{"id":50988,"date":"2019-04-16T08:26:13","date_gmt":"2019-04-16T06:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988"},"modified":"2019-04-16T08:26:13","modified_gmt":"2019-04-16T06:26:13","slug":"hinweise-des-tages-3348","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h01\">Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h02\">Deutschland ist stark im Griff einer konservativen Wirtschaftselite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h03\">Konterrevolution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h04\">So informiert die NZZ unter &laquo;Meinung &amp; Debatte&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h05\">TTIP reloaded? EU-Ministerrat beschlie&szlig;t neue Verhandlungen mit USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h06\">Private k&ouml;nnen es besser als der Staat? Von wegen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h07\">Zoll kriegt Probleme bei Geldw&auml;sche-Spezialeinheit nicht in den Griff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h08\">Plattformkapitalismus und der neue Traum vom freien Markt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h09\">Ein rechtlicher Rubikon ist &uuml;berschritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h10\">Deutsche horten so viel Gold wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h11\">Immobilienbesitzer werden immer reicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h12\">Armes Deutschland, reiches Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h13\">Das Schimpfen auf die Miet-Haie ist verlogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h14\">Sch&ouml;ngerechnet: Wie Regierung und Arbeitsagentur bei den Arbeitslosenzahlen tricksen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h15\">Sollen Minijobber in Zukunft mehr als 450 Euro verdienen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h16\">Viele Extraw&uuml;nsche, wenig Leistung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h17\">Fr&uuml;hlingserwachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50988#h18\">Breitscheidplatz: Wie lange wurde der Anschlag vorbereitet? Und von wem?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Julian Assange<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Solidarit&auml;t mit Assange<\/strong><br>\nDer Journalist und Wiki&shy;leaks-Gr&uuml;nder Julian Assange ist seit f&uuml;nf Tagen im Gef&auml;ngnis HMP Belmarsh im Osten Londons eingesperrt. Der Hochsicherheitsknast ist ber&uuml;chtigt, wurde von BBC bereits als &raquo;britische Version von Guantanamo&laquo; bezeichnet, nachdem etliche Menschen dort ohne Anklage oder Gerichtsverfahren auf unbestimmte Zeit festgehalten worden waren. Am Montag versuchten drei Parlamentarierinnen, Assange einen Besuch abzustatten: die Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen und Heike H&auml;nsel von der Partei Die Linke sowie die spanische EU-Abgeordnete Ana Miranda (Gr&uuml;ne). Vergeblich, sie mussten vor den Toren ausharren, die Bitte um Einlass blieb vom britischen Innenministerium unbeantwortet. Dabei hatten die Politikerinnen bereits die Erlaubnis, Assange zu treffen &ndash; von der ecuadorianischen Botschaft, aus der der Enth&uuml;llungsjournalist am Donnerstag vergangener Woche nach sieben Jahren des Asyls von britischen Beamten verschleppt worden war. Dagdelen sollte am selben Tag zu ihm vorgelassen werden, H&auml;nsel und Miranda am Montag.<br>\nDie USA haben bereits ein Auslieferungsgesuch f&uuml;r den 47j&auml;hrigen Australier gestellt, da Assange in den Vereinigten Staaten wegen Verschw&ouml;rung zum Angriff auf Regierungscomputer angeklagt ist. Mit der Whistleblowerin Chelsea Manning soll er angeblich ein Passwort geknackt haben. Manning hatte Wikileaks 2010 &ndash; damals noch als Bradley Manning &ndash; Hunderttausende geheime Milit&auml;rdokumente zukommen lassen. Assanges Anw&auml;lte wollen eine Auslieferung unbedingt verhindern. (&hellip;)<br>\nDagdelen, H&auml;nsel und Miranda bezeichneten am Montag in einer Erkl&auml;rung Assanges Inhaftierung als &raquo;eklatanten Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht&laquo;, die Anklage komme einem &raquo;Rachefeldzug&laquo; gleich. Dieser sei ein &raquo;gef&auml;hrlicher Pr&auml;zedenzfall, durch den Journalisten aus aller Welt, einschlie&szlig;lich EU-B&uuml;rger, an die USA ausgeliefert werden k&ouml;nnten, wenn die Berichterstattung als ein Risiko f&uuml;r die nationale Sicherheit der USA interpretiert wird&laquo;. Gleichzeitig verurteilten die Politikerinnen vor dem Belmarsh-Gef&auml;ngnis die &raquo;Schmutz- und Verleumdungskampagne&laquo;, mit der die &ouml;ffentliche Meinung beeinflusst werden solle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/353096.pressefreiheit-solidarit%C3%A4t-mit-assange.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Eine ma&szlig;geschneiderte Anklage gegen Assange<\/strong><br>\nDer Weg f&uuml;r eine Auslieferung von Julian Assange an die USA sei frei, sagte der Strafrechtler Nikolaos Gazeas im Dlf. Die Anklage der USA gegen den Wikileaks-Gr&uuml;nder sei gezielt daf&uuml;r erhoben worden. Auch ein Asyl-Angebot eines europ&auml;ischen Staates k&ouml;nne Assange nicht helfen.<br>\nChristoph Heinemann: Die Londoner Polizei hat Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange aufgrund eines Auslieferungsantrages der US-Beh&ouml;rden festgenommen. Die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden wollen Assange vor Gericht stellen. Wikileaks hatte geheimes Material der ehemaligen Mitarbeiterin der US-Armee Manning ver&ouml;ffentlicht. Aus Schweden wird nun berichtet, die Anw&auml;ltin einer Frau, die behauptet, 2010 von Assange vergewaltigt worden zu sein, wolle diesen Fall jetzt in Schweden neu aufrollen.<br>\nIn dieses Durcheinander wollen wir jetzt mit Nikolaos Gazeas Ordnung bringen. Er ist Anwalt f&uuml;r internationales Strafrecht und Lehrbeauftragter an der Universit&auml;t K&ouml;ln, bei uns jetzt im Studio. Guten Morgen!<br>\nHeinemann: Also nur, weil sich da jetzt etwas ge&auml;ndert hat innerhalb der Botschaft. &ndash; Unter welchen Bedingungen kann Julian Assange ausgeliefert werden?<br>\nGazeas: Die Auslieferung richtet sich hier nach dem Auslieferungsvertrag, der zwischen den USA und Gro&szlig;britannien besteht. Das ist ein Vertrag aus dem Jahre 2003. Grunds&auml;tzlich muss man hier hinzuf&uuml;gen, dass die Auslieferungsbeziehungen zwischen den USA und dem Vereinigten K&ouml;nigreich gute sind. Das hei&szlig;t, die L&auml;nder arbeiten gut und vertrauensvoll zusammen.<br>\nUnd wenn man sich die Anklage anschaut, die hier gegen Herrn Assange erhoben wurde &ndash; sie ist vor kurzem gestern auch vom Departement of Justice, dem zust&auml;ndigen Justizministerium ver&ouml;ffentlicht worden &ndash;, dann hat man den Eindruck, dass dies eine ma&szlig;geschneiderte Anklage ist, gezielt nur f&uuml;r diese Auslieferung. Denn es fehlen dort Straftatbest&auml;nde, die alle mal die letzten Jahre im Raum kursierten, vor allem Delikte, die in den Bereich des Staatsschutzes, des Spionage-Act gehen, Spionagedelikte. All diese Delikte sind herausgenommen.<br>\nDas mag den einen oder anderen wundern. Bei Licht betrachtet ist das jedoch ein ganz kluger Schachzug der Amerikaner, denn das w&auml;ren alles Delikte, die entweder gro&szlig;e rechtliche Fragen aufgeworfen h&auml;tten, oder nicht auslieferungsf&auml;hige Taten w&auml;ren, weil sie als politische Straftaten zu beurteilen w&auml;ren.<br>\nDas, worum es jetzt geht in der Anklage, der Straftatbestand, der ihm vorgeworfen wird, das ist eine auslieferungsf&auml;hige Tat. Konkret wird Assange hier beschuldigt, er habe Chelsea Manning geholfen, das Passwort eines Computernetzwerks zu knacken. Diese Tat ist kein politisches Delikt und &ouml;ffnet insoweit den Weg f&uuml;r eine Auslieferung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wikileaks-gruender-in-haft-eine-massgeschneiderte-anklage.694.de.html?dram:article_id=446159\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da darf man gespannt sein ob die &bdquo;europ&auml;ischen Werte&ldquo; wirklich gelten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu die &Uuml;bersetzung englischer Artikel aus den gestrigen Hinweisen (aus dem Englischen &uuml;bersetzt von Manuela Hahn)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Viele Demokraten und Liberale jubeln &uuml;ber Assanges Verhaftung. Das ist t&ouml;richt.<\/strong><br>\nDie versuchte Auslieferung und Verfolgung des WikiLeaks-Gr&uuml;nders Julian Assange durch die Vereinigten Staaten sollte eine deutliche Emp&ouml;rung ausl&ouml;sen. Die US-Regierung hat eindeutig die Absicht, diejenigen zu bestrafen, die besch&auml;mende Geheimnisse &uuml;ber ihre Handlungen enth&uuml;llen, und es k&ouml;nnte einen Pr&auml;zedenzfall schaffen, der Journalisten &uuml;berall bedrohen w&uuml;rde. Und doch tun viele von denen, die sich f&uuml;r Assanges Sache einsetzen und die Anklage verurteilen sollten, genau das Gegenteil. Viele Liberale und Mainstream-Journalisten jubeln unerkl&auml;rlicherweise, dass Assange bestraft werden soll.<br>\nEs gab viel &uuml;bertriebene Schadenfreude &uuml;ber Assanges Verhaftung. Im &ldquo;Atlantic &rdquo; sagte Michael Weiss, Assange &rdquo; bek&auml;me, was er verdiene &ldquo;. Einige demokratische Politiker geifern regelrecht nach der M&ouml;glichkeit, ihn zu verfolgen. Hillary Clinton sagte, dass Assange &ldquo;f&uuml;r das, was er getan hat, zur Verantwortung gezogen werden muss&rdquo;. Charles Schumer sagte, er hoffe, dass Assange &ldquo;bald f&uuml;r seine Einmischung in unsere Wahlen im Namen von Putin und der russischen Regierung zur Rechenschaft gezogen wird&rdquo;. Dianne Feinstein fordert seit 2010, dass Assange in die USA gebracht und dort strafrechtlich verfolgt wird. Der demokratische Senator von West Virginia, Joe Manchin, ging noch weiter, mit dem wirklich beunruhigenden Kommentar, &ldquo;jetzt [ist Assange] unser Eigentum und wir k&ouml;nnen die Fakten und die Wahrheit von ihm bekommen&rdquo;. Auch Bernie Sanders sprach sich nicht daf&uuml;r aus, Assange zu verteidigen, sondern entschied sich f&uuml;r das gleiche sch&auml;ndliche Schweigen, das er schon zur Inhaftierung der Informantin Chelsea Manning an den Tag gelegt hatte. Auch die anderen Kandidaten f&uuml;r 2020, mit Ausnahme von Mike Gravel und Tulsi Gabbard, sind ruhig geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2019\/apr\/14\/democrats-liberals-assange\">The Guardian<\/a><\/p>\n<p><strong>Julian Assange schmachtet im Gef&auml;ngnis, w&auml;hrend seine journalistischen Kollegen ihre Gewinne einfahren.<\/strong><br>\nW&auml;hrend JULIAN ASSANGE im Belmarsh-Gef&auml;ngnis im S&uuml;den Londons schmachtet, w&auml;gt ein britisches Gericht sein Schicksal ab. Der 48-j&auml;hrige australische Gr&uuml;nder von Wikileaks sitzt f&uuml;r das kleinere Verbrechen, eine Kaution nicht zu stellen, indem er 2012 Asyl in der ecuadorianischen Botschaft suchte, um eine Auslieferung an Schweden zu vermeiden. Seine damalige Bef&uuml;rchtung war, dass die Schweden, die seit langem die &Uuml;berstellung von Verd&auml;chtigen unterst&uuml;tzen, die von den USA gesucht werden, ihn direkt &uuml;ber den Atlantik schicken w&uuml;rden. Nun, da er seine diplomatische Zuflucht verloren hat, haben 70 britische Parlamentsmitglieder beantragt, Assange nach Schweden zu entsenden, falls die Staatsanw&auml;lte dort den Fall, den sie 2017 abgeschlossen haben, wieder aufnehmen. Die gr&ouml;&szlig;ere Bedrohung f&uuml;r seine Freiheit ist die Auslieferungsforderung des Justizministeriums der Vereinigten Staaten, das ihn in den USA vor Gericht stellen wird, weil er sich angeblich mit Chelsea Manning verschworen hat, um einen Regierungscomputer zu hacken.<br>\nDie USA bestehen darauf, dass Assange nicht mit der Todesstrafe belegt wird. Wenn das der Fall w&auml;re, k&ouml;nnte Gro&szlig;britannien, wie auch andere europ&auml;ische Staaten, ihn nicht dorthin ausliefern. Die H&ouml;chststrafe f&uuml;r das &ldquo;Hacking&rdquo; betr&auml;gt f&uuml;nf Jahre, aber es gibt keine Garantie daf&uuml;r, dass er nach seiner Ankunft in den USA nicht mit zus&auml;tzlichen Anklagen gem&auml;&szlig; dem Spionagegesetz von 1917 konfrontiert wird, welches Pr&auml;sident Barack Obama bereits gegen neun Personen genutzt hat, wegen Weitergabe geheimer Informationen an die &Ouml;ffentlichkeit. Die Strafe f&uuml;r diese Straftat k&ouml;nnte Tod oder lebenslanges Gef&auml;ngnis sein. Wenn Assange im US-Bundesgerichtssystem landet, wird er vielleicht nie wieder gesehen.<br>\nSein wahrscheinlichstes Ziel ist das &ldquo;Alcatraz of the Rockies&rdquo;, auch bekannt als die United States Penitentiary Administrative Facility (ADMAX) in Florenz, Colorado. Zu den 400 H&auml;ftlingen geh&ouml;ren der Unabomber Ted Kaczynski, der Boston-Marathon-Terrorist Dzhokhar Tsarnaev, der vom FBI vermittelte russische Spion Robert Hanssen und der Co-Bomber Terry Nichols aus Oklahoma City. Das Gef&auml;ngnisregime ist so r&uuml;cksichtslos wie seine H&auml;ftlinge: 23 Stunden t&auml;gliche Gefangenschaft in einer Betonbox mit einem Fenster von vier Zoll Breite, sechsmal Bettenkontrolle am Tag  mit einer siebten am Wochenende, eine Stunde Bewegung in einem Au&szlig;enk&auml;fig, Duschen, die Wasser in einmin&uuml;tigen Spritzg&auml;ngen und &ldquo;Shakedowns&rdquo; nach Ermessen des Gef&auml;ngnispersonals verspr&uuml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2019\/04\/14\/julian-assange-languishes-in-prison-as-his-journalistic-collaborators-brandish-their-prizes\/\">The Intercept<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschland ist stark im Griff einer konservativen Wirtschaftselite<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Finanzminister Norbert Walter-Borjans, der &ldquo;Robin Hood der Steuerehrlichen&rdquo;, &uuml;ber Steuerkriminalit&auml;t und -gerechtigkeit, Wirtschaftswissenschaft und Nutzung von Twitter.<br>\nSie gehen hart ins Gericht mit Lobbyorganisationen wie z.B. der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, INSM, und dem Bund der Steuerzahler, BdSt. e.V., die unter dem Siegel des eingetragenen gemeinn&uuml;tzigen Vereins nach Ihrer Auffassung lediglich bestimmte Interessen finanzkr&auml;ftiger gesellschaftlicher Gruppen vertreten. Insbesondere der Bund der Steuerzahler hebt immer wieder auf durchaus vorkommende Fehlinvestitionen der &ouml;ffentlichen H&auml;nde ab, ohne darauf hinzuweisen, dass Fehlinvestitionen in privatwirtschaftlich gef&uuml;hrten Unternehmungen ebenfalls vorkommen. Sie heben ausdr&uuml;cklich hervor, dass durch deren &Ouml;ffentlichkeitsarbeit &ldquo;Normalverdiener f&uuml;r die Interessen der Bezieher hoher Einkommen in Stellung gebracht&rdquo; werden. Partikularinteressen werden zudem auch nicht selten von steuerlich beg&uuml;nstigten Stiftungen vertreten. Viele Kritiker stellen aus diesen Gr&uuml;nden die Gemeinn&uuml;tzigkeit solcher Organisationen in Frage. Halten Sie daher erneute Anpassungen im Vereinsrecht und\/oder im Stiftungsrecht f&uuml;r geboten oder sehen Sie andere Gegenma&szlig;nahmen?<br>\nNorbert Walter-Borjans: Gegen das seri&ouml;se Offenlegen der Fehlverwendung von Steuermitteln ist nichts einzuwenden. Selbstverst&auml;ndlich gibt es auch kritikw&uuml;rdigen Umgang mit Steuermitteln &ndash; genauso, wie es Missmanagement in Privatunternehmen gibt, f&uuml;r das auch die Besch&auml;ftigten und Konsumenten zu bezahlen haben. Es hilft aber nichts, mit dem Finger auf den jeweils anderen zu zeigen. Verbesserungsbedarf gibt es immer &ndash; hier wie da.<br>\nWas der Bund der Steuerzahler und die INSM betreiben, zielt aber auf die Distanzierung der B&uuml;rger von ihrem Staat ab, um mehr Privatisierung den Weg zu ebnen. Wir haben oft genug erfahren, wem das am Ende n&uuml;tzt und wem es schadet. Mich st&ouml;rt, dass diese Lobbyverb&auml;nde die Steuerzahler mit irref&uuml;hrender Zahlenakrobatik im Endeffekt gegen deren eigene Interessen mobilisieren. Das werden wir aber nicht &auml;ndern, indem wir das verbieten, sondern indem wir die Zerrbilder entlarven und f&uuml;r eine starke Gegenlobby sorgen, die die Interessen der kleinen Einkommen und der wirklichen Mitte vertritt.<br>\nDass die Nichtregierungs-Organisationen, die sich daf&uuml;r einsetzen, sich derzeit massiver Attacken und Versuchen ausgesetzt sehen, ihnen die Gemeinn&uuml;tzigkeit zu entziehen, w&auml;hrend die finanziell bestens ausgestatteten Wirtschaftsverb&auml;nde unangetastet bleiben, ist ein absolutes Unding.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Deutschland-ist-stark-im-Griff-einer-konservativen-Wirtschaftselite-4366065.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Konterrevolution<\/strong><br>\nEU-Skeptiker wie die AfD oder das Rassemblement National k&ouml;nnten bei der Europawahl deutlich zulegen. Der Politologe Jan Zielonka macht f&uuml;r das Erstarken dieser Parteien vor allem die liberale Elite verantwortlich. Und er fordert einen grundlegenden Umbau der EU.<br>\nF&uuml;r Zielonka hat vor allem die neoliberale Wirtschaftspolitik ihren Auftrag verfehlt. Er kritisiert staatliche Bankenrettungen, Steueroasen und die Privatisierung &ouml;ffentlicher Dienste. Der Euro hat laut Zielonka au&szlig;erdem nicht zu einer Angleichung zwischen den &ouml;konomisch st&auml;rkeren und schw&auml;cheren L&auml;ndern gef&uuml;hrt, sondern die Kluft noch versch&auml;rft. Griechenland und Zypern, schreibt der geb&uuml;rtige Pole, seien de facto keine souver&auml;nen Staaten mehr. Es sind bemerkenswerte Worte, die auch von weit links stammen k&ouml;nnten. Die Klage &uuml;ber den selbst verursachten Verfall liberaler Politik in Europa ist ein wiederkehrendes Element in Zielonkas Buch:<br>\n&bdquo;Im Europa der sechziger und siebziger Jahre drehte sich der liberale Diskurs um den Sozialstaat und die Vorstellung, gegenseitige Verantwortung und Gemeinsinn seien die Mittel, um die individuelle Entwicklung zu unterst&uuml;tzen. [&hellip;] Liberale d&uuml;rfen nicht nur &uuml;ber Individuen und deren Freiheit denken und reden. Sie sollten anfangen, ernsthaft &uuml;ber soziale Verantwortung und ihr Potenzial zur Sicherung liberaler Freiheiten nachzudenken.&ldquo;<br>\nNeben der R&uuml;ckbesinnung auf die Kerngedanken des Liberalismus pl&auml;diert Zielonka f&uuml;r eine grundlegende Reform der EU-Strukturen. Eine tragf&auml;hige B&uuml;rgerbeteiligung etwa lie&szlig;en diese bis heute vermissen. Verst&auml;rkt werde die Legitimationskrise durch die Macht nichtgew&auml;hlter Gremien wie der EU-Kommission. Deren Noch-Pr&auml;sident Jean-Claude Juncker ist in den Augen Zielonkas nicht mehr als ein &bdquo;visionsloser Technokrat&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jan-zielonka-konterrevolution.1310.de.html?dram:article_id=446000\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>So informiert die NZZ unter &laquo;Meinung &amp; Debatte&raquo;<\/strong><br>\nPolitische Meinungsmache und Einflussnahme in anderen L&auml;ndern? So tun es die USA und die NATO &ndash; bis in die Spalten der NZZ hinein.<br>\nDie Seite heisst &laquo;Meinung &amp; Debatte&raquo;. Da erwartet man als Leser oder Leserin vor allem andere Ansichten, als sie im &uuml;brigen Teil der Zeitung vorherrschen. Das allerdings ist beileibe nicht immer der Fall. Die NZZ benutzt diese Seite ebenso gerne, um zu zeigen, dass auch Nicht-NZZ-Autoren die NZZ-Meinung vertreten.<br>\nSo ein Beispiel war auch am Samstag, 1. September 2018, wieder zu sehen. &laquo;Meinung &amp; Debatte&raquo;, &laquo;Vier Punkte f&uuml;r einen Fortschritt im Donbass. Den Frieden erpressen&raquo; war da (in der NZZ-Printausgabe) geschrieben &ndash; und dazu die &uuml;bliche Deklaration: Gastkommentar.<br>\nDen Frieden erpressen? Zumindest der Titel des Gastkommentars war schon mal eine Vorwarnung. Kann ein Frieden funktionieren, der &lsaquo;erpresst&rsaquo; wurde?  &hellip;.<br>\nWer aber ist eigentlich der Autor dieses Debatten-Kommentars? Sein Name: Andreas Umland. Geboren ist er 1967 in Jena in der DDR. Und jetzt ist er, wie auch die NZZ es vermerkt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am &laquo;Institut f&uuml;r Euro-Atlantische Kooperation in Kiev&raquo;. Auf dessen Website IEAC.com (in englischer Sprache) kann man lesen, wer die &laquo;Partner&raquo; (und Geldgeber) dieses Instituts sind: die NATO, die Konrad Adenauer Stiftung, die VolkswagenStiftung, die (ukrainische) &lsaquo;International Renaissance Foundation&rsaquo; und das NED.<br>\nWer aber sind diese Organisationen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Ukraine-USA-NATO-Donbass-Konflikt-Losung\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>TTIP reloaded? EU-Ministerrat beschlie&szlig;t neue Verhandlungen mit USA<\/strong><br>\nDie EU-Landwirtschaftsminister und damit der EU-Ministerrat haben heute die Wiederaufnahme von Handelsgespr&auml;chen mit den USA beschlossen. Frankreich stimmte dagegen, Belgien enthielt sich. &bdquo;Die EU-Regierungen zeigen damit, dass der Einsatz gegen die Klimakrise f&uuml;r sie keine Priorit&auml;t hat. Eine zukunftsweisende Politik w&uuml;rde Investitionen in &ouml;kologische Infrastrukturprojekte ins Zentrum r&uuml;cken und nicht die Export-Interessen der klimasch&auml;dlichsten Branchen &ndash; n&auml;mlich der europ&auml;ischen Automobil- und Flugzeugindustrie&ldquo;, kritisiert Roland S&uuml;&szlig; vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Als Zugest&auml;ndnis an Donald Trump hat die EU zudem bereits vor den neuen Verhandlungen die US-Importe von klimasch&auml;dlichem Fracking-Gas verdreifacht und jene von Soja f&uuml;r Agrotreibstoffe verdoppelt.<br>\n&bdquo;Seit Jahren ist unbestritten, dass es n&ouml;tig ist die Wirtschaft grundlegend umzugestalten, um die Klimakatastrophe abzuwenden. W&auml;hrend die Regierungen t&auml;glich mehr Klimaschutz versprechen, versch&auml;rfen sie die Probleme und behindern die dringend n&ouml;tige Mobilit&auml;ts- und Energiewende&ldquo;, sagt Roland S&uuml;&szlig;. Handelsgespr&auml;che mit den USA stehen zudem in direktem Widerspruch zur Position Frankreichs sowie des EU-Parlaments, das Pariser Klimaabkommen zur Bedingung f&uuml;r Handelsabkommen zu machen. Die USA haben das Abkommen bekannterma&szlig;en gek&uuml;ndigt.<br>\nRoland S&uuml;&szlig;: &bdquo;TTIP 2.0 darf es nicht geben. Wir werden weiterhin Widerstand gegen neoliberale Abkommen leisten, die den Profit von Konzernen &uuml;ber Menschenrechte und Umweltschutz setzen. Zusammen mit vielen B&uuml;ndnispartnern in der Zivilgesellschaft setzen wir uns ein f&uuml;r eine gerechte, soziale und &ouml;kologische Gestaltung der Weltwirtschaft im Interesse der Menschen.&ldquo;<br>\nEin B&uuml;ndnis aus zw&ouml;lf zivilgesellschaftlichen Organisationen hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bereits Anfang April in einem offenen Brief dazu aufgefordert, neuen Verhandlungen &uuml;ber ein Handelsabkommen der EU mit den USA nicht zuzustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/deal-mit-trump-autoexporte-fuer-eu-regierungen-wichtiger-als-klimaschutz\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Private k&ouml;nnen es besser als der Staat? Von wegen!<\/strong><br>\nK&ouml;nnte es sein, dass manche Kapitalisten freundlicher waren, als es noch die Drohung mit der &bdquo;Systemalternative&ldquo; gab? Nat&uuml;rlich war der real existierende Sozialismus totalit&auml;r und grauenhaft, aber ein wenig z&auml;hmte er wohl gerade durch seine pure Existenz das westliche Modell.<br>\nDann war, Gott sei Dank, der Kalte Krieg zu Ende, es kamen die sp&auml;ten 90er- und die fr&uuml;hen 2000er-Jahre, es gab die erste rot-gr&uuml;ne Regierung, und vor allem die Sozialdemokraten (aber auch Gr&uuml;ne und selbst Regierungs-Linke) begannen, mit eifrigem &bdquo;Herr Lehrer, ich wei&szlig; was!&ldquo;-Gesicht hinter einem vulgarisierten Neoliberalismus herzulaufen, nach dem Motto: Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied; wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht; &bdquo;privat vor Staat&ldquo;.<br>\nAngefeuert wurden die Regierung Schr&ouml;der\/Fischer und ihre Gehilfen damals von einer b&uuml;rgerlichen Presse, die ihre eigenen politischen Bataillone niemals in einen vergleichbaren Marktradikalismus h&auml;tte treiben k&ouml;nnen &ndash; denn damals gab es in der Union und sogar bei den Gr&uuml;nen noch echte Konservative. Und mit echten Konservativen funktioniert die Ideologie der Nutzenmaximierung einfach nicht.<br>\nSie haben bis heute so verquere Konzepte wie Gott oder Familie oder Natur oder Nachbarschaft oder Liebe im Kopf. Jedenfalls wurde in diesen Jahren verkauft oder zum Wohle der Vorst&auml;nde pseudo-privatisiert, was nicht niet- und nagelfest war: Energieversorgung, Post, Bahn, Krankenh&auml;user, Wohnungsgesellschaften. Das Argument lautete immer, die Privaten k&ouml;nnten alles besser und billiger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article191900651\/Neoliberalismus-Private-koennen-es-besser-als-der-Staat-Von-wegen.html\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zoll kriegt Probleme bei Geldw&auml;sche-Spezialeinheit nicht in den Griff<\/strong><br>\nDas Chaos in der Spezialeinheit des Zolls zur Geldw&auml;sche-Bek&auml;mpfung h&auml;lt an. Nach SPIEGEL-Informationen stauen sich immer noch fast 20.000 Hinweise von Banken bei der Beh&ouml;rde.<br>\nAuch anderthalb Jahre nach dem Start der Zoll-Spezialeinheit zur Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche scheint kein Ende ihrer gewaltigen Probleme in Sicht. Noch immer stauen sich bei der sogenannten Financial Intelligence Unit (FIU) im K&ouml;lner Zollkriminalamt fast 20.000 Hinweise auf verd&auml;chtige Transaktionen, die bislang nicht bearbeitet worden sind. Diese Hinweise kommen vor allem von Banken. Sie sind dazu verpflichtet, auff&auml;llige Kontobewegungen der FIU zu melden.<br>\nWie nach SPIEGEL-Informationen aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Fabio de Masi hervorgeht, konnte die FIU den gewaltigen Hinweisr&uuml;ckstau zwischen Sommer 2018 und Anfang 2019 nur zeitweise abbauen. Inzwischen ist er wieder so gro&szlig; wie im August des vergangenen Jahres. Insgesamt sind bei der FIU seit Fr&uuml;hsommer 2017 rund 121.000 Verdachtsmeldungen eingegangen. In etwas mehr als f&uuml;nf Prozent dieser F&auml;lle gab es Hinweise auf Terrorfinanzierung.<br>\n&ldquo;Die FIU bleibt ein Krisenherd der Geldw&auml;schebek&auml;mpfung&rdquo;, sagt der Parlamentarier de Masi, Finanzexperte der Linkspartei im Bundestag. &ldquo;Deutschland ist weiterhin Gangster&rsquo;s Paradise &ndash; insbesondere im Immobiliensektor, wo eine Party mit schmutzigem Geld steigt. Das Staatsversagen muss beendet werden, wir brauchen endlich einen Masterplan Geldw&auml;sche.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/zoll-geldwaesche-spezialeinheit-kriegt-probleme-nicht-in-den-griff-a-1262871.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Schelm wer B&ouml;ses dabei denkt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Plattformkapitalismus und der neue Traum vom freien Markt<\/strong><br>\nOnline-Plattformen, wie Amazon, Facebook, Uber oder AirBnB haben in den letzten zwei Jahrzehnten einen tiefgreifenden institutionellen Wandel und eine neue Phase des Kapitalismus eingel&auml;utet. Sie stellen das Herzst&uuml;ck der neuen digitalen &Ouml;konomie dar und bringen aus Sicht der Verbraucher enorme Annehmlichkeiten mit sich. Doch die hoffnungsvollen Versprechungen von der sozial-&ouml;kologischen Sharing Economy, von horizontalen und offenen Plattformen oder sogar  dem digital erm&ouml;glichten Post-Kapitalismus haben sich als voreiliger Trugschluss herausgestellt. Plattformen sind nicht etwa das Ende des krisenhaften Sp&auml;tkapitalismus, sondern vielmehr der neue Treibstoff kapitalistischer Akkumulation, der hohe Renditen verspricht. Den ber&uuml;chtigten GAFAM-Konzernen, Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft &ndash; und zunehmend auch chinesischen IT-Giganten wie Alibaba, Badiu oder Tencent ist es gelungen, sich innerhalb von nur drei Jahrzehnten zu den wertvollsten Unternehmen der Welt aufzuschwingen. Sie haben s&auml;mtliche digitale Schl&uuml;sselm&auml;rkte besetzt: Microsoft, Google-Mutterkonzern Alphabet und Apple dominieren den Markt f&uuml;r Betriebssysteme, Amazon beherrscht den Onlinemarkt f&uuml;r Konsumg&uuml;ter und Facebook und Alphabet vereinen in den USA 80 Prozent des gesamten Werbeumsatzes auf sich. Einem klassisch-kapitalistischen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theorieblog.attac.de\/?p=1106\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein rechtlicher Rubikon ist &uuml;berschritten<\/strong><br>\nDie Anklage gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn bedeute eine neue Qualit&auml;t in den Diesel-Klagen, sagte Dlf-Wirtschaftsredakteur Klemens Kindermann. Man befinde sich jetzt im Strafrecht. Die Vorstellung, der ehemals m&auml;chtige Manager k&ouml;nne hinter Gitter kommen, sei ein Albtraum f&uuml;r den Konzern.<br>\nSina Fr&ouml;hndrich: Wie ist diese Anklage gegen Winterkorn einzuordnen?<br>\nKlemens Kindermann: Der zust&auml;ndige Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe spricht von einem wichtigen Zwischenschritt. Es ist aber f&uuml;r den Autokonzern doch viel mehr. Denn mit dieser Anklage in Deutschland ist doch gewisserma&szlig;en ein rechtlicher Rubikon &uuml;berschritten worden. Bisher ging es im Dieselskandal vielfach um Anlegerklagen, um Zivilklagen oder um Musterfeststellungsklagen. Letztere, kann man sagen, sind ja eigentlich wegen VW erst m&ouml;glich geworden: Verbrauchersch&uuml;tzer k&ouml;nnen gegen Unternehmen klagen, stellvertretend f&uuml;r viele direkt Betroffene.<br>\nJetzt aber geht es um Kopf und Kragen von Verantwortlichen. Das ist eine neue Qualit&auml;t. Wir sind jetzt im Strafrecht und dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn wird tateinheitlich ein besonders schwerer Fall des Betruges, ein Versto&szlig; gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sowie Untreue vorgeworfen.<br>\nDie Staatsanwaltschaft Braunschweig weist vorsorglich sogar schon auf den Strafrahmen f&uuml;r Betrug in besonders schwerem Fall hin &ndash; n&auml;mlich sechs Monate bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/anklage-gegen-martin-winterkorn-ein-rechtlicher-rubikon-ist.769.de.html?dram:article_id=446413\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser A.L.:<\/strong> &ldquo;Ein rechtlicher Rubikon ist &uuml;berschritten&rdquo;- Was f&uuml;r ein Unsinn. Es ist ein Strafverfahren wegen krimineller Delikte. Das Herr Winterkorn Angeklagter in diesem Strafverfahren ist, wird die Staatsanwaltschaft ausf&uuml;hrlich zu begr&uuml;nden haben. Der Journalist Kindermann sorgt sich deswegen um das Image von VW auf dem Absatzmarkt China.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Allerdings eine sehr seltsame Formulierung und ein seltsamer Tenor, die der Wirtschaftsredakteur des Deutschlandfunks, Klemens Kindermann hier verwendet. Ist ein Herr Winterkorn etwa sakrosankt oder gelten f&uuml;r ihn nicht dieselben Rechtsgrunds&auml;tze wie f&uuml;r jeden anderen B&uuml;rger?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche horten so viel Gold wie nie<\/strong><br>\nFast 40 Prozent der Deutschen lagern zu Hause Edelmetalle, und das hei&szlig;t in der Regel Gold. Das unterscheidet sie von den meisten anderen V&ouml;lkern. Woher kommt die besondere Liebe zum Gold?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/sparen-und-geld-anlegen\/warum-deutsche-so-viel-gold-wie-nie-horten-16142337.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn wir pausenlos an unsere &bdquo;Urangst&ldquo; vor der Hyperinflation erinnert werden, ist es kein Wunder, dass viele Deutsche ihre Ersparnisse in Betongold oder echtes Gold stecken. Aber &bdquo;Horten&ldquo; kann man ein Edelmetall zumindest aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht. Das geht nur mit echtem Geld. Denn wenn der Michel seinen Goldbarren kauft, gibt er ja dem Verk&auml;ufer echtes Geld, das so im Kreislauf gehalten wird. Nur, wenn man dem Kreislauf Geld entzieht, &bdquo;hortet&ldquo; man. Es ist peinlich, dass die versammelte &bdquo;Elite&ldquo; des deutschen Wirtschaftsjournalismus diesen simplen Zusammenhang nicht verstanden hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Immobilienbesitzer werden immer reicher<\/strong><br>\nDas Verm&ouml;gen der Deutschen steigt &ndash; doch es ist sehr ungleich verteilt: Laut einer Bundesbank-Studie stehen vor allem Eigent&uuml;mer von H&auml;usern und Wohnungen gut da.<br>\nDie steigenden Wohnungspreise lassen vor allem die Verm&ouml;gen der deutschen Immobilienbesitzer kr&auml;ftig wachsen. Demnach lag der Median des Nettoverm&ouml;gens der Immobilienbesitzer 2017 bei 277.000 Euro &ndash; 37.200 Euro mehr als noch vor drei Jahren. Mieterhaushalte kommen dagegen lediglich nur auf ein Medianverm&ouml;gen von 10.400 Euro.  &hellip;<br>\nDie Bundesbank weist passend dazu darauf hin, dass die Ungleichheit in Deutschland weiterhin deutlich h&ouml;her ist als im Schnitt der Eurozone &ndash; und zwar gleich in mehreren m&ouml;glichen Messgr&ouml;&szlig;en. Daran hat sich in den drei Jahren zwischen den Erhebungen kaum etwas ge&auml;ndert. &ldquo;Nach wie vor ist Deutschland ein Land, in dem die privaten Verm&ouml;gen ungleich verteilt sind&rdquo;, schreiben die Autoren. Die neuen Zahlen deuteten in der Tendenz sogar auf steigende Ungleichheit hin.<br>\nSo besa&szlig; 2017 die untere H&auml;lfte der Haushalte lediglich drei Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens. Den obersten zehn Prozent der Haushalte geh&ouml;rten hingegen 55 Prozent des Verm&ouml;gens. 2014 waren das noch 60 Prozent, 2010\/2011 noch 59 Prozent. Die Bundesbank warnte aber davor, aus dieser Entwicklung einen Trend abzulesen. So beteiligten sich 2017 im Vergleich zu vorgegangenen Untersuchungen weniger sehr reiche Haushalte an der Erhebung.<br>\nTrotzdem bleibt die Ungleichheit in Deutschland vergleichsweise hoch. In der gesamten Eurozone geh&ouml;rten den obersten zehn Prozent der Haushalte 51 Prozent des Verm&ouml;gens. In den traditionell von Ungleichheit gepr&auml;gten USA lag der Wert 2013 bei rund 77 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutsche-immobilienbesitzer-werden-immer-reicher-a-1262923.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zu diesem Thema wird es heute auf den NachDenkSeiten noch eine ausf&uuml;hrliche Kommentierung geben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Armes Deutschland, reiches Deutschland<\/strong><br>\nLaut Grundgesetz sollen die Lebensverh&auml;ltnisse in ganz Deutschland gleichwertig sein. Doch die Realit&auml;t sieht anders aus. Eine neue Studie zeigt, wie ungleich Einkommen, Bildung und Infrastruktur verteilt sind.<br>\nDer Befund des &Ouml;konomen ist alarmierend: Deutschland sei eines der &ldquo;ungleichsten L&auml;nder der industrialisierten Welt&rdquo;, stellt Marcel Fratzscher in seinem neuen Buch fest. Darin zeigt der Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung auf, wie sehr die Entwicklung von Einkommen und Verm&ouml;gen in den vergangenen Jahrzehnten die soziale Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland vergr&ouml;&szlig;ert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ungleichheit-wo-deutschland-stark-und-schwach-ist-in-10-karten-a-1083053.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Schimpfen auf die Miet-Haie ist verlogen<\/strong><br>\nIn den Gro&szlig;st&auml;dten fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Das Problem sei zum Teil selbst verschuldet, kommentiert Dirk Birgel, Chefredakteur der &ldquo;Dresdner Neueste Nachrichten&rdquo;, im Dlf. Berlin und Dresden h&auml;tten beispielsweise Tausende Wohnungen aus eigenem Bestand verkauft, als sie Geld brauchten.<br>\nDas Problem aber bleibt: bezahlbarer Wohnraum fehlt in den Gro&szlig;st&auml;dten. Der Erfolg hat bekanntlich viele V&auml;ter, der Misserfolg in diesem Fall auch. Da darf sich die &ouml;ffentliche Hand zun&auml;chst einmal an die eigene Nase fassen. Wenn in Berlin und Dresden heute die Mietpreise beklagt werden, sei daran erinnert, dass diese St&auml;dte rund 160.000 Wohnungen aus eigenem Bestand verkauft haben, um Geld in die klammen Kassen zu bekommen. Wenn diese die Gro&szlig;investoren heute Miethaie schimpfen, ist das zumindest ein klein wenig verlogen. &hellip;.<br>\nEin weiteres Problem ist, dass viel privates ausl&auml;ndisches Kapital in den deutschen Immobilienmarkt geflossen ist und flie&szlig;t. H&auml;ufig noch nicht einmal in der Absicht, Rendite zu erzielen, sondern nur um das Geld einigerma&szlig;en sicher zu parken. Das hat die Grundst&uuml;ckspreise versaut und einen Bauboom ausgel&ouml;st, der Handwerker zwar frohlocken, den kleinen deutschen H&auml;uslebauer aber im Regen stehen l&auml;sst. Er kann da schlicht nicht mehr mitbieten. F&uuml;r ausl&auml;ndisches Kapital H&uuml;rden aufzustellen, w&auml;re auch eine Idee, &uuml;ber die nachzudenken sich lohnen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wohnungsmarkt-das-schimpfen-auf-die-miet-haie-ist-verlogen.720.de.html?dram:article_id=446260\">deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Zumindest diese Kritikpunkte sind leider zutreffend. Hunderttausende Wohnungen wurden im neoliberalen Wahn durch die verantwortlichen Politiker an &bdquo;Investoren&ldquo; verscherbelt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sch&ouml;ngerechnet: Wie Regierung und Arbeitsagentur bei den Arbeitslosenzahlen tricksen<\/strong><br>\nIm monatlichen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) werden die Arbeitslosenzahlen bundesweit, auf L&auml;nderebene und f&uuml;r die Bezirke der Arbeitsagenturen bekannt gegeben. Dabei wird der BA gesetzlich vorgeschrieben, wer als arbeitslos zu z&auml;hlen ist. Die daf&uuml;r ma&szlig;gebliche Definition ist im Paragraphen 16 des SGB III festgelegt, aber auch in einer Reihe anderer Paragraphen finden sich Ausnahmeregelungen, wer als arbeitslos bzw. eben nicht als arbeitslos gilt. Dadurch ist die offizielle Zahl der Arbeitslosen deutlich unterzeichnet, das hei&szlig;t, Personen, die de facto arbeitslos sind, werden nicht als arbeitslos erfasst und tauchen nicht in der Statistik auf. In der Vergangenheit hat es in der Z&auml;hlweise der registrierten Arbeitslosigkeit immer wieder &Auml;nderungen gegeben, welche Personen nicht als arbeitslos zu z&auml;hlen sind.<br>\nAuf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann best&auml;tigt die BA, dass es seit 1986 17 Gesetzes&auml;nderungen und Weisungen gegeben habe, die die Messung der Arbeitslosigkeit ver&auml;nderten. Insgesamt seien dadurch die Arbeitslosenzahlen im Saldo sogar erh&ouml;ht worden, behauptet die BA. Aber eine &bdquo;Quantifizierung der Auswirkungen ist &hellip; nur n&auml;herungsweise und nicht f&uuml;r alle &Auml;nderungen m&ouml;glich&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort. [&hellip;]<br>\nIm Jahr 2018 lag die offiziell angegebene Arbeitslosigkeit bei 2.340.000, die Unterbesch&auml;ftigung aber bei 3.263.000. Somit wurden 923.000 Menschen nicht als arbeitslos gez&auml;hlt, obwohl sie es eigentlich faktisch waren. Dazu kommt noch die so genannte Stille Reserve im engeren Sinne. Dabei handelt es sich um Personen ohne Besch&auml;ftigung, die sich aber nicht arbeitslos gemeldet haben und momentan nicht aktiv nach Arbeit suchen, aber grunds&auml;tzlich (bei sehr guter Arbeitsmarktlage mit passenden individuellen Rahmenbedingungen) eine Arbeit aufnehmen w&uuml;rden. In seinem Kurzbericht 7\/2019 gibt das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BA die Anzahl der Stillen Reserve im engeren Sinn f&uuml;r das Jahr 2018 mit 344.000 an. Unter dem Strich wurden so im Jahr 2018 1.267.000 Personen nicht offiziell als arbeitslos gef&uuml;hrt und somit die Zahl der Arbeitslosen um 54,1 Prozent niedriger als tats&auml;chlich angegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/schoengerechnet-wie-regierung-und-arbeitsagentur-bei-den-arbeitslosenzahlen-tricksen\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sollen Minijobber in Zukunft mehr als 450 Euro verdienen?<\/strong><br>\nDie Forderung aus Wirtschaft und Union nach einer Anhebung der Verdienstobergrenze f&uuml;r Minijobs w&uuml;rde die deutschen Sozialkassen einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Laut einer unserer Redaktion vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion, w&uuml;rde die derzeit diskutierte der Grenze von 450 auf 530 Euro den Staat und die Sozialversicherung jedes Jahr rund 400 Millionen Euro kosten.<br>\nDurch die Erh&ouml;hung von 80 Euro ergeben sich laut den Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums Mindereinahmen f&uuml;r die Sozialversicherungen in H&ouml;he von 300 Millionen Euro und Ausf&auml;lle bei der Einkommensteuer von bis zu 100 Millionen Euro.<br>\nDie Ausf&auml;lle ergeben sich auch an der hohen Zahl der Minijobs: Nach Angaben der Bundesregierung gab es im vergangenen Jahr &uuml;ber 7,6 Millionen Minijobber. Davon haben 4,8 Millionen Menschen ausschlie&szlig;lich einen Minijob, die anderen 2,8 Millionen nutzen das Modell als Nebenjob. Mehr als jeder f&uuml;nfte Minijob entf&auml;llt auf die Branchen Handel und im Gastgewerbe.<br>\nHintergrund der Forderungen nach der Anhebung der Verdienstobergrenze ist die Erh&ouml;hung des Mindestlohns: Bei der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns 2015 von damals 8,50 Euro waren damit noch maximal 53 Arbeitsstunden, derzeit sind es 49 Stunden und ab dem Jahr 2020 nur noch 48 Stunden, wenn die Verdienstobergrenze nicht angehoben w&uuml;rde. Zuletzt hatte die bayerische Koalition aus CSU und Freien W&auml;hlern eine Bundesratsinitiative f&uuml;r die Erh&ouml;hung auf 530 Euro beschlossen, und die Minijobs als flexibles Instrument f&uuml;r den Arbeitsmarkt und Unternehmen gelobt.<br>\nDagegen warnt die Linke vor einer weiteren St&auml;rkung der geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten. &bdquo;Bei Minijobs werden systematisch Arbeitnehmerrechte unterlaufen und Niedrigl&ouml;hne gezahlt&ldquo;, sagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl unserer Redaktion. Der Staat subventioniere damit Unternehmen, die Lohnkosten dr&uuml;ckten, und zwinge damit viele Besch&auml;ftigte langfristig auf Sozialamt. &bdquo;Gerade Minijobs, die 2003 durch Aufhebung der Stundengrenze explodierten, entpuppen sich heute als ein Haupteinfallstor f&uuml;r Schwarzarbeit&ldquo;, betonte die Abgeordnete aus dem Wahlkreis Kaufbeuren-Ostallg&auml;u &bdquo;Anstelle von staatlich subventioniertes Lohndumping w&auml;re es sinnvoll, &ouml;ffentliche Besch&auml;ftigung und anst&auml;ndige Bezahlung zu f&ouml;rdern&ldquo;, betonte Ferschl. &bdquo;Das schafft Arbeitspl&auml;tze, die zur Finanzierung unseres Sozialstaats beitragen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/Sollen-Minijobber-in-Zukunft-mehr-als-450-Euro-verdienen-id54048471.html?fbclid=IwAR1Q4vmPziItaIAWClukXGaI_80OKqUJ34tCEk41ATFjDGvClPDvqP97wmg\">Augsburger Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Viele Extraw&uuml;nsche, wenig Leistung<\/strong><br>\nWie der Branchenverband Bitkom Ende 2018 meldete, fehlen dem deutschen Arbeitsmarkt derzeit 82.000 IT-Fachkr&auml;fte &ndash; so viele wie noch nie. F&uuml;nf Monate dauert es der Umfrage zufolge im Schnitt, bis Unternehmen eine vakante IT-Stelle besetzen k&ouml;nnen.<br>\nBesonders gefragt sind der Bitkom-Erhebung zufolge Programmierer, Projektmanager, Anwendungsbetreuer und Sicherheitsexperten. &bdquo;Die meisten ITler sind sich ihres Status auf dem Arbeitsmarkt sehr bewusst&ldquo;, sagt Philipp Leipold, Deutschlandchef des IT-Weiterbildungsanbieters Academy. &bdquo;Sobald &sbquo;Java&lsquo; oder &sbquo;IT-Security&lsquo; im Xing-Profil auftaucht, gl&uuml;ht die Inbox.&ldquo;<br>\nRecruiting im Fachkr&auml;ftemangel: Mit diesen 7 Tipps enttarnen Sie unf&auml;hige ITler<br>\nDas hat zur Folge, dass sich einige IT-Experten auf dem Arbeitsmarkt wie Diven auff&uuml;hren. So ist es f&uuml;r deutsche Konzerne zur Gewohnheit geworden, ITler nicht nur mit einem &uuml;berdurchschnittlichen Gehalt, sondern auch mit allerlei Extraleistungen zu verw&ouml;hnen. Es sind l&auml;ngst die Unternehmen, die sich bei den IT-Experten bewerben, nicht etwa umgekehrt.<br>\nDer Versandh&auml;ndler Otto etwa sucht zurzeit einen Fullstack-Entwickler und wirft als Kandidatenk&ouml;der neben Gratis-Konferenzbesuchen und Homeoffice gleich mal die M&ouml;glichkeit zum Sabbatical aus. Ein Personalvermittler, der sich f&uuml;r einen Kunden im Rhein-Main-Gebiet umh&ouml;rt, lockt zudem mit &bdquo;flachen Hierarchien, Duzkultur und Familienfreundlichkeit&ldquo; &ndash; Kitakosten und Sommerfest mit H&uuml;pfburg inklusive. Dass es eigentlich um komplexe Programmierprojekte geht, k&ouml;nnte man beim Blick auf die Stellenanzeigen fast vergessen.<br>\nDas Bohei um die gefragten IT-Fachkr&auml;fte w&auml;re durchaus gerechtfertigt, bek&auml;men die Firmen im Gegenzug durchg&auml;ngig Topleistung geboten. Aber genau da liegt ein gro&szlig;es Problem: &bdquo;Angesichts des hohen Bedarfs bekommen derzeit auch unterdurchschnittliche IT-Mitarbeiter sehr gute Anstellungen&ldquo;, sagt Leipold.<br>\nGem&auml;&szlig; dem Bin&auml;rcode-Prinzip teilt sich auch die Welt der IT-Fachkr&auml;fte in Einsen und Nullen. Doch anders als bei Vertriebsprofis oder Controllern f&auml;llt es im opaken Gewerbe der Programmiersprachen besonders schwer, anhand des Lebenslaufs die Guten von den Schlechten zu scheiden.<br>\nMit verheerenden Nebenwirkungen, wie zum Beispiel der Autobauer Subaru vergangenen Sommer in seiner Produktion erleben musste. Der japanische Konzern baut sein SUV-Modell Ascent weitgehend per Roboter in seinem Werk im US-Bundesstaat Indiana zusammen. Bei einigen Autos hatten die Maschinen jedoch aufgrund eines Fehlers im Softwarecode wichtige Punktschwei&szlig;ungen ausgelassen. Die betroffenen Stellen an den Fahrzeugen lie&szlig;en sich nachtr&auml;glich nicht mehr ausbessern. Subaru musste knapp 300 seiner SUVs von H&auml;ndlern und Kunden zur&uuml;ckholen und die Karossen verschrotten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/management\/karriere-viele-extrawuensche-wenig-leistung-wie-it-experten-zu-diven-des-jobmarktes-werden\/24203304.html?utm_source=pocket-newtab&amp;ticket=ST-147944-IRhQscJjcShFkTWXPWLQ-ap6\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> F&auml;llt eigentlich keinem &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; mehr auf welchen Bl&ouml;dsinn er verzapft? &bdquo;F&uuml;nf Monate dauert es der Umfrage zufolge im Schnitt, bis Unternehmen eine vakante IT-Stelle besetzen k&ouml;nnen.&ldquo; Von der Ausschreibung einer Vakanz bis zu deren Besetzung sind f&uuml;nf Monate ein v&ouml;llig &uuml;berschaubarer Zeitrahmen. Gerade im Bereich akademischer Fachkr&auml;fte sind mehrere Vorstellungsrunden &uuml;blich, das, inklusive der Sichtung und Auswahl der Bewerber, geschieht nicht von heute auf morgen. Daraus einen &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; abzuleiten ist v&ouml;llig idiotisch. Dass gerade der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche die Situation dramatisiert sollte dabei aber nicht &uuml;berraschen. Der Artikel ist wieder einmal nur darauf angelegt Hysterie bez&uuml;glich eines angeblichen Fachkr&auml;ftemangels zu sch&uuml;ren. So lange man ab 50 selbst mit akademischer Ausbildung, selbst als IT-Fachkraft f&uuml;r den deutschen Arbeitsmarkt tot ist kann von einem &bdquo;Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; nicht die Rede sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Fr&uuml;hlingserwachen<\/strong><br>\nDa Informationsmaschinen schneller Menschen ersetzen als neue und qualifizierte Arbeitspl&auml;tze zu schaffen, sind Millionen gering bezahlter Jobs entstanden, die es eigentlich nicht geben m&uuml;sste. Statt die Arbeit in kleine Pakete zu unterteilen, um die Produktivit&auml;t zu maximieren, wurde die Grenze zwischen Arbeitszeit und Freizeit verwischt. So werden heute Konsumaktivit&auml;ten (Urlaubsbuchung, Verabredung, Kommunikation zwischen Freunden) innerhalb der Arbeitszeit toleriert, da dies den Konsum steigert und die maximale Produktion pers&ouml;nlicher Daten erlaubt. &hellip;<br>\nUm sich gegen die demokratischen Effekte der Informationstechnologien abzuschirmen, wurden riesige und weiter wachsende Informationsasymmetrien erzeugt. Und dieser vierfache Prozess der Konsolidierung und Verkn&ouml;cherung konnte bisher weder durch Wettbewerb noch durch Regulierung aufgehalten werden. Ph&auml;nomene wie Monopole, Unterbesch&auml;ftigung, Renditestreben und Informationsasymmetrien, die von klassischen &Ouml;konomen als vor&uuml;bergehend betrachtet wurden, scheinen im 21. Jahrhundert zu dauerhaften Merkmalen des privaten Sektors geworden zu sein. Statt einer vierten industriellen Revolution ist ein parasit&auml;rer, dysfunktionaler Informationskapitalismus entstanden, dessen Monopolgewinne und wettbewerbsfeindliches Verhalten so eng mit dem System verwoben sind, dass sie nicht reguliert werden k&ouml;nnen.<br>\nIn den St&auml;dten des Mittelalters waren die embryonalen Formen der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft so gut wie unsichtbar. Im Paris des 14. Jahrhundert zur Zeit von Etienne Marcels Revolte lag die Macht bei den gro&szlig;en h&ocirc;tels der provinziellen Feudalherren, den Kl&ouml;stern, den Myriaden von Kirchen und den Universit&auml;ten. Gemeinsam bildeten sie eine Maschine zur Verwaltung und Legitimierung des Reichtums, der auf den Landg&uuml;tern erwirtschaftet wurde. Das grenz&uuml;berschreitende Bankwesen war gewisserma&szlig;en ein Geheimdienst, dessen Speicherdepots und komplexe Termingesch&auml;fte vom Segen der Kirche abhingen, um das Wucherverbot zu umgehen. Sogar die Bourgeoisie selbst weigerte sich, Marcel bei seinem Versuch zu unterst&uuml;tzen, den K&ouml;nig der Rechtsstaatlichkeit zu unterwerfen &ndash; so fremdartig erschien dieses Konzept damals. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/europa\/artikel\/detail\/fruehlingserwachen-3400\/\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Breitscheidplatz: Wie lange wurde der Anschlag vorbereitet? Und von wem?<\/strong><br>\nFragen im Untersuchungsausschuss des Bundestages zu Tatgeschehen und m&ouml;glichen Tatbeteiligten. Im Abgeordnetenhaus verweigern zwei Zeugen des LKA komplett die Auskunft<br>\nNach dem Terroranschlag vom 19. Dezember 2016 in Berlin konnte der mutma&szlig;liche Attent&auml;ter Anis Amri aus der Stadt entkommen. Am 23. Dezember wurde er in der N&auml;he von Mailand von italienischer Polizei erschossen.<br>\nIm parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Bundestages erfuhr man jetzt: Am 22. Dezember 2016 rief um 3:10 Uhr nachts auf der Telefonnummer des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) f&uuml;r Islamismus-Hinweise ein Mann an und berichtete, er habe den Gesuchten am Abend vorher, am 21. Dezember, gegen 22 Uhr in der N&auml;he von Lyon gesehen. Es habe sich um Amri gehandelt, der in einem Peugeot sa&szlig; und ihn nach dem Weg nach Lyon fragte.<br>\nDem BfV erschien der Anruf glaubw&uuml;rdig. Der Anrufer hatte eine spanische Telefonnummer. Die Abgeordneten fragten sich: Wer kennt schon die spezielle Hotline des deutschen Inlandsgeheimdienstes? K&ouml;nnte es sich bei dem Hinweisgeber selber um eine Person mit Bezug zu Nachrichtendiensten gehandelt haben?<br>\nDer Hinweis aus Frankreich auf Amri blieb im BfV zun&auml;chst allerdings liegen und wurde nicht bearbeitet. Auf dem entsprechenden Vermerk des BfV findet sich dann noch der Eintrag: &ldquo;Nach Erkenntnissen des BKA hat Amri Berlin noch nicht verlassen.&rdquo; F&uuml;nf Tage vergingen, ehe den Ermittlern dann am 27. Dezember besagter Hinweis zugeleitet wurde. Da war der Gesuchte bereits seit vier Tagen tot.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Breitscheidplatz-Wie-lange-wurde-der-Anschlag-vorbereitet-Und-von-wem-4399249.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-50988","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50988"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50990,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50988\/revisions\/50990"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}