{"id":50789,"date":"2019-04-09T08:28:47","date_gmt":"2019-04-09T06:28:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789"},"modified":"2019-04-09T08:28:47","modified_gmt":"2019-04-09T06:28:47","slug":"hinweise-des-tages-3343","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h01\">Wohnungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h02\">Der Jemen und &bdquo;der Friedhof der Imperien&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h03\">Claus Kleber au&szlig;er Rand und Band &ndash; Oder: Warum der Einmarsch Russlands im Baltikum ausf&auml;llt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h04\">Von der Marktwirtschaft zur Marktgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h05\">Bayer baut 4500 Jobs in Deutschland ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h06\">China&rsquo;s EU envoy to Europe: plot your own path, not Washington&rsquo;s<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h07\">Die Paketbranche boomt &ndash; die L&ouml;hne der Zusteller sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h08\">M&auml;rchen des Neoliberalismus &ndash; Flexiblere Arbeitsm&auml;rkte f&uuml;hren zu mehr Arbeitspl&auml;tzen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h09\">Die Armut auf der Stra&szlig;e wird immer sichtbarer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h10\">Nuklearexperte: Satellitenbilder zeigen, dass saudische Reaktoranlage kurz vor Fertigstellung steht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h11\">Gelbwesten-Proteste &ndash; Franz&ouml;sischer Premier verspricht Steuersenkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h12\">&bdquo;Libert&eacute;, &Eacute;galit&eacute;, Flashball&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h13\">Schwarze Kriegskasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h14\">Mediziner verlassen das Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h15\">Wenn Hochqualifizierte gehen und wenig Gebildete kommen &ndash; Deutschlands doppeltes Migrationsproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h16\">Framing-Check: &ldquo;Fahrverbot&rdquo; &ndash; Wer von Fahrverboten spricht, verhindert Umweltschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h17\">Altkanzler Schr&ouml;der wird 75 &ndash; &bdquo;Ich wollte immer meine eigene Situation verbessern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h18\">Die Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wohnungsnot<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Forderung nach Enteignungen schl&auml;gt politische Wellen<\/strong><br>\nAngesichts steigender Mieten in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten fordert eine Initiative die Enteignung gro&szlig;er Immobilienunternehmen. Die Debatte hat l&auml;ngst die Bundespolitik erreicht. Auch weil eine Umfrage zeigt: Die radikale Idee ist in Berlin mehrheitsf&auml;hig.<br>\n&bdquo;Deutsche Wohnen und Co. enteignen.&ldquo; Als Rouzbeh Taheri und seine Mitstreiter ihr Volksbegehren zur Enteignung gro&szlig;er profitorientierter Immobilienkonzerne vergangenes Jahr angemeldet haben, da wurden sie noch als revolution&auml;re Spinner verlacht. Ihr Credo:<br>\n&bdquo;Wir brauchen gegen&uuml;ber der Radikalit&auml;t des Marktes eine radikale L&ouml;sung. Wir haben eine realistische Chance, wir haben die Debatte in der Stadt Richtung Interessen Mieterinnen und Mieter verschoben.&ldquo;<br>\nSp&auml;testens seit diesem Wochenende ist klar: Die radikale Idee ist bei den Berliner B&uuml;rgern mehrheitsf&auml;hig, mehr als 50 Prozent sprechen in Umfragen sich f&uuml;r die Initiative aus. Und schon zum Start des Volksbegehrens am Samstag bekamen die Aktivisten 15.000 der 20.000 Unterschriften zusammen, die f&uuml;r den ersten Schritt des Enteignungsvolksbegehrens n&ouml;tig sind.<br>\nInzwischen wird auch in der Bundespolitik diskutiert, ob Enteignungen gegen Entsch&auml;digung als ultima ratio in der Wohnungspolitik infrage kommen.<br>\nGr&uuml;nen Chef Robert Habeck spricht sich eindeutig daf&uuml;r aus.<br>\n&bdquo;Ausdr&uuml;cklich ist im Grundgesetz eine Sozialverpflichtung vorgesehen. Aber nirgendwo ist im Grundgesetz vorgesehen, dass man unbegrenzte Rendite machen kann. Sondern die muss begrenzt werden und diese Begrenzung muss durchgesetzt werden. Wenn sie nicht anders durchzusetzen ist, muss man dar&uuml;ber nachdenken, ob man nicht auch enteignet.&ldquo;<br>\nEs w&auml;re absurd, wenn das Mittel der Enteignung nur angewendet w&uuml;rde, um neue Autobahmen zu bauen, aber nicht um gegen grassierende Wohnungsnot vorzugehen.<br>\nAuch Caren Ley, stellvertretende Bundesvorsitzende der Linken h&auml;lt Enteignungen f&uuml;r legitim: Das Volksbegehren und auch die bundesweiten Demonstrationen unter dem Motto &bdquo;Mietenwahnsinn&ldquo; am Samstag seien vor allem ein Misstrauensvotum gegen die Wohnungspolitik der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kampf-gegen-wohnungsnot-forderung-nach-enteignungen.1766.de.html?dram:article_id=445747\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Welcher soziale Sprengstoff sich in der immer katastrophaler werdenden Situation auf den Wohnungsmarkt verbirgt, scheint der Politik immer noch nicht ganz klar zu sein. Das oberste Ziel der Parteien des neoliberalen Konsenses von FDP bis SPD, die Gr&uuml;nen (nicht alle) scheinen hier einmal ausnahmsweise auszuscheren, ist offenbar weiter die Interessen der Immobilien- und Finanzspekulanten zu bedienen. Verantwortung f&uuml;r die Misere tr&auml;gt klar die Politik, die mit ihrem blinden der neoliberalen Ideologie hinterherlaufen hunderttausende Wohnungen in &ouml;ffentlicher Hand an Finanzinvestoren verscherbelte. Was aber w&uuml;rde z.B. dagegen sprechen die Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit, die durch die Regierung Kohl abgeschafft wurde, wieder einzuf&uuml;hren? Man kann sich nur w&uuml;nschen, dass der Protest gegen die Wohnungsnot weiter an Dynamik gewinnt. Vielleicht sehen wir sogar den Beginn einer deutschen Gelbwestenbewegung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>N&uuml;chtern bleiben<\/strong><br>\nDer Zirkus um das Berliner Volksbegehren &raquo;Deutsche Wohnen und Co. enteignen&laquo; zeigt, wie verdreht Kategorien und Ma&szlig;st&auml;be des politischen Personals inzwischen sind: CDU-Generalsekret&auml;r Paul Ziemiak ist &raquo;fassungslos&laquo;; Th&uuml;ringens CDU-Chef Mike Mohring meint: &raquo;Sozialismus pur&laquo;; Hans Reichhart (CSU), Bauminister in Bayern, will die &raquo;schwachsinnige Debatte&laquo; schnell beenden; CSU-Generalsekret&auml;r Markus Blume wei&szlig;, dass &raquo;sozialistische Ideen&laquo; noch nirgendwo &raquo;funktioniert&laquo; haben.<br>\nLinke sollten hier ganz n&uuml;chtern bleiben. &raquo;Sozialistisch&laquo; ist an dem Berliner Vorsto&szlig; gar nichts. Die Initiatoren wollen die Eigent&uuml;mer grundgesetzkonform &raquo;entsch&auml;digen&laquo;, wenn auch &raquo;unterhalb des Marktwerts&laquo;. Am Ende st&uuml;nde so zwar ein politischer Preis, aber eben doch ein Kauf. Und so radikal, um mit dem Gedanken zu spielen, die Wohnungskonzerne zu dem Tarif zu entsch&auml;digen, mit dem das westdeutsche Kapital nach 1990 von der Treuhand Grundst&uuml;cke, Geb&auml;ude und Betriebe im Osten der Republik erworben hat, sind sie nicht. Damals gingen Industriekombinate mit Mann und Maus f&uuml;r eine &raquo;symbolische D-Mark&laquo; &uuml;ber den Ladentisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/352665.n%C3%BCchtern-bleiben.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Volksbegehren &ldquo;Deutsche Wohnen enteignen&rdquo;<\/strong><br>\nDie anhaltenden Mietsteigerungen seien f&uuml;r viele Berliner nicht mehr zu stemmen, sagte Michael Pr&uuml;tz, Mit-Initiator des Volksbegehrens &ldquo;Deutsche Wohnen enteignen&rdquo;, im Dlf. Etwaige Entsch&auml;digungszahlungen zu leisten, sei f&uuml;r den Berliner Landeshaushalt &ldquo;kein Problem&rdquo;.<br>\nZagatta: Herr Pr&uuml;tz, 20.000 Unterschriften ben&ouml;tigen Sie jetzt in einem ersten Schritt, was ja eigentlich kein Problem sein sollte. Von was gehen Sie aus, bekommen Sie die heute schon zusammen?<br>\nPr&uuml;tz: Es ist gut m&ouml;glich, dass wir die heute schon zusammenbekommen, aber vielleicht dauert es noch ein, zwei Tage. Die Unterst&uuml;tzung, die wir in der Stadt erfahren, ist riesig, also das wird &uuml;berhaupt kein Problem sein.<br>\nZagatta: Aber wenn Sie damit und mit den Enteignungen vielleicht sogar erfolgreich sind, bringt das ja keine einzige Wohnung mehr &ndash; das Argument haben wir ja geh&ouml;rt. Lohnt sich da der ganze Aufwand?<br>\nPr&uuml;tz: Wir haben das auch nie behauptet, dass neue Wohnungen dadurch entstehen, aber wir sagen, durch die Enteignung werden 400- bis 500.000 Mieterinnen und Mieter in der Stadt gesch&uuml;tzt, gewinnen Planungs- und Lebenssicherheit, und infolge dieser Enteignung werden sich auch kleinere Vermieter mehr an die vern&uuml;nftigen Regeln halten, die wir alle wollen.<br>\nZagatta: Da sagen aber die gro&szlig;en Unternehmen, also beispielsweise die Deutsche Wohnen, sie gehe sehr vern&uuml;nftig vor. Also das Unternehmen sagt, seine Mieten seien vergleichsweise g&uuml;nstig. Ist das so falsch?<br>\nPr&uuml;tz: Alle Konzerne sagen, dass ihre Mieten bei ca. 6,60 Euro liegen, das ist nat&uuml;rlich normal, sie sagen aber nicht &ndash; das sagen sie nur in ihren Gesch&auml;ftsberichten &ndash;, dass das Mietsteigerungspotenzial in den n&auml;chsten Jahren in Berlin bei 50 Prozent liegt. Das hei&szlig;t also, drei, vier Euro Nettokaltmiete mehr, das ist das, was sie anstreben, und das ist f&uuml;r die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner &uuml;berhaupt nicht leistbar.<br>\nZagatta: Was nutzt Ihnen jetzt, wenn Sie die Stimmen zusammenbekommen, aber der Berliner Senat da nicht mitzieht? B&uuml;rgermeister M&uuml;ller hat ja klar gesagt, dass er nichts von diesen Enteignungen h&auml;lt.<br>\nPr&uuml;tz: Der Senat ist unterschiedlicher Auffassung, die drei Regierungsparteien haben eine differente Meinung zu dieser Angelegenheit. Und es wird keinen Einspruch des Senates geben gegen das Volksbegehren, dann m&uuml;ssten sich n&auml;mlich alle drei Senatsparteien einig sein, dass sie das Volksbegehren ablehnen und vor das Verfassungsgericht bringen. Das werden sie nicht tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/volksbegehren-deutsche-wohnen-enteignen-berlin-ist-eine.694.de.html?dram:article_id=445649\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Einfallstor zum Sozialismus in Deutschland scheint gefunden<\/strong><br>\nEine Berliner Volksinitiative will Grossvermieter enteignen. An der Spitze der Bewegung steht eine Bundestagsabgeordnete der Gr&uuml;nen. Aber auch der Gr&uuml;nen-Chef Robert Habeck sympathisiert mit Enteignungen. Beide berufen sich auf das Grundgesetz. Wollten die Gr&uuml;nen nicht gerade in die Mitte der Gesellschaft?<br>\nAm Samstag sind in Berlin Zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen, um gegen den &laquo;Mietenwahnsinn&raquo; zu demonstrieren. Gleichzeitig hat die Unterschriftensammlung f&uuml;r eine Volksinitiative begonnen, die Immobilienfirmen enteignen will. Betroffen w&auml;ren Grossvermieter mit &uuml;ber 3000 Wohnungen. Hauptadressat der Initiative ist die Immobilienfirma Deutsche Wohnen, die in Berlin 110 000 Wohnungen bewirtschaftet. So heisst die Initiative denn auch &laquo;Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen&raquo;. W&uuml;rde sie realisiert, w&uuml;rden auf einen Schlag 250 000 private Wohnungen verstaatlicht werden. Allein die Vorstellung scheint einige linke Politiker in einen Rauschzustand zu versetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/deutschland\/das-einfallstor-zum-sozialismus-in-deutschland-scheint-gefunden-ld.1473562\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben noch nie mit der Kritik an den Gr&uuml;nen gespart, aber wenn sich Konservative und Neoliberale so echauffieren, dann hat man definitiv etwas richtig gemacht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Jemen und &bdquo;der Friedhof der Imperien&ldquo;<\/strong><br>\nSeit nunmehr vier Jahren ist eine Koalition unter F&uuml;hrung Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate heillos in einen desastr&ouml;sen Krieg im Jemen verstrickt, wo die laut UN &bdquo;gr&ouml;&szlig;te humanit&auml;re Katastrophe der Welt&ldquo; w&uuml;tet. Neben der Unbeugsamkeit der Houthi-Rebellen ist der Jemen nicht zuletzt wegen seiner Geographie ein kriegsstrategischer Albtraum und hat damit das Potential, Saudi-Arabien sein &bdquo;Vietnam zu bescheren&ldquo;.<br>\nMehr als 85.000 Kinder unter f&uuml;nf Jahren wurden im seit vier Jahren w&auml;hrenden Krieg im Jemen bereits durch eine menschengemachte Hungersnot ermordet &ndash; und damit mehr als die rund 70.000 insgesamt durch Waffengewalt Get&ouml;teten. Die H&auml;lfte der jemenitischen Bev&ouml;lkerung leidet akut unter Hunger. Mit weit &uuml;ber 1,2 Millionen Infizierten w&uuml;tet kriegsbedingt die gr&ouml;&szlig;te Choleraepidemie seit Beginn der modernen Aufzeichnungen. W&auml;hrend die UN die &bdquo;gr&ouml;&szlig;te humanit&auml;re Katastrophe der Welt&ldquo; beklagt, setzt die Saudi-Emirate-Koalition unter Komplizenschaft der westlichen Wertegemeinschaft Epidemien und Hunger als Kriegswaffe ein, weshalb einige Analysten ob der Perfidie bereits Vergleiche zum Holodomor, Stalins Hunger-Genozid in der Ukraine, und der Gro&szlig;en Hungersnot der Nazis im besetzten Griechenland ziehen. Jeder historische Vergleich hinkt, doch sollten die Saudis und ihre unverbesserlichen Verb&uuml;ndeten im Westen allen voran den Vietnam-Krieg im Hinterkopf behalten, wenn sie den Ausgang ihrer Unternehmung erahnen wollen.<br>\n&bdquo;Sein Vietnam erleben&ldquo; umschreibt die Situation, in der ein &uuml;berm&auml;chtiger Aggressor von einem unterlegenen Gegner in die Knie gezwungen wird. Weder die knapp drei Millionen US-Soldaten, noch die gr&ouml;&szlig;te Chemiewaffenkampagne der Menschheitsgeschichte konnten den USA damals zum Sieg verhelfen. Die Sowjetunion erlebte ihr Vietnam in Afghanistan. Nach einer Dekade zog die Rote Armee 1989 gedem&uuml;tigt ab und Moskau musste schmerzlich lernen, dass ein Krieg in Afghanistan nicht zu gewinnen ist &ndash; so wie bereits Alexander der Gro&szlig;e, Dschingis Khan und das British Empire davor und die NATO in ihrer 18-j&auml;hrigen Katastrophe danach. Nicht umsonst wird das Land &bdquo;Graveyard of Empires&ldquo; genannt. &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-04-08\/saudi-arabiens-vietnam\/\">Justice Now<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier manifestiert sich einmal mehr das komplette Versagen des deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalismus&ldquo;, der lieber windige Geschichten zur Enth&uuml;llungsstory aufbl&auml;st wie die angebliche Steuerung der AfD durch Putin oder v&ouml;llig durchgedreht &uuml;ber einen Krieg mit Russland phantasiert, als &uuml;ber die katastrophale Lage im Jemen zu berichten. Aber bei einer kritischen Berichterstattung &uuml;ber die brutale Kriegf&uuml;hrung der Saudis im Jemen w&uuml;rden ja die Interessen der US-Oligarchie ber&uuml;hrt, das l&auml;sst man dann lieber sein. Man will ja weiter an den Fleischt&ouml;pfen sitzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Claus Kleber au&szlig;er Rand und Band &ndash; Oder: Warum der Einmarsch Russlands im Baltikum ausf&auml;llt<\/strong><br>\nIm heute-journal vom 4. April l&auml;sst Claus Kleber in einer Anmoderation russische Truppen im Baltikum einmarschieren. Dieser grobe journalistische Schnitzer wirft ein Schlaglicht auf den geistigen und moralischen Zustand der medialen Eliten in Deutschland.<br>\nAuf meinem Bildschirm erscheint eine Nachricht. &ldquo;Eilmeldung&rdquo; steht dort auf Russisch. Und darunter die &Uuml;berschrift: &ldquo;Auf einem deutschen Fernsehkanal wird &uuml;ber den &lsquo;Einmarsch&rsquo; Russlands in Estland berichtet&rdquo;. Jetzt &uuml;bertreiben die Kollegen beim russischsprachigen Kanal von RT aber wirklich, denke ich. Doch schon wenige Minuten sp&auml;ter stellt sich heraus, aus Russland kommt wie immer der fachlich bessere Journalismus, der niederschmetternd schlechte kommt aus Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/86900-claus-kleber-ausser-rand-und-band\/\">Gert Ewen Ungar auf RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von der Marktwirtschaft zur Marktgesellschaft<\/strong><br>\nIm Laufe der 1980er Jahre setzte in mehreren Staaten Europas ein Prozess der Privatisierung ein. Staatliches Eigentum an Infrastruktur und Betrieben sowie &ouml;ffentliche Dienstleistungen &uuml;berf&uuml;hrten vor allem konservativ-liberale Regierungen in private Hand. Stellvertretend f&uuml;r diesen wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland sind unter anderem die Privatisierungen fr&uuml;herer Staatsunternehmen wie der Deutschen Post oder der Deutschen Bahn. Erhofft hatte man sich davon eine Entlastung der &ouml;ffentlichen Haushalte und in Folge eines freien Wettbewerbs effizientere Strukturen und deutliche Preissenkungen. Der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Tim Engartner von der Goethe-Universit&auml;t Frankfurt am Main hat sich die Privatisierung in Deutschland genauer angeschaut und seine Forschungsergebnisse zuletzt in Buchform ver&ouml;ffentlicht. Wir haben ihm dazu unsere Fragen gestellt.<br>\nL.I.S.A.: Herr Professor Engartner, Sie haben zuletzt ein Buch ver&ouml;ffentlicht, in dem Sie sich in einer zeithistorischen und sozialwissenschaftlichen Perspektive mit der Privatisierungspolitik in Deutschland besch&auml;ftigen. Warum haben Sie sich eines Themas angenommen, &uuml;ber das schon mehrfach publiziert worden ist? Was gibt es Neues?<br>\nProf. Engartner: Die historischen Entwicklungspfade sowie die politischen Argumentationsmuster sind nat&uuml;rlich nicht neu. Aber es gibt immer wieder neue F&auml;lle, an denen sich die negativen Folgen von Privatisierungen ablesen lassen: die in &ouml;ffentlich-privater Partnerschaft (&Ouml;PP) errichtete Elbphilharmonie, die die Hamburger Steuerzahler knapp 800 Mio. Euro und damit zehnmal mehr gekostet hat als urspr&uuml;nglich geplant, ist ebenso ein Beispiel wie die gerade beschlossene Privatisierung der Bundesautobahnen, die in einer PKW-Maut enden wird, oder aber die Privatisierung der Justiz, die im Rahmen internationaler Handelsvertr&auml;ge oder aber auch bei &Ouml;PP-Projekten wie dem f&uuml;r die LKW-Maut zust&auml;ndigen Firmenkonsortium namens Toll Collect immer h&auml;ufiger durch private Schiedsgerichte verdr&auml;ngt wird. Und zur Privatisierung von Bildung &uuml;ber Unterrichtsmaterialien privater Content-Anbieter wie Daimler und Volkswagen oder Deutsche Bank und Commerzbank lie&szlig;e sich beinahe t&auml;glich Neues schreiben. Kurzum: Nahezu t&auml;glich finden sich neue Beispiele f&uuml;r Privatisierungen &ndash; auf kommunaler, auf Landes- oder auf Bundesebene, denn trotz der verheerenden Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008ff. ist die M&auml;r von der Allmacht des Marktes lebendig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lisa.gerda-henkel-stiftung.de\/von_der_marktwirtschaft_zur_marktgesellschaft?nav_id=6779\">Gerda Henkel Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Thema ist nach wie vor aktuell. Auch vor dem Hintergrund der Diskussion um die Enteignung gro&szlig;er Immobilienkonzerne. Wobei sich die Frage stellt weshalb die Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums immer m&ouml;glich sein soll, der umgekehrte Weg aber nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bayer baut 4500 Jobs in Deutschland ab<\/strong><br>\nNach langem Ringen legt sich der Konzern fest: Ein Drittel der 12.000 Stellen, die er weltweit abbauen will, entfallen auf Deutschland. Am Dienstag will der Vorstand die Mitarbeiter per Brief informieren. K&uuml;ndigungen sind ausgeschlossen.<br>\nMonate lang hat das Management von Bayer gerungen: Nun steht fest, wie stark der im November angek&uuml;ndigte Stellenabbau Deutschland trifft. So sollen hierzulande 4500 Arbeitspl&auml;tze wegfallen, wie unsere Redaktion aus Kreisen erfuhr. Dies will der Vorstand den Mitarbeitern am Dienstag per Brief mitteilen. Wenn sie am Morgen zur Arbeit kommen, sollen sie den Brief vorfinden. Damit f&auml;llt fast jede siebte Stelle von Bayer in Deutschland weg, der Konzern hat hierzulande 32.000 Mitarbeiter. Der Bayer-Sprecher wollte das nicht kommentieren. Weltweit hat Bayer 118.000 Stellen.<br>\nUnd auch zu der Verteilung werden die Mitarbeiter etwas erfahren: Demnach entfallen 3000 der 4500 abzubauenden Stellen auf Querschnittsfunktionen (etwa in der Verwaltung und der Informationstechnik) sowie teilweise auf die Synergien, die Bayer durch die Monsanto-&Uuml;bernahme heben will. 1000 weitere Stellen entfallen demnach auf andere Bereiche wie die Forschung. Dazu geh&ouml;ren insbesondere Stellen, die der Konzern in Wuppertal und Berlin streichen will sowie Arbeitspl&auml;tze im innovativen Faktor-8-Werk in Wuppertal. Dieses will Bayer noch vor der Inbetriebnahme einmotten, weil der Konzern in scharfem Wettbewerb steht und zu viele Kapazit&auml;ten aufgebaut hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bayer-baut-4500-jobs-in-deutschland-ab_aid-37977439\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Mitarbeiter k&ouml;nnen sich bei ihrem Vorstand bedanken, der mit der Monsanto-&Uuml;bernahme die Interessen der Investoren <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50355\">&uuml;ber die Interessen des Unternehmens und seiner Mitarbeiter setzte<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>China&rsquo;s EU envoy to Europe: plot your own path, not Washington&rsquo;s<\/strong><br>\nHey, Europe: don&rsquo;t let Washington ruin our good thing.<br>\nThat was the message from China&rsquo;s top representative to the European Union, who spoke to POLITICO in the run-up to a Beijing-EU summit on Tuesday, taking place against a backdrop of growing tensions on trade and technology.<br>\nAmid last-minute preparations for the talks, which aim to salvage a bruised relationship between Brussels and Beijing, Zhang Ming urged the EU to maintain its spirit of economic openness and the level playing field for foreign companies to invest and grow inside the EU.<br>\nBut he also lamented Europe&rsquo;s toughening stance towards Beijing, pushing back against the term &ldquo;systemic rival&rdquo; adopted by European countries to describe China, arguing that such polarising language was not even used during the cold war at a time of icy relations.<br>\n&ldquo;I would disagree with that [term],&rdquo; he said.<br>\nHe added: &ldquo;In Chinese culture, rivals are bound to seek superiority over the other side &hellip; During the cold war, there also existed differences between the sides, and even then the two sides didn&rsquo;t describe each other as rivals.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/news\/china\/diplomacy\/article\/3005290\/chinas-eu-envoy-europe-plot-your-own-path-not-washingtons\">SCMP<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Paketbranche boomt &ndash; die L&ouml;hne der Zusteller sinken<\/strong><br>\nObwohl die Branche boomt, nahm der Verdienst der Paketzusteller im Zehnjahresvergleich deutlich um 13 Prozent ab. Das geht aus einer Regierungsstatistik hervor. Die Realit&auml;t sei sogar noch d&uuml;sterer, sagen die Linken.<br>\nDer Markt der Paketdienste boomt, aber die Verdienste der Besch&auml;ftigten gehen trotz wachsender Nachfrage immer weiter zur&uuml;ck. Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken mitteilte sank das mittlere Bruttomonatsentgelt in der Branche von 2007 bis 2017 von 2859 auf 2478 Euro. Das ist eine Abnahme um 13 Prozent. Zugleich stiegen die Vergleichsentgelte in der Gesamtwirtschaft um 23,7 Prozent.<br>\nDie Gesamtzahl der Besch&auml;ftigten nahm im gleichen Zeitraum von 102.000 auf 155.000 zu. In der differenzierten Betrachtung konnten Vollzeitbesch&auml;ftigte in tarifgebundenen Betrieben ein Einkommensplus verzeichnen. Sie verdienen inzwischen 662 Euro brutto mehr als ihre Kollegen ohne Tarifbindung. Vor zehn Jahren war die Diskrepanz erst halb so gro&szlig;.<br>\nLinken-Gewerkschaftsexperte Pascal Meiser verweist darauf, dass in dieser Statistik die ausl&auml;ndischen Subunternehmer nicht mit erfasst seien. Die Realit&auml;t in der Branche sehe tats&auml;chlich also noch d&uuml;sterer aus. &bdquo;Die Bundesregierung muss dringend gegen die Schmutzkonkurrenz vorgehen, die die L&ouml;hne in dieser Branche immer mehr unter Druck setzt&ldquo;, sagte Meiser. Wie die Briefzustellung m&uuml;sse die Paketzustellung an eine Lizenz gekn&uuml;pft und diese bei Rechtsverst&ouml;&szlig;en entzogen werden. Meiser sprach sich zudem f&uuml;r verst&auml;rkte Kontrollen aus.<br>\nDie Paket- und Kurier-Branche ist seit geraumer Zeit im Verruf, Mindestl&ouml;hne und Sozialabgaben zu umgehen. Zuletzt hatte Verdi-Chef Frank Bsirske von teils &bdquo;mafi&ouml;sen Strukturen&ldquo; gesprochen. Er beklagte, dass Paketdienste Firmen engagierten, die wiederum andere Firmen beauftragen, die dann Menschen aus der Ukraine, aus Moldawien oder aus Wei&szlig;russland anheuerten. Es w&uuml;rden Stundenl&ouml;hne von 4,50 Euro oder 6 Euro gezahlt bei Arbeitszeiten von 12 oder sogar 16 Stunden pro Tag. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat bereits angek&uuml;ndigt f&uuml;r die Branche die sogenannte Nachunternehmerhaftung einzuf&uuml;hren. Dann m&uuml;ssen die gro&szlig;en Zustelldienste haften, wenn ihre Subunternehmer die Regeln f&uuml;r Mindestlohn und Sozialabgaben nicht einhalten<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/branche-boomt-trotzdem-sinkende-loehne-bei-paketzustellern_aid-37945223\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hier ist das eherne Gesetz von Angebot und Nachfrage au&szlig;er Kraft gesetzt worden. Warum? Weil die regierenden Parteien das so wollen: mehr Jobs zu niedrigeren L&ouml;hnen; und weil das Angebot an Billigstarbeitskr&auml;ften dank Armutsmigration immer mehr ausgeweitet werden konnte. Perverse Pseudo-Marktwirtschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>M&auml;rchen des Neoliberalismus &ndash; Flexiblere Arbeitsm&auml;rkte f&uuml;hren zu mehr Arbeitspl&auml;tzen!<\/strong><br>\nEs war einmal eine Stiftung, die sich mit der F&ouml;rderung des Neoliberalismus schon immer ganz besonders hervortat. So auch 2014, als sie sich in einem Bericht geradezu enthusiastisch zur deutschen Arbeitsmarktpolitik &auml;u&szlig;erte: &bdquo;Durch die st&auml;rkere Verbreitung atypischer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse und von Niedriglohnjobs ist der deutsche Arbeitsmarkt insgesamt flexibler und damit aufnahmef&auml;higer geworden.&ldquo;<br>\nUnschwer zu erkennen, zielt dieses Loblied auf die so genannte &bdquo;Agenda 2010&ldquo;, die von der fr&uuml;heren rot-gr&uuml;nen Bundesregierung Mitte der 2000er Jahre umgesetzt wurde. Die damaligen Ma&szlig;nahmen &ndash; insbesondere K&uuml;rzungen und verst&auml;rkte Sanktionen bei den Leistungen f&uuml;r Erwerbslose, eine Schw&auml;chung des K&uuml;ndigungsschutzes sowie eine Ausweitung atypischer Besch&auml;ftigungsformen wie insbesondere der Leiharbeit &ndash; sollten den Arbeitsmarkt f&uuml;r Unternehmen flexibler machen. Arbeit sollte so billiger werden. Hierdurch entst&uuml;nden neue Jobs, hie&szlig; es; der Arbeitsmarkt werde &bdquo;aufnahmef&auml;higer&ldquo;.<br>\nAber sind diese positiven Effekte tats&auml;chlich eingetreten, wie (nicht nur) die Bertelsm&auml;nner wieder und wieder behaupten? Es trifft zwar zu, dass die Zahl der Erwerbst&auml;tigen und der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten seit der Agenda 2010 angestiegen ist. Allerdings ist f&uuml;r die Beurteilung der Wirksamkeit einer solchen Ma&szlig;nahme nicht die Zahl der Besch&auml;ftigten oder der Arbeitslosen, sondern die der gearbeiteten Stunden relevant. Denn nur diese Zahl zeigt, ob tats&auml;chlich mehr gearbeitet wird. Davon kann in Deutschland aber nur eingeschr&auml;nkt die Rede sein: Ein nennenswerter Teil der &bdquo;guten&ldquo; Entwicklung bei den Arbeitspl&auml;tzen ist schlicht darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass Arbeit auf mehr K&ouml;pfe verteilt wurde. Die Zahl der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten ist zwischen 2005 und 2017 um 14,5 Prozent angestiegen, die Zahl der gearbeiteten Stunden aber nur um 8,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lunapark21.net\/flexiblere-arbeitsmaerkte-fuehren-zu-mehr-arbeitsplaetzen\/#more-4722\">lunapark21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Armut auf der Stra&szlig;e wird immer sichtbarer<\/strong><br>\nDie Bahn warnt am Hamburger Hauptbahnhof vor aggressiven Bettlern. Ein Sozialarbeiter erkl&auml;rt die neue Konkurrenz unter den &Auml;rmsten &ndash; und die Folgen f&uuml;r Stra&szlig;enmagazine.<br>\nAn deutschen Bahnh&ouml;fen wird verst&auml;rkt gewarnt: &ldquo;Aggressive organisierte Bettelgruppen&rdquo; seien als Zeitungsverk&auml;ufer unterwegs, besondere Achtsamkeit sei geboten. Ob tats&auml;chlich organisierte Banden am Werk sind, l&auml;sst sich nicht belegen. Doch das bisweilen offensive Betteln scheinbarer Verk&auml;ufer macht Stra&szlig;enmagazinen wie der Hamburger &ldquo;Hinz&amp;Kunzt&rdquo; zu schaffen. Vom Dilemma, sich wehren zu m&uuml;ssen und helfen zu wollen, berichtet &ldquo;Hinz&amp;Kunzt&rdquo;-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer im Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/hamburg\/2019-03\/hinz-und-kunzt-strassenmagazin-verkauefer-hauptbahnhof-hamburg\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nuklearexperte: Satellitenbilder zeigen, dass saudische Reaktoranlage kurz vor Fertigstellung steht<\/strong><br>\nDas Wei&szlig;e Haus machte den Weg f&uuml;r den Verkauf von Kerntechnologie an Saudi-Arabien frei. Insgesamt sieben Genehmigungen wurden erteilt. Der Kongress fordert Antworten und f&uuml;hlt sich &uuml;bergangen. Es ist nicht bekannt, welche Unternehmen an dem Verkauf beteiligt sind und um welche Art von Kerntechnologie es sich handelt. Nun tauchten Satellitenaufnahmen auf, die bezeugen, dass ein erster Reaktor binnen eines Jahres fertiggestellt werden k&ouml;nnte.<br>\nDer Nuklearexperte Robert Kelly wies nach der Auswertung der Satellitenbilder darauf hin, dass Saudi-Arabien der Internationalen Atomaufsichtenergiebeh&ouml;rde (IAEA) Zugang gew&auml;hren m&uuml;sse, bevor Riad den Reaktor in der saudischen Stadt King Abdulaziz mit Kernbrennstoffen best&uuml;cke.<br>\nKelly ist ehemaliger Direktor f&uuml;r Nuklearinspektionen am IAEA:<br>\nIch w&uuml;rde sch&auml;tzen, dass sie alles innerhalb eines Jahres fertiggestellt haben k&ouml;nnten, mit dem Dach und dem funktionierenden Stromanschluss.<br>\nDer Reaktor, so Kelly, sei wahrscheinlich f&uuml;r Forschungszwecke bestimmt, da er sehr klein sei. Entworfen wurde er von der staatlichen argentinischen Firma Invap SE. Vor Ort &uuml;bernehmen saudische Ingenieure die Realisierung. (&hellip;)<br>\nAuf den Fotos ist zu sehen, dass ein zehn Meter hoher Stahlrohrbeh&auml;lter, der den Kernbrennstoff enthalten wird, bereits errichtet wurde und die Bauarbeiten f&uuml;r das umliegende Betongeb&auml;ude im Gange sind. Der Demokrat Brad Sherman aus Kalifornien entgegnete Pompeo in Anspielung an den Mord am saudischen Journalisten Khashoggi:<br>\nWenn man einem Regime keine Knochens&auml;ge anvertrauen kann, dann sollte man ihm keine Nuklearwaffen anvertrauen.<br>\nJamal Khashoggi war vergangenen Oktober im saudischen Konsulat ermordet worden. Er galt als Kritiker des K&ouml;nigshauses und soll zers&auml;gt worden sein. Der Fall und die T&ouml;tung von Zivilisten im Jemen-Krieg durch die saudisch gef&uuml;hrte Koalition hatte zu Diskussionen &uuml;ber Waffenverk&auml;ufe an Saudi-Arabien gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/86811-noch-jahr-bis-zur-fertigstellung\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gelbwesten-Proteste &ndash; Franz&ouml;sischer Premier verspricht Steuersenkungen<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Regierung hat die Ergebnisse ihres Dialogs mit der eigenen Bev&ouml;lkerung vorgestellt. Als Konsequenz sollen die Steuern schneller sinken als geplant.<br>\nAls Konsequenz aus der in den vergangenen Wochen in Frankreich organisierten &ldquo;gro&szlig;en nationalen Debatte&rdquo; will die franz&ouml;sische Regierung schneller f&uuml;r Steuererleichterungen sorgen. Es gebe einen &ldquo;riesigen &Auml;rger &uuml;ber die Steuern&rdquo;, sagte Regierungschef &Eacute;douard Philippe bei der Vorstellung der Ergebnisse. Die Debatte habe hier eine klare Richtung vorgegeben. &ldquo;Wir m&uuml;ssen die Steuern senken, und zwar schneller&rdquo;, versprach er. Gleichzeitig m&uuml;sse die Regierung die staatlichen Ausgaben k&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-04\/gelbwesten-proteste-frankreich-edouard-philippe-steuersenkung-emmanuel-macron\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es stimmt, da&szlig; die Gelbwesten Steuersenkungen gefordert haben &ndash; und soweit es direkte Steuern (auf die Einkommen) betrifft, halte ich das f&uuml;r einen Fehler, weil Menschen mit h&ouml;heren Einkommen (relativ und absolut) wesentlich mehr Steuern sparen als solche mit den niedrigen Einkommen der meisten Gelbwesten. Daneben haben die Gelbwesten aber auch *Steuererh&ouml;hungen* gefordert, n&auml;mlich die Wiedereinf&uuml;hrung der von Macron abgeschafften Verm&ouml;gensteuer. So interpretiert Philippe die Forderungen sehr einseitig und gewohnt wirtschaftsliberal (&ldquo;Steuern senken&rdquo;) &ndash; und wenn er zus&auml;tzlich die Staatsausgaben k&uuml;rzen will, sind die Gelbwesten und andere Niedrigl&ouml;hner noch einmal die Verlierer, w&auml;hrend Macron seine Agenda der Entstaatlichung unbeirrt weiterf&uuml;hrt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Libert&eacute;, &Eacute;galit&eacute;, Flashball&ldquo;<\/strong><br>\nDie militarisierte Repression der Gelbwestenbewegung durch den franz&ouml;sischen Staat (&hellip;)<br>\nDie Gelbwesten sind unkaputtbar: Seit vier Monaten gehen im (nach Gesamtverm&ouml;gen) sechstreichsten Land der Welt jede Woche an die hunderttausend Menschen jeden Alters und Geschlechts auf die Stra&szlig;e, um f&uuml;r ihre elementarsten Rechte zu k&auml;mpfen. Eine geplante Erh&ouml;hung der Benzinsteuer diente der Bewegung als Initialz&uuml;ndung, die neoliberale Charaktermaske Macron als Katalysator. Im Nu ist die Bewegung, die einen bemerkenswerten Selbstverst&auml;ndigungs- und Politisierungsprozess durchlaufen hat, &uuml;ber ihren urspr&uuml;nglichen Anlass hinausgewachsen.<br>\nDie Kaufkraft steht jedoch auch weiterhin im Zentrum der Forderungen. Dass diese laut Statistikamt INSEE angeblich Jahr f&uuml;r Jahr steigen soll, halten viele Franzosen f&uuml;r einen absurden Witz: Viele kommen trotz Vollzeitbesch&auml;ftigung bis zum Monatsende nicht mehr &uuml;ber die Runden. Die gr&ouml;&szlig;te Sorge dieser &bdquo;unteren Schichten&ldquo; besteht mitnichten darin, wie Spiegel Online behauptet, &bdquo;Champagner und Austern&ldquo; nicht gegen &bdquo;Bier und Chips&ldquo; eintauschen zu wollen. Drei Fakten veranschaulichen den sozialen Niedergang des Landes:\n<ul>\n<li>Die Immobilienkaufkraft eines franz&ouml;sischen Durchschnittsjahreseinkommens hat sich innerhalb einer Generation halbiert (wodurch die Arbeiterschaft aus den Innenst&auml;dten und in die Dieselabh&auml;ngigkeit getrieben wurde).<\/li>\n<li>Eine aktuelle Studie der staatlichen Forschungseinrichtung Inserm (Institut national de la sant&eacute; et de la recherche m&eacute;dicale) f&uuml;hrt j&auml;hrlich zwischen 10.000 und 14.000 Todesf&auml;lle in Frankreich auf die psychischen, sozialen und gesundheitlichen Folgen der Arbeitslosigkeit zur&uuml;ck.<\/li>\n<li>2018 starben in Frankreich nach einer unvollst&auml;ndigen Z&auml;hlung der Organisation &bdquo;Les Morts de la Rue&ldquo; mindestens 566 Obdachlose elendig auf der Stra&szlig;e, darunter 50 Frauen und 13 Minderj&auml;hrige (Durchschnittsalter: 48 Jahre).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist die systemische Gewalt dieses Produktions- und Verteilungssystems, die die Menschen emp&ouml;rt und auf die Stra&szlig;e treibt. Der Staat bek&auml;mpft die Proteste mit aller H&auml;rte. Dabei kommen auch paramilit&auml;rische Waffen von Tr&auml;nengas- bis hin zu leichten Sprenggranaten zum Einsatz, die eine inzwischen nicht mehr &uuml;berschaubare Anzahl von Verletzten gefordert haben. Der wachsenden Emp&ouml;rung &uuml;ber die staatlichen Gewaltexzesse wissen Pr&auml;sident Macron und seine Regierung nichts entgegenzusetzen, als beredtes Schweigen und unertr&auml;glichen Zynismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/04\/03\/liberte-egalite-flashball1\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schwarze Kriegskasse<\/strong><br>\nBundesregierung rechnet 4,6 Milliarden Euro aus dem Milit&auml;rhaushalt heraus. Linke: &raquo;Finanzminister spielt mit gezinkten Karten&laquo;<br>\nDie Bundesregierung wird im kommenden Jahr nicht, wie sie offiziell behauptet, 45,1 Milliarden Euro f&uuml;r das Milit&auml;r ausgeben, sondern 49,7 Milliarden Euro. Dies geht aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Gesine L&ouml;tzsch (Die Linke) hervor, die junge Welt vorliegt. Die Differenz ergibt sich daraus, dass die Regierung mehrere Etatposten aus dem offiziellen Verteidigungshaushalt ausgegliedert hat, die ihm der Sache nach zugerechnet werden m&uuml;ssen. Dazu z&auml;hlen die Ausgaben f&uuml;r den Wehrbeauftragten der Bundeswehr, f&uuml;r &raquo;Friedenserhaltung und Konfliktbew&auml;ltigung&laquo; sowie f&uuml;r die &raquo;Ert&uuml;chtigung von Partnerstaaten&laquo; insbesondere im milit&auml;rischen Bereich, aber auch Aufwendungen &raquo;im Zusammenhang mit dem Aufenthalt ausl&auml;ndischer Streitkr&auml;fte&laquo; und allerlei Personal- und Sachkosten. Laut NATO-Kriterien z&auml;hlt all dies zum Wehretat. &raquo;Man glaubt es kaum: Die NATO ist ehrlicher als die Bundesregierung&laquo;, kommentierte L&ouml;tzsch gegen&uuml;ber jW: &raquo;Der Finanzminister spielt mit gezinkten Karten, wenn es um den R&uuml;stungsetat geht.&laquo; (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend die Milit&auml;rausgaben steigen, nimmt die Armut zu. Der Parit&auml;tische Gesamtverband bezifferte die Armutsquote in Deutschland zuletzt auf 16,8 Prozent &ndash; der h&ouml;chste Wert seit 1990. Dennoch s&auml;hen die Pl&auml;ne des Bundesfinanzministers das &raquo;Einfrieren der &ouml;ffentlichen Investitionen&laquo; vor, kritisierte L&ouml;tzsch Ende vergangener Woche: &raquo;Die Bundesregierung tut nichts gegen die weitere Spaltung der Gesellschaft.&laquo; Vorrang hat die Aufr&uuml;stung: Sie gilt als Voraussetzung f&uuml;r die angestrebte deutsch-europ&auml;ische Weltmachtpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/352521.bundeswehr-schwarze-kriegskasse.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eigentlich m&uuml;sste sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz sch&auml;men &ndash; von wegen Erneuerung der SPD und mehr soziale Gerechtigkeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mediziner verlassen das Land<\/strong><br>\nDas Gesundheitssystem in Rum&auml;nien hat ein Problem. Trotz Lohnerh&ouml;hungen und verbesserter Jobsuche l&auml;uft dem EU-Land das Fachpersonal weg: &Auml;rzte, Pfleger, Krankenschwestern. J&auml;hrlich verlassen Tausende das Land, vor allem in Richtung Frankreich, Deutschland, Irland und Belgien.<br>\nVlad Voiculescu wei&szlig;, warum Rum&auml;niens Gesundheitssystem einfach nicht auf die Beine kommt: Der 36-j&auml;hrige Oppositionspolitiker war 2016 f&uuml;r ein knappes Jahr Gesundheitsminister, zu einer Zeit, in der eine reine Experten-Regierung in Bukarest im Amt war. Er gilt seitdem als ein beliebter Reform-Minister. Voiculescu kennt die offenkundig paradoxe Situation im rum&auml;nischen Gesundheitswesen: Junge &Auml;rztinnen und &Auml;rzte erwerben an den wenigen Universit&auml;tsklinken des Landes ihre Facharztausbildung und finden dann anschlie&szlig;end nicht einen geeigneten Job. Das Ergebnis:<br>\n&bdquo;Wir produzieren sehr viele &Auml;rzte, mehr &Auml;rzte pro Kopf der Bev&ouml;lkerung als die meisten L&auml;nder Europas. Und wir exportieren sehr viele &Auml;rzte, viel mehr als jedes andere europ&auml;ische Land. Aber wir brauchen sehr viele &Auml;rzte. Wir haben ein Defizit von 13.000 &Auml;rzten!&ldquo;<br>\nSeit sieben Jahren belegt Rum&auml;nien den vorletzten Platz in der EU was die Anzahl von &Auml;rzten pro Kopf der Bev&ouml;lkerung angeht: 276 &Auml;rzte auf hunderttausend Einwohner. J&auml;hrlich verlassen 3.500 &Auml;rzte das Land, vor allem in Richtung Frankreich, Deutschland, Irland und Belgien. Um den seit Jahren anhaltenden Exodus der &Auml;rzte aufzuhalten, suchte die derzeitige Regierung Zuflucht in deutlichen Lohnerh&ouml;hungen f&uuml;r Mediziner in staatlichen Krankenh&auml;usern. Erh&ouml;hungen um teilweise 170 Prozent.<br>\nEine Entwicklung, die Dr. Andrei Marin aufhalten wollte. Der frischgebackene Facharzt f&uuml;r plastische Chirurgie gr&uuml;ndete &ndash; noch als Assistenzarzt &ndash; einen Verein von Kolleginnen und Kollegen, um die gesetzlichen Missst&auml;nde bei der Postenvergabe f&uuml;r junge &Auml;rzte zu bek&auml;mpfen. Der Exodus halte weiterhin an, obwohl es Lohnerh&ouml;hungen und auch Verbesserung bei den Jobchancen f&uuml;r Assistenz&auml;rzte gegeben habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/aerztemangel-in-rumaenien-mediziner-verlassen-das-land.1773.de.html?dram:article_id=445728\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wenn Hochqualifizierte gehen und wenig Gebildete kommen &ndash; Deutschlands doppeltes Migrationsproblem<\/strong><br>\nDeutschland hingegen verbindet die Auswanderung Hochqualifizierter mit der Einwanderung Geringqualifizierter. Die auf Kosten der deutschen Steuerzahler ausgebildeten Mediziner und Ingenieure maximieren ihren pers&ouml;nlichen Nutzen, was nachvollziehbar und legitim ist. Vergleicht man etwa die Arbeits- und Einkommensverh&auml;ltnisse von &Auml;rzten im deutschen Gesundheitswesen mit denen in Australien oder der Schweiz, zeigt sich, dass die Einkommen in Deutschland deutlich geringer und die Arbeitsbedingungen h&auml;ufig schlechter sind. Angestellte &Auml;rzte in leitender Funktion verdienen in Deutschland ein Drittel dessen, was f&uuml;r vergleichbare Positionen in Australien oder den USA gezahlt wird. Dort reichen Jahresgeh&auml;lter angestellter &Auml;rzte bis zu 450 000 Euro. In D&auml;nemark oder der Schweiz liegen die Geh&auml;lter immerhin beim Doppelten des deutschen Wertes.<br>\nGesundheitsminister Jens Spahn ist die Auswanderung von in Deutschland ausgebildeten &Auml;rzten ein Dorn im Auge. Wie er dies verhindern kann, weiss er aber nicht. Schwer vorstellbar erscheint, Sanktionen &uuml;ber im Ausland t&auml;tige &Auml;rzte zu verh&auml;ngen. Seltsam ist, dass die naheliegende L&ouml;sung, h&ouml;here Geh&auml;lter, nicht in Erw&auml;gung gezogen wird. Es wird schwierig bleiben, Hochqualifizierte in Deutschland zu halten, solange es im Ausland sehr viel mehr zu verdienen gibt. Die Geh&auml;lter etwa von angestellten &Auml;rzten sind in Deutschland bescheiden, zumindest im internationalen Vergleich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/deutschlands-doppeltes-migrationsproblem-zu-und-abwanderung-ld.1464988\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bei Licht betrachtet eine absurde Dimension der offenen Grenzen. Auch Deutschland verliert f&uuml;r teures Geld ausgebildete Mediziner an andere L&auml;nder und ersetzt diese dann durch &Auml;rzte aus den osteurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern. Und den Letzten bei&szlig;en sprichw&ouml;rtlich die Hunde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Framing-Check: &ldquo;Fahrverbot&rdquo; &ndash; Wer von Fahrverboten spricht, verhindert Umweltschutz<\/strong><br>\nDer Begriff suggeriert ein generelles Verbot nicht nur von Diesel-Autos, sondern von Mobilit&auml;t an sich. Das blendet vor allem die fatalen Folgen der Abgase aus.<br>\nWo Sprache ist, da ist auch Subtext. Vor allem dort, wo Sprache politisch wird. Zur Analyse dieser Subtexte hat sich in der Forschung in den vergangenen Jahren das Konzept des Framings etabliert. Framing meint einen Assoziations- und damit Deutungsrahmen f&uuml;r Begriffe: Wer zum Beispiel &ldquo;Zitrone&rdquo; h&ouml;rt, denkt vermutlich an &ldquo;sauer&rdquo; oder &ldquo;gelb&rdquo;. Das l&auml;sst sich politisch instrumentalisieren. Frames definieren n&auml;mlich oft ein Problem &ndash; und liefern, wenigstens implizit, auch gleich die passende L&ouml;sung. Bei einem Begriff wie &ldquo;Fl&uuml;chtlingsstrom&rdquo; sieht man vor dem geistigen Auge vermutlich gro&szlig;e Menschenmassen heranrauschen. Eine Naturgewalt und darin ein Bedrohungsszenario. Was die vermeintliche L&ouml;sung &ldquo;Abschottung&rdquo; nahelegt. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Fahrverbot&rdquo; suggeriert ein generelles und umfassendes Verbot, fahren zu d&uuml;rfen &ndash; was sich in Deutschland, wo laut Umweltbundesamt aktuell noch gut 80 Prozent des &ldquo;Personenverkehrsaufwandes&rdquo; auf Autos und Motorr&auml;der zur&uuml;ckgehen, schnell anf&uuml;hlt wie ein grundlegendes Verbot, mobil zu sein. Fahrverbot bedeutet, in dieser Wahrnehmung, also eher: Mobilit&auml;tsverbot. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Verkehrsbeschr&auml;nkungen&rdquo; ist der inhaltlich pr&auml;zisere Begriff. Es ist auch der Begriff, den Paragraph 40 des Bundesimmissionsschutzgesetzes verwendet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/framing-check-fahrverbot-diesel-fahrverbot-dieselfahrer-1.4400823\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn ausgerechnet die S&uuml;ddeutsche Zeitung, die bei der au&szlig;enpolitischen Berichterstattung <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49985\">in Sachen &bdquo;Framing&ldquo; neue Ma&szlig;st&auml;be setzt<\/a>, sich nun &uuml;ber die Benutzung des Begriffs &bdquo;Fahrverbote&ldquo;, den sie &uuml;brigens selbst nutzt, aufregt, ist schon drollig. &Auml;rgerlich ist jedoch, dass der Text inhaltlich noch nicht einmal korrekt ist. &sect;40 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ist zwar mit &bdquo;Verkehrsbeschr&auml;nkungen&ldquo; &uuml;berschrieben, bezeichnet die konkrete Umsetzung allerdings mit &bdquo;Verkehrsverboten&ldquo;, was sich nicht gro&szlig;artig von &bdquo;Fahrverboten&ldquo; unterscheidet und pr&auml;ziser ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Altkanzler Schr&ouml;der wird 75 &ndash; &bdquo;Ich wollte immer meine eigene Situation verbessern&ldquo;<\/strong><br>\nVon den Deutschen verlangte er mehr Eigenverantwortung und proklamierte die Agenda 2010. Heute ist Altkanzler Schr&ouml;der zum f&uuml;nften Mal verheiratet, pflegt seine Freundschaft zum russischen Pr&auml;sident Putin und &auml;rgert die SPD mit seinen Kommentaren.<br>\nDa, ein Ball auf saftig gr&uuml;nem Rasen. Ein Fernsehteam hat ihn da hingelegt. Gerhard Schr&ouml;der kann es nicht lassen: &bdquo;Pass auf! Das war &sbquo;ne Flanke f&uuml;r&rsquo;n Kopfball.&ldquo;<br>\nDa ist er wieder, der junge Fu&szlig;baller: schnell, kopfballstark, Kampfname &bdquo;Acker&ldquo;. Auf dem Platz ist nicht wichtig, dass der Junge aus einer bitterarmen Familie kommt und seinen Vater nie gesehen hat.<br>\n&bdquo;Meine Mutter hat uns sehr liebevoll allein aufgezogen, obwohl sie wegen Arbeit &ndash; sie hat lange als Putzfrau gearbeitet &ndash; nur wenig Zeit hatte. Wir waren also sehr fr&uuml;h auf uns selbst angewiesen.&ldquo;<br>\n&bdquo;Meine eigene Situation verbessern&ldquo;<br>\nDie Familie lebt auf dem Land, im Nordosten des heutigen Nordrhein-Westfalen. Gerd, der am 7. April 1944 auf die Welt kommt, lernt Kaufmann, macht sein Abi nach, studiert, wird Rechtsanwalt. Und verspricht Mutter Erika: &bdquo;Vielleicht schaffe ich das dann noch, dass ich dich mal mit &sbquo;nem Mercedes abholen kann.&ldquo;<br>\nWas ihn antreibt?<br>\n&bdquo;Ich wollte immer meine eigene Situation verbessern, vor allen Dingen &uuml;ber Bildung und &uuml;ber Wissen. Aber ich wollte es eben nicht nur f&uuml;r mich, ich wollte es auch f&uuml;r andere. Und deshalb bin ich zur Politik gegangen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/altkanzler-schroeder-wird-75-ich-wollte-immer-meine-eigene.2165.de.html?dram:article_id=445701\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Verkl&auml;ren des Alt-Kanzlers Schr&ouml;der &uuml;bernehmen die Medien wie der Deutschlandfunk offenbar selbst gerne. Zur Motivation von Herrn Schr&ouml;der: Erst die eigene Situation verbessern und dann &ldquo;Eigenverantwortung fordern, mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern&rdquo;. Asozialer geht es wohl kaum noch.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Merz lobt Schr&ouml;der in h&ouml;chsten T&ouml;nen f&uuml;r Agenda-Politik <\/strong><br>\nFriedrich Merz hat die wirtschaftspolitischen Leistungen von Gerhard Schr&ouml;der gelobt. Die aktuell gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sei in erster Linie dem SPD-Altkanzler zu verdanken, erkl&auml;rte Merz.<br>\n&bdquo;Schr&ouml;der hat gezeigt, dass man als Bundeskanzler nicht lange Zeit im Amt bleiben muss, um Gro&szlig;es zu leisten: Die Vollbesch&auml;ftigung von heute verdankt unser Land in erster Linie diesem Bundeskanzler und seiner erfolgreichen Agenda 2010&ldquo;, sagte Merz der &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;. Er &auml;u&szlig;erte sich anl&auml;sslich des 75. Geburtstages Schr&ouml;ders an diesem Sonntag.&ldquo;40,9 Prozent und 38,5 Prozent &ndash; diese Wahlergebnisse hat die SPD mit Gerhard Schr&ouml;der erreicht&ldquo;, sagte Merz weiter. &bdquo;Damals war die SPD noch Volkspartei &ndash; und man muss kein Sozialdemokrat sein, um ihr heutiges Erscheinungsbild mit Bedauern und Sorge zu betrachten.&ldquo; Schr&ouml;der habe Deutschland in seinen sieben Amtsjahren &bdquo;mit Mut und Weitsicht&ldquo; gef&uuml;hrt: &bdquo;Es gab f&uuml;r ihn wichtigere Dinge als sein Amt des Bundeskanzlers. Allerdings: Auch nach dem Verlassen des Bundeskanzleramts geh&ouml;rt man sich nicht wieder ganz allein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/a.msn.com\/r\/2\/BBVHaKm?m=de-de&amp;referrerID=InAppShare\">Rheinische Post<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Noch irgendwelche Fragen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Anstalt<\/strong><br>\nam Dienstag, 9. April 2019, 22:15 Uhr<br>\nDie G&auml;ste der n&auml;chsten Sendung<br>\nAls Besetzer eines ZDF-Fernsehstudios r&uuml;tteln die Vollblutkabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner an den bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen des Landes. Gemeinsam mit ihren G&auml;sten wollen sie hier &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&rdquo;. Tatkr&auml;ftig unterst&uuml;tzt werden sie von Nils Heinrich, Maike K&uuml;hl und Abdelkarim &ndash; &ndash; live im ZDF.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/diese-kabarettisten-sind-in-der-anstalt-zu-gast-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-50789","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50789","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50789"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50789\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50792,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50789\/revisions\/50792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50789"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50789"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50789"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}