{"id":50201,"date":"2019-03-18T08:30:04","date_gmt":"2019-03-18T07:30:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201"},"modified":"2019-03-18T08:30:04","modified_gmt":"2019-03-18T07:30:04","slug":"hinweise-des-tages-3327","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h01\">Fridays for future<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h02\">Des Kaiser neuen Kleider &ndash; Wehret den L&uuml;gen in der Klimadebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h03\">USA verh&auml;ngen Sanktionen gegen Internationalen Strafgerichtshof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h04\">Chistchurch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h05\">&laquo;Der andere Blick&raquo;: Deutschland weigert sich, erwachsen zu werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h06\">Inside the August plot to kill Maduro with drones<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h07\">Trotz Trump gegen Huawei entscheiden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h08\">Die Schwarze Null<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h09\">Die fragw&uuml;rdige Personalpolitik der Berliner Charit&eacute;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h10\">Mieten steigen fast doppelt so schnell wie Einkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h11\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: Jede dritte offene Stelle in der Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h12\">Verkehrsminister will Taximarkt liberalisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h13\">Senat h&auml;lt sich vornehm zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h14\">&bdquo;Minister der Autokonzerne&ldquo;: Scheuers Lobby-Termine ver&ouml;ffentlicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h15\">Die CIA und der &Uuml;berfall auf die nordkoreanische Botschaft in Madrid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h16\">Zum 70. Geburtstag von Slavoj &#381;i&#382;ek &ndash; Warum wir radikaler denken m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h17\">Der Klassenbegriff ist planm&auml;&szlig;ig zerst&ouml;rt worden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h18\">Hannibals Reisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h19\">Mario Barth vs. &bdquo;Die Anstalt&ldquo; &ndash; ein anschauliches Beispiel f&uuml;r Probleme mit Uploadfiltern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fridays for future<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Schulschw&auml;nzer&rdquo; &ndash; Ihr seid gro&szlig;artig!<\/strong><br>\nDanke, liebe &ldquo;Schulschw&auml;nzer&rdquo; &ndash; Ihr seid gro&szlig;artig! Ihr habt mit &ldquo;Fridays for future&rdquo; die gr&ouml;&szlig;te internationale, friedliche B&uuml;rgerbewegung geschaffen, die es je gegeben hat. Noch nie sind so viele Menschen in so vielen L&auml;ndern der Welt an einem Tag f&uuml;r eine so wichtige Sache auf die Stra&szlig;e gegangen. (&hellip;)<br>\nIhr habt das wichtige Thema Klimaschutz durch eure w&ouml;chentlichen Aktionen auf die Stra&szlig;e, in die Schlagzeilen, in die Familien und in den Unterricht geholt. Ihr habt keine Partei, keine zentrale Organisation, kein Programm &ndash; und doch habt Ihr alles richtig gemacht. Denn Euer Programm wurde l&auml;ngst geschrieben, zuletzt durch das Pariser Klimaschutzabkommen. Auch die wissenschaftlichen Studien und Belege daf&uuml;r liegen seit Jahren auf dem Tisch &ndash; einschlie&szlig;lich der Vorschl&auml;ge, wie effektiver Klimaschutz aussehen muss. Ihr habt alle Fakten auf eurer Seite. Ihr seid friedlich. Ihr seid hartn&auml;ckig.<br>\nNun ist es an der Politik, endlich zu reagieren. Und zwar nicht mit gebetsm&uuml;hlenartig wiederholten Verweisen auf die Schulpflicht oder tatenlosem Beifallklatschen. Was ist schon Schulschw&auml;nzen am Freitag gegen das t&auml;gliche Klimaschw&auml;nzen der Regierenden? Ihr habt es verdient, ernst genommen zu werden und dass man sich inhaltlich mit Euch und Euren Forderungen auseinandersetzt. (&hellip;)<br>\nDoch bislang haben die Regierenden Euch ignoriert &ndash; so, wie sie steigende Meeresspiegel, schmelzendes Eis in der Arktis, St&uuml;rme, D&uuml;rre, Fluten und andere Extremwetter ignorieren. So, wie sie die Warnungen der Wissenschaft und selbst ihre eigenen Beschl&uuml;sse wie das Pariser Klimaschutzabkommen ignorieren.<br>\nBitte, liebe &ldquo;Klimaschw&auml;nzer&rdquo; in Berlin: Nehmt die Sorgen und &Auml;ngste eurer Kinder und Enkel ernst. Dieser &ldquo;Freitag f&uuml;r die Zukunft&rdquo; war ein H&ouml;hepunkt, aber gewiss kein Schlusspunkt. Die Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler werden lauter sein als Wirbelst&uuml;rme, hartn&auml;ckiger als D&uuml;rre oder Dauerregen. (&hellip;)<br>\nDieser 15. M&auml;rz 2019 ist eine Wende in der Klimaschutzdebatte. Die Jugend, die Betroffenen haben auf beeindruckende Weise das Wort ergriffen. Und ihre klare Ansage lautet: Wir werden die Unt&auml;tigkeit der Verantwortlichen nicht l&auml;nger hinnehmen. Wir streiken so lange, bis Ihr handelt. In Deutschland und weltweit. Diese Botschaft kann man nicht ernst genug nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/klima-proteste-fridaysforfuture-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&uuml;ler-Rekord bei Klima-Demo: Merkels und Barleys Lob ist peinlich<\/strong><br>\nHeute gehen sie wieder zu Hundertausenden auf die Stra&szlig;e, Sch&uuml;ler und Studenten in aller Welt. Sie wollen die Kehrtwende in der Klimapolitik, und zwar schnell. Heute soll es bei weltweiten Aktionen von &bdquo;Fridays for Future&ldquo; einen Rekord geben. Schule schw&auml;nzen f&uuml;r den guten Zweck? Die Aktionen sind eindeutig gesetzeswidrig. Nur: Schuld sind nicht die Sch&uuml;ler. (&hellip;)<br>\nDie Gesetzgeber in Deutschland zeigen klar, dass Schuleschw&auml;nzen f&uuml;r sie eine ernste Sache ist. Als Sanktionen sind in einigen Bundesl&auml;ndern Geldstrafen bis zu 180 Tagess&auml;tzen m&ouml;glich. Am Ende kann Eltern von Minderj&auml;hrigen sogar das Sorgerecht entzogen werden.<br>\nApropos Sorgerecht: &bdquo;Die&ldquo; Erwachsenen sind in diesem Spiel die entscheidenden Akteure. Die Sch&uuml;ler erleben sich als ohnm&auml;chtig und nutzen eines der wenigen Druckmittel, das sie &uuml;berhaupt haben. Sie wollen Aufmerksamkeit und &ndash; eine andere Politik. Eine, die den Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel angeht. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r sie also ist &bdquo;Fridays for Future&rdquo; ein Akt politischer Notwehr. Man sollte sie aus dieser Zwangslage befreien.<br>\nUnd so sind die Reaktionen deutscher Politiker ziemlich bemerkenswert, zum Teil auch peinlich.<br>\nDie FDP kritisiert das Schuleschw&auml;nzen, der CSU-Vorsitzende Markus S&ouml;der ebenfalls, auch einzelne CDU-Politiker melden Bedenken an. Politiker der Gr&uuml;nen, aber auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) loben die Jugendlichen. Sie begr&uuml;&szlig;e es sehr, &bdquo;dass junge Menschen, Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler demonstrieren und uns sozusagen mahnen, schnell etwas f&uuml;r den Klimaschutz zu tun&ldquo;, sagte Merkel neulich. &bdquo;Ich glaube, dass das eine sehr gute Initiative ist.&ldquo; Und Barley jubelte: &bdquo;Solche jungen Leute w&uuml;nschen wir uns.&ldquo; Die Aktionen seien &bdquo;gro&szlig;artig&ldquo;.<br>\nDie Meinung kann man vertreten. Und sicher ist es sehr erfreulich, wenn Jungendliche und junge Erwachsene nicht als Zuschauer des politischen Geschehens, sondern als Akteure der Demokratie begreifen. Nur: Wer politisch Verantwortung tr&auml;gt, sollte die Sch&uuml;ler-Demos nicht g&ouml;nnerhaft loben, sondern sie durch einen schnellen politischen Kraftakt &uuml;berfl&uuml;ssig machen. Denn hier geht es schlie&szlig;lich nicht um ein einmaliges Signal der jungen Leute, sondern um eine permanentes Ritual.<br>\nSpitzenpolitikerinnen der gro&szlig;en Koalition sind nicht Zaung&auml;ste, sondern sie sind Schl&uuml;sselakteure. Sie wissen, dass der Klimawandelt menschengemacht ist und haben sich zum europ&auml;ischen Ziel bekannt, die CO2-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent zu senken. Von der Rolle des klimapolitischen Mustersch&uuml;lers, der andere Staaten belehrt, was sie zu tun haben, haben sich die Deutschen schon verabschiedet. Das nach au&szlig;en getragene Selbstbewusstsein stand zuletzt in immer offenkundigeren Gegensatz zum eigenen Z&ouml;gern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/margarete-van-ackeren-beliner-woche-fridays-for-future-merkels-und-barleys-lob-fuer-die-schueler-ist-unehrlich_id_10457685.html?utm_source=facebook&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=facebook-focus-online-politik&amp;fbc=facebook-focus-online-politik&amp;ts=201903151430&amp;cid=15032019&amp;fbclid=IwAR2Xl3x2rHXBqxs3C5bOt5T-ED1SIRmxNvRdfsJIFFRybRmy0TyIGooOFzY\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vielleicht loben Mitglieder der Bundesregierung die Sch&uuml;lerproteste lediglich deshalb, weil sie &ndash; zumindest bisher &ndash; wenig konkrete Forderungen an die wichtigen Entscheidungstr&auml;gerschaft (vor allem Politiker und ihre Parteien in der Bundesregierung) haben. Wenn die protestierende Sch&uuml;lerschaft deutlicher das Versagen einzelner Mitglieder der Bundesregierung benennen w&uuml;rde, g&auml;be es wohl auch kein Lob von ihnen, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Des Kaiser neuen Kleider &ndash; Wehret den L&uuml;gen in der Klimadebatte<\/strong><br>\nDas politische und wirtschaftliche Establishment ist besorgt. Was Klimaforscher, Umweltpolitiker und engagierte B&uuml;rger bisher nicht vermocht haben, schaffen jetzt ausgerechnet unsere Kinder: Die Gefahr der globalen Erw&auml;rmung dr&auml;ngt sich in den Vordergrund der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit. Liberal-konservative Politiker, Wirtschaftsverb&auml;nde und Rechtsintellektuelle zeigen daraufhin ihre altbekannten Reaktionsmuster: Ableugnen, Schimpfen gegen Wissenschaftler, Beharren auf der Alternativlosigkeit unseres heutigen Wirtschaftens, stures Proklamieren einer eigenen Wahrheit bis hin zu schamlosen L&uuml;gen. So entgegnet der deutsche FDP-Vorsitzende Christian Linder, die Sch&uuml;ler sollen doch die Klimadebatte den Profis &uuml;berlassen: &bdquo;Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenh&auml;nge, das technisch Sinnvolle und das &ouml;konomisch Machbare sehen.&ldquo; Prompt reagierte ein Klimaprofi. Stefan Rahmstorf, einer der weltweit f&uuml;hrenden Ozeanographen und Leitautoren des Sachstandsberichtes des Weltklimarates (IPCC) schreibt: &bdquo;Die Klima-Profis sind klar auf Seiten der Sch&uuml;ler! Die Sch&uuml;ler gehen auf die Stra&szlig;e, weil die Politiker trotz sch&ouml;ner Worte die Klimaziele verfehlen. Greta Thunberg versteht mehr vom knappen Emissionsbudget und den Kipppunkten des Klimas als Herr Lindner.&ldquo; Das ist peinlich f&uuml;r den Politiker Lindner, dessen Ausbildung (Politikwissenschaften und Staatsrecht) tats&auml;chlich kaum eine differenzierte Sichtweise auf die komplexen, nichtlinearen Dynamiken innerhalb der globalen Klimaentwicklung vermuten l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/scilogs.spektrum.de\/beobachtungen-der-wissenschaft\/des-kaiser-neuen-kleider-wehrte-den-luegen-in-der-klimadebatte\/\">SciLogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA verh&auml;ngen Sanktionen gegen Internationalen Strafgerichtshof<\/strong><br>\nDie Regierung von US-Pr&auml;sident Donald Trump hat Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag verh&auml;ngt. IStGH-Mitarbeiter, die an Untersuchungen gegen in Afghanistan eingesetzte US-Milit&auml;rs beteiligt seien, bekommen k&uuml;nftig keine Visa f&uuml;r die USA mehr ausgestellt, teilte Au&szlig;enminister Mike Pompeo mit. Die ersten Einreiseverbote seien bereits erlassen worden. Die Namen der Betroffenen nannte Pompeo nicht.<br>\nTrumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton hatte die Strafma&szlig;nahmen gegen das Haager Gericht bereits im September angedroht. Er bezeichnete die Untersuchungen zu m&ouml;glichen US-Kriegsverbrechen in Afghanistan als Angriff auf die Souver&auml;nit&auml;t seines Landes. Trump sprach dem IStGH wenig sp&auml;ter in einer Rede vor der UN-Vollversammlung jegliche Legitimit&auml;t ab.<br>\nIStGH-Chefankl&auml;gerin Fatou Bensouda untersucht bereits seit einiger Zeit m&ouml;gliche Kriegsverbrechen von US-Soldaten und Agenten des Geheimdienstes CIA. Dabei geht es um die Misshandlung von H&auml;ftlingen. Zur Kritik der Trump-Regierung hatte das Gericht im September mitgeteilt, es werde &ldquo;seine Arbeit gem&auml;&szlig; den Grunds&auml;tzen und der allgemeinen Idee von der Vorherrschaft des Rechts fortsetzen, ohne sich abschrecken zu lassen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-03\/afghanistan-ermittlungen-usa-internationaler-strafgerichtshof-sanktionen-einreiseverbot\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.d.l.R.:<\/strong> So viel zur &ldquo;regelbasierten internationalen Ordnung&rdquo;, von der die westliche F&uuml;hrungsmacht und ihre Vasallen so gern schwadronieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: US-Au&szlig;enminister droht dem Internationalen Gerichtshof<\/strong><br>\nDer ICC soll nicht gegen US-B&uuml;rger ermitteln, die in Afghanistan gefoltert haben sollen, zudem stellte sich Pompeo bedingungslos hinter Saudi-Arabien und den Krieg im Jemen<br>\nUnmissverst&auml;ndlich machte US-Verteidigungsminister Mike Pompeo auf einer Pressekonferenz klar, dass die US-Regierung die Linie vorgibt, auf der Freiheit und die Menschenrechte verteidigt werden. Washington beansprucht freie Hand f&uuml;r sich und seine Alliierten, was auch hei&szlig;t, dass die USA &ndash; im Unterschied zu anderen L&auml;ndern, in die man schon mal angeblich unter dem Banner von Freiheit, Demokratie, Menschenrechten oder humanit&auml;rer Hilfe interveniert &ndash; &uuml;ber dem V&ouml;lkerrecht stehen.<br>\nEs ist der neue, aggressive Ton, der unter Donald Trump im Wei&szlig;en Haus eingezogen ist und nun mehr und mehr auch die Au&szlig;enpolitik bestimmt. Pompeo machte dies im Hinblick auf den Jemen-Krieg klar, nachdem der Senat, in dem die Republikaner noch eine Mehrheit haben, beschlossen hat, dass das US-Milit&auml;r, abgesehen von der Bek&auml;mpfung von al-Qaida, nicht mehr in den Jemen-Krieg eingreifen und Saudi-Arabien im Jemen-Krieg milit&auml;risch etwa durch Luftbetankung der Kampfflugzeuge unterst&uuml;tzen darf. Vermutlich wird das Repr&auml;sentantenhaus, in dem die Demokraten eine Mehrheit haben, der Resolution auch zustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Aussenminister-droht-dem-Internationalen-Gerichtshof-4338124.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Trump-Regierung setzt konsequent um, was bereits sein Vorg&auml;nger George W. Bush und die seinerzeitige Mehrheit im US-Kongress beschlossen hatten. Sie werden wohl gewu&szlig;t haben, weshalb sie die Ratifizierung f&uuml;r einen Beitritt zum Internationalen Strafgerichtshof verweigerten und ein Gesetz erlie&szlig;en, damit US-Soldaten und -Geheimagenten vor strafrechtlichen Verfolgungen gesch&uuml;tzt werden sollten, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Chistchurch<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Horrorprogramm eines &ldquo;white supremacist&rdquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Dass nun ausgerechnet ein white supremacist &ndash; ein Vertreter der Ansicht, dass wei&szlig;h&auml;utige Menschen allen anderen &uuml;berlegen seien -, ein 28-j&auml;hriger Mann aus Australien, einem traditionell und bis heute super-rassistischem Land, das sich zur vollen G&auml;nze mit den S&uuml;dstaaten der USA und dem S&uuml;dafrika der Apartheidszeit vergleichen l&auml;sst, sich mit seinem grotesken Horrorfilmprogramm nach Neuseeland begeben musste &ndash; und nun zus&auml;tzlich auch noch in das &uuml;ber die Ma&szlig;en vom Horror der Natur geplagte Christchurch -, geh&ouml;rt zu den perversesten Grauslichkeiten, die hier passieren konnten und jemals passiert sind.<br>\nWer als europ&auml;ischer Reisender jemals in Sydney oder Melbourne war oder in den anderen Gro&szlig;st&auml;dten Australiens, wird dort ihr mond&auml;nes Flair genossen haben, die Selbstverst&auml;ndlichkeit, wie dort Griechen, Libanesen, Jugoslawen Seite an Seite wohnen. Freilich gab es schon lange vor der kriegerischen Aufl&ouml;sung Jugoslawiens in Australien immer wieder blutige Bombenattentate zwischen Ustascha-Angeh&ouml;rigen und serbischen oder anderen Dalmatinern. Die aggressive nationalistische Note der Fu&szlig;ballteams aus Ex-Jugoslawien f&uuml;hrt davon noch heute einen lebendigen Abklatsch vor.<br>\nDer Wahn einer &Uuml;berlegenheit der &ldquo;wei&szlig;en Rasse&rdquo;, dazu die legalisierte Diskriminierung von Asiaten, insbesondere Chinesen, die offen ausgesprochene Diskriminierung von Juden, Griechen und anderen &ldquo;nicht-wei&szlig;en&rdquo; Ethnien in Australien vermitteln hier allerdings ein sehr wenig weltm&auml;nnisches Image. Die buchst&auml;blich seit &uuml;ber 200 Jahren zum Abschuss freigegebenen Aborigines von Australien und die praktisch komplett ausgerotteten einheimischen Bewohner von Tasmanien unterstreichen diesen rassistischen Tenor nur noch weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Horrorprogramm-eines-white-supremacist-4338491.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em>w&auml;hrenddessen macht der AfD-Politiker Harald Laatsch via Twitter Greta Thunberg f&uuml;r das Massaker mitverantwortlich &hellip;<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190318-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190318-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<li><strong>&bdquo;Jetzt muss Schluss sein mit Islamhass&ldquo;<\/strong><br>\nDer Terroranschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland m&uuml;sse ein Weckruf auch in Deutschland sein, sagte der Extremismusforscher Hajo Funk im Dlf. Die Justiz m&uuml;sse entschieden gegen Islamhass vorgehen. &bdquo;Wenn wir so weitermachen, sind wir in Weimar&ldquo;, sagte Funk. Er rief die AfD auf, Islamhass nicht l&auml;nger zu befeuern. (&hellip;)<br>\nHeinrich: Der mutma&szlig;liche Hauptt&auml;ter, ein 28-j&auml;hriger Australier &ndash; er hat Waffen nachgeladen w&auml;hrend der Tat, er hat Munition geholt. Wir wissen das auch, weil er die Taten aufgezeichnet hat mit einer Kamera, die er wohl an seinem Kopf befestigt hat. Er hat das Ganze per Live-Streaming im Internet &uuml;bertragen. Das Ganze war also offensichtlich lange geplant, Ziel: maximale &Ouml;ffentlichkeit. Herr Funke, in welchem Milieu kann so ein Hass auf Muslime gedeihen?<br>\nFunke: In einem solchen rechtsextremen Milieu &ndash; das ist in Australien verbreitet so wie in den Vereinigten Staaten oder in Deutschland. Und die sind dann in einer ideologischen Blase, einer Paranoia, in diesem Fall sei der Islam, also auch die Muslime vor Ort, dazu in der Lage, uns, die wei&szlig;e Rasse, zu zerst&ouml;ren. So hat er es in seinem Great-und-so-weiter-Text der &Ouml;ffentlichkeit mitgeteilt.<br>\nHeinrich: Wie kommt man auf so etwas? (&hellip;)<br>\nFunke: Na ja, das ist ein langer Weg, manchmal auch k&uuml;rzer. Bei ihm war es das Resultat von gro&szlig;en Reisen nach Asien und auch nach Europa und der Wahrnehmung von ideologischer Literatur, unter anderem der Literatur von Anders Breivik, demjenigen, der in Oslo 2011 die Unterst&uuml;tzer des Islam zur Strecke gebracht hat, also junge Sozialdemokraten. Sie sehen, es geht in die Ideologie hinein, die man dann aus verschiedenen Gr&uuml;nden &ndash; das k&ouml;nnen autorit&auml;re Sozialisation oder Unmutserfahrungen oder Entt&auml;uschungserfahrungen oder Traumaerfahrung sein, wie auch immer &ndash;, &hellip; Das wird dann zur ideologischen Waffe: Jetzt wei&szlig; ich, wogegen ich mich wenden soll. Da ist die Entfesselung des Ressentiments auf eine bestimmte Gruppe, wir kennen das aus den 20er-, 30er-Jahren hinsichtlich Antisemitismus &ndash; so ausgerichtet, dass man zuschlagen kann, und zwar m&ouml;rderisch. (&hellip;)<br>\nHeinrich: Und in Deutschland auch?<br>\nFunke: Ein Weckruf auch in Deutschland, also es muss mit Islamhass Schluss sein und die Justiz muss entsprechend entschieden handeln wollen. Es gibt ja einen ungeheuren Spielraum. Nimmt man das als Bagatelle, als Jugends&uuml;nde, oder sagt man, jetzt ist Schluss, der braune Rubicon seit Chemnitz &uuml;berschritten, und das hei&szlig;t was. Weckruf hei&szlig;t ja, dass die Leitung, aber auch die einzelnen Polizisten oder Zust&auml;ndigen in den Ministerien sagen, nein, das wollen wir nicht, das gef&auml;hrdet Demokratie, wenn wir so weitermachen, sind wir in Weimar und zwar in der zweiten H&auml;lfte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kampf-gegen-rechten-terror-jetzt-muss-schluss-sein-mit.694.de.html?dram:article_id=443802\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&laquo;Der andere Blick&raquo;: Deutschland weigert sich, erwachsen zu werden<\/strong><br>\nFinanzminister Olaf Scholz will beim Milit&auml;r sparen. Sollte er sich durchsetzen, verhielte sich Berlin gegen&uuml;ber seinen Nato-Partnern geradezu aufreizend provokativ. Deutschland wird lernen m&uuml;ssen, dass &laquo;Hard Power&raquo; niemals gratis ist. Je l&auml;nger man sich in Berlin weigert, dies zu akzeptieren, desto schmerzhafter d&uuml;rfte der Lernprozess werden.<br>\n&laquo;Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert&raquo;, lautet eine popul&auml;re Redensart. F&uuml;r die deutsch-amerikanischen Beziehungen scheinen seit dem Amtsantritt Donald Trumps &auml;hnliche Regeln zu gelten: Hat man sich erst einmal z&uuml;nftig verkracht, so denken die Akteure diesseits und jenseits des Atlantiks offenbar, kommt es auf einen Zusammenstoss mehr oder weniger auch nicht mehr an. (&hellip;)\n<ul>\n<li>Dennoch verh&auml;lt sich Berlin kurzsichtig. Anders als mit China verbinden Deutschland mit den USA gemeinsame Werte. Wem dies zu wenig realpolitisch t&ouml;nt, der m&ouml;ge bedenken, dass Berlin auf einigen Gebieten schlicht und einfach von Washington abh&auml;ngig ist: Was die Zusammenarbeit der Geheimdienste betrifft, erh&auml;lt Deutschland wesentlich mehr von Amerika, als es diesem gibt.<\/li>\n<li>Dasselbe gilt f&uuml;r die Verteidigung. Und daran wird sich vorerst wohl auch nichts &auml;ndern: Wie am Mittwoch bekanntwurde, wird Deutschland eine Zusage an seine Nato-Partner, bis 2024 insgesamt 1,5 Prozent seines Bruttoinlandprodukts f&uuml;r Verteidigung auszugeben, kaum einhalten. Der sozialdemokratische Finanzminister Olaf Scholz will es so. Geht es nach ihm, wird der deutsche Wehretat 2020 lediglich um 1,5 Milliarden Euro anwachsen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte einen Zuwachs von vier Milliarden vorgesehen.<\/li>\n<li>Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich offenbar hinter Scholz und damit gegen ihre christlichdemokratische Parteikollegin von der Leyen. In den Augen seiner Nato-Partner steht Deutschland nun als Verb&uuml;ndeter da, auf dessen Wort kein Verlass ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-andere-blick-deutschland-weigert-sich-erwachsen-zu-werden-ld.1467439\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> In der ber&uuml;hmten Neuen Z&uuml;rcher Zeitung kann man immer wieder ausgemachten Stuss lesen. Hat der Berliner Korrespondent nicht mitbekommen, dass Deutschland nach 1989 beschlossen hatte, seine Sicherheit nicht in der milit&auml;rischen Konfrontation sondern in Gemeinsamer Sicherheit zu suchen. Nicht massiv aufzur&uuml;sten, oder jedenfalls nicht so sehr aufzur&uuml;sten, wie die USA und die NATO das wollen, w&auml;re ein kleiner Schritt zur&uuml;ck in die vor 30 Jahren gewonnene Einsicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Inside the August plot to kill Maduro with drones<\/strong><br>\nNew videos obtained by CNN provide chilling insight into a mystery drone attack against Venezuelan president Nicolas Maduro last year&mdash;the world&rsquo;s first known attempt to kill a head of state with a retail drone, purchased online and armed by hand with military grade explosives.<br>\nOne man has come forward as an organizer of the attack, saying it was perpetrated by a group of Venezuelan Army defectors and others. In an exclusive interview with CNN, he recounted how they prepared for the attack, and provided cell phone videos of their drones, explosives, and practice flights in the rural farmlands of Colombia.<br>\n&ldquo;We have tried every peaceful and democratic way to bring an end to this tyranny that dresses itself as democracy,&rdquo; he told CNN on condition of anonymity, referring to the Maduro regime. &ldquo;We have friends who are in custody, tortured. This was a hard decision.&rdquo;<br>\nHe also acknowledged that the attack could have killed innocent civilians alongside their target. &ldquo;That was the risk we had to take,&rdquo; he said. &ldquo;We cared about that as the Venezuelan people are always the ones feeling the consequences.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.cnn.com\/cnn\/2019\/03\/14\/americas\/venezuela-drone-maduro-intl\/index.html?__twitter_impression=true\">CNN<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Trotz Trump gegen Huawei entscheiden<\/strong><br>\nDas Risiko, das von chinesischer Technologie in unserer Infrastruktur ausgeht, kann nicht von der Hand gewiesen werden. Das Argument, auch amerikanische oder finnische Elektronikkomponenten k&ouml;nnten missbraucht werden, geht an der politischen Realit&auml;t vorbei. Denn chinesische Technologiekonzerne m&uuml;ssen mit dem chinesischen Geheimdienst kooperieren, der wiederum einer ziemlich skrupellosen diktatorischen Regierung untersteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutschland-und-seine-interessen-trotz-trump-gegen-huawei.720.de.html?dram:article_id=443826\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B:<\/strong> Aha, deutsche Mobilfunkanbieter sollen sich also an amerikanische Firmen halten, &ldquo;denn chinesische Technologiekonzerne m&uuml;ssen mit dem chinesischen Geheimdienst kooperieren&rdquo;. Hat der Kommentator (Marcus Pindur, DLF) wirklich noch nie von den in den USA gef&uuml;rchteten &ldquo;National Security Letters&rdquo; geh&ouml;rt, die US-Technologiefirmen unter Strafandrohung zu vollst&auml;ndiger und stillschweigender Kooperation mit den Geheimdiensten zwingen &ndash; und auch dazu, diese Kooperation stets zu leugnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Das kann ich mir kaum vorstellen. Oder liegt es vielleicht daran, dass Herr Pindur, bedingt durch seinen Lebenslauf (Stipendiat der Fulbright-Stiftung, Stipendiat des German Marshall Fund, Politischer Referent im US-Repr&auml;sentantenhaus, usw.) eine, gelinde gesagt, etwas einseitige Sichtweise kultiviert? Unabh&auml;ngiger Journalismus sieht anders aus!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man fragt sich, was den Deutschlandfunk zu derlei Beitr&auml;gen bringt, die so ziemlich das Gegenteil von Aufkl&auml;rung sind. Schon in seiner Zeit als Washington-Korrespondent hatte Marcus Pindur ein <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/mcmac\/bedenken-und-gewissenlos\">fragw&uuml;rdiges Verst&auml;ndnis zur Arbeit der US-Geheimdienste<\/a>. Es ist erschreckend, was f&uuml;r Journalisten heutzutage beim Deutschlandfunk in den leitenden Positionen sitzen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Thema auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49043\">Juniorpartner der USA im Handelskrieg gegen Huawei<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Schwarze Null<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nullnummer<\/strong><br>\nDer Fetisch der Schwarzen Null ist &ouml;konomisch unsinnig, erkl&auml;rt Peter Bofinger. (&hellip;)<br>\nAus diesem Grund sollte die SPD jetzt mutig sein und auch von der Ideologie der &bdquo;Schwarzen Null&ldquo; Abstand nehmen, die besagt, dass die &ouml;ffentlichen Haushalte ausgeglichen sein m&uuml;ssen. Denn f&uuml;r diese Regel, die nach der globalen Finanzkrise als &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; sogar im Grundgesetz verankert wurde, gibt es keine stichhaltigen &ouml;konomischen Argumente. (&hellip;)<br>\nWenn Deutschland auf die schwarze Null als Leitmotiv f&uuml;r die Fiskalpolitik verzichten und stattdessen die Goldene Regel befolgen w&uuml;rde, k&ouml;nnte viel daf&uuml;r getan werden, den Wohlstand und die Lebensqualit&auml;t zuk&uuml;nftiger Generationen zu verbessern. Die Folge w&auml;re mehr politische Stabilit&auml;t: Eine bessere kommunale Infrastruktur und mehr Ressourcen f&uuml;r Bildung w&uuml;rden der weit verbreiteten Unzufriedenheit mit der politischen Klasse entgegenwirken. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnten mit zus&auml;tzlichen &ouml;ffentlichen Mitteln sowohl die Forschungsaktivit&auml;ten im Land als auch der Einsatz erneuerbarer Energien &ndash; im Sinne der geplanten Energiewende &ndash; erheblich gesteigert werden.<br>\nAusserdem w&uuml;rden mehr &ouml;ffentliche Investitionen in Deutschland dazu beitragen, den exzessiven deutschen Handels&uuml;berschuss zu verringern und die wirtschaftlichen Ungleichgewichte innerhalb des Euro-Raumes in eine bessere Balance zu bringen. Dies wiederum k&ouml;nnte den protektionistischen Bestrebungen der amerikanischen Regierung den Wind aus den Segeln nehmen, die Deutschland wegen seines sehr hohen Leistungsbilanz&uuml;berschusses besonders kritisch gegen&uuml;bersteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/nullnummer-3314\/\">Peter Bofinger in IPG<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer hat Angst vor Haushaltsdefiziten?<\/strong><br>\nZwei US-Spitzen-&Ouml;konomen (Larry Summers, ehemals US-Finanzminister, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates, Pr&auml;sident der Harvard Universit&auml;t und Chef&ouml;konom der Weltbank sowie Jason Furman, Chef&ouml;konom im Wei&szlig;en Haus unter Barack Obama, aktuell Professor an der Harvard Universit&auml;t) haben sich in der aktuellen Ausgabe der amerikanischen Politik-Zeitschrift &bdquo;Foreign Affairs&ldquo; zur Frage der Staatsschulden in Zeiten von Null-Zinsen und sehr niedriger Inflation ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nIm Ergebnis ihrer Analysen befinden sie, dass hohe Staatsschulden keine erkennbar negativen Wirkungen auf die volkswirtschaftliche Entwicklung haben und auch kein besonders hohes Risiko f&uuml;r den Handlungsspielraum des Staates darstellen. Sie widersprechen damit der seit mindestens 40 Jahren zum Thema Staat und Schulden vorherrschenden Lehrbuchmeinung und vielen aktiven Finanz- und Wirtschaftspolitikern weltweit.<br>\nAm Beispiel des amerikanischen Staates, der zuletzt sogar mitten im Aufschwung mehr neue Schulden gemacht hat, als jemals zuvor, zeigen sie, dass heutzutage der Zinssatz, der auf Staatsanleihen zu zahlen ist, unter der Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt und daher der Staat auch weiterhin neue Schulden machen k&ouml;nne, ohne dass sich die Schuldenquote erh&ouml;ht.<br>\nDie US-Staatsschulden belaufen sich aktuell auf 22 Billionen US-Dollar. Ihre H&ouml;he entspricht damit in etwa dem j&auml;hrlich erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt (BIP), was eine Schuldenquote (Gesamtschuld in Prozent des BIP) von 100 Prozent ergibt.<br>\nDie j&auml;hrliche Neuverschuldung hat 1 Billion US-Dollar erreicht, fast das Doppelte der Neuverschuldungssumme des Jahres 2016.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/190318-Wolfram-Morales-Wer-hat-Angst-vor-Haushaltsdefizten-%20Aufsatz-von-Summers-und-Furman.pdf\">Wolfram Morales &ndash; Wer hat Angst vor Haushaltsdefiziten?<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwarze Null ist Angriff auf die Jugend<\/strong><br>\n&bdquo;Finanzminister Scholz hat auch im Haushalt 2020 keinen Kurswechsel zu einer gerechteren und friedlichen Politik vollzogen. Wer &ouml;ffentliche Investitionen auf Dauer einfrieren will, der verspielt die Zukunft unserer Kinder und Enkel&ldquo;, kommentiert Gesine L&ouml;tzsch, haushaltspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die Eckwerte des Regierungsentwurfs f&uuml;r den Bundeshaushalt 2020. L&ouml;tzsch weiter:<br>\n&bdquo;Die verf&uuml;gbaren Einkommen in Deutschland waren seit den 1970er Jahren nie so ungleich verteilt wie heute. Auch das Verm&ouml;gen ist ungleicher verteilt als in fast allen anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern. Trotzdem leisten CDU\/CSU und SPD keinen nennenswerten Beitrag zu mehr steuerlicher Gerechtigkeit in unserem Land. Wir fordern eine st&auml;rkere Verm&ouml;gensbesteuerung und eine Finanztransaktionssteuer. Das Gerede von der Schwarzen Null ist verantwortungslos. Es soll davon ablenken, dass wir ein ungerechtes Steuersystem haben. Mit einer gerechten Besteuerung der Verm&ouml;genden w&auml;re eine Neuverschuldung gar nicht n&ouml;tig.<br>\nV&ouml;llig unverst&auml;ndlich ist das Einfrieren der &ouml;ffentlichen Investitionen in den n&auml;chsten Jahren. Das ist in Anbetracht von kaputten Schulen, &uuml;berf&uuml;llten Krankenh&auml;usern, fehlenden Kinderg&auml;rten und fehlenden preiswerten Wohnungen eine Entscheidung gegen die Mehrheit der Menschen in unserem Land.<br>\nDie Bundesregierung folgt weiter blind US-Pr&auml;sident Donald Trump. Die Ausgaben f&uuml;r die Bundeswehr sollen in den n&auml;chsten Jahren sprunghaft ansteigen, obwohl mehr Ausgaben f&uuml;r das Milit&auml;r nicht zu mehr Sicherheit in unserem Land und in der Welt gef&uuml;hrt haben. Doch mit Sicherheit werden Mehrausgaben zu h&ouml;heren Profiten f&uuml;r R&uuml;stungskonzerne f&uuml;hren. Da werden wir nicht mitmachen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/schwarze-null-ist-angriff-auf-die-jugend\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bundesfinanzminister Scholz betreibt den selben Kurs wie sein Vorg&auml;nger Sch&auml;uble. Dabei h&auml;tte gerade er die M&ouml;glichkeit, mit einer ge&auml;nderten Finanzpolitik auch der SPD zu helfen. Aber danach sieht es &uuml;berhaupt nicht aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50151\">Wie will die SPD-Spitze Mehrheiten gewinnen? D&uuml;mmer als mit der Kritik an Wagenknecht gehts nimmer<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die fragw&uuml;rdige Personalpolitik der Berliner Charit&eacute;<\/strong><br>\nAn der Universit&auml;tsklinik in Berlin sind selbst einige Ober&auml;rzte noch befristet angestellt. Der Wissenschaftsstaatssekret&auml;r sieht darin &bdquo;eine Zumutung&ldquo;<br>\nIm Berliner Abgeordnetenhaus wird wohl bald &uuml;ber die Arbeitsverh&auml;ltnisse an der Charit&eacute; diskutiert &ndash; nur dass es dann nicht um die streikenden Ergo- und Physiotherapeuten geht, sondern um die &Auml;rzte. Von derzeit 2812 an Europas gr&ouml;&szlig;ter Universit&auml;tsklinik besch&auml;ftigten Medizinern sind 2077 befristet angestellt.<br>\nDas geht aus einer Antwort von Wissenschaftsstaatssekret&auml;r Steffen Krach (SPD) auf Anfrage von Catherina Pieroth, Gesundheitspolitikerin der Gr&uuml;nen-Fraktion, hervor. Im Vergleich zu anderen landeseigenen Betrieben sind 75 Prozent Befristungen viel, in anderen Kliniken sind solche Verh&auml;ltnisse un&uuml;blich.<br>\nAn der Charit&eacute; aber kann nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz verfahren werden. Es erlaubt, Personal im akademischen Mittelbau mit Kettenvertr&auml;gen zu besch&auml;ftigen &ndash; was dem Rhythmus von Forschungsprojekten, Dissertationen und Studienjahren gerecht werden soll.<br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen das Wissenschaftszeitvertragsgesetz unter die Lupe nehmen und, falls n&ouml;tig, die missbr&auml;uchliche Befristungspraxis beenden&ldquo;, sagte Pieroth. &bdquo;Die rot-rot-gr&uuml;ne Koalition steht zwar f&uuml;r Mobilit&auml;t in der Wissenschaft, aber auch f&uuml;r Dauerstellen f&uuml;r Daueraufgaben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/75-prozent-der-aerzte-befristet-angestellt-die-fragwuerdige-personalpolitik-der-berliner-charite\/24112734.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mieten steigen fast doppelt so schnell wie Einkommen<\/strong><br>\nL&ouml;hne und Geh&auml;lter in Deutschland wachsen schnell. Doch die Mieten f&uuml;r neue Mietvertr&auml;ge steigen noch schneller. Das zeigt eine aktuelle Datenauswertung. Die Gr&uuml;nen fordern eine bessere Mietpreisbremse.<br>\nIn den gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten haben viele B&uuml;rger den Eindruck, dass ihnen die Wohnkosten &uuml;ber den Kopf wachsen. Vor allem wenn sie zur Miete wohnen. Die offiziellen Statistiken f&uuml;r den deutschen Wohnungsmarkt zeigen dabei oft nur einen Teil der Wahrheit, etwa wenn es darum geht, die tats&auml;chliche Kostenbelastung der Haushalte darzustellen.<br>\nEntscheidend ist schlie&szlig;lich, wie hoch der Anteil am Einkommen ist, den man f&uuml;r die Miete ausgeben muss. Eine aktuelle Datenauswertung zeigt nun, dass der Eindruck die B&uuml;rger nicht t&auml;uscht: Die Mieten f&uuml;r neue Vertr&auml;ge steigen weitaus schneller als die Einkommen. Sogar fast doppelt so schnell.<br>\nSo lag die Steigerungsrate der Nominaleinkommen im Jahr 2017 gegen&uuml;ber dem Vorjahr bei bundesweit 2,5 Prozent. Die Mieten bei Erst- und Wiedervermietung stiegen im Vorjahresvergleich hingegen um 4,5 Prozent. Das geht aus einer schriftlichen Anfrage der Bundestagsfraktion von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen an die Bundesregierung hervor, die WELT AM SONNTAG vorliegt.<br>\nIm Jahr 2018 beschleunigte sich diese Entwicklung sogar noch. Im ersten Quartal des vergangenen Jahres stieg der Nominallohnindex um 2,7 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2017, w&auml;hrend die Neuvertragsmieten durchschnittlich um satte 5,5 Prozent zulegten. Im dritten Quartal lag das Verh&auml;ltnis dann bei 3,6 bei L&ouml;hnen zu 5,1 Prozent bei Mieten.<br>\nLohndaten f&uuml;r das vierte Quartal liegen noch nicht vor. Die Auswertung basiert auf Angebotsmietpreisen, die das Bundesinstitut f&uuml;r Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ermittelt hat, sowie auf Ver&auml;nderungsraten der Bruttomonatsverdienste, die das Statistische Bundesamt erfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/immobilien\/article190393523\/Wohnkosten-Mieten-steigen-fast-doppelt-so-schnell-wie-Einkommen.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die WELT kann oder will wieder einmal nicht richtig rechnen. Erst einmal sind 2,5 Prozent Lohnsteigerung der *Nominal*einkommen bestenfalls eine produktivit&auml;tsorientierte Lohnsteigerung und keinesfalls ein &ldquo;schnelles&rdquo; Wachstum. Und zweitens lag 2018 die deutsche <a href=\"http:\/\/www.inflationsrate.com\/\">Inflationsrate bei 1,8 Prozent<\/a>. Es bleibt ein realer Lohnzuwachs von 0,7 Prozent gegen einen realen Mietzuwachs von 2,7 Prozent &ndash; viermal so viel. Die Mieten steigen schon seit vielen Jahren deutlich schneller als die L&ouml;hne.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: Jede dritte offene Stelle in der Leiharbeit<\/strong><br>\nIm Jahresdurchschnitt 2018 waren bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) jeden Monat knapp 772.000 freie Stellen gemeldet. Rund 248.000 von ihnen &ndash; 32 Prozent &ndash; entfielen dabei auf die Arbeitnehmer&uuml;berlassung. Damit war fast jeder dritte &uuml;ber die BA zu besetzende Arbeitsplatz ein Leiharbeitsverh&auml;ltnis. Im Vergleich mit dem Vorjahr waren laut BA-Statistik zwar monatlich rund 15.000 mehr offene Stellen in der Leiharbeit gemeldet, ihr Anteil an allen gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen ist dennoch aufgrund der insgesamt hohen Arbeitskr&auml;ftenachfrage leicht gesunken. Im Jahr 2018 entfielen 33,1 Prozent der bei der BA gemeldeten Stellen auf die Leiharbeitsbranche. (&hellip;)<br>\nDer hohe Anteil offener Stellen in der Leiharbeitsbranche erstaunlich. So waren im Juni 2018 mit 940.000 Besch&auml;ftigen nur 2,9 Prozent der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten in der Leiharbeitsbranche angestellt, knapp 20.000 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Allerdings ist Leiharbeit gekennzeichnet von relativ kurzen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen und einem entsprechend konstant hohen Bedarf an &bdquo;neuen&ldquo; Mitarbeitern (O-Ton berichtete). In den letzten zwei Jahren haben zudem viele Fl&uuml;chtlinge eine Arbeitsstelle in der Arbeitnehmer&uuml;berlassung gefunden (O-Ton berichtete).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/newsletter\/bundesagentur-fuer-arbeit-jede-dritte-offene-stelle-in-der-leiharbeit-3\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verkehrsminister will Taximarkt liberalisieren<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) strebt eine z&uuml;gige Liberalisierung des Taxi- und Fahrdienstmarktes an. Er setze auf eine Reform des Personenbef&ouml;rderungsgesetzes bereits im Jahr 2020, sagte Scheuer dem Nachrichtenmagazin Focus.<br>\n&ldquo;Die letzte Reform des Personenbef&ouml;rderungsgesetzes hat sechs Jahre gedauert. Ich m&ouml;chte, dass wir dieses Mal deutlich schneller sind und hoffe auf Umsetzung im n&auml;chsten Jahr&rdquo;, sagte Scheuer. Bislang hatte Scheuer die Reform bis zum Ende der Legislaturperiode geplant.<br>\nDie Eckpunkte der Reform sehen unter anderem vor, dass die sogenannte R&uuml;ckkehrpflicht f&uuml;r Mietwagenfirmen mit Fahrern, wie beispielsweise Uber oder Lyft, abgeschafft werden. Bislang m&uuml;ssen diese nach jeder Fahrt an den Hauptstandort zur&uuml;ckkehren und d&uuml;rfen anders als Taxis nicht auf der Stra&szlig;e auf Kunden warten.<br>\nZudem soll das sogenannte Poolingverbot f&uuml;r Mietwagen mit Fahrern aufgehoben werden. Anbieter k&ouml;nnten dann k&uuml;nftig auch Poolingdienste bereitstellen, also Fahrg&auml;ste mit &auml;hnlichem Start und Ziel einsammeln. Gleichzeitig will Scheuer der Taxibranche weiter einen besonderen Status einr&auml;umen. Bestehende Branchen d&uuml;rften nicht zerst&ouml;rt werden, sagte der Verkehrsminister.<br>\nVerbraucherverb&auml;nde begr&uuml;&szlig;ten die Pl&auml;ne. Das Taxigewerbe warnte dagegen vor negativen Auswirkungen auf die eigene Branche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-03\/andreas-scheuer-verkehrsminister-taxi-markt-uber\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man muss das Taxigewerbe nicht glorifizieren; heute wird oft f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne gearbeitet und haben viele Fahrer keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und keine gesetzliche Rentenversicherung. Aber was Scheuer hier anstrebt, ist die totale Prekarisierung der Branche, wie sie es in vielen anderen Branchen (Gastronomie, Bau, Schlachtereien, Reinigung&hellip;) schon gibt &ndash; die Unternehmen kassieren, der Staat stockt die L&ouml;hne auf. Uber- und Lyft-Fahrer zahlen &uuml;berhaupt keine Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und i. A. keine Steuern, aber &ldquo;netto statt brutto&rdquo; und damit Sozialversicherungs- und Steuerbetrug steht ja bei der Union schon lange hoch im Kurs. Die Firmen Uber und Lyft zahlen &uuml;berhaupt keine Steuern in Deutschland. Taxis z&auml;hlen in Deutschland zum &Ouml;PNV und haben eine Bef&ouml;rderungs*pflicht*, die f&uuml;r private Fahrer nicht gilt; auch k&ouml;nnen Taxis im Gegensatz zu Uber und Lyft nicht abh&auml;ngig von den Umst&auml;nden (schlechtes Wetter, Ausfall von Bussen&hellip;) mal eben die mit der Gemeinde ausgehandelten Preise erh&ouml;hen, verdoppeln oder verdreifachen. Bei Andreas Scheuer muss man wirklich nicht nachfragen, ob er Konzerninteressen &uuml;ber Verbraucherrechte (Dieselbetrug), Gesundheit (Feinstaub, Dieselverbote), Arbeitnehmerinteressen (Taxifahrer) und auch &uuml;ber die Interessen von Kleinunternehmern stellt &ndash; so viel ist sicher.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Senat h&auml;lt sich vornehm zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Angestellten der BVG demonstrierten ihren Kampfeswillen zuletzt am Donnerstag mit ihrem Warnstreik im Busverkehr. Der Kampf um die Deutungshoheit ist ebenfalls in vollem Gange. Sowohl Verdi als auch die BVG versuchen, mit Pressemitteilungen und Hintergrundgespr&auml;chen die &ouml;ffentliche Meinung auf ihre Seite zu ziehen. Fahrgastverband und Wirtschaftsvereine mischen mit, selbst die FDP hat eine Position zur Sache. (&hellip;)<br>\nEs liegt auch an der Landesregierung, kenntlich zu machen, was ihnen die Zukunft der BVG und ihrer Besch&auml;ftigten wert ist, was aus Fahrpreiserh&ouml;hungen kommen m&uuml;sste und was der Senat zuschie&szlig;en k&ouml;nnte. Eine solche Ansage w&uuml;rde Fahrg&auml;sten die Ausf&auml;lle durch Streiks ersparen, deren einziger Sinn zu sein scheint, &uuml;berhaupt einen verhandelbaren Rahmen festzustellen. Berlin k&ouml;nnte &uuml;ber mehr diskutieren als nur die PR von Gewerkschaft und Unternehmen.<br>\nDie BVG muss in diesem Jahr nach eigenen Angaben 1.350 Menschen finden, die f&uuml;r sie arbeiten wollen, dabei quietscht und knarzt es an allen Enden. Allein der Krankenstand im Unternehmen ist mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Die sch&ouml;nen Zukunftspl&auml;ne f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr entbehren bislang einer Komponente: Niemand kann schl&uuml;ssig erkl&auml;ren, wer einmal all die neuen Fahrzeuge fahren, reparieren und reinigen soll.<br>\nDass also &uuml;berhaupt gestreikt werden muss, um Forderungen der BVG nach mehr Flexibilisierungen und den Abbau finanzieller Vorteile Altbesch&auml;ftigter zur&uuml;ckzuweisen, wirkt unter diesen Umst&auml;nden etwas surreal. Ganz offensichtlich muss der k&uuml;nftige Manteltarifvertrag erhebliche Verbesserungen beinhalten, um die BVG f&uuml;r Jobsuchende hinreichend attraktiv zu machen &ndash; und das wird das Unternehmen nicht alleine stemmen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Tarifkonflikt-bei-der-BVG\/!5577812\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es fehlen mindestens 1.350 Mitarbeiter beim Berliner &Ouml;PNV, weil die Arbeitsbedingungen und L&ouml;hne zu schlecht sind, und die Berliner Landesregierung muss durch einen Streik dazu gezwungen werden, etwas zu tun? Obwohl es sich um eine Rot-Rot-Gr&uuml;ne Landesregierung handelt, der doch angeblich Arbeitnehmerinteressen am Herzen liegen? Das ist wirklich absurd.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Minister der Autokonzerne&ldquo;: Scheuers Lobby-Termine ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\nKritiker werfen Andreas Scheuer vor, er sei Lobby- und nicht Verkehrsminister. Laut einer Bundestagsanfrage traf sich der CSU-Politiker im vergangenen Jahr 15 Mal mit Autokonzernen, aber nie mit Umweltorganisationen. [&hellip;]<br>\nEine Anfrage von Gr&uuml;nen-Politiker Sven Kindler legte die Treffen von Verkehrsminister Scheuer offen:\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Anfrage von mir legt die Treffen von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/AndiScheuer?ref_src=twsrc%5Etfw\">@AndiScheuer<\/a> 2018 offen: <\/p>\n<p>Autobranche: 15<br>Umweltverb&auml;nde: 0 <\/p>\n<p>Aber er hat &bdquo;zahlreiche Schreiben von Umweltorganisationen zur Kenntnis genommen.&ldquo; <br>&#129335;&#9794;&#65039;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/MinisterDerAutokonzernze?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#MinisterDerAutokonzernze<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/SNQy7niq1y\">pic.twitter.com\/SNQy7niq1y<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Sven Kindler &#127466;&#127482; (@sven_kindler) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/sven_kindler\/status\/1106909937026912256?ref_src=twsrc%5Etfw\">16. M&auml;rz 2019<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p><\/p>\n<p>Der anfragende Kindler nannte Scheuer bei Twitter den &bdquo;Minister der Autokonzerne&ldquo;. Au&szlig;erdem kommentierte der Gr&uuml;nen-Politiker: &bdquo;Das hat Folgen: Die Automobilindustrie kann l&uuml;gen und betr&uuml;gen, ohne dass es Konsequenzen hat. Die Gesundheit der Menschen und der Klimaschutz bleiben auf der Strecke.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ln-online.de\/Nachrichten\/Politik\/Politik-im-Rest-der-Welt\/Minister-der-Autokonzerne-Scheuers-Lobby-Termine-veroeffentlicht\">L&uuml;becker Nachrichten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die CIA und der &Uuml;berfall auf die nordkoreanische Botschaft in Madrid<\/strong><br>\nBei einem &Uuml;berfall auf die nordkoreanische Botschaft in Madrid wurden am 22. Februar mehrere Menschen als Geiseln genommen und schwer verletzt. Es wurden gezielt Informationen des nordkoreanischen Chefunterh&auml;ndlers in den Atomverhandlungen abgegriffen. Mindestens zwei der Angreifer stehen in Verbindung mit der CIA. [&hellip;]<br>\nDie Angreifer stahlen gezielt mehrere Computer, Handys, Daten und Dokumente. In den Verh&ouml;ren fragten sie immer wieder nach einem Mann: Kim Hyok Chol.<br>\nDer ehemalige Botschafter Nordkoreas wurde im September 2017 vom damaligen spanischen Au&szlig;enminister Alfonso Dastis zur persona non grata erkl&auml;rt und als Strafma&szlig;nahme des Landes verwiesen, da die Atomtests Nordkoreas zu jener Zeit gegen UN-Resolutionen verstie&szlig;en.<br>\nKim Hyok Chol gilt als enger Vertrauter des nordkoreanischen Staatsoberhaupts Kim Jong-un. Er ist der Chefunterh&auml;ndler Nordkoreas in den Atomverhandlungen mit den USA und gilt in dieser Funktion als Architekt des j&uuml;ngsten Vietnam-Gipfels zwischen Kim und US-Pr&auml;sident Trump, der von Seiten der USA vorzeitig abgebrochen wurde und ergebnislos blieb.<br>\nKim Hyok Chol wird als hochintelligenter Stratege und Theoretiker beschrieben, der ebenso federf&uuml;hrend an der Ausarbeitung der nordkoreanischen Nuklearstrategie beteiligt war wie an der Erkl&auml;rung des historischen innerkoreanischen Gipfeltreffens zwischen Kim Jong-un und Moon Jae-in im September 2018. Ein abtr&uuml;nniger nordkoreanischer Diplomat beschreibt ihn als Hardliner, als &bdquo;Experte nuklearer Abschreckung, nicht nuklearer Abr&uuml;stung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-03-17\/die-cia-und-der-ueberfall-auf-die-nordkoreanische-botschaft-in-madrid\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zum 70. Geburtstag von Slavoj &#381;i&#382;ek &ndash; Warum wir radikaler denken m&uuml;ssen<\/strong><br>\nWir haben die Welt genug ver&auml;ndert, jetzt kommt es darauf an, sie besser zu interpretieren, sagt Slavoj &#381;i&#382;ek. Mit Thesen wie diesen stellt der Philosoph Karl Marx auf den Kopf und provoziert Linke wie Konservative. Am 21. M&auml;rz wird er 70 Jahre alt.<br>\nWer mit 20 nicht links ist, der hat kein Herz, wer mit 40 immer noch links ist, hat keinen Verstand? Nein, diese viel zitierte Coming-of-Age-Formel h&auml;lt Slavoj &#381;i&#382;ek f&uuml;r v&ouml;lligen Bl&ouml;dsinn. Als ob jeder Lebensweg naturw&uuml;chsig von der Utopie zum Pragmatismus verliefe. &bdquo;Im Gegenteil&ldquo;, meint &#381;i&#382;ek, &bdquo;ich finde ja, dass alle interessanten Denker heutzutage mit den Jahren immer radikaler werden.&ldquo;<br>\nInternet-Bosse diktieren der Politik ihre Regeln<br>\nGilt das auch f&uuml;r den slowenischen Star-Philosophen selbst? Als wortgewaltiger Kulturkritiker denkt &#381;i&#382;ek Psychoanalyse und Politik, Marx und Hollywood zusammen. In seinem neuen Buch &bdquo;Wie ein Dieb bei Tageslicht&ldquo; attackiert er die Konzernchefs gro&szlig;er Internetfirmen, die &ndash; von der Politik weitgehend unbehelligt &ndash; ihre Macht ausbauen und der Weltgesellschaft die Regeln ihrer digitalen Gesch&auml;ftsmodelle aufzwingen. [&hellip;]<br>\nDer entschiedene Kritiker des globalen Kapitalismus schont aber auch die politische Linke nicht. &bdquo;Je radikaler ich werde, umso kritischer bin ich auch mit allen Formen der linken Parteien&ldquo;, erkl&auml;rt &#381;i&#382;ek. &bdquo;Das tiefere Problem liegt doch darin, dass die Linke zurzeit &uuml;berhaupt kein alternatives Projekt hat.&ldquo; Das gelte f&uuml;r die Sozialdemokratie ebenso wie f&uuml;r sozialistische Parteien und Bewegungen:<br>\n&bdquo;Wenn wir uns anschauen, wo eine radikalere Linke versucht hat, die politische F&uuml;hrung zu &uuml;bernehmen, sei es Syriza in Griechenland oder die Linke in Venezuela, dann ist auch da alles nur schrecklich schief gelaufen.&ldquo;<br>\nDie wichtigste Aufgabe der Linken bestehe nun darin, eine Beschreibung der Gegenwart zu leisten, auf deren Grundlage sich eine &uuml;berzeugende politische Alternative denken l&auml;sst. &#381;i&#382;ek unterstreicht diese Idee durch eine Umkehrung der elften Feuerbachthese von Karl Marx: Im 20. Jahrhundert sei die Welt genug ver&auml;ndert worden, nicht selten mit katastrophalen Folgen, jetzt komme es wieder darauf an, sie zu interpretieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/zum-70-geburtstag-von-slavoj-zizek-warum-wir-radikaler.2162.de.html?dram:article_id=443843\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Klassenbegriff ist planm&auml;&szlig;ig zerst&ouml;rt worden<\/strong><br>\nBernd Stegemann &uuml;ber die Aufstehen-Bewegung, &uuml;ber Ausgrenzung, Doppelmoral und das Fehlen einer linken Erz&auml;hlung, &ldquo;die die soziale Frage ins Zentrum stellt&rdquo; (&hellip;)<br>\nSie schreiben in ihrem Buch: &ldquo;Moralismus ist auf einer psychologischen Ebene vor allem eine Selbstimmunisierung gegen Kritik.&rdquo; K&ouml;nnen Sie das erkl&auml;ren?<br>\nBernd Stegemann: Meine Kritik besteht darin, dass die Open-Border-Fraktion nicht in der Lage ist, zu erkl&auml;ren, wie das mit dem Wohlfahrtsstaat vereinbar sein soll. Stattdessen wird eine Moralkeule herausgeholt oder ein Moralballon steigen gelassen, mit dem man denkt, man h&auml;tte sich alle Probleme vom Hals geschafft, und w&auml;re in seiner eigenen &ndash; letztlich unhaltbaren &ndash; Position trotzdem in der besseren Position. Man immunisiert sich gegen jede Art von konkreter Kritik mit einer allgemeinen, leeren Abstraktion.<br>\nSie konstatieren in Ihrem Buch auch eine Spaltung der Linken und erkl&auml;ren: &ldquo;Die Besch&auml;ftigung mit allen ethnischen und sexuellen Minderheiten verspricht seit Jahren mehr &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit als die uncoole Klasse der Armen.&rdquo; So habe sich die Linke in einen identit&auml;tspolitischen und einen sozialpolitischen Fl&uuml;gel gespalten. Die Bezeichnung &ldquo;links&rdquo; drohe &ldquo;auseinanderzubrechen&rdquo;. Aktuell fehle &ldquo;eine linke Erz&auml;hlung, die die soziale Frage ins Zentrum stellt&rdquo;. Die Ablehnung der Klassenfrage komme dabei inzwischen auch aus dem linken Milieu. Woran machen Sie diese Ablehnung fest?<br>\nBernd Stegemann: Von der identit&auml;tspolitischen Seite wird gesagt, dass die beiden Merkmale &ldquo;Gender&rdquo; und &ldquo;Race&rdquo; zentral w&auml;ren f&uuml;r alle Formen von emanzipatorischer Politik. Der dritte Aspekt, die &ldquo;Klasse&rdquo;, sei zu vernachl&auml;ssigen, da sich dahinter in Wirklichkeit nur die Dominanz des wei&szlig;en, heterosexuellen, patriarchalischen Arbeiters verberge. Das hei&szlig;t, die Klassenfrage wird auch zu einer identit&auml;tspolitischen Frage gemacht.<br>\nAlso Klasse ist nicht mehr &ouml;konomisch begr&uuml;ndet, nicht mehr aufgrund von Arbeits- und Ausbeutungsverh&auml;ltnissen, sondern wird auch auf Geschlecht, Hautfarbe und patriarchale Denkmuster reduziert. Damit hat der identit&auml;tspolitische Fl&uuml;gel die Diskurshoheit &uuml;ber die Dreiheit der Diskriminierung &uuml;bernommen. Denn diese Trias besteht aus der ethnischen Diskriminierung, der sexuellen Diskriminierung und der Diskriminierung durch Ausbeutung und Entfremdung. Aber wenn alle drei Dinge nur identit&auml;tspolitisch gedacht werden, dann sind Ausbeutung und Entfremdung sozusagen unter die R&auml;der gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Klassenbegriff-ist-planmaessig-zerstoert-worden-4336430.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Ein nicht zuletzt vor dem Hintergrund der j&uuml;ngsten Vorg&auml;nge um Sahra Wagenknecht lesenswertes Interview dar&uuml;ber wie linke Diskursf&uuml;hrung sich leider zunehmend von objektiven, materiellen Klassenstandpunkten und &ndash; analysen entfernt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hannibals Reisen<\/strong><br>\nUniter will jetzt auch Autokraten unterst&uuml;tzen. Deutsche Beh&ouml;rden r&auml;tseln derweil: Ist der Verein gef&auml;hrlich?<br>\nAm 13. Februar 2019, einem Mittwoch, steht im Tagungsraum eines Vier-Sterne-Hotels rund 50 Kilometer s&uuml;dlich der philippinischen Hauptstadt Manila ein Mann, auf seinem T-Shirt prangt ein Logo, ein Schwert umrankt von Eichenlaub. Es ist das Zeichen des Vereins Uniter e. V. Er ist hier, weil sein Verein philippinischen Polizisten und Soldaten milit&auml;rtaktisches Training anbieten will, privat organisiert. (&hellip;)<br>\nWeder der Chef des Milit&auml;rischen Abschirmdienstes (MAD) noch die Vertreter des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz k&ouml;nnen den Abgeordneten beschreiben, was das &bdquo;Defense Corps&ldquo; ist. Warum ein Bundeswehrsoldat in seiner Freizeit Zivilisten in Milit&auml;rtaktik unterrichtet, k&ouml;nnen sie nicht einordnen. Die Abgeordneten h&ouml;ren auch nichts von den Philippinen. Die Dienste, auf die sich die Abgeordneten verlassen m&uuml;ssen, erkl&auml;ren dazu: nichts. (&hellip;) Nach der Sitzung wollen wir die BND-Frau sprechen, eine Beamtin des Kanzleramts eilt sofort dazu. Wir fragen: Wieso interessiert sich der BND nicht f&uuml;r einen Verein bestens ausgebildeter deutscher Soldaten, Polizisten und Sicherheitskr&auml;fte, die mit ausl&auml;ndischen Sicherheitsbeh&ouml;rden in Kontakt stehen?<br>\nDie Frage bleibt unbeantwortet.<br>\nSo geht es nicht nur uns und den Bundestagsabgeordneten. (&hellip;)<br>\nIm Sommer 2019, so ist aus dem Netzwerk zu h&ouml;ren, wollen Uniter-Mitglieder wieder auf die Philippinen reisen. Um sich einem Autokraten anzudienen, dem Menschenrechte egal sind.<br>\nEin ehemaliger SEK-Polizist aus dem Umfeld des Vereins sagt uns: Uniter w&uuml;rde gern eine Art Blackwater bilden. Blackwater, die ber&uuml;chtigte S&ouml;ldnerfirma aus den USA. &bdquo;Aber das gibt der deutsche Markt nicht her, und es ist auch nicht erw&uuml;nscht.&ldquo;<br>\nEin Ex-Vereinsmitglied sagt uns: Er wisse nicht, mit welchem Status Uniter-Mitglieder in philippinischen Krisengebieten herumlaufen wollen: &bdquo;Sind die dann im Zweifel ausl&auml;ndische K&auml;mpfer, also S&ouml;ldner?&ldquo;<br>\nAm 11. M&auml;rz, einen Tag nachdem wir die Verfassungsschutzverbindung zu Uniter aufgedeckt haben, wird im Vereinsregister in Stuttgart ein neuer Vorstand eingetragen. An der Spitze stehen jetzt zwei M&auml;nner, die in der Schweiz leben. Der Verein wird nun von dort aus dirigiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/!5577832&amp;s=hannibal\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten u.a. auf &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h14\">Hannibals Schattenarmee<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47578#h18\">Hannibal-Recherche: Unterminiert eine rechtsextreme Untergrundarmee die Bundeswehr?<\/a>&rdquo; hingewiesen. Interessant dazu ist auch der zweiteilige Beitrag von Wolf Wetzel: Der Geheimdienst und der gekonnte &bdquo;Kontrollverlust&ldquo; seit 62 Jahren, den Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47631\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47684\">hier<\/a> nachlesen k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Mario Barth vs. &bdquo;Die Anstalt&ldquo; &ndash; ein anschauliches Beispiel f&uuml;r Probleme mit Uploadfiltern<\/strong><br>\nIn einer Video-Montage l&auml;sst das Medienwatchblog Kobuk die ZDF-Satiriker von &bdquo;Die Anstalt&ldquo; gegen den RTL-Komiker Mario Barth antreten &ndash; und scheitert fast an Uploadfiltern beim Versuch, ihr medienkritisches Aufkl&auml;rungsst&uuml;ck zu verbreiten. Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber die Gefahren der geplanten EU-Urheberrechtsreform.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2019\/mario-barth-vs-die-anstalt-ein-anschauliches-beispiel-fuer-probleme-mit-uploadfiltern\/?fbclid=IwAR3kWPjNU3swxlduwtaHshcgO9ty1YCsCUmS2vGj-0lNSHNHF_orVm_Ho_w\">Netzpolitik<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-50201","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50201"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50201\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50204,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50201\/revisions\/50204"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}