{"id":51080,"date":"2019-04-19T09:00:33","date_gmt":"2019-04-19T07:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51080"},"modified":"2019-04-22T14:42:54","modified_gmt":"2019-04-22T12:42:54","slug":"leserbriefe-zu-sackgasse-elektromobilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51080","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eSackgasse Elektromobilit\u00e4t\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Vorletzten Freitag  erschien der Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50701\">Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 3: Sackgasse Elektromobilit&auml;t<\/a>&rdquo; von Winfried Wolf, in dem er die viel propagierte Elektromobilit&auml;t einmal aus anderen Perspektiven beleuchtete.  Dies regte einige Leser dazu an,  ihre &Uuml;berlegungen zum Thema zu schreiben und nachfolgend findet sich eine Auswahl dieser Zuschriften.  Wie bei vielen Technikthemen ist es mittlerweile fast eine Glaubensfrage, ob man mit immer neuen Technologien die Probleme beheben kann, die durch vorherige Technologien entstanden sind.   Au&szlig;erdem finden sich noch einige &bdquo;Nachz&uuml;gler&ldquo;-Emails zu den beiden ersten Teilen der Serie. (&ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50643\">Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 1: Kostenloser &Ouml;PNV?<\/a>&rdquo; &amp;  &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50679\">Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 2: Pendlerverkehr vermeiden<\/a>). Der Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50872\">Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 4: Mehr Fahrrad wagen!<\/a>&ldquo;, dessen Inhalt diverse Leser hier anmahnen, ist mittlerweile erschienen. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-ler,<\/p><p>meiner&nbsp;Meinung nach geht es eigentlich&nbsp;darum die Autos m&ouml;glichst gr&ouml;&szlig;tenteils abzuschaffen.<\/p><p>Die Politiker wissen, denke ich, genau, dass der Strom nicht reichen w&uuml;rde, w&uuml;rden alle nur noch E-Autos fahren.&nbsp;<\/p><p>Sie wissen, dass der Strompreis immer weiter steigen wird und immer unerschwinglicher werden wird.<\/p><p>Da die Masse sich die Mobilit&auml;t mit eigenem Pkw nicht mehr wird leisten k&ouml;nnen, wird sie gezwungen sein in die Gro&szlig;st&auml;dte, sp&auml;ter in die geplanten &ldquo;Smart Citys&rdquo; zu ziehen. Andernfalls wird es schwierig zur Arbeit, den &Auml;rzten und den Einkaufsm&ouml;glichkeiten zu gelangen.&nbsp;In den Smart Citys eingepfercht wird die absolute Kontrolle dann ganz einfach sein.<\/p><p>Au&szlig;erdem geht auch hier wieder der Weg weg von den gew&auml;hlten Regierungen und der Demokratie hin zu einer neuen Art von Feudalismus &ndash; dem Konzern oder&nbsp;Investoren-Feudalismus.<\/p><p>So sind die Besitzer der Stadt Investoren oder Konzerne, die die Richtlinien vorgeben. Es gibt keine B&uuml;rgervertretungen und kein Mitspracherecht der B&uuml;rger. Wem dies nicht passt, wer sich nicht unterordnen will, muss gehen.<\/p><p>Es gab da einen interessanten Film auf&nbsp;Arte&nbsp;&uuml;ber solche &ldquo;Smart Citys&rdquo;. In dem gerade geschilderten Fall ging es um eine solche Stadt in Indien<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nDagmar Doll<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>ich finde den Artikel von Winfried Wolf sehr interessant und stimme auch v&ouml;llig damit &uuml;berein, dass Elektroautos keine (alleinige) L&ouml;sung f&uuml;r den Klimawandel darstellen. Aber es war bei den NDS oft und zurecht von tendenzi&ouml;ser Berichterstattung der Medien die Rede. Mich &auml;rgert es , wenn tendenzi&ouml;s berichtet wird, auch wenn die Argumente eigentlich stimmen und das f&auml;ngt schon mit der &Uuml;berschrift an. Warum f&uuml;hren E-Autos in die Sackgasse? Nicht die Elektromobilit&auml;t f&uuml;hrt in die Sackgasse sondern unser Denken in alten Mustern f&uuml;hrt in die Sackgasse. <\/p><p>Hier wird aber suggeriert, dass Elektromobilit&auml;t (fast) genauso schlecht ist wie normale Autos. Das ist nicht richtig . <\/p><p>Ja, wir m&uuml;ssen unser Denken ver&auml;ndern, neue Verkehrskonzepte entwerfen, neue Strukturen schaffen, z. B. das Bahnfahren attraktiver machen, das Fahrradfahren, das Automieten.&nbsp; Es gibt so vieles, was man tun k&ouml;nnte und ganz klar ist die Elektromobilit&auml;t nur eine Teill&ouml;sung des Problems.<\/p><p>Dass E-Autos oft nur Zweitautos sind ist klar, aber die Leute haben doch sowieso alle 2 Autos, auch wenn es sich nur um ein Ehepaar ohne Kinder handelt. Da w&auml;re ich aber schon froh, wenn wenigsten ein Auto weniger Abgase absondert. <\/p><p>Doch wenn die Leute &Uuml;berschriften lesen mit den Worten E-Autos und Sackgasse, suggeriert das : ja dann fahr ich halt weiter meinen Diesel. <\/p><p>Auch wenn die Argumente eigentlich richtig sind. Da kann ich auch gleich die Zeit oder die Taz lesen. <\/p><p>Ich w&auml;re jedenfalls froh, wenn ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, wenn ich nicht so viel Abgase einatmen m&uuml;sste, weil es meinem Asthma gar nicht gut tut,&nbsp; und wenn es am Morgen nicht ganz so laut von der Bundesstra&szlig;e r&uuml;berschallen w&uuml;rde und wenigstens ein Teil des CO2 eingespart werden w&uuml;rde. ( Ich fahre &uuml;brigens ein Elektrofahrrad und ohne dem ginge nichts, weil ich 10 km in sehr bergigem Gel&auml;nde absolvieren mu&szlig; und auch nicht mehr die Allerj&uuml;ngste bin. )<\/p><p>Ja, wenn sich an den Verkehrskonzepten nichts &auml;ndert, wird sich auch an der Erderw&auml;rmung nichts &auml;ndern, trotz E-Autos. Das ist ganz klar. Doch E-Autos von vornherein als Sackgasse zu bezeichnen ist nicht sehr hilfreich. <\/p><p>Es kommt eben nicht nur auf das&nbsp; &bdquo;ob&ldquo;, sondern auch auf das &bdquo;wie&ldquo; an.<\/p><p>Z. B. die Frage, wie wird Lithium gewonnen, wie kann auch da der Umweltschutz zum Tragen kommen. Wie effektiv wird das Recyceln der Batterien sein und vieles mehr. All die Fragen m&uuml;ssen gel&ouml;st werden.&nbsp; <\/p><p>Es sind die kapitalistischen Strukturen und unser konditioniertes Denken, die verhindern, dass wir&nbsp; die L&ouml;sungen und M&ouml;glichkeiten nicht&nbsp; wahrnehmen und die w&uuml;rden sich in aller Vielfalt ganz &bdquo;organisch&ldquo; von selbst ergeben, denn es gibt so viele Menschen mit so guten Ideen. <\/p><p>Es ist schon alles da und m&uuml;sste nur noch umgesetzt werde. Elektroautos k&ouml;nnen sehr wohl auch Teil der L&ouml;sung sein. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Maria McCray<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Wolf,<\/p><p>es tut mir leid, aber ich kann Ihren Totalverriss der Elektromobilit&auml;t nicht kommentarlos hinnehmen!<\/p><p>Prognosen sind insbesondere dann schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen!<\/p><p>Der Fehler Ihrer Beurteilung ist, dass Sie den Status quo in die Zukunft projizieren!<\/p><p>I) Stichwort Stromerzeugung: Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass die Erneuerbaren nicht in dem Ma&szlig;e ausgebaut werden k&ouml;nnen, dass die erzeugte Energie sowohl f&uuml;r die Individualbef&ouml;rderung als auch f&uuml;r sonstige Anwendungen reicht? Wer sagt, dass es z.B. bei Siliziumzellen bleibt und nicht andere stromerzeugende Zellen (z.B. auf Photosythese-Basis) auf allen denkbaren Oberfl&auml;chen in Zukunft aufgebracht und dezentral vernetzt werden k&ouml;nnen und die Energie intelligent wieder abgerufen werden kann? Smart Grid!<\/p><p>II) Stichwort Stromspeicherung: Wer sagt, dass es bei der Lithiumbatterie bleibt? Es gab in der Historie schon mehrere Akkuarten! &Uuml;bersch&uuml;ssig erzeugter Strom kann mittels Power to Gas z.B. in unserem riesigen Erdgasnetz gespeichert werden! Wirkungsgradverbesserungen vorausgesetzt. Schon mal was von Innovation geh&ouml;rt?<\/p><p>III) Stichwort Effizienz: Der Elektromotor verwertet 80% der vorhandenen Energie f&uuml;r den Antrieb (30% Verbrennungsmotor)! Wenn ein Elektroauto steht muss der Motor nicht laufen! &Uuml;bersch&uuml;ssige Bewegungsenergie kann beim Bremsen wieder zur&uuml;ckgewonnen werden (Rekuperation)! Die Entwicklung von der Gl&uuml;hbirne zur LED ist hier&nbsp; ein gutes Beispiel! Kein Wort dar&uuml;ber von Ihnen!<\/p><p>IV) Stichwort andere Antriebsarten: Genauso k&ouml;nnten Sie die Wasserstofftechnologie verteufeln, welche noch in den Kinderschuhen steckt! Wer wei&szlig; welche Technologie sich f&uuml;r welche Anwendungen in Zukunft durchsetzt! Jede hat ihre Vor und Nachteile!<\/p><p>V) Stichwort Verschlei&szlig;: Bremsverschlei&szlig; ist minimiert; eine Kupplung gibt es nicht; &Ouml;lwechsel ist nicht erforderlich; wenige Antriebsteile und wenige Wartungsintervalle!<\/p><p>VI) Stichwort Sauberkeit: Lokal ist ein Elektroauto, sieht man vom Reifenabrieb ab heute schon sehr sauber! Bei 100% Erneuerbaren un&uuml;bertroffen!<\/p><p>VII) Stichwort L&auml;rm: Die Fahrzeuge m&uuml;ssen unter einer Geschwindigkeit von 30 km\/h ein leises Fahrger&auml;usch verpasst bekommen um von Fu&szlig;g&auml;ngern wahrgenommen zu werden. Die minimale L&auml;rmbel&auml;stigung von Anwohnern reduziert sich auf das Abrollger&auml;usch der R&auml;der und sollte tolerabel sein.<\/p><p>VIII) Stichwort Gewicht: Langfristig werden sich auch andere leichtere&nbsp; Karosserie- und Akkumaterialien durchsetzen! Ich bin davon &uuml;berzeugt dass sich der Trend umkehrt, hin zu kleineren Fahrzeugen! Wenn nicht mu&szlig; die Politik die Richtung bestimmen!<\/p><p>IX) Stichwort Ressourcen: Um den Ressourcenverbrauch gering zu halten gibt es seit Jahr und Tag das Recycling. Von Ihnen leider mit keinem Wort erw&auml;hnt!<\/p><p>Der &Ouml;PNV hat durchaus seine Daseinsberechtigung in st&auml;dtischem Umfeld, aber nicht weit ausserhalb der Metropolen! Eine sinnvolle Verzahnung halte ich auch noch f&uuml;r vern&uuml;nftig!<\/p><p>Aber glauben Sie etwa die Menschen sollten ihren Wohnort allesamt in die Stadt verlegen, nur um Individualverkehr zu vermeiden? Das habe ich allen Ernstes von an sonsten seri&ouml;ser&nbsp; Seite schon mal geh&ouml;rt! Die Urbanisierung ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss! Sie beklagen die vielen Staus auf den Autobahnen und in den Gro&szlig;st&auml;dten, wollen aber den gesamten Verkehr gleicherma&szlig;en &ldquo;reformieren&rdquo;!<\/p><p>Wissen Sie wie lange man in der Peripherie unterwegs w&auml;re, wenn jedermann mit dem Bus f&uuml;hre und alle 500m jemand zusteigen m&ouml;chte? Oder fahren Sie mal jeden Tag mit dem Fahrrad 20 km zur Arbeit. Dann sind Sie schon kaputt und verdreckt wenn Sie ankommen!<\/p><p>Ber&uuml;cksichtigen Sie doch bitte auch die zuk&uuml;nftigen Arbeitspl&auml;tze, welche es nicht mehr erforderlich machen werden zur Arbeit zu fahren. (Home office) Ich glaube auch das haben Sie erw&auml;hnt!<\/p><p>Aber, bei aller Liebe zum kollektiven Bewegungswahn oder&nbsp; Massenbef&ouml;rderung mit&nbsp; Inkaufnahme individueller Beeintr&auml;chtigungen wie unliebsamen Begegnungen aller Art, Flexibilit&auml;tseinbu&szlig;en und vermehrter Fahrzeit:<\/p><p>Wir sollten uns nicht zur&uuml;ck, sondern weiterentwickeln!<\/p><p>Ich bin mir sicher mit meiner 25-j&auml;hrigen Mobilit&auml;t mit einem elektrisch betriebenen City-el -Mobil (t&auml;glich 40km Fahrstrecke), einiges an Erfahrung gesammelt zu haben um eine Empfehlung zu Ausbau und Weiterentwicklung der Elektromobilit&auml;t aussprechen zu k&ouml;nnen!<\/p><p>Man kann sich umweltgerecht fortbewegen ohne bereits erreichte individuelle Freiheiten aufgeben zu m&uuml;ssen!<\/p><p>Wenn wir nicht zur&uuml;ck in die Steinzeit wollen, sollte das permanente<\/p><p>Bev&ouml;lkerungswachstum weltweit Priorit&auml;t haben! Das ist meines Erachtens das eigentliche Problem!<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nThomas Diener<\/p><p><strong>Antwort von Winfried Wolf<\/strong> zu Leserbrief 3\/ Th. Diener <\/p><p>Vorweg f&uuml;r diese Antwort und einige andere Leserbriefe drei Dinge: Erstens. Mein &bdquo;Totalverrri&szlig;&ldquo; bezieht sich auf &bdquo;Elektromobilit&auml;t&ldquo; wie sie aktuell diskutiert, allgemein verstanden und (vor allem in Europa, in China und teilweise in Nordamerika) in die Praxis umgesetzt wird: ein Ersetzen des Antriebsstrangs des motorisierte Individualverkehrs, also von Benzin- und Diesel-Pkw durch Batterien- Pkw. Zweitens. Wir m&uuml;ssen in einer solchen Debatte  von den derzeit eingesetzten Technologien bzw. von den Technologien ausgehen, die in absehbarer Zeit eingesetzt werden k&ouml;nnen. Alle Konjunktivformen &ndash; was m&ouml;glicherweise bald sein k&ouml;nnte &ndash; und alle Formulierungen wie &bdquo;Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass die Erneuerbaren nicht ausgebaut werden k&ouml;nnen&hellip;&ldquo; versperren den Blick auf die Realit&auml;t. Nur dazu: Es ist unter den gegebenen Bedingungen in Deutschland bereits ein sehr ehrgeiziges Ziel, die Erneuerbaren in 3-4 Jahren so weit zus&auml;tzlich ausgebaut zu haben, dass sie den aktuellen Anteil von gut 13 Prozent, den  Atomstrom noch hat, ersetzen k&ouml;nnen. <\/p><p>Drittens. Als Wissenschaftler beschreite ich den konservativen Pfad. Ich w&auml;hle auf den zur Verf&uuml;gung stehenden Studien und Daten eine Mischung, bei der einiges pro Elektromobilit&auml;t spricht. Ich gehe also durchaus davon aus, dass es beim 1:1-Austausch eines herk&ouml;mmlichen Pkw durch einen Elektro-Pkw es &ndash; &uuml;ber den Pkw-Lebenszyklus hinweg gerechnet &ndash; zu einer gewissen CO-2-Einsparung kommen kann. Dieser m&ouml;gliche bescheidene Vorsprung wird dann durch andere Bedingungen der Elektromobilit&auml;t mehr als beseitigt &ndash; siehe der Rebound-Effekt &bdquo;Zweitwagen&ldquo;. Seit drei Tagen liegt eine vom Ifo-Institut ver&ouml;ffentlichte Studie von Hans-Werner Sinn und Christoph Buchl vor, wonach ein E-Auto zwischen 11 und 28 Prozent MEHR CO-2-Emissionen verursacht. Siehe: <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/wirtschaft\/article216982009\/Ifo-Studie-Elektroautos-klimaschaedlicher-als-Dieselautos.html\">hier<\/a>.<\/p><p>Zu einzelnen Punkten:<\/p><p>Punkte 1 u. 2 [Silizium; Lithium] Nicht nur die bestehende Batterie-Technologie basiert auf Silizium-Zellen und Lithium-Batterien. Auch die kommende Batterie-Generation wird so aussehen. Gerade investiert Daimler zusammen mit dem US-Batteriespezialist Silo Nanotchnologies Inc. in diese n&auml;chste Generation, die 30 Prozent effizienter sein soll &hellip; aber just auf Basis von Silizium (womit die herk&ouml;mmlichen Graphitelektroden ersetzt werden) und Lithium. Da sind Siemens, Samsung und BMW mit an Bord.<\/p><p>Punkte 6 u. 7: Die &bdquo;Sauberkeit&ldquo; von E-Autos ist so gro&szlig; nicht: Bremsabriebe und das Aufwirbeln von Feinstaub bleiben als wesentliche &bdquo;Schmutzfaktoren&ldquo; bestehen. Der L&auml;rm eines E-Autos ist ab Tempo 40 gleich gro&szlig; wie der eines herk&ouml;mmlichen Pkw, weil dann der Luft-\/Fahrwiderstand und die Rollger&auml;usche den L&auml;rm bestimmen und das Motorenger&auml;usch keine Rolle mehr spielt.<\/p><p>Punkt 8: Nat&uuml;rlich wird E-Mobilit&auml;t mit geringen Gewichten beworben. Doch das Gegenteil trifft halt zu. Ihr E-Auto, das City-EL, hat 250 oder 300 kg Gewicht. Doch der E-Golf hat eben das sechsfache Gewicht und der Tesla Model 3 das Siebenfache. Wobei das l&ouml;blich kleine Gewicht des City-EL nat&uuml;rlich etwas zu tun hat mit der geringen Reichweite von 50 km und der Begrenzung auf einen Sitzplatz.<\/p><p>Punkt 9\/Recycling. Unsere Recycling-Modelle basieren darauf, dass man der Industrie gestattet, ein Maximum an zerst&ouml;rerischem M&uuml;ll zu produzieren, wovon am Ende ein Teil zur&uuml;ckgewonnen wird, ein Teil auf problematische Weise in M&uuml;llverbrennungsanlagen  verbrannt wird (was neue Emissionen erzeugt) und ein sehr gro&szlig;er Teil dorthin geschafft wird, wo wir vorher die wertvollen Rohstoffe herholten: in die Dritte Welt. Diese &bdquo;end-of-the-pipe-Politik&ldquo; &ndash; die Politik, am Ende der Produktion wieder etwas Dreck und Zerst&ouml;rung aufzufangen, sollte ERSETZT werden durch eine Politik, die von vornherein nur mit einem Minimum an Emissionen und problematischem Material verbunden ist.<\/p><p>Punkt 9 \/ &bdquo;Urbanisierung ist nicht der Weisheit letzter Schluss&ldquo;. Zustimmung. Es leben aber in Deutschland 80 Prozent der Menschen in St&auml;dten. Weltweit rund die H&auml;lfte. Tendenz steigend. Gut m&ouml;glich, dass bei uns noch lange individuelle Pkw, dann gerne E-Pkw, auf dem Land wichtig bleiben. Doch auch da g&auml;be es M&ouml;glichkeiten &ndash; und, siehe der demographische Faktor! &ndash; Notwendigkeiten, andere Mobilit&auml;tsformen zu pr&uuml;fen. Die Schweiz schafft es, den gr&ouml;&szlig;ten Teil auch kleiner Orte in ein vertaktetes  Bus-&Ouml;PNV-System einzubinden. Und dies unter topographisch &bdquo;anspruchsvollen&ldquo; Bedingungen.<\/p><p>Ihre Punkte 3 und 5 und ihre Schlu&szlig;abs&auml;tze zum &ouml;ffentlichem Verkehr betreffend. E-Mobilit&auml;t mit E-Autos ERSETZEN nur den Antriebsstrang. Es bleibt bei den Systemnachteilen, die der motorisierten Individualverkehrt immer hat: im Vergleich zum &Ouml;PNV viel Mal mehr Fl&auml;che, massiv mehr L&auml;rm und 1,2 Millionen Stra&szlig;enverkehrstote weltweit im Jahr. Wenn Sie alle Auto in Los Angeles durch ein kleines E-Auto vom Typ Renault-Zoe ersetzen, haben sie den gleichen Dauerstau, den gleichen Fl&auml;chenfra&szlig;, einen eher gr&ouml;&szlig;eren Ressourcenverbrauch, die gleiche Unfallzahlen, den weitgehend gleichen Verkehrsl&auml;rm und dieselbe absurd niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern wie aktuell. <\/p><p>Was mit der konkret auf den Weg gebrachten Offensive f&uuml;r Elektroautos droht, ist genau das, was der Hersteller Ihres Klein-Mobils City-EL auf seiner Website schreibt: &bdquo;Verbrenner raus und E-Motor rein und dann mit 1,2 Tonnen Gewicht und einem Energieverbrauch von 30kWh\/100km &bdquo;herumcruisen&ldquo; macht wenig Sinn, denn mit solchen Fahrzeugen wird bei h&ouml;heren Kilometergesamtkosten als bei einem sparsamen Verbrenner dann auch noch knapp 50% mehr CO2 erzeugt im Deutschen Energiemix aber trotzdem kommt man &uuml;ber 100km weit. Tolle Ingenieurleistung!&ldquo; [Zitat  Website Krabatt GmbH  CityEL; abgerufen am 18.4.2019]<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hier noch einmal namentlich: <\/p><p>Zu Ihrer Artikelserie &ldquo;Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Vekehr reden&rdquo;: <\/p><p>Fast dachte ich schon, dies k&ouml;nnte ein weiterer Aprilscherz sein: <\/p><p>Drei Artikel zur &uuml;berf&auml;lligen Wende in der Verkehrspolitik und mit keinem Wort wird das Fahrrad als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel &uuml;berhaupt erw&auml;hnt. <\/p><p>Ich habe trotzdem durchgehalten und bis zum Ende gelesen, und siehe da, im allerletzten Absatz dann der fulminante Schluss: 60% Radverkehr, 20% &Ouml;PNV, 10% Fu&szlig;g&auml;ngerwege und die Diskussion um Elektroautos, Diesel und Benziner er&uuml;brigt sich. <\/p><p>Groningen macht es vor, Kopenhagen ist auf gutem Weg, wie viele andere auch. <\/p><p>W&auml;re das nicht eine eigene Reihe von Artikeln wert? <\/p><p>Mit herzlichem Dank f&uuml;r die &ndash; wie immer &ndash; anregenden Artikel,<br>\nEmily Link <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>neueste Berechnung f&uuml;r Kosten f&uuml;r Kfz-Verkehr in D (und andere Kosten). Das E-Auto schneidet kaum besser ab:<\/p><p>Pkw (Benzin) &euro;-Cent \/ Fahrzeugkilometer: 6,42<br>\nPkw (Diesel): 7,53<br>\nPkw (E): 6,10<\/p><p>Vgl. S. 29, dort auch weitere Verkehrsarten <a href=\"https:\/\/t.co\/X9O8uKR1vM\">t.co\/X9O8uKR1vM<\/a><\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ S<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS Redaktion,<\/p><p>das so dringend f&uuml;r die E-Mobilit&auml;t ben&ouml;tigte Lithium lagert in Salzseen. Das sind bislang noch zum gr&ouml;&szlig;ten Teil unber&uuml;hrte &Ouml;kosysteme. Diese werden in k&uuml;rzester Zeit ausgebeutet und zerst&ouml;rt&nbsp; &ndash; nat&uuml;rlich alles f&uuml;r den Klimaschutz. Kobalt wird im Kongo gesch&uuml;rft mittels Kinderarbeit unter erb&auml;rmlichen Bedingungen. Ficht uns aber nicht an, wir brauchen schlie&szlig;lich gute Luft in unseren Gro&szlig;st&auml;dten.&nbsp;<\/p><p>VG Michael Wrazidlo&nbsp;<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Um zu merken, dass die Realit&auml;t f&uuml;r die meisten Menschen anders aussieht, gen&uuml;gt ein Besuch in der Migros. Wenn die 500 Gramm Erdbeeren aus Spanien und vom romantischen Bio-Bauernhof entweder 3 Franken 50 oder 12 Franken kosten, ist ziemlich schnell Ende Gel&auml;nde mit freier Wahl und Eigenverantwortung. Ich kann schliesslich niemandem, der nicht so einen dicken Geldbeutel hat, einen Vorwurf machen, wenn er oder sie ebenfalls Erdbeeren essen will, aber nicht die nachhaltigen f&uuml;r 12 Franken kauft&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>ist der Klimawandel jetzt ein physikalisches, ein &ouml;konomisches oder soziologisches Problem? In den Hinweisen I&nbsp; des Tages gab es einen Link &ldquo;Es droht der Abschwung&rdquo; von Norbert H&auml;ring. Ist das jetzt eine gute Nachricht f&uuml;r den Klimawandel? F&uuml;r die davon betroffenen Menschen vermutlich nicht. Die Frage ist, ob die Jugend sich von der Mammutaufgabe &uuml;berhaupt einen Begriff macht. Wenn sie bis 2030 auf Null Co2-Aussto&szlig; will, dann d&uuml;rfen die heutigen wirtschaftlichen Aktivit&auml;ten praktisch nicht intensiver ausgepr&auml;gt sein als um 1850 und die jetzt 7,5 Mrd. Menschen d&uuml;rfen nicht mehr Ressourcen verbrauchen als die damalige Weltbev&ouml;lkerung von rund 1 Mrd. Menschen. Ist das realistisch? <\/p><p>Ich bezweifele den vom Menschen gemachten Klimawandel nicht. Weil das &ldquo;Leben&rdquo; schon immer die Umwelt ver&auml;ndert hat und die ver&auml;nderten Umweltbedingungen wiederum Einfluss auf die Entwicklung des Lebens genommen haben. (Als vor rd. 2,5 Mrd. Jahren die Photosynthese aufkam, war der damit verbundene Sauerstoffanstieg der Atmosph&auml;re f&uuml;r alle anaeroben Bakterien eine Klimakatastrophe). <\/p><p>Es gibt aber kein Globalklima &ndash; Klima ist eine aus den Wetterereignissen abgeleitete, abstrakte Gr&ouml;&szlig;e. Und alle bisherigen Weltuntergangsprophezeiungen sind nicht eingetroffen. Der heutige Klimawandel dient auch einer grandiosen Inszenierung. Man kann damit prima &Auml;ngste sch&uuml;ren. (wie mit der Rente, der Demografie, Fl&uuml;chtlingskrise, Brexit, etc.) Es geht um Macht und Einfluss, um die Er&ouml;ffnung neuer Gesch&auml;ftsfelder, um Forschungsgelder (vielleicht ist der Weltklimarat nicht so uneigenn&uuml;tzig wie er vorgibt). Es lassen sich neue &Ouml;ko-Steuern pandemischen Ausma&szlig;es kreieren. Und man kann sich als Retter in der Not anpreisen. Dies nur mal so als Anmerkung &ndash; der Mensch ist nur allzuoft bereit, leichtgl&auml;ubig vermeintlichen Hirten zu folgen. Bleiben Sie kritisch!<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Wolf,<\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r den spannenden Artikel &bdquo;Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 3: Sackgasse Elektromobilit&auml;t&ldquo;.<\/p><p>Ich w&auml;re Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir die genau Quelle \/ Studie zu dieser Aussage mitteilen k&ouml;nnten: &bdquo;Die reine CO2-Bilanz eines E-Pkw ist im Vergleich zu einem Benzin- oder Diesel-Pkw maximal um ein Viertel g&uuml;nstiger &ndash; wenn der gesamte Lebenszyklus des Autos betrachtet wird.&ldquo;<\/p><p>Wie besch&auml;ftigen uns mit allen Formen der zuk&uuml;nftigen Mobil&auml;t und k&ouml;nnen mit Fakten auch gut umgehen. ;-)<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen,<br>\nRichard Bachinger<\/p><p><strong>Antwort Winfried Wolf:<\/strong><\/p><p>Das sind vor allem die beiden Studien<\/p><ul>\n<li>Mia Romare und Lisbeth Dahll&ouml;f, The Life Cercle Energy Consuption and the Greenhouse Gas Emissions from Lithium-Ion-Batteries. A Study with focus on current Technology and Batteries for light-duty vehicles, IVL &ndash; Swedish Environmental Research Institute, Stockholm 2017.<\/li>\n<li>&bdquo;&Ouml;kologische Folgen von Elektroautos &ndash; ist die staatliche F&ouml;rderung von Elektro- und Hybridautos sinnvoll?&ldquo; des Umwelt- und Prognose-Instituts (UPI) in Heidelberg, UPI-Berichte Nr. 79, 2. Aktualisierte Auflage August 2017. Autorinnen und Autoren: Dieter Teufel, Sabine Arnold, Petra Bauer und Thomas Schwarz. (<a href=\"http:\/\/www.upi-institut.de\/UPI79_Elektroautos.pdf\">upi-institut.de\/UPI79_Elektroautos.pdf<\/a>).<\/li>\n<li>zusammenfassend auch: Christopher Schrader, Die &Ouml;kobilanz der E-Mobilit&auml;t, in: Spektrum der Wissenschaft Nr. 5\/2018. Dort hei&szlig;t es dann sogar:<br>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Viele seri&ouml;se &Ouml;kobilanzen sehen Elektroautos, die normalen deutschen Strom tanken, derzeit ungef&auml;hr auf gleicher H&ouml;he mit sparsamen Verbrennern. Die Nationale Plattform Elektromobilit&auml;t und das Umweltministerium [in Berlin; W.W.] bescheinigen dem Akkuantrieb einen 12- bis 16-prozentigen Vorteil.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ul><p>Das Erstgenannte ist eine Studie, die eine gro&szlig;e Zahl unterschiedliche Studien zusammenfasst und vergleicht.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbriefe zu &bdquo;Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden.&ldquo; Teil 1+2 <\/strong><\/p><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>sehr interessiert habe ich ihren Bericht gelesen. Wie sie treffend geschrieben haben wird wie beim Arzt meist auch nicht nach der Ursache gesucht sondern nur die Wirkung gelindert.<\/p><p>In Ihrer Analyse w&uuml;rde ich aber noch einen Schritt weiter zur&uuml;ck gehen.<\/p><p>Punkt 1: Ursache f&uuml;r die Pendler sind meines Erachtens die Einstellungspraktiken der Firmen und Beh&ouml;rden. Ein potenzieller Interessent bewirbt sich nat&uuml;rlich zuerst bei den Firmen im Umland. Man muss aber schon sehr viel Gl&uuml;ck haben um hier auch genommen zu werden. Es findet sich dann im Bewerbungsprozess f&uuml;r die Firma sicher immer noch ein besserer, g&uuml;nstigerer oder J&uuml;ngerer Bewerber. Hier sollten die Kriterien an einen Bewerber etwas weniger rigoros angesetzt werden. <\/p><p>Punkt 2: Wenn neue Firmen oder Unternehmensteile gegr&uuml;ndet werden geschieht dies meist in den Ballungszentren. Wenn die Angestellten aus Punkt 1 nat&uuml;rlich von sonst woher anreisen m&uuml;ssen n&uuml;tzt auch der ganze Mehrwert eine Grossstadt nichts. Hier m&uuml;sste meines Erachtens von der Politik der Rahmen vorgegeben werden, damit nicht nur in M&uuml;nchen, Stuttgart oder Frankfurt gebaut wird. Die kleineren St&auml;dte mit weniger Steuereinnahmen werden es danken.<\/p><p>Punkt 3: Durch die immer gr&ouml;sser werdenden Entfernungen zur Arbeit ziehen nat&uuml;rlich auch gen&uuml;gend Menschen weg. Folge ist, es gibt keinen Mehrfamilienhaushalt mehr und &auml;ltere Leute leben alleine in Ihren H&auml;usern und Wohnungen. Dadurch ergibt sich somit ohne lange nachdenken zu m&uuml;ssen ein Problem, wenn die &auml;lteren Personen Hilfe ben&ouml;tigen. Das wurde fr&uuml;her quasi &bdquo;nebenbei&ldquo; erledigt. <\/p><p>Ich schreibe (als Deutscher) aus der Schweiz. Die Probleme sind hier aber die gleichen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;sse aus der Schweiz,<br>\nJan Pietrusky<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<\/p><p>erst mal m&ouml;chte ich mich f&uuml;r Ihre sehr gute Arbeit bedanken.<\/p><p>Loben Sie f&uuml;r mich ihren Webmaster. Das war schon lange f&auml;llig! Mein Urteil: Klasse-Leistung!<\/p><p>Von ca. 30-40 Vergleichsportalen liegen die NDS absolut vorne.<\/p><p>Seit Anbeginn der NDS f&uuml;hre ich das NDS-Archiv auf meinem PC nach.<\/p><p>Redaktion: Mir gef&auml;llt der Schreibstil, die Verst&auml;ndlichkeit und das Professionale Ihrer Arbeit.<\/p><p>Leider meiden Sie Englisch, was ich aufgrund Ihrer Klientel verstehen kann.<\/p><p>Ja und der alte Herr A.M.?&nbsp;<\/p><p>Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten! (bin nur 1 Jahr j&uuml;nger als er)<\/p><p>Er ist schon eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Presse!<\/p><p>Home-Office!<\/p><p>Ok. F&uuml;r Profis wie Ihr? Da gibt&rsquo;s nichts Besseres.<\/p><p>Aber sonst gibt es sehr viel Schrott (Ich beziehe das auf technische Bereiche)<\/p><p>Viel Gl&uuml;ck und herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDer Alte<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>die beiden Beitr&auml;ge von Jens Berger zum Verkehr sind interessant.<\/p><p>Aber, ich vermisse einen wichtigen Gedanken: bei den meisten Politikern fehlt schlicht die Absicht etwas zum Positiven zu ver&auml;ndern. Diese Leute leben in einer Parallelwelt und sind meist nicht gewillt bzw. in der Lage Alltagsprobleme zu verstehen.<\/p><p>Nur so kann ich mir erkl&auml;ren, dass selbst einfache Ma&szlig;nahmen, die ohne gro&szlig;en Widerspruch aus der Bev&ouml;lkerung oder gegen un&uuml;berschaubare Kosten zur L&ouml;sung von Problemen beitragen k&ouml;nnten, nicht durchgef&uuml;hrt werden. Zwei einfache Beispiele hierf&uuml;r.<\/p><p>In dem vergleichsweise viel &auml;rmeren Ungarn ist die Benutzung von Verkehrsmitteln f&uuml;r Rentner &ndash; mit Ausnahme von Sonderzuschl&auml;gen &ndash; unentgeltlich. Auch f&uuml;r ausl&auml;ndische Rentner. Man kann sich gut vorstellen, dass deutsche Rentner, wenn sie sich aus dem Berufsleben allm&auml;hlich zur&uuml;ckziehen, ganz auf ihr Auto verzichten w&uuml;rden. Einmal alle zwei Wochen ein Mietwagen zum Erledigen von Eink&auml;ufen k&ouml;nnte ausreichen. Der Verkehr &ndash; einschlie&szlig;lich des ruhenden Verkehrs &ndash; w&uuml;rde enorm entlastet werden. Ein paar Redakteurinnen der S&uuml;ddeutschen, die den &bdquo;Alten&ldquo; am Liebsten das Wahlrecht entziehen w&uuml;rden, f&auml;nden das sicher ungerecht. Nur die meisten Steuerzahler h&auml;tten sicher keine Einw&auml;nde. Die Kosten w&auml;ren &uuml;berschaubar und man k&ouml;nnte vielleicht diese Regelung Schritt f&uuml;r Schritt auf andere Bed&uuml;rftige ausdehnen. <\/p><p>Der Flugverkehr hat einen wachsenden Anteil an der Umweltverschmutzung und wird gleichzeitig durch verschiedene Ma&szlig;nahmen der Politik subventioniert. Und eine gro&szlig;er Teil des Flugverkehrs ist &ndash; im Gegensatz zum &Ouml;PNV &ndash; ein reines Luxus-Problem. Warum kann man nicht sagen, dass jedem B&uuml;rger pro Jahr X Flug-Kilometer zum Normalpreis zustehen. Alles was diese X km &uuml;berschreitet wird sehr hoch besteuert. F&uuml;r private Nutzer k&ouml;nnte man die Ausnahmeregelung festlegen, dass &nbsp;f&uuml;r eine Traumreise 3 oder meinetwegen 5 Jahre km anspart werden k&ouml;nnen. F&uuml;r Personen, die im Auftrage von Unternehmen, Verb&auml;nden und der Politik &nbsp;reisen, entf&auml;llt diese M&ouml;glichkeit. Die Unternehmen w&uuml;rden sicher manche Zusammenkunft durch Video-Konferenzen einsparen. Der EU-Reisezirkus w&uuml;rde reduziert werden bzw. manche Herrenpartie von Verbandsfunktion&auml;ren oder Managern nach Brasilien w&uuml;rde wegfallen.<\/p><p>Klar muss an solchen Vorschl&auml;gen im Detail gefeilt werden. Klar ist aber auch, dass es wahrscheinlich weitere M&ouml;glichkeiten gibt, wie man sozial vertr&auml;glich etwas f&uuml;r bessere Verkehrsl&ouml;sungen im Interesse der Umwelt tun kann. Den Verantwortlichen fehlt aber hierzu der politische Wille. Man erh&ouml;ht gerne nach dem Gie&szlig;kanne-Prinzip die Steuern und Geb&uuml;hren f&uuml;r Strom, Kraftstoffe etc. &nbsp;Das hilft zwar der Umwelt nicht ausreichend, hat aber den Vorteil das die Hauptlasten vom &bdquo;Kleinen Mann&ldquo; getragen werden.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nReinhard Schuberth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren von den NDS,<\/p><p>nur eine kurze Frage oder Anregung im Zusammenhang mit Ihrer &bdquo;Verkehrs&ldquo;-Serie: Befasst sich jemand von Ihnen auch einmal mit dem Thema &bdquo;Vermeidung von G&uuml;terverkehr&ldquo;? Das w&auml;re sicher nicht nur aus meiner Sicht lohnend. Die Lkw-Flut bringt ein gewaltiges  Kapazit&auml;tsproblem f&uuml;r unser Stra&szlig;ennetz mit sich, ruiniert Stra&szlig;enbelag und Kunstbauten und ist eine riesengro&szlig;e Gefahrenquelle f&uuml;r alle Verkehrsteilnehmer. Luftfracht ist eine Energieverschwendung und Umweltschweinerei.<\/p><p>Wer das Thema gr&uuml;ndlich behandeln will, wird am Ende wohl unseren ganzen Freihandels-Wahn infrage stellen m&uuml;ssen.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en, und machen Sie weiter so!<br>\nBernhard Edlmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Macher,<\/p><p>Endlich! Gleich drei Beitr&auml;ge zur Verkehrswende. Und dann lees ick, und ick wundre mir: jetzt muss doch endlich mal das Fahrrad kommen &hellip; ?<\/p><p>War das jetzt ein Test, ob alle Leser bis zum Schluss durchhalten?<\/p><p>Oder ein Test, wieviele Leser das Fahrrad &uuml;berhaupt auf dem Schirm haben?<\/p><p>Bitte belasst es nicht bei der Erw&auml;hnung im letzten Absatz im letzten Beitrag. Das Fahrrad hat eine eigene Diskussion verdient. <\/p><p>Hier gleich noch ein paar Stichworte dazu:<\/p><ul>\n<li>Breitere Radwege (z.B. Kopenhagen)<\/li>\n<li>Ausbau des Radwegnetzes, auch f&uuml;r Pendler, (z.B. Kopenhagen bzw. Ruhrgebiet)<\/li>\n<li>Schnellstra&szlig;en f&uuml;r den Radverkehr (z.B. Kopenhagen, Radbahn-Konzept Berlin)<\/li>\n<li>Sichere Kreuzungen (z.B. gr&uuml;ner Pfeil f&uuml;r Radfahrer)<\/li>\n<li>E-Bikes statt E-Autos (Energieverbrauch pro 100km unter 1kWh statt 15 bis 28 kWh, bei Eigenantrieb: ein paar Apfelschorlen)<\/li>\n<li>Und was uns besonders am Herzen liegt und in der Diskussion oft vergessen wird:<\/li>\n<li>Bezahlbare Mieten auch f&uuml;r Kleingewerbe (z.B. f&uuml;r Fahrradwerkst&auml;tten)<\/li>\n<li>Senkung der Mehrwertsteuer f&uuml;r Fahrr&auml;der<\/li>\n<\/ul><p>und ganz allgemein:<\/p><p>Steuern hoch f&uuml;r Ressourcenverbrauch, Steuern runter f&uuml;r Arbeit, damit wir es uns auch leisten k&ouml;nnen, R&auml;der zu reparieren ohne uns dabei selbst auszubeuten!<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e aus dem Radhaus Kreuzberg,&nbsp;und bei der Gelegenheit endlich auch mal einen herzlichen Dank f&uuml;r Eure wichtige Arbeit,<br>\nRidvan Kurum<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p><strong>Zu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50679\">Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 2: Pendlerverkehr vermeiden<\/a><\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, <\/p><p>Mehr Homeoffice in den Verwaltungen kann sicherlich ein richtiger Weg sein. Auch wenn es nicht gen&uuml;gt den Laptop am K&uuml;chentisch aufzuklappen. Home Offices m&uuml;ssen die inh&auml;rente soziale Interaktion eines Pr&auml;senzarbeitplatzes &ldquo;k&uuml;nstlich&rdquo; kompensieren. Aber generell geht das schon. <\/p><p>&gt; Bei wie vielen Besprechungen, Meetings, Konferenzen, Briefings usw. usf. ist es eigentlich wirklich notwendig, dass alle Beteiligten auch physisch vor Ort sind? <\/p><p>Faktisch notwendig nicht, aber ironischer weise schaffen es produzierende Betriebe leichter ihre Fabriken zu verlagern, als das die Verwaltung und all die Schreibtischarbeiter aus den Zentren weg zu verlegen. <\/p><p>Das die ganze Administration, Steuerung, Planung und Entwicklung in einem gro&szlig;en physischen Hauptquartier sitzt, kommt daher das dort die wichtige Kommunikation stattfindet. <\/p><p>Und eben nicht nur die offizielle, sondern vor allem die informelle und sozial gepr&auml;gte Kommunikation. <\/p><p>Flurfunk ist anscheinend schwerere zu verlagern als eine 10 Tonnen schwere Stahlpresse. <\/p><p>Nat&uuml;rlich gibt es zahlreiche M&ouml;glichkeiten das Arbeitnehmer von anderen Standorten arbeiten, aber in einer Filiale oder gar im Home Office lebt man auf einem Satelliten und ist von der informellen Kommunikation im Brennpunkt des Hauptquartiers abgeschnitten. <\/p><p>Auch scheinen Mitarbeiter so vom &ldquo;Karriereradar der Vorgesetzten [zu] verschwinden&rdquo;. (<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/karriere\/2015-04\/homeoffice-arbeit-arbeitsrecht\">zeit.de\/karriere\/2015-04\/homeoffice-arbeit-arbeitsrecht<\/a>).<\/p><p>Eine M&ouml;glichkeit w&auml;re es diese Hauptquartiere abzuschaffen: &ldquo;The only way to not have people in a satellite office is not to have a main office.&rdquo; (aus <a href=\"https:\/\/www.remoteonly.org\/\">remoteonly.org<\/a>) <\/p><p>Aber die Kommunikation wird im Teleoffice die wichtigen Pr&auml;senzkan&auml;le verlieren.<\/p><p>Nicht-ortsimultanes Arbeiten und vor allem die notwendige Verschriftlichung von informellen Wissen wird das Beziehungskapital in Frage stellen. <\/p><p>Je h&ouml;her die Stufe im Organigramm, je wichtiger ist Beziehungskapital. <\/p><p>Oder sarkastisch ausgedr&uuml;ckt: F&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte, und alle die es werden wollen, ist der f&uuml;r die Rangfolge so wichtige headcount nicht mehr sichtbar und niemand h&ouml;rt ihnen mehr in unendlichen Meetings ihrem Referierten zu. <\/p><p>In der Welt von DAX Konzernen ist verteiltes Arbeiten daher vermutlich nicht vorstellbar. <\/p><p>Das g&auml;be sicherlich neuen Teilnehmern in der Wirtschaft wie Entwicklungsdienstleister, Marketingagenturen, Softwaredienstleister oder Startups die M&ouml;glichkeit zur sch&ouml;pferischen Marktver&auml;nderung. <\/p><p>Aber wenn man sich die Adressen von diesen anschaut, dr&auml;ngen ja die noch mehr nach Berlin Mitte oder an den M&uuml;nchner Marienplatz, als die Allianz oder die Deutsche Bahn. <\/p><p>Ich glaube verteiltes Arbeiten w&uuml;rde so viele Verkehrs-, Wohnraum- und andere Gesellschaftsprobleme l&ouml;sen k&ouml;nnen, aber leider ist das mit der real existierenden Wirtschaft nicht gut m&ouml;glich. <\/p><p>viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKlaus Mueller <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorletzten Freitag erschien der Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50701\">Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 3: Sackgasse Elektromobilit&auml;t<\/a>&rdquo; von Winfried Wolf, in dem er die viel propagierte Elektromobilit&auml;t einmal aus anderen Perspektiven beleuchtete. Dies regte einige Leser dazu an, ihre &Uuml;berlegungen zum Thema zu schreiben und nachfolgend findet sich eine Auswahl dieser Zuschriften. 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