{"id":5095,"date":"2010-04-08T08:35:01","date_gmt":"2010-04-08T07:35:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5095"},"modified":"2014-08-07T13:47:58","modified_gmt":"2014-08-07T11:47:58","slug":"schulen-der-civil-courage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5095","title":{"rendered":"Schulen der Civil-Courage"},"content":{"rendered":"<p>Angesichts von immer mehr Missbrauchsf&auml;llen an vielen Orten, in vielen Kontexten, verursacht von Personen,  die zur Verhinderung berufen sein sollten,  selbst aber zu T&auml;tern, zu Mitwissern und  zu Verschweigenden wurden, sage und fordere ich:<br>\nwir brauchen SCHULEN DER CIVIL-COURAGE! Von Otto Herz<br>\n<!--more--><\/p><p>Bevor ich zu den geforderten SCHULEN DER CIVIL-COURAGE Weiteres sage, m&ouml;chte ich etwas anders anfangen und etwas weiter ausholen. <\/p><p>Der Club of Rome, 1968 von dem Industriellen Aurelio Peccei gegr&uuml;ndet, ist ein feiner Club. <\/p><p>Ihm geh&ouml;ren handverlesene Personen aus der ganzen Welt aus Wissenschaft und Wirtschaft, aus Politik und Kultur an, wobei niemand ein offizielles hohes politisches Amt  zur Zeit der Mitgliedschaft innehaben darf. <\/p><p>Weltber&uuml;hmt ist der Club of Rome, quasi &uuml;ber Nacht, mit seinem Weltbestseller geworden, der auf Dennis L. Meadows zur&uuml;ckgeht und 1972 erschienen ist.<\/p><p>Der Titel: <em>Limits of growth.<\/em> &ndash; Grenzen des Wachstums.<\/p><p>Wachstum, so kurz gefasst der Inhalt, ist kein L&ouml;sungsmittel globaler Probleme, wie immer angenommen wurde und immer wieder behauptet wird, sondern ein Problem-Erzeugungs-Weg&hellip;<\/p><p>Die Welt war durch diese Botschaft Ende der 70iger Jahre des letzten Jahrhunderts schockiert. Der Menschheit wurde damit der mentale Boden, auf dem sie sich eingerichtet hatte, Wachstum hei&szlig;e per se Wohlstand, unter den F&uuml;&szlig;en weggezogen.<\/p><p>Doch was nutzte der Schock &ndash; ausgel&ouml;st durch einen Welt-Bestseller?<\/p><p>Dieser Frage ging ein weiterer Bericht an den Club of Rome nach, der sieben Jahre sp&auml;ter erschien, der aber eher kaum bekannt geworden ist. <\/p><p>Dieser neue Bericht besch&auml;ftigte sich mit der Frage von &bdquo;Zukunft und Lernen&ldquo;.<br>\nDenn es zeigte sich: selbst wenn Informationen weltweit verbreitet und auch aufgenommen werden, muss das noch nicht zu einem ver&auml;nderten Handeln f&uuml;hren.<\/p><p>Der Mensch ist vorz&uuml;glich in der Lage, alles ihm durchaus bekannte Wissen zu vergessen und zu verdr&auml;ngen und nicht zum Ma&szlig;stab seines Handelns zu machen.<\/p><p>Sollte und soll etwas wirklich anders werden, dann m&uuml;sste der Mensch und die Menschheit nicht nur wissen, dann m&uuml;ssen sie LERNEN. <\/p><p>Im Bericht &bdquo;Zukunft und Lernen&ldquo; mit dem bezeichnenden Obertitel DAS MENSCHLICHE DILEMMA wird folgendes herausgearbeitet:<\/p><p>Die Menschheit lernte die l&auml;ngste Zeit in ihrer Geschichte nach dem Prinzip des SCHOCK-Lernens. Erst nach den gr&ouml;&szlig;ten Katastrophen widmete und widmet man sich deren Ursachen und versucht, die Folgen der Katastrophen zu beseitigen. Heute d&uuml;rfen wir in diesem Zusammenhang zum Beispiel an HAITI denken&hellip;<\/p><p>Weil sich die Menschheit aber vielleicht zu viele Schocks nicht mehr leisten kann, es k&ouml;nnte ja mal ein letzter gewesen sein, pl&auml;diert der Club of Rome f&uuml;r einen Wandel des traditionellen Lernens hin zu einem innovativen Lernen, vom SCHOCK-Lernen hin zu einem ANTIZIPATIVEN Lernen.<\/p><p>Einem Lernen, das Gefahren vorausschauend erkennt, genau und hellsichtig in den Blick nimmt &ndash; und dann sich auf die Kompetenzen konzentriert, die dazu beitragen, dass entsprechende Katastrophen erst gar nicht mehr eintreten, zumindest Fr&uuml;hwarnsysteme geschaffen werden, um Katastrophen-Vermeidung rechtzeitig betreiben zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Warum erinnere ich an diesen &bdquo;Bericht f&uuml;r die achtziger Jahre&ldquo; &ndash; des letzten Jahrhunderts?<\/p><p>Zur Zeit ist die Welt der P&auml;dagogik und weit &uuml;ber die P&auml;dagogik hinaus, bis zum Papst und bis zu Pr&auml;sidenten, im weitesten Sinne also, geschockt.<\/p><p>Missbrauch, Missbrauch, Missbrauch &ndash; gerade dort, wo Kinder und Jugendliche unterst&uuml;tzt und begleitet werden sollten und sollen, mit Vernunft und Zuversicht aufzuwachsen. <\/p><p>Priester und P&auml;dagogen, gedacht als Anw&auml;lte f&uuml;r Kinder, werden zu den Sch&auml;ndigern der Kinder.<\/p><p>Auf &bdquo;Erziehungs-Inseln&ldquo;, seien es Familien, Sportvereine, Kl&ouml;ster oder Internate wurde und wird sicher auch derzeit bisweilen ers&auml;uft, was gerade dort gesch&uuml;tzt und gest&auml;rkt werden sollte:<\/p><p>Wachsamkeit und Achtsamkeit, Respekt und R&uuml;ckenst&auml;rkung vor jeder Person und f&uuml;r jede Person. Je kleiner die Kinder, desto mehr. <\/p><p>Ich bin Sch&uuml;ler der Odenwaldschule. Die Jahre, in denen ich dort als &bdquo;Industriestipendiat&ldquo; sein durfte, die Jahre 1962 &ndash; 1965, Jahre also vor denen, die jetzt als die &bdquo;Jahre des Missbrauchs&ldquo; in die 100j&auml;hrige Geschichte dieses europaweit ausstrahlenden Beispiels einer fortschrittlichen Reformp&auml;dagogik eingehen werden, diese Jahre und den Ort bezeichne ich f&uuml;r mich als die &bdquo;Jahre und den Ort meiner zweiten Geburt&ldquo;.<\/p><p>Es waren die Jahre meiner geistigen und sozialen Befreiung, es waren Jahre der Ermunterung und Ermutigung sich in lebensbejahender Weise in die gesellschaftlichenSchl&uuml;ssel-Probleme und Schl&uuml;ssel-Prozesse einzumischen. Empathisch und Emphatisch. Sach- und selbstkritisch. Immer im Geiste von welt-weit zu denkender Humanit&auml;t und konkreter Solidarit&auml;t im Kleinen und im Gro&szlig;en.<\/p><p>Meine Religionslehrerin hie&szlig; Trude. Sie wurde von den meisten geduzt. Sie war bald nach 1933 aus dem Hitlerdeutschland nach England emigriert und engagierte sich dort im Widerstand gegen den sich ausbreitenden Hitler-Faschismus in Deutschland. Sie hatte einen theologischen Aufsatz gegen das Hitlersche F&uuml;hrertum geschrieben. Fortan musste sie mit Repressalien rechnen. Da war es besser, rechtzeitig das Heimat-Land zu verlassen, bevor es den gewaltsamen Tod h&auml;tte bedeuten k&ouml;nnen.<\/p><p>Nach dem Ende des Schreckens, nach dem Ende des II. Weltkriegs kam Trude, wie mehrere andere meiner Lehrerinnen und Lehrer auch,aus dem Widerstand nach Deutschland zur&uuml;ck. Auf und an die Odenwaldschule. Das neue Deutschland, das demokratische Deutschland mit aufzubauen, aufzubauen durch Erleben im Zusammenleben, durch Lehren und Lernen, durch Erkennen und Handeln, das war ihr Hauptantrieb ihrer P&auml;dagogikund der meisten P&auml;dagogen, die ich nur bestens in Erinnerung habe.<\/p><p>Diese Karl-Barth-Sch&uuml;lerin Trude hatte mir, wie ich nach ihrem Tode erfuhr, ihre umfangreiche theologische Bibliothek mit vielen Schriften der Bekennenden Kirche vererbt. <\/p><p>So viel zur derzeit attackierten N&auml;he zwischen Lehrern und Sch&uuml;lern auf der Odenwaldschule, die aber absichtsvoll gerade nicht Sch&uuml;ler und Lehrer hie&szlig;en, sondern Kameraden &ndash; ohne jede Kameraderie &ndash; und Mitarbeiter, gleich in welcher Rolle:ob in der K&uuml;che, ob in der Landschaftspflege, ob in Werkst&auml;tten, ob im schulischen Lehren und lernen, ob im Zusammenleben in der gro&szlig;en Schulgemeinde oder in deren Untergliederung, in so genannten &bdquo;Familien&ldquo;. Von Trude habe ich &ndash; signiert &ndash; DAS MENSCHLICHE DILEMMA erhalten. Den Bericht an den Club of Rome. &Uuml;ber Zukunft und Lernen.<\/p><p>Seit dieser Lekt&uuml;re in den 80iger Jahren trete ich darum f&uuml;r ein vorausschauendes, f&uuml;r ein antizipatorisches Lernen ein; ich k&auml;mpfe gegen die Beschr&auml;nkung auf das SCHOCK-Lernen. <\/p><p>Und was hei&szlig;t das nun angesichts der SCHOCK-Wellen, die wegen Missbrauch, vor allem sexuellem Missbrauch der verschiedensten Art mit Schutzbefohlenen, durch die Republik rollen? Oft auch l&uuml;stern die Details sprachlich auskostend?<\/p><p>Schulen sind viel zu h&auml;ufig Orte der Anpassung, ja, auch oft der Unterdr&uuml;ckung. Schon das Wort &bdquo;unter-richten&ldquo; l&auml;sst mich immer an Untertanen denken &hellip; Ich versuche es daher zu meiden. In befreiender P&auml;dagogik geht es um das Auf-Bauen, nicht um das unter- richten; nat&uuml;rlich schon gar nicht um das ab- richten, das freilich das Handlungsprinzip in den Diktaturen war und ist. <\/p><p>Es gibt sicher mehr Missbrauch durch zu gro&szlig;e Ferne und zu gro&szlig;e Distanz, Missbrauch durch Miss-Achtung, durch Gleichg&uuml;ltigkeit, denn durch zu gro&szlig;e N&auml;he, die die Achtung und Achtsamkeit verletzt.<\/p><p>Nat&uuml;rlich darf nie der eine Missbrauch gegen den anderen ausgespielt und aufgerechnet werden. Missbrauch ist Missbrauch. Ihn <em>in allen Formen<\/em> zu verhindern ist unser Auftrag.<\/p><p>Wenn wir aber aus dem gegenw&auml;rtigen Schock-Lernen heraus  und zu einem innovativen und antizipatorischen Lernen kommen wollen, dann brauchen wir SCHULEN DER CIVIL-COURAGE.<\/p><p>Was ich mit CIVIL-COURAGE meine habe ich auf Plakate und Postkarten gedruckt und versuche, sie vor allem auch in Schulen zu bringen. <\/p><p><strong>Menschen<\/strong><br>\n<strong>die hinsehen, statt wegzuschauen;<\/strong><br>\n<strong>die den Mund aufmachen, wo andere Schweigen;<\/strong><br>\n<strong>die sich einmischen, wo andere sich heraushalten;<\/strong><br>\n<strong>die nicht nur im breiten Strom des &Uuml;blichen,<\/strong><br>\n<strong>sondern auch bewusst gegen den Strom schwimmen;<\/strong><br>\n<strong>die immer mal wieder bereit sind,  selbst pers&ouml;nliche Nachteile in Kauf zu nehmen, um gr&ouml;&szlig;ere Nachteile f&uuml;r andere und f&uuml;r das Gemeinwesen zu verhindern;<\/strong><br>\n<strong>solche Menschen zeigen CIVIL-COURAGE.<\/strong><\/p><p>Es gibt schon solche Schulen der CIVIL-COURAGE.<br>\n(Wer sich daf&uuml;r interessiert, kann sich gerne an mich wenden.)<\/p><p>Praktisch gehen sie so vor:<\/p><ul>\n<li>Alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler aber auch alle Lehrerinnen und Lehrer und alle Eltern \tund der Hausmeister und die Schulsekret&auml;rin und Interessierte aus der Nachbarschaft \thaben einladend gestaltete Karten, auf denen sie notieren k&ouml;nnen &ndash; z. B.:\n<\/li>\n<li>Ich schlage Antoinette oder Berit,<br>\n\tClaus oder Donovan f&uuml;r eine Auszeichnung f&uuml;r CIVIL-COURAGE vor, \n<ul>\n<li>weil sie sich gegen moppende Mitsch&uuml;ler gewehrt haben;<\/li>\n<li>weil sie sich hilfesuchend an die Elternvertreterin gewandt haben wegen anz&uuml;glicher Ann&auml;herung &ndash; von wem auch immer;<\/li>\n<li>weil sie die Dealerei mit verbotenen Drogen &uuml;ber eine Hotline angezeigt haben;<\/li>\n<li>weil, weil, weil &hellip;.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul><p>Diese Karte geht an eine Jury, mit Namen oder anonym.  Die Jury pr&uuml;ft die Vorschl&auml;ge. Meist sind es vor allem Vorschl&auml;ge der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler. Denn niemand kennt so das wirkliche Leben einer Schule  wie die Kinder und Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ggfs. recherchiert die Jury nach. <\/p><p>Dann gibt es eine &ndash; mindestens halbj&auml;hrlich, in manchen Schulen viertelj&auml;hrliche &ndash; &ouml;ffentliche Auszeichnungsfeier, wo die, die den kleinen Mut im Alltag gezeigt haben, in Offenheit ausgezeichnet werden. Die Auszeichnung nehmen oft anerkannte, ja, prominte Personen von au&szlig;erhalb der Schule vor. <\/p><p>Denn CIVIL-COURAGE <em>ist<\/em> ausgezeichnet und darum <em>geh&ouml;rt<\/em> sie auch ausgezeichnet. Nur so, durch das aktive Aufmerksammachen aller und durch die &ouml;ffentliche W&uuml;rdigung wird eine KULTUR DER CIVIL-COURAGE wachsen und sich verbreiten. <\/p><p>CIVIL-COURAGE ist die wichtigste B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgertugend.Sie ist aber immer auch die am meisten gef&auml;hrdetste. Dass sie in Sonntagsreden gelobt wird verhindert nicht, dass sie in den Alltagen mit F&uuml;&szlig;en getreten wird. <\/p><p>CIVIL-COURAGE f&auml;llt nicht vom Himmel. Sie ist in unseren Genen auch nicht vorprogrammiert. Wir alle aber k&ouml;nnen sie lernen. <\/p><p>Zum Beispiel in und durch SCHULEN DER CIVIL-COURAGE. In und durch Schulen, in denen hingeschaut und nicht weggeguckt wird. In denen Minderheiten gesch&uuml;tzt werden und Mehrheiten nicht nur bestimmen k&ouml;nnen. In denen das Prinzip des Lebens und Lernens auf gleicher Augenh&ouml;he nicht missachtet, sondern gepflegt und kultiviert, aufgebaut und ausgebaut wird. In denen Widerstand, auch Einzelner, mehr gilt als das konforme Mitmachen der Vielen.<\/p><p>Nur so kommen wir heraus, dass Schocks erst entstehen m&uuml;ssen, die weitere Schocks nach sich ziehen.<\/p><p>Antizipation ist gefragt.<br>\nSie ist viel wichtiger als die nachtr&auml;gliche Bestrafung, von der wir doch wissen, dass sie wohl manches Gewissen beruhigen, aber nichts wirklich wieder gut machen kann. <\/p><p>Ich durfte dieses Denken und ein entsprechendes Handeln auf der Odenwaldschule meiner Zeit lernen. Durch endlose Diskussionen in diesem Soziotop, das nicht weltabgeschieden, sondern ungew&ouml;hnlich weltroffen war. Durch Diskussionen und Diskurse: ebenso kontrovers wie konstruktiv. Unter den Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern. Unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zwischen den Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. <\/p><p>Wenn die gegenw&auml;rtigen Schock-Wellen, ausgel&ouml;st durch den schrecklichen und verbreiteten Missbrauch, dazu f&uuml;hren, dass der Geist der CIVIL-COURAGE zum bestimmenden Schul-Geist und zum Geist in vielen Ecken und Winkeln und vielleicht sogar auf den Stra&szlig;en und Pl&auml;tzen dieser Gesellschaft wird, dann h&auml;tten wir etwas gelernt.<br>\n<em>Gelernt f&uuml;r eine bessere Zukunft.<\/em><\/p><p>Der Autor <a href=\"http:\/\/www.otto-herz.de\/\">Otto Herz<\/a> <em>studierte nach dem Abitur Psychologie, P&auml;dagogik, etwas Philosophie, etwas Theologie &ndash; in Hamburg und Konstanz. In Hamburg war er Initiator der Aktion &ldquo;Student in die Betriebe&rdquo;. 1967\/68 war Otto Herz stellvertretender Vorsitzender des vds (verband deutscher studentenschaften). 1970 bis 1980 Mitarbeiter in der Universit&auml;t Bielefeld. Er war beteiligt am Aufbau der Laborschule und des Oberstufen-Kollegs. 1980 bis 1982 Bundesvorsitzender der Gemeinn&uuml;tzigen Gesellschaft Gesamtschule (GGG) und von 1981 bis 1984 letzter &ldquo;Oberleiter&rdquo; der Hermann Lietz-Schule, dem Gr&uuml;ndungsinternat der Deutschen Landerziehungsheime. Danach ging Herz als wissenschaftlicher Mitarbeiter ans Institut f&uuml;r Interkulturelle Erziehung und Bildung, Freie Universit&auml;t Berlin. Ab 1987 war er im Landesinstitut f&uuml;r Schule und Weiterbildung, Soest\/NRW, t&auml;tig f&uuml;r das Projekt &ldquo;Gestaltung des Schullebens und &Ouml;ffnung von Schule&rdquo; (G&Ouml;S), f&uuml;r COMED e.V., den Verein zur F&ouml;rderung von Community-Education, und war Leiter der Arbeitsstelle Praktisches Lernen, Universit&auml;t Dortmund. 1993 bis 1997 Mitglied im Gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Bundesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Vorstandsbereich Schule. Seitdem ist er freiberuflich t&auml;tig. <\/em> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts von immer mehr Missbrauchsf&auml;llen an vielen Orten, in vielen Kontexten, verursacht von Personen, die zur Verhinderung berufen sein sollten, selbst aber zu T&auml;tern, zu Mitwissern und zu Verschweigenden wurden, sage und fordere ich:<br \/> wir brauchen SCHULEN DER CIVIL-COURAGE! Von Otto Herz<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[151,199,202],"tags":[545],"class_list":["post-5095","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildungspolitik","category-kirchen-religionen","category-postwachstumskritik","tag-sexueller-missbrauch"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5095","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5095"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5095\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5108,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5095\/revisions\/5108"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5095"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5095"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5095"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}