{"id":50132,"date":"2019-03-14T08:09:33","date_gmt":"2019-03-14T07:09:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132"},"modified":"2019-03-14T11:00:01","modified_gmt":"2019-03-14T10:00:01","slug":"hinweise-des-tages-3325","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h01\">Regierung drohen Steuerausf&auml;lle von 85 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h02\">Union und FDP wollen st&auml;rkere Belastung der Wohlhabenden durch die Grundsteuer verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h03\">Stellenabbau: Volkswagen will 7.000 Jobs streichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h04\">Genderfalle Homeoffice<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h05\">Kramp-Karrenbauers Postdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h06\">Kampf um den Weltmachtstatus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h07\">EU f&ouml;rdert die globale &Uuml;berwachungsindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h08\">China offers to help Venezuela fix its power grid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h09\">Rechts, Radikal, Bundeswehr: Der Milit&auml;rische Abschirmdienst schirmt nichts ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h10\">N&auml;chste Stufe des Bahnfahrens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h11\">Schulstudie aus Finnland: Die Grenzen des digitalen Unterrichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h12\">Einfluss von Interessengruppen: Wie die Zahnarztlobby an Spahns Gesundheitsgesetz mitschreibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h13\">Elektrisch in die Sackgasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h14\">Die Anstalt vom 12. M&auml;rz 2019<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50132#h15\">Zu guter Letzt: Physik mit der AfD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Regierung drohen Steuerausf&auml;lle von 85 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDem Finanzminister fehlt bis zum Jahr 2023 viel mehr Geld als gedacht. Die Unionsfraktion hat nun berechnet, wie gro&szlig; die L&uuml;cke ist und kommt zu einem anderen Ergebnis als die SPD.<br>\nNach Berechnungen der Unionsfraktion drohen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) weit gr&ouml;&szlig;ere Steuerausf&auml;lle, als dieser bisher eingestanden hat. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung erfahren hat, kommen die Haushaltspolitiker der Union auf Mindereinnahmen von insgesamt mehr als 85 Milliarden Euro bis zum Jahr 2023. Das Bundesfinanzministerium hatte die Mindereinnahmen vor wenigen Wochen f&uuml;r die kommenden vier Jahre auf jeweils rund 5 Milliarden Euro beziffert.<br>\nDie Haushaltspolitiker von CDU und CSU haben im Gegensatz zu Scholz die j&uuml;ngere Beschl&uuml;sse der Koalition eingerechnet, wie die F.A.Z. erl&auml;utert. Nur f&uuml;r einen Teil sei in der Finanzplanung bisher Vorsorge getroffen worden, hie&szlig; es.<br>\nDa gleichzeitig noch nicht eingeplante Ausgaben zus&auml;tzlich auf den Bund zuk&auml;men, sei die L&uuml;cke gegen&uuml;ber der bisherigen Finanzplanung im Ergebnis mehr als doppelt so hoch wie bisher gedacht. Sie l&auml;ge nach Informationen der F.A.Z. demnach in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 50 Milliarden Euro.<br>\nNach Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) erfordern alleine die Rentenpl&auml;ne der Regierung (Grundrente, M&uuml;tterrente, Zusch&uuml;sse zu Betriebsrenten) in den Jahren 2019 bis 2022 insgesamt 28 Milliarden Euro. Dar&uuml;ber hinaus sei bislang ebenfalls nicht ber&uuml;cksichtigt, wie sich der Austritt Gro&szlig;britanniens aus der Europ&auml;ischen Union finanziell auswirkt &ndash; das Vereinigte K&ouml;nigreich ist ein Nettobeitragszahler &ndash;, klagen die IW-Fachleute.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/regierung-drohen-steuerausfaelle-von-85-milliarden-euro-16086762.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hmm&hellip; wieder ganz neue Zahlen, wobei die Berechnungen logischerweise vom Szenario abh&auml;ngen (Auswirkungen des Brexit, Konjunkturentwicklung&hellip;). Spannend, dass das IW wieder einmal massiv &ldquo;die Rentenpl&auml;ne der Regierung&rdquo; in Frage stellt, aber selbstverst&auml;ndlich unverdrossen die noch viel teureren Steuergeschenke an Gutverdiener und Konzerne fordert. Trotz hohen Steuerausf&auml;llen, f&uuml;r die es Stand heute und angesichts der Schwarzen Null keine Gegenfinanzierung gibt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Bundeswehr-Etat: Scholz kassiert Deutschlands Nato-Zusagen<\/strong><br>\nVerteidigungsministerin von der Leyen steht vor einer ihrer schwersten Niederlagen. Nach SPIEGEL-Informationen hat Finanzminister Scholz ihre W&uuml;nsche nach einem deutlich h&ouml;heren Bundeswehrbudget abgeschmettert.<br>\nUrsula von der Leyen muss sich auf Streichungen bei R&uuml;stungsprojekten einstellen.<br>\nNach SPIEGEL-Informationen hat sich Finanzminister Olaf Scholz festgelegt, dass der Verteidigungshaushalt im kommenden Jahr deutlich moderater steigen soll als von der Ministerin gefordert.<br>\nStatt der angemeldeten 47,2 will der SPD-Minister seiner CDU-Kollegin nur 44,7 Milliarden Euro zugestehen. 2019 umfasste von der Leyens Budget 43,2 Milliarden &ndash; statt einem gew&uuml;nschten Plus von vier Milliarden Euro bekommt sie also nur 1,5.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-olaf-scholz-kassiert-deutschlands-nato-zusagen-a-1257630.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das klingt ja schlimmer als es tats&auml;chlich ist. Es wird doch weiterhin immer mehr Geld in die R&uuml;stung gesteckt. Hier ein kleiner R&uuml;ckblick zur Entwicklung der Verteidigungsausgaben. Die lagen im Jahr 2018 bei 38,5 Milliarden Euro und sollten f&uuml;r den laufenden Haushalt 2019 bereits auf 42,9 Milliarden Euro steigen. In der 16-st&uuml;ndigen Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses am 8. November <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/inland\/bundeshaushalt-beschlossen-100.html\">standen<\/a> da dann pl&ouml;tzlich 43,2 Milliarden Euro im Etat. Es gab also von der GroKo noch einmal einen Aufschlag f&uuml;r Ursula von der Leyen, obwohl die bereits wegen ihrer Ausgabenpolitik und den Einsatz von Beratern in der Kritik stand. Auf der anderen Seite sind geplante Investitionen zum Beispiel f&uuml;r den Ausbau von Ganztagsschulen erst einmal verschoben worden. Dass also die Zuw&auml;chse im Verteidigungsetat k&uuml;nftig etwas niedriger ausfallen, als veranschlagt, hat weniger mit Sparpolitik zu tun. Schlie&szlig;lich sind die Ausgaben f&uuml;r Bundeswehr und R&uuml;stung seit 2014 um rund ein Drittel <a href=\"https:\/\/twitter.com\/sven_kindler\/status\/1106069433192202240\">gestiegen<\/a>. Die schlimmsten K&uuml;rzungen d&uuml;rfte es dagegen wieder in anderen Etats des Haushalts geben. Und das ist die eigentlich versteckte Botschaft dieses Textes. Der Bundesregierung f&auml;llt im Angesicht einer aufziehenden Rezession nichts Besseres ein, als das Mantra der Haushaltsdisziplin zu wiederholen. Von aktiver Konjunkturpolitik fehlt hingegen jede Spur. Aber ganz sicher wird das Geld f&uuml;r den neuen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50112\">Flugzeugtr&auml;ger<\/a> noch reichen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Union und FDP wollen st&auml;rkere Belastung der Wohlhabenden durch die Grundsteuer verhindern<\/strong><br>\n&bdquo;Das Eckpunktepapier zur Reform der Grundsteuer vom Februar darf nicht weiter verw&auml;ssert werden. Es muss bei einem wertorientierten Bemessungsmodell bleiben, denn sonst werden Luxusvillen und das kleine Reihenhaus in der Arbeitersiedlung pro Quadratmeter gleich besteuert. Union und FDP &ndash; und allen voran das Land Bayern &ndash; geht es nicht um B&uuml;rokratieabbau, sondern darum, eine st&auml;rkere Belastung der Wohlhabenden durch die Grundsteuer zu verhindern&ldquo;, erkl&auml;rt J&ouml;rg Cezanne, Mitglied des Finanzausschusses f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich des morgigen Spitzentreffens zwischen Bundesfinanzminister Olaf Scholz und den L&auml;nderfinanzministern zur Reform der Grundsteuer. Cezanne weiter:<br>\n&ldquo;Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber aber genau deshalb die Reform der Grundsteuer auferlegt, weil sich die Werte der Immobilien seit den 1930er (Ost) und 1960er Jahren (West) erheblich verschoben haben. Wenn die Grundsteuerreform diese Wertverschiebungen nicht ber&uuml;cksichtigt, steht die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit weiterhin in Frage.<br>\nIm Ergebnis muss die Grundsteuerreform auf eine gerechtere Verteilung der Steuerlasten ausgerichtet sein. Um dies zu flankieren, fordert DIE LINKE zugleich ein Ende der &Uuml;berw&auml;lzbarkeit der Grundsteuer auf die Mieterinnen und Mieter als Betriebskosten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/union-und-fdp-wollen-staerkere-belastung-der-wohlhabenden-durch-die-grundsteuer-verhindern\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Stellenabbau: Volkswagen will 7.000 Jobs streichen<\/strong><br>\nDer Volkswagen-Konzern will bei seiner Kernmarke VW Pkw in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren 5.000 bis 7.000 Angestellte entlassen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mit.<br>\nIn den kommenden drei Jahren rechnet der f&uuml;rs Tagesgesch&auml;ft zust&auml;ndige Manager Ralf Brandst&auml;tter bei den wegfallenden Stellen insgesamt sogar mit rund 11.000 Arbeitspl&auml;tzen. Bereits 2016 hatte Volkswagen Kostensenkungen bis 2020 um 3,7 Milliarden Euro festgelegt. Weltweit hatte das Unternehmen daf&uuml;r die Streichung von 30.000 Stellen beschlossen, 23.000 davon in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/350956.stellenabbau-volkswagen-will-7-000-jobs-streichen.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das wird im Zuge der Umstellung auf Elektroantrieb, durch Digitalisierung und Rationalisierung in der Produktion nicht nur bei VW so geschehen. Es stellt sich nur die Frage, wozu dann verst&auml;rkte Zuwanderung von &bdquo;Fachkr&auml;ften&ldquo; gefordert wird? Bei den Mitarbeitern aus der Automobilindustrie d&uuml;rfte es sich sicher mehrheitlich um qualifizierte Fachkr&auml;fte handeln. Hier dr&auml;ngt sich doch der Verdacht auf, dass die Forderung der Industrie nach &bdquo;offenen Grenzen&ldquo; allein dem Zweck dient, die L&ouml;hne nach unten zu dr&uuml;cken.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es muss doch inzwischen dem Verbohrtesten klar werden, dass Firmengewinne weder Voraussetzung f&uuml;r Einstellungen sind noch (automatisch) neue Stellen zur Folge haben. &ldquo;Die Gewinne von heute sind die Investitionen von morgen und die Arbeitspl&auml;tze von &uuml;bermorgen&rdquo; &ndash; totaler Unsinn, und oft gilt sogar das genaue Gegenteil. VW <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volkswagen_AG#Wirtschaftszahlen\">hat<\/a> in den 2000er Jahren zwischen ca. 1 und 5 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen (und problemlos &uuml;berlebt), seit 2010 aber durchg&auml;ngig Gewinne zwischen 5 und 22 (!!) Milliarden Euro gehabt, zuletzt 2018 satte 11 Milliarden Euro. (Einzige Ausnahme war 2015 mit 1 Milliarde Euro Verlust.) Die logische Folge: Sparprogramm und massenhafter Stellenabbau, damit die Gewinne steigen. (Die Begr&uuml;ndung mit dem Umstieg in die E-Mobilit&auml;t ist Bl&ouml;dsinn, weil VW die 5 Milliarden Euro j&auml;hrlich bequem aus dem Cashflow zahlen k&ouml;nnte und trotzdem einen Gewinn erwirtschaften w&uuml;rde.) Die Konzerne haben viel zu viel und die Angestellten zu wenig Geld, und nur eine h&ouml;here Nachfrage f&uuml;hrt zu mehr Arbeitspl&auml;tzen. Wenn man zynisch ist, k&ouml;nnte man die Meldung positiv sehen: 7.000 Arbeitskr&auml;fte verf&uuml;gbar auf dem vom Fachkr&auml;ftemangel geplagten deutschen Arbeitsmarkt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Genderfalle Homeoffice<\/strong><br>\nDie SPD diskutiert den Rechtsanspruch auf Heimarbeit. Die Begr&uuml;ndung ist putzig: &ldquo;Damit mehr ArbeitnehmerInnen von den digitalen Vorteilen profitieren.&rdquo; Tats&auml;chlich sollen sie nur die bezahlte Arbeit mit der unbezahlten f&uuml;r die Familie besser unter einen Hut bringen k&ouml;nnen.<br>\nSch&ouml;ne neue (M&auml;nner-)Welt: Am individuell-ergonomisch gestalteten Schreibtisch sitzt der moderne Vater und macht im eigenen Start-up z&uuml;ndende Ideen zu Geld. Zu seinen F&uuml;&szlig;en entwickelt der J&uuml;ngste dank Smartphone und p&auml;dagogisch wertvollen Apps ein erstes Interesse f&uuml;r Ziffern und Buchstaben, w&auml;hrend der &Auml;ltere am Tablet gemeinsam mit Alexa Mathe-Hausaufgaben erledigt. Die Atmosph&auml;re ist konzentriert und der Vater stolz, wenn seine S&ouml;hne ihn mit klugen Fragen unterbrechen. Die profane Realit&auml;t statt der fiktiven Idylle: Der Kleine quengelt in anwachsender Lautst&auml;rke, weil er per Tretroller durch die Wohnk&uuml;che d&uuml;sen will, der Gro&szlig;e ist stinksauer, weil er Alexa nicht nutzen darf und selber rechnen muss, der Papa st&ouml;hnt genervt; und als die Mutter vom Job heimkommt, mit viel Zeug f&uuml;rs Homeoffice, &uuml;bernimmt sie die S&ouml;hne, damit der Gatte endlich in Ruhe arbeiten kann. Heimarbeit war noch nie der Bringer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/415\/genderfalle-homeoffice-5778.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kramp-Karrenbauers Postdemokratie<\/strong><br>\nIn meinem eigenen kleinen Weltausschnitt, manche nennen ihren auch Bubble, tobte letzte Woche die Emp&ouml;rung. Wegen Annegret Kamp-Karrenbauer. Nein, an dieser Stelle soll nicht dar&uuml;ber befunden werden &ndash; es wurde bereits ausreichend dar&uuml;ber berichtet, kommentiert und beraten. Interessant fand ich an der ganzen Diskussion was v&ouml;llig anderes: Man warf der Frau vor, dass sie als k&uuml;nftige Bundeskanzlerin so nicht sprechen d&uuml;rfe. Jemand schrieb sinngem&auml;&szlig;, dass er Merkels Eigenschaft, immer im richtigen Moment die Klappe zu halten, schon jetzt ziemlich vermisse. Andere orakelten schon, nun sehe man ja, was uns demn&auml;chst bl&uuml;he. Frau Bundeskanzlerin, so nicht!<br>\nSo eine Ergebenheit in den Ablauf der Dinge kennt man wahrscheinlich nur in Monarchien. Dort, wo die Nachfolge schon lange vor der Amts&uuml;bergabe durch die Blutlinie festgelegt ist. In einer Demokratie sollte das anders, auf jeden Fall offener laufen. Arrangements werden freilich parteiintern getroffen &ndash; aber am Ende muss dann noch gew&auml;hlt werden. Kanzler ist keiner, bevor er nicht vom Bundestag dazu gemacht wurde. Fragen Sie mal Ex-Vorabbundeskanzler Martin Schulz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1114292.akk-kramp-karrenbauers-postdemokratie.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kampf um den Weltmachtstatus<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten bereiten Sanktionen gegen europ&auml;ische Unternehmen vor, die sich am Bau der Pipeline Nord Stream 2 beteiligen. Dies best&auml;tigen teils hochrangige US-Regierungsmitarbeiter. Deutsche Regierungsbeamte wiederum k&uuml;ndigen an, eine Verh&auml;ngung von US-Sanktionen werde zu einer Konfrontation mit der gesamten EU f&uuml;hren: &ldquo;Wir werden alles tun, was notwendig ist, um die Pipeline fertigzustellen.&rdquo; Gleichzeitig eskaliert der Machtkampf um die Beteiligung des chinesischen Konzerns Huawei am Aufbau der 5G-Netze in Deutschland und der EU. Nach &Auml;u&szlig;erungen aus der Bundesregierung, man wolle Huawei nicht von vornherein ausschlie&szlig;en, droht der US-Botschafter in Berlin mit Einschr&auml;nkungen bei der Geheimdienstkooperation. US-Pr&auml;sident Donald Trump zieht zudem in Betracht, von L&auml;ndern, in denen US-Truppen stationiert sind, das Eineinhalbfache der Stationierungskosten zu fordern. Regierungsberater in Berlin pl&auml;dieren f&uuml;r &ldquo;eine Politik &lsquo;sanfter&rsquo; oder &lsquo;robuster&rsquo; &hellip; Gegenmachtbildung&rdquo;: In dem Machtkampf gehe es um Europas &ldquo;strategische Autonomie&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7888\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU f&ouml;rdert die globale &Uuml;berwachungsindustrie<\/strong><br>\nDie EU-F&ouml;rdermittel f&uuml;r die sogenannte innere Sicherheit werden f&uuml;r den kommenden F&ouml;rderzeitraum von 2020 bis 2025 von 1 Milliarde auf gut 2,5 Milliarden aufgestockt. Das Geld soll in erster Linie dazu verwendet werden, den Ausbau der EU-weiten Datenbanken zu finanzieren. Den gr&ouml;&szlig;ten Anteil wird die Entwicklung der biometrischen Superdatenbank verschlingen, die unter dem Namen &sbquo;Interoperabilit&auml;t&lsquo; beschlossen wurde.&ldquo;<br>\n&bdquo;Neu ist das F&ouml;rderziel, die Zusammenarbeit und den Datenaustausch zwischen Polizei und Geheimdiensten zu unterst&uuml;tzen. Auf Antrag der Liberalen und mit freudiger Zustimmung der Berichterstatterin Monika Hohlmeier (CSU), steht ein Passus im Text, der die Schaffung einer &sbquo;gemeinsamen Wissenskultur&lsquo; festschreibt, und sogar Schulungsma&szlig;nahmen gezielt f&uuml;r Geheimdienstmitarbeiter erm&ouml;glicht.<br>\nDies stellt einen Paradigmenwechsel in der EU-F&ouml;rderpolitik dar, da bisher die F&ouml;rderung einzelstaatlicher Geheimdienste immer ein Tabu war. Daher lehnen wir diesen Fonds ab,&rdquo; so Cornelia Ernst, innnenpolitische Sprecherin der Delegation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/12204.eu-f%C3%B6rdert-die-globale-%C3%BCberwachungsindustrie.html?fbclid=IwAR3VN7525Ustzv-zyj0AOxoO9GkFME_OyEEqfF-ivSefXJdb49FsUMTIhbw%20\">DIE LINKE im Europaparlament<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>China offers to help Venezuela fix its power grid<\/strong><br>\nChina has offered to help Venezuela restore its failed power grid, while backing President Nicolas Maduro&rsquo;s claim that nearly a week of blackouts were caused by sabotage.<br>\n&ldquo;China is willing to provide assistance and technical support for recovery of the power system,&rdquo; Foreign Ministry spokesperson Lu Kang told reporters in Beijing on Wednesday.<br>\n&ldquo;We are concerned that the accident was caused by a cyberattack on the Venezuelan power supply system,&rdquo; Lu said. &ldquo;We hope that the Venezuelan side will find out the cause of the accident as soon as possible and restore normal power supply and social order.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/asia.nikkei.com\/Politics\/International-relations\/China-offers-to-help-Venezuela-fix-its-power-grid\">Nikkei Asian Review<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Technische Hilfe f&uuml;r &bdquo;Amerikas Hinterhof&ldquo;. Die geostrategischen Karten werden zur Zeit neu gemischt und der Westen verliert von Tag zu Tag seinen selbst aufgestellten moralischen Anspruch. W&auml;hrend die USA und eine von Deutschland angef&uuml;hrte EU die Faust ballen und mit Gewalt drohen, reicht China die helfende Hand.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Guaid&oacute; soll f&uuml;r Stromausfall in Venezuela verantwortlich sein<\/strong><br>\nVenezuelas Generalstaatsanwalt Tarek William Saab hat am Dienstag Ermittlungen gegen den selbsternannten Interimspr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute; wegen dessen angeblichen Verantwortung f&uuml;r einen landesweiten Stromausfall (Maduro informiert &uuml;ber die Angriffe auf das Stromsystem) bekanntgegeben.<br>\n&ldquo;Die Staatsanwaltschaft hat eine neue Untersuchung (&hellip;.) gegen Ju&aacute;n Gerardo Guaid&oacute; M&aacute;rquez wegen seiner mutma&szlig;lichen Beteiligung an der Sabotage des nationalen Stromnetzes eingeleitet&rdquo;, sagte Saab. Diese Ermittlungen sollen nun im Zuge eines Verfahrens weitergef&uuml;hrt werden, das bereits seit Januar gegen Guaid&oacute; wegen seiner Selbstausrufung als Interimspr&auml;sident l&auml;uft. (&hellip;)<br>\nSaab pr&auml;sentierte am Dienstag zun&auml;chst keine Belege f&uuml;r eine angebliche Mitschuld Guaid&oacute;s. Motivation f&uuml;r die neuen Ermittlungen sei ein Tweet, in dem Guaid&oacute; rund eineinhalb Stunden vor dem Stromausfall schrieb: &ldquo;Venezuela ist klar, dass das Licht mit der Einstellung der Usurpation wiederkommt.&rdquo; Dies weise auf Insiderkenntnisse hin. Der Stromausfall, so Saab, sei Teil einer immer heftigeren Eskalationsstrategie, um die Regierung zu st&uuml;rzen. &ldquo;In diesem Moment erscheint (Guaid&oacute;) als einer der Hinterm&auml;nner dieser Sabotage gegen die Stromversorgung&rdquo;, sagte er.<br>\nGuaid&oacute; selbst hatte am Sonntag bei einer Pressekonferenz das Vorgehen der Regierung bei der Bew&auml;ltigung der Stromkrise kritisiert. Er forderte die Streitkr&auml;fte erneut auf, seine Bem&uuml;hungen um einen Sturz der Regierung Maduro zu unterst&uuml;tzen.<br>\nDie oppositionell dominierte Nationalversammlung folgte am Montag dem Antrag Guaid&oacute;s und erkl&auml;rte den &ldquo;nationalen Alarmzustand&rdquo;, eine Vorstufe zum nationalen Notstand. Die Erkl&auml;rung der Nationalversammlung hat jedoch keine Konsequenzen, da Regierung, Justiz, Armee und Beh&ouml;rden der Regierung Maduros folgen. &ldquo;Alle Optionen liegen auf dem Tisch&rdquo;, sagte Guaido erneut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Guaido-soll-fuer-Stromausfall-in-Venezuela-verantwortlich-sein-4334921.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rechts, Radikal, Bundeswehr: Der Milit&auml;rische Abschirmdienst schirmt nichts ab<\/strong><br>\nAls sei die rechte Gesinnung vom Himmel gefallen: Deutsche Medien berichten von rechtsradikalen Soldaten. Es seien mehr als bisher bekannt. Der MAD, der Milit&auml;rische Abschirmdienst, habe seine Statistik nach oben korrigieren m&uuml;ssen. Und wie &uuml;blich z&auml;hlen die &uuml;blichen Medien die Vorkommnisse: Mal werden 450 Verdachtsf&auml;lle notiert, dann wieder wird von 64 Verdachtsf&auml;lle berichtet. Die Frage nach dem WOHER oder dem WARUM stellt der deutsche Mehrheitsjournalismus nicht. [&hellip;]<br>\nDer Pr&auml;sident des Bundesamts f&uuml;r den Milit&auml;rischen Abschirmdienst, Christof Gramm, hat seinen Wehrdienst beim Bundeswehr-Sender Radio Andernach abgeleistet. Bei jenem Sender, der so verfassungswidrige Sendungen wie &ldquo;Guten Morgen Afghanistan&ldquo; und &bdquo;Hallo Kosovo&ldquo; ausstrahlt. Vor allem der Sender, der in Prizren und Pristina geh&ouml;rt werden kann, erinnert stark an den Soldatensender Belgrad, jenes Nazi-Propaganda-Instrument, das im Balkanfeldzug allabendlich kurz vor zehn Uhr abends das Lied &ldquo;Lilli Marleen&rdquo; ausstrahlte. In solch dubiosen Traditionen wurzelt der Dienst des Vizepr&auml;sidenten des MAD nicht. Flottillenadmiral Michael Kulla war aber immerhin MAD-Stellenleiter des Deutschen Einsatzkontingents ISAF in Masar-e Scharif. Zumindest muss man beide als Teilnehmer an verfassungswidrigen Aktivit&auml;ten bezeichnen.<br>\nWenn rechts auch radikal rechtswidrig bedeutet, dann ist die Bundeswehr mit ihren &ldquo;Eins&auml;tzen&rdquo; in anderer Menschen L&auml;nder schlicht rechtsradikal: Von der politischen F&uuml;hrung bis in die umsetzenden St&auml;be der Armee. Dass sich dann dieser oder jener Soldat ganz offen und ohne demokratische Tarnung als rechtsradikal inszeniert, darf nicht erstaunen. Der Abschirmdienst kann die Soldaten nun mal nicht gegen die verfassungswidrigen Tendenzen und Handlungen der politischen F&uuml;hrung abschirmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/rechts-radikal-bundeswehr.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>N&auml;chste Stufe des Bahnfahrens<\/strong><br>\nIn der Schweiz ist die n&auml;chste Phase des Bahnfahrens eingel&auml;utet: Tickets werden seit letztem Jahr von einer Handy-App automatisch gel&ouml;st. In &Ouml;sterreich gibt es dazu eine erste regionale L&ouml;sung &ndash; landesweit bisher aber nur erste &Uuml;berlegungen. Auch aufs Schwarzfahren k&ouml;nnte sich das auswirken.<br>\nIn Sachen &ouml;ffentliche Verkehrsmittel gilt die Schweiz nicht nur als Musterland, sondern auch als Vorreiter. Nun gibt es eine weitere Neuerung, die &uuml;ber kurz oder lang wohl auch in anderen L&auml;ndern zum Einsatz kommen d&uuml;rfte: In der Schweiz k&ouml;nnen seit letztem Jahr landesweit alle, die &bdquo;&Ouml;ffis&ldquo; ben&uuml;tzen, ihr Ticket noch bequemer l&ouml;sen.<br>\nHat man das Handy eingesteckt und die entsprechende App aktiviert, kann man in einen Zug oder Bus einsteigen, ohne etwas tun zu m&uuml;ssen. Die App registriert automatisch die Fahrt &ndash; und rechnet auch erst nach dem Aussteigen ab. Dabei wird laut Angaben der Betreiber automatisch der g&uuml;nstigste Preis berechnet. Bei Kontrollen k&ouml;nnen Fahrg&auml;ste einen QR-Code als Nachweis vorzeigen, dass sie die App aktiviert haben. &hellip;<br>\nDie Schweizer App Lezzgo gibt es als eigene App &ndash; die GPS-Ticketing-Funktion wird aber auch von Verkehrsverb&uuml;nden wie dem Z&uuml;rcher ZVV und der Schweizer Bahn (SBB) in ihren eigenen Apps angeboten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3113027\/%20\">orf.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das h&ouml;rt sich erst einmal sehr bequem und komfortabel an, produziert aber eine ungeheure Menge an Bewegungsdaten und damit an Bewegungsprofilen. Polizei und Geheimdienste wird es freuen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schulstudie aus Finnland: Die Grenzen des digitalen Unterrichts<\/strong><br>\nEine Studie der Universit&auml;t Helsinki stellt die Digitalisierung des Schulunterrichts infrage. Lernergebnisse werden demnach durch den Einsatz digitaler Medien nicht zwangsl&auml;ufig besser, schw&auml;chere Sch&uuml;ler k&ouml;nnten davon sogar &uuml;berfordert werden und weiter zur&uuml;ckbleiben. [&hellip;]<br>\nDie Studie der Uni Helsinki zeigt, dass mehr Computer in der Schule nicht unbedingt schlauer machen, oft im Gegenteil. Disziplinierte Sch&uuml;ler, die die Computer lernorientiert nutzen, profitieren. Sch&uuml;ler, die mit den Tablets zum Beispiel bei der Projektarbeit &bdquo;daddeln&ldquo;, die sich ablenken lassen, werden schw&auml;cher. Laura Saarman-T&ouml;ringe ist Lehrerin im S&uuml;dwesten Finnlands, wo auch viel Schwedisch gesprochen wird. Sie gibt dem Lehrplan die Schuld:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Da steht nirgendwo, was man den Kindern zu computertechnischen Fragen beibringen soll. Das Thema ist weder Bestandteil eines bestimmten Faches noch f&uuml;r eine bestimmte Jahrgangsstufe vorgesehen. Das ist ein gro&szlig;es Problem, denn so liegt die Verantwortung bei allen und niemandem.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Digitale Medien fordern Sch&uuml;ler und Lehrer<br>\nSie f&uuml;hlt sich allein gelassen, so wie es offenbar viele Sch&uuml;ler mit ihren PCs im Unterricht sind, kritisiert die Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schulstudie-aus-finnland-die-grenzen-des-digitalen.1773.de.html?dram:article_id=443447\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em>Hinweis: Lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49485\">Der Digitalpakt wird unseren Kindern sehr schaden. Eigentlich unverantwortlich.<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Einfluss von Interessengruppen: Wie die Zahnarztlobby an Spahns Gesundheitsgesetz mitschreibt<\/strong><br>\nAm Donnerstag verabschiedet der Bundestag eine Gro&szlig;reform, bei der auch Experten langsam den &Uuml;berblick verlieren &ndash; ein gutes Terrain f&uuml;r Interessengruppen.<br>\nAm Donnerstag will der Bundestag nach rund vier Monaten Beratung die wohl umfassendste Reform im Gesundheitswesen beschlie&szlig;en, die in dieser Legislaturperiode geplant ist. Obwohl der Regierungsentwurf f&uuml;r das &bdquo;Terminservice- und Versorgungsgesetz&ldquo; (TSVG) schon rund 200 Seiten umfasst, haben die Abgeordneten nochmal ein &Auml;nderungskonvolut im gleichen Umfang angeh&auml;ngt. Verfahren und Ergebnisse sind f&uuml;r Au&szlig;enstehende mittlerweile schwer zu durchdringen. Ein gutes Terrain f&uuml;r Interessengruppen, ihre &ndash; sonst umstrittenen &ndash; Anliegen durchzubringen.<br>\nZum Beispiel eine Bestimmung zur zahn&auml;rztlichen Versorgung, gegen die Krankenhaus-Lobbyisten derzeit massiv Front machen: Mit dem TSVG soll die weitere Ausbreitung zahnmedizinischer Versorgungszentren gedeckelt werden, die selbst&auml;ndigen Zahn&auml;rzten zunehmend Konkurrenz machen. Mitverantwortlich daf&uuml;r soll die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag (CDU) sein, die &uuml;ber die Anliegen der Selbst&auml;ndigen auch aus privaten Gr&uuml;nden gut informiert sein d&uuml;rfte: Ihr Ehemann ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Landeszahn&auml;rztekammer Baden-W&uuml;rttemberg. Die Kammer macht sich traditionell f&uuml;r die selbstst&auml;ndigen Zahn&auml;rzte stark.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/einfluss-von-interessengruppen-wie-die-zahnarztlobby-an-spahns-gesundheitsgesetz-mitschreibt\/24099458.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Elektrisch in die Sackgasse<\/strong><br>\nDas Elektroauto rettet das Klima. Dieser Eindruck k&ouml;nnte entstehen, glaubte man den Verhei&szlig;ungen von Industrie und Politik. Viel zu kurz gesprungen, schreibt unser Autor. Das Auto als solches ist das Problem.<br>\nDas Auto ist nicht &ouml;konomisch: Der aktuelle Golf hat ein Totgewicht von 1,3 Tonnen und bef&ouml;rdert in der Regel 80 kg Menschenfleisch und Blut. Das Verh&auml;ltnis zwischen Transport- und Leergut von 1:16 ist krass; kein Kapitalist w&uuml;rde das im normalen Business akzeptieren. Beim E-Auto sind es dann 1,9 Tonnen zu 80 kg oder 1:24. &Uuml;brigens: 1970, beim K&auml;fer, waren es noch 700 kg zu 80 kg oder eins zu neun.<br>\nDas Auto ist nicht effizient: Die Durchschnittsgeschwindigkeit im Autoverkehr in Los Angeles liegt bei 17 km\/h, in Stuttgart vielleicht bei 25 km\/h. Das ist die Geschwindigkeit eines latent unsportlichen Radfahrers. Das Auto ist stadtzerst&ouml;rerisch: Der Autoverkehr beansprucht mindestens vier Mal mehr Fl&auml;che je Transporteinheit wie der Verkehr mit &Ouml;ffis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/415\/elektrisch-in-die-sackgasse-5786.html#\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Anstalt vom 12. M&auml;rz 2019<\/strong><br>\nIn der aktuellen Folge geht es zusammen mit Philipp Weber, Tahnee und Martin Zingsheim um Lobbyismus, Feinstaub, den Diesel, das Klima und Lungen&auml;rzte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-vom-12-maerz-2019-100.html%20\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was die Anstalt-Macher auch diese Woche wieder aus dem Hut zauberten, ist sensationell. Man sp&uuml;rte f&ouml;rmlich wie von Sendeminute zu Sendeminute der Blutdruck in den Zentralen von Mercedes, VW, CSU, BILD und AfD immer weiter stieg. Chapeau! Zu den zentralen Themen &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48756\">Lungen&auml;rzte<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49942\">Sch&uuml;lerproteste<\/a>&ldquo; hatten auch die NachDenkSeiten bereits &bdquo;vorgelegt&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &Auml;nderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes: Deutsche Umwelthilfe begr&uuml;&szlig;t Klarstellung der EU-Kommission, wonach der f&uuml;r Fahrverbote geltende Grenzwert weiterhin 40 &micro;g NO2\/m&sup3; betr&auml;gt<\/strong><br>\nDeutsche Umwelthilfe ver&ouml;ffentlicht von der Bundesregierung bisher unter Verschluss gehaltene Stellungnahme der EU-Kommission zur &Auml;nderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes &ndash; Einzig wirksame Ma&szlig;nahme um Fahrverbote f&uuml;r die saubere Luft auszuschlie&szlig;en, sind Hardware-Nachr&uuml;stungen f&uuml;r dreckige Diesel-Pkw<br>\nDie Koalitionsparteien haben heute in einer Ausschusssondersitzung die geplante &Auml;nderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) beschlossen. Durch die Novelle sollte urspr&uuml;nglich der Grenzwert f&uuml;r Dieselfahrverbote von 40 auf 50 &micro;g NO2\/m&sup3; erh&ouml;ht werden. Dem entgegen, hat die EU-Kommission der Bundesregierung in einer bislang nicht ver&ouml;ffentlichten Stellungnahme die Auflage gemacht, die schnellstm&ouml;gliche Einhaltung des NO2-Grenzwerts durch Dieselfahrverbote weiter zu erm&ouml;glichen, da dieser EU-weit bei 40 &micro;g NO2\/m&sup3; liegt. Den Beschluss der von CDU\/CSU und SPD kommentiert J&uuml;rgen Resch, Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Umwelthilfe (DUH):<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Mit der heute auf den Weg gebrachten &Auml;nderung des Luftreinhaltegesetzes soll der Eindruck erweckt werden, als seien Dieselfahrverbote nur noch in St&auml;dten m&ouml;glich, in denen ein erh&ouml;hter NO2-Wert von 50 &micro;g\/m&sup3; ermittelt wird. Die bisher unter Verschluss gehaltene Stellungnahme der EU-Kommission vom 13. Februar 2019 zum BImSchG ist eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die Bundesregierung. Die EU hat nochmalige &Auml;nderungen des Gesetzestextes bewirkt und stellt unmissverst&auml;ndlich klar, dass der NO2-Grenzwert europaweit bei 40 &micro;g NO2\/m&sup3; liegt und ohne Wenn und Aber schnellstm&ouml;glich einzuhalten ist, dort wo notwendig ausdr&uuml;cklich auch durch Dieselfahrverbote. Eine Aufweichung des Grenzwerts w&auml;re gar verfassungswidrig. Dieselfahrverbote bleiben weiterhin die letzte m&ouml;gliche und auch verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Ma&szlig;nahme f&uuml;r die saubere Luft, auch in St&auml;dten, die eine Belastung mit bis zu 50 &micro;g NO2\/m&sup3; aufweisen. So sehr sich die Bundesregierung auch str&auml;ubt &ndash; das Unionsrecht hat Vorrang und die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit von Dieselfahrverboten hat das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil im Februar 2018 eindeutig klargestellt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/aenderung-des-bundes-immissionsschutzgesetzes-deutsche-umwelthilfe-begruesst-klarstellung-der-eu-kommi\/\">DUH<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Physik mit der AfD<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190314-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190314-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Ankerherz\/photos\/a.130097770347827\/2380456165311965\/?type=3&amp;theater\">Ankerherz-Verlag via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-50132","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50132","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50132"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50132\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50145,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50132\/revisions\/50145"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50132"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50132"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}