{"id":50798,"date":"2019-04-09T11:00:53","date_gmt":"2019-04-09T09:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50798"},"modified":"2026-01-27T11:32:47","modified_gmt":"2026-01-27T10:32:47","slug":"feindbild-islam-institutioneller-rassismus-als-gesellschaftspolitisches-fundament","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50798","title":{"rendered":"Feindbild Islam: \u201eInstitutioneller Rassismus als gesellschaftspolitisches Fundament\u201c"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Diskriminierende Vorurteile&ldquo;, sagt der Menschenrechtsanwalt <strong>Eberhard Schultz<\/strong>, &bdquo;werden auch bei uns h&auml;ufig durch pers&ouml;nlichen Kontakt und Kennenlernen gegen&uuml;ber diesen Menschen fallengelassen, der institutionelle Rassismus als gesellschaftspolitisches Fundament kann aber nur &uuml;berwunden werden, wenn er richtig erkannt und systematisch bek&auml;mpft wird.&ldquo; Im Interview mit den NachDenkSeiten zeigt Schultz, wie das &bdquo;Feindbild Islam&ldquo; in Deutschland aufgebaut wird und erkl&auml;rt, was es mit einem &bdquo;institutionellen Rassismus&ldquo; auf sich hat. Schultz warnt au&szlig;erdem vor der Einschr&auml;nkung von B&uuml;rger- und Freiheitsrechten: &bdquo;Wir sind l&auml;ngst auf dem Marsch in einen autorit&auml;ren Hochsicherheitsstaat.&ldquo; Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr Schultz, ist der Islam zu einem Feindbild in unserer Gesellschaft geworden?<\/strong><\/p><p>Ja, es ist an die Stelle des Feindbildes Kommunismus getreten, das die zweite H&auml;lfte des letzten Jahrhunderts beherrscht hat. Seitdem George W. Bush den unbegrenzten &raquo;Krieg gegen den internationalen islamischen Terrorismus&laquo; in der ganzen westlichen Welt ausgerufen hat, ist das der Fall. Bei uns ist das Feindbild Islam sp&auml;testens seit Sarrazins Machwerk &raquo;Deutschland schafft sich ab&laquo; vorherrschend geworden.<\/p><p><strong>Wie &auml;u&szlig;ert sich das?<\/strong><\/p><p>In den t&auml;glichen Horrormeldungen &uuml;ber islamistische Anschl&auml;ge in der ganzen Welt,  den zumindest ma&szlig;los aufgebauschten Verbrechen  vor unserer Haust&uuml;r, dem anschwellenden Gesang &uuml;ber die bevorstehende &bdquo;Islamisierung Deutschlands&ldquo;, den immer mehr ausufernden Integrationsforderungen und vor allem immer neuen staatlichen Ma&szlig;nahmen, Gesetzen und Verordnungen gegen die angeblich zunehmende Kriminalit&auml;t und Gef&auml;hrdung durch Islamisten.<\/p><p><strong>Sie haben gesagt, in Deutschland gibt es einen &bdquo;institutionellen Rassismus&ldquo;. Was meinen Sie damit?<\/strong><\/p><p>Dazu m&uuml;ssen  wir zun&auml;chst  kl&auml;ren, was heute unter Rassismus zu verstehen ist.<\/p><p><strong>Gerne.<\/strong><\/p><p>Ich begegne immer wieder auch gerade in Verfahren vor Gericht der Ansicht, unter Rassist m&uuml;sste immer noch und vor allem der Glatzkopf mit Springerstiefeln verstanden werden. Diese Neonazis gibt es sicher auch noch. Aber unter Rassismus wird  in der internationalen Wissenschaft und im V&ouml;lkerrecht in den einschl&auml;gigen Normen ein sehr viel weiterer Begriff verstanden.<\/p><p><strong>N&auml;mlich?<\/strong><\/p><p>Die Zuschreibung von ethnischen, religi&ouml;sen oder anderen &auml;u&szlig;eren Merkmalen, die abwertend verwandt werden.  Deshalb ist auch die Bezeichnung einer Person als Rassist entgegen einer auch in der Justiz weitverbreiteten Ansicht keine Beleidigung, sondern zun&auml;chst eine objektive Feststellung, wie die, jemand sei &Ouml;konomist oder geh&ouml;re einer bestimmten Schicht an. Mit dem Begriff des &bdquo;institutionellen Rassismus&ldquo; &uuml;bernehme ich einen Begriff, der vom Untersuchungsausschuss des britischen Parlaments in einem Mordfall an einem Migranten im letzten Jahrhundert entwickelt wurde; darin wurde ein v&ouml;lliges Versagen aller damit befassten Beh&ouml;rden aus rassistischen Gr&uuml;nden analysiert.<\/p><p><strong>Manche sagen gerne, dass Rassismus in vielen L&auml;ndern existiert. Was halten Sie dem entgegen?<\/strong><\/p><p>Zum einen unterscheide ich zwischen diskriminierenden Vorurteilen und Rassismus. Sicher sind diskriminierende Vorurteile gegen &raquo;Fremde&laquo; die als anders, minderwertig, angesehen werden &ndash; weit verbreitet. Aber gerade von Besuchern aus der T&uuml;rkei und dem Nahen Osten h&ouml;re ich immer wieder erstaunliche Reiseberichte auch aus l&auml;ndlichen Gegenden, wie offen, respektvoll und gastfreundlich sie von wildfremden &raquo;Einheimischen&laquo; empfangen worden seien. Zum anderen m&uuml;ssen wir unterscheiden zwischen Diskriminierungen aufgrund von Zuschreibungen, Vorurteilen einerseits und dem Rassismus anderseits. Dieser geht einher mit Ausgrenzungen und der Entrechtung einer Minderheit, also einem hegemonialen Aspekt, der in der modernen kritischen Wissenschaft zum Begriff dazu geh&ouml;rt. <\/p><p>Dazu noch eine interessante Erfahrung, die ich auch als Rechtsanwalt immer wieder gemacht habe: Diskriminierende Vorurteile werden auch bei uns h&auml;ufig durch pers&ouml;nlichen Kontakt und Kennenlernen gegen&uuml;ber diesen Menschen fallengelassen, der institutionelle Rassismus als gesellschaftspolitisches Fundament kann aber nur &uuml;berwunden werden, wenn er richtig erkannt und systematisch bek&auml;mpft wird. Sonst werden Ausgegrenzte, Benachteiligte und Angeh&ouml;rige von Minderheiten gegeneinander ausgespielt, ja es besteht sogar die Gefahr, dass sie sich sogar f&uuml;r den Rassismus einspannen lassen (Wie schon Hannah Arendt f&uuml;r die Juden zur Zeit des Faschismus analysiert hat).<\/p><p><strong>Der Vorwurf institutioneller Rassismus wiegt schwer. Wie begr&uuml;nden Sie ihn?<\/strong><\/p><p>Mit einer kritischen Dokumentation von mehreren Dutzend F&auml;llen aus meiner Praxis, die aber sicher nur die Spitze des Eisberges sind, mit Gesetzen, Ma&szlig;nahmen, Urteilen und Berichten von Verfassungsschutz und anderen Geheimdiensten. Dazu passend Ma&szlig;nahmen und Stellungnahmen von Regierung und anderen Institutionen. <\/p><p><strong>W&uuml;rden Sie bitte ein konkretes Beispiel anf&uuml;hren?<\/strong><\/p><p>Nehmen wir die Debatte um das Kopftuchverbot und die Folgen als Beispiel:  In Dresden wurde die hochschwangere &Auml;gypterin Marwa El Sherbini, eine Apothekerin, die in ihrer Wohnsiedlung von einem wei&szlig;en Nachbarn wegen ihres Kopftuches schwer beleidigt worden war und die diesen deshalb angezeigt hatte, vor fast zehn Jahren von diesem wei&szlig;en Rassisten im Gerichtssaal des Landgerichts vor den Augen der Richter mit einem langen K&uuml;chenmesser erstochen, das er unbehelligt in den Gerichtssaal hatte mitbringen k&ouml;nnen &ndash; nicht einmal ein Gerichtsdiener war im Saal anwesend.<\/p><p><strong>Der Fall wurde bundesweit bekannt.<\/strong><\/p><p>Ja. Ihr Ehemann, der in Dresden an seiner Doktorarbeit arbeitete, versuchte vergeblich, sich dem T&auml;ter, der auf die Frau einstach, entgegenzustellen, wurde dabei selber schwer verletzt und musste in der Intensivstation eines Krankenhauses um sein Leben k&auml;mpfen. <\/p><p><strong>Wie passt der Fall nun zu einem institutionellen Rassismus?<\/strong><\/p><p>Lassen Sie mich bitte schildern, wie der Fall weiterging. <\/p><p>Ein zuf&auml;llig im Gericht anwesender Bundespolizist, der auf den Hilferuf aus dem Gerichtssaal angelaufen kam und einen Wei&szlig;en mit dem blut&uuml;berstr&ouml;mten Dunkelh&auml;utigen k&auml;mpfen sah, schoss mit seiner Dienstpistole einen Warnschuss ab &ndash; auf wen wohl? <\/p><p><strong>Auf den Mann der Frau?<\/strong><\/p><p>So war es. Verwandte wurden von der Ermordung und dem Krankenhausaufenthalt des Ehemannes ebenso wenig unterrichtet wie die &auml;gyptische Botschaft. Erst als es in &Auml;gypten zu &ouml;ffentlichen Protesten und Demonstrationen kam, bequemte sich die Bundeskanzlerin nach zwei Wochen, &ouml;ffentlich Beileid auszusprechen. Was ich aber erst sp&auml;ter aus der Akten-Einsicht f&uuml;r die Familie entnehmen konnte, war genauso erschreckend: Der rassistische T&auml;ter hatte nicht nur zur Wahl der NPD aufgerufen, sondern in einem Brief an das Landgericht ausdr&uuml;cklich bekr&auml;ftigt, dass die Muslimin &ldquo;kein Lebensrecht&rdquo; habe &ndash; trotzdem wurde er vor Betreten des Gerichts weder kontrolliert noch wurden Marwa und ihr Mann von der unverh&uuml;llten Drohung unterrichtet. Auf meine Strafanzeige gegen die Richter wegen unterlassener Hilfeleistung wurde nicht einmal ein Ermittlungsverfahren er&ouml;ffnet. <\/p><p>Umgekehrt war die Dresdner Justiz weniger r&uuml;cksichtsvoll: Eine Medienwissenschaftlerin, die das Vorgehen des BKA-Beamten als rassistisch bezeichnet hatte, wurde wegen Beleidigung nicht nur angeklagt, sondern vom Amtsgericht sogar verurteilt: Erst das Landgericht hat dieses skandal&ouml;se Urteil aufgrund wachsender Proteste aufgehoben. Und passend dazu hat es Dresden bis heute nicht einmal  geschafft, eine Stra&szlig;e oder einen Platz nach Marwa  El Sherbiny zu benennen, obwohl dies von zahlreichen Initiativen und Politiker gefordert worden ist. Wer nun meint, das sei f&uuml;r Dresden oder vielleicht die neuen Bundesl&auml;nder typisch, ist auf dem Holzweg. Er wird in meinem Buch zahlreiche F&auml;lle aus dem Westen dokumentiert finden, die den institutionellen Rassismus als gesamtdeutsches Ph&auml;nomen belegen &ndash; ganz zu schweigen von der schrillen Begleitmusik eines fr&uuml;heren Bundesbankers, Berliner Finanzsenators und &ndash; auch das muss zu ihrer Schande gesagt werden, immer noch &ndash; SPD-Mitglieds, namens Dr. Thilo Sarrazin mit seiner millionenfach von allen f&uuml;hrenden Medien verbreiteten angeblich wissenschaftlich belegten Behauptung, die T&uuml;rken seien nur in Deutschland, um hier &raquo;Kopftuch-M&auml;dchen zu produzieren&laquo;!<\/p><p><strong>In Ihrem Buch sprechen Sie von einem Krieg, der sowohl nach innen als auch nach au&szlig;en gef&uuml;hrt wird. Was meinen Sie damit?<\/strong><\/p><p>Das ist die Zuspitzung meiner These: Unter dem Vorwand, die drohende islamistische Gefahr nur so wirksam bek&auml;mpfen zu k&ouml;nnen, ist Deutschland wieder weltweit an milit&auml;rischen Interventionen und Kriegen beteiligt &ndash; dazu geh&ouml;rt auch die Unterst&uuml;tzung des Drohnenkriegs mit mehreren tausend  zivilen Opfern, den die USA unter anderem von deutschem Boden aus gegen angebliche islamistische Terroristen f&uuml;hren, ohne eine kriegerische Auseinandersetzung und ohne jedes Gerichtsverfahren. Hier spielt der US-amerikanische Pr&auml;sident gleichsam die Rolle als Polizist, Staatsanwalt und Richter und Henker in einer Person -richtiger Ansicht nach, ein schweres Kriegsverbrechen&hellip;! <\/p><p>Und im Inneren werden nicht nur Grund- und Menschenrechte eingeschr&auml;nkt, teilweise abgeschafft und mit immer neuen Strafgesetzen gegen die islamistische Gefahr mobilisiert, die Polizei und die Sicherheitskr&auml;fte paramilit&auml;risch aufger&uuml;stet. Immer wieder wird von verantwortlichen Politikern f&uuml;r den vom Grundgesetz zurecht verbotenen Einsatz der Bundeswehr im Inneren getrommelt &ndash; wie zuletzt bei dem M&uuml;nchner Anschlag vor ein paar Jahren, bei dem sich dann aber nicht verheimlichen lie&szlig;, dass er einen  rechtsterroristischen Hintergrund hatte.<\/p><p><strong>Wie ist es aus Ihrer Sicht &uuml;berhaupt dazu gekommen?<\/strong><\/p><p>Stichwortartig zusammengefasst: Zun&auml;chst gab es im Westen den &raquo;Gastarbeiter&laquo; aus der T&uuml;rkei, der &raquo;ganz unten&laquo; die schwierigste und dreckigste Arbeit machen musste, dabei aber sehr schnell und ganz ohne Integrationsma&szlig;nahmen mithilfe seiner Kolleginnen und Kollegen lernte, sich bei der Arbeit und im Alltag einigerma&szlig;en zurechtzufinden und an der Seite seiner deutschen Kollegen f&uuml;r seine Rechte zu k&auml;mpfen. Als sich dann aber herausstellte, dass er nicht &bdquo;in seine Heimat&laquo; zur&uuml;ckkehren, sondern auch noch seine Familie nachholen wollte, begann das systematische Verbreiten von Vorurteilen, die rassistische Behandlung bei  L&auml;nderbeh&ouml;rden bis hin zu den ersten Pogromen in Wuppertal, Rostock und anderswo, begleitet von regelm&auml;&szlig;igen Medienkampagnen bis hin zu der Rechts-Au&szlig;en-Parole &raquo;Kriminelle Ausl&auml;nder raus!&ldquo; <\/p><p>Nach der &raquo;Wende&laquo; kam dann die weitgehende Abschaffung des Asylrechts . Seit 9\/11 kamen verschiedenste Ma&szlig;nahmen wie zum Beispiel so genannte Rasterfahndungen,  Verbote von islamischen Vereinen und Veranstaltungen, Kopftuchverbote, die Einf&uuml;hrung  immer neuer Straftatbest&auml;nde bis hin zur Einf&uuml;hrung des so genannten &raquo;Gef&auml;hrders&laquo;  &ndash; ein Konstrukt, das es den Sicherheitsbeh&ouml;rden erlaubt, ohne irgendeine konkrete Gefahr mutma&szlig;liche Islamisten unter Beobachtung zu stellen: Damit werden sie &ndash; durch die K&uuml;ndigung von Arbeitsverh&auml;ltnissen, Wohnungen, Konten bei Kreditinstituten und so weiter &ndash; letztlich ihrer gesamten b&uuml;rgerlichen Existenz beraubt. Ganz zu schweigen von vollkommen &uuml;berzogenen Ermittlungs- und Strafverfahren, die wie ich an einigen F&auml;llen zeige, als Realsatire Karriere machen k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Was bedeutet diese Entwicklung denn f&uuml;r uns als B&uuml;rger?<\/strong><\/p><p>Wenn unter dem Vorwand, den islamistischen Terrorismus bek&auml;mpfen zu wollen, immer mehr B&uuml;rger- und Freiheitsrechte eingeschr&auml;nkt und abgebaut werden, ist h&ouml;chste Alarmstufe angesagt. Nicht nur, weil viele Einschr&auml;nkungen, die zuerst f&uuml;r Minderheiten eingef&uuml;hrt werden, auch auf andere Minderheiten und schlie&szlig;lich sogar auf die ganze Gesellschaft angewandt werden. Dies zeigt etwa die Entwicklung der be&auml;ngstigenden &Uuml;berwachungs&ndash; und Kontrollma&szlig;nahmen, die die totale &Uuml;berwachung &aacute; la George Orwells &raquo;1984&laquo; lange hinter sich gelassen haben. Wir sind l&auml;ngst auf dem Marsch in einen autorit&auml;ren Hochsicherheitsstaat. <\/p><p>Wie der Theoretiker des Ausnahmezustands, der Philosoph und Soziologe Giorgio Agamben, am Beispiel des jahrelangen Ausnahmezustands in Frankreich analysiert hat, sind auch westliche Demokratien wieder auf dem Weg in eine neue Form der Diktatur. Man stelle sich nur einmal vor, Kr&auml;fte wie die AfD k&auml;men an die Macht und w&uuml;rden mit weiteren Heimatschutzministern und entfesselten Sicherheitskr&auml;ften regieren: So wird doch klar, wie schnell die noch vorhandenen demokratischen Rechte endg&uuml;ltig abgebaut und jede wirksame Opposition im Keim erstickt werden k&ouml;nnten.<\/p><p><strong>Gibt es M&ouml;glichkeiten, die Situation zu &uuml;berwinden?<\/strong><\/p><p>Ja, die gibt es sicher. Ich habe im Schlusskapitel des Buches einen ganzen Katalog von wichtigen Schritten und Ma&szlig;nahmen auf der Grundlage der existierenden Bewegungen und K&auml;mpfe gegen die rassistische Gefahr entwickelt. Zum einen gilt es, &uuml;ber die neuen Formen des Rassismus und den international anerkannten wissenschaftlichen Rassismus-Begriff aufzukl&auml;ren,  mit den Betroffenen, insbesondere der &raquo;jungen Elite&laquo; unter den Menschen mit Migrationsgeschichte neue Formen des gemeinsamen Protestes und Widerstands zu entwickeln und ihn mit B&uuml;ndnispartnern auf allen Ebenen auch in die Parlamente und die Politik zu tragen. <\/p><p>Daneben m&uuml;ssten die juristischen M&ouml;glichkeiten, vor allem auch auf internationaler Ebene, gemeinsam aktiviert und genutzt werden und schlie&szlig;lich m&uuml;sste die zunehmende soziale Spaltung durch eine umfassende gesellschaftskritische Bewegung f&uuml;r soziale Gerechtigkeit in solidarischen K&auml;mpfen &uuml;berwunden werden. Ist diese soziale Spaltung doch die eigentliche Grundlage f&uuml;r den wachsenden Einfluss der verschiedenen Rassismus-Str&ouml;mungen, insbesondere des antimuslimischen Rassismus und das Feindbild Islam. <\/p><p><em>Lesetipp: Schultz, Eberhard: Feindbild Islam und institutioneller Rassismus. Menschenrechtsarbeit in Zeiten von Migration und Anti-Terrorismus. VSA Verlag. 224 Seiten. 2018. 15,80 Euro<\/em><\/p><p>Titelbild: Jerome460 \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Diskriminierende Vorurteile&ldquo;, sagt der Menschenrechtsanwalt <strong>Eberhard Schultz<\/strong>, &bdquo;werden auch bei uns h&auml;ufig durch pers&ouml;nlichen Kontakt und Kennenlernen gegen&uuml;ber diesen Menschen fallengelassen, der institutionelle Rassismus als gesellschaftspolitisches Fundament kann aber nur &uuml;berwunden werden, wenn er richtig erkannt und systematisch bek&auml;mpft wird.&ldquo; Im Interview mit den NachDenkSeiten zeigt Schultz, wie das &bdquo;Feindbild Islam&ldquo; in Deutschland aufgebaut wird<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50798\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":50801,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[207,126,159,209],"tags":[1953,1112,2603,2124,930,1564,2520,955,1554,826,705],"class_list":["post-50798","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anti-islamismus","category-erosion-der-demokratie","category-fremdenfeindlichkeit-rassismus","category-interviews","tag-armee-im-innern","tag-buergerrechte","tag-gastarbeiter","tag-gefaehrder","tag-justiz","tag-krieg-gegen-den-terror","tag-mord","tag-neonazismus","tag-orwell-2-0","tag-rassismus","tag-sarrazin-thilo"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/shutterstock_1127542367.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50798","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50798"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50798\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82526,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50798\/revisions\/82526"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/50801"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50798"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50798"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50798"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}