{"id":50518,"date":"2019-03-29T08:30:05","date_gmt":"2019-03-29T07:30:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50518"},"modified":"2019-03-29T10:12:38","modified_gmt":"2019-03-29T09:12:38","slug":"venezuela-der-abgeblasene-militaerueberfall-in-cucuta-und-ein-provozierter-fluechtlingsstrom-als-kriegsvorwand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50518","title":{"rendered":"Venezuela \u2013 Der abgeblasene Milit\u00e4r\u00fcberfall in C\u00facuta und ein provozierter Fl\u00fcchtlingsstrom als Kriegsvorwand"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen 23. Februar, als die Propaganda-Maschine Mike Pompeos, Marco Rubios, John Boltons und Elliott Abrams&lsquo; f&uuml;r die Grenz&uuml;berschreitung ihrer sogenannten &bdquo;humanit&auml;ren Hilfe&rdquo; von Kolumbien nach Venezuela auf Hochtouren lief, hielt die mediale Kulisse einen Hinterhalt verborgen, der mit einem Schlag die tats&auml;chlichen Absichten der US-Falken in der Grenzstadt C&uacute;cuta entlarvt h&auml;tte. Als einziges Medium des internationalen Mainstreams berichtete seltsamerweise die markt- und US-freundliche Agentur <em>Bloomberg<\/em> &uuml;ber den angeblich in letzter Minute vereitelten Coup. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nIn einer <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2019-03-06\/heavily-armed-soldiers-aborted-plan-to-enter-venezuela-by-force\">Reportage vom 6. M&auml;rz 2019<\/a> behaupteten die Bloomberg-Reporter Ethan Bronner und David Wainer, dass schwerbewaffnete Soldaten bereit waren, den Weg f&uuml;r jene &bdquo;humanit&auml;re Hilfe&rdquo; gewaltsam freizuschie&szlig;en, jedoch sei der Plan vom gewaltsamen &Uuml;berfall auf venezolanisches Territorium wegen dem Einspruch Kolumbiens aufgegeben worden. Als zweite Seltsamkeit fiel auf, dass die oppositionelle venezolanische Tageszeitung <em>Tal Cual<\/em> wiederum als einziges zitierf&auml;higes spanischsprachiges Medium <a href=\"http:\/\/talcualdigital.com\/index.php\/2019\/03\/06\/militares-en-el-exilio-pretendian-ingresar-a-venezuela-escoltando-la-ayuda-humanitaria\/\">den Bloomberg-Bericht aufgriff<\/a>. Danach herrschte nachdenklich stimmendes Schweigen &uuml;ber die Episode.<\/p><p><strong>Die Fortsetzung der Kriegspropaganda hinter vorgehaltener Hand<\/strong><\/p><p>Wie erfuhr Bloomberg von dem Plan und was sollte oder k&ouml;nnte seine Aufdeckung bezwecken?<\/p><p>Wie Bronner und Wainer eingangs erkl&auml;rten, beruhte ihre Geschichte &bdquo;auf Interviews mit US-amerikanischen und lateinamerikanischen Funktion&auml;ren sowie mit venezolanischen Exilanten, von denen einige um die Wahrung ihrer Anonymit&auml;t baten&ldquo;. Als einzigen namentlich Genannten zitieren die Reporter den pensionierten und in Kolumbien exilierten venezolanischen General Cliver Alcal&aacute; Cordones. Er soll den Plan, die sogenannte &bdquo;humanit&auml;re Hilfe&ldquo; gewaltsam &uuml;ber die Grenze zu bef&ouml;rdern, best&auml;tigt haben.<\/p><p>Der Fall ist mehr als brisant, darum stellt sich jedem wachen Rechercheur sofort die Frage, was f&uuml;r ein Interesse k&ouml;nnten insbesondere US-amerikanische Funktion&auml;re daran gehabt haben, die Hintergr&uuml;nde des geplanten &Uuml;berfalls hinter vorgehaltener Hand auszuplaudern. Anzunehmen ist, dass die wahren Absichten der Whistleblower niemals von ihnen best&auml;tigt werden. Doch liegt sprichw&ouml;rtlich auch hier der Teufel im Detail, dann darf ebenso mit Marshall MacLuhan vermutet werden, dass das Medium die eigentliche Botschaft ist. Das Gefl&uuml;ster k&ouml;nnte angedeutet haben, der Plan wurde zwar vereitelt, doch nach wie vor &bdquo;liegen alle Optionen auf dem Tisch&ldquo;. N&auml;mlich genauer: Wann immer uns danach ist, brechen wir einen bewaffneten &Uuml;berfall auf Venezuela vom Zaun.<\/p><p>Insofern darf die Bloomberg-Reportage in zweierlei Hinsicht gedeutet werden. Zum einen als ernstzunehmender Hinweis auf die gewaltsame Bedrohung Venezuelas, zum anderen als Instrument des <em>psychological warfare<\/em>, wie unter anderem Kapitel 4 (Planning Considerations) des vertraulichen &bdquo;Army Special Operations Forces Unconventional Warfare&rdquo; (United States Army John F. Kennedy Special Warfare Center and School, Headquarters &ndash; Department of the Army &ndash; Washington, DC, 30 September 2008) zu entnehmen ist.<\/p><p><strong>Das C&uacute;cuta-Fiasko und neue Aussichten auf eine &bdquo;milit&auml;rische Option&rdquo;<\/strong><\/p><p>Nach Darstellung der Reporter Bronner und Wainer verlief der Versuch, jenen sogenannten &bdquo;Hilfstransport&ldquo; &uuml;ber die kolumbianisch-venezolanische Grenze zu zwingen, folgenderma&szlig;en:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Als US-Beamte am vergangenen 23. Februar sich dem venezolanischen Oppositionsf&uuml;hrer Juan Guaid&oacute; in der N&auml;he einer Br&uuml;cke in Kolumbien anschlossen, um die humanit&auml;re Hilfe an die venezolanischen Massen (sic!) zu schicken und damit die Herrschaft Nicol&aacute;s Maduros herauszufordern, &uuml;berpr&uuml;ften rund 200 exilierte Soldaten ihre Waffen und planten, den Weg f&uuml;r den Konvoi notfalls mit Waffengewalt freizuschie&szlig;en&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Im Hintergrund operierte Exil-General Cliver Alcal&aacute;.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Angef&uuml;hrt von dem in Kolumbien lebenden pensionierten General Cliver Alcal&aacute; wollten sie die venezolanischen (National-)Gardisten zur&uuml;ckdr&auml;ngen, die auf der anderen Seite die Hilfe blockierten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Der Plan sei jedoch von der kolumbianischen Regierung gestoppt worden, die angeblich &bdquo;sp&auml;t davon erfahren hatte&ldquo; und gewaltt&auml;tige Auseinandersetzungen w&auml;hrend eines mit viel &Ouml;ffentlichkeit umrankten Ereignisses bef&uuml;rchtete, dessen friedlichen Charakter sie sich versprochen hatte, hei&szlig;t es im weiterf&uuml;hrenden Bloomberg-Bericht: &bdquo;Es wurden an jenem Tag fast keine Vorkehrungen getroffen und die Hoffnung, dass die venezolanischen Milit&auml;rkommandanten Maduro ihre Treue aufk&uuml;ndigen w&uuml;rden, wurde bisher zerst&ouml;rt. Auch wenn Guaid&oacute; wieder in Caracas zur&uuml;ck ist und von 50 Nationen als legitimer F&uuml;hrer Venezuelas anerkannt wird, zeige der &acute;spontane&acute; Waffenaufstand, dass der von den USA als unvermeidlich bezeichnete Drang, Maduro zu st&uuml;rzen, zunehmend chaotischer und riskanter wird&ldquo;.<\/p><p>Wie kommt es, dass die kolumbianische Regierung &bdquo;sp&auml;t davon erfahren hatte&ldquo;? Und die US-Regierung, die mindestens 5 milit&auml;rische St&uuml;tzpunkte in Kolumbien betreibt und deren &bdquo;Funktion&auml;re&ldquo; C&uacute;cuta in jenen Tagen &uuml;berfluteten, wollen nichts davon gewusst haben? Das erf&auml;hrt der Leser nicht im Bloomberg-Bericht. Umso mehr wird er dar&uuml;ber belehrt, dass &bdquo;der Drang, nach einer Art milit&auml;rischer L&ouml;sung zu suchen, nur noch zunehmen wird, w&auml;hrend die Auseinandersetzung anh&auml;lt&ldquo;. Genauer: Juan Guaid&oacute; wiederhole Donald Trumps Andeutungen, &bdquo;dass alle Optionen auf dem Tisch bleiben&ldquo;.<\/p><p>Auch Bloomberg best&auml;tigt, dass Guaid&oacute; der gro&szlig;e Verlierer des C&uacute;cuta-Fiaskos war. Weder gelang ihm die Mobilisierung der &bdquo;venezolanischen Massen&ldquo; noch die Spaltung der venezolanischen Streitkr&auml;fte. Die demagogischen Versprechen brachten dem selbsternannten &bdquo;Interimspr&auml;sidenten&ldquo; schwere Schelten des US-Vize Mike Pence und Vertrauensverluste Mike Pompeos, John Boltons, Elliott Abrams&lsquo;, des Kuba-amerikanischen &bdquo;Hitzkopfs&ldquo; Marco Rubio und nicht zuletzt des kolumbianischen Pr&auml;sidenten Iv&aacute;n Duque ein.<\/p><p>Zusammen m&uuml;ssen sie sich wohl der seit Wochen vom Chavismo ausgegebenen Warnung ergeben haben, dass, genauer gesehen, Guaid&oacute; kaum mehr als eine &bdquo;Null&ldquo; und jederzeit ersetzbar ist. Diese Erkenntnis k&ouml;nnte die Suche nach Alternativen beschleunigen, und zwar insbesondere im Halbdunkel exilierter Milit&auml;rs aus Venezuela.<\/p><p><strong>Psychologische Kriegsf&uuml;hrung: &bdquo;5 Millionen Fl&uuml;chtlinge&ldquo;&hellip;<\/strong><\/p><p>Dass Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro einen Schritt unternimmt, der aggressivere US-Ma&szlig;nahmen rechtfertigen k&ouml;nnte, ist seit der straflosen R&uuml;ckkehr und den geduldeten &ouml;ffentlichen Auftritten Juan Guaid&oacute;s eine bitter begrabene Hoffnung der US-Regierung. Auch dass Brasilien oder Kolumbien sich vorl&auml;ufig auf kein milit&auml;risches Abenteuer gegen die gut ausger&uuml;steten bolivarischen Streitkr&auml;fte mit ihren mehr als 350.000 Soldaten &ndash; ganz zu schweigen von einer Million mobilisierungsf&auml;higen Milizen &ndash; mit der Entsendung zehntausender von Truppen zum Preis von Milliarden von Dollar einlassen wollen, geh&ouml;rt zur entt&auml;uschenden Erkenntnis des Oval Office, des Pentagon, des CIA und des State Department.<\/p><p>Ihre neue Taktik spekuliert daher mit einer Versch&auml;rfung der wirtschaftlichen und sozialen Krise Venezuelas und der Flucht Hunderter von Soldaten nach Kolumbien, mit denen sodann gezielte milit&auml;rische Operationen hinter den Kulissen fortgesetzt werden k&ouml;nnten. US-Vertreter, so berichtete Bloomberg, &bdquo;machen sich Sorgen, dass Kolumbien, ein lebenswichtiger Verb&uuml;ndeter, der nach wie vor unter den Folgen des jahrzehntelangen Guerillakriegs zu leiden hat, besonders anf&auml;llig f&uuml;r die anhaltende Venezuela-Krise sei.&ldquo; Sodann zitiert der Bericht Zahlen, die sich wie gezielte Fake News lesen. Demnach &bdquo;k&ouml;nnte die Zahl der venezolanischen Fl&uuml;chtlinge, die vor Engp&auml;ssen, Hyperinflation und Hunger fl&uuml;chten, [&hellip;] von derzeit 3,4 Millionen auf &uuml;ber 5 Millionen ansteigen, wenn Maduro am Ende des Jahres noch im Amt ist. Viele werden in Kolumbien landen&ldquo;.<\/p><p>Erg&auml;nzend r&uuml;ckt als Vorwand auch der Drogenhandel ins taktische Spiel. Die Narco-Szene in Kolumbien, so behaupten die USA, werde &bdquo;teilweise von hochrangigen venezolanischen Beamten beherrscht &hellip; (und) k&ouml;nnte Kolumbiens Bem&uuml;hungen, den Koka-Anbau zu stoppen, weiter schaden. Zusammen w&uuml;rden die Auswirkungen des Drogenhandels und des Fl&uuml;chtlingsstroms auch Brasilien schaden, das versucht, seine eigene Wirtschafts- und Korruptionskrise zu &uuml;berwinden.&ldquo;<\/p><p>Kann einer Regierung im Ernst daran gelegen sein, mit den Mitteln psychologischer Kriegsf&uuml;hrung die wirtschaftliche und soziale Krise Venezuelas zum Preis millionenfacher Opfer gezielt zuzuspitzen, anstatt bei ihrer &Uuml;berwindung zu helfen, wie es Russland und China bisher mit zig Milliarden Dollar Krediten getan haben? Die Antwort lautet leider: &bdquo;Ja&ldquo;, es gibt solche Wetten. Denn wie Ethan Bronner und David Wainer von einem lateinamerikanischen Diplomaten erfahren haben &ndash; &bdquo;der mit Washington in Kontakt stand&ldquo; &ndash; &bdquo;scheint die US-Strategie darin zu bestehen, in Venezuela weiterhin Destabilisierung zu provozieren&ldquo;.<\/p><p>In den Medien hat die Kampagne bereits begonnen. In einem Beitrag f&uuml;r <em>El Pa&iacute;s<\/em> (Venezuela, entre Bosnia y Kosovo &ndash; 02. M&auml;rz 2019) ma&szlig;te sich Hector Schamis &ndash; ein f&uuml;r seine pro-Israel-Militanz bekannter argentinischer Gastdozent an der US-amerikanischen Georgetown University und Berater des Generalsekret&auml;rs der Organisation Amerikanischer Staaten (Spanisch: OEA) Luis Almagro &ndash; ein sonderbares Pl&auml;doyer an. Unter Berufung auf die von den Vereinten Nationen nicht genehmigte milit&auml;rische Intervention der NATO zur &bdquo;L&ouml;sung&ldquo; der humanit&auml;ren Krise im Bosnien und den Kosovo-Krieg der 1990-er Jahre sch&auml;rfte Schamis seine Feder f&uuml;r einen internationalen milit&auml;rischen &Uuml;berfall auf Venezuela.<\/p><p>&bdquo;Ich behaupte, dass die Welt zu lange auf Bosnien und den Kosovo gewartet hat. [&hellip;] Es ist wichtig, dass sich die lateinamerikanischen Regierungen hier engagieren. Wir befinden uns jenseits (sic!) des Kalten Krieges und der Kanonenboot-Diplomatie. Dies ist die gr&ouml;&szlig;te Fl&uuml;chtlingskrise in der lateinamerikanischen Geschichte. Wir m&uuml;ssen alle Optionen ohne Vorurteile diskutieren&ldquo;, erkl&auml;rte der Argentinier mit der Einschr&auml;nkung, dass seine Kommentare nicht die Positionen der OEA oder ihres Generalsekret&auml;rs widerspiegeln &ndash; im &Uuml;brigen eine &uuml;berfl&uuml;ssige Einschr&auml;nkung, ist Almagros Rolle als Scharfmacher einer bewaffneten Konfrontation in Venezuela l&auml;ngst bekannt.<\/p><p><strong>Cliver Alcal&aacute;: ein Beispiel der verlogenen &ldquo;Drogenpolitik&rdquo; der USA<\/strong><\/p><p>Cl&iacute;ver Alcal&aacute; Cordones ist ein ehemaliger, langj&auml;hriger Vertrauter des verstorbenen Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez und Generalmajor des venezolanischen Heeres im Ruhestand. Im M&auml;rz 2018 setzte Alcal&aacute; Cordones der Regierung Nicol&aacute;s Maduro ein Ultimatum wegen der damals versch&auml;rften Verfolgung von dienstleistenden und pensionierten Milit&auml;rs der Nationalen Bolivarischen Streitkr&auml;fte (FANB). In einem in den sozialen Netzwerken verbreiteten Offenen Brief beschuldigte der Generalmajor die Regierung des &bdquo;Unwohlempfindens&ldquo; in den Reihen der Milit&auml;rs und drohte Nicol&aacute;s Maduro mit Aufst&auml;nden (Un militar retirado chavista desaf&iacute;a a Nicol&aacute;s Maduro, <em>El Pa&iacute;s<\/em>, 19. M&auml;rz 2018).<\/p><p>Die Drohung Alcal&aacute; Cordones&lsquo; war eine Reaktion auf die Festnahme von insgesamt 33 unehrenhaft entlassener Milit&auml;rs. &bdquo;Bisher ist die Reichweite des Einflusses dieses pensionierten Generalmajors nicht genauer zu umschreiben&ldquo;, kommentierte <em>El Pa&iacute;s<\/em>, mit nochmaligem Verweis auf Alcal&aacute; Cordones&lsquo; Rolle als ehemaligem Vertrauten von Hugo Ch&aacute;vez. FANB-Quellen zufolge stand der hohe Offizier l&auml;ngst auf der Liste ehemaliger Kommandanten, denen der milit&auml;rische Geheimdienst konspirative Umtriebe unterstellt.<\/p><p>W&auml;hrend der Regierungszeit von Hugo Ch&aacute;vez hatte der pensionierte Generalmajor sich wegen gewaltt&auml;tiger Niederschlagung von Indianer-Gemeinden schuldig gemacht. Im April 2012 wurde der pensionierte Offizier vom nach Panama gefl&uuml;chteten Richter Aponte der mehrfachen Beteiligung an Umtrieben der Narco-Szene beschuldigt. Vier Jahre sp&auml;ter wurde er im Dezember 2016 von der Staatsanwaltschaft wegen aktiver Teilnahme am ber&uuml;chtigten Massaker von Barlovento angeklagt, focht jedoch die Anklage an und verschwand. Seitdem gilt Alcal&aacute; Cordones als &ldquo;nicht auffindbar&rdquo; beziehungsweise justizfl&uuml;chtig.<\/p><p>Im M&auml;rz 2018 wurde der Generalmajor erneut des Drogenhandels beschuldigt; diesmal von dem in den USA ebenfalls wegen Drogenhandels angeklagten venezolanischen Unternehmer Walid Makled, der Alcal&aacute; Cordones ferner die Teilnahme an einer kriminellen Erpresser-Bande und terroristische Umtriebe anlastete. In einem umfassenden dreiteiligen Interview f&uuml;r die kolumbianische Zeitung <em>Reportero 24<\/em> (Narcomilitares: Conozca a Cl&iacute;ver Alcal&aacute; &ndash; 25.Juli 2014) hatte Makled allerdings erkl&auml;rt, dass ihm die &ndash; oft vom CIA durchsetzte &ndash; US-amerikanische Drogenbek&auml;mpfungsbeh&ouml;rde DEA in einer Kronzeugen-Regelung eine beachtliche Strafmilderung im Austausch f&uuml;r den Verrat von Mitt&auml;tern angeboten habe. An der Spitze der Liste stand der Name Cl&iacute;ver Alcal&aacute; Cordones.<\/p><p>Wenn also nach Angaben der Trump-Regierung die Narco-Szene in Kolumbien &bdquo;teilweise von hochrangigen venezolanischen Beamten beherrscht&ldquo; wird, was macht der exilierte venezolanische Narco-General auf freiem Fu&szlig;? Beziehungsweise, sind Maduro-Gegner die &bdquo;guten Narcos&ldquo;, wenn sie zu den Waffen greifen?<\/p><p>Titelbild: danielo\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen 23. Februar, als die Propaganda-Maschine Mike Pompeos, Marco Rubios, John Boltons und Elliott Abrams&lsquo; f&uuml;r die Grenz&uuml;berschreitung ihrer sogenannten &bdquo;humanit&auml;ren Hilfe&rdquo; von Kolumbien nach Venezuela auf Hochtouren lief, hielt die mediale Kulisse einen Hinterhalt verborgen, der mit einem Schlag die tats&auml;chlichen Absichten der US-Falken in der Grenzstadt C&uacute;cuta entlarvt h&auml;tte. Als einziges Medium<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50518\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":50519,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,126,11],"tags":[1092,1055,2565,2222,2175,2160,2071,1418,1556,1333],"class_list":["post-50518","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-erosion-der-demokratie","category-strategien-der-meinungsmache","tag-drogen","tag-fluechtlinge","tag-guaido-juan","tag-humanitaere-hilfe","tag-interventionspolitik","tag-kolumbien","tag-maduro-nicolas","tag-regime-change","tag-usa","tag-venezuela"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/rendered.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50518","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50518"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50518\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50522,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50518\/revisions\/50522"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50519"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50518"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50518"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50518"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}