{"id":50929,"date":"2019-04-14T09:00:40","date_gmt":"2019-04-14T07:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929"},"modified":"2019-04-12T11:43:06","modified_gmt":"2019-04-12T09:43:06","slug":"hinweise-der-woche-106","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h01\">Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h02\">Wenn ein Kalter Krieger hei&szlig;l&auml;uft &ndash; Claus Kleber redet von Krieg mit Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h03\">R&uuml;stungsexport nach Saudi-Arabien genehmigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h04\">China&rsquo;s EU envoy to Europe: plot your own path, not Washington&rsquo;s<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h05\">Krise in Venezuela: Maduro l&auml;sst internationale Hilfen zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h06\">Gelbwesten-Proteste &ndash; Franz&ouml;sischer Premier verspricht Steuersenkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h07\">Schwarze Kriegskasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h08\">Private Stiftungen sind Teil des Problems, nicht der L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h09\">Steuerakrobatik gro&szlig;er Konzerne: Kapitalismus pervers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h10\">Unser Autoland, ein Irrenhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h11\">Wenn Hochqualifizierte gehen und wenig Gebildete kommen &ndash; Deutschlands doppeltes Migrationsproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h12\">Wohnungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h13\">Reichtum verpflichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h14\">Wall-Street-Milliard&auml;re rufen nach der Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h15\">Amazon-Mitarbeiter h&ouml;ren private Gespr&auml;che mit Alexa ab und fertigen Transkripte an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h16\">So zerf&auml;llt der gesellschaftliche Zusammenhalt und auch die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h17\">Altkanzler Schr&ouml;der wird 75 &ndash; &bdquo;Ich wollte immer meine eigene Situation verbessern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929#h18\">Zu guter Letzt: Braunkohlevorkommen unter Berliner Wohnungen entdeckt: CDU pl&ouml;tzlich doch f&uuml;r Enteignungen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Julian Assange<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>USA wollen Assange &ndash; die EU schweigt<\/strong><br>\nWikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange wurde in London in der Botschaft Ecuadors festgenommen &ndash; allein das schon ein fragw&uuml;rdiger Vorgang. Doch nun wird bekannt, dass &ndash; neben dem britischen Haftbefehl &ndash; ein Auslieferungsgesuch der USA vorliegt. Und die EU schweigt. [&hellip;]<br>\nWenn es um die Justiz in Polen oder Rum&auml;nien geht, nimmt die EU-Kommission kein Blatt vor den Mund. Junckers Vize Frans Timmermans mischt sich regelm&auml;&szlig;ig ein, wenn er Verst&ouml;&szlig;e gegen den Rechtsstaat wittert. Doch in UK, dem Brexit-Land? Nichts! Dabei ist die drohende Auslieferung in die USA nun wirklich ein Casus belli. Die EU kann und darf es nicht erlauben, dass Assange in ein Land ausgeliefert wird, in dem ihm die Todesstrafe droht. Das h&auml;tte sie auch schon l&auml;ngst klarmachen m&uuml;ssen. Doch statt f&uuml;r die Rechte Assanges einzutreten, haben Juncker &amp; Co. lieber weggeschaut&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/usa-wollen-assange-die-eu-schweigt\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Assange Has Been Arrested For US Extradition. The Time To Act Is Now.<\/strong><br>\nSo there you have it. Extradited for journalism. In a blur, everything that Assange and WikiLeaks have been warning about for years has been proven correct, contrary to mountains of claims to the contrary by establishment loyalists everywhere. The same government which tortured Chelsea Manning is in the process of extraditing her publisher so that they can silence him forever. Everyone who has ever denied that this was happening needs to hang their heads in shame for scoffing at a very real threat to press freedoms everywhere when they could have been opposing this obscene agenda. It&rsquo;s time for some serious soul searching. [&hellip;]<br>\nAssange is an Australian citizen. As of this writing, the Australian government has still not interceded to protect its citizen. Shame on Australia. [&hellip;]<br>\nThe US government is setting a precedent which, if carried out, will constitute a grave threat to press freedoms the world over and a greater leap in the direction of Orwellian dystopia than the Patriot Act. Shame on America. [&hellip;]<br>\nThis arrest warrant was issued under the Trump administration, in full alignment with what the Trump administration has openly been saying about its agenda to silence WikiLeaks. Shame on Trump, and shame on anyone who continues to support him. [&hellip;]<br>\nThis arrest is a Trump administration action, and has nothing to do with the 2016 Russia nonsense that Democrats have been shrieking about, yet these same Democrats who claim to oppose Trump and oppose his war on the press are currently cheerleading for Trump&rsquo;s prosecution of a journalist who told the truth. Shame on Democrats.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/caitlinjohnstone.com\/2019\/04\/11\/assange-has-been-arrested-for-us-extradition-the-time-to-act-is-now\/\">Caitlin Johnstone<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.W.:<\/strong> Sehr lesenswerter, treffender Artikel von Caitlin Johnstone.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung muss Julian Assange Asyl anbieten<\/strong><br>\nDie Bundesregierung muss alles daf&uuml;r tun, zu verhindern, dass das EU-Mitglied Gro&szlig;britannien Julian Assange an die USA ausliefert, wo ihm wegen der Enth&uuml;llung von US-Kriegsverbrechen eine lebensl&auml;ngliche Haftstrafe oder sogar die Todesstrafe droht. Angela Merkel muss Julian Assange jetzt in Deutschland politisches Asyl anbieten. Es ist unertr&auml;glich, dass Assange in gr&ouml;&szlig;ter Gefahr ist, auch weil die Bundesregierung es vers&auml;umt hat, sich in der Vergangenheit und trotz der drohenden Verhaftung f&uuml;r ihn einzusetzen&rdquo;, erkl&auml;rt Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Wagenknecht weiter:<br>\n&bdquo;Die R&uuml;cknahme des politischen Asyls f&uuml;r Julian Assange durch die Regierung Ecuadors und die Verhaftung des Wikileaks-Gr&uuml;nders durch die britische Polizei ist eine Schande und ein klarer Versto&szlig; gegen internationales Recht. Die Regierung von Ecuador hat gegen die auch von UN-Vertretern mehrfach betonte Verpflichtung versto&szlig;en, Julian Assange als politisch Verfolgten zu sch&uuml;tzen. Die Festnahme des Publizisten Julian Assange ist zugleich ein schwerer Schlag gegen unabh&auml;ngigen Journalismus, der weitreichende Folgen haben wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-muss-julian-assange-asyl-anbieten-1\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>WikiLeaks: Die bedeutendsten Ver&ouml;ffentlichungen der Enth&uuml;llungsplattform<\/strong><br>\nWikiLeaks berichtet von der wom&ouml;glich bevorstehenden Verhaftung ihres Mitbegr&uuml;nders Julian Assange, weil die Botschaft Ecuadors in London ihn in K&uuml;rze ausweisen k&ouml;nnte. RT Deutsch hat die bedeutendsten Ver&ouml;ffentlichungen von WikiLeaks zusammengestellt.<br>\nDie Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks wurde nach eigenen Angaben 2006 von Julian Assange gegr&uuml;ndet. Zu ihrer T&auml;tigkeit schreibt die Plattform:<br>\nWikiLeaks ist spezialisiert auf die Analyse und Ver&ouml;ffentlichung gro&szlig;er Datens&auml;tze von zensierten oder anderweitig eingeschr&auml;nkten offiziellen Materialien zu Krieg, Spionage und Korruption. Sie hat bisher mehr als zehn Millionen Dokumente und zugeh&ouml;rige Analysen ver&ouml;ffentlicht.<br>\nViele der Ver&ouml;ffentlichungen von WikiLeaks erregten weltweit Aufsehen und Kontroversen, sowohl wegen ihres Inhaltes als auch wegen der anonymen Arbeitsweise von WikiLeaks. Assange stand als Mitbegr&uuml;nder und langj&auml;hriger Chefredakteur der Plattform besonders in der medialen &Ouml;ffentlichkeit und in der Kritik. Anl&auml;sslich eines Ermittlungsverfahrens der schwedischen Beh&ouml;rden mit einer drohenden Festnahme und Auslieferung an die USA beantragte Assange im Juni 2012 politisches Asyl in der Botschaft Ecuadors in London, in der er sich seitdem aufh&auml;lt. Trotz der Einstellung des schwedischen Ermittlungsverfahrens im Mai 2017 w&uuml;rde Assange weiterhin von den britischen Beh&ouml;rden festgenommen und wom&ouml;glich an die USA ausgeliefert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/86844-wikileaks-die-bedeutendsten-veroeffentlichungen-der-enthuellungsplattform\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em>Lesen Sie zu dem Thema bitte auch unsere &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50922\">Hinweise des Tages Spezial zur Festnahme von Julian Assange<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wenn ein Kalter Krieger hei&szlig;l&auml;uft &ndash; Claus Kleber redet von Krieg mit Russland<\/strong><br>\nClaus Kleber schockt seine Zuschauer im ZDF-heute-Journal vom Donnerstag mit einer Falschmeldung &uuml;ber Kampfhandlungen der NATO mit Russland. Zweck der Aktion: moralisches Framing f&uuml;r h&ouml;here deutsche R&uuml;stungsausgaben. Klingt irre? Ist es auch.<br>\nClaus Kleber, seit &uuml;ber 15 Jahren Moderator des ZDF-heute-Journals und als solcher einer der bestbezahlten Journalisten des Landes, begann seine Sendung am Donnerstagabend mit einer mehr als bemerkenswerten Einleitung. Mit ernster Miene verk&uuml;ndete er den Beginn eines Krieges der NATO mit Russland:<br>\n&bdquo;Guten Abend, zu Wasser und zu Luft sind heute Nacht amerikanische, deutsche und andere europ&auml;ische Verb&uuml;ndete unterwegs nach Estland, um die russischen Verb&auml;nde zur&uuml;ckzuschlagen, die sich dort wie vor einigen Jahren auf der Krim festgesetzt haben.&ldquo;<br>\nDer Fortgang der Moderation brachte die Aufl&ouml;sung. Doch kein Krieg. Aber: Das Beschriebene sei eine &ldquo;realistische Vision&rdquo;:<br>\n&bdquo;Keine Sorge. Das ist nicht so. Das ist nur eine Vision. Aber eine realistische. So etwa m&uuml;sste n&auml;mlich im Ernstfall die Antwort der NATO aussehen auf einen Angriff auf das Territorium eines ihrer Mitgliedsstaaten. Und sei er so klein wie Estland. Wenn das in Frage gestellt scheint, w&uuml;rde die Abschreckung br&uuml;chig, die seit 70 Jahren den Frieden in Europa sichert. Das Problem ist heute, dass der Bestand des B&uuml;ndnisses zu seinem 70. Geburtstag br&uuml;chiger erscheint als jemals in seiner Geschichte. Einer bisher beispiellos erfolgreichen Geschichte.&ldquo;<br>\nDer folgende Filmbeitrag und das Korrespondentengespr&auml;ch mit dem NATO-Korrespondenten des ZDF, Stefan Leifert, verdeutlichte dann, wozu das martialisch vorgetragene Horrorszenario in Klebers Moderation diente: der moralischen Einordnung der angeblich zu niedrigen deutschen R&uuml;stungsausgaben. Diese stellten, so geht die verquere transatlantische Logik, die NATO, ihre Abschreckung gegen Russland und damit den Frieden in Europa in Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/86853-claus-kleber-wenn-ein-kalter-krieger-heisslaeuft\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50764\">Das ZDF beginnt den Dritten Weltkrieg &ndash; als &bdquo;Scherz&ldquo;, um f&uuml;r die NATO zu trommeln<\/a>&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexport nach Saudi-Arabien genehmigt<\/strong><br>\nTrotz des verl&auml;ngerten Embargos hat die Bundesregierung eine R&uuml;stungslieferung nach Saudi-Arabien genehmigt. Die Opposition ist emp&ouml;rt.<br>\nDer geheim tagende Bundessicherheitsrat hat mehrere Genehmigungen f&uuml;r den Export deutscher R&uuml;stungsg&uuml;ter erteilt. Unter den Empf&auml;ngern sind mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten auch die zwei Staaten, f&uuml;r die die Gro&szlig;e Koalition gerade ihren Lieferstopp verl&auml;ngert hat. &Uuml;ber die Genehmigungen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) den Wirtschaftsausschuss des Bundestags informiert. Das Schreiben liegt dem ZDF vor. [&hellip;]<br>\nVor zwei Wochen hat die Gro&szlig;e Koalition beschlossen, das Lieferverbot nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate bis Ende September zu verl&auml;ngern. Grund ist die Beteiligung der beiden Staaten am Jemen-Krieg.<br>\nScharfe Kritik an den Entscheidungen des Bundessicherheitsrats kommt von der Opposition. &ldquo;Der Bundesregierung kann es offensichtlich nicht schnell genug gehen mit der R&uuml;stungsproduktion f&uuml;r die Jemen-Kriegsallianz&rdquo;, sagte Sevim Dagdelen, die stellvertretende Vorsitzende der Linken-Fraktion dem ZDF: &ldquo;Dies ist vor dem Hintergrund der j&uuml;ngsten Angriffe auf jemenitische Sch&uuml;ler einfach zynisch.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/zdf-ruestungsexport-nach-saudi-arabien-genehmigt-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><strong>dazu: Tornados und Eurofighter im Jemen-Krieg<\/strong><br>\nErstmals hat die Bundesregierung zugegeben, dass Eurofighter und Tornados im Jemenkrieg eingesetzt werden. Nach Recherchen von NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; wurde vergangene Woche in einer geheim eingestuften Sitzung des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des Bundestags bekannt, dass die Bundesregierung eigene nachrichtendienstliche Erkenntnisse &uuml;ber den Einsatz von Kampfflugzeugen im Jemen hat. Demnach hat Saudi-Arabien im Krieg gegen Rebellen im Jemen sowohl Tornados als auch Eurofighter eingesetzt. Beide Kampfflugzeuge werden von Deutschland gemeinsam mit anderen L&auml;ndern wie Gro&szlig;britannien und Italien entwickelt und gebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/tornados-jemen-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Das verleiht dem Gedicht von Paul Celan eine neue Aktualit&auml;t: &ldquo;Der Tod ist ein Meister aus Deutschland &hellip;&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Der Jemen und &bdquo;der Friedhof der Imperien&ldquo;<\/strong><br>\nSeit nunmehr vier Jahren ist eine Koalition unter F&uuml;hrung Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate heillos in einen desastr&ouml;sen Krieg im Jemen verstrickt, wo die laut UN &bdquo;gr&ouml;&szlig;te humanit&auml;re Katastrophe der Welt&ldquo; w&uuml;tet. Neben der Unbeugsamkeit der Houthi-Rebellen ist der Jemen nicht zuletzt wegen seiner Geographie ein kriegsstrategischer Albtraum und hat damit das Potential, Saudi-Arabien sein &bdquo;Vietnam zu bescheren&ldquo;.<br>\nMehr als 85.000 Kinder unter f&uuml;nf Jahren wurden im seit vier Jahren w&auml;hrenden Krieg im Jemen bereits durch eine menschengemachte Hungersnot ermordet &ndash; und damit mehr als die rund 70.000 insgesamt durch Waffengewalt Get&ouml;teten. Die H&auml;lfte der jemenitischen Bev&ouml;lkerung leidet akut unter Hunger. Mit weit &uuml;ber 1,2 Millionen Infizierten w&uuml;tet kriegsbedingt die gr&ouml;&szlig;te Choleraepidemie seit Beginn der modernen Aufzeichnungen. W&auml;hrend die UN die &bdquo;gr&ouml;&szlig;te humanit&auml;re Katastrophe der Welt&ldquo; beklagt, setzt die Saudi-Emirate-Koalition unter Komplizenschaft der westlichen Wertegemeinschaft Epidemien und Hunger als Kriegswaffe ein, weshalb einige Analysten ob der Perfidie bereits Vergleiche zum Holodomor, Stalins Hunger-Genozid in der Ukraine, und der Gro&szlig;en Hungersnot der Nazis im besetzten Griechenland ziehen. Jeder historische Vergleich hinkt, doch sollten die Saudis und ihre unverbesserlichen Verb&uuml;ndeten im Westen allen voran den Vietnam-Krieg im Hinterkopf behalten, wenn sie den Ausgang ihrer Unternehmung erahnen wollen.<br>\n&bdquo;Sein Vietnam erleben&ldquo; umschreibt die Situation, in der ein &uuml;berm&auml;chtiger Aggressor von einem unterlegenen Gegner in die Knie gezwungen wird. Weder die knapp drei Millionen US-Soldaten, noch die gr&ouml;&szlig;te Chemiewaffenkampagne der Menschheitsgeschichte konnten den USA damals zum Sieg verhelfen. Die Sowjetunion erlebte ihr Vietnam in Afghanistan. Nach einer Dekade zog die Rote Armee 1989 gedem&uuml;tigt ab und Moskau musste schmerzlich lernen, dass ein Krieg in Afghanistan nicht zu gewinnen ist &ndash; so wie bereits Alexander der Gro&szlig;e, Dschingis Khan und das British Empire davor und die NATO in ihrer 18-j&auml;hrigen Katastrophe danach. Nicht umsonst wird das Land &bdquo;Graveyard of Empires&ldquo; genannt. &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-04-08\/saudi-arabiens-vietnam\/\">Justice Now<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier manifestiert sich einmal mehr das komplette Versagen des deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalismus&ldquo;, der lieber windige Geschichten zur Enth&uuml;llungsstory aufbl&auml;st wie die angebliche Steuerung der AfD durch Putin oder v&ouml;llig durchgedreht &uuml;ber einen Krieg mit Russland phantasiert, als &uuml;ber die katastrophale Lage im Jemen zu berichten. Aber bei einer kritischen Berichterstattung &uuml;ber die brutale Kriegf&uuml;hrung der Saudis im Jemen w&uuml;rden ja die Interessen der US-Oligarchie ber&uuml;hrt, das l&auml;sst man dann lieber sein. Man will ja weiter an den Fleischt&ouml;pfen sitzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>China&rsquo;s EU envoy to Europe: plot your own path, not Washington&rsquo;s<\/strong><br>\nHey, Europe: don&rsquo;t let Washington ruin our good thing.<br>\nThat was the message from China&rsquo;s top representative to the European Union, who spoke to POLITICO in the run-up to a Beijing-EU summit on Tuesday, taking place against a backdrop of growing tensions on trade and technology.<br>\nAmid last-minute preparations for the talks, which aim to salvage a bruised relationship between Brussels and Beijing, Zhang Ming urged the EU to maintain its spirit of economic openness and the level playing field for foreign companies to invest and grow inside the EU.<br>\nBut he also lamented Europe&rsquo;s toughening stance towards Beijing, pushing back against the term &ldquo;systemic rival&rdquo; adopted by European countries to describe China, arguing that such polarising language was not even used during the cold war at a time of icy relations.<br>\n&ldquo;I would disagree with that [term],&rdquo; he said.<br>\nHe added: &ldquo;In Chinese culture, rivals are bound to seek superiority over the other side &hellip; During the cold war, there also existed differences between the sides, and even then the two sides didn&rsquo;t describe each other as rivals.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/news\/china\/diplomacy\/article\/3005290\/chinas-eu-envoy-europe-plot-your-own-path-not-washingtons\">SCMP<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krise in Venezuela: Maduro l&auml;sst internationale Hilfen zu<\/strong><br>\nFast ein Viertel der Venezolaner braucht laut UN dringend Hilfe. Pr&auml;sident Maduro hatte sich aber lange geweigert, Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Nun hat er sich bereit erkl&auml;rt, mit dem Roten Kreuz zu kooperieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/venezuela-hilfen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Es ist mal wieder ein Klassiker &ouml;ffentlich-rechtlicher Berichterstattung &uuml;ber Venezuela. Schon die &Uuml;berschrift ist irref&uuml;hrend, denn Maduro hat schon zuvor Hilfslieferungen zugelassen. Es geht nat&uuml;rlich noch weiter: &ldquo;Die Bev&ouml;lkerung des &ouml;lreichen Landes leidet seit Jahren unter den Folgen der Misswirtschaft.&rdquo; Unstrittig ist, dass es unter Maduro politische Fehlentwicklungen gab und gibt, aber nat&uuml;rlich wird im Text nicht erw&auml;hnt die Blockade der USA und der Versuch der Amerikaner, die Regierung in Venezuela zu st&uuml;rzen. Denn auch darunter leidet die Bev&ouml;lkerung. Aber man sieht bei tagesschau.de eben immer nur das, was man sehen m&ouml;chte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.K.:<\/strong> Die Tagesschau schreibt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Fast ein Viertel der Venezolaner braucht laut UN dringend Hilfe. Pr&auml;sident Maduro hatte sich aber lange geweigert, Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Nun hat er sich bereit erkl&auml;rt, mit dem Roten Kreuz zu kooperieren. [&hellip;] Maduro hatte zuvor lange die Annahme von internationalen Hilfslieferungen verweigert und die venezolanische Grenze schlie&szlig;en lassen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Bereits eine kurze Suche im Netz bringt hingegen Artikel aus dem Februar zu Tage, die von einer Verdoppelung der IKRK-Hilfen f&uuml;r Venezuela berichten sowie Berichte &uuml;ber Hilfen aus China und Russland. Die L&uuml;gen werden immer dreister&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gelbwesten-Proteste &ndash; Franz&ouml;sischer Premier verspricht Steuersenkungen<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Regierung hat die Ergebnisse ihres Dialogs mit der eigenen Bev&ouml;lkerung vorgestellt. Als Konsequenz sollen die Steuern schneller sinken als geplant.<br>\nAls Konsequenz aus der in den vergangenen Wochen in Frankreich organisierten &ldquo;gro&szlig;en nationalen Debatte&rdquo; will die franz&ouml;sische Regierung schneller f&uuml;r Steuererleichterungen sorgen. Es gebe einen &ldquo;riesigen &Auml;rger &uuml;ber die Steuern&rdquo;, sagte Regierungschef &Eacute;douard Philippe bei der Vorstellung der Ergebnisse. Die Debatte habe hier eine klare Richtung vorgegeben. &ldquo;Wir m&uuml;ssen die Steuern senken, und zwar schneller&rdquo;, versprach er. Gleichzeitig m&uuml;sse die Regierung die staatlichen Ausgaben k&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-04\/gelbwesten-proteste-frankreich-edouard-philippe-steuersenkung-emmanuel-macron\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es stimmt, da&szlig; die Gelbwesten Steuersenkungen gefordert haben &ndash; und soweit es direkte Steuern (auf die Einkommen) betrifft, halte ich das f&uuml;r einen Fehler, weil Menschen mit h&ouml;heren Einkommen (relativ und absolut) wesentlich mehr Steuern sparen als solche mit den niedrigen Einkommen der meisten Gelbwesten. Daneben haben die Gelbwesten aber auch *Steuererh&ouml;hungen* gefordert, n&auml;mlich die Wiedereinf&uuml;hrung der von Macron abgeschafften Verm&ouml;gensteuer. So interpretiert Philippe die Forderungen sehr einseitig und gewohnt wirtschaftsliberal (&ldquo;Steuern senken&rdquo;) &ndash; und wenn er zus&auml;tzlich die Staatsausgaben k&uuml;rzen will, sind die Gelbwesten und andere Niedrigl&ouml;hner noch einmal die Verlierer, w&auml;hrend Macron seine Agenda der Entstaatlichung unbeirrt weiterf&uuml;hrt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Libert&eacute;, &Eacute;galit&eacute;, Flashball&ldquo;<\/strong><br>\nDie militarisierte Repression der Gelbwestenbewegung durch den franz&ouml;sischen Staat (&hellip;)<br>\nDie Gelbwesten sind unkaputtbar: Seit vier Monaten gehen im (nach Gesamtverm&ouml;gen) sechstreichsten Land der Welt jede Woche an die hunderttausend Menschen jeden Alters und Geschlechts auf die Stra&szlig;e, um f&uuml;r ihre elementarsten Rechte zu k&auml;mpfen. Eine geplante Erh&ouml;hung der Benzinsteuer diente der Bewegung als Initialz&uuml;ndung, die neoliberale Charaktermaske Macron als Katalysator. Im Nu ist die Bewegung, die einen bemerkenswerten Selbstverst&auml;ndigungs- und Politisierungsprozess durchlaufen hat, &uuml;ber ihren urspr&uuml;nglichen Anlass hinausgewachsen.<br>\nDie Kaufkraft steht jedoch auch weiterhin im Zentrum der Forderungen. Dass diese laut Statistikamt INSEE angeblich Jahr f&uuml;r Jahr steigen soll, halten viele Franzosen f&uuml;r einen absurden Witz: Viele kommen trotz Vollzeitbesch&auml;ftigung bis zum Monatsende nicht mehr &uuml;ber die Runden. Die gr&ouml;&szlig;te Sorge dieser &bdquo;unteren Schichten&ldquo; besteht mitnichten darin, wie Spiegel Online behauptet, &bdquo;Champagner und Austern&ldquo; nicht gegen &bdquo;Bier und Chips&ldquo; eintauschen zu wollen. Drei Fakten veranschaulichen den sozialen Niedergang des Landes:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Immobilienkaufkraft eines franz&ouml;sischen Durchschnittsjahreseinkommens hat sich innerhalb einer Generation halbiert (wodurch die Arbeiterschaft aus den Innenst&auml;dten und in die Dieselabh&auml;ngigkeit getrieben wurde).<\/li>\n<li>Eine aktuelle Studie der staatlichen Forschungseinrichtung Inserm (Institut national de la sant&eacute; et de la recherche m&eacute;dicale) f&uuml;hrt j&auml;hrlich zwischen 10.000 und 14.000 Todesf&auml;lle in Frankreich auf die psychischen, sozialen und gesundheitlichen Folgen der Arbeitslosigkeit zur&uuml;ck.<\/li>\n<li>2018 starben in Frankreich nach einer unvollst&auml;ndigen Z&auml;hlung der Organisation &bdquo;Les Morts de la Rue&ldquo; mindestens 566 Obdachlose elendig auf der Stra&szlig;e, darunter 50 Frauen und 13 Minderj&auml;hrige (Durchschnittsalter: 48 Jahre).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist die systemische Gewalt dieses Produktions- und Verteilungssystems, die die Menschen emp&ouml;rt und auf die Stra&szlig;e treibt. Der Staat bek&auml;mpft die Proteste mit aller H&auml;rte. Dabei kommen auch paramilit&auml;rische Waffen von Tr&auml;nengas- bis hin zu leichten Sprenggranaten zum Einsatz, die eine inzwischen nicht mehr &uuml;berschaubare Anzahl von Verletzten gefordert haben. Der wachsenden Emp&ouml;rung &uuml;ber die staatlichen Gewaltexzesse wissen Pr&auml;sident Macron und seine Regierung nichts entgegenzusetzen, als beredtes Schweigen und unertr&auml;glichen Zynismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/04\/03\/liberte-egalite-flashball1\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schwarze Kriegskasse<\/strong><br>\nBundesregierung rechnet 4,6 Milliarden Euro aus dem Milit&auml;rhaushalt heraus. Linke: &raquo;Finanzminister spielt mit gezinkten Karten&laquo;<br>\nDie Bundesregierung wird im kommenden Jahr nicht, wie sie offiziell behauptet, 45,1 Milliarden Euro f&uuml;r das Milit&auml;r ausgeben, sondern 49,7 Milliarden Euro. Dies geht aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Gesine L&ouml;tzsch (Die Linke) hervor, die junge Welt vorliegt. Die Differenz ergibt sich daraus, dass die Regierung mehrere Etatposten aus dem offiziellen Verteidigungshaushalt ausgegliedert hat, die ihm der Sache nach zugerechnet werden m&uuml;ssen. Dazu z&auml;hlen die Ausgaben f&uuml;r den Wehrbeauftragten der Bundeswehr, f&uuml;r &raquo;Friedenserhaltung und Konfliktbew&auml;ltigung&laquo; sowie f&uuml;r die &raquo;Ert&uuml;chtigung von Partnerstaaten&laquo; insbesondere im milit&auml;rischen Bereich, aber auch Aufwendungen &raquo;im Zusammenhang mit dem Aufenthalt ausl&auml;ndischer Streitkr&auml;fte&laquo; und allerlei Personal- und Sachkosten. Laut NATO-Kriterien z&auml;hlt all dies zum Wehretat. &raquo;Man glaubt es kaum: Die NATO ist ehrlicher als die Bundesregierung&laquo;, kommentierte L&ouml;tzsch gegen&uuml;ber jW: &raquo;Der Finanzminister spielt mit gezinkten Karten, wenn es um den R&uuml;stungsetat geht.&laquo; (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend die Milit&auml;rausgaben steigen, nimmt die Armut zu. Der Parit&auml;tische Gesamtverband bezifferte die Armutsquote in Deutschland zuletzt auf 16,8 Prozent &ndash; der h&ouml;chste Wert seit 1990. Dennoch s&auml;hen die Pl&auml;ne des Bundesfinanzministers das &raquo;Einfrieren der &ouml;ffentlichen Investitionen&laquo; vor, kritisierte L&ouml;tzsch Ende vergangener Woche: &raquo;Die Bundesregierung tut nichts gegen die weitere Spaltung der Gesellschaft.&laquo; Vorrang hat die Aufr&uuml;stung: Sie gilt als Voraussetzung f&uuml;r die angestrebte deutsch-europ&auml;ische Weltmachtpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/352521.bundeswehr-schwarze-kriegskasse.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eigentlich m&uuml;sste sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz sch&auml;men &ndash; von wegen Erneuerung der SPD und mehr soziale Gerechtigkeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Private Stiftungen sind Teil des Problems, nicht der L&ouml;sung<\/strong><br>\nDie Gates Foundation ist nicht die einzige Stiftung, die Spenden an Unternehmen wie Mastercard vergibt. Die Ford Foundation vergibt Spenden vornehmlich an Medienkonzerne, w&auml;hrend die gr&ouml;&szlig;te philanthropische Organisation Gro&szlig;britanniens, der Wellcome Trust, oft an pharmazeutische Konzerne spendet. Doch Geschwindigkeit und Umfang der Spenden an Unternehmen seitens der Gates Foundation haben so dramatisch zugenommen, dass selbst f&uuml;hrende Experten f&uuml;r Philanthropie das Ausma&szlig; dieser Aktivit&auml;ten nicht erfassen k&ouml;nnen. Um die Neuartigkeit dieser Darlehen an Unternehmen wie Mastercard verstehen zu k&ouml;nnen, ist es sinnvoll, sich vor Augen zu f&uuml;hren, was die Spenden der Gates Foundation nicht sind. Es handelt sich dabei nicht um kontinuierliche Zahlungen, die dazu dienen, gemeinn&uuml;tzige Zwecke zu verfolgen. (&hellip;) Es handelt sich vielmehr um Spenden zur Abschw&auml;chung von indirekten Kosten der Unternehmen. Mit ihnen k&ouml;nnen Konzerne die Kosten zur Erschlie&szlig;ung neuer M&auml;rkte gegenfinanzieren. (&hellip;) Die Spenden der Gates Foundation sind schlicht dies: Spenden. F&uuml;r die Konzerne handelt es sich um Gratisgeschenke. F&uuml;r die amerikanischen Steuerzahlerinnen jedoch handelt es sich um einen Abfluss &ouml;ffentlichen Geldes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/philanthropie-gates-stiftung-wohltaetigkeit\">Ada<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Steuerakrobatik gro&szlig;er Konzerne: Kapitalismus pervers<\/strong><br>\nGlobale Konzerne deklarieren riesige Gewinne in kleinen L&auml;ndern &ndash; und kleine Gewinne auf riesigen M&auml;rkten. So sparen sie Steuern im ganz gro&szlig;en Stil. Eine Grafik macht das Ausma&szlig; deutlich. [&hellip;]<br>\nDa haben Gro&szlig;konzerne ganz andere M&ouml;glichkeiten. Und die nutzen sie exzessiv. Vor einigen Tagen ver&ouml;ffentlichte der US-&Ouml;konom Brad Setser zwei Diagramme auf Twitter. Sie machen begreifbar, in welchem Ausma&szlig; die Konzerne sich davor dr&uuml;cken, Steuern zu zahlen. Sie zeigen ausgewiesene Gewinne von US-Unternehmen im Ausland, und zwar im Zeitraum von 1995 bis 2018. Die Praxis betreiben nicht nur amerikanische, sondern viele andere global agierende Konzerne, auch deutsche.<br>\nEin Diagramm zeigt die Gewinne der US-Unternehmen in sieben sehr gro&szlig;en M&auml;rkten wie China, Japan oder Deutschland mit insgesamt deutlich mehr als drei Milliarden Verbrauchern. L&auml;nder, in denen sich iPhones und Viagra massenhaft verkaufen. L&auml;nder, in denen Google, Facebook oder Amazon selbstverst&auml;ndliche Bestandteile des Alltags sind (mit Ausnahme von China). Die L&auml;nder also, in denen die US-Konzerne ihre Gewinne erwirtschaften &ndash; und in denen Unternehmensgewinne besteuert werden (wenn auch meist niedriger als die L&ouml;hne).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuertricks-grosser-konzerne-kapitalismus-pervers-a-1261496.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unser Autoland, ein Irrenhaus<\/strong><br>\nDas war von Bundesfinanzminister Olaf Scholz wohl nicht so geplant. Just an dem Tag, an dem aus seinem Ministerium durchsickert, dass er einen neuen Vorsto&szlig; zur massiven steuerlichen F&ouml;rderung der Elektromobilit&auml;t unternommen hat, teilt die EU-Kommission mit: Die Autokonzerne Daimler, VW und BMW haben illegale Absprachen zu Technologien der Abgasreinigung getroffen. Das Kartellverfahren der EU ist zwar noch nicht abgeschlossen. Aber es ist nun wohl nicht mehr die Frage, ob die Konzerne zahlen m&uuml;ssen. Es geht eher darum, wie teuer es wird und wie dreist sie im einzelnen Kunden, Politik und B&uuml;rger gesch&auml;digt haben.<br>\nEs ist gut, dass diese beiden Nachrichten heute zusammentreffen, macht dies doch deutlich, wie schizophren die Bundesregierung auf den Abgasskandal reagiert. Automanager haben offensichtlich wie Verbrecher die K&ouml;pfe zusammengesteckt und &ndash; sinngem&auml;&szlig; &ndash; gesagt: Keiner von uns prescht vor, keiner f&uuml;hrt die vorhandene Technik f&uuml;r wirklich saubere Diesel (Harnstoffeinspritzung) und saubere Benziner (Partikelfilter) ein. So verhindern wir erst einmal die Technik, sparen Milliarden. Ein gr&uuml;nes Image wollen wir aber trotzdem: Wir machen eine weltweite Werbekampagne f&uuml;r die &bdquo;Clean Diesel&ldquo; von VW, Audi, Porsche, BMW und Mercedes.<br>\nDer WirtschaftsWoche war der Trick mit dem Harnstoff (Adblue-Fl&uuml;ssigkeit) fr&uuml;h aufgefallen. Schon vor drei Jahren, im M&auml;rz 2016, berichtete sie: &bdquo;Nicht nur Volkswagen betr&uuml;gt bei der Abgasmessung, die gesamte deutsche Autoindustrie ger&auml;t unter Beschuss.&ldquo; Und weiter: &bdquo;Dieselgate, das sind demnach nicht nur die Softwaremanipulationen einiger weniger, sondern auch das f&uuml;r jeden aufmerksamen Automanager und Ingenieur sichtbare Knausern mit Adblue. Demnach muss das Problem mit den Abgaswerten der Dieselfahrzeuge nicht nur bei Volkswagen, sondern bei vielen Autokonzernen bis in die h&ouml;chsten Etagen bekannt gewesen sein.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung &bdquo;habe seit dem Jahr 2009 rund 5,2 Milliarden Euro f&uuml;r die F&ouml;rderung&ldquo; des E-Autos ausgegeben, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Ende vergangenen Jahres. Er sei &bdquo;ver&auml;rgert, dass daraus keine Produkte entstehen.&ldquo; Die Bundesregierung verteilt seit bald einem Jahrzehnt mit der Gie&szlig;kanne gute f&uuml;nf Milliarden Euro im Land und f&auml;ngt erst jetzt an zu fragen, was das eigentlich bringt? W&auml;hrend Scheuer noch nach den versickerten Milliarden sucht, kratzt Scholz aber schon neue Subventionsmilliarden f&uuml;r die Autoindustrie zusammen. Verstehe noch einer diese Autonation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/auto\/kartellvorwuerfe-gegen-bmw-daimler-und-vw-unser-autoland-ein-irrenhaus\/24187576.html?social=twitter&amp;Echobox=1554472629#utm_term=Autofeed&amp;utm_medium=Social&amp;utm_source=Twitter\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><strong>dazu: BMW, Daimler und VW drohen Milliardenstrafen<\/strong><br>\nAcht Jahre lang EU-Kartellvorschriften missachtet: Diesen Verdacht hat die EU-Kommission gegen&uuml;ber VW, BMW und Daimler.<br>\nDie Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde hat eine formelle Beschwerdemitteilung an die Konzerne geschickt: Ein Brief, in dem sie die Vorw&uuml;rfe detailliert begr&uuml;ndet. Die Autokonzerne haben nun die Gelegenheit, darauf zu antworten.<br>\nDie EU-Kommission hatte seit 2017 Untersuchungen angestellt, im September vergangenen Jahres wurden die dann vertieft. Bereits damals hatten sich die Anzeichen verdichtet, wie ein Sprecher von Wettbewerbskommissarin Margarete Vestager deutlich machte.<br>\n&bdquo;Auf der Grundlage des Materials haben wir uns entschieden, diesen ersten Schritt zu gehen, um zu pr&uuml;fen, ob unsere Bedenken begr&uuml;ndet sind oder nicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kartellvorwuerfe-aus-bruessel-bmw-daimler-und-vw-drohen.769.de.html?dram:article_id=445614\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wenn Hochqualifizierte gehen und wenig Gebildete kommen &ndash; Deutschlands doppeltes Migrationsproblem<\/strong><br>\nDeutschland hingegen verbindet die Auswanderung Hochqualifizierter mit der Einwanderung Geringqualifizierter. Die auf Kosten der deutschen Steuerzahler ausgebildeten Mediziner und Ingenieure maximieren ihren pers&ouml;nlichen Nutzen, was nachvollziehbar und legitim ist. Vergleicht man etwa die Arbeits- und Einkommensverh&auml;ltnisse von &Auml;rzten im deutschen Gesundheitswesen mit denen in Australien oder der Schweiz, zeigt sich, dass die Einkommen in Deutschland deutlich geringer und die Arbeitsbedingungen h&auml;ufig schlechter sind. Angestellte &Auml;rzte in leitender Funktion verdienen in Deutschland ein Drittel dessen, was f&uuml;r vergleichbare Positionen in Australien oder den USA gezahlt wird. Dort reichen Jahresgeh&auml;lter angestellter &Auml;rzte bis zu 450 000 Euro. In D&auml;nemark oder der Schweiz liegen die Geh&auml;lter immerhin beim Doppelten des deutschen Wertes.<br>\nGesundheitsminister Jens Spahn ist die Auswanderung von in Deutschland ausgebildeten &Auml;rzten ein Dorn im Auge. Wie er dies verhindern kann, weiss er aber nicht. Schwer vorstellbar erscheint, Sanktionen &uuml;ber im Ausland t&auml;tige &Auml;rzte zu verh&auml;ngen. Seltsam ist, dass die naheliegende L&ouml;sung, h&ouml;here Geh&auml;lter, nicht in Erw&auml;gung gezogen wird. Es wird schwierig bleiben, Hochqualifizierte in Deutschland zu halten, solange es im Ausland sehr viel mehr zu verdienen gibt. Die Geh&auml;lter etwa von angestellten &Auml;rzten sind in Deutschland bescheiden, zumindest im internationalen Vergleich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/deutschlands-doppeltes-migrationsproblem-zu-und-abwanderung-ld.1464988\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bei Licht betrachtet eine absurde Dimension der offenen Grenzen. Auch Deutschland verliert f&uuml;r teures Geld ausgebildete Mediziner an andere L&auml;nder und ersetzt diese dann durch &Auml;rzte aus den osteurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern. Und den Letzten bei&szlig;en sprichw&ouml;rtlich die Hunde.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Mediziner verlassen das Land<\/strong><br>\nDas Gesundheitssystem in Rum&auml;nien hat ein Problem. Trotz Lohnerh&ouml;hungen und verbesserter Jobsuche l&auml;uft dem EU-Land das Fachpersonal weg: &Auml;rzte, Pfleger, Krankenschwestern. J&auml;hrlich verlassen Tausende das Land, vor allem in Richtung Frankreich, Deutschland, Irland und Belgien.<br>\nVlad Voiculescu wei&szlig;, warum Rum&auml;niens Gesundheitssystem einfach nicht auf die Beine kommt: Der 36-j&auml;hrige Oppositionspolitiker war 2016 f&uuml;r ein knappes Jahr Gesundheitsminister, zu einer Zeit, in der eine reine Experten-Regierung in Bukarest im Amt war. Er gilt seitdem als ein beliebter Reform-Minister. Voiculescu kennt die offenkundig paradoxe Situation im rum&auml;nischen Gesundheitswesen: Junge &Auml;rztinnen und &Auml;rzte erwerben an den wenigen Universit&auml;tsklinken des Landes ihre Facharztausbildung und finden dann anschlie&szlig;end nicht einen geeigneten Job. Das Ergebnis:<br>\n&bdquo;Wir produzieren sehr viele &Auml;rzte, mehr &Auml;rzte pro Kopf der Bev&ouml;lkerung als die meisten L&auml;nder Europas. Und wir exportieren sehr viele &Auml;rzte, viel mehr als jedes andere europ&auml;ische Land. Aber wir brauchen sehr viele &Auml;rzte. Wir haben ein Defizit von 13.000 &Auml;rzten!&ldquo;<br>\nSeit sieben Jahren belegt Rum&auml;nien den vorletzten Platz in der EU was die Anzahl von &Auml;rzten pro Kopf der Bev&ouml;lkerung angeht: 276 &Auml;rzte auf hunderttausend Einwohner. J&auml;hrlich verlassen 3.500 &Auml;rzte das Land, vor allem in Richtung Frankreich, Deutschland, Irland und Belgien. Um den seit Jahren anhaltenden Exodus der &Auml;rzte aufzuhalten, suchte die derzeitige Regierung Zuflucht in deutlichen Lohnerh&ouml;hungen f&uuml;r Mediziner in staatlichen Krankenh&auml;usern. Erh&ouml;hungen um teilweise 170 Prozent.<br>\nEine Entwicklung, die Dr. Andrei Marin aufhalten wollte. Der frischgebackene Facharzt f&uuml;r plastische Chirurgie gr&uuml;ndete &ndash; noch als Assistenzarzt &ndash; einen Verein von Kolleginnen und Kollegen, um die gesetzlichen Missst&auml;nde bei der Postenvergabe f&uuml;r junge &Auml;rzte zu bek&auml;mpfen. Der Exodus halte weiterhin an, obwohl es Lohnerh&ouml;hungen und auch Verbesserung bei den Jobchancen f&uuml;r Assistenz&auml;rzte gegeben habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/aerztemangel-in-rumaenien-mediziner-verlassen-das-land.1773.de.html?dram:article_id=445728\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wohnungsnot<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Forderung nach Enteignungen schl&auml;gt politische Wellen<\/strong><br>\nAngesichts steigender Mieten in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten fordert eine Initiative die Enteignung gro&szlig;er Immobilienunternehmen. Die Debatte hat l&auml;ngst die Bundespolitik erreicht. Auch weil eine Umfrage zeigt: Die radikale Idee ist in Berlin mehrheitsf&auml;hig.<br>\n&bdquo;Deutsche Wohnen und Co. enteignen.&ldquo; Als Rouzbeh Taheri und seine Mitstreiter ihr Volksbegehren zur Enteignung gro&szlig;er profitorientierter Immobilienkonzerne vergangenes Jahr angemeldet haben, da wurden sie noch als revolution&auml;re Spinner verlacht. Ihr Credo:<br>\n&bdquo;Wir brauchen gegen&uuml;ber der Radikalit&auml;t des Marktes eine radikale L&ouml;sung. Wir haben eine realistische Chance, wir haben die Debatte in der Stadt Richtung Interessen Mieterinnen und Mieter verschoben.&ldquo;<br>\nSp&auml;testens seit diesem Wochenende ist klar: Die radikale Idee ist bei den Berliner B&uuml;rgern mehrheitsf&auml;hig, mehr als 50 Prozent sprechen in Umfragen sich f&uuml;r die Initiative aus. Und schon zum Start des Volksbegehrens am Samstag bekamen die Aktivisten 15.000 der 20.000 Unterschriften zusammen, die f&uuml;r den ersten Schritt des Enteignungsvolksbegehrens n&ouml;tig sind.<br>\nInzwischen wird auch in der Bundespolitik diskutiert, ob Enteignungen gegen Entsch&auml;digung als ultima ratio in der Wohnungspolitik infrage kommen.<br>\nGr&uuml;nen Chef Robert Habeck spricht sich eindeutig daf&uuml;r aus.<br>\n&bdquo;Ausdr&uuml;cklich ist im Grundgesetz eine Sozialverpflichtung vorgesehen. Aber nirgendwo ist im Grundgesetz vorgesehen, dass man unbegrenzte Rendite machen kann. Sondern die muss begrenzt werden und diese Begrenzung muss durchgesetzt werden. Wenn sie nicht anders durchzusetzen ist, muss man dar&uuml;ber nachdenken, ob man nicht auch enteignet.&ldquo;<br>\nEs w&auml;re absurd, wenn das Mittel der Enteignung nur angewendet w&uuml;rde, um neue Autobahmen zu bauen, aber nicht um gegen grassierende Wohnungsnot vorzugehen.<br>\nAuch Caren Ley, stellvertretende Bundesvorsitzende der Linken h&auml;lt Enteignungen f&uuml;r legitim: Das Volksbegehren und auch die bundesweiten Demonstrationen unter dem Motto &bdquo;Mietenwahnsinn&ldquo; am Samstag seien vor allem ein Misstrauensvotum gegen die Wohnungspolitik der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kampf-gegen-wohnungsnot-forderung-nach-enteignungen.1766.de.html?dram:article_id=445747\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Welcher soziale Sprengstoff sich in der immer katastrophaler werdenden Situation auf den Wohnungsmarkt verbirgt, scheint der Politik immer noch nicht ganz klar zu sein. Das oberste Ziel der Parteien des neoliberalen Konsenses von FDP bis SPD, die Gr&uuml;nen (nicht alle) scheinen hier einmal ausnahmsweise auszuscheren, ist offenbar weiter die Interessen der Immobilien- und Finanzspekulanten zu bedienen. Verantwortung f&uuml;r die Misere tr&auml;gt klar die Politik, die mit ihrem blinden der neoliberalen Ideologie hinterherlaufen hunderttausende Wohnungen in &ouml;ffentlicher Hand an Finanzinvestoren verscherbelte. Was aber w&uuml;rde z.B. dagegen sprechen die Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit, die durch die Regierung Kohl abgeschafft wurde, wieder einzuf&uuml;hren? Man kann sich nur w&uuml;nschen, dass der Protest gegen die Wohnungsnot weiter an Dynamik gewinnt. Vielleicht sehen wir sogar den Beginn einer deutschen Gelbwestenbewegung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>N&uuml;chtern bleiben<\/strong><br>\nDer Zirkus um das Berliner Volksbegehren &raquo;Deutsche Wohnen und Co. enteignen&laquo; zeigt, wie verdreht Kategorien und Ma&szlig;st&auml;be des politischen Personals inzwischen sind: CDU-Generalsekret&auml;r Paul Ziemiak ist &raquo;fassungslos&laquo;; Th&uuml;ringens CDU-Chef Mike Mohring meint: &raquo;Sozialismus pur&laquo;; Hans Reichhart (CSU), Bauminister in Bayern, will die &raquo;schwachsinnige Debatte&laquo; schnell beenden; CSU-Generalsekret&auml;r Markus Blume wei&szlig;, dass &raquo;sozialistische Ideen&laquo; noch nirgendwo &raquo;funktioniert&laquo; haben.<br>\nLinke sollten hier ganz n&uuml;chtern bleiben. &raquo;Sozialistisch&laquo; ist an dem Berliner Vorsto&szlig; gar nichts. Die Initiatoren wollen die Eigent&uuml;mer grundgesetzkonform &raquo;entsch&auml;digen&laquo;, wenn auch &raquo;unterhalb des Marktwerts&laquo;. Am Ende st&uuml;nde so zwar ein politischer Preis, aber eben doch ein Kauf. Und so radikal, um mit dem Gedanken zu spielen, die Wohnungskonzerne zu dem Tarif zu entsch&auml;digen, mit dem das westdeutsche Kapital nach 1990 von der Treuhand Grundst&uuml;cke, Geb&auml;ude und Betriebe im Osten der Republik erworben hat, sind sie nicht. Damals gingen Industriekombinate mit Mann und Maus f&uuml;r eine &raquo;symbolische D-Mark&laquo; &uuml;ber den Ladentisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/352665.n%C3%BCchtern-bleiben.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Volksbegehren &ldquo;Deutsche Wohnen enteignen&rdquo;<\/strong><br>\nDie anhaltenden Mietsteigerungen seien f&uuml;r viele Berliner nicht mehr zu stemmen, sagte Michael Pr&uuml;tz, Mit-Initiator des Volksbegehrens &ldquo;Deutsche Wohnen enteignen&rdquo;, im Dlf. Etwaige Entsch&auml;digungszahlungen zu leisten, sei f&uuml;r den Berliner Landeshaushalt &ldquo;kein Problem&rdquo;.<br>\nZagatta: Herr Pr&uuml;tz, 20.000 Unterschriften ben&ouml;tigen Sie jetzt in einem ersten Schritt, was ja eigentlich kein Problem sein sollte. Von was gehen Sie aus, bekommen Sie die heute schon zusammen?<br>\nPr&uuml;tz: Es ist gut m&ouml;glich, dass wir die heute schon zusammenbekommen, aber vielleicht dauert es noch ein, zwei Tage. Die Unterst&uuml;tzung, die wir in der Stadt erfahren, ist riesig, also das wird &uuml;berhaupt kein Problem sein.<br>\nZagatta: Aber wenn Sie damit und mit den Enteignungen vielleicht sogar erfolgreich sind, bringt das ja keine einzige Wohnung mehr &ndash; das Argument haben wir ja geh&ouml;rt. Lohnt sich da der ganze Aufwand?<br>\nPr&uuml;tz: Wir haben das auch nie behauptet, dass neue Wohnungen dadurch entstehen, aber wir sagen, durch die Enteignung werden 400- bis 500.000 Mieterinnen und Mieter in der Stadt gesch&uuml;tzt, gewinnen Planungs- und Lebenssicherheit, und infolge dieser Enteignung werden sich auch kleinere Vermieter mehr an die vern&uuml;nftigen Regeln halten, die wir alle wollen.<br>\nZagatta: Da sagen aber die gro&szlig;en Unternehmen, also beispielsweise die Deutsche Wohnen, sie gehe sehr vern&uuml;nftig vor. Also das Unternehmen sagt, seine Mieten seien vergleichsweise g&uuml;nstig. Ist das so falsch?<br>\nPr&uuml;tz: Alle Konzerne sagen, dass ihre Mieten bei ca. 6,60 Euro liegen, das ist nat&uuml;rlich normal, sie sagen aber nicht &ndash; das sagen sie nur in ihren Gesch&auml;ftsberichten &ndash;, dass das Mietsteigerungspotenzial in den n&auml;chsten Jahren in Berlin bei 50 Prozent liegt. Das hei&szlig;t also, drei, vier Euro Nettokaltmiete mehr, das ist das, was sie anstreben, und das ist f&uuml;r die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner &uuml;berhaupt nicht leistbar.<br>\nZagatta: Was nutzt Ihnen jetzt, wenn Sie die Stimmen zusammenbekommen, aber der Berliner Senat da nicht mitzieht? B&uuml;rgermeister M&uuml;ller hat ja klar gesagt, dass er nichts von diesen Enteignungen h&auml;lt.<br>\nPr&uuml;tz: Der Senat ist unterschiedlicher Auffassung, die drei Regierungsparteien haben eine differente Meinung zu dieser Angelegenheit. Und es wird keinen Einspruch des Senates geben gegen das Volksbegehren, dann m&uuml;ssten sich n&auml;mlich alle drei Senatsparteien einig sein, dass sie das Volksbegehren ablehnen und vor das Verfassungsgericht bringen. Das werden sie nicht tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/volksbegehren-deutsche-wohnen-enteignen-berlin-ist-eine.694.de.html?dram:article_id=445649\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Vier Argumente gegen die Enteignung von Wohnungen &ndash; und warum sie falsch sind<\/strong><br>\nIn Berlin findet ein Volksbegehren zur Enteignung gro&szlig;er privater Wohnungskonzerne rege Beteiligung. Dass ein solches Ansinnen auch auf massiven Widerspruch st&ouml;&szlig;t, &uuml;berrascht nicht. Wie frei von Sachkenntnis die Gegenargumente sind, &uuml;berrascht hingegen schon.<br>\nIn Berlin sind, mehr noch als anderswo, die Mieten in den letzten Jahren massiv angestiegen, und sie tun es weiterhin. Wie eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft j&uuml;ngst gezeigt hat, steigen die Mieten bei den gro&szlig;en Wohnungskonzernen dabei besonders stark. Kein Wunder, dass schon innerhalb der ersten sieben Stunden 15.000 Menschen f&uuml;r das Volksbegehren &raquo;Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen&laquo; unterschrieben haben. Ben&ouml;tigt werden im ersten Schritt 20.000 Unterschriften, die Aussichten sind also gut. Ziel der Initiative ist es, alle Wohnungsunternehmen, die mehr als 3000 Wohnungen besitzen, gegen Entsch&auml;digung zu enteignen.<br>\nEs sind vor allem Liberale, Konservative und Rechte sowie die Wirtschaftslobby des Landes, die sich strikt gegen das Volksbegehren und gegen Enteignungen aussprechen. Aber auch bei SPD und Gr&uuml;nen gibt es, neben vereinzelter Zustimmung, zahlreiche kritische Stimmen. Es lohnt sich, die vier h&auml;ufigsten Gegenargumente unter die Lupe zu nehmen &ndash; dann zeigt sich: &Uuml;berzeugen k&ouml;nnen sie nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/vier-argumente-gegen-die-enteignung-von-wohnungen-und-warum-sie-falsch-sind--2302.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50816\">Keine Angst vor Enteignungen &ndash; sie kommen ja doch nicht<\/a>&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Reichtum verpflichtet<\/strong><br>\nBei aller Sch&ouml;nrederei der sozialen Lage in Deutschland, die uns von interessierter Seite immer wieder begegnet, sind sich so gut wie alle Sozialverb&auml;nde, Fachverb&auml;nde und schlie&szlig;lich der DGB v&ouml;llig einig: Wir haben ein unertr&auml;gliches Ma&szlig; an Armut in diesem reichen Deutschland. Die Armut ist auf traurigem Rekordhoch. Mehr als 13 Millionen Menschen m&uuml;ssen nach dem j&uuml;ngsten Armutsbericht des Parit&auml;tischen zu den Armen gez&auml;hlt werden. Nie waren es mehr seit 1990.<br>\nUnd ein weiteres eint uns als B&uuml;ndnis: F&uuml;r uns f&auml;ngt Armut nicht erst an, wenn Menschen in ihrer physischen Existenz bedroht sind, wenn sie gezwungen sind, Flaschen zu sammeln oder auf der Stra&szlig;e leben. In dieser tief gespaltenen Wohlstandsgesellschaft muss auch dann von Armut gesprochen werden, wenn Menschen auf Grund unzureichenden Einkommens systematisch ausgegrenzt sind vom Leben in der Mitte, wenn sie abgeh&auml;ngt sind, weil sie nicht mehr mithalten k&ouml;nnen. Unter den Armen sind mehr als zwei Millionen Kinder, &uuml;ber zwei Millionen Arbeitslose, fast drei Millionen Rentnerinnen und Rentner und sogar fast vier Millionen Erwerbst&auml;tige.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/352726.reichtum-verpflichtet.html\">Ulrich Schneider in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wall-Street-Milliard&auml;re rufen nach der Sozialdemokratie<\/strong><br>\nIrgendetwas l&auml;uft schief, wenn Systemkritik von den f&uuml;hrenden K&ouml;pfen des Systems kommt. Innerhalb einer Woche haben der Chef der gr&ouml;&szlig;ten US-Bank und der Gr&uuml;nder der gr&ouml;&szlig;ten Hedgefonds-Gesellschaft Streitschriften verfasst, in denen sie vor &ldquo;Revolution&rdquo; und &ldquo;Sozialismus&rdquo; warnen und Reformvorschl&auml;ge machen, um Amerikas Kapitalismus vor sich selbst zu retten.<br>\nJamie Dimon (63), seit 2006 an der Spitze von JPMorgan Chase, Bestverdiener an der Wall Street und inzwischen Milliard&auml;r, nutzte den Jahresbericht seiner Bank zu einem 50-seitigen Brief an die Aktion&auml;re &uuml;ber die politische Weltlage.<br>\nRay Dalio (69), mit seiner Hedgefonds-Firma Bridgewater ebenfalls noch spitze im Geldverdienen und pers&ouml;nlich 18 Milliarden Dollar schwer, legte in zwei Posts auf LinkedIn seine Analyse der gesellschaftlichen Krise dar. Er selbst habe einfach Gl&uuml;ck gehabt, schreibt Dalio, der mit 12 sein erstes selbst verdientes Geld an der damals boomenden B&ouml;rse investierte &ndash; als Kind aus wohlgeh&uuml;teten Verh&auml;ltnissen. Der Kapitalismus sei der beste denkbare Motivator, funktioniere aber f&uuml;r die Mehrheit in Amerika nicht mehr.<br>\nAls Investor sehe er, dass &ldquo;das Geld sich an der Spitze staut&rdquo; &ndash; zu viel f&uuml;r die wenigen, zu wenig f&uuml;r die vielen. Dalio schreibt von &ldquo;sich selbst verst&auml;rkenden Spiralen: aufw&auml;rts f&uuml;r die Besitzenden, abw&auml;rts f&uuml;r die Besitzlosen&rdquo;. Das sprenge nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern wirke auf Dauer auch unproduktiv. Wenn in den kommenden Jahren keine Koalition zwischen Kapitalisten und Sozialisten gelinge, um gerechtes Wachstum zu sichern, &ldquo;werden wir irgendeine Art von Revolution erleben, die praktisch jedem schadet&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/artikel\/ray-dalio-und-jamie-dimon-warnen-vor-sozialismus-a-1261877.html\">manager magazin<\/a>\n<p><strong>dazu: Das kapitalistische System muss mit Nachdruck reformiert werden<\/strong><br>\nDie reichsten M&auml;nner der USA fordern bessere Bedingungen f&uuml;r Normalverdiener. Die Politik sollte genau hinh&ouml;ren. Einfacher als jetzt wird es nicht mehr werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/meinung\/kommentar-das-kapitalistische-system-muss-mit-nachdruck-reformiert-werden\/24191866.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin E.R.:<\/strong> Es scheint wohl manchen zu d&auml;mmern, dass die Massenverelendung immer mehr zu einer tickenden Zeitbombe wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Amazon-Mitarbeiter h&ouml;ren private Gespr&auml;che mit Alexa ab und fertigen Transkripte an<\/strong><br>\nAmazon l&auml;sst zum Teil Mitarbeiter aufgezeichnete Kommandos von Nutzern an seine Assistenzsoftware Alexa anh&ouml;ren und abtippen, um die Spracherkennung zu verbessern. Der Konzern best&auml;tigte die Vorgehensweise am Donnerstag dem Finanzdienst Bloomberg. Die Informationen w&uuml;rden &ldquo;streng vertraulich&rdquo; behandelt. Amazon will mit dem Verfahren die Spracherkennung verbessern.<br>\n&ldquo;Wir versehen nur eine sehr geringe Auswahl an Alexa-Sprachaufnahmen mit Kommentaren, um das Kundenerlebnis zu verbessern&rdquo;, so eine Amazon-Stellungnahme gegen&uuml;ber Bloomberg. Die Nachrichtenagentur hatte die Methode in einem Bericht enth&uuml;llt. Bloomberg zufolge wird diese Arbeit an diversen Standorten rund um die Welt erledigt, unter anderem in Boston, Costa Rica, Indien und Rum&auml;nien. Laut zwei Mitarbeitern in Bukarest schlagen sie dort pro Schicht bis zu 1.000 Mitschnitte um. Ein Mitarbeiter aus Boston sagte, er habe zum Beispiel Aufzeichnungen mit den Worten &ldquo;Taylor Swift&rdquo; analysiert und sie mit der Anmerkung versehen, dass die Nutzer die S&auml;ngerin meinten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/04\/11\/amazon-mitarbeiter-hoeren-private-gespraeche-mit-alexa-ab-und-fertigen-transkripte-an\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>So zerf&auml;llt der gesellschaftliche Zusammenhalt und auch die Demokratie<\/strong><br>\nFrau Wagenknecht. Sie haben ihren R&uuml;ckzug aus der ersten Reihe der Linksfraktion angek&uuml;ndigt, nachdem sie zwischenzeitlich &ldquo;ziemlich ausgebrannt&rdquo; waren. Wie befreit f&uuml;hlen Sie sich heute? Welche Last ist da von Ihnen abgefallen?<br>\nEs geht mir sehr viel besser, der extreme Druck ist weg, auch wenn ich nat&uuml;rlich immer noch relativ viele Termine habe, denn noch bin ich ja Fraktionsvorsitzende. Und auch danach werde ich politisch aktiv bleiben, denn es ist mir nat&uuml;rlich nicht egal, wohin sich unser Land entwickelt. Ich m&ouml;chte mich nur auf einer anderen Ebene einmischen, wieder mehr publizieren, neue Ideen in die Debatte bringen.<br>\nWoran hat es gelegen, dass der Stress so gro&szlig; wurde? Haben sie sich mit Fraktionsf&uuml;hrung und der Gr&uuml;ndung von &ldquo;Aufstehen&rdquo; &uuml;bernommen? Oder haben die innerparteilichen Machtk&auml;mpfe zu viel Kraft gekostet?<br>\nDa kam viel zusammen. &ldquo;Aufstehen&rdquo; ist f&uuml;r mich eine sehr spannende Erfahrung gewesen, weil es etwas v&ouml;llig Neues war und ich erlebt habe, wie viele Menschen, die sich teilweise noch nie politisch engagiert haben, sich pl&ouml;tzlich mit grosser Leidenschaft einbringen. Deshalb hat diese Bewegung trotz aller Anfangsschwierigkeiten auch eine Perspektive. Aber, klar, es war auch viel Arbeit &ndash; zus&auml;tzlich zum Fraktionsvorsitz. Und hinzu kamen die zerm&uuml;rbenden Konflikte in der Partei. Irgendwann war ich so ausgebrannt, dass es einfach nicht mehr ging.<br>\nSie sagen, sie wollen ein &ldquo;politischer Mensch&rdquo; bleiben. Wo wird der Schwerpunkt Ihrer Arbeit liegen?<br>\nWenn man sich die Entwicklung unserer Gesellschaft ansieht, kann einem angst und bange werden, wie viele Zukunftsfragen verschlafen werden und an wie vielen Stellen die Weichen falsch gestellt sind. Das betrifft die digitalen Technologien, die derzeit so eingesetzt werden, dass sie einem gef&auml;hrlichen &Uuml;berwachungskapitalismus den Weg bereiten. Das betrifft die ungebrochene Verschwendung nat&uuml;rlicher Ressourcen durch die Wegwerfwirtschaft. Und es betrifft ganz zentral die soziale Frage. Jeder wei&szlig;: Die Gesellschaft ist tief gespalten, sozial, aber auch kulturell. Wir haben unterschiedliche Milieus, die sich kaum noch begegnen und sich immer weniger zu sagen haben. So zerf&auml;llt der gesellschaftliche Zusammenhalt und auch die Demokratie.<br>\nSie haben unl&auml;ngst in Hamburg auch Enteignungen von Immobilienbesitzern gefordert. Warum so radikal?<br>\nEnteignung, das klingt nach Staatswillk&uuml;r und Unrecht. Aber wenn man genau hinguckt, haben wir heute im Immobilienbereich st&auml;ndige Enteignungen, n&auml;mlich der Mieterinnen und Mieter. Finanzinvestoren kaufen hunderttausende Wohnungen auf und treiben die Mieten nach oben, um ihren Anteilseignern zweistellige Renditen auszusch&uuml;tten. Bei der &ldquo;Deutsche Wohnen&rdquo; etwa liegt die Rendite aktuell bei 18 Prozent. Bei den H&auml;usern dagegen werden oft notwendige Investitionen unterlassen, oder man setzt auf Luxusmodernisierungen, um einkommensschwache Familien gezielt zu vertreiben. Das elementare Recht auf Wohnen ist zu einem Spekulationsobjekt geworden. Das muss gestoppt werden. Grundg&uuml;ter wie Wohnen, Gesundheit und Pflege geh&ouml;ren nicht in die H&auml;nde hemmungsloser Renditej&auml;ger. Das sind &ouml;ffentliche Aufgaben. Und wo Eigentum zum Schaden der Allgemeinheit eingesetzt wird, sieht das Grundgesetz die &Uuml;bernahme in die Gemeinwirtschaft ausdr&uuml;cklich vor.<br>\nZu einem weiteren Streitthema: Sie haben in der Fl&uuml;chtlingsdebatte von Kapazit&auml;tsgrenzen gesprochen. Werden Sie &ndash; im Gegensatz zu vielen anderen Linken &ndash; weiter f&uuml;r einen eher restriktiven Kurs in der Migrationspolitik k&auml;mpfen?<br>\nVerfolgte haben Anspruch auf Schutz, dieses Asylrecht darf nicht ausgeh&ouml;hlt werden. Aber es ist eine gro&szlig;e L&uuml;ge, dass man Armut in der Dritten Welt bek&auml;mpft, indem man Migration f&ouml;rdert. Das Gegenteil ist der Fall. Denn es verlassen nicht die &Auml;rmsten ihre L&auml;nder, sondern eher die Mittelschicht und die etwas besser Ausgebildeten. Das verst&auml;rkt die Armut vor Ort, w&auml;hrend es den Unternehmen bei uns billige Arbeitskr&auml;fte verschafft und so die L&ouml;hne unter Druck setzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2862.so-zerf%C3%A4llt-der-gesellschaftliche-zusammenhalt-und-auch-die-demokratie.html?\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Altkanzler Schr&ouml;der wird 75 &ndash; &bdquo;Ich wollte immer meine eigene Situation verbessern&ldquo;<\/strong><br>\nVon den Deutschen verlangte er mehr Eigenverantwortung und proklamierte die Agenda 2010. Heute ist Altkanzler Schr&ouml;der zum f&uuml;nften Mal verheiratet, pflegt seine Freundschaft zum russischen Pr&auml;sident Putin und &auml;rgert die SPD mit seinen Kommentaren.<br>\nDa, ein Ball auf saftig gr&uuml;nem Rasen. Ein Fernsehteam hat ihn da hingelegt. Gerhard Schr&ouml;der kann es nicht lassen: &bdquo;Pass auf! Das war &sbquo;ne Flanke f&uuml;r&rsquo;n Kopfball.&ldquo;<br>\nDa ist er wieder, der junge Fu&szlig;baller: schnell, kopfballstark, Kampfname &bdquo;Acker&ldquo;. Auf dem Platz ist nicht wichtig, dass der Junge aus einer bitterarmen Familie kommt und seinen Vater nie gesehen hat.<br>\n&bdquo;Meine Mutter hat uns sehr liebevoll allein aufgezogen, obwohl sie wegen Arbeit &ndash; sie hat lange als Putzfrau gearbeitet &ndash; nur wenig Zeit hatte. Wir waren also sehr fr&uuml;h auf uns selbst angewiesen.&ldquo;<br>\n&bdquo;Meine eigene Situation verbessern&ldquo;<br>\nDie Familie lebt auf dem Land, im Nordosten des heutigen Nordrhein-Westfalen. Gerd, der am 7. April 1944 auf die Welt kommt, lernt Kaufmann, macht sein Abi nach, studiert, wird Rechtsanwalt. Und verspricht Mutter Erika: &bdquo;Vielleicht schaffe ich das dann noch, dass ich dich mal mit &sbquo;nem Mercedes abholen kann.&ldquo;<br>\nWas ihn antreibt?<br>\n&bdquo;Ich wollte immer meine eigene Situation verbessern, vor allen Dingen &uuml;ber Bildung und &uuml;ber Wissen. Aber ich wollte es eben nicht nur f&uuml;r mich, ich wollte es auch f&uuml;r andere. Und deshalb bin ich zur Politik gegangen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/altkanzler-schroeder-wird-75-ich-wollte-immer-meine-eigene.2165.de.html?dram:article_id=445701\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Verkl&auml;ren des Alt-Kanzlers Schr&ouml;der &uuml;bernehmen die Medien wie der Deutschlandfunk offenbar selbst gerne. Zur Motivation von Herrn Schr&ouml;der: Erst die eigene Situation verbessern und dann &ldquo;Eigenverantwortung fordern, mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern&rdquo;. Asozialer geht es wohl kaum noch.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Merz lobt Schr&ouml;der in h&ouml;chsten T&ouml;nen f&uuml;r Agenda-Politik<\/strong><br>\nFriedrich Merz hat die wirtschaftspolitischen Leistungen von Gerhard Schr&ouml;der gelobt. Die aktuell gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sei in erster Linie dem SPD-Altkanzler zu verdanken, erkl&auml;rte Merz.<br>\n&bdquo;Schr&ouml;der hat gezeigt, dass man als Bundeskanzler nicht lange Zeit im Amt bleiben muss, um Gro&szlig;es zu leisten: Die Vollbesch&auml;ftigung von heute verdankt unser Land in erster Linie diesem Bundeskanzler und seiner erfolgreichen Agenda 2010&ldquo;, sagte Merz der &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;. Er &auml;u&szlig;erte sich anl&auml;sslich des 75. Geburtstages Schr&ouml;ders an diesem Sonntag.&ldquo;40,9 Prozent und 38,5 Prozent &ndash; diese Wahlergebnisse hat die SPD mit Gerhard Schr&ouml;der erreicht&ldquo;, sagte Merz weiter. &bdquo;Damals war die SPD noch Volkspartei &ndash; und man muss kein Sozialdemokrat sein, um ihr heutiges Erscheinungsbild mit Bedauern und Sorge zu betrachten.&ldquo; Schr&ouml;der habe Deutschland in seinen sieben Amtsjahren &bdquo;mit Mut und Weitsicht&ldquo; gef&uuml;hrt: &bdquo;Es gab f&uuml;r ihn wichtigere Dinge als sein Amt des Bundeskanzlers. Allerdings: Auch nach dem Verlassen des Bundeskanzleramts geh&ouml;rt man sich nicht wieder ganz allein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/a.msn.com\/r\/2\/BBVHaKm?m=de-de&amp;referrerID=InAppShare\">Rheinische Post<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Noch irgendwelche Fragen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Braunkohlevorkommen unter Berliner Wohnungen entdeckt: CDU pl&ouml;tzlich doch f&uuml;r Enteignungen<\/strong><br>\n&Uuml;berraschender Richtungswechsel in der Debatte &uuml;ber Enteignungen von Wohnungskonzernen in Berlin: Nachdem unter mehreren Wohngebieten in lukrativer Lage gro&szlig;e Kohlevorr&auml;te gefunden wurden, hat sich die Union nun pl&ouml;tzlich doch f&uuml;r Enteignungen ausgesprochen. Zuvor hatten Probebohrungen ergeben, dass sich unter den Stadtteilen Prenzlauer Berg, Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg etwa 5 Milliarden Tonnen Braunkohle in g&uuml;nstiger Abbautiefe befinden. &ldquo;Das ist f&uuml;r die Besitzer sicher nicht sch&ouml;n, aber in so einem Fall muss der Staat von seinem grundgesetzlich verbrieften Recht Gebrauch machen und zur Not auch Zwangsenteignungen durchf&uuml;hren&rdquo;, erkl&auml;rte etwa CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die sich zuvor noch daf&uuml;r ausgesprochen hatte, die schwierige Wohnsituation in Berlin ausschlie&szlig;lich &ldquo;mit den Mitteln des Marktes&rdquo; zu beheben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2019\/04\/enteignungen.html?fbclid=IwAR0veLgC8U0U52JQr09WIvbg3CDqpTp1mJviM7ptHCED5823YT0GqrFH7Z8\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50929\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-50929","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50929","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50929"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50929\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50932,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50929\/revisions\/50932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}