{"id":50346,"date":"2019-03-21T08:12:27","date_gmt":"2019-03-21T07:12:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346"},"modified":"2019-03-21T08:12:27","modified_gmt":"2019-03-21T07:12:27","slug":"hinweise-des-tages-3330","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h01\">Eckpunkte Haushalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h02\">Sachverst&auml;ndigenrat: Wirtschaftsweiser Truger h&auml;lt es f&uuml;r den &bdquo;falschen Weg&ldquo;, die Unternehmenssteuern zu senken <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h03\">Sanktionen bremsen Erholung der russischen Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h04\">Die Besetzung der Krim ist Vorwand f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der Nato<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h05\">&ldquo;Atlantisch bleiben, europ&auml;ischer werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h06\">Anti-Terror-Kr&auml;fte: Macron setzt Elitesoldaten gegen Gelbwesten ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h07\">L&uuml;gen wird schwerer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h08\">Cum-Ex: Spion oder Held?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h09\">Merkels Klimakabinett ist reines Placebo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h10\">Beim Pflege-T&Uuml;V auf Menschen achten statt auf Kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h11\">Frankreich dr&auml;ngt SPD-Abgeordnete zu Ja bei der Urheberrechtsreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h12\">Das K&auml;mmerle muss ger&auml;umt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h13\">Sagen, wenn es zu viel wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h14\">Eigenverantwortung, war da was?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h15\">Kundgebung Freiheit f&uuml;r Lula<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50346#h16\">Zu guter Letzt: Toll! Manche m&ouml;gen&rsquo;s Heizpilz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eckpunkte Haushalt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Es ist ein Haushalt der Alten&rdquo;<\/strong><br>\nDer neue Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, kritisiert den Haushaltsplan 2020 des SPD-Finanzministers. &ldquo;Wir brauchen einen Sozialstaat&rdquo;, sagte er im Dlf, aber er frage sich, ob das die wesentliche Aufgabe unserer Gesellschaft sei. Er forderte, den Schwerpunkt &ldquo;auf die Bereiche Sicherheit, Ordnung und Infrastruktur&rdquo; zu legen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bundeshaushalt-2020-es-ist-ein-haushalt-der-alten.694.de.html?dram:article_id=444073\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Rehberg: Die Grundrente ohne Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung ist nicht finanzierbar<\/strong><br>\nWir haben uns in sehr guter wirtschaftlicher Lage zu viel geleistet. Nun m&uuml;ssen wir in der Haushaltsplanung umsteuern. Neue Schulden und Steuererh&ouml;hungen sind auch weiterhin mit der Union nicht zu machen. Daher m&uuml;ssen wir den Koalitionsvertrag kritisch &uuml;berpr&uuml;fen und Ausgabew&uuml;nsche infrage stellen. [&hellip;]<br>\nUnsere internationalen Verpflichtungen im Bereich B&uuml;ndnisverteidigung und Entwicklungshilfe m&uuml;ssen wir dauerhaft erf&uuml;llen. Das ist eine Frage der Glaubw&uuml;rdigkeit gegen&uuml;ber unseren internationalen Partnern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/7846\/4223345\">Presseportal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Union macht mobil und feuert aus allen Rohren auf einen ohnehin schon sehr ambitionslosen Haushaltsentwurf des SPD-Finanzministers. Doch das bissel Sozialpolitik, wie die Grundrente ohne Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung muss auch noch weg und dabei ist den Unionspolitikern keine Begr&uuml;ndung zu dumm. Der neue Chef der Jungen Union scheint das Grundgesetz nicht einmal zu kennen, sonst w&uuml;rde er wissen, dass die Bundesrepublik laut Artikel 20 und 28 ein sozialer Bundes- und Rechtsstaat zu sein hat. Der Sozialstaat ist also keine programmatische Kann-Bestimmung, sondern eines der tragenden Prinzipien. <\/em><\/p>\n<p><em>Eckhard Rehberg bringt das Kunstst&uuml;ck fertig, einerseits die &Uuml;berpr&uuml;fung von Ausgabew&uuml;nschen dringend zu empfehlen, weil das Geld nicht mehr reiche, aber andererseits einen weiteren Aufwuchs der Verteidigungsausgaben zu fordern, weil es schlie&szlig;lich um die Glaubw&uuml;rdigkeit bei den internationalen Partnern gehe. Ja, da bleibe man hinter den Anspr&uuml;chen zur&uuml;ck, meint auch der Chef der Jungen Union, der gleichzeitig die H&ouml;he der Sozialausgaben beklagt, aber kein Problem damit hat, weitere Steuergeschenke an die Verm&ouml;genden als richtigen Schritt zu bezeichnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Geld f&uuml;r m&ouml;rderische Waffen &ndash; Kein Geld f&uuml;r arme Rentner?<\/strong><br>\nMilliarden f&uuml;r Waffen und Kriege aber kein Geld f&uuml;r Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben und denen trotzdem Altersarmut droht? Wenn es nach Merkel, Kramp-Karrenbauer, von der Leyen und anderen Politikern geht, die sich &bdquo;christlichen Grunds&auml;tzen&ldquo; verpflichtet f&uuml;hlen, ja. Und das kriegsl&uuml;sterne Springer-Blatt &bdquo;Bild&ldquo; liefert die Begleitmusik.<br>\n&bdquo;Die gesetzliche Rente wird zur immer gr&ouml;&szlig;eren Belastung f&uuml;r alle Steuerzahler&ldquo;, jammert &bdquo;Bild&ldquo; heute und malt eine &bdquo;Renten-Explosion&ldquo; an die Wand. Und das in einem Land, in dem der Durchschnitts-Rentner 800 Euro im Monat weniger hat als in &Ouml;sterreich.<br>\nVorgestern hatte sich das Boulevard-Blatt noch emp&ouml;rt, weil Finanzminister Scholz nicht so viel Geld f&uuml;r R&uuml;stung ausgeben will, wie Trump und sein r&uuml;pelhafter Statthalter in Berlin, Botschafter Grenell, befehlen. Letzteren m&uuml;sste man sofort ausweisen und in einen Flieger nach Washington setzen. &bdquo;Anders als von der Nato und von der USA gefordert, werden unsere Bundeswehr-Ausgaben gemessen an unserer Wirtschaftskraft in den n&auml;chsten Jahren sinken statt steigen!&ldquo;, jammert &bdquo;Bild&ldquo;. Mit nie dagewesener Dreistigkeit hetzt das Blatt zusammen mit US-h&ouml;rigen Politikern f&uuml;r h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben, weil &bdquo;der Russe vor der T&uuml;r steht&ldquo;. Die Milit&auml;rhaushalte, in der L&uuml;gensprache &bdquo;Verteidigungshaushalte&ldquo; genannt, hatten 2017 folgende H&ouml;he (Sipri): USA: 610 Milliarden Dollar, Europa: 342 Milliarden Dollar, Russland: 66,3 Milliarden, China 228 Milliarden. Allein Europa gibt mehr f&uuml;r R&uuml;stung aus als Russland und China zusammen! Die L&uuml;genpropaganda der Medien und Politiker verschweigt diese Zahlen.<br>\nJeder f&uuml;nfte Rentner ist arm oder von Armut bedroht. 62 Prozent aller Renten liegen unter 1000 Euro. Schon Voltaire sah diese Bigotterie: &bdquo;Um hunderttausend Mann auf Totschlag auszuschicken, daf&uuml;r habt ihr Geld genug. Nicht aber f&uuml;r zehntausend Hungrige?&ldquo; Und heute muss man erg&auml;nzen: auch nicht f&uuml;r Millionen, die von Altersarmut bedroht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2218220934906028\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Von der &ldquo;Schwarzen Null&rdquo; verabschieden<\/strong><br>\nIn dieser Woche hat das Finanzministerium seine Eckpunkte f&uuml;r den Bundeshaushalt vorgelegt und die &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo; haben ihre Konjunkturprognose vorgelegt. &ldquo;Die Schwarze Null zum Dogma zu erheben, war schon immer eine ideologische Schnapsidee. Jetzt ist es h&ouml;chste Zeit, sich von ihr zu verabschieden&rdquo;, kommentiert DGB-Vorstand Stefan K&ouml;rzell. &ldquo;Denn bei sich eintr&uuml;bender Konjunktur kann sie richtige Probleme bringen.&rdquo;<br>\nAngesichts von weltwirtschaftlichen Risiken, dem Brexit oder der Au&szlig;enwirtschaftspolitik der USA k&ouml;nnte sich das Korsett der Schuldenbremse als viel zu eng erweisen, so K&ouml;rzell.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++9d070d62-4aed-11e9-aba1-52540088cada\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sachverst&auml;ndigenrat: Wirtschaftsweiser Truger h&auml;lt es f&uuml;r den &bdquo;falschen Weg&ldquo;, die Unternehmenssteuern zu senken<\/strong><br>\nAchim Truger beginnt mit einer Gegenposition zu den vier &uuml;brigen Mitgliedern des &Ouml;konomen-Sachverst&auml;ndigenrates. Er will Unternehmen anders helfen.<br>\nAchim Truger l&ouml;st an diesem Dienstag auf dem Gewerkschaftsticket den langj&auml;hrigen Wirtschaftsweisen Peter Bofinger ab. Seine Kollegen protestierten Anfangs heftig gegen seine Nominierung. Truger stellt sich denn auch gleich in die Nachfolge Bofingers als des Abweichler von der Mehrheitsmeinung im Sachverst&auml;ndigenrat. Im Gegensatz zu seinen Kollegen h&auml;lt er nicht viel von einer Senkung der Unternehmenssteuer.<br>\nHerr Truger, die Konjunktur k&uuml;hlt sich merklich ab. Muss die Bundesregierung handeln?<br>\nSolange es bei einer leichten Abk&uuml;hlung bleibt, sind die &ouml;ffentlichen Haushalte ganz gut vorbereitet. Die Regierung sollte die automatischen Stabilisatoren wirken lassen und f&uuml;r die zwangsl&auml;ufigen Mehrausgaben, etwa f&uuml;r Arbeitslosigkeit, die vorhandenen Spielr&auml;ume der Schuldenbremse nutzen. Zw&ouml;lf Milliarden Euro Neuverschuldung, also 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, sind ja erlaubt, je nach Konjunkturlage auch mehr.<br>\nUnd falls es doch zu einer tiefen Rezession kommt?<br>\nBisher sieht es danach nicht aus. Aber falls der Abschwung zur Wirtschaftskrise wird, sollte die Bundesregierung die daf&uuml;r vorgesehene Ausnahmeregel der Schuldenbremse aktivieren und ein Konjunkturpaket auflegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/sachverstaendigenrat-wirtschaftsweiser-truger-haelt-es-fuer-den-falschen-weg-die-unternehmenssteuern-zu-senken\/24119816.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Neuer Wirtschaftsweiser Truger fordert h&ouml;here Spitzensteuer<\/strong><br>\nKaum gew&auml;hlt, schl&auml;gt Achim Truger von seinen Kollegen Kritik entgegen. Das scheint ihn nicht zu k&uuml;mmern: In vielen Punkten nimmt er jetzt Gegenpositionen ein. [&hellip;]<br>\nTrugers Vorg&auml;nger Peter Bofinger, der ebenfalls von den Gewerkschaften nominiert worden war, hatte den anderen eher ordoliberalen Wirtschaftsweisen h&auml;ufig widersprochen. Im Interview nimmt Truger ebenfalls Gegenpositionen ein, die seinen Kollegen kaum gefallen d&uuml;rften. &ldquo;Der Spitzensteuersatz kann um ein paar Prozentpunkte steigen, ohne dass es &ouml;konomisch Probleme bereitet&rdquo;, sagte Truger der S&uuml;ddeutschen Zeitung. &ldquo;Das Steuersystem ist ungerecht. Die oberen 30 Prozent zahlen heute weniger als vor 20 Jahren, die unteren 70 Prozent mehr.&rdquo;<br>\nDer Sachverst&auml;ndigenrat hat am Dienstag seiner Konjunkturprognose f&uuml;r dieses Jahr halbiert &ndash; auf nur noch 0,8 Prozent. Truger fordert h&ouml;here staatliche Investitionen, um einen drohenden Abschwung zu verhindern. Daf&uuml;r will er die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse ver&auml;ndern. &ldquo;Ich w&uuml;rde Investitionen von der Schuldenbremse ausnehmen. Sie ist ohnehin zweifelhaft.&rdquo; Es gebe keine Begr&uuml;ndung f&uuml;r ein Defizit in dieser H&ouml;he. &ldquo;Wir m&uuml;ssen einen Sparkurs vermeiden, falls die Konjunktur abst&uuml;rzt, sonst geht es richtig schief.&rdquo; Der Staat m&uuml;sse mehr f&uuml;r Stra&szlig;en und Schulen ausgeben, es fehle an Wohnungen.<br>\nTruger setzt sich f&uuml;r mehr Flexbilit&auml;t beim Stabilit&auml;tspakt ein, der sich heute nur zum Preis sozialer Verwerfungen einhalten lasse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirtschaftsweise-achim-truger-spitzensteuer-1.4373907\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Mehrheit in OECD-L&auml;ndern will h&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche<\/strong><br>\nIn Deutschland sind sogar nach der OECD-Umfrage 77 Prozent daf&uuml;r, die OECD sieht zwar in der wachsenden Unzufriedenheit einen Weckruf, aber Umverteilung bleibt offenbar ein Tabu<br>\nEine Umfrage, die von der OECD in Auftrag gegeben wurde, kam zu dem Ergebnis, dass sich eine Mehrheit der Menschen in allen 21 L&auml;ndern f&uuml;r eine h&ouml;here Besteuerung der Reichen ausspricht. Das Ergebnis setzt die Pressemitteilung kurz und kommentarlos an den Schluss, obgleich die Forderung in manchen L&auml;ndern wie in Griechenland, Portugal oder Slowenien von Dreiviertel der Befragten geteilt wird. In Deutschland sind sogar 77 Prozent f&uuml;r eine st&auml;rkere Besteuerung, um damit &auml;rmeren Bev&ouml;lkerungsschichten zu helfen. Die so ver&auml;chtlich gemachte Umverteilung ist also durchaus ein wichtiges politisches Thema.<br>\nAuff&auml;llig ist, dass die Frage auch nicht weiter konkretisiert wird, also etwa nicht gefragt wurde, wie hoch die Besteuerung ausfallen soll oder wer als reich gelten, ob die Einkommens-, Verm&ouml;gens- oder Erbschaftssteuer soll. Man hat den Eindruck, dass eine Diskussion &uuml;ber diesen Punkt gerne verhindert werden soll, vielleicht weil das vielen Regierungen der OECD-L&auml;nder nicht in den Kram passt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mehrheit-in-OECD-Laendern-will-hoehere-Steuern-fuer-Reiche-4340643.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sanktionen bremsen Erholung der russischen Wirtschaft<\/strong><br>\nDeutsche Unternehmen mit aktuellen Ums&auml;tzen zufrieden\/ Aussichten f&uuml;r 2019 tr&uuml;ben sich aber deutlich ein \/ Gesch&auml;ftsklima-Umfrage Russland 2019<br>\nMit wachsenden Sorgen blicken die deutschen Unternehmen im Russland-Gesch&auml;ft auf 2019: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Gesch&auml;ftserwartungen deutlich eingetr&uuml;bt. Zu den gro&szlig;en Risikofaktoren geh&ouml;ren neben dem volatilen Wechselkurs des Rubels die Sanktionen gegen Russland. Dies sind die zentralen Ergebnisse der 16. Gesch&auml;ftsklima-Umfrage des Ost-Ausschuss &ndash; Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK). An der Umfrage haben sich 168 deutsche Unternehmen beteiligt, die in Russland fast 142.000 Mitarbeiter besch&auml;ftigen und dort knapp 23 Milliarden Euro umsetzen. Die Ergebnisse wurden am 18. Dezember durch den Vorsitzenden der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des OAOEV Michael Harms und den Vorstandsvorsitzenden der AHK Matthias Schepp in Moskau vorgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.oaoev.de\/de\/sanktionen-bremsen-erholung-der-russischen-wirtschaft\">Ost-Ausschuss<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein relativ sachlicher Bericht. Tendenz erfreulich: Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und Abbau der Sanktionen gew&uuml;nscht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Besetzung der Krim ist Vorwand f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der Nato<\/strong><br>\nDie Annexion der Krim muss man kritisieren. Aber sie rechtfertigt weder Aufr&uuml;stung noch Boykotte. Die T&uuml;rkei tut Schlimmeres.<br>\nIn Nordsyrien habe die T&uuml;rkei &laquo;de facto ein Protektorat errichtet&raquo;. Nach der &laquo;t&uuml;rkischen Invasion&raquo; st&uuml;nden &laquo;die Zeichen auf Expansion&raquo;. Von der Welt&ouml;ffentlichkeit weitgehend unbeachtet treibe die Regierung Erdogan in Nordsyrien &laquo;ihr koloniales Projekt&raquo; voran.<br>\nDar&uuml;ber informierte der deutsche Journalist Jeseph Croitoru in der NZZ vom 12. M&auml;rz aus dem syrischen Gebiet, das die T&uuml;rkei milit&auml;risch besetzt h&auml;lt.<br>\nUnter dem Titel &laquo;Eine kleine T&uuml;rkei entsteht in Nordsyrien&raquo; berichtete Croitoru, dass die T&uuml;rkei an mehreren Orten als offizielle W&auml;hrung die t&uuml;rkische Lira eingef&uuml;hrt habe. Auch die Telekommunikation h&auml;tten die T&uuml;rken &uuml;bernommen. In Schulen, die Schulb&uuml;cher aus der T&uuml;rkei benutzen m&uuml;ssen, h&auml;tten die T&uuml;rken die Geschlechtertrennung eingef&uuml;hrt.<br>\nDas milit&auml;risch besetzte Gebiet an der Grenze zur T&uuml;rkei, das diese als &laquo;Pufferzone&raquo; einrichten will, umfasst derzeit rund 6500 Quadratkilometer. Die T&uuml;rkei ist daran, Richtung S&uuml;den eine noch gr&ouml;ssere Fl&auml;che milit&auml;risch zu kontrollieren und zu annektieren.<br>\nEs stellt sich schon mal die Frage: Warum soll die T&uuml;rkei Anspruch auf eine &laquo;Pufferzone&raquo; haben, nicht aber Russland?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Hysterie-uber-Besetzung-der-Krim-dient-der-Nato-Aufrustung\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Atlantisch bleiben, europ&auml;ischer werden&rdquo;<\/strong><br>\nHeute hat der Deutsche Bundestag das deutsch-franz&ouml;sische Parlamentsabkommen mit gro&szlig;er Mehrheit verabschiedet. Im Antrag dazu waren sich Union, SPD, FDP und Gr&uuml;ne einig, das Abkommen selbst mit einem Bekenntnis zu Aufr&uuml;stung und engerer milit&auml;rischer Kooperation zu versehen. &ldquo;Atlantisch bleiben, europ&auml;ischer werden&rdquo;, so die gl&uuml;hende Konfession zur aktuellen Politik der NATO und einer militarisierten EU der vier Fraktionen. Was, so k&ouml;nnte man Kritikern entgegenhalten, spricht denn wirklich gegen ein neues parlamentarisches Gremium? Was k&ouml;nnte man denn gegen eine verst&auml;rkte deutsch-franz&ouml;sische Kooperation einwenden?<br>\nMit dem Parlamentsabkommen soll ein Gremium geschaffen werden, dessen Aufgabe die &ldquo;begleitende Umsetzung&rdquo; (Niels Schmidt, SPD) des Aachener Vertrags ist. Der Schwerpunkt des Aachener Vertrags jedoch besteht in einer engeren milit&auml;rischen Kooperation und insbesondere dem Voranbringen gemeinsamer R&uuml;stungsprojekte. So soll eine Versammlung geschaffen werden, die &uuml;ber die Umsetzung des Abkommens &ldquo;wacht&rdquo;, aber per Abkommen &uuml;ber keinerlei demokratische Kontrollrechte verf&uuml;gen soll. Diese Versammlung soll lediglich &uuml;ber die Umsetzung gemeinsamer R&uuml;stungsprojekte und die Aufr&uuml;stungsbestrebungen innerhalb von NATO und EU wachen. Mit dieser Selbstbeschneidung w&uuml;rdigt sich das neue Gremium zum Begleitservice einer immer st&auml;rker auf Aufr&uuml;stung und R&uuml;stungsexporte ausgerichteten Politik herab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Atlantisch-bleiben-europaeischer-werden-4341042.html\">Sevim Dagdelen auf Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Nein zur Aufr&uuml;stung &ndash; Friedensgebot des Grundgesetzes wahren<\/strong><br>\nErkl&auml;rung zur Abstimmung &uuml;ber das deutsch-franz&ouml;sische Parlamentsabkommen nach &sect;31 der Gesch&auml;ftsordnung des Bundestages<br>\nWir lehnen den Antrag von Union und SPD zur Annahme des deutsch-franz&ouml;sischen Parlamentsabkommen ab.<br>\nWir bef&uuml;rworten eine intensive deutsch-franz&ouml;sische parlamentarische Zusammenarbeit, aber wir finden es alarmierend, dass diese sich nach dem Willen von Union und SPD auf die Umsetzung des Aachener Vertrags zur Aufr&uuml;stung und zur Militarisierung der Au&szlig;enpolitik orientieren soll.<br>\nWir halten es vor dem Hintergrund der Ank&uuml;ndigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ohnehin schon laxen R&uuml;stungsexportrichtlinien in Folge des Aachener Vertrags und des mit ihm verkn&uuml;pften Geheimabkommens schleifen zu wollen, f&uuml;r unverantwortlich, mittels eines deutsch-franz&ouml;sischen Parlamentsabkommen auf die Schaffung einer Versammlung zu setzen, die &uuml;ber die Umsetzung gemeinsamer R&uuml;stungsprojekte und die Militarisierung der Au&szlig;enpolitik wacht und sich somit qua Selbstauftrag daran beteiligt, das Friedensgebot des Grundgesetzes zu unterlaufen.<br>\nDie Aussage im Antrag der Koalitionsfraktionen &ldquo;Wir bleiben atlantisch und werden europ&auml;ischer&rdquo;, die sich unmissverst&auml;ndlich auf die Bef&uuml;rwortung neuer Aufr&uuml;stungsanstrengungen innerhalb von NATO und EU bezieht, weisen wir strikt zur&uuml;ck. Es ist skandal&ouml;s, die deutsch-franz&ouml;sische Freundschaft zur Bef&ouml;rderung einer gemeinsamen Kriegsproduktion und zum schrankenlosen Export von Kriegswaffen nutzen zu wollen. Die Lehre aus zwei Weltkriegen darf nicht sein, Deutschland an der Seite Frankreichs zur st&auml;rksten Milit&auml;rmacht in Europa hochr&uuml;sten zu wollen, den Profit von R&uuml;stungskonzernen zu steigern und Waffen in alle Welt zu verkaufen.<br>\nF&uuml;r uns gilt uneingeschr&auml;nkt das Friedensgebot des Grundgesetzes: Nein zu Angriffskriegen und ihrer Vorbereitung! Nein zum Export von Kriegswaffen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neu-alexander.de\/2019\/03\/nein-zur-aufruestung-friedensgebot-des-grundgesetzes-wahren\/\">Alexander Neu<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Anti-Terror-Kr&auml;fte: Macron setzt Elitesoldaten gegen Gelbwesten ein<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Macron schickt Anti-Terror-Kr&auml;fte zu den Gelbwesten-Protesten am kommenden Samstag. Elitesoldaten sollen Barrikaden gegen Randalierer errichten.<br>\nGegen die am Wochenende wieder erwarteten Gelbwesten-Proteste will Frankreichs Regierung Soldaten einer zur Terror-Abwehr gedachten Mission einsetzen. Die am Einsatz &ldquo;Sentinelle&rdquo; beteiligten Soldaten sollen in franz&ouml;sischen St&auml;dten patrouillieren, wie Regierungssprecher Benjamin Griveaux nach der Kabinettssitzung mit Pr&auml;sident Emmanuel Macron ank&uuml;ndigte.<br>\n&ldquo;Spezifische Ressourcen werden am kommenden Wochenende eingesetzt, mit Barrikaden gegen Randalierer&rdquo;, sagte Griveaux. Auch Drohnen sollen zur &Uuml;berwachung der Randalierer in der Luft sein.<br>\nVergangenen Samstag war es in Paris bei Gelbwesten-Protesten erneutzu heftigen Krawallen gekommen &ndash; L&auml;den wurden gepl&uuml;ndert und verw&uuml;stet, Autos angez&uuml;ndet. Die Regierung hatte anschlie&szlig;end Fehler eingestanden und k&uuml;ndigte Demonstrationsverbote an. Sie k&ouml;nnten auch den Pariser Boulevard Champs-&Eacute;lys&eacute;es betreffen, wo Randalierer gro&szlig;en Schaden anrichteten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/gelbwesten-proteste-in-paris-emmanuel-macron-schickt-elite-soldaten-a-1258871.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Offenbarungseid, der zeigt, dass die herrschende Oligarchie zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda in letzter Konsequenz nicht vor der Anwendung von milit&auml;rischer Gewalt zur&uuml;ckschreckt und wie schnell &ldquo;Anti-Terror&rdquo; Einheiten auch gegen die eigenen B&uuml;rger eingesetzt werden k&ouml;nnen. Dabei stellt sich durchaus die Frage ob bei den vergangenen Ausschreitungen nicht auch Agent Provocateur am Werk waren um letztendlich den Einsatz milit&auml;rischer Einheiten zu legitimieren. Man sollte sich den Verlauf des Aufstandes der Gelbwesten genau ansehen, um zu lernen, wie die herrschende Oligarchie mit Widerstand gegen die neoliberale Agenda umgeht. Macron hat hier alle Register gezogen, um den Volksaufstand zu unterdr&uuml;cken: Von massiver Polizeirepression, &uuml;ber den beschwichtigenden &ldquo;B&uuml;rger-Dialog&rdquo; mit dem Ziel, die Bewegung zu spalten, der Versch&auml;rfung des Demonstrationsrechtes, bis nun zum Einsatz des Milit&auml;rs.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>L&uuml;gen wird schwerer<\/strong><br>\nNew York Times korrigiert Falschmeldung, Lkw mit US-Hilfsg&uuml;tern seien von &raquo;Maduro-Truppen&laquo; in Brand gesteckt worden. BRD-Medien ducken sich weg<br>\nZu den ersten Opfern auch im Medienkrieg gegen Venezuela geh&ouml;rt die Wahrheit. Doch zunehmend &ouml;fter fliegen verbreitete L&uuml;gen auf, und Medien sehen sich gezwungen, zuvor verbreitete Falschmeldungen richtigzustellen. So musste die New York Times (NYT) am 10. M&auml;rz zugeben, dass Berichte &uuml;ber brennende Lastwagen mit Hilfsg&uuml;tern aus den USA, die von venezolanischen Sicherheitskr&auml;ften angez&uuml;ndet worden seien, falsch waren. Tats&auml;chlich, so r&auml;umte die Zeitung ein, hatten Anh&auml;nger des Putschistenf&uuml;hrers Juan Guaid&oacute; die Lkw am 23. Februar auf kolumbianischer Seite in Brand gesetzt. Das hatten alternative Blogger und kritische Medien wie der s&uuml;damerikanische Nachrichtensender Telesur allerdings schon zwei Wochen zuvor enth&uuml;llt.<br>\nDie Falschmeldung hatte ein offensichtliches Ziel: Sie sollte die Weltmeinung zugunsten einer Intervention beeinflussen. Und tats&auml;chlich emp&ouml;rten sich westliche Medien und Politiker wie auf Kommando. US-Sicherheitsberater John Bolton sprach von &raquo;maskierten Banditen&laquo;, die auf Anweisung von Nicol&aacute;s Maduro Lastwagen angez&uuml;ndet h&auml;tten. Bundesdeutsche Medien verbreiteten die L&uuml;gengeschichte ungepr&uuml;ft. &raquo;Maduro-treue Einheiten hatten den Zugang f&uuml;r die Hilfslieferungen gesperrt, ein Lkw wurde sogar angez&uuml;ndet, damit er sein Ziel nicht erreichen konnte&laquo;, hetzte Bild und erreichte damit die offenbar erw&uuml;nschte Reaktion. &raquo;Wir k&ouml;nnen nicht tatenlos dabei zusehen, wie Maduro Hilfsg&uuml;ter verbrennen und sein Volk weiter verhungern l&auml;sst&laquo;, gab der FDP-Au&szlig;enpolitiker Alexander Graf Lambsdorff kund. Bild meldete kurz darauf: &raquo;Au&szlig;enminister Heiko Maas schloss sich der Forderung an, wie das Ausw&auml;rtige Amt mitteilte&laquo;, was keinen wunderte.<br>\nDoch nicht nur Springers Fachblatt f&uuml;rs Grobe, sondern auch das sich seri&ouml;s gebende Handelsblatt &uuml;bernahm die Fake News ungepr&uuml;ft. &raquo;Venezuelas Pr&auml;sident Maduro l&auml;sst lieber Hilfsg&uuml;ter verbrennen als abzutreten&laquo;, stimmte die Wirtschaftszeitung aus dem Hause Dieter von Holtzbrinck in die Hetze ein. Wie kaum anders zu erwarten, verbreitete auch das ARD-Flaggschiff &raquo;Tagesschau&laquo; die Propagandal&uuml;ge. &raquo;Am fr&uuml;hen Nachmittag verbrennt das venezolanische Milit&auml;r drei Transporter mit Lebensmitteln und Medikamenten&laquo;, berichtete ARD-Korrespondentin Xenia B&ouml;ttcher am 24. Februar, angeblich als Augenzeugin vom Ort des Geschehens. Einziger Kommentar dazu in dem Tagesschau-Beitrag: &raquo;Nur mit einer Intervention in Venezuela wird das hier enden&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/351516.bew%C3%A4hrtes-instrument-l%C3%BCgen-wird-schwerer.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Cum-Ex: Spion oder Held?<\/strong><br>\nEin deutscher Anwalt half, einen gro&szlig;en Steuerraub aufzudecken. In der Schweiz wird er nun wegen Spionage angeklagt. Renommierte Strafrechtler halten ihn f&uuml;r unschuldig.<br>\nDarf man geheime Dokumente an Staatsanw&auml;lte und Steuerfahnder weitergeben, wenn sie dazu beitragen, den gr&ouml;&szlig;ten Steuerraub der deutschen Geschichte aufzudecken? An einem aktuellen Fall ist gut abzulesen, dass &uuml;ber diese Frage in Deutschland und der Schweiz gro&szlig;e Uneinigkeit herrscht.<br>\nIn Deutschland lautet die Antwort auf die Frage in der Regel ja. Ermittler haben sogar schon CDs von Informanten gekauft, auf denen sich vertrauliche Bankinformationen von mutma&szlig;lichen Steuerhinterziehern befanden. Und so wird auch der Stuttgarter Rechtsanwalt Eckart Seith hierzulande von Staatsanw&auml;lten und Steuerfahndern hoch gesch&auml;tzt, weil er ihnen brisante Akten &uuml;bergab, die er &uuml;ber mutma&szlig;lich illegale Cum-Ex-Gesch&auml;fte gesammelt hatte. Das Material half ma&szlig;geblich bei Ermittlungen, die Staatsanwaltschaften in K&ouml;ln, Frankfurt, M&uuml;nchen, Stuttgart und D&uuml;sseldorf seit 2014 vorantreiben.<br>\nIn der Schweiz sehen die Strafverfolger das ganz anders. Sie wollen Seith und zwei Mitangeklagten in der kommenden Woche vor dem Bezirksgericht Z&uuml;rich den Prozess machen. Die Staatsanwaltschaft Z&uuml;rich hat Seith wegen Geheimnisverrats und Wirtschaftsspionage angeklagt. Ihm drohen drei Jahre und sechs Monate Gef&auml;ngnis.<br>\nDer Prozess ist ein weiteres Kapitel in einem Steuerkrieg, den sich Deutschland und die Schweiz seit vielen Jahren liefern. Nun aber geraten die Schweizer Beh&ouml;rden im eigenen Land unter Druck. An diesem Dienstag legen drei renommierte Rechtsprofessoren aus der Schweiz und aus Deutschland ein Gutachten vor, das die Anklage der Z&uuml;richer Staatsanw&auml;lte in der Luft zerrei&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-03\/cum-ex-steuerbetrug-wirtschaftsspionage-anklage-schweiz\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Merkels Klimakabinett ist reines Placebo<\/strong><br>\nDas heute im Kanzleramt eingesetzte Klimakabinett ist ein schlechter Witz und billiges Ablenkungsman&ouml;ver. Statt ein starkes Klimaschutzgesetz auf den Weg zu bringen, wie vom Umweltministerium vorgeschlagen, wird in Windeseile eine Laber-Runde auf Regierungsebene eingesetzt. Nichts gegen mehr Teamplay im Kanzleramt, aber wer wie die Ministerien der Union gegen jede Form von verbindlichem Klimaschutz schie&szlig;t, der wird auch durch einen neuen Arbeitskreis keine Abkehr von der Lobbypolitik herbeizaubern&rdquo;, erkl&auml;rt Lorenz G&ouml;sta Beutin, Sprecher f&uuml;r Energie- und Klimapolitiker der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Beutin weiter:<br>\n&ldquo;Das Klimakabinett ist ein neoliberales Deckm&auml;ntelchen f&uuml;r Jahre des klimapolitischen Nichtstuns: Die Klimaziele f&uuml;r 2020 werden gerissen, ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Klimaschutzvorgaben f&uuml;r alle Ministerien von der Union blockiert, ein gesetzlicher Kohleausstieg ist in weiter Ferne, die Energiewende stockt, die Geb&auml;udewende von der Immobilienwirtschaft wird verhindert, die Verkehrswende von der Automobil-Industrie sabotiert.<br>\nDas Kalk&uuml;l der Groko wird nicht aufgehen, die deutschlandweiten und internationalen Klimastreiks der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler von FridaysForFuture werden weiter gehen, zu durchsichtig ist die Placebo-Ma&szlig;nahme des Klimakabinetts. Wir brauchen in allen Wirtschaftsbereichen jetzt schnell Gesetze und Verordnungen, die das Pariser Klimaschutzabkommen in Deutschland in die Tat umsetzen. Die Fakten dar&uuml;ber, was getan werden muss, liegen seit Jahren auf dem Tisch: Genug geredet! Schluss mit den Sonntagsreden! Gegen die Klimakrise helfen nur Taten, keine Gespr&auml;chskreise!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/merkels-klimakabinett-ist-reines-placebo\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Beim Pflege-T&Uuml;V auf Menschen achten statt auf Kosten<\/strong><br>\nErneut wird vor allem &uuml;ber Menschen mit Pflegebedarf bestimmt, statt ihre Perspektive einzunehmen und ihre Anliegen ernst zu nehmen. Vor allem die Betreiber der Pflegeheime verst&auml;ndigen sich mit den Kostentr&auml;gern dar&uuml;ber, wie man Qualit&auml;t messen kann. Das ist keine Unabh&auml;ngigkeit, wie uns vorgegaukelt werden soll, sondern nat&uuml;rlich interessengeleitet&ldquo;, kommentiert Pia Zimmermann, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE f&uuml;r Pflegepolitik, die Vorstellung des sogenannten Pflege-T&Uuml;V durch den Qualit&auml;tsausschuss Pflege. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Die Position der Patientinnen und Patienten, der Menschen mit Pflegebedarf und ihrer Angeh&ouml;rigen, ist viel zu schwach. Dabei wissen sie am besten, worauf es im Pflegeheim ankommt, etwa auf eine angemessene Personalausstattung, orientiert am Bedarf und den Bed&uuml;rfnissen der Menschen mit Pflegebedarf. Auch der Medizinische Dienst der Krankenversicherung ist als vorgesehene Pr&uuml;finstanz eben nicht unabh&auml;ngig, sondern ein Dienstleister der Kostentr&auml;ger. Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, nicht wie viel seine Pflege kostet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/beim-pflege-tuev-auf-menschen-achten-statt-auf-kosten\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frankreich dr&auml;ngt SPD-Abgeordnete zu Ja bei der Urheberrechtsreform<\/strong><br>\nUngew&ouml;hnliche Lobby-Taktiken kurz vor der Abstimmung im EU-Parlament: Die franz&ouml;sische Botschafterin warb in Berlin direkt bei SPD-Politikern f&uuml;r deren Zustimmung im Europaparlament.<br>\nKurz vor der Abstimmung &uuml;ber die umstrittene EU-Urheberrechtsreform greifen ihre Bef&uuml;rworter zu ungew&ouml;hnlichen Mitteln: Die franz&ouml;sische Botschafterin in Berlin, Anne-Marie Desc&ocirc;tes, lobbyierte zuletzt pers&ouml;nlich bei SPD-Abgeordneten f&uuml;r ein Ja zum vorliegenden Text. Die franz&ouml;sische Botschaft best&auml;tigte auf Anfrage von netzpolitik.org, es habe ein &bdquo;informelles Gespr&auml;ch&ldquo; mit den Sozialdemokraten gegeben.<br>\nDie Begegnung fand bei einem Europa-Abend der SPD am Donnerstag in Berlin statt. Botschafterin Desc&ocirc;tes bem&auml;ngelte dort das &bdquo;merkw&uuml;rdige&ldquo; Verhalten der Partei beim Thema Urheberrecht, berichtet ein Teilnehmer. Botschaftsangeh&ouml;rige verteilten demnach Flyer, die vor &bdquo;falschen Interpretationen&ldquo; der Reform warnen. Auf dem Flugzettel, der netzpolitik.org vorliegt, hei&szlig;t es, Artikel 13 der Reform f&uuml;hre nicht zu Uploadfiltern. Der Text liest sich wortgleich wie einer des Rechteinhaberverbands GESAC.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2019\/frankreich-draengt-spd-abgeordnete-zu-ja-bei-der-urheberrechtsreform\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das K&auml;mmerle muss ger&auml;umt werden<\/strong><br>\nWie in der Stuttgarter Forststra&szlig;e 168 versucht die Immobilienfirma Schw&auml;bische Bauwerk auch in der Reinsburgstra&szlig;e 65, die MieterInnen aus ihren Wohnungen zu ekeln. Mit fiesen Schikanen und exorbitanter Mietsteigerung. Aber so einfach ist das nicht mit dem Kleinkriegen.<br>\nDas erste Schreiben erreicht Angela Gerace Ende Juni vergangenen Jahres. &ldquo;Bitte &uuml;berweisen Sie die Miete ab 1.7.2018 auf das neue Konto&rdquo;, teilt die Schw&auml;bische Bauwerk kurz mit. Damit war klar, dass es einen neuen Hauseigent&uuml;mer gibt. Im Oktober liegt der zweite Brief im Kasten. Wenn keine Zustimmung f&uuml;r die Mieterh&ouml;hung erfolge, &ldquo;sehen wir uns gezwungen eine Klage beim Amtsgericht einzureichen&rdquo;. Da ist der Tonfall schon ein anderer.<br>\nFrau Gerace, 72 Jahre alt, lebt seit 1970 in der Reinsburgstra&szlig;e 65. Es war Oktober, daran erinnert sie sich noch, als sie eingezogen ist. 1971 wird ihre Tochter Sandra geboren. Jetzt steht sie, zusammen mit Nachbar Erwin Dobler, aufgel&ouml;st in ihrer Wohnung und rekonstruiert die Ereignisse.<br>\nDamals seien die alten Vermieter sehr nett gewesen, erz&auml;hlt sie. Als das Ehepaar bei einem tragischen Unfall verungl&uuml;ckte, waren die Mieter von Nummer 65 nahezu geschlossen bei der Beerdigung. Auch der letzte Eigent&uuml;mer sei ein netter Mann gewesen, der h&auml;ufig zum Kaffee kam, ein Tierliebhaber, der die drei &ldquo;Hundle&rdquo; der Geraces ins Herz geschlossen hatte. Aber verabschiedet hat er sich nicht, das nimmt ihm Frau Gerace ein bisschen &uuml;bel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/416\/das-kaemmerle-muss-geraeumt-werden-5794.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sagen, wenn es zu viel wird<\/strong><br>\nIn unserer Wirtschaftsordnung hat man uns eingetrichtert, dass man immer mehr Leistungsf&auml;higkeit zeigen muss. Diese krude Systemideologie ist gesundheitsgef&auml;hrdend. [&hellip;]<br>\nIn unserer Wirtschaftsordnung hat man uns &uuml;ber einen langen Zeitraum eingetrichtert, dass man der Entrepreneur seiner eigenen Leistungsf&auml;higkeit sein muss. Schw&auml;chen hat zwar jeder, aber um Himmels willen, man verberge sie und stehe nicht dazu! Man habe sich auf dem Arbeitsmarkt voller Elan, Energie, ja als Aush&auml;ngeschild der Belastbarkeit zu pr&auml;sentieren. Ja, die Belastbarkeit ist geradezu ein magisches Wort der Kunst der Stellenausschreibung. Jeder hat belastbar zu sein oder wahlweise zu fordern. Wir wissen als Menschen zwar, dass niemand grenzenlos ist &ndash; aber auf der Jobsuche blenden wir das aus, beteuern unsere absolute Belastbarkeit wie ein Mantra. Wir strotzen potent, weil nur das Erfolg verspricht.<br>\nDiese krude Systemideologie ist gesundheitsgef&auml;hrdend. Jede Mehrarbeit, jedes zus&auml;tzliche neue Aufgabenfeld, jede Neubelastung wird hingenommen und geschluckt, weil man zu denen geh&ouml;ren will, die nicht schw&auml;cheln. Wer schw&auml;chelt macht sich angreifbar, ist irgendwie auch schuldig, eine Belastung f&uuml;r seine Kollegen, seinen Chef. Es ist eine ideologisch verordnete H&auml;rte gegen sich selbst, gegen die eigene Konstitution. Wie niedrige L&ouml;hne oder schlechte Arbeitszeiten geh&ouml;rt dieser Komplex zu unserer modernen Arbeitswelt dazu. Die Selbstdisziplinierung &uuml;ber ein Ma&szlig; hinweg, das gerade noch vertretbar w&auml;re, sodass man stattdessen sukzessive ausbrennt: Sie ist ein ganz wesentlicher Pfeiler der hiesigen Ausbeuter&ouml;konomie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1114881.sahra-wagenknecht-sagen-wenn-es-zu-viel-wird.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eigenverantwortung, war da was?<\/strong><br>\nWilly Brandt w&uuml;rde sich sch&auml;men: Mit Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel bekommt ein weiterer Spitzengenosse einen lukrativen Posten zugeschanzt.<br>\nMechthild Rawert aus Berlin, Wahlkreis Tempelhof-Sch&ouml;neberg, war eine unbekannte Bundestagsabgeordnete der SPD. Ende 2017 schied sie aus dem Bundestag aus, seit einem halben Jahr sucht sie &uuml;ber ihre Website &bdquo;nach einer neuen beruflichen Gestaltung&ldquo;.<br>\nMechthild Rawert war in der Parteihierarchie nicht wichtig genug, um in hoher Position zu Gazprom, einer Krankenkasse oder zur staatlichen Entwicklungshilfeorganisation GIZ zu wechseln. Ihr Genosse Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel war wichtig genug. Im Herbst wechselt er als Arbeitsdirektor, also Personalchef, im Vorstandsrang zur GIZ, nachdem er einsah, dass es in der Politik nach drei Wahlniederlagen keine Zukunft mehr f&uuml;r ihn gibt.<br>\nNat&uuml;rlich hat der SPD-Fraktionsvorsitzende und Parteivorsitzende in Hessen keinerlei Erfahrung in Sachen Personalmanagement. Das erledigen in Parteien und Fraktionen die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Er bekommt den offenbar mit rund 200.000 Euro dotierten Job, weil die SPD bei den Koalitionsverhandlungen vor einem Jahr den Posten zugeschanzt bekam, wie die taz im Herbst berichtete.<br>\nAngesichts der boomenden Wirtschaft w&auml;re es f&uuml;r Sch&auml;fer-G&uuml;mbel ein leichtes, auf dem freien Arbeitsmarkt den Job zu finden, der ihm gef&auml;llt. Aber die Eigenverantwortung, die der ehemalige SPD-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der in seiner Agenda-2010-Rede im Jahr 2003 im Bundestag anmahnte, gilt nicht f&uuml;r die eigenen Parteioberen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Schaefer-Guembels-Jobwechsel\/!5581313\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kundgebung Freiheit f&uuml;r Lula<\/strong><br>\n&bdquo;Freiheit f&uuml;r Lula&ldquo; ist das Motto einer Kundgebung am 7. April ab 16.30 Uhr am Hermannplatz in Berlin. Die Kollektive Deutsche Initiative Lula Livre und RefrACTa laden alle ein, an der Demonstration f&uuml;r Lulas Freiheit teilzunehmen. Der Aufstieg des derzeitigen Pr&auml;sidenten Bolsonaro und aller rechten und extremen rechten Fl&uuml;gel steht in direktem Zusammenhang mit der Verfolgung und politischen Inhaftierung des ehemaligen Pr&auml;sidenten Luiz In&aacute;cio Lula da Silva, der am 7. April 2019 ein Jahr in Haft sein wird. Die Befreiung von Lula ist ein wichtiger Schritt zur Wiederbelebung der Demokratie in Brasilien. #MundialFreeLula\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Toll! Manche m&ouml;gen&rsquo;s Heizpilz<\/strong><br>\nWann immer sich Jugendliche politisch engagieren, kommen irgendwelche Erwachsenen und werfen ihnen Naivit&auml;t und Schlimmeres vor. Zu Unrecht, finden unsere Nachwuchssatiriker Werner Doy&eacute; und Andreas Wiemers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/satire-toll-manche-moegens-heizpilz-100.html\">Frontal21<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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