{"id":50528,"date":"2019-03-29T12:47:45","date_gmt":"2019-03-29T11:47:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50528"},"modified":"2019-04-01T07:45:12","modified_gmt":"2019-04-01T05:45:12","slug":"leserbriefe-zu-soll-alles-was-technisch-moeglich-ist-gemacht-werden-zu-urbanen-seilbahnen-usw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50528","title":{"rendered":"Leserbriefe zu: Soll alles, was technisch m\u00f6glich ist, gemacht werden? Zu Urbanen Seilbahnen usw."},"content":{"rendered":"<p>Die beiden verwandten Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50456\">Soll alles, was technisch m&ouml;glich ist, gemacht werden? Eher nein.<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50474\">Urbane Seilbahnen &ndash; technisch m&ouml;glich, aber h&ouml;chst fragw&uuml;rdig<\/a>&rdquo; riefen in kurzer Zeit ein gro&szlig;es Echo hervor. Vielleicht ist dies nicht erstaunlich, denn es handelt sich doch um grundlegende gesellschaftliche und irgendwie auch philosophische Fragen. Auch um die Frage, ob wir einmal kurz innehalten sollten und in Ruhe &uuml;berlegen, wo die Reise hingeht, bevor es zu sp&auml;t ist. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><p><em><strong>Vorbemerkung des Autors der beiden Beitr&auml;ge Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Mir kam es darauf an, die gestellte Frage zur Diskussion zu stellen und mit dem Hinweis auf fr&uuml;here Projekte sichtbar zu machen, wie wichtig eine differenzierte und ausf&uuml;hrliche Betrachtung der Folgen und Nebenwirkungen von gro&szlig;en neuen technischen Projekten ist. Ich wollte f&uuml;r differenziertes Denken werben und habe dann aber beim Projekt Urbane Seilbahnen vermutlich selbst zu wenig differenziert analysiert und zu schnell geurteilt. Das will ich vorweg bemerken, damit wir uns nicht in nicht vorhandenen Frontstellungen verk&auml;mpfen.<\/em><\/p><p><em>Die meisten Leserbriefe sind sehr differenziert und kreativ. Wieder wurde noch ein einschl&auml;giges Projekt genannt: der Oberleitungs-LKW. Nur so viel vorweg, jetzt haben die Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten das Wort:<\/em><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller <\/p><p>Eine neueste unsinnige &ldquo;Vision&rdquo;, die sich nahtlos in die Reihe der von Ihnen genannten Beispiele einreiht, ist der Oberleitungs-LKW, der in Schweden, Italien und nun auch in Deutschland erprobt wird. Zwar bin auch ich von der Notwendigkeit der Elektrifizierung des Transportwesens &uuml;berzeugt, aber ich kann keinen Sinn darin erkennen, erhebliche Neuinvestitionen in den Aufbau eines redundanten oberleitungsgef&uuml;hrten Transportsystems zu t&auml;tigen. Dies gibt es bereits &ndash; es hei&szlig;t Eisenbahn. Und  dessen Trassenf&uuml;hrung verl&auml;uft vielleicht auch noch &uuml;ber lange Strecken parallel zu den mit noch mehr  LKW zu verstopfenden  Autobahnen (die A5 ist ein Paradebeispiel hierf&uuml;r; andere lassen sich mit etwas M&uuml;he sicher auch noch finden) <\/p><p>Neben der Vermeidung des Fern-G&uuml;terverkehrs (&ldquo;Lagerhaltung&rdquo; auf der Stra&szlig;e) ist seine Verlagerung auf die Schiene zwingend erforderlich,  aber solange die Hersteller von LKW und Stra&szlig;enbauunternehmen das Ohr der Politik haben, sehe ich schwarz. St&auml;dtischer Lieferverkehr und regionale Transporte bis, sagen wir mal, max. 100 km geh&ouml;ren ohnehin auf auf Fahrzeuge mit umweltvertr&auml;glichen Antrieben &ndash; <a href=\"https:\/\/www.deutschepost.de\/de\/s\/streetscooter\/kaufen.html\">die Post macht es vor<\/a> <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.disponaut.de\/grosse-themen\/technologie\/single-view\/nachricht\/hessen-gibt-startschuss-fuer-projekt-mit-oberleitungs-lkw.html%20\">disponaut.de\/grosse-themen\/technologie\/single-view\/nachricht\/hessen-gibt-startschuss-fuer-projekt-mit-oberleitungs-lkw.html<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/glossar\/oberleitungs-lkw\/%20\">allianz-pro-schiene.de\/glossar\/oberleitungs-lkw\/<\/a><\/p><p>Mit Gru&szlig;<br>\nJRG<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Dear Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>grunds&auml;tzlich stimmt die Tendenz, aber die Analyse greift zu kurz.<br>\nHorst Emke war Kanzleramtsminister, als die Heidelberger Forschungsgruppe f&uuml;r Systemforschung unter Leitung von Prof. Dr. Helmut Krauch beauftragt wurde, die Entscheidungs- und Planungsstrukturen des Kanzleramtes zu analysieren und Verbesserungsvorschl&auml;ge zu unterbreiten. Herausgekommen ist u.a. ein &uuml;beraus wichtiger Befund, dass n&auml;mlich die Forschungspr&auml;ferenzen der Wirtschaft und Politik diametral entgegen gesetzt sind jener der B&uuml;rger &ndash; nachzulesen <a href=\"https:\/\/www.tatup-journal.de\/tatup032_rieh03a.php\">in dem Buch Priorit&auml;ten f&uuml;r die Forschungspolitik<\/a>.<\/p><p>Krauch hat dann ein kybernetisches Feedback-System entwickelt, um in einem &bdquo;Organisiertem Konflikt kritische Forschungsl&uuml;cken&ldquo; aufzudecken (ORAKEL). Dieses ORAKEL wurde im Fernsehen &ouml;ffentlich angewendet und l&ouml;ste eine riesige Debatte aus; dar&uuml;ber gibt es auch ein Video. W&auml;re es nicht allerh&ouml;chste Internet-Zeit dieses in der Politik zu nutzen?  Weiteres nachzulesen in dem Band: <a href=\"https:\/\/www.upress.uni-kassel.de\/katalog\/abstract.php?978-3-86219-204-5\">Systemforschung &ndash; Politikberatung und &ouml;ffentliche Aufkl&auml;rung<\/a>.<\/p><p>Das Elektro-Auto wird sich als die schlimmste aller technischen Erfindungen und Sackgassen der bundesdeutschen Industriepolitik herausstellen, es ist eine Falle aus Silicon Valley!<\/p><p>Rudolf Steinmetz, M&uuml;nchen<\/p><p><strong>Anlagen: Digiwahn &ndash; die Schatten des eAuto:<\/strong><\/p><p>Megapool f&uuml;r Big Data:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/volkswagen-amazon-cloud-1.4384777\">sueddeutsche.de &ndash; Volkswagen und Amazon stehen vor weitreichender Zusammenarbeit <\/a><\/p><p>maximaler Elektrosmog &ndash; Im K&auml;fig gefangen:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.esmog-shop.com\/magazin\/elektrosmog-in-elektroautos\/\">esmog-shop.com &ndash; Elektrosmog in Elektroautos<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=P_CazTB_zas\">youtube.com &ndash; Elektrosmog im Auto und in Elektroautos<\/a><\/p><p>maximale Disruption (Zerst&ouml;rung) der deutschen Industrie:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/diesel-autozulieferer-bosch-stellenabbau-bamberg-1.4383714\">sueddeutsche.de &ndash; Bosch st&uuml;rzt in die Diesel-Krise<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_nth750kx-I\">youtube.com &ndash; Vortrag: Elektromobilit&auml;t und die Folgen #1 in Mannheim &ndash; Dr.-Ing. Dirk Spaniel<\/a><\/p><p>maximale Disruption der Autonomie &ndash; &Uuml;berwachung, Kontrolle, Fernsteuerung:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.automobilwoche.de\/article\/20160720\/AGENTURMELDUNGEN\/307199998\/big-data-das-auto-als-datenkrake\">automobilwoche.de &ndash;  Big Data: Das Auto als Datenkrake <\/a><\/p><p><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/little-brother-leben-im-virtuellen-container-a-536259.html\">spiegel.de &ndash;  Little Brother Leben im virtuellen Container <\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.lamundus.de\/datenkrake-der-glaeserne-chinese-und-das-social-credit-system\/\">lamundus.de &ndash; Datenkrake: Der gl&auml;serne Chinese und das Social Credit System<\/a><\/p><p>maximale Umweltzerst&ouml;rung &ndash;  eAuto = gr&uuml;ner Schwindel!<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.welt.de\/welt_print\/motor\/article8741544\/Der-grosse-Elektro-Schwindel.html\">welt.de &ndash; Der gro&szlig;e Elektro-Schwindel<\/a><\/p><p><a href=\"http:\/\/www.autoaid.de\/blog\/der-gruene-schwindel-teil-i\/\">autoaid.de &ndash; Der gr&uuml;ne Schwindel &ndash; Warum Hybrid- und Elektro-Auto keine Klima-Retter sind<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/planet-e\/planet-e-der-wahre-preis-der-elektroautos-100.html\">zdf.de &ndash; Der wahre Preis der Elektroautos<\/a><\/p><p><a href=\"http:\/\/unverzerrt.de\/elektromobilitaet\/umweltvertraeglichkeit-und-emissionen-von-elektroautos\/woher-der-strom-kommt\/\">unverzerrt.de &ndash; Woher der Strom kommt <\/a><\/p><p><a href=\"http:\/\/www.niedrigenergieforum.de\/verursachen-e-autos-die-naechste-umweltkrise-t905.html\">niedrigenergieforum.de &ndash; Verursachen E-Autos die n&auml;chste Umweltkrise?<\/a><\/p><p>FAZIT: Hirnlose Politik steuert uns in die n&auml;chste Sackgasse &ndash; SIEHE <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mdchIFjToG8\">Rainer Mausfeld zu den &bdquo;Gelbwesten&ldquo;, Neoliberalismus, Migration und Elitendemokratie<\/a><\/p><p>Mausfeld best&auml;tigt indirekt PLATON in seinem Werk &bdquo;Der Staat&ldquo; (Politeia):<br>\nDie Demokratie ist die Vorstufe zur &acute;Tyrannei (Diktatur) &ndash; WARUM? Siehe Mausfeld oben!<\/p><p>&ldquo;Die Philosophie wird keine unmittelbare Ver&auml;nderung des jetzigen Weltzustandes bewirken k&ouml;nnen. Dies gilt nicht nur von der Philosophie, sondern von allem blo&szlig; menschlichen Sinnen und Trachten. Nur noch ein Gott kann uns retten.&ldquo; Der Philosoph MARTIN HEIDEGGER in seinem letzten Interview 1966 mit dem SPIEGEL<\/p><p>&ldquo;Die Politik versteht sich heute als der Hauptorganisator dieser Art von Fortschritt und nicht als die Instanz des Aufhaltens. Ich glaube, dass Aufhalten die wichtigste Aufgabe der Politik &uuml;berhaupt ist.&ldquo;<br>\nDer Philosoph Robert Spaemann 2018 in der <a href=\"https:\/\/www.die-tagespost.de\/feuilleton\/online\/Aufhalten-ist-alles;art4690,194157\">Tagespost &uuml;ber Aufkl&auml;rung, Grenzen des Fortschritts und das Scheitern des Christentum<\/a>.<br>\nvor 40 Jahren &ndash; <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-41238426.html\">Schule: &bdquo;Es gibt keine fr&ouml;hliche Jugend mehr&ldquo;<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>da ich gerade (Rest-)Urlaub habe, auch zu Ihrem ebenfalls <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50456\">hervorragenden Beitrag<\/a> ein paar Zeilen.<br>\nIch arbeite seit nunmehr 21 Jahren in der Halbleiterindustrie, um genau zu sein, in einem DAX-notierten Halbleiterkonzern. &#128521;<\/p><p>So konnte ich schon den einen oder anderen Hype an der eigenen Haut miterleben und habe dabei immer wieder ein Ph&auml;nomen beobachtet, dass ich &bdquo;Fliegender Holl&auml;nder&ldquo; nenne.<\/p><p>Der Sage nach taucht der echte &bdquo;Fliegende Holl&auml;nder&ldquo; immer wieder auf, ist stets auf Nordkurs und bringt stets Unheil.<\/p><p>Auf die Technik bezogen ist ein &bdquo;Fliegender Holl&auml;nder&ldquo; wahlweise eine (neue) Technologie, die viel Sinn stiften soll, diese F&uuml;lle an Sinn aber stets nur mit einem Argument oder Beispiel belegt wird.<\/p><p>Alternativ ist es eine Technologie, die immer wieder auftaucht, aber nie zu einer sinnvollen Realisierung kommt.<\/p><p>Ein paar Beispiele:<\/p><ul>\n<li>Um die Jahrtausendwende gab es einen Hype um RF-IDs, also Funk-IDS, die kontaktlos ausgelesen werden sollten. <\/li>\n<li>Das Beispiel war stets die mit einer ID ausgestattete Milcht&uuml;te, die dem K&uuml;hlschrank meldete, wann die Milch sauer wird.<\/li>\n<li>Realisiert ist sie bis heute nicht. Vergiftungen durch saure Milch waren und sind bis heute nie ein Problem, denn die Menschen schaffen es auch so ganz gut.<\/li>\n<li>Software Defined Radio, ein echter klassischer Holl&auml;nder. Es sollte nur noch Abtastung eines Signals erfolgen, alles andere macht die Software. <\/li>\n<li>Damit zusammenh&auml;ngend direkt das sich selbst konfigurierende System. In der Fabrik ist es noch beliebig, beim Kunden manifestiert es sich, ein weiterer klassischer Holl&auml;nder, in den Unsummen an F&ouml;rdergelder versenkt worden sind.<\/li>\n<li>Seilbahnen hatten wir heute schon. Dies ist wieder die Ein-Beispiel-Alles-L&ouml;sung. In diesem Fall La Paz.<\/li>\n<li>Smarte Stromz&auml;hler sollten vor zehn Jahren die Energiewende einleiten und zwar in Kombination mit flexiblen, tagesabh&auml;ngigen Stromtarifen. Flaut an der Nordsee der Wind auf, sch&auml;lt sich nachts um halb drei die vorkonfigurierte Waschmaschine ein. Eine netter Idee, doch zuvor haben wir noch ein paar andere Probleme zu l&ouml;sen, beispielsweise neue Energietrassen.<\/li>\n<li>Und dann nat&uuml;rlich 5G mit dem einen Beispiel der selbstfahrenden Autos.<\/li>\n<li>Der aktuelle Hype hei&szlig;t k&uuml;nstliche Intelligenz. Nur wenige Wissen, dass KI ein seit den 40er Jahren bestehendes Konzept ist. Noch weniger Wissen, dass es letztlich immer um maschinell unterst&uuml;tzte Statistik handelt.\n<p>Ihre Grundvoraussetzungen hei&szlig;en viele Daten und hohe Rechenleistung, die zusammen eine Wahrscheinlichkeitsaussage ergeben.<\/p>\n<p>Dennoch versucht man KI heute auf alles zu werfen. <\/p>\n<p>Diese stellt eine weitere Schattierung des &bdquo;Fliegenden Holl&auml;nders&ldquo; dar. In diesem Fall die L&ouml;sung von Problemen, die man selbst geschaffen hat und die konventionell wesentlich einfacher zu l&ouml;sen w&auml;ren. Hintergrund ist, dass es gar nicht um L&ouml;sung geht, sondern um ein L&ouml;sungsversprechen.<\/p>\n<p>Ein Beispiel?<\/p>\n<p>Selbstfahrende, digitalisierte Z&uuml;ge werden unseren Bahnverkehr wieder fl&uuml;ssig machen.<\/p>\n<p>Realisierung: Irgendwann.<\/p>\n<p>Problem eigentlich geschaffen durch: Abbau von Gleisen, im Besonderen dem Ausbau von Weichen. <\/p><\/li>\n<\/ul><p>Bitte behalten Sie daher Ihren Weg bei, auf Probleme hinzuweisen, die wirklich dr&uuml;cken und L&ouml;sungen aufzuzeigen, die nachhaltig sind! <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nJH<\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50474\">f&uuml;r Ihren Artikel<\/a>, der aus meiner Sicht dringend notwendig war.<\/p><p>Tats&auml;chlich arbeitet meine Schwester in der Stadt Leonberg auch an einem solchen Projekt.<\/p><p>Zus&auml;tzlich zu Ihrer Argumentation sehe ich urbane Seilbahnen auch aus technischen Gr&uuml;nden h&ouml;chst problematisch.<\/p><p>Zu nennen w&auml;ren <\/p><ul>\n<li>Die Bef&ouml;rderungsgeschwindigkeit<\/li>\n<li>Sicherheit vor &Uuml;bergriffen, Gewalttaten in den Gondeln<\/li>\n<li>Unfallsicherheit beim Betreten und Verlassen der Gondeln und der zugeh&ouml;rigen Bahnstationen vor allem f&uuml;r behinderte Menschen<\/li>\n<\/ul><p>Beginnen wir mit dem Thema Bef&ouml;rderungsgeschwindigkeit. <\/p><p>Bei Mehrseilumlaufbahnen sind zwar prinzipiell Seilgeschwindigkeiten von 27 km\/h (7.5 m\/s) machbar, allerdings nur so lange sich die Gondel au&szlig;erhalb der Stationen befindet.<\/p><p>In der Station sinkt diese auf wenige cm pro Sekunde ab.<\/p><p>Und hier steht man genau schon vor dem ersten Dilemma. Will man alle, also eben auch behinderte Menschen mitnehmen, muss man die Gondel in der Station m&ouml;glichst weit abbremsen.<\/p><p>Hinzu kommt, dass typischerweise zum Erreichen der Zustiegsebene mehrerer Stockwerke &uuml;berwunden werden m&uuml;ssen.<\/p><p>27 km\/h kann also nur erreicht werden, so lange halte ausgelassen werden. Zum Vergleich, ein im Verkehr mitschwimmender Stadtbus erreicht &ndash; Halte eingerechnet &ndash; eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km\/h, U-Bahnen erreichen bis zu 60 km\/h Halte inklusive. <\/p><p>Seilbahnen sind typischerweise Punkt-zu-Punkt-Verbindungen &ndash; auch in La Paz. <\/p><p>Baut man also eine im urbanen Bereich erforderliche Anzahl an Halten ein, wird die Durchschnittsgeschwindigkeit umgehend unattraktiv. <\/p><p>Als existierendes Beispiel taucht La Paz und immer nur La Paz auf. Doch La Paz ist ein Sonderfall. Die zwischen den Stadtteilen zu &uuml;berwindenden H&ouml;henunterschiede in den Anden gleichen alpinen Skigebieten in Europa.<\/p><p>Hier kann die Seilbahn ihren einzigen Vorteil ausspielen, schnell gro&szlig;e H&ouml;hen zu &uuml;berwinden. <\/p><p>Bisher v&ouml;llig unerschlossene, prekarisiserte Stadtteile erhalten Verkehrsanschluss. <\/p><p>Warum soll es bei uns doch gemacht werden? Weil es billig ist!<\/p><p>Und weil man eine Strecke so auch schnell wieder verschwinden lassen kann.<\/p><p>Gehe ich zu weit, wenn ich sage, dass ich in urbanen Seilbahnen auch eine weitere Prekarisierung unserer Gesellschaft sehe?<\/p><p>Wer es sich leisten kann, nimmt das &bdquo;Lufttaxi&ldquo; &ndash; die n&auml;chste gewaltige Schnapsidee.<\/p><p>Alle anderen m&uuml;ssen sich in der Seilbahn einem Massengut gleich durch die Stadt schaufeln lassen.<\/p><p>F&uuml;r alle ungl&auml;ubig den Kopf sch&uuml;ttelnden bietet sich <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/planet-e\/planet-e-seilbahn-und-flugtaxi-100.html\">diese Folge von &bdquo;Planet e&ldquo; an<\/a>.<\/p><p>In dieser Sendung werden eben Seilbahnen und Lufttaxis behandelt. <\/p><p>Anbei noch ein Link <a href=\"http:\/\/www.itas.kit.edu\/pub\/v\/2017\/reua17a.pdf\">zu einer Studie<\/a>.<\/p><p>Der Link zu einer weiteren Studie der Stadt Bonn findet sich zwar noch bei Google, <a href=\"http:\/\/www.bonn.de\/umwelt_gesundheit_planen_bauen_wohnen\/stadtplanung\/verkehrsplanung\/17794\/index.html?lang=de\">ist aber nicht mehr aufrufbar<\/a>.<\/p><p>Gl&uuml;cklicherweise habe ich noch eine Kopie, Datum des Herunterladens 03.11.2018 gefunden.<\/p><p>F&uuml;r R&uuml;ckfragen stehe ich gerne zur Verf&uuml;gung! <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nJH<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>der Leserbrief von Manfred Alberti zum Thema &ldquo;Urbane Seilbahnen&rdquo; und auch ihre Schlu&szlig;folgerungen haben mich etwas gewundert, schreibt doch Alberti auch einiges &uuml;ber die Vorteile von urbanen Seilbahnen. Allerdings tut er das so, als ob es Nachteile w&auml;ren. Von externen Effekten und Kosten ist die Rede, aber leider nicht davon wie hoch die externen Kosten w&auml;ren, die durch ihren Einsatz vermieden w&uuml;rden. <\/p><p>Er f&uuml;hrt als Beispiele die Seilbahnen in La Paz an, die unter der Morales-Regierung eingerichet wurden. Er h&auml;tte auch noch Caracas nennen k&ouml;nnen, wo unter Chavez die Seilbahnen zum Massentransportmittel geworden sind. Sie sind f&uuml;r Fahrg&auml;ste nicht nur zeitsparend, da sie in keinem Stau stecken bleiben oder an einer Ampel halten m&uuml;ssen, und ersetzen eine Unmenge von Pkw- und Bus-Fahrten. Die Alternative w&auml;re der Bau von Stra&szlig;en gewesen, f&uuml;r die ganze Wohnviertel h&auml;tten weichen m&uuml;ssen. <\/p><p>Dadurch, dass Seilbahnen Fahrtstrecken abk&uuml;rzen, und die externen Kosten, die durch den L&auml;rm, Abgase und Unf&auml;lle von Pkws und Bussen entstehen w&uuml;rden, vermeiden, verringern sie insgesamt die externen Kosten, die der Verkehr verursacht. <\/p><p>Was die externen Kosten von Seilbahnen angeht, d&uuml;rften sie unter allen Verkehrsmitteln (sieht man mal von Fahrr&auml;dern ab) die geringsten sein. Es gib keine Abgase und sie sind fast lautlos. Anders als Elektroautos brauchen sie keine Batterien, deren Produktion Umweltsch&auml;den verursacht. Und Verkehrunf&auml;lle mit Seilbahnen und die damit verbundenen Kosten sind auch eher selten. <\/p><p>Und im Unterschied zu Bussen fahren sie nicht in mehr oder weniger gro&szlig;en Abst&auml;nden sondern fast kontinuierlich. Ein Umsteigen in eine Seilbahn w&uuml;rde also fast ohne Wartezeiten erfolgen. <\/p><p>Und was die internen Kosten angeht, haben Seilbahnen anscheinend den Nachteil, dass sie billiger als Busse oder U-Bahnen w&auml;ren. Da w&uuml;rden die Wuppertaler Stadtwerke auch noch Geld sparen. Das geht aber gar nicht. Vom Profit, den die m&auml;chtige Seilbahnindustrie machen w&uuml;rde, ganz zu schweigen. <\/p><p>Was die einzigen externen Kosten angeht, die in ihrem Artikel vorkommen, n&auml;mlich die angebliche Verletzung der Privatsph&auml;re, wird nur ein Schuh daraus, indem dieser Sachverhalt m&auml;chtig aufgeblasen wird. Da Seilbahnen, wie Alberti richtig schreibt, dazu dienen, Hindernisse leicht zu &uuml;berwinden, wird es auch nicht zu einem massiven Einsatz kommen, da die hier vorliegenden Kostenvorteile im Flachen gar nicht gegeben w&auml;ren.  Sieht man davon ab, dass man auch von der Stra&szlig;e aus in H&auml;user, Schulh&ouml;fe oder Schreberg&auml;rten reinschauen  kann, gib es heute l&auml;ngst technische L&ouml;sungen, die die Privatsph&auml;re sch&uuml;tzen w&uuml;rden, etwa durch Scheiben in den Gondeln die undurchsichtig werden unterhalb einer bestimmten H&ouml;he. Mir w&auml;re jedenfalls eine lautlose und abgasfreie Seilbahn &uuml;ber mir lieber als l&auml;rmende und stinkende Busse und Pkws neben mir. <\/p><p>Urbane Seilbahnen w&uuml;rden daher nicht wie behauptet die externen Kosten des Verkehrs erh&ouml;hen, sondern sie erheblich verringern. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en <\/p><p>Nico Biver <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>Den Artikel &uuml;ber urbane Seilbahnen kann ich nicht nachvollziehen. Im Gegenteil, ich hoffe, dass dies  als ein gutes Verkehrskonzept kommen wird. Die Seilbahn hat einige Vorteile, vor allem ist sie sehr ruhig. Die Menschen in Bolivien m&ouml;gen sie angeblich sehr.<\/p><p>Man kann die Fenster der Gondeln so konzipieren, dass der Blick nicht nach unten gerichtet wird,  sondern mehr horizontal in die Ferne geht. <\/p><p>Nach meinem Empfinden ist alles besser als Autos und Busse. <\/p><p>Wenn die Bedingungen und &auml;u&szlig;eren Gegebenheiten einer Stadt geeignet sind, k&ouml;nnen sie eine gute Erg&auml;nzung zu Stra&szlig;enbahnen und Z&uuml;gen im Stra&szlig;enverkehr, v. a. einer Gro&szlig;stadt sein. <\/p><p>Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber die aufgef&uuml;hrten Argumente in diesem Artikel &uuml;berzeugen mich nicht. Vielleicht wissen andere Nachdenkseitenleser mehr?<\/p><p>Ich w&uuml;rde mich freuen, mehr zu erfahren, denn das Thema interessiert mich schon l&auml;nger. Es gibt auch einige interessante Informationen im Netz dazu. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMaria McCray<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr verehrter Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>als langj&auml;hriger Leser der Nachdenkseiten sch&auml;tze ich Ihre solide Arbeit und Ihr ausgepr&auml;gtes Gesp&uuml;r f&uuml;r politische und gesellschaftliche Fehlentwicklungen &uuml;ber alle Ma&szlig;en. Ihnen verdanke ich seit &uuml;ber einem Jahrzehnt wertvolle Anst&ouml;&szlig;e f&uuml;r mein eigenes politisches Bewusstsein. <\/p><p>Etwas unangenehm ber&uuml;hrt war ich aber doch, als ich in den Nachdenkseiten vom 27.03.2019 Ihren Beitrag &ldquo;Urbane Seilbahnen &ndash; technisch m&ouml;glich, aber h&ouml;chst fragw&uuml;rdig&rdquo; gelesen habe. Darin geben Sie einen Text von Manfred Alberti aus Wuppertal wieder, der, so vermute ich, aus pers&ouml;nlicher Betroffenheit einige Behauptungen aufstellt, die einer kritischen Recherche leider nicht standhalten. Mit zwei Beispielen m&ouml;chte ich das deutlich machen: Herr Alberti behauptet, urbane Seilbahnen seien in Deutschland nicht erlaubt. Sowohl die BUGA-Seilbahn in Koblenz, 2011 er&ouml;ffnet und die IGA-Seilbahn in Berlin-Marzahn, 2017 er&ouml;ffnet, verlaufen im st&auml;dtischen Umfeld, die Koblenzer Seilbahn hat ihre Talstation sogar in der Innenstadt am Deutschen Eck. Beide sind touristische Seilbahnen und &ndash; bislang &ndash; nicht in den allgemeinen &ouml;ffentlichen Verkehr integriert. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei beiden eindeutig um urbane Seilbahnen. Weiter behauptet Herr Alberti, f&uuml;r Seilbahnen w&uuml;rden St&uuml;tzen mit 70 Metern H&ouml;he gebaut. W&auml;re das tats&auml;chlich so, dann ist die von ihm bef&uuml;rchtete Beeintr&auml;chtigung der Privatsph&auml;re wohl faktisch ausgeschlossen, weil Wohngeb&auml;ude in Deutschland &uuml;blicherweise deutlich niedriger als 70 Meter sind und sich aus Kabinen in so gro&szlig;er H&ouml;he nichts mehr deutlich erkennen l&auml;sst. Seilbahnen und ihre Stationen lassen sich grunds&auml;tzlich in jeder H&ouml;he bauen, ja die Seilbahnkabinen k&ouml;nnen sogar bis auf das Stra&szlig;enniveau abgesenkt werden (wie die Mittelstation der Berliner Seilbahn), was einen niveaugleichen, barrierefreien Einstieg erm&ouml;glicht. <\/p><p>Niemand bestreitet, dass Seilbahnen, die Wohngeb&auml;ude &uuml;berfahren, zu Beeintr&auml;chtigungen f&uuml;hren k&ouml;nnen. Aber alle Immissionen, die dabei auf die Bewohner einwirken k&ouml;nnen, sind aus dem Genehmigungsrecht bekannt und f&uuml;r die genehmigenden Beh&ouml;rden kein Neuland: Schattenwurf, Schall, Licht. Nicht jeder Grundrechtseingriff ist dabei gleich eine Verletzung eben jenes Grundrechts. Ziel ist, einen Ausgleich zwischen dem &ouml;ffentlichen Interesse an einem &ouml;kologisch vertr&auml;glichen, leisen, wirtschaftlichen und energieeffizienten Verkehrsmittel und den privaten Interessen der Bewohner zu finden. <\/p><p>Es gibt in der Tat Verkehrsprojekte in Deutschland, auf die Ihre Beschreibung voll und ganz zutrifft: &ldquo;Man muss den Eindruck gewinnen, dass die Planer und auch manche der engagierten Verb&auml;nde von der Analyse und der Bedeutung der external diseconomies einer politischen Entscheidung f&uuml;r ein solches Projekt noch nichts geh&ouml;rt haben.&rdquo; Jedes einzelne Stra&szlig;enbauprojekt ist ein solches Projekt. Autoverkehr in Deutschland verursacht jedes Jahr mehrere tausend direkte Todesopfer bei Unf&auml;llen, f&uuml;hrt durch Feinstaub und NOx-Emissionen zu Hunderttausenden vorzeitigen Todesf&auml;llen und &uuml;berzieht St&auml;dte und Gemeinden mit einem ungeheuren L&auml;rm, den unz&auml;hlige Menschen eingekerkert hinter Schallschutzfenstern ertragen m&uuml;ssen. Wenn Sie sich daf&uuml;r einsetzen wollen, gegen die externalisierten Effekte des Autoverkehrs in Deutschland zu k&auml;mpfen, haben Sie in mir einen treuen Verb&uuml;ndeten.<\/p><p>Es gr&uuml;&szlig;t Sie herzlich<br>\nMichael Schneider<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>in dem Nachtrag zum Artikel &ldquo;Soll alles, was technisch m&ouml;glich ist, gemacht werden? Eher nein.&rdquo; &uuml;ber urbane Seilbahnen erkenne ich auch den Verlust der Privatsph&auml;re von oben als erntzunehmenden Faktor. <\/p><p>Aber es ergeben sich aus solchen Ideen auch neue Ans&auml;tze urbaner Transportm&ouml;glichkeiten jenseits der eingefahrenen Verkehrswege, die f&uuml;r die Menschen auf den Stra&szlig;en durchaus befreiend sein k&ouml;nnten. Auch der offentliche Nahverkehr (ob mit verbrennung oder elektrisch angetriegen) ist kein wirklicher Segen f&uuml;r die Menschen in den Stra&szlig;en. Auch bei Seilbahnen, wie bei jedem anderen Verkehrsmittel , sollte letztendlich Emission von Schadstoffen,Schall,Licht und energetische Faktoren genauso wie psychosoziale Komponenten gleicherma&szlig;en in die Rechnung einflie&szlig;en. <\/p><p>Anmerkungen zur H&ouml;he: Sicher mag es Ausnahmen geben, wo H&ouml;hen bis zu 100 Meter in bergiger Umgebung erreicht werden k&ouml;nnten, aber ich stelle mir eher ein Modell wie bei der Wuppertaler Schwebebahn vor. Die Passagiere m&uuml;ssen ja auch dort oben hin transportiert werden. <\/p><p>Aber bei den Ausw&uuml;chsen zukunftsorientiertem Verkehrs m&ouml;chte ich noch eine Schippe drauflegen: <\/p><p>in der Zeitschrift &ldquo;Drones&rdquo;, Ausgabe 02\/2018 wir im Artikel &ldquo;Destination Future&rdquo; auf Seite 38 der &ldquo;Volokopter&rdquo; beschrieben. Das ist ein autonom fliegendes Lufttaxi (eine manntragende Drone), z.Zt. in Deutschland als Ultraleichtflugzeug zugelassen, in Dubai schon getestet, welches die &ldquo;Demokratisierung des Luftraumes&rdquo; erreichen soll. Auch andere Luftfahrtunternehmen arbeiten an solchen L&ouml;sungen. <\/p><p>In der &ldquo;Drones&rdquo; Ausgabe 02\/2019 ab Seite 42 wird in zwei Artikeln unter anderem berichtet, dass die Bundesregierung und Verkehrsminister Andreas Scheuer die Einf&uuml;hrung von Lufttaxis f&ouml;rdern wollen. Da empfinde ich den Bau von Seilbahnen eher so als wie die Wiedereinf&uuml;hrung des Telegrafen in der Kommunikation. <\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHartwig Carmesin <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<\/p><p>Ich begr&uuml;&szlig;e ihre Ansicht bei neuen Techniken auch die daraus such ergebenden Folgen kritisch  zu hinterfragen.<br>\nWeshalb Sie aber gerade Urbane Seilbahnen so schlecht weg kommen zu lassen,  ist mir unverst&auml;ndlich. <\/p><p>Es handelt sich hier um &Ouml;PNV. <\/p><p>Diese Seilbahnen  werden sicher nie das R&uuml;ckgrat des &Ouml;PNV werden, k&ouml;nnen aber bei bestimmten st&auml;dtebaulichen topographischen Gegebenheiten sehr sinnvolle L&ouml;sungen bieten.<\/p><p>Bei kurzen Bauzeiten rasch realisierbar.<br>\nLeise im Betrieb<br>\nSicher<br>\nKeine Emissionen vor Ort<br>\nNiedrige Betriebskosten<br>\nWo Gew&auml;ssern und Berge sind ist die Seilbahn schneller und auch komfortabler als Busse. <\/p><p>Ich habe das vor 10 Jahren einmal selbst im Urlaub im Norden Armeniens ausprobieren k&ouml;nnen.<br>\nDer Bus braucht vom Tal &uuml;ber 20 Minuten durch eine Serpentinrnstrasse zum oben gelegenen Stadtteil. Er schaukelt und L&auml;rmt dabei erheblich. Er steht an Ampeln und nimmt am Stau teil.<br>\nDie Seilbahn dagegen schwebt in einem Bruchteil der Zeit lautlos zum Ziel. <\/p><p>Hier handelte es sich noch um alte Technik aus der SU. Moderne Fahrzeuge erm&ouml;glichen auch Barrierefrei Zug&auml;nge.<\/p><p>Die Strassen werden weltweit in St&auml;dten immer &ouml;fters ^verStaut^&hellip;<br>\nNat&uuml;rlich ber&uuml;hrt jede Ver&auml;nderung eines Status quo individuelle Interessen und Befindlichkeiten.<br>\nAber es kann auch sein, dass der gesamtgesellschaftliche Nutzen das deutlich &uuml;berwiegt.<br>\nHier wird ein  partikulares Interesse mit dem der Allgemeinheit verwechselt.  <\/p><p>Zum Thema urbane Seilbahnen gibt&rsquo;s ausgewiesene nicht industrie nahe zustimmende Experten , ich nenne hier Heiner Monheim.  Da gibt es Studien und Ver&ouml;ffentlichungen <\/p><p>Ansonsten machen sie weiter so! <\/p><p>Gru&szlig; <\/p><p>Peter Kraus<br>\nGro&szlig;-Gerau <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>danke f&uuml;r diesen Artikel und auch f&uuml;r den Nachtrag bez&uuml;glich der Seilbahnen. Aus meiner Sicht gibt es weitere extreme Entscheidungen bzw. Problemlagen, die gleichfalls ohne ausreichende und breite Diskurse innerhlb der Gesellschaft oder wenigstens in den Medien von Interessenten in Angriff genommen werden. Dazu geh&ouml;rt an erster Stelle die Gen-Technik, dann das Geo-Engineering und die Patenterteilung auf Lebenwesen inlusive Planzen. <\/p><p>Als Beleg sende ich Ihnen hier ein Zitat aus dem Handbuch Agro-Gentechnik von Christoph Then, das sich in Ihre Argumentationskette w&uuml;rdig einreiht. <\/p><p>Bez&uuml;glich geo-Engineering gibt es recht drastische und gut belegte Ausf&uuml;hrungen bei Naomi Klein (im Buch Kapitalismus vs. Koima). <\/p><p>Eine vergleichbare Quelle zu den &uuml;blen Patenten auf Leben habe ich gerade nicht zur Hand. Die d&uuml;rfte aber leicht zu finden sein. <\/p><p>Es w&auml;re gut, wenn Sie die Reihe fortsetzen. Denn aus meiner Sicht sind wir insgesamt ans Ende der Kulturepoche der Aufkl&auml;rung gekommen. Viel Neues erscheint, aber die Menge verunsichert die Menschen verst&auml;ndlicherweise. Und die M&auml;chtigen haben die Politik sehr fest im Griff, von den Medien ganz zu schweigen. Demut ist angesagt. Oder wie es bei Albert Schweitzer hei&szlig;t: Die Ehrfurcht vor dem Leben. <\/p><p>Ich kenne aktuell vor allem die Bewegungen, die vom Weltehtos und Hans K&uuml;ng ausgehen. Das erscheint mir als Tor zur Zukunft f&uuml;r ein friedliches Miteinander aller Menschen. Es gibt da zu einen sein Buch von 1990 &ldquo;Projekt Weltethos&rdquo; und folgende Publikationen. Dann heute sehr r&uuml;hrend t&auml;tig: Die Stiftung Weltethos und das Weltethosinstitut der Uni in T&uuml;bingen. Sowie auf globaler Ebene das Parlament der Weltreligionen. Ich lese aus diesen drei Quellen jeweils die Newsletter und das macht jede Menge Hoffnung. <\/p><p>Tausend Dank an Sie alle <\/p><p>&amp; <\/p><p>weiter voller Hoffnung <\/p><p>Herbert Wekel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten!<\/p><p>Es ist doch zu kurios: Da hat Albrecht M&uuml;ller heute morgen eine Erg&auml;nzung zum &bdquo;technisch Machbaren&ldquo; mit einer klaren Warnung ver&ouml;ffentlicht &ndash; siehe da: Schon bringt der Mainstream (phoenix nach 18.00 Uhr) eine Doku, wie supertoll solche &bdquo;alternativen Verkehrssysteme&ldquo; sind. Seilbahnen in La Paz, aber auch selbstt&auml;tige Flugdrohnen und &auml;hnlicher Schwachsinn.<\/p><p>Ich will ja nicht sagen, da&szlig; diese Systeme nicht eine gewisse Faszination ausstrahlen, aber auff&auml;llig ist mal wieder, wie propagandistisch der &Ouml;RR diese Dinge aufbereitet: Das sei die Rettung der Menschheit; dann m&uuml;&szlig;ten wir am Kapitalismus und an diesem verderbenbringenden dystopischen System gar nichts mehr &auml;ndern; Rettung durch Innovation; Szientismus und Technizismus (nat&uuml;rlich privatwirtschaftlich und profitorientiert betrieben) &ndash; Hurra. Man w&uuml;rde doch erwarten, da&szlig; auch die Risiken in einer solchen Doku mal angesprochen werden. Aber nichts dergleichen.<\/p><p>Herzlichst,<br>\nIhr<br>\nMatthias Jehsert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Soll alles, was technisch m&ouml;glich ist, gemacht werden? 26. M&auml;rz 2019  \/ &ldquo;Urbane Seilbahnen&rdquo; 27. M&auml;rz 2019<\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>es ist eindeutig, dass man auf die meisten der von Ihnen genannten technischen M&ouml;glichkeiten verzichten sollte. Unabdingbar ist allerdings die Verkehrswende in Anbetracht des dekompensierenden Auto- und Schienenverkehrs und der Klimakrise &ndash; weg vom Individualverkehr hin zum &Ouml;PNV muss die Devise sein. Insofern muss man dem Wuppertaler Herrn Alberti, einem Seilbahngegner, klar widersprechen, zumal er Bonn als Beispiel anf&uuml;hrt. Als Bonner erlaube ich mir eine Klarstellung:<\/p><p>Die geplante Seilbahn in Bonn verbindet die rechts- und linksrheinischen Bahnh&ouml;fe, U- und Stra&szlig;enbahnhaltestellen, mehrere gro&szlig;e Arbeitgeber sowie das Uniklinikum auf dem Venusberg, das nur zwei kleinere Zufahrtsstra&szlig;en hat. Eine Stra&szlig;entunnell&ouml;sung, die den s&uuml;dlichen Bonner Autobahnring mit einer Klinikzufahrt schlie&szlig;t, kostet Milliarden Euro. Allein die Machbarkeitsstudie wird mit 100 Millionen Euro beziffert. Der Bau der gesamten Seilbahn w&uuml;rde weit weniger kosten als diese Machbarkeitsstudie.<\/p><p>Nat&uuml;rlich gibt es auch in Bonn Seilbahngegner, die versuchen, eine Gegenstimmung zu erzeugen &ndash; mit teils nicht nachvollziehbaren Argumenten, wie einer abenteuerlichen Fotomontage an besagter K&auml;stnerschule. Au&szlig;er Frage steht, dass Gesch&auml;digte einen finanziellen Ausgleich erhalten m&uuml;ssen. Dies h&auml;lt sich in Grenzen, da ein Gro&szlig;teil der Trasse nicht &uuml;ber Wohngebiete verl&auml;uft. <\/p><p>Die Seilbahn ist ein ideales Verkehrsmittel, sie kann &ouml;kologisch mit sauberem Strom, bedarfsgerecht und leise betrieben werden. Sie ist in Bonn ein wichtiger Beitrag zur Verkehrswende.<\/p><p>Ich freue mich, dass die Nachdenkseiten neue technische M&ouml;glichkeiten kritisch analysieren.<\/p><p>Dietrich Klingm&uuml;ller, Bonn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beiden verwandten Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50456\">Soll alles, was technisch m&ouml;glich ist, gemacht werden? Eher nein.<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50474\">Urbane Seilbahnen &ndash; technisch m&ouml;glich, aber h&ouml;chst fragw&uuml;rdig<\/a>&rdquo; riefen in kurzer Zeit ein gro&szlig;es Echo hervor. Vielleicht ist dies nicht erstaunlich, denn es handelt sich doch um grundlegende gesellschaftliche und irgendwie auch philosophische Fragen. 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