal im Parlament, blieb aber vor allem durch die SPD str&auml;flich ungenutzt. Ihr war das Regieren mit der Union und das anschlie&szlig;ende Jammern &uuml;ber den Koalitionspartner lieber, als die Umsetzung progressiver Politik, zu der &uuml;brigens gerade Sahra Wagenknecht im Bundestag immer wieder aufrief, auch um die Glaubw&uuml;rdigkeit eines versprochenen Politikwechsels vor der letzten Bundestagswahl zu verbessern. Eine Fortsetzung des Merkel-Kurses lehnte Wagenknecht hingegen zu Recht als W&auml;hlert&auml;uschung ab.<br>\n(&hellip;) Der Vorwurf, dass sich Wagenknecht immer dagegengestemmt habe, die eigene Partei auf einen Regierungskurs zu bringen, ist schlichtweg falsch. Regierungskurs oder auch Regierungsf&auml;higkeit sind ja nur Tarnbegriffe, die ein Bekenntnis zur neoliberalen Agenda voraussetzen. So hat gerade die SPD einen Politikwechsel im Bundestagswahlkampf 2017 immer wieder versprochen. &ldquo;Zeit f&uuml;r mehr Gerechtigkeit&rdquo;, lautete der Wahlslogan, mit dem sie auch und ausgerechnet bei der FDP um Zustimmung warb. Vielleicht zu Recht.<br>\nDenn das Wahlprogramm war eine tiefe Verbeugung vor den Interessen der Konzerne und der Verm&ouml;genden. Soziale Gerechtigkeit kam allenfalls noch als der Versuch einer halbherzigen Absturzsicherung vor, wie etwa in der Frage der Rente, die auf einem niedrigen Niveau gehalten werden sollte.<br>\n(&hellip;) Die, die auch jetzt wieder von einer besseren Regierungsf&auml;higkeit der Linken oder gar neuen B&uuml;ndnissen tr&auml;umen, meinen im Kern auch nur eine weitere Variante neoliberaler Koalitionen, die zu allererst auf Schwarze Nullen, Schuldenbremsen und offene Konfrontationen setzt, also die M&ouml;glichkeiten politischen Handelns zu Gunsten der sozialen Gerechtigkeit und des Friedens eher einschr&auml;nkt, denn ausbaut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190312beziehungsfahigkeit\">Taublog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ganz normale Menschen<\/strong><br>\nMacron bezeichnet &raquo;Gelbwesten&laquo; als &raquo;Ultras&laquo;. Seine Geheimdienste widersprechen<br>\nIn Frankreich sind am Samstag erneut rund 40.000 &raquo;Gelbwesten&laquo; gegen die neoliberale Politik von Staatschef Emmanuel Macron auf die Stra&szlig;e gegangen, mehr als in der Vorwoche. Nach dem Internationalen Frauentag am Freitag standen diesmal fehlende Kinderg&auml;rten und die schlechte Bezahlung ihrer Betreuerinnen im Mittelpunkt. Obwohl ein Gro&szlig;teil der Franzosen erst am Wochenende aus den allj&auml;hrlichen Winterferien zur&uuml;ckkehrte, hatten die Organisatoren der Samstagsproteste in den gro&szlig;en St&auml;dten wie Bordeaux, Nantes, Lille, Toulouse, Marseille und Lyon erneut viele tausend Menschen versammeln k&ouml;nnen. In Paris waren es nach Angaben der &raquo;Gelbwesten&laquo; rund 6.000, die am Nachmittag die wichtigsten Pl&auml;tze und Verkehrsknotenpunkte der Metropole blockierten.<br>\nMacron versucht seit Wochen, die Bewegung zu diskreditieren und behauptet, die Demonstrationen seien &raquo;von Extremen orchestriert&laquo;. Gegen&uuml;ber dem Wochenmagazin Paris Match hatte der Staatschef von einer &raquo;Faschosph&auml;re&laquo; und einer &raquo;Linkssph&auml;re&laquo; gesprochen, die &raquo;gro&szlig; in die Bewegung investiert&laquo; h&auml;tten. Es handle sich um &raquo;40.000 bis 50.000 Ultras&laquo;, f&uuml;r die der Samstag nur dazu da sei, &raquo;um Schaufenster und &ouml;ffentliche Einrichtungen zu zerst&ouml;ren&laquo;, so Macron gegen&uuml;ber den Journalisten.<br>\nSogar die franz&ouml;sischen Geheimdienste widersprachen ihrem Dienstherrn. Es handle sich um &raquo;ganz normale Menschen&laquo;, die f&uuml;r eine bessere Sozialpolitik auf die Stra&szlig;e gehen. In einem Bericht des Inlandsgeheimdienstes DGSI, aus dem das Internetportal Mediapart am Freitag zitierte, hei&szlig;t es &raquo;Ultrarechte&laquo; und &raquo;Ultralinke&laquo; seien &raquo;innerhalb der Demonstrationsz&uuml;ge quasi nicht existent&laquo;. Die &raquo;Extremen&laquo; seien ausgestiegen, nachdem ihr Versuch misslungen sei, sich an die Spitze der Bewegung zu setzen. Zudem weigere sich ein islamophober Teil der Rechten, gemeinsam mit Muslimen zu demonstrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/350805.proteste-der-gelbwesten-ganz-normale-menschen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Sobald eine Bewegung konkrete linke, vor Allem sozialpolitische Forderungen stellt sind die Rechten weg. Es ist demnach nicht so schwer, sie sich vom Hals zu halten. Es h&auml;ngt am Programm.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das italienische B&uuml;rgergeld ist da<\/strong><br>\nGanz diskret hat die italienische F&uuml;nf-Sterne-Bewegung ein Wahlversprechen umgesetzt. Zu den Kritikern geh&ouml;ren Gewerkschafter, Wohlfahrtsverb&auml;nde und die Bisch&ouml;fe.<br>\nDie italienische Regierung erf&uuml;llt das wichtigste Versprechen aus dem Wahlkampf und f&uuml;hrt ein B&uuml;rgergeld ein. Statt Jubel schl&auml;gt der populistischen F&uuml;nf-Sterne-Partei von vielen Seiten eine Missbilligung ihrer sozialpolitischen Vorzeige-Ma&szlig;nahme entgegen. Unter den sch&auml;rfsten Kritikern des italienischen Grundeinkommens fallen Gewerkschafter, Wohlfahrtsverb&auml;nde und Italiens Bisch&ouml;fe auf. Wie auch die meisten &Ouml;konomen und Unternehmer sorgen sie sich, dass das staatliche Grundeinkommen die wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven der Italiener nicht verbessern, sondern verschlechtern wird.<br>\nDie Premiere des B&uuml;rgergeldes ging in dieser Woche unerwartet diskret &uuml;ber die B&uuml;hne. Seit Mittwoch k&ouml;nnen die Italiener auf den Post&auml;mtern und bei den Steuerberatungen der Gewerkschaften ihre Antr&auml;ge auf ein staatliches Grundeinkommen stellen. Wer einen Anspruch auf die finanzielle Hilfe nachweisen kann, erh&auml;lt im April eine gelbe Debit-Karte, auf der dann ein monatliches Guthaben eingeht. Bed&uuml;rftige Single bekommen 780 &euro;, Familien mit zwei Kindern 1280 &euro;&hellip;. &laquo;Parasit&auml;re Haltung&raquo;<br>\n(&hellip;) Doch zur gleichen Stunde erhob sich aus der Bischofskonferenz der katholischen Kirche in Rom eine ungewohnt direkte Gegenstimme zu der Regierungsma&szlig;nahme. Vor dem zust&auml;ndigen Parlamentsausschuss wies Bruno Bignami, der in der italienischen Bischofskonferenz den Bereich Soziales und Arbeit leitet, auf die Gefahren des Grundeinkommens hin. Besonders beunruhige die Kirche, dass das B&uuml;rgergeld den Antrieb zur Arbeitssuche schw&auml;chen oder deren Empf&auml;nger dazu verleiten k&ouml;nne, Jobangebote mit einer nicht wesentlich h&ouml;heren Bezahlung abzulehnen. Die Bisch&ouml;fe sehen &laquo;ein enormes Risiko, dass Formen einer nicht nur passiven, sondern auch parasit&auml;ren Haltung gegen&uuml;ber dem Staat gef&ouml;rdert werden&raquo;, sagte Bignami.<br>\nItaliens Unternehmer warnen schon seit Monaten davor, dass sich das neue B&uuml;rgergeld besch&auml;ftigungspolitisch zu einem Bumerang entwickeln wird. Auch sie f&uuml;rchten, dass es das aktive Bem&uuml;hen um einen Job hemmt und zudem einen Boom der Schwarzarbeit ausl&ouml;st, die ohnehin eine gro&szlig;e Plage des italienischen Arbeitsmarkts ist. Die Regierung verleite die Menschen dazu, das Geld vom Staat zu kassieren und nebenher einer ungemeldeten Besch&auml;ftigung nachzugehen, sagen sie<br>\nGro&szlig;e Proteste<br>\nAuch Italiens Gewerkschaften gehen gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung auf die Barrikaden. Erstmals seit vier Jahren riefen die drei gro&szlig;en Gewerkschaftsb&uuml;nde im Februar wieder zu einer gemeinsamen Protestkundgebung auf. 200 000 Menschen forderten in Rom von der populistischen Koalition gezielte Wachstumsf&ouml;rderung zur Schaffung neuer Arbeitspl&auml;tze. &laquo;Jobs schafft man nicht mit Zauberei, sondern durch Investitionen&raquo;, sagte Annamaria Furlan, die Chefin der Gewerkschaft Cisl.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/italiens-regierung-fuehrt-buergergeld-ein-ld.1465569\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong> &ldquo;Die Bisch&ouml;fe sehen &laquo;ein enormes Risiko, dass Formen einer nicht nur passiven, sondern auch parasit&auml;ren Haltung gegen&uuml;ber dem Staat gef&ouml;rdert werden&raquo;, sagte Bignami.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Sind wir wieder soweit, dass sogar die Kirche die Armen und Schwachen als Parasiten bezeichnen? Das ist nun wirklich Nazijargon. Wenn sogar die katholische Kirche, die sich ja gerne als Besch&uuml;tzer der Unterdr&uuml;ckten inszeniert sowas ungestraft sagen darf, sagt das schon einiges &uuml;ber den Zustand unserer Gesellschaft aus.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Man kann &uuml;ber das B&uuml;rgergeld durchaus geteilter Meinung sein. Wenn aber die Kirchen und die Unternehmer zusammen dagegen Sturm laufen dann sollte man aufhorchen. Dann kann es wohl so falsch doch nicht sein.  Frei nach August Bebel: Wenn deine Feinde dich loben, dann hast du etwas falsch gemacht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> In deutschen Medien wird &ndash; wenn man sich &uuml;berhaupt mal dazu herabl&auml;sst, &uuml;ber Italien zu berichten &ndash; das B&uuml;rgergeld gerne als italienische Variante von Hartz IV bezeichnet. Doch das geht am Kern vorbei. Durch Hartz IV wurden die allermeisten Bed&uuml;rftigen schlechter gestellt. Durch das italienische B&uuml;rgergeld werden die allermeisten Bed&uuml;rftigen jedoch besser gestellt. Wer nur aus der Perspektive der Oberschicht argumentiert, wird diesen Unterschied nat&uuml;rlich nicht verstehen k&ouml;nnen. Und wer die Agenda hat, die italienische Hufeisenkoalition als populistisches &Uuml;bel zu brandmarken, hat nat&uuml;rlich auch kein Interesse an einer sachgem&auml;&szlig;en Berichterstattung, bei der der linke Teil der Koalition gut wegkommen w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Maduro ist nicht zu retten&ldquo;<\/strong><br>\nChavez&lsquo; Ex-Berater Heinz Dieterich<br>\n(&hellip;) Die andauernde Wirtschaftskrise begann bereits im vergangenen Jahrhundert w&auml;hrend der Amtszeit des ehemaligen Anf&uuml;hrers des Landes, Hugo Chavez. Hat sich die Situation unter Maduro noch st&auml;rker zugespitzt?<br>\nMaduro erbte ein wirtschaftliches und politisches Modell, das bereits in den letzten Jahren der Amtszeit von Chavez in der Krise war. Das war mit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 verbunden, nach dem die &Ouml;lpreise sanken. Das gesamte Modell von Hugo Chavez basierte auf ausl&auml;ndischen Einnahmen dank der hohen &Ouml;lpreise. Das reichte aus, um Venezuela und internationale US-Konzerne abseits zu lassen, die von der Erschlie&szlig;ung der &Ouml;lvorkommen ausgeschlossen wurden.<br>\nDieses Modell geriet in die Krise, als Maduro 2013 bei der Pr&auml;sidentschaftswahl gewann. Er setzte keine Reformen um, die er h&auml;tte machen m&uuml;ssen, um das alte Modell lebensf&auml;hig zu machen. Er hielt am alten Modell fest, die Menschen waren unzufrieden, was auch w&auml;hrend der Parlamentswahl 2015 deutlich wurde, als der rechte politische Fl&uuml;gel gewann. Doch statt das alte Modell zu reformieren und es mit neuen Herausforderungen in &Uuml;bereinstimmung zu bringen, hielt er weiter daran fest. Anschlie&szlig;end ging er noch h&auml;rter vor, und das Land verwandelte sich in eine b&uuml;rgerliche Diktatur mit einer demokratischen Fassade. Er brachte das existierende demokratische und progressive historische Projekt auf ein solches Niveau, auf dem es nicht mehr zu retten war. Die Menschen, die versuchen, ihn an der Macht zu halten, verschwenden einfach ihre Zeit &ndash; er kann nicht mehr gerettet werden.<br>\n(&hellip;) Wie sieht die Situation heute aus? Die Hierarchie in der Armee, die eine entscheidende Rolle spielt, bricht zusammen. Es ist nicht nur eine Frage der Zeit, wenn die Gener&auml;le, die Maduro unterst&uuml;tzen, allein bleiben. Ich denke, dass die politische, internationale und nationale Isolation Maduros w&auml;chst, und die Armee ist von diesem Prozess nicht isoliert. Ich denke, dass sie innerhalb einiger Wochen Maduro absetzen werden, weil der einzige Weg, das Land vor der US-Herrschaft zu retten, nur ohne Maduro gegangen werden kann.<br>\nSie haben gesagt, dass der Oppositionsf&uuml;hrer Guaid&oacute; ein Mitarbeiter des Imperiums war. Wie gro&szlig; ist die Wahrscheinlichkeit, dass das venezolanische Milit&auml;r es zulassen wird, dass er seine Bedingungen vorschreiben wird? Ihrer letzten Antwort zufolge ist es nur eine Frage der Zeit.<br>\n(&hellip;) Damit hat Guaid&oacute; jetzt nur eine Option. Alle wissen, dass er eine Art neokolonialer Verwalter des Hinterhofs der Imperialisten ist. Er verlor den Kampf am 23. Februar dieses Jahres, als er sagte, dass er mit Gewalt die Grenze f&uuml;r US-Hilfen &ouml;ffnen wird, was nat&uuml;rlich der Plan der USA war, weil das eine Wiederholung dessen war, was sie mit der Berliner Mauer in Deutschland machten. Damit bestand der Plan Guaid&oacute;s darin, mit Gewalt die Grenzen zu &ouml;ffnen und die Amtszeit Maduros zu beenden, doch dieser Plan scheiterte.<br>\nDanach entwickelten die USA einen anderen Plan. Sie sagten Guaid&oacute;: &bdquo;Du f&auml;hrst nach Brasilien, Argentinien, und wir werden Unterst&uuml;tzung f&uuml;r dich schaffen, und danach musst du zur&uuml;ckkehren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190307324232417-maduro-chancen-krise-venezuela\/\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Leider ist bei Dieterich nicht immer klar, welche seiner Aussagen sachlich begr&uuml;ndet sind und aus welchen Aussagen vor allem die Entt&auml;uschung &uuml;ber das offenkundige Versagen der von ihm massiv gepr&auml;gten Wirtschaftspolitik und die Ablehnung seiner Dienste durch die Folgeregierung provoziert wurden. Man sollte die Ex-Ehefrau vielleicht nicht unbedingt zur Gutachterin der moralischen Integrit&auml;t des Mannes erkl&auml;ren, der sie verlassen hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Staat darf Renditej&auml;gern keine Steuerschlupfl&ouml;cher lassen<\/strong><br>\nWer eine Wohnung oder ein Haus kauft, muss Grunderwerbsteuer zahlen. Doch Investoren umgehen das. Der Gesetzgeber muss reagieren.<br>\nMieten und Kaufpreise in Berlin steigen unaufh&ouml;rlich. Schuld daran ist der Markt. Und der Staat. Denn der hat einer kleinen Gruppe von Investoren ein Jahrhundertgeschenk gemacht: Steuerfreiheit auf den Immobilienhandel. Daf&uuml;r m&uuml;ssen die Investoren ihre h&uuml;bschen H&auml;user nur in eine nette Verpackung verh&uuml;llen, in einen &ldquo;Firmenmantel&rdquo;. Schon ist die Steuerpflicht ausgehebelt &ndash; durch einen sogenannten &ldquo;share deal&rdquo;.<br>\nDie Firmen, die da verkauft werden, haben meistens keine Mitarbeiter, keinen Gesch&auml;ftszweck au&szlig;er der &ldquo;Optimierung&rdquo; des &ldquo;Wohnungsbestandes&rdquo;. Einfach ausgedr&uuml;ckt: Mieten erh&ouml;hen bis an die Grenze des gesetzlich Zul&auml;ssigen. Und dazu Modernisieren, weil die Kosten daf&uuml;r an die Mieter weitergereicht werden k&ouml;nnen und au&szlig;erdem noch weitere Steuervorteile bringen.<br>\nNach diesen Eingriffen &ndash; teilweise auch davor oder dabei &ndash; verkaufen die H&auml;ndler ihre Wohnungen schon wieder mit kr&auml;ftigem Profit. Pardon, sie verkaufen ja &ldquo;nur&rdquo; die Firmenanteile (mit hunderten von Wohnungen) &ndash; und weil keine Grunderwerbsteuer f&auml;llig wird, ist maximaler Gewinn drin&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/immobilienkauf-der-staat-darf-renditejaegern-keine-steuerschlupfloecher-lassen\/24093024.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU-Kompromiss gescheitert: Vorerst keine Digitalsteuer in Europa<\/strong><br>\nDie Einf&uuml;hrung einer Online-Werbesteuer f&uuml;r Digitalriesen in Europa ist am Widerstand einiger EU-Finanzminister gescheitert. Jetzt wird nach einer globalen L&ouml;sung gesucht.<br>\nF&uuml;r Google und Co. ist das eine gute Nachricht: Die Internet-Konzerne bleiben von einer europaweiten Digitalsteuer auf absehbare Zeit verschont. Das Aus kommt nicht &uuml;berraschend, denn mit L&auml;ndern wie Schweden, wo der Musik-Streamingdienst Spotify zu Hause ist, oder mit Irland, wo Facebook seinen Europasitz hat, ist eine Sonderabgabe f&uuml;r Internetkonzerne nicht zu machen.<br>\nD&auml;nemark und Finnland sind ebenfalls dagegen &ndash; und Steuerfragen m&uuml;ssen in der EU nach wie vor einstimmig entschieden werden. &Ouml;sterreichs Finanzminister Hartwig L&ouml;ger zeigt sich entt&auml;uscht: &ldquo;Es ist schade, aus meiner Sicht, dass wir hier in Europa nicht in der Lage sind, eine gemeinsame Grundlage in dem Bereich zu haben.&rdquo; Es sei eine traurige Stunde f&uuml;r Europa. &ldquo;Ich habe mit Bruno Le Maire und Olaf Scholz vereinbart, dass wir uns noch bilateral austauschen, wie wir hier weitere Schritte setzen k&ouml;nnen, damit zumindest eine gemeinsame starke Linie Europas auf dieser globalen Diskussion stattfinden kann.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/digitalsteuer-107.html\">Tageschau<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Schwarze Liste Steueroasen: Der Biss fehlt<\/strong><br>\nDer schwarzen Liste Steueroasen fehlt der Biss. Das wird auch heute wieder durch die EU Finanzminister*innen best&auml;tigt,&ldquo; kommentiert Martin Schirdewan, finanzpolitischer Sprecher der Linken im Europ&auml;ischen Parlament die heute ver&ouml;ffentlichte &Uuml;berarbeitung der EU schwarzen Liste Steueroasen*.<br>\nSchirdewan weiter: &bdquo;Der Rat traut sich nicht, die wirklich dicken Fische anzupacken. Viele notorische Steuers&uuml;mpfe und Schattenfinanzpl&auml;tze fehlen auf der Liste. Die Kriterien, die zur Listung f&uuml;hren, sind zu lax. So landet beispielsweise ein Land, das Unternehmensgewinne nicht besteuert, nicht automatisch auf der Liste. Aber selbst die laxen Kriterien werden nicht konsequent angewendet. Sonst m&uuml;ssten sowohl die Schweiz als auch die USA auf der Liste stehen. Hinzukommt, dass auch einige EU-Mitgliedstaaten gegen die EU-Kriterien versto&szlig;en und somit auf der Liste stehen m&uuml;ssten.&ldquo;<br>\n*Bisher befanden sich folgende f&uuml;nf L&auml;nder auf der Liste: Amerikanisch-Samoa, Guam, Samoa, Trinidad und Tobago sowie die amerikanischen Jungferninseln. Heute hinzugekommen sind folgende zehn: Aruba, Barbados, Belize, Bermuda, Dominica, Fidschi, Marshallinseln, Oman, Vanuatu und die Vereinigten Arabischen Emirate.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/12198.schwarze-liste-steueroasen-der-biss-fehlt.html?fbclid=IwAR2bt3JNpwjZw06s0GtpZ0JNVeoj0w84elVK6BZCYJQaDbgySzJJWBbw3to\">LINKE im Europaparlament<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Streit mit USA wegen Huawei: Sicherheitsbedenken sind nicht der wahre Grund<\/strong><br>\nWenn die USA jetzt massiv vor dem Einsatz von chinesischer Mobilfunk-Technik in Deutschland warnten, dann habe das nur am Rande mit tats&auml;chlichen Sicherheitsbedenken zu tun, meint Stefan R&ouml;mermann. Grund sei wohl vor allem der Handelsstreit der USA mit China. Trotzdem k&ouml;nne die Debatte n&uuml;tzlich sein.<br>\nDie Vorstellung klingt bedrohlich: Der chinesische Hersteller Huawei k&ouml;nnte in Komponenten f&uuml;r Mobilfunk-Masten und die entsprechenden Netze versteckte Hintert&uuml;rchen eingebaut haben. &Uuml;ber die k&ouml;nnten chinesische Geheimdienste Datenverkehr und Telefonate abh&ouml;ren, oder die Netze im Krisenfall sabotieren. Immer wieder haben Politiker und Sicherheitsexperten in den vergangenen Monaten vor dieser Gefahr gewarnt.<br>\nM&ouml;glich ist ein Geheimdienst-Angriff nach diesem Muster durchaus. Trotzdem ist es eher unwahrscheinlich, dass auf diesem Weg in Europa zuk&uuml;nftig massenhaft Daten ausspioniert werden. Denn wenn irgendwelche Ger&auml;te anfangen, im gr&ouml;&szlig;eren Stil Daten abzufangen und nach Peking schicken &ndash; dann k&ouml;nnten Mobilfunkbetreiber wie Telekom oder Vodafone vergleichsweise einfach den zus&auml;tzlichen Datenverkehr erkennen und abstellen. Und bisher gibt es keine Beweise, dass in Huawei-Technik jemals bewusst Schwachstellen und Hintert&uuml;rchen eingebaut worden sind.<br>\nDruck auf China ist der wahre Grund<br>\nDass die USA jetzt massiv vor dem Einsatz von chinesischer Mobilfunk-Technik in Deutschland warnen, hat deshalb wohl nur am Rande mit tats&auml;chlichen Sicherheitsbedenken zu tun. Schlie&szlig;lich stecken die USA mitten in einem erbitterten Handelsstreit mit China. F&uuml;r das Regime in Peking ist die Internet- und Mobilfunk-Technik ein Aush&auml;ngeschild und ein Exportschlager, der Milliardenbetr&auml;ge ins Land bringt. Im Handelsstreit sind Technologie-Konzerne wie Huawei deshalb ein guter Hebel um die Regierung in Peking unter Druck zu setzen und zu &auml;rgern. Daf&uuml;r greift US-Pr&auml;sident Donald Trump dann sogar die eher leisen ge&auml;u&szlig;erten Warnungen der US-Geheimdienste auf &ndash; auch wenn er die Meinung seine Sicherheitsbeh&ouml;rden ansonsten gerne ignoriert und sie als inkompetent hinstellt.<br>\nEine Debatte, die notwendig ist<br>\nTrotzdem ist es gut, dass in Deutschland und weltweit endlich &uuml;ber die Sicherheit von IT-Systemen und Netzwerk-Komponenten diskutiert wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/streit-mit-usa-wegen-huawei-sicherheitsbedenken-sind-nicht.720.de.html?dram:article_id=443444\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Brief an Altmaier: CDU weist Drohung des US-Botschafters zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer amerikanische Botschafter Grenell sorgt mit einem Brief an Wirtschaftsminister Altmaier f&uuml;r Aufregung &ndash; er liest sich wie eine Drohung. Die CDU reagiert deutlich. Sollte Deutschland den chinesischen Konzern Huawei beim Ausbau des schnellen 5G-Mobilfunknetzes beteiligen, k&ouml;nne der Austausch von Geheimdienstinformationen und anderer Daten nicht mehr im bisherigen Umfang erfolgen: Das schrieb US-Botschafter Richard Grenell in einem Brief an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Die Spitze der Unionsfraktion hat die Drohung nun deutlich zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nDer au&szlig;enpolitische Sprecher der Unionsfraktion, J&uuml;rgen Hardt, erkl&auml;rte gegen&uuml;ber dem SPIEGEL: &ldquo;Auch beim neuen digitalen Netz haben wir unsere Sicherheitsinteressen klar im Blick. Unser Ziel ist, das sicherste und beste Netz f&uuml;r Deutschland aufzubauen, das m&ouml;glich ist.&rdquo; Das &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; hatte &uuml;ber den Brief an Altmaier berichtet.<br>\nNoch deutlicher formulierte es der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Br&ouml;mer: &ldquo;Diese Bundesregierung braucht keine Aufforderung oder Hinweise des amerikanischen Botschafters, um sicherheitspolitisch sinnvolle Schritte einzuleiten&rdquo;, sagte er.<br>\n&ldquo;Sachlich nicht begr&uuml;ndet&rdquo;<br>\nGrosse-Br&ouml;mer sagte, er sei &ldquo;sehr sicher, dass gerade sicherheitspolitische Grunds&auml;tze von der Bundesregierung selbst kompetent gel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Es bedarf da keiner Hinweise des amerikanischen Botschafters in dieser Hinsicht.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/richard-grenell-cdu-weist-drohung-des-us-botschafters-zurueck-a-1257428.html\">SPON<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europaparlament verabschiedet Resolution zum Stopp von Nord Stream 2<\/strong><br>\nDas Europaparlament hat am Dienstag bei einer Plenarsitzung in Stra&szlig;burg eine Resolution zum Verh&auml;ltnis zwischen der EU und Russland verabschiedet. Das Dokument enth&auml;lt Vorschl&auml;ge zum Baustopp der Gasleitung Nord Stream 2 sowie zur Einschr&auml;nkung von Russlands Zugang zu Finanzen.<br>\nDie Resolution ruft die EU au&szlig;erdem dazu auf, die Erweiterung von pers&ouml;nlichen Sanktionen zu erw&auml;gen sowie Moskau nicht mehr als strategischen Partner zu betrachten.<br>\nF&uuml;r die Resolution stimmten 402 Abgeordnete. 163 waren dagegen, 89 enthielten sich der Stimme.<br>\nDer entsprechende Resolutionsentwurf war zuvor von der lettischen Europaabgeordneten Sandra Kalniete eingebracht worden. Demnach soll die EU auch die Einschr&auml;nkung des Zugangs von Russland zu Finanzen und Technologien erw&auml;gen, wenn Moskau &bdquo;das V&ouml;lkerrecht weiterhin verletze&ldquo;.<br>\nDie im Bau befindliche Gaspipeline Nord Stream 2 erh&ouml;he die Abh&auml;ngigkeit der EU von russischen Gaslieferungen, bedrohe den EU-Binnenmarkt und stehe im Widerspruch zur Energiepolitik der EU und deren politischen Interessen, hei&szlig;t es in dem Dokument weiter. Deshalb m&uuml;sse das Projekt gestoppt werden.<br>\nDie Resolution des Europaparlamentes ist rechtlich nicht bindend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190312324291272-europaparlament-russland-nord-stream-2\/\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Da kann man sich ja fast dar&uuml;ber freuen, dass das Europaparlament nichts zu entscheiden hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Resolution des Europaparlaments hat keine praktische Auswirkung auf Nord Stream 2<\/strong><br>\nDie Resolution des Europ&auml;ischen Parlaments wird keine praktische Auswirkung auf die Ostseepipeline haben, &auml;hnliche sehr russlandkritische Resolutionen gibt es bereits seit einer ganzen Reihe von Jahren. Energieexperte Dr. Christian Wipperf&uuml;rth erl&auml;utert gegen&uuml;ber Sputnik, warum&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/wirtschaft\/20190312324294184-eu-parlament-nord-stream-2-resolution\/\">Sputnik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Teilnehmer der Klimastreiks bekommen Unterst&uuml;tzung von den Wissenschaftsprofis<\/strong><br>\nEine Stellungnahme hat in der Schweiz, Deutschland und &Ouml;sterreich innerhalb weniger Tage mehr als 12 000 Unterzeichner unter Wissenschaftlern gefunden. In dem Dokument wird die Klimapolitik in den drei L&auml;ndern als unzureichend kritisiert.<br>\nSeit Monaten setzen sich vorwiegend jugendliche Demonstranten in vielen L&auml;ndern f&uuml;r mehr Klimaschutz ein. Ihre Anliegen erkl&auml;rten am Dienstag mehr als 12 000 Wissenschaftler in der Schweiz, Deutschland und &Ouml;sterreich in einer Stellungnahme f&uuml;r &laquo;berechtigt und gut begr&uuml;ndet&raquo;.<br>\n(&hellip;) Der Umbau geht zu langsam<br>\nDie Wissenschaftler prangern in dem Dokument dar&uuml;ber hinaus das zu langsame Tempo und den unzureichenden Umfang an, mit dem die Bereiche Energie, Ern&auml;hrung, Landwirtschaft, Ressourcennutzung und Mobilit&auml;t umgebaut werden. Demnach ist die Klimapolitik nicht nur in Deutschland und &Ouml;sterreich ungen&uuml;gend. Die Schweiz habe den Aussto&szlig; an Treibhausgasen seit 1990 kaum verringert; die Revision des CO2-Gesetzes sei vorerst gescheitert.<br>\nDie enorme Mobilisierung der neuen Bewegungen in den drei L&auml;ndern zeige, dass die jungen Menschen die Situation verstanden h&auml;tten, hei&szlig;t es in der Stellungnahme. Ihre Forderung nach schnellem und konse&shy;quentem Handeln k&ouml;nnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nur nachdr&uuml;cklich unterstreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/klimastreik-wissenschafter-stuetzen-anliegen-auch-in-der-schweiz-ld.1466541\">Neue Z&uuml;richer Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mehr Tote durch schmutzige Luft als durch Rauchen<\/strong>\n<ul>\n<li>Eine neue Studie bemisst den gesundheitlichen Schaden durch Luftschadstoffe weitaus h&ouml;her als bisher angenommen wurde.<\/li>\n<li>Allein in Europa seien demnach mit nahezu 800 000 zus&auml;tzlichen Todesf&auml;llen j&auml;hrlich durch Luftverschmutzung zu rechnen.<\/li>\n<li>Die Umweltgifte besch&auml;digen die Blutgef&auml;&szlig;e und beg&uuml;nstigen Herzinfarkte, Schlaganf&auml;lle, Diabetes und erh&ouml;hten Blutdruck.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer sich demn&auml;chst an Unterschriftenlisten beteiligen und &ndash; trotz fehlender Expertise, aber daf&uuml;r mit Rechenfehlern &ndash; die Grenzwerte zur Reinhaltung der Luft anzweifeln will, sollte vorher besser die aktuelle Fachliteratur zur Kenntnis nehmen. Dort findet sich eine neue, umfangreiche Studie, die den gesundheitlichen Schaden durch Feinstaub und Co. weitaus h&ouml;her bemisst, als bisher von Experten angenommen wurde. Kardiologen, Umweltmediziner und Chemiker der Universit&auml;t Mainz und des dortigen Max-Planck-Instituts f&uuml;r Chemie zeigen im European Heart Journal von dieser Woche, dass allein in Europa mit nahezu 800 000 zus&auml;tzlichen Todesf&auml;llen j&auml;hrlich durch Luftverschmutzung zu rechnen ist. Weltweit sind demnach 8,8 Millionen Extra-Todesf&auml;lle auf die Schadstoffemissionen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/luftverschmutzung-schadstoffe-todesfaelle-1.4364271?fbclid=IwAR0WiG9X1ti1o-plIanJKUj_QCp0SEhlJ9ytle95Rs6mSxRzSsV0t3b__gk\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Leider vers&auml;umt es der angesehene Journalist Werner Bartens, seine Leser darauf hinzuweisen, dass die Methodik dieser Studie mindestens genau so umstritten ist wie deren Ergebnisse. Das RWI hatte im Februar die Studie des MPI Mainz sogar <a href=\"http:\/\/en.rwi-essen.de\/unstatistik\/87\/\">zur &bdquo;Unstatistik des Monats&ldquo; erkl&auml;rt<\/a> und liegt damit keinesfalls falsch. Wer eine statistische Unsicherheit von mehr als 50% ignoriert und dann auch noch mit &bdquo;Todesf&auml;llen&ldquo; argumentiert, betreibt Populismus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Genug ist genug &ndash; es reicht!<\/strong><br>\nTrump will noch mehr Geld f&uuml;r Kriege und v&ouml;lkerrechtwidrige Interventionen<br>\nNach Berechnungen, die zurzeit von der Trump-Administration angestellt werden, sollen die Stationierungsgeb&uuml;hren f&uuml;r die US-Truppen vollst&auml;ndig plus einen Aufschlag von mindestens 50% von Deutschland und den anderen L&auml;ndern, in denen sich US-Basen befinden, bezahlt werden.1 Statt bisher 1 Milliarde Dollar (28% der Stationierungskosten) pro Jahr, die Deutschland ohnehin schon bezahlt, w&auml;ren es ca. 6 Milliarden (150% der Stationierungskosten), bei &bdquo;gutem Benehmen&ldquo; nur bis zu 4 Milliarden (100%). Bei &bdquo;gutem Benehmen&ldquo;, wenn Deutschland besonders unterw&uuml;rfig oder wenn es sich besonders kriegsw&uuml;tig und v&ouml;lkerrechtswidrig verh&auml;lt, w&uuml;rde der Aufschlag erlassen bzw. reduziert.<br>\n6 Milliarden Dollar daf&uuml;r, dass  niemals ein Bewohner dieses Landes im US-Milit&auml;rkrankenhaus bei der Air Base Ramstein behandelt wird, f&uuml;r die Intensivierung der v&ouml;lkerrechtswidrigen Drohneneins&auml;tze, f&uuml;r US\/NATO Interventionseins&auml;tze, f&uuml;r die massive Zerst&ouml;rung der Umwelt und die Vergiftung der Bev&ouml;lkerung, f&uuml;r noch mehr Verkehrstote durch US-Soldaten, ohne dass sie von der deutschen Justiz daf&uuml;r zur Rechenschaft gezogen werden k&ouml;nnen &ndash; Milliarden f&uuml;r weltweite Kriege.<br>\nWir sagen tausendmal nein! Das Geld brauchen wir f&uuml;r Schulen und Kitas, sozialen Wohnungsbau, Krankenh&auml;user, &ouml;ffentlichen Nahverkehr, kommunale Infrastruktur, Alterssicherung, &ouml;kologischen Umbau, Klimagerechtigkeit &ndash; aber bestimmt nicht f&uuml;r Kriege.<br>\nDer Truppenstationierungsvertrag mit den USA muss gek&uuml;ndigt werden!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\/?na=v&amp;nk=7300-4601a247c5&amp;id=55\">Stop Airbase Ramstein<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Waffen f&uuml;r die Welt<\/strong><br>\nDeutschland hat seine R&uuml;stungsausfuhr in den vergangenen f&uuml;nf Jahren gegen&uuml;ber dem vorigen F&uuml;nfjahreszeitraum um mehr als ein Achtel gesteigert und war damit der viertgr&ouml;&szlig;te Waffenexporteur der Welt. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Forschungsinstituts SIPRI hervor. Die angebliche Friedensmacht EU nimmt demnach auf der Rangliste der gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsexporteure den zweiten Platz nach den USA ein &ndash; mit &uuml;ber einem Viertel aller Lieferungen weltweit. Die NATO-Staaten kommen demzufolge auf einen Anteil von fast zwei Drittel der globalen Ausfuhr von Kriegsger&auml;t &ndash; mehr als dreimal so viel wie Russland und dreizehnmal so viel wie China. Mehr als ein Siebtel aller Lieferungen geht nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate, die beiden L&auml;nder, die Iran zum Hauptfeind erkl&auml;rt haben und im Jemen einen Stellvertreterkrieg gegen Teheran f&uuml;hren. Dar&uuml;ber hinaus z&auml;hlen Staaten rings um die Volksrepublik, die teils gespannte Beziehungen zu Beijing haben, zu den gro&szlig;en Waffenk&auml;ufern der Welt. Auch sie werden insbesondere von westlichen M&auml;chten beliefert.<br>\n(&hellip;) Das westliche Kriegs- und R&uuml;stungsb&uuml;ndnis<br>\nLegen die SIPRI-Daten die f&uuml;hrende Rolle der USA und der EU bei der Belieferung der Welt mit Kriegsger&auml;t offen, so zeigen sie auch absolut dominierende Stellung des transatlantischen B&uuml;ndnisses: Die Waffenschmieden aus NATO-Mitgliedstaaten stehen f&uuml;r ann&auml;hernd zwei Drittel des globalen R&uuml;stungsexports &ndash; mehr als dreimal so viel wie Russland sowie ungef&auml;hr dreizehnmal so viel wie China.<br>\n(&hellip;) Top-Waffenk&auml;ufer<br>\nDie Waffenk&auml;ufer, die den globalen Anstieg der R&uuml;stungslieferungen und insbesondere den wachsenden Anteil der westlichen Staaten ma&szlig;geblich verantworten, sind arabische Staaten. Laut SIPRI nahmen etwa die deutschen R&uuml;stungsexporte in den Nahen und Mittleren Osten im vergangenen F&uuml;nfjahreszeitraum gegen&uuml;ber den Jahren von 2009 bis 2013 um 125 Prozent zu; damit ging ein Viertel der gesamten deutschen Waffenausfuhr in die Region, die f&uuml;r ihre politischen Spannungen und ihre Kriege ber&uuml;chtigt ist&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7885\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Attac Kampagne &bdquo;Menschenrechte vor Profit&ldquo;<\/strong><br>\nWorum geht es in unserer Kampagne?<br>\n&ldquo;Ob Lebensmittel, Kleidung oder Kohlestrom: Am Beginn der globalen Produktions- und Lieferketten auch unserer t&auml;glichen Konsumprodukte stehen regelm&auml;&szlig;ig schwerste Menschenrechtsvergehen. Unternehmensgewinne speisen sich vielfach aus menschenunw&uuml;rdigen Arbeitsbedingungen, Ausbeutung und Sklaverei, starken Umweltzerst&ouml;rungen und Landraub bis hin zu Vergewaltigungen, Folter, Mord und Kriegsverbrechen. Von rechtlichen oder wirtschaftlichen Konsequenzen f&uuml;r die Auftraggeber, unter anderem deutsche und in Deutschland agierende Gro&szlig;konzerne, keine Spur &ndash; weder am Ort des Geschehens, noch bei uns.<br>\nDabei sind Deutschland, Europa und die anderen Industriel&auml;nder mitverantwortlich f&uuml;r die Misere. Sie haben daf&uuml;r gesorgt, dass den verbindlichen, aber relativ zahnlosen, im Rahmen der Vereinten Nationen geschlossenen Menschenrechtspakten zahlreiche v&ouml;lkerrechtliche Vertr&auml;ge im Bereich von Investitionsschutz und Handel an die Seite gestellt und mit starken Durchsetzungs- und Sanktionsm&ouml;glichkeiten versehen wurden. Diese sichern Konzernen z.B. direkten Zugang zu Arbeitskr&auml;ften, Ressourcen und Absatzm&auml;rkten oder machen ihre Gewinne einklagbar. Auf diese Weise haben Profitinteressen der Konzerne effektiv Vorrang gegen&uuml;ber Menschenrechten erhalten.<br>\n(&hellip;) In den Vereinten Nationen wird seit 2014 auf Initiative von Ecuador und S&uuml;dafrika ein verbindliches Abkommen (Binding Treaty) f&uuml;r Wirtschaft und Menschenrechte verhandelt. Es sieht vor, dass Konzerne sich nicht l&auml;nger ihrer menschenrechtlichen Verantwortung entziehen k&ouml;nnen und sich f&uuml;r Verst&ouml;&szlig;e verantworten m&uuml;ssen. Und zwar auch dann, wenn sie im Ausland t&auml;tig sind oder es sich um Tochterunternehmen oder abh&auml;ngige Zulieferfirmen handelt. Eingesetzt wurde diese Arbeitsgruppe des Menschenrechtsrats gegen die Stimmen der westlichen Industriel&auml;nder. Auch Deutschland und die EU verhalten sich skeptisch oder gar ablehnend und nahmen an den ersten Sitzungen nicht bzw. nur als passive Beobachter teil.<br>\nDas ist unverantwortlich! Menschenrechte m&uuml;ssen durchsetzbar werden und endlich Vorrang vor Konzerninteressen genie&szlig;en. Der Treaty-Prozess stellt daf&uuml;r eine gro&szlig;e Chance dar&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/kampagnen\/menschenrechte-vor-profit\/hintergrund\/\">Attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Algerien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Das Volk will den Sturz des Regimes&ldquo;<\/strong><br>\nDie Menschen in Algerien werden sich nicht mit Zugest&auml;ndnissen zufriedengeben &ndash; sie sehnen sich nach einem radikalen Wandel, sagt Rachid Ouaissa.<br>\ntaz: Herr Ouaissa, kein f&uuml;nftes Mandat f&uuml;r Pr&auml;sident Bouteflika, aber eine auf unbestimmte Zeit verl&auml;ngerte Amtszeit des Pr&auml;sidenten. Kommt das Regime damit durch?<br>\nRachid Ouaissa: Das glaube ich nicht. Das Volk wollte verhindern, dass Bouteflika an der Wahl teilnimmt, aber der hat die gesamte Wahl gestoppt. Das ist ein Versuch zu man&ouml;vrieren, damit das Regime &uuml;berlebt. Bouteflika hat versprochen, eine demokratische Republik zu etablieren &ndash; aber mit der Verl&auml;ngerung seiner Amtszeit bricht er gleichzeitig das Gesetz.<br>\nWas wollen die Menschen, die seit Wochen auf die Stra&szlig;e gehen: Geht es um die Person Bouteflika oder um einen wirklich tiefgreifenden Wandel?<br>\nDie Algerier wollen das ganze Regime. Wir beobachten einen graduellen Anstieg der Forderungen: Anfangs ging es darum, ein f&uuml;nftes Mandat Bouteflikas zu verhindern; inzwischen geht es um das gesamte Regime. Nicht nur die paar Figuren in der Regierung sollen ausgewechselt werden. Das algerische Volk fordert einen radikalen Wandel, den Sturz des Regimes. F&uuml;r diesen Freitag wird zu weiteren Demonstrationen aufgerufen. Das wird weitergehen.<br>\nDas Regime in Algier gilt als Blackbox. Was lernen wir aus der Ank&uuml;ndigung von Montagabend &uuml;ber die Machtstrukturen in Algerien?<br>\nIn dem Brief vom Montagabend verk&uuml;ndet Bouteflika, dass er eigentlich gar kein f&uuml;nftes Mandat wollte, weil er ja krank sei. Irgendjemand muss ihn also gezwungen haben: n&auml;mlich sein Clan. Ich vermute, dass dieser Brief von einem gegnerischen Clan innerhalb des Regimes geschrieben wurde, um den Bouteflika-Clan zur&uuml;ckzudr&auml;ngen und weitermachen zu k&ouml;nnen ohne diesen schon verbrannten Clan des Pr&auml;sidenten. Das ist ein Coup, eine Inszenierung. Bouteflika und sein Clan sind verbrannt. Der Pr&auml;sident soll zum R&uuml;cktritt gezwungen werden, damit das Regime nicht verloren geht. Damit der N&auml;chste weitermachen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Politologe-zu-Protesten-in-Algerien\/!5576615\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die alte Macht beh&auml;lt die Kontrolle<\/strong><br>\nAlgeriens Pr&auml;sident Bouteflika verspricht Reformen &ndash; und gew&auml;hrt nur der herrschenden Klasse ein Mitspracherecht. Die Protestierenden geraten dadurch in ein Dilemma.<br>\nF&uuml;r Algeriens Bev&ouml;lkerung war es eine ganz neue Erfahrung: Nachdem Hunderttausende drei Wochen lang auf die Stra&szlig;e gegangen waren, um ihrem seit Jahrzehnten schwelenden Frust &uuml;ber die Herrschenden Luft zu machen, wich die Macht am Montagabend erstmals einen Schritt zur&uuml;ck. Pr&auml;sident Abdelaziz Bouteflika k&uuml;ndigte an, nun doch nicht zum f&uuml;nften Mal bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen anzutreten, und verschob den Wahltermin. Der im Volk verhasste Premierminister Ahmed Ouyahia reichte seinen R&uuml;cktritt ein. F&uuml;r die Demonstrantinnen und Demonstranten war das ein erster Sieg.<br>\nDoch entschieden ist der Kampf um die Zukunft des nordafrikanischen Landes noch lange nicht. Denn die herrschende Klasse, ein undurchsichtiges Geflecht von Politikern, Gener&auml;len und Oligarchen, spielt auf Zeit. Sieben Punkte umfasst das Manifest des Pr&auml;sidentenpalastes vom Montag. Auf den ersten Blick kommt es daher wie ein wohlmeinender Plan f&uuml;r Reformen. Der Text strotzt geradezu vor bombastischen Vors&auml;tzen und fulminanten Versprechungen &ndash; aber wie ernst kann man sie nehmen?<br>\nAm Tag danach keimt im Volk schon wieder Misstrauen gegen das Regime. Demonstrierende Studenten sprechen von Tricksereien und fordern, das gesamte Mafiasystem m&uuml;sse weg, denn schon die neue Interimsregierung, der angeblich die Besten und F&auml;higsten des Landes angeh&ouml;ren sollen, wird erneut von einem alten Gesicht gef&uuml;hrt: von Innenminister Noureddine Bedoui. Auch Bouteflika selbst bleibt, zumindest bis ein Nachfolger gew&auml;hlt ist. So lang will er sein Amt behalten, also mindestens bis zum Fr&uuml;hjahr 2020, ein Jahr l&auml;nger, als es die derzeitige Verfassung erlaubt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-03\/abdelaziz-bouteflika-praesident-algerien-reform-proteste\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es ist das alte Spiel: Die Machthaber spielen auf Zeit und hoffen mit faulen Kompromissangeboten die Protestbewegung zu spalten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ende Gel&auml;nde plant Massenaktion des zivilen Ungehorsams f&uuml;r Juni<\/strong><br>\nRheinisches Braunkohlerevier soll stillgelegt werden<br>\nK&ouml;ln, 11.M&auml;rz 2019: Ende Gel&auml;nde wird vom 19. bis 24. Juni 2019 mit einer Massenaktion des zivilen Ungehorsams die Tagebaue im Rheinischen Braunkohlerevier blockieren und so den sofortigen Kohleausstieg selbst in die Hand nehmen. Tausende Klimaaktivisten*innen aus ganz Europa werden erwartet. Ende Gel&auml;nde fordert den sofortigen Kohleausstieg als Sofortma&szlig;nahme f&uuml;r Klimagerechtigkeit weltweit.<br>\n(&hellip;) Die Aktion ist auch eine Reaktion auf das Versagen der Bundesregierung beim Klimaschutzgesetz.  Parallel zum Aktionswochenende von Ende Gel&auml;nde werden deshalb auch weitere Gro&szlig;demonstrationen sowie Klimastreiks stattfinden. Anl&auml;sslich der zeitgleich in Bonn stattfindenden UN-Klimaverhandlungen werden G&auml;ste aus den L&auml;ndern des globalen S&uuml;dens bei den Protesten anwesend sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ende-gelaende.org\/de\/press-release\/pressemitteilung-vom-11-03-2019\/\">Ende Gel&auml;nde<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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