{"id":5035,"date":"2010-04-06T07:38:36","date_gmt":"2010-04-06T06:38:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5035"},"modified":"2010-04-06T07:38:36","modified_gmt":"2010-04-06T06:38:36","slug":"hinweise-des-tages-1113","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5035","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Karsai gegen Krieg; Kollateralsch&auml;den; Verzicht auf Zinseink&uuml;nfte; Pflegebranche sucht dringend Hartz-IV-Empf&auml;nger; Es kommen immer mehr Kinder zur Tafel; Bulette als K&uuml;ndigungsgrund; was R&ouml;ttgen wirklich meint; Kopfpauschale teuer und ungerecht; Telkomspitzelei ohne Anklage; deutsche Waffen, deutsches Geld; radikale Eliten; NRW: Keine Mehrheit f&uuml;r Schwarz-Gelb; Uni f&uuml;rchtet um Forschung und Lehre; Ranking-Boykott; Obama ein gem&auml;&szlig;igter Demokrat; Irak-Krieg; L&rsquo;Aquila; kriegerische T&ouml;ne in Ungarn und der Slowakei. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Karsai sorgt f&uuml;r Verwirrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Krieg in Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Bundesfinanzministerium lie&szlig; Millionen Meldungen &uuml;ber Zinseink&uuml;nfte liegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Arbeitsmarkt: Pflegebranche sucht Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Hilfe f&uuml;r Arme: Es kommen immer mehr &ndash; vor allem Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Die Bulette als K&uuml;ndigungsgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Was R&ouml;ttgen wirklich meint<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">DGB Streitzeit: Die Kopfpauschale ist teuer und ungerecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Ein Zeuge mag nicht mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">R&uuml;stungsexport stark gestiegen: Deutsche Waffen, deutsches Geld&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Michael Hartmann: &bdquo;Deutschlands Eliten haben sich radikalisiert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">NRW: Keine Mehrheit f&uuml;r Schwarz-Gelb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Einschnitte ins Budget: Universit&auml;t Gie&szlig;en f&uuml;rchtet um Forschung und Lehre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Weiterer Boykott des CHE Hochschul-Rankings<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">&ldquo;Obama ist nur ein normaler, gem&auml;&szlig;igter Demokrat im Stil von Bill Clinton&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Obamas Abr&uuml;stungsinitiative: Mit den Waffen des Freundes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Irak-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Irland: &ldquo;Sie verdienen es, erschossen zu werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">L&rsquo;Aquila ein Jahr nach dem Beben: Die Fassade stimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Nationalisten in Ungarn und Slowakei: Kriegerische T&ouml;ne<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5035&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Karsai sorgt f&uuml;r Verwirrung<\/strong><br>\nDer afghanische Pr&auml;sident Hamid Karsai sorgt f&uuml;r Unruhe &ndash; bei seinen westlichen Verb&uuml;ndeten. Dort f&uuml;rchtet man, dass sich seine Regierung den Taliban anschlie&szlig;en k&ouml;nnte. Vor allem die USA sind in hohem Ma&szlig;e irritiert.<br>\nEin einfacher Partner war Hamid Karsai noch nie f&uuml;r den Westen. Doch sein j&uuml;ngster Schritt hat f&uuml;r seine B&uuml;ndnispartner eine neue Qualit&auml;t. Angesichts des Drucks, Karsai solle endlich etwas gegen die Korruption in seiner Regierung unternehmen, geht der Pr&auml;sident nun auf Konfrontationskurs. Und droht damit, den Nato-Truppen die Unterst&uuml;tzung zu entziehen.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw-world.de\/dw\/article\/0,,5434459,00.html\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Laut Reuters habe Karsai Obama k&uuml;rzlich gesagt, dass sich die Probleme im Land nicht durch Krieg l&ouml;sen lie&szlig;en. Wer ist eigentlich au&szlig;er den kriegf&uuml;hrenden M&auml;chten noch f&uuml;r diesen Krieg?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Krieg in Afghanistan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundeswehr t&ouml;tet afghanische Soldaten<\/strong><br>\nIm Zusammenhang mit den schweren Gefechten gegen Aufst&auml;ndische in Afghanistan haben deutsche Soldaten am Karfreitag aus Versehen mehrere afghanische Sicherheitskr&auml;fte erschossen. Verteidigungsminister Guttenberg dr&uuml;ckte sein Bedauern aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/Afghanistan-Bundeswehr-Kundus;art771,3074831?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Deutschland n&auml;hert sich, sowohl was die eigenen Opfer betrifft wie die unter &ldquo;friendly fire&rsquo; umgekommenen Verb&uuml;ndeten, dem amerikanischen Standard bzw. dem, was in Kriegen &uuml;blich ist. Nicht ganz erreicht hat die Tatsache, dass wir uns in einem ausgewachsenen Guerillakrieg befinden, Offizielle wie Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel, der &ldquo;an die Adresse der feigen M&ouml;rder&rdquo; spricht. Wie ist es denn zu bezeichnen, wenn eine Drohne das Haus eines Talibanchefs trifft und dieser samt Familie in die Luft gejagt wird?<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe zum neuen Propagandaton: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/offensive-frontbegradigung\/\">taz<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Soldaten erschie&szlig;en versehentlich schwangere Frauen<\/strong><br>\nVersuchte Vertuschung: Zwei Monate nach einer Razzia in Afghanistan r&auml;umt die Nato ein, dass US-Spezialkr&auml;fte dabei drei Frauen erschossen. Anfangs hie&szlig; es noch, sie seien Opfer einer Familientrag&ouml;die geworden. Doch zivile Ermittler entdeckten Ungereimtheiten in der Darstellung der Milit&auml;rs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,687287,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundesfinanzministerium lie&szlig; Millionen Meldungen &uuml;ber Zinseink&uuml;nfte liegen<\/strong><br>\nJahrelang hatte Deutschland daf&uuml;r gek&auml;mpft, dass andere Staaten den Fiskus regelm&auml;&szlig;ig dar&uuml;ber informieren, wie viel Zinsen Bundesb&uuml;rger auf ausl&auml;ndischen Konten kassieren. Sollte das doch Abermillionen Euro in die Staatskasse sp&uuml;len, indem die Finanz&auml;mter so Steuerhinterziehern auf die Spur kommen. 2005 war es so weit. Die EU-Staaten und einige Drittl&auml;nder begannen damit, sich gem&auml;&szlig; EU-Zinsrichtlinie die sogenannten Kontrollmitteilungen automatisch zuzuschicken. Doch wie ein der WirtschaftsWoche vorliegender Bericht des Bundesrechnungshofs nun aufdeckt, blieben diese Mitteilungen seitdem unbeachtet beim Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern liegen. Obwohl es dessen Aufgabe gewesen w&auml;re, sie an die Landesfinanzverwaltungen weiterzuleiten. Dadurch konnten die Finanz&auml;mter bisher nicht &uuml;berpr&uuml;fen, ob die Steuerpflichtigen ihre ausl&auml;ndischen Zinseink&uuml;nfte bei der Steuererkl&auml;rung auch ordnungsgem&auml;&szlig; angegeben haben. Grund f&uuml;r dieses Versagen: Das Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern, das dem Bundesfinanzministerium untersteht, sah sich nicht in der Lage, die in elektronischer Form vorliegenden Daten elektronisch weiterzuleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik-weltwirtschaft\/bundesfinanzministerium-liess-millionen-meldungen-ueber-zinseinkuenfte-liegen-426485\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber sonst wird nahezu alles elektronisch erfasst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Pflegebranche sucht Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nDie Pflegebranche sucht Tausende von Pflegehilfskr&auml;ften. Sie vermisst jedoch sowohl die Motivation der Langzeitarbeitslosen, sich zu bewerben, als auch die Unterst&uuml;tzung der Arbeitsagenturen. &bdquo;Nach unseren Erkenntnissen gibt es unter den Millionen von Langzeitarbeitslosen etwa 300.000, die sofort in unseren Pflegeheimen anfangen k&ouml;nnten&ldquo;, sagte der Pflegeheimbetreiber Ulrich Marseille der F.A.Z. in Berlin. &bdquo;Auf der anderen Seite sitzen mehr als 700.000 Leute in den Pflegeheimen, die nur darauf warten, dass jemand ihnen vorliest, einen Apfel sch&auml;lt, sie spazieren f&uuml;hrt und sie so aus der Einsamkeit holt. Die Bundesagentur<br>\nmuss ihre Arbeits&auml;mter endlich anweisen, geeignete Langzeitarbeitslose aus ihren Karteien herauszusuchen.&ldquo;<br>\nMarseille betreibt als Vorstandsvorsitzender der Marseille-Kliniken AG in Deutschland 61 station&auml;re Altenpflege-Einrichtungen mit knapp 9000 Betten und 6000 Mitarbeitern. Er will mindestens 500 Hartz-IV-Empf&auml;nger einstellen und ihnen bis zu 400 Euro im Monat zahlen. Bew&auml;hrt sich ein Arbeitsloser, will Marseille ihm nach zwei Jahren eine feste Arbeitsstelle anbieten. Nach seiner Einsch&auml;tzung k&ouml;nnte ein Drittel dieser Hartz-IV-Pflegehelfer dauerhaft in der Branche bleiben.<br>\nNur 15.000 &bdquo;Betreuungsassistenten&ldquo; wurden eingestellt. Die bisherigen Bem&uuml;hungen der Bundesregierung, Hartz-IV-Empf&auml;nger in die Pflege zu holen, haben nach Auffassung Marseilles nicht gefruchtet. &bdquo;Wir haben keinen einzigen Hartz-IV-Empf&auml;nger bekommen. Als sogenannte<br>\nBetreuungsassistenten, die es seit fast zwei Jahren gibt, haben sich immer nur normale Arbeitslose beworben&ldquo;, berichtet er&hellip;<br>\nAuch Marseille h&auml;lt die Freiwilligkeit f&uuml;r eine zwingende Voraussetzung f&uuml;r den Einsatz von Hartz-Empf&auml;ngern. Dennoch sieht er auch eine staatsb&uuml;rgerliche Verpflichtung der Langzeitarbeitslosen, dem Staat, der sie finanziert, auf diese Weise etwas zur&uuml;ckzugeben. Aus seiner Sicht ist die Einstellung Langzeitarbeitsloser f&uuml;r alle Beteiligten ein gutes Gesch&auml;ft. Er selbst sparte erheblich gegen&uuml;ber der Anstellung einer regul&auml;ren Hilfskraft, die bis zu 1800 Euro brutto verdient. Das Argument z&auml;hlt, denn wie fast alle Pflegeanbieter &ndash; gemeinn&uuml;tzig, privat oder &ouml;ffentlich &ndash; dr&uuml;cken ihn die steigenden Kosten noch mehr als der Personalmangel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E7A7720EBCCEB4023BC00CCEFB39C6016~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> 1.800 Euro Brutto f&uuml;r einen Pflegehilfskraft sind schlecht f&uuml;r die Rendite, und &ldquo;normale&rdquo; Arbeitslose sind also nicht &ldquo;gut&rdquo;, sprich &ldquo;nicht billig&rdquo; genug&hellip; Ein wahrer Samariter, der Herr Marseille. Durch und durch verlogen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hilfe f&uuml;r Arme: Es kommen immer mehr &ndash; vor allem Kinder<\/strong><br>\nWohlt&auml;tige Organisationen versorgen Arme mit Essen, Kleidung und Medikamenten. Die Nachfrage wird immer gr&ouml;&szlig;er. Eine Bestandsaufnahme f&uuml;r Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Armut-Hartz-IV;art271,3075966?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das ist das Ergebnis von Steuern senken, Staat zur&uuml;ckfahren, kurzum schlechter Politik in der reichen Bundesrepublik. &ndash; Und wir wagen es, bei Entwicklungsl&auml;ndern &ldquo;good governance&rdquo; einzufordern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Bulette als K&uuml;ndigungsgrund<\/strong><br>\nDie geltende Rechtsprechung in Sachen Bagatellk&uuml;ndigungen steht seit Monaten in heftiger Kritik. Im Bundestag liegt derzeit ein Gesetzentwurf zur &Auml;nderung des geltenden Rechts vor. Daf&uuml;r gibt es gute Gr&uuml;nde. Die Auffassung der Gerichte kollidiert nicht nur massiv mit dem Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen, sondern hat auch mit der t&auml;glichen Arbeitsrealit&auml;t in den Unternehmen nicht mehr viel zu tun. Wie sieht die Praxis aus? Wer im B&uuml;ro sein privates Handy aufl&auml;dt, begeht Stromdiebstahl. Wer in der Mittagspause vom B&uuml;roapparat zu Hause beim kranken Partner anruft, betr&uuml;gt seinen Arbeitgeber. Ob Reisekosten, Arbeitszeit oder B&uuml;romaterial, praktisch kein Mitarbeiter hat in seinem Berufsleben nicht schon einmal einen arbeitsrechtlichen Versto&szlig; begangen, der die Konsequenz der fristlosen K&uuml;ndigung erm&ouml;glichen w&uuml;rde. Und unter erfahrenen Personalverantwortlichen ist es ein offenes Geheimnis, dass man sich auf diese Art und Weise von jedem Mitarbeiter trennen k&ouml;nnte, wenn man nur wollte. Tats&auml;chlich passiert in den meisten F&auml;llen gar nichts. Umso interessanter gestalten sich nat&uuml;rlich diejenigen F&auml;lle, in denen doch etwas passiert. Hier dr&auml;ngt sich dem Gek&uuml;ndigten unweigerlich der Verdacht der Willk&uuml;r, bisweilen auch der Boshaftigkeit auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Bagatellkuendigung;art141,3076156?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was R&ouml;ttgen wirklich meint: Analyse von Aussagen des Bundesumweltministers<\/strong><br>\nDer Hype um die angeblich atomkritischen &Auml;u&szlig;erungen von Bundesumweltminister Norbert R&ouml;ttgen (CDU) ist gro&szlig;. Er wird zum &bdquo;Anti-Atom-Minister&ldquo; ernannt, der angeblich &bdquo;einen schnelleren Ausstieg als bisher vereinbaren&ldquo; will. Die Angriffe aus seiner Partei verst&auml;rken diesen Eindruck noch. Doch was will R&ouml;ttgen wirklich?<br>\nDas &bdquo;Handelsblatt&ldquo; schrieb treffend: &bdquo;Der Umweltminister wird daf&uuml;r sorgen, dass die CDU ihr Image als Pro-Kernkraft- Partei verliert, obwohl sie die Laufzeiten verl&auml;ngert.&ldquo; R&ouml;ttgen hat von seinen Vorg&auml;ngern Trittin und Gabriel gelernt, dass ein Teil der Bev&ouml;lkerung sich beruhigen l&auml;sst, wenn man den Weiterbetrieb der AKW einfach &bdquo;Atomausstieg&ldquo; nennt. Deswegen ist es besonders wichtig, seine Rhetorik aufzudecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ausgestrahlt.de\/hintergrundinfos\/politische-analyse\/artikel\/38cce327ca\/was-roettgen-wirklich-meint.html\">Ausgestrahlt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>DGB Streitzeit: Die Kopfpauschale ist teuer und ungerecht<\/strong><br>\nH&ouml;here Einkommen sollen entlastet und die Solidarit&auml;t abgebaut werden. Die Kopfpauschale birgt immense Risiken und Nebenwirkungen. Die Versicherten m&uuml;ssten in Zukunft alle Kostensteigerungen v&ouml;llig unabh&auml;ngig vom individuellen Einkommen alleine finanzieren.<br>\nFein raus sind die Arbeitgeber. Ihr Beitrag zur GKV wird eingefroren. So will es der Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Da ist es kein Wunder, dass sich die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft f&uuml;r das Modell Gesundheitspr&auml;mie\/Kopfpauschale stark macht.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100406_Streitzeit_Kopfpauschale_ist_teuer_und_ungerecht.pdf\">DBG Bayern [PDF &ndash; 406 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein Zeuge mag nicht mehr<\/strong><br>\nDie Telekom lie&szlig; Betriebsr&auml;te und Journalisten bespitzeln. Nun sieht es so aus, als w&uuml;rde kein Ex-Chef angeklagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/14\/Telekom\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexport stark gestiegen: Deutsche Waffen, deutsches Geld&hellip;<\/strong><br>\nIn der Hoffnung, dass es Ostern keiner mitkriegt: Die Bundesregierung hat den R&uuml;stungsexportbericht 2008 ver&ouml;ffentlicht. Die Ausfuhr von Waffen in Krisengebiete ist stark gestiegen.<br>\nLange hatte sich die Bundesregierung Zeit gelassen, nun hat sie leise zu Ostern ihren R&uuml;stungsexportbericht f&uuml;r 2008 ver&ouml;ffentlicht. Demnach erh&ouml;hte sich der Umfang der genehmigten R&uuml;stungsausfuhren stark von 3,7 Milliarden Euro 2007 auf 5,78 Milliarden Euro im Jahr 2008.<br>\nMit scharfer Kritik hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International auf den Bericht reagiert. &ldquo;Besorgniserregend sind insbesondere die Genehmigungen f&uuml;r Exporte von Kleinwaffen, Panzern oder Kriegsschiffen in Staaten mit bedenklicher Menschenrechtslage oder in Krisengebiete&rdquo;, erkl&auml;rte AI-R&uuml;stungsexperte Mathias John am Donnerstag.<br>\nVon den Ausfuhrgenehmigungen entfielen 2,64 Milliarden Euro auf EU-, Nato- und der Nato gleichgestellte Staaten, 3,14 Milliarden auf Drittl&auml;nder. Die Steigerung beruhte laut dem Bericht weitgehend auf der Genehmigung f&uuml;r Marinelieferungen im Wert von 1,5 Milliarden Euro nach S&uuml;dkorea. Auf klassische Entwicklungsl&auml;nder seien 5 Prozent des Gesamtwerts der Einzelgenehmigungen entfallen.<br>\nDie Regierung betont in dem Bericht, dass der Export von Waffen und Munition in die sogenannten Drittl&auml;nder &ldquo;restriktiv gehandhabt&rdquo; werde. Amnesty moniert hingegen, dass Deutschland 2008 beispielsweise mehr als 100 &ldquo;Leo 2&rdquo;-Panzer an die T&uuml;rkei lieferte &ndash; trotz des anhaltenden Konflikts in den kurdischen Gebieten. F&uuml;r Kolumbien habe die Bundesregierung R&uuml;stungslieferungen im Umfang von rund 18,6 Millionen Euro genehmigt, vorwiegend f&uuml;r Kriegsschiffe, bem&auml;ngelte die Menschenrechtsorganisation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/deutsche-waffen-deutsches-geld\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Deutschlands Eliten haben sich radikalisiert&ldquo;<\/strong><br>\nDer Soziologe Michael Hartmann &uuml;ber Debatten um Hartz-IV-Empf&auml;nger, Mittelschichten und die reicher werdenden Reichen: &bdquo;Die Mittelschichten sollen glauben, mit denen oben in einem Boot zu sitzen. Sloterdijk weitete seinen Begriff der Leistungstr&auml;ger von Interview zu Interview mehr aus, selbst Westerwelle spricht inzwischen von der Krankenschwester, die man in Schutz nehmen m&uuml;sse gegen die Hartz-IV-Empf&auml;nger, die von ihren Steuern lebten. Es gibt einen massiven Versuch, die Fronten so zu ziehen. Und er scheint zu funktionieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,3076083\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>NRW: Keine Mehrheit f&uuml;r Schwarz-Gelb<\/strong><br>\nWenige Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen drohen CDU und SPD schwere Verluste. Einer Umfrage zufolge k&ouml;nnen weder die Regierungskoalition noch ein rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis mit einer Mehrheit rechnen.<br>\nNach einer aktuellen Emnid-Umfrage im Auftrag der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; liegt die CDU von Ministerpr&auml;sident J&uuml;rgen R&uuml;ttgers mit 38 Prozent zwar deutlich vor der SPD (32 Prozent). Zusammen mit der FDP (8 Prozent) bleibt R&uuml;ttgers aber deutlich unter der absoluten Mehrheit. Die Gr&uuml;nen kommen in der Umfrage auf 12 Prozent. Wenn schon an diesem Sonntag gew&auml;hlt w&uuml;rde, w&auml;ren auch die Linken mit 7 Prozent der W&auml;hlerstimmen erstmals im D&uuml;sseldorfer Landtag vertreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2503030_Landtagswahl-in-Nordrhein-Westfalen-Keine-Mehrheit-fuer-Schwarz-Gelb.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Damit bleibt R&uuml;ttgers an der Macht, egal ob unter Schwarz-Gr&uuml;n oder mit einer gro&szlig;en Koalition, denn es ist nicht davon auszugehen, dass die SPD ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis wagen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Einschnitte ins Budget: Universit&auml;t Gie&szlig;en f&uuml;rchtet um Forschung und Lehre<\/strong><br>\nDie Universit&auml;t Gie&szlig;en sorgt sich angesichts der Sparpl&auml;ne der Landesregierung um ihre Zukunft. &bdquo;Mittel- und langfristig wird es massive Folgen f&uuml;r unsere Leistungskraft in Forschung und Lehre geben&ldquo;, sagte der Pr&auml;sident der Hochschule, Joybrato Mukherjee. K&uuml;nftig m&uuml;sse die Justus-Liebig-Universit&auml;t, an der 24.000 Studenten eingeschrieben sind, mit vier bis sechs Millionen Euro weniger auskommen.<br>\nMan werde nun &bdquo;entschieden und besonnen&ldquo; reagieren. Wiesbaden will bei den Hochschulen im kommenden Jahr 30 Millionen Euro einsparen (Steuereinnahmen sinken weiter: K&uuml;rzungen in allen Ministerien).<br>\nLandesregierung und Hochschulen verhandeln derzeit &uuml;ber eine Fortsetzung des Hochschulpaktes f&uuml;r die Jahre 2011 bis 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC\/Doc~EF496F3EC49A244D697576AB392A9AB06~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Dieselbe Regierung, die Steuerhinterziehung mindestens aktiv toleriert und die Steuern immer noch weiter senken will, ruiniert mit voller Absicht funktionierende Hochschulen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Weiterer Boykott des CHE Hochschul-Rankings<\/strong><br>\nDer Fachbereich &bdquo;Sozial- und Gesundheitswesen&ldquo; der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein &ndash; ehemals Evangelische Fachhochschule f&uuml;r Sozial- und Gesundheitswesen &ndash; wird sich auch zuk&uuml;nftig nicht am sogenannten &sbquo;Hochschul-Ranking&rsquo; des Centrums f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) sowie der damit verbundenen Datenerhebungen beteiligen.<br>\nDie Gr&uuml;nde f&uuml;r unseren fortgesetzten Boykott sind im Kern dieselben geblieben, wie sie bereits der Resolution von 2008 zugrunde lagen. Die einseitige hochschulpolitische Ausrichtung des CHE hat sich nicht ver&auml;ndert. Es transportiert einen Bildungsbegriff, der vornehmlich an marktwirtschaftlichen Leits&auml;tzen, nicht aber an Kriterien gesellschaftlicher N&uuml;tzlichkeit orientiert ist. Dies lehnen wir ab. Zudem sind methodische Zweifel an der Repr&auml;sentativit&auml;t der f&uuml;r das Ranking erhobenen Daten sowie an der Validit&auml;t ihrer Interpretation bis heute nicht ausger&auml;umt.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100406_ResolutionCHE120310.pdf\">Fachbereichsrat des FB &bdquo;Sozial- und Gesundheitswesen&ldquo; der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein vom 24.03.2010 [PDF &ndash; 82 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Obama ist nur ein normaler, gem&auml;&szlig;igter Demokrat im Stil von Bill Clinton&rdquo;<\/strong><br>\nNoam Chomsky &uuml;ber Obama, den Iran, das Mafia-Prinzip, die Entwicklung in Lateinamerika und die Rolle der Nato.<br>\nAm 23. M&auml;rz hatte der Sprachwissenschaftler Noam Chomsky, der seit dem Vietnamkrieg die interventionistische Politik der USA kritisiert, die politischen, medialen und wirtschaftlichen Machtstrukturen untersucht und zu einer im konservativen Lager gehassten Symbolfigur der amerikanischen Linken wurde, den Erich-Fromm-Preis in Stuttgart erhalten. Zur Begr&uuml;ndung hie&szlig; es, dass Noam Chomsky die F&auml;higkeit auszeichne, &ldquo;die politische und gesellschaftliche Wirklichkeit unabh&auml;ngig von Machtinteressen und unbeeinflusst von einer manipulierten &ouml;ffentlichen Meinung zu erkennen und auszusprechen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32381\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Obamas Abr&uuml;stungsinitiative: Mit den Waffen des Freundes<\/strong><br>\nDie Anti-Atombewegung mag seit Ende des Kalten Krieges stark geschrumpft sein. Ihre Sache aber lebt und ist jetzt offizielle Politik im Wei&szlig;en Haus zu Washington.<br>\nDer mit Russland ausgehandelte neue Start-Vertrag, der am 8. April in der tschechischen Hauptstadt unterzeichnet werden soll, ist ein erster Schritt. Nicht auf null werden die strategischen Arsenale der zwei gr&ouml;&szlig;ten Atomm&auml;chte heruntergefahren, sondern auf je 1500 bis 1650 Sprengk&ouml;pfe. Die reale Reduktion, monieren Kritiker, werde wegen neuer Z&auml;hlkriterien sogar geringer ausfallen als die vom Wei&szlig;en Haus in Aussicht gestellten 30 Prozent. Doch fest steht: Ohne Obama st&uuml;nde atomare Abr&uuml;stung heute nicht auf der internationalen Tagesordnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2497927_Obamas-Abruestungsinitiative-Mit-den-Waffen-des-Freundes.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Irak-Krieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Folgen der Uranentsorgung durch Waffen<\/strong><br>\nIm Irak soll die Zahl der missgebildeten Kinder stark angestiegen sein, vor allem vom US-Milit&auml;r verwendete Munition mit abgereichertem Uran wird als Ursache vermutet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32382\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Forschungsinstitut: Irak-Krieg forderte bislang &uuml;ber eine Million Tote<\/strong><br>\nDas US-amerikanische Forschungsinstitut &raquo;Just Foreign Policy&laquo; in Washington hat in seinem neuesten Informationsbulletin informiert, dass den eigenen Untersuchungsergebnissen zufolge bislang 1.366.350 Irakerinnen und Iraker seit Beginn der US-Invasion im M&auml;rz 2003 ihr Leben verloren haben. Somit sei diese Zahl mindestens zehn Mal h&ouml;her als die Angaben, die normalerweise von US-Medien gemacht wurden, und stellen nach Ansicht des Instituts sogar den Genozid in Ruanda in den Schatten.<br>\nDas Institut unterstrich, dass die Regierenden der USA als unmittelbar verantwortlich f&uuml;r die Massaker gelten m&uuml;ssten. Das sei auch der Grund daf&uuml;r, dass sie sich der Bekanntgabe von genauen Zahlen &uuml;ber die durch ihren Krieg gegen das arabische Land entstandenen menschlichen Verluste unter den Irakern zu entziehen versuchen.<br>\n&raquo;Just Foreign Policy&laquo; versteht sich selbst als unabh&auml;ngige Organisation, deren Ziel eine Reform der US-Au&szlig;enpolitik im Interesse der gro&szlig;en Mehrheit der US-Amerikaner ist.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.redglobe.de\/naher-a-mittlerer-osten\/irak\/3630-irak-krieg-forderte-bislang-ueber-eine-million-tote\">Red Globe<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.justforeignpolicy.org\/node\/156\">Just Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Journalisten Opfer eines US-Angriffs<\/strong><br>\nEin beklemmendes Video hat die Whistleblower-Plattform Wikileaks auf ihrer Webseite ver&ouml;ffentlicht: In Bagdad haben US-Hubschrauber wohl nicht auf Aufst&auml;ndische geschossen, sondern auf Journalisten und Kinder. Reuters hatte 2007 nach dem Zwischenfall die Herausgabe des Milit&auml;rvideos gefordert. Das Pentagon weigerte sich. Nun geriet der Film Wikileaks in die H&auml;nde. Die Webseite stellt seit 2006 Interna aus Wirtschaft, Beh&ouml;rden und Politik ins Netz, ohne dass die Quellen zur&uuml;ckverfolgt werden k&ouml;nnen. Auch &uuml;ber die Herkunft des Bagdad-Videos schweigt Wikileaks-Sprecher Assange, obwohl klar scheint, dass es aus Milit&auml;rkreisen stammt. Nicht nur wegen der Brutalit&auml;t und offenbar tragischen Verwechslung k&ouml;nnte der Vorfall nun ein Nachspiel haben. Laut Pentagon hatten sich die Soldaten an jenem Morgen, als die Reuters-Journalisten starben, alle geltenden Regeln befolgt. &ldquo;Wenn das wahr ist, ist etwas falsch mit den Regeln&rdquo;, sagt Assange, &ldquo;wenn nicht, haben sie etwas vertuscht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2507388&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur ein weiteres Kapitel in der unendlichen Geschichte der ach so sauberen neuen Kriege, in denen mit chirurgischer Pr&auml;zision zwischen dem milit&auml;rischen Gegner und Zivilisten unterschieden wird, zwischen Gegnern und Verb&uuml;ndeten, zwischen Gegnern und Kindern. Warum nur waren wir Deutschen uns so einig, dass der Irakkrieg von &Uuml;bel sei, und warum machen wir in Afghanistan all dies mit?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Irland: &ldquo;Sie verdienen es, erschossen zu werden&rdquo;<\/strong><br>\nDie irische Regierung will die angeschlagenen und teilverstaatlichten Banken mit weiteren 22 Milliarden Euro st&uuml;tzen. Doch sogar das d&uuml;rfte nicht ausreichen, um die Institute zu stabilisieren. So hat allein die Anglo Irish Bank mit 12,7 Milliarden Euro den gr&ouml;&szlig;ten Firmenverlust in Irlands Geschichte eingefahren. Bei der Allied Irish Banks wird der Anteil des Staates von etwa 25 % wohl bis auf 70 % steigen, weil auch die einst gr&ouml;&szlig;te Bank neue Steuermilliarden braucht. Die Sparbem&uuml;hungen, mit K&uuml;rzungen von L&ouml;hnen und Sozialleistungen, die vier Milliarden Euro bringen sollen, sind dagegen nur ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Der Unmut steigt mit der Arbeitslosigkeit und eine wirtschaftliche Erholung ist nicht in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32383\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>L&rsquo;Aquila ein Jahr nach dem Beben: Die Fassade stimmt<\/strong><br>\nZigtausende Menschen wurden obdachlos, hunderte starben, als am 6. April 2009 ein Beben die italienische Stadt L&rsquo;Aquila zerst&ouml;rte. Ein Jahr danach ist der erste Eindruck, dass die Katastrophe &uuml;berwunden wurde. Aber die Bewohner sagen: Genau das ist das Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/L-Aquila-Erdbeben-Italien;art1117,3076064?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was der Artikel nicht erw&auml;hnt, ist, dass L&rsquo;Aquila nicht nur zum Symbol des Machers Berlusconi hochstilisiert wurde, sondern dass der Held von L&rsquo;Aquila, ein unmittelbarer Vertrauter Berlusconis, der Zivilschutzchef Guido Bertolaso, inzwischen im Mittelpunkt eines neuen Korruptionsskandals steht. L&rsquo;Aquila wird wohl langfristig doch wieder f&uuml;r den &uuml;blichen Ablauf solcher Katastrophen in Italien stehen: Korruptionsskandale und ein um Jahre verz&ouml;gerter Wiederaufbau.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Nationalisten in Ungarn und Slowakei: Kriegerische T&ouml;ne<\/strong><br>\nIm Wahlkampf d&uuml;rfen Worte nicht auf die Goldwaage gelegt werden. Politiker reden und versprechen viel. Au&szlig;erdem schlagen sie verbal auf den politischen Gegner ein. In Ungarn und der Slowakei, wo Urneng&auml;nge ins Haus stehen, gehen die Auseinandersetzungen inzwischen allerdings weit &uuml;ber das &uuml;bliche Wahlkampfget&ouml;se hinaus. Von Krieg gegen den Nachbarn ist die Rede, gef&uuml;hrt auf beiden Seiten von &ldquo;starken Armeen&rdquo;. Angesichts solch markiger Spr&uuml;che k&ouml;nnte in Vergessenheit geraten, dass es sich um zwei Mitglieder der Europ&auml;ischen Union (EU) handelt. Doch der Wahlkampf zeigt, wo die rechtsextremen Parteien in Ungarn und der Slowakei nach ihren Stimmen fischen: im Sumpf der dumpfen, nationalistischen Gef&uuml;hle. Alarmierend ist, dass es sich bei den randalierenden Parteien in beiden L&auml;ndern nicht um Randgruppen handelt. Die Nationalpartei SNS sitzt in Bratislava seit vier Jahren mit am Regierungstisch. In Ungarn kann die Jobbik-Partei bei den Wahlen am 11. April mit bis zu 20 Prozent der Stimmen zur zweitst&auml;rksten Macht werden.<br>\nBedenklich ist, dass die sogenannten etablierten Parteien nicht wirklich bem&uuml;ht sind, sich von den rechten Parolen zu distanzieren. So unterstreicht der nationalkonservative Fidesz-Chef Viktor Orban, der nach den Wahlen am 11. April in Ungarn wahrscheinlich neuer Regierungschef wird, bei jeder Gelegenheit die kulturelle Einheit aller Ungarn &ndash; wozu er nat&uuml;rlich auch die ungarische Minderheit in der Slowakei z&auml;hlt. Und auch Ungarns Pr&auml;sident Laszlo Solyom erinnert bei jeder sich bietenden Gelegenheit an die einstige Gr&ouml;&szlig;e seines Landes. Die ethnischen Spannungen, die dadurch aufgebaut werden, suchen sich nat&uuml;rlich ein Ventil. Zum Ziel der &Uuml;bergriffe wird dabei immer wieder die Minderheit der Roma in Ungarn, bei denen es schon Tote gegeben hat. In diesen Tagen wurden wieder in Siofok am Balaton vier H&auml;user von Roma-Familien mit Molotow-Cocktails in Brand gesteckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2507387&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Karsai gegen Krieg; Kollateralsch&auml;den; Verzicht auf Zinseink&uuml;nfte; Pflegebranche sucht dringend Hartz-IV-Empf&auml;nger; Es kommen immer mehr Kinder zur Tafel; Bulette als K&uuml;ndigungsgrund; was R&ouml;ttgen wirklich meint; Kopfpauschale teuer und ungerecht; Telkomspitzelei ohne Anklage; deutsche Waffen, deutsches Geld; radikale Eliten; NRW: Keine Mehrheit f&uuml;r Schwarz-Gelb; Uni f&uuml;rchtet um Forschung und Lehre;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5035\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5035","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5035"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5035\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5040,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5035\/revisions\/5040"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}