{"id":50588,"date":"2019-04-01T08:38:32","date_gmt":"2019-04-01T06:38:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588"},"modified":"2019-04-01T09:19:56","modified_gmt":"2019-04-01T07:19:56","slug":"hinweise-des-tages-3337","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h01\">Klima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h02\">Scheuer legt eigenen Klimaschutzplan vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h03\">Was Selenskijs Wahl bedeuten w&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h04\">Linke-Chefin fordert Recht auf Sabbaticals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h05\">Ecuador&rsquo;s Ambassador Tells Assange to &lsquo;Shut Up&rsquo;: Watch 22nd Vigil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h06\">Globalisierung: Konzerngewinne ohne Grenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h07\">Warum der Mangel an Ingenieuren doch nicht so gro&szlig; ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h08\">EU-Kommissionspr&auml;sidentschaft: Vestager statt Weber?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h09\">Nicht bei denen sparen, die auf Hilfe angewiesen sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h10\">EU-Urheberrecht: Abgeordnete stimmten aus Versehen f&uuml;r die Uploadfilter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h11\">Vonovia: So profitiert der Konzern von der Wohnungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h12\">Viele insektenfressende V&ouml;gel sterben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h13\">Falsche Zahlen und unpassende Vergleiche statt Fachlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h14\">Mehr Waffen f&uuml;r mehr EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h15\">Krieg ist die &auml;u&szlig;erste Unvernunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h16\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h17\">Radikal unradikal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h18\">Historiker ausgeladen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50588#h19\">Erst Klimaaktivistin geehrt, dann SUV verschenkt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klima<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie viel CO2 kann Deutschland noch aussto&szlig;en?<\/strong><br>\nNach mehr als zwanzig Jahren der Verhandlungen wurde 2015 in Paris endlich ein globales Abkommen zum Klimaschutz erreicht, im Konsens von 195 Staaten. Viele deutsche Politiker beteuern immer wieder, dass sie voll hinter diesem Abkommen stehen, k&uuml;rzlich zum Beispiel Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Spiegel-Streitgespr&auml;ch mit der Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Vergleicht man allerdings die Taten und Pl&auml;ne der Bundesregierung mit dem, was zur Umsetzung der Paris-Ziele n&ouml;tig w&auml;re, fragt man sich: hat die Politik die grundlegenden Fakten &uuml;berhaupt verstanden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/scilogs.spektrum.de\/klimalounge\/wie-viel-co2-kann-deutschland-noch-ausstossen\/\">SciLogs<\/a><\/li>\n<li><strong>&laquo;Klimahysterie!&raquo;, &laquo;Klimapropaganda!&raquo; &ndash; was Klimaforscher zu den h&auml;ufigsten Argumenten von Skeptikern sagen<\/strong><br>\nDer Klimawandel ist umstritten. Nicht in der Wissenschaft, daf&uuml;r aber umso mehr bei Teilen der Bev&ouml;lkerung. Wir haben die h&auml;ufigsten Argumente der Klimawandel-Skeptiker gesammelt und zwei Klimaforschern vorgelegt.<br>\nMit den &laquo;Fridays for Future&raquo;-Demonstrationen hat die Klimawandeldebatte weiter an Brisanz gewonnen. Skeptiker, Leugner sowie sogenannte &laquo;Warmisten&raquo; und Alarmisten geben sich in Kommentarspalten von Social-Media-Plattformen die Klinke in die Hand. Auch die NZZ stellt bei den Diskussionen auf Facebook und in den Leserdebatten fest, dass der Klimawandel immer noch viele Fragezeichen aufwirft. Die kontroversen Reaktionen auf den j&uuml;ngsten Facebook-Post der NZZ zur Klimadebatte zeigen dies exemplarisch (siehe unten). Die Streitfragen sind meist dieselben. Die Argumente der Diskussionsteilnehmer allerdings auch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/klimawandel-forscher-antworten-auf-die-argumente-von-skeptikern-ld.1468011\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Zeit l&auml;uft ab f&uuml;r die Klimapolitik<\/strong><br>\nBei keinem globalen Problem ist es so offensichtlich wie beim Klima, dass die Welt in eine Katastrophe schlafwandelt. Deshalb kann es nicht im Interesse der Weltgemeinschaft sein, den bisherigen Modus operandi beizubehalten. Der unverminderte Anstieg der Treibhausgase zeigt, die internationale Gemeinschaft hat beim Klimawandel den Punkt erreicht, an dem eingespielte Verhandlungsformate uns nicht mehr entscheidend weiterbringen und eine neue Verhandlungsarchitektur entwickelt werden muss.<br>\nDas gilt vor allem f&uuml;r die UN-Klimaverhandlungsarchitektur, die ausschlie&szlig;lich Regierungsvertretern Rederecht und Entscheidungsbefugnisse gibt. Sie muss weiter entwickelt werden: In Zukunft sollten den Regierungsdelegationen auch Repr&auml;sentanten von St&auml;dten und Gemeinden beigeordnet werden und der Verhandlungstisch durch Vertreter klimarelevanter Industriesektoren und der Zivilgesellschaft erweitert wird.<br>\nDamit multilaterale Verhandlungen zielgerichtet gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen, m&uuml;ssten UN-Verhandlungsdelegationen nach dem Minilateralismus-Grundsatz bestimmt werden, das hei&szlig;t: die kleinstm&ouml;gliche Zahl an Teilnehmern mit dem gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Einfluss. Konkret w&uuml;rde das bedeuten, dass am Verhandlungstisch die zehn L&auml;nder mit den meisten Treibhausgasemissionen sitzen, die Industrievertreter die 10 gr&ouml;&szlig;ten Treibhausgassektoren und Vertreter der Zivilgesellschaft aus 20 L&auml;ndern und Regionen, die bereits heute in besonderem Masse dem Klimawandel ausgesetzt sind.<br>\nDiese Erweiterung w&uuml;rdigt, dass zwar jede Gruppe f&uuml;r sich wichtig ist zur Bek&auml;mpfung des Klimawandels, dass aber erst durch die B&uuml;ndelung aller drei Bereiche transformative Ver&auml;nderungen m&ouml;glich sind. Keiner jedoch hat seine Finger so unmittelbar am Puls der Gesellschaft wie die Zivilgesellschaft. Sie wei&szlig; eher und besser als Regierungen und Privatsektor, was die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit will, und sie kann &uuml;ber ihre Netzwerke den notwendigen Diskurs zeitnah moderieren und helfen, den notwendigen gesellschaftlichen Konsens herzustellen. (&hellip;)<br>\nSo wichtig Konsens dies ist, bei Abstimmungen auf UNFCCC-Konferenzen sollten k&uuml;nftig durch das doppelte Mehrheitsstimmrecht ersetzt werden. Es kann nicht sein, dass wie bisher zwei, drei L&auml;nder durch ihr Veto die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Staatengemeinschaft de facto zur Unt&auml;tigkeit verdammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++e12d3dee-5205-11e9-946e-52540088cada\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Scheuer legt eigenen Klimaschutzplan vor<\/strong><br>\nTempolimit? Nein, danke. H&ouml;here Spritsteuern? Nicht doch. Verkehrsminister Scheuer hat viele Klimaschutzideen abgeb&uuml;gelt. Nun hat er ein eigenes Konzept entwickelt. Es soll nicht wehtun, wird aber wohl teuer. (&hellip;)<br>\nSeine nun vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen erscheinen aber &auml;u&szlig;erst vage. So erhofft sich das Ministerium die gr&ouml;&szlig;ten Einsparungen beim Lastwagenverkehr. Von den insgesamt 52 Millionen Tonnen Kohlendioxid, die bis 2030 weniger ausgesto&szlig;en werden d&uuml;rfen, soll dieser Sektor laut dem Papier bis zu 19 Millionen Tonnen erreichen. Das soll durch verbrauchs&auml;rmere Lastwagen geschehen, aber auch durch Nutzfahrzeuge, die mit alternativen Antrieben ausgestattet werden sollen. Die Lkw-Maut will Scheuer deshalb nach Verbrauch der Lastwagen im Preis staffeln.<br>\nAutofahrer hingegen m&uuml;ssen sich kaum auf Ver&auml;nderungen einstellen, wenn es nach den Pl&auml;nen des CSU-Manns geht. Eine Kaufpr&auml;mie f&uuml;r Elektroautos, die F&ouml;rderung klimafreundlicher Dienstwagen, so wie es sie heute schon gibt, sowie eine bessere Ladeinfrastruktur sollen gen&uuml;gen, damit Menschen auf E-Antriebe umsteigen. Insgesamt 9 bis 13 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis erhofft sich Scheuer davon. (&hellip;)<br>\nDass dies gelingt, bezweifeln viele Verkehrsforscher. Die von Scheuer berufene Arbeitsgruppe Klima und Mobilit&auml;t, deren Ergebnisse am Freitag noch einmal beraten werden, bevorzugte als wirksamste Treiber f&uuml;r den Umstieg Elektroautoquoten f&uuml;r die Hersteller sowie eine sogenannte Bonus-Malus-Regelung: Dabei w&uuml;rden spritschluckende Autos mit einer Zwangsabgabe beim Kauf belegt, K&auml;ufer von Elektroautos mit einer deutlich h&ouml;heren Kaufpr&auml;mie belohnt.<br>\nStattdessen rechnet Scheuer jetzt einen hohen Klimaschutzanteil f&uuml;r alternative Kraftstoffe ein, die entweder aus &Ouml;kostrom oder Abf&auml;llen hergestellt werden sollen. Das Bundesumweltministerium hatte dabei stets auf eine schlechte Umweltbilanz derartiger Umwandlungsverfahren verwiesen. (&hellip;)<br>\nDurchgesetzt hat sich eher der Autolobbyverband VDA, der vor allem f&uuml;r die Zulieferer von Verbrennungsmotorteilen sprach. Sie erhoffen sich von alternativen Kraftstoffen, den Verbrennungsmotor weiter am Leben zu erhalten. Der Aufbau der erforderlichen Fabriken f&uuml;r deren Herstellung d&uuml;rfte allerdings teuer werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/tempolimit-debatte-andreas-scheuer-legt-eigenen-klimaschutzplan-vor-a-1260282.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Scheuer will eine Milliarde Euro f&uuml;r mehr Ladestationen<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will den Anteil von Elektroautos durch ein F&ouml;rderprogramm f&uuml;r private Ladestationen erh&ouml;hen und fordert dazu eine Milliarde Euro zus&auml;tzlich f&uuml;r den Haushalt 2020. &ldquo;Wir wollen f&uuml;r die B&uuml;rger Ladepunkte und deren Einbau in der eigenen Garage zur H&auml;lfte f&ouml;rdern. Daf&uuml;r brauchen wir sofort eine Milliarde Euro. Das muss sich im Bundeshaushalt abbilden&rdquo;, sagte er der Bild am Sonntag.<br>\nDem Ministerium zufolge laden die Besitzer ihr E-Auto zwischen 75 und 85 Prozent zu Hause oder am Arbeitsplatz. Deshalb soll der Staat beim Ausbau privater und gewerblicher Ladestationen bis zu 50 Prozent der Kosten &uuml;bernehmen.<br>\nEine Normalladestation mit Einbau und Netzanschluss w&uuml;rde dem Bericht zufolge dann mit bis zu 3000 Euro gef&ouml;rdert. F&uuml;r eine Schnellladestation g&auml;be es bis zu 30 000 Euro Zuschuss. Das F&ouml;rderprogramm solle bis Juli in Kraft treten.<br>\nBisher ist ein gro&szlig;es Hemmnis f&uuml;r einen Durchbruch von E-Autos, dass es keine fl&auml;chendeckende Infrastruktur an Lades&auml;ulen gibt. Deutlich mehr E-Autos sind wichtig, damit Deutschland seine Klimaziele im Verkehrssektor bis 2030 erreichen kann. Scheuer hatte am Freitag als erste Ma&szlig;nahme zum Klimaschutz ein Gesetzespaket f&uuml;r die Ladeinfrastruktur angek&uuml;ndigt.<br>\nLaut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft gab es Ende 2018 insgesamt mehr als 16 100 Ladepunkte in Deutschland, davon 12 Prozent Schnelllader. Das Wirtschaftsministerium sprach von bundesweit etwa 8000 &ouml;ffentlichen Lades&auml;ulen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/e-autos-ladestationen-foerderprogramm-scheuer-1.4390194\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.S.:<\/strong> Unser Automobilminister: Jetzt, nachdem VW und VDA sich pro Elektroauto positioniert haben, will Scheuer pl&ouml;tzlich viel Geld in die Hand nehmen, &ndash; angeblich f&uuml;r den Klimaschutz. Der Steuerzahler soll nach dem privaten Elektroauto nun auch noch die private Elektroladestation subventionieren, obwohl der Strom aus der Steckdose noch immer zu gro&szlig;en Teilen durch Braunkohle hergestellt wird. F&uuml;r Pedelecs oder als Autoersatz dienende<\/em><\/p>\n<p><em>Lastenr&auml;der gibt es bis heute keinen Cent, der dringend n&ouml;tige &Ouml;NPV-Ausbau wird durch Aufschieben der F&ouml;rderma&szlig;nahmen bis ans Ende der Legislaturperiode massiv ausgebremst und finanziell so schwach ausgestattet, dass diverse Kommunen ihre Projekte auf Eis legen. Mit einer 1.000.000.000 Euro f&uuml;r die Radverkehrsinfrastruktur w&uuml;rde man in diesem Sektor dagegen die Ausgaben pro Kopf verfielfachen. Das h&auml;tte einen deutlich gr&ouml;&szlig;eren Effekt. F&uuml;r diese dringend notwendige Radverkehrsinfrastruktur (nahezu 0 CO2-Emissionen) l&auml;sst der Bund die Kommunen alleine und f&uuml;r die vom Bund direkt bezahlte Schieneninfrastruktur (deutlich geringere CO2-Emissionen) ist auch kaum Geld da. Wenn Deutschland in ein paar Jahren j&auml;hrlich milliardenschwere CO2-Strafzahlungen wird leisten m&uuml;ssen, werden wir uns fragen, wie so eine Verkehrspolitik m&ouml;glich sein konnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was Selenskijs Wahl bedeuten w&uuml;rde<\/strong><br>\nDie Stichwahl ums Pr&auml;sidentenamt wird entscheiden, ob sich Schauspieler Selenskij gegen Amtsinhaber Poroschenko durchsetzt. Die Ukrainer lieben ihn, gerade weil er ein Quereinsteiger ist. Doch wird das am Ende reichen? [&hellip;]<br>\nWas die Ukraine unter einem realen Pr&auml;sidenten Selenskij erwarten w&uuml;rde, wei&szlig; trotz mittlerweile der dritten Staffel &ldquo;Diener des Volkes&rdquo; niemand so genau. Obwohl er sich f&uuml;r die Westbindung des Landes ausspricht, sind die westlichen Verb&uuml;ndeten beunruhigt. Er hat sich im Vorfeld hinter verschlossenen T&uuml;ren mit europ&auml;ischen Botschaftern getroffen, dem Vernehmen nach hat er dort nicht eben mit Fachwissen gegl&auml;nzt. &ldquo;Learning by doing&rdquo; im Pr&auml;sidentenamt aber kann sich die Ukraine gerade gar nicht leisten. Im Osten des Landes sterben beinahe t&auml;glich Soldaten, die Krim ist okkupiert, das Verh&auml;ltnis mit Russland ist v&ouml;llig zerr&uuml;ttet. Und Kiew h&auml;ngt am Tropf westlicher Kredite, die nur dann flie&szlig;en, wenn die Reformen weitergehen. Es warten keine einfachen Aufgaben auf den n&auml;chsten Pr&auml;sidenten des Landes.<br>\nVielleicht l&auml;sst diese Perspektive auch manche seiner W&auml;hler umdenken, wenn es bei der Stichwahl ums Ganze geht. Auch diejenigen, die ihre Stimme jetzt Julia Timoschenko oder anderen gegeben haben, werden genau &uuml;berlegen, wen sie als Oberkommandierenden w&auml;hlen werden. Viel wird auch davon abh&auml;ngen, ob es Fernsehdebatten geben wird, und wie sich Selenskij dort schl&auml;gt.<br>\nIn drei Wochen wird gew&auml;hlt. Gewinnt Selenskij, werden die Ukrainerinnen und Ukrainer wohl recht schnell zwischen dem Serienhelden und dem echten Pr&auml;sidenten zu unterscheiden lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ukraine-wahl-analyse-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Eine einseitige oberfl&auml;chliche Kommentierung. Typisch f&uuml;r ARD aktuell.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Linke-Chefin fordert Recht auf Sabbaticals<\/strong><br>\nKatja Kipping will, dass Besch&auml;ftigte bis zu zwei Jahre im Job pausieren k&ouml;nnen. In dieser Auszeit sollen sie 65 Prozent des Nettolohns bekommen, aus Steuern finanziert.<br>\nArbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen nach dem Willen von Linke-Chefin Katja Kipping bis zu zwei Jahre lang bezahlt im Berufsleben aussetzen k&ouml;nnen. Solche gesetzlich garantierten und steuerfinanzierten Sabbaticals seien in der sich beschleunigenden Arbeitswelt dringend n&ouml;tig, um aufzutanken und stressbedingten Krankheiten vorzubeugen, hei&szlig;t es in einem Papier von Kipping f&uuml;r die n&auml;chste Bundesvorstandssitzung der Partei am 6. April, das der Rheinischen Post vorliegt. Viele Besch&auml;ftigte w&uuml;nschten sich dringend eine Auszeit, ohne sich Sorgen machen zu m&uuml;ssen, wie man finanziell &uuml;ber die Runden komme, betont Kipping darin. Bisher k&ouml;nnten sich das aber nur wenige Privilegierte leisten.<br>\nKipping schl&auml;gt laut Zeitung eine steuerfinanzierte und sozial abgesicherten Auszeit von drei bis zw&ouml;lf Monaten vor. Besch&auml;ftigte sollen nach ihrem Vorschlag das Recht haben, zweimal in ihrem Berufsleben ein derartiges Sabbatjahr zu nehmen mit einem R&uuml;ckkehranspruch auf den gleichen oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz. Analog zum Elterngeld soll w&auml;hrend des Sabbaticals ein Anspruch auf eine Lohnersatzleistung in H&ouml;he von 65 Prozent des letzten Nettomonatslohns bestehen, je nach Einkommen maximal 1.800 Euro und mindestens 1.050 Euro im Monat. Tr&auml;ger der Sabbaticalleistung k&ouml;nnte demnach eine Abteilung &ldquo;Qualifizierung und Mu&szlig;e&rdquo; bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sein. Kipping kn&uuml;pft damit an einen Vorschlag an, den sie bereits im Oktober 2012 gemacht und sp&auml;ter erneuert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2019-03\/katja-kipping-die-linke-sabbatjahre-auszeit-sabbatical-finanzierung\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Einerseits hat Kipping nat&uuml;rlich Recht, da&szlig; viele Besch&auml;ftigte unter zu viel Stre&szlig; leiden. Andererseits fragt man sich, warum dieser Vorschlag, und wer soll das bezahlen? Auch ein solches Sabbatical bleibt ein Privileg f&uuml;r Wenige, denn viele Besch&auml;ftigte kommen heute mit ihrem Lohn nicht oder nur knapp hin; mit 35 Prozent weniger vom Netto, 12 Monate lang, k&ouml;nnen ein Drittel bis die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten nicht &uuml;berleben, und die Unterkante von 1.050 Euro im Monat ist in teuren Gro&szlig;st&auml;dten mit hohen Mieten (K&ouml;ln, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, M&uuml;nchen&hellip;) ein schlecher Witz. Und sind nicht die (um mindestens 20 Prozent) viel zu niedrigen L&ouml;hne in Deutschland das viel dringendere Problem? Warum soll der Staat (das sind vor allem die Arbeitnehmer selber!) diese hohen Kosten (wahrscheinlich 10 oder 20 Milliarden Euro j&auml;hrlich) tragen, warum fordert Kipping nicht auf Kosten der Unternehmen deutlich h&ouml;here L&ouml;hne, von denen sich die Arbeitnehmer *selber* eine Auszeit g&ouml;nnen k&ouml;nnen? Kippings Idee scheint sich an die Latte-Macchiato-Linke und Fans des bedingungslosen Grundeinkommens zu richten, geht aber an denen, die am dringendsten mehr Geld und eine Auszeit br&auml;uchten, prek&auml;r Besch&auml;ftigten, schlecht Bezahlten und Arbeitslosen, v&ouml;llig vorbei.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46956\">Eine schlechte Idee der SPD<\/a> wird nicht besser, wenn sie nun von der Linken-Vorsitzenden geklaut wird. Gerade die politische Linke sollte sich doch vor allem f&uuml;r die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einsetzen, die in derart prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen sind, dass ein Anspruch auf eine Auszeit praktisch gar nicht durchsetzbar ist. Nicht zu vergessen, dass ein sehr gro&szlig;er Teil der Menschen es sich schlicht nicht leisten kann, ein Jahr auf ein Drittel des Lohns zu verzichten. Einmal mehr zeigt Frau Kipping, wie weit sie sich schon von der Lebenswirklichkeit ihrer W&auml;hler entfernt hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ecuador&rsquo;s Ambassador Tells Assange to &lsquo;Shut Up&rsquo;: Watch 22nd Vigil<\/strong><br>\nThe 22nd Unity4J online vigil for Julian Assange was webcast on Friday with guests Tim Canova, Lissa Johnson, Cassandra Fairbanks and more. Watch it here.<br>\nIn addition to journalist Cassandra Fairbanks, who discussed her bombshell report from inside the Ecuadorian embassy in London, we were joined by Lissa Johnson, who spoke about her five part series, &ldquo;The Psychology of Getting Julian Assange,&rdquo; and by Tim Canova, a law professor who challenged Debby Wasserman Schultz in a Democratic Primary for a Florida seat in the US House of Representatives. Wasserman Schultz was forced to resign as chairwoman of the Democratic National Committee right after the publication of the DNC emails by WikiLeaks just before the start of the DNC convention in July 2016.<br>\nWatch the 22nd Vigil here:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2019\/03\/29\/ecuadors-ambassador-tells-assange-to-shut-up-watch-22nd-vigil\/\">Consortium News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.S.:<\/strong> jeden Freitag findet live eine &ldquo;vigil for Assange&rdquo; statt, die von Joe Lauria von consortium news und Elizabeth Voss moderiert wird und h&auml;ufig sehr interessante  Diskussionspartner zu Gast hat, z.B. in der gestrigen Sendung  Dr. Lissa Johnson, die Verfasserin der Artikelserie &uuml;ber die psychologischen Hintergr&uuml;nde der Jagd auf Assange.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Globalisierung: Konzerngewinne ohne Grenzen<\/strong><br>\nKonzerne lassen dort arbeiten, wo die Menschen wenig verdienen, und verkaufen dort, wo Menschen viel verdienen. Das geht schief.<br>\n&laquo;Der Irrsinn ist bei einzelnen etwas Seltenes &ndash; aber bei Gruppen, Parteien, V&ouml;lkern die Regel&raquo;, hat Friedrich Nietzsche festgestellt. Doch kollektiver Irrtum ist schwer zu erkennen. Weil ihn alle teilen, erscheint er als Wahrheit.<br>\nEin solcher Irrtum ist die Globalisierung. L&auml;ngst ist vergessen, was der grosse &Ouml;konom John Maynard Keynes f&uuml;r erstrebenswert hielt: &laquo;Ideen, Kunst, Wissen, Gastfreundschaft und Reisen sollten international sein. Dagegen sollten Waren lokal erzeugt werden, wo immer dies vern&uuml;nftig m&ouml;glich ist; vor allem aber die Finanzen sollten weitgehend im nationalen Kontext verbleiben.&raquo; (1)<br>\nKein effizienter Einsatz von Ressourcen<br>\nElektroautos m&uuml;ssten vielleicht nicht in jeder Region hergestellt werden, aber warum nicht Fahrr&auml;der?<br>\nEin gutes St&uuml;ck internationaler muss die Wirtschaft heute schon sein, als sich das Keynes vor &uuml;ber neunzig Jahren m&ouml;glicherweise vorgestellt hat. Damals dauerte die &Uuml;berquerung des Atlantiks noch mindestens eine Woche, und der Container, die entscheidende Innovation in der globalen Logistik, war noch nicht erfunden.<br>\nDoch wie heute unter dem Titel &laquo;Globalisierung&raquo; gewirtschaftet wird, hat mit effizientem Einsatz der Ressourcen, diesem hohen Ziel der &Ouml;konomie, nicht mehr viel zu tun. Mehr als die H&auml;lfte des weltweiten Bruttoinlandprodukts wird von multinationalen Konzernen hergestellt, koordiniert, verarbeitet und vermarktet. Sie liefern uns ein paar grossartige Produkte, aber vor allem kurzlebige Wegwerfware.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Globalisierung-Konzerngewinne-ohne-Grenzen\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum der Mangel an Ingenieuren doch nicht so gro&szlig; ist<\/strong><br>\nUnternehmen mussten sich lange sorgen, ob sie ihre Stellen f&uuml;r Ingenieure besetzen k&ouml;nnen. Neue Zahlen der Arbeitsagentur zeigen: Einen Mangel an Ingenieuren gibt es nur noch in wenigen Disziplinen.<br>\nIngenieur werden &ndash; das galt lange Zeit als Berufswahl mit einer Art Stellengarantie. Seit Jahren pl&auml;dieren besorgte Eltern f&uuml;r ein Ingenieurstudium, wenn es um die Pl&auml;ne ihrer Kinder geht, denn die Disziplin sei ein exzellenter Schutz vor Arbeitslosigkeit, so die Fachleute. Mehr noch: Der Arbeitsmarkt f&uuml;r Ingenieure ist bekannt daf&uuml;r, dass sich vor allem Arbeitgeber Sorgen machen m&uuml;ssen, ob sie ihre Stellen besetzt kriegen.<br>\nDoch mit Blick auf das Schreckgespenst Ingenieurmangel hat sich die Lage &ndash; zumindest ein bisschen &ndash; ge&auml;ndert, glaubt man neuesten Zahlen der Arbeitsagentur. In einer aktuellen Analyse, die sie in diesem Monat ver&ouml;ffentlicht hat, hei&szlig;t es mit Blick auf das T&auml;tigkeitsfeld: &bdquo;Nach wie vor f&auml;llt die Arbeitslosigkeit so gering aus, dass man von Vollbesch&auml;ftigung sprechen kann.&ldquo; Gleichwohl f&auml;llt der Bericht nun schon im zweiten Jahr recht beruhigend f&uuml;r die Arbeitgeberseite aus: L&auml;ngst nicht in allen Ingenieurdisziplinen gibt es einen Fachkr&auml;ftemangel. Besetzungsschwierigkeiten traten dem Papier zufolge zum Beispiel in der Automatisierungstechnik zutage. &bdquo;Einen Mangel gibt es au&szlig;erdem in der Fahrzeugtechnik&ldquo;, sagt Claudia Suttner, Mitautorin der aktuellen Auswertung. &bdquo;Die hohe Nachfrage dort ist seit Jahren ein Trend.&ldquo;<br>\nDagegen zeichnet sich eine deutliche Entspannung im Maschinenbau und in der Elektrotechnik ab. Elektroingenieure geh&ouml;ren demnach sogar zu den wenigen Ingenieur-Berufsgruppen, in denen die Besch&auml;ftigtenzahl langfristig r&uuml;ckl&auml;ufig war und in den vergangenen Jahren nur unterproportional stieg. Ein Trend sei hier eine Verlagerung weg von der Elektrotechnik hin zur Informatik, glaubt Suttner. &bdquo;Der Vormarsch von Industrie 4.0 und die Digitalisierung sind wichtige Gr&uuml;nde daf&uuml;r&ldquo;, sagt sie.<br>\nIn vielen Ingenieurdisziplinen trugen zuletzt hohe Studien-Absolventenzahlen sp&uuml;rbar zur Entspannung der Lage bei. Die Studienanf&auml;ngerzahlen sind ebenfalls weiterhin hoch. Suttner glaubt aber nicht, dass ein Schweinezyklus droht: &bdquo;Die Digitalisierung wird nicht nachlassen&ldquo;, sagt sie. &bdquo;Die Nachfrage nach technischem Knowhow wird daher auch in Zukunft hoch bleiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/beruf\/ingenieure\/die-fachkraefteluecke-im-ingenieurbereich-verliert-ihren-schrecken-16113646.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ging ja schnell. Eine leichte konjunkturelle Abk&uuml;hlung gen&uuml;gt, um den (in Wahrheit nie vorhandenen) Ingenieurmangel zu beseitigen, obwohl noch letztes Jahr <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/fachkraeftemangel-arbeitgeber-klagen-ueber-fehlende-mint-kraefte-a-1207636.html\">&uuml;ber 300.000 Ingenieure fehlten<\/a> und bis 2026 alleine 100.000 Elektroingenieuren <a href=\"https:\/\/www.elektrotechnik.vogel.de\/deutschland-braucht-mindestens-100000-elektroingenieure-zusaetzlich-a-549418\/\">mehr ben&ouml;tigt als ausgebildet werden<\/a>. &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/beruf\/start-ups-fachkraefte-sind-mangelware-15780617.html\">Fachkr&auml;fte sind Mangelware<\/a>&ldquo;, das wurde vielfach bestritten (letztes Jahr z. B. <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/wirtschaft\/inland\/mehr-ingenieure-deutschland-100.html\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/das-m%C3%A4rchen-vom-deutschen-fachkr%C3%A4ftemangel\/a-41780126\">hier<\/a>). Wie kann man &uuml;berhaupt einen Fachkr&auml;ftemangel diagnostizieren wollen, wenn die Besetzung einer Stelle (von der Ausschreibung bis zur Besetzung) nur vier Monate dauert? Ein normaler Ingenieur ist doch in Arbeit und hat dann alleine zwei, drei Monate K&uuml;ndigungsfrist &ndash; wie schafft man da den Bewerbungsmarathon und die K&uuml;ndigung in *nur* vier Monaten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Kommissionspr&auml;sidentschaft: Vestager statt Weber?<\/strong><br>\nDer CSU-Politiker Manfred Weber ist Kommissionpr&auml;sidentschaftskandidat der christdemokratischen EVP-Fraktion im Europaparlament. Auf dem CSU-Europaparteitag in N&uuml;rnberg verschreckte der Wildenberger gestern mit Forderungen nach einer deutlich st&auml;rkeren weltpolitischen Rolle der EU und nach einer gelenkte Industriepolitik unter anderem den Au&szlig;enhandelsverband BGA, der vor &ldquo;wettbewerbsfeindlichen T&ouml;nen&rdquo; warnte. Dabei war Weber aber nicht alleine, sondern wurde von der neuen CSU-F&uuml;hrung unterst&uuml;tzt.<br>\nDer neue Vorsitzende und bayerische Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der sprach den fast preu&szlig;isch-wilhelminisch klingenden Satz: &ldquo;Entweder Europa verabschiedet sich von der Weltb&uuml;hne oder es kehrt machtvoll zur&uuml;ck!&rdquo; &ndash; und die bislang vor allem als Softwarepatentbef&uuml;rworterin und Immaterialg&uuml;terrechtsmaximalistin aufgefallene Angelika Niebler (vgl. Es muss nicht immer Seehofer sein) verabschiedete sich vom ehemals ihre Partei pr&auml;genden F&ouml;deralismus mit der Forderung, weil &ldquo;einzelne Staaten aus egoistischen Motiven Europas Handlungsf&auml;higkeit l&auml;hmen k&ouml;nnen&rdquo;, m&uuml;sse man in Br&uuml;ssel unbedingt Mehrheitsentscheidungen einf&uuml;hren. (&hellip;)<br>\nBereits in den Tagen und Wochen davor war Weber mit einem eher polternden Tonfall aufgefallen: In Polen k&uuml;ndigte er an, Russland in die Schranken zu weisen (vgl. Weber will als EU-Kommissionspr&auml;sident Nord Stream 2 blockieren), und den Briten legte er erst eine Zustimmung zum Theresa Mays Ausstiegsdeal und anschlie&szlig;end Neuwahlen in einer Art und Weise nahe, die in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern eher nicht gut ankam (vgl. Brexit-Deal: Vierter Versuch?). (&hellip;)<br>\nDen Informationen des European nach &ldquo;munkelt&rdquo; man in Br&uuml;ssel au&szlig;erdem, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel werde sich dem franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten Emmanuel Macron &ldquo;nicht widersetzen, wenn der nach der Europawahl Vestager durchsetzen wolle&rdquo;: &ldquo;Im Gegenzug k&ouml;nnte sie ihre CDU-Vertrauten Ursula von der Leyen zur NATO-Generalsekret&auml;rin bef&ouml;rdern und Peter Altmaier zum EU-Kommissar.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/EU-Kommissionspraesidentschaft-Vestager-statt-Weber-4356667.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nicht bei denen sparen, die auf Hilfe angewiesen sind<\/strong><br>\nZu den Arbeitslosenzahlen sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Freitag in Berlin:<br>\nTrotz der leicht gesunkenen Arbeitslosenzahlen, der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und dem teilweisen Mangel an Fachkr&auml;ften gibt es immer noch zu viele Menschen, die von ihrer Arbeit nicht oder nur schlecht leben k&ouml;nnen. Die aktuelle Bef&uuml;rchtung einer Konjunkturflaute darf jetzt nicht wieder dazu f&uuml;hren bei denen zu sparen, die auf die Hilfe der Gesellschaft angewiesen sind.<br>\nImmer noch arbeitet jeder f&uuml;nfte Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor. Rund eine Million Menschen m&uuml;ssen ihr Einkommen mit Leistungen aus Hartz IV aufstocken. Diese Menschen haben jetzt schon niedrige L&ouml;hne, aber eine noch schlechtere Perspektive, wenn es in die Rente geht. Sie brauchen bessere Perspektiven und F&ouml;rderung sowie mehr Aus- und Weiterbildung, damit sie auch angesichts der aktuellen Umw&auml;lzungen in der Arbeitswelt nicht auf der Strecke bleiben.<br>\nDie Wiedervermittlung in einen Job um jeden Preis durch die Jobcenter &ndash; auch in kurzfristige Besch&auml;ftigung oder Besch&auml;ftigung, die so niedrig bezahlt ist, dass man davon nicht leben kann &ndash; ist keine Perspektive. Nachhaltige existenzsichernde Besch&auml;ftigung und faire Arbeitsbedingungen m&uuml;ssen die entscheidenden Kriterien sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++02cfd45a-5217-11e9-946e-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Urheberrecht: Abgeordnete stimmten aus Versehen f&uuml;r die Uploadfilter<\/strong><br>\nDie EU-Urheberrechtsreform ist wohl &bdquo;aus Versehen&ldquo; durchgewinkt worden. Zehn Abgeordnete wollten angeblich gar nicht gegen &Auml;nderungsantr&auml;ge zu den umstrittenen Uploadfiltern stimmen.<br>\nH&auml;tten alle EU-Abgeordneten am Dienstag abgestimmt, wie sie eigentlich wollten, w&auml;re die EU-Urheberrechtsreform in der jetzigen Form wohl nicht angenommen worden. Das geht jedenfalls aus Korrekturlisten aus dem EU-Parlament hervor. Demnach haben insgesamt zehn Abgeordnete angegeben, f&auml;lschlicherweise gegen m&ouml;gliche &Auml;nderungsantr&auml;ge zu den umstrittenen Artikeln 13\/17 (Uploadfilter) und 11\/15 (Leistungsschutzrecht) gestimmt zu haben. Zwei weitere Abgeordnete wollten eigentlich ablehnen, ein Parlamentarier sich enthalten, wie der Standard berichtet. (&hellip;)<br>\nDie Abstimmung dar&uuml;ber, ob &uuml;ber &Auml;nderungsantr&auml;ge abgestimmt werden soll, war mit einer denkbar knappen Mehrheit von nur f&uuml;nf Stimmen ausgegangen &ndash; mit einer korrekten Abstimmung w&auml;ren die &Auml;nderungsantr&auml;ge zur Abstimmung gelangt. Vor allem die Ablehnung der &Auml;nderungsantr&auml;ge war in den sozialen Medien besonders kritisch bewertet worden. Bei Twitter und Facebook kursierten Listen &uuml;ber das Abstimmungsverhalten der einzelnen Abgeordneten in den jeweiligen L&auml;ndern &ndash; aufgrund des knappen Ergebnisses schauten die Nutzer sehr genau hin. (&hellip;)<br>\nDie wohl sch&auml;rfste Kritikerin der EU-Urheberrechtsreform in ihrer aktuellen Form, Julia Reda von der Piratenpartei, erkl&auml;rte jedenfalls via Twitter: &bdquo;Ich bezweifle, dass die sich alle vertan haben. Vermute eher, dass einige nicht die Verantwortung f&uuml;r das Ergebnis ihres Handelns tragen wollen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/eu-urheberrecht-abgeordnete-stimmen-aus-versehen-fuer-die-uploadfilter-1153339\/\">t3n<\/a>\n<p><strong>Dazu: EU-Copyright: Oettinger warnt vor deutschem Sonderweg ohne Upload-Filter<\/strong><br>\nSchlappe f&uuml;r die Digital- und Rechtspolitiker der CDU: EU-Haushaltskommissar G&uuml;nther Oettinger (CDU) h&auml;lt nichts von ihrem Vorschlag, die mit Artikel 17 (vormals 13) der neuen Urheberrechtsrichtlinie drohenden Upload-Filter bei der nationalen Umsetzung zu vermeiden, und f&auml;hrt den Kollegen mit erstaunlich harten Worten in die Parade. &ldquo;Ich m&ouml;chte nicht wie ein Lehrer klingen&rdquo;, erkl&auml;rte der Christdemokrat gegen&uuml;ber dem Online-Magazin Politico. &ldquo;Aber die Richtlinie stellt verbindliche Anforderungen auf und ich erwarte, dass die Bundesregierung sie umsetzt.&rdquo; Einen deutschen &ldquo;Sonderweg&rdquo; d&uuml;rfe es nicht geben. (&hellip;)<br>\nAlles andere werde die Kommission nicht akzeptieren, unterstrich Oettinger in dem Interview. Dass Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten kaum umhinkommen d&uuml;rften, Upload-Filter einzusetzen, wollte er nicht ausschlie&szlig;en. Gegner der Initiative h&auml;tten aber den Eindruck erweckt, dass &ldquo;dies etwas ganz Neues w&auml;re&rdquo;. Dem sei aber nicht so. &ldquo;Inhalte, die illegal sind laut dem Strafrecht, m&uuml;ssen schon heute dauerhaft entfernt werden&rdquo;, unterstrich Oettinger. Es gehe darum, Technologie dort zielgerecht einzusetzen, &ldquo;wo dies f&uuml;r den Urheberrechtschutz erforderlich ist&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EU-Copyright-Oettinger-warnt-vor-deutschem-Sonderweg-ohne-Upload-Filter-4356086.html\">heise online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50468#h01\">Wer das Internet (final) kaputt macht<\/a> (mit einer Anmerkung von Jens Berger) sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50449\">Reform des Urheberrechts: Ein schlechter Tag f&uuml;r das Internet<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vonovia: So profitiert der Konzern von der Wohnungsnot<\/strong><br>\nDeutschlands gr&ouml;&szlig;ter Vermieter hat im letzten Jahr 1,1 Milliarden Euro Gewinn gemacht &ndash; Rekord!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AuPpZMXOVUA\">ZDF heute-show<\/a>\n<p><strong>Dazu: Genossen wollen erst im Herbst &uuml;ber Enteignung von Immobilienkonzernen entscheiden<\/strong><br>\nDie Berliner Sozialdemokraten haben die Entscheidung, ob sie das Volksbegehren &ldquo;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&rdquo; unterst&uuml;tzen, auf den Herbst verschoben. Der SPD-Landesparteitag stimmte der Vertagung mit gro&szlig;er Mehrheit zu. Wohnen sei ein Grundrecht, hei&szlig;t es in dem Beschluss. Mieterschutz und ein ausreichendes Wohnungsangebot seien eine politische Kernaufgabe. Deshalb werde in einem &bdquo;innerparteilichen Diskussionsprozess mit breiter Beteiligung unserer Mitglieder&rdquo; bis zum n&auml;chsten Parteitag im Herbst gekl&auml;rt, &bdquo;ob und falls ja: unter welchen Bedingungen Enteignungen und Vergesellschaftungen f&uuml;r uns als Instrument infrage kommen&rdquo;.<br>\nMit der Verschiebung der Entscheidung hat sich der Regierende B&uuml;rgermeister und SPD-Landeschef Michael M&uuml;ller vorl&auml;ufig durchgesetzt. Er lehnt die Forderung nach Enteignung von  Immobilienkonzernen ab, die an der SPD-Parteibasis viele Unterst&uuml;tzer hat. Ein entsprechender Antrag der Jungsozialisten, der die &bdquo;Sozialisierung von Wohnungseigentum&rdquo; fordert, kam nach der Vertagung nicht mehr zur Abstimmung. Ebenso wenig ein Antrag des zust&auml;ndigen SPD-Fachausschusses, in dem solche Enteignungen strikt abgelehnt werden.<br>\nDie Unterschriftensammlung f&uuml;r das Volksbegehren startet am 6. April und wird nicht nur von Mieterinitiativen, sondern auch von der Linken unterst&uuml;tzt. (&hellip;)<br>\nViele Redner machten trotzdem deutlich, dass der Juso-Antrag, der nicht nur die Vergesellschaftung privater Wohnungen, sondern auch die Sozialisierung von Bauland und Baulanderwartungsland fordert, ihrer Meinung nach die weitere innerparteiliche Beratung bestimmen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/spd-vertagt-beschluss-genossen-wollen-erst-im-herbst-ueber-enteignung-von-immobilienkonzernen-entscheiden\/24163066.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere gro&szlig;e Konzerne &ndash; hier die der Bau- bzw. Wohnbranche &ndash; k&ouml;nnen sich offenbar weiterhin auf das Spitzenpersonal der SPD verlassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Viele insektenfressende V&ouml;gel sterben<\/strong><br>\nOb Bachstelze, Kiebitz oder Rauchschwalbe: Die Zahl der insektenfressenden V&ouml;geln ist in den vergangenen 25 Jahren europaweit deutlich zur&uuml;ckgegangen. Durchschnittlich um 13 Prozent sank die Zahl dieser V&ouml;gel einer im Fachjournal Conservation Biology ver&ouml;ffentlichten Studie zufolge.<br>\nDie Wissenschaftler des Senckenberg Biodiversit&auml;t und Klima Forschungszentrums und des Deutschen Zentrums f&uuml;r integrative Biodiversit&auml;tsforschung f&uuml;hren diese Entwicklung nicht allein auf das Insektensterben, sondern auch auf landschaftliche Ver&auml;nderungen zur&uuml;ck. &ldquo;Es ist wahrscheinlich eine Mischung aus vielem: Verlust von Insekten und damit Nahrungsmangel, Verlust von Hecken und damit Brutpl&auml;tzen, Fl&auml;chenversiegelung&rdquo;, sagte Senckenberg-Forscherin Katrin B&ouml;hning-Gaese zu den m&ouml;glichen Ursachen des Schwunds und der Rolle der modernen Landwirtschaft.<br>\nBei den insektenfressenden Ackerland-V&ouml;geln sei der R&uuml;ckgang sehr viel st&auml;rker als bei den insektenfressenden Waldv&ouml;geln. Neben dem starken Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gingen mit dem Trend zu gro&szlig;fl&auml;chig angebauten Monokulturen immer mehr Hecken, Ackerr&auml;nder und Brachen verloren; viele Wiesen und Weiden w&uuml;rden in Ackerland umgewandelt. Dadurch w&uuml;rde es f&uuml;r die Insektenfresser schwerer, Nahrung sowie Brutpl&auml;tze zu finden. K&auml;lteliebende Arten gerieten zus&auml;tzlich durch den Klimawandel unter Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/insektensterben-voegel-naturschutz-1.4390195\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Falsche Zahlen und unpassende Vergleiche statt Fachlichkeit<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Bundesamts f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (Bamf), Hans-Eckhard Sommer, h&auml;lt die Zahl der Asylantr&auml;ge in Deutschland f&uuml;r zu hoch. In einem Interview mit der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo; sprach er von einer &bdquo;Gro&szlig;stadt, die j&auml;hrlich zu uns kommt&ldquo;. Er nannte dabei die Zahl von 162.000 Asylantr&auml;gen.<br>\nWie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht, ist die von Sommer genannte Zahl allerdings zu hoch. Dem jetzt vorliegenden Papier zufolge handelt es sich bei rund 50.000 der offiziell registrierten Asylsuchenden um in Deutschland geborene Kinder von Asylsuchenden oder um legal nachgezogene Familienangeh&ouml;rige von bereits anerkannten Gefl&uuml;chteten. Es handelt sich also um Menschen, die bereits pers&ouml;nliche und soziale Bindungen in Deutschland haben.<br>\n&bdquo;Der von Sommer bem&uuml;hte Vergleich ist also vollkommen unpassend&ldquo;, kommentiert die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion Ulla Jelpke Sommers Zahl. Es sei zudem &bdquo;nicht akzeptabel&ldquo;, wenn der Bamf-Chef einen &bdquo;falschen Zusammenhang&ldquo; zwischen Anerkennungsquoten und dem Anteil von Schutzsuchenden ohne Ausweispapiere herstelle. Dass Verfolgte aus bestimmten Regionen h&auml;ufig keine P&auml;sse vorlegen k&ouml;nnen, liege meist am Zustand des Dokumentenwesens der Herkunftsl&auml;nder oder an den spezifischen Bedingungen der Flucht. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Fl&uuml;chtlinge aus Somalia k&ouml;nnen beispielsweise regelm&auml;&szlig;ig keine Papiere vorlegen, dennoch werden sie zu 94,1 Prozent vom Bamf als schutzbed&uuml;rftig anerkannt. Asylsuchende aus Albanien hingegen werden fast nie anerkannt, legen aber &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig Ausweispapiere vor, n&auml;mlich zu 58 Prozent&ldquo;, so Jelpke. Sommer kenne diese Zahlen &ndash; und konstruiere &bdquo;wider besseres Wissen&ldquo; einen Zusammenhang, mit dem Schutzsuchende, die aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden keine Papiere vorweisen k&ouml;nnen, pauschal verd&auml;chtigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2019\/03\/29\/bamf-praesidenten-kritik-falsche-zahlen\/\">Migazin<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bremer Bamf-Skandal f&auml;llt in sich zusammen wie ein Kartenhaus<\/strong><br>\nVor einem knappen Jahr hatten die Medien wochenlang &uuml;ber eine gigantische &bdquo;Korruptionsaff&auml;re&ldquo; in der Bremer Au&szlig;enstelle des Bundesamtes f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (Bamf) berichtet. Sie hatte angeblich tausende gef&auml;lschte, zu Unrecht erteilte positive Asylbescheide ausgestellt. Nun zeigt sich, dass die Vorw&uuml;rfe v&ouml;llig haltlos waren.<br>\nDie mit dem Fall betraute Staatsanwaltschaft in Bremen gab vergangene Woche kleinlaut zu, eigentlich nichts in der Hand zu haben, obwohl die gr&ouml;&szlig;te Ermittlergruppe eingesetzt wurde, die es bis dato in Bremen gab. Zwei Staatsanw&auml;lte leiteten ein Team, das in der Spitze bis zu 40 Polizisten umfasste, die zus&auml;tzlich noch von 13 Bundespolizisten unterst&uuml;tzt wurden. Hinzu kamen 68 Mitarbeiter des Bamf, die alle 18.347 positiven Asylentscheide, die die Bremer Au&szlig;enstelle seit 2006 ausgestellt hatte, erneut &uuml;berpr&uuml;ften.<br>\nInsgesamt wurde gegen neun Personen wegen &bdquo;bandenm&auml;&szlig;iger Verleitung zur missbr&auml;uchlichen Asylantragstellung&ldquo; ermittelt. Die Rede war wahlweise von einem &bdquo;Verbrecherkartell&ldquo;, einem &bdquo;kriminellen Netzwerk&ldquo; oder &bdquo;mafi&ouml;sen Strukturen&ldquo;, an deren Spitze die damalige Referatsleiterin der Au&szlig;enstelle Bremen, Ulrike B., sowie die Rechtsanw&auml;lte Irfan C. und Cahit T. aus Hildesheim und Oldenburg gestanden haben sollen.<br>\nDie Ermittlungen selbst bewegten sich am Rande der Illegalit&auml;t, wurden doch neben beschlagnahmten Computern auch Anwaltsb&uuml;ros durchsucht und Telefongespr&auml;che abgeh&ouml;rt.<br>\nDoch die Ermittler der Staatsanwaltschaft fanden keinen einzigen Hinweis auf Korruption oder &bdquo;kriminelle Vorg&auml;nge&ldquo; im Bamf, wie Staatssekret&auml;r Stephan Mayer (CSU) bereits vor Beginn der Ermittlungen voreilig behauptet hatte. Auch bei den angeblich f&auml;lschlich ausgestellten Asylbescheiden musste sie kr&auml;ftig zur&uuml;ckrudern. (&hellip;)<br>\nDer aufgebauschte Skandal um die Bremer Au&szlig;enstelle des Bamf steht in einer Reihe mit den haltlosen Vorw&uuml;rfen von Massenvergewaltigungen in der K&ouml;lner Silvesternacht 2016 und &auml;hnlichen F&auml;llen, in denen Fl&uuml;chtlinge pauschal als kriminell, betr&uuml;gerisch und gef&auml;hrlich dargestellt werden. Im Anschluss an die Medienkampagne um die Bremer Au&szlig;enstelle des Bamf hatte der damalige CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, Fl&uuml;chtlingshelfer und -anw&auml;lte als &bdquo;Antiabschiebeindustrie&ldquo; denunziert. Die Bremer Bamf-Mitarbeiter, die sich offensichtlich einen letzten Schuss Humanit&auml;t bewahrt hatten, wurden &ouml;ffentlich kriminalisiert, um andere Fl&uuml;chtlingshelfer abzuschrecken.<br>\nBundesinnenminister Horst Seehofer verbot der Bremer Au&szlig;enstelle kurzerhand weitere Asylentscheidungen. Die komplette F&uuml;hrungsspitze des Bamf wurde entlassen. An die Spitze r&uuml;ckte mit Hans-Eckhard Sommer ein Vertrauter von Seehofer und dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. Sommer sprach bis zuletzt von &bdquo;sehr ernsten Verfehlungen&ldquo; bei den Asylentscheidungen der Bremer Au&szlig;enstelle. Vor kurzem forderte er, Fl&uuml;chtlingshelfer, die Asylsuchende vor drohenden Abschiebungen warnen, &bdquo;mit den Mitteln des Strafrechts&ldquo; zu verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2019\/03\/27\/bamf-m27.html\">World Socialist Web Site<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wurde die ehemalige Leiterin der Bremer Au&szlig;enstelle des Bamf <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/24\/bamf-skandal-aussenstelle-bremen-untersuchungsausschuss-identitaetsueberpruefung-fluechtlinge\/komplettansicht\">Opfer einer Intrige?<\/a> Eigentlich m&uuml;sste Herr Seehofer von seinem Amt als Bundesinnenminister zur&uuml;cktreten, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mehr Waffen f&uuml;r mehr EU<\/strong><br>\nNach dem wochenlangen Streit &uuml;ber den R&uuml;stungsexportstopp nach Saudi-Arabien hat die Bundesregierung letztendlich einen Kompromiss gefunden, der Union und SPD zufriedenstellt. &raquo;Wir konnten uns durchsetzen&laquo;, schrieb Fraktionsvize Karl Lauterbach noch in der Nacht zu Freitag auf Twitter. Das Verbot von R&uuml;stungslieferungen an Saudi-Arabien wird um sechs Monate verl&auml;ngert &ndash; aber nur f&uuml;r rein deutsche Waffen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am sp&auml;ten Donnerstag abend nach einer Sitzung des Bundessicherheitsrats mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin mit. Bis Ende des Jahres ist es erlaubt, gemeinsam mit Gro&szlig;britannien und Frankreich produzierte R&uuml;stungsg&uuml;ter an Saudi-Arabien zu liefern.<br>\nDieser Kompromiss soll auch Paris und London beschwichtigen, die durch den Ausfuhrstopp der Bundesregierung ver&auml;rgert waren. Auf die Kritik der franz&ouml;sischen Botschafterin in Berlin, Anne-Marie Desc&ocirc;tes, die das deutsche Exportkontrollsystem als unberechenbar bezeichnete, folgten Aufrufe aus der Union, &raquo;mehr auf die europ&auml;ischen Partner zuzugehen&laquo;. Deutschland m&uuml;sse die gegen&uuml;ber seinen EU-Partnern eingegangenen Verpflichtungen einhalten, sagte J&uuml;rgen Hardt (CDU) im ZDF. Anders sei eine engere au&szlig;enpolitische Zusammenarbeit der EU nicht zu erreichen. Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte sogar vor einem Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust der deutschen Europapolitik. Anders sieht das der Bundestagsabgeordnete Tobias Pfl&uuml;ger (Die Linke): &raquo;Auch in der EU sind nach dem gemeinsamen Standpunkt von 2008 R&uuml;stungsexporte zu untersagen, wenn mit diesen Waffen das V&ouml;lkerrecht verletzt werden k&ouml;nnte.&laquo; Diese Gefahr sei bei Saudi-Arabien eindeutig gegeben. Die Bundesregierung habe deswegen eine Verpflichtung, Frankreich zur Einhaltung der EU-Regeln f&uuml;r R&uuml;stungsexporte zu dr&auml;ngen, sagte der Friedensforscher gegen&uuml;ber jW.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/351983.nahost-mehr-waffen-f%C3%BCr-mehr-eu.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> So naiv kann Professor Lauterbach doch eigentlich nicht sein oder h&auml;lt er die Bev&ouml;lkerung f&uuml;r ziemlich dumm?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Bundesregierung &ouml;ffnet europ&auml;ischen Waffenexporten an Saudi-Arabien T&uuml;r und Tor<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bundesregierung &ouml;ffnet &uuml;ber Gemeinschaftsproduktionen mit Frankreich und Gro&szlig;britannien Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate T&uuml;r und Tor. Diese schlimme Entscheidung des Bundessicherheitsrats muss dringend korrigiert werden. Notwendig ist ein Waffenexportstopp ohne Wenn und Aber&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Es ist ein Skandal, dass durch die j&uuml;ngste Entscheidung der Bundesregierung die Fertigstellung von Kampfflugzeugen vom Typ Tornado und Eurofighter sowie des milit&auml;rischen Tankflugzeugs A330 MRTT f&uuml;r Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate aktiv unterst&uuml;tzt wird. Es handelt sich hierbei um Waffen, die essentiell sind f&uuml;r die verbrecherische Kriegsf&uuml;hrung im Jemen. Diese Ausfuhren werden de facto freigegeben, wenn die Bundesregierung die Entscheidung den L&auml;ndern &uuml;berl&auml;sst, in denen die Endmontage stattfindet. Gro&szlig;britannien und Frankreich haben ausdr&uuml;cklich angek&uuml;ndigt, das Kriegsger&auml;t auszuliefern.<br>\nWer den Luftkrieg der saudischen Kriegsallianz wirklich stoppen und das Aushungern der Bev&ouml;lkerung im Jemen wirklich stoppen will, der muss die Unterst&uuml;tzung daf&uuml;r einstellen und darf auch keine Kriegswaffen mit deutschen Anteilen durch L&auml;nder wie Frankreich und Gro&szlig;britannien liefern lassen. Mit Diktaturen darf es keine R&uuml;stungsdeals mehr geben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-oeffnet-europaeischen-waffenexporten-an-saudi-arabien-tuer-und-tor\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Krieg ist die &auml;u&szlig;erste Unvernunft<\/strong><br>\nIn einem Essay mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Alternative zum Weltuntergang&ldquo; hat Peter Gauweiler die Interventionskriege des Westens verurteilt (FAZ vom 25. August): &bdquo;Die Erfahrung dreier Jahrhunderte hatte die westlichen Ritter nichts gelehrt, die Erfahrungen der letzten drei Jahrzehnte aber auch nicht: Vom Irak &uuml;ber Libyen haben alle Interventionen ,f&uuml;r unsere Werte&lsquo; das Elend in den betreffenden L&auml;ndern erh&ouml;ht, die Entstehung des IS und das Anwachsen seines Einflusses erm&ouml;glicht, den islamischen Terrorismus befl&uuml;gelt und eine Fl&uuml;chtlingsbewegung s&auml;kularen Ausma&szlig;es provoziert.&ldquo; Die Bundeswehr ist durch einen Beschlu&szlig; des Deutschen Bundestages vom 4. Dezember 2015 auch am v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg in Syrien beteiligt. Daher k&ouml;nnen die Interventionskriegs- und Aufr&uuml;stungsbef&uuml;rworter unserer Tage diesen Vorwurf nicht auf sich sitzenlassen. Stellvertretend f&uuml;r sie antworten Sigmar Gabriel, Wolfgang Ischinger und Christoph von Marschall unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Die Alternative zum Weltuntergang hei&szlig;t Verantwortung, nicht Raushalten&ldquo; auf Gauweilers Aufsatz (FAZ vom 8. September): &bdquo;Sich heraushalten kann doch nicht die Antwort bei V&ouml;lkermord sein, zum Beispiel in Ruanda. Und ein noch l&auml;ngeres passives Zuschauen w&auml;re auch nicht der bessere Umgang mit dem jahrelangen Morden auf dem Balkan gewesen.&ldquo; Was auf den ersten Blick plausibel erscheint, wird bei einigem Nachdenken zu einer kaum haltbaren Rechtfertigung milit&auml;rischer Interventionen: Die Autoren wollen einen V&ouml;lkermord verhindern und versuchen so die Interventionskriege der vergangenen Jahrzehnte zu rechtfertigen. Allerdings ging es bei den von den Vereinigten Staaten angef&uuml;hrten Interventionskriegen nicht um die Verhinderung von V&ouml;lkermord oder &ndash; siehe Saudi-Arabien &ndash; um Demokratie und Frauenrechte, sondern in der Regel um die &Ouml;l- und Gasinteressen der einzig verbliebenen milit&auml;rischen Supermacht. Zwar wird dies in vielen Beitr&auml;gen geleugnet, auf der anderen Seite aber auch immer wieder von f&uuml;hrenden amerikanischen Politikern best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rotfuchs.net\/files\/rotfuchs-ausgaben-pdf\/2019\/RF-255-04-19.pdf\">Oskar Lafontaine in Rotfuchs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Venezuela: Washington droht Moskau wegen Milit&auml;rkooperation<\/strong><br>\nDie US-Regierung kritisiert die Milit&auml;rkooperation zwischen Venezuela und Russland vehement und droht Moskau mit Sanktionen. Der Nationale Sicherheitsberater von US-Pr&auml;sident Donald Trump, John Bolton, verurteilte am Freitag die milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung Russlands f&uuml;r Maduro und warnte auch andere Staaten davor, milit&auml;rische Kr&auml;fte oder Ausr&uuml;stung in das s&uuml;damerikanische Land zu schicken. &raquo;Wir werden solche Akte der Provokation als direkte Bedrohung f&uuml;r den internationalen Frieden und die Sicherheit in der Region auffassen&laquo;, so Bolton. Russland gab sich unbeeindruckt. Bereits am Donnerstag sagte der Sprecher von Pr&auml;sident Wladimir Putin, Dmitri Peskow: &raquo;Wir glauben nicht, dass sich Dritte Sorgen &uuml;ber unsere bilateralen Beziehungen zu anderen L&auml;ndern machen sollten. Wir mischen uns nicht in die inneren Angelegenheiten Venezuelas ein und erwarten von Drittl&auml;ndern, dass sie dasselbe tun&laquo;. Am vergangenen Wochenende waren zwei russische Maschinen mit 99 Soldaten in Venezuela gelandet. Venezuela gilt zudem als gr&ouml;&szlig;ter Abnehmer russischer Waffen in Lateinamerika.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/352301.sanktionen-venezuela-washington-droht-moskau-wegen-milit%C3%A4rkooperation.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ausgerechnet die US-Regierung regt sich nun auf und sieht den Frieden bzw. die Sicherheit in der Region gef&auml;hrdet. Was sollen L&auml;nder wie China und Russland von US-Milit&auml;rbasen in ihren Regionen halten? Sind diese Regionen nicht in Gefahr &ndash; durch die anwesenden US-Soldaten? Oder sind lediglich die anderen Staaten die Gefahr? Sollte das Denkmuster der US-Regierung tats&auml;chlich so einfach gestrickt sein oder h&auml;lt sie die internationale &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r so naiv, dass diese nicht an US-Interessen am &Ouml;l in Venezuela denkt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Venezuela: Das politische Spiel mit der humanit&auml;ren Hilfe<\/strong><br>\nDer Oppositionsf&uuml;hrer Juan Gaid&oacute;, der sich im Januar unter Berufung auf die Verfassung selbst zum Pr&auml;sidenten ernannte, was aber nach dieser nur 30 Tage G&uuml;ltigkeit hat, also l&auml;ngst abgelaufen ist, versucht gerade, die vom Internationalen Roten Kreuz angek&uuml;ndigte Hilfslieferung politisch zu instrumentalisieren. Schon als Guaid&oacute; mit der Hilfe der US-Regierung mit humanit&auml;rer Hilfe die Maduro-Regierung aushebeln wollte, protestierte das Rote Kreuz. Guaid&oacute; hatte es als &ldquo;gro&szlig;e Eroberung (conquista) unseres Kampfes&rdquo; und als &ldquo;Resultat unseres Drucks und Beharrens&rdquo; dargestellt. (&hellip;)<br>\nMan kann allerdings mittlerweile davon ausgehen, dass die USA nicht milit&auml;risch intervenieren werden, wenn die Maduro-Regierung keinen entsprechen Anlass bietet. Washington w&uuml;rde sich die Unterst&uuml;tzung der lateinamerikanischen L&auml;nder verscherzen, die das allesamt ablehnen. Zudem ist das Milit&auml;r in Venezuela gut ger&uuml;stet, es w&uuml;rde blutig werden und wahrscheinlich zu l&auml;ngeren K&auml;mpfen f&uuml;hren, die wieder eine breiter anti-amerikanische Stimmung erzeugen w&uuml;rden. Und dann ist da noch die Gefahr, dass Russland und China nicht nur Zuschauer bleiben k&ouml;nnten.<br>\nChina hat ebenfalls nach der venezolanischen Regierung 75 Tonnen medizinisches Material und Medikamente geliefert. Das sei nur die erste Lieferung, betonte Tareck El Aissami vom Wirtschaftsministerium . China und Venezuela stellen dies als Beleg f&uuml;r die guten Beziehungen der beiden L&auml;nder dar. Miguel Pizarro, ein Abgeordneter auf der Seite von Guaid&oacute;, meinte, die Hilfslieferungen, die von Russland und China kommen, seien keine Hilfe, sondern eine Ware. (&hellip;)<br>\nDass nun Guaid&oacute; nach dem Antikorruptionsgesetz 15 Jahre lange kein &ouml;ffentliches Amt mehr &uuml;bernehmen soll, ist ein weiterer Schritt, um auszutesten, wie man gegen ihn und seine Anh&auml;nger vorgehen kann. Er wird beschuldigt, seine Eink&uuml;nfte nicht nachgewiesen zu haben. Guaid&oacute; habe 91 Reisen im Ausland gemacht, was 100 Millionen Dollar gekostet haben soll &ndash; und ein wenig &uuml;bertrieben erscheint. Er habe sich auch 8 Monate au&szlig;erhalb von Venezuela aufgehalten, aber nicht nachgewiesen, wie er dies und seine Reisen finanziert hat. Abgeordnete d&uuml;rfen nach der Verfassung keine zus&auml;tzlichen Eink&uuml;nfte erzielen. Die Kosten d&uuml;rften von Washington bezahlt worden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Venezuela-Das-politische-Spiel-mit-der-humanitaeren-Hilfe-4356487.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Radikal unradikal<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen versprechen im Zwischenbericht zum neuen Programm Radikalit&auml;t. Doch sie endet schon dort, wo Konsumw&uuml;nsche beeintr&auml;chtigt werden.<br>\nAnnalena Baerbock und Robert Habeck sind die brillantesten Politikverk&auml;ufer, die in der Parteienlandschaft zu finden sind (sorry, Christian Lindner). Sie verk&ouml;rpern Zugewandtheit und Lust aufs Gestalten, vor allem aber sind sie unglaublich geschickt darin, cool klingende Etiketten zu erfinden. Es brauche &bdquo;radikale L&ouml;sungen&ldquo;, sagen sie. Und: &bdquo;Radikal ist das neue realistisch.&ldquo;<br>\nSie sollten der Ehrlichkeit halber dazusagen, dass die Gr&uuml;nen alles sind, aber nicht radikal. Da, wo sie in den L&auml;ndern regieren, machen sie mainstreamkompatible Politik, die ein paar &ouml;kologische Akzente setzt. In Hessen winken sie ein Gesetz durch, das der Polizei das Eindringen in Smartphones per Staats&shy;trojaner erlaubt. Und Winfried Kretschmann sch&uuml;tzt in Baden-W&uuml;rttemberg den Daimler, wo er kann. Das kann man pragmatisch finden oder opportunistisch. Aber radikal?<br>\nAuch im Bund wirkt das Radikalit&auml;tsversprechen wie rosa Zuckerwatte. Es sieht h&uuml;bsch aus, hat aber wenig Substanz. Baerbock und Habeck promoten eine Grundsicherung, die 30 Milliarden Euro im Jahr kostet, ohne einen einzigen ernsthaften Vorschlag zur Gegenfinanzierung zu machen. Sie wissen, dass Steuererh&ouml;hungen in liberalkonservativen Kreisen so beliebt sind wie der Veggieday beim Fleischerverband. Wer aber Angst vor dem FAZ-Wirtschaftsressort hat, sollte mit seinem Mut nicht allzu sehr prahlen.<br>\nNeulich hat es der Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek gewagt, darauf aufmerksam machen, dass ein Verzicht auf Flugreisen dem Klima nutzen k&ouml;nnte. Jeder Mensch, so die Idee, bek&auml;me ein Budget von drei internationalen Fl&uuml;gen im Jahr. Wer mehr fliegt, m&uuml;sste das Recht darauf von anderen erwerben. Der &ouml;kologische Sinn ist kaum zu bestreiten, selbst eine soziale Komponente w&auml;re eingebaut. Die Krankenschwester m&uuml;sste ja nicht von ihrem j&auml;hrlichen Mallorca-Urlaub lassen, w&auml;hrend der viel fliegende Manager zahlen m&uuml;sste. Aber die Gr&uuml;nen-Spitze hat die Idee schneller versenkt, als man &bdquo;sozial&ouml;kologische Transformation&ldquo; sagen kann.<br>\nDie Radikalit&auml;t der Gr&uuml;nen ist ein leeres Versprechen. Sie findet sp&auml;testens dort ihre Grenze, wo die Konsumw&uuml;nsche der Deutschen beeintr&auml;chtigt w&uuml;rden. Selbstverst&auml;ndlich ist es legitim, auf Mehrheiten zu zielen &ndash; und Ver&auml;nderungen in kleinen Schritten anzustreben. Aber sich daf&uuml;r radikal zu nennen, das ist dann doch ein allzu radikales Selbstlob.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5581599&amp;s=radikal%2Bunradikal\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Historiker ausgeladen<\/strong><br>\nDer Historiker soll keinen Vortrag im nieders&auml;chsischen Oldenburg halten. Die dortige Regionalgruppe des globalisierungskritischen Netzwerks ATTAC hatte Moshe Zuckermann eingeladen, am 10. Mai &uuml;ber den Nahostkonflikt und die innenpolitische Lage in Israel zu sprechen. Ende vergangener Woche kam dann die Absage. Die schriftliche Anfrage von jW nach den Gr&uuml;nden blieb unbeantwortet, aber ein internes Schreiben, das der Redaktion vorliegt, gibt Aufschluss: Da ist von einer &raquo;Zuspitzung im &ouml;rtlichen Konflikt um die Nutzung st&auml;dtischer &ouml;ffentlicher R&auml;ume f&uuml;r Kritiker der staatlichen israelischen Politik wie den damit verbundenen Vorw&uuml;rfen des Antisemitismus&laquo; und von &raquo;zwei opportunen Einw&auml;nden&laquo; gegen die Einladung Zuckermanns die Rede: Zum einen f&uuml;rchtet man Konflikte in der Oldenburger ATTAC-Gruppe, zum anderen hat man Angst vor negativen Reaktionen, etwa aus der Linkspartei und der SPD.<br>\nIn Deutschland sind israelische und andere Repr&auml;sentanten des humanistischen Judentums seit Jahren Hasskampagnen ausgesetzt. Was mit Diffamierungen begann, gipfelt mittlerweile in Raumentzug und Redeverboten. Der rapide Anstieg der Repressalien kommt nicht aus heiterem Himmel, und dennoch von ganz oben &ndash; nach deutlicher Rechtsverschiebung der innen- und au&szlig;enpolitischen Koordinaten: Die Bundesregierung hat 2017 eine von ihr noch versch&auml;rfte Antisemitismusdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance angenommen, die auf rechtsideologischen Thesen des Ex-Likud-Politikers Natan Scharanski basiert und eine pauschale  Gleichsetzung von Kritik an der israelischen Regierungspolitik mit Judenhass erm&ouml;glicht. Au&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) baut die Beziehungen zu den nationalreligi&ouml;sen Hardlinern in Jerusalem, nicht zuletzt durch seine Freundschaft mit der israelischen Justizministerin und Mitgr&uuml;nderin der in Teilen faschistischen Partei Die Neue Rechte, immer weiter aus.<br>\nRechtsopportunistische Linke flankieren den als &raquo;Antisemitismusbek&auml;mpfung&laquo; camouflierten sukzessiven Abschied Deutschlands vom internationalen Recht: Die Bundestagsfraktion der Linkspartei unterst&uuml;tzt immer h&auml;ufiger Merkels Pro-Netanjahu-Politik, inklusive der Aufr&uuml;stung Israels und Sanktionierung der Kritiker. Einigen ihrer Mitglieder geht das nicht weit genug: Im Februar wollte der Linke-Abgeordnete Michael Leutert offenbar noch mehr Tabubruch wagen und stimmte mit der AfD-Fraktion f&uuml;r einen FDP-Antrag, mit dem eine generelle Parteinahme Deutschlands f&uuml;r Israel in der Vollversammlung, dem Menschenrechtsrat und anderen Gremien der Vereinten Nationen durchgesetzt werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/351997.hasskampagne-historiker-ausgeladen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar bestehen Zweifel an der jw-Darstellung &uuml;ber die Ausladung von Moshe Zimmermann durch Attac-Oldenburg. Ein Kommentar schreibt &ndash; unter dem Artikel nachlesbar:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Der Artikel ist in mehrfacher Hinsicht unseri&ouml;s und in Teilen verleumderisch:<\/p>\n<ol>\n<li>Attac Oldenburg hat sich in keiner Weise von Moshe Zuckermann distanziert. Richtig ist: Aufgrund der politisch zugespitzten Situation in Oldenburg zum Thema Israel hat Attac Oldenburg davon abgesehen, zu diesem auch unter den Oldenburger Attac-Mitgliedern umstrittenen Thema eine Veranstaltung zu diesem Zeitpunkt durchzuf&uuml;hren.<\/li>\n<li>Die Veranstaltung war in Oldenburg noch gar nicht angek&uuml;ndigt und die Absage wurde nicht &ouml;ffentlich bekanntgegeben. Das geschah &uuml;ber einen unbekannten Weg in Richtung Susanne Witt-Stahl, die ihrerseits &uuml;ber die Junge Welt die Absage &ouml;ffentlich machte, skandalierte, dabei spekulierte und sogar falsche Behauptungen aufstellte (s.o!).<\/li>\n<li>Die Autorin moniert eine fehlende Antwort auf ihre Anfrage an die Attac Regionalgruppe Oldenburg. Es gab diese Anfrage mit einer ungew&ouml;hnlich kurzen Fristsetzung zur Beantwortung, die ultimativen anma&szlig;enden Charakter besa&szlig;. Als Aktivenkollektiv ohne Vorsitz war es gar nicht m&ouml;glich innerhalb eines oder zweier Tage Fragen zu beantworten, die sogar auf das Abstimmungsprozedere der Aktivengruppe zielten.<\/li>\n<li>Die Attac-Regionalgruppe Oldenburg hat in den vergangenen Jahren immer wieder die Meinungs- und Informationsfreiheit gerade auch f&uuml;r die BDS-Initiative in Oldenburg verteidigt, auch in der aktuellen Auseinandersetzung. Deshalb wurde sie von der DIG und anderen selbst schon wiederholt in die antisemitische Ecke gestellt. Die Autorin hatte diesbez&uuml;glich offensichtlich keinerlei Ahnung und hat mit ihrer Anprangerung der Attac Regionalgruppe Oldenburg und dar&uuml;ber hinaus Attac insgesamt ungerechtfertigt schweren Schaden zugef&uuml;gt. Es wird dar&uuml;ber nachzudenken sein, wie dieser schwere Schaden zumindest teilweise wieder behoben werden kann. Eine &ouml;ffentliche Entschuldigung der Autorin w&auml;re das Mindeste.&ldquo;<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote>\n<p><em>Und generell: <a href=\"http:\/\/www.werner-raetz.de\/fileadmin\/user_upload\/Autor\/verschiedenes\/akAntisemitismus.pdf\">Die Antisemitismusdebatte in Attac<\/a> ist nicht neu.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Erst Klimaaktivistin geehrt, dann SUV verschenkt<\/strong><br>\nDas Geschenk an Schauspielerin Milena Tscharntke, die als bestes Nachwuchstalent eine &ldquo;Goldene Kamera&rdquo; bekam, sorgt in sozialen Medien f&uuml;r Spott und Kritik. Die 22-J&auml;hrige erhielt den Autoschl&uuml;ssel f&uuml;r einen VW T-Cross aus den H&auml;nden des Moderators Steven G&auml;tjen. Sie werde sicherlich nicht jede Anreise zu einem Casting bezahlt bekommen, mutma&szlig;te er. &ldquo;Deshalb haben wir noch eine kleine &Uuml;berraschung f&uuml;r Dich.&rdquo;<br>\nKurz zuvor war bei der Veranstaltung, die in einem Hangar des Flughafens Tempelhof stattfand, ein Sonderpreis f&uuml;r den Klimaschutz an die schwedische Sch&uuml;lerin Greta Thunberg verliehen worden.<br>\nIhre eindringliche Rede, in der sie auch die anwesende Prominenz in die Pflicht nahm, sich zu engagieren, wurde mit viel Applaus begleitet. &ldquo;Unser Haus brennt&rdquo;, sagte sie &uuml;ber den Zustand der Welt, jeder im Saal sei aufgefordert, sich f&uuml;r den Klimaschutz zu engagieren.<br>\n&ldquo;Ihr &uuml;berreicht Greta Thunberg die Goldene Kamera und lasst sie eine Rede halten und &uuml;berreicht kurz darauf einer Nachwuchsschauspielerin einen Autoschl&uuml;ssel f&uuml;r einen SUV&hellip; Ernsthaft @goldenekamera?&rdquo;, lautet ein Tweet, der kurz nach Ende der Veranstaltung gepostet wurde. Die Community erregt sich nicht nur dar&uuml;ber, dass Volkswagen als Sponsor der &ldquo;Goldenen Kamera&rdquo; auftrat, sondern auch dar&uuml;ber, dass es sich beim Modell VW T-Cross um einen Verbrenner handelt.<br>\n&ldquo;Ist das Euer Ernst das Thema Klimaschutz auszurufen und dann verschenkt ihr ein Auto von @VWGroup_DE. W&auml;re ich @GretaThunberg w&uuml;rde ich jetzt aufstehen und gehen!&rdquo;, schreibt User Thorsten Golasch. Besser w&auml;re es gewesen, eine Bahncard100 zu &uuml;berreichen, fordern verschiedene Nutzer. &ldquo;Augen auf bei der Sponsorenwahl&rdquo;, gibt Alexander Liese dem ZDF mit auf den Weg. Wie wenig ernsthaft Greta Thunberg und ihr Anliegen genommen worden seien, wird auch an der Bemerkung festgemacht, Schauspielerin Tscharntke solle mit dem neuen Auto zu ihren Casting-Terminen fahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/goldene-kamera-erst-klimaaktivistin-geehrt-dann-suv-verschenkt\/24164272.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Tweets sagen eigentlich bereits alles Richtige und Wichtige &uuml;ber diese Veranstaltung aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-50588","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50588"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50593,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50588\/revisions\/50593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}