{"id":50369,"date":"2019-03-22T08:12:51","date_gmt":"2019-03-22T07:12:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369"},"modified":"2019-03-22T08:12:51","modified_gmt":"2019-03-22T07:12:51","slug":"hinweise-des-tages-3331","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h01\">Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: Frau Merkel, was ist vom Wohlstandsversprechen Europas geblieben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h02\">Summit leak reveals EU rift on climate change<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h03\">Etat 2020: Wie viel Sch&auml;uble steckt in Scholz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h04\">Fette Jahre vorbei: Warum Commerzbank und Deutsche Bank fusionieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h05\">Machtkontrolle: Liste der geheimen Zutaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h06\">Mietenwahnsinn: Der Markt wird&rsquo;s nicht richten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h07\">Keine Sternstunde der IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h08\">Wo Mindestlohn unterlaufen wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h09\">Investitionsbedarf der Krankenh&auml;user: aktuelle Auswertung best&auml;tigt Unterfinanzierung durch die Bundesl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h10\">Waffenlieferungen: CDU besteht auf R&uuml;stungsexporten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h11\">Ukraine: Es ist Zeit f&uuml;r ein Res&uuml;mee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h12\">Dammbr&uuml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h13\">Loyal aus gutem Grund: Warum die US-Marionetten keine Unterst&uuml;tzung in Venezuelas Armee finden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h14\">Trump: &bdquo;Zeit f&uuml;r die USA, Israels Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber die Golanh&ouml;hen anzuerkennen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50369#h15\">#diesejungenPolitiker<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: Frau Merkel, was ist vom Wohlstandsversprechen Europas geblieben?<\/strong><br>\n&ldquo;Die Politik in Europa stellt das Gegenprogramm zu den Werten der Aufkl&auml;rung und der franz&ouml;sischen Revolution dar.&rdquo; So antwortet Sahra Wagenknecht auf die Regierungserkl&auml;rung der Bundeskanzlerin zur EU. &ldquo;Aus der Freiheit wurde die Freiheit des Marktes und der gro&szlig;en Unternehmen, an die Stelle der Gleichheit trat die Rechtfertigung wachsender Ungleichheit, und das solidarische Miteinander wurde ersetzt durch die politische Legitimierung von Egoismus, R&uuml;cksichtslosigkeit und Gier. Die EU ist nicht deshalb krank, weil immer mehr Menschen antieurop&auml;ische Parteien w&auml;hlen. Die Antieurop&auml;er werden gew&auml;hlt, weil die EU krank ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uigi0PqQeIU\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Gesch&auml;ftsgebaren: Poker um Aufschub<\/strong><br>\nVerz&ouml;gerte sich der Austritt sogar noch weiter, w&auml;re die Europawahl auch f&uuml;r Gro&szlig;britannien verpflichtend. Umfragen deuten schon jetzt darauf hin, dass sich der wachsende Unmut &uuml;ber die EU in deutlichen Zugewinnen f&uuml;r UKIP oder die neue &raquo;Brexit-Partei&laquo; von Nigel Farage niederschl&auml;gt. Die Rechtsau&szlig;enfraktion w&uuml;rde also weiter gest&auml;rkt; der Ausbau der Union zum global operierenden Machtblock geriete in neue Schwierigkeiten. Als wahrscheinlich galt daher eine Verschiebung des Austritts auf den 22. Mai.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hatte schon am Vormittag in einer Regierungserkl&auml;rung im Bundestag f&uuml;r den Fall, dass der Austrittsdeal mangels rechtsverbindlicher Befristung des Backstop zum dritten Mal im britischen Unterhaus durchfallen sollte, f&uuml;r einen Sondergipfel pl&auml;diert. Man m&uuml;sse alles tun, um einen &raquo;harten Brexit&laquo; zu verhindern, erkl&auml;rte Merkel. Tats&auml;chlich tr&auml;fe dieser neben Gro&szlig;britannien vor allem deutsche Unternehmen, die laut dem Institut der deutschen Wirtschaft in K&ouml;ln bei ung&uuml;nstiger Entwicklung Exporte in zweistelliger Milliardenh&ouml;he verlieren k&ouml;nnte. In Zeiten der Trumpschen Handelskriege w&ouml;ge dies besonders schwer. Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron erkl&auml;rte hingegen, im Fall einer dritten Ablehnung des Austrittsdeals sei ein &raquo;harter Brexit&laquo; wohl unvermeidlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/351527.gesch%C3%A4ftsgebaren-poker-um-aufschub.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Summit leak reveals EU rift on climate change<\/strong><br>\nOn the other hand, Germany, Poland, Hungary and the Czech Republic have refused to specifically link EU climate action with the 1.5&deg;C objective. They also oppose any time-bound commitment to the EU&rsquo;s climate neutrality objective, deleting any reference to 2050 for reaching that goal.<br>\n&ldquo;When it comes to climate change, there is clearly a growing rift between Germany and Poland on one side, and France and other governments on the other,&rdquo; said Sebastian Mang, EU climate policy adviser at Greenpeace, the environmental organisation.<br>\n&ldquo;Germany is attempting to hold back efforts by France and several European governments for the EU to achieve net-zero greenhouse gas emissions by 2050,&rdquo; Mang told EURACTIV.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.com\/section\/climate-strategy-2050\/news\/summit-leak-reveals-eu-rift-on-climate-change\/\">Euractiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Was hatte Merkel noch lobend &uuml;ber die Sch&uuml;lerprotesten Fridays for Future gesagt? Die Klimaschutzziele seien nur erreichbar, wenn es R&uuml;ckhalt in der Gesellschaft gebe. Die Bundesregierung hat sie damit aber wohl nicht gemeint, denn die verhindert auf EU-Ebene weiterhin allzu strenge Vorgaben. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Etat 2020: Wie viel Sch&auml;uble steckt in Scholz?<\/strong><br>\nFinanzminister Scholz hat am Mittwoch die Eckpunkte f&uuml;r den Bundeshaushalt 2020 vorgestellt. Oberster Haushaltsgrundsatz ist die schwarze Null. Ist das der richtige Weg? Sollte Scholz als Sozialdemokrat die Sparpolitik von Wolfgang Sch&auml;uble fortsetzen? Dar&uuml;ber haben wir mit dem Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel gesprochen. Er war Hochschullehrer f&uuml;r Finanzwissenschaft an der Universit&auml;t Bremen und Direktor des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hr-inforadio.de\/podcast\/das-thema\/etat-2020-wie-viel-schaeuble-steckt-in-scholz,podcast-episode43304.html\">hr info<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fette Jahre vorbei: Warum Commerzbank und Deutsche Bank fusionieren<\/strong><br>\nErstaunlich ist ja weniger, dass die fette Zeit f&uuml;r das deutsche Industriekapital nun zu Ende geht, sondern vielmehr, dass sie &uuml;berhaupt fett war und dass sie acht (oder neun) Jahre anhielt. Gr&uuml;nde daf&uuml;r: die hinter der Produktivit&auml;tssteigerung zur&uuml;ckbleibende Lohnentwicklung im Inland; der f&uuml;r deutsche Produkte v&ouml;llig offene Binnenmarkt der Eurozone; der niedrig bewertete Euro, der in Regionen au&szlig;erhalb der Eurozone deutsche Produkte billig machte; die expansive Wirtschaftspolitik in den USA, Ostasien und S&uuml;damerika. Der letzte Faktor h&ouml;rt gerade auf, wirksam zu sein. Die Weltkonjunktur schw&auml;cht sich ab, sagen die Konjunkturforscher. Also l&auml;uft, ganz abgesehen von den hausgemachten Problemen der deutschen Gro&szlig;konzerne, der verr&uuml;ckte Exportboom langsam aus.<br>\nVergessen wir die Banken nicht. Sie haben &uuml;berlebt, immerhin. Aber weder konnten sie an die sagenhafte Profitabilit&auml;t der Zeit vor der Finanzkrise ankn&uuml;pfen, noch der heutigen Profitabilit&auml;t des deutschen Industriekapitals &Auml;hnliches erreichen. Die Deutsche Bank hatte zus&auml;tzlich das Pech, dass sie aus dem extrem profitablen US-Kapitalmarkt gedr&auml;ngt wurde. In Deutschland ist f&uuml;r sie neben den Sparkassen, Genossenschaftsbanken und der Commerzbank kein Platz und Bedarf. Deshalb soll und will sie unter der Obhut der Regierung mit der Commerzbank fusionieren. Erster Zweck der &Uuml;bung: Das &Uuml;berleben beider soll im kommenden Abschwung (auf Kosten der Besch&auml;ftigten) erleichtert werden. Zweiter Zweck: Im EU-Binnenmarkt soll eine deutsche Bank hochgez&uuml;chtet werden, die der Konkurrenz aus Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden zumindest ebenb&uuml;rtig ist. Das deutsche Monopolkapital muss ja wohl auch im Finanzsektor EU-weit das gr&ouml;&szlig;te sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5112\/positionen\/10836\/Fette-Jahre-vorbei.htm%20\">unsere zeit<\/a>\n<p><strong>dazu: Fabio de Masi, DIE LINKE: Niemand braucht noch gr&ouml;&szlig;ere Gro&szlig;banken auf t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en stehen.<\/strong><br>\nWir lehnen die geplante Fusion ab:<br>\nDie Fusion zweiter angeschlagener Gro&szlig;anken ohne tragf&auml;higes Gesch&auml;ftsmodell ist keine L&ouml;sung f&uuml;r irgendein Problem, sondern verfestigt und vergr&ouml;&szlig;ert die Problem. Schon heute weiss jeder, dass Deutsche Bank und Commerzbank jeweils einzeln zu gro&szlig; sind, um bei einer Krise &uuml;ber den Abwicklungsmechanismus ohne Inanspruchnahme der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler abgewickelt zu werden. Umso schlimmer w&auml;re da nat&uuml;rlich eine Schieflage eines fusionierten Gro&szlig;instituts. Ganz im Gegenteil: Commerzbank und noch viel mehr Deutsche Bank m&uuml;ssen entflochten und das Investmentbanking abgewickelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=m2VoOqV4n_E\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Machtkontrolle: Liste der geheimen Zutaten<\/strong><br>\nWie viel Einfluss haben Lobbyisten auf die Gesetzgebung? Die Linkspartei und NGOs fordern ein Transparenzregister.<br>\nAm 19. Februar wollte Jan Korte, Abgeordneter der Linken, von der Bundesregierung wissen, wie es zur &Auml;nderung des Transplantationsgesetzes kam. Das Gesetz ist ethisch umstritten, es soll die Zahl der Organspenden erh&ouml;hen. Korte fragte, welche externen Gutachten oder Studien dem Gesetzentwurf der Regierung zugrunde l&auml;gen und wie die urspr&uuml;ngliche Fassung ge&auml;ndert wurde. Die Regierung sollte offenlegen, welche Kontakte es zwischen Politikern und Lobbyisten gab und wie diese den Text dann beeinflussten.<br>\nAm 5. M&auml;rz folgte die Antwort aus dem Gesundheitsministerium: Es sei nicht Aufgabe der Regierung, alle Stellungnahmen zusammenzutragen oder anschaulich aufzubereiten, die man sich einhole. Nicht alle Gespr&auml;che mit Externen w&uuml;rden offiziell erfasst, so seien die Daten &ldquo;m&ouml;glicherweise nicht vollst&auml;ndig&rdquo;. Offengelegt wurden dann nur Treffen auf h&ouml;chster Ebene, zwischen Interessenvertretern und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) oder seinen beiden Parlamentarischen Staatssekret&auml;ren im Gesundheitsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/machtkontrolle-liste-der-geheimen-zutaten-1.4375968\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mietenwahnsinn: Der Markt wird&rsquo;s nicht richten<\/strong><br>\nLange galt Wohnungspolitik als langweilig und nebens&auml;chlich. Heute explodieren vielerorts die Mieten, werden Menschen aus ihren Nachbarschaften verdr&auml;ngt, finden Gro&szlig;demonstrationen statt, geben Medien dem Thema breiten Raum. Wohnen ist wieder zur&uuml;ck auf der politischen Agenda.<br>\nWohnraum ist vor allem in Gro&szlig;- und Universit&auml;tsst&auml;dten zur Profitmaschine geworden. Neu gebaut wird vorwiegend hochpreisig; der Kauf und teurere Verkauf von Immobilien ist ein Gesch&auml;ftsmodell geworden, ebenso das Modernisieren von Bestandswohnungen auf Kosten der Mieter. Der Teufelskreis aus Spekulation und steigenden Immobilienpreisen dreht sich immer schneller, und sein Resultat ist stets gleich: Auf der einen Seite wird Wohnen f&uuml;r die Mehrheit teurer, Menschen werden aus ihren Nachbarschaften verdr&auml;ngt. Zwischen 2010 und 2017 sind die Nettokaltmieten (Angebotsmieten) in Deutschland um 29 Prozent angestiegen, in Gro&szlig;st&auml;dten um 42 Prozent, in M&uuml;nchen um 46 Prozent, in Berlin um 68 Prozent. Auf der anderen Seite reibt sich eine gutsituierte Minderheit die H&auml;nde. Das reichste F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung besitzt 75 Prozent aller Immobilienverm&ouml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/mietenwahnsinn-der-markt-wirds-nicht-richten--2262.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<p><strong>dazu: Aktion gegen die Wohnraumkrise<\/strong><br>\nDie Wohnungsnot in Deutschland spitzt sich weiter zu. Immer weniger Haushalte k&ouml;nnen sich die Neubaumieten in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten leisten. Mit einer Aktionswoche informiert der DGB deshalb &uuml;ber die Wohnraumkrise, um den Druck auf die Politik zu erh&ouml;hen &ndash; damit endlich wieder erschwingliche Wohnungen gebaut werden.<br>\n&bdquo;Explodierende Mieten&ldquo;, &bdquo;Wohnungsnot&ldquo; &ndash; Schlagw&ouml;rter wie diese beherrschen nach wie vor die Schlagzeilen vieler Zeitungen. Doch aus der Politik ist dazu nur wenig zu h&ouml;ren. Nachdem die Bundesregierung im Herbst noch einen &ouml;ffentlichkeitswirksamen &bdquo;Wohngipfel&ldquo; veranstaltete, scheint sie es jetzt erst einmal bei den bisher ergriffenen Ma&szlig;nahmen belassen zu wollen.<br>\nDabei haben viele auf den Weg gebrachte Instrumente zweifelhafte Effekte. Beispiel Baukindergeld: Eine Anfrage im Deutschen Bundestag ergab, dass fast 90 Prozent der Antr&auml;ge f&uuml;r den Kauf von Bestandsimmobilien gestellt wurden. Das hei&szlig;t: Es wurde gar kein zus&auml;tzlicher Wohnraum geschaffen. Die F&ouml;rderung erreichte nicht selten Menschen, die ohnehin einen Wohnungskauf vorhatten. Die veranschlagten fast zehn Milliarden Euro gehen also oft am Ziel, der Schaffung von neuem Wohnraum, vorbei und generieren Mitnahmeeffekte. Der Name &bdquo;Baukindergeld&ldquo; ist irref&uuml;hrend.<br>\nDennoch wird gebaut. 2017 wurden 284.400 Wohneinheiten fertiggestellt. Die H&auml;lfte davon waren allerdings Ein- und Zweifamilienh&auml;user. Ein weiterer nicht unerheblicher Teil waren hochpreisige Eigentumswohnungen. Insgesamt sind die meisten neu gebauten Mietwohnungen f&uuml;r NormalverdienerInnen nicht bezahlbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++359e611a-4be3-11e9-ac0e-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Keine Sternstunde der IG Metall<\/strong><br>\nGewerkschaftliche Forderung massiv unterlaufen &ndash; Stahlkocher von Tarifabschluss entt&auml;uscht<br>\nDie Stahlunternehmen und die Gewerkschaft IG Metall einigten sich am Sonntagmorgen auf einen neuen Tarifvertrag. Demnach sollen die L&ouml;hne ab M&auml;rz 2019 um 3,7 Prozent steigen. F&uuml;r die Monate Januar und Februar gibt es insgesamt eine Einmalzahlung von 100 Euro.<br>\nAb 2020 gibt es eine zus&auml;tzliche tarifliche Verg&uuml;tung in H&ouml;he von 1 000 Euro, ausgezahlt jeweils zum 31. Juli. Diese Verg&uuml;tung kann in freie Tage umgewandelt werden, bis zu f&uuml;nf freie Tage seien m&ouml;glich. Der Tarifvertrag l&auml;uft bis zum 28. Februar 2021.<br>\nBeide Seiten werteten die Einigung als schwierigen, aber vertretbaren Kompromiss. &bdquo;Wir haben in den letzten drei Monaten und auch in den letzten 16 Stunden hart miteinander gerungen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen&ldquo;, betonte IG-Metall-Verhandlungsf&uuml;hrer Knut Giesler.<br>\nDer ausgehandelte Tarifvertrag zwischen IGM und Stahl bleibt weit unter den Erwartungen der 72 000 Stahlarbeiter. Urspr&uuml;nglich hatte die IG Metall f&uuml;r die Stahlkocher in NRW, Niedersachsen und Bremen 6 Prozent mehr Geld f&uuml;r 12 Monate gefordert sowie 1 800 Euro zus&auml;tzliche Urlaubsverg&uuml;tung. Die Arbeitgeber hatten eine Erh&ouml;hung von 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten angeboten. Nunmehr betr&auml;gt die Laufzeit 24 Monate. Die Forderung nach Erh&ouml;hung der Ausbildungsverg&uuml;tung und 600 Euro zus&auml;tzliche Urlaubsverg&uuml;tung f&uuml;r die Auszubildende bleibt unerw&auml;hnt. Mehr als die H&auml;lfte der gewerkschaftlichen Forderung bleibt auf der Strecke.<br>\nDas Lamento des Verhandlungsf&uuml;hrers der Stahlunternehmer und Chefs von Thyssenkrupp-Steel, An&shy;dreas Goss, blieb nicht ohne Wirkung. (&hellip;)<br>\nEs ist schwer zu verstehen, dass die IG Metall den Ansinnen der Konzerne anstandslos stattgegeben hat. Die Kampfbereitschaft der Stahlkocher wurde nur sporadisch eingesetzt, mehr Druck h&auml;tte sicher ein g&uuml;nstigeres Ergebnis erbracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5112\/wirtschaft_soziales\/10795\/Keine-Sternstunde-der-IG-Metall.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wo Mindestlohn unterlaufen wird<\/strong><br>\nDie Zahl der aufgedeckten Verst&ouml;&szlig;e und eingeleiteten Verfahren hat sich seit 2015 mehr als vervierfacht.<br>\nDer im Jahr 2015 eingef&uuml;hrte Mindestlohn gilt in der Politik als Erfolgsgeschichte &ndash; aber was sagen Zimmerm&auml;dchen, Friseurinnen, Bauarbeiter oder Fleischer, die in der Praxis oft auf Druck ihrer Arbeitgeber viele Stunden extra schuften und von einer Bezahlung, wie sie im Gesetz steht, weit entfernt sind? In Speditionen, in der Landwirtschaft oder in Pflegeheimen wird die Auszahlung des Mindestlohns und von Branchen-Mindestl&ouml;hnen viel zu selten kontrolliert, weil der Zoll &uuml;berfordert ist. Viele Arbeitnehmer werden so um Lohn geprellt, dem Staat entgehen Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben.<br>\nDass der Mindestlohn in Deutschland massenhaft unterlaufen wird, belegen neue Zahlen, die die zust&auml;ndige Spezialeinheit Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls f&uuml;r das Jahr 2018 zusammengestellt hat. Die Daten liegen unserer Redaktion vor. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will sie am Montag bei der Jahresbilanz des Zolls pr&auml;sentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/web\/zgt\/wirtschaft\/detail\/-\/specific\/Wo-Mindestlohn-unterlaufen-wird-1164205771\">Th&uuml;ringer Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Investitionsbedarf der Krankenh&auml;user: aktuelle Auswertung best&auml;tigt Unterfinanzierung durch die Bundesl&auml;nder<\/strong><br>\nDer bestandserhaltende Investitionsbedarf der Krankenh&auml;user liegt bundesweit deutlich &uuml;ber sechs Milliarden Euro pro Jahr. Dies zeigt die aktuelle Investitions-Analyse f&uuml;r das laufende Jahr 2019, auf die sich der GKV-Spitzenverband, der Verband der Privaten Krankenversicherung und die Deutsche Krankenhausgesellschaft jetzt verst&auml;ndigt haben. Die bereits zum sechsten Mal ver&ouml;ffentlichte Analyse von Investitionsbewertungsrelationen soll den Bundesl&auml;ndern helfen, die von ihnen bereitzustellenden Investitionsmittel f&uuml;r Krankenh&auml;user besser zu kalkulieren und gezielter zu verteilen. Derzeit decken die Bundesl&auml;nder mit ihren Zahlungen aber gerade einmal die H&auml;lfte der ben&ouml;tigten Gelder f&uuml;r Investitionen tats&auml;chlich ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gkv-spitzenverband.de\/gkv_spitzenverband\/presse\/pressemitteilungen_und_statements\/pressemitteilung_826368.jsp\">GKV Spitzenverband<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Waffenlieferungen: CDU besteht auf R&uuml;stungsexporten<\/strong><br>\nDie Regierungskoalition steuert auf einen neuen Gro&szlig;konflikt zu: Die SPD will das R&uuml;stungsexportverbot nach Saudi-Arabien, das in der n&auml;chsten Woche ausl&auml;uft, um ein halbes Jahr verl&auml;ngern. Die Union ist strikt dagegen und will die Ausfuhr von Waffen und Kriegsger&auml;t in die Krisenregion ab April wieder freigeben. [&hellip;]<br>\nDass die SPD es darauf ankommen lie&szlig;e, ist fraglich &ndash; aber vielleicht auch unn&ouml;tig: In der Union hei&szlig;t es, die SPD positioniere sich deshalb so klar, weil sie wisse, dass sie auf verlorenem Posten stehe: Komme es zu einer Abstimmung im Bundessicherheitsrat, w&uuml;rden die SPD- den Unionsministern ohnehin unterliegen. Ein f&uuml;hrender CDU-Politiker sagte dazu: &bdquo;Das laute Nein von Andrea Nahles soll das pazifistische Profil der SPD sch&auml;rfen und den Schaden innerhalb der SPD begrenzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/besteht-ende-ruestungsexportstopps-11870671.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ukraine: Es ist Zeit f&uuml;r ein Res&uuml;mee<\/strong><br>\nIn Leipzig stellen vier Ost-Experten ein Buch &uuml;ber den Brand im Gewerkschaftshaus in Odessa vor<br>\nUlrich Heyden<br>\nErinnern Sie sich noch? Im Mai 2014 jettete der damalige Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier &uuml;berraschend nach Odessa. Er wollte vor dem ausgebrannten Gewerkschaftshaus einen Kranz niederlegen. Viele Menschen in Deutschland waren besorgt, angesichts der Nachricht, dass in der ukrainischen Hafenstadt 42 Menschen beim Brand im Gewerkschaftshaus von ukrainischen Ultranationalisten get&ouml;tet worden waren. Und Frank-Walter Steinmeier f&uuml;hlte sich bem&uuml;&szlig;igt irgend etwas zu tun.<br>\nAber den Kranz hat er dann doch nicht niedergelegt. Der Gouverneur von Odessa hatte ihm von dem Vorhaben abgeraten. Eine Kranzniederlegung k&ouml;nne &ldquo;zu neuen Unruhen f&uuml;hren&rdquo;, hatte der Gouverneur erkl&auml;rt.<br>\nDer Opportunismus deutscher Politiker und Medien gegen&uuml;ber den faschistischen Tendenzen in der Ukraine hat sich seitdem noch gesteigert. Deutschland berief Botschaftsangeh&ouml;rige aus Russland ab, weil angeblich Russland hinter der Skrypal-Aff&auml;re steckt. Doch gegen&uuml;ber der Ukraine wurden keinerlei Zwangsma&szlig;nahmen verh&auml;ngt, obwohl diejenigen, die 42 Tote auf dem Gewissen haben, bis heute nicht ermittelt, geschweige denn vor ein ukrainisches Gericht gestellt wurden.<br>\nIn Deutschland gibt es ein Schweigekartell zu dem Massaker in Odessa. Dieses Kartell wollen vier Buchautoren aufbrechen. Am Sonnabend den 23. M&auml;rz 2019 um 20 Uhr wollen sie im Leipziger Kulturzentrum &ldquo;Monopol&rdquo;\/Atelier Br&uuml;ckner (Haus 4) das Buch &ldquo;2. Mai Odessa &ndash; F&uuml;nf Jahre danach&rdquo; vorstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/190322-Ukraine-Es-ist-Zeit-fuer-ein-Resuemee.pdf\">Ulrich Heyden [PDF]<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Ukraine w&auml;hlt: Nur Oligarchen haben eine Chance<\/strong><br>\nEs geht um Geld, um sehr viel Geld sogar &ndash; beim Einsatz und erst recht beim Ertrag. Wer Pr&auml;sident wird, hat Milliarden auf sicher.<br>\nEnde M&auml;rz wird in der Ukraine ein neuer Pr&auml;sident gew&auml;hlt. Die Wahlen laufen selbstverst&auml;ndlich unter der offiziellen Bezeichnung &laquo;demokratisch&raquo;, aber das ist reine Sch&ouml;nf&auml;rberei. Was in der Ukraine jetzt im Wahlkampf abl&auml;uft, ist ein exklusiver interner Machtkampf zwischen drei ukrainischen Oligarchen mit dem Einsatz von Millionen: Petro Poroschenko, jetziger Staatspr&auml;sident, Milliard&auml;r; Julija Tymoschenko, ehemalige ukrainische Ministerpr&auml;sidentin, Milliard&auml;rin; und Wolodymyr Selenskyi, Kom&ouml;diant auf einem Fernsehsender des Multimilliard&auml;rs Igor Kolomoisky, der ausserhalb der Ukraine lebt, oft in Genf. Selenskyi gilt als Kolomoisky-Strohmann. (1)<br>\nNur diese drei Kandidaten haben &uuml;berhaupt eine reelle Chance, gew&auml;hlt zu werden. Daran wird auch die internationale Beobachtung dieser Wahlen nichts &auml;ndern; die Antwort des von Infosperber dazu befragten Schweizer Aussendepartementes EDA in Bern &ndash; siehe unten &ndash; sagt genug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Ukraine-Prasidentschaftswahlen-Oligarchen-Betrug#\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Protektor r&uuml;mpft die Nase<\/strong><br>\nSie, die Poroschenko und Konsorten an die Macht gebracht haben, ohne vor f&uuml;nf Jahren &uuml;ber ihre Korruption mit der Wimper zu zucken, tun jetzt so, als w&auml;ren sie von dieser &uuml;berrascht, und r&uuml;mpfen die Nase. Poroschenko stehe &raquo;dem Weg der Ukraine nach Westen im Wege&laquo;, schrieb der amerikanische Thinktank &raquo;Atlantic Council&laquo; auf seiner Webseite; die US-Botschafterin Marie Yovanovitch f&uuml;hrt sich auf als die Vizek&ouml;nigin, die sie faktisch ist, und erteilt Anweisungen: Dieser Funktion&auml;r sei zu entlassen, jenes Urteil zu kassieren.<br>\nDer CSU-Vorsitzende Franz Josef Strau&szlig; hat einmal gesagt, es sei ihm egal, wer unter ihm Bundeskanzler werde. Abgesehen von der Pointe, dass er selbst 1980 daran gescheitert ist, es zu werden, ist das genau die Haltung, mit der die USA ihr Protektorat am Dnipro behandeln: Es ist ihnen egal, wer unter ihnen Pr&auml;sident wird. Dass der oder die K&uuml;nftige ihnen und ihren geopolitischen Interessen zu dienen hat, ist die Ausgangsbedingung. Poroschenko hat die Grundlage daf&uuml;r geschaffen. Als Oligarch, mit seinen Interessen und seinen Mitteln, also durch Korruption. Aber Undank ist der Welt Lohn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/351561.protektor-r%C3%BCmpft-die-nase.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Dammbr&uuml;che<\/strong><br>\nDammbr&uuml;che, die der am Sonntag vor 20 Jahren gestartete &Uuml;berfall auf Jugoslawien bewirkt hat, pr&auml;gen die Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik Deutschlands und weiterer westlicher M&auml;chte bis heute. Der &Uuml;berfall war der erste gro&szlig;e Krieg seit 1990, der ohne die v&ouml;lkerrechtlich erforderliche Zustimmung des UN-Sicherheitsrats begonnen wurde. Dass dies weitgehend folgenlos m&ouml;glich war, hat sp&auml;teren v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen den Weg gebahnt, unter anderem dem Krieg gegen den Irak (2003). Der &Uuml;berfall auf Jugoslawien hat zudem eine Gew&ouml;hnung an deutsche Kriegseins&auml;tze mit sich gebracht; er habe &ldquo;den relativ breit akzeptierten Auftakt&rdquo; zu einer &ldquo;fast schon routinierten&rdquo; deutschen &ldquo;Teilnahme an zahlreichen internationalen Milit&auml;rmissionen&rdquo; gebildet, hie&szlig; es bereits 2005 in einer Analyse. Ein 1999 mit dem Kosovo befasster deutscher Brigadegeneral hat darauf hingewiesen, dass kriegsvorbereitende Berichte deutscher Leitmedien internen Lageanalysen diametral widersprachen. Nicht zuletzt trug der Krieg gegen Jugoslawien dazu bei, die EU auf zentrale au&szlig;enpolitische Konzepte Berlins festzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7895\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Loyal aus gutem Grund: Warum die US-Marionetten keine Unterst&uuml;tzung in Venezuelas Armee finden<\/strong><br>\nNach wie vor gibt es f&uuml;r die von den USA gesteuerten Umsturzpl&auml;ne f&uuml;r Venezuela keinen R&uuml;ckhalt in der Armee.<br>\nDie vom Putschisten Juan Guaid&oacute; so h&auml;ufig zum &Uuml;berlaufen beschworenen Streitkr&auml;fte stehen loyal zur Bolivarischen Republik. Gerade einmal 116 von 240000 Soldatinnen und Soldaten sind seit Beginn des Putschversuches desertiert, allen Unkenrufen von Putschist, Opposition und den USA zum Trotz. Und f&uuml;r die Loyalit&auml;t gibt es gute Gr&uuml;nde. Anders als in Argentinien oder Chile setzt sich das Milit&auml;r in Venezuela nicht aus Angeh&ouml;rigen der Bourgeoisie und der reicheren Schichten zusammen, sondern besteht bis in die h&ouml;chsten R&auml;nge hinein aus Angeh&ouml;rigen der Arbeiterklasse und der &auml;rmeren Schichten. Sie wissen also genau, was sie zu verlieren haben, wenn sie Venezuela wieder dem Imperialismus preis-geben. Zudem ist das Gedankengut des Freiheitsk&auml;mpfers Sim&oacute;n Bol&iacute;var, der in Venezuela als der Urahn des Antiimperialismus gilt, in den Streitkr&auml;ften weit verbreitet. Der fr&uuml;here Pr&auml;sident Hugo Ch&aacute;vez hat nach seiner Wahl weitreichende &Auml;nderungen im Bildungswesen der Armee durchgef&uuml;hrt, auch Marx und Lenin geh&ouml;ren heute in den Akademien der Streitkr&auml;fte zum Lehrplan. Ein Zur&uuml;ck in die quasi-koloniale Abh&auml;ngigkeit von den USA wird es mit diesen Streitkr&auml;ften nicht geben.<br>\nDoch die USA werden nicht aufgeben, obwohl es kaum Unterst&uuml;tzung f&uuml;r eine milit&auml;rische Invasion in Venezuela gibt. Ein erneutes milit&auml;risches Eingreifen in Lateinamerika ist auch f&uuml;r US-Vasallenl&auml;nder wie Kolumbien nicht w&uuml;nschenswert. (&hellip;)<br>\nJuan Guaid&oacute; phantasiert immer noch von einer Zukunft als Pr&auml;sident: &bdquo;Bald gehe ich in mein B&uuml;ro im Miraflores&ldquo;, verk&uuml;ndete er vergangene Woche. Doch der venezolanische Pr&auml;sidentenpalast Miraflores ist f&uuml;r ihn so fern wie nie.<br>\nDie Marionette der USA hatte f&uuml;r vergangenen Samstag Proteste im gesamten Land angek&uuml;ndigt, gekommen ist allerdings kaum jemand. Die kurzfristige massive Verschlechterung der Lebenssituation des venezolanischen Volkes durch die Sabotage der Stromversorgung des Landes hat ihm nichts gen&uuml;tzt. Der permanent von US-Beratern begleitete Guaid&oacute; musste sich teilweise mit Kundgebungen von nur 50 Menschen zufrieden geben. Sein Umsturzversuch ist gescheitert, ob er je eine Chance hatte, ist fraglich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5112\/internationale_politik\/10825\/Loyal-aus-gutem-Grund.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Trump: &bdquo;Zeit f&uuml;r die USA, Israels Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber die Golanh&ouml;hen anzuerkennen&ldquo;<\/strong><br>\nFilz und Kl&uuml;ngel zwischen Trump und Netanjahu<br>\nDonald Trump erkl&auml;rte via Twitter, es sei &bdquo;an der Zeit Israels Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber die Golanh&ouml;hen anzuerkennen&ldquo;, die seit dem Sechstagekrieg von 1967 durch Israel besetzt sind. Dieser Schritt spielt Benjamin Netanjahu in die H&auml;nde, der bei den Wahlen am 9. April m&ouml;glicherweise sein Amt verliert. [&hellip;]<br>\nDas Timing von Trumps Tweet muss im Zusammenhang mit der Personalie Benjamin Netanjahu gesehen werden. Am 9. April finden in Israel nationale Wahlen statt, in denen Netanjahu erstmals Gefahr l&auml;uft, seinen Posten an den vermeintlichen Mitte-Konkurrenten zu verlieren, Generalleutnant Benny Gantz.<br>\nNetanjahu ist jedoch seit langem in diverse Korruptionsvorw&uuml;rfe verwickelt und ist schwer angeschlagen, nach dem der israelische Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit Ende Februar schlie&szlig;lich erkl&auml;rte, er werde Netanjahu in drei F&auml;llen wegen Korruption und Bestechung anklagen (JusticeNow! berichtete).<br>\nTrumps Tweet und eine m&ouml;gliche offizielle Anerkennung der Golanh&ouml;hen w&uuml;rden Netanjahu als historischer Sieg innenpolitisch in die Karten spielen und k&ouml;nnten das Blatt f&uuml;r ihn wenden. Leon Panetta, US-Verteidigungsminister unter Obama, meint in diesem Zusammenhang vollkommen zutreffend &uuml;ber Trumps Absichtserkl&auml;rung: &bdquo;Es ist nicht schwer, zwei und zwei zusammenzuz&auml;hlen.&ldquo;<br>\nTrumps Tweet verdeutlicht einerseits einmal mehr die Verachtung, die die Trump-Regierung dem V&ouml;lkerrecht entgegenbringt und andererseits den pers&ouml;nlichen Filz und Kl&uuml;ngel und die Komplizenschaft im Bruch des V&ouml;lkerrechts zwischen Trump und Netanjahu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-03-21\/trump-zeit-fuer-die-usa-israels-souveraenitaet-ueber-die-golanhoehen-anzuerkennen\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>#diesejungenPolitiker<\/strong><br>\n&ldquo;Kevin, das ist kein Spiel!&rdquo; Das sind so S&auml;tze, die junge Politiker in Deutschland h&ouml;ren. Was Millennials in der Politik erleben, das erz&auml;hlen Philipp Amthor, Luise Amtsberg und Kevin K&uuml;hnert im Podcast.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/kevin-kuehnert-philipp-amthor-uebers-jungsein-in-der-politik-a-1258739.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das sind angeblich die Hoffnungstr&auml;ger ihrer Parteien. Luise Amtsberg kann ich nicht bewerten, aber wenn K&uuml;hnert, der bisher nur durch seine v&ouml;llige Positionslosigkeit aufgefallen ist und der CDU-Mann Philipp Amthor, der mit 26 (!) so ist wie ich mit 60 nicht sein m&ouml;chte, wenn diese reinen Politkarrieristen, die politischen Hoffnungstr&auml;ger sein sollen, dann gute Nacht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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