{"id":50662,"date":"2019-04-04T09:00:50","date_gmt":"2019-04-04T07:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50662"},"modified":"2022-04-01T11:42:20","modified_gmt":"2022-04-01T09:42:20","slug":"antideutsche-kampagne-durch-rufmord-sollen-meinungen-unterdrueckt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50662","title":{"rendered":"Antideutsche Kampagne: \u201eDurch Rufmord sollen Meinungen unterdr\u00fcckt werden\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Antideutsche Aktivisten inszenieren eine Kampagne gegen das kritische Forum &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo;. Die Formation der &bdquo;Antideutschen&ldquo; schirmt die USA von Kritik ab und arbeitet mit Rufmord und Einsch&uuml;chterung gegen Andersdenkende. Die radikale Splittergruppe w&auml;re jedoch irrelevant, wenn sie nicht Unterst&uuml;tzung bis in die LINKEN hinein h&auml;tte. Mit <strong>Sabiene Jahn<\/strong>, Organisatorin von &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo;, hat <strong>Tobias Riegel<\/strong> gesprochen.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8284\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-50662-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190404_Antideutsche_Kampagne_und_Unterdrueckung_von_Meinungen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190404_Antideutsche_Kampagne_und_Unterdrueckung_von_Meinungen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190404_Antideutsche_Kampagne_und_Unterdrueckung_von_Meinungen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190404_Antideutsche_Kampagne_und_Unterdrueckung_von_Meinungen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=50662-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190404_Antideutsche_Kampagne_und_Unterdrueckung_von_Meinungen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190404_Antideutsche_Kampagne_und_Unterdrueckung_von_Meinungen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Frau Jahn, antideutsche Aktivisten inszenieren eine Kampagne gegen das von Ihnen initiierte kritische Forum &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo;. Bei diesen Veranstaltungen treten Sie in Austausch mit Autoren wie Hermann Ploppa oder Mathias Br&ouml;ckers. Die Formation der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33624\">&bdquo;Antideutschen&ldquo;<\/a> bezeichnet sich als &bdquo;links&ldquo;, schirmt aber die US-Kriege und das Finanzsystem gegen Kritik ab. Dabei arbeiten die Gruppen auch mit Rufmord und Einsch&uuml;chterung gegen Andersdenkende &ndash; dazu geh&ouml;ren auch Sie (<a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-26-3-2019-die-linke-beherrscht-eines-perfekt-das-saeureattentat-auf-sich-selbst\/\">weitere Hintergr&uuml;nde<\/a>) . Was geht da vor?<\/strong><\/p><p>Die &uuml;berparteiliche Diskussionsreihe haben wir im M&auml;rz 2018 gegr&uuml;ndet. Es gab noch keine einzige Ausgabe ohne antideutsche Gegendemo und Polizeischutz. Im Vorfeld gab es verleumderische E-Mail-Kampagnen. Meistens stehen bei diesen &bdquo;Demos&ldquo; nur f&uuml;nf bis zehn Personen &ndash; einmal, in der Ferienzeit, waren es auch mal um die 40. Sie haben dann oft US- oder Israelfahnen dabei. Die Vorw&uuml;rfe gegen &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo; sind immer die gleichen: &bdquo;Antisemitismus&ldquo;, &bdquo;Homophobie&ldquo;, &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo;.<br>\nDie erste Veranstaltung hatten wir mit Hermann Ploppa zu seinem Buch &bdquo;Die Macher hinter den Kulissen&ldquo; &uuml;ber transatlantische Netzwerke ausgerichtet. Schon damals mussten wir den Veranstaltungsort wechseln, weil das Kino, in dem es stattfinden sollte, von einer antideutschen Gruppe schwer unter Druck gesetzt wurde. Etwa wurde behauptet, die Zusammenarbeit zwischen Kino und Uni w&uuml;rde torpediert werden. So sch&uuml;chtert man Veranstaltungsh&auml;user ein und unterdr&uuml;ckt Meinungen, die einem nicht passen. Immer auf Basis von reinen Behauptungen.<\/p><p><strong>Warum lassen sich Veranstalter von einer solch kleinen Gruppe einsch&uuml;chtern?<\/strong><\/p><p>Wenn das Gr&uuml;ppchen erst vorm Haus steht, hat die Einsch&uuml;chterung nicht funktioniert. Die Drohkulisse wird ja bereits vorher durch wiederholte E-Mails und simulierte Shitstorms im Internet aufgebaut. Die Verleumdung durch unbewiesene Behauptungen wird auch breit gestreut: Die Antideutschen schreiben Vereine, Buchl&auml;den und Beh&ouml;rden an, damit sie die Zusammenarbeit mit &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo; beenden. Es gab auch schon Telefon-Terror und im Dezember sogar einen Farbbeutel-Anschlag auf einen Veranstaltungsort. Manche Veranstalter stehen das durch &ndash; andere aber haben Angst um ihren Ruf. <\/p><p><strong>Kann man die Gruppen und Verantwortlichen konkret benennen?<\/strong><\/p><p>Namentlich haben sich die &bdquo;Antifa Koblenz&ldquo; und eine &bdquo;Antideutsche Aktion Koblenz&ldquo; hervorgetan. Die sind auf Personalebene auch verwoben mit &bdquo;Die Partei&ldquo;. So ist Sebastian Beuth sowohl bestimmend bei &bdquo;Die Partei&ldquo; als auch bei &bdquo;Aufstehen gegen Rassismus Koblenz&ldquo; (AGR). Diese AGR wiederum verbreitet schlimme und unhaltbare Verleumdungen gegen &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo; und meine Person &ndash; obwohl wir vor Gericht gegen sie gewonnen haben.<br>\nEs gibt aber auch bei Gr&uuml;nen und LINKEN Personen, die an der Kampagne gegen &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo; mitmachen. Es gab zwar auch Ber&uuml;hrungspunkte zwischen uns und der LINKEN &ndash; diese positiven Kontakte sind jedoch auf Betreiben von Einzelpersonen in Unfrieden und Diskussionsverbote umgeschlagen. <\/p><p><strong>Es gibt ja sogar eine Partei-Verlautbarung der LINKEN, der Kontakte mit &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo; skandalisiert. Wie kann eine kleine Minderheit solch einen Beschluss herbeif&uuml;hren?<\/strong><\/p><p>Man wei&szlig; nicht, wie viele Leute bei dieser Sitzung &uuml;berhaupt anwesend waren. Eine m&ouml;glicherweise kleine Gruppe hat sich offenbar von den unbelegten Verleumdungen gegen uns &uuml;berrumpeln lassen. Mit uns hat damals vor dem Beschluss niemand Kontakt aufgenommen, um zu fragen, was denn dran ist an den Vorw&uuml;rfen. Ich habe der LINKEN dann einen (bis heute nicht beantworteten) Brief geschrieben, trotzdem wurde von der Positionierung nicht abger&uuml;ckt und mein Gespr&auml;chsangebot wurde ausgeschlagen.  <\/p><p><strong>Haben Sie noch an anderer Stelle den Dialog gesucht?<\/strong><\/p><p>Ich habe schon zahlreiche Personen um eine Vermittlung, um eine Mediation in dieser Sache gebeten &ndash; vergeblich. Die Dialog-Angebote wurden allesamt ausgeschlagen. Wir haben auch den Gegendemonstranten immer das Gespr&auml;ch angeboten &ndash; doch auch das wurde abgelehnt. Einmal im September waren einige dann doch im Publikum. Doch es gab kein Gespr&auml;ch, nur Vorw&uuml;rfe. <\/p><p><strong>Sollte man sich gegen solche Kampagnen wehren? Wie geht man vor?<\/strong><\/p><p>Ja, man sollte sich unbedingt wehren. Und auch wir haben gegen die Verleumdungen geklagt. Mit Erfolg: &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo; und auch meine Person d&uuml;rfen nun z.B. von &bdquo;Aufstehen gegen Rassismus Koblenz&ldquo; (AGR) und dem bereits erw&auml;hnten Sebastian Beuth von der &bdquo;Partei&ldquo; nicht mehr &bdquo;antisemitisch&ldquo; und &bdquo;verschw&ouml;rungstheoretisch&ldquo; genannt werden. <\/p><p><strong>Die Verleumdungen stehen aber immer noch im Netz.<\/strong><\/p><p>Darum haben wir nun ein Ordnungsgeld erwirkt. Das hat die Verleumder bisher auch noch nicht zum Einlenken gebracht. Uns bleibt aber doch nichts &uuml;brig, als immer wieder zum Gericht zu gehen. Man braucht wirklich einen langen Atem. Viele Menschen trauen sich auch einfach nicht, zu helfen.<\/p><p><strong>Die AGR verbreitet &uuml;ble Diffamierungen &uuml;ber Sie. Sie seien eine Verschw&ouml;rungstheoretikerin, die Hetze gegen Minderheiten verbreite und gezielt Desinformation streue. Sie h&auml;tten homosexuelle Menschen angegriffen oder die &bdquo;Geldgier der Juden&ldquo; thematisiert. Haben Sie sich je in einer Form ge&auml;u&szlig;ert, die diese massiven Anschuldigungen rechtfertigen k&ouml;nnte?<\/strong><\/p><p>Ich weise das alles, diese &uuml;blen Diffamierungen weit von mir. Es gibt keine &Auml;u&szlig;erungen von mir, die auch nur in die N&auml;he dieser Tatbest&auml;nde kommen. Wir werden weiterhin juristisch dagegen vorgehen und die &Ouml;ffentlichkeit suchen. Von unserer Arbeit lassen wir uns dadurch nicht abbringen.<br>\nEs ist nur schade, dass sich interessierte Menschen wegen der Kampagne nicht trauen, ihre Standpunkte zu vertreten &ndash; manche trauen sich nicht mal, zu unseren Veranstaltungen zu kommen. Andererseits: Wir begr&uuml;&szlig;en dort regelm&auml;&szlig;ig einen Querschnitt der Gesellschaft &ndash; von Juristen &uuml;ber Handwerker bis zu Journalisten. <\/p><p><strong>Setzen sich auch andere Akteure in Koblenz zur Wehr?<\/strong><\/p><p>Gewehrt hat sich k&uuml;rzlich auch die &bdquo;Kulturfabrik&ldquo;. Sie haben dort die &uuml;bliche Mail mit den Verleumdungen der Antideutschen erhalten und mit der Androhung einer Demo. Die &bdquo;Kulturfabrik&ldquo; hat auf die Mail mit dem Wunsch nach Quellen und Beweisen geantwortet &ndash; daraufhin kam nichts mehr von antideutscher Seite. Aber dann haben sie es mit Rufmord auf pers&ouml;nlicher Ebene versucht: In der &bdquo;Kulturfabrik&ldquo; sollte ich als S&auml;ngerin auftreten und sollte darum bei der Band schlimm denunziert werden. <\/p><p><strong>Gibt es auch Zeichen der Solidarit&auml;t? <\/strong><\/p><p>Ja, etwa aus der Freien W&auml;hlergruppe, die auch den &Auml;ltestenrat involviert hat. Ein Abgeordneter  der CDU-Fraktion hat mich aufgefordert, die Sache schriftlich einzureichen. Ein Bundestagsabgeordneter der SPD hat mich zum Gespr&auml;ch eingeladen. Von der Partei Die LINKE bekomme ich keine Hilfe, nur von einigen Einzelpersonen. Aber immer wieder stellt sich die Frage: Was kann man &uuml;berhaupt konkret unternehmen gegen diese Gruppe? Und viele Menschen, die die antideutsche Kampagne ablehnen, trauen sich nicht vorzutreten.<br>\nDazu kommt: Wir haben hier eigentlich nur eine richtige Tageszeitung. Am Anfang haben sie gar nichts &uuml;ber uns geschrieben, inzwischen k&uuml;ndigen sie immerhin unsere Veranstaltungen an. Aber zur Kampagne gegen &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo; haben sie bisher noch gar nichts berichtet &ndash; immerhin beteiligen sie sich aber auch nicht an den Verleumdungen.<\/p><p><strong>Denkt man die &bdquo;Vorgaben&ldquo; der Antideutschen zu Ende, dann kann man sich eigentlich nur noch mit Gleichgesinnten austauschen. Nach dieser Logik ist ein Dialog gleichbedeutend mit der vollen Zustimmung zu den Positionen des Gespr&auml;chspartners. Darum seien Dialoge mit &bdquo;umstrittenen&ldquo; Partnern tabu. Nach dieser Lehre w&uuml;rde auch ich jetzt gerade Ihre Weltsicht annehmen, allein dadurch, dass ich das Gespr&auml;ch mit Ihnen f&uuml;hre.<\/strong><\/p><p>Diese Haltung ist einfach nur irrational, sie verhindert doch jeden Austausch. Dazu kommt noch, dass die Gespr&auml;chspartner bei &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo; ja gar nicht &bdquo;umstritten&ldquo; sind in dem &bdquo;antisemitischen&ldquo; oder &bdquo;verschw&ouml;rerischen&ldquo; Sinne, wie die Antideutschen es in ihrer Kampagne darstellen. <\/p><p>Titelbild: Kamira \/ Shutterstock<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em><strong>Sabiene Jahn<\/strong> ist Musikerin und Friedensaktivistin. Sie ist Initiatorin der Veranstaltungsreihe &bdquo;<a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/koblenzimdialog\/\">Koblenz: Im Dialog<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antideutsche Aktivisten inszenieren eine Kampagne gegen das kritische Forum &bdquo;Koblenz: Im Dialog&ldquo;. Die Formation der &bdquo;Antideutschen&ldquo; schirmt die USA von Kritik ab und arbeitet mit Rufmord und Einsch&uuml;chterung gegen Andersdenkende. Die radikale Splittergruppe w&auml;re jedoch irrelevant, wenn sie nicht Unterst&uuml;tzung bis in die LINKEN hinein h&auml;tte. 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