{"id":50600,"date":"2019-04-01T13:40:37","date_gmt":"2019-04-01T11:40:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50600"},"modified":"2019-04-01T16:43:01","modified_gmt":"2019-04-01T14:43:01","slug":"poroschenko-fordert-von-wahlsieger-selenski-bekenntnis-zur-nato","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50600","title":{"rendered":"Poroschenko fordert von Wahlsieger Selenski Bekenntnis zur NATO"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ulrich Heyden<\/strong> berichtet &uuml;ber die Wahl in der Ukraine und ordnet das Ergebnis ein. Au&szlig;erdem skizziert er bei dieser Gelegenheit die gef&auml;hrliche rechtsnationale und gewaltbereite Stimmungsmache, gerade auch im Poroschenko-Lager und den nahestehenden Medien. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2847\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-50600-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190401_Poroschenko_fordert_von_Selenski_Bekenntnis_zur_NATO_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190401_Poroschenko_fordert_von_Selenski_Bekenntnis_zur_NATO_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190401_Poroschenko_fordert_von_Selenski_Bekenntnis_zur_NATO_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190401_Poroschenko_fordert_von_Selenski_Bekenntnis_zur_NATO_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=50600-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190401_Poroschenko_fordert_von_Selenski_Bekenntnis_zur_NATO_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190401_Poroschenko_fordert_von_Selenski_Bekenntnis_zur_NATO_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Panik-Stimmung im Poroschenko-Lager. Manche wollen jetzt &bdquo;gegen Verr&auml;ter in den Kampf ziehen&ldquo;. Julia Timoschenko erkennt Wahlergebnis nicht an und spricht von F&auml;lschungen.<\/strong><\/p><p><em>Ulrich Heyden, Moskau<\/em><\/p><p>Im Wahlkampfstab des ukrainischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Wolodymyr Selenski wurde in der Nacht auf Montag gefeiert. &bdquo;Ich habe noch nie so viele Fernsehkameras gesehen&ldquo;, scherzte der 41 Jahre alte Showmaster, der in der Ukraine durch seine Satire-Sendung &bdquo;95. Kwartal&ldquo; ber&uuml;hmt wurde. <\/p><p>Selenski bekam 30,16 Prozent der Stimmen, gefolgt von Poroschenko mit 16,71 und Timoschenko mit 13,09 Prozent. F&uuml;r den Russland-freundlichen Kandidaten Juri Boiko, der sich am 22. M&auml;rz in Moskau demonstrativ mit dem russischen Ministerpr&auml;sidenten Dmitri Medwedew getroffen und mit ihm &uuml;ber die russisch-ukrainischen Handelsbeziehungen gesprochen hatte, stimmten 11,51 Prozent der W&auml;hler.<\/p><p>Auf die erste Frage von einem Journalisten, was er Putin bei einem Treffen sagen w&uuml;rde, erkl&auml;rte Selenski keck, &bdquo;gibt es denn schon ein Datum, wann ich Putin treffen werde?&ldquo; Als er erneut gefragt wurde, was er dem russischen Pr&auml;sidenten sagen werde, erkl&auml;rte der Wahlsieger, &bdquo;Sie werden uns unsere Territorien endlich zur&uuml;ckgeben! Wir m&uuml;ssen auch noch &uuml;ber Entsch&auml;digungen reden.&ldquo;<\/p><p><strong>&Uuml;berraschungssieg <\/strong><\/p><p>Dass der junge Showmaster den Amtsinhaber mit vierzehn Prozent der Stimmen &uuml;berfl&uuml;gelt, war eine &Uuml;berraschung. Offenbar hat Selenski, der als Politiker noch unverbraucht und nicht in Korruption verwickelt ist, viele W&auml;hler zu den Wahlurnen mobilisiert. Insbesondere im russischsprachigen S&uuml;dosten der Ukraine stimmten viele f&uuml;r den Komiker.<\/p><p>Nach dem Stand der Ausz&auml;hlung von 45 Prozent der Stimmen am Montagmorgen erreichte bei der ukrainischen Pr&auml;sidentschaftswahl keiner der 38 Kandidaten 50 Prozent und eine Stimme, weshalb es aller Voraussicht nach am 21. April zu einer Stichwahl der beiden st&auml;rksten Kandidaten kommen wird. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Zentralen Wahlkommission bei 63 Prozent. Allerdings wird diese Ziffer von vielen Kritikern angezweifelt.<\/p><p>Das offizielle Ergebnis der Wahl wird in zehn Tagen bekannt gegeben. <\/p><p>Die am Sonntagabend ver&ouml;ffentlichten Exit-Poll-Umfragen best&auml;tigten, dass Julia Timoschenko nur auf Platz drei steht. Die Unterlegene erkannte die Ergebnisse der Exit-Poll-Umfragen nicht an. Bis Montagabend werde man sich die Originale der Wahlprotokolle besorgen, erkl&auml;rte Timoschenko. Sie rief ihre Anh&auml;nger dazu auf, zu den Wahllokalen zu kommen und die Ausz&auml;hlung der Stimmen zu &uuml;berwachen. <\/p><p><strong>Timoschenko und Boiko sprechen von Wahlf&auml;lschungen<\/strong><\/p><p>Die unterlegene Kandidatin Timoschenko beschuldigte den ukrainischen Geheimdienst SBU. Dieser habe bei den Wahlen provoziert und gef&auml;lscht. Am Sonntag liefen in Kiew maskierte und schwer bewaffnete Mitarbeiter des SBU Patrouille. Au&szlig;erdem waren gepanzerte Fahrzeuge des SBU auf Pl&auml;tzen der Stadt zu sehen. <\/p><p>Auch der Kandidat Boiko sprach von Wahlf&auml;lschungen. Die Zentrale Ukrainische Wahlkommission dagegen erkl&auml;rte, es seien keine ernsten Verletzungen der Wahlordnung festgestellt worden. <\/p><p>Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums wurden bis Sonntagabend 22 Uhr 2.100 Meldungen &uuml;ber die Verletzung der Wahlordnung registriert. 39 Strafverfahren seien eingeleitet worden. <\/p><p>Doch ein neuer Maidan, von dem in Kiew schon seit zwei Jahren geredet wird, ist nicht wahrscheinlich, <a href=\"https:\/\/strana.ua\/articles\/193733-ekzitpoly-2019-rezultaty-vyborov-chto-oni-oznachajut-dlja-poroshenko.html\">meint das oppositionelle Internetportal Strana.ua<\/a>. Die Menschen w&uuml;rden lieber zur zweiten Wahlrunde gehen. <\/p><p><strong>Poroschenko: &bdquo;Wir werden an unseren Fehlern arbeiten&ldquo;<\/strong><\/p><p>Poroschenko gab sich am Wahlabend betont selbstkritisch. Es g&auml;be &bdquo;keine Euphorie&ldquo;. &bdquo;Ich verstehe kritisch und n&uuml;chtern das Signal, welches die Gesellschaft der Macht heute gibt. Das ist eine harte Lehre f&uuml;r mich und f&uuml;r unsere ganze Mannschaft. Das ist ein absolut ernster Anlass f&uuml;r eine genaue Arbeit an den Fehlern, die in den letzten Jahren zugelassen wurden.&ldquo; Der Pr&auml;sident forderte alle die Kandidaten, &bdquo;welche fest auf der patriotischen, proukrainischen Plattform stehen&ldquo;, auf, sich f&uuml;r die zweite Wahlrunde zusammenzuschlie&szlig;en.<\/p><p>Dass Poroschenko die schwere Schlappe durch B&uuml;ndnisse mit Timoschenko oder Boiko noch wettmachen kann, ist unwahrscheinlich. Das psychologische Plus liegt bei dem Gewinner der ersten Runde. <\/p><p>Vor der Stichwahl will Poroschenko sich in &ouml;ffentlichen Wahldebatten seinem Herausforderer stellen. Offensichtlich hofft der Unterlegene den Polit-Neuling durch sein Fachwissen und seine Autorit&auml;t als vom Westen unterst&uuml;tzter Pr&auml;sident der Ukraine ausstechen zu k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Poroschenko fordert Bekenntnis zu EU und NATO<\/strong><\/p><p>Poroschenko unterstellt Selenski Weichheit und Nachgiebigkeit. Am Wahlabend erkl&auml;rte der Amtsinhaber, &bdquo;jeder von uns muss die Antwort auf die wichtigen Fragen geben, wird das Land seinen Weg in die EU und die Nato fortsetzen oder wird es sitzen und in einem Referendum auf die Erlaubnis des Kremls warten&ldquo;. <\/p><p>Das war eine Anspielung auf Selenski, der vor einem Nato-Beitritt vermutlich ein Referendum abhalten wird. <\/p><p>Selenski sei einfach nicht der richtige Mann bei Gespr&auml;chen mit Putin, erkl&auml;rte Poroschenko am Wahlabend in seinem Wahlkampfstab. Der Amtsinhaber warnte: &bdquo;In Russland werden zu Gespr&auml;chen nicht Maxim Galkin und Jewgeni Petrosjan (zwei russische Komiker) antreten, sondern Putin.<\/p><p><strong>Panik unter Poroschenko-Anh&auml;ngern<\/strong><\/p><p>Obwohl Selenski mit Shows vor ukrainischen Soldaten aufgetreten ist, die im Donbass k&auml;mpfen, obwohl er eine Million Griwna f&uuml;r die &bdquo;Verteidiger des Vaterlandes&ldquo; gespendet hat und obwohl seine Unterhaltungs-Show &bdquo;Abendliches Quartal&ldquo; im russischen Fernsehen gestrichen wurde, weil Selenski sich &uuml;ber russische Politiker und die Bewohner des Donbass lustig gemacht hatte, schl&auml;gt dem Wahlsieger jetzt der Hass aus dem Poroschenko-Lager entgegen. <\/p><p>Im Poroschenko-Lager gibt es eine regelrechte Panik. Nationalistische Politologen, Blogger und Feldkommandeure glauben nicht mehr an einen Sieg von Poroschenko in der zweiten Wahlrunde. <\/p><p>Die Bev&ouml;lkerung sei &bdquo;dumm&ldquo; und erkenne die gro&szlig;en Leistungen des Pr&auml;sidenten nicht an, der &bdquo;wie ein Titan&ldquo; gearbeitet habe, meinen diese Leute. Die Bev&ouml;lkerung folge &bdquo;Verr&auml;tern&ldquo; wie Selenski, Timoschenko, Boiko, Wilkul und anderen &bdquo;Vertretern Moskaus&ldquo;, so der Journalist <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ayder.muzhdabaev\">Ajder Muschdabajew<\/a>. <\/p><p>In Deutschland wird leider nicht realisiert, was f&uuml;r eine nationalistische Gefolgschaft sich der Oligarch Petro Poroschenko mit seinem Krieg im Donbass und seinem Wahlkampf unter dem Slogan &bdquo;Armee, Sprache, Glaube&ldquo; herangezogen hat. Deshalb hier zur Veranschaulichung einige Original-Zitate aus dem Poroschenko-Lager.<\/p><p>Der Politologe Taras Beresowez <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Ftaras.berezovets%2Fposts%2F2591871010842885&amp;width=500\">erkl&auml;rte<\/a>, &uuml;ber die H&auml;lfte der Bewohner der Ukraine &bdquo;f&uuml;hlen sich nicht als ihre B&uuml;rger. Das sind keine B&uuml;rger, das ist Bev&ouml;lkerung&ldquo;. <\/p><p>Der Blogger Aleksej Petrow <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Falex.petrov.3975%2Fposts%2F2116734465089877&amp;width=500\">schrieb<\/a>, die W&auml;hler von Selenski folgten &bdquo;primitiven Bed&uuml;rfnissen&ldquo;. Sie wollten nur &bdquo;pissen, kacken und fressen&ldquo;. &bdquo;Allerdings haben wir im Magazin noch letzte Patronen. Entweder wir f&uuml;hren den letzten Kampf oder uns bleibt nur, die patriotischen Tattoos abzuziehen und langsam die kurze Episode in unserer Geschichte zu vergessen, als wir fast siegten.&ldquo;<\/p><p>Der h&auml;rteste Kommentar kam von dem Journalisten <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ayder.muzhdabaev\">Ajder Muschdabajew<\/a>. &bdquo;Es scheint, dass uns nichts bleibt, au&szlig;er zu schie&szlig;en. Wenn man dich in den R&uuml;cken schie&szlig;t, hast du keinen anderen Ausweg. Das hei&szlig;t, es wird eine neue Revolution, einen Sieg der Patrioten geben, aber gleichzeitig verlieren wir noch sechs bis acht Gebiete.&ldquo; Gemeint sind offenbar Gebiete im S&uuml;dosten der Ukraine, in denen Selenski und Boiko ihre besten Stimmenergebnisse holten und die bei einer territorialen Ausweitung des B&uuml;rgerkrieges verloren gehen w&uuml;rden.<\/p><p>Aus dem Chor des Hasses schert nur Einer aus. Michail Saakaschwili, der ehemalige Gouverneur von Odessa und ehemaliger Pr&auml;sident Georgiens, der die Ukraine auf Druck von Poroschenko verlassen musste, rief &bdquo;die demokratischen Kr&auml;fte&ldquo; in der Ukraine auf, Selenski &bdquo;ohne jede Vorbedingung&ldquo; zu unterst&uuml;tzen. &bdquo;Die Niederlage von Poroschenko und seiner Clique&ldquo; sei eine &bdquo;fantastische Chance f&uuml;r die Ukraine.&ldquo;<\/p><p>Saakaschwili kennt die Ukraine &uuml;ber Jahre aus eigener Erfahrung. Und aus dieser Erfahrung versteht er offenbar, dass die prowestlichen Kr&auml;fte in der Ukraine nur mit Selenski eine Chance haben. Poroschenko ist einfach zu verbraucht. <\/p><p><strong>Die ARD sorgt sich um den antirussischen Kurs<\/strong><\/p><p>Die ARD mischt sich mal wieder einseitig in die ukrainische Innenpolitik ein. ARD-Korrespondentin <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-522347.html\">Ina Ruck bem&auml;ngelte<\/a> in ihrem Bericht aus Kiew am Sonntagabend &ndash; unter Bezug auf europ&auml;ische Botschafter in Kiew &ndash; die mangelnde politische Erfahrung von Selenski. Dieser werde von Putin &bdquo;zum Fr&uuml;hst&uuml;ck verspeist&ldquo;.  <\/p><p>Die Korrespondentin erinnerte daran, dass Selenski auch Oberkommandierender der ukrainischen Armee werden kann und legte nahe, dass das f&uuml;r einen Polit-Neuling nicht das richtige Amt sei. Die Ukraine &bdquo;stehe in einem Krieg&ldquo; und habe ein &bdquo;schweres Zerw&uuml;rfnis mit Russland&ldquo;. Vor diesem Hintergrund sei Poroschenko, mit dem der Westen nun seit f&uuml;nf Jahren gedeihlich zusammenarbeitet, der geeignetere Mann, legt die Korrespondentin nahe. Ruck erkl&auml;rte, sie hoffe, dass die Ukrainer sich besinnen und nach einer &bdquo;Protest-Wahl&ldquo; dem Amtsinhaber in der zweiten Runde doch noch einmal ihre Stimme geben. <\/p><p>Meine Frage: Warum beschr&auml;nkte sich Ina Ruck bei ihrer Arbeit in Kiew nicht auf Gespr&auml;che mit der Bev&ouml;lkerung und Interviews mit den Kandidaten? Warum musste sie sich in die Pose einer Au&szlig;enpolitikerin werfen?<\/p><p><strong>Russland: &bdquo;Eine Wahl ohne Wahl&ldquo;<\/strong><\/p><p>Der Sprecher des russischen Pr&auml;sidenten, Dmitri Peskow, hatte am Sonntag erkl&auml;rt, der Kreml werde den Wahlkampf in der Ukraine nicht kommentieren. Das sollten die Ukrainer selber tun. Ob man die Wahlen anerkennen werde, h&auml;nge davon ab, <a href=\"https:\/\/tass.ru\/politika\/6273266\">&bdquo;wie sie ablaufen&ldquo;<\/a>. <\/p><p>Das erste Mal seit der Aufl&ouml;sung der Sowjetunion waren zu den Wahlen in der Ukraine keine Beobachter aus Russland zugelassen worden. Putins Sprecher Peskow erinnerte an zehn Millionen Ukrainer, die in Russland oder in der Ukraine leben, aber keine Erlaubnis erhalten haben, ihre Stimme abzugeben. <\/p><p>In einer Talk-Show im russischen Fernsehen am Sonntagabend forderte der russische Nationalist Wladimir Schirinowski, die Wahlen in der Ukraine nicht anzuerkennen. Schirinowski, der f&uuml;r seine unkonventionellen Vorschl&auml;ge bekannt ist, regte an, dar&uuml;ber nachzudenken, mit den 2014 nach Moskau gefl&uuml;chteten Ministern der Ukraine eine alternative ukrainische Regierung zu bilden. Russland k&ouml;nne diese Regierung dann anerkennen, &bdquo;so wie Trump es mit Guaid&oacute; (dem Parlamentschef von Venezuela, Anm. U.H.) gemacht hat.&ldquo;<\/p><p>Der Leiter des Komitees f&uuml;r Ausw&auml;rtige Beziehungen des russischen F&ouml;derationsrates, Konstantin Kosatschow, <a href=\"https:\/\/ria.ru\/20190401\/1552277073.html\">erkl&auml;rte am Montag<\/a>, in der Ukraine habe es &bdquo;Wahlen ohne Wahl&ldquo; gegeben. Die B&uuml;rger h&auml;tten nur zwischen &bdquo;50 Schattierungen von Grau&ldquo; w&auml;hlen k&ouml;nnen. Der Weg der Ukraine in die EU und die NATO sei vorgezeichnet. <\/p><p>Kosatschow erkl&auml;rte, Europa sehe seine Interessen in der Ukraine am ehesten durch Julia Timoschenko vertreten, &bdquo;da sie theoretisch mit Allen, auch mit Moskau, verhandeln kann.&ldquo; Sie k&ouml;nne den Konflikt in der Ukraine, von dem Europa &bdquo;m&uuml;de&ldquo; sei, &bdquo;aufl&ouml;sen&ldquo;. Doch Timoschenko gefalle den USA nicht. Die USA wollten &bdquo;die Niederlage Russlands. Deshalb setzen sie auf Poroschenko.&ldquo;<\/p><p><em>Ulrich Heyden, Moskau, 01.04.19<\/em><\/p><p>Titelbild: Sergei Chuzavkov \/ Shutterstock<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/d38f6a649f19405ab64daf0f5579f5af\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Ulrich Heyden<\/strong> berichtet &uuml;ber die Wahl in der Ukraine und ordnet das Ergebnis ein. 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