{"id":50515,"date":"2019-03-29T08:03:39","date_gmt":"2019-03-29T07:03:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515"},"modified":"2019-03-29T08:03:39","modified_gmt":"2019-03-29T07:03:39","slug":"hinweise-des-tages-3336","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h01\">Die Wurzeln der Wut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h02\">Deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse: Sorry, Mister Trump, wir k&ouml;nnen nicht anders!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h03\">R&uuml;stungsexporte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h04\">Bundeswehr wird st&auml;rkste europ&auml;ische Armee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h05\">Kafka im Jobcenter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h06\">Geplante Leistungsk&uuml;rzungen f&uuml;r Asylbewerber sind verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h07\">Arbeitsk&auml;mpfe 2018: Rund eine Million Ausfalltage, knapp 1,2 Millionen Streikende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h08\">VW versch&auml;rft Sparkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h09\">Globalisierung: Konzerngewinne ohne Grenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h10\">Lex Brunsb&uuml;ttel &ndash; Merkel macht Weg f&uuml;r dreckiges US-Fracking-Gas frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h11\">Bei der R&uuml;stung sind sie fix<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h12\">Guaid&oacute; bereitet mit der Operacion Libertad einen weiteren Umsturzplan vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h13\">Annegret Kramp-Karrenbauer: Symbol des neoliberalen Rollbacks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h14\">Das Letzte: Sigmar Gabriel hat einen neuen Nebenjob<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50515#h15\">Leserbrief zu unserem Hinweis &bdquo;Wie ein Lobbyverband psychisch Kranken schadet&ldquo; vom 27. M&auml;rz 2019<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Wurzeln der Wut<\/strong><br>\nNeoliberalismus 40 Jahre nach Margaret Thatchers Amtsantritt ist Gro&szlig;britannien gebrochen. Ein Fu&szlig;marsch durch ein verw&uuml;stetes Land<br>\nIm Mai 2016 &ndash; kurz vor dem Brexit-Referendum &ndash; lief ich zu Fu&szlig; fast 550 Kilometer von Liverpool nach London, um herauszufinden, was meinem Land gerade passierte. Ich folgte dabei der Route eines Protestmarsches gegen Arbeitslosigkeit, den mein verstorbener Vater im Jahr 1981 mitorganisiert hatte. Damals hatte die Politik der Tory-Partei Englands Industrie verw&uuml;stet und die Arbeitslosigkeit in die H&ouml;he schie&szlig;en lassen. Im Jahr 2016 besiegelten die Tories mit ihrer Austerit&auml;tspolitik das Schicksal derselben betroffenen Landstriche.<br>\nTrotzdem war ich auf meiner Wanderung schockiert vom Ausma&szlig; der Armut, von der schieren Zahl der Obdachlosen und den trostlosen Fu&szlig;g&auml;ngerzonen, wo sich mit Brettern vernagelte Gesch&auml;fte, Pubs, Zahltag-Kredithaie und Wettb&uuml;ros aneinanderreihten. Die Menschen in den deindustrialisierten St&auml;dten erz&auml;hlten von ihrer Wut und dem Gef&uuml;hl, betrogen worden zu sein, vergessen von den Politikern in Westminster. Sie erz&auml;hlten davon, wie ihre Viertel kaputtgegangen waren, als die Fabriken, die die Menschen hier ern&auml;hrt hatten, entweder dichtmachten oder ihre Produktion in Niedriglohnl&auml;nder verlagerten.<br>\nFast alle, mit denen ich in diesen St&auml;dten sprach, sagten, sie w&uuml;rden f&uuml;r den Brexit stimmen. Sie redeten davon, &bdquo;das Steuer wieder selbst in die Hand zu nehmen&ldquo;, was angesichts der industriellen Verw&uuml;stung ringsherum einigen Sinn machte. In Wahrheit aber ging es f&uuml;r die Mehrheit von ihnen in der EU-Frage eigentlich um ihre eigenen N&ouml;te.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/die-wurzeln-der-wut\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse: Sorry, Mister Trump, wir k&ouml;nnen nicht anders!<\/strong><br>\nWie k&ouml;nnte Deutschland seine Export&uuml;bersch&uuml;sse senken? Diese Frage untersuchten jetzt wissenschaftliche Berater von Peter Altmaier. Die Antwort wird dem deutschen Wirtschaftsminister deutlich besser gefallen als dem US-Pr&auml;sidenten. [&hellip;]<br>\nDie deutsche Politik, welche das Exportplus lange als das Ergebnis einer besonders leistungsf&auml;higen Wirtschaft verteidigte, ist dadurch in Erkl&auml;rungsn&ouml;te geraten, auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Dessen wissenschaftlicher Beirat hat nun zumindest einmal theoretisch &uuml;berlegt, ob man nicht doch etwas an den &Uuml;bersch&uuml;ssen &auml;ndern k&ouml;nnte. Das Ergebnis wird dem Minister allerdings deutlich besser gefallen als dem US-Pr&auml;sidenten. Kurz zusammengefasst lautet es: Sorry, Mister Trump, wir k&ouml;nnen nicht anders!<br>\nEtwas offizieller gesprochen kam das Gremium zu dem Urteil, dass eine &ldquo;markante Senkung&rdquo; der &Uuml;bersch&uuml;sse &ldquo;nur mit gro&szlig;en Verwerfungen&rdquo; m&ouml;glich w&auml;re. Unter der Federf&uuml;hrung des Wirtschaftshistorikers Ritschl pr&uuml;ften die Wissenschaftler vier Optionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/export-ueberschuesse-laut-beratern-von-peter-altmaier-schwer-zu-senken-a-1260178.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das <a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Publikationen\/Ministerium\/Veroeffentlichung-Wissenschaftlicher-Beirat\/gutachten-wissenschaftlicher-beirat-wirtschaftspolitische-probleme-der-deutschen-leistungsbilanz.pdf?__blob=publicationFile\">Originaldokument<\/a> ist mehr eine Ansammlung von Thesen und Behauptungen als eine irgendwie stringente Beweisf&uuml;hrung. Immerhin wird auf Seite 16 beschrieben, wie der Lohn in Deutschland atomisiert und die (verbliebene) Gewerkschaftsmacht vors&auml;tzlich geschw&auml;cht wurde:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Arbeitsmarktliberalisierung und Senkung der Lohnst&uuml;ckkosten&hellip; In der Folge verlangsamten sich die Lohnzuwachsraten in Deutschland im Vergleich zum Produktivit&auml;tswachstum, ebenso gegen&uuml;ber der Eurozone. Als Ergebnis fielen die Lohnst&uuml;ckkosten bei zugleich sinkendem realem Wechselkurs.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nun k&ouml;nnte man erwarten, dass es f&uuml;r die gezielte Senkung der L&ouml;hne und der Lohnst&uuml;ckkosten durch die Politik eine symmetrische Strategie f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne geben m&uuml;sste, aber weit gefehlt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;&hellip; angesichts von Marktwirtschaft und Tarifautonomie k&ouml;nne der Staat hier h&ouml;chstens durch Tarifabschl&uuml;sse im &ouml;ffentlichen Dienst einen gewissen Einfluss aus&uuml;ben&hellip;&rdquo;.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Der Staat bzw. die Politik k&ouml;nnte sinnvollerweise die Geh&auml;lter im &ouml;ffentlichen Dienst stark anheben, was nicht einen gewissen, sondern einen erheblichen Einfluss auf das Lohnniveau aus&uuml;ben k&ouml;nnte; den Mindestlohn deutlich anheben, was das gesamte Lohnniveau nach oben dr&uuml;cken w&uuml;rde; mehr oder alle Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;ren; Leiharbeit und befristete Arbeitsvertr&auml;ge einschr&auml;nken oder verbieten; die Renten anheben und gr&ouml;&szlig;ere Teile der Beitragszahlung auf die Arbeitgeberseite verlagern; usw. etc. pp. Mit allen diesen Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnte die Politik ganz direkt gro&szlig;en Einfluss auf die L&ouml;hne aus&uuml;ben und den Export&uuml;berschuss schnell und drastisch reduzieren &ndash; wenn nicht, und hier wird es vollends mysteri&ouml;s, <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;&uuml;bertriebene Lohnsteigerungen rezessiv auf die heimische Volkswirtschaft [wirkten] und [&hellip;] damit die deutsche Importnachfrage [d&auml;mpften]&rdquo; (s. 26 des &ldquo;Gutachtens&rdquo;).\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Faszinierend: h&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;hren zu weniger Nachfrage, wirken rezessiv und senken die Importnachfrage&hellip;? Muss eine ganz neue Wirtschaftstheorie sein&hellip; Immerhin findet sich auf Seite 18 der &ldquo;Studie&rdquo; das Eingest&auml;ndnis, <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Die Investitionen des &ouml;ffentlichen Sektors in Deutschland sind niedrig.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>&ndash; aber komischerweise wird eine Erh&ouml;hung dieser &ouml;ffentlichen Investitionen, also eine direkte Nachfragest&auml;rkung, nicht einmal andiskutiert, nirgendwo. Eine Mehrwertsteuersenkung f&auml;nde ich auch eine gute Idee; Gegenargument: &ldquo;starke[r] Anstieg der &ouml;ffentlichen Verschuldung&rdquo;. H&auml;h? Erstens geht es in dem Szenario nur um ca. 20 Milliarden Euro pro Jahr, also w&uuml;rde die Verschuldung nur minimal steigen; zweitens w&auml;re eine Gegenfinanzierung durch h&ouml;here Steuern auf Kapitalertr&auml;ge (K&ouml;rperschaftsteuern, Erbschaftsteuern&hellip;) leicht. Aber halt: die K&ouml;rperschaftsteuern sollen gesenkt und Abschreibungen f&uuml;r Unternehmen noch mehr steuerbeg&uuml;nstigt werden. Was ist hierbei mit der &ldquo;stark steigenden &ouml;ffentlichen Verschuldung&rdquo;, und wie um Himmels Willen soll durch eine angebotsseitige Ma&szlig;nahme die Nachfrage gest&auml;rkt werden, zumal die Unternehmen heute schon in Geld schwimmen und nicht wissen, wohin damit? <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Den Berechnungen zufolge w&uuml;rde diese Strategie [&hellip;] tats&auml;chlich die deutsche Wirtschaft ankurbeln, Investitionen sowie Staatseinnahmen erh&ouml;hen und unterm Strich die &Uuml;bersch&uuml;sse verringern&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das ist eine blo&szlig;e Behauptung ohne stichhaltige Argumente oder leicht verdientes Geld f&uuml;r Ritschl und Co., gezielte Volksverdummung f&uuml;r die Massen und durch den SPIEGEL.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Es wird ein Gutachten des wissenschaftlichen Beirats beim Wirtschaftsministerium vorgestellt, das den Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss der Bundesrepublik als unvermeidlich darstellt und Gegenma&szlig;nahmen verwirft. Die genannten &ldquo;Begr&uuml;ndungen&rdquo; sind f&uuml;r humorvolle Leute zwar am&uuml;sant &ndash; inhaltlich aber eher stramm ideologisch bis d&auml;mlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexporte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mehr R&uuml;stungsexporte in die Emirate<\/strong><br>\nSaudi-Arabien erh&auml;lt derzeit keine deutschen R&uuml;stungsg&uuml;ter. Die Bundesregierung genehmigt aber mehr Exporte in andere L&auml;nder, die im Jemen Krieg f&uuml;hren.<br>\nNach dem R&uuml;stungsexportstopp f&uuml;r Saudi-Arabien hat die Bundesregierung deutlich mehr Waffenexporte in andere am Jemen-Krieg beteiligte L&auml;nder genehmigt. Das geht aus den Antworten der Bundesregierung auf Fragen des Gr&uuml;nen-Abgeordneten Omid Nouripour hervor, die dem Tagesspiegel vorliegen.<br>\nW&auml;hrend die Koalition im ersten halben Jahr ihrer Amtszeit zw&ouml;lf Genehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsexporte in die Vereinigten Arabischen Emirate erteilte, die einen Wert von knapp f&uuml;nf Millionen Euro hatten, kamen seit Ende September 2018 weitere 56 Genehmigungen f&uuml;r die Ausfuhr von Waffen in das Land hinzu &ndash; mit einem Gesamtwert von mehr als 50 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/weiter-waffen-fuer-jemen-krieg-mehr-ruestungsexporte-in-die-emirate\/24156146.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundesregierung verl&auml;ngert R&uuml;stungsembargo<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat ihren wochenlangen Streit um den R&uuml;stungsexportstopp f&uuml;r Saudi-Arabien mit einem Kompromiss beigelegt. Bilaterale R&uuml;stungslieferungen werden f&uuml;r weitere sechs Monate nicht erlaubt. F&uuml;r diesen Zeitraum w&uuml;rden grunds&auml;tzlich keine Neuantr&auml;ge genehmigt, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einer Sitzung der entscheidenden Minister mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin mit.<br>\nZugleich verst&auml;ndigte sich die Bundesregierung auf Bedingungen f&uuml;r die Verl&auml;ngerung von Genehmigungen f&uuml;r Gemeinschaftsprojekte mit Bezug zu Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bis Ende des Jahres. Dabei geht es um Gemeinschaftsprogramme, bei denen Teile f&uuml;r R&uuml;stungsprojekte an europ&auml;ische Partner wie Frankreich und Gro&szlig;britannien geliefert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/ruestungsexporte-169.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Eilmeldung kam in der Nacht und erweckte den Eindruck, dass es nun keine Waffenexporte gebe. Doch die gibt es &uuml;ber Umwege ja weiterhin. Auff&auml;llig ist auch, dass die Meinungsf&uuml;hrer in den Medien, ein Einknicken der SPD verlangen und in absurder Weise an den europ&auml;ischen Gedanken und eine Pflicht zur Verl&auml;sslichkeit appellieren. Der Leiter des Hauptstadtb&uuml;ros des RedaktionsNetzwerk Deutschland, Gordon Repinski schrieb in seinem Leitartikel gestern: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Ja, die Realit&auml;t ist bitter. Aber sie lautet: Weil wir Europa wollen, m&uuml;ssen wir auch bei R&uuml;stungsexporten kompromissf&auml;hig bleiben. Das hei&szlig;t nicht, dass man die zum Teil abstrus wertfreie Exportpolitik der Franzosen oder Briten einfach so &uuml;bernimmt. Aber es hei&szlig;t mindestens, dass Deutschland keine Exporte aus europ&auml;ischen Projekten blockiert.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Absurde Debatte &ndash; Warum sich Waffenexporte an die Saudis verbieten<\/strong><br>\nDie hitzige Debatte dar&uuml;ber, ob der R&uuml;stungsexportstopp f&uuml;r Saudi-Arabien f&uuml;r sechs Monate verl&auml;ngert werden soll oder nicht, nimmt langsam absurde Z&uuml;ge an. Die Frage sollte so kompliziert nicht zu beantworten sein. Die Kriterien, wann Waffen wohin geliefert werden d&uuml;rfen, sind in der EU &uuml;ber die Jahre aufgeweicht worden. Doch f&uuml;r einen Verkauf von Kriegswaffen nach Saudi-Arabien kann es trotzdem nur eine Haltung geben: Solche Exporte w&auml;ren derzeit ein eklatanter Versto&szlig; gegen die geltenden Bestimmungen. Punkt. Es ist nicht so schwer zu verstehen. Nach den g&uuml;ltigen europ&auml;ischen Bestimmungen (&ldquo;Gemeinsamer Standpunkt&rdquo; von 2008) d&uuml;rfen keine Waffen geliefert werden, &ldquo;die im Endbestimmungsland bewaffnete Konflikte ausl&ouml;sen bzw. verl&auml;ngern w&uuml;rden oder bestehende Spannungen oder Konflikte versch&auml;rfen w&uuml;rden&rdquo;. Ob man das auf Deutsch liest oder ins Franz&ouml;sische oder Englische &uuml;bertr&auml;gt, das &auml;ndert nichts daran: Waffenverk&auml;ufe nach Saudi-Arabien darf es nicht geben. Die Argumentationslinie, entlang der die C-Parteien diese Debatte derzeit f&uuml;hren, ist von allem M&ouml;glichen gepr&auml;gt, von b&uuml;ndnispolitischen Erw&auml;gungen, von wirtschaftlichen, von Sorgen um das deutschfranz&ouml;sische  Verh&auml;ltnis. Doch um die Frage, was mit den Waffen dann passiert, darum scheint es irgendwie gar nicht zu gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/1.8744465%20\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> Wenn man sich das endlose Geschw&auml;tz der PolitikerInnen zum Thema &ldquo;Waffenexport nach Saudi-Arabien&rdquo; zu Gem&uuml;te f&uuml;hrt, bei dem es &uuml;berhaupt nicht um das Leben von Menschen, sondern nur &ldquo;ums Gesch&auml;ft&rdquo; und die &ldquo;Politischen Mauscheleien&rdquo; geht, kann einem nur schlecht werden. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>M&uuml;ssen wir beim Morden dabei sein?<\/strong><br>\nJa, sagt die &bdquo;christliche&ldquo; Kanzlerin Merkel, denn wir m&uuml;ssen an unsere europ&auml;ischen Partner denken.<br>\nJa, sagt die &bdquo;christliche&ldquo; Parteivorsitzende Kramp-Karrenbauer, denn wir m&uuml;ssen an die Arbeitspl&auml;tze denken.<br>\nJa, sagt der &bdquo;christliche&ldquo; bayerische Ministerpr&auml;sident S&ouml;der, denn wir m&uuml;ssen in der Weltpolitik, sprich beim Bomben, einen Fu&szlig; in der T&uuml;r haben.<br>\nJa, ruft selbstverst&auml;ndlich die deutsche R&uuml;stungsindustrie, und beh&auml;lt sich rechtliche Schritte vor, wenn ihr Mordsgesch&auml;ft weiter behindert wird.<br>\nSo sieht die wachsende &bdquo;Verantwortung&ldquo; Deutschlands in der Welt aus, wenn man die &bdquo;christlichen&ldquo; Pharis&auml;er weiter &bdquo;Weltpolitik&ldquo; machen l&auml;sst.<br>\n&bdquo;Du sollst nicht t&ouml;ten&ldquo;, lautet das f&uuml;nfte Gebot. Ob Merkel und Kramp-Karrenbauer jemals die Bibel gelesen haben? Muss die europ&auml;ische &bdquo;Wertegemeinschaft&ldquo; sich an Kriegen um Rohstoffe und Absatzm&auml;rkte vielleicht mit einem deutsch-franz&ouml;sischen Flugzeugtr&auml;ger (Kramp-Karrenbauer) beteiligen, weil Frankreich und Gro&szlig;britannien sich weiter wie Kolonialm&auml;chte auff&uuml;hren?<br>\nAllein im Jemen sind mittlerweile Zehntausende ums Leben gekommen, t&auml;glich sterben Menschen und Kinder verhungern.<br>\nBeihilfe zum Mord wird nach den Paragrafen 27 und 49 des Strafgesetzbuches mit mindestens drei Jahren Haft bestraft. Wie lange wird es noch dauern, bis wir ein Weltgericht haben, das die Ganoven verurteilt, die skrupellos an Kriegsparteien Waffen liefern?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2229948800399908\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundeswehr wird st&auml;rkste europ&auml;ische Armee<\/strong><br>\nAktuelle Debatten kreisen um eine angeblich katastrophale Einsatzf&auml;higkeit der Bun-deswehr und darum, dass diese weniger Geld bek&auml;me als sie ben&ouml;tige und Deutschland der Nato versprochen habe. Diese Darstellungen t&auml;uschen dar&uuml;ber hinweg, dass die Bundeswehr vermutlich schon in wenigen Jahren die mit Abstand st&auml;rkste Armee Westeuropas sein wird.<br>\nAufgrund von &bdquo;internationalen Erwartungen&ldquo; steht die deutsche Bundesregierung seit Jahren unter Druck, den traditionellen Kurs der &bdquo;milit&auml;rischen Zur&uuml;ckhaltung&ldquo; aufzu-geben und die Militarisierung weiter voranzutreiben.<br>\nDer massive Druck f&uuml;hrte schon vor etlichen Jahren zur Zusage gegen&uuml;ber der Nato, bis zum Jahr 2024 die &bdquo;Verteidigungsausgaben&ldquo; schrittweise zu erh&ouml;hen. Demnach sol-len sich die Ausgaben auf einen Richtwert von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zubewegen, wovon mindestens 20 Prozent in die R&uuml;stung, in &ldquo;neues Gro&szlig;ger&auml;t einschlie&szlig;lich damit zusammenh&auml;ngender Forschung und Entwicklung&rdquo; flie&szlig;en sollen.<br>\nDie zwei Prozent sind rechtlich nicht verbindlich und werden vielfach als nicht realis-tisch bezeichnet. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen k&uuml;ndigte im Mai 2018 an, die Bundesregierung w&uuml;rde die deutschen Wehrausgaben bis 2025 von 1,2 Prozent auf 1,5 Prozent des BIP steigern. Angesichts der Wirtschaftsleistung Deutschlands geht es um gewaltige Ausgaben von &ndash; aus heutiger Sicht &ndash; bis zu knapp 60 Milliarden Euro &ndash; pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/190329-Bundeswehr-wird-staerkste-europaeische-Armee.pdf\">Akademie Bergstra&szlig;e | Henrik Paulitz [PDF]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kafka im Jobcenter<\/strong><br>\nDer Staat will, dass Vermieter die Mieten alle drei Jahre erh&ouml;hen k&ouml;nnen. Dann muss er aber auch Jobcentern erlauben, die Erh&ouml;hung mitzutragen.<br>\nDer Staat hat es sich 200 Millionen Euro kosten lassen, die &Auml;mter von der Unternehmensberatung McKinsey in optimierte B&uuml;rokratieh&ouml;llen zu verwandeln, die schon bei ein paar Euro &Uuml;berzahlung gegen Erwerbslose vor Gericht ziehen. Die Jobcenter, die jede Kleinigkeit in Akten vermerken, agieren im Verborgenen: Wie oft Menschen ihre Wohnung verlieren, weil das Amt auf Senkung der Kosten pocht, wird nicht fl&auml;chendeckend erfasst. Kafka im Jobcenter.<br>\nEine hohe Zahl an Bescheiden ist fehlerhaft, doch nur wenige Betroffene ziehen vor Gericht. Dort verlieren die Jobcenter zwar fast 40 Prozent ihrer Prozesse. Allerdings stellen sie manchmal gar nicht erst Bescheide aus. Man kann sie dann &ndash; kein Scherz &ndash; beantragen. Und nach der R&auml;umung anfechten.<br>\nDie Mietobergrenzen f&uuml;r Hartz IV hinken der Mietpreisentwicklung um Jahre hinterher. Kommunen erh&ouml;hen die Grenzen oft nur nach jahrelangem Streit, und dann auf Betr&auml;ge, mit denen niemand mehr eine Wohnung findet. Doch selbst wenn: Die Pr&uuml;fung der potenziellen Wohnung kann Wochen dauern, und von den wenigen Vermietern, die &uuml;berhaupt Wohnungen an Hartz IV-Empf&auml;ngerInnen vermieten, verlieren viele die Geduld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Umziehen-mit-Hartz-IV\/!5581511\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Wohnen wird unbezahlbar<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich die Mieten bei Erst- oder Wiedervermietung im Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 republikweit um 4,5 Prozent erh&ouml;hten, stiegen die Nominall&ouml;hne im gleichen Zeitraum nur um 2,5 Prozent. Dieser Trend versch&auml;rfte sich noch 2018: Verglichen mit dem ersten Quartal des Vorjahres stiegen die Nominall&ouml;hne um 2,7 Prozent, aber die Neuvertragsmieten um durchschnittlich 5,5 Prozent.<br>\nIn immer mehr St&auml;dten haben die Mieten, auch im sozialen Wohnungsbau, l&auml;ngst eine H&ouml;he erreicht, welche die Zahlungsf&auml;higkeit eines gro&szlig;en Teils der lohn-, gehalts- und rentenabh&auml;ngigen Menschen hierzulande &uuml;bersteigt, w&auml;hrend die L&ouml;hne weit abgeschlagen hinterher hinken.<br>\nF&uuml;r eine Dreizimmer-Neubauwohnung zahlt die Durchschnittsfamilie in der Bundeshauptstadt Berlin 41,3 Prozent ihres Nettoeinkommens f&uuml;r die Miete. In Frankfurt liegen die Mietkosten bei 40,7 Prozent. Als Erkl&auml;rung f&uuml;r die hohen Mieten und damit den unertr&auml;glichen Mangel an bezahlbaren Wohnungen werden die steigenden Bau- und Grundst&uuml;ckspreise sowie die angeblich zu strengen und zu vielen Bauvorschriften im Bereich Brandschutz, Schallschutz und auch f&uuml;r W&auml;rmed&auml;mmung vorgeschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5113\/wirtschaft_soziales\/10858\/Wohnen-wird-unbezahlbar.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Geplante Leistungsk&uuml;rzungen f&uuml;r Asylbewerber sind verfassungswidrig<\/strong><br>\nErneut tritt die Bundesregierung die Menschenw&uuml;rde von Fl&uuml;chtlingen mit F&uuml;&szlig;en&ldquo;, kommentiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, die Pl&auml;ne aus dem Bundessozialministerium, die Leistungen f&uuml;r Asylbewerber zu k&uuml;rzen. Jelpke weiter:<br>\n&bdquo;Seit Jahren wurden die Leistungen f&uuml;r Asylbewerber und Geduldete rechtswidrig nicht den gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst. Und jetzt soll die dringend erforderliche Anhebung mit verfassungswidrigen K&uuml;rzungen an anderer Stelle verbunden werden.<br>\nDie Argumente, mit denen das SPD-gef&uuml;hrte Sozialministerium die geplanten K&uuml;rzungen rechtfertigt, sind so zynisch wie realit&auml;tsfremd: Asylbewerber, die in Sammellager gezwungen werden, sollen mit ihnen vollkommen fremden Menschen eine sogenannte Bedarfsgemeinschaft bilden. Durch gemeinsames Einkaufen k&ouml;nnten angeblich Einspareffekte erzielt werden, wie dies auch bei Ehen und Paarhaushalten unterstellt wird. Die Vorgaben des Verfassungsgerichts zu einer realit&auml;tsgerechten Bedarfsbestimmung werden hier grob missachtet. Dass ein SPD-gef&uuml;hrtes Ministerium diese Pl&auml;ne zu verantworten hat, ist ein starkes St&uuml;ck.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat 2012 unmissverst&auml;ndlich klargestellt, dass die Menschenw&uuml;rde migrationspolitisch nicht relativiert werden darf. Das sollte sich diese Bundesregierung hinter die Ohren schreiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/geplante-leistungskuerzungen-fuer-asylbewerber-sind-verfassungswidrig\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitsk&auml;mpfe 2018: Rund eine Million Ausfalltage, knapp 1,2 Millionen Streikende<\/strong><br>\n2018 sind in Deutschland durch Arbeitsk&auml;mpfe rund eine Millionen Arbeitstage ausgefallen. Damit hat sich das Arbeitskampfvolumen gegen&uuml;ber dem Jahr zuvor mehr als vervierfacht. 2017 verzeichnete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung 238.000 Ausfalltage. Sehr viel h&ouml;her fiel auch die Streikbeteiligung aus. Sie stieg von 131.000 im Jahr 2017 auf knapp 1,2 Millionen Streikteilnehmerinnen und -teilnehmer 2018. Das zeigt die neue Jahresbilanz zur Arbeitskampfentwicklung, die das WSI heute vorlegt.<br>\n&bdquo;Ausschlaggebend f&uuml;r die deutlichen Anstiege bei Streikbeteiligung und Ausfalltagen waren die umfangreichen Streikaktionen w&auml;hrend der Metall-Tarifrunde im vergangenen Jahr. Allein auf diesen Arbeitskampf entfielen rund 60 Prozent aller Ausfalltage sowie mehr als drei Viertel aller Streikbeteiligten des Jahres 2018.&ldquo; stellt der WSI-Arbeitskampfexperte Dr. Heiner Dribbusch fest. Gr&ouml;&szlig;ere Warnstreiks begleiteten nach Dribbuschs Auswertung 2018 au&szlig;erdem die Tarifrunde f&uuml;r die Besch&auml;ftigten im &Ouml;ffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen. Allerdings war 2017 im Vergleich der vergangenen Jahre auch ein Jahr mit wenigen Arbeitsk&auml;mpfen. Bezogen auf die Zahl der Streikenden lag 2018 auf dem Niveau der Jahre 2015 und 2016, die Zahl der ausgefallenen Arbeitstage war etwa halb so hoch wie 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_119212.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>VW versch&auml;rft Sparkurs<\/strong><br>\n21 000 Arbeitspl&auml;tze sind der Preis f&uuml;r h&ouml;here Rendite<br>\nTrotz eines neuen Verkaufsrekords von 10,8 Millionen KFZ und einem Gewinn nach Steuern von 12,2 Milliarden Euro will der Konzern allein bei der Marke VW in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren 7 000 Stellen streichen, vor allem in der Verwaltung. Mit dem im Zukunftspakt von 2016 vorgesehenen Abbau von 14 000 Arbeitspl&auml;tzen ergibt das eine Vernichtung von 21 000 Arbeitspl&auml;tzen. Das Ganze nennt sich &bdquo;Ergebnisverbesserungsprogramm&ldquo; und soll ab 2023 j&auml;hrlich 5,9 Milliarden Euro einbringen. Die Umsatzrendite soll von 3,8 Prozent auf 6 Prozent gepuscht werden. Bis 2025 sollen Produktivit&auml;t und Effizienz insgesamt um 30 Prozent steigen.<br>\nGrund f&uuml;r den Stellenabbau sei laut VW die Umstellung auf Elektro. In den kommenden zehn Jahren plant der Konzern, rund 70 neue Elektromodelle auf den Markt zu bringen. Statt der bisher geplanten 15 Millionen sollen dann 22 Millionen elektrisch betriebene Fahrzeuge produziert werden. Vier von zehn Autos sollen Elektroautos sein. Das Problem: &bdquo;Ein E-Auto l&auml;sst sich mit etwa 30 Prozent weniger Aufwand herstellen als ein Verbrenner&ldquo;, sagte Konzernchef Herbert Diess auf der Pressekonferenz. &bdquo;Das hei&szlig;t: Wir werden Arbeitspl&auml;tze abbauen&ldquo; und es werde schwer, dieses Ziel nur mit Fluktuation und Altersteilzeit zu schaffen.<br>\nRauf mit Produktivit&auml;t, Absatz und Rendite, runter mit den Arbeitspl&auml;tzen, es ist immer das gleiche Lied &ndash; bei VW, BMW, Daimler, Opel, Ford, aber auch in den Betrieben au&szlig;erhalb der Automobilindustrie. Das entspricht kapitalistischer Logik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5113\/wirtschaft_soziales\/10855\/VW-versch%C3%A4rft-Sparkurs.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Globalisierung: Konzerngewinne ohne Grenzen<\/strong><br>\nKonzerne lassen dort arbeiten, wo die Menschen wenig verdienen, und verkaufen dort, wo Menschen viel verdienen. Das geht schief.<br>\n&laquo;Der Irrsinn ist bei einzelnen etwas Seltenes &ndash; aber bei Gruppen, Parteien, V&ouml;lkern die Regel&raquo;, hat Friedrich Nietzsche festgestellt. Doch kollektiver Irrtum ist schwer zu erkennen. Weil ihn alle teilen, erscheint er als Wahrheit. Ein solcher Irrtum ist die Globalisierung. L&auml;ngst ist vergessen, was der grosse &Ouml;konom John Maynard Keynes f&uuml;r erstrebenswert hielt: &laquo;Ideen, Kunst, Wissen, Gastfreundschaft und Reisen sollten international sein. Dagegen sollten Waren lokal erzeugt werden, wo immer dies vern&uuml;nftig m&ouml;glich ist; vor allem aber die Finanzen sollten weitgehend im nationalen Kontext verbleiben.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Globalisierung-Konzerngewinne-ohne-Grenzen#\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lex Brunsb&uuml;ttel &ndash; Merkel macht Weg f&uuml;r dreckiges US-Fracking-Gas frei<\/strong><br>\n&bdquo;Dass die Bundesregierung den Weg frei gemacht hat f&uuml;r den Import von verfl&uuml;ssigtem Erdgas (LNG) aus den USA, ist ein politischer und &ouml;kologischer Skandal. Mit der Novellierung zweier Verordnungen des Energiewirtschaftsgesetzes im Hauruck-Verfahren und vorbei am Bundestag wird der Bau neuer H&auml;fen, Infrastruktur und Pipelines massiv erleichtert. Dieser unn&ouml;tige Kniefall vor US-Pr&auml;sident Donald Trump geht auf Kosten der Allgemeinheit, die &uuml;ber h&ouml;here Netzentgelte k&uuml;nftig f&uuml;r klimasch&auml;dliches Erdgas, das keiner braucht, zur Kasse gebeten wird&ldquo;, kommentiert Lorenz G&ouml;sta Beutin, energie- und klimapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, den entsprechenden Kabinettsbeschluss. Beutin weiter:<br>\n&bdquo;Die Gro&szlig;e Koalition opfert die Klimaziele und das Pariser Klimaabkommen einem Konkurrenzkampf um Erdgas-Absatzm&auml;rkte in Europa: Deutschland soll LNG aus den Vereinigten Staaten importieren, weil die US-Energieindustrie neue Absatzm&auml;rkte f&uuml;r ihr klimasch&auml;dliches Fracking-Gas braucht und in Konkurrenz zu russischem Erdgas steht. Die neue Gesetzgebung sieht vor, dass Gaskundinnen und Gaskunden den Anschluss neuer LNG-H&auml;fen an das deutsche Gasnetz &uuml;ber die Netzentgelte bezahlen, 80 Millionen Euro pro Hafen, neun Millionen Euro pro Jahr f&uuml;r den Betrieb.<br>\nAu&szlig;erdem werden die neuen LNG-H&auml;fen durch Haushaltsmittel des Bundes subventioniert. Die geplanten H&auml;fen in Brunsb&uuml;ttel und Wilhelmshaven sind ohne Staatsgelder v&ouml;llig unrentabel. Deutschland braucht aber kein zus&auml;tzliches Gas aus den USA: Bis 2050 will die Bundesrepublik fast ganz aus Gas, &Ouml;l und Kohle ausgestiegen sein. Auch ist die Versorgung gesichert, die Bundesnetzagentur hat im &sbquo;Netzentwicklungsplan Gas&lsquo; keinen Bedarf an neuer Gas-Infrastruktur festgestellt. Der Bundesregierung ist ein gutes Klima zu Trump offenbar wichtiger als das Weltklima und die Portemonnaies der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. DIE LINKE fordert, keine &ouml;ffentlichen Gelder f&uuml;r LNG-Infrastruktur und andere fossile Vorhaben in Deutschland zu verschwenden und ein Importverbot f&uuml;r Fracking-Gas zu erlassen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/lex-brunsbuettel-merkel-macht-weg-fuer-dreckiges-us-fracking-gas-frei\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bei der R&uuml;stung sind sie fix<\/strong><br>\nHaushalt: Die GroKo will weniger Geld f&uuml;r Bildung und Forschung ausgeben<br>\nAm Mittwoch der vorigen Woche billigte das Bundeskabinett die Eckwerte f&uuml;r den Haushalt 2020 und die Finanzplanung bis 2023. Neue Schulden soll es weiterhin nicht geben. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) plant f&uuml;r 2020 Gesamtausgaben von 362,6 Milliarden Euro. Mit &bdquo;Rekordinvestitionen&ldquo; will man &bdquo;den Zusammenhalt unserer Gesellschaft st&auml;rken und die die Grundlage f&uuml;r den Wohlstand von morgen schaffen&ldquo;. Nun wird der Bundestag beraten. Im Sommer will das Kabinett die Eckwerte endg&uuml;ltig beschlie&szlig;en.<br>\nBis dahin wird es gewiss Korrekturen geben. Denn schon vor dem Kabinettsbeschluss hatte sich Unmut geregt: Ursula von der Leyen (CDU) forderte noch mehr Geld. 2024 h&auml;tte die Ministerin gern, wie der &bdquo;Spiegel&ldquo; im Sommer vorigen Jahres berichtete, 60 Milliarden Euro. Nach dem Kabinettsbeschluss gab sie zwar zu, dass der Verteidigungshaushalt 2020 mehr als doppelt so stark wie der Gesamtetat steige. Aber auch die NATO-Quote steige. 2019 liegt der Etat ihres Ministeriums bei rund 43,2 Milliarden Euro &ndash; eine Steigerung um 16 Prozent in zwei Jahren. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus ist jedoch optimistisch, in den kommenden Monaten noch mehr zu erreichen. Man m&uuml;sse &bdquo;mehr tun&ldquo; f&uuml;r &bdquo;unsere&ldquo; Verteidigung, &bdquo;weil wir uns nicht mehr auf die Amerikaner verlassen k&ouml;nnen&ldquo;, betonte der Fraktionschef am Sonntag in der ZDF-Sendung &bdquo;Berlin direkt&ldquo;. Ziel bleibe es, das 2-Prozent-Ziel zu erreichen, aber &bdquo;wir wollen erst mal die 1,5 Prozent 2024 schaffen und dann weiter aufbauen&ldquo;. Daf&uuml;r m&uuml;sse man aber Gelder im Haushalt &bdquo;umswitchen&ldquo;. Auf einer Pressekonferenz in der vorigen Woche hatte Scholz erkl&auml;rt, dass nat&uuml;rlich auch in den Etats anderer Ministerien Ausgaben f&uuml;r &bdquo;Verteidigung&ldquo; enthalten seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5113\/innenpolitik\/10869\/Bei-der-R%C3%BCstung-sind-sie-fix.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Guaid&oacute; bereitet mit der Operacion Libertad einen weiteren Umsturzplan vor<\/strong><br>\nDie sowieso rechtlich umstrittene Selbsternennung als Interimspr&auml;sident ist nach der Verfassung l&auml;ngst abgelaufen, so die Bundesregierung, die Guaid&oacute;s Botschafter deswegen nicht anerkennt<br>\nIn Venezuela wird es f&uuml;r den selbsternannten Pr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute; allm&auml;hlich immer schwieriger, die Oppositionsbewegung zum Sturz der Maduro-Regierung trotz der Unterst&uuml;tzung aus den USA noch glaubhaft zu einem Erfolg f&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Mehrere Umsturzpl&auml;ne wie die Hilfslieferungen, die mit Hunderttausenden ins Land gebracht werden sollten, haben wenig bewirkt. Aufrufe zu Massenprotesten erhielten nicht gen&uuml;gend Resonanz, selbst die Stromausf&auml;lle, gleich ob durch Pannen wegen schlechter Infrastruktur oder durch Cyberangriffe und Sabotage verursacht, haben die Stimmung nicht entscheidend ver&auml;ndern k&ouml;nnen.<br>\nGut m&ouml;glich, dass die dauernden Warnungen von der US-Regierung, die mit einer milit&auml;rischen Intervention drohen, sich eher negativ auswirken und die Maduro-Regierung st&auml;rken. Die Frage ist auch, ob der Besuch von Guaid&oacute;s Frau Fabiana Rosales &ndash; vom Wei&szlig;en Haus als &ldquo;First Lady&rdquo; betitelt &ndash; und der Frau des wegen Terrorverdachts festgenommenen B&uuml;rochefs Marrera bei US-Pr&auml;sident Donald Trump ein so geschickter Schachzug war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Guaido-bereitet-mit-der-Operacion-Libertad-einen-weiteren-Umsturzplan-vor-4354442.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Venezuela: Regierung pr&auml;sentiert Erkenntnisse &uuml;ber paramilit&auml;rische Operationen<\/strong><br>\nVenezolanische Beh&ouml;rden haben informiert, dass der selbsternannte &ldquo;Interimspr&auml;sident&rdquo; Juan Guaid&oacute; und andere Oppositionsf&uuml;hrer an einem Plan zur Durchf&uuml;hrung von Terroranschl&auml;gen beteiligt gewesen sein sollen. Dabei seien ausl&auml;ndische Paramilit&auml;rs zum Einsatz gekommen, die in Kolumbien ausgebildet wurden.<br>\nKommunikationsminister Jorge Rodr&iacute;guez pr&auml;sentierte Dokumente, die er als Beweismittel f&uuml;r &ldquo;ultrarechte Pl&auml;ne zur F&ouml;rderung des Regime Change&rdquo; bezeichnete. Laut Rodr&iacute;guez enth&uuml;llten die Geheimdienste Pl&auml;ne, S&ouml;ldner aus Kolumbien und Mittelamerika unter Vertrag zu nehmen und sie nach Venezuela zu bringen, um gezielte Morde und Sabotageakte durchzuf&uuml;hren. Er f&uuml;gte hinzu, dass &ldquo;mindestens die H&auml;lfte&rdquo; der bewaffneten Gruppen es geschafft habe, ihren Weg auf venezolanisches Gebiet zu finden. Nach ihnen wird derzeit gefahndet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/03\/224253\/paramilitaer-opposition-venezuela\">amerika21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Annegret Kramp-Karrenbauer: Symbol des neoliberalen Rollbacks<\/strong><br>\nZuletzt wurde viel geredet &uuml;ber jene Frau, die nur noch mit der Abk&uuml;rzung AKK vorgestellt wird. Leider viel weniger &uuml;ber Inhalte als &uuml;ber ihre Befindlichkeiten. Annegret Kramp-Karrenbauer ist n&auml;mlich nicht einfach nur eine Konservative. Sie ist eine Neoliberale. Nicht etwa eine gem&auml;&szlig;igte, sondern eine dogmatische Anh&auml;ngerin der puren Lehre. Und vor dieser Seite ihrer Janusk&ouml;pfigkeit f&uuml;rchte ich mich pers&ouml;nlich mehr. Denn selbst wenn sie nicht als Bundeskanzlerin nachr&uuml;cke, als Chefin der Union hat sie schon so etwas wie eine Richtlinienkompetenz light. Sie wird auf eine Renaissance des klassischen Marktradikalismus hinwirken.<br>\nVor Wochen hatte sie eine Eingebung: Mieten w&uuml;rden in Deutschland nur sinken, wenn man die Kr&auml;fte des freien Marktes wirken lie&szlig;e. Offenbar glaubt sie ernsthaft, dass zu viel Regulierung zu einem Anstieg der Mietpreise f&uuml;hre. Dass wir zu wenig Wohnraum vor allem in den Ballungsgebieten haben, der dazu auch noch zu teuer ist, hat eher damit zu tun, dass wir dem freien Markt zu viel anvertraut haben. Kramp-Karrenbauer predigt jedoch das Gegenteil. Gleichzeitig m&ouml;chte sie daf&uuml;r Sorge tragen, dass der Investitionsstau durch Senkung von Unternehmenssteuern aufgel&ouml;st werde. Das hat ja schon immer gut geklappt. Wenn man den Unternehmen mehr Geld l&auml;sst, dann verbuchen sie ganz bestimmt nicht als Gewinn. Oder?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1115399.annegret-kramp-karrenbauer-symbol-des-neoliberalen-rollbacks.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Sigmar Gabriel hat einen neuen Nebenjob<\/strong><br>\nAktuell sitzt Sigmar Gabriel im Bundestag und hat zus&auml;tzliche Nebent&auml;tigkeiten. Doch das scheint dem 59-J&auml;hrigen nicht zu reichen. Deswegen entscheidet er sich f&uuml;r eine weitere Aufgabe und wird k&uuml;nftig Berater eines weltweit t&auml;tigen Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmens.<br>\nDer ehemalige Bundesau&szlig;enminister Sigmar Gabriel soll wohl in den Beirat des Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmens Deloitte aufr&uuml;cken. Die Ethikkommission, die m&ouml;gliche Interessenskonflikte fr&uuml;herer Minister bei neuen T&auml;tigkeiten pr&uuml;ft, meldete nach Berichten des &ldquo;Spiegels&rdquo; keine Bedenken gegen Gabriels Berufung an. Das Bundeskabinett segnete eine entsprechende Vorlage der Kommission demnach am Mittwoch ab.<br>\nDer fr&uuml;here SPD-Chef hat neben seinem Bundestagsmandat bereits lukrative Nebenjobs inne. So schreibt der 59-J&auml;hrige Gastbeitr&auml;ge f&uuml;r die Holtzbrinck-Medien &ldquo;Handelsblatt&rdquo;, &ldquo;Tagesspiegel&rdquo; und &ldquo;Zeit&rdquo; und verdient damit nach eigenen Angaben zwischen 15.000 und 30.000 Euro im Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Sigmar-Gabriel-hat-einen-neuen-Nebenjob-article20932736.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Leserbrief zu unserem Hinweis &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50468#h14\">Wie ein Lobbyverband psychisch Kranken schadet<\/a>&ldquo; vom 27. M&auml;rz 2019<\/strong><br>\nDer Gastbeitrag von Herrn L&uuml;tz ist eine Frechheit, weil er den Berufsstand der Psychotherapeuten\/innen mit falschen Behauptungen und falschen Zahlen diskreditiert. Als niedergelassene Psychotherapeutin habe ich in meiner 20-j&auml;hrigen T&auml;tigkeit keinen einzigen Patienten mit einer Befindlichkeitsst&ouml;rung auf eine mittelschwere Depression &ldquo;hochdiagnostiziert&rdquo;, wie Herr L&uuml;tz es unterstellt. Menschen in meiner Praxis, mit der Diagnose Depression waren oftmals jahrzehntelangen famili&auml;ren, beruflichen oder gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. Zudem hatten manche einen oder mehrere Todesf&auml;lle zu verkraften, die durch Unf&auml;lle oder sonstige Katastrophen zustande kamen.<br>\nDie sog. &ldquo;Lotsenregel&rdquo;, die Herr L&uuml;tz unserem unbedarften Bundesgesundheitsminister Spahn souffliert, der als gelernter Bankkaufmann wenig Ahnung vom Praxisbetrieb eines Psychotherapeuten hat, ist unn&ouml;tig. Wenn heute ein Patient um eine Psychotherapie bittet, wird er in drei Sprechstunden oder in weiteren zw&ouml;lf Akuttherapiestunden oder in einer noch anschlie&szlig;end vierst&uuml;ndigen probatorischen Phase, hinreichend, wie n&ouml;tig, in Augenschein genommen. Anschlie&szlig;end kann weiter &uuml;berlegt werden, ob eine Langzeittherapiebeantragung erfolgt. Die LZT wird von einem Gutachter, dem Herr L&uuml;tz unterstellt, er winke sowieso alle Antr&auml;ge durch, bef&uuml;rwortet oder auch nicht. Durch dieses bew&auml;hrte Verfahren wird einem Menschen, der sich akut in einer schwierigen Lage befindet, folgendes erspart: dass er sich zun&auml;chst von einem ihm g&auml;nzlich fremden Vorgutachter eine Stunde lang &ouml;ffnen muss, um von diesem, nach dessen Einsch&auml;tzung weiter zu einem, aus seiner Sicht qualifizierten Kollegen geschickt wird, mit dem dieser Patient vielleicht menschlich gar nicht klarkommt oder zu dem er aus anderen Gr&uuml;nden nicht weiter hin m&ouml;chte. Diese Fremdbestimmung und Bevormundung wird eine weitere Verschlechterung des instabilen Zustandes des Hilfesuchenden bewirken. Das will Herr Lutz den &ldquo;echten&rdquo; Erkrankten zumuten und meint damit die Versorgung zu verbessern!?<br>\nUnerw&auml;hnt bleibt auch, dass bereits zahlreiche ambulante und teilstation&auml;re sozialpsychiatrische Einrichtungen und die sogenannte Soziotherapie f&uuml;r schwer erkrankte Patienten existieren, die auf deren Bed&uuml;rfnisse und Symptomlage zugeschnitten sind. Dies m&uuml;sste eigentlich Herrn L&uuml;tz bekannt sein, dass schwer oder sogar chronisch Erkrankte vom Leistungsspektrum einer ambulanten Psychotherapiepraxis nicht profitieren und sogar instabil werden. Das wird in diesem undifferenzierten Beitrag nicht sichtbar. Wer sind diese &ldquo;richtig&rdquo; Erkrankten, die Herr L&uuml;tz nur einer Gruppe von Befindlichkeitsst&ouml;rung gegen&uuml;berstellt, eigentlich? Bei dieser Schwarz-wei&szlig;-Kategorisierung f&auml;llt diese Klientel, die geeignet f&uuml;r eine ambulante PP-Behandlung ist, g&auml;nzlich weg, obwohl diese in unseren Praxen seit Jahren behandelt werden.<br>\nZum Schluss m&ouml;chte ich auf die Behauptung, dass PP nur 50 F&auml;lle\/Jahr behandeln, im Gegensatz zu den flei&szlig;igen Psychiater mit 1000 F&auml;llen\/Jahr eingehen. Bei Durchsicht meiner Jahresstatistiken kann ich, 250-300 F&auml;lle\/Jahr aufweisen. Unerw&auml;hnt ist weiterhin, dass PP&acute;s, bei ganzen Sitz, einen sog. Versorgungsauftrag von mindestens 20 Std\/Woche haben, ansonsten wird von den KVen sanktioniert.\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nD. Reile\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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