{"id":50278,"date":"2019-03-19T08:31:20","date_gmt":"2019-03-19T07:31:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278"},"modified":"2019-03-19T08:31:20","modified_gmt":"2019-03-19T07:31:20","slug":"hinweise-des-tages-3328","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h01\">Deutsche Gaskunden sollen Trumps Terminals bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h02\">Linkspartei und Aufstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h03\">Warum kaum Studierende an den Klima-Protesten teilnehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h04\">&bdquo;Eine Revolution des europ&auml;ischen Zusammenwachsens&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h05\">Dahinter verbirgt sich ein massiver Arbeitsplatzabbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h06\">Paul Singer lehrt deutsche Konzernlenker das F&uuml;rchten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h07\">Arbeitsverdichtung nimmt dramatisch zu!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h08\">Wie das importierte EU-H&uuml;hnerbein Ghana erobert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h09\">Rechnungshof kritisiert offizielle Arbeitslosenstatistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h10\">Lohn f&uuml;r Lebensleistung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h11\">INF-Vertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h12\">Diese Politik macht krank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h13\">Die Sanktionsseuche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h14\">Europa &ndash; raus aus der bin&auml;ren Logik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h15\">K&ouml;nig Pyrrhos und ein Abgang auf Raten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h16\">EU nennt Fl&uuml;chtlingslager auf griechischen Inseln &bdquo;Schande f&uuml;r Europa&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h17\">Weitgehend unqualifiziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50278#h18\">Hochstapler L&eacute;o Taxil: Der Erfinder der Fake News<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Gaskunden sollen Trumps Terminals bezahlen<\/strong><br>\nNach der massiven Kritik an der Gaspipeline Nord Stream 2 will die Bundesregierung US-Pr&auml;sident Trump entgegenkommen: Deutsche Gaskunden sollen nach SPIEGEL-Informationen den Bau von Terminals f&uuml;r amerikanisches Fl&uuml;ssiggas bezahlen.<br>\nF&uuml;r den Bau der deutsch-russischen Gas-Pipeline Nord Stream 2 steht die Bundesregierung massiv unter Beschuss: Nicht nur viele EU-Partner kritisieren, dass Deutschland damit Europas Abh&auml;ngigkeit von russischem Erdgas erh&ouml;he, auch US-Pr&auml;sident Donald Trump l&auml;sst kaum eine Gelegenheit aus, auf das Projekt zu schimpfen.<br>\nSo ernstzunehmend die geostrategischen Bedenken gegen die Ostseepipeline sind, so handfest sind dabei Trumps eigene wirtschaftliche Interessen: Die USA verf&uuml;gen &uuml;ber riesige Vorr&auml;te an Fl&uuml;ssigerdgas (Liquefied Natural Gas &ndash; LNG) und wollen es vor allem nach Europa verkaufen.<br>\nDas Problem: In keinem deutschen Hafen steht bislang ein Terminal, der das LNG aus den Schiffen aufnehmen und zwischenlagern kann.<br>\nKanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich bereits im vergangenen Jahr f&uuml;r den Bau von LNG-Anlagen aus, jetzt hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine wichtige Weichenstellung vorgenommen: Eine Verordnung soll den Rechtsrahmen f&uuml;r den Bau der LNG-Terminals regeln. Ein entsprechender Referentenentwurf liegt dem SPIEGEL vor.<br>\nDamit will Altmaier die Gasnetzkonzerne dazu zwingen, rechtzeitig Anschl&uuml;sse zu den Terminals zu bauen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Schmutziges Fracking-Gas importieren und daf&uuml;r die Gas-Kunden zahlen lassen &ndash; das geht nicht&rdquo;, sagt Sascha M&uuml;ller-Kraenner, Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Die Umweltsch&uuml;tzer kritisieren auch, dass der Import von fossilem Fl&uuml;ssiggas im Widerspruch zum Klimaschutzplan der Bundesregierung stehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lng-deutsche-gaskunden-sollen-trumps-terminals-bezahlen-a-1258452.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein US-Solidarit&auml;tszuschlag &uuml;ber die Gasrechnung &hellip; es ist ein Jammer, dass dieses Thema &ouml;ffentlich kaum diskutiert wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Linkspartei und Aufstehen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nicht Wagenknecht war das Problem<\/strong><br>\n&ldquo;Insbesondere antifaschistisches Engagement, Klima- und Umweltschutzaktivismus umfasst mitunter Aktionsformen des friedlichen zivilen Ungehorsams wie Blockaden oder Besetzungen. Diese sind legitim und eine LINKE darf niemals zu ihrer weiteren Kriminalisierung beitragen.&rdquo;<br>\nDas ist ein Passus aus einem Offenen Brief, den zahlreiche Mitglieder, Mandatstr&auml;ger, aber auch Sympathisanten der Linkspartei geschrieben haben.<br>\nEr rief die Mitglieder der Linksparteifraktion im Brandenburger Landtag dazu auf, dem neuen Polizei- und Verfassungsschutzgesetz des Landes die Zustimmung selbst dann zu verweigern, wenn die Folge ein Koalitionsbruch gewesen w&auml;re. (&hellip;)<br>\nDoch am vergangenen Mittwoch hat die gro&szlig;e Mehrheit der Linksfraktion den inkriminierten Gesetzen zugestimmt und ihnen damit die Mehrheit und die Koalition mit SPD gesichert. Harte Kritik an diesem Verhalten kommt vom Brandenburger B&uuml;ndnisgegen das neue Polizeigesetz.<br>\n&ldquo;Mit der fast geschlossenen Zustimmung zum Gesetz ist die Linke in Brandenburg keine Partei der B&uuml;rgerrechte mehr&rdquo;, hei&szlig;t es dort. Nun argumentieren viele in der Linkspartei, das nun verabschiedete Gesetz sei durch die Aktivit&auml;t der Linken an einigen Punkten entsch&auml;rft worden.<br>\nDer urspr&uuml;ngliche Gesetzentwurf, den der Innenminister von Brandenburg favorisierte, hatte viel &Auml;hnlichkeit mit dem restriktiven Polizeigesetz aus Bayern. Dass es die Entsch&auml;rfung gab, best&auml;tigen auch parlamentarische und au&szlig;erparlamentarische Kritiker der nun beschlossenen Gesetze. Aber es bleibt die Tatsache, dass die Linke, die in ihrem Programm f&uuml;r die Aufl&ouml;sung aller Geheimdienste ist, mit daf&uuml;r gestimmt hat, dass in Brandenburg die Geheimdienste ausgebaut und eben auch einige Freiheitsrechte abgebaut werden.<br>\nNun k&ouml;nnte man fragen, warum die Aufregung, wenn es doch im von einem Ministerpr&auml;sidenten der Linkspartei entgegen der Programmatik regierten Th&uuml;ringen st&auml;ndige Abschiebungen von Gefl&uuml;chteten gibt. Doch da achtet man ganz scharf auf Unterschiede.<br>\nIn Th&uuml;ringen w&uuml;rde eben Bundesrecht umgesetzt; in Brandenburg hat die Linke dagegen nun selbst bestimmten Versch&auml;rfungen in der Innen- und Sicherheitspolitik zugestimmt. Diese Unterschiede f&uuml;hren zur paradoxen Situation, dass sich die Berliner Linken bis in Senatskreise hinein als angeblich gro&szlig;e Anh&auml;nger der Offenen Grenzen f&uuml;r Migranten pr&auml;sentieren, w&auml;hrenddessen in der Regierungspraxis davon aber nat&uuml;rlich nichts zu sehen ist.<br>\nAuch da kann die Parteiseele der Realpolitiker auf Bundesgesetze verweisen. Und gleichzeitig k&ouml;nnen sie sich als vehemente Kritikerin der bisherigen Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht pr&auml;sentieren, der in der Migrationspolitik teilweise rechte Politik vorgeworfen wird. Wagenknechts R&uuml;cktritt stie&szlig; bei der gro&szlig;en Mehrheit im Berliner Landesverband sicher nicht auf Trauer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Linkspartei-Nicht-Wagenknecht-war-das-Problem-4338406.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Aufstehen&rdquo;-Initiatoren rechnen mit Wagenknecht ab<\/strong><br>\nIhr erkl&auml;rtes Ziel war eine linke Mehrheit in Deutschland, manche argw&ouml;hnten gar, Sahra Wagenknecht arbeite an einer neuen Partei: Mit ihrer Sammlungsbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; hatte die Linken-Fraktionschefin im vergangenen Jahr f&uuml;r viel Aufregung gesorgt. Rund 170.000 Menschen registrierten sich auf der Internetplattform der Gruppe.<br>\nJetzt aber steht das Projekt wohl endg&uuml;ltig vor dem Aus. Nachdem es bereits ruhig geworden war um die vermeintliche Bewegung, hatte Wagenknecht am Sonntag &uuml;berraschend ihren R&uuml;ckzug aus der &ldquo;Aufstehen&rdquo;-F&uuml;hrung verk&uuml;ndet. Sie erkl&auml;rte das auch mit ihren gesundheitlichen Problemen, die sie ebenso zum Verzicht auf die erneute Kandidatur als Fraktionschefin der Linkspartei bewogen.<br>\nDoch jetzt ist klar: Wagenknechts Abgang aus der Spitze der Sammlungsbewegung verlief offensichtlich alles andere als reibungslos. Fr&uuml;here Weggef&auml;hrten und Mitinitiatoren von &ldquo;Aufstehen&rdquo; gehen nun auf Distanz zu Wagenknecht &ndash; und erheben schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Politikerin.<br>\nAm Freitag ver&ouml;ffentlichen elf Mitglieder der Sammlungsbewegung eine &ldquo;Erkl&auml;rung zur Situation von Aufstehen&rdquo;. Darunter sind die fr&uuml;here Bundestagsvizepr&auml;sidentin der Gr&uuml;nen, Antje Vollmer, der Ex-Gr&uuml;nenchef Ludger Volmer, der Schriftsteller Ingo Schulze und der Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low, bis vor Kurzem noch in der SPD. Zu den Unterzeichnern z&auml;hlen ebenso Sabrina Hofmann und Hendrik Auhagen, die mit Volmer und B&uuml;low zuletzt dem provisorischen &ldquo;Aufstehen&rdquo;-Vorstand angeh&ouml;rten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sahra-wagenknecht-aufstehen-initiatoren-rechnen-ab-a-1258120.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es wird weiter flei&szlig;ig nachgetreten. Die Respektlosigkeit im Umgang mit Sahra Wagenknecht ist unter jedem Niveau. Wagenknecht soll offenbar politisch komplett desavouiert werden, was wiederholt belegt, dass Wagenknecht die einzige Politikerin ist, die der herrschenden Oligarchie Kopfschmerzen bereiten k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gute Besserung, liebe Aufsteher!<\/strong><br>\nNicht Wagenknechts R&uuml;ckzug aus der aufstehen-Spitze wird zum Problem f&uuml;r die Bewegung. Faktisch ist aufstehen schon lange am Ende. Das liegt vor allem daran, dass all die Probleme, mit denen die Linke zu ringen hat, in die Bewegung eingeschleppt wurden.<br>\nSahra Wagenknecht tritt zur&uuml;ck. Aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden. Das ist zu respektieren. Den Kopf in den Sand stecken muss man allerdings nicht. Dieser Abgang wird aufstehen nicht in eine tiefe Sinnkrise st&uuml;rzen. Faktisch steckt das Projekt n&auml;mlich schon seit Monaten in einer solchen Krise. Ein Blick in die sozialen Netzwerke, dorthin also, wo sich die Aktivisten moderner Schule zur Verbesserung der Welt hineinklicken, offenbart das Dilemma: aufstehen versumpft in der Beliebigkeit &ndash; eigentlich war es mal die Absicht, eine linke Bewegung zu formieren, die eben nicht in die linke Beliebigkeitsfalle tappt. Leider ist das aber trotzdem geschehen.<br>\nIm August des letzten Jahres schrieb ich dazu an dieser Stelle: &raquo;Problematisch wird es nur, wenn die Themenauswahl nicht klar ausgerichtet wird: N&auml;mlich auf die soziale Frage, sprich: Auf den Komplex, der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Gesundheitspolitik betrifft. Harte Verteilungsthemen, die ein klares Primat vor den Soft Skills linker Identit&auml;tsthemen genie&szlig;en. aufstehen sollte als Sammlungsplattform klare Grunds&auml;tze haben. Toleranzsujets haben in der Parteienlandschaft eine Heimat. Ob nun Antirassismus, Antisexismus, Antihomophobie oder Genderismus: Bei Sozialdemokraten, Gr&uuml;nen und nat&uuml;rlich Linken sind das doch die It-Themen. Eine &uuml;berparteiliche Sammlungsbewegung muss sich dieser Themen nicht auch noch annehmen. &hellip;<br>\nExplizit warnte ich davor, nicht dem linken Moralismus und der dazugeh&ouml;rigen Rigorosit&auml;t auf den Leim zu gehen. Man muss freilich nicht zum Sympathisant der AfD werden, aber die Reduzierung aller Themen auf die AfD-Karte, wie sie im Mainstream der Parteien (eben auch der Linkspartei) zum Usus transformierte, kann keine zukunftstr&auml;chtige, keine stabile Strategie sein. Man fragte Sahra Wagenknecht mal in einem Interview, ob sie im gleichen tr&uuml;ben Gew&auml;sser fische, wie die es die AfD tut. Ihre Antwort (sinngem&auml;&szlig;): Dieses tr&uuml;be Gew&auml;sser nennt sich Bev&ouml;lkerung und ja, nat&uuml;rlich wolle man die f&uuml;r sich gewinnen. Liest man aber in den aufstehen-Gruppen mit, die sich bei Facebook formieren, so wird schnell ziemlich deutlich: Die AfD, die Partei wie ihre W&auml;hlerinnen und W&auml;hler, sind auch dort st&auml;ndiger Begleiter, &uuml;ber die man sich mokiert, aufregt, denen man den Kampf erkl&auml;rt und die man f&uuml;r dumm und daher entbehrlich h&auml;lt.<br>\nDer linke Avantgardismus, der urs&auml;chlich war f&uuml;r die Etablierung eines linken B&uuml;ndnisses, das sich vielleicht eines Tages zu einer neuen Partei formiert h&auml;tte, ist auch dort angekommen. Identit&auml;tsthemen werden auch dort vorzugsweise behandelt, die Aufregung war zum Beispiel gro&szlig; in diesen Netzwerken, als AKK ihren Drittgeschlechtswitz machte: Als ob ein linkes Movement nicht ganz andere Bet&auml;tigungsfelder finden k&ouml;nnte in diesen Zeiten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2019\/03\/wagenknechts-abgang-gute-besserung-liebe-aufsteher\/\">Roberto J. De Lapuente auf Neulandrebellen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warum kaum Studierende an den Klima-Protesten teilnehmen<\/strong><br>\nDie Organisatoren der &bdquo;Fridays for Future&ldquo;-Proteste wollen den gr&ouml;&szlig;ten Klimastreik veranstalten, &bdquo;den die Welt je gesehen hat&ldquo;. Jede Menge Sch&uuml;ler sind vermutlich wieder auf der Stra&szlig;e &ndash; aber wo bleibt eigentlich der akademische Nachwuchs?<br>\nFridays for Future? Simon, ein Kunstgeschichts-Student der Berliner Humboldt-Universit&auml;t, sch&uuml;ttelt den Kopf: Mit dem Klima-Streik habe er nichts am Hut: &bdquo;Ich hatte es wirklich f&uuml;r ein Sch&uuml;lerding gehalten, so wurde es von den Medien vermittelt. Ich dachte eher an meine kleine Schwester, ob die das vielleicht macht.&ldquo;<br>\nDer 26-J&auml;hrige will am Freitag nicht demonstrieren gehen &ndash; auch weil er sich nicht unter die Teenager, die &bdquo;Kinder&ldquo;, mischen will. &bdquo;Vielleicht w&auml;re es peinlich zu sagen: Ich gehe da jetzt hin.&ldquo;<br>\nAuch Mia wird nicht bei den Schulschw&auml;nzern mitmachen. Die 29-j&auml;hrige Geschichtsstudentin der FU Berlin erkl&auml;rt, sie kaufe umweltbewusst ein, vermeide Plastikabfall und spare Energie. Aber f&uuml;r Protest-Aktionen fehle ihr die Zeit. &bdquo;Also ich bin ein bisschen gestresst von meinem Studienabschluss und Master Thesis und so. Ja, ist &sbquo;ne schlechte Ausrede &ndash; klar, man kann sich die Zeit nehmen, ist immer &sbquo;ne Priorit&auml;tensetzung.&ldquo;<br>\nAndere Studierende schimpfen &uuml;ber 60-Stunden-Wochen mit Nebenjobs und Schlafmangel. David, 27 und Musikstudent der Universit&auml;t der K&uuml;nste, res&uuml;miert: &bdquo;Man hat schon das Gef&uuml;hl oft, die Leute sind ziemlich oft in ihrem Studiums-Korridor und sind halt irgendwie &uuml;berlastet oder, ja, unpolitisch.&ldquo;<br>\nDie Studenten sind keine Avantgarde mehr<br>\nExperten wissen: Studierende stellen l&auml;ngst nicht mehr die gesellschaftliche Avantgarde dar &ndash; wie in den Siebziger- und Achtzigerjahren bei der Anti-Atom-, Friedens- oder Umweltbewegung. F&uuml;r Simon Teune, Protestforscher an der TU Berlin, spielt dabei die Umstellung der Magister- und Diplom-Abschl&uuml;sse auf Bachelor und Master eine gro&szlig;e Rolle, die Anfang der Nullerjahre begann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/fridays-for-future-warum-kaum-studierende-an-den-klima.2165.de.html?dram:article_id=443697\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein durchaus bemerkenswerter Aspekt. Offenbar haben die Sch&uuml;ler noch die Unbefangenheit gegen die herrschenden Verh&auml;ltnisse zu protestieren. W&auml;hrend es mit der sogenannten Bologna-Reform aber nicht nur damit, sondern auch mit dem Leitbild der &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo; gelungen ist den Bereich der akademischen Ausbildung dem neoliberalen Verwertungsimperativ zu unterwerfen. Das hei&szlig;t aber auch wer den Klimawandel verhindern und die Umweltzerst&ouml;rung aufhalten will muss den Neoliberalismus bek&auml;mpfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Eine Revolution des europ&auml;ischen Zusammenwachsens&ldquo;<\/strong><br>\nNach fast 40 Jahren im Europaparlament gehe er mit einem hohen Gef&uuml;hl der Zufriedenheit &uuml;ber das, was erreicht worden sei, sagte der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok im Dlf. Sorge bereite ihm aber der Zulauf der Populisten. Pl&ouml;tzlich seien wieder Vokabulare zwischen L&auml;ndern m&ouml;glich, die fr&uuml;her zu Kriegen gef&uuml;hrt h&auml;tten.<br>\nKapern: Herr Brok, Sie geh&ouml;ren dem Europaparlament seit 1980 an, seit fast 40 Jahren. Bei der n&auml;chsten Europawahl treten Sie nicht noch einmal an. Noch zwei Plenarwochen, wenn ich richtig gez&auml;hlt habe, dann war es das f&uuml;r Sie. Dass es Ihnen um Europa nicht bange ist, das haben Sie uns ja eben schon erkl&auml;rt und warum das so ist. Aber mit welchem Gef&uuml;hl gehen Sie?<br>\nBrok: Also, ich gehe einmal mit einem hohen Gef&uuml;hl der Zufriedenheit, was erreicht worden ist. Als ich vor 39 Jahren Mitglied wurde, waren wir neun L&auml;nder und hatten eine lose Zollunion. Man redete von Eurosklerose und hatte noch keine W&auml;hrungsunion, keinen Binnenmarkt, kein Schengen, nicht die Anf&auml;nge in der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik. Wir sind heute ein wiedervereinigtes Europa mit n&auml;mlich 27 L&auml;ndern. Das ist ja eine ungeheure Revolution des europ&auml;ischen Zusammenwachsens, was uns in diesen Jahren gelungen ist. Aber auch mal ein St&uuml;ckchen Sorge. Begreifen wir aufgrund der &ouml;ffentlichen Diskussion, dass die Zukunftsaufgaben nur gemeinsam bew&auml;ltigt werden k&ouml;nnen? Und, wenn ich den Zulauf zu den Populisten sehe, die wieder &bdquo;Deutschland Erster&ldquo;, &bdquo;Frankreich Erster&ldquo; sagen, dann sind das wieder die Methoden, die den Wettbewerb in der Weise bringt, dass man den anderen daf&uuml;r schlechter macht, dass man die Grenzen dicht macht. Wenn ich dann die Diskussion zwischen Frankreich und den Italienern vor ein paar Wochen gesehen habe, stelle ich pl&ouml;tzlich fest, dass Vokabulare zwischen L&auml;ndern m&ouml;glich werden, die fr&uuml;her zu Kriegen gef&uuml;hrt haben. Und hier m&uuml;ssen wir, glaube ich, deutlich machen, dass diese Methoden, wieder das Nationale hervorzuheben, um zu erkl&auml;ren, dass man selbst der Sch&ouml;nste und Gr&ouml;&szlig;te ist und auch der Wertvollere, weil man ein St&uuml;ckchen eine andere Kultur hat, dass das genau der Ansatz ist, der uns fr&uuml;her in die Kriege gef&uuml;hrt hat, und dass wir deswegen zu diesem Gedanken &bdquo;nie wieder Krieg, nie wieder Diktatur&ldquo; zusammenarbeiten, um in dieser Welt bestehen zu k&ouml;nnen. Und der letzte Punkt, den wir begreifen m&uuml;ssen, ist: In dieser globalen Ordnung ist jeder europ&auml;ische Staat ein Kleinstaat, auch Deutschland. Also, von Washington und Peking aus betrachtet sind das alles Kleinstaaten. Da sollten wir uns nicht Honig um den Mund schmieren lassen. Wir gehen alle unter als Europ&auml;er, wenn wir nicht gemeinsam als Europ&auml;er auftreten. Nur gemeinsam k&ouml;nnen wir Trump in Handelsfragen widerstehen. Nur gemeinsam k&ouml;nnen wir eine Au&szlig;enpolitik betreiben, die uns auf der Landkarte bel&auml;sst. Und sonst zerfallen wir wie die alten griechischen St&auml;dte vor weit mehr als 2.000 Jahren und die R&ouml;mer das &uuml;bernommen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/brok-zur-entwicklung-der-eu-eine-revolution-des.868.de.html?dram:article_id=443838\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Interview, das symptomatisch ist f&uuml;r die aktuellen Zust&auml;nde in Politik und Medien. Die Aussagen des sicher &uuml;berzeugten &bdquo;Pro-Europ&auml;ers&ldquo; Elmar Brok der seit 39 Jahren (!) im EU-Parlament sitzt, zeigen wie weit weg man in Br&uuml;ssel von der Lebensrealit&auml;t der EU-B&uuml;rger ist. Mindestens ebenso weit entfernt ist man in den Redaktionsb&uuml;ros der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;. Findet sich doch im Interview nicht eine einzige kritische Nachfrage zu den Elogen des Herren Brok.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M. J.:<\/strong> Ich finde es nach wie vor erstaunlich, mit welcher Ignoranz und Selbstgef&auml;lligkeit Abgeordnete und &bdquo;Experten&ldquo; wie Brok sich jenseits aller Realit&auml;ten in der eigenen Ideologie suhlen. Als fielen einem der Diesel-Audi oder die Boeing 373 Max 8 gerade unter dem Chassis zusammen &ndash; und man hielte immer noch Lobreden auf die Marke und ihre (fr&uuml;heren) Verdienste.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein (nach eigenen Kriterien!) astreiner Populist wie Brok, der die Zensur des Internets mitzuverantworten hat, wagt es, von den &bdquo;Interessen unserer B&uuml;rger&ldquo; zu delirieren? Das Interview auf einen Nenner gebracht, hei&szlig;t es wohl: Militaristische Integration &ndash; sozial-, wirtschafts- und finanzpolitische Desintegration. Geostrategische Harmonisierung &ndash; innen- und kulturpolitischer Dumpingwettbewerb. Deutsch-franz&ouml;sische Hegemonie &ndash; oberlehrerhaftes Auftreten gegen&uuml;ber &bdquo;kleineren&ldquo; Mitgliedsstaaten und Partnerparteien. Ein Europa f&uuml;r die Profitinteressen der militanten Eliten, kein Europa der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, der Demokratinnen und Demokraten, die weiter auf der Suche nach dem 3.Billigjob zur minimalen Sicherung des t&auml;glichen Lebensunterhaltes zwischen Brest und Brest hin- und herjagen k&ouml;nnen, heimatlos und entwurzelt, aber sch&ouml;n Autobahnrastst&auml;tten-multikulturalisiert und &bdquo;gemeinsamen Werten&ldquo; wie der Sanifair-Nutzung verpflichtet. Noch fragen, Kienzle?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Dahinter verbirgt sich ein massiver Arbeitsplatzabbau<\/strong><br>\nWenn Commerzbank und Deutsche Bank fusionieren, l&auml;uft das dem Aktion&auml;rssch&uuml;tzer Klaus Nieding zufolge vor allem auf Kosteneinsparungen hinaus. Nieding geht davon aus, dass mehr als 20.000 Stellen abgebaut werden. Ein Problem sei auch die treibende Rolle des Bundesfinanzministeriums.<br>\nClaudia Wehrle: Herr Nieding, es gibt kritische Stimmen, was sind denn f&uuml;r Sie die st&auml;rksten Argumente?<br>\nKlaus Nieding: Nun, die st&auml;rksten Argumente gegen diese Fusion kann ich Ihnen geben. Das ist aus meiner Sicht zum einen, dass beide Banken viel zu viel &uuml;berlappende Gesch&auml;ftsfelder haben. Eine Fusion macht ja immer dann Sinn, wenn beide Parteien wie Zahnr&auml;der &auml;hnlich ineinandergreifen und jeder dem anderen quasi mit in diese Ehe gibt, was der andere vorher noch nicht hatte. Das haben wir hier in der Form nicht. Das hei&szlig;t, wir w&uuml;rden im Wesentlichen &uuml;ber Kostensynergien reden. Das klingt immer so positiv dieses Wort, tats&auml;chlich verbirgt sich dahinter ein massiver Arbeitsplatzabbau. Ich gehe von deutlich mehr als 20.000 Stellen aus. Wenn Sie einmal schauen, Commerzbank, Dresdner Bank, die Fusion, da sind insgesamt Arbeitspl&auml;tze auf der Strecke geblieben, die der Belegschaftsst&auml;rke der Dresdner Bank vor der Fusion entsprochen haben. Ich vermute, wir reden hier &uuml;ber 30- bis vielleicht sogar 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die da entlassen werden k&ouml;nnen im Zuge der ganzen Geschichte, und dass ein sozialdemokratischer Bundesfinanzminister einem solchen Projekt das Wort redet, finde ich schon bemerkenswert.<br>\nWehrle: Den Finanzminister haben Sie angesprochen, welche Rolle spielt denn bei dem Ganzen Paul Michael Achleitner, also der Aufsichtsratsvorsitzende bei der Deutschen Bank?<br>\nNieding: Herr Achleitner ist nat&uuml;rlich als Vorsitzender des Aufsichtsgremiums der Deutschen Bank ganz eng involviert in diese Themen. Wir haben der Verlautbarung der Deutschen Bank und auch, ich sage mal, der zwischenzeitlichen &Auml;u&szlig;erung von Herrn Sewing ja entnommen, dass offensichtlich der Vorstand beziehungsweise er selbst, Herr Sewing, die Dinge ja nicht ganz so euphorisch sieht, um es mal ganz vorsichtig auszudr&uuml;cken, und wenn ich das mal sagen darf, Herr Achleitner hat sich in der Vergangenheit ja nun auch nicht mit Ruhm bekleckert, was gro&szlig;e, ich sage mal, Investmentbanking-Ma&szlig;nahmen wie Fusionsprojekte angeht. Er hat zun&auml;chst als Allianz-Finanzvorstand die Dresdner Bank gekauft und hat sie dann schlie&szlig;lich wieder an die Commerzbank verkauft, und beides ist nicht ganz so gut gelaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/moegliche-grossbanken-fusion-dahinter-verbirgt-sich-ein.766.de.html?dram:article_id=443908\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Singer lehrt deutsche Konzernlenker das F&uuml;rchten<\/strong><br>\nAm Anfang steht die Angst. Sie &uuml;berkommt selbst gestandene Vorstandschefs von Dax-Konzernen, &uuml;blicherweise Menschen mit gesundem Selbstbewusstsein. Nach glaubhaften Berichten reicht in diesen Tagen ein einziger Name aus, um Deutschlands oberste Konzernlenker in Unruhe zu versetzen &ndash; die Rede ist von &bdquo;Elliott&ldquo;.<br>\nDie meisten Menschen w&uuml;rden damit nichts anzufangen wissen, doch in den Vorstandsetagen wissen sie genau, wer gemeint ist: Der Amerikaner Paul Elliott Singer hat einen Ruf wie Donnerhall. Der 74-j&auml;hrige amerikanische Investor, dessen Anlagefirma nach seinem zweiten Vornamen schlicht &bdquo;Elliott&ldquo; hei&szlig;t, hat in seinem Leben schon viele Unternehmen und selbst Staaten vor sich hergetrieben.<br>\nLegend&auml;r ist sein Streit mit Argentinien, das nach dem Staatsbankrott im Jahr 2001 alle Gl&auml;ubiger zu einer Umschuldung zwingen wollte, unter Inkaufnahme hoher Verluste versteht sich. Singer, der kurz zuvor in gro&szlig;em Stil Staatsanleihen des Landes gekauft hatte, lie&szlig; sich nicht darauf ein. In einem jahrelangen, erbitterten Rechtsstreit gelang es ihm sogar, ein Schiff der argentinischen Marine vor&uuml;bergehend beschlagnahmen zu lassen, wof&uuml;r ihn die damalige Staatspr&auml;sidentin Cristina Kirchner aufs &uuml;belste beschimpfte. Mit ihrem Nachfolger Mauricio Macri handelte Singer dann aber einen Vergleich aus und kam mit Gewinn aus der Sache heraus.<br>\nEs ist diese bedingungslose Konsequenz, die Singer und sein Team aus 450 Mitarbeitern auszeichnet. Eine Konsequenz, die Vorst&auml;nde und Staatschefs erschreckt und die andere Investoren in Ehrfurcht erstarren l&auml;sst. Jeder wei&szlig;: Singer und seine Mannen geben niemals auf. Eine Rendite von 13,1 Prozent hat sein Fonds im Jahresdurchschnitt seit Gr&uuml;ndung im Jahr 1977 erzielt, es gibt wenige, die da mithalten k&ouml;nnen. Darum will jeder sein Geld bei ihm anlegen: Als Singer den Fonds 2017 f&uuml;r neue Anlagegelder &ouml;ffnete, dauerte es nur 24 Stunden, bis er f&uuml;nf Milliarden Dollar eingesammelt hatte. Ein Rekord.<br>\nTrotzdem ist Singer zugleich auch einer der am st&auml;rksten kritisierten Investoren der Welt: Aggressiv gehe er vor, ohne Skrupel und in gewisser Weise brutal, wird ihm immer wieder vorgehalten. Wahr ist, dass er vor nichts und niemandem haltmacht. Dies zeigt allein schon ein Blick in sein aktuelles Portfolio: Singers Fonds h&auml;lt Anteile an amerikanischen Konzernen wie Ebay und Dell, aber auch am franz&ouml;sischen Getr&auml;nkehersteller Pernod Ricard oder am italienischen Telekommunikationsunternehmen Telecom Italia.<br>\nSeit einiger Zeit ist Singer auch in Deutschland aktiv. Er investiert dabei sowohl in Firmen, die nur Spezialisten bekannt sind, wie die Maschinenbauer SLM Solutions oder Gea, aber mittlerweile auch in die ganz gr0&szlig;en Namen wie den Energieversorger Uniper oder gar den Stahlkonzern Thyssen-Krupp. Als Elliott bei Thyssen im vergangenen Jahr auf Ver&auml;nderungen drang, gaben kurz danach der Vorstandschef Heinrich Hiesinger und der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Lehner ihre &Auml;mter ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/finanzmarkt\/investor-paul-singer-lehrt-deutsche-konzernlenker-das-fuerchten-16080815.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Singer ist, wenn man so will, die personalisierte Inkarnation des Finanzmarktkapitalismus und der Idealtypus des neoliberalen Homo Economicus der auf die gesellschaftlichen, &ouml;konomischen und sozialen Folgen seines Handelns keinerlei R&uuml;cksicht nimmt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitsverdichtung nimmt dramatisch zu!<\/strong><br>\n2,13 Milliarden &Uuml;berstunden machten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland im Jahr 2017. Damit sind die &Uuml;berstunden auf einen neuen H&ouml;chststand seit 2007 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Menge der &Uuml;berstunden um 12,8 Prozent zugenommen; im Vergleich zum Durchschnitt der f&uuml;nf Vorjahre (Durchschnitt = 1,84 Milliarden Stunden) sogar um 15,8 Prozent. &Uuml;berdurchschnittlich hohe Anteile von &Uuml;berstunden an allen geleisteten Arbeitsstunden haben befristet Besch&auml;ftigte mit 2,3 Prozent und die regul&auml;r Vollzeitbesch&auml;ftigten mit 2,1 Prozent (Durchschnitt = 2,0 Prozent). Gegen&uuml;ber 2016 sind die Anteile der &Uuml;berstunden an allen Arbeitsstunden durch alle Besch&auml;ftigungsformen hinweg um 0,4 bis 0,6 Prozentpunkte gestiegen, das entspricht Steigerungen von 25 bis &uuml;ber 40 Prozent.<br>\nDie H&auml;lfte der &Uuml;berstunden (1.058 Milliarden Arbeitsstunden) wurde 2017 nicht verg&uuml;tet. Das Arbeitsvolumen von bezahlten und unbezahlten &Uuml;berstunden w&uuml;rde rechnerisch ausreichen, um 1,29 Millionen Vollzeit-Arbeitspl&auml;tze zu schaffen.<br>\nEin Drittel der Besch&auml;ftigten mit mehr als zwei &Uuml;berstunden in der Woche geben als Grund an, die Arbeit in der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit nicht zu schaffen. Insgesamt entstehen 80 Prozent der &Uuml;berstunden aus betrieblichen Zw&auml;ngen &ndash; vier Prozentpunkte mehr als 2015.<br>\nIm Jahr 2017 haben Unternehmen rechnerisch 36,2 Milliarden Euro an Lohnkosten durch Nichtbezahlung von &Uuml;berstunden gespart &ndash; auf Basis der durchschnittlichen Arbeitskosten je geleistete Stunde 2017 (34,20 &euro;\/h) laut Statistischem Bundesamt (siehe auch unter &bdquo;Ergebnisse im Einzelnen&ldquo;).<br>\nJessica Tatti, Sprecherin f&uuml;r Arbeit 4.0 der Fraktion DIE LINKE im Bundestag:<br>\n&bdquo;Die Zahlen sind skandal&ouml;s und legen offen, dass sich viele Arbeitgeber auf dem R&uuml;cken ihrer Besch&auml;ftigten bereichern. Stress, Arbeitshetze und &Uuml;berlastung bestimmen den Arbeitsalltag vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. F&uuml;r Unternehmen zahlt sich das aus: Allein im Jahr 2017 haben sie &uuml;ber 36 Milliarden Euro gespart, weil die Besch&auml;ftigten &Uuml;berstunden zum Nulltarif geleistet haben. Ich fordere die Bundesregierung auf endlich zu handeln! Die Antistressverordnung ist &uuml;berf&auml;llig. Die Mitbestimmungsrechte von Betriebs- und Personalr&auml;ten m&uuml;ssen gest&auml;rkt werden, sowohl bei der Dauer und Lage der Arbeitszeit als auch bei der Personalbemessung. Um den Missbrauch von &Uuml;berstunden zu stoppen, braucht es eine Verk&uuml;rzung der gesetzlichen Wochenh&ouml;chstarbeitszeit von 48 auf 40 Stunden. Wenn die Arbeitsmenge in der vertraglichen Arbeitszeit nicht zu schaffen ist, muss mehr Personal eingestellt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/21-milliarden-ueberstunden-die-haelfte-davon-unbezahlt-arbeitsverdichtung-nimmt-dramatisch-zu\/?fbclid=IwAR1rbwgA5YbtFA-FgQrldHLQOGB-NnhaGXQSOLGgPXptsHQU0LxC2WwaUtU\">DIE LINKE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie das importierte EU-H&uuml;hnerbein Ghana erobert<\/strong><br>\nDer Westen liefert hoch subventionierte, billige Gefl&uuml;gelprodukte nach Afrika. Die Brust bleibt in Europa, die Beine f&uuml;r die Afrikaner. Ghana importiert fast 300.000 Tonnen H&uuml;hnchenfleisch pro Jahr. Die Produzenten dort k&auml;mpfen um ihre Existenz.<br>\n&bdquo;Das importierte Huhn kostet halb so viel wie das heimische. Wir sind nicht wettbewerbsf&auml;hig, und deswegen ist es sehr schwer f&uuml;r uns, nach der Produktion unser Gefl&uuml;gel auch zu verkaufen. Unsere Industrie droht zusammenzubrechen. Die Menschen insbesondere auf dem Land sind von Verarmung bedroht. Und wir m&uuml;ssen endlich dar&uuml;ber reden!&ldquo;<br>\nTats&auml;chlich kostet das ghanaische Huhn bis zu 15 Cedis pro Kilo, das sind rund 2,70 Euro, w&auml;hrend das importierte f&uuml;r f&uuml;nf bis sechs Cedis zu haben ist, also f&uuml;r knapp einen Euro pro Kilo: unter den derzeitigen Umst&auml;nden konkurrenzlos. Warum ist das so?<br>\nF&uuml;r den Schutz ihrer Marktmacht auf dem afrikanischen Kontinent sorgen starke Verb&uuml;ndete: Als Ghana sich wehren und im Jahr 2003 seine Importz&ouml;lle f&uuml;r Gefl&uuml;gelfleisch anheben wollte, drohten der Internationale W&auml;hrungsfonds IWF und die Weltbank mit einer Kreditsperre. Ghanas Regierung gab klein bei. Der Staatshaushalt des westafrikanischen Landes w&auml;re damals ohne die internationale Finanzierung zusammengebrochen.<br>\nEin weiteres Druckmittel sind in den Augen vieler Kritiker auch die Handelspartnerschaften, die so genannten Economic Partnership Agreements, kurz EPA, die die EU mit einigen afrikanischen L&auml;ndern geschlossen hat. Auch mit Ghana. Die EPAs legen fest, dass diese L&auml;nder ihre M&auml;rkte bis zu 83 Prozent f&uuml;r europ&auml;ische Importe &ouml;ffnen und schrittweise Z&ouml;lle und Geb&uuml;hren abschaffen m&uuml;ssen. Im Gegenzug sollen sie &ndash; wie bereits seit Jahrzehnten &uuml;blich &ndash; weiterhin zollfreien Zugang zu europ&auml;ischen M&auml;rkten erhalten. Doch das Ganze laufe unfair ab, beklagt jedenfalls Victor Oppong Adjei vom Nationalen Verband der Gefl&uuml;gelfarmer in Ghana.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/fett-ungesund-aber-billig-wie-das-importierte-eu.979.de.html?dram:article_id=442647\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Soviel auch zu den m&ouml;glichen Fluchtursachen. So gesehen ist es zynisch den Menschen erst die Existenzgrundlage zu zerst&ouml;ren und dann die europ&auml;ischen Au&szlig;engrenzen abzuschotten. Bevor aber Linksliberale nun jubeln, die L&ouml;sung sind nicht &ldquo;offene Grenzen&ldquo;, sondern die Beendigung der neoliberalen Freihandelspolitik der EU. Aber ist man dann nicht schon wieder &ldquo;Anti-Europ&auml;er&ldquo;, wenn man diese kritisiert?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rechnungshof kritisiert offizielle Arbeitslosenstatistik<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof &uuml;bt offenbar in einem internen Pr&uuml;fbericht Kritik an der Arbeitslosenstatistik. Demnach seien bundesweit die Akten von rund 290.000 Langzeitarbeitslosen falsch oder unvollst&auml;ndig gef&uuml;hrt, kritisieren die Pr&uuml;fer aus Bonn laut einer Meldung der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Dabei handelt es sich allerdings um eine auf Sch&auml;tzungen basierende Hochrechnung. F&uuml;r die Untersuchung hatte der Rechnungshof Daten aus dem Jahr 2017 stichprobenartig untersucht. (&hellip;)<br>\nGrund f&uuml;r die falschen Zahlen sind nach Ansicht des Rechnungshofs Schlampereien: So w&uuml;rden viele Akten falsch oder unvollst&auml;ndig gef&uuml;hrt, weil sich die Jobcenter nicht ausreichend um Hartz-IV-Empf&auml;nger k&uuml;mmerten. &ldquo;Die Betreuung durch die Jobcenter war h&auml;ufig mehrere Monate unterbrochen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht. Problematisch seien zudem unverbindliche Regelungen und eine fehlende Fachaufsicht.<br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit teilte der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; mit, in Zukunft sollten alle Jobcenter zur Nutzung von IT-Systemen verpflichtet werden, um solche Probleme zu verhindern. Eine entsprechende Weisung sei in Arbeit. Zudem sollen die Mitarbeiter in Jobcentern und Arbeitsagenturen f&uuml;r die Erfassung der Statistikdaten besser geschult werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-rechnungshof-kritisiert-arbeitslosenstatistik-a-1258251.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lohn f&uuml;r Lebensleistung<\/strong><br>\nDie neue Grundrente muss kommen. Sie ist gut, ja geradezu zwingend. Nicht bedingungslos (denn dann w&auml;re sie keine Rente) &ndash; sondern f&uuml;r all jene, die mindestens 35 Jahre lang in der gesetzlichen Rentenversicherung waren und deren Bruttoaltersrenten dennoch unter 897 Euro im Monat liegen. Diese Grundrente kommt weit &uuml;berwiegend Frauen zugute, die &uuml;ber Jahrzehnte hinweg wichtige Leistungen erbracht haben. Ohne die mittlerweile vielen weiblichen Besch&auml;ftigten h&auml;tte Deutschland viel zu wenige Arbeitskr&auml;fte.<br>\nDas Problem: Die L&ouml;hne dieser Arbeitnehmerinnen waren so niedrig, dass ihre Renten, die Norbert Bl&uuml;m einmal als &ldquo;Alterslohn f&uuml;r Lebensleistung&rdquo; bezeichnet hatte, zu klein sind, als dass man davon leben k&ouml;nnte. Wir stehen also vor einem klaren Systemversagen. Aber nicht nur das. Auch die Politik hat versagt. Der Mindestlohn h&auml;tte viel fr&uuml;her eingef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen, denn er ist eine der S&auml;ulen f&uuml;r eine pr&auml;ventive Rentenpolitik. Die Gemeinschaft der Steuerzahler soll dieses doppelte Versagen nun nachtr&auml;glich korrigieren. Die neue Grundrente soll zehn Prozent &uuml;ber dem Grundsicherungsbedarf liegen. So steht es im Koalitionsvertrag.<br>\nDie momentane Debatte um die neue Grundrente reibt sich an der Frage, ob zun&auml;chst die Bed&uuml;rftigkeit ihrer Empf&auml;ngerinnen und Empf&auml;nger gepr&uuml;ft werden soll. Die Fronten innerhalb der Koalition scheinen in der Frage verh&auml;rtet. Dabei m&uuml;ssen wir feststellen: Renten sind in Deutschland per se nicht bed&uuml;rftigkeitsabh&auml;ngig. Denn Altersbez&uuml;ge sind grunds&auml;tzlich auf Individuen und nicht auf Haushalte bezogene Zahlungen. Die einzelne Arbeitnehmerin und der einzelne Arbeitnehmer erbringen w&auml;hrend des Berufslebens Leistungen und erhalten daf&uuml;r Lohn auch im Alter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++e50d4e80-4649-11e9-96e6-52540088cada\">Jutta Allmendinger in Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;ren h&ouml;here L&ouml;hne und Geh&auml;lter nicht auch sinnvoll, um vor Altersarmut vorzubeugen? Aber die Einzelgewerkschaften des DGB vereinbaren seit vielen Jahren Tarifvertr&auml;ge unter Wert &ndash; zuletzt <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/350443.%C3%B6konom-heiner-flassbeck-zum-tarifabschluss-im-%C3%B6ffentlichen-dienst.html\">die Einigung im &Ouml;ffentlichen Dienst<\/a>. Dabei hatte selbst Bundesfinanzminister Scholz <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-10\/olaf-scholz-spd-mindestlohn-erhoehung-bundesfinanzminister\">von zwolf Euro Mindestlohn geredet<\/a>: &ldquo;Ich finde, dass zw&ouml;lf Euro Mindestlohn angemessen sind&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>INF-Vertrag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Exklusiv-Interview: USA entziehen sich dem Dialog &uuml;ber Zukunft von INF-Vertrag<\/strong><br>\nDurch den Zerfall des INF-Vertrages zerst&ouml;ren die USA eine der S&auml;ulen des START-Abr&uuml;stungsabkommens f&uuml;r Nuklearwaffen, erkl&auml;rt der russische Top-Diplomat Wladimir Ermakow im RT-Interview. Die Gefahr des v&ouml;lligen Verschwindens von Kontrollmechanismen bei Atomraketen wird gr&ouml;&szlig;er. (&hellip;)<br>\nRussland hat gefordert, dass die USA die Mk-41-Raketenabwehrsysteme und die in Rum&auml;nien eingesetzten Drohnen zerst&ouml;ren m&uuml;ssen, um einen weiteren Kalten Krieg zu verhindern. Wie stehen die Chancen, dass die USA nach ihrem R&uuml;ckzug aus dem INF-Vertrag die Verhandlungen zu diesem Thema fortsetzen wollen?<br>\nDer Vorschlag des russischen Milit&auml;rs ist im Zusammenhang mit dem unbegr&uuml;ndeten und wissentlich inakzeptablen Ultimatum der USA &uuml;ber die Vernichtung unserer 9M729-Raketen, die angeblich f&uuml;r Washington von Belang sind, sowie deren Tr&auml;gerraketen und Hilfsausr&uuml;stung zu betrachten.<br>\nEs ist wichtig zu verstehen, dass wir seit vielen Jahren eine beispiellose Geduld mit offensichtlichen US-Verletzungen des INF-Vertrages aufweisen. Insbesondere haben wir problematische Fragen im Zusammenhang mit den Angriffsraketen und Angriffsdrohnen der USA schon in den Jahren 1999 und 2001 kenntlich gemacht. Die Verletzung des INF-Vertrages durch die US-Amerikaner im Zusammenhang mit der Stationierung von Mk-41-Universalabschussrampen, die den Einsatz von Mittelstrecken-Marschflugk&ouml;rpern der &ldquo;Tomahawk&rdquo;-Klasse erm&ouml;glichen, kam im Jahr 2014 auf. Das wurde schlie&szlig;lich zum akutesten Problem in Bezug auf die Einhaltung des INF-Vertrages.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/russland\/85799-exklusiv-interview-usa-entziehen-sich-gleichberechtigung-dialog-zukunft-inf-vertrag\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>Maas warnt Moskau: Schwerwiegende Konsequenzen, wenn Russland den INF-Vertrag nicht einh&auml;lt<\/strong><br>\nAnfang M&auml;rz k&uuml;ndigten die USA ihre Absicht an, Raketen zu testen, die nach dem INF-Vertrag verboten sind.<br>\nMaas richtete seine Worte an den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin und Au&szlig;enminister Sergei Lawrow und beschuldigte Russland, gegen den Atomvertrag aus der Zeit des Kalten Krieges versto&szlig;en zu haben, indem er sagte: &ldquo;Seine Beendigung h&auml;tte schreckliche Folgen f&uuml;r die Europ&auml;er.&rdquo;<br>\n&ldquo;Moskau und Washington wollen nicht, dass ihnen die H&auml;nde gebunden werden, w&auml;hrend L&auml;nder wie Nordkorea, China, Indien und Pakistan sich bewaffnen, insbesondere bei landgest&uuml;tzten Mittelstreckenraketen&rdquo;, f&uuml;gte der Bundesau&szlig;enminister hinzu.<br>\nAm Mittwoch k&uuml;ndigten die USA an, im August mit dem Test eines landgest&uuml;tzten Marschflugk&ouml;rpers zu beginnen, was nach dem INF-Vertrag verboten ist.<br>\nSowohl Washington als auch Moskau erkl&auml;rten, dass sie ihre Verpflichtungen aus dem INF-Vertrag aussetzen, wobei die USA mit einem vollst&auml;ndigen R&uuml;ckzug drohen, wenn Russland nicht bis August zur Einhaltung der Vorschriften zur&uuml;ckkehrt.<br>\nRussland bestreitet, gegen das Abkommen versto&szlig;en zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/kurzclips\/85796-maas-schwerwiegende-konsequenzen-wenn-russland\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb Bundesau&szlig;enminister Maas ohne Beweise Russland vor einem Bruch des INF-Vertrages warnt w&auml;hrend die USA offen einen Versto&szlig; zugeben. Agiert und redet Herr Maas im Interesse dieses Landes oder nach den W&uuml;nschen der USA?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Diese Politik macht krank<\/strong><br>\nArmut macht krank. Der Befund ist nicht neu. Aktuelle Ergebnisse zu &raquo;einkommensbezogenen Unterschieden in der Mortalit&auml;t und Lebenserwartung&laquo; wurden auf dem Kongress &raquo;Politik macht Gesundheit&laquo; vorgestellt, der am Donnerstag und Freitag vergangener Woche in Berlin stattfand. Er wird j&auml;hrlich von privaten und &ouml;ffentlichen Einrichtungen organisiert, wie der Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsf&ouml;rderung Berlin-Brandenburg, der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Public Health, dem Gesundheits&ouml;konomischen Zentrum Berlin, dem Institut f&uuml;r Berufliche Bildung und Arbeitslehre und der Technischen Universit&auml;t Berlin.<br>\nDie empirischen Befunde sprechen f&uuml;r sich: Auf der Grundlage von Daten des sozio&ouml;konomischen Panels kamen Forscher des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu dem Ergebnis, dass mehr als jeder vierte Mann und mehr als jede zehnte Frau mit niedrigem Einkommen (27 bzw. 13 Prozent) vor dem 65. Lebensjahr sterben, aber nur 14 Prozent der M&auml;nner und acht Prozent der Frauen mit hohem Einkommen. Die mittlere Lebenserwartung bei Geburt von M&auml;nnern und Frauen mit niedrigem Einkommen liegt demnach 8,6 bzw. 4,4 Jahre unter der von M&auml;nnern und Frauen mit hohem Einkommen. Und es gibt einen Trend: Die einkommensbezogenen Unterschiede in der Lebenserwartung sind &uuml;ber die letzten 25 Jahre weitgehend unver&auml;ndert geblieben, zum Teil haben sie sich sogar weiter ausgepr&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/351152.gesundheit-und-kapitalismus-diese-politik-macht-krank.html\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Sanktionsseuche<\/strong><br>\nKein Begriff wird in der internationalen Politik gegenw&auml;rtig h&auml;ufiger verwandt als das sch&ouml;ne Wort &raquo;Sanktion&laquo;. Die Sanktionitis ist im vollen Gange. Einige Beispiele: Als &raquo;Hauptsanktionierer&laquo; verwenden die USA diese Erzwingungsma&szlig;nahme unter anderem gegen Kuba, Nordkorea, Iran, Russland, Burundi, Sudan, Syrien, Wei&szlig;russland. Gegenw&auml;rtig steht Venezuela im Brennpunkt der erpresserischen Politik. Seit Jahren maltr&auml;tiert Washington das Land mit Sanktionen. Erst k&uuml;rzlich gab US-Finanzminister Steven Mnuchin voller Stolz bekannt, dass die USA bisher zwischen sieben und elf Milliarden US-Dollar venezolanischen Verm&ouml;gens eingefroren haben, in erster Linie von der staatlichen &Ouml;lfirma Petr&oacute;leos de Venezuela (PDVSA). Gleichzeitig schickten sie, einige LKW mit ein paar Hilfsg&uuml;tern f&uuml;r die notleidenden Venezolaner. Wie nobel!<br>\nNahezu jeder Staat verh&auml;ngt Sanktionen. Selbst die neutrale Schweiz greift zu dieser Ma&szlig;nahme, unter anderem gegen&uuml;ber Irak, Myanmar, Simbabwe, Sudan, Wei&szlig;russland, Syrien, Somalia, Guinea-Bissau, Jemen, Burundi, Venezuela. Im Handelskrieg zwischen den USA und China wurden Strafz&ouml;lle verh&auml;ngt, die der Sache nach nichts anderes sind als schmerzende Sanktionen.<br>\nAuch internationale Organisationen und Staatenverbindungen verh&auml;ngen Sanktionen. So beschloss zum Beispiel der UN-Sicherheitsrat wegen der anhaltenden Raketentests Nordkoreas einstimmig Sanktionen gegen das Land. Bereits 2014 verh&auml;ngte die EU Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Sie wurden inzwischen zum achten Mal verl&auml;ngert, laufen nun bis Ende Juli und beinhalten unter anderem ein &raquo;Milit&auml;rg&uuml;terembargo&laquo;, eine &raquo;Beschr&auml;nkung des EU-Kapitalmarktes&laquo;, &raquo;Einreisebeschr&auml;nkungen f&uuml;r gelistete Personen&laquo;, &raquo;Einfrieren der Verm&ouml;genswerte von gelisteten Personen oder Organisationen&laquo;, &raquo;Einfuhr- oder Ausfuhrverbote f&uuml;r bestimmte G&uuml;ter, Investitionsverbote&laquo;. Russland reagierte mit Gegensanktionen, die Pr&auml;sident Putin bis Ende 2019 verl&auml;ngerte.<br>\nSpitzenreiter auf dem Gebiet sind die USA. Sie sind nicht nur das Land, das mit Abstand am h&auml;ufigsten Sanktionen verh&auml;ngt hat. Sie sind auch die Erfinder von sogenannten Sekund&auml;rsanktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/5-2019&amp;textfile=4701\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Europa &ndash; raus aus der bin&auml;ren Logik<\/strong><br>\nDie Kontroversen schlagen auch auf die Wahl zum EU-Parlament (EP) durch. Gab es beim letzten Mal noch eine gemeinsame Liste mit Alexis Tsipras an der Spitze, werden jetzt zwei linke Plattformen &ndash; in manchen L&auml;ndern sogar drei &ndash; kandidieren. Nimmt man die Resultate nationaler Wahlen als Kriterium, ist als st&auml;rkste Kraft Maintenant le Peuple (&raquo;Jetzt das Volk&laquo;) am Start, ein B&uuml;ndnis aus PODEMOS, La France Insoumise, dem portugiesischen Bloque d&rsquo;Esquerda, sowie den schwedischen, d&auml;nischen und finnischen Linken &ndash; alle mit Aussichten auf Sitze im EP. In Deutschland ist das Projekt nicht vertreten. Hier geht die Linkspartei ins Rennen. Partner sind SYRIZA, die Portugiesische Kommunistische Partei, die Kommunistische Partei B&ouml;hmens und M&auml;hrens sowie diverse kommunistische und sozialistische Kleinparteien &ndash; letztere ohne Aussicht auf einen Sitz. Au&szlig;erdem kandidiert Yanis Varoufakis mit seiner Liste &raquo;Europ&auml;ischer Fr&uuml;hling&laquo;. Die niedrige Sperrklausel macht&rsquo;s m&ouml;glich.<br>\nWas sind die wesentlichen Unterschiede? Die deutsche Linkspartei setzt auf die traditionelle Parole &raquo;Mehr Europa, aber anders!&laquo; Bei Maintenant le Peuple ist dagegen vom Bruch der Vertr&auml;ge die Rede. Dahinter steckt die sogenannte Plan-B-Strategie M&eacute;lenchons. Demnach wird &ndash; falls man die Regierung stellt &ndash; in einem Plan A versucht, durch Verhandlungen neoliberale Regeln au&szlig;er Kraft zu setzen, zum Beispiel den Stabilit&auml;tspakt und die Austerit&auml;tspolitik. Sollte das nicht funktionieren, kommt Plan B zum Zuge, das hei&szlig;t der unilaterale Bruch mit den Vertr&auml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/5-2019&amp;textfile=4696\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>K&ouml;nig Pyrrhos und ein Abgang auf Raten<\/strong><br>\nRalf Stegner, SPD-Vize aus Schleswig-Holstein, gibt gerne den knurrigen Rebellen. &bdquo;Er wird zum linken Fl&uuml;gel der SPD gez&auml;hlt&ldquo;, schreibt Wikipedia. Das bedeutet, er ist es nicht wirklich. Immer wieder treibt es den Mann aus Bad D&uuml;rkheim an die Schalthebel der Macht. Das hat nie so richtig geklappt. Immer wieder endete der Tiger als Bettvorleger. Das frustriert. Am 11. M&auml;rz witterte er wieder Morgenluft und diktierte der dpa einen bedeutungsschweren Satz: &bdquo;Eine personelle Neuorientierung an der Spitze der Bundestagsfraktion der Linkspartei erleichtert es m&ouml;glicherweise, die Potenziale f&uuml;r eine progressive Regierungskoalition diesseits der Union auch zu realisieren.&ldquo; Das soll staatsm&auml;nnisch klingen, der Mann tr&auml;umt vom Kanzleramt. &bdquo;Personelle Neuorientierung&ldquo; meint den R&uuml;ckzug Sahra Wagenknechts vom Fraktionsvorsitz. Das ZDF titelte Stegners de-facto-Aufforderung an die LINKE, sich des &bdquo;Wagenknecht-Fl&uuml;gels&ldquo; endg&uuml;ltig zu entledigen, mit &bdquo;Perspektive f&uuml;r Rot-Rot&ldquo;.<br>\nStegner wurde prompt von Andrea Nahles zur&uuml;ckgepfiffen. &bdquo;Schau&rsquo;n wir mal&ldquo;, zitiert die Zeit die SPD-Chefin. Nahles schmeckt die ganze Richtung nicht. 14 Tage vor der f&uuml;r die SPD desastr&ouml;sen Bundestagswahl 2017 t&ouml;nte sie noch in der Wirtschaftswoche &bdquo;Es ist Die Linke, vor allem Sahra Wagenknecht, die gegen die SPD hetzt, wo sie nur kann. Man hat den Eindruck, Hauptfeind der Linken ist nicht der Kapitalismus, sondern die Sozialdemokratie.&ldquo; Ihr Hauptfeind ist DIE LINKE. Man befindet sich in erbitterter Konkurrenz um die potenziell gemeinsame, allerdings immer st&auml;rker schmelzende W&auml;hlerklientel.<br>\n&bdquo;Rot-Rot&ldquo; br&auml;chte augenblicklich &ndash; hier stimmen die Meinungsforschungsinstitute &uuml;berein &ndash; mickrige 24 Prozent W&auml;hlerstimmen auf die Waage. 2017 waren es noch 29,7. Den Absturz der SPD auf derzeit 15 Prozent verhinderten bislang weder der von Andrea Nahles angek&uuml;ndigte sozialpolitische Kurswechsel noch die verzweifelten Versuche von Hubertus Heil, Bundesminister f&uuml;r Arbeit und Soziales, in der &ouml;ffentlichen Debatte die Idee einer &bdquo;Respekt-Rente&ldquo; zu platzieren. Wer dreimal l&uuml;gt &hellip; Zudem wirkt alles wie mit der hei&szlig;en Nadel geheftet. Derzeit beruht das deutsche Sozialsystem nach Angaben des Ifo-Instituts auf mehr als 150 verschiedenen Sozialleistungen, die in ihrer Kombination oftmals das Gegenteil von dem erreichen, was sie in ihrer Summe bezwecken sollen. Jede Hartz-IV-Empf&auml;ngerin wei&szlig; das. Kindergelderh&ouml;hungen nutzen ihr in der Regel &uuml;berhaupt nichts. Das Jobcenter k&uuml;rzt sofort die anderen Bez&uuml;ge. Was sollen da selektive Ma&szlig;nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2019\/03\/koenig-pyrrhos-und-ein-abgang-auf-raten-47664.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>EU nennt Fl&uuml;chtlingslager auf griechischen Inseln &bdquo;Schande f&uuml;r Europa&ldquo;<\/strong><br>\nVor drei Jahren setzte Angela Merkel den Fl&uuml;chtlingspakt EU-T&uuml;rkei durch. Von der R&uuml;ckf&uuml;hrung illegaler Migranten in die T&uuml;rkei ist heute allerdings keine Rede mehr. Und die Zust&auml;nde in den Lagern der &Auml;g&auml;is spotten jeder Beschreibung.<br>\nDie Europ&auml;ische Kommission hat zum dritten Jahrestag des EU-T&uuml;rkei-Abkommens massive Kritik an den Zust&auml;nden in griechischen Fl&uuml;chtlingslagern ge&uuml;bt. Das geht aus einem internen Drahtbericht der deutschen Botschaft in Athen hervor, der WELT AM SONNTAG vorliegt.<br>\nDemnach bezeichnete der Vorsitzende des Lenkungsausschusses zur Umsetzung der Erkl&auml;rung, der Brite Simon Mordue, die Situation im Hotspot-Lager auf der &Auml;g&auml;is-Insel Samos in Gespr&auml;chen als &bdquo;eine Schande f&uuml;r Europa&ldquo;. Recherchen dieser Zeitung vor Ort belegen die katastrophale Lage. (&hellip;)<br>\nAus dem Ausw&auml;rtigen Amt hie&szlig; es, man kommentiere ein als vertraulich eingestuftes Dokument nicht. Ein Sprecher sagte, die Regierung messe dem Abkommen &bdquo;hohe Bedeutung&ldquo; bei. Sein Erfolg liege in der &bdquo;substanziellen Reduzierung der irregul&auml;ren Ank&uuml;nfte&ldquo;. Deutschland unterst&uuml;tze die &bdquo;effiziente Umsetzung&ldquo; im Rahmen der EU-Koordinierung.<br>\nDie Kommission erkl&auml;rte, man kommentiere generell keine angeblichen &Auml;u&szlig;erungen von Vertretern der Kommission. Die Gesamtverantwortung f&uuml;r die Ordnung der Migration in Griechenland liege bei der dortigen Regierung. Die Kommission steuere Hilfe bei. Man habe Athen wiederholt auf die herausfordernde Situation auf den Inseln hingewiesen.<br>\nDie griechische Regierung wies die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck. Die geringen R&uuml;ckf&uuml;hrungszahlen hingen damit zusammen, dass man jeden Antrag entsprechend internationaler Vorgaben pr&uuml;fe. Ein Sprecher des Migrationsministeriums sagte WELT AM SONNTAG, Griechenland werde mit der Krise alleingelassen: &bdquo;Die Verteilung der Fl&uuml;chtlinge &uuml;ber die Mitgliedstaaten w&auml;re der Beweis, dass es innerhalb der EU noch Solidarit&auml;t gibt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/article190400161\/Drei-Jahre-Fluechtlingspakt-EU-nennt-Fluechtlingslager-auf-griechischen-Inseln-Schande-fuer-Europa.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sicher gibt es hier mehrere Schuldige, die EU sowieso, Merkel ganz sicher, wahrscheinlich auch die griechische Regierung, der allerdings u. a. verboten worden ist, die Lage f&uuml;r die eigene Bev&ouml;lkerung etwas weniger schlimm zu gestalten (durch h&ouml;here Mindestl&ouml;hne, etwas weniger schlechte Renten usw.). Aber vielleicht k&ouml;nnten die linksliberalen Anh&auml;nger der gro&szlig;en Fl&uuml;chtlingskanzlerin Angela Merkel auch mal genauer hinschauen, inwiefern sie zust&auml;ndig und verantwortlich ist f&uuml;r diese uns&auml;glichen Zust&auml;nde. Und auch f&uuml;r die Lage der anderen syrischen Fl&uuml;chtlinge, die Merkel der T&uuml;rkei &uuml;berlassen hat, &uuml;ber die es im Bericht hei&szlig;t, &ldquo;Die etwa 3,5 Millionen syrischen Fl&uuml;chtlinge haben mit finanzieller Hilfe der EU Wurzeln in der T&uuml;rkei geschlagen.&rdquo;, die aber in Wirklichkeit fast immer am Rande der t&uuml;rkischen Gesellschaft vegetieren. Aus dem Augen, aus dem Sinn, kann man da nur sagen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Weitgehend unqualifiziert<\/strong><br>\nIn den USA sollen Dutzende reiche Eltern, darunter Hollywood-Star Felicity Huffman, ihre eigentlich chancenlosen Kinder an Eliteschulen untergebracht haben &ndash; mittels Bestechung. Der Skandal offenbart ein verfilztes System.<br>\nDie Staatsanwaltschaft beschuldigt Huffman sowie 32 weitere, meist wohlhabende Eltern, an einem enormen Betrugs- und Bestechungsskandal beteiligt gewesen zu sein. Sie sollen ihren Kindern Zugang zu exklusiven Eliteuniversit&auml;ten erkauft haben. Geholfen h&auml;tten ihnen dabei 18 dubiose Mittelsleute.<br>\nVon 2011 bis 2018 sollen daf&uuml;r rund 25 Millionen Dollar Bestechungsgelder geflossen sein. Die reichen &ndash; und offenbar verzweifelten &ndash; Eltern, so die 204-Seiten-Anklage, h&auml;tten manchmal bis zu 6,5 Millionen Dollar gezahlt, um ihre &ldquo;weitgehend unqualifizierten&rdquo; Kinder an namhaften Unis wie Yale, Stanford und Georgetown unterzubringen &ndash; auf Kosten begabterer oder auch wirtschaftlich schlechter gestellter Bewerber.<br>\n&ldquo;F&uuml;r jeden Studenten, der durch Betrug akzeptiert wurde, wurde ein ehrlicher und wirklich talentierter Student abgelehnt&rdquo;, sagte Andrew Lelling, der federf&uuml;hrende Staatsanwalt in Boston, vor Journalisten.<br>\nEs ist wohl der bisher gr&ouml;&szlig;te Uni-Betrugsfall in der Geschichte Amerikas. Unter den 50 Angeklagten finden sich neben Huffman: der TV-Star Lori Loughlin (&ldquo;Full House&rdquo;) sowie deren Mann, der Modedesigner Mossimo Giannulli; ein Fusionsanwalt; ein Wall-Street-Finanzier; etliche Vorstandsvorsitzende und diejenigen, die die Gelder akzeptiert und gesteuert haben sollen: College-Manager, Test-Verantwortliche, Sporttrainer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/leute\/felicity-huffman-uni-bestechungsvorwuerfe-treffen-viele-prominente-a-1257551.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hochstapler L&eacute;o Taxil: Der Erfinder der Fake News<\/strong><br>\nL&eacute;o Taxil prangerte Freimaurer als Teufelsanbeter an und gab sich erzkatholisch &ndash; bis er sich selbst enttarnte. Geschichte eines skurrilen Schwindlers, der heute vor 165 Jahren geboren wurde.<br>\nEr repr&auml;sentierte auch den Aufstieg dessen, was heute Fake-News hei&szlig;t. Man darf nicht vergessen, dass 1894 in Frankreich die antisemitisch gepr&auml;gte &ldquo;Dreyfus-Aff&auml;re&rdquo; begann, auf die &Eacute;mile Zola 1898 mit seinem offenen Brief &ldquo;J&rsquo;accuse &ndash; Ich klage an&rdquo; reagierte.<br>\nSchon in den &ldquo;Annalen der Politik und der Literatur&rdquo; machte Zola sich Gedanken zum Zustand der Presse: &ldquo;Meine einzige Sorge angesichts des Journalismus von heute ist der Zustand nerv&ouml;ser &Uuml;berreizung, in dem er die Nation h&auml;lt.&rdquo;<br>\nIn dieser Stimmung konnte der Atheist Taxil den doppelten Schwindel lancieren. Wenn man die derzeitigen Katastrophenszenarios in Fernsehen und Presse oder die Tricksereien eines Claas Relotius betrachtet, so wird man deutlich an den Zustand der &ldquo;nerv&ouml;sen &Uuml;berreizung&rdquo; vor &uuml;ber hundert Jahren erinnert.<br>\nDoch ist Taxils Karriere in ihrer anarchistischen Hemmungslosigkeit samt zweifacher b&uuml;hnenreifer Bekehrung wohl einzigartig. Nur was ihn antrieb, abgesehen von Geld, Ruhm und der verf&uuml;hrerischen Macht des Taschenspielers, wird sein Geheimnis bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/leo-taxil-fake-news-freimaurer-kirche-1.4291491\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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