{"id":50282,"date":"2019-03-19T09:05:40","date_gmt":"2019-03-19T08:05:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50282"},"modified":"2019-03-19T10:17:10","modified_gmt":"2019-03-19T09:17:10","slug":"leserbriefe-zu-sahra-wagenknechts-rueckzug-vom-fraktionsvorsitz-der-linkspartei-und-aus-dem-vorstand-von-aufstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50282","title":{"rendered":"Leserbriefe zu Sahra Wagenknechts R\u00fcckzug vom Fraktionsvorsitz der Linkspartei und aus dem Vorstand von #aufstehen"},"content":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50080#h01\">Hinweise des Tages zu Sahra Wagenknecht<\/a>&ldquo;, &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50147\">Wagenknechts R&uuml;ckzug und die Medien<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50151\">Wie will die SPD-Spitze Mehrheiten gewinnen? D&uuml;mmer als mit der Kritik an Wagenknecht gehts nimmer.<\/a>&rdquo; behandelten die Ank&uuml;ndigung von Sahra Wagenknecht, nicht mehr f&uuml;r den Fraktionsvorsitz der Linkspartei kandidieren zu wollen, ihrem Abgang aus dem Vorstand von #aufstehen und die Reaktionen der Presse darauf. Viele Leser schrieben dazu an die NachDenkSeiten und ein Gro&szlig;teil dieser Briefe wird nachfolgend ver&ouml;ffentlicht. Vielen Dank an alle, die zu diesem Thema geschrieben haben. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die einzige Deutsche Politikerin mit &uuml;berragendem Format gibt auf! Und die Meute der&nbsp; UNTER-durchschnitlichen Politiker und Massenpresse-Journalisten schreit HURRA, was zu deren lausigem Format passt! <\/p><p>Nicht nur der Deutsche Bundestags, die Bundesrepublik Deutschland verliert damit die einzige Stimme, die zumindest im Deutsch-sprachigen Ausland, wo ich seit &uuml;ber 30 Jahre lebe und es beurteilen kann, Beachtung fand und bewundert wurde!<\/p><p>Weil sich Europa einen Verlust dieser Gr&ouml;ssenordnung heutzutage weniger denn je leisten kann, hoffe ich, dass sich Frau Dr. Wagenknecht der gesamteurop&auml;ischen Bewegung von Prof. Yanis Varoufakis anschliesst und dort eine m&ouml;glichst grosse &bdquo;Mitgift&ldquo; in Gestalt der von ihr ins Leben gerufenen &bdquo;AUFSTEHEN&ldquo;-Bewegung mitbringt.<\/p><p>Rolf Schmid(85)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>meiner Ansicht nach war gestern ein schwarzer Tag f&uuml;r die deutsche Demokratie: zwanzig Jahre, nachdem Oskar Lafontaine vor der aggressiven neoliberalen Unterwanderung seiner Partei kapituliert hatte, zieht sich nun auch Sahra Wagenknecht innerhalb der Linkspartei zur&uuml;ck und &uuml;berl&auml;&szlig;t das Feld den Funktion&auml;ren des &ndash; multikulturell verbr&auml;mten &ndash; Raubtierkapitalismus&lsquo; und jenen, die bereit sind, sich dem Anpassungsdruck zu beugen. <\/p><p>Anh&auml;nger einer echten linken Politik in der deutschen Bev&ouml;lkerung verlieren damit eine der letzten mutigen Repr&auml;sentantInnen und Identifikationsfiguren. Das bereitet mir nicht nur pers&ouml;nlich Schmerz, sondern begr&uuml;ndet tiefgehende Sorgen &uuml;ber den politischen Zustand der Bundesrepublik. Wen sollen diejenigen nun w&auml;hlen, die eine gerechte, sozial verantwortliche und friedensstiftende Politik w&uuml;nschen? Die Linke, die ihre f&auml;higste, charismatischste F&uuml;hrungskraft rausgemobbt hat, ist f&uuml;r mich nicht mehr w&auml;hlbar &ndash; und auch keine andere der Parteien, die ernsthafte Chancen auf politische Mitbestimmung haben.<\/p><p>&Uuml;ber Analysen oder Kommentare zum Thema w&uuml;rde ich mich sehr freuen!<\/p><p>MfG<br>\nS. P.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Freunde der NDS und andere Angeschriebene, liebe Sahra Wagenknecht, <\/p><p>gestern schrieb ich noch(an NDS), wie schon &ouml;fter, was besonders in den letzten rund 15 Jahren aus der LINKEN (Partei) leider geworden ist. Tr&auml;umer, Spinner, Dummschw&auml;tzer, Postenhascher &ndash; Karrieristen, Selbstdarsteller, Intriganten usw. usf. <\/p><p>Nun ist das &ldquo;Werk&rdquo; vollbracht. Sie haben (Dich) eine der allerletzten &ldquo;Lichtgestalten&rdquo; und somit die letzte Hoffnung vieler Menschen so auch meiner auf zumindest nicht noch unmenschlichere Politik sprich Lebensumst&auml;nde endg&uuml;ltig vernichtet! <\/p><p>Die &ldquo;Eliten&rdquo; und ihre &ldquo;ausf&uuml;hrenden Organe&rdquo; werden vor Freude nicht in den Schlaf kommen. So k&ouml;nnen sie wenigstens ununterbrochen Champagner saufen. <\/p><p>Traurige Gr&uuml;&szlig;e. Udo Wellh&ouml;fer Jena. <\/p><p>PS: Sahra, alle erdenklich guten W&uuml;nsche f&uuml;r Dich vor allem GESUNDHEIT! <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>wie kommt es nur, dass gerade die gr&ouml;&szlig;ten journalistischen Windbeutel und die eigenen &ldquo;Parteifreunde&rdquo; in aller&uuml;belsterweise H&auml;me und Spott &uuml;ber redlichste PolitikerInnen wie Sahra Wagenknecht ausk&uuml;beln? Und nein, wir ben&ouml;tigen keine neue &ldquo;linke&rdquo; Partei mehr. Durch die Bank haben sich alle Parteien fettfleckartig ausgebreitet, auch dorthin, wo sie nichts zu suchen haben &ndash; und sie suchen noch weitere gesellschaftliche Bereiche ihrem Einfluss und ihrer Kontrolle zu unterwerfen. Sie wirken nicht mit an der politischen Willensbildung, sie wollen sie beherrschen. So wie die Parteien ihre Macht im und &uuml;ber den Staat organisiert haben, sind sie selbst mittlerweile die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r die Demokratie.<\/p><p>Viel Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>ich habe in einem vorherigen Brief schon festgestellt das mir der Umgang mit Sahra Wagenknecht ganz allgemein nicht gef&auml;llt.<\/p><p>Aber das habe ich schon alles versucht zu erkl&auml;ren. Mir geht es heute&nbsp; um etwas anderes in dieser Frage das Partei&uuml;bergreifend ist. Ich denke es geht nicht um Inhalte von Aussagen sondern um Machtanteile in den&nbsp;Parteien. Und da man bestimmten Leuten schlecht inhaltlich beikommt versucht man sich an ihren K&ouml;pfen also an ihrer Person auszutoben. Und wenn ich mir die Umfragen anschaue scheint das mit den W&auml;hlern ja auch nicht so wichtig zu sein. Die Versprechungen kommen ja immer erst zu den Wahlen, die dann eh nicht eingehalten werden. Ich denke und ich hoffe das totgesagte l&auml;nger leben. Und ich bleibe dabei wir brauchen eine starke #aufstehn Bewegung von unten, in der alle demokratisch gesinnten progressiven Kr&auml;fte unabh&auml;ngig von diesem Parteiensumpf&nbsp; handeln und eben auch diesen Sumpf trockenlegen. Von au&szlig;en geht das besser, weil der Kampf unabh&auml;ngiger von parteilichen Barrieren gef&uuml;hrt werden kann. Ob&nbsp;SPD oder die Linke, beide werden sich sputen m&uuml;ssen. Ob die Gr&uuml;nen ihrem Wesen und ihren Inhalten nach noch Links sind darf wohl bezweifelt werden. Nicht desto trotz gibt es auch dort fortschrittliche Kr&auml;fte.<\/p><p>Die # aufstehn Bewegung wird wachsen und wird ein Zeichen setzen. Das ist es wovor die Eliten auch in den Parteif&uuml;hrungen Angst haben. Solange Parteien k&auml;uflich sind wird so eine Bewegung in ihrer Bedeutung waxhsen und weiter zulegen. Wir alle m&uuml;ssen nur unseren Beitrag dazu leisten. Denn wir sind es die diese &Auml;nderungen anstreben nicht unbedingt die Parteien.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en J. Karsten<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseitenteam.<\/p><p>Man kann den R&uuml;ckzug von Frau Wagenknecht durchaus nachvollziehen, nach den ganzen Anfeindungen denen sie ausgesetzt war. Leider wird dadurch eine Linke Regierungsmehrheit auf lange Sicht nicht mehr m&ouml;glich sein. Kipping und Riexinger haben erreicht was sie wollten, allerdings zum Nachteil ihrer Partei. Und dadurch letzten Endes auch der Mehrheit der Deutschen Bev&ouml;lkerung. Schade drum.<\/p><p>Hochachtungsvoll, Ulrich Erich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag, <\/p><p>Es w&auml;re doch auch unter satirischen Gesichtspunkten interessant, den Fall Wagenknecht unter den kosmopolitischen Kriterien der metoo-Bewegung zu werten und einzelne Figuren wie Riexinger\/Kipping oder die versammelten taz-Kriterinnen unter diesem Aspekt zu analysieren, von den &uuml;brigen Qualit&auml;tsmedien ganz zu schweigen. Nat&uuml;rlich d&uuml;rfte das kein m&auml;nnliches Wesen schreiben, allenfalls unter Pseudonym &hellip; <\/p><p>mfG<br>\nW.H. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS Redaktion,<\/p><p>gut, dass Sie das unseri&ouml;se und unprofessionelle Medienecho zu Frau Wagenknechts R&uuml;ckzug thematisieren. Was sich da an offenem Hass innerhalb k&uuml;rzester Zeit bahngebrochen hat (z.B. taz A.L.), ist weder mit dem Pressecodex noch mit einer moralischen, menschlichen Haltung vereinbar &ndash; es belegt allerdings auch, dass Frau Wagenknecht mit ihrer politischen Haltung richtig liegt und vielen Leuten auf die F&uuml;&szlig;e getreten ist. <\/p><p>Bemerkenswert bei dem allgemeinen Wagenknecht Bashing war in meinen Augen auch der Debattenraum der einzelnen Medien, der zum gr&ouml;&szlig;ten Teil die Kommentare unserer gleich geschalteten Schafe wiedergegeben hat, oder aber konsequent kritische Kommentare gesperrt hat.<\/p><p>Dass sich in einer so feindseligen Stimmung und Umgebung nur schlecht effektiv Politik machen l&auml;sst und [Widerstands]Kraft, Energie und Gesundheit abhanden kommen, ist nur verst&auml;ndlich. Ich hoffe nicht, dass W. resigniert sondern neue Energie mit ihrem Mann f&uuml;r k&uuml;nftige Projekte sammelt.<\/p><p>In diesem Sinne,<br>\nErnst Lage<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Fr&uuml;her habe ich zu meinen Kollegen immer gesagt, dass nicht w&auml;hlen gehen ein gro&szlig;er Fehler ist. <\/p><p>Heute stehe ich vor dem Problem, dass ich nicht mehr wei&szlig;, wen ich w&auml;hlen soll. <\/p><p>Die Linkspartei ist f&uuml;r mich nicht mehr w&auml;hlbar.<\/p><p>&Uuml;berall wo sie an der Regierung beteiligt war oder ist, hat sie gegen ihre Grunds&auml;tze oder Parteitagsbeschl&uuml;sse versto&szlig;en oder tut es aktuell immer noch.<br>\nSiehe Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Th&uuml;ringen. <\/p><p>Im Bundestag habe ich sie nur noch gew&auml;hlt, weil ich mir sicher war, dass sie nicht in die Regierung kommt.<br>\nIn Berlin hat sie nur noch meine Erststimme bekommen, da ich der Kandidatin vertraue.<br>\nDer Parteivorstand in Berlin hat aus meiner Sicht nichts, aber auch nichts aus seinen Fehlern gelernt.<br>\nWie sollte er auch, es sind ja noch die alten K&ouml;pfe. <\/p><p>F&uuml;r die Europawahl bekommt sie nach dem Bonner Parteitag meine Stimme auch nicht mehr. <\/p><p>Die Reaktionen nach Wagenknechts R&uuml;ckzug, aus der eigenen Partei, haben mich leider best&auml;tigt. <\/p><p>Ich denke, vor diesem Dilemma stehe ich nicht alleine. <\/p><p>Anmerken m&ouml;chte ich noch, dass ich mir von Bernd Riexinger als Vorsitzenden der Linkspartei mehr versprochen hatte.<br>\nAls Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von ver.di in Stuttgart hat er aus meiner Sicht eine sehr gute Arbeit geleistet.<br>\nAber mit dem Wechsel hat scheinbar das Peter Prinzip zugeschlagen. <\/p><p>Gibt es eigentlich die Grauen Panter noch? <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en aus Berlin Klaus Korcz <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Riegel! <\/p><p>Die Reaktionen unserer Leitmedien, die h&auml;mischen Kommentare einiger Klakeure wie auch Opportunisten aus dem eigenen Lager, waren voraus zu sehen und d&uuml;rften Frau Wagenknecht nicht &uuml;berraschen. Die H&auml;me all derer, &uuml;ber das nun wohl gescheiterte Unternehmen &ldquo;Aufstehen&rdquo;, k&ouml;nnte diesen aber noch zum Verh&auml;ngnis werden! Ich stimme mit Herrn M&uuml;ller &uuml;berein, welcher in seinem Beitrag &ldquo;Wie will die SPD-Spitze Mehrheiten gewinnen? D&uuml;mmer als mit der Kritik an Wagenknecht gehts nimmer.&rdquo; prognostiziert, dass die Linke mit dem &ldquo;R&uuml;ckzug&rdquo; von Frau Wagenknecht W&auml;hlerstimmen verlieren wird. Wer aber wird der Nutznie&szlig;er dieser Stimmen werden? Hierzu m&ouml;chte ich auf einen Beitrag des Nachrichtenmagazins &ldquo;Hintergrund&rdquo; verweisen. In der aktuellen Ausgabe hat Thomas Wagner einen sehr interessanten und nachdenklich machenden Beitrag zur Lage in der AfD unter dem Titel &ldquo;Gaulands Visionen&rdquo; verfasst. (Da er im Internet nicht verf&uuml;gbar ist, habe ich ihn hier als PDF angeh&auml;ngt!) In diesem beschreibt Wagner, dass sich innerhalb der AfD ein Machtkampf zwischen National-Neoliberalem und dem f&uuml;r mehr soziale Umverteilung eintretenden radikalen rechten Fl&uuml;gel abzeichnet. Sollte es dazu kommen, dass der von Bj&ouml;rn H&ouml;cke angef&uuml;hrte Fl&uuml;gel f&uuml;r mehr Umverteilung (Laut Wagner sieht es danach aus!) die Oberhand gewinnen sollte, werden auf der Agenda der AfD nicht nur mehr sozialere Themen sondern auch Kapitalismuskritische Stimmen erscheinen, was wiederum der AfD noch mehr W&auml;hler zuf&uuml;hren k&ouml;nnte. Ich frage mich, wie gerade die in der Linkspartei jetzt &uuml;ber Wagenknecht h&auml;mmisch feixenden, diese W&auml;hler wieder f&uuml;r sich gewinnen wollen, w&auml;hrend die AfD dabei ist, selbst die letzten Bastionen der Linken zu besetzen? Mit der Demontage von Frau Wagenknecht verliert man nicht nur ein charismatisches Gesicht, man verliert auch eine Politikerin, in welche viele W&auml;hler noch Hoffnungen gesetzt hatten! Wer vom aktuellen Personal der Linken soll denn diese Rolle nun ausf&uuml;llen?&nbsp; Der Profillose Bernd Riexinger, Frau Kipping??? Oder der stellvertrende B&uuml;rgermeister und Berliner Kultursenator Klaus Lederer, welcher schon im Jahr 2017 bei der Verleihung des &ldquo;Karls-Preis f&uuml;r engagierten Journalismus&rdquo; an Ken Jebsen tief Blicken liess, als er mit der Verleumdung &ldquo;<em>Jebsen sei in der Vergangenheit durch offenen, abgr&uuml;ndigen Israelhass, die Verbreitung typisch antisemitischer Denkmuster und kruder Verschw&ouml;rungstheorien in Erscheinung getreten<\/em>&rdquo; das Babylon-Kino aufforderte, den Mietvertrag f&uuml;r die Preisverleihung zu k&uuml;ndigen? In der Parteif&uuml;hrung der Linken hat man wohl die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Man ist auf dem besten Weg durch Anpassung und gesteuerte Unterwanderung genau so Profillos wie die SPD und die Gr&uuml;nen zu werden. Die B&uuml;rger wollen von der Politik Ernst genommen werden und L&ouml;sungsans&auml;tze f&uuml;r die Probleme h&ouml;ren. Mit dr&ouml;gen Allgemeinpl&auml;tzen ala Merkel&rsquo;s &ldquo;Deutschland geht es gut!&rdquo; ist es nicht mehr getan. Wenn nicht, k&ouml;nnte die AfD f&uuml;r zu viele die einzige Alternative werden!<\/p><p>Mit frdl. Gr&uuml;&szlig;en Ralf Matthias, Hannover<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbriefe zu &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50151\">Wie will die SPD-Spitze Mehrheiten gewinnen? D&uuml;mmer als mit der Kritik an Wagenknecht gehts nimmer.<\/a>&ldquo;<\/strong><\/p><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller!<\/p><p>Pr&auml;ziser kann man die Borniertheit der SPD und aller derjenigen, die Sahra Wagenknecht gemobt haben, nicht beschreiben!<\/p><p>Danke!<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHelene+Ansgar Klein (wir &lsquo;Willy Brandt-W&auml;hler&rsquo; haben die SPD schon 1981 entt&auml;uscht verlassen)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>als &sbquo;Urgestein&lsquo; der SPD kann ich Ihren Frust und Ihre Verzweiflung &uuml;ber das heutige &sbquo;Abziehbild&lsquo; der SPD sehr gut verstehen und nachvollziehen. Aber ich glaube, Ihre Hilferufe sind vergebens. Bei mir festigt sich immer mehr der Eindruck, dass die SPD fremdgesteuert ist und die herrschenden Akteure es gezielt auf eine Demontage der Partei anlegen, denn mit Dummheit oder Realit&auml;tsverlust ist das Verhalten der SPD-F&uuml;hrung nicht mehr zu erkl&auml;ren. Solange Intriganten wie ein Johannes Kahrs, ein Waffennarr wie Lars Klingbeil, eine Dummschw&auml;tzerin wie Andrea Nahles, ein Unsympath wie Ralf Stegner und andere Protagonisten der Schr&ouml;der-&Auml;ra in dieser neo-liberalen Partei das Sagen haben, wird es kein Umdenken geben. Und die Parteibasis ist nicht gewillt, oder nicht in der Lage, dieser mafi&ouml;sen Clique die Stirn zu bieten. Um es mit einer alten Indianerweisheit zu sagen: <em>Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, solltest Du absteigen<\/em>.<\/p><p>Es w&auml;re eigentlich vern&uuml;nftig, diese Partei &sbquo;abzuhaken&lsquo;, anstatt weiterhin vergebens Energie an verzweifelte Analysen und vermeintliche Rettungsszenarien zu vergeuden &ndash; und eine von Grund auf neue SPD ins Leben zu rufen. Dabei d&uuml;rfen nur die Fehler der Links-Partei nicht wiederholt werden. Eine Partei, die sich ausdr&uuml;cklich (nur) &sbquo;linke&lsquo; Politik auf die Fahne schreibt, hat in Deutschland erwiesenerma&szlig;en keine Zukunft. Eine neue SPD muss eine echte Alternative f&uuml;r Deutschland darstellen (jammerschade, aber ein &sbquo;genialer&lsquo; Zug von ihr, dass die AfD diese Position f&uuml;r sich reklamiert und mit ihrer destruktiven Politik auch noch erfolgreich ist). <\/p><p>Die SPD Ihrer Generation hat es geschafft, die unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten anzusprechen und zumindest einen Dialog, h&auml;ufig sogar Konsens miteinander zu gestalten. Ob Arbeitnehmer, das sog. &sbquo;Bildungsb&uuml;rgertum&lsquo;, Freiberufler oder Unternehmer &ndash; es bestanden kaum &sbquo;Ber&uuml;hrungs&auml;ngste&lsquo; zur SPD. Die heutige SPD polarisiert. Sie kungelt mit den Wohlhabenden und missachtet die Menschen, f&uuml;r die sie einst gegr&uuml;ndet wurde und die sie jahrelang gest&uuml;tzt und am Leben gehalten haben. <\/p><p>Marketing ist auch &ndash; oder gerade in der Politik alles. Etikettenschwindel ist das Haupt-Instrument aller Parteien, denn das, in weiten Teilen uninformierte Wahlvolk will tendenziell betrogen werden. Oder was ist an der CDU\/CSU noch christlich, was an den Gr&uuml;nen noch &ouml;kologisch, was an der FDP noch liberal? &ndash; von der SPD ganz zu schweigen. Sie alle eint eins: Das Volk &sbquo;hinter die Fichte f&uuml;hren&lsquo; und Lobbyisten aller Couleur die T&uuml;ren &ouml;ffnen, daf&uuml;r m&ouml;glichst kr&auml;ftig abzukassieren und pers&ouml;nliche Pfr&uuml;nde zu sichern. <\/p><p>Die derzeitige Selbstzerst&ouml;rung der Linken durch die Intriganten Riexinger und Kipping nebst Gefolge zeigt exemplarisch, was die Verantwortlichen in den Partei-Kadern wirklich interessiert &ndash; ihre Macht und ihr Ego (Ausnahmen wie Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine best&auml;tigen die Regel). Der W&auml;hler kommt nur am Rande vor, allenfalls vor den Wahlen wird dann wieder das &sbquo;Blaue vom Himmel&lsquo; gelogen.<\/p><p>Und auf europ&auml;ischer Ebene sieht es nicht besser aus. Die europ&auml;ischen B&uuml;rger &sbquo;einlullen&lsquo; und mit &sbquo;Abfallprodukten&lsquo; aus kapital- und wirtschaftsfreundlichen Entscheidungen ruhigstellen. Der Euro, die Zollunion, der Wegfall der Grenzkontrollen, die Arbeitnehmer-Freiz&uuml;gigkeit, der Lissabon-Vertrag, das Bologna-Abkommen u. dgl. &ndash; alles Projekte, die prim&auml;r der Wirtschaft und dem Kapital dienen, dem B&uuml;rger aber als &sbquo;Gro&szlig;tat&lsquo; der europ&auml;ischen Einigung verkauft werden. Man muss sich immer wieder klar machen: Die EU ist als Wirtschaftsprojekt (Montan-Union) gegr&uuml;ndet worden, trug als EWG eindeutig ihre Ziele im Namen und ist heute als EU immer noch und mehr denn je ein Projekt der Wirtschafts- und Kapitalinteressen.<\/p><p>Eine neue SPD (oder wie auch immer sie hei&szlig;en mag) muss sich prim&auml;r am deutschen und europ&auml;ischen B&uuml;rger und dessen Bed&uuml;rfnissen orientieren und die Wirtschaft als das sehen, was sie sein sollte &ndash; ein &sbquo;Vehikel&lsquo;, das dem Menschen dienen sollte, und nicht umgekehrt. Dass es dazu viele &sbquo;dicke Bretter zu bohren&lsquo; gilt, steht au&szlig;er Frage. &ndash; `Was Besseres f&auml;llt mir zu dem Thema aber auch nicht ein.<\/p><p>Mit netten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlrich Herbst<br>\nReutlingen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihre tollen Artikel zu obigem Thema und der in meinen Augen richtigen Einordnung. <\/p><p>Allerdings &uuml;berrascht mich immer wieder, was Sie daraus f&uuml;r Schl&uuml;sse ziehen: &ldquo;Die SPD m&uuml;sste&hellip; die SPD sollte&hellip; wie kann man so doof sein etc&rdquo;.<br>\nDank der Lekt&uuml;re Ihrer Artikel zur SPD ist das, was passieren M&Uuml;SSTE, schon ewig klar, nur, wie Sie selber feststellen: &ldquo;Die SPD ist unterwandert.&rdquo; Und damit ist eines noch viel klarer: Der Zustand der SPD ist gewollt. <\/p><p>In meinen Augen geht es daher nicht mehr darum, was die SPD tun m&uuml;sste, sondern: Wie muss mit einer unterwanderten SPD umgegangen werden, deren Ziel es ist, eben gerade Rot-rot-gr&uuml;n zu verhindern? Hier sollten Sie als kritischer Leser und Denker weiter denken, anstatt quasi im Verwunderungsmodus zum x.ten Mal festzustellen, wieso um Himmelswillen die SPD denn nicht selber merkt, was sie da anrichtet? Sie haben die Antwort l&auml;ngst selber gegeben: Das ist nicht Dummheit, die das verursacht, sondern genau strategisches Ziel von wem auch immer. <\/p><p>Insofern geht es darum, zu &uuml;berlegen und aktiv zu werden, wie die von Ihnen angesprochenen Themen endlich Ber&uuml;cksichtigung finden k&ouml;nnen. <\/p><p>Mit der SPD wird das nicht m&ouml;glich sein. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e <\/p><p>Klaus D&ouml;ring <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50080#h01\">Hinweise des Tages zu Sahra Wagenknecht<\/a>&ldquo;, &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50147\">Wagenknechts R&uuml;ckzug und die Medien<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50151\">Wie will die SPD-Spitze Mehrheiten gewinnen? 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