{"id":50643,"date":"2019-04-03T10:31:39","date_gmt":"2019-04-03T08:31:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50643"},"modified":"2019-09-17T15:46:48","modified_gmt":"2019-09-17T13:46:48","slug":"lassen-sie-uns-doch-mal-ueber-verkehr-reden-teil-1-kostenloser-oepnv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50643","title":{"rendered":"Lassen Sie uns doch mal \u00fcber Verkehr reden \u2013 Teil 1: Kostenloser \u00d6PNV?"},"content":{"rendered":"<p>Stickoxide, Feinstaub, CO2-Bilanz &ndash; keine Frage, das Thema individuelle Mobilit&auml;t ist zur Zeit auch dank der Sch&uuml;lerproteste eines der meistdiskutierten Themen im Lande. Sonderlich tiefsch&uuml;rfend ist die Debatte aber leider nicht. Meist geht es zugespitzt darum, ob wir k&uuml;nftig mit Diesel- oder Elektromotor im st&auml;dtischen Stau stehen und inwiefern sich ein Gramm CO2 am Auspuff eines Diesels von einem Gramm CO2 am Schornstein eines Braunkohlekraftwerks in Sachen Nachhaltigkeit unterscheidet. Doch wer die Probleme an der Wurzel packen will, sollte zwei ganz andere Debatten f&uuml;hren: Wie bekommt man mehr Menschen in den &ouml;ffentlichen Nahverkehr? Und wie vermeidet man Verkehr, bevor er entsteht?  In einer unregelm&auml;&szlig;igen Serie wollen die NachDenkSeiten diese Fragen stellen und damit zur Debatte anregen, an der auch Sie sich mit Ihren <a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">Leserbriefen<\/a> beteiligen k&ouml;nnen. Heute soll es um die Frage gehen, ob ein kostenloser Nahverkehr der Ausweg aus der Sackgasse des Individualverkehrs sein kann. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6368\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-50643-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190403_Lassen_Sie_uns_ueber_Verkehr_reden_Teil_1_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190403_Lassen_Sie_uns_ueber_Verkehr_reden_Teil_1_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190403_Lassen_Sie_uns_ueber_Verkehr_reden_Teil_1_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190403_Lassen_Sie_uns_ueber_Verkehr_reden_Teil_1_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=50643-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190403_Lassen_Sie_uns_ueber_Verkehr_reden_Teil_1_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190403_Lassen_Sie_uns_ueber_Verkehr_reden_Teil_1_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Will man mehr Menschen in die Busse, Stra&szlig;enbahnen und Z&uuml;ge bekommen, ist die Idee eines &bdquo;kostenlosen &ouml;ffentlichen Nahverkehrs&ldquo; erst einmal naheliegend. Als Vision existiert dieses verkehrspolitische Konzept, das in einigen St&auml;dten bereits erfolgreich umgesetzt wurde, schon l&auml;nger. In den letzten Jahren genie&szlig;t diese Vision zudem ein bemerkenswertes Comeback. Mit Luxemburg plant aktuell sogar der erste Staat, den &Ouml;PNV ab 2020 komplett auf ein <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/saarland\/blickzumnachbarn\/subdir\/luxemburg-plant-kostenlosen-oepnv-und-mehr-urlaub_aid-34812449\">umlagefinanziertes Modell umzustellen<\/a>. Auch in zahlreichen deutschen St&auml;dten wird diese Debatte immer wieder gef&uuml;hrt. Als die EU Deutschland vor gut einem Jahr mit Strafen wegen der erh&ouml;hten Schadstoffwerte in der Atemluft zahlreicher deutscher Innenst&auml;dte drohte, zeigte sich sogar die Bundesregierung f&uuml;r ein solches Modell offen und k&uuml;ndigte in einem Brief an die EU <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/nahverkehr-luft-bruessel-101.html\">Pilotversuche mit kostenlosem Nahverkehr in f&uuml;nf St&auml;dten an<\/a>; nur um einen Tag sp&auml;ter wieder <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article173577491\/Regierung-rudert-beim-Gratis-Nahverkehr-zurueck.html\">zur&uuml;ckzurudern<\/a> und zu erkl&auml;ren, man warte nun erst einmal die Antwort aus Br&uuml;ssel ab. Offenbar war der Brief eher ein &ndash; auch f&uuml;r die EU &ndash; recht einfach durchschaubarer Trick, um drohende Fahrverbote zu vermeiden.<\/p><p><strong>Die Kostenseite<\/strong><\/p><p>Dabei ist der Ansatz, mehr Menschen vom Auto zum &Ouml;PNV zu bringen, indem man den Nahverkehr ganz einfach kostenfrei anbietet, durchaus interessant. St&auml;dte wie Templin und L&uuml;bben in Brandenburg oder das belgische Hasselt hatten in der Vergangenheit den Nahverkehr kostenfrei angeboten und damit die Zahl der Nutzer um das Sieben- bis Neunfache gesteigert. Mit den Begriffen &bdquo;kostenfrei&ldquo; oder &bdquo;kostenlos&ldquo; sollte man jedoch vorsichtig sein. Selbstverst&auml;ndlich fallen f&uuml;r den Betreiber immer Kosten an, die zur Zeit in deutschen St&auml;dten zum Teil &uuml;ber den Verkauf von Tickets, zum Teil aber auch durch direkte und indirekte staatliche Subventionen (z.B. Investitionen oder Entgelte f&uuml;r Verkehrsvertr&auml;ge und Tarifersatzleistungen f&uuml;r Sch&uuml;ler- oder Sozialtickets) gedeckt werden. Ein &bdquo;kostenloser&ldquo; &Ouml;PNV hei&szlig;t in diesem Kontext also lediglich, dass f&uuml;r die Fahrg&auml;ste die Ticketpreise wegfallen. Wie und von wem die anfallenden Kosten dann getragen werden, ist von Modell zu Modell unterschiedlich.<\/p><p>Bei den bisherigen Feldversuchen blieb der gro&szlig;e Kostenschock f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand aus, da all die St&auml;dte, in denen die Ticketpreise f&uuml;r Einheimische wegfielen, zuvor nur &uuml;ber ein extrem schlecht genutztes Nahverkehrssystem verf&uuml;gten, das ohnehin fast komplett durch &ouml;ffentliche Subventionen finanziert wurde. In Templin betrug der Kostendeckungsgrad vor der Umstellung des Preismodells beispielsweise gerade einmal 14% &ndash; das hei&szlig;t, dass 86% der Kosten zuvor ohnehin schon von Gemeinde, Kreis und Land getragen werden mussten. Damit ist Templin jedoch zum Gl&uuml;ck alles andere als repr&auml;sentativ. <\/p><p>Im Schnitt k&ouml;nnen die deutschen Verkehrsunternehmen laut eigenen Angaben im Nahverkehr <a href=\"https:\/\/www.vdv.de\/vdv-jahresbericht-2017-2018.pdfx?forced=true&amp;forced=true\">einen Kostendeckungsgrad von 76,3% erreichen<\/a> &ndash; das hei&szlig;t, nur jeder vierte Euro auf der Kostenseite stammt zur Zeit von der &ouml;ffentlichen Hand. Einige Nahverkehrsunternehmen, wie beispielsweise die <a href=\"https:\/\/dialog.hochbahn.de\/allgemein\/bilanzpressekonferenz-2018-weshalb-ein-rekordergebnis-gut-fuer-die-fahrgaeste-ist\/\">Hamburger Hochbahn<\/a>, arbeiten im Betrieb sogar nahezu komplett kostendeckend. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass es sich bei diesen Kosten nur um die direkte Kostenseite der jeweiligen Unternehmen handelt und staatlich finanzierte Infrastrukturinvestitionen hierbei nicht mitgerechnet werden. Und auch weitere Staatsleistungen rechnen die Betreiber naturgem&auml;&szlig; nicht mit. F&uuml;r sie ist es n&auml;mlich einerlei, ob die L&auml;nder &uuml;ber Zusch&uuml;sse zum Sozialticket oder Sch&uuml;lertickets einen Teil der Ticketkosten &uuml;bernehmen oder der Staat die Betreiber &uuml;ber eine Befreiung von der Umsatzsteuer indirekt subventioniert. <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/07641.pdf\">Berechnungen der Friedrich Ebert Stiftung<\/a> gehen daher auch nur von einem <strong>&bdquo;Nutzerfinanzierungsanteil&ldquo; von rund 36% aus<\/strong>. Doch in Zeiten der schwarzen Null und der Schuldenbremse reicht dieser Anteil schon aus, um die Kommunen auf die Probe zu stellen. Was in Templin mit seinem ohnehin fast komplett &ouml;ffentlich finanziertem &uuml;berschaubaren Busbetrieb eine sinnvolle Alternative sein kann, w&uuml;rde f&uuml;r eine Stadt wie Hamburg auf Mehrkosten von rund 830 Millionen Euro <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kommunen-fuerchten-Kosten-fuer-Gratis-OPNV-article20284621.html\">hinauslaufen<\/a> &ndash; das w&auml;ren 460 Euro f&uuml;r jeden Einwohner der Hansestadt. Die Zusch&uuml;sse in Templin betragen lediglich 6,25 Euro pro Kopf und Jahr. <\/p><p>Ein Verzicht auf die Einnahmen aus dem Ticketverkauf zwingt die Betreiber, die finanziellen L&uuml;cken aus anderen T&ouml;pfen zu decken. Und da der &Ouml;PNV in Deutschland eine kommunale Aufgabe ist, liegt die Finanzierung ebenfalls in der Hand der ohnehin meist klammen Kommunen. Daran scheiterten letztlich auch die bisherigen Pilotprojekte. In Templin waren es am Ende knapp 100.000 Euro pro Jahr, mit denen der kostenlose &Ouml;PNV aus der Stadtkasse <a href=\"https:\/\/www.zukunft-mobilitaet.net\/8923\/analyse\/kostenloser-oepnv-tallinn-hasselt-templin-luebben\/\">quersubventioniert werden musste<\/a> &ndash; zu viel f&uuml;r das kleine brandenburgische St&auml;dtchen, auch wenn der Zuschuss in puncto Kosten pro Kopf und Jahr geradezu l&auml;cherlich gering ist.<\/p><p>Andere internationale Pilotprojekte wurden Opfer ihres Erfolgs. So musste die belgische Kommune Hasselt 1997 bei Einf&uuml;hrung eines kostenlosen Nahverkehrsangebots nur rund 967.000 Euro zuschie&szlig;en. Binnen zehn Jahren verdreizehnfachte sich die Zahl der Fahrg&auml;ste jedoch von 360.000 auf mehr als 4,6 Millionen. Waren 1997 acht Stadtbusse auf zwei Linien im Einsatz, waren es zehn Jahre sp&auml;ter 46 Busse auf neun Linien und ein Shuttle-Service. Damit stiegen auch die Kosten, so dass Hasselt trotz Querfinanzierung aus der Parkraumbewirtschaftung und Umlenkung von Investitionen aus dem Stra&szlig;enbau am Ende j&auml;hrlich ein Defizit von fast drei Millionen Euro stopfen und 2013 das Projekt einstellen musste. <\/p><p>Um die laufenden Kosten f&uuml;r einen kostenfreien &ouml;ffentlichen Nahverkehr zukunftssicher zu organisieren, m&uuml;ssen also Einnahmequellen jenseits des st&auml;dtischen Haushalts erschlossen werden. Ob es sich dabei nun um Templin mit seinen 100.000 Euro oder um Hamburg mit seinen 830 Millionen Euro handelt &ndash; &bdquo;f&uuml;r lau&ldquo; gibt es den kostenlosen Nahverkehr nicht.<\/p><p><strong>Die Lenkungswirkung<\/strong><\/p><p>Die n&auml;chste offene Frage ist, wer sich durch das Angebot eines kostenlosen Nahverkehrs zum Umsteigen auf Bus und Bahn &uuml;berreden l&auml;sst. Es ist nat&uuml;rlich erfreulich, wenn Jugendliche und Rentner aufgrund kostenloser Angebote die &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel verst&auml;rkt nutzen. Die erhoffte Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf die Schiene oder den Bus stellt sich alleine dadurch jedoch nicht ein. So ging der Fahrgastzuwachs in Templin dann auch vor allem zu Lasten des Fu&szlig;- und Radverkehrs. Eine Substitution des Autos durch den Bus war in Templin jedoch auch nie geplant. Dort ging es vor allem darum, die chronisch leeren Busse vollzubekommen. Dieses Ziel wurde auch erreicht, die Autofahrten wurden jedoch nicht weniger.<\/p><p>Noch n&uuml;chterner sind die Zahlen aus dem weltweit gr&ouml;&szlig;ten Projekt eines kostenfreien Nahverkehrs. Im estnischen Tallinn liegt das zus&auml;tzliche Fahrgastaufkommen durch den seit 2013 geltenden &bdquo;Nulltarif&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.zukunft-mobilitaet.net\/45387\/analyse\/tallinn-nulltarif-fahrscheinloser-oepnv-studie-nachfragesteigerung\/\">bei lediglich 1,2%<\/a>. Dem steht ein Defizit von 12 Millionen Euro bei den Ticketeinnahmen entgegen, das sich die Esten jedoch mit einigen Milchm&auml;dchenrechnungen sch&ouml;nrechnen. So w&uuml;rde das Defizit durch den kommunalen Anteil an der Einkommenssteuer der Zuwanderer mehr als wettgemacht. Das mag ja so sein, aber wer glaubt ernsthaft, dass die Zuwanderer nur wegen der kostenlosen Busse nach Tallinn ziehen? In der Fachliteratur wird das estnische kostenfreie &Ouml;PNV-Modell &uuml;brigens h&auml;ufig als &bdquo;soziales Modell&ldquo; bezeichnet. Das ist jedoch zynisch, lag der Beweggrund f&uuml;r die Umstellung auf einen kostenfreien &Ouml;PNV doch vor allem darin begr&uuml;ndet, dass die Niedrigl&ouml;hner in Tallinn trotz ohnehin niedriger Ticketpreise sich vielfach die Fahrt zum Arbeitsplatz nicht mehr leisten konnten. Und so st&uuml;tzt der kostenlose &Ouml;PNV in Estland vor allem die Hungerl&ouml;hne. Sozial ist das ganz sicher nicht. Nicht gerade sozial sind auch die hohen <a href=\"https:\/\/www.parkimine.ee\/en\">Parkgeb&uuml;hren<\/a>, mit denen Tallinn seinen kostenlosen &Ouml;PNV querfinanziert und dabei sicher auch den einen oder anderen Fahrgast in Bus und Bahn dr&auml;ngt &ndash; dies geschieht hier jedoch nicht wegen des kostenfreien Angebots, sondern wegen der teils absurden Parkkosten in der Innenstadt.<\/p><p>Um mehr Menschen in Busse und Bahnen zu bekommen, reicht eine Senkung des Fahrtpreises oft ohnehin nicht aus. <strong>Was nutzt die Kostenfreiheit, wenn die Taktung schlecht, die n&auml;chste Haltestelle zu weit entfernt, das Netz l&uuml;ckenhaft und Komfort und Sicherheit mangelhaft sind?<\/strong> Vor allem f&uuml;r die &ndash; hier diskutierte &ndash; Entscheidung zwischen Auto und &Ouml;PNV gibt es zahlreiche &bdquo;Pull- und Push-Faktoren&ldquo;, von denen Preis f&uuml;r den &Ouml;PNV nur einer von vielen ist. <\/p><p><strong>Der &Ouml;PNV muss attraktiver werden<\/strong><\/p><p>&Ouml;PNV ist nicht gleich &Ouml;PNV. So steht das weitreichende Angebot aus Bussen, Stra&szlig;enbahnen, U-Bahnen und S-Bahnen in Berlin f&uuml;r innerst&auml;dtische Reisen ohnehin nicht in echter direkter Konkurrenz zur Fahrt mit dem eigenen Auto. Staus und die teils katastrophale Parkplatzsituation machen die individuelle Fahrt in der Regel nicht nur langsamer, sondern auch teurer. Ganz anders sieht es hingegen auf dem Land aus. Viele Orte werden hier gar nicht mehr von Bus und Bahn angefahren und dort, wo einmal ein &ouml;ffentliches Verkehrsmittel h&auml;lt, sind die Taktzeiten oft derart suboptimal, dass alleine schon die Wartezeiten beim Umstieg l&auml;nger sind als die alternative Fahrt mit dem eigenen Auto, die hier auch ohne Staus und Parkplatzn&ouml;te nicht nur schnell, sondern auch vergleichsweise entspannt vonstatten geht. Ein vielzitierter Sonderfall sind hingegen die Berufspendler, die ohne Stau auf dem Lande entspannt starten und dann in den Ballungsr&auml;umen, in denen die B&uuml;ros und Fabriken ja meist stehen, in die Staus hineinfahren, um nach Feierabend den umgekehrten Weg anzutreten. <\/p><p>Bemerkenswert ist, dass in allen drei beispielhaft skizzierten Anwendungsf&auml;llen der Preis eine untergeordnete Rolle spielt. Der Berliner f&auml;hrt ohnehin mit dem &Ouml;PNV, den der Bewohner l&auml;ndlicher Gebiete alleine schon aus Zeitgr&uuml;nden auch dann nicht nutzen w&uuml;rde, wenn dieser kostenlos w&auml;re. F&uuml;r den Pendler sind wiederum andere Faktoren wie die Taktung, die Netzabdeckung und die Kapazit&auml;t w&auml;hrend der Sto&szlig;zeiten von entscheidender Bedeutung &ndash; denn was nutzt ein kostenloser &Ouml;PNV, wenn nach der Sp&auml;tschicht kein Zug mehr zur&uuml;ckf&auml;hrt? <\/p><p>&Ouml;konomen sprechen hier von einer sehr geringen Kreuzpreiselastizit&auml;t zwischen der Nutzung des motorisierten Individualverkehrs und der Nutzung des &Ouml;PNV. Empirische Untersuchungen &ndash; auch anhand der bereits genannten Pilotprojekte &ndash; best&auml;tigen dies. Attraktive Preismodelle unterst&uuml;tzen selbstverst&auml;ndlich den Wechsel vom Auto zu Bus und Bahn, sind aber isoliert betrachtet kein Grund, das Auto stehen zu lassen. <strong>Nur wenn der &Ouml;PNV im Vergleich zum Individualverkehr attraktiver wird, steigen auch mehr Menschen um.<\/strong> Und hier geht es nicht nur um Pull-Faktoren, die den &Ouml;PNV attraktiver machen, sondern auch um Push-Faktoren.<\/p><p><strong>Lenkung hei&szlig;t auch, das Autofahren unattraktiver zu machen<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend Deutschland sich schon fast hysterisch &uuml;ber ein paar Stra&szlig;en aufregt, die nun f&uuml;r &auml;ltere Dieselfahrzeuge gesperrt wurden oder noch gesperrt werden, ist die Debatte in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern schon viel weiter. Die Pariser B&uuml;rgermeisterin Anne Hidalgo verantwortet beispielsweise einen <a href=\"http:\/\/api-site-cdn.paris.fr\/images\/70921\">Ma&szlig;nahmenplan<\/a>, der schon heute &auml;ltere Busse, Last- und Lieferwagen aus der Innenstadt verbannt hat und die komplette Innenstadt ab 2024 f&uuml;r Diesel und ab 2030 generell f&uuml;r Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren abriegelt. &Auml;hnliche Pl&auml;ne gibt es in Barcelona, Madrid, Amsterdam, Oslo und Gent. <\/p><p>Einen etwas anderen Weg gehen St&auml;dte wie Stockholm oder London, die Autofahrer im innenst&auml;dtischen Bereich mit einem Mautsystem zur Kasse bitten. Wer in London mit einem Auto in die Innenstadt will, muss beispielsweise 11,50 GBP pro Tag zahlen; rund 14 Euro. Seit Oktober 2017 wird zus&auml;tzlich f&uuml;r Besitzer &auml;lterer Euro-4-Modelle (Benzin und Diesel) eine &bdquo;Giftmaut&ldquo; von 10 GBP pro Tag f&auml;llig. Hinzu kommen die mit durchschnittlich 10,40 Euro pro Stunde wohl <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article157600733\/In-diesen-Staedten-parken-Autofahrer-guenstig.html\">teuersten Parkgeb&uuml;hren<\/a> in Europa &ndash; wobei es jedoch einem Kunstst&uuml;ck gleicht, in der City &uuml;berhaupt einen Parkplatz zu bekommen, da die allermeisten Parkbereiche f&uuml;r Einwohner reserviert sind. St&auml;dte wie London versuchen also, Autos durch massive Zusatzkosten aus der Stadt zu verdr&auml;ngen. <\/p><p>Auch wenn man als Politiker damit sicherlich keine W&auml;hlerstimmen gewinnt &ndash; wer das Verkehrschaos und die Abgase herunterfahren und die Menschen in Bus und Bahn bekommen will, muss auch das Autofahren unattraktiver machen &ndash; komplett autofreie Innenst&auml;dte oder horrende Maut- und Parkgeb&uuml;hren sollten da aber eher eine ultima ratio sein, wenn alle anderen Mittel versagt haben. <strong>Eine zus&auml;tzliche Verknappung und Verteuerung des Parkangebots und restriktive Verkehrsleitkonzepte sind aber auch nur dann sinnvolle Lenkungshilfen, wenn es etwas zu lenken gibt; sprich, wenn es f&uuml;r die Autofahrer attraktive Alternativen gibt.<\/strong> Denn umweltpolitisch ist es ja nicht gerade sinnvoll, die Leute wie in Gr&ouml;nemeyers Song &bdquo;Mambo&ldquo; stundenlang ihre Runden drehen zu lassen, um einen Parkplatz zu finden. <\/p><p><strong>Sto&szlig;zeiten, Kapazit&auml;tsgrenzen, Investitionsstau<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend in der Provinz vor allem am Nachmittag die Busse oft menschenleer sind, sto&szlig;en in den meisten Metropolen vor allem U- und S-Bahnen zu den Sto&szlig;zeiten schon heute an ihre Kapazit&auml;tsgrenzen. Hier w&auml;re eine Erh&ouml;hung des Fahrgastaufkommens &uuml;ber Preisanreize ohne eine gleichzeitige Ausweitung des Angebots durch verk&uuml;rzte Taktzeiten oder zus&auml;tzliche Strecken im schlimmsten Falle sogar kontraproduktiv. Regional und strukturell unterscheiden sich sowohl die Anforderungsprofile an den &Ouml;PNV als auch die Ausgangssituation fundamental. Was f&uuml;r eine l&auml;ndliche Region Brandenburgs eine sinnvolle L&ouml;sung sein kann, k&ouml;nnte unter Umst&auml;nden f&uuml;r M&uuml;nchen massive Nachteile mit sich bringen. Und auch hier geht es abseits der Pull- und Push-Faktoren auch um das fehlende Geld f&uuml;r n&ouml;tige Investitionen.<\/p><p>Mit der jetzigen personellen und materiellen Ausstattung w&auml;re es beispielsweise f&uuml;r die Berliner Verkehrsbetriebe in Sto&szlig;zeiten kontraproduktiv, noch mehr Fahrg&auml;ste transportieren zu m&uuml;ssen. Die meisten U-Bahnen fahren in Berlin zur Zeit w&auml;hrend der Sto&szlig;zeiten im 5-Minuten-Takt und schaffen es damit nicht, Passagierspitzen zu bestimmten Tageszeiten abzufedern. Die Folge: &Uuml;berf&uuml;llte Bahnsteige, Gedr&auml;ngel in den Wagen, l&auml;ngere Fahrzeiten. <a href=\"https:\/\/archiv.berliner-verkehr.de\/2017\/03\/06\/u-bahn-fahrgastverband-fordert-4-minuten-takt-wir-muessen-aus-der-u-bahn-mehr-herausholen-aus-rbb-online-de\/\">Fahrgastverb&auml;nde und Gewerkschaften fordern<\/a> in Berlin schon seit langem eine Verk&uuml;rzung des Takts in Sto&szlig;zeiten auf vier oder gar drei Minuten. Eine h&ouml;here Taktung w&uuml;rde jedoch 20 bis 30 Prozent mehr Personal und Z&uuml;ge erfordern. F&uuml;r beides haben die BVG kein Geld. Im Gegenteil &ndash; wegen der Knappheit an Personal und Z&uuml;gen wird zur Zeit sogar eine <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article216270779\/U-Bahn-Berlin-BVG-Krise-Massnahmen.html\">Erh&ouml;hung der Taktung diskutiert<\/a> und Berlin ist damit kein Einzelfall. <\/p><p>Besser sieht die Lage in der wohlhabenden Hansestadt Hamburg aus. Dort soll ein Milliardenprojekt den komplett &uuml;berlasteten &Ouml;PNV <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article187129532\/U5-Im-90-Sekunden-Takt-durch-die-Innenstadt.html\">mit einer neuen U-Bahn-Linie mit einer 90-Sekunden-Taktung<\/a> erg&auml;nzen. Und dies zeigt dann auch die Grenzen des technisch Machbaren. <strong>Wenn die Steigerung der F&ouml;rderkapazit&auml;t &uuml;ber Investitionen in Personal und Fahrzeuge ausgereizt ist, wird es richtig teuer. Denn dann muss gebaut werden, was in bestehenden urbanen Strukturen ein sehr kostspieliges Unterfangen ist.<\/strong> Daher ist es auch m&uuml;&szlig;ig, &uuml;ber eine Erh&ouml;hung des &Ouml;PNV-Anteils in den Metropolen auch nur nachzudenken, ohne gleichzeitig eine Finanzierung der damit verbundenen Mehrkosten zu er&ouml;rtern. Zumindest in diesem Punkt haben es die l&auml;ndlichen Gebiete einfacher. Ob ein Bus in Templin nun zwei oder zehn Passagiere bef&ouml;rdert, spielt f&uuml;r die Betriebskosten kaum eine Rolle und zus&auml;tzliche Investitionen sind auch nur dann n&ouml;tig, wenn man das Angebot auch qualitativ erweitern will.<\/p><p><strong>Man muss die Debatten trennen<\/strong><\/p><p>Eine alleingl&uuml;ckseligmachende L&ouml;sung f&uuml;r die &Ouml;PNV-Thematik gibt es nicht. Wer nach L&ouml;sungen sucht, sollte zun&auml;chst einmal klar das Problem umrei&szlig;en und die Anforderungen formulieren. So ist es nat&uuml;rlich alleine schon aus sozialen Gesichtspunkten w&uuml;nschenswert, dass auch &auml;rmere Rentner, Geringverdiener und Jugendliche den &Ouml;PNV nutzen k&ouml;nnen und nicht durch zu hohe Ticketpreise in ihrer Mobilit&auml;t eingeschr&auml;nkt werden. Um das zu erm&ouml;glichen, ist jedoch keine generelle Kostenbefreiung aller Passagiere n&ouml;tig. Kostenfreie Monatstickets f&uuml;r bestimmte Gruppen von Menschen, die nebenbei auch besonders auf den &Ouml;PNV angewiesen sind, da sie oft kein Auto haben, w&uuml;rden eine soziale Teilhabe auch ohne ein komplett umlagefinanziertes &Ouml;PNV-System gew&auml;hrleisten. Man sollte diese soziale Debatte auch tunlichst von der Debatte um Schadstoffe und die Klimabilanz trennen. <\/p><p>Bei diesen &ouml;kologischen Problemen w&auml;re es wichtig, zun&auml;chst klare Ziele zu definieren und diese Ziele dann am Einzelfall mit den konkreten Gegebenheiten zu &uuml;berpr&uuml;fen. Hat eine Stadt beispielsweise ein Problem mit der Schadstoffkonzentration an stark befahrenen Ausfallstra&szlig;en, so bietet sich hier nat&uuml;rlich ein durchdachtes Park&amp;Ride-Konzept mit einer kundenfreundlichen Taktung, hohem Komfort und fairen Preisen an. Und wenn die Pendler trotz eines guten &Ouml;PNV-Angebots mit freien Kapazit&auml;ten nicht auf ihr Auto verzichten wollen, muss die Politik &ndash; auch unter der Gefahr, W&auml;hlerstimmen zu verlieren &ndash; das Autofahren f&uuml;r diese speziellen Fallbeispiele unattraktiver machen &ndash; von Verkehrsbehinderungen &uuml;ber die Einf&uuml;hrung einer Maut bis hin zur Verknappung und Verteuerung des Parkplatzangebots gibt es viele M&ouml;glichkeiten, mit denen man aber nat&uuml;rlich bei den W&auml;hlern keinen Blumentopf gewinnt.<\/p><p><strong>Patentl&ouml;sungen gibt es hier leider nicht und ein bundesweites Modell eines kostenlosen Nahverkehrs w&uuml;rde wohl mehr Probleme schaffen, als es beseitigen w&uuml;rde. Das hei&szlig;t aber nicht, dass solche Modelle auf regionaler Ebene keine sinnvollen Alternativen sein k&ouml;nnen.<\/strong> Wenn die betreffende Kommune schon heute beim &Ouml;PNV einen sehr niedrigen Kostendeckungsgrad aufweist, &uuml;ber freie Kapazit&auml;ten auch zu den Sto&szlig;zeiten verf&uuml;gt und die finanziellen Mittel hat, nicht nur die Betriebskosten, sondern auch die zu erwartenden Investitionen zu tragen, k&ouml;nnte ein kostenloser &Ouml;PNV eine gute L&ouml;sung sein. Wenn die betreffende Kommune jedoch auch so schon &uuml;berschuldet ist, der &Ouml;PNV heute schon in Sto&szlig;zeiten an seine Grenzen st&ouml;&szlig;t und zu einem gro&szlig;en Teil kostendeckend arbeitet, w&auml;re eine Umstellung auf eine Umlagefinanzierung sicher keine gute Idee.<\/p><p><strong>Alternative Finanzierungskonzepte<\/strong><\/p><p>Vielleicht sollte man Visionen jedoch auch vision&auml;r betrachten und gegebene Einschr&auml;nkungen generell hinterfragen. Eine solche Einschr&auml;nkung ist zur Zeit sicherlich die Finanzierung. Hier gibt es nur die Alternative, den &Ouml;PNV entweder &uuml;ber Ticketerl&ouml;se (und andere Einnahmequellen wie Werbung) oder &uuml;ber den kommunalen Haushalt und somit &uuml;ber die generellen Steuern zu finanzieren. Dabei w&auml;ren auch andere Modelle denkbar. Was spr&auml;che beispielsweise gegen ein obligatorisches B&uuml;rgerticket? Die Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat 2015 eine <a href=\"https:\/\/ia801200.us.archive.org\/27\/items\/Publikationen_der_Piratenfraktion_Berlin\/Piratenfraktion_Studie_Fahrscheinloser_OEPNV_Berlin_Juni_2015.pdf\">Machbarkeitsstudie vorgelegt<\/a>, die den Preis f&uuml;r ein solches f&uuml;r alle Berliner verpflichtendes B&uuml;rgerticket bei 40 bis 50 Euro pro Monat beziffert und f&uuml;r einkommensschwache Haushalte deutliche Rabatte vorsieht. Das w&auml;re sicher ein guter Ansatz &hellip; wenn man gleichzeitig sicherstellen w&uuml;rde, dass auch Geld f&uuml;r die n&ouml;tigen Investitionen flie&szlig;t.<\/p><p>Doch dies gilt auch nur f&uuml;r die Metropolen. Abseits der Metropolen ist es in den meisten F&auml;llen ja nicht der Ticketpreis, sondern das zu schlechte Angebot, das die Menschen von einer Nutzung oder gar einem Umstieg auf den &Ouml;PNV abh&auml;lt. Hier m&uuml;sste der Staat &ndash; gleich aus welcher Quelle genau &ndash; schon sehr viel Geld in die Hand nehmen, um das Angebot zu verbessern. Und das ist sogar alternativlos, wenn man die Vertr&auml;ge zu den Klimazielen wirklich einhalten will. Doch diese Debatte wird leider nicht gef&uuml;hrt. Stattdessen debattieren wir lieber dar&uuml;ber, ob wir lieber mit einem Diesel oder mit einem braunkohlestromgetriebenen E-Auto im Stau stehen wollen.<\/p><p><em>In der n&auml;chsten Folge werden wir uns mit dem Thema &bdquo;Verkehrsvermeidung&ldquo; besch&auml;ftigen. <\/em><\/p><p>Titelbild: pio3\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/711a3b70ff9c46f991accfda901f7ab3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stickoxide, Feinstaub, CO2-Bilanz &ndash; keine Frage, das Thema individuelle Mobilit&auml;t ist zur Zeit auch dank der Sch&uuml;lerproteste eines der meistdiskutierten Themen im Lande. Sonderlich tiefsch&uuml;rfend ist die Debatte aber leider nicht. Meist geht es zugespitzt darum, ob wir k&uuml;nftig mit Diesel- oder Elektromotor im st&auml;dtischen Stau stehen und inwiefern sich ein Gramm CO2 am Auspuff<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50643\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":50644,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,176,73],"tags":[1815,1494,2052,327,2624,2730,1576,2447,394],"class_list":["post-50643","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-umweltpolitik","category-verkehrspolitik","tag-oepnv","tag-infrastruktur","tag-investitionen","tag-kommunen","tag-kostenfreiheit","tag-lassen-sie-uns-doch-mal-ueber-verkehr-reden","tag-maut","tag-strassenverkehr","tag-subventionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/shutterstock_143509819.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50643"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50643\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50655,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50643\/revisions\/50655"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50644"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}