{"id":5046,"date":"2010-04-07T08:04:40","date_gmt":"2010-04-07T07:04:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5046"},"modified":"2010-04-07T08:04:40","modified_gmt":"2010-04-07T07:04:40","slug":"hinweise-des-tages-1114","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5046","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die Bank gewinnt immer; Kostenbeteiligung zu den Akten; Milliardenverlust durch fehlende Finanzbeamte; USA als Steueroase; USA kuschelt mit China; Griechenland-Angst; die Null im Kopf; jeder Zweite ohne Tarif; Mindestlohn bei Zeitarbeit; die Wahrheit &uuml;ber das Elterngeld; Hunde(schei&szlig;e)hauptstadt; Dreht&uuml;r zur Lobby; Ethik des Oberprotestanten; US-Milit&auml;r bombardiert umweltfreundlich; Besatzer in Afghanistan, keep shoot&rsquo;n. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Die Bank gewinnt immer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms: Bankenbeteiligung an den Kosten zu den Akten gelegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Der Bundesrepublik entgehen jedes Jahr Milliardeneinnahmen, weil in der Finanzverwaltung 15.000 Beamte fehlen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Die USA als &laquo;Steueroase&raquo; &ndash; Die Weltmacht misst im In- und im Ausland mit zweierlei Ellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Ungleichgewichte im Welthandel: USA auf Kuschelkurs mit China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Griechenland-Angst erreicht neuen H&ouml;hepunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">M&uuml;nchau &ndash; Die Null im Kopf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">(Nur) F&uuml;r jeden zweiten Besch&auml;ftigten gilt ein Branchentarifvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Zeitarbeitschef: &bdquo;Ohne Mindestlohn droht ein Chaos&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Verschenken Versicherungen ihr Geld?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Pension Funds Still Waiting for Big Payoff From Private Equity<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Die Wahrheit &uuml;ber das Elterngeld in der FAZ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Hunde(schei&szlig;e)hauptstadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Asse-Untersuchungsausschuss: Kanzleramt h&auml;lt Akten zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">In der Dreht&uuml;r zur Lobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Lobbyismus in Berlin: Wie die Autolobby die Politik beeinflusst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">USA: Pharmafirmen geben Einblick in Millionen-Zahlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Die protestantische Ethik im Geist des Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Nicht nur der NC z&auml;hlt: Wie Unis ihre Medizinstudenten aussuchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">US-Milit&auml;r startet Bio-Offensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Papandreou will das Wettr&uuml;sten mit der T&uuml;rkei beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Nochmals: Michael Hartmann : &ldquo;Deutschlands Eliten haben sich radikalisiert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Venezuela : Ungeliebter Chavismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Als Besatzer taugen wir nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Am Ende:  &ldquo;Schie&szlig; weiter, schie&szlig; weiter, schie&szlig; weiter, keep shoot&rsquo;n&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5046&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Bank gewinnt immer<\/strong><br>\nWir wollen lieber nicht wissen, wie sie genau berechnet wird. Aber in den USA steigt die Wertsch&ouml;pfung des Finanzsektors angeblich rasant. Auch strebt sein Gewinnanteil auf alte H&ouml;hen zu. Und die Produktivit&auml;tsreserven scheinen unermesslich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-die-bank-gewinnt-immer\/50095299.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms: Bankenbeteiligung an den Kosten zu den Akten gelegt<\/strong><br>\nSpengler: Nun hat Ihr Parteivorsitzender Guido Westerwelle gesagt, mit der Abgabe w&uuml;rden die f&uuml;r die Finanzkrise Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Das stimmt doch nicht! Das ist doch ein Satz f&uuml;r die W&auml;hler in Nordrhein-Westfalen, oder?<br>\nSolms: Sie k&ouml;nnen das nicht auf die Goldwaage legen. Es geht jetzt darum, nat&uuml;rlich ist der Anlass die Finanzkrise von vor zwei Jahren und die Sch&auml;den, die dort ausgel&ouml;st worden sind, aber Ziel dieser Bankenabgabe ist, einen Restrukturierungsfonds sozusagen zu bilden, der f&uuml;r die Zukunft wirkt und verhindert, dass die Banken den Finanzmarkt wieder in diese Lage bringen.<br>\nSpengler: Herr Solms, auf die Zukunft will ich gleich zu sprechen kommen. Kurz noch ein Blick auf die Vergangenheit. Das politische Hauptziel, was die schwarz-gelbe Regierung lange genannt hat, n&auml;mlich die Banken an den gigantischen Kosten der Krise zu beteiligen, dieses Ziel ist zu den Akten gelegt?<br>\nSolms: Das ist zu den Akten gelegt.<br>\nSpengler: Warum?<br>\nSolms: Nat&uuml;rlich haben viele Banken da bluten m&uuml;ssen. Es ist ja nicht so, dass sie da so einfach dran vorbeigekommen sind. Einige Banken leiden ja darunter jetzt noch und wahrscheinlich noch f&uuml;r viele Jahre. Das sehen Sie daran, dass wir ja ein &ldquo;Bad Bank&rdquo;-Gesetz gemacht haben, in dem diese Altlasten dann in der Zukunft abgewickelt werden m&uuml;ssen. Also die Banken leiden unter der Krise bis heute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1154611\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Banken sollen also nicht f&uuml;r ihre Krise bezahlen, sie haben ja genug geblutet und f&uuml;r die Notleidenden hat man ja die Bad Bank geschaffen, f&uuml;r die der Staat garantiert. Das ist die Logik der &bdquo;Finanzexperten&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Bundesrepublik entgehen jedes Jahr Milliardeneinnahmen, weil in der Finanzverwaltung 15.000 Beamte fehlen.<\/strong><br>\nDies geht nach Angaben der Deutschen Steuergewerkschaft aus der Personalbedarfsberechnung der Bundesl&auml;nder hervor. Experten bef&uuml;rchten, dass es Steuerhinterzieher k&uuml;nftig noch leichter haben, weil sich die Personalsituation bei den Steuerbeh&ouml;rden in den kommenden Jahren weiter deutlich verschlechtern wird.<br>\nVerdi-Chef Frank Bsirske spricht von einem &ldquo;organisierten Steuervollzugsdefizit&rdquo;. Der Staat verzichte &ldquo;Jahr f&uuml;r Jahr auf Milliardeneinnahmen, weil er nicht genug Steuerfahnder und Pr&uuml;fer einsetzt&rdquo;, sagte Bsirske der SZ. Davon profitierten &ldquo;vor allem verm&ouml;gende Unternehmen, Selbst&auml;ndige und die Besitzer gro&szlig;er Kapitalverm&ouml;gen, die weniger deklarieren als sie einnehmen, w&auml;hrend Lohnsteuerpflichtige direkt mit der Gehaltsabrechnung zur Kasse gebeten werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/510\/507666\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die USA als &laquo;Steueroase&raquo; &ndash; Die Weltmacht misst im In- und im Ausland mit zweierlei Ellen<\/strong><br>\nDie USA spannen Banken im Ausland f&uuml;r den Kampf gegen Steuers&uuml;nder ein. Umgekehrt gibt es f&uuml;r Ausl&auml;nder, die Geld in den USA verstecken wollen, durchaus M&ouml;glichkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_usa_als_steueroase_1.5380190.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ungleichgewichte im Welthandel: USA auf Kuschelkurs mit China<\/strong><br>\nEin Bericht der US-Regierung h&auml;tte f&uuml;r &Auml;rger im Handelsstreit mit China f&uuml;hren k&ouml;nnen. Jetzt wird Finanzminister Geithner das Papier vorerst nicht ver&ouml;ffentlichen.<br>\nEs geht aber nicht nur um China. L&auml;nder mit gro&szlig;en Handels&uuml;bersch&uuml;ssen wie Japan und Deutschland m&uuml;ssten mehr tun, um die Binnennachfrage zu beleben, hei&szlig;t es weiter. Der Satz bedeutet, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) beim n&auml;chsten Treffen der G-20-Minister am 23. April in Washington mit der Forderung konfrontiert werden wird, Deutschland solle Wachstumslokomotive f&uuml;r die Welt sein. &Auml;hnliche Forderungen waren bisher schon innerhalb der EU laut geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,ra3l1\/wirtschaft\/606\/507759\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland-Angst erreicht neuen H&ouml;hepunkt<\/strong><br>\nAthen gelingt es nicht, die M&auml;rkte zu beruhigen: Bondinvestoren fordern die h&ouml;chsten Risikoaufschl&auml;ge seit dem Eintritt Griechenlands in die Euro-Zone. Kreditderivate legen deutlich zu. Und die eigene Bev&ouml;lkerung holt ihr Geld von der Bank.<br>\nDie Risikopr&auml;mie, die Anleger f&uuml;r zehnj&auml;hrige hellenische Staatsanleihen gegen&uuml;ber vergleichbaren Bundespapieren verlangen, erreichte am Dienstag 408 Basispunkte. Der Spread war damit so hoch wie noch nie seit dem Beitritt Griechenlands zur Euro-Zone im Jahr 2001. Die Rendite f&uuml;r zehnj&auml;hrige griechische Staatsanleihen lag damit bei 7,02 Prozent.<br>\nAuch die Kosten f&uuml;r eine Absicherung gegen einen Zahlungsausfall stiegen dramatisch an: Kreditderivate (Credit Default Swaps, CDS) auf f&uuml;nfj&auml;hrige griechische Staatsanleihen kletterten laut dem Datendienstleister Markit um 56 Basispunkte auf 400 und damit den h&ouml;chsten Stand seit Anfang Februar. Damit kostet es 400.000 Euro, Anleihen im Wert von 10 Mio. Euro ein Jahr lang gegen einen Ausfall zu versichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:schwindendes-vertrauen-griechenland-angst-erreicht-neuen-hoehepunkt\/50097116.html\">FTD<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Schlag ins Wasser<\/strong><br>\nDer Beschlu&szlig; der Euro-L&auml;nder zu Griechenland vom 25. M&auml;rz war ein hastig zusammengef&uuml;gtes Konglomerat. Die Finanzm&auml;rkte hat er nicht beeindruckt.&nbsp; Nur wenige Tage nach der Vereinbarung, bereits am 29. M&auml;rz, nahm Griechenland eine neue Staatsanleihe &uuml;ber f&uuml;nf Milliarden Euro f&uuml;r einen Zeitraum von sieben Jahren auf. Auch diesmal mu&szlig;te den Anlegern eine hohe Rendite von rund sechs Prozent zugesagt werden. Premierminister Georgios Papandreou hatte mit einer Vereinbarung &uuml;ber Nothilfen f&uuml;r sein Land die Hoffnung auf eine Erm&auml;&szlig;igung der Renditen ausgedr&uuml;ckt. Die Lage Griechenlands bleibt somit &auml;u&szlig;erst schwierig. Allein im April und Mai m&uuml;ssen f&auml;llige Staatspapiere &uuml;ber 22,6 Milliarden Euro refinanziert werden. Da warten f&uuml;r Banken und Spekulanten weitere fette Extragewinne. Der Gipfel der Eurol&auml;nder war einer der verpa&szlig;ten Chancen. Er war ein Schlag ins Wasser, den die M&auml;chtigen in der EU noch einmal bitter bereuen k&ouml;nnten. Das Wall Street Journal beschrieb am 29. M&auml;rz, was nun droht: &raquo;Wir fragen uns, ob nicht ein Bail Out Griechenlands den Druck auf ein gr&ouml;&szlig;eres Land in der Euro-Zone verhindern k&ouml;nnte. Als eine Zwei-Prozent-&Ouml;konomie in der Euro-Zone ist Griechenland ein Winzling und aus ganz praktischen Gr&uuml;nden viel einfacher zu retten. Eine Rettung Spaniens oder Italiens w&uuml;rde hingegen die Bank und selbst Berlin oder Paris sprengen. Wer w&uuml;rde nach einem solchen BailOut die Retter retten? Als ein Signal an Investoren macht daher ein Bail Out Griechenlands mehr Sinn als die herk&ouml;mmliche Weisheit vermuten l&auml;&szlig;t.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/04-07\/060.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>M&uuml;nchau &ndash; Die Null im Kopf<\/strong><br>\nDie Lohnzur&uuml;ckhaltung deutscher Gewerkschaften ist mitverantwortlich f&uuml;r die Ungleichgewichte in Europa. Deutschland vermittelt auf gewisse Weise den Eindruck einer Suizidsekte.<br>\nEines der wirklich interessanten Ph&auml;nomene der deutschen Wirtschaft ist die Bereitschaft der Arbeitnehmer, Nullrunden &uuml;ber mehrere Jahre kampflos zu akzeptieren &ndash; vor allem in der verarbeitenden Industrie. Einer der tiefen Gr&uuml;nde dieser zutiefst pathologischen Entwicklung liegt in der Art und Weise, wie wir in Deutschland den Arbeitsmarkt reformiert haben. Einerseits wurde die langfristige Arbeitslosenunterst&uuml;tzung durch die Hartz-IV-Gesetze brutal gek&uuml;rzt. Andererseits bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin &uuml;berreguliert. Das hei&szlig;t, Arbeitnehmer sind bereit, Nullrunden hinzunehmen, weil es bei Arbeitsplatzverlust keine Alternativen auf dem Arbeitsmarkt gibt und weil Langzeitarbeitslosigkeit erhebliche Einkommensverluste mit sich bringt. Die Nullrunde ist also eine Art Versicherung auf Erhalt des Arbeitsplatzes in einem dysfunktionalen Markt. W&auml;hrend der Krise ist dieses Kalk&uuml;l schlie&szlig;lich aufgegangen.<br>\nDie volkswirtschaftlichen Konsequenzen dieser Situation sind gravierend. Der Konsum stagniert seit Jahren. Deutschland pr&auml;sentiert sich als Schmarotzer der Weltwirtschaft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-muenchau-die-null-im-kopf\/50097355.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wo allerdings M&uuml;nchau angesichts von Kettenzeitarbeitsvertr&auml;gen und begr&uuml;ndungsloser K&uuml;ndigungen innerhalb von zwei Jahren etc. noch einen &uuml;berregulierten Arbeitsmarkt sieht, bleibt sein Geheimnis.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>(Nur) F&uuml;r jeden zweiten Besch&auml;ftigten gilt ein Branchentarifvertrag<\/strong><br>\nIm Jahr 2009 arbeiteten rund 52 Prozent der Besch&auml;ftigten in Betrieben, f&uuml;r die ein Branchentarifvertrag galt. Das zeigen die Daten des IAB-Betriebspanels, einer j&auml;hrlichen Befragung von mehr als 15.000 Betrieben und Verwaltungen durch das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nSeit 1996, als erstmals Daten zur Tarifbindung f&uuml;r Ost- und Westdeutschland vom IAB erhoben wurden, ist die Zahl der tarifgebundenen Betriebe stark zur&uuml;ckgegangen. 1996 arbeiteten in Westdeutschland 70 Prozent der Besch&auml;ftigten in Betrieben, in denen ein Branchentarifvertrag galt. Im Jahr 2009 waren es nur noch 56 Prozent. In Ostdeutschland sank der entsprechende Anteil der Besch&auml;ftigten von 56 auf 38 Prozent.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/aktuell\/2010\/Tarifbindungsentwicklung.pdf\">IAB Tarifbindungsentwicklung [PDF &ndash; 477 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/aktuell\/2010\/Tarifbindung%20der%20Beschaeftigten%202009.pdf\">IAB Tarifbindung [PDF &ndash; 79 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zeitarbeitschef: &bdquo;Ohne Mindestlohn droht ein Chaos&ldquo;<\/strong><br>\nFAZ: Sie fordern von der Politik, die unteren Lohngruppen von 8,19 Euro je Stunde im Westen und 7,50 Euro im Osten zum Branchenmindestlohn zu machen. Sie schaffen es also doch nicht alleine?<br>\nAndreas Dinges, deutscher Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Weltmarktf&uuml;hrers Adecco: Doch, aber damit w&uuml;rde Lohndumping-F&auml;llen endg&uuml;ltig ein Riegel vorgeschoben. Wichtiger ist aber noch, dass im Mai 2011 die Arbeitnehmer aus den osteurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern freien Zugang auf den deutschen Arbeitsmarkt haben werden. Ohne Mindestlohn droht ein riesiges Chaos am Arbeitsmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~EF530160B41F5480097DE7FCDAB4EA921~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit diesem Vorschlag wollen wohl die Zeitarbeitsfirmen ihr Gewerbe retten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verschenken Versicherungen ihr Geld?<\/strong><br>\nLebensversicherer locken Kurzzeit-Anleger mit hohen Zinsen. Am Ende k&ouml;nnte ihnen das Geld fehlen, um langj&auml;hrige Kunden zu bedienen. Die Finanzaufsicht ist offenbar alarmiert &uuml;ber so genannte Kapitalisierungsgesch&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2509942_Kapitalanlage-Verschenken-Versicherungen-ihr-Geld.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pension Funds Still Waiting for Big Payoff From Private Equity<\/strong><br>\nPrivate equity deal-makers, those kings of corporate buyouts, made billions for themselves when times were good. But some of their biggest investors, public pension funds, are still waiting for the hefty rewards they were promised.<br>\nThe nation&rsquo;s 10 largest public pension funds have paid private equity firms more than $17 billion in fees since 2000, according to a new analysis conducted for The New York Times, as the funds flocked to these so-called alternative investments in hopes of reaping market-beating returns.<br>\nBut few big public funds ended up collecting the 20 to 30 percent returns that private equity managers often held out to attract pension money, a review of the funds&rsquo; performance shows.<br>\nMany public pension funds are struggling to recover from a collapse in the value of their portfolios, despite large private equity investments that were supposed to help cushion their losses.<br>\nState and local pension assets declined by 27.6 percent from the end of 2007 to the end of 2008, wiping out $900 billion, according to the Government Accountability Office.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/04\/03\/business\/03equity.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Wahrheit &uuml;ber das Elterngeld in der FAZ<\/strong><br>\nDenn das Elterngeld sch&uuml;tzt in erster Linie Mittelschichtfamilien vor Verdienstverlust und sichert V&auml;tern als Mitnahmeeffekt bezahlten Kinderurlaub. Es beg&uuml;nstigt damit eine Klientel, die den Staat nicht wirklich braucht. Wo, wenn nicht hier, wollen Union und FDP mit dem Sparen anfangen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub4D8A76D29ABA43699D9E59C0413A582C\/Doc~E2B74FD5572AB40FFAEF560E978B9E233~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hunde(schei&szlig;e)hauptstadt<\/strong><br>\nDer Dreck muss also weg, und schon fallen nicht Guido Westerwelle, sondern der Gr&uuml;nen Claudia H&auml;mmerling die Hartz-IV-Empf&auml;nger ein. Schneeschippen w&auml;re bl&ouml;de, im April. Also fordert die Abgeordnete: Hartz-IV-Empf&auml;nger sollen Streife laufen, um zu sehen, ob Herrchen das H&auml;ufchen wegr&auml;umt. Sie sollen &ndash; hier spricht schlie&szlig;lich nicht Westerwelle! &ndash; &ldquo;richtig Geld&rdquo; daf&uuml;r bekommen, und doch sagen H&auml;mmerlings Parteifreunde: &ldquo;Das ist nicht unsere Politik.&rdquo; Unter uns: Es ist &uuml;berhaupt keine Politik. Es ist die fortgesetzte Verh&ouml;hnung von Menschen, an die viele Politiker immer erst denken, wenn es um Drecksarbeit geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2510770&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da lob ich mir doch den Vorschlag eines Berliner Kabarettisten, die Berliner m&uuml;ssten sich H&uuml;hner statt Hunde halten, dann l&auml;gen n&auml;mlich auf den B&uuml;rgersteigen nur Eier.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Asse-Untersuchungsausschuss: Kanzleramt h&auml;lt Akten zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDas Bundeskanzleramt will dem Asse-Untersuchungsausschuss des nieders&auml;chsischen Landtags nicht alle seine Akten &uuml;ber das Atomm&uuml;lllager Asse zur Verf&uuml;gung stellen. Dies geht aus einem der Nachrichtenagentur ddp vorliegenden Schriftwechsel hervor. Die Gr&uuml;nen kritisierten die Entscheidung des Kanzleramtes scharf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2509945_Asse-Untersuchungsausschuss-Kanzleramt-haelt-Akten-zurueck.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wir hoffen auf Wikileaks &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>In der Dreht&uuml;r zur Lobby<\/strong><br>\nGeorg &ldquo;Schorsch&rdquo; Brunnhuber war zumindest ehrlich, als ihn 2009 der Gedanke umtrieb, wie er seinen Frust, wohl doch kein Minister zu werden, verarbeiten k&ouml;nne. Er wolle &ldquo;endlich mal richtig Geld verdienen&rdquo;, soll er flapsig im kleinen Kreis ge&auml;u&szlig;ert haben. Als Bundestagsabgeordneter f&uuml;r den Ostalbkreis verdiente der gelernte Diplomingenieur und Kreisbaurat a.D. 7009 Euro im Monat sowie 3589 Euro als steuerfreie Kostenpauschale. Zu wenig f&uuml;r einen, meinte er wohl, der fast 20 Jahre lang f&uuml;r Baden-W&uuml;rttemberg in Berlin die Strippen zog. Nun soll der CDU-Politiker aus Oberkochen im Ostalbkreis zur Bahn wechseln. Mediendienste vermelden es, Bahn und Brunnhuber dementieren noch. Aus &ldquo;Gr&uuml;nden der Corporate Governance&rdquo; gebe es Probleme mit einem sofortigen Wechsel. Doch die Personalie gilt als sicher. Der 62-J&auml;hrige soll &ldquo;politischer Verbindungsmann&rdquo; werden. Auch dies eine ehrliche Bezeichnung. Brunnhuber soll Kontakt schaffen zur Politik und diese zugunsten der Bahn beeinflussen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2498104&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lobbyismus in Berlin: Wie die Autolobby die Politik beeinflusst<\/strong><br>\nIm politischen Berlin gibt es jede Menge Lobbyisten &ndash; doch ein Verband zieht die Strippen besonders effektiv: der Verband der Automobilindustrie. 700.000 Menschen arbeiten in der Branche &ndash; das garantiert VDA-Pr&auml;sidenten Wissmann den direkten Draht ins Kanzleramt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/lobby102.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>USA: Pharmafirmen geben Einblick in Millionen-Zahlungen<\/strong><br>\nUnter wachsendem Druck von Gerichten und Gesetzgeber publizieren US-Konzerne erstmals Zuwendungen an &Auml;rzte und Kliniken. Die neue Transparenz beschr&auml;nkt sich bislang im wesentlichen auf die USA, soll nach Aussagen aus den Unternehmen mittelfristig aber auch f&uuml;r weitere L&auml;nder gelten.<br>\nNach und nach gew&auml;hren amerikanische Pharmakonzerne Einblick in ihre finanziellen Beziehungen zu &Auml;rzten, Kliniken und Forschungseinrichtungen. Der Branchenf&uuml;hrer Pfizer ver&ouml;ffentliche jetzt erstmals eine &Uuml;bersicht &uuml;ber Leistungen an &Auml;rzte. Insgesamt zahlte der US-Konzern danach im zweiten Halbjahr 2009 rund 35 Mio. Dollar an rund 4 500 amerikanische Mediziner. Gut 15 Mio. Dollar davon betrafen Kooperationen bei klinischen Studien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen-maerkte\/pharmafirmen-geben-einblick-in-millionen-zahlungen-426829\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die protestantische Ethik im Geist des Kapitalismus<\/strong><br>\nAbhilfe, ganz ohne Regulierung, ohne Reform des gierigen Kolosses. Die Strukturen sind sakrosankt, bed&uuml;rfen keines &Uuml;berdenkens. Weil der freie Markt blendend funktioniert, er die Bed&uuml;rfnisse der Menschen effizient befriedigt, liegt die L&ouml;sung der Krisenanf&auml;lligkeit im freien Markt selbst verborgen. Angebot und Nachfrage &uuml;bernehmen die Krisenbew&auml;ltigung, sollen sp&auml;tere Krisen gar vereiteln. Denn, so erkl&auml;rt Wolfgang Huber, ehemaliger EKD-Ratsvorsitzender, &ldquo;die Nachfrage nach Moral ist da&rdquo;, n&auml;mlich nach Wirtschaftsethik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/04\/die-protestantische-ethik-im-geist-des.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Nicht nur der NC z&auml;hlt: Wie Unis ihre Medizinstudenten aussuchen<\/strong><br>\nSind Sie mit Ihrem Hausarzt zufrieden? Wenn ja, war er ein guter Sch&uuml;ler? Keine Ahnung? Ist auch nicht weiter wichtig. Ob aus einem Einserkandidaten zwangsl&auml;ufig ein guter Arzt wird, wei&szlig; ohnehin niemand. Insofern folgt die Idee von Bundesgesundheitsminister Philipp R&ouml;sler (FDP), der Numerus clausus (NC) versaue m&ouml;glicherweise guten &Auml;rzten in spe den Berufseinstieg und geh&ouml;re abgeschafft, einer gewissen Logik. Das tut aber auch schon die Realit&auml;t: Schon l&auml;ngst vergibt die Zentralstelle zur Vergabe von Studienpl&auml;tzen (ZVS) nur noch 40 Prozent ihrer Kapazit&auml;t nach Noten oder Wartesemestern. &Uuml;ber den Rest entscheiden die Hochschulen selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2511337&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Anteil der Medizinstudierenden, deren mindestens ein Elternteil Akademiker ist, liegt mit 78% mit am h&ouml;chsten. Durch die Zulassungsverfahren an einzelnen Hochschulen d&uuml;rfte er noch steigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>US-Milit&auml;r startet Bio-Offensive<\/strong><br>\nAmerika entdeckt die &ouml;kologische Kriegsf&uuml;hrung: Erstmals fliegen Kampfjets mit Sprit aus Pflanzen&ouml;l. Schon ab 2012 soll die gesamte Luftflotte gr&uuml;n sein. Und bis 2016 soll die H&auml;lfte des Kraftstoffverbrauchs der Luftwaffe in den USA nicht mehr aus Erd&ouml;lquellen stammen. Bereits f&uuml;r den Sommer sind Testfl&uuml;ge mit dem Jagdflugzeug F-15 geplant, Ende des Jahres sollen der Riesentransporter C-17 und der Superkampfjet F-22 Raptor folgen. &ldquo;Unser Ziel ist es, den Verbrauch zu senken, das Angebot an Biosprit zu erh&ouml;hen und die Kultur und Denkweise &uuml;ber unseren Kraftstoffverbrauch zu &auml;ndern&rdquo;, sagt ein Vertreter der Air Force.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:kerosinersatz-us-militaer-startet-bio-offensive\/50097091.html#link_position=unternehmen_3&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=tagesueberblick_html&amp;utm_campaign=2010_04_06_di_16:28\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Egal wie viele Menschen bei Milit&auml;reins&auml;tzen auch zu Tode kommen, Hauptsache die Bomber schonen die Umwelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Papandreou will das Wettr&uuml;sten mit der T&uuml;rkei beenden<\/strong><br>\nAls griechischer Au&szlig;enminister trieb Giorgos Papandreou in den Jahren 1999 bis 2004 die Ann&auml;herung an den &ldquo;Erbfeind&rdquo; T&uuml;rkei voran. Als Ministerpr&auml;sident will er den Entspannungsprozess, der unter seinem konservativen Vorg&auml;nger Kostas Karamanlis nahezu erlahmte, nun wieder neu beleben. Die chronischen Finanzn&ouml;te sind nicht zuletzt ein Ergebnis des ruin&ouml;sen Wettr&uuml;stens mit der T&uuml;rkei. In Relation zu seiner Wirtschaftskraft gibt Griechenland seit Jahrzehnten mehr f&uuml;r die R&uuml;stung aus als jeder andere Nato-Staat au&szlig;er den USA. Allein in Deutschland, ihrem gr&ouml;&szlig;ten Lieferanten w&auml;hrend der vergangenen drei Jahre, kauften die Griechen seit 1998 Waffen im Wert von 45 Milliarden Euro. Die T&uuml;rkei und Griechenland sind die besten Kunden der deutschen Waffenschmieden. F&uuml;r sie w&auml;re eine Ende des R&uuml;stungswettlaufs der beiden verfeindeten Nato-Partner ein herber R&uuml;ckschlag, f&uuml;r die Steuerzahler in beiden L&auml;ndern dagegen ein gute Nachricht. Vor allem die Griechen k&auml;men ihrem Ziel, die zerr&uuml;tteten Staatsfinanzen zu konsolidieren, einen gro&szlig;en Schritt n&auml;her, wenn das Wettr&uuml;sten beendet w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/international\/Griechenland-Tuerkei;art123,3076751?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die EU und an der Spitze unsere Kanzlerin sind in ihren Sparappellen Spitze. Ist es Zufall, dass Ihnen &uuml;berhaupt Nichts zum griechisch-t&uuml;rkischen R&uuml;stungswettlauf einf&auml;llt? Der griechische Verteidigungshaushalt soll zwar auf 2, 8 Prozent des BIP zur&uuml;ckgefahren werden. Wie w&auml;re es, nicht die deutsche Lohnzur&uuml;ckhaltung, sondern der deutsche Verteidigungsetat als Benchmark empfohlen w&uuml;rde? Aber w&auml;re dann noch der Kauf deutscher U-Boote oder Eurofighter noch drin?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Nochmals: Michael Hartmann : &ldquo;Deutschlands Eliten haben sich radikalisiert&rdquo;<\/strong><br>\nEine kommentierende Literatur&uuml;bersicht von Volker Bahl:\n<blockquote><p>Die Verteilung der Einkommen und Verm&ouml;gen und deren Entwicklung &uuml;ber die&nbsp;letzten Jahre ist&nbsp;das &ldquo;unbekannte Wesen&rdquo; &ndash; und so&nbsp;k&ouml;nnen die Hartz-Empf&auml;nger als &ldquo;Sozialschmarotzer&rdquo;&nbsp; zu den&nbsp;B&ouml;sen gemacht werden.<br>\nDie Stimmung dazu wird recht gut eingefangen <a href=\"?p=4641#h21\">von Wolf-Dieter Narr in einem Gedicht<\/a>&nbsp;&ndash; sowie in einer Urteilsbesprechung <a href=\"?p=4678\">&ldquo;Das Minimum der HabendHerrschenden&rdquo;<\/a>.&nbsp;Sarrazin wird so vom Einzelfall zu einem von breiten Mittelschichten getragenen Ph&auml;nomen &ndash; obwohl gerade diese &ldquo;breiten&rdquo; Mittelschichten die durch diese Entwicklung&nbsp; &ldquo;abgeh&auml;ngten&rdquo; und damit &ldquo;lackierten&rdquo; sind &ndash; aber nicht wegen der Hartz-Empf&auml;nger. Aber das Schreckliche ist, <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/Hartz-IV;art771,3076083\">es funktioniert<\/a>!<br>\nSiehe dazu&nbsp;auch Wilhelm Heitmeyer\/ Kirsten Endrikat, &ldquo;Die &Ouml;konomisierung des Sozialen&rdquo; &ndash; Folgen f&uuml;r &ldquo;&Uuml;berfl&uuml;ssige&rdquo; und &ldquo;Nutzlose&rdquo;, in : &ldquo;Deutsche Zust&auml;nde&rdquo; &ndash; Folge 6 \/ Hg. Wilhelm Heitmeyer (2008). Diese Analyse hatte der SPD-Sozialpolitiker Ottmar Schreiner damals kommentiert, dass dies kein Wunder sei, da die SPD mit ihrer Hartz-Gesetzgebung politisch die Weichen f&uuml;r diese Diskriminierung gestellt habe.<br>\nSiehe weiter zur Verteilung auch noch den <a href=\"?p=4386#h01\">Verteilungsbericht von Claus Sch&auml;fer (WSI)<\/a>. In diese Kerbe haute nun &ndash; ganz zu recht &ndash; der DGB-Chef Michael Sommer, indem er Westerwelle und Co. &ldquo;sozialspalterische Tendenzen&rdquo; vorwarf &ndash; <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,ra3m1\/wirtschaft\/602\/507755\/text\/\">und ihn mit J&ouml;rg Haider (FP&Ouml;) verglich<\/a>.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Venezuela: Ungeliebter Chavismus<\/strong><br>\nM&uuml;ller Rojas, ein 74-j&auml;hriger Exgeneral &ndash; er war Vizepr&auml;sident der 2008 ins Leben gerufenen Sozialistischen Einheitspartei Venezuelas &ndash; trat von seinem Amt zur&uuml;ck und polterte, er habe es satt, immer nur &ldquo;mehr vom Gleichen&rdquo; zu sehen. Die Revolution sei in einem erb&auml;rmlichen Zustand, meinte er. Und anders als die meisten prominenten Politiker, die sich vom Chavismus abgewandt haben, kritisierte M&uuml;ller Rojas die Regierung von links.<br>\nDie allgemein schlechte wirtschaftliche Lage und der zunehmend autorit&auml;re Charakter des Systems beeintr&auml;chtigen weiter den R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung.<br>\nDabei wird oft weniger beachtet, was andererseits viele Theoretiker des Chavismus alarmiert hat : dass sich nun auch Heinz Dieterich, ein in Mexiko lehrender deutscher Professor, zunehmend kritisch &uuml;ber Venezuela &auml;u&szlig;ert. Dieterich galt als Vordenker des &ldquo;Sozialismus des 21. Jahrhunderts&rdquo;, den sich Chavez auf die Fahnen geschrieben hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2507168_Venezuela-Ungeliebter-Chavismus.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Als Besatzer taugen wir nicht<\/strong><br>\nDie Anwesenheit westlicher Truppen in Afghanistan basiert auf dem Willen der afghanischen F&uuml;hrung. Die Nato-Streitkr&auml;fte sollten jene Taliban besiegen, die aus dem Land ein nach unseren zivilisatorischen Ma&szlig;st&auml;ben mittelalterliches Land ohne freie Wahlen und gleiche Rechte f&uuml;r M&auml;dchen und Frauen gemacht hatten. Das jedenfalls war der Zustand, auf den die alliierten Truppen stie&szlig;en, nachdem sie von Karsai gerufen worden waren. Wenn sich nun zeigt, dass Karsai seine eigenen Verb&uuml;ndeten gegen die afghanische Bev&ouml;lkerung ausspielt, weil er an einen Sieg nicht mehr glaubt, wenn er sie als ausl&auml;ndische Besatzungsmacht darstellt, weil er seine Haut retten m&ouml;chte, kann es nur eine Reaktion geben: Afghanistan verlassen.<br>\nIn nicht einmal zwei Wochen wird der Oberkommandierende der Isaf-Truppen in Afghanistan, General Stanley McChrystal, in Berlin sein. Diese Reise schlie&szlig;t unmittelbar an den Amerikabesuch der Bundeskanzlerin an. Einen isolierten Abzug einzelner Kontingente kann es nicht geben. Aber beim Treffen von Angela Merkel und Barack Obama wird dieses Thema ganz oben stehen: Wann und wie verlassen unsere Truppen Afghanistan, wenn wir dort nicht mehr erw&uuml;nscht sind?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Afghanistan-Karsai;art141,3077120\">Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn Hamid Karsai nicht mehr an den Sieg der Nato glaubt und davon ausgehen muss, dass diese in absehbarer Zeit abzieht, dann ist seine Reaktion durchaus rational.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bittere Erkenntnis<\/strong><br>\nIst in Afghanistan ein Ende mit&nbsp;Schrecken nicht besser als der Schrecken ohne Ende? Nein, denn der Schrecken w&auml;re keineswegs zu Ende, wenn die deutschen Truppen abz&ouml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2507167&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Als ob uns die Schrecken dieser Erde zum Eingreifen zw&auml;ngen. Da gehen wir bzw. die westliche Wertegemeinschaft doch sehr selektiv vor, betrachten wir nur einmal das Kriegsgeschehen in Somalia, Darfur und dem Kongo. Und was das Regime der Taliban betrifft. Mit der Scharia, der Frauenunterdr&uuml;ckung oder dem Abhacken von H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en kommen wir an anderen Orten der Welt eigentlich bestens zurecht. Darunter sind so zivilisierte L&auml;nder wie Saudi-Arabien, wo Frauen nicht gek&ouml;pft, sondern erschossen werden, da sonst unschicklicherweise der Hals entbl&ouml;&szlig;t werde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Zu guter Letzt:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Volker Pispers &uuml;ber die Rente<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Investment-Zocker sind zur&uuml;ck<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/d1.stern.de\/bilder\/Humor\/greserlenz\/greser_13_10_fitin_615_425.jpg\" alt=\"Die Investment-Zocker sind zur&uuml;ck\" title=\"Die Investment-Zocker sind zur&uuml;ck\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/kultur\/humor\/cartoons\/galerie\/1_greser-lenz\/633499.html\">Stern<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Am Ende: &ldquo;Schie&szlig; weiter, schie&szlig; weiter, schie&szlig; weiter, keep shoot&rsquo;n&rdquo;<\/strong><br>\nEin verst&ouml;rendes Video zeigt ein Massaker, das US-Hubschrauberbesatzungen 2007 im Irak anrichteten. Zwei der Opfer waren Reuters-Mitarbeiter. Ansonsten w&auml;re die Aktion wahrscheinlich nicht ans Licht gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/147387\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die Bank gewinnt immer; Kostenbeteiligung zu den Akten; Milliardenverlust durch fehlende Finanzbeamte; USA als Steueroase; USA kuschelt mit China; Griechenland-Angst; die Null im Kopf; jeder Zweite ohne Tarif; Mindestlohn bei Zeitarbeit; die Wahrheit &uuml;ber das Elterngeld; Hunde(schei&szlig;e)hauptstadt; Dreht&uuml;r zur Lobby; Ethik des Oberprotestanten; US-Milit&auml;r bombardiert umweltfreundlich; Besatzer in Afghanistan,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5046\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5046","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5046","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5046"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5046\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5061,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5046\/revisions\/5061"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}