{"id":50315,"date":"2019-03-20T08:05:55","date_gmt":"2019-03-20T07:05:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315"},"modified":"2019-03-20T07:52:11","modified_gmt":"2019-03-20T06:52:11","slug":"hinweise-des-tages-3329","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h01\">Drohnenmorde vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h02\">Fakes &amp; L&uuml;gen &ndash; So versuchen Rechte #FridaysforFuture zu diskreditieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h03\">Neoliberales Netzwerk f&uuml;r gelenkte &ldquo;Systemkritik&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h04\">Mit der Wut der Jugend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h05\">Equal Pay Day: Fehler im System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h06\">Bankenfusion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h07\">Der Lohn in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h08\">Aufforderung zur Kriminalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h09\">Die Schlacht um Huawei (III)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h10\">Kubicki fordert Ausweisung von US-Botschafter Grenell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h11\">Die Anti-Deutschen als neoliberale Erf&uuml;llungsgehilfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h12\">Grundrechteabbau: Dein Feind und Peiniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h13\">Opposition in Nicaragua: Verhandeln oder doch nicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h14\">Thailand: R&uuml;ckkehr zur Demokratie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h15\">Das Kichern des Todes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h16\">SPD: Atheisten d&uuml;rfen keinen Arbeitskreis gr&uuml;nden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h17\">Wo ein Assistenzarzt 350 Euro verdient<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50315#h18\">DGB-Maiaufruf 2019: Europa. Jetzt aber richtig!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Drohnenmorde vor Gericht<\/strong><br>\nDie Bundesregierung muss US-Drohnenangriffe im Jemen auf ihre Vereinbarkeit mit dem V&ouml;lkerrecht &uuml;berpr&uuml;fen und Washington gegebenenfalls zur Ordnung rufen. Das schreibt ein gestern verk&uuml;ndetes Urteil des Oberverwaltungsgerichts M&uuml;nster vor, das einer Klage dreier Angeh&ouml;riger jemenitischer Drohnenopfer teilweise stattgegeben hat. Demnach hat die Bundesregierung wom&ouml;glich ihre &ldquo;Schutzpflicht&rdquo; gegen&uuml;ber den zivilen Opfern &ndash; drei Al Qaida-Gegnern &ndash; verletzt, weil die US-Drohnenangriffe &uuml;ber die US-Luftwaffenbasis Ramstein abgewickelt wurden. Ramstein, Hauptquartier der United States Air Force in Europe, ist nicht nur Hauptumschlagplatz f&uuml;r US-Milit&auml;rtransporte nach Mittelost, sondern auch Standort einer Relaisstation, &uuml;ber die Signale zur Steuerung der Drohnen aus den USA in die Operationsgebiete weitergeleitet werden. Zu den Mordoperationen, die US-Drohnenkrieger via Ramstein durchf&uuml;hrten &ndash; auf der Basis gilt deutsches Recht -, geh&ouml;rten auch t&ouml;dliche Angriffe auf deutsche Staatsb&uuml;rger, die ohne die Zuarbeit deutscher Beh&ouml;rden nicht durchf&uuml;hrbar gewesen w&auml;ren.<br>\nZivilisten umgebracht<br>\n(&hellip;) Abgesehen davon, dass offensichtlich Zivilisten umgebracht wurden, denen nichts vorzuwerfen war, ist zumindest zweifelhaft, ob es f&uuml;r den Angriff &uuml;berhaupt eine juristisch zul&auml;ssige Grundlage gab. Das Gericht in M&uuml;nster hat jetzt ein Urteil des Verwaltungsgerichts K&ouml;ln vom Mai 2015, das die Klage abgewiesen hatte, revidiert und den Kl&auml;gern in Teilen Recht gegeben.<br>\n&ldquo;Als Mord einzustufen&rdquo;<br>\nDas M&uuml;nsteraner Gericht geht dabei von der f&uuml;r die Bundesregierung g&uuml;nstigen Annahme aus, dass der Einsatz von US-Drohnen im Jemen &ldquo;nicht generell unzul&auml;ssig&rdquo; sei. Das ist keineswegs Konsens. &ldquo;Au&szlig;erhalb bewaffneter Konflikte &hellip; sind T&ouml;tungen mittels Drohnenangriffen strafrechtlich als Mord einzustufen&rdquo;, konstatiert das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), das die Angeh&ouml;rigen der Opfer unterst&uuml;tzt. (&hellip;) &rdquo;<br>\nAuf die Einhaltung des V&ouml;lkerrechts hinwirken&rdquo;<br>\nWie das Oberverwaltungsgericht in M&uuml;nster gestern geurteilt hat, obliegt der Bundesrepublik, weil die Drohnenangriffe mit ihren zahllosen zivilen Todesopfern &uuml;ber deutsches Territorium abgewickelt werden, eine &ldquo;Schutzpflicht&rdquo; f&uuml;r potenzielle Opfer, der sie bislang nicht nachgekommen ist. Sie m&uuml;sse sich nun, hei&szlig;t es in der Urteilsbegr&uuml;ndung, vergewissern, &ldquo;ob die generelle Praxis der amerikanischen Drohneneins&auml;tze &hellip; mit dem geltenden V&ouml;lkerrecht in Einklang steht&rdquo;. &ldquo;Erforderlichenfalls&rdquo; m&uuml;sse sie &ldquo;durch ihr geeignet erscheinende Ma&szlig;nahmen auf die Einhaltung des V&ouml;lkerrechts&rdquo; hinwirken.<br>\n(&hellip;) Auf der Anklagebank<br>\nDabei gerieten allerdings auch deutsche Regierungsbeh&ouml;rden auf die Anklagebank. Mit Hilfe von US-Drohnen sind zumindest in Pakistan auch deutsche Staatsb&uuml;rger umgebracht worden. Das war m&ouml;glich, weil ihre Mobilfunknummern von deutschen Beh&ouml;rden an US-Stellen weitergeleitet wurden, die damit den Standort der Betroffenen pr&auml;zise orten und Drohnen zur Exekution losschicken konnten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7893\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: US-St&uuml;tzpunkt Ramstein schlie&szlig;en<\/strong><br>\nDeutschland darf nicht l&auml;nger am globalen US-Drohnenmordprogramm und Washingtons V&ouml;lkerrechtsbruch beteiligt werden. Die Bundesregierung muss die US-Milit&auml;rbasis Ramstein schlie&szlig;en&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Urteile des Oberverwaltungsgerichts M&uuml;nster (AZ: 4 A 1361\/15 und AZ: 4 A 1072\/16). Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Es ist eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die Bundesregierung, wenn das OVG M&uuml;nster feststellt, dass die Satelliten-Relais-Station in Ramstein eine zentrale Rolle bei den US-Drohnenneins&auml;tzen spielt und aus der Air Base bewaffnete Drohneneins&auml;tze durchgef&uuml;hrt werden, die, zumindest teilweise gegen V&ouml;lkerrecht versto&szlig;en&rsquo;.<br>\nDie Bundesregierung muss jetzt Verantwortung &uuml;bernehmen. Die Schlie&szlig;ung der US-St&uuml;tzpunkte in Deutschland und der Abzug der US-Soldaten sind &uuml;berf&auml;llig, angefangen mit Ramstein. So kann der Friedenspflicht des Grundgesetzes Geltung verschaffen werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/us-stuetzpunkt-ramstein-schliessen\/?fbclid=IwAR3rTPAlq7700BcQ5Zdzcxyt5qLnXgVB7bgKyGdmcXp29rIULvL_OnLyXPY\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fakes &amp; L&uuml;gen &ndash; So versuchen Rechte #FridaysforFuture zu diskreditieren<\/strong><br>\nBundesweit sind am Freitag &uuml;ber 300.000 Sch&uuml;ler*innen bei #FridaysForFuture auf die Stra&szlig;e gegangen, um f&uuml;r die Rettung des Klimas zu demonstrieren. Die Kinder und Jugendlichen sind der Meinung, dass die Regierung zu wenig zur Rettung des Klimas macht. Und sie sind nicht allein: Die &bdquo;Profis&ldquo; stimmen ihnen zu. 23.000 Scientists For Future haben eine Stellungnahme unterschrieben, dass die Demos unterst&uuml;tzen.<br>\nDoch der AfD, laut einer Studie die vielleicht klimafeindlichste Partei Europas (Mehr dazu), sowie andere Rechte und auch Konservative, die teilweise entgegen jeder Logik und dem Stand der Wissenschaft den menschengemachten Klimawandel leugnen, sind diese Argumente und hundertausenden Demonstrierenden ein Dorn im Auge. Und anscheinend gehen vielen die Argumente aus, denn es werden so einige L&uuml;gen und Fakes &uuml;ber die Demos verbreitet. [&hellip;]<br>\nDer Grund ist relativ einfach. Wenn man behauptet, die Sch&uuml;ler*innen w&uuml;rden bei #FridaysForFuture nicht aus eigener &Uuml;berzeugung demonstrieren, oder dumme Argumente vorbringen, m&uuml;sse man sie nicht ernst nehmen. Wenn man nicht wirklich mit der Realit&auml;t der Klimakrise konfrontiert wird, wenn man nicht gegen zehntausende wissenschaftliche Studien und Experten argumentieren muss, sondern nur gegen einen selbst gebastelten Strohmann, kann man doch noch irgendwie den Eindruck erwecken, man selbst w&auml;re im Recht. Doch offensichtlich sieht die Realit&auml;t anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.volksverpetzer.de\/analyse\/fridaysforfuture-fakes\/?fbclid=IwAR1o3CYzql7cKRMZlh6cFI2m44WOC6m98DGMXyxVtlVlvk6rq1gVFFUpxj0\">Volksverpetzer<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Anscheinend hat die AfD die &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; bereits m&uuml;helos rechts &uuml;berholt. Und dies gilt mittlerweile auch in Sachen Think Tanks und Lobbyismus. Wenn man sich einmal vor Augen h&auml;lt, wessen Interessen die AfD umweltpolitisch vertritt, wird man sich auch nicht mehr &uuml;ber die Sch&auml;bigkeit wundern k&ouml;nnen, mit der die Rechten gegen die protestierenden Sch&uuml;ler geifern &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neoliberales Netzwerk f&uuml;r gelenkte &ldquo;Systemkritik&rdquo;<\/strong><br>\n&Ouml;l, Autos, Kohle, Stahl: Ein beachtlicher Teil des Gro&szlig;kapitals wehrt sich mit einem globalen Netz neoliberaler Denkfabriken und PR-Agenturen gegen Umweltgesetze. Diesem ist es sogar gelungen, Meinungskampagnen als &ldquo;Systemkritik&rdquo; zu vermarkten. [&hellip;]<br>\nDie F&auml;den von Heartland reichen weit. An seinem Tropf h&auml;ngt das Netzwerk International Climate Science Coalition. Dessen von der Industrie eingeworbene Spenden flie&szlig;en reichlich nach Deutschland, zum Beispiel in das &ldquo;Europ&auml;ische Institut f&uuml;r Klima und Energie&rdquo;, kurz EIKE. Es sitzt im th&uuml;ringischen Jena und ist die Speerspitze der neoliberalen Anti-Klima- und Anti-Umwelt-Lobby in Europa. EIKE unterh&auml;lt weitreichende politische Verbindungen in die AfD, die CDU und die FDP.<br>\nSo sitzt beispielsweise EIKE-Vizepr&auml;sident Michael Limburg im Fachbeirat der AfD f&uuml;r Energiepolitik. EIKE-Pr&auml;sident Holger Thu&szlig; ist nicht nur CDU-Lokalpolitiker in Jena. Er fungiert auch als politischer Berater des Heartland Institute, ist Mitglied der Hayek-Gesellschaft mit Sitz in Berlin und Autor der rechtslibert&auml;ren Zeitschrift &ldquo;eigent&uuml;mlich frei&rdquo;. EIKE arbeitet zudem eng mit dem Liberalen Institut der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung zusammen.<br>\nViele F&auml;den laufen im marktradikalen Institut f&uuml;r unternehmerische Freiheit (iuf) zusammen. Mit iuf organisiert EIKE regelm&auml;&szlig;ig gemeinsame &ldquo;Energiekonferenzen&rdquo;. Zahlreiche iuf- und EIKE-Mitglieder geh&ouml;ren zugleich der Mont Pelerin Society sowie der Hayek-Gesellschaft an. Personelle Verbindungen bestehen in Dutzende Universit&auml;ten, zahlreiche Unternehmerverb&auml;nde, zur Ludwig-Erhard-Stiftung, zum Deutschen Institut der Wirtschaft und zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/85944-neoliberales-netzwerk-fur-gelenkte-systemkritik\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mit der Wut der Jugend<\/strong><br>\nJetzt hat die Politik einen neuen Gegner: Der Sch&uuml;lerstreik f&uuml;r Klimaschutz ist eine Anklage gegen alle, die die jahrelangen Bem&uuml;hungen der Vereinten Nationen behindert haben. Denn die eigentliche Wurzel der Proteste beginnt bereits in den Jahren nach 1992.<br>\n&bdquo;Z&auml;hmt die Wirtschaft&ldquo;, das ist der Titel eines neuen Buches, das gerade bei Westend erschien. Aus dem Blickwinkel eines fr&uuml;heren Vorstandsvorsitzenden zeigt es mit vielen &uuml;berraschenden Details, wie die Wirtschaft nun seit Jahrzehnten den Wandel zu einer fairen, nachhaltigen Marktwirtschaft blockiert.<br>\nEin rascher Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter w&uuml;rde f&uuml;r viele Konzerne enorme finanzielle Verluste bedeuten. Milliardenwerte von Produktionsanlagen w&auml;ren zu verschrotten und eingespielte Gesch&auml;ftsmodelle aufzugeben. Und zugleich m&uuml;ssten die Kosten f&uuml;r Entwicklung und Aufbau neuer Technologien aufgebracht werden.<br>\nDa verwundert es nicht, dass dieser Wandel von den alten Industrien mit allen M&ouml;glichkeiten behindert wurde und die Politik f&uuml;r deren Argumente empf&auml;nglich war und ist.<br>\nAber nun ist es 5 nach 12. Der Klimawandel baut sich mit bedenklicher Geschwindigkeit zur Klimakrise auf. Die Frage des Widerstands gegen eine zu mutlose Politik stellt sich. Deshalb ist der Untertitel des Buches &bdquo;Ohne b&uuml;rgerliche Einmischung werden wir die Gier nicht stoppen&ldquo;.<br>\nWeckruf Sch&uuml;lerstreik<br>\nUnd da hat jetzt die Politik einen neuen Gegner: die junge Generation. Sie wei&szlig;, dass sie das Ende des Jahrhunderts gro&szlig;teils noch erleben wird. Und sie toleriert deshalb nicht mehr die bisherige Laschheit, die tatenlosen Versprechungen und die ungen&uuml;genden Ma&szlig;nahmen der politisch Verantwortlichen. Die junge Generation hat die Mahnungen der Wissenschaftler studiert. Sie sieht die Risiken und wei&szlig;, es ist 5 nach 12. Nichts zu tun, k&ouml;nnte zu dramatisch verschlechterten Lebensbedingungen f&uuml;hren. Dieser Schulstreik ist eine Anklage, ein gewaltfreier Protest gegen all die, die die jahrelangen Bem&uuml;hungen der Vereinten Nationen behindert haben und gegen die Regierungen, die nur wenig zum Klimaschutz bewegten, auch wenn sie kr&auml;ftig dar&uuml;ber redeten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/03\/mit-der-wut-der-jugend\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Equal Pay Day: Fehler im System<\/strong><br>\nGleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit? Ist in Deutschland auch 2019 eher Wunschdenken als Realit&auml;t. Der Gender Pay Gap ist real &ndash; und hat nicht mit pers&ouml;nlichen Lebensentscheidungen von Frauen zu tun, sondern mit einer nachhaltigen Benachteiligung. Das muss sich &auml;ndern.<br>\n(&hellip;) Der Lohnunterschied wird gern klein gerechnet und geredet<br>\nDass Frauen fast 77 Tage, also zweieinhalb Monate im Jahr, quasi umsonst arbeiten, liegt an der geschlechtsspezifischen Lohnl&uuml;cke, dem Gender Pay Gap (GPG). In Deutschland betr&auml;gt dieser 21 Prozent. In Geld umgerechnet bedeutet das: W&auml;hrend M&auml;nner pro Stunde durchschnittlich 21 Euro verdienen, sind es bei Frauen nur 16,59 Euro. Im Vergleich mit anderen EU-L&auml;ndern schneidet Deutschland nicht besonders gut ab: EU-weit liegt der GPG bei durchschnittlich 16,2 Prozent &ndash; Deutschland landet also im unteren Mittelfeld. Zum Vergleich: In Italien betr&auml;gt der GPG nur 5,3 Prozent, in Frankreich 15,2 Prozent, in den Niederlanden 15,6 Prozent. Den h&ouml;chsten GPG hat Estland mit 25,3 Prozent.<br>\nIn Deutschland ist die Lohnungleichheit eine jedes Jahr aufs Neue statistisch erfasste Tatsache &ndash; an der dann so lange herumgerechnet und interpretiert wird, bis das bestehende Problem angeblich keines mehr zu sein scheint. Denn schlie&szlig;lich gibt es den unbereinigten und den bereinigten GPG. Ersterer sind jene 21 Prozent, bei denen nicht nur die Angaben von Vollzeitbesch&auml;ftigten eingerechnet werden, sondern auch die von in Teilzeit und geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten, Auszubildenden und Praktikant*innen. Der bereinigte GPG hingegen rechnet nur Angaben von Menschen mit ein, die &uuml;ber vergleichbare Eigenschaften verf&uuml;gen. Dadurch bleibt zwischen den Bruttol&ouml;hnen von M&auml;nnern und Frauen eine Differenz von &ldquo;nur&rdquo; rund 7 Prozent (manche Quellen sprechen von 6 Prozent) (&hellip;)<br>\nFrauen in Deutschland leisten 60 Prozent mehr unbezahlte Arbeit als M&auml;nner.<br>\nWer jetzt glaubt, Frauen h&auml;tten ja generell mehr Zeit f&uuml;r solche T&auml;tigkeiten, gerade weil sie &ouml;fter in Teilzeit arbeiten, der liegt falsch. Studien legen stattdessen den Schluss nah, dass Frauen aufgrund ihrer unbezahlten Arbeit (zum Beispiel im Haushalt) ihre bezahlte Arbeit reduzieren &ndash; insbesondere dann, wenn sie Kinder unter sechs Jahren haben. Unter M&uuml;ttern ist Vollzeitarbeit sogar die Ausnahme, unter V&auml;tern hingegen Standard. Viele Frauen, die kinderbedingt eine berufliche Auszeit genommen haben, bekommen gar nicht die Chance, auf eine Vollzeitstelle oder auf ihre vorherige oder eine gleichwertige Position zur&uuml;ckzukehren &ndash; weggegangen, Platz vergangen. Hinzu kommt: Wegen der meist l&auml;ngeren Elternzeit und der Arbeit in Teilzeit haben Frauen schlechtere Chancen auf Bef&ouml;rderung.<br>\n(&hellip;) Vor allem Frauen leiden unter Altersarmut<br>\nDie 7 Prozent GPG sind somit ganz und gar nicht gering &ndash; vor allem, weil sie langfristig einen bedeutenden Unterschied machen k&ouml;nnen. Vor allem bei der Rente&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++15f001d4-46f7-11e9-aedb-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bankenfusion<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Es ist eine Schande, was Scholz da macht<\/strong><br>\nAus Gr&ouml;&szlig;enwahn treiben Hasardeure den Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank voran. Zahlen wird am Ende wieder der Steuerzahler. Wann greift endlich jemand ein?<br>\n(&hellip;) Es w&auml;re nicht nur gegen alle Versprechen nach der Finanzkrise, sich nie wieder abh&auml;ngig zu machen von Bankern, es w&auml;re vor allem selbst verschuldet: Niemand, wirklich niemand hat diese Handvoll M&auml;nner in Regierung und Finanzszene auf diesen Weg gezwungen, wenn nicht sie selbst in Gestaltungswahn, Gro&szlig;mannssucht und Selbst&uuml;bersch&auml;tzung.<br>\n(&hellip;) Der Champion w&uuml;rde wahrscheinlich beim ersten Sturm in sich zusammenbrechen<br>\nEs gibt Dutzende von Argumenten gegen die Fusion der beiden kr&auml;nkelnden Banken: dass das Ganze hochkomplex ist, dass beide Kulturen nicht zusammenpassen, dass die Risiken sich potenzieren, dass die Kosten m&ouml;gliche Ertr&auml;ge auffressen werden, kurz dass &ldquo;die Story&rdquo; nicht stimmt. Und nur ein Argument daf&uuml;r: In Deutschland w&uuml;rde ein Champion entstehen, der auf dem Papier imposant daher k&auml;me &ndash; aber mit einiger Wahrscheinlichkeit beim ersten Sturm in sich zusammenbrechen w&uuml;rde. Denn dieser Champion w&auml;re so schwach wie seine Vorg&auml;nger, ja schw&auml;cher, was sonst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/scholz-deutsche-bank-commerzbank-fusion-1.4374177\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Opposition sieht Interessenkonflikt bei m&ouml;glicher Bankenfusion<\/strong><br>\nOppositionspolitiker kritisieren die Rolle von Finanzstaatssekret&auml;r J&ouml;rg Kukies bei einer m&ouml;glichen Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank.<br>\nWie Reuters von Insidern erfahren hatte, l&auml;sst sich die Commerzbank in den Fusionsverhandlungen von Goldman Sachs beraten &ndash; dem fr&uuml;heren Arbeitgeber von Kukies.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.reuters.com\/article\/deutschland-deutsche-bank-kukies-reaktio-idDEKCN1R0199\">Reuters<\/a><\/li>\n<li><strong>Fabio de Masi : Bad Banks! Wer verdient am faulen Deal zwischen Commerzbank und Deutsche Bank mit Staatsgarantie?<\/strong><br>\n#GoldmanSachs! Bei Fusionen rollt der Rubel, und der Bund ist an der Commerzbank beteiligt. Dass ausgerechnet die Golden Boys von J&ouml;rg Kukies an einer potentiellen Mega-Bad-Bank verdienen, f&uuml;r die im Zweifel die Steuerzahler haften, ist dreist.<br>\nDie Ausrede, Herr Kukies sei nur im Trading aktiv gewesen, beleidigt die Intelligenz. Herr Kukies war Deutschland-Chef und Partner bei Goldman Sachs. Der Finanzminister muss diesen Interessenkonflikt aufl&ouml;sen!<br>\n<a href=\"https:\/\/de.reuters.com\/article\/deutschland-deutsche-bank-kukies-reaktio-idDEKCN1R0199\">de.reuters.com<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/photos\/a.212327882300252\/1010379395828426\/?type=3&amp;theater\">Fabio de Masi via fb<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Lohn in Deutschland<\/strong><br>\n(&hellip;) Oft wird in der &ouml;ffentlichen Diskussion in Deutschland der Eindruck erweckt, nach einigen Jahren der Zur&uuml;ckhaltung habe sich die Lage an der Lohnfront wieder normalisiert, die L&ouml;hne stiegen wieder in einer Weise, wie es auch fr&uuml;her gewesen sei. Insbesondere die Gewerkschaften versuchen den Eindruck zu erwecken, man erreiche durchaus wieder Lohnabschl&uuml;sse, die den gesamtwirtschaftlichen Erfordernissen Rechnung tr&uuml;gen.<br>\nDoch der Eindruck t&auml;uscht. Wir haben mit Hilfe von weit zur&uuml;ckreichenden Daten f&uuml;r die gewerbliche Wirtschaft nachgerechnet und kommen zu dem Ergebnis, dass von einer Normalisierung der Lohnentwicklung bis zum Jahr 2018 nicht die Rede sein kann. Nimmt man hinzu, dass sich auch neue, weit in die Zukunft reichende Vertr&auml;ge wie zuletzt die im &ouml;ffentlichen Dienst der L&auml;nder sich nicht von der Linie der letzten Jahre l&ouml;sen, muss man konstatieren, dass die Zeitspanne, in der die deutsche Lohnentwicklung &bdquo;unnormal&ldquo; schwach ist, mittlerweile in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 25 Jahren liegt.<br>\nLohnzur&uuml;ckhaltung f&uuml;r immer?<br>\nWas als tempor&auml;re Zur&uuml;ckhaltung in einer besonderen Situation (Deutschland als Schlusslicht in Europa) gedacht war, hat sich zu einer fundamentalen Ver&auml;nderung der deutschen Tariflandschaft und der Lohnpolitik schlechthin ausgewachsen. Die deutschen Gewerkschaften haben nicht nur das Ziel der Umverteilung endg&uuml;ltig aus ihren Forderungskatalogen verbannt (was man verschmerzen k&ouml;nnte, weil es immer unrealistisch war), sie haben es auch aufgegeben, f&uuml;r eine vollst&auml;ndige Teilhabe der Arbeitnehmer am Produktionserfolg zu sorgen. Das bringt dramatisch negative Folgewirkungen f&uuml;r Deutschland und Europa mit sich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/03\/der-lohn-in-deutschland\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Aufforderung zur Kriminalit&auml;t<\/strong><br>\nDie NRW-Landesregierung hat die Stabsstelle gegen Umweltkriminalit&auml;t zerschlagen. Eine Ma&szlig;nahme, der Wirtschaft das Leben zu erleichtern, kommentiert J&uuml;rgen D&ouml;schner, der als Umwelt- und Energieexperte f&uuml;r ARD und WDR arbeitet.<br>\nSchon die Formulierung im Strafgesetzbuch verharmlost das Problem. Abschnitt 29 des StGB ist mit den Worten &ldquo;Straftaten gegen die Umwelt&rdquo; &uuml;berschrieben, so als ginge es nicht um Lebewesen, um Menschen und Tiere, die gef&auml;hrdet, verletzt oder gar get&ouml;tet werden. Durch Gew&auml;sser-, Boden- und Luftverunreinigung, durch unerlaubten Umgang mit gef&auml;hrlichen Abf&auml;llen, radioaktiven Stoffen oder anderen gef&auml;hrlichen G&uuml;tern, durch die Gef&auml;hrdung schutzbed&uuml;rftiger Gebiete oder das Freisetzen von Giften. Straftaten gegen die Umwelt sind Straftaten gegen uns alle. [&hellip;]<br>\nEs bleibt letztlich nur eine plausible Erkl&auml;rung: Die Zerschlagung der Stabsstelle Umweltkriminalit&auml;t ist eine Folge der von CDU und FDP angek&uuml;ndigten &ldquo;Entfesselungspolitik&rdquo;, eine Ma&szlig;nahme, der Wirtschaft das Leben leichter zu machen, selbst wenn es kriminell zugeht. Oder wie B&auml;rbel H&ouml;hn, die Gr&uuml;nderin der Stabsstelle es ausdr&uuml;ckte: Eine &ldquo;Aufforderung zur Kriminalit&auml;t&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/wissen\/natur\/kommentar-aufforderung-zur-umweltkriminalitaet-100.html?fbclid=IwAR1U5lLtbUZMFnbqUgBFQRSVlhrmam97dO2DGmw4UngaMxkqmTlvqIM2geY\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Tja, liebe Sch&uuml;ler. So sieht es aus, wenn man die Umweltpolitik den &bdquo;Profis&ldquo; von der FDP &uuml;berl&auml;sst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Schlacht um Huawei (III)<\/strong><br>\nVor der heute beginnenden Versteigerung der Frequenzen f&uuml;r den neuen Mobilfunkstandard 5G erh&ouml;ht Washington den Druck auf Berlin zum Ausschluss des chinesischen Konzerns Huawei. Nach Drohungen des US-Botschafters in Berlin, die offen als Erpressungsversuch eingestuft wurden, bringt die Trump-Administration nun auch &uuml;ber die NATO Repressalien ins Spiel. Deren Oberbefehlshaber in Europa k&uuml;ndigt an, das B&uuml;ndnis werde die Kommunikation mit Bundeswehrkollegen beenden, sollte Huawei am Aufbau des deutschen 5G-Netzes beteiligt werden. Der deutsch-amerikanische Machtkampf spitzt sich damit weiter zu &ndash; vor allem, da es in ihm inzwischen auch darum geht, ob Deutschland und die EU eine eigenst&auml;ndige Weltpolitik sogar gegen die USA f&uuml;hren k&ouml;nnen. Washington sucht Huawei weltweit aus dem Markt zu dr&auml;ngen, hat bislang allerdings nur m&auml;&szlig;igen Erfolg: Die Vereinigten Arabischen Emirate und mehrere L&auml;nder Europas haben sich schon f&uuml;r Huawei entschieden; in S&uuml;dostasien hei&szlig;t es, man ziehe die Zusammenarbeit mit China der Kooperation mit den &ldquo;unberechenbaren&rdquo; Vereinigten Staaten vor.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Wie Wanderprediger&rdquo;<br>\nEinen herben Verlust musste Washington k&uuml;rzlich im Mittleren Osten verzeichnen. Die Vereinigten Arabischen Emirate, neben Saudi-Arabien einer der engsten Verb&uuml;ndeten der USA in der gesamten Region, teilten Ende Februar auf einer Telekommesse in Barcelona mit, sie w&uuml;rden beim Aufbau ihres 5G-Netzes mit Huawei kooperieren.Washington hatte die Ausstellung zu nutzen versucht, um den Druck zu erh&ouml;hen; eine US-Delegation sei &ldquo;wie Wanderprediger&rdquo; durch die Messehallen gewandelt, um alle Welt zu &ldquo;&uuml;berzeugen, dass die chinesische Firma Huawei des Teufels ist&rdquo;, hie&szlig; es anschlie&szlig;end in einem Schweizer Bericht: &ldquo;Die Szenerie&rdquo; mit einem offenbar wenig kompetenten US-&ldquo;Botschafter f&uuml;r Cybersicherheit&rdquo; und &ldquo;rabiate[n] Leibw&auml;chter[n] in seiner Entourage&rdquo; habe gewirkt, &ldquo;als h&auml;tten die Protagonisten alle antiamerikanischen Stereotype bedienen wollen&rdquo;. (&hellip;) Globale Folgen<br>\nDer weltweite Kampf um Huawei bildet neben den komplexen transatlantischen Beziehungen einen weiteren Hintergrund bei der Entscheidung, die in Berlin hinsichtlich der Beteiligung des chinesischen Konzerns am Aufbau des deutschen 5G-Netzes getroffen werden muss: Wie sich die Zentralmacht der EU im Wirtschaftskampf zwischen der alten F&uuml;hrungsmacht des Westens und China positioniert, hat f&uuml;r die globalen Machtverh&auml;ltnisse weitreichende Folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7892\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kubicki fordert Ausweisung von US-Botschafter Grenell<\/strong><br>\n(&hellip;) Nach Kritik des US-Botschafters in Deutschland, Richard Grenell, an den Haushaltspl&auml;nen der Bundesregierung verlangt FDP-Vize Wolfgang Kubicki die Ausweisung des Diplomaten. Er fordere von Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas (SPD), &ldquo;Richard Grenell unverz&uuml;glich zur Persona non grata zu erkl&auml;ren&rdquo;, sagte Kubicki am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. &ldquo;Wer sich als US-Diplomat wie ein Hochkommissar einer Besatzungsmacht auff&uuml;hrt, der muss lernen, dass unsere Toleranz auch Grenzen kennt.&rdquo;<br>\nAuch der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, verurteilte die Kritik des amerikanischen Botschafters an den Haushaltspl&auml;nen von Finanzminister Olaf Scholz (SPD). &bdquo;Herr Grenell ist ein diplomatischer Totalausfall&ldquo;, sagte Schneider am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin&hellip;.<br>\nSchneider sagte, der Botschafter pflege seit l&auml;ngerem einen zwischen engen Verb&uuml;ndeten nicht akzeptablen Umgangston und Stil. &bdquo;Das alles erinnert eher an das Gehabe eines Flegels.&ldquo; Der Botschafter von US-Pr&auml;sident Donald Trump wolle offenbar nicht anerkennen, dass Deutschland im Rahmen seiner B&uuml;ndnisverpflichtungen, etwa in Afghanistan, einen gro&szlig;en Beitrag leiste. &bdquo;Mit seinen wiederholten plumpen Provokationen schadet Herr Grenell den transatlantischen Beziehungen&ldquo;, so der SPD-Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nach-kritik-am-wehretat-kubicki-fordert-ausweisung-von-us-botschafter-grenell\/24119308.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Ab und zu haben sogar die Liberalen recht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Anti-Deutschen als neoliberale Erf&uuml;llungsgehilfen<\/strong><br>\n(&hellip;) Zur Zeit wird also die neoliberale Systemkonformit&auml;t von Rot-Rot-Gr&uuml;n vorbereitet&hellip;Wenn eine gro&szlig;e Koalition zu inneren Unruhen und Protesten f&uuml;hren w&uuml;rde, Rot-Gr&uuml;n wegen dem schlechten Hartz-4 Image aber auch, w&auml;re nur eine Rot-Rot-Gr&uuml;n Regierung eine m&ouml;gliche Alternative die einen Wechsel symbolisieren k&ouml;nnte.<br>\nDiese m&ouml;gliche (sicherlich ungewollte) Option gilt es f&uuml;r &ldquo;die Herrschenden&rdquo; vorab unter Kontrolle zu bringen. Wer wei&szlig; welch unruhige Zeiten die n&auml;here Zukunft bringt, die Zeichen stehen europaweit erkennbar auf Sturm&hellip;<br>\nAlso spaltet man die noch vorhandene linke Opposition. In eine nicht anpassungsf&auml;hige Fraktion und eine kooperative, pragmatische Fraktion.<br>\n(&hellip;) Gregor Gysi ist sicherlich kein &ldquo;Antideutscher&rdquo; oder direkter Sympathisant dieser Bewegung, doch erkannte er rechtzeitig die Kraft dieser neuen vorherrschenden Str&ouml;mung und brachte sich opportunistisch geschickt aus der Schusslinie. Schlie&szlig;lich biederte er sich noch Henry M. Broder bei der Diffamierung eigener Parteigenossen an&hellip;.So kann man halt Karriere machen, fr&uuml;her hat man sich mit dem MfS arrangiert, heute mit neoliberalen Kapitalisten und rechten Zionisten. Ohne sich je zu einer dieser Gruppen offen zu bekennen. Eine opportunistische Meisterleistung f&uuml;r einen sozialistischen Genossen.<br>\nMan k&ouml;nnte es auch als ideologischen Verrat (des Sozialismus) betrachten. Je nach dem, zu welcher Fraktion der LINKEN man nun geh&ouml;rt.<br>\nF&uuml;r die &ldquo;Antideutschen&rdquo; ist er ein Verb&uuml;ndeter, wenn auch seine (teils sehr guten) Bundestagsreden zu ESM, EU-Kapitalismus und Kriegseins&auml;tzen von dort eher kritisch be&auml;ugt werden. Die &ldquo;antideutsche Fraktion&rdquo; wei&szlig; jedoch, im Notfall steht er auf &ldquo;der richtigen Seite&rdquo;.<br>\nDas hat er eigentlich ein Leben lang so gehalten, immer in Sicherheit. Ob das Abs&auml;gen von Lafontaine und Wagenknecht gegen Gysis Willen so einfach m&ouml;glich gewesen w&auml;re, darf ernsthaft bezweifelt werden&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rotefahne.eu\/2012\/11\/die-antideutschen-als-neoliberale-erfuellungsgehilfen-teil-1\/\">Rote Fahne<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Grundrechteabbau: Dein Feind und Peiniger<\/strong><br>\nStrafrecht gegen Kritiker und Schwache. Die staatlichen Angriffe auf Linke und Migranten werden immer vielf&auml;ltiger, verfolgen jedoch alle das gleiche Ziel: Die Schw&auml;chung missliebiger Organisationen<br>\nDer offensive Rechtsruck, der nunmehr seit einigen Jahren nicht nur in der Bundesrepublik, sondern in ganz Europa zu beobachten ist, bleibt vor allem f&uuml;r die Linke, f&uuml;r Migrantinnen und Migranten und auch f&uuml;r Umweltsch&uuml;tzer nicht folgenlos. Vor dem Hintergrund vielerorts zweistelliger Wahlergebnisse der v&ouml;lkisch-nationalistischen AfD sind rechte Positionen, die vor nicht allzu langer Zeit noch als eher randst&auml;ndig klassifiziert worden w&auml;ren, heutzutage wieder sagbar geworden. Diese Entwicklung geht einher mit einer von der etablierten Politik, von Polizei- und Geheimdienstbeh&ouml;rden ausgehenden repressiven Versch&auml;rfung des Kampfes gegen missliebige Meinungen, Personen und Organisationen &ndash; und zwar auf verschiedenen Ebenen. Der Null-Toleranz-Ansatz in der Sicherheits- und Strafpolitik beschneidet die Grund- und Freiheitsrechte gegenw&auml;rtig in einem Tempo, das schwindelig macht. Von Staats wegen findet dieser Tage vor allem das Feindstrafrecht Anwendung, das den zu Gegnern erkl&auml;rten Kritikern der gesellschaftlichen Ordnung die B&uuml;rgerrechte verweigert.<br>\nW&auml;hrend eine verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig schwache Linke sowohl au&szlig;erhalb als gelegentlich auch innerhalb der Parlamente darum k&auml;mpft, die verbliebenen demokratischen Rechte zu verteidigen, scherte mit der Brandenburger Landtagsfraktion erstmalig ein Teil der Partei Die Linke aus der bisherigen B&uuml;ndnisarbeit mit B&uuml;rgerrechts- und Datenschutzorganisationen aus und stimmte am vergangenen Mittwoch im Potsdamer Landtag einer Reihe von Versch&auml;rfungen des dortigen Polizeigesetzes zu&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/351185.grundrechteabbau-dein-feind-und-peiniger.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Opposition in Nicaragua: Verhandeln oder doch nicht?<\/strong><br>\nDas heterogene blauwei&szlig;e Oppositionsb&uuml;ndnis in Nicaragua hat am Montag erkl&auml;rt, dass seine Dialog-Delegation nicht weiter an den Verhandlungen mit der Regierung teilnehmen wird. Dies gelte bis zur Erf&uuml;llung der Forderungen nach &ldquo;Freilassung aller 700 politischen Gefangenen&ldquo; und der &ldquo;Beendigung der Unterdr&uuml;ckung der Opposition&rdquo;. Allerdings wurden bei der Pressekonferenz zu dem eigentlich geplanten Verhandlungsbeginn aus dem Lager der Regierungsgegner mehrdeutige Aussagen gemacht. Jos&eacute; Pallais, einer der Vertreter der Allianz, sprach davon, dass man jetzt Vertrauen und Glaubw&uuml;rdigkeit f&uuml;r den Dialog schaffen m&uuml;sse.<br>\nDie Regierung von Pr&auml;sident Daniel Ortega, die sich weiter zu Verhandlungen bereit zeigt, forderte ihrerseits die Opposition zu einem &ldquo;aufrichtigen Engagement&rdquo; f&uuml;r die Gespr&auml;che und zur Kompromissbereitschaft am Verhandlungstisch auf&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Spannungen innerhalb des Oppositionsb&uuml;ndnisses entwickeln sich schon seit einiger Zeit und werden auch bei den Verhandlungen und begleitenden Aktivit&auml;ten deutlich. Der Verband der gro&szlig;en Privatunternehmer (COSEP) stellt einen gewichtigen Teil der Delegation und ist st&auml;rker an einer Einigung interessiert als die Sandinistische Erneuerungsbewegung und einige Nichtregierungsorganisationen nahestehende Gruppen. Letztere scheinen eine weitere Eskalation des Konfliktes nicht ausschlie&szlig;en zu wollen und versuchen bei den Verhandlungen eine Alles oder Nichts-Strategie durchzusetzen.<br>\nGleichzeitig erh&ouml;hen die USA ihren Druck auf die Regierung Ortega. Der im Au&szlig;enministerium f&uuml;r Mittelamerika zust&auml;ndige Todd Robinson erkl&auml;rte, die US-Regierung wolle bei den n&auml;chsten Wahlen &ldquo;neue F&uuml;hrer sehen, die nicht Ortega und Murillo hei&szlig;en&rdquo; und setze sich f&uuml;r rasche Neuwahlen ein.<br>\nDas Europ&auml;ische Parlament hat unterdessen mit gro&szlig;er Mehrheit eine Resolution verabschiedet, die Sanktionen gegen ranghohe Vertreter der sandinistischen Regierung fordert. Ihnen sollen keine Visa erteilt und ihre Konten auf dem Gebiet der EU eingefroren werden, &ldquo;bis die Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten wiederhergestellt ist&rdquo;, hei&szlig;t es darin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/03\/223955\/opposition-nicaragua-verhandlungen\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Thailand: R&uuml;ckkehr zur Demokratie?<\/strong><br>\nZum ersten Mal seit acht Jahren wird am 24. M&auml;rz in Thailand gew&auml;hlt. Haben die Milit&auml;rs trotzdem wie bisher alles im Griff?<br>\n(&hellip;) &laquo;Ruhe und Ordnung&raquo;<br>\nDer ehemalige Polizeichef und nachmalige erfolgreiche Gro&szlig;unternehmer Thaksin Shinawatra gewann dank der Unterst&uuml;tzung der Reisbauern 2001 die Wahlen und wurde Premierminister. F&uuml;nf Jahre sp&auml;ter wurde er von den Milit&auml;rs weggeputscht und verabschiedete sich ins Exil. Doch bei den n&auml;chsten Wahlen 2011 gewann erneut eine von Shinawatra aus dem Exil gelenkte Partei. Shinawatras j&uuml;ngere Schwester Yingluck folgte als Premierministerin. In den folgenden Jahren kam es immer wieder zum Teil zu gewaltt&auml;tigen Auseinandersetzungen zwischen den Anh&auml;ngern Shinawatras im Norden, den Rothemden und den Gelbhemden, Anh&auml;ngern der st&auml;dtischen Eliten, der Monarchie und der Milit&auml;rs. 2014 putschten die Uniformierten erneut, um dem Land &laquo;Stabilit&auml;t, Ruhe und Ordnung&raquo; zu gew&auml;hrleisten.<br>\nVom Playboy zum K&ouml;nig<br>\nDer damalige Coup-F&uuml;hrer, General Prayuth Chan-ocha, &uuml;bernahm die Macht. Bei den Wahlen am 24. M&auml;rz wird der Premier als Kandidat der milit&auml;rnahen Partei Phalang Pracharat , diesmal in ma&szlig;geschneidertem zivilem Tuch, ins demokratische Rennen steigen&hellip;.Der neue 65 Jahre alte K&ouml;nig Mha Vajiralongkorn &ndash; als Kronprinz als Playboy bekannt und verschrien &ndash; hat sich inzwischen im politischen Umfeld bestens eingelebt. Er gilt als Besch&uuml;tzer der Milit&auml;rs und hat insbesondere im urbanen Milieu seinen monarchistischen R&uuml;ckhalt.<br>\nKompliziertes Wahlsystem<br>\nDie Shinawatra-nahen Pheu Tai, die Anakot Mai sowie kleine demokratische Parteien w&auml;ren wohl in der Lage, eine Mehrheit im Parlament zu erringen und k&ouml;nnten so den Premier und mithin die neue Regierung stellen. Die Armee freilich hat vorgesorgt. In der 2016 verabschiedeten Verfassung wurde das Wahlsystem dergestalt definiert, dass die Uniformierten fast nicht zu schlagen sind&hellip;.Die vielen Demokraten im 70-Millionen-Volk rechnen dennoch mit einer &Uuml;berraschung. Auch die demokratisch-politische Hoffnung stirbt zuletzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Thailand-Ruckkehr-zur-Demokratie\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es gibt in Thailand keine organisierte Arbeiterpartei, nicht einmal eine sozialdemokratische Partei. Alle Parteien, die diesen Sonntag zur Wahl stehen sind nur unterschiedliche Fraktionen der Machtelite, fast alle Gesch&auml;ftsleute und Gro&szlig;unternehmer. Wer auch immer die Wahl gewinnen wird, das Milit&auml;r und das K&ouml;nigshaus, seit ewigen Zeiten in Symbiose verb&uuml;ndet, werden weiterhin gemeinsam dezent im Hintergrund in Thailand die Strippen ziehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Kichern des Todes<\/strong><br>\nEs ist eine grausame Erkenntnis, dass das Sterben zum Leben geh&ouml;rt. Versuch &uuml;ber das Altern in Zeiten des fortgeschrittenen Kapitalismus<br>\n(&hellip;) Unfreundliche K&ouml;rper<br>\nDer K&ouml;rper ist ein treuer Verb&uuml;ndeter, und das Gleichgewicht der Beziehung vermittelt die Illusion, dieser Zustand w&auml;hre ewig. Etwa in der Mitte des Lebens treten Friktionen auf. Der K&ouml;rper beginnt, gegen die Person zu handeln, nimmt keine R&uuml;cksicht mehr auf ihre W&uuml;nsche und ihren Willen. Er durchkreuzt unsere Pl&auml;ne und macht uns in vielerlei Hinsicht zu schaffen. Die &Auml;rztin spricht auf dieser Stufe vom &raquo;unfreundlichen K&ouml;rper&laquo;. Der hinf&auml;llig werdende Organismus gewinnt die Oberhand &uuml;ber den Geist. Der K&ouml;rper bereitet uns mehr Pein als Freude, mehr Bitterkeit als Vergn&uuml;gen. Am Ungemach des Alterns k&ouml;nnen alle Medikamente, alle sch&ouml;nheitschirurgischen und kosmetischen M&auml;tzchen, mit denen wir versuchen, andere und uns selbst zu t&auml;uschen, nichts &auml;ndern. Eine Etappe des Verfalls folgt auf die n&auml;chste, unerbittlich &ndash; bis zum Tod.<br>\n(&hellip;) Hauptsache, mein Denken funktioniert noch, habe ich mir angesichts der k&ouml;rperlichen Zerfallsprozesse gesagt. Was, wenn nun auch mein Gehirn l&ouml;chrig wird und verklebt und alle Erinnerungsspuren gel&ouml;scht werden, aus denen mein Ich zusammengesetzt ist? Welchen Sinn kann eine derartige Existenz noch haben? Bin das dann noch &raquo;ich&laquo;?<br>\n(&hellip;) Der Mensch zieht seine narzisstische Nahrung &uuml;ber weite Strecken des Lebens aus der Ausf&uuml;llung der Berufsrolle. Diese Quelle versiegt mit dem Eintritt ins Rentenalter abrupt. Leere und Einsamkeit, die Folgen dieser Entgesellschaftung, fallen wie ein K&auml;lteschatten auf das Alter.<br>\nDie Strafe von achtst&uuml;ndiger t&auml;glicher Arbeit, die diese Gesellschaft auf das Leben gesetzt hat, ist verb&uuml;&szlig;t. Man k&ouml;nnte endlich tun, was man m&ouml;chte. Doch was soll man nach Jahrzehnten in der Hamstertrommel schon tun? Schon die Schule brachte ja den Kindern bei, dass sie ihr Leben lang morgens irgendwohin m&uuml;ssen, wohin sie nicht wollen. Nach Jahren der geduldigen Akklimatisierung an die Regelm&auml;&szlig;igkeit will man schlie&szlig;lich, was man wollen soll, und kann sich ein Leben ohne Arbeit nicht mehr vorstellen. Wenn das arbeitsgesellschaftliche Joch von ihren Schultern genommen wird, gehen die meisten weiter krumm und gebeugt durch ihr Restleben. Das Ableisten entfremdeter Arbeit ist den Menschen zur zweiten Natur geworden.<br>\nAlte Linke &ndash; linkes Altern<br>\n(&hellip;) Aber zun&auml;chst einmal hatten wir ja vor, alles von Grund auf zu ver&auml;ndern&hellip;<br>\nVor denen, die den R&uuml;ckweg in die Normalit&auml;t der b&uuml;rgerlichen Ordnung nicht antreten wollten, lag ein lebenslanger strapazi&ouml;ser Balanceakt. Wann ist man klug, wann listig, wann vern&uuml;nftig, ab wann ein Renegat? Manche qu&auml;len sich noch auf ihre alten Tage mit ihrem ungl&uuml;cklichen Bewusstsein herum und fragen sich: Haben wir uns mit zwanzig vorstellen k&ouml;nnen, dass das aus uns wird? Wann haben wir aufgeh&ouml;rt, unser Leben als einen Prozess st&auml;ndiger Erneuerung und permanenten Widerspruchs zu f&uuml;hren? Irgendwann haben wir aufgeh&ouml;rt zuzubei&szlig;en, jetzt merken wir, dass wir keine Z&auml;hne mehr haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/351113.essay-das-kichern-des-todes.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert. &bdquo;Die b&uuml;rgerliche Welt kann mit dem Alter nichts anfangen&hellip;.Nur die sozialistische Gesellschaft kann den Alterswunsch nach Mu&szlig;e erf&uuml;llen&hellip; in dem der Unterschied der Generationen nicht mehr so scharf trennt&ldquo;.(Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung, Band 1) Jedoch: Wenn die Alten sich im Laufe ihres Lebens nicht f&uuml;r ein paar Silberlinge haben kaufen lassen, dann ist gerade die Erfahrung und Weisheit der Alten das Fundament, auf dem die Jungen beim Aufbau einer neuen Welt aufbauen k&ouml;nnen. Nur wenn sich Sturm und Drang der Jugend mit der Weisheit des Alters paart, dann kann eine neue Gesellschaft ohne gro&szlig;e Geburtsfehler, ohne Wiederholung der alten Fehler, entstehen. Es gibt viele Alte, die sich den Biss bewahrt haben, die noch nicht verbittert sind, die die Hoffnung nicht verloren haben und die weiter an einer besseren Welt mitarbeiten. &bdquo;H&uuml;te dich vor alten Menschen, denn sie haben nichts mehr zu verlieren&ldquo;, so ein altes Sprichwort.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD: Atheisten d&uuml;rfen keinen Arbeitskreis gr&uuml;nden<\/strong><br>\nWer nicht kirchlich orientiert ist, hat es schwer in der SPD: Die &bdquo;S&auml;kularen Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen&ldquo; wollen einen Arbeitskreis in der Partei gr&uuml;nden &ndash; so wie Christen, Muslime undj&uuml;dische Genossen jeweils einen haben. Aber die weltlich Gesinnten d&uuml;rfen nicht. Mehr noch: Generalsekret&auml;r Lars Klingbeil verbietet ihnen mit Hinweis auf die Parteijustiziarin, sich als &bdquo;Sozialdemokraten&ldquo;<br>\nauszugeben. &bdquo;Das gilt auch f&uuml;r &ouml;ffentliche Auftritte, zum Beispiel im Internet&ldquo; schreibt Klingbeil in einem Brief an die Gruppe, welcher der F.A.Z. vorliegt.<br>\n(&hellip;) Was das Namensverbot angeht, verwies sie auf das Organisationsstatut beim Parteivorstand. &bdquo;Die Verwendung des Namens der SPD steht grunds&auml;tzlich nur anerkannten Organisationseinheiten zu.&ldquo; (..)<br>\nKlingbeil bietet zwar in seinem Brief ein nochmaliges Gespr&auml;ch an. Erst aber stellt er die Pr&auml;missen klar: kein s&auml;kularer Arbeitskreis, keine Verwendung der besagten Begriffe wie &bdquo;SPD&ldquo; und &bdquo;Sozialdemokraten&ldquo;. Die Genossen k&ouml;nnten ihm gerne eine E-Mail schreiben, um einen Gespr&auml;chstermin zu vereinbaren &ndash; &bdquo;wenn Ihr diesen Pr&auml;missen zustimmt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/atheisten-duerfen-keinen-arbeitskreis-in-der-spd-gruenden-16096047.html\">faz.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es ist unglaublich, dass Menschen, die nicht religi&ouml;s gebunden sind, sich nicht organisieren d&uuml;rfen. Das ist besonders grotesk angesichts der Tatsache, dass unter den angeblich kirchlich Gebundenen in der SPD viele sind, bei denen die Orientierung an christlichen Werten in der praktischen Politik keine Rolle spielt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.M.:<\/strong> Aha, Sozialdemokraten d&uuml;rfen sich nicht als Sozialdemokraten ausgeben. Eine solche Aussage h&auml;tte kein Satiriker besser erfinden k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wo ein Assistenzarzt 350 Euro verdient<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Universit&auml;tsklinik in Sofia ist verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig gut ausgestattet. Hier studiert Lora Medizin, noch zwei Jahre. Sobald sie ihren Abschluss hat, will sie weg aus Bulgarien, nach Deutschland.<br>\nWeil so viele Junge gehen, droht das Rentensystem zusammenzubrechen<br>\nBulgarien ist ein Auswanderungsland und das &auml;rmste Land der EU. Zwischen 1985 und 2011 ist die bulgarische Bev&ouml;lkerung um knapp 20 Prozent geschrumpft. Expertinnen gehen davon aus, dass Migration die Hauptursache daf&uuml;r ist. 66.872 Bulgaren sind nach Zahlen des Bundesamts f&uuml;r Migration alleine zwischen 2011 und 2017 nach Deutschland eingewandert. Und es kommen viele &Auml;rztinnen und &Auml;rzte: Nach Angaben der bulgarischen &Auml;rztekammer verlie&szlig;en im vergangenen Jahr 348 &Auml;rzte das Land. Zwischen 2015 und 2018 waren es insgesamt 1.692 bulgarische &Auml;rzte. Zur&uuml;ck bleiben die Alten und Kranken, die schlimmstenfalls nicht richtig versorgt werden k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem droht das Rentensystem zusammenzubrechen.<br>\n(&hellip;) Dass Lora ihre Heimat verlassen will, liegt auch an ihrer Oma. Sie muss im Winter eine Jacke und M&uuml;tze in ihrer Wohnung tragen, weil sie ihre Heizkosten von ihrer kleinen Rente nicht bezahlen kann. Damit es ihren Eltern sp&auml;ter nicht so geht wie ihrer Oma, m&ouml;chte Lora weg. Loras &auml;ltere Schwester lebt schon im Westen, wie sie sagt. Sie arbeitet in Barcelona, hat in Italien studiert. &ldquo;Nat&uuml;rlich vermissen meine Eltern meine Schwester. Aber sie wissen, dass sie dort ein besseres Leben hat.&rdquo;<br>\n2017 waren 1.570 berufst&auml;tige &Auml;rzte aus Bulgarien in Deutschland gemeldet. In Bulgarien f&uuml;hrt der Exodus von Medizinerinnen zu Versorgungsproblemen auf dem Land. In einem Dorf k&ouml;nne sie als &Auml;rztin heute anfangen, sagt Lora. Doch die Arbeitsbedingungen schrecken sie ab. Mit veralteten Ger&auml;ten m&ouml;chte sie nicht arbeiten&hellip;.<br>\n&ldquo;Ich bin jung, das sind meine besten Jahre&rdquo;, sagt sie. Deshalb m&ouml;chte sie ihre Ausbildung zur Fach&auml;rztin in Deutschland machen&hellip;.<br>\nAm Wochenende geht Lora mit ihrem Freund zum Deutschkurs. Jeden Samstag und Sonntag sitzen beide drei Stunden im kleinen Klassenzimmer der Sprachschule Forum, jeweils an einem gr&uuml;nen Tisch, vor sich Kuli, Block und das Arbeitsheft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/campus\/2019-03\/auswandern-bulgarien-aerzte-medizinstudium\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> aus dem &auml;rmsten EU wandern &Auml;rzte aus, aber nicht nur. Der Vollst&auml;ndigkeit halber muss erw&auml;hnt werden, dass Bulgarien Haupthandelspartner von Irak, Serbien und Russland war.<\/em><\/p>\n<p><em>Irak hatte mal eine durchaus gute Pharmaindustrie, stellt Gabelstapler und Schiffe her.Das Embargo gegen Irak und Serbien machte Bulgarien mit, ohne Gegenleistungen zu fordern.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Sanktionen gegen Russland, gaben Bulgarien den Rest. Alleine die Erdgasleitungen aus Russland, h&auml;tten Bulgarien Milliarden Transitgeb&uuml;hren gebracht.<\/em><\/p>\n<p><em>In den letzten 5 Jahren legte Bulgarien den Hauptabsturz hin.<\/em><\/p>\n<p><em>Es versuchen mehr Leute etwas aus den M&uuml;lltonnen herauszuholen, als Leute die etwas reinwerfen. Gullydeckel werden hochgehoben, um an halbverfaulte Tomaten zu kommen.<\/em><\/p>\n<p><em>In Bulgarien herrscht nicht Armut, sondern Elend!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier zeigen sich wieder die katastrophalen Folgen der Migration in den Herkunftsl&auml;ndern und auch hier profitiert Deutschland wieder gnadenlos vom EU-Binnenmarkt in dem es auf Kosten der bulgarischen Steuerzahler fertig ausgebildete Mediziner billig bekommt. Wo ist hier die europ&auml;ische Solidarit&auml;t?<\/em><\/p>\n<p><em>W&uuml;rde sich Bulgarien nun dagegen zu Wehr setzten und etwa die Bewegungsfreiheit seiner B&uuml;rger einschr&auml;nken w&uuml;rde es von allen &ldquo;Pro-Europ&auml;ern&rdquo; sofort als &ldquo;nationalistisch&rdquo; gebrandmarkt. Im Artikel taucht auch ein weiterer Aspekt des EU-Binnenmarktes auf, dass L&auml;nder wie Bulgarien, Rum&auml;nien oder die Slowakei als Billiglohn-Peripherie f&uuml;r hochindustrialisierte L&auml;nder wie Deutschland dienen. All das kommt in den verlogenen &ldquo;Pro-Europa&rdquo; Aufrufen, die uns nun zur anstehenden Europawahl &uuml;berschwemmen, nicht vor. &Auml;hnliches gilt auch f&uuml;r Rum&auml;nien.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mein Europa: Rum&auml;nien verjagt uns von Zuhause<\/strong><br>\nIhre Mutter und ihre besten Freunde arbeiten im Ausland, wie Millionen andere Rum&auml;nen. Die Schriftstellerin Lavinia Brani&#537;te hat fr&uuml;her auch an Emigration gedacht, heute w&uuml;nscht sie sich aber, trotz allem zu bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/mein-europa-rum%C3%A4nien-verjagt-uns-von-zuhause\/a-47823796\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>DGB-Maiaufruf 2019: Europa. Jetzt aber richtig!<\/strong><br>\nWenn es die Europ&auml;ische Union nicht g&auml;be, m&uuml;sste man sie erfinden. Die EU hat daf&uuml;r gesorgt, dass wir in Europa seit Jahrzehnten in Frieden leben. Und sie hat f&uuml;r die Menschen in Deutschland und europaweit erhebliche Vorteile gebracht: Wir k&ouml;nnen frei in Europa reisen und arbeiten. Bei Arbeitszeiten, Urlaub, Mutterschutz und in vielen anderen Bereichen der Arbeitswelt sch&uuml;tzt und erweitert die EU die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und auch wirtschaftlich profitiert Deutschland enorm von der Mitgliedschaft in der Europ&auml;ischen Union.<br>\nTrotzdem erleben immer mehr Menschen, dass in der EU die Interessen der M&auml;rkte oft Vorrang haben vor sozialen Belangen. Und das, obwohl heute mehr denn je gilt: Nur eine gemeinsame und solidarische Politik f&uuml;r ganz Europa bringt uns weiter.<br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund fordert deshalb: Europa. Jetzt aber richtig! F&uuml;r uns hei&szlig;t das: Dem Bekenntnis, Europa sozialer zu machen, m&uuml;ssen jetzt auch Taten folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++c42b3c70-499d-11e9-b5c0-52540088cada\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese &bdquo;Pro-Europa&ldquo; Phrasen kann man genauso von allen Parteien der neoliberalen Mitte in Deutschland und ebenso von Macron h&ouml;ren. &bdquo;Die Interessen der M&auml;rkte haben oft Vorrang&ldquo;, das ist sehr euphemistisch formuliert. Die Erfahrung lehrt, f&uuml;r Br&uuml;ssel haben ausschlie&szlig;lich &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo; Vorrang. Dass Deutschland oder besser die deutsche Oligarchie gewaltig durch den europ&auml;ischen Binnenmarkt profitiert ist richtig, aber massiv auf Kosten der anderen europ&auml;ischen L&auml;nder. Das nun als Argument f&uuml;r die EU zu verkaufen ist wirklich schwach. Wenn es der DGB ernst damit meint, dass &bdquo;die sozialen Interessen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger&ldquo; in Europa Vorrang haben sollen, dann m&uuml;sste er die deutsche Exportwalze kritisieren. Ebenso hat man zum Aufstand der Gelbwesten in Frankreich aus der Ecke des DGB bisher nur die &uuml;blichen Verd&auml;chtigungen geh&ouml;rt, diese seien &bdquo;rechtsnational&ldquo; und &bdquo;fremdenfeindlich&ldquo; bzw. zu radikal. Mit der europ&auml;ischen Solidarit&auml;t des DGB ist so gesehen nicht allzu weit her. Die reservierte Position des DGB zu den Gelbwesten l&auml;sst sich gut aus diesem Interview mit dem DBG-Chef Reiner Hoffmann herauslesen: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hoffmann-dgb-zu-gelbwesten-wir-erleben-voellig-unbekannte.694.de.html?dram:article_id=436049\">Wir erleben v&ouml;llig unbekannte, neue Protestformen<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-50315","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50315","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50315"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50315\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50317,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50315\/revisions\/50317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}