{"id":50617,"date":"2019-04-02T08:17:58","date_gmt":"2019-04-02T06:17:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617"},"modified":"2019-04-02T08:17:58","modified_gmt":"2019-04-02T06:17:58","slug":"hinweise-des-tages-3338","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h01\">Oskar Lafontaine: Europa braucht eine Politik der guten Nachbarschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h02\">Eine Wahl ohne eine einzige Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h03\">Regierung in Lissabon unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h04\">Portugal: Ein Land ohne Rechtspopulisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h05\">Sanktionskrieg gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h06\">Wohnungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h07\">Scholz will sich f&uuml;r Gesamtkonzernsteuer stark machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h08\">Armut vor allem in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h09\">Schulstreiks bei Anne Will: Diskussion wortreich verweigert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h10\">Die tr&uuml;gerische Verhei&szlig;ung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h11\">Milit&auml;rputsch-Feiern d&uuml;rfen doch stattfinden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h12\">Der Komment der Aufr&uuml;ster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h13\">Joschka Fischer: &bdquo;Wir Europ&auml;er werden geh&auml;ckselt, wenn wir nicht zusammenstehen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h14\">Amerikaner erwarten ein Land im politischen, wirtschaftlichen und weltpolitischen Niedergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h15\">Kipping: Linke hat offene Arme f&uuml;r &ldquo;Aufstehen&rdquo;-Bewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50617#h16\">ARD als Komplize beim Putschversuch in Venezuela<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: Europa braucht eine Politik der guten Nachbarschaft<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich des Besuchs des Pr&auml;sidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, im Saarl&auml;ndischen Landtag, erkl&auml;rt Oskar Lafontaine: &bdquo;Europa lebt von der Zusammenarbeit der Staaten und Regionen, da hat Jean-Claude Juncker Recht. Wir haben fr&uuml;her gemeinsam &ndash; er als luxemburgischer Premierminister, ich als saarl&auml;ndischer Ministerpr&auml;sident &ndash; in diesem Sinne gearbeitet, um die europ&auml;ische Gro&szlig;region voranzubringen. Eine gute Zusammenarbeit der europ&auml;ischen Staaten setzt aber voraus, dass eine Politik der guten Nachbarschaft Grundlage wird. Deshalb ist es zu begr&uuml;&szlig;en, dass Herr Juncker klar gesagt hat, dass Lohndr&uuml;ckerei nicht geduldet werden darf und dass Europa nicht schnellen Gewinn, Sozial- und Steuerdumping bedeutet. Leider sieht die tats&auml;chliche Politik in der EU anders aus. Demokratisch gew&auml;hlte Regierungen werden durch eine Troika ersetzt; der deutsche Exportnationalismus f&uuml;hrt nicht nur in Deutschland, sondern auch bei den europ&auml;ischen Nachbarn zu Lohndr&uuml;ckerei; gemeinsame Sozialstandards und eine Harmonisierung der Steuerpolitik sind nach wie vor nicht in Sicht. In Europa gilt zu wenig das Subsidiarit&auml;tsprinzip, nach dem Dinge, die am besten vor Ort, auf Ebene der Gemeinden geregelt werden, auch dort geregelt werden k&ouml;nnen, Angelegenheiten, die am besten auf nationaler Ebene angegangen werden, auch dort entschieden werden k&ouml;nnen und auf europ&auml;ischer Ebene der Rest entschieden wird, der dort am besten aufgehoben ist. Auch die europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik muss dringend neu justiert werden. Europa darf sich nicht mehr in Kriege um Rohstoffe und Absatzm&auml;rkte hereinziehen lassen, keine Waffen in Kriegsgebiete mehr liefern und afrikanische Staaten nicht mehr zu &lsquo;Freihandelsabkommen&rsquo; zwingen, die dazu f&uuml;hren, dass die afrikanische Wirtschaft niederkonkurriert wird und europ&auml;ische Gro&szlig;konzerne auf Kosten der Menschen in Afrika noch mehr Profite einstreichen k&ouml;nnen. Europa hat nur dann eine Chance, wenn die Interessen der Europ&auml;erinnen und Europ&auml;er im Vordergrund stehen, nicht die Gewinninteressen der Konzerne.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion-saarland.de\/nc\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/zurueck\/presse-4\/artikel\/oskar-lafontaine-europa-braucht-eine-politik-der-guten-nachbarschaft\/?fbclid=IwAR1Y41eqsHzWqtddNEAXyZNDFLuueBteip_5tYp3bBKNGSheKL7SWs-lqdM\">DIE LINKE SAARLAND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eine Wahl ohne eine einzige Debatte<\/strong><br>\nIn der Ukraine finden heute die Wahlen f&uuml;r einen neuen Pr&auml;sidenten statt. Eine Chance, gew&auml;hlt zu werden, haben nur steinreiche Oligarchen. In den Umfragen sind wie erwartet die drei Kandidaten Petro Poroschenko, jetziger Staatspr&auml;sident und Milliard&auml;r, Julija Tymoschenko, ehemalige Ministerpr&auml;sidentin und Milliard&auml;rin, und Wolodymyr Selenskyi, Show-Business-Man und ebenfalls Multimillion&auml;r, weit vorne. Alle anderen der jetzt noch formell im Rennen stehenden 39 Kandidaten und Kandidatinnen hatten gar nie eine Chance, sich irgendwo zu pr&auml;sentieren, und sind weit abgeschlagen<br>\nF&uuml;r Freitag, 29. M&auml;rz, also zwei Tage vor der heutigen Wahl, war eine Fernsehdebatte auf TV1, dem Staatsfernsehen, f&uuml;r die zuvorderst liegenden drei Kandidaten vorgesehen. Es w&auml;re die erste und einzige echte &ouml;ffentliche politische Debatte &uuml;berhaupt gewesen &ndash; h&auml;tte sie stattgefunden, denn stattgefunden hat sie nicht. Der amtierende Pr&auml;sident Petro Poroschenko erschien einfach nicht, der Schauspieler und Komiker Wolodymyr Selenskyi lies mitteilen, er habe schauspielerische Verpflichtungen und sei unabk&ouml;mmlich, nur Julija Tymoschenko erschien. Der Moderator meinte, das sei doch jetzt ihre grosse Chance, jetzt k&ouml;nne sie ganz allein Werbung f&uuml;r sich machen. Tymoschenko aber sagte, sie habe keine Lust, als einzige der drei Kandidaten von den anwesenden Journalisten mit kritischen Fragen zerzaust zu werden &ndash; drehte sich um und ging von dannen.<br>\nDamit hat der ganze Wahlkampf ohne eine einzige Debatte zu politischen Themen stattgefunden, alle Kandidaten machten nur immer Werbung f&uuml;r sich selbst, wie in anderen L&auml;ndern auch &uuml;blich vor allem mit leeren Versprechungen. Den Vogel abgeschossen hat dabei der Show-Business-Man Wolodymyr Selenskyi: Er hat auch keine Versprechungen abgegeben, sondern hat &uuml;berhaupt nie etwas dazu gesagt, was er als gew&auml;hlter Pr&auml;sident tun werde. Seine ganze Werbung war das immer wieder neue Abspielen von alten und neuen Filmen mit ihm als Schauspieler oder Komiker &ndash; nat&uuml;rlich auf dem TV-Sender, der dem Oligarchen Igor Kolomoisky geh&ouml;rt. Man &laquo;kennt&raquo; ihn, diesen Wolodymyr Selenskyi, also sehr gut, aber eben nur als B&uuml;hnen- und Filmstar. Trotzdem &ndash; oder vielleicht gerade deswegen &ndash; ist er in den Umfragen noch immer auf dem vordersten Platz, und dies, obwohl er &laquo;vergessen&raquo; hatte, auf seiner Steuererkl&auml;rung anzugeben, dass er auch in Italien noch eine prachtvolle Villa besitzt, wie erst vor einer Woche noch bekannt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Ukraine-Prasidentschaftswahl-ohne-Fernsehdebatte\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Regierung in Lissabon unter Druck<\/strong><br>\nSeit Beginn des Jahres wurde in Portugal h&auml;ufiger gestreikt, als im gesamten Jahr 2015. Damals war noch eine konservative Regierung an der Macht, die in der Staatschuldenkrise den harten Sparkurs der Troika umgesetzt und sich den Unmut vieler Portugiesen zugezogen hatte. Mittlerweile regiert eine sozialistische Minderheitsregierung, die von kleineren Linksparteien wie den Kommunisten und dem &bdquo;Bloco Esquerda&ldquo; unterst&uuml;tzt wird. Zu Beginn der Legislaturperiode hatte das zum sozialen Frieden beigetragen. Doch gerade diese kleineren Parteien kritisieren jetzt die Sozialisten. Lu&iacute;s Fazenda, einer der Gr&uuml;ndungsv&auml;ter und Pr&auml;sidiumsmitglied des Linksblocks, wirft der Regierung vor, blind an der Sparpolitik festzuhalten:<br>\n&bdquo;Ich finde es ganz normal, dass die Streikwelle insbesondere im &ouml;ffentlichen Dienst weitergeht. Wir unterst&uuml;tzen die Streikenden. Schlie&szlig;lich haben sie unter der Troika am st&auml;rksten gelitten. Die Regierung verf&uuml;gt &uuml;ber die n&ouml;tigen Mittel im Haushalt, um einen gro&szlig;en Teil der Forderungen der Streikenden umzusetzen. Aber der sozialistischen Regierung ist es wichtiger, in Br&uuml;ssel und Frankfurt zu zeigen, dass das Haushaltsdefizit nur noch sehr gering ist. Die Regierung setzt das bei den europ&auml;ischen Institutionen als politisches Propagandamittel ein.&ldquo;<br>\nIm vergangenen Jahr betrug das portugiesische Defizit nur noch 0,5 Prozent; die Staatsschuldenquote ging auf 121,5 Prozent der Wirtschaftsleistung zur&uuml;ck &ndash; das ist der beste Wert seit 2011. Die treibende Kraft hinter diesem Konsolidierungskurs ist Finanzminister und Eurogruppenchef M&aacute;rio Centeno, der seine ganze Macht einsetzt, um die &ouml;ffentlichen Ausgaben streng zu kontrollieren.<br>\nDagegen wehren sich die Gewerkschaften. Insbesondere die Lehrer fordern, dass die Regierung neuneinhalb Jahre Dienst in den Laufbahnen der rund 100.000 Lehrer anerkennt und sich das auf ihre Geh&auml;lter auswirkt &ndash; eine Ma&szlig;nahme, die den Staat j&auml;hrlich 600 Millionen Euro kosten w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/streikwelle-in-portugal-regierung-in-lissabon-unter-druck.795.de.html?dram:article_id=445132\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das wirft ein interessantes Schlaglicht auf die Situation in Portugal. Offenbar folgt auch die linke Regierung dort immer noch dem Br&uuml;sseler Austerit&auml;tsdiktat. Sind die Streikenden in Portugal nun &bdquo;Anti-Europ&auml;er&ldquo;?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Portugal: Ein Land ohne Rechtspopulisten<\/strong><br>\nIn einigen Wochen finden die Europawahlen statt und fast &uuml;berall in der EU sind Rechtspopulisten, Rechtsradikale oder Faschisten im Aufwind. Doch es gibt eine Ausnahme: Portugal. Das Land, welches vor einigen Jahren neben Griechenland als der &bdquo;failed State&ldquo; der EU galt, hat die schlimmsten Folgen der Krise abgesch&uuml;ttelt und gleichzeitig rechten Parteien keinen Raum gelassen.<br>\nSeit 2015 regieren in Portugal die Sozialisten (die den europ&auml;ischen Sozialdemokraten angeh&ouml;ren), toleriert durch die Linkspartei Bloco und die Kommunistische Partei. In den Jahren davor wurde der portugiesische Sozialstaat abgebaut, die Arbeitnehmerrechte eingeschr&auml;nkt und die Troika-Doktrin strikt befolgt. Dies &auml;nderte sich mit dem Tolerierungsvertrag der drei Parteien links der Mitte. Vereinbart wurde eine Tolerierung, die es den Kommunisten und dem Bloco erlaubte, deutlich zu machen, dass sie die Regierung nur solange tolerieren w&uuml;rde, wie sie soziale Politik macht. Genau dies wollte die EU verhindern.<br>\nSo erkl&auml;rten Mitglieder der EU-Kommission, dass die Portugiesen nun keine zuverl&auml;ssigen Partner mehr seien. Zuverl&auml;ssig meinte dabei nicht etwa die Sorge um das Wohl der Mehrheit in Portugal, sondern die strikte Befolgung der neoliberalen Ansagen aus Br&uuml;ssel und aus Berlin. Sch&uuml;tzenhilfe erhielten sie f&uuml;r diese Angriffe aus Portugal. So erkl&auml;rte der portugiesische Pr&auml;sident, ein Mitglied der konservativen Partei, dass diese Regierung nicht glaubw&uuml;rdig sei und fordert ein Beibehalten der Austerit&auml;tspolitik. Der damalige deutsche Finanzminister und entschiedene Gegner des Bruchs mit der Austerit&auml;t, Wolfgang Sch&auml;uble warnte: &bdquo;Portugal macht einen schweren Fehler&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/portugal-ein-land-ohne-rechtspopulisten\/?fbclid=IwAR3SqB2--qwpMSYWSwBWPgZzS5EDTJwhDEyAPR3CC6TrTNsSyJZEfhricYs\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sanktionskrieg gegen Russland<\/strong><br>\nDeutsche Wirtschaftskreise bereiten sich auf neue US-Sanktionen gegen Russland vor und warnen vor einem zweiten &ldquo;Iran-Szenario&rdquo;. Hintergrund ist ein umfassendes Paket an US-Strafma&szlig;nahmen, das unter anderem s&auml;mtliche russischen Energieprojekte im Ausland treffen soll und nicht nur ein Fl&uuml;ssiggasterminal verhindern k&ouml;nnte, das die russische Novatek in Rostock errichten will, sondern auch Schritte gegen drei der zw&ouml;lf gro&szlig;en deutschen Raffinerien erm&ouml;glichte. An ihnen ist Rosneft beteiligt. Wie im Falle Irans, aus dem sich deutsche Firmen nach der Verh&auml;ngung von US-Sanktionen so gut wie vollst&auml;ndig zur&uuml;ckgezogen haben, werden nun auch neue Russland-Gesch&auml;fte durch die Furcht vor Strafdrohungen aus Washington im gro&szlig;en Stil zunichte gemacht. Zus&auml;tzlich zu dem Sanktionspaket wird erwartet, dass die Trump-Administration zum zweiten Mal Strafen aufgrund der angeblichen Verantwortung Moskaus f&uuml;r den Giftanschlag in Salisbury verh&auml;ngt. Zudem droht der US-Pr&auml;sident den Sanktionskrieg wegen russischer Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Venezuela auszuweiten.<br>\nIm Sanktionskrieg der westlichen M&auml;chte gegen Russland steht laut Berichten eine neue Welle wirtschaftlicher Repressalien bevor. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg Ende vergangener Woche meldete, wird die Zustimmung des Wei&szlig;en Hauses zu Sanktionen erwartet, die mit der angeblichen Verantwortung der russischen Regierung f&uuml;r den Giftanschlag im britischen Salisbury begr&uuml;ndet werden. Was genau Washington plant, ist noch nicht klar. W&auml;hrend der Vorbereitung der Ma&szlig;nahme im Herbst hie&szlig; es, es w&uuml;rden &ldquo;sehr harte&rdquo; Sanktionen sein; betroffen sei neben russischen Banken die Beschaffung von R&uuml;stungsg&uuml;tern. US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo hat, wie russische und US-amerikanische Quellen &uuml;bereinstimmend best&auml;tigen, bereits im Februar seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow telefonisch &uuml;ber die bevorstehenden Schritte informiert.<br>\nDar&uuml;ber hinaus wird in Washington ein weiteres, umfassenderes Sanktionspaket vorbereitet, das allgemein als Antwort auf &ldquo;russische Aggression&rdquo; legitimiert wird. Das in Arbeit befindliche Gesetzesvorhaben tr&auml;gt den Namen &ldquo;Defending American Security from Kremlin Aggression Act&rdquo; (&ldquo;DASKA&rdquo;). Es wird als besonders weitreichend beschrieben; laut Berichten trifft es Projekte russischer Energiekonzerne, die au&szlig;erhalb Russlands gestartet wurden, dar&uuml;ber hinaus Gesch&auml;ftsleute, die dem Umfeld von Pr&auml;sident Wladimir Putin zugerechnet werden, und Banken, die sich einer Beteiligung an kriminellen Cyberaktivit&auml;ten schuldig gemacht haben sollen. Wie es hei&szlig;t, wird wom&ouml;glich auch die russische Schiffbauindustrie einbezogen. Die Auswirkungen auf den Finanzmarkt werden bereits jetzt als &ldquo;unabsehbar&rdquo; eingestuft: &ldquo;Auch russische Staatsanleihen und der Bankenmarkt k&ouml;nnten Zielscheibe von Sanktionen werden&rdquo;, berichtete erst vor kurzem der Vorsitzende des Ost-Ausschuss-Osteuropavereins der deutschen Wirtschaft (OAOEV), Michael Harms.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7901\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Selbstverst&auml;ndlich soll es kein Terminal f&uuml;r russisches Fl&uuml;ssiggas geben, wenn dann nur eines f&uuml;r us-amerikanisches Frackinggas.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wohnungsnot<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>M&uuml;nchen wird einem gerade verdorben<\/strong><br>\nVor f&uuml;nf Jahren sind Christiane und Andreas M. in das Haus an der Watzmannstra&szlig;e in Obergiesing gezogen, Baujahr 1905, zw&ouml;lf Wohnungen. Vor anderthalb Jahren kam ihr Sohn Viktor zur Welt. Seine Krippe ist in der N&auml;he, die Familie f&uuml;hlt sich wohl im Viertel und will dort eigentlich nicht weg. Sie hatten Gl&uuml;ck gehabt, dachten sie: Dem Eigent&uuml;mer waren zuverl&auml;ssige und langfristige Mieter wichtiger als hohe Mieten. In der Wohnung war zwar einiges renovierungsbed&uuml;rftig, aber daf&uuml;r erlie&szlig; der Vermieter auch mal eine geringe Nebenkostennachzahlung. Dann, im November 2017, verkaufte er das Haus. Und die Zeit der Unsicherheit begann.<br>\nDer neue Eigent&uuml;mer war eine Verm&ouml;gensverwaltung, sie brachte eine neue Haust&uuml;r und ein goldenes Klingelschild an. Seri&ouml;s und charmant seien die Herren aufgetreten, sagen die Mieter, und dass sie damals wohl zu naiv gewesen seien. Aber sie f&uuml;hlten sich gut gesch&uuml;tzt &ndash; schlie&szlig;lich wohnen sie in einem Erhaltungssatzungsgebiet. Geplante Modernisierungen m&uuml;ssen dort vom Sozialreferat genehmigt werden, mit dem Ziel, eine Verdr&auml;ngung der Mieter zu verhindern und die Zusammensetzung der Wohnbev&ouml;lkerung zu erhalten. Au&szlig;erdem hat die Stadt ein Vorkaufsrecht. In der Watzmannstra&szlig;e nutzte sie es jedoch nicht, weil der K&auml;ufer eine Abwendungserkl&auml;rung abgab. Damit verpflichtete er sich unter anderem, zehn Jahre auf Luxussanierungen zu verzichten.<br>\nWerkeln an der Wirksamkeit<br>\nEin paar Monate sp&auml;ter, im April 2018, wurde das Haus erneut verkauft, an ein Zahnarzt-Ehepaar. &ldquo;Wir m&ouml;chten Ihnen versichern, dass sowohl Sie als auch das Haus in gute H&auml;nde kommen&rdquo;, schrieb die Verm&ouml;gensverwaltung. Einen Monat darauf erhielten drei Familien in den oberen Geschossen je eine K&uuml;ndigung wegen Eigenbedarfs. Bis Februar 2019 sollten sie ausgezogen sein. In den folgenden drei Jahren seien umfassende Modernisierungsma&szlig;nahmen geplant, um das Haus &ldquo;auf einen energetisch angemessenen Standard zu bringen&rdquo;, schrieben die Eigent&uuml;mer. Im September 2018 kam die erste Modernisierungsank&uuml;ndigung, im Dezember, ein paar Tage vor Weihnachten, gingen weitere Schreiben ein. Die Gas-Etagenheizung soll durch eine Zentralheizung ersetzt werden, die alten Fenster sollen ausgetauscht, Balkone vergr&ouml;&szlig;ert und ein Au&szlig;enaufzug angebracht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/erhaltungssatzung-kuendigung-mieterhoehung-1.4382430\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die M&uuml;nchner bangen um ihre Wohnungen<\/strong><br>\nIn M&uuml;nchen war Wohnungsnot schon immer ein Thema, die Mieten waren h&ouml;her als anderswo, die Suche nach einer Bleibe war aufwendiger. Wobei: Der Begriff Wohnungssuche trifft es ja gar nicht mehr, man bewirbt sich heute &ndash; mit aufwendigen Mappen, Bonit&auml;tsnachweisen, L&uuml;gen gar. Doch M&uuml;nchen hat nun zehn Jahre hinter sich, in denen der gewohnte Mangel irrsinnige Dimensionen angenommen hat. Eine Million Euro f&uuml;r eine 100-Quadratmeter-Wohnung in der Innenstadt sind keine Seltenheit mehr &ndash; die Kaufpreise sind in die H&ouml;he geschnellt und mit etwas Verz&ouml;gerung und nicht ganz so krass die Mieten. Bei Neuvermietungen.<br>\nDenn zur Wahrheit geh&ouml;rt nat&uuml;rlich auch, dass viele M&uuml;nchner das Gl&uuml;ck haben, erschwinglich zu wohnen, in einem Haus der Stadt, einer Genossenschaft oder eines Vermieters, der nicht das letzte herauspresst aus seinem Eigentum. Doch auch sie plagt die Angst: Was wird, wenn der Vermieter stirbt und die Erbengemeinschaft der Kinder das Haus verkauft? Was tun, wenn eines Tages die Modernisierungsank&uuml;ndigung im Briefkasten liegt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/mietpreise-die-muenchner-bangen-um-ihre-wohnungen-1.3922092\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie der Kommentar richtig formuliert herrscht auf dem Wohnungsmarkt in den deutschen Gro&szlig;st&auml;dten inzwischen der Irrsinn. Die Politik reagiert darauf so gut wie gar nicht oder mit Placebos (Wohngipfel). Weshalb sollte aber ein radikales Umsteuern in der Wohnungspolitik nicht m&ouml;glich sein? Die Antwort wei&szlig; wer ber&uuml;cksichtigt, dass der ber&uuml;chtigte Finanzinvestor Blackrock auch acht Prozent an &bdquo;Vonovia&ldquo;, dem gr&ouml;&szlig;ten Wohnungskonzern in Deutschland h&auml;lt. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Berliner Initiative zum Volksentscheid zur Enteignung von Wohnungskonzernen wei&szlig;t, unbenommen der Wahrscheinlichkeit ihrer Realisierung, in die richtige Richtung, dass so etwas Grunds&auml;tzliches, wie ein Dach &uuml;ber den Kopf nicht den Finanzspekulanten ausgeliefert werden darf.<\/em><\/p>\n<p><em>Zumindest bez&uuml;glich hohler Phrasen in Sachen Wohnungspolitik ist die SPD wieder einmal Vorbild:<\/em><\/p>\n<p><strong>Mieten: Was Deutschland von Wien lernen kann<\/strong><br>\nIn Deutschland fehlt es an bezahlbaren Wohnungen. In Wien dagegen bleiben die Mieten stabil. Bei einem Vor-Ort-Besuch hat sich SPD-Vize Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel deshalb &uuml;ber das Wiener Modell informiert, um f&uuml;r Deutschland zu lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/mieten-deutschland-wien-lernen\">Vorw&auml;rts<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Den Spekulanten das Handwerk legen<\/strong><br>\nDie Mieten in Gro&szlig;st&auml;dten steigen rasant. F&uuml;r SPD-Urgestein Hans-Jochen Vogel ist das ungerecht und gef&auml;hrlich f&uuml;r die Demokratie. Noch immer aktuell ist deshalb sein Vorschlag aus den 70er Jahren, Bodenspekulation per Gesetz zu unterbinden.<br>\nWer 93 Jahre alt ist und wie Hans-Jochen Vogel auf eine jahrzehntelange Politikerkarriere zur&uuml;ckblicken kann, der k&ouml;nnte sich eigentlich entspannt zur&uuml;cklehnen. Hans-Jochen Vogel sitzt im Rollstuhl. Er ist an Parkinson erkrankt. Gerade kommt er mal wieder vom Arzt. Nun sitzt er im Besprechungszimmer seines Altenheims &ndash; und macht Politik.<br>\n&bdquo;Es beruhigt mein Gewissen, dass ich mich nun wirklich engagiere. Wenn Sie meinen Schreibtisch sehen, welche Gebirge ich da habe und was ich t&auml;glich an Briefen diktieren muss.&ldquo;<br>\nUm beim Bild des Schreibtisches zu bleiben: Es ist da etwas liegen geblieben in all den Jahren, in denen Vogel sich in den Dienst der sozialliberalen Koalition der Bundesrepublik stellte und in den 80er Jahren dann die schw&auml;chelnde SPD zu verwalten hatte. Eine Sache w&auml;re da noch, die den M&uuml;nchner Sozialdemokraten h&ouml;rbar erregt: Die Lage auf den Mietm&auml;rkten der Gro&szlig;st&auml;dte ist dramatisch. Und seiner Partei ist in der gro&szlig;en Koalition nichts Besseres eingefallen als die Mietpreisbremse.<br>\n&bdquo;Ja, das war ja der Anlass, dass ich mich wieder zu Wort gemeldet habe. Dass es mich eben verwundert und eben auch gest&ouml;rt hat, dass &uuml;ber die Mietpreise und die Mietpreisbremse geredet wurde und immer wieder auch festgestellt wurde, dass die eigentlich nicht hilft. Dass aber &uuml;ber die Ursache kein Wort verloren wurde.&ldquo;<br>\nHans-Jochen Vogel ist Jurist. Und betrachtet die Dinge deshalb gerne n&uuml;chtern. Die Ursache sieht er weniger bei raffgierigen Miethaien, sondern vielmehr bei denjenigen, die mit dem Baugrund spekulieren.<br>\n&bdquo;Grund und Boden ist nicht eine beliebig reproduzierbare Ware, sondern er ist unvermehrbar und er ist f&uuml;r jeden Menschen unverzichtbar. Drum hat das Bundesverfassungsgericht schon im Jahr 1967 gesagt: Die Regeln des Marktes k&ouml;nnen auf diesem Gebiet nur mit Einschr&auml;nkungen gelten. Stattdessen muss f&uuml;r weite Bereiche das Allgemeinwohl Orientierung geben und nicht die Gewinnsteigerung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kampf-um-bodenrecht-den-spekulanten-das-handwerk-legen.2165.de.html?dram:article_id=445124\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Blackrock&ldquo; und &bdquo;Vonovia&ldquo;: &bdquo;Kanzler Kohl verantwortlich f&uuml;r hohe Mietpreise&ldquo;<\/strong><br>\nDeutschlands gr&ouml;&szlig;ter Wohnungskonzern &bdquo;Vonovia&ldquo; wird von Mietern stark kritisiert. Gr&uuml;nde: Ungerechtfertigte Nebenkosten, schlechter Service und profit-gesteuerte Mietpreiserh&ouml;hungen. &bdquo;Vonovia blamiert sich vor Gericht&ldquo;, so eine Zeitung. &bdquo;Das Problem hat tiefere Ursachen&ldquo;, so Werner R&uuml;gemer, Vork&auml;mpfer f&uuml;r das Menschenrecht auf Wohnen, im Interview.<br>\n&bdquo;Dass der Staat eine F&uuml;rsorgepflicht f&uuml;r das sichere Wohnen der Menschen hat, das geht nicht nur aus dem Grundgesetz hervor&ldquo;, betonte Werner R&uuml;gemer, Publizist und nach eigener Aussage &bdquo;interventionistischer Philosoph&ldquo; aus K&ouml;ln, am Donnerstagabend gegen&uuml;ber Sputnik in Berlin.<br>\nDer Finanz-Experte hat sich mit seinen kritischen Analysen zum US-Finanzfonds &bdquo;Blackrock&ldquo; einen Namen gemacht. Bereits in fr&uuml;heren Gespr&auml;chen mit Sputnik stellte er klar: Blackrock h&auml;lt an allen wichtigen deutschen Wohnungs-Unternehmen Anteile. So auch acht Prozent an &bdquo;Vonovia&ldquo;, dem gr&ouml;&szlig;ten Wohnungskonzern in Deutschland.<br>\nZuvor sprach R&uuml;gemer am Donnerstagabend im &bdquo;Haus der Demokratie und Menschenrechte&ldquo; in Berlin gemeinsam mit Vertretern sozialer Vereine, die sich f&uuml;r das Menschenrecht auf Wohnen einsetzen. Bei der Podiumsdiskussion durchleuchteten die Experten kritisch die Spekulation mit deutschen und Berliner Wohnungen. Eine Vertreterin der Berliner B&uuml;rger-Initiative &bdquo;Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen&ldquo; war ebenfalls vor Ort. &hellip;<br>\nDas Problem habe historische und staatspolitische Wurzeln, so Wohnungs-Experte R&uuml;gemer im Interview. &bdquo;Die DDR als auch die Bundesrepublik haben &uuml;ber Jahrzehnte lang viele staatliche, genossenschaftliche, auch Werkswohnungen betrieben. In Westdeutschland gab es zus&auml;tzlich noch den Sozialen Wohnungsbau. Das hat bis in die 90er Jahre hinein die deutschen Mieten vergleichsweise niedrig gehalten.&ldquo; Dazu komme, dass nur wenige deutsche B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger traditionell Eigentumswohnungen besitzen. Au&szlig;erdem habe die Bundesregierung unter Kanzler Helmut Kohl (CDU) damals gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen. Deutschland wurde zum Paradies f&uuml;r Wohnungs-Spekulanten. &bdquo;Das haben dann US-amerikanische Investoren erkannt.&ldquo; Seitdem kaufen sich US-Investorengruppen und Kapitalorganisatoren wie Blackrock in den deutschen Wohnungsmarkt ein. Meist zu Lasten der Mieter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/wirtschaft\/20190329324523028-blackrock-vonovia-ruegemer-interview\/\">Sputnik<\/a><\/li>\n<li><strong>Bereitet dem Spekulantengl&uuml;ck endlich ein Ende!<\/strong><br>\nAuf dem deutschen Wohnungsmarkt ist derzeit ein Verdr&auml;ngungswettbewerb unter Immobilienkonzernen zu beobachten. Etliche dieser Konzerne profitieren davon, dass im Ausland deutsche Immobilien geradezu als &bdquo;Schn&auml;ppchen&ldquo; gelten. Wer diese Marktl&uuml;cke entdeckt, kann sich schnell eine goldene Nase verdienen. F&uuml;r Maklerb&uuml;ros, die sich auf Besserverdienende eingestellt haben, hat ein goldenes Zeitalter begonnen. &hellip;<br>\nGerade Berlin wird zusehends zum hei&szlig; umk&auml;mpften Schlachtfeld im Kampf um die begehrtesten Immobilien. Beim Verkauf ganzer Marktsegmente haben die Chinesen bereits die m&auml;chtigen Immobilienkonzerne Deutsche Wohnen, Vonovia und LEG Immobilien ausgestochen. Den Immobilienkonzernen geht es angesichts der Konkurrenz um einen best&auml;ndigen Ausbau ihrer Marktanteile.<br>\nDabei sind die Konzerne zusehends im Zugzwang, weil sie von den internationalen Gro&szlig;aktion&auml;ren dazu getrieben werden, Mieten und Wohnungspreise kontinuierlich anzuheben. Konzerneigene Wohnungen sind damit zur Spekulationsmasse geworden, zu Lasten der Mieter. Denn Mietsteigerung bedeutet f&uuml;r die Immobilienspekulanten auch Wertsteigerung der Aktie. Davon kann Deutsche Wohnen ein Lied singen. Der Konzern &ndash; mit 110.000 Berliner Wohnungen &ndash; wird vom internationalen Gro&szlig;aktion&auml;r Blackrock best&auml;ndig darauf hingewiesen, wie viel Spielraum die Mieten noch nach oben haben.<br>\nWelche politischen Instrumente gibt es, um dem Spekulantengl&uuml;ck ein Ende zu bereiten? Das haben sich die Verantwortlichen in den Berliner Baudezernaten gefragt, nachdem die kommunalen Wohnungsbaugenossenschaften verkauft und der Sozialwohnungsbestand abgebaut worden waren &ndash; und damit ein Wohnungsnotstand herbeigef&uuml;hrt wurde.<br>\nDas Zauberwort in Berlin hei&szlig;t Rekommunalisierung von Wohnungen. Die neue Strategie tr&auml;gt mittlerweile Fr&uuml;chte: K&uuml;rzlich wurde bekannt, dass der Berliner Senat von Deutsche Wohnen 51.000 Mietwohnungen, die fr&uuml;her landeseigen gewesen waren und dann an amerikanische Fondsgesellschaften verscherbelt wurden, zur&uuml;ckerwerben will.<br>\nIn der so zentralen Bodenfrage erzielte der Berliner Senat vor Kurzem im Verein mit sozialen Akteuren erstaunliche Fortschritte: Dank der Kommunalisierung von m&ouml;glichst vielen Wohnfl&auml;chen, um der Spekulation auf k&uuml;nftig steigende Mieteinnahmen und Verkaufspreise vorzubeugen. Die &Uuml;berzeugung setzte sich durch, dass der soziale Wohnungsbau langfristig durch Kooperation von Privaten, Genossenschaften und &ouml;ffentlichen Wohnungsbaugesellschaften gest&auml;rkt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/immobilienspekulation-und-steigende-mieten-bereitet-dem.1005.de.html?dram:article_id=441828\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Scholz will sich f&uuml;r Gesamtkonzernsteuer stark machen<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz hat im Gespr&auml;ch mit Attac-Aktiven Vers&auml;umnisse bei der Bek&auml;mpfung von Steuerhinterziehung einger&auml;umt und zugesagt, sich in der EU k&uuml;nftig f&uuml;r den Attac-Vorschlag einer Gesamtkonzernsteuer (Unitary Tax) einzusetzen.<br>\n&bdquo;Wir haben wom&ouml;glich bisher nicht ausreichend erkannt, dass das System der weltweiten Konzernbesteuerung v&ouml;llig neu gestaltet werden muss. Diese Kritik von Attac und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen kann ich als teilweise berechtigt anerkennen&ldquo;, sagte Scholz. &bdquo;Eine Gesamtkonzernbesteuerung kombiniert mit Mindeststeuers&auml;tzen w&uuml;rde den Gewinnverschiebungen zwischen Unternehmenst&ouml;chtern einen Riegel vorschieben &ndash; das ist nicht von der Hand zu weisen. Seien Sie versichert, dass ich mich gegen&uuml;ber meinen Amtskollegen in der EU daf&uuml;r einsetzen werde.&ldquo;<br>\nMit einem allzu schnellen Erfolg sei allerdings nicht zu rechnen, schlie&szlig;lich gelte in der EU in Steuerfragen das Einstimmigkeitsprinzip, schr&auml;nkte der Finanzminister ein.<br>\nDie langj&auml;hrige Attac-Forderung nach einer Gesamtkonzernsteuer wird mittlerweile von namhaften &Ouml;konomen wie Joseph Stiglitz oder Thomas Piketty unterst&uuml;tzt und seit kurzem auch in einem Papier des Internationalen W&auml;hrungsfonds IWF gefordert.<br>\nScholz hatte Vertreterinnen und Vertreter des globalisierungskritischen Netzwerkes zu einem &bdquo;offenen Austausch&ldquo; nach Berlin eingeladen, nachdem mehrere Medien die Rolle des Bundesfinanzministeriums in der Auseinandersetzung um die Gemeinn&uuml;tzigkeit von Attac problematisiert hatten. Es sei bittere Ironie, wenn ausgerechnet das Finanzministerium einer Organisation die Gemeinn&uuml;tzigkeit absprechen wolle, die sich f&uuml;r Steuergerechtigkeit einsetzt, hatte beispielsweise das Handelsblatt kommentiert.<br>\nIm Mittelpunkt des Gespr&auml;chs, &uuml;ber dessen Verlauf beide Seiten weitgehendes Stillschweigen vereinbarten, standen das aus Sicht von Attac ungen&uuml;gende Engagement Scholz&lsquo; und seiner Vorg&auml;nger bei der Bek&auml;mpfung von Steuervermeidung und Steueroasen sowie die Rolle kritischer zivilgesellschaftlicher Organisationen in einer modernen Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/scholz-will-sich-fuer-gesamtkonzernsteuer-stark-machen\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Armut vor allem in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten<\/strong><br>\nArmut in Deutschland ist sehr unterschiedlich verteilt. Eine aktuelle Studie zeigt, dass vor allem in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten der Anteil der Sozialleistungsempf&auml;nger hoch ist.<br>\nDie Armutsquote in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten ist gr&ouml;&szlig;er als in Deutschland insgesamt. Das geht aus einer am Dienstag in G&uuml;tersloh ver&ouml;ffentlichten Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung hervor. Demnach betrug der Anteil der Sozialleistungsempf&auml;nger 2016 bundesweit 10,1 Prozent der Gesamtbev&ouml;lkerung. In St&auml;dten mit &uuml;ber 100.000 Einwohnern lag er dagegen bei 14,0 Prozent, also knapp 4 Prozentpunkte h&ouml;her.<br>\nDie Armutsquote habe sich dabei in den einzelnen Gro&szlig;st&auml;dten im Zehn-Jahres-Vergleich unterschiedlich entwickelt: In 37 Kommunen (46 Prozent) sei der Anteil der Sozialleistungsempf&auml;nger gestiegen, in 27 (34 Prozent) gesunken und in 16 (20 Prozent) in etwa gleich geblieben, hei&szlig;t es in dem Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/armut-vor-allem-in-deutschen-grossstaedten-16120203.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schulstreiks bei Anne Will: Diskussion wortreich verweigert<\/strong><br>\nDie Talkrunde sollte &uuml;ber Klimaschutz und Sch&uuml;lerstreiks diskutieren, vermied es aber, &uuml;ber das Ausma&szlig; des Problems und L&ouml;sungsans&auml;tze zu sprechen<br>\nDrei Dinge hat die sonnt&auml;gliche Talk-Runde bei Anne Will deutlich gemacht. Erstens: Frau Will kann es einfach nicht lassen, ihren G&auml;sten beharrlich ins Wort zu fallen. Ausreden d&uuml;rfen bestenfalls Vertreter der CDU. Zweitens: Frau Will hat keinerlei Interesse an den Hintergr&uuml;nden der Proteste, sondern verbraucht zun&auml;chst runde 25 Prozent der Sendezeit, &uuml;ber vermeintliches Schw&auml;nzen zu lamentieren und lamentieren zu lassen, um dann so brennende Fragen zu diskutieren, wie etwa, ob die Gr&uuml;nen eine Partei der Verbote sind.<br>\nUnd Drittens: Den etablierten Politikern geht jedes Verst&auml;ndnis f&uuml;r das Anliegen der Jugendlichen und die Dringlichkeit der Situation ab. Am meisten hatte erwartungsgem&auml;&szlig; noch der Ko-Chef der Gr&uuml;nen Robert Habeck verstanden. Es sei doch ganz einfach, die Demos der Sch&uuml;ler zu beenden, lie&szlig; er wissen. Die Politik m&uuml;sse nur die Forderungen der Sch&uuml;ler erf&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Schulstreiks-bei-Anne-Will-Diskussion-wortreich-verweigert-4357556.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die tr&uuml;gerische Verhei&szlig;ung<\/strong><br>\nSocial-Media-Technologien haben enorme Konzerne hervorgebracht, die durch Vermessung und kommerzielle Ausbeutung der sozialen Welt das gro&szlig;e Geld machen. Genau wie die extraktiven Industrien fr&uuml;herer Jahrhunderte sind sie hochgradig motiviert, ihre Territorien auszuweiten und die lokalen Eliten ihrem Willen gef&uuml;gig zu machen. Setzt man sie nicht massiv unter Druck, gibt es f&uuml;r sie wenig Anreiz, &uuml;ber ihre Aktion&auml;re hinaus der &Ouml;ffentlichkeit zu dienen. Unternehmen wie Facebook und Twitter beginnen, unseren &ouml;ffentlichen Raum im gleichen Grade zu dominieren, wie einst Standard Oil die Petrochemie beherrschte. Sie sollten Antikartellgesetzen gehorchen m&uuml;ssen. Wir haben jedes erdenkliche Recht, an Social-Media-Firmen die gleichen Ma&szlig;st&auml;be anzulegen, mit denen wir andere extraktive Industrien behandelten. Wir k&ouml;nnen es ihnen nicht gestatten, die Gebiete, in denen sie sch&uuml;rfen, zu verseuchen oder ihre Besch&auml;ftigten, Anwohner oder die Anwender ihrer Erzeugnisse zu sch&auml;digen.<br>\nWie Tim Wu, Rechtsprofessor an der Columbia University, feststellt, erm&ouml;glichen Social-Media-Unternehmen eine neue Form der Zensur, indem sie Nutzer &ndash; Menschen und Roboter &ndash; bef&auml;higen, die Inboxen ihrer Feinde zu fluten, um sie mundtot zu machen. Dabei gibt es &ndash; wenig beachtete &ndash; Bestimmungen im Ersten Verfassungszusatz, mit denen sich solche Prozesse radikal entschleunigen lie&szlig;en. Auch gibt es Alternativen zu jener Gewohnheit gewordenen Praxis, dass unsere sozialen Medien in Privatbesitz oder als Aktiengesellschaften betrieben werden. Einige M&ouml;glichkeiten zeigen sich bereits mit den in der Computerbranche selbst entwickelten Sharing-Praktiken, beispielsweise dem Open-Source-Code oder der &bdquo;Copyleft&ldquo;-Rechtevergabe. Eine internationale Wissenschaftler- und Technikergemeinde bem&uuml;ht sich seit einiger Zeit darum, Online-Plattformen in Kollektiveigentum zu schaffen. Nathan Schneider, der an der University of Colorado lehrt und zu den K&ouml;pfen der Initiative z&auml;hlt, hat darauf hingewiesen, dass Kooperativen im Mitgliederbesitz elf Prozent der in Amerika verkauften Elektrizit&auml;t erzeugen. Wenn soziale Medien f&uuml;r unser Leben ebenso wichtig sind wie Strom, fragt er, warum sollten wir uns nicht daran machen, sie in Besitz zu nehmen und selbst zu betreiben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/maerz\/die-truegerische-verheissung\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Milit&auml;rputsch-Feiern d&uuml;rfen doch stattfinden<\/strong><br>\nBrasiliens rechtsextremer Pr&auml;sident darf nun also doch feiern: Ein Gericht lie&szlig; die Gedenkveranstaltungen Bolsonaros zum Jahrestag des Milit&auml;rputsches vor 55 Jahren zu. Eine Richterin hatte die Feiern zuvor untersagt.<br>\nBrasiliens Pr&auml;sident Jair Bolsonaro darf am Sonntag doch die umstrittenen Gedenkfeierlichkeiten zum 55. Jahrestag des Milit&auml;rputsches abhalten. Ein Bundesgericht hob die einstweilige Verf&uuml;gung auf, mit der eine Richterin die geplanten Zeremonien untersagt hatte.<br>\nDer Tagesbefehl, der am Sonntag in den Kasernen des s&uuml;damerikanischen Landes verlesen werden soll, sei nicht rechtswidrig, teilte das Gericht mit. In der Entscheidung, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag, folgte Richterin Maria do Carmo Carmoso der Argumentation, dass ein demokratischer Rechtsstaat auf &ldquo;einem Pluralismus der Vorstellungen&rdquo; basiere. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/brasilien-putsch-gedenkfeiern-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> V&ouml;llig grotesk, ein Gedenkveranstaltung, die die Abschaffung des demokratischen Rechtsstaats feiert zu zulassen und dies als &bdquo; Pluralismus der Vorstellungen&rdquo; auszugeben, das ist fast so als w&uuml;rde man in Deutschland Feiern zum 30. Januar 1933 erlauben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Komment der Aufr&uuml;ster<\/strong><br>\nEs w&auml;re schon interessant zu wissen, was die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bewogen haben mag, Finanzminister Olaf Scholz (SPD) in der Haushaltsplanung in Sachen Milit&auml;rbudget freie Hand zu geben. Der hat im aktuellen Haushaltsbeschluss des Berliner Kabinetts n&auml;mlich verankert, dass die Verteidigungsausgaben im kommenden Jahr &bdquo;nur&ldquo; um zwei Milliarden auf knapp 45 Milliarden Euro und damit auf 1,37 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen. Die Verteidigungsministerin hingegen hatte 47,2 Milliarden, also 2,5 Milliarden mehr gefordert. Doch damit nicht genug: Nach Scholz soll das Milit&auml;rbudget bis 2023 wieder auf 1,25 Prozent des BIP absinken. Von der Leyen plante bisher f&uuml;r 2023 mit 1,49 Prozent und 54,7 Milliarden. Der Vorgang enth&auml;lt Sprengstoff, weil die Kanzlerin erst im Vorjahr in Richtung USA und NATO ausdr&uuml;cklich zugesagt hatte, 2024 mindestens 1,5 Prozent des BIP f&uuml;rs Milit&auml;r ausgeben zu wollen.Als Begr&uuml;ndung f&uuml;r mehr NATO-Aufr&uuml;stung genannt werden &uuml;blicherweise die neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen durch die aggressive, expansionistische Politik Moskaus, die an der Krim und am russischen Agieren gegen&uuml;ber der Ostukraine und in Syrien festgemacht wird. &hellip;<br>\nWelchem sicherheitspolitischen Zweck gegen&uuml;ber Russland kann noch mehr konventionelle NATO-R&uuml;stung rationalerweise dienen?<br>\nWenn man diese Frage indes stellt, dann landet man fr&uuml;her oder sp&auml;ter bei zwei strategischen Vergleichen &ndash; dem der Milit&auml;rausgaben von NATO und Russland und dem des konventionellen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses zwischen beiden Seiten.<br>\nLaut Stockholmer Internationalem Friedensforschungsinstitut (SIPRI) beliefen sich die Milit&auml;rbudgets der USA und Russlands 2018 auf 643,3 und 63,1 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Verh&auml;ltnis von zehn zu eins. Gro&szlig;britannien, Frankreich und Deutschland verausgabten zusammen weitere 155,2 Milliarden Dollar, also zweieinhalb Mal so viel wie Moskau. Angesichts dieser exorbitanten Diskrepanzen ist der Versuch, sie mit der Behauptung zu relativieren, die Russen bek&auml;men aber mehr bang for the buck, also mehr Schlagkraft f&uuml;r jeden ausgegebenen Rubel, so IISS-Experte Fran&ccedil;ois Heisbourg auf der diesj&auml;hrigen M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, einfach nur l&auml;cherlich. Ebenso wie die implizite Unterstellung, die Russen seien quasi Weltmeister in Sachen R&uuml;stungsmanagement und -effizienz. Das allgemeine Niveau und der Zustand ihrer Wirtschaft bieten daf&uuml;r keine belastbaren Anhaltspunkte. Die russische F&uuml;hrung scheint im &Uuml;brigen begriffen zu haben, dass sie auf dem Wege &uuml;ber die Milit&auml;rausgaben der NATO kein Paroli bieten kann. Die russischen Ausgaben wurden nach westlichen Angaben in den vergangenen Jahren wiederholt gek&uuml;rzt &ndash; etwa 2017 um zwischen zehn und zwanzig Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2019\/03\/der-komment-der-aufruester-47821.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Joschka Fischer: &bdquo;Wir Europ&auml;er werden geh&auml;ckselt, wenn wir nicht zusammenstehen&ldquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Bundesau&szlig;enminister Joschka Fischer hat die Lethargie in der deutschen Au&szlig;enpolitik scharf attackiert. &bdquo;In Deutschland herrscht das Prinzip eingeschlafene F&uuml;&szlig;e&ldquo;, sagte der 70-J&auml;hrige in einem Gespr&auml;ch mit dem Handelsblatt mit Blick auf die z&ouml;gerliche Haltung Berlins auf die politische Herausforderung durch den Aufstieg Chinas.<br>\n&bdquo;Wir Europ&auml;er werden geh&auml;ckselt werden, wenn wir nicht zusammenstehen. Nur gemeinsam haben wir eine echte Chance. Deshalb macht es mich so w&uuml;tend, wenn ich mir anschaue, wie sich unter Land verh&auml;lt&ldquo;, sagte Fischer.<br>\nHart kritisierte Fischer auch die deutsche Debatte um eine Erh&ouml;hung der Verteidigungsausgaben. &bdquo;Wenn wir meinen, wir sind Friedensmacht, das reicht, l&uuml;gen wir uns in die Tasche. Die &lsquo;Friedensmacht&rsquo; Deutschland steht unter fremden Schutz &ndash; dessen m&uuml;ssen wir uns bewusst sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/ex-aussenminister-im-interview-joschka-fischer-wir-europaeer-werden-gehaeckselt-wenn-wir-nicht-zusammenstehen\/24149546.html?ticket=ST-2712742-0rKY27qHQVQ0a6fl3kgB-ap4\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man fragt sich hier doch, ist der Mann wirklich noch bei den Gr&uuml;nen? Einen gl&uuml;henderen Propagandisten hatte die herrschende Oligarchie wohl selten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Amerikaner erwarten ein Land im politischen, wirtschaftlichen und weltpolitischen Niedergang<\/strong><br>\nNach einer Umfrage ist das Vertrauen gering, dass Amerika wieder gro&szlig; wird, Politiker werden als unf&auml;hig gesehen, die gro&szlig;en Probleme zu l&ouml;sen<br>\nDonald Trump, der siegreich aus der &ldquo;Hexenjagd&rdquo; hervorgegangen ist, hat immer verk&uuml;ndet, er werde Amerika wieder gro&szlig; machen. Nach Gallup sind allerdings Anfang M&auml;rz gerade einmal 37 Prozent mit ihm als Pr&auml;sidenten zufrieden. Bei Trumps Lieblingsmeinungsforschungsinstitut Rasmussen erzielt er bei Amerikanern, die w&auml;hlen wollen, 50 Prozent.<br>\nEine gerade ver&ouml;ffentlichte Umfrage von NPR\/PBS NewsHour\/Marist kommt auf 42 Prozent, nur 36 Prozent, das sind die harten Trump-Fans, sehen ihn nach dem Mueller-Bericht als v&ouml;llig unbelastet, also so, wie er sich selbst sieht. Laut einer Umfrage nach dem Ende der Mueller-Ermittlungen sind es 45 Prozent, der Mueller-Bericht hat daran nichts ver&auml;ndert. Am meisten Zuspruch findet er f&uuml;r die Schaffung von Jobs und f&uuml;r seine Wirtschaftspolitik &uuml;berhaupt.<br>\nPew hat Ende Dezember 2018 eine k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte Umfrage zur Stimmung unter den Amerikanern durchgef&uuml;hrt, die erkennen l&auml;sst, dass die Meisten kaum sehen, wie Amerika mit Trump wieder gro&szlig; werden k&ouml;nnte. Wenn sie gefragt werden, wie es mit den USA in 30 Jahren aussehen wird, erwarten sie, wie Pew schreibt, ein Land im politischen, wirtschaftlichen und weltpolitischen Niedergang.<br>\n60 Prozent sagen, die USA werden 2050 weniger wichtig sein, 73 sind &uuml;berzeugt, dass sich die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft, 65 Prozent gehen von einer weiteren politischen Polarisierung aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Amerikaner-erwarten-ein-Land-im-politischen-wirtschaftlichen-und-weltpolitischen-Niedergang-4356400.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kipping: Linke hat offene Arme f&uuml;r &ldquo;Aufstehen&rdquo;-Bewegung<\/strong><br>\nDie Linke-Bundesvorsitzende Katja Kipping hat Offenheit ihrer Partei f&uuml;r Anh&auml;nger der Bewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; signalisiert. &ldquo;Wir sind sp&auml;testens jetzt gut beraten, folgendes auszustrahlen: Wir haben offene Arme, und wir sind interessiert an der Zusammenarbeit mit allen, die gemeinsam mit uns &ndash; sei es als Mitglieder oder sei es in gemeinsamen Kampagnen &ndash; f&uuml;r soziale Gerechtigkeit sorgen wollen&rdquo;, sagte Kipping am Samstag w&auml;hrend eines Parteitages der Th&uuml;ringer Linken in Gera.<br>\nLange Zeit sei unklar gewesen, ob &ldquo;Aufstehen&rdquo; eine eigene Partei werden w&uuml;rde. Unter anderem deshalb sei der Umgang mit der Bewegung schwierig gewesen. &ldquo;Nun ist klar, dass &ldquo;Aufstehen&rdquo; sich eher auf die Arbeit in den regionalen Gruppen konzentriert&rdquo;, sagte Kipping. Sie betonte, dass Die Linke die Zusammenarbeit mit allen sozialen Kr&auml;ften in Deutschland suche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/regionales\/thueringen\/Kipping-Linke-hat-offene-Arme-fuer-Aufstehen-Bewegung-article20938168.html?fbclid=IwAR1_ZJMJqNs3-Q-2rwthEEd9jtAdf_G0FOelngWCwlFDv-WQg0Yuz8UFCvk\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man h&ouml;re und staune. Erst ging das Vorstandsduo Kipping und Riexinger auf Distanz zu &bdquo;Aufstehen&ldquo;, um die Bewegung dann &ndash; offen und verdeckt &ndash; mit allen Mitteln zu bek&auml;mpfen. Und kaum hatte man die verhasste Konkurrentin Sahra Wagenknecht erfolgreich aus dem Weg gemobbt, zeigt man sich nun begeistert von den bisherigen &bdquo;Nationalisten&ldquo; und &bdquo;Rechtsoffenen&ldquo; von Aufstehen. Katja Machiavelli at her best. Genau wegen dieser verlogener Machtpolitik man&ouml;vriert die Linke sich mehr und mehr ins Aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>ARD als Komplize beim Putschversuch in Venezuela<\/strong><br>\nDie ARD begleitet widerspruchs- und kritiklos die v&ouml;lkerrechtswidrige Politik Washingtons und Berlins beim Versuch des Regime-Changes in Venezuela. So das Fazit die Medienexperten Friedhelm Klinkhammer und Volker Br&auml;utigam nach Analyse der ARD-Berichterstattung zum Thema.<br>\nDer Zulauf zur vielgestaltigen B&uuml;rgerbewegung, die sich &ldquo;H&auml;nde weg von Venezuela!&rdquo; auf die Fahnen geschrieben hat, h&auml;lt unvermindert an. Emp&ouml;rung herrscht dar&uuml;ber, dass sich US-Pr&auml;sident Trump mit seinem &ldquo;Raus aus Venezuela!&rdquo; ein weiteres Mal &uuml;ber das V&ouml;lkerrecht hinwegsetzt &ndash; auch die Androhung von Gewalt ist gem&auml;&szlig; UN-Charta unzul&auml;ssig &ndash; und dass die Bundesregierung fortgesetzt dabei assistiert. Dass die Redaktion ARD-aktuell als Schwester im rechtsverleugnenden Geiste jegliche kritische Berichterstattung &uuml;ber das kriegsgef&auml;hrliche Treiben verweigert, geht einer wachsenden Zuschauerzahl auf die Nerven.<br>\nSoweit Tagesschau &amp; Co. &uuml;berhaupt aktuell &uuml;ber &ldquo;Venezuela&rdquo; berichten, entledigen sie sich dieser Pflicht in einer unauff&auml;lligen Nische ihres Internet-Angebots. In ihren Fernseh-Hauptausgaben findet die Thematik hingegen nicht statt. Zwar sind die Destabilisierungsversuche der CIA und generell die politische Aggression der USA gegen Venezuela nicht neu. Aber soweit die deutsche Bev&ouml;lkerung Genaueres dar&uuml;ber wei&szlig;, erfuhr sie es nicht aus den korporierten Massenmedien. Schon gar nicht von Chefredakteur Dr. Gniffkes Qualit&auml;tsjournalisten-Garde in der Tagesschau-Redaktion.<br>\nBereits im Juli 2017 hatte der damalige CIA-Direktor und heutige US-Au&szlig;enminister Michael Pompeo sinngem&auml;&szlig; erkl&auml;rt: Die USA haben gro&szlig;es Interesse daran, sicherzustellen, dass ein &ldquo;wirtschaftlich so f&auml;higes Land wie Venezuela stabil&rdquo; sei. Mit anderen Worten: nicht von Sozialisten regiert. Pompeo: &ldquo;Wir arbeiten deshalb hart daran.&rdquo; Im Klartext: am Sturz der Regierung Venezuelas.<br>\nDieser Hohn auf das V&ouml;lkerrecht, die dreiste Einmischung in Angelegenheiten eines souver&auml;nen Staates, ausgesprochen vom Chef der CIA, fand in der Tagesschau keine Erw&auml;hnung. Bemerkenswert. Auf die politische Einseitigkeit, deren sich Deutschlands wichtigste Nachrichtenredaktion trotz ihrer Verpflichtung zu vollst&auml;ndiger und umfassender Information beflei&szlig;igt, ist Verlass. Kritische Berichte &uuml;ber die &ldquo;Freunde&rdquo; unterbleiben.<br>\nIm venezolanischen Konfliktfall degenerierte die ARD-aktuell zur medialen B&uuml;hne, auf der sich die rechtsradikale CIA-Marionette Guaid&oacute; selbst zum &Uuml;bergangspr&auml;sidenten aufblasen und inaugurieren lassen durfte. Gniffke und seine gleichgesinnten \/ gleichgeschalteten Kollegen in den deutschen Medienh&auml;usern gaben den kriminellen Affenzirkus als nachvollziehbaren, quasi legitimen politischen &ldquo;Machtkampf&rdquo; gegen den gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Maduro aus.<br>\nKein Wort lie&szlig; die Tagesschau &uuml;ber die Motive der seit zwei Jahrzehnten anhaltenden US-Aggression gegen Venezuela verlauten. Nichts dar&uuml;ber, dass in Venezuela kein Kampf &ldquo;Demokratie vs. Diktatur&rdquo; ausgefochten wird, sondern dass sich auch hier alles um &ouml;konomische Interessen dreht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/86641-dr-gniffkes-macht-um-acht-venezuela\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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