{"id":50868,"date":"2019-04-11T08:13:18","date_gmt":"2019-04-11T06:13:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868"},"modified":"2019-04-11T08:13:18","modified_gmt":"2019-04-11T06:13:18","slug":"hinweise-des-tages-3345","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h01\">Trumps n&auml;chste Clown-Nummer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h02\">Krise in Venezuela: Maduro l&auml;sst internationale Hilfen zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h03\">Mieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h04\">Middle class shrinking as incomes stagnate, costs rise: OECD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h05\">Reichtum verpflichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h06\">&Ouml;sterreich: Mindestsicherung wird um Spenden gek&uuml;rzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h07\">Unser arroganter Blick auf die Briten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h08\">Berufsbildungsbericht: So viele junge Ungelernte wie noch nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h09\">Portugal: Anti-neoliberal zum Erfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h10\">Legaland Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h11\">Nitrat im Grundwasser: Umweltminister kritisieren Agrarministerin Kl&ouml;ckner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h12\">Wir Verpackungsweltmeister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h13\">Razzia im Cum-Ex-Skandal: Hauptverd&auml;chtiger soll 43 Millionen Euro hinterzogen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h14\">Wall-Street-Milliard&auml;re rufen nach der Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50868#h15\">Wahlausgang in Israel: Historiker: &bdquo;Die Tendenz ist immer weiter nach rechts&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Trumps n&auml;chste Clown-Nummer<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Trump braucht einen Aufschwung, den soll ihm die bisher unabh&auml;ngige Fed sichern. Daf&uuml;r will er zwei Kandidaten einsetzen, die fachlich niemand ernst nimmt. Aber die zwei lieben Trump. [&hellip;]<br>\nKeiner der beiden hat &Ouml;konomie studiert. &ldquo;Schmierfinken&rdquo; nennt Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Paul Krugman sie, und: &ldquo;Clowns&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/donald-trump-machtkampf-um-die-fed-die-naechste-clown-nummer-a-1262085.html%20\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auf die Idee, M&auml;nner, die (fast) niemand fachlich so richtig ernst nimmt, zu f&uuml;hrenden Notenbankern zu machen, w&uuml;rde man in Berlin nat&uuml;rlich niemals kommen. Oder wie war das doch gleich mit J&ouml;rg Asmussen, den Heiner Flassbeck einst als &bdquo;mittelm&auml;&szlig;igen &Ouml;konomen, aber zum Koffer tragen gerade recht&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10706\">beschrieben hat<\/a>? Und was war mit J&uuml;rgen Stark, den internationale Medien als &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10706\">finanzpolitischen Talbian<\/a>&ldquo; charakterisierten? Und auch der aktuelle Bundesbankchef Jens Weidmann ist fachlich alles andere als anerkannt. Weidmann wurde zwar von Paul Krugman noch nicht als &bdquo;Clown&ldquo; daf&uuml;r aber als jemand beschrieben, &ldquo;<a href=\"https:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/05\/08\/doubling-down\/\">der sich offenbar geschworen hat, den Euro zu zerst&ouml;ren<\/a>&rdquo; &ndash; fragt sich, was schlimmer ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Krise in Venezuela: Maduro l&auml;sst internationale Hilfen zu<\/strong><br>\nFast ein Viertel der Venezolaner braucht laut UN dringend Hilfe. Pr&auml;sident Maduro hatte sich aber lange geweigert, Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Nun hat er sich bereit erkl&auml;rt, mit dem Roten Kreuz zu kooperieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/venezuela-hilfen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Es ist mal wieder ein Klassiker &ouml;ffentlich-rechtlicher Berichterstattung &uuml;ber Venezuela. Schon die &Uuml;berschrift ist irref&uuml;hrend, denn Maduro hat schon zuvor Hilfslieferungen zugelassen. Es geht nat&uuml;rlich noch weiter: &ldquo;Die Bev&ouml;lkerung des &ouml;lreichen Landes leidet seit Jahren unter den Folgen der Misswirtschaft.&rdquo; Unstrittig ist, dass es unter Maduro politische Fehlentwicklungen gab und gibt, aber nat&uuml;rlich wird im Text nicht erw&auml;hnt die Blockade der USA und der Versuch der Amerikaner, die Regierung in Venezuela zu st&uuml;rzen. Denn auch darunter leidet die Bev&ouml;lkerung. Aber man sieht bei tagesschau.de eben immer nur das, was man sehen m&ouml;chte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.K.:<\/strong> Die Tagesschau schreibt: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Fast ein Viertel der Venezolaner braucht laut UN dringend Hilfe. Pr&auml;sident Maduro hatte sich aber lange geweigert, Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Nun hat er sich bereit erkl&auml;rt, mit dem Roten Kreuz zu kooperieren. [&hellip;] Maduro hatte zuvor lange die Annahme von internationalen Hilfslieferungen verweigert und die venezolanische Grenze schlie&szlig;en lassen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Bereits eine kurze Suche im Netz bringt hingegen Artikel aus dem Februar zu Tage, die von einer Verdoppelung der IKRK-Hilfen f&uuml;r Venezuela berichten sowie Berichte &uuml;ber Hilfen aus China und Russland. Die L&uuml;gen werden immer dreister&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mieten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mietexplosion: Zahn&auml;rzte versprechen Dialog<\/strong><br>\nDie Zahn&auml;rztekammer, das Versorgungswerk der Zahn&auml;rzte in Schleswig-Holstein und die Fortis Group haben am Dienstag Stellung zu der Mail-Aktion der Berliner Mieter genommen. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Dem Versorgungswerk der Zahn&auml;rztekammer geht es nicht darum, durch drastische Mieterh&ouml;hungen die Renten ihrer Zahn&auml;rzte zu sichern. Wir haben die Aufgabe, die Versorgungsleistungen unserer Zahn&auml;rzte sicherzustellen&ldquo;, erkl&auml;rte Bruno Geiger, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Versorgungswerks. &bdquo;Bei Investitionen achten wir daher insbesondere darauf, dass das eingesetzte Kapital gesichert ist und eine Rendite erwirtschaftet wird.&ldquo; Das Investment in Immobilien sei in der Niedrigzinsphase einer von mehreren Wegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kn-online.de\/Nachrichten\/Schleswig-Holstein\/Mietexplosion-Zahnaerzte-versprechen-Dialog\">Kieler Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Begr&uuml;ndung des Versorgungsnetzwerkes ist gespielte Naivit&auml;t. Man tut so, als w&uuml;sste man nicht, wie die tollen Renditen am Kapitalmarkt in Zeiten von Niedrigzinsen zustande kommen. Irgendwer muss halt daf&uuml;r bezahlen. In diesem Fall sind es die Berliner Mieter, die sich zurecht bei den Zahn&auml;rzten dar&uuml;ber beklagen. Christian Lindner, Chef der FDP, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article191644465\/Enteignungen-Christian-Lindner-rechnet-mit-Habeck-und-den-Gruenen-ab.html\">ergreift<\/a> dagegen Partei f&uuml;r die Anleger. Sie seien das eigentliche Opfer der Enteignungskampagne, wie zu lesen ist.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Betroffen von einer Enteignung von Wohnungen &bdquo;w&auml;ren nicht anonyme Spekulanten, sondern alle, die private Vorsorge betreiben, weil zum Beispiel viele Versicherungen in Wohnungen anlegen&ldquo;.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Lausige Ein-Zimmer-Wohnung, 1100 Euro kalt<\/strong><br>\nDer Mietenwahnsinn treibt auch in Stuttgart Tausende auf die Stra&szlig;e. Sie versammeln sich auf dem Schlossplatz, ziehen durch die Stadt und manche von ihnen in leerstehende H&auml;user. Scharf beobachtet von der Polizei, die z&uuml;gig zum Pfefferspray greift. [&hellip;]<br>\nAus der Wohnungsnot in Stuttgart, die sich schon damals deutlich abzeichnete, ist inzwischen eine veritable Katastrophe geworden. Lausige Ein-Zimmer-Wohnungen in der Innenstadt werden f&uuml;r 1100 Euro kalt vermietet, und verzweifelte Interessenten schlagen sich bei sardinenb&uuml;chsenartig &uuml;berf&uuml;llten Besichtigungsterminen schier die K&ouml;pfe ein. Studierende, Azubis und Berufseinsteiger blechen nicht selten 600 Euro im Monat und mehr f&uuml;r ein zw&ouml;lf oder f&uuml;nfzehn Quadratmeter gro&szlig;es WG-Zimmer. Bei Neuvermietungen sind die Preise in der Landeshauptstadt in nur einem Jahrzehnt um gut 40 Prozent gestiegen. Und nach den d&uuml;steren Prognosen des Mieterbundes werden die Angebote in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten auf absehbarere Zeit nicht g&uuml;nstiger, sondern im Gegenteil noch schneller teurer als bisher. Dagegen formiert sich bundesweit Protest.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/schaubuehne\/419\/lausige-ein-zimmer-wohnung-1100-euro-kalt-5848.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine interessante Reportage auch, da sie erahnen l&auml;sst, dass die deutsche Oligarchie, sollte sich der Protest gegen die Wohnungsnot weiter ausweiten, nicht vor massiver Polizeigewalt zur&uuml;ckschrecken wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sieg f&uuml;r Deutsche Wohnen: Landgericht kippt Berliner Mietspiegel<\/strong><br>\nH&ouml;here Mieten mithilfe von Gutachtern: Das Landgericht erlaubt diese Praxis jetzt. F&uuml;r die Deutsche Wohnen gilt in Berlin die orts&uuml;bliche Miete nicht mehr.<br>\nDie Deutsche Wohnen hat ihr Ziel erreicht: Ihre Tochterfirma Gehag hatte einen ihrer Mieter vor Gericht gezogen um eine Mieterh&ouml;hung oberhalb der Grenze des Berliner Mietspiegels durchzusetzen &ndash; und hat sich vor dem Landgericht durchgesetzt (AZ: 63 S 230\/16). Als &ldquo;Schlag ins Gesicht der Mieter&rdquo; bewerten Mietervertreter das Urteil &ndash; die Verbindlichkeit und Rechtskr&auml;ftigkeit des Mietspiegels w&uuml;rden damit geschw&auml;cht und Mieter massiv verunsichert, so der Alternative Mieterverein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/sieg-fuer-deutsche-wohnen-landgericht-kippt-berliner-mietspiegel\/24205248.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Bauen, bauen, bauen: Vier Mythen zur Enteignungsdebatte<\/strong><br>\nFalsche Vergleiche, das vermeintlich arme Berlin und abgestandene Sozialismus-Klischees: in der Enteignungsdebatte wimmelt es von schr&auml;gen Argumenten [&hellip;]<br>\nMythos Nr. 1: Da hilft nur &raquo;Bauen, bauen, bauen&laquo;<br>\nEs ist das derzeit wahrscheinlich am meisten verwendete, scheinbar einfache, aber auch kr&auml;ftig in die Irre f&uuml;hrende Argument. Warum? Weil hier &Auml;pfel mit Birnen verglichen werden. Nat&uuml;rlich wird mit der Vergesellschaftung von wahrscheinlich 11 betroffenen Immobilienkonzernen in Berlin erst einmal keine einzige neue Wohnung gebaut. Aber darum geht es auch nicht. Mit der Vergesellschaftung w&uuml;rden circa 243.000 Wohnungen unter &ouml;ffentliche Kontrolle gebracht werden. Deren Mieter k&ouml;nnten vor weiteren Mietsteigerungen und Verdr&auml;ngung gesch&uuml;tzt werden. Insgesamt fehlen derzeit laut einer Studie des Stadtsoziologen Andrej Holm 300.000 Wohnungen, die f&uuml;r &raquo;leistbaren Mieten&laquo; von bis zu 30 Prozent des Durchschnittseinkommens der Berliner vermietet werden. Der &raquo;gr&ouml;&szlig;te&laquo; Teil davon m&uuml;sse &raquo;aus dem Bestand kommen&laquo;, so Holm gegen&uuml;ber &raquo;nd&laquo;. [&hellip;]<br>\nDie Zahl der Baugenehmigungen ist zuletzt leicht gesunken. 2018 wurden in Berlin mit rund 24.000 Baugenehmigungen erteilt. Das sind rund zwei Prozent weniger Bauerlaubnisse, als noch im Jahr zuvor. Doch die Erteilung von Baugenehmigungen n&uuml;tzt nichts, wenn nicht gebaut wird. Derzeit gibt es einen &Uuml;berhang von 60.000 nicht realisierten Baugenehmigungen &ndash; die werden offenbar auch von den Bauherren gezielt verschleppt, die auf Profite durch die weiter steigenden Bodenpreise hoffen. Der Markt versagt offenbar bei der Bereitstellung von g&uuml;nstigem Wohnraum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1116331.deutsche-wohnen-und-co-enteignen-bauen-bauen-bauen-vier-mythen-zur-enteignungsdebatte.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Middle class shrinking as incomes stagnate, costs rise: OECD<\/strong><br>\nThe middle class has shrunk with each generation with 68 percent of baby-boomers &ndash; those born between 1942 and 1964 &ndash; belonging to the middle class when they were in their twenties compared with 60 percent for millennials, born between 1983 and 2002.<br>\nThe OECD put the decline of the middle class down in part to their largely stagnating earnings as median incomes rose a third less than the average income of the richest 10 percent over the last 30 years.<br>\nMeanwhile, costs have risen much faster than inflation for some of the key pillars of middle class life like housing, which the OECD said had risen three times faster than household median income over the last two decades. Middle class households were also forking out more for education and healthcare.<br>\nAt the same time, workers have faced growing job insecurity, made even worse in recent years by the rise of automation, which the OECD said now threatened one in six middle class jobs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.investing.com\/news\/economic-indicators\/middle-class-shrinking-as-incomes-stagnate-costs-rise-oecd-1832882\">Investing<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Diese Entwicklung war nicht die Folge einer Naturkonstante. Sie ergab sich aus bewusst gef&auml;llten politischen Entscheidungen. Mal sehen, ob und wann unsere &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo; das einsehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Reichtum verpflichtet<\/strong><br>\nBei aller Sch&ouml;nrederei der sozialen Lage in Deutschland, die uns von interessierter Seite immer wieder begegnet, sind sich so gut wie alle Sozialverb&auml;nde, Fachverb&auml;nde und schlie&szlig;lich der DGB v&ouml;llig einig: Wir haben ein unertr&auml;gliches Ma&szlig; an Armut in diesem reichen Deutschland. Die Armut ist auf traurigem Rekordhoch. Mehr als 13 Millionen Menschen m&uuml;ssen nach dem j&uuml;ngsten Armutsbericht des Parit&auml;tischen zu den Armen gez&auml;hlt werden. Nie waren es mehr seit 1990.<br>\nUnd ein weiteres eint uns als B&uuml;ndnis: F&uuml;r uns f&auml;ngt Armut nicht erst an, wenn Menschen in ihrer physischen Existenz bedroht sind, wenn sie gezwungen sind, Flaschen zu sammeln oder auf der Stra&szlig;e leben. In dieser tief gespaltenen Wohlstandsgesellschaft muss auch dann von Armut gesprochen werden, wenn Menschen auf Grund unzureichenden Einkommens systematisch ausgegrenzt sind vom Leben in der Mitte, wenn sie abgeh&auml;ngt sind, weil sie nicht mehr mithalten k&ouml;nnen. Unter den Armen sind mehr als zwei Millionen Kinder, &uuml;ber zwei Millionen Arbeitslose, fast drei Millionen Rentnerinnen und Rentner und sogar fast vier Millionen Erwerbst&auml;tige.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/352726.reichtum-verpflichtet.html\">Ulrich Schneider in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: Mindestsicherung wird um Spenden gek&uuml;rzt<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne der Regierung sehen eine K&uuml;rzung der Mindestsicherung vor, wenn Betroffene Spenden erhalten. Arme Familien sollen durch Aktionen wie &bdquo;Licht ins Dunkel&ldquo; also nicht mehr zum Leben haben &ndash; private Hilfe wird sinnlos. Die Soziallandesr&auml;te forderten &Auml;nderungen &ndash; die Sozialministerin blieb hart.<br>\nDie geplante K&uuml;rzung der Mindestsicherung gehen so weit, dass selbst Spenden von der Mindestsicherung abgezogen werden. In Paragraph 7 des Sozialhilfe Grundsatzgesetzes hei&szlig;t es, dass k&uuml;nftig alle Zuwendungen von Dritten auf die Mindestsicherung angerechnet werden m&uuml;ssen.<br>\nDas hei&szlig;t: Sozialen Organisation oder Vereine wie k&ouml;nnen armen Familien nicht mehr unter die Arme greifen, ohne die Mindestsicherung der Empf&auml;nger zu k&uuml;rzen. Denn die Mindestsicherung wird um den Betrag der Spende reduziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/mindestsicherung-kuerzung-spenden\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Berufsbildungsbericht: So viele junge Ungelernte wie noch nie<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es mehr Ausbildungspl&auml;tze als m&ouml;gliche Auszubildende &ndash; trotzdem schlie&szlig;en mehr Jugendliche keine Berufsausbildung ab. Eine Gruppe ist besonders gef&auml;hrdet.<br>\nDie Zahl der jungen Menschen in Deutschland ohne abgeschlossene Berufsausbildung hat ein Rekordhoch erreicht: 2,12 Millionen waren laut dem Berufsbildungsbericht des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung zuletzt ungelernt. Das sind 130.000 mehr als noch im Jahr zuvor. Der Bericht erscheint j&auml;hrlich und befasst sich mit der Gruppe der 20- bis 34-J&auml;hrigen. [&hellip;]<br>\nJugendliche und junge Erwachsene in Deutschland stehen statistisch gesehen einem &Uuml;berangebot an Ausbildungspl&auml;tzen gegen&uuml;ber: Auf 100 Interessierte kommen 106 Lehrstellen. Trotzdem finden einige keinen passenden Ausbildungsplatz &ndash; nicht immer sind die Angebote in der richtigen Gegend, im richtigen Job oder von einem Chef, mit dem der Bewerber gut auskommt. Die IG Bau forderte deshalb vor Kurzem ein verpflichtendes Schulpraktikum im Handwerk. Auch die Bundesregierung bem&uuml;ht sich: Sie k&uuml;ndigte an, die Zusch&uuml;sse f&uuml;r Azubis deutlich zu erh&ouml;hen, vor allem f&uuml;r Lehrlinge, die weit von ihrem Betrieb entfernt wohnen. Etwa 57.700 Stellen blieben 2018 unbesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsbildungsbericht-so-viele-ungelernte-wie-noch-nie-a-1262010.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das er&ouml;ffnet eine ganz andere Perspektive auf den sogenannten Fachkr&auml;ftemangel.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Da herrscht teilweise Wildwest in diesem Bereich&ldquo;<\/strong><br>\nAn fehlenden F&ouml;rderprogrammen zur beruflichen Bildung liege es nicht, dass mehr als 2,1 Millionen junge Menschen in Deutschland keinen Berufsabschluss haben. Es g&auml;be zu viele dieser Programme, sagte der Sozialwissenschaftler Stefan Sell im Dlf. Er pl&auml;diert f&uuml;r weniger, daf&uuml;r langfristigere Projekte. [&hellip;]<br>\nBrinkmann: Jetzt sprechen Sie die j&uuml;ngeren Auszubildenden an. Was ist denn mit denjenigen, die vielleicht mit Ende 20 noch keine Ausbildung haben. Wie sehr ist denn da zum Beispiel die Wirtschaft daran interessiert, auch &auml;ltere Azubis einzustellen?<br>\nSell: Das ist ein ganz, ganz wunder Punkt. Denn hier handelt es sich um Leute, die vor vielen Jahren, als wir noch viel zu wenig Ausbildungspl&auml;tze hatten, das ist noch gar nicht so lange her, sind die durch das Raster gefallen. Und dann haben die keine Ausbildung gemacht oder machen wollen und jetzt h&auml;ngen die da, und das ist eine Hochrisikogruppe. Es gibt schon seit Jahren die Forderung, dass man gerade hier ein gro&szlig;es Reservoir hat, ein paar Hunderttausend, die man zu Handwerkern, Facharbeitern weiterqualifizieren k&ouml;nnte. Aber die sind ja in einer anderen Lebenslage, die werden sich nicht mit 300, 400 Euro Azubiverg&uuml;tung und einem normalen Berufsschulbesuch abspeisen lassen.<br>\nHier wird gefordert, dass wir Geld in die Hand nehmen und sagen: Okay, die bekommen auch einen gr&ouml;&szlig;eren Geldbetrag, damit sie sich &uuml;berhaupt dieser Anstrengung einer Ausbildung unterziehen und einen Anreiz haben, das zu machen. Und hier hat die Bundesregierung bisher immer in der Vergangenheit geblockt, Geld in die Hand zu nehmen, das aber gut angelegt w&auml;re. Stellen wir uns mal vor, wir schaffen das: Die zahlen dann ja die Jahre danach Steuern und Sozialversicherungsbeitr&auml;ge aus h&ouml;heren Einkommen, das w&uuml;rde sich mehrfach refinanzieren. Aber am Anfang steht erst mal nat&uuml;rlich eine gr&ouml;&szlig;ere Summe, die man investieren m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/berufsbildung-und-foerderprogramme-da-herrscht-teilweise.680.de.html?dram:article_id=446015\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Unser arroganter Blick auf die Briten<\/strong><br>\nWie geht es weiter beim Brexit? Dar&uuml;ber m&uuml;ssen &lsquo;mal wieder die Staats- und Regierungschefs der EU entscheiden. M&uuml;ssen sie das wirklich? Oder steckt vielleicht schon in der Frage eine geh&ouml;rige Portion Arroganz?<br>\nDiesen Eindruck vermitteln nicht nur die deutschen Talkshows, in denen selbsternannte Experten fast schon mitleidig auf die fr&uuml;her mal tollste Demokratie der Welt hinabblicken. Die kriegen nix gebacken, hei&szlig;t es da gern. Die wissen nicht, was sie wollen, und k&ouml;nnen nur &ldquo;No&rdquo; sagen. Jetzt m&uuml;ssen wir ihnen auch noch sagen, wie es weiter geht &ndash; usw. usf. Arroganz pur &ndash; denn nat&uuml;rlich wissen die britischen Abgeordneten sehr genau, was sie wollen: Den EU-Austrittsvertrag aufschn&uuml;ren und den Backstop f&uuml;r Irland &auml;ndern.<br>\nDoch die EU sagt &ldquo;No&rdquo;. Sie ignoriert auch die W&uuml;nsche von Premierministerin Theresa May. Sie fordert nun schon zum zweiten Mal, die Deadline f&uuml;r den Brexit auf den 30. Juni zu verl&auml;ngern. Doch die EU-Chefs wollen sich wieder dar&uuml;ber hinwegsetzen. Sie bringen monate- und jahrelange Verl&auml;ngerungen ins Spiel &ndash; ganz so, als m&uuml;ssten sich die Briten erst einmal sammeln. M&uuml;ssen sie das? Mag sein &ndash; doch das Urteil dar&uuml;ber steht nicht uns zu, sondern einzig und allein den Briten. Wenn die EU vorgibt, besser zu wissen, was gut f&uuml;r UK ist, dann ist sie ziemlich arrogant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/unser-arroganter-blick-auf-die-briten\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Portugal: Anti-neoliberal zum Erfolg<\/strong><br>\n&Uuml;berall in Europa steckt die Sozialdemokratie tief in der Krise. Hoffnungstr&auml;ger gibt es wenige, au&szlig;er vielleicht den mit reichlich Vorschusslorbeeren bedachten Jeremy Corbyn und die wieder auf Linkskurs gebrachte Labour Party. Doch Corbyn und seine Truppe m&uuml;ssen erst noch zeigen, dass sie Wahlen gewinnen und die Austerit&auml;tspolitik erfolgreich beenden k&ouml;nnen. Die portugiesischen Sozialisten hingegen haben das schon l&auml;ngst bewiesen.<br>\nSeit Herbst 2015 regieren sie mit einem erkl&auml;rt linken Programm. Ein Ende der Sparpolitik und die Restauration des demolierten Sozialstaats haben sie versprochen &ndash; und in den Augen der portugiesischen W&auml;hlerschaft auch Wort gehalten. Inzwischen kommt die Partido Socialista (PS) in Umfragen auf 44 Prozent, sogar eine absolute Mehrheit zusammen mit dem Bloco de Esquerda (Linksblock, BE) scheint bei den kommenden Parlamentswahlen im Oktober m&ouml;glich. Schon die Kommunalwahlen im Herbst 2017 und 2018 bescherten der PS historische Wahlsiege: Zum ersten Mal stellt sie in gut der H&auml;lfte der Gemeinden und Gemeindeverb&auml;nde die B&uuml;rgermeister. Nach anf&auml;nglicher Skepsis und zum Teil erbittertem Widerstand gegen den Kurs der sozialistischen Regierung hat sich selbst die Troika aus EU-Kommission, Europ&auml;ischer Zentralbank und IWF &uuml;berzeugen lassen: Im ehemaligen Programmland Portugal gibt es Alternativen zu der von ihr verk&uuml;ndeten Orthodoxie des Sparens um jeden Preis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/april\/portugal-anti-neoliberal-zum-erfolg\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Legaland Italien<\/strong><br>\nEin Jahr nachdem am 4. M&auml;rz 2018 starke Verluste bei der Parlamentswahl die Demokratische Partei (PD) von Matteo Renzi in eine tiefe Identit&auml;tskrise gest&uuml;rzt und zur &Uuml;bergabe der italienischen Regierungsverantwortung an die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung (M5S) und die Lega gef&uuml;hrt hatten, gibt es erste Zeichen der Wiederbelebung einer scheintoten Opposition. Am 3. M&auml;rz lie&szlig; die PD in einer sogenannten offenen Prim&auml;rwahl einen neuen Parteisekret&auml;r w&auml;hlen. 1,6 Millionen beliebige W&auml;hler gaben ihre Stimme ab. Es war der letzte Versuch, das Auseinanderbrechen der Partei zu verhindern, denn Renzi und seine Hausmacht wollten sich selbst&auml;ndig machen. Gegen zwei Kandidaten aus dem Renzi-Lager gewann nun haushoch Nicola Zingaretti, der Chef der Region Latium, ein erfahrener linker Pragmatiker und last but not least Bruder von Luca Zingaretti, als Commissario Montalbano einer der beliebtesten Schauspieler Italiens.<br>\nBei sch&ouml;nstem Sonnenschein hatte es am Tag zuvor in Mailand eine Demo von fast 250.000 Rassismusgegnern aus dem ganzen Lande gegeben, die weit gr&ouml;&szlig;er war, als erwartet, denn Veranstalter waren allein diverse B&uuml;rgerbewegungen, die das Weiterbestehen eines &raquo;anderen&laquo; Italien bezeugen wollten, in dem alle zusammen leben k&ouml;nnen. Schon einen Monat zuvor hatten am 9. Februar in Rom die drei gro&szlig;en, nach langem wieder vereint auftretenden Gewerkschaften (CGIL, CISL, UIL) gegen die Regierungspolitik und f&uuml;r eine &raquo;Zukunft der Arbeit&laquo; demonstriert. Matteo Landini, der bisherige Chef der linken Metaller (FIOM), ist neuer Generalsekret&auml;r der CGIL. Auch daran kn&uuml;pfen sich neue Hoffnungen auf wachsenden Widerstand gegen ein Versinken Italiens in faschistoiden Niederungen. Denn der abenteuerliche Regierungspakt zwischen zwei so heterogenen Parteien wie der nationalen Lega und der M5S hat das Land weiter nach rechts ger&uuml;ckt und dem einst hemds&auml;rmeligen Volkstribunen Matteo Salvini erm&ouml;glicht, das politische Kr&auml;fteverh&auml;ltnis in der Koalition zu seinen Gunsten umzukehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/6-2019&amp;textfile=4718\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nitrat im Grundwasser: Umweltminister kritisieren Agrarministerin Kl&ouml;ckner<\/strong><br>\nAktionismus, mangelnde Einbindung der L&auml;nder: Sieben L&auml;nder &ndash; darunter Berlin &ndash; fordern eine echte Reform der D&uuml;ngeverordnung. Kl&ouml;ckner weist die Kritik zur&uuml;ck.<br>\nDie Kritik an Bundesagrarministerin Julia Kl&ouml;ckner wegen der Reform der D&uuml;ngeverordnung w&auml;chst. In einem Schreiben, das dem Tagesspiegel vorliegt, werfen sieben Bundesl&auml;nder der CDU-Politikerin schlechtes Politikmanagement und inhaltliche M&auml;ngel vor. Kl&ouml;ckner hatte am Montag kurzfristig einen G&uuml;llegipfel in ihrem Ministerium veranstaltet, um &uuml;ber die von der EU geforderte Versch&auml;rfung des deutschen D&uuml;ngerechts zu sprechen. Die Einladung an Verb&auml;nde, Fraktionsspitzen und L&auml;nderministerien war erst am Freitag erfolgt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/nitrat-im-grundwasser-umweltminister-kritisieren-agrarministerin-kloeckner\/24203242.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Wegl&auml;cheln reicht offenbar nicht mehr&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wir Verpackungsweltmeister<\/strong><br>\nEine Regierung, die Berichte zur Situation der Menschenrechte weichsp&uuml;lt. Deutschland, du bist kein Land mit Inhalten &ndash; du bist eine geile Verpackung.<br>\nAusgerechnet am 1. April berichteten einigen Medien dar&uuml;ber, dass das Kanzleramt und das Wirtschaftsministerium den Menschenrechtsbericht mit dem einpr&auml;gsamen Namen &raquo;Monitoring des Umsetzungsstandes der im Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte 2016-2020 beschriebenen menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht von Unternehmen&laquo; neu aufstellen m&ouml;chte. Das von einer Unternehmensberatung koordinierte Projekt soll pr&uuml;fen, wie deutsche Unternehmen an ihren Auslandsstandorten mit ihrem Personal umgehen. Es geht hierbei um die eventuelle Etablierung eines Gesetzes, welches deutsche Global Player zur Einhaltung von Menschenrechten verpflichtet &ndash; ein Gesetz, das sich aus den Leitprinzipien der UNO erg&auml;be und freilich von wirtschaftsnahen Kreisen in der Politik nicht gewollt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1116504.menschenrechte-wir-verpackungsweltmeister.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Razzia im Cum-Ex-Skandal: Hauptverd&auml;chtiger soll 43 Millionen Euro hinterzogen haben<\/strong><br>\nNach Informationen des Handelsblatts treffen die neuen Durchsuchungen Thorsten W., Gesch&auml;ftsmann und B&ouml;rsenh&auml;ndler. Er gilt als Hauptbeschuldigter. Der Steuerschaden, den W. angerichtet haben soll, ist gewaltig. Nach Erkenntnissen der Ermittler gelang es dem 46-J&auml;hrigen in den Jahren 2007 bis 2010, den Fiskus um 42,7 Millionen Euro zu erleichtern. Die Staatsanwaltschaft spricht von &bdquo;falschen Steuerbescheinigungen&ldquo;, die der Hauptbeschuldigte den &bdquo;gutgl&auml;ubigen Finanzbeamten&ldquo; vorgelegt habe.<br>\nF&uuml;r 2011 hatte W. dasselbe vor, wurde beim Griff in die Steuerkasse aber abgewehrt. Seinen Antrag auf Erstattung von 27,8 Millionen Euro legte das Finanzamt erst einmal auf Eis, Auszahlungen gab es nicht.<br>\nW. zeigte sich von der Durchsuchung &uuml;berrascht. &bdquo;Mein Klient hat erst gestern davon erfahren&ldquo;, teilte sein Sprecher mit. Man wolle nun zun&auml;chst mit den Strafverfolgungsbeh&ouml;rden sprechen. &bdquo;Aus diesem Grunde ist eine &Auml;u&szlig;erung zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt nicht m&ouml;glich.&ldquo; Sein Anwalt beharrte darauf, W. d&uuml;rfe nicht namentlich genannt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/cum-ex\/steuerhinterziehung-razzia-im-cum-ex-skandal-hauptverdaechtiger-soll-43-millionen-euro-hinterzogen-haben\/24203002.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wall-Street-Milliard&auml;re rufen nach der Sozialdemokratie<\/strong><br>\nIrgendetwas l&auml;uft schief, wenn Systemkritik von den f&uuml;hrenden K&ouml;pfen des Systems kommt. Innerhalb einer Woche haben der Chef der gr&ouml;&szlig;ten US-Bank und der Gr&uuml;nder der gr&ouml;&szlig;ten Hedgefonds-Gesellschaft Streitschriften verfasst, in denen sie vor &ldquo;Revolution&rdquo; und &ldquo;Sozialismus&rdquo; warnen und Reformvorschl&auml;ge machen, um Amerikas Kapitalismus vor sich selbst zu retten.<br>\nJamie Dimon (63), seit 2006 an der Spitze von JPMorgan Chase, Bestverdiener an der Wall Street und inzwischen Milliard&auml;r, nutzte den Jahresbericht seiner Bank zu einem 50-seitigen Brief an die Aktion&auml;re &uuml;ber die politische Weltlage.<br>\nRay Dalio (69), mit seiner Hedgefonds-Firma Bridgewater ebenfalls noch spitze im Geldverdienen und pers&ouml;nlich 18 Milliarden Dollar schwer, legte in zwei Posts auf LinkedIn seine Analyse der gesellschaftlichen Krise dar. Er selbst habe einfach Gl&uuml;ck gehabt, schreibt Dalio, der mit 12 sein erstes selbst verdientes Geld an der damals boomenden B&ouml;rse investierte &ndash; als Kind aus wohlgeh&uuml;teten Verh&auml;ltnissen. Der Kapitalismus sei der beste denkbare Motivator, funktioniere aber f&uuml;r die Mehrheit in Amerika nicht mehr.<br>\nAls Investor sehe er, dass &ldquo;das Geld sich an der Spitze staut&rdquo; &ndash; zu viel f&uuml;r die wenigen, zu wenig f&uuml;r die vielen. Dalio schreibt von &ldquo;sich selbst verst&auml;rkenden Spiralen: aufw&auml;rts f&uuml;r die Besitzenden, abw&auml;rts f&uuml;r die Besitzlosen&rdquo;. Das sprenge nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern wirke auf Dauer auch unproduktiv. Wenn in den kommenden Jahren keine Koalition zwischen Kapitalisten und Sozialisten gelinge, um gerechtes Wachstum zu sichern, &ldquo;werden wir irgendeine Art von Revolution erleben, die praktisch jedem schadet&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/artikel\/ray-dalio-und-jamie-dimon-warnen-vor-sozialismus-a-1261877.html\">manager magazin<\/a>\n<p><strong>dazu: Das kapitalistische System muss mit Nachdruck reformiert werden<\/strong><br>\nDie reichsten M&auml;nner der USA fordern bessere Bedingungen f&uuml;r Normalverdiener. Die Politik sollte genau hinh&ouml;ren. Einfacher als jetzt wird es nicht mehr werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/meinung\/kommentar-das-kapitalistische-system-muss-mit-nachdruck-reformiert-werden\/24191866.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin E.R.:<\/strong> Es scheint wohl manchen zu d&auml;mmern, dass die Massenverelendung immer mehr zu einer tickenden Zeitbombe wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wahlausgang in Israel: Historiker: &bdquo;Die Tendenz ist immer weiter nach rechts&ldquo;<\/strong><br>\nVon Wahl zu Wahl bek&auml;men rechte, nationalistische Parteien mehr Unterst&uuml;tzung, sagte der israelische Historiker Moshe Zimmermann im Dlf. Benjamin Netanjahu kenne diese Dynamik und m&uuml;sse nun nur noch richtig zwischen den rechtsorientierten Parteien taktieren. [&hellip;]<br>\nM&uuml;ller: Herr Zimmermann, das fragen sich ja viele auch in Deutschland. Sie haben das gerade ganz kurz schon skizziert, ganz kurz beschrieben: Warum ist die Linke immer kleiner geworden, zu der Sie geh&ouml;ren?<br>\nZimmermann: Die Tendenz in Israel, da geht es um die Erziehung und die Sozialisation, um die politische Dynamik, die Tendenz ist immer weiter nach rechts, immer mehr nationalistisch, immer mehr gegen die arabische Minderheit innerhalb des Staates Israels, immer mehr f&uuml;r eine Fortsetzung der Annexion der Westbank. Und deswegen kann man aus diesem Teufelskreis nicht mehr heraus, deswegen geht es von Wahl zu Wahl in die Richtung, die mehr und mehr Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die rechte, nationalistische Politik schafft.<br>\nM&uuml;ller: Das ist die Tendenz, die Sie beschreiben. Aber noch mal die Frage, warum ist das denn so gekommen, warum gibt es nicht mehr Liberale, Moderate, sagen wir in unserem Sinne, nach einem europ&auml;ischen Verst&auml;ndnis, die auf Ausgleich pl&auml;dieren, auf Ausgleich setzen?<br>\nZimmermann: Weil eben die Erziehung zum Nationalismus, die Betonung der Verteidigung, der Sicherheit, der Animosit&auml;t gegen&uuml;ber Arabern immer mehr im Vordergrund steht. Auch in der Sozialisation, in der Erziehung &ndash; wenn man schon von der Schule auf in diese Richtung erzogen wird, hat es am Ende Konsequenzen. Und die Konsequenzen findet man nachher bei den Wahlen selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wahlausgang-in-israel-historiker-die-tendenz-ist-immer.694.de.html?dram:article_id=445998\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Erinnerung an Amos Oz und Uri Avnery: Wie sich Israel ver&auml;ndert hat<\/strong><br>\nZweistaatenl&ouml;sung? Davon redet in Israel heute kaum noch jemand. Dabei w&auml;re sie eine M&ouml;glichkeit, den Nahostkonflikt zu befrieden &ndash; davon waren die im vergangenen Jahr verstorbenen Schriftsteller Amos Oz und Uri Avnery bis zuletzt &uuml;berzeugt.<br>\nNovember 1947 in New York. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen beschlie&szlig;t die Teilung Pal&auml;stinas in einen j&uuml;dischen und einen arabischen Staat &ndash; mit 33 zu 13 Stimmen. Der Schriftsteller Amos Oz war damals acht Jahre alt.<br>\n&bdquo;Ich war bis zwei Uhr morgens wach und als ich ins Bett gegangen bin, kam mein Vater mit&ldquo;, erinnerte Oz sich sp&auml;ter. &bdquo;Er erz&auml;hlte mir, dass er als Kind in Polen von Antisemiten geschlagen wurde. Und er hat mir gesagt: &sbquo;Ab heute kann es zwar sein, dass du in der Schule schikaniert oder geschlagen wirst, aber nicht mehr, weil du Jude bist. Das ist vorbei.&lsquo; Das hat mir deutlich gemacht, wie wichtig es war, einen j&uuml;dischen Staat zu schaffen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/erinnerung-an-amos-oz-und-uri-avnery-wie-sich-israel.976.de.html?dram:article_id=445934\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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