{"id":50740,"date":"2019-04-05T16:27:24","date_gmt":"2019-04-05T14:27:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740"},"modified":"2019-04-05T16:27:24","modified_gmt":"2019-04-05T14:27:24","slug":"hinweise-des-tages-ii-389","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h01\">Russen setzten auf AfD-Abgeordneten Frohnmaier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h02\">Autokartell: EU-Wettbewerbsh&uuml;ter best&auml;tigen illegale Absprachen zwischen BMW, Daimler und VW <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h03\">Nun sag, wie hast du&rsquo;s mit dem Euro? &ndash; Die SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h04\">Bankenfusion: Scholz sitzt in der Falle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h05\">Cum-Ex-Skandal: Europas Finanzaufseher verschleppen Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h06\">Wohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h07\">Nato auf Abwegen &ndash; Die Ergebnisse sind ein Desaster, die Etats zu hoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h08\">Versteckte Subventionen im deutschen Stromnetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h09\">Jugendliche zum Klima: Lebensstil gemeinsam statt einsam &auml;ndern <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h10\"> &bdquo;Geht einfach mal arbeiten&ldquo;: Hotel legt sich mit selbst ernannten Influencern an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h11\">&bdquo;Gewinnorientiertes Denken hat in diesem Bereich nichts zu suchen&ldquo;. Also Pflegeheime nur noch in gemeinn&uuml;tziger Hand. In einem Teil von &Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50740#h12\">Sexkaufverbot: &ldquo;Es gibt keine gute Prostitution&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russen setzten auf AfD-Abgeordneten Frohnmaier<\/strong><br>\n&ldquo;Ein unter absoluter Kontrolle stehender Abgeordneter&rdquo;: Dem SPIEGEL vorliegende Dokumente aus der russischen Pr&auml;sidialadministration zeigen, wie Moskau vor der Bundestagswahl Einfluss auf den AfD-Mann Markus Frohnmaier nehmen wollte.<br>\nDie Versuche russischer Einflussnahme auf deutsche Politiker, insbesondere die der AfD, reichen weiter als bisher bekannt. Nach gemeinsamen Recherchen von SPIEGEL, ZDF, der britischen BBC und der italienischen Tageszeitung &ldquo;La Repubblica&rdquo; kursierte in der Pr&auml;sidialverwaltung von Wladimir Putin vor der Bundestagswahl 2017 ein Strategiepapier &uuml;ber Aktivit&auml;ten, mit denen die EU-Staaten destabilisiert und Propaganda f&uuml;r russische Positionen verbreitet werden sollte.<br>\nKonkret wurden hochrangigen russischen Staatsbeamten Pl&auml;ne f&uuml;r die &ldquo;Organisation von Meetings, Mahnwachen und anderen Protestaktionen in EU-L&auml;ndern&rdquo; und die &ldquo;erfolgreiche Unterst&uuml;tzung von Resolutionen in den nationalen Parlamenten der EU-L&auml;nder&rdquo; vorgelegt, die sich gegen &ldquo;die antirussischen Sanktionen und auf die Anerkennung der Krim als Teil der Russischen F&ouml;deration&rdquo; richten sollten. Auch die international umstrittenen Wahlbeobachtermissionen und Medienkampagnen z&auml;hlten zu den Vorschl&auml;gen. Ziel war demnach die F&ouml;rderung russischer Interessen und die &ldquo;Diskreditierung&rdquo; von Moskaus Kritikern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/markus-frohnmaier-russen-setzten-auf-afd-abgeordneten-a-1261422.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> SPIEGEL, ZDF, BBC und Co. berichten auf Basis von Dokumenten, die von einem Think Tank stammen, das von Chodorkowski finanziert wird. Interessant ist dabei vor allem: Diese Dokumente sind mehr als 10.000 Mails von einem russischen Diplomaten und mehr als 4.000 Mails aus der russischen Pr&auml;sidialverwaltung. SPIEGEL und Co. bezeichnen diese Mails als &bdquo;geleakt&rdquo; &hellip; was nichts anderes hei&szlig;t, als dass sie gehackt wurden. Schon &ldquo;erstaunlich&rdquo;, das genau die Medien, die Zeter und Mordio schrien, als &ldquo;russische Hacker&rdquo; den Medien gehackte Dokumente der US-Demokraten zuspielten, nun selbst Dokumente verwerten, die wohl von &ldquo;britischen Hackern&rdquo; stammen, die ziemlich sicher nicht all zu weit entfernt vom GCHQ sitzen. Ein Prachtbeispiel f&uuml;r doppelte Standards.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Autokartell: EU-Wettbewerbsh&uuml;ter best&auml;tigen illegale Absprachen zwischen BMW, Daimler und VW<\/strong><br>\nDie Autokonzerne BMW, Daimler und VW haben nach Erkenntnissen der EU-Wettbewerbsh&uuml;ter illegale Absprachen zu Technologien der Abgasreinigung getroffen. Dies teilte die EU-Kommission am Freitag in Br&uuml;ssel auf Basis eines vorl&auml;ufigen Ergebnisses der Ermittlungen mit. Die Unternehmen k&ouml;nnen nun zu den Vorw&uuml;rfen noch Stellung nehmen. Ihnen droht eine Strafe in Milliardenh&ouml;he.<br>\nDie Absprachen waren durch Recherchen des SPIEGEL 2017 &ouml;ffentlich geworden. 2018 leitete die EU formelle Untersuchungen in der Sache ein. Im Einzelnen sollen sich die Autobauer bei der Einf&uuml;hrung von SCR-Katalysatoren f&uuml;r Dieselmotoren und von Feinstaub-Partikelfiltern f&uuml;r Benzinmotoren (OPF) unerlaubterweise abgesprochen haben. Diese Absprachen seien bei Treffen der Automobilhersteller in den sogenannten 5er-Kreisen getroffen worden.<br>\nDie Unternehmen h&auml;tten den Innovationswettbewerb in Europa bei diesen beiden Abgasreinigungssystemen eingeschr&auml;nkt und den Verbrauchern somit die M&ouml;glichkeit verwehrt, umweltfreundlichere Fahrzeuge zu kaufen &ndash; obwohl sie &uuml;ber die entsprechende Technologie verf&uuml;gten, teilten die Wettbewerbsh&uuml;ter weiter mit. Sollte sich der Verdacht endg&uuml;ltig best&auml;tigen, w&auml;re es ein Versto&szlig; gegen europ&auml;isches Kartellrecht &ndash; auch wenn es sich nicht um Preisabsprachen handele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bmw-daimler-und-vw-eu-wettbewerbshueter-bestaetigen-illegale-absprachen-a-1261449.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das d&uuml;rfte dann ja auch unter &sect; 129 Strafgesetzbuch fallen. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte 2015 &bdquo;Bei uns wird nicht manipuliert&ldquo;. Zum Gl&uuml;ck ist man inzwischen Kronzeuge. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nun sag, wie hast du&rsquo;s mit dem Euro? &ndash; Die SPD<\/strong><br>\n#EUROPAISTDIEANWORT, so das Motto der SPD. Ein Alleinstellungsmerkmal wird damit sicher nicht definiert. Liest man von Visionen, die sogar hinter denen der FDP zur&uuml;ckbleiben und Antworten auf nicht gestellte Fragen, steht man vor einem R&auml;tsel: Wer blo&szlig; w&auml;hlt diese Partei? [&hellip;]<br>\nWelche Merkmale k&ouml;nnte ein typischer SPD-W&auml;hler vor dem Hintergrund dieses Wahlprogramms haben?Spontan fallen einem SPD-Mandatstr&auml;ger und alle ein, die finanziell von der Existenz dieser Partei profitieren. Dann aber wird es schon richtig schwierig. Die SPD ist n&auml;mlich nur eine Partei im gro&szlig;en pro-EURO&auml;ischen Lager. EUROpa hat aber au&szlig;er Visionen nicht viel zu bieten. Und wenn schon die FDP die Vision der Vereinigten Staaten von Europa formuliert, die SPD sich aber lediglich zu einer &bdquo;Vision eines starken Europas&ldquo; durchringen kann, fallen Vision&auml;re schon einmal durchs Raster. [&hellip;]<br>\nKeine Chance hat die SPD auch bei allen pro-EUROp&auml;ischen W&auml;hlern, die auch nur bescheidene Anspr&uuml;che an minimale Standards der Argumentationsf&uuml;hrung stellen. Wer sogar meint, dass man ohne Fragen keine Antworten formulieren kann, wird an dem Wahlprogramm der SPD verzweifeln m&uuml;ssen. Der typische SPD-W&auml;hler muss also jemand sein, der Tweets als vollkommen zureichende Informationsquelle erachtet. [&hellip;]<br>\nJe mehr man sich in diese Frage vertieft, desto r&auml;tselhafter erscheint einem, warum der SPD noch immer ein Wahlergebnis von 15 Prozent vorhergesagt wird. Aber wahrscheinlich geht es diesen W&auml;hlern so wie der Redaktion, die vor lauter Verzweiflung vor nicht allzu langer Zeit auch noch zu einer Erneuerung der SPD aufgerufen hatte.<br>\nEine sozialdemokratische Partei braucht dieses Land sicherlich dringend. Es ist daher schwer, auch noch den letzten Strohhalm loszulassen. Aber der uns&auml;gliche Bundestagswahlkampf von Martin Schulz, der erneute Eintritt der SPD in eine Koalition mit der CDU\/CSU und nun ihr wirklich erb&auml;rmliches EUROpa-Wahlkampfprogramm sollten auch Berufsoptimisten ausreichend Grund geben, jede Hoffnung auf eine Erneuerung dieser Partei fahren zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/04\/nun-sag-wie-hast-dus-mit-dem-euro-die-spd\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bankenfusion: Scholz sitzt in der Falle<\/strong><br>\nDer Sozialdemokrat w&uuml;rde f&uuml;r den Verlust Zehntausender Arbeitspl&auml;tze verantwortlich gemacht, wenn die Deutsche Bank und die Commerzbank fusionieren sollten.<br>\nZugegeben: Finanzminister Olaf Scholz steht vor keiner leichten Entscheidung bei den Fusionsgespr&auml;chen von Deutscher Bank und Commerzbank. Es passt schlecht zum Image vom gerechten Sozialdemokraten, erneut Banken zu retten. Scholz w&auml;re nun nicht Scholz, w&uuml;rde er diese Sicht auf die Fusion nicht vehement bestreiten. Trotzdem ist es so, dass er den Steuerzahler wieder st&auml;rker ins Risiko nimmt, wenn die Banken fusionieren &ndash; und der Staat in der Megabank bleibt. Noch desastr&ouml;ser aber wird der Umstand sein, dass der Verlust Zehntausender Arbeitspl&auml;tze in den Augen der B&uuml;rger mit der SPD nach Hause gehen wird. Und das in Zeiten von 17 Prozent.<br>\nEs ist abenteuerlich, wie die gesamte SPD-Spitze bei der Fusion den Hans-guck-in-die-Luft spielt. Scholz gibt vor, die ganze Sache den Vorstandschefs zu &uuml;berlassen. Erst wenn die ein Konzept vorlegen, will er sich dazu &auml;u&szlig;ern. Das ist, vorsichtig gesagt, grob fahrl&auml;ssig. Denn wenn Scholz wartet, bis die beiden Bankenchefs verk&uuml;nden, dass sie zusammengehen und dabei leider Hunderte Filialen schlie&szlig;en und Zehntausende Mitarbeiter entlassen m&uuml;ssen, sitzt der Sozialdemokrat in der Falle. Er wird in der &ouml;ffentlichen Meinung f&uuml;r den Jobabbau verantwortlich sein. Die politische Konkurrenz wird sich schweigend die H&auml;nde reiben und der W&auml;hler woanders sein Kreuzchen machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/deutsche-bank-commerzbank-scholz-1.4396410\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Cum-Ex-Skandal: Europas Finanzaufseher verschleppen Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nSeit vier Monaten fordert das EU-Parlament, &ldquo;entschlossen&rdquo; gegen die &ldquo;laufende Betrugspraxis&rdquo; vorzugehen. Doch nichts geschieht. Nun drohen Abgeordnete mit Konsequenzen.<br>\nEuropas Finanzaufseher verschleppen die Aufkl&auml;rung des gr&ouml;&szlig;ten Steuerraubs in Europa, der unter den Begriffen Cum-Ex und Cum-Cum bekannt geworden ist. Vier Monate, nachdem das Europ&auml;ische Parlament in einer Resolution eine Untersuchung des &ldquo;systematischen Steuerdiebstahls&rdquo; gefordert hatte, ist noch immer keine solche Untersuchung durch die europ&auml;ische Banken- und Finanzmarktaufsicht eingeleitet worden.<br>\nNun haben f&uuml;hrende Abgeordnete des Europ&auml;ischen Parlaments Brandbriefe an die Bankenaufsicht EBA und die Finanzmarktaufsicht ESMA geschickt, die f&uuml;r die Aufarbeitung des Skandals zust&auml;ndig sind. Die beiden Briefe liegen dem ARD-Magazin Panorama und ZEIT ONLINE exklusiv vor. Darin fordert der Gr&uuml;nenspitzenkandidat f&uuml;r die Europawahl, Sven Giegold, gemeinsam mit dem konservativen Parlamentsvizepr&auml;sidenten Othmar Karas sowie f&uuml;hrenden Abgeordneten der sozialistischen und liberalen Fraktionen die Aufsichtsbeh&ouml;rden auf, &ldquo;alle m&ouml;glichen Anstrengungen zu unternehmen, um diese wichtige Untersuchung so schnell wie m&ouml;glich einzuleiten&rdquo;.<br>\nUnd die Abgeordneten drohen mit empfindlichen Konsequenzen: Falls EBA und ESMA keine Untersuchung einleiten, wollen die Abgeordneten Sanktionen erw&auml;gen. F&uuml;r die Aufseher k&ouml;nnte das unangenehm werden. Denn das Europ&auml;ische Parlament entscheidet j&auml;hrlich &uuml;ber die Haushalte der beiden EU-Beh&ouml;rden und kann ihnen umfangreiche Gelder sperren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-04\/cum-ex-skandal-aufklaerung-eu-parlament-dividendenstripping\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wohnen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Immobilienkrise: Was wirklich gegen die Wohnungsnot hilft<\/strong><br>\nMieten und Hauspreise steigen &ndash; was tun? Die einen wollen enteignen, die anderen mehr bauen. Dabei ist beides als L&ouml;sung abwegig, solange M&auml;rkte versagen und Banken eifrig Immobilienblasen f&ouml;rdern. [&hellip;]<br>\nFakt ist, dass seit Mitte der Neunzigerjahre fast &uuml;berall in den Metropolen der Welt Hauspreise und Mieten irre gestiegen sind &ndash; am krassesten in London, Paris, Manhattan, Genf und Hongkong, wo man f&uuml;r 1500 US-Dollar monatlicher Miete gerade noch 25 bis 30 Quadratmeter Wohnung bekommt. In New York m&uuml;ssen Mieter im Schnitt mittlerweile fast die H&auml;lfte ihres Einkommens f&uuml;r das geliehene Dach &uuml;berm Kopf aufwenden &ndash; im Jahr 2000 war es ein Viertel. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die Kaufpreise, die im Schnitt der wichtigsten entwickelten L&auml;nder seit 1990 um rund 50 Prozentpunkte schneller gestiegen sind als die allgemeinen Lebenshaltungskosten, wie eine Forschergruppe um den Bonner &Ouml;konomen Moritz Schularick errechnete.<br>\nAll das kann kaum damit zu tun haben, dass &uuml;berall gerade mal zu wenig gebaut wird, weil, was wei&szlig; ich, die B&uuml;rokratie doof ist, wie das in Berlin wom&ouml;glich gelegentlich vorkommt. Wenn Immobilien in attraktiven St&auml;dten so viel teurer geworden sind, liegt das Sch&auml;tzungen zufolge zu 80 Prozent daran, dass die Bodenpreise gestiegen sind &ndash; und weniger daran, dass die Wohnungen an sich irgendwie wertvoller ausgestattet sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/immobilien-was-gegen-die-wohnungsnot-wirklich-hilft-a-1261406.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Preise gehen weiter in die H&ouml;he<\/strong><br>\nDie Preise f&uuml;r das Bauen sind so stark angestiegen wie seit mehr als zehn Jahren nicht. Die Unternehmen k&ouml;nnen sich das Plus bei den Preisen dank guter Auftragslage leisten.<br>\nBauen wird in Deutschland immer teurer. Die Preise f&uuml;r den Neubau von Wohnungsgeb&auml;uden waren im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent angestiegen, wie das Statistische Bundesamt in seiner viertelj&auml;hrlichen Erhebung angab. Ein h&ouml;heres Plus hatte es zuletzt im Jahr 2007 mit 5,8 Prozent gegeben. Auch der Bau von B&uuml;rogeb&auml;uden kostete im Februar 4,8 Prozent mehr als noch ein Jahr, f&uuml;r gewerbliche Betriebsgeb&auml;ude musste f&uuml;nf Prozent mehr gezahlt werden. Im Stra&szlig;enbau stiegen die Preise f&uuml;r Arbeiten sogar um bis zu 7,5 Prozent an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/baubranche-preise-101.html%20\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bebenger&auml;usche<\/strong><br>\nDie Lage auf dem Wohnungsmarkt wird bundesweit immer angespannter. In Berlin wird deswegen dar&uuml;ber gesprochen, gro&szlig;e Wohnungsunternehmen zu enteignen. Besser w&auml;re es, auf andere Weise den Markt gerechter zu gestalten. Aber gerade daf&uuml;r muss man den Wunsch nach Enteignung ernst nehmen.<br>\n&ldquo;Wer schreit, hat Unrecht&rdquo;, bekam ich als Kind immer mal zu h&ouml;ren. So ganz eingeleuchtet hat mir das nie, nicht nur, weil man bei drei &auml;lteren Br&uuml;dern nicht immer geh&ouml;rt wurde, wenn man leise blieb. Und auch als aufs&auml;ssiger Jugendlicher war mir Wohlerzogenheit eher der Obrigkeitsh&ouml;rigkeit verd&auml;chtig: Wer laut wurde, um Wettr&uuml;sten oder Waldsterben anzuprangern, konnte nicht unrecht haben. Der Umkehrschluss hat dennoch nie gegolten: Laut sein hei&szlig;t nicht recht haben, auch wenn man die Welt gerne so einfach wie in Sprichw&ouml;rtern h&auml;tte.<br>\nVielleicht hilft die Kombination mit einem anderen Sprichwort weiter. Das hie&szlig;e dann: Hunde bellen um so lauter, je empfindlicher man sie trifft. Damit w&auml;ren wir im Jahr 2019 angekommen. Mit dem Thema Enteignung hat man, so scheint es, das Immobilienrudel &auml;u&szlig;erst empfindlich getroffen: Das Gebell ist fast schon hysterisch zu nennen. Dabei ist Enteignung ein regul&auml;res Instrument der Planung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/418\/bebengeraeusche-5820.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Immobilienboom in Stendal: Idyllische Kleinstadt profitiert von guter Lage<\/strong><br>\nDie Altmark, die in Sachsen-Anhalt lange als ein Sorgenkind galt, streift langsam und St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck das &bdquo;Graue-Maus-Image&ldquo; ab. Bis Ende 2019 ist es eine Bundesmodellregion. 2,25 Millionen Euro F&ouml;rdergelder flie&szlig;en in die Gegend, f&uuml;r eine nachhaltige Siedlungspolitik und den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Es scheint sich zu lohnen.<br>\nWo Licht ist, ist aber auch Schatten. W&auml;hrend sich Immobilienmakler &uuml;ber steigende Preise und Renditen von &uuml;ber acht Prozent freuen, wird es f&uuml;r Mieter in Stendal zunehmend schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Was gerade f&uuml;r Menschen mit kleinen Geh&auml;ltern und Mini-Jobs, f&uuml;r Rentner und Hartz 4- Empf&auml;nger zum Problem wird, erz&auml;hlt Angela Mattke. Sie ist Juristin und Vorsitzende des 2.000 Mitglieder gro&szlig;en Mietervereins &bdquo;Stendal und Umgebung e.V.&ldquo;<br>\nMattke: &bdquo;In den letzten Jahren war Stendal relativ ruhig, was Mieterh&ouml;hungen betrifft. Aber so seit gut einem Jahr ist da doch ein enormer Anstieg zu verzeichnen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nAllein die Plattenbau-Wohnungen, in dem zu DDR-Zeiten gebauten Satelliten-Viertel Stendal-Stadtsee seien f&uuml;r Menschen mit kleinem Geldbeutel gerade so noch bezahlbar, betont Angela Mattke. Stendal-Stadtsee ist ein Vorzeige-Stadtviertel, das die DDR Mitte der Achtzigerjahre aus dem Boden gestampft hat. Heute ist das Viertel ein sozialer Brennpunkt.<br>\nDie Nettokaltmiete bel&auml;uft sich hier auf 4,75 pro Quadratmeter. Das ist nur marginal mehr als 2009, also vor zehn Jahren. Als man f&uuml;r den Quadratmeter 4,29 Euro auf den Tisch legen musste. Auch wenn sich die Preise in der letzten Dekade nur wenig nach oben verschoben haben, sei es f&uuml;r viele der Bewohner dennoch ein Kraftakt, sagt Angela Mattke vom Mieterverein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/immobilienboom-in-stendal-idyllische-kleinstadt-profitiert.1001.de.html?dram:article_id=445325\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>Teurer Wohnen<\/strong><br>\nWie gro&szlig; ist die Wohnungsnot? Wissenschaftler legen detaillierte Zahlen f&uuml;r alle deutschen Gro&szlig;st&auml;dte vor.<br>\nIn den 77 deutschen Gro&szlig;st&auml;dten fehlen fast zwei Millionen g&uuml;nstige Wohnungen. Am gr&ouml;&szlig;ten ist die L&uuml;cke in Berlin, Hamburg und K&ouml;ln, aber selbst in kleineren Gro&szlig;st&auml;dten gehen Angebot und Nachfrage weit auseinander. Das zeigen Studien von Stadtsoziologen der Humboldt-Universit&auml;t Berlin, gef&ouml;rdert durch die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Forscher haben f&uuml;r jede deutsche Gro&szlig;stadt &ndash; von Kiel bis M&uuml;nchen, von Aachen bis Dresden &ndash; ein Profil der Wohnsituation erstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/119396_119404.htm#\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nato auf Abwegen &ndash; Die Ergebnisse sind ein Desaster, die Etats zu hoch<\/strong><br>\nAch die Nato! Schon vor zehn Jahren, zum 60. Geburtstag der Gr&uuml;ndung der Allianz, war niemanden zum Feiern zumute. Heute ist die Krise noch viel tiefer. Nichts dr&uuml;ckt das besser aus, als die komplette Abwesenheit der Staats- und Regierungschefs bei dem Treffen in Washington. Keine der Missionen, an deren die Nato direkt oder einige ihrer Mitgliedsl&auml;nder beteiligt waren oder sind, k&ouml;nnen wirklich als erfolgreich bewertet werden. Der damalige US-Pr&auml;sident Georg Bush senior hielt 1990 eine Rede, in der er die Vision einer &ldquo;Neuen Weltordnung&rdquo; entwarf. Er wollte Russland zu einem Partner machen. Die USA sollten nicht l&auml;nger Weltpolizist spielen, sondern es sollten quer &uuml;ber den Planeten regionale Sicherheitsb&uuml;ndnisse entstehen, die Uno sollte gest&auml;rkt werden. Daraus wurde nichts. Der S&uuml;ndenfall war die Invasion im Irak durch Bushs Sohn Georg W. &ndash; ein so eklatanter Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht, f&uuml;r den die Verantwortlichen eigentlich vor Gericht gestellt werden m&uuml;ssten. Eine ohnehin brenzlige Weltregion wurde lichterloh in Brand gesetzt, das Entstehen des IS war eine direkte Folge der Intervention. Seither sind die Milit&auml;rbudgets weltweit geradezu explodiert. Sicherer geworden ist der Planet dadurch nicht.<br>\nWeil das so ist, war auch der Nato-Beschluss von 2014, wonach die Mitgliedstaaten ihre Milit&auml;rbudgets auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anheben sollen, falsch. Die weltweiten Milit&auml;retats m&uuml;ssen nicht an den amerikanischen Wahnsinn angepasst werden, sie m&uuml;ssen sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/1.8773963\">Nordbayern.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Versteckte Subventionen im deutschen Stromnetz<\/strong><br>\nMit gro&szlig;z&uuml;gigen Ausnahmen von den Stromnetzkosten subventioniert Deutschland gro&szlig;e Industrieunternehmen. Dieses &bdquo;race to the bottom&ldquo; gef&auml;hrdet nicht nur Finanzierung und Akzeptanz der Energiewende, sondern schadet auch den anderen EU-Mitgliedstaaten. Als Rechtfertigung bedient sich die Politik des fragw&uuml;rdigen Arguments der &bdquo;Systemdienlichkeit&ldquo; von Gro&szlig;verbrauchern. Doch der daf&uuml;r als Begr&uuml;ndung herangezogene &bdquo;physikalische Pfad&ldquo; h&auml;lt einer kritischen Analyse nicht stand. Die Arbeiterkammer geht nun auf europ&auml;ischer Ebene gegen diese versteckte Industriebeihilfe vor und hat bei der EU-Kommission eine Beschwerde wegen verbotener Beihilfe eingebracht.<br>\nDie Energiewende in Europa schreitet voran. Das sichtbarste Zeichen daf&uuml;r ist die Umstellung von zentral erzeugtem Strom in Gro&szlig;kraftwerken auf dezentrale Energieerzeugung &uuml;ber Wind- und Sonnenenergie. Damit einher geht die Frage nach der Anpassung der Stromnetze und ihrer Finanzierung. Denn: Wind- und Sonnenenergie wird wetterabh&auml;ngig und damit unregelm&auml;&szlig;ig, also manchmal in zu gro&szlig;en Mengen, manchmal in zu geringen Mengen, erzeugt. Um die schwankenden Energiemengen verteilen und ausgleichen zu k&ouml;nnen, sind moderne Stromnetze notwendig. Investitionen in die Netzinfrastruktur sind daher die Voraussetzung f&uuml;r den weiteren Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung und damit f&uuml;r die Versorgungssicherheit. Das ist mit enorm hohen Kosten verbunden. Die EU-Mitgliedstaaten gehen dabei unterschiedliche Wege: Die einen setzen auf eine breite Finanzierungsbasis, die anderen sehen aus industriepolitischen Interessen bei den Netzentgelten gro&szlig;z&uuml;gige Ausnahmen f&uuml;r Gro&szlig;verbraucher von Strom vor. Gerechtfertigt werden diese Subventionen mit dem sogenannten &bdquo;physikalischen Pfad&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/versteckte-subventionen-deutsches-stromnetz\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jugendliche zum Klima: Lebensstil gemeinsam statt einsam &auml;ndern<\/strong><br>\nDer Klimawandel l&auml;sst sich nur aufhalten, wenn alle bef&auml;higt werden, einen Beitrag zu leisten. Dazu braucht es einen Systemwandel.<br>\nDie freit&auml;glichen Streiks sorgten daf&uuml;r, dass sich die Medien in den letzten Monaten wieder vermehrt mit dem alten Thema Klimawandel besch&auml;ftigten. Dabei kamen vor allem Journalisten (wie auch der Schreibende) oder Leserbrief-Verfasserinnen zu Wort. Was aber denken und wie handeln Klimastreikende selber, die mit Slogans wie &ldquo;Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut&rdquo;, und mit der Forderung &ldquo;Null CO&#8322;-Emissionen ab 2030&rdquo; auf die Strasse gehen?<br>\nAm Samstag, 6. April finden in der Schweiz weitere Klimademonstrationen statt, zu denen neben Sch&uuml;lerinnen und Studenten ausdr&uuml;cklich auch Eltern eingeladen sind. Im Vorfeld dazu ver&ouml;ffentlichen wir die Gedanken von drei Jugendlichen, die Teil des &ldquo;Kollektivs Klimastreik Ostschweiz&rdquo; sind. Heute die Position von Moritz Rohner; er ist 21j&auml;hrig, lebt in St. Gallen und leistet momentan Zivildienst in einem Kindergarten:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Umwelt\/Jugendliche-zum-Klima-Lebensstil-gemeinsam-statt-einsam-andern#\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Geht einfach mal arbeiten&ldquo;: Hotel legt sich mit selbst ernannten Influencern an<\/strong><br>\nEin kleines Hotel auf den Philippinen will keine M&ouml;chtegern-Influencer mehr beherbergen &ndash; und hat einen w&uuml;tenden Post verfasst, der viral ging. Der Vorfall ist einerseits ziemlich skurril, andererseits zeigt er, wie Instagram und Co. immer mehr Urlaubsziele erobern &ndash; und das hat Folgen. [&hellip;]<br>\nDas soziale Netzwerk ist zu einem wichtigen Werbe-Kanal geworden. Influencer mit gro&szlig;er Reichweite lassen sich viel Geld bezahlen, um ein Hotel oder einen Urlaubsort instagramtauglich in Szene zu setzen. Das hat jedoch bizarre Folgen. Auf Instagram findet man hunderttausende Fotos, die identisch aussehen: Dieselben Motive, die gleichen Posen, einheitliche Perspektiven. Der Foto-Massentourismus l&auml;sst wenig Spielraum f&uuml;r Individualit&auml;t, wie dieses eindrucksvolle Video zeigt:<br>\nAber der Instagram-Tourismus kann noch viel ernsthaftere Konsequenzen haben: Erst k&uuml;rzlich musste ein Naturparadies in den USA schlie&szlig;en, nachdem tausende Foto-Touristen Pflanzen zertrampelten, Toiletten zum &Uuml;berlaufen brachten und ein Verkehrschaos anrichteten. Instagram macht vermeintliche Geheimtipps ber&uuml;hmt &ndash; die oft kleinen Orte sind aber mit den vielen Foto-Touristen &uuml;berfordert. Denn die Menschenmassen bedeuten mehr M&uuml;ll, mehr Verkehr, Verdr&auml;ngung der Einheimischen, steigender Trinkwasserverbrauch. Wer die Umwelt und lokale Gemeinden mit seinem Urlaub nicht belasten m&ouml;chte, sollte darauf achten, m&ouml;glichst sanft und vertr&auml;glich zu reisen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/utopia.de\/instagram-influencer-hotel-white-banana-beach-133644\/\">Utopia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Gewinnorientiertes Denken hat in diesem Bereich nichts zu suchen&ldquo;. Also Pflegeheime nur noch in gemeinn&uuml;tziger Hand. In einem Teil von &Ouml;sterreich<\/strong><br>\nDas Burgenland ist von den neun Bundesl&auml;ndern &Ouml;sterreichs das &ouml;stlichste und gemessen an seiner Einwohnerzahl kleinste. Zuweilen kommen ja gerade aus den randst&auml;ndigen und kleinen Regionen eines Landes interessante Ideen oder unkonventionelle Ma&szlig;nahmen. Offensichtlich will man diesen Eindruck in diesem Teil &Ouml;sterreichs best&auml;tigen. Heime k&uuml;nftig nur mehr gemeinn&uuml;tzig, so ist eine Meldung der Nieder&ouml;sterreichischen Nachrichten &uuml;berschrieben, die man sicher in die Rubrik au&szlig;erhalb der Reihe tanzen verbuchen kann.<br>\nIn Deutschland diskutieren wir seit Jahren &uuml;ber die Auswirkungen des seit Jahren in der Altenpflege zu beobachtenden Anteilsgewinn der privat-gewerblichen Anbieter von Pflegedienstleistungen. Die stellen in der ambulanten Pflege schon seit l&auml;ngerem die Mehrheit, bei den Pflegeheimen marschieren diese Anbieter auf die 50 Prozent-Quote zu. Und immer wieder wird man mit dem Argument konfrontiert, dass man eigentlich im Bereich der Altenpflege keine gewinnorientierten Anbieter zulassen sollte, vor allem nicht dann, wenn es sich bei diesen Unternehmen um Kapitalgesellschaften und Investoren handelt, denen es aus ihrer Sicht verst&auml;ndlich vor allem um eine m&ouml;glichst hohe Rendite geht, die man aber in der Pflege alter Menschen angesichts des sehr hohen Anteils der Personalkosten &uuml;ber kurz oder lang nur &uuml;ber eine Absenkung der Personalkosten erreichen kann &ndash; und\/oder &uuml;ber teilweise windige Gesch&auml;ftsmodelle mit Betriebs- und Immobiliengesellschaften, bei denen die Kosten auf die Betroffenen abgew&auml;lzt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/04\/04\/pflegeheime-nur-noch-in-gemeinnuetziger-hand\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sexkaufverbot: &ldquo;Es gibt keine gute Prostitution&rdquo;<\/strong><br>\nDeutschland gilt als das &ldquo;Bordell Europas&rdquo; &ndash; auch wegen seines liberalen Prostitutionsgesetzes. Bei einem Kongress in Mainz fordern Organisationen ein Sexkaufverbot. Sie sagen: Keine Frau prostituiert sich freiwillig. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend des Kongresses sprechen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer &uuml;ber die psychischen und k&ouml;rperlichen Auswirkungen der Prostitution. Aussteigerinnen wie Norak berichten &uuml;ber ihre Erfahrungen. Am Ende des Kongresses wird eine gemeinsame Erkl&auml;rung verabschiedet. Die Hauptforderung: Deutschland soll das nordische Modell einf&uuml;hren, so wie viele andere L&auml;nder dies bereits getan haben. Frankreich f&uuml;hrte es 2016 ein, Irland 2017. Seit bereits 20 Jahren gilt es in Schweden. Es enth&auml;lt ein Sexkaufverbot. Das unterscheidet sich vom Verbot der Prostitution: Der Kauf sexueller Dienste wird kriminalisiert, der Freier macht sich strafbar, nicht die Prostituierte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/sexkaufverbot-es-gibt-keine-gute-prostitution\/a-48200710\">DW<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Sexkaufverbot&ldquo;: Strafen f&uuml;r Freier statt f&uuml;r Prostituierte<\/strong><br>\nZum Abschluss des Weltkongresses gegen sexuelle Ausbeutung haben die Veranstalter in Mainz ihre Forderung nach einem &bdquo;Sexkaufverbot&ldquo; untermauert.<br>\nDies ist einer der Kernpunkte der &bdquo;Mainzer Erkl&auml;rung&ldquo;, die am Donnerstag ver&ouml;ffentlicht wurde. In dem Papier, das sich unter anderem an die Bundesregierung richtet, verlangen die Unterzeichner unter anderem, den Betrieb von Bordellen zu verbieten, den Akt der Bezahlung f&uuml;r Sex als sexuelle Gewalt anzuerkennen und so Besuche bei Prostituierten unter Strafe zu stellen. Zu den Unterzeichnern geh&ouml;ren der Verein Solwodi, der sich f&uuml;r Frauen in Not einsetzt, sowie etwa die Organisation CAP International, die sich gegen sexuelle Ausbeutung engagiert. Aus ihrer Sicht muss das deutsche Prostitutionsgesetz versch&auml;rft werden. Ziel dabei ist es, dass sich k&uuml;nftig Zuh&auml;lter und Freier strafbar machen, nicht die Prostituierten selbst. Ein solches Gesetz sei l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig, sagte Solwodi-Gr&uuml;nderin Lea Ackermann.<br>\nDeutschland sei mit seiner liberalen Prostitutionspraxis und 1,2 Millionen Freiern t&auml;glich das &bdquo;Bordell Europas&ldquo;, sagte die 82-j&auml;hrige Ackermann der dpa. Hierzulande gelte seit den Prostitutionsgesetzen von 2002 die Prostitution als normales Gewerbe. In anderen europ&auml;ischen Staaten wie Schweden, Norwegen, Irland und seit kurzem auch in Frankreich, sei das Sexkaufverbot bereits g&auml;ngige Praxis. In einer nicht bindenden Resolution hatte auch das Europ&auml;ische Parlament bereits 2014 die Einf&uuml;hrung dieses sogenannten Nordischen Modells empfohlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/regional\/mainz\/gesellschaft-sexkaufverbot-strafen-fuer-freier-statt-fuer-prostituierte_id_10549573.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Aktivistinnen fordern strengeres Prostitutionsgesetz<\/strong><br>\nDer dreit&auml;gige &ldquo;Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und M&auml;dchen&rdquo; hat mit einer Demonstration am Dienstagnachmittag begonnen. Organisatoren sind die Frauenhilfsorganisation SOLWODI (Solidarity with Women in Distress &ndash; Solidari&auml;t mit Frauen in Not), die Menschenrechtsdachorganisation CAP INTL (Coalition for the Abolition of Prostitution) und der Verein Armut und Gesundheit in Deutschland.<br>\nZum Abschluss will der Kongress am Donnerstag eine &ldquo;Mainzer Erkl&auml;rung&rdquo; verabschieden. Zudem gibt es zahlreiche Vortr&auml;ge und Diskussionsrunden zum Thema sexuelle Ausbeutung. Unter den rund 300 erwarteten Teilnehmern ist auch Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. (&hellip;)<br>\nDie Veranstalter fordern strengere Regelungen f&uuml;r Prostitution in Deutschland. &ldquo;Das Verhalten von M&auml;nnern, Frauen in Zwangslagen sexuell auszunutzen, muss strafbar gemacht werden&rdquo;, sagte die Gr&uuml;nderin des Vereins SOLWODI, Lea Ackermann, der Deutschen Presse-Agentur.<br>\nDer Verein, der sich f&uuml;r Frauen in Not einsetzt, spricht sich f&uuml;r ein generelles &ldquo;Sexkaufverbot&rdquo; aus. Bei einer solchen Regelung machten sich die Freier per se strafbar, wenn sie die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nehmen, sagte Ackermann. Dieses sogenannte Nordische Modell existiere bereits seit einigen Jahren in Schweden, Island und Norwegen. (&hellip;)<br>\nSeit 1999 h&auml;tten sich immer mehr europ&auml;ische L&auml;nder dem Modell angeschlossen, zuletzt Frankreich (2016) und Irland (2017). Deutschland hingegen verdiene sich mit mehr als einer Million Freiern pro Tag zurecht den Ruf, das &ldquo;Bordell Europas&rdquo; zu sein, sagte SOLWODI-Bildungsreferentin Helga Tauch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/mainz\/Weltkongress-gegen-sexuelle-Ausbeutung-in-Mainz-Frauenrechtlerinnen-fordern-strengeres-Prostitutionsgesetz,kongress-sexuelle-ausbeutung-100.html\">SWR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vielleicht holt sich das verantwortliche Bundesfamilienministerium wegen der Bef&uuml;rchtung des Abdr&auml;ngens von Prostituierten in die Illegalit&auml;t Rat aus Schweden ein, denn: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5222543\/\">Es gibt keine gute Prostitution<\/a>&ldquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-50740","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50740","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50740"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50740\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50742,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50740\/revisions\/50742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50740"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50740"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50740"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}