{"id":50545,"date":"2019-03-30T11:45:08","date_gmt":"2019-03-30T10:45:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50545"},"modified":"2020-03-23T12:38:56","modified_gmt":"2020-03-23T11:38:56","slug":"medien-und-syrien-die-ahnungslosigkeit-des-lesers-als-waffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50545","title":{"rendered":"Medien und Syrien: Die Ahnungslosigkeit des Lesers als Waffe"},"content":{"rendered":"<p>Seit Jahren verweisen Experten darauf, dass die EU-Sanktionen gegen&uuml;ber Syrien mitverantwortlich sind f&uuml;r die humanit&auml;re Krise im Land. Ein zynischer Gastbeitrag auf Zeit Online will das nicht wahrhaben und verzichtet daf&uuml;r auf jegliche Fakten. Von <strong>Fabian Goldmann<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nEs ist still geworden um Syrien. Der Kampf gegen den IS scheint fast gewonnen. Fl&uuml;chtlinge kehren zur&uuml;ck. In vielen Teilen des Landes beginnt der Wiederaufbau. Da ist es lobenswert, wenn Medien auf die noch immer anhaltende humanit&auml;re Krise im Land aufmerksam machen und sich Aspekten des Konfliktes widmen, die es nur selten in die Schlagzeilen schaffen.  Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Das Leid der Zivilbev&ouml;lkerung als Waffe&ldquo; berichtet <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-02\/syrien-baschar-al-assad-sanktionen-wiederaufbau\/komplettansicht\">&bdquo;Zeit Online&ldquo; &uuml;ber die Folgen der Sanktionspolitik der Europ&auml;ischen Union gegen&uuml;ber der syrischen Zivilbev&ouml;lkerung<\/a>. Oder vielmehr: &uuml;ber die fehlenden Folgen. Denn bei diesen &ndash; so die These des Beitrages &ndash;  handle es sich vor allem um Propaganda des Regimes. <\/p><p>Autorin des Gastbeitrages ist Bente Scheller. Ihre Doktorarbeit schrieb die Politikwissenschaftlerin zur Au&szlig;enpolitik Syriens, zwei Jahre war sie als Referentin an der Deutschen Botschaft in Damaskus t&auml;tig, seit 2012 leitet sie das B&uuml;ro der Gr&uuml;nen-nahen Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung im Libanon. Eigentlich eine gute Besetzung, um &uuml;ber ein f&uuml;r die meisten Leser wohl unbekanntes Thema kompetent zu informieren. Doch statt faktenbasierter Expertise liefert Scheller ein St&uuml;ck meinungsstarke Polemik, die den Leser zu fast jedem Aspekt des Themas in die Irre f&uuml;hrt. <\/p><p><strong>Die AfD kritisiert die Sanktionen. Genauso wie WHO, WFP,  UN-ESCWA, FES&hellip;<\/strong><\/p><p>Schon die ersten Abs&auml;tze von Bente Schellers Text machen skeptisch. Denn bevor die Syrien-Expertin sich dem Inhalt der europ&auml;ischen Sanktionen oder dem Leid der Zivilbev&ouml;lkerung in Syrien widmet, ordnet sie das Thema in die deutsche parteipolitische Debatte ein. Eine Aufhebung der Sanktionen sei eines von Assads &bdquo;wichtigsten Hindernisse(n), die der Normalisierung im Wege stehen&ldquo;, erf&auml;hrt der Leser. Diese Forderung finde am &bdquo;linken wie am rechten Rand des politischen Spektrums in Deutschland willige Unterst&uuml;tzter.&ldquo; Die einzige kritische Stimme, die sie zu Wort kommen l&auml;sst: ein nordrhein-westf&auml;lischer AfD-Politiker. <\/p><p>Gleich zu Beginn des Textes erweckt Scheller damit den Eindruck, Kritik an den Sanktionen k&ouml;nne es nur von Anh&auml;ngern eines menschenverachtenden Regimes und Irrlichtern am Rand des politischen Spektrums geben. Was sie unerw&auml;hnt l&auml;sst: Die Liste an kritischen Ver&ouml;ffentlichungen zu dem Thema ist so lang wie seri&ouml;s. <\/p><p>Die UN-Wirtschafts- und Sozialkommission f&uuml;r Westasien (UN-ESCWA) hat in einem ausf&uuml;hrlichen Bericht auf die katastrophalen humanit&auml;ren Folgen der Sanktionen <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/document\/2016\/09\/28\/humanitarian-impact-of-syria-related-unilateral-restrictive-measures\/\">hingewiesen<\/a>. Eine Untersuchung des Weltern&auml;hrungsprogrammes (WFP) benennt die Sanktionen als einen der Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r die Nahrungsmittelknappheit in Syrien. Vertreter der Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnen die europ&auml;ischen Zwangsma&szlig;nahmen als mitverantwortlich f&uuml;r die Krise im syrischen Gesundheitssystem. <\/p><p>Die Sanktionen h&auml;tten den &bdquo;systematischen Zusammenbruch der syrischen Wirtschaft&ldquo; herbeigef&uuml;hrt. Diese Aussage stammt nicht von linken Assad-Anh&auml;ngern, sondern aus einer Untersuchung im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die europ&auml;ischen Sanktionen w&uuml;rden &bdquo;das Leid unschuldiger Zivilisten nur verschlimmern&ldquo;. Dies ist nicht das Urteil irgendeines AfD-Hinterb&auml;nklers, sondern das Fazit von Idriss Jazairy. Der UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r die menschenrechtlichen Folgen von Sanktionen hatte Syrien im Mai 2018 mit einem Rechercheteam  besucht und anschlie&szlig;end seine Ergebnisse in einem ersch&uuml;tternden Bericht <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/EN\/HRBodies\/HRC\/RegularSessions\/Session39\/Documents\/A_HRC_39_54_Add.2_EN.docx\">zusammengestellt<\/a>.<\/p><p>Hinzu kommen zahllose &Auml;u&szlig;erungen von Aktivisten und Politikern sowie Mitarbeitern von lokalen und internationalen Hilfsorganisationen, die nichts &uuml;brig lassen am humanit&auml;ren Anspruch der EU-Sanktionen. Von ihrer Existenz und dem Inhalt ihrer Kritik erf&auml;hrt man in Bente Schellers Darstellung kein Wort. <\/p><p><strong>Syrische Politiker sind betroffen. Und alle anderen auch.<\/strong><\/p><p>Auch die Darstellung der Sanktionen selbst k&ouml;nnte irref&uuml;hrender kaum sein. Nicht Zivilisten, sondern &bdquo;vor allem Menschenrechtsverbrecher&ldquo; seien davon betroffen, behauptet Scheller. Sie schreibt: &bdquo;So betrifft ein Gro&szlig;teil der EU-Sanktionen Angeh&ouml;rige des syrischen Regimes und ihm nahestehende Gesch&auml;ftsleute, die direkt an Menschenrechtsverbrechen in&nbsp;Syrien&nbsp;beteiligt sind.&ldquo;  Von den Sanktionen betroffen sei &bdquo;nichts, was humanit&auml;re Belange betr&auml;fe&ldquo;, schreibt Scheller. Das ist schlichtweg falsch. <\/p><p>Zwar besteht die EU-Sanktionsliste tats&auml;chlich gr&ouml;&szlig;tenteils aus syrischen Unternehmen und Einzelpersonen, die mit einem Reiseverbot belegt und deren Verm&ouml;genswerte eingefroren sind (im Januar 2019 waren es <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/de\/press\/press-releases\/2019\/01\/21\/syria-eu-adds-eleven-businessmen-and-five-entities-to-sanctions-list\/\">270 Personen und 72 Organisationen<\/a>. Doch die Folgen der Sanktionen anhand der Anzahl der Eintr&auml;ge zu bemessen, f&uuml;hrt in die Irre.<\/p><p>Bente Scheller vergisst zu erw&auml;hnen, dass die EU seit 2011 ein &Ouml;l-Embargo &uuml;ber das Land verh&auml;ngt hat und damit um einen gro&szlig;en Teil seiner au&szlig;enwirtschaftlichen Einnahmen gebracht hat. Auch die Schlie&szlig;ung des europ&auml;ischen Luftraums f&uuml;r syrische Flugzeuge und Importverbote f&uuml;r eine Vielzahl syrischer Produkte von landwirtschaftlichen Produkten bis Armbanduhren kommen in ihrer Darstellung nicht vor. Vor allem aber die Auslassung der Strafma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber der syrischen Finanzindustrie ist es, die jede seri&ouml;se Analyse der europ&auml;ischen Sanktionspolitik von vornherein scheitern lassen muss. Denn die Sanktionen gegen das syrische Bankensystem sind es, die mit die verheerendsten Folgen f&uuml;r die humanit&auml;re Situation im Land haben. <\/p><p><strong>Selbst Internationale Humanit&auml;re Organisationen leiden unter den Sanktionen<\/strong><\/p><p>Als &bdquo;urbane Legende&ldquo; bezeichnet Bente Scheller die Vorstellung, die Sanktionen des Westens h&auml;tten Folgen f&uuml;r die humanit&auml;re Situation im Land. Diese &bdquo;Legende&ldquo; vertreten allerdings ausgerechnet jene, die es wissen m&uuml;ssen: die humanit&auml;ren Helfer  vor Ort. Im Auftrag der UN-Wirtschafts- und Sozialkommission f&uuml;r Westasien (UN-ESCWA) hat ein Team britischer Finanz- und Handelsexperten im Jahr 2016 die Folgen der Sanktionen auf die humanit&auml;re Arbeit in Syrien untersucht. Auf 40 Seiten <a href=\"https:\/\/assets.documentcloud.org\/documents\/3115191\/Hum-Impact-of-Syria-Related-Res-Eco-Measures-26.pdf\">berichten<\/a> Nothelfer, Regierungsvertreter und Mitarbeiter lokaler wie internationaler Organisationen, wie die EU ihnen die humanit&auml;re Arbeit erschwert oder sogar unm&ouml;glich macht. <\/p><p>Betroffen sind NGOs in allen Bereichen der Nothilfe: von Nahrungsmittelhilfe und Wasseraufbereitungen &uuml;ber sanit&auml;re Versorgung bis zu medizinischer Hilfe. NGOs werde durch die  EU-Sanktionen verwehrt, Bankkonten zu er&ouml;ffnen. Fahrzeuge d&uuml;rften aufgrund des &Ouml;l-Embargos im Land nicht betankt werden, lokale Mitarbeiter k&ouml;nnten sich aufgrund der Sanktionen gegen die syrische Mobilfunk-Industrie keine Sim-Karten kaufen. Unternehmen wie Microsoft verweigerten aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen den Verkauf von Office-Software an in Syrien t&auml;tige NGOs, PayPal verwehre die Weiterleitung von Spenden. Hilfsorganisationen k&ouml;nnten ihre lokalen Mitarbeiter aufgrund der Sanktionen gegen&uuml;ber syrischen Banken nur &uuml;ber Umwege bezahlen. Schon die Anschaffung harmloser Ger&auml;te wie Laptops m&uuml;nde oft in zeitraubende Genehmigungsverfahren, deren finanzieller Aufwand die Kosten f&uuml;r das gew&uuml;nschte Ger&auml;t oft mehrfach &uuml;bersteige. Diese und noch viel mehr Beispiele h&auml;tte Bente Scheller mit wenigen Klicks herausfinden k&ouml;nnen. Sie hat sich dagegen entschieden.<\/p><p><strong>UN-Mitarbeiter spricht von Sanktionen als Hauptgrund f&uuml;r Niedergang des Gesundheitssystems<\/strong><\/p><p>Zur Polemik wird ihre Analyse sp&auml;testens, wenn sie versucht, den Einfluss der Sanktionen auf das syrische Gesundheitssystem zu trivialisieren. &bdquo;60 Prozent der syrischen Krankenh&auml;user sind zerst&ouml;rt oder besch&auml;digt, fast 70 Prozent des medizinischen Personals sind get&ouml;tet oder vertrieben. Angesichts der systematischen Angriffe ist es l&auml;cherlich, mangelnde medizinische Versorgung auf die Sanktionen zu schieben&ldquo;, schreibt Scheller und spielt damit das eine Leid gegen das andere aus. Die offensichtliche M&ouml;glichkeit, dass die medizinische Versorgung in Syrien sowohl unter Krieg und Gewalt als auch unter den Handelsrestriktionen leidet, l&auml;sst sie nicht zu. <\/p><p>Um ihre These von den folgenlosen Sanktionen zu belegen, vermittelt Scheller erneut das Bild, es handle sich bei der Kritik nur um eine zweifelhafte Einzelmeinung: &bdquo;Eine Recherche im Internet zeigt, dass der Vorwurf, die medizinische Versorgung leide unter den Sanktionen, auf eine einzige Quelle zur&uuml;ckgeht: Elizabeth Hoff von der World Health Organization.&ldquo; Vom Inhalt der Kritik der WHO-Syrien-Chefin erf&auml;hrt der Leser nichts. Stattdessen fehlt auch hier nicht der Hinweis, dass Elisabeth Hoff als &bdquo;regimenah&ldquo; gelte. <\/p><p>Scheller erweckt den Eindruck, dass es neben Elisabeth Hoffs pers&ouml;nlichen Aussagen keine Ver&ouml;ffentlichungen zu dem Thema g&auml;be. Doch genau die gibt es. In ihren Jahresberichten hat die WHO immer wieder darauf <a href=\"https:\/\/www.who.int\/hac\/crises\/syr\/syria_annual_report_2103.pdf\">hingewiesen<\/a>, welchen verheerenden Einfluss der Versorgungsmangel an Medikamenten f&uuml;r das syrische Gesundheitssystem hat. Ein <a href=\"http:\/\/applications.emro.who.int\/docs\/COPub_SYR_2016_EN_18985.pdf?ua=1\">WHO-Bericht<\/a> aus dem Jahr 2016 zeichnet detailliert nach, wie die medizinische Versorgung in Syrien sowohl unter Zerst&ouml;rung als auch unter Versorgungsmangel leidet. So sei ein Gro&szlig;teil der medizinischen Verbrauchsmaterialien nicht mehr verf&uuml;gbar. Die pharmazeutische Industrie des Landes, die vor dem Krieg nahezu alle Medikamente des syrischen Bedarfs selbst herstellen konnte, musste ihre Produktion zum gro&szlig;en Teil einstellen, weil Hersteller nicht mehr an Rohmaterialien k&auml;men. Im WHO-Syrien-Jahresbericht von 2017 <a href=\"https:\/\/www.who.int\/emergencies\/crises\/syr\/syria-who-annualreport2017.pdf?ua=1\">hei&szlig;t es<\/a>: &bdquo;Internationale Sanktionen gegen Syrien f&uuml;hrten dazu, dass wichtige Ersatzteile zur Instandhaltung oder Reparatur medizinischer Ausr&uuml;stung nicht importiert werden konnten.&ldquo; Noch deutlicher wird ein UN-Mitarbeiter, den das Enth&uuml;llungsportal <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/09\/28\/u-s-sanctions-are-punishing-ordinary-syrians-and-crippling-aid-work-u-n-report-reveals\/\">&bdquo;The Intercept&ldquo;<\/a> zitiert: Die amerikanischen und europ&auml;ischen Sanktionen seien der &bdquo;haupts&auml;chliche Grund&ldquo; f&uuml;r den Niedergang des syrischen Gesundheitssystems. Von all dem erfahren Leser von Bente Schellers Text nichts. <\/p><p><strong>Es geht auch besser. Was andere Untersuchungen &uuml;ber die Sanktionen sagen.<\/strong><\/p><p>Auch im letzten Teil ihres Textes vermittelt Scheller den Eindruck, ein Aufheben der Sanktionen w&uuml;rde nicht der Zivilbev&ouml;lkerung n&uuml;tzen. Hingegen w&uuml;rde eine Versch&auml;rfung der Sanktionen &bdquo;Assads Wiederaufbaupl&auml;ne, f&uuml;r die er arabische Investoren umwirbt, auch langfristig behindern. Insofern wettert das Regime &uuml;ber das, was es als &lsquo;wirtschaftliche Kriegsf&uuml;hrung&rsquo; bezeichnet&ldquo;, schreibt Scheller. Gegen diese wirtschaftliche Kriegsf&uuml;hrung &bdquo;wettert&ldquo; allerdings nicht nur Assad. Das Br&uuml;sseler ThinkTank  &bdquo;European Policy Center&ldquo; schreibt in <a href=\"http:\/\/www.epc.eu\/documents\/uploads\/pub_3928_epc_issue_paper_76_-_the_effectiveness_of_eu_sanctions.pdf\">einer Untersuchung<\/a> mit Blick auf das europ&auml;ische &Ouml;l-Embargo, dass sich dadurch eine neue Kriegs&ouml;konomie breitgemacht habe: &bdquo;Und die EU-Sanktionen helfen diesen Kriegsprofiteuren.&ldquo;<\/p><p>Wie eine seri&ouml;se und mit Fakten belegte Untersuchung der EU-Sanktionen aussehen kann, zeigen Bente Schellers Kollegen von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). In deren Auftrag hatten im Februar 2016  der Londoner Wirtschaftswissenschaftler Rim Turkmani und der syrische Demokratie-Aktivist Mustafa Haid die &bdquo;Rolle der EU im syrischen Konflikt&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.fes-europe.eu\/fileadmin\/public\/editorfiles\/events\/Maerz_2016\/FES_LSE_Syria_Turkmani_Haid_2016_02_23.pdf\">untersucht<\/a>. Zu den direkten und indirekten Folgen des EU-Embargos z&auml;hlen sie den Anstieg der Arbeitslosigkeit, den Zusammenbruch des Bildungssystems, den Verlust nationaler wirtschaftlicher Unabh&auml;ngigkeit und das Erstarken bewaffneter Gruppen. Die Annahme, &bdquo;dass das Regime sein Verhalten &auml;ndern werde (&hellip;) sei nicht nur widerlegt worden&ldquo;. Im Gegenteil: Europas Ma&szlig;nahmen h&auml;tten &bdquo;das gegenteilige Ergebnis hervorgebracht.&ldquo; Resultat der EU-Sanktionen sei der &bdquo;systematische Zusammenbruch der Grundlage von syrischer Wirtschaft, Infrastruktur und Institutionen.&ldquo; In dessen Folge seien neue &bdquo;Kriegs&ouml;konomien entstanden&ldquo;, die &bdquo;dem Frieden im Weg stehen.&ldquo;<\/p><p>In diesem Sinne beh&auml;lt Bente Scheller zumindest mit einer Aussage recht. Das Leid der Zivilbev&ouml;lkerung dient im Syrien-Konflikt tats&auml;chlich als Waffe. Im Juni will die EU erneut &uuml;ber eine Versch&auml;rfung der Sanktionen beraten.<\/p><p>Titelbild: Melih Cevdet Teksen \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahren verweisen Experten darauf, dass die EU-Sanktionen gegen&uuml;ber Syrien mitverantwortlich sind f&uuml;r die humanit&auml;re Krise im Land. Ein zynischer Gastbeitrag auf Zeit Online will das nicht wahrhaben und verzichtet daf&uuml;r auf jegliche Fakten. Von <strong>Fabian Goldmann<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":50546,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20,183,11],"tags":[1334,522,1919,849,2065,1553,639,439,2474,1019,457],"class_list":["post-50545","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-erdoel","tag-fes","tag-lueckenpresse","tag-nahrungsmittel","tag-ngo","tag-syrien","tag-uno","tag-who","tag-wiederaufbau","tag-wirtschaftssanktionen","tag-zeit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/shutterstock_369471137.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50545"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50545\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59532,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50545\/revisions\/59532"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}