{"id":50732,"date":"2019-04-07T11:00:18","date_gmt":"2019-04-07T09:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50732"},"modified":"2019-04-08T08:14:25","modified_gmt":"2019-04-08T06:14:25","slug":"leserbriefe-zu-den-ersten-beiden-teilen-unserer-verkehrsserie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50732","title":{"rendered":"Leserbriefe zu den ersten beiden Teilen unserer \u201eVerkehrsserie\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50643\">ersten Teil<\/a> unserer unregelm&auml;&szlig;igen Serie &bdquo;Lassen sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden&ldquo; haben wir uns konkret mit der Idee eines kostenfreien &Ouml;PNV auseinandergesetzt. Im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50679\">zweiten Teil<\/a> ging es um eine Vermeidung des Pendlerverkehrs durch eine verst&auml;rkte Nutzung der Heimarbeit. Themen, die zur Debatte f&ouml;rmlich einladen. Wir haben unsere Leser aktiv aufgefordert, sich an der Debatte zu beteiligen. Davon haben auch viele Leserinnen und Leser Gebrauch gemacht und uns zahlreiche interessante Leserbriefe geschickt, die wir Ihnen heute vorstellen wollen. Eine Sammlung zum <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50701\">dritten Teil<\/a> wird folgen. Zusammengestellt von&nbsp;<strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>im Prinzip steht in dem Beitrag von Jens Berger viel Richtiges und Wichtiges.<\/p><p>Nur beim Thema City-Maut, sollte man differenzieren. Zum einen geht es hier nicht nur um Verkehrslenkung, sondern darum, das st&auml;dtische S&auml;ckel zu f&uuml;llen.<\/p><p>Ja, in Barcelona diskutiert man es und meine Schw&auml;gerin in M&uuml;nchen, w&uuml;rde es gaaaaaanz toll finden, g&auml;be es dort eine City-Maut. So weit, so schlecht.<\/p><p>Wir d&uuml;rfen dann also von unserem Wohnort in Gav&aacute; f&uuml;r die 15 km nach Barcelona Maut bezahlen (Arbeit), aber die zehntausenden Einwohner aus Barcelona, die fast das ganze Jahr unsere 9 km Strandpromenade (Freizeit)&nbsp;in Gav&aacute; und Castelldefels, regelrecht besetzen haben weiterhin&nbsp;freien Zutritt und blockieren s&auml;mtliche Parkpl&auml;tze, so dass, wenn wir Besuch erwarten, wir am Tag vorher unsere beiden Wagen aus der Garage fahren m&uuml;ssen, damit unsere Freunde dort parken k&ouml;nnen, weil es sonst nicht anders geht? Abgesehen, von dem M&uuml;ll den sie hinterlassen und deren Entsorgung aufgrund der schieren Masse auch wir mit bezahlen.<\/p><p>Gerechtigkeit sieht anders aus.<\/p><p>Gehen wir zur&uuml;ck nach M&uuml;nchen. City-Maut. Meine Schw&auml;gerin m&ouml;chte eine City-Maut, weil die Stra&szlig;en so verstopft sind. Stimmt sogar.<\/p><p>Nun sind sie ja begeisterte Naturliebhaber und Skifahrer. Auf meine Frage, ob sie denn bereit seien w&uuml;rden, auch eine Maut f&uuml;r die Fahrt in die Berge zu zahlen, kommt nur die Antwort, in die Berge kommt man mit dem &Ouml;PNV so schlecht, also m&uuml;ssen wir mit dem Auto fahren. Auf meine Replik, wie denn dann die &ldquo;Bergleute&rdquo; leicht mit dem &Ouml;PNV in die Stadt und zur&uuml;ck kommen sollen, gibt es nur ein Schulterzucken. Da ist sich dann jeder wieder selbst der N&auml;chste. Maut nur f&uuml;r die Anderen.<br>\nCherry-picking.<\/p><p>Gerechtigkeit sieht anders. aus.<\/p><p>VG,<br>\nMP<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>ein paar Gedanken zum Thema kostenloser &Ouml;PNV.<\/p><p>Nirgends auf der Welt gibt es einen &ouml;ffentlichen Personenverkehr, der seine Kosten tr&auml;gt.<\/p><p>Es ist also immer eine subventionierte Leistung. Fragt man sich, welchen Anteil der Fahrkartenverkauf dazu beitr&auml;gt, mu&szlig; man die Ticketautomaten, deren Wartung, die Schalterbeamten, die Fahrkartenkontrolleure, und weitere Kosten miteinrechnen. Vom genannten Personal wird nichts produktives geleistet, mE. erwirtschaftet dieses System vor allem seine eigenen Kosten. Dazu kommen noch die Kosten f&uuml;r Justiz und Strafvollzug. Ich habe mal gelesen, da&szlig; in einem von drei Gef&auml;ngnissen in Stuttgart fast nur Schwarzfahrer sitzen. Vor diesem Hintergrund stellt sich der Fahrkartenverkauf weniger als Finanzierungssystem sondern eher als Schikane f&uuml;r die Unterschicht dar.<\/p><p>Will man einen fahrkartenfreien (er ist ja nicht kostenlos, sondern steuerfinanziert, auch die Autofahrer zahlen, haben aber den Vorteil geringeren Verkehrs auf der Stra&szlig;e) &Ouml;PNV einrichten, gibt es einige Aspekte zu bedenken. Falls mit erheblich erh&ouml;htem Fahrgastaufkommen zu rechnen ist, l&auml;&szlig;t sich der Umstieg nicht von heute auf morgen einrichten sondern will geplant sein, zum Beipiel mit Anschaffung weiterer Fahrzeuge. Weiterhin gibt es die &ldquo;tragedy of the commons&rdquo;, d.h. f&uuml;r manche Personen ist, was nichts kostet auch nichts wert. Die Probleme Vandalismus und Obdachlosigkeit m&uuml;ssen also mitbedacht werden. Beides ist aber schon im heutigen System problematisch, wird sich also l&ouml;sen lassen! Ich habe geh&ouml;rt, ausgerechnet in Tallinn, Hauptstadt des wirtschaftsliberalen Estland klappt das.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nG.Deimel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS Team ,<\/p><p>Ich hab eben den Beitrag zum &Ouml;PNV gelesen und hier in Luxemburg ist es zum Teil ein gro&szlig;es Thema. Einige Zeit nach der Ank&uuml;ndigung dass unser L&auml;ndchen den &Ouml;PNV konstenfrei anbieten w&uuml;rde wurden die Kosten f&uuml;r die T&Uuml;V Kontrolle an Fahrzeugen enorm erh&ouml;ht. F&uuml;r viele B&uuml;rger war klar dass diese Gelder in die Rechnung des &Ouml;PNV miteinflie&szlig;en w&uuml;rden.<\/p><p>Hier noch <a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/de\/lokales\/empoerte-reaktionen-auf-snct-gebuehrenerhoehung-5c582421da2cc1784e33d179\">ein deutschsprachiger Artikel zu dieser Preiserh&ouml;hung<\/a>.<\/p><p>Ich hoffe ich kann euch hiermit ein kleines Beispiel an der Querfinanzierung vom &Ouml;PNV in Luxemburg geben . <\/p><p>Macht weiter so! Ich les die NDS jeden Tag &#128513;<\/p><p>Mit den besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nNicolay Philippe<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion, <\/p><p>dies k&ouml;nnte eine Verbesserung bringen. <\/p><p>Es m&uuml;&szlig;te aber gleichzeitig die Kraftstoffsteuer angehoben werden, da sonst die SUV-Fahrer u.U. aus Bequemlichkeit doch wieder in das Auto steigen. <\/p><p>LG J. Deutsch <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nich habe mir das mal anhand meines t&auml;glichen Arbeitswegs angeschaut.<\/p><p>Ich wohne in einem kleinen 2200-Einwohner-Ort am Fu&szlig;e der schw&auml;bischen Alb, mein Arbeitgeber befindet sich in einer anderen, etwas kleineren Ortschaft in ca. 20 KM Entfernung, die ich mit meinem (Elektro-)Auto in 15-20 Minuten zur&uuml;cklege. Staus sind dabei sehr selten.<br>\n&nbsp;<br>\nTrotz des g&uuml;nstigen PV-Stroms vom eigenen Dach d&uuml;rfte die E-Auto-Variante wegen des Wertverlusts teurer als &Ouml;PNV sein, genau kann ich das jetzt nicht rechnen.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Alternative &Ouml;PNV:<\/p><p>Mit dem Bus brauche ich ca. 1 Stunde Fahr- und Umsteigezeit (2x Umsteigen) je Strecke und habe ca. jede Stunde eine Verbindungsm&ouml;glichkeit. F&uuml;r die R&uuml;ckfahrt sieht es &auml;hnlich aus. Kosten: T&auml;glich mit Hin- und R&uuml;ckfahrt 10,20 EUR, als Jahresabo 93,30 EUR monatlich.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Alternative Pedelec (landl&auml;ufig &ldquo;E-Bike&rdquo;):<\/p><p>Fahrtzeit ca. 1 Stunde je Strecke, Verbindungsm&ouml;glichkeit: Jederzeit, wenn das Wetter mitmacht.<\/p><p>Kosten: Leasing-Bike &uuml;ber Jobrad zu monatlichen Kosten von ca. 60,- EUR.<\/p><p>Frische Luft und Fitness: Priceless. ;-)<\/p><p>F&uuml;r mich hei&szlig;t das also, da&szlig; ich mit dem Pedelec genauso schnell und g&uuml;nstiger im Gesch&auml;ft bin, wie mit dem &Ouml;PNV. Um den zus&auml;tzlichen Fitnesseffekt im Kampf gegen meine Pfunde mitzunehmen, werde ich also &uuml;ber die Sommermonate bei sch&ouml;nem Wetter mit dem Pedelec zur Arbeit fahren und ansonsten das E-Auto nutzen. Sobald die Entfernungen gr&ouml;&szlig;er werden und Start- und Zielort NICHT direkt an einer Verkehrsader liegen, wird die Fahrzeit mit dem &Ouml;PNV noch l&auml;nger, aber irgendwann mit dem Pedelec dann auch zu viel.<br>\n&nbsp;<br>\nUm hier einen wirklichen Umstieg zu erm&ouml;glichen, sollte ein umfassendes Radwegenetz geschaffen werden und die Verkehrstr&auml;ger des &Ouml;PNV (Bus,Bahn, usw.) brauchen:<\/p><ul>\n<li>gro&szlig;e Fahrradparkh&auml;user oder eine garantierte M&ouml;glichkeit zur Fahrradmitnahme,<\/li>\n<li>k&uuml;rzere Taktzeiten,<\/li>\n<li>einen besser integrierten Fahrplan, um lange Wartezeiten beim Umsteigen zu vermeiden.<\/li>\n<\/ul><p>Dar&uuml;ber hinaus w&auml;ren auch (eventuell &uuml;berdachte) Radschnellwege entlang wichtiger Verkehrsadern wie bei uns der B27 eine M&ouml;glichkeit, mehr Leute aufs (Elektro-)Fahrrad zu bringen. Mein Weg zur Arbeit mit dem Pedelc f&uuml;hrt &uuml;ber Feldwege, mitten durch die Kreisstadt, usw., wodurch die mit dem Pedelec normalerweise in 45 Minuten zu bew&auml;ltigende Entfernung unn&ouml;tig l&auml;nger wird, bzw. man auf den Radwegen durch die Stadt einfach nicht die vollen 25 km\/h eines Pedelec ausnutzen kann. K&ouml;nnte ich stattdessen an der B27 entlang quasi 1:1 den Weg nehmen, den ich mit dem Auto fahre, w&uuml;rde sich die Fahrtzeit mit dem Pedelec sicherlich nochmal verk&uuml;rzen.<br>\n&nbsp;<br>\nDa ist also sowohl beim &Ouml;PNV, als auch beim Radwegenetz noch viel zu tun, auch wenn sich gerade bei den Radwegen schon viel verbessert hat, auch auf dem Land.<br>\n&nbsp;<br>\nFreundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nThomas Haug<\/p><p>&ldquo;An drei Dingen erkennt man den Weisen: schweigen, wenn Narren reden; denken, wenn andere glauben, und handeln, wenn Faule tr&auml;umen.&rdquo; &ndash; Richard von Weizs&auml;cker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>das war ein interessanter Artikel, der viele vorschnelle L&ouml;sungsgedanken ins rechte Licht r&uuml;ckt und bei mir einige &ldquo;ach,ja&rdquo;s bewirkt hat.<\/p><p>Ihre weiter gefasste Betrachtung reicht nicht aus. Der Transportverkehr muss total reduziert werden. Wir brauchen wieder die dezentralen Strukturen. Jeglicher Verbrauch von externer Energie hat ungew&uuml;nschte Nebeneffekte.<\/p><p>Es ist doch ein Witz, dass wir mit unserem heutigen IT-Potential nicht dazu in der Lage sind, dezentrale Strukturen effektiv zu nutzen. Ein paar Bits &uuml;ber die Leitung und ein wenig Optimierung h&auml;tten drastische Energie-Einsparungen zur Folge. Aber nat&uuml;rlich auch &ldquo;Arbeitspl&auml;tze&rdquo;.<\/p><p>Die gro&szlig;en Fabriken hatten fr&uuml;her eigene Siedlungen, da war pendeln einfach.<\/p><p>Wenn es dann zu hause sch&ouml;ner wird, br&auml;uchte man die Touristik nicht mehr, um die letzten Reservate zu zertrampeln, bevor es zu sp&auml;t ist.<\/p><p>Erdbeer- und Rosen-Fl&uuml;ge k&ouml;nnte man sich auch schenken.<\/p><p>Aber ein vern&uuml;nftiger Ansatz ist aufgrund unserer Gew&ouml;hnung und Tr&auml;gheit wahrscheinlich gar nicht m&ouml;glich. <\/p><p>&ndash; Abgesehen davon, dass die Freiheit des Kapitalismus beschnitten w&uuml;rde.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAndreas Hellmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ein hallo an das nachdenkseiten Team<\/p><p>Und danke f&uuml;r eure unerm&uuml;dliche Arbeit die Bev&ouml;lkerung sehr informativ<\/p><p>Zu informieren.<\/p><p>Nun die Grundsatz frage.<\/p><p>Warum muss sich alles in unserem System rechnen?<\/p><p>Ich lese immer f&uuml;r dies und das ist kein Geld da oder ist nicht finazierungf&auml;hig.<\/p><p>Alles muss erarbeitet werden, aber warum ist das so?<\/p><p>Keiner fragt warum die Zentralbanken den Banken (im Moment ist das zwar nicht viel<\/p><p>Aber es gab auch andere Zeiten )f&uuml;r 1 % Geld an sie leiht um sie &uuml;ber Umwegen dem Staat f&uuml;r 2% weiter leiht. Das h&ouml;rt sich nicht viel an aber das sind 100 % gewinn f&uuml;r die Banken.<\/p><p>Dieses Geld Monopol was die Banken haben geh&ouml;rt in staatlichen H&auml;nden damit der Staat erst mal seine Verpflichtungen gegen&uuml;ber seiner B&uuml;rger erf&uuml;hlt. Und nicht noch Steuergelder verschwendet an die Banken und reichen noch reicher macht und das Volk &auml;rmer.<\/p><p>Keiner hinterfragt unser Geld System wie es im Moment ist, aber es ist Menschen gemacht und kann wieder ge&auml;ndert werden zum nutzen den vielen und nicht nur der wenigen.<\/p><p>Wenn der Staat nicht dr&uuml;ber nachdenken muss was er sich und seinen B&uuml;rger leisten will dann ist vieles m&ouml;glich auch ein kostenloser &Ouml;PNV.<\/p><p>Und ich wei&szlig; auch das der Burger denkt (ist ihm eingetrichtert worden von den Massenmedien) der Staat kann nicht mit Geld umgehen, aber die Banken k&ouml;nnen das auch nicht wirklich besser.<\/p><p>Aber der kostenloser &Ouml;PNV l&auml;sst sich auch im jetzigen System Bewerkstelligen, n&auml;mlich das Milit&auml;rbudget um diesen kosten kurzen, ist eh unproduktives Zeugs was da hergestellt wird. Und ist au&szlig;erdem menschenverachtend.<\/p><p>Mit freundlichen gr&uuml;&szlig;en<br>\nToni Tamataki<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten!<\/p><p>Ich finde es absolut hervorragend, da&szlig; Sie zu einer Leserdebatte rund um die Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit sowie (Gegenwart und) Zukunft des Verkehrs bzw. des Transportwesens aufrufen.<\/p><p>Gerade in Zeiten, in denen die Beteiligung breiter Schichten an Zukunftsdebatten von den Eliten und ihren Mainstream-Mietm&auml;ulern eher gef&uuml;rchtet, gedrosselt und zensiert wird, ist das ein Zeichen, an das man sich hoffentlich lange erinnern wird.<\/p><p>Zur Sache:<\/p><p>MMn findet da eine der gr&ouml;&szlig;ten Heucheleien aller Zeiten statt: Conscience-Washing vom Feinsten. Indem die Emissions-Probleme einzig und allein auf den (Individual-)Verkehr fokussiert werden, kann man die Leute hervorragend besch&auml;ftigen, flach halten und gleichzeitig so weitermachen wie bisher. Und das mit gro&szlig;em Erfolg, da insbesondere die (gr&uuml;n assoziierten) Mittelschichten, die sich f&uuml;r progressiv halten, in Wahrheit aber den gesellschaftlichen Kern des identitaristischen neoliberalen Kurses der alternativlosen Marktf&ouml;rmigkeit (und damit den Kern des Problems) darstellen, in dieser Sache eine leider nicht unma&szlig;gebliche Wirkung entfalten. Wobei es denen, wie gesagt, nicht um die Sache, sondern nur um das Conscience geht &ndash; quasi eine Art modernen Abla&szlig;handel. Letzten Endes soll &bdquo;der kleine Mann&ldquo; die externen Kosten, die dem internationalen Finanzkapital nirgendwo abverlangt werden, auf seine Schultern nehmen. Darauf angesprochen, verweisen n&auml;mliche Eliten und Mittelschichten dann immer auf den &bdquo;Standortwettbewerb&ldquo; und m&ouml;gliche &bdquo;Wohlstandseinbu&szlig;en&ldquo;, ohne auch nur ein Mal &uuml;ber die Verteilungsfrage selbigen Wohlstands nachzudenken.<\/p><p>Wer &uuml;ber Emissionssenkung nachdenkt, braucht nat&uuml;rlich technische L&ouml;sungen. Diese sind v.a. bei der Energiegewinnung und &ndash;verteilung in Anschlag zu bringen: Onshore-WKA und Solarthermie sind die Stichworte. Solange aber die politische Mainstream-&Ouml;ffentlichkeit in den Bundesl&auml;ndern und der BRD insgesamt, geschweige denn in Europa, nicht einmal M&ouml;glichkeiten des Netzausbaus definiert bekommt, bleiben das Hirngespinste. Au&szlig;erdem geht es um au&szlig;enpolitische Fragen, etwa den Einflu&szlig; in der Maghreb-Region, bei denen man unter Sarkozy schon wesentlich weiter war als heute nach dem Obamaschen &bdquo;arabischen Fr&uuml;hling&ldquo; (insbesondere in Libyen und &Auml;gypten). Kurz: Wie verl&auml;&szlig;lich ist die Sahara-Zone als Partner Europas in Blick auf DesertTech usw.? Wie w&uuml;tend und aggressiv reagiert die globale &Ouml;l-Mafia mit ihrem Petro-Dollar-System auf alternative Technologien wie CargoLifter und DesertTech?<\/p><p>Man mu&szlig; aber auch &uuml;ber Verrechnungs-&Auml;quivalente reden! Ein Punkt, der gerade bei engagierten Klimasch&uuml;tzern (wie etwa bei uns in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland) nie ber&uuml;cksichtigt wird. Da wir ja nicht aufh&ouml;ren k&ouml;nnen zu atmen und sonstwie CH4, CO2 &amp; Co. zu emittieren, mu&szlig; man sich ein Verrechnungssystem &uuml;berlegen, wo etwa Renaturierung, Verzicht auf (Infrastruktur-)Investitionen (wie z.B. Fl&auml;chenversiegelung durch massenhaften Radwege-Bau auch da, wo es weder n&ouml;tig noch sinnvoll ist, aber EU-gef&ouml;rdert wird) als Emissionsverzicht bzw. -senkung gelten.<\/p><p>Im Verkehrssektor d&uuml;rften folgende Akteure zu den gr&ouml;&szlig;ten Emittenten geh&ouml;ren, v.a. wenn man die angestrebten Wachstumsziele in Europa und weltweit einbezieht: Der Schiffsfrachtsektor, das Flugwesen und das Milit&auml;r. Dazu kommt der G&uuml;ter-Fernverkehr, der zumindest in der BRD heute zu ca. 90% auf der Stra&szlig;e abgewickelt wird. (Selbst die Logistik-Sparte der Deutschen Bahn, die DB Schenker, operiert mit LKW-Flotten!) Es w&uuml;rde sichtbare Effekte zeitigen, an diesen Stellen &uuml;ber Emissionsvermeidung durch Wachstumsreduzierung, Synergieeffekte, Korrektur der Fehlallokationen (kostenlose bzw. zu g&uuml;nstige &ouml;ffentliche Stra&szlig;en, die das Just-in-Time-Unwesen anstelle der Lagerhaltung hervorgebracht haben), Dezentralisierung (von Produktion und Distribution) usw. nachzudenken. Allein das Herumgefliege zu allj&auml;hrlichen Klimakonferenzen sollte einem im Zeitalter der digitalen Video-Kommunikation zu denken geben!<\/p><p>Aber stattdessen tobt der Mainstream sich angesichts des Indiviualverkehrs aus, wobei ein Gro&szlig;teil dessen auf den Zwang zum Pendeln (Marktversagen beim Wohnen!) und auf sinnlose (Vertreter- u.&auml;.)Besch&auml;ftigungen (&bdquo;Bullshit-Jobs&ldquo; &ndash; David Graeber) zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<\/p><p>Dazu kommt das idiotische, mittlerweile komplett vernunftbefreite fundamentalistische Festhalten an der neoliberalen Markt-Ideologie, dergem&auml;&szlig; die &ouml;ffentliche Hand selbst bei gr&ouml;&szlig;tem anzunehmenden Gemeininteresse in &ouml;konomisch relevante (d.h. profitable) Vorg&auml;nge niemals steuernd eingreifen darf, geschweige denn als eigenst&auml;ndiger Akteur und wom&ouml;glich noch anleihefinanziert (als Zukunftsinvestition &ndash; Schuldenbremse und &bdquo;schwarze Null&ldquo; beh&uuml;ten uns ja zum Gl&uuml;ck vor diesem kommunistischen Gottseibeiuns).<\/p><p>Das f&uuml;hrt etwa zu Folgendem: In strukturschwachen Peripherien wie M-V wird der &Ouml;PNV outgesourct. In den Rest-Ballungsr&auml;umen (etwa rund um HRO oder im l&auml;nderspezifischen Regionalverkehr) findet man daf&uuml;r privatwirtschaftliche Akteure, weil die &bdquo;Marktbedingungen&ldquo; hinreichende Gewinnanreize bieten. F&uuml;r die Fl&auml;che gilt das nicht; so bleibt der &Ouml;PNV hier eine &ouml;ffentliche Rest-Aufgabe, die zu st&auml;ndigen Klagen f&uuml;hrt, wie teuer der einzelne Landbewohner vom armen Steuerzahler subventioniert werden mu&szlig;. Teilweise bilden sich ehrenamtliche Initiativen, die mit Senior-\/innen die weiten Strecken zu &Auml;rzten, &Auml;mtern, Apotheken und zum Einzelhandel auf sich nehmen. Kaum sind die etabliert, kommt dieselbe &ouml;ffentliche Hand, die sich zu einer Grundversorgung nicht in der Lage sieht, und verfolgt sie wegen Schwarzarbeit, Illegalit&auml;t und Steuerhinterziehung (erst recht, wenn wom&ouml;glich freiwillige kommunale Aufgaben oder der 2.Arbeitsmarkt involviert sind): Da hier eine Nachfrage vorliegt, h&auml;tte die Dienstleistung von regul&auml;ren privaten Wettbewerbern vorgehalten werden m&uuml;ssen. Man kommt sich schlicht verar***t vor!<\/p><p>Dasselbe Argument wird auch zur Zerschlagung von Experimenten des kostenlosen &Ouml;PNV wie etwa in der Stadt Templin (Merkel-City!) vorgetragen: Es k&ouml;nne dem Steuerzahler nicht zugemutet werden, wirtschaftliche Aktivit&auml;ten zu subventionieren, f&uuml;r die schlie&szlig;lich gewinnorientierte privatwirtschaftliche Wettbewerber da w&auml;ren. (Sie sind eben NICHT da!) <\/p><p>Bevor man also weiter &uuml;ber Preissubventionen im &Ouml;PNV nachdenkt, mu&szlig; grunds&auml;tzlich die Frage beantwortet werden, inwieweit Staat und gemeinn&uuml;tzige Tr&auml;ger zur Daseinsvorsorge verpflichtet sind &ndash; und wieviel neoliberalen Irrsinn dieses Land und dieser Planet noch ertragen kann, ohne da&szlig; die Gesellschaft endg&uuml;ltig zerrei&szlig;t. Die Antwort auf diese Frage erfordert mMn inzwischen allerdings einen radikalen Elitenwechsel, da ein Umdenken oder auch nur die Mindestbereitschaft zur Kenntnisnahme der Probleme und zu einer Kurskorrektur im derzeitigen politisch, wirtschaftlich, kulturell usw. verantwortlichen Spektrum nicht zu erkennen ist. Die Initiative #NieMehr*K&uuml;rzel-einer-pseudodemokratischen-Verantwortungsverweigerungspartei* der europ&auml;ischen Jugend kann in dieser Hinsicht zumindest etwas Hoffnung machen.<\/p><p>Also: JA zum kostenlosen &Ouml;PNV; da w&uuml;rde mit den Sch&auml;uble-Scholz-Billionen wenigstens mal was Sinnvolles gemacht. Noch besser w&auml;r&rsquo;s, wenn L&auml;nder und Kommunen bei nat&uuml;rlichen Monopol-Aufgaben (wie etwa dem Schienenverkehr) direkt die wirtschaftliche Aktion &uuml;bernehmen &ndash; m&ouml;gen die Profitgeier noch so sehr gegen den p&ouml;hsen &bdquo;Sozialismus&ldquo; krakeelen.<\/p><p>Herzlichst,<\/p><p>Ihr<br>\nMatthias Jehsert<\/p><p>P.S.: Hinweisen m&ouml;chte ich noch auf die Beitr&auml;ge der allermeisten Zeitungen von heute (etwa: Nordkurier, Berliner Kurier u.a.) zur jede Intelligenz vermissen lassenden und eigentlich schon rassistisch zu nennenden Hetze des B&uuml;rgers Gauck gegen seine Landsleute aus der ehemaligen DDR in einer ZDF-Doku! <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>k&ouml;nnen Sie die Studien sowie Warnungen von renommierten Umweltverb&auml;nden oder die des Club of Rome aus den 70er bzw. 80er bzgl. der Thematik der Umweltproblematik oder Biosph&auml;renzerst&ouml;rung zitieren? Und k&ouml;nnen Sie eine Bilanz aufzeigen was seitdem unternommen wurde, um zum Positiven f&uuml;r die Menschheit zu f&uuml;hren? Was wurde seit ungef&auml;hr 40 Jahren konkretes in die Tat umgesetzt das man als weltweite Referenz nehmen kann, um zu zeigen &bdquo;so muss es aussehen!&ldquo;, oder haben wir nur ausgiebig auf der Titanic bis zur Verbl&ouml;dung am&uuml;siert und geglaubt uns kann auf dem Dampfer nichts passieren?<\/p><p>Dies w&auml;re sehr aufschlussreich f&uuml;r die junge Generation die bisher von den Warnungen wenig bis nie etwas geh&ouml;rt haben.<\/p><p>Da wir schon mal beim Bild der Titanic sind, sinnbildlich steht diese Metapher f&uuml;r das ganze System in dem wir uns befinden, und den Eisberg haben wir schon l&auml;ngst gerammt.<\/p><p>Aber anstatt den Dampfer zu verlassen, streiten wir uns dar&uuml;ber, ob man den auf elektrischen Antrieb umr&uuml;sten sollen oder k&ouml;nnen, wegen der Kohleverschmutzung sowie &Ouml;kobilanz.<\/p><p>Dann stecken wir Zeit und Lebensenergie in den Versuch hinein mit &bdquo;Boardmitteln&ldquo; wie Umgestaltung der Regeln, Umlageverfahren, Verbote, Gebote etc. den Dampfer &bdquo;zu reparieren&ldquo;.<\/p><p>Ich wei&szlig; nicht ob es sinnvoll und vern&uuml;nftig ist, Wahnsinn mit Grotesk sowie Zynismus zu begegnen. <\/p><p>Um noch eindeutigeres Bild zu zeigen: am Montag lief im vietnamesischen Fernsehen der Bericht &uuml;ber die Luftverschmutzung in den asiatischen Metropolen und nat&uuml;rlich von Hanoi. Also den Widerspruch oder &bdquo;Hirnrissigkeit&ldquo; muss man sich vor Augen f&uuml;hren lassen.<\/p><p>Hier wurden die Ursachen der Luftverschmutzung und deren Folgen (Atemwegerkrankungen, Lungenkrebs) faktisch richtig dargelegt und auch das WHO zitiert, jedoch parallel dazu propagiert man den Wachstumswahn der Industrie v.a. die des Baus sowie der Logistik, umgangssprachlich &bdquo;mehr zubetonieren und mehr Lkw-Lieferverkehr&ldquo;.<\/p><p>Und wie k&ouml;nnen B&uuml;rger f&uuml;r Abhilfe gegen diesen Wahnsinn sorgen? Die Antwort darauf lautet wieder Industrie, indem man in jedem Haushalt Luftreinigungsger&auml;te anschafft. Und f&uuml;r das &bdquo;&Ouml;koherz&ldquo;? Vielleicht ein Paar Zimmerpflanzen mehr aufstellen.<\/p><p>Also den Vietnamesen kann man zu Gute kommenlassen, dass w&auml;hrend hier in Deutschland die Relotius-Medien mit ihren drei Professoren und den 100 Lungen&auml;rzten die Stickstoffoxide bzw. deren &uuml;berh&ouml;hten Werte die zu Erkrankungen f&uuml;hren, leugnen, wird dort offen best&auml;tigt, dass dem nicht zu widersprechen ist und daher auch keine Debatte bedarf.<\/p><p>Das ist aber auch das einzig Positive hierzu.<\/p><p>Wenn diese ganzen katastrophalen Ausw&uuml;chse in exponentieller Form in so kurzer Zeit vor unseren Augen ablaufen, stellt sich f&uuml;r mich nur die Frage:<\/p><p>&bdquo;Haben wir noch Zeit um dar&uuml;ber zu debattieren, oder m&uuml;ssen wir schon l&auml;ngst im T&auml;tigen sein?&ldquo;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nSon<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger, <\/p><p>ob ein kostenloser Nahverkehr der Ausweg aus der Sackgasse des Individualverkehrs sein kann? <\/p><p>Ganz klar nein. Warum? <\/p><p>Weil dies mit der Notwendigkeit der Zentralisierung verbunden ist. &Ouml;PNV funktioniert nur einigerma&szlig;en zuverl&auml;ssig in den Gro&szlig;st&auml;dten und Metropolen. <\/p><p>Ich wohne auf dem Lande, im tiefsten Mecklenburg Vorpommern. Hier wurde &ldquo;privatisiert&rdquo; im gro&szlig;en Stil und der &ouml;ffentliche Nahverkehr und das Schienennetz samt Bahnh&ouml;fen platt gemacht. Die Deutsche Bahn und die Verantwortlichen aus den Ostl&auml;ndern (CDU-FDP-SPD-Gr&uuml;ne-LINKE) haben die ehemalige fl&auml;chendeckende Infrastruktur des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs der DDR mit Bus und Bahn fast komplett stillgelegt. In ganz Dunkeldeutschland. <\/p><p>Deshalb hei&szlig;t es ja auch Dunkeldeutschland. <\/p><p>Keine Bus, keine Bahn und Nachts brennt kaum Licht, wenn man durchf&auml;hrt ;-)<\/p><p>Realistisch ist der moderne &ldquo;Arbeitnehmer&rdquo; ein Arbeitsnomade der den Jobs hinterherl&auml;uft. <\/p><p>Ich habe beruflich erst im Ruhrpott, dann 3 Jahre in Berlin gewohnt. Meine jetzige Wahlheimat Meck-Pomm muss ich wiederum nach 3 Jahren aufgeben, denn der Job ist wieder &ldquo;nach Westen gewandert&rdquo;. <\/p><p>Ohne Auto kann ich meine beruflichen Verpflichtungen nicht erf&uuml;llen und meine sozialen Kontakte nicht pflegen. <\/p><p>Ohne Auto ist man au&szlig;erhalb gro&szlig;er St&auml;dte beruflich am Ende und kann kaum am &ouml;ffentlichen Leben teilnehmen. <\/p><p>Der Bedarf von einer Kiste Wasser und 2-3 vollen Einkaufst&uuml;ten wird dort zu einer organisatorischen, zeitaufwendigen&nbsp; Herausforderung.<\/p><p>Wie soll man bez&uuml;glich des Arbeitsplatzes dauernd flexibel sein und bleiben &ndash; aber bez&uuml;glich der Fortbewegung zum wandelnden Arbeitsplatz auf Individualverkehr verzichten k&ouml;nnen? <\/p><p>Und die ganzen berufst&auml;tigen Eltern, die heutzutage t&auml;glich ihre kleinen Kinder in Ganztageskrippen, -kitas, -schulen zur &ldquo;Verwahrung&rdquo; bringen und abholen m&uuml;ssen. Hat der Chef kein Verst&auml;ndnis, wenn man &ouml;fter sp&auml;ter kommt, oder fr&uuml;her gehen muss, weil man das ohne Auto einfach nicht mehr schafft. <\/p><p>Welches Unternehmen f&uuml;hlt sich, anstatt dem Gewinn, dem Wohl der angestellten Eltern und ihren Kindern verpflichtet? <\/p><p>Vereinzelte Ausnahmen best&auml;tigen die Regel.<\/p><p>Voraussetzung f&uuml;r die Abl&ouml;sung des Individualverkehrs w&auml;ren zumindest:<\/p><p>&Ouml;ffentlicher Nah- und Fernverkehr m&uuml;ssen in Deutschland erst mal fl&auml;chendeckend, gut vernetzt und &uuml;berall leicht erreichbar zur Verf&uuml;gung stehen. Dann m&uuml;ssten die Betriebe und Arbeitsst&auml;dten dort angesiedelt werden, wo die Menschen wohnen (und es sich auch leisten k&ouml;nnen). <\/p><p>Beide Voraussetzungen sind aber absolut unrealistisch, weil politisch nicht gewollt. <\/p><p>Nach Umweltschutz rufen, aber Kapitalismus propagieren, das geht nicht. Sind widerstrebende Geister. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Udo Pfeiffer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS,<\/p><p>ich bin schon gespannt auf die n&auml;chsten Folgen euer Serie &uuml;ber den Verkehr. Der Einstieg war schon klasse.<\/p><p>Hier noch ein Tipp zum Vergleich von verschiedenen Verkehrstr&auml;gern anhand der St&auml;dte Bremen, Kiel und Kassel. Die Untersuchung ist von der Uni Kassel. <\/p><p>Es ist wohl kein Spoiler, wenn ich es vorwegnehme: Das Auto kommt die Gemeinschaft teurer als der &Ouml;PNV. Im Anhang <a href=\"https:\/\/www.uni-kassel.de\/fb14bau\/institute\/ifv\/verkehrsplanung-und-verkehrssysteme\/forschung-und-dienstleistungen\/it-gestuetzte-tools\/costtool.html\">ein Vergleich der relativen Zusch&uuml;sse und der realen Kostendeckung<\/a>.<\/p><p>Die Uni hat sogar ein kostenfreies Tool f&uuml;r die Kommunen entwickelt!<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nH. Weidemann<br>\nHamburg<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>lieber herr berger,<\/p><p>das war ja ein verdammt langer artikel. wieviele sollen dann ncch folgen?<\/p><p>sie haben sicher recht, da&szlig; es keine patentl&ouml;sungen gibt.<\/p><p>die debatte um kostenlosen &ouml;pnv ist ja schon alt. wir hatten in hannover ende der 60er die gro&szlig;e rote punkt aktion und haben zumindest f&uuml;r eine gewisse zeit erreicht erreicht, da&szlig; die fahrtkosten nicht weiter anstiegen.<\/p><p>in ihrem artikel fehlt eine untersuchung, wer f&auml;hrt in die stadt, was treibt einen in die stadt (arbeit, vergn&uuml;gen, kaffeetrinken, einkaufen, konsum &hellip;.).<\/p><p>ich bin grunds&auml;tzlich daf&uuml;r, da&szlig; der &ouml;pnv kostenlos ist bei gleichzeitiger &auml;nderung unserer verhaltensweisen.bzw. ein nachdenken dar&uuml;ber (z.b. konsumgewohnheiten).<\/p><p>geldquellen zur finanzierung des &ouml;pnv fallen mir gen&uuml;gend ein, zb. erh&ouml;hung der einkommenssteuer f&uuml;r superreiche&nbsp; ab 250.000 euro, reduzierung des bundeswehrhaushalts, parallel zur einf&uuml;hrung eines mindestlohns von 13 euro die festsetzung eines h&ouml;chstlohnes von sagen wir max. 100 euro\/std.. wer mehr will soll halt ins ausland gehen, zb saudi arabien.<\/p><p>mfg<br>\nreinhard wiecha<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r eure unerm&uuml;dliche langj&auml;hrige Arbeit f&uuml;r ein bisschen Licht im Informationsdschungel unserer Tage. Die Nachdenkseiten sind ein fester Bestandteil meiner t&auml;glichen Nachrichtenschau.<\/p><p>Ich denke, dass die Optimierung des &Ouml;PNV in Deutschland mindestens so wichtig ist, wie &uuml;ber Elektroautos und autonomes Fahren zu diskutieren. Mein Ansatz w&auml;re der folgende:<\/p><p>N&ouml;tig sind der Ausbau der Nahverkehrssysteme, Erh&ouml;hung der Taktzeiten, mehr Komfort etc. und allm&auml;hliche Senkung der Ticketpreise in gleichen Ma&szlig;e wie der Ausbau voranschreitet. Einsatz von Technologie f&uuml;r das autonome Fahren von U- S- und Stra&szlig;enbahn. Was liegt eigentlich n&auml;her, als beim &Ouml;PNV damit anzufangen? Das w&auml;re jedenfalls sinnvoller als autonom mit dem Auto im Stau zu stehen. Eventuell kann man das zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt auch auf Busse erweitern. Ebenso w&auml;re es sinnvoll, die &Ouml;PNV Systeme mittels k&uuml;nstlicher Intelligenz zu steuern, so dass immer dort viel Kapazit&auml;t vorhanden ist, wo sie gebraucht wird.<\/p><p>Die Finanzierung ist simpel. In dem Ma&szlig;e wie der &Ouml;PNV ausgebaut und modernisiert wird, werden die Steuern auf Treibstoff erh&ouml;ht, und\/oder eine CO2 Steuer eingef&uuml;hrt. Weiterhin kann schrittweise die Pendlerpauschale abgeschmolzen werden. Der Bund muss diese Steuern nur weiterreichen. Und lassen sie uns endlich diese alberne Schuldenbremse abschaffen, dann k&ouml;nnen die Kommunen auch wieder investieren.<\/p><p>Wichtig ist meiner Meinung nach eine langfristige Strategie. Ich glaube da muss man 5 bis 10 Jahre anpeilen. Aber diesen Zeitraum &uuml;berblicken unsere auf die Legislaturperiode fixierter Politiker wahrscheinlich nicht.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKind regards,<br>\ni. A. Karsten Koop<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den Artikel &bdquo;Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 1: Kostenloser &Ouml;PNV?&ldquo; Ihre Einladung zur Beteiligung an der Verkehrsdebatte nehme ich mit dem gr&ouml;&szlig;tem Enthusiasmus an. Ich pflichte Ihnen bedingungslos bei, dass die grunds&auml;tzlichen Fragen nach einer Neustrukturierung des Verkehrs f&uuml;r ein Gelingen des Klimaschutzes dringend beantwortet werden m&uuml;ssen. Allerdings bef&uuml;rchte ich, dass es auch damit noch nicht getan sein wird, und verweise gern zur&uuml;ck auf den Artikel &bdquo;Greta Thunberg kritisieren?&ldquo; von Peter Nowak auf Telepolis vom 02.04.2019, in dem er das Problem des Verwertungszwangs des Kapitalismus&lsquo; selbst anspricht.<\/p><p>Aus den Debattenbeitr&auml;gen der vergangenen Wochen und Monate sowie aus weiteren B&uuml;chern und individuellen Gespr&auml;chen habe ich versucht, einige L&ouml;sungsans&auml;tze zu extrahieren und in dem beigef&uuml;gten Papier unter vier Hauptaspekten zu b&uuml;ndeln. Es versteht sich von selbst, dass ich mir den &uuml;berwiegenden Teil der zusammengetragenen Ideen nicht selbst ausgedacht habe, sondern mir nur erlaube, ihn in dieser gestrafften Form zu arrangieren. Angesichts der Aussagen von Andreas Scheuer scheint mir, augenblicklich k&ouml;nne ein jeder sein pers&ouml;nliches Konzept f&uuml;r den Klimaschutz zur Diskussion ver&ouml;ffentlichen; da soll es doch auf eines mehr nicht ankommen.<\/p><p>&Uuml;ber Ihre kritische Lekt&uuml;re w&uuml;rde ich mich sehr freuen, wobei Sie sich selbstverst&auml;ndlich nicht verpflichtet f&uuml;hlen sollen, dazu auch Stellung zu nehmen. M&ouml;glicherweise finden Sie in dem zweiseitigen Thesenpapier ja sogar noch einige Anregungen f&uuml;r einen kommenden Teil Ihrer geplanten Artikelserie.<\/p><p>Hochachtungsvoll<br>\nEva Sprengel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den recht differenzierten Artikel zu dem wichtigen Thema &ldquo;Mobilit&auml;t&rdquo;, weil es die Lebensqualit&auml;t vieler Menschen beeinflusst. Ich m&ouml;chte ein paar Anregungen geben. <\/p><p>1. Zu dem Themenbereich Mobilit&auml;t dringen einige Aspekte noch zu wenig in die Diskussion. Teilweise ber&uuml;hren Sie diese. Ich m&ouml;chte Sie aber zusammenh&auml;ngend darstellen. <\/p><p><strong>1. *Kostenwahrheit*<\/strong><\/p><p>Wir machen uns zu wenig klar, was die unterschiedlichen Mobilit&auml;tsformen tats&auml;chlich kosten. Jede rationale Verkehrspolitik sollte das Ziel haben, dass die kosteng&uuml;nstigen Mobilit&auml;tsformen st&auml;rker zum Einsatz kommen als die teuren. Einige Verkehrsplaner sprechen in diesem Zusammenhang von der umgekehrten Verkehrspyramide (die breite Seite oben, die Spitze unten). Dann ergibt sich folgende Reihenfolge:<\/p><p>a) Fu&szlig;verkehr<br>\nb) Radverkehr<br>\nc) Lastenr&auml;der<br>\nd) &Ouml;V<br>\ne) Taxi\/Lieferverkehr<br>\nf) Carsharing<br>\ng) privater PKW-Verkehr<br>\nh) Flugverkehr <\/p><p>Details finden Sie hier:<a href=\"https:\/\/www.zukunft-mobilitaet.net\/166207\/urbane-mobilitaet\/brent-toderian-nachhaltige-mobilitaet-lebensqualitaet-kostenwahrheit-vancouver\/\"> eine Studie<\/a> zu &ldquo;&bdquo;Welche Kosten verursachen verschiedene Verkehrsmittel wirklich?&ldquo; und kam zu einer klaren Antwort: Der Radverkehr erh&auml;lt die geringsten Zusch&uuml;sse.<\/p><p>Der PKW-Verkehr in einer deutschen Gro&szlig;stadt kostet die &ouml;ffentliche Hand und die Allgemeinheit etwa das Dreifache wie der &Ouml;ffentliche Personennahverkehr (&Ouml;PNV).&rdquo;<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.internationales-verkehrswesen.de\/studie-autoverkehr-kosten-kommunen\/%20\">internationales-verkehrswesen.de\/studie-autoverkehr-kosten-kommunen\/ <\/a><\/p><p>Privater Kfz-Verkehr und Flugverkehr wird aktuell massiv subventioniert. Die Kosten (Infrastruktur und die Folgesch&auml;den dieses Verkehrs) f&uuml;r die Gesellschaft und Umwelt sind enorm. Diese Kosten m&uuml;ssen m&ouml;glichst schnell internalisiert werden, durch Maut-Systeme, Road-Pricing, Kerosinsteuern, Flugverkehrsabgaben, Stellplatzabgeben usw. <\/p><p>Hierzu geh&ouml;rt auch: Kfz-Verkehr und Flugverkehr haben einen gro&szlig;en Anteil am CO2-Aussto&szlig; von Deutschland. Wenn beide Verkehrsarten nicht durch Internalisierung der Kosten reduziert werden, gibt es kaum M&ouml;glichkeiten, dass Deutschland seine Verpflichtung, den CO2-Aussto&szlig; bis 2030, 2040 und 2050 entsprechend reduzieren wird. Das Ziel f&uuml;r 2020 ist &ndash; nicht zuletzt wegen des Verkehrs &ndash; schon unerreichbar. (F&uuml;r 2030 hatte man sich das Ziel gesetzt die Emissionen gegen&uuml;ber 1990 um mind. 40 % zu reduzieren.<\/p><p>Tats&auml;chlich ist die CO2-Menge des Verkehrs zwischen 1990 und 2016 um 0,5 % angestiegen, nicht gesunken. Ursache ist die h&ouml;here Anzahl gefahrener Kilometer. Pro Kilometer ist der CO2-Aussto&szlig; etwas gesunken.) <\/p><p>2. Eine in der &Ouml;ffentlichkeit zu wenig beachtete Gr&ouml;&szlig;e ist hierbei:<\/p><p><strong>*Fl&auml;cheneffizienz*. <\/strong><\/p><p>In einer Stadt sind in aller Regel die fl&auml;cheneffizienten Verkehrsmittel die g&uuml;nstigen, die fl&auml;cheneffizienten Verkehrsmittel die teuren Verkehrsmittel.<br>\nDabei ist nicht nur der Fl&auml;chenverbrauch des fahrenden Verkehrs zu betrachten, sondern auch des ruhenden Verkehrs. Fu&szlig;verkehr ist nicht zuletzt auch deshalb so g&uuml;nstig, weil er kaum Fl&auml;che verbrauchen. Fu&szlig;g&auml;nger ben&ouml;tigen keine Parkpl&auml;tze. Die Stellfl&auml;che eines Fahrrads betr&auml;gt h&ouml;chstens 1\/10 der eines PKW (Betrachtet man noch Rangierfl&auml;che (mehr als die H&auml;lfte der Fl&auml;che einer Tiefgarage\/eines Parkhauses ist keine Stellfl&auml;che) und durch das Abstellen von PKW nicht anderweitig nutzbare Fl&auml;che (neben einem parkenden PKW kann in 1m Breite kann wegen der Dooring-Problematik kein sicherer Radweg verlaufen) ist der Fl&auml;chenverbrauch der PKW gegen&uuml;ber Fahrr&auml;dern eher 20-fach so gro&szlig;. Angesichts der Bedeutung, die Grund und Boden in St&auml;dten haben, ist dies grotesk. Dies gilt auch f&uuml;r die Kapazit&auml;t des Verkehrs: Eine Kreuzung mit einer Kapazit&auml;t f&uuml;r 10.000 PKW in einer bestimmten Zeit hat eine um ein Vielfaches h&ouml;here Kapazit&auml;t, wenn man das Verkehrsmittel Fahrrad betrachtet. Aus den Gr&uuml;nden &ldquo;geringe Stellfl&auml;che&rdquo; und &ldquo;bessere Ausnutzung der Fl&auml;che bei Fortbewegung&rdquo; ist auch der &Ouml;V dem PKW weit &uuml;berlegen (aber im Betrieb deutlich teurer als Fu&szlig;verkehr und Radverkehr). <\/p><p>3. Zu wenig beachtet im Themenbereich &ldquo;Mobilit&auml;t&rdquo; wird auch: Lebensqualit&auml;t.<\/p><p>St&auml;dte sind St&auml;dte, weil in ihr Menschen leben. Dann sollten sie auch prim&auml;r Orte f&uuml;r Menschen sein. In den letzten 70 Jahren (&ldquo;autogerechte Stadt&rdquo;) sind aber viele R&auml;ume in St&auml;dten zunehmend unttraktativ f&uuml;r Menschen geworden.<\/p><p>Die geringe Aufenthaltsqualit&auml;t (v.a. L&auml;rm, Abgase, Unfallgefahren und durch PKW zugestellte Fl&auml;che) halten Menschen ab, sich an von Kfz dominierten Stra&szlig;en, die einen gro&szlig;en Teil der Fl&auml;che einer Stadt ausmachen, direkt aufzuhalten. Die geringe Aufenthaltsqualit&auml;t f&uuml;hrt fatalerweise selbst auch wieder zu zus&auml;tzlichem Kfz-Verkehr, um zu attraktiveren Orten au&szlig;erhalb der Stadt zu gelangen und indem die Mobilit&auml;tsformen Fu&szlig;verkehr und Radverkehr wegen geringer Attraktivit&auml;t gemieden. Auch f&uuml;hrt auf das Auto ausgerichtete Infrastruktur zu l&auml;ngeren Wegen insbesondere f&uuml;r Fu&szlig;g&auml;nger (Umwege wegen fehlenden Querungsm&ouml;glichkeiten von mehrspurigen Stra&szlig;en) und zu unattraktiven Radverkehrsf&uuml;hrungen.<\/p><p>4. Ein Problem der Vergangenheit: Verkehrserzeugung durch ung&uuml;nstige<br>\nInfrastruktur<\/p><p>Infrastruktur erzeugt oder vermeidet Verkehr, denn Verkehr entsteht, weil es ein Bed&uuml;rfnis gibt, das im gegebenen Fall nur durch Mobilit&auml;t erf&uuml;llt werden kann. Da Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit zunehmend r&auml;umlich getrennt worden ist, hat man Verkehr und oftmals Pkw-Verkehr &uuml;berhaupt erst erzeugt. Das beste Beispiel sind die in den letzten Jahrzehnten entstandenen Einkaufszentren am Stadtrand oder an gro&szlig;en Einfallstra&szlig;en. Fu&szlig;l&auml;ufig sind diese oft kaum erreichbar. Oft wurde zu diesen Zielen keine &Ouml;PNV-Anbindung angedacht. Radverkehrsanlagen fehlen. Hier sind in der Vergangenheit gro&szlig;e Fehler gemacht worden. <\/p><p>5. Wie wollen wir leben?<\/p><p>Da der Bau von Infrastruktur auf lange Zeitr&auml;ume ausgelegt ist, muss die Gesellschaft nicht nur diskutieren: Was darf der &Ouml;PNV kosten? Brauchen wir mehr Parkpl&auml;tze? Brauchen wir Radwege auf dem B&uuml;rgersteig oder auf der Stra&szlig;e? Es geht um das gro&szlig;e Ganze: Wie wollen wir leben?<\/p><p>Ich empfehle in diesem Zusammenhang den Film &uuml;ber den St&auml;dteplaner Jan Gehl: The Human Scale.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ. S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den Artikel. Sie haben damit ein Dauerthema adressiert, das bereits seit Jahren aktuell ist und immer mal wieder in den Vordergrund r&uuml;ckt. Wie Sie aus meiner Sicht richtig schreiben, ist das Thema sehr viel komplexer, als nur die Kosten des &Ouml;PNV zu betrachten.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn ich mir allerdings die Kosten f&uuml;r den &Ouml;PNV bei mir im Ort anschaue, frage ich mich nat&uuml;rlich schon, warum auch hier keine Kostendeckung erreicht wird.<\/p><p>Ich wohne im Au&szlig;enbezirk einer Gro&szlig;stadt und bin sehr gut an den &Ouml;PNV angebunden (S-Bahn, Tram, Bus). Das Ticket f&uuml;r eine einfache Fahrt von 12 Minuten in die Innenstadt kostet erm&auml;&szlig;igt 2,70&euro;. Wenn ich mit meiner Frau hin und zur&uuml;ck fahre, zahle ich entsprechend 10,80&euro;. Das ist f&uuml;r die L&auml;nge der Fahrt sehr teuer. Wenn ich das Auto nehme, dauert es nicht viel l&auml;nger, kostet mich aber im g&uuml;nstigsten Fall 1,00&euro; je Stunde f&uuml;r das Parkhaus, also bei vier Stunden Parkdauer 4,00&euro;. Der &Ouml;PNV bedeutet f&uuml;r mich keinen Zeit- und Kostenvorteil. Hinzu kommt, dass mich mein Auto auch Geld kostet, wenn es vor der T&uuml;r steht und gar nicht bewegt wird. Ich nutze den &Ouml;PNV trotz der hohen Kosten. Nat&uuml;rlich spielen sie wie die Taktung, Fahrtdauer oder Verf&uuml;gbarkeit eine gro&szlig;e Rolle. Es geht mir aber nicht nur um die Kosten. Mir geht es &uuml;brigens auch nicht um unsere Klimaerw&auml;rmung, da ich gro&szlig;e Zweifel habe, das unsere Klimaver&auml;nderungen menschengemacht sind. Ich merke aber, wie schlecht die Luft auf den Stra&szlig;en ist. Der Verkehr nimmt &uuml;berhand und wie sie richtig schreiben, sitzt meist nur eine Person im Fahrzeug. Das ist nicht sinnvoll und schadet der Umwelt (und damit uns).<br>\n&nbsp;<br>\nF&uuml;r mich stellt sich allerdings mehr die Frage: was wollen wir als Gemeinschaft? Ich denke, dass wir eine breit aufgestellte Diskussion dar&uuml;ber br&auml;uchten, wie wir unseren Personen- und G&uuml;terverkehr insgesamt zuk&uuml;nftig regeln wollen. Da k&ouml;nnen die Antworten eines &ldquo;kostenlosen &Ouml;PNV&rdquo; oder &ldquo;Elektroautos&rdquo; bestenfalls Fragemente einer L&ouml;sung sein.<\/p><p>Wir m&uuml;ssten das Thema komplett neu denken und gestalten. Dabei m&uuml;ssten wir gewaltige H&uuml;rden &uuml;berwinden und alte Gewohnheiten &uuml;ber Bord werfen. Denn wir sollten nicht vergessen, dass wir uns heute dem wirtschaftlichen Dauerwachstum verpflichtet f&uuml;hlen, das sich z.B. in massenhaften Autoverk&auml;ufen und den dazu geh&ouml;rigen Kraftstoffen inklusive der darin enthaltenen Steuern wiederspiegeln. Wer unserer sogenannten Eliten h&auml;tte ein Interesse, die Diskussion neuer Verkehrsmodelle zu treiben? Au&szlig;erdem ist unser Auto nach wie vor ein Statussymbol, das wir &uuml;berwinden m&uuml;ssten. Wer von uns Normalb&uuml;rgern h&auml;tte daran ein Interesse?<\/p><p>Hinsichtlich der Kosten ist die L&ouml;sung wie bei vielen heutigen Entscheidungen sehr einfach: gebt weniger Geld f&uuml;r unn&uuml;tze Dinge wie R&uuml;stung, Einwanderung oder fragw&uuml;rdige Invest-Projekte (wie in Stuttgart, Berlin oder Hamburg) aus und steckt das Geld dort hinein, wo es f&uuml;r den B&uuml;rger Sinn macht. Dann ist alles gut finanziert.<\/p><p>Stattdessen wird beim &Ouml;PNV wie auch bei der Fernbahn eher gespart. Personalknappheit hat einen Grund und auch &uuml;ber die Investitionen in diesem Bereich kann man eher m&uuml;de l&auml;cheln.<\/p><p>Da kein Politiker ein Interesse hat, diese Diskussion zu f&ouml;rdern und sie ja auch allein schon mit den Kostenargumenten unterbunden wird, glaube ich nicht, dass wir von der Seite gro&szlig;artige Ver&auml;nderungen im &Ouml;PNV erleben w&uuml;rden.<br>\n&nbsp;<br>\nEs m&uuml;sste also ein Anstoss von &ldquo;unten&rdquo; kommen. Ihr Artikel k&ouml;nnte dazu ein erster Schritt sein.<br>\n&nbsp;<br>\nWeiterhin viel Erfolg!<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nStefan Nier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Redaktionsteam,<\/p><p>wieder einmal liegt die Urasche im System. Um keinen Roman schreiben zu m&uuml;ssen, hier ein paar Stichpunkte.<\/p><p>Kosten: Krux des F&ouml;deralismus, Wettbewerb, Lobby<\/p><p>Handel\/Transport: Zentralisierung und Monopolisierung, Haltbarkeit bei Lebensmitteln, Wettbewerb bei Zulieferern<\/p><p>Sicherheit: Schulwege- Polizei mit &Uuml;berstunden vom Fu&szlig;ball<\/p><p>u.v.a.m.<\/p><p>und in Deutschland allem voran:  Wer kauft denn dann noch PKWs ?<\/p><p>Ihr treuer Leser<br>\nI.Drechsel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter lieber Herr Berger!<br>\nHerzlichen Dank f&uuml;r den heutigen 2.Teil zur Verkehrsproblematik. Ihre Analyse zum Thema Pendelitis teile ich vollauf.<br>\nIm massiven Ausbau von &bdquo;Heim-Arbeit&ldquo; vermag ich jedoch keine sinnvolle Alternative zu sehen!<br>\nIch geh&ouml;re zu Jenen, die von ihrer Profession her immer noch einer herk&ouml;mmlichen Residenzpflicht unterliegen &ndash; d.h., die gezwungen sind, an ihrem Arbeitsplatz (Amtsr&auml;ume und B&uuml;ros) eine Dienstwohnung zu bewohnen. Bin also zu wesentlichen Teilen zu &bdquo;Heimarbeit&ldquo; gezwungen. Formal sind Wohn- und Dienstbereich zwar zu trennen; das f&uuml;rchterliche Management (auch hinsichtlich der Bundessteuergesetzgebung!) wirkt sich aber eher doppelt katastrophal aus, so da&szlig; unsereins keine Anspr&uuml;che wie ein Mieter stellen kann, sondern h&ouml;here (zwangsweise) Kosten hat und das Wohnen noch selbst managen mu&szlig;.<br>\nIch kann Ihnen sagen, da&szlig; im Zeitalter der entfremdeten Erwerbsarbeit die vielger&uuml;hmte &bdquo;Heimarbeit&ldquo; sich in psychosozialer Hinsicht noch ebenso fatal auswirkt wie zu Zeiten der &bdquo;Schlesischen Weber&ldquo;! Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Dienst- und Privatsph&auml;re. Das eigene Zuhause wird zum Arbeitsplatz; alle zerm&uuml;rbenden Probleme und Konflikte, die man sonst &bdquo;auf Arbeit&ldquo; lassen kann, nisten sich zuhause ein. Familienleben wird unm&ouml;glich. Es mag Personen geben, die bei straffer Selbstf&uuml;hrung damit umgehen k&ouml;nnen (oder Kreative, bei denen der Entfremdungseffekt sich nicht so stark auswirkt), aber &bdquo;Heimarbeit&ldquo; bedeutet unter neoliberalen Verh&auml;ltnissen nichts als die Zerst&ouml;rung jeden Restes an einigerma&szlig;en selbstbestimmtem und w&uuml;rdevollem Leben!<br>\nWer auch nur f&uuml;r 2 Stunden mal &bdquo;zu sich selbst finden&ldquo; will, mu&szlig; dazu wegfahren. Das ist auch im Sinn der Verkehrsproblematik wenig hilfreich.<br>\nWas wir brauchen, sind sichere und am Menschen orientierte Arbeitsverh&auml;ltnisse. Leben und Arbeiten mu&szlig; sich r&auml;umlich einander ann&auml;hern; das ist richtig. St&auml;dtebau- und Raumnutzungs-Konzepte haben sich daran auszurichten. Aber da&szlig; die Arbeitswelt das private Leben und Wohnen kapert &ndash; das kann nicht die L&ouml;sung sein.<br>\nMit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nIhr<br>\nMatthias Jehsert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe nds Redaktion,&nbsp;<br>\nich m&ouml;chte in aller K&uuml;rze ein paar Ideen zur Diskussion stellen &ndash; aus dem Blickwinkel eines Gro&szlig;stadtbewohners- und als Beitrag zum Aufruf vom Wochenanfang.<\/p><p>-Sto&szlig;zeiten:<\/p><p>Man muss die Pendlerzeiten entzerren , um die &Ouml;ffis attraktiver zu machen. Wie?&nbsp;<\/p><p>&ndash; zeitliches Entzerren des Schul- und KiTa Beginns&nbsp;<br>\n&ndash; mehr Gleitzeit f&uuml;r Arbeitnehmer wo unsetzbar<br>\n&ndash; ja dazu geh&ouml;rt evtl auch ein Aufweichen von Ladenschlusszeiten -aber evtl. Mit einer begrenzten tagesstundenzahl?<\/p><p>Pendeln\/verringern:<\/p><p>&ndash; Home und Remote Office wo umsetzbar<br>\n&ndash; Betriebswohnungen in Betriebsn&auml;he und Betriebskinderg&auml;rten<\/p><p>Man muss die &ldquo;letzte Meile&rdquo; attraktiver gestalten:<\/p><p>&ndash; Fahrradverleihe<br>\n&ndash; hier k&ouml;nnen selbstfahrende &ouml;ff.taxis helfen &ndash; auch wenn ich sehr skeptisch auf die Entwicklung autonomer Automobile schaue<br>\n&ndash; Infrastruktur an Fu&szlig;g&auml;ngern und Radfahrern ausrichten f&uuml;r diese letzte Meile&nbsp;<\/p><p>VG<br>\nA. aus M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,&nbsp;<br>\nHome Office besser zu etablierten sollte auch politisch gest&auml;rkt werden,&nbsp; da es dann einfach mehr Potential entwickelt. Ihr Beitrag tr&auml;gt hoffentlich auch dazu bei, es ins gesellschaftliche Bewusstseins zu bringen. Danke daf&uuml;r.&nbsp;<\/p><p>Bei den Zahlen wurde &uuml;bersehen, dass, wenn jetzt 11 % Home-Office in Anspruch nehmen, nicht jedes vierte Auto wegf&auml;llt,&nbsp; da es ja nur 14 % und nicht 25 % Differenz zum jetzigen Verkehr w&auml;ren.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger: <\/p><p>Wie gro&szlig; ist eigentlich der Anteil der Arbeitspl&auml;tze, die man so &ldquo;auslagern&rdquo; kann? Kassierer bei ALDI etc m&uuml;ssen an der Kasse sitzen und k&ouml;nnen dies sicher nicht zu Hause machen. Gerade solche Menschen haben ja auch kein hohes Einkommen. Es gab ja auch Zeiten, in denen Krankenschwestern , die in M&uuml;nchen arbeiteten, weit draussen wohnen mussten, weil die Miete in M&uuml;nchen so hoch waren (oder sind). In einem Film &uuml;ber die Dieselthematik in Stuttgart wurde ein Mann vorgestellt, der von ausw&auml;rts mit seinem Diesel nach Stuttgart fuhr, weil er dort im Sicherheitsdienst arbeitet. <\/p><p>Gruss<br>\nKR<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseitenredaktion,<\/p><p>Eine nicht zu vernachl&auml;ssigende Alternative zum Autofahren liegt zweifellos in der E Bike Mobilit&auml;t. F&ouml;rderkonzepte hier zu entwickeln w&auml;re sehr sinnvoll. Warum z.B. gibt es keine Abwrackpr&auml;mie f&uuml;r Menschen die ein Auto zu Gunsten eines E Bikes abmelden? Wo sind denn attraktive steuerliche&nbsp; Abschreibungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Lohnabh&auml;ngige bei Nutzung eines E Bikes auf dem Weg zur Arbeit? Und warum darf ich in Hamburg mein Fahrrad nicht zu den Sto&szlig;zeiten in die S Bahn mitnehmen? Und warum muss ich bei Mitnahme eines Fahrrads bezahlen? Wo sind denn schon Aufladestationen zu finden?<\/p><p>Und warum werden noch keine gro&szlig;angelegten Pl&auml;ne zum Ausbau von Fahrradhighways geschmiedet? Diese k&ouml;nnten ganz Europa durchziehen. Nutze ich ein E Bike bis 45 kmh so kann ich beachtliche Distanzen in relativ kurzer Zeit bew&auml;ltigen.<\/p><p>Auf jeden Fall sind sowohl die zu erreichenden Geschwindigkeiten als auch die Reichweiten schon beim heutigen Stand der Technik beachtlich. Geht man davon aus, dass sich&nbsp; die Technik noch weiter entwickelt so w&auml;re es h&ouml;chste Zeit f&uuml;r Investitionen in eine bessere Infrastruktur f&uuml;r Fahrrad und E Bike Nutzer.<\/p><p>MfG. A. Nitz.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe Nachdenkseiten,<br>\n&nbsp;<br>\nden Ausf&uuml;hrungen zum kostenlosen Nahverkehr kann ich mich insoweit anschlie&szlig;en. Allerdings ist mir unverst&auml;ndlich, wie Sie Folgendes &uuml;bersehen konnten:<br>\n&nbsp;<br>\nSie sprachen davon, dass zu wenig Mittel f&uuml;r den Ausbau der &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel bereit stehen. Ohne daf&uuml;r zu einer L&ouml;sung zu kommen, obwohl Sie die Kosten im Kraftverkehr ansprechen. Dabei ist die L&ouml;sung ganz einfach. Man muss nur 1+1 zusammen rechnen.<br>\n&nbsp;<br>\n&ldquo;Um die &ouml;ffentlichen Zusch&uuml;sse f&uuml;r den LKW- und PKW- sowie die externen Kosten dieser Verkehre durch eine City-Maut auszugleichen, m&uuml;sste Bremen 36,7 Cent je LKW-Kilometer berechnen, Kassel 55,9 Cent je Kilometer und Kiel 28,7 Cent je Kilometer.&nbsp; F&uuml;r den PKW-Kilometer m&uuml;sste die Maut in Bremen 12,9 Cent, in Kassel 12,2 Cent und in Kiel 6,6 Cent betragen.&rdquo;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.unikims.de\/de\/newsarchiv\/der-autoverkehr-kostet-die-kommunen-das-dreifache-des-oepnv-und-der-radverkehr-erhaelt-die-geringsten-zuschuesse\">unikims.de\/de\/newsarchiv\/der-autoverkehr-kostet-die-kommunen-das-dreifache-des-oepnv-und-der-radverkehr-erhaelt-die-geringsten-zuschuesse<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nDa sind die fehlenden Mittel. Sie sind da &ndash; aber werden in den falschen Verkehrstr&auml;ger gesteckt. Je nach Studie, die man heranzieht, reden wir hier &uuml;ber 50 bis 120 Milliarden Euro&nbsp;j&auml;hrlich. Davon k&ouml;nnen wir mehr als nur den &ouml;ffentlichen Verkehr massiv ausbauen. Den Radverkehr n&auml;mlich auch. Und wir h&auml;tten immer noch Mittel &uuml;brig.<br>\n&nbsp;<br>\nSo einfach kann es sein.<br>\n&nbsp;<br>\nM&ouml;glich und meiner Meinung nach besser w&auml;re aber, Verkehr gar nicht mehr zu subventionieren. Die Folge w&auml;re:<br>\n&nbsp;<br>\n1.) Autofahren w&uuml;rde erheblich teurer. Dies lie&szlig;e sich aber von den Konsumenten leicht kompensieren. Niemand geriete in Not.Es w&uuml;rden weniger Strecken mit zunehmend sparsameren Kraftfahrzeugen gefahren. Zwei Drittel aller mit Auto gefahrenen Alltagsstrecken liegen unter 10 km.<\/p><p>2.)&nbsp;&Ouml;ffis w&uuml;rden teurer. Aber die Nutzer h&auml;tten mehr Geld, da sie den Kraftverkehr nicht mehr subventionieren m&uuml;ssten. Unterm Strich also eine Entlastung. Da aber &Ouml;ffis nicht mehr subventioniert w&uuml;rden, w&uuml;rde es auch hier keine &uuml;berm&auml;&szlig;ige Sch&auml;digung geben. Sondern einen bedarfsgerechten Ausbau.<\/p><p>3.)&nbsp;Radverkehr w&uuml;rde hingegen erheblich billiger, da Radverkehr derzeit negativ subventioniert wird. Radfahrer br&auml;uchten dar&uuml;ber hinaus weder Kraftverkehr noch &Ouml;ffis subventionieren, und eben auch keine Strafsubventionen auf die Radfahrerei bezahlen. Und st&uuml;nden damit wohlverdient erheblich besser da. Radfahren w&uuml;rde die Masse des Verkehrs ausmachen. Mit Fahrr&auml;dern, die so geil sind, wie sie sich die wenigsten Leute vorstellen k&ouml;nnen.<\/p><p>4.) Aufgrund der massiven Sch&auml;digung der &Ouml;ffis und des radverkehrs durch den Kraftverkehr sollte in einer &Uuml;bergangsphase dennoch eine Subventionierung stattfinden &ndash; Mittel aus dem Kraftverkehr 10 Jahre lang umleiten in &Ouml;ffis und Radverkehr. Fertig.&nbsp;<\/p><p>Tatsache ist, dass der Autoverkehr in seiner derzeitigen Form ein Umverteilungsmechanismus von unten nach oben ist. Eine Subventionswirtschaft im negativst m&ouml;glichem Sinne. Obige Studie zeigt ja auf, dass dies vor allem zu Lasten der Kommunen geht. Diese Mittel fehlen dann zum Beispiel hinterher bei der Bildung, die auch von den Kommunen bezahlt werden muss:<\/p><p>&ldquo;Wie in Abbildung 1 dargestellt summieren sich die Folgekosten im Laufe des Lebens eines heute geborenen Kindes mit insgesamt 2,8 Billionen Euro auf mehr als das gesamte heutige BIP von 2,5 Billionen Euro.&rdquo;<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/BSt\/Presse\/imported\/downloads\/xcms_bst_dms_30242_31113_2.pdf\">bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/BSt\/Presse\/imported\/downloads\/xcms_bst_dms_30242_31113_2.pdf<\/a><\/p><p>2,8 Billionen &euro;, weil wir Kraftprotzerei den Vorzug vor Bildung geben. Ein teures Vergn&uuml;gen. Auch ist der Kraftverkehr als Mittel des Machterhaltes (Brot und Spiele) in nicht unwesentliche Art daf&uuml;r verantwortlich, dass wir uns an Kriegen beteiligen. Denn das Benzin muss billig sein, Brot und Spiele.<\/p><p>Kommen wir zur Wirtschaftsfrage: die lieben Arbeitspl&auml;tze der Automobilindustrie:<\/p><p>Meine drei Fahrr&auml;der kosten ungef&auml;hr so viel wie ein gut ausgestatteter VW Golf. Sie wiegen aber nicht 1,5 Tonnen, sondern nur 40 kg. Im Umsatz meiner Fahrr&auml;der ist ma&szlig;geblich Arbeitskraft, im Umsatz des VW Golf haupts&auml;chlich Ressourcen. Ressourcenums&auml;tze sind aber volkswirtschaftlich bestenfalls neutral, tats&auml;chlich eher sch&auml;dlich. Was z&auml;hlt sind die Ums&auml;tze, die aus Arbeitskraft resultieren. Und da sieht es beim Auto schlecht aus. Eine Umsatzverlagerung zu anderen Verkehrstr&auml;gern k&ouml;nnte zwar vielleicht einen Umsatzr&uuml;ckgang bedeuten &ndash; aber dieser betr&auml;fe nicht den Umsatz aus Arbeitskraft. Der w&uuml;rde steigen. Mithin also volkswirtschaftlich ein Gewinn.<\/p><p>Dauersubventionsveranstaltungen, wie der Kraftverkehr, sind volkswirtschaftlich sch&auml;dlich.<\/p><p>MfG<br>\nSascha Schneider<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>ja, home-office, kein leichtes Thema.<\/p><p>Kann man aus vielen Perspektiven sehen. Volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich, mag es, wie in dem Artikel, beschrieben,&nbsp;Sinn machen. <\/p><p>Technisch, ist es ohnehin kein Problem (in den Berufsfeldern, wo es organisatorisch m&ouml;glich ist und die Prozesse, dementsprechend sind).<\/p><p>Ich habe das einmal f&uuml;r ein halbes Jahr gemacht und kann jedem nur empfehlen, das gr&uuml;ndlich f&uuml;r sich &nbsp;zu pr&uuml;fen. <\/p><p>Nach sechs Monaten habe ich wieder aufgeh&ouml;rt und zwar deshalb, weil f&uuml;r mich die soziale Komponente entscheidend war. <\/p><p>Ich hatte das Gef&uuml;hl zu vereinsamen, mir fehlte der Caf&eacute;, das Mittagessen, die informellen Treffen, mit den Kollegen, etc.<\/p><p>In meiner pers&ouml;nlichen Kosten-Nutzen-Rechnung, habe ich dann entschieden, home-office nur f&uuml;r einen Tag in der Woche zu machen.<\/p><p>Es wird viele andere Beispiele geben, wo das blendend funktioniert, aber man sollte wissen, das ein VPN oder Videoanrufe, keinen Ersatz f&uuml;r pers&ouml;nlichen Kontakt darstellt. <\/p><p>Das sind meine cinco pesetas oder five Cents, aber home-office ist nicht nur das Paradies auf Erden.<\/p><p>Ein sch&ouml;nes WE,<br>\nMP<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50643\">ersten Teil<\/a> unserer unregelm&auml;&szlig;igen Serie &bdquo;Lassen sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden&ldquo; haben wir uns konkret mit der Idee eines kostenfreien &Ouml;PNV auseinandergesetzt. 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