{"id":5032,"date":"2010-04-01T15:39:23","date_gmt":"2010-04-01T14:39:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5032"},"modified":"2010-04-01T15:39:23","modified_gmt":"2010-04-01T14:39:23","slug":"hinweise-des-tages-1112","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5032","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Lohk&uuml;rzung f&uuml;r Deutschland; Steuerminderung durch Bankenabgabe; Deflation bei Inflation; Banken schwimmen im Geld; Hedgefonds-Manager kassiert 4 Milliarden im Jahr; Solidarische B&uuml;rgerversicherung; Abr&uuml;stung jetzt; wieder eine Spendenaff&auml;re der FDP; Meinungsmache gegen Rentengarantie; B&uuml;rger lehnen Arbeit der Regierung ab; Lesekompetenz h&auml;ngt nicht von der Begabung ab; Kardinal Lehmann sieht Kirche in tiefer Krise. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Sparen f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Bankenabgabe wird zum Steuerproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Das Leben wird unerwartet teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Die Banken schwimmen im Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Hedgefonds-Kr&ouml;sus kassiert 4.000.000.000 Dollar im Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Solidarische B&uuml;rgerinnen- und B&uuml;rgerversicherung in Gesundheit und Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die Chance nutzen &ndash; Abr&uuml;stung jetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bundestagspr&auml;sident nimmt FDP wegen omin&ouml;ser Zahlungen ins Visier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Rentengarantie kostet Deutsche viele Milliarden (?)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">B&uuml;rger lehnen die Arbeit der Regierung ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Lesekompetenz ist unabh&auml;ngig von Veranlagung trainierbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Kardinal Lehmann sieht die Kirche in tiefer Krise<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung: <\/strong>Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5032&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sparen f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nOhne R&uuml;cksicht auf Proteste aus mehreren EU-Staaten k&uuml;ndigt die Bundesregierung eine neue Au&szlig;enwirtschaftsoffensive an. Die Weltwirtschaft beginne nach ihren krisenbedingten Einbr&uuml;chen wieder zu wachsen, erkl&auml;rt der Bundeswirtschaftsminister. Deutschland solle deshalb k&uuml;nftig mehr exportieren &ndash; schlie&szlig;lich h&auml;nge &ldquo;unser Wohlstand&rdquo; von der &ldquo;Teilhabe am weltweiten Handel&rdquo; ab. Tats&auml;chlich erzielen deutsche Unternehmen rund zwei F&uuml;nftel ihrer Erl&ouml;se im Ausland, zum &uuml;berwiegenden Teil in EU-Staaten, deren Mittel damit in erheblichem Umfang in die Bundesrepublik abflie&szlig;en. Hintergrund sind Konkurrenzvorteile, die Deutschland sich in den letzten Jahren mit aggressiver Lohnverzichts-Politik verschafft hat. W&auml;hrend Frankreich und andere EU-Staaten verlangen, Berlin m&uuml;sse endlich auch die Inlandsnachfrage ausweiten, sucht die Bundesrepublik ihre beherrschende Stellung in der europ&auml;ischen Wirtschaft zu nutzen, um auch weltweit eine f&uuml;hrende Position zu halten. Nicht ohne Erfolg: So haben fast ein Zehntel s&auml;mtlicher Auslandsinvestitionen weltweit ihren Ursprung in Deutschland&hellip;<br>\nDie deutsche Exportpolitik sorgt in diesen Tagen f&uuml;r erheblichen Unmut bei mehreren EU-Staaten. Hintergrund ist, dass sich die Bundesrepublik in den letzten Jahren erhebliche Konkurrenzvorteile vor allem innerhalb der Euro-Zone verschafft hat &ndash; durch Lohnverzicht der Besch&auml;ftigten. In den Jahren von 2000 bis 2008 fielen die Reall&ouml;hne in Deutschland durchschnittlich um 1,4 Prozent, in Frankreich etwa stiegen sie j&auml;hrlich um 0,9 Prozent. Die realen Lohnst&uuml;ckkosten nahmen entsprechend in Frankreich zu, w&auml;hrend sie in Deutschland tendenziell sanken.[2] Profiteur ist die Bundesrepublik, die ihre Exporte aufgrund der ungleichen Entwicklung stark steigern konnte &ndash; vor allem in L&auml;nder der Euro-Zone, denen wegen der Einheitsw&auml;hrung die M&ouml;glichkeit fehlt, ihre Industrie durch die Abwertung ihrer W&auml;hrung vor Exportoffensiven aus dem Ausland zu sch&uuml;tzen. Tats&auml;chlich hat Deutschland seine Ausfuhren von 2000 bis 2008 um 65 Prozent gesteigert; beinahe die H&auml;lfte aller Exporte geht in L&auml;nder der Euro-Zone.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57770?PHPSESSID=pjas9p6po4tgjronoq3keamaq2\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bankenabgabe wird zum Steuerproblem<\/strong><br>\nDurch die Bankenabgabe sollen die Kreditinstitute an k&uuml;nftigen Finanzkrisen beteiligt werden: Die Abgabe k&ouml;nnen die Banken aber wahrscheinlich von der Steuer absetzen.<br>\nExperten aus dem Innen- und Justizministerium h&auml;tten Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble bereits davor gewarnt und vorgerechnet, dass die zu erwartenden Steuerausf&auml;lle rechnerisch im Jahr bei rund 300 Millionen Euro liegen k&ouml;nnten. Die Kreditinstitute h&auml;tten das Recht, die Abgabe als Aufwand steuerlich geltend zu machen, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung bereits vor einigen Tagen aus informierten Kreisen. Sch&auml;uble will die Absetzbarkeit aber m&ouml;glichst verhindern.<br>\nDie franz&ouml;sische Regierung hingegen, mit der Deutschland plant, sich abzustimmen, will Versicherer nicht automatisch von der Abgabe ausklammern. Die franz&ouml;sische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde hatte an der Kabinettssitzung teilgenommen. Auch sie h&auml;lt es f&uuml;r sinnvoll, hoch riskante Gesch&auml;fte von Banken durch eine zus&auml;tzliche Abgabe zu belasten. Jedoch will Paris die Einnahmen direkt f&uuml;r den franz&ouml;sischen Staatshaushalt verwenden. Berlin plant dagegen, dass die Sonderabgabe an einen staatlich gelenkten Fonds au&szlig;erhalb des Bundesetats eingezahlt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2010-03\/bank-abgabe-kabinett\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Leben wird unerwartet teuer<\/strong><br>\nDie Teuerung in der Euro-Zone hat im M&auml;rz so stark angezogen wie seit &uuml;ber einem Jahr nicht mehr. Die Verbraucherpreise lagen um 1,5 Prozent h&ouml;her als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Eurostat nach vorl&auml;ufigen Berechnungen mitteilte. Das war der h&ouml;chste Wert seit Dezember 2008.<br>\nGrund daf&uuml;r d&uuml;rfte der deutlich h&ouml;here &Ouml;lpreis sein. Experten gehen daher davon aus, dass der Preisauftrieb in den kommenden Monaten wieder an Fahrt verliert.<br>\nDie &Ouml;lpreise herausgerechnet, bleibt der Teuerungsdruck dagegen weiterhin gering. Die Kerninflation werde bis Sommer auf ein halbes Prozent nachgeben, sagte Rainer Guntermann von der Commerzbank. &ldquo;Eine Deflationsdebatte r&uuml;ckt immer n&auml;her.&rdquo;<br>\nGrund daf&uuml;r ist, dass nach der scharfen Rezession die Kapazit&auml;ten bei weitem nicht ausgelastet sind. Die Firmen haben daher kaum Spielraum, h&ouml;here Preise durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2489616_Inflation-in-der-Euro-Zone-Das-Leben-wird-unerwartet-teuer.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die &Uuml;berschrift ist v&ouml;llig daneben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Banken schwimmen im Geld<\/strong><br>\nF&uuml;r die Banken in Euroland sind die schlimmsten Liquidit&auml;tsengp&auml;sse offenbar &uuml;berstanden. Darauf deutet die unerwartet geringe Nachfrage nach dem Halbjahrestender der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) hin. Wie die EZB am Mittwoch mitteilte, sicherten sich die Institute lediglich 17,9 Milliarden Euro. Insgesamt h&auml;tten sich 62 Banken an der Auktion beteiligt. Von Reuters befragte Geldmarkth&auml;ndler hatten im Schnitt mit 70 Milliarden Euro gerechnet. Manche Experten hatten sogar eine Nachfrage von bis zu 100 Milliarden Euro f&uuml;r m&ouml;glich gehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2490570_Euroland-Die-Banken-schwimmen-im-Geld.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hedgefonds-Kr&ouml;sus kassiert 4.000.000.000 Dollar im Jahr<\/strong><br>\nVier Milliarden Dollar verdiente der Spitzenreiter im vergangenen Jahr laut &ldquo;New York Times&rdquo;. Die 25 Top-Verdiener kassierten im Schnitt eine Milliarde pro Kopf &ndash; so viel wie noch nie.<br>\nEr wettete auf die Rettung der gro&szlig;en amerikanischen Banken &ndash; und sahnte richtig ab: US-Investor David Tepper kassierte 2009 vier Milliarden Dollar.<br>\nDie Erfolgsstrategie von Spitzenverdiener David Tepper war denkbar einfach: Mitten in der schwersten Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg kaufte sein Fonds Appaloosa Management Aktien der strauchelnden US-Banken, wie etwa der Citigroup und der Bank of America. Zu diesem Zeitpunkt stie&szlig;en die anderen Anleger massenweise Papiere der Finanzinstitute ab.<br>\nTepper aber vertraute darauf, dass die US-Regierung nach der Megapleite der Investmentbank Lehman Brothers nicht noch weitere Banken Pleite gehen lassen w&uuml;rde &ndash; und lag richtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,686934,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da retten also die Steuerzahler die Banken und diejenigen, die darauf gewettet haben, dass der Staat f&uuml;r die Verluste birgt, verdienen an dieser Wette Milliarden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Solidarische B&uuml;rgerinnen- und B&uuml;rgerversicherung in Gesundheit und Pflege<\/strong><br>\nAntrag der Fraktion DIE LINKE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/012\/1701238.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 68 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mal sehen, wer zustimmt!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Chance nutzen &ndash; Abr&uuml;stung jetzt<\/strong><br>\nEs ist ein Erfolg, dass die beiden Superm&auml;chte des Kalten Krieges, die jahrzehntelang in einer R&uuml;stungsspirale gefangen waren, sich auf das Start-Nachfolgeabkommen verst&auml;ndigt haben. Mit diesem Vertrag sollen die Atomwaffen beider Staaten um mehr als 30 Prozent reduziert werden. Ein wichtiger Zwischenschritt bei der atomaren Abr&uuml;stung!<br>\nWeitere m&uuml;ssen nun folgen: Wir brauchen erstens weitere Abr&uuml;stungsschritte bei allen Atomwaffen &ndash; auch den Abzug s&auml;mtlicher Atomwaffen aus Deutschland. Wir brauchen zweitens ein klares Signal dass die Atomwaffenstaaten auf den Ersteinsatz ihrer Waffen verzichten, und Sicherheitsgarantien f&uuml;r die Atomwaffenfreien. Drittens d&uuml;rfen Atomwaffen in der neuen Nato-Strategie keine Rolle mehr spielen. Wir brauchen viertens die Ratifizierung des Atomteststoppabkommens und eine st&auml;rkere Rolle der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde.<br>\nDie Weltgemeinschaft stemmt sich zu Recht gegen eine weitere nukleare Aufr&uuml;stung im Nahen und Mittleren Osten sowie in Asien. Atomwaffen in Krisenregionen und in H&auml;nden von instabilen Staaten f&uuml;hren zu unkalkulierbaren globalen Risiken. Aber auch wir k&ouml;nnen mehr tun und d&uuml;rfen nicht nur mit dem Finger auf andere zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2490613_Gastbeitrag-Die-Chance-nutzen-Abruestung-jetzt.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundestagspr&auml;sident nimmt FDP wegen omin&ouml;ser Zahlungen ins Visier<\/strong><br>\nVerd&auml;chtige Sponsorrechnungen aus dem Jahr 2006 haben f&uuml;r die FDP ein Nachspiel: Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert hat nach Informationen des SPIEGEL ein Pr&uuml;fverfahren gegen die Liberalen eingeleitet. Hintergrund sind eigenartig gest&uuml;ckelte Zahlungen einer Internetfirma.<br>\nHamburg &ndash; Laut diverser Rechnungen sollte eine kleine Internetfirma f&uuml;r Sponsorauftritte auf mehreren Veranstaltungen der FDP im Jahr 2006 jeweils f&uuml;nfstellige Betr&auml;ge an ein Unternehmen bezahlen, das damals zu 80 Prozent der Partei geh&ouml;rte, wie der SPIEGEL vorige Woche berichtete.<br>\nDie krummen Rechnungsbetr&auml;ge ergaben zusammen eine Nettosumme von exakt 100.000 Euro, alle Rechnungen waren vor den gesponserten Veranstaltungen ausgestellt worden, noch dazu am selben Tag. Diese Umst&auml;nde hatten den Verdacht einer illegalen Parteienfinanzierung begr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,686837,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rentengarantie kostet Deutsche viele Milliarden<\/strong><br>\nAuf Deutschlands Arbeitnehmer kommen neue Belastungen zu: Nach SPIEGEL-Informationen wird die Rentengarantie der Bundesregierung die Beitragszahler bis 2015 gut zehn Milliarden Euro kosten. Die Regelungen haben &ldquo;gro&szlig;es Schadenspotential&rdquo; hei&szlig;t es in einer Studie eines Forschungsinstituts.<br>\nEs ist ein Gesetz mit gewaltiger Wirkung: Rund zehn Milliarden Euro wird die Rentengarantie die Beitragszahler bis 2015 kosten. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftler des Mannheimer Forschungsinstituts &Ouml;konomie und Demografischer Wandel in ihrer neuen Studie &ldquo;Rentenanpassung 2010 &ndash; Wem n&uuml;tzt die Rentengarantie?&rdquo;. Nach ihren Berechnungen wird der Beitragssatz f&uuml;r die gesetzliche Rentenversicherung in den kommenden Jahren um 0,2 Prozentpunkte h&ouml;her liegen, als dies ohne die Garantie der Fall w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,686833,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal ein typisches Beispiel von Meinungsmache: Tat tut der Spiegel so, als h&auml;tte er eine exklusive Information (&bdquo;Nach SPIEGEL-Informatonen&ldquo; und macht sich und die Nachricht damit wichtig. Dabei handelt es sich um eine jedermann im Internet zug&auml;ngliche <a href=\"http:\/\/www.mea.uni-mannheim.de\/mea_neu\/pages\/files\/nopage_pubs\/vdr6ypp0x6q0q8w7_199-10%20komplett%20geschuetzt.pdf\">Studie des den Nachdenkseiten-Lesern wohlbekannten Mannheimer Forschungsinstituts &Ouml;konomie und Demographischer Wandel (MEA) [PDF &ndash; 411 KB]<\/a>. Die w&auml;re sonst nicht weiter aufgefallen, wenn sie jetzt nicht vom Spiegel als Exklusiv-Meldung hochgezogen worden w&auml;re. &Uuml;ber die Ergebnisse dieser Studie w&auml;re auch kaum jemand &uuml;berrascht gewesen, denn das MEA war schon immer gegen die Rentengarantie. Das MEA mit seinem Direktor Axel B&ouml;rsch-Supan ist nicht mehr und nicht weniger als der &bdquo;wissenschaftliche&ldquo; Schreibtisch der Versicherungswirtschaft, es wird in der Grundfinanzierung zur H&auml;lfte vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft getragen und seine Hauptaufgabe besteht darin, die solidarische Altersversicherung schlecht und die kapitalgedeckte <a href=\"?p=4217#h05\">sch&ouml;n zu reden<\/a>. Prof. Axel B&ouml;rsch-Supan aufgefahren. B&ouml;rsch-Supan geh&ouml;rt zu den &bdquo;wissenschaftlichen&ldquo; Hauptgegnern der umlagefinanzierten Rente. und einer der lautst&auml;rksten &bdquo;wissenschaftlichen&ldquo; Lobbyisten der privaten Altersvorsorge. Das MEA wurde im Jahre 2001 vom Land Baden-W&uuml;rttemberg zusammen mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gegr&uuml;ndet. Dieses Institut fertigt Gutachten unter anderem f&uuml;r Versicherungen und Banken. Vorstandsvorsitzender des Instituts war Professor Bert R&uuml;rup, als ehemaliger Vorsitzender des Sachverst&auml;ndigenrats einer der Hautpromotoren der Riester-Rente sp&auml;ter in Diensten des Finanzdiensleisters AWD und hat jetzt zusammen mit dem AWD-Gr&uuml;nder Carsten Maschmeyer eine <a href=\"?p=4408\">Beratungs-AG f&uuml;r Alters und Gesundheitsvorsorge gegr&uuml;ndet<\/a>.<br>\n&Uuml;ber diesen Interessensbezug lesen wir im Spiegel allerdings nichts. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>B&uuml;rger lehnen die Arbeit der Regierung ab<\/strong><br>\nMehr als zwei Drittel der Bundesb&uuml;rger sind unzufrieden mit der schwarz-gelben Koalition &ndash; der Tiefstand nach f&uuml;nf Monaten im Amt. Trotzdem halten 67 Prozent Angela Merkel f&uuml;r eine gute Kanzlerin. W&auml;hrend Karl-Theodor zu Guttenberg und Guido Westerwelle ebenso an Sympathie verlieren, gewinnt Philipp R&ouml;sler an Punkten.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.welt.de\/multimedia\/archive\/1270050968000\/01058\/dtrend04_1_DW_Poli_1058714g.jpg\" alt=\"Statistik\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article7007589\/Buerger-lehnen-die-Arbeit-der-Regierung-ab.html\">Die Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lesekompetenz ist unabh&auml;ngig von Veranlagung trainierbar<\/strong><br>\nBereits im Vorschulalter entwickelt das Gehirn ein komplexes Netzwerk, das sich w&auml;hrend des Lesenlernens auf die Verarbeitung von Schrift spezialisiert und entscheidend zum fl&uuml;ssigen Lesen beitr&auml;gt. ForscherInnen am Zentrum f&uuml;r Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universit&auml;t Z&uuml;rich und dem Agora Center der Universit&auml;t in Jyv&auml;skyl&auml; (Finnland) haben gezeigt, dass dies besonders schnell geschieht, wenn Kinder fr&uuml;h die Verkn&uuml;pfungen von Sprachlauten und Buchstaben trainieren.<br>\nJetzt konnte nachgewiesen werden, dass beinahe alle Kinder unabh&auml;ngig vom famili&auml;ren Risiko f&uuml;r Dyslexie ihre Buchstabenkenntnisse innerhalb sehr kurzer Zeit deutlich verbessern konnten. &Uuml;ber 30 Kindergartenkinder mit und ohne Leseschw&auml;che-Veranlagung hatten ungef&auml;hr acht Wochen mit dem computerbasierten Buchstaben-Sprachlaut-Lernprogramm &bdquo;Graphogame&rdquo; trainiert, das an der finnischen Universit&auml;t in Jyv&auml;skyl&auml; entwickelt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zwd.info\/index.php?group_id=102100001&amp;id=9340&amp;content_id=74\">Zweiwochendienst Bildung &amp; Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kardinal Lehmann sieht die Kirche in tiefer Krise<\/strong><br>\nNach den Enth&uuml;llungen zahlreicher Missbrauchsf&auml;lle sieht der Mainzer Kardinal Karl Lehmann die katholische Kirche in einer tiefen Krise. Der langj&auml;hrige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz warnte in einem Beitrag f&uuml;r die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo; die Kirche davor, mit dem Finger zuerst auf andere zu zeigen und dadurch den Anschein zu erwecken, von der eigenen Verantwortung abzulenken oder das Geschehene zu relativieren. Die Kirche d&uuml;rfe sich vielmehr nicht wundern, wenn sie an jenen Kriterien gemessen werde, mit denen sie sonst ihre sittlichen &Uuml;berzeugungen vertrete. &ldquo;Die aufgedeckten Missbrauchsf&auml;lle wirken wie ein Bumerang&rdquo;, so der Kardinal. Er zeigte sich erleichert, &ldquo;dass nun vieles an den Tag kommt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/lehmann118.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Lohk&uuml;rzung f&uuml;r Deutschland; Steuerminderung durch Bankenabgabe; Deflation bei Inflation; Banken schwimmen im Geld; Hedgefonds-Manager kassiert 4 Milliarden im Jahr; Solidarische B&uuml;rgerversicherung; Abr&uuml;stung jetzt; wieder eine Spendenaff&auml;re der FDP; Meinungsmache gegen Rentengarantie; B&uuml;rger lehnen Arbeit der Regierung ab; Lesekompetenz h&auml;ngt nicht von der Begabung ab; Kardinal Lehmann sieht Kirche in tiefer<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5032\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5032","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5032","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5032"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5032\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5034,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5032\/revisions\/5034"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}