{"id":51098,"date":"2019-04-23T08:08:29","date_gmt":"2019-04-23T06:08:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098"},"modified":"2019-04-23T08:29:14","modified_gmt":"2019-04-23T06:29:14","slug":"hinweise-des-tages-3351","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h01\">Ex-Pr&auml;sident Jimmy Carter nennt USA das kriegerischste Land der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h02\">Franz&ouml;sische Polizisten: Stress und Suizid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h03\">25.000 Grundeigent&uuml;mer besitzen die H&auml;lfte des Landes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h04\">Kritik am Einfluss der Reichen w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h05\">Beim Immobilien-Poker verzockt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h06\">So kann Verm&ouml;gen gerechter verteilt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h07\">Warum Mikrokredite kein Mittel gegen Armut sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h08\">Rente mit 67: L&auml;ngere Lebensarbeitszeit birgt sozialpolitische Risiken, die abgefedert werden m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h09\">Rheinmetall entr&uuml;sten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h10\">Upload-Filter l&ouml;schen Dutzende Kopien des Mueller-Berichts.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h11\">Widerspr&uuml;che gegen Hartz-IV-K&uuml;rzungen sind h&auml;ufig erfolgreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h12\">Altmaier l&auml;sst 40 Planstellen f&uuml;r Energiepolitik unbesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h13\">Wie kommt deutscher Plastikabfall in den Pazifik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h14\">Politische Konzepte und B&uuml;ndnism&ouml;glichkeiten, jenseits des rechten und des neoliberalen Blocks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h15\">Hat die &auml;ltere Generation &ldquo;alles verkackt&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h16\">&bdquo;Bild&ldquo;, Kai Diekmann und der Wunder-Krebstest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h17\">Kein Bock auf Bomben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51098#h18\">zu guter Letzt: Der Spargelkult muss enden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ex-Pr&auml;sident Jimmy Carter nennt USA das kriegerischste Land der Welt<\/strong><br>\nJimmy Carter, der einzige US-Pr&auml;sident, unter dem die Vereinigten Staaten keinen Krieg gef&uuml;hrt hatten, hat die Kriegslust seines Landes scharf kritisiert. Die USA k&ouml;nnten sich laut Carter an China ein Beispiel nehmen.<br>\nDie USA seien das kriegerischste Land der Welt, sagte Carter in seiner Sonntagsschule in der Maranatha Baptist Church im US-Bundesstaat Georgia.<br>\nDer 94-J&auml;hrige erkl&auml;rte, Trump habe ihn am vergangenen Samstag angerufen. Zuvor habe er dem jetzigen US-Pr&auml;sidenten in einem Brief einen Ratschlag zu den amerikanisch-chinesischen Beziehungen gegeben. Trump sei derzeit dar&uuml;ber besorgt, dass China die USA wirtschaftlich &uuml;berholen k&ouml;nnte.<br>\n&bdquo;Ich habe das Verh&auml;ltnis zu China 1979 normalisiert. Wissen Sie, wie oft China seit 1979 Krieg gegen jemanden gef&uuml;hrt hat? Niemals! Und wir sind im Krieg geblieben&ldquo;, so der ehemalige demokratische Staatschef.<br>\nIn den 242 Jahren ihres Bestehens als Staat h&auml;tten die USA lediglich 16 Jahre lang keinen Krieg gef&uuml;hrt, betonte Carter.<br>\nDass die USA das kriegsfreudigste Land seien, sei die Folge des US-Drucks auf andere Staaten, amerikanische Prinzipien zu &uuml;bernehmen.<br>\nDie lange Friedenszeit habe es China erlaubt, sein Wirtschaftswachstum voranzutreiben. &bdquo;Wie viele Meilen Schnellverkehrsbahn haben wir in diesem Land?&ldquo; fragte Carter. China habe etwa 29.000 Kilometer Schnellverkehrsbahn, w&auml;hrend Washington etwa drei Billionen US-Dollar f&uuml;rs Milit&auml;r ausgegeben habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190420324756411-ex-praesident-jimmy-carter-nennt-usa-das-kriegerischste-land-der-welt-\/\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wie von den NachDenkSeiten schon oft beschrieben: Der Tod kommt aus Amerika. Interessant auch der Hinweis Carters auf die Chinas Alternative Investitionen in Schnellbahntrassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Franz&ouml;sische Polizisten: Stress und Suizid<\/strong><br>\nSchlechte Ausr&uuml;stung, eine nachl&auml;ssige Justiz und Anfeindungen aus dem eigenen Volk: Auf franz&ouml;sischen Polizisten lastet momentan mehr Druck denn je. F&uuml;r manche gibt es nur einen Ausweg.<br>\nNoch nie war der Hass auf die Polizei in Frankreich so gro&szlig;. Das hat die gr&ouml;&szlig;te franz&ouml;sische Polizeigewerkschaft Alliance am Montag beklagt. Bei den &bdquo;Gelbwesten&ldquo;-Protesten in Paris am Osterwochenende hatten Demonstranten die Sicherheitskr&auml;fte in Sprechch&ouml;ren zum Suizid aufgefordert. &bdquo;Bringt euch um&ldquo;, riefen sie den Polizisten zu. Frankreichs Polizei ist im Dauerstress.<br>\nDie &Uuml;berbelastung hat nach Auffassung der Gewerkschaften zu einer ungew&ouml;hnlich hohen Selbstmordrate unter den Beamten gef&uuml;hrt. Im vergangenen Jahr nahmen sich 35 Polizisten sowie 33 Gendarmen das Leben, oft mit ihrer Dienstwaffe. Seit Jahresbeginn sind bereits 28 Suizidtote unter den Sicherheitskr&auml;ften zu beklagen.<br>\nDie Polizeigewerkschaften f&uuml;hren die Selbstmordwelle darauf zur&uuml;ck, dass viele Kollegen in ihrem beruflichen Alltag verzweifelten. Die &bdquo;schnelle und pr&auml;zedenzlose Aufeinanderfolge&ldquo; dramatischer Eins&auml;tze sei &bdquo;unertr&auml;glich&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Schreiben der Polizeigewerkschaften an den Innenminister. Es sei h&ouml;chste Zeit, dass &bdquo;starke und sofort wirksame Ma&szlig;nahmen&ldquo; ergriffen w&uuml;rden.<br>\nAuch wenn die &bdquo;Gelbwesten&ldquo;-Proteste abgeflaut sind, haben die Polizisten zum 23. Samstag in Folge &Uuml;berstunden leisten m&uuml;ssen. Aber nicht nur der Mangel an Ruhezeiten stresst die Polizisten. Sie haben immer st&auml;rker das Gef&uuml;hl, dass sie f&uuml;r politische Fehlentscheidungen oder Vers&auml;umnisse den Kopf hinhalten m&uuml;ssen. In den Vorst&auml;dten der gro&szlig;en Metropolen sei die Entwicklung besorgniserregend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/hohe-selbstmordrate-unter-franzoesischen-polizisten-16152497.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Nachdenklich. Kaputte Polizei. Kaputtes Land.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der &bdquo;gro&szlig;e Europ&auml;er&ldquo; Macron verheizt gnadenlos die Polizisten, die auch B&uuml;rger Frankreichs sind, zur Durchsetzung seiner neoliberalen Agenda im Interesse der franz&ouml;sischen Oligarchie, deren Angeh&ouml;rige sich nun mit ihren Spenden f&uuml;r den Wiederaufbau Notre Dames als gro&szlig;e Wohlt&auml;ter pr&auml;sentieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>25.000 Grundeigent&uuml;mer besitzen die H&auml;lfte des Landes<\/strong><br>\nDie H&auml;lfte Englands ist in den H&auml;nden von weniger als einem Prozent der Bev&ouml;lkerung. Dies geht aus einem neuen Buch hervor. Die 25.000 Besitzer sind Aristokraten und Gro&szlig;unternehmer. Daran habe sich in den letzten Jahrhunderten nichts ge&auml;ndert.<br>\nDer Zugang zu Grundbesitzdaten gestaltet sich in England schwierig. F&uuml;r den Bericht zum Grundbesitz in England wurden digitale Karten und Daten zusammengefasst. Die Ergebnisse fasste der Autor Guy Shrubsole in einem Buch zusammen. Diese werden als &ldquo;schockierend&rdquo; bezeichnet. Sie zeigen auf, dass sich an der Klassengesellschaft in England nichts ge&auml;ndert hat.<br>\nDen meisten Menschen sei nicht bewusst, dass ein paar tausend Herz&ouml;ge, Barone und Freiherren so viel Land besitzen. Auch die letzten Jahrhunderte h&auml;tten daran nichts ge&auml;ndert. Die Aristokratie besitze mindestens &ldquo;30 Prozent Englands&rdquo;. Da aber 17 Prozent der Besitzer in England und Wales nicht genannt w&uuml;rden, k&ouml;nnte die reale Zahl viel h&ouml;her liegen. Da es nie zum Verkauf auf dem &ouml;ffentlichen Markt kommt, m&uuml;ssen sie auch nicht registriert werden.<br>\n18 Prozent des Landes ist im Besitz von Unternehmen, darunter viele Offshore-Unternehmen. Der gr&ouml;&szlig;te Eigent&uuml;mer ist die Wasserfirma United Utilities.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/87303-ungleichheit-in-england-25000-grundeigentuemer-besitzen-haelfte-des-landes\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kritik am Einfluss der Reichen w&auml;chst<\/strong><br>\nKultursponsoring hat in den USA eine lange Tradition, die Kulturinstitutionen sind auf private Spenden angewiesen. &Ouml;ffentliche Gelder werden unter Trump mehr und mehr gestrichen. Das bringt Probleme &ndash; nicht nur, wenn das Geld von der Sackler-Familie kommt.<br>\nIn Los Angeles hei&szlig;en die gro&szlig;en Philanthropen der Kunstwelt nicht Sackler, sondern zum Beispiel Eli und Edythe Broad, Dr. Dre und David Geffen. Sie machen ihr Geld mit Immobilien, Musik und Filmen. Sie spenden Millionen f&uuml;r Universit&auml;ten, Konzerthallen und Museen.<br>\nOhne Philanthropen g&auml;be es keine Walt Disney Concert Hall und keinen Erweiterungsbau f&uuml;r das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) von Architekt Peter Zumthor. Kunstsammlerin Elaine Wynn gab f&uuml;r die Erweiterung 50 Millionen, Fernsehmogul Jerrold Perenchio 25 und Filmproduzent Geffen 150 Millionen. Der Neubau wird &bdquo;David Geffen Galleries&ldquo; hei&szlig;en. Doch es fehlen noch ein paar Millionen bis zum ersten Spatenstich. &hellip;.<br>\nInzwischen schaut die &Ouml;ffentlichkeit allerdings deutlich kritischer darauf, wer Kunst in Los Angeles finanziert. Beispiel Eli Broad: Ohne Kunst- und Geldspenden des Unternehmers ist die Kulturszene von Downtown Los Angeles nicht denkbar. Doch Broad finanziert zum Beispiel auch den Kampf f&uuml;r mehr Privatschulen und gibt Politikern, die seine Ziele im Bildungsbereich verfolgen, gro&szlig;z&uuml;gige Spenden.<br>\nDavid Callahan, Autor eines Buchs &uuml;ber den Zusammenhang von Reichtum, Macht und Philanthropie in einem Interview mit dem Radiosender KPCC: &bdquo;Alle lieben sein Museum und was er f&uuml;r die Kunstszene getan hat. Aber warum soll er als einzelne Person so viel Einfluss auf die Politik haben? Nur weil er reich ist? Das ist nicht demokratisch. Er steuert mit seinem Geld Kunst und politische Reformen. Das ist viel Macht f&uuml;r einen Mann.&ldquo; &hellip;.<br>\nKritik am Einfluss der Reichen auf die Kulturpolitik generell w&auml;chst. Sie erinnert an einen Satz des ehemaligen US-Pr&auml;sident Theodore Roosevelt: &bdquo;Keine Summe an gespendetem Verm&ouml;gen kann daf&uuml;r entsch&auml;digen, wie es erworben wurde.&ldquo; Philanthropie-Insider David Callahan sagt:<br>\n&bdquo;Meine Bedenken sind au&szlig;erdem, dass auch das, was am Ende pr&auml;sentiert wird, vor allem das Denken von reichen Unternehmern reflektiert. Und die denken nicht wie du und ich. Weil reiche Spender sagen, wo es langgeht, werden vor allem ihre Ansichten und Werte reflektiert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kultursponsoring-in-los-angeles-kritik-am-einfluss-der.1013.de.html?dram:article_id=446812\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Familie Sackler ist Eigent&uuml;merin des Pharmaunternehmens Purdue, dass durch die aggressive Vermarktung des Schmerzmittels Oxycontin wesentlich f&uuml;r die katastrophale Opioid-Epidemie in den USA verantwortlich ist. &Uuml;berdosen an Schmerzmitteln sind f&uuml;r knapp 200 000 Todesf&auml;lle in den USA verantwortlich &ndash; allein in den letzten f&uuml;nf Jahren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die Opioiden-Krise in den USA<\/strong><br>\nDie Dokumentation rekonstruiert die Hintergr&uuml;nde der Gesundheitskatastrophe in den USA aus erster Hand und schildert die Situation in Deutschland und Frankreich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/083585-000-A\/suechtig-nach-schmerzmitteln\/\">arte<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Beim Immobilien-Poker verzockt<\/strong><br>\nMit dem Neubau der heutigen LBBW-Zentrale am fr&uuml;heren G&uuml;terbahnhof entstand die Idee, Stuttgart brauche ein neues Stadtzentrum. 25 Jahre sp&auml;ter gibt es dieses Zentrum immer noch nicht. Aber &ouml;ffentliches Eigentum wurde in gro&szlig;em Umfang in private Taschen verschoben.<br>\nDie S&uuml;dwest LB war 1987 aus dem Zusammenschluss der W&uuml;rttembergischen und der Badischen Kommunalen Landesbank entstanden. Als 1991 die Erstauflage des Architekturf&uuml;hrers erschien, gab es den Bau im Zentrum der Stadt noch nicht. Er wurde erst 1994 fertig gestellt: Im selben Jahr, als das &ouml;ffentliche Unternehmen Deutsche Bundesbahn in die Deutsche Bahn AG umgewandelt wurde und das Projekt Stuttgart 21 auf den Tisch kam.<br>\nWie hie&szlig; es damals so sch&ouml;n? Stuttgart brauche ein neues Stadtzentrum. Das alte war irgendwie zu klein geworden. Auch wenn die Stadtplaner komischerweise zur selben Zeit von einem Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang ausgingen. Diese neue, sch&ouml;nere Stadtmitte sollte auf der R&uuml;ckseite des Bahnhofs entstehen, wo die Bahngleise nach Fertigstellung des Tiefbahnhofs ja nicht mehr gebraucht w&uuml;rden. Es begann mit dem Teilgebiet A1, ehemals G&uuml;terbahnhof, heute Europaviertel. Und an dessen Eingang stand und steht wie ein Portal die S&uuml;dwest LB.<br>\nHeute, wo die Bahn das Projekt nicht noch einmal bauen w&uuml;rde, wo die Zehn-Milliarden-Grenze zwar noch nicht eingestanden, aber unter anderem vom Bundesrechnungshof schon vor Jahren prognostiziert wurde, stellt sich die Frage: Wie konnten Politiker aus Stadt, Land und Bund auf die haneb&uuml;chenen Versprechen hereinfallen, die das Projekt, immer mit hohem Werbeaufwand, von Anfang an begleiteten? Wie verblendet mussten sie sein? Wer hatte ein Interesse an diesem Projekt?  &hellip;<br>\nEine Hand w&auml;scht die andere, sagt man. Die Bank gibt Kredite an Kommunen und Land. Und im Aufsichtsrat sitzen derzeit die Finanzministerin des Landes und der Oberb&uuml;rgermeister der Stadt Stuttgart. Ein Geben und Nehmen: bis 2007 scheinbar ein Erfolgsmodell. Bis die Blase platzte. Mieter und Steuerzahler zahlen die Zeche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/420\/beim-immobilien-poker-verzockt-5860.html#\">Kontext<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> S21 &ndash; Ein Fiasko in finanzieller und technischer Hinsicht. Allen Warnungen, aller Kritik zum Trotz haben Politiker &ouml;ffentliches Eigentum den Profitinteressen preisgegeben. Sogar die Verantwortlichen gestehen inzwischen: Man w&uuml;rde es heute nicht mehr machen. Haftbar gemacht werden die B&uuml;rgerInnen, sie zahlen mit ihrem Geld, mit ihrer Sicherheit, mit ihrem Bedarf an bezahlbaren Wohnungen. Politikversagen? Nein, das eigentliche, insgeheim verfolgte Ziel wurde vielmehr erfolgreich umgesetzt.  Diese Deals haben System im neoliberalen Kapitalismus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>So kann Verm&ouml;gen gerechter verteilt werden<\/strong><br>\nNa, geh&ouml;ren Sie dazu? Zu den oberen 10 Prozent der Einwohner? Zu den Reichen also, denen mehr als die H&auml;lfte des Verm&ouml;gens in Deutschland geh&ouml;rt? Oder doch eher zu den unteren 50 Prozent, also der H&auml;lfte der Deutschen, denen zusammengerechnet nur drei Prozent des Verm&ouml;gens geh&ouml;ren? Und wenn ja, wie k&ouml;nnen Sie das &auml;ndern?<br>\nDas sind keine Klassenkampfparolen. Ich zitiere die n&uuml;chternen Zahlen der Bundesbank, vorgestellt in der vergangenen Woche im Verm&ouml;gensbericht. Und gleich noch nachgeschoben, dass sie das Verm&ouml;gen der Reichen und Superreichen dabei eher zu niedrig sch&auml;tzen d&uuml;rfte. Superreiche seien bei der zugrundeliegenden Befragung im Jahr 2017 n&auml;mlich gar nicht dabei gewesen. Und auch die Reichen h&auml;tten sich weniger beteiligt.<br>\nFun Fact: Viele derjenigen, die nach der Befragung zu den Beg&uuml;terten im Land geh&ouml;ren, wollen das gar nicht wahrhaben. Gefragt nach ihrer Selbsteinsch&auml;tzung, bekannten sich n&auml;mlich nur drei Prozent aus den oberen 20 Prozent der Verm&ouml;gensstatistik dazu, zu dieser bevorzugten Gruppe zu geh&ouml;ren. [&hellip;]<br>\nDaf&uuml;r sind zuerst diverse politische Weichenstellungen n&ouml;tig, was man schon daran sehen kann, dass der Reichtum trotz allen Flei&szlig;es der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger deutlich ungleicher verteilt ist als in vielen anderen L&auml;ndern Europas. Oder wie die Bundesbank schreibt: Deutschland geh&ouml;rt innerhalb Europas zu den L&auml;ndern mit einer besonders &ldquo;hohen Ungleichverteilung der Verm&ouml;gen&rdquo;. &hellip;.<br>\nEs kann unter Verteilungsgesichtspunkten auch nicht sein, dass das Vererben gro&szlig;er Verm&ouml;gen oft ohne viel Erbschaftssteuer erfolgt, aber ganz legal wie bei Familie Quandt. Von den Umtrieben der Familie Engelhorn ganz zu schweigen. Es geht hier wirklich nicht um Omas und Opas Reihenhaus. Erben ist keine Leistung, schon gar nicht, wenn Geld f&uuml;r die Finanzierung von Schulen, Radwegen, Bahntrassen, Glasfasernetzen, Stra&szlig;en und Polizei fehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/tenhagens-finanztipps-so-kann-vermoegen-gerechter-verteilt-werden-a-1263524.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Tenhagens Tipps f&uuml;r die Verbesserung der privaten Finanzen &ndash; h&ouml;heres Gehalt, Sparen bei Versicherungsbeitr&auml;gen und Handy-Kosten sowie Investitionen in ETFs (Spitzentipp f&uuml;r Niedrigl&ouml;hner, die 10 Euro im Monat &uuml;brighaben) &ndash; sind gewohnt sinnlos, aber die politischen Vorschl&auml;ge haben es in sich. Tenhagen fordert ohne Umschweife einen h&ouml;heren Spitzensteuersatz bei Erh&ouml;hung der Einkommensgrenzen, die Ersetzung der Abgeltungssteuer (25% auf Kapitalertr&auml;ge) durch den normalen Steuersatz, die Wiedereinf&uuml;hrung einer vern&uuml;nftigen Erbschaftsteuer auf hohe Verm&ouml;gen und, na gut, die F&ouml;rderung von Immobilienverm&ouml;gen f&uuml;r Wenigverdiener. Kurz, so etwas wie die Wiederherstellung von sozialer Gerechtigkeit und, tats&auml;chlich, mehr Verteilungsgerechtigkeit bei den Verm&ouml;gen. Das liegt ziemlich nahe am Programm der Linkspartei und war beim SPIEGEL in den letzten 25 Jahren nicht zu lesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum Mikrokredite kein Mittel gegen Armut sind<\/strong><br>\nDie Idee ist einfach: Wir geben armen Menschen in armen L&auml;ndern Zugang zu Krediten, sie kaufen sich damit ein paar K&uuml;he oder investieren in einen kleinen Betrieb. Aus den Erl&ouml;sen zahlen sie den Kredit zur&uuml;ck oder bauen ihn weiter aus, nach und nach kommen sie so aus der Armut &ndash; ganz ohne Almosen, aus eigenem Antrieb. Klingt doch gut, oder? So gut, dass der Bangladescher Muhammad Yunus f&uuml;r seine Idee, Mikrokredite an Arme zu vergeben, 2006 den Friedensnobelpreis erhielt. Und jeder von uns kann mitmachen, Organisationen wie kiva.org oder Oikocredit lassen uns Geld anlegen, das &uuml;ber Kleinstkredite an Arme geht. Ich habe das vor Jahren gemacht und 1.000 Euro veranlagt. Aber was bringt das Ganze wirklich? &hellip;.<br>\nDer Hype &ndash; die UN rief 2005 das Jahr der Mikrokredite aus &ndash; brach aber nicht ohne Grund aus. Studien bescheinigten dem Konzept zun&auml;chst, gut zu funktionieren. Schon 2011 aber zeigte eine von DFID, der britischen Entwicklungshilfe, finanzierte Evaluierung der Forschung, dass die bisherigen Studien nicht verl&auml;sslich sind. Seither sind zahlreiche bessere Arbeiten erschienen. Eine &Uuml;bersicht der Forschungsinstitute IPA und J-Pal zu den einflussreichsten neuen Studien zeigt, dass Kredite nicht dazu f&uuml;hrten, dass die Einkommen der Menschen stiegen. Einige Finanzinstitute und NGOs erkl&auml;rten sich bereit, sich von Wissenschaftern begleiten zu lassen, unter anderem nach Indien, &Auml;thiopien oder Bosnien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000101441967\/Das-Ende-des-Hypes-Warum-Mikrokredite-kein-Mittel-gegen-Armut\">Der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rente mit 67: L&auml;ngere Lebensarbeitszeit birgt sozialpolitische Risiken, die abgefedert werden m&uuml;ssen<\/strong><br>\nSeit 2012 wird die Regelaltersgrenze stufenweise von 65 Jahren auf 67 angehoben. Dieser wichtige und notwendige Schritt soll dazu beitragen, die Folgen des demografischen Wandels zu bew&auml;ltigen. Simulationen am Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zeigen nun, dass eine h&ouml;here Regelaltersgrenze zwar zu einem sp&auml;teren Erwerbsaustritt f&uuml;hrt, aber auch mit gro&szlig;en sozialpolitischen Risiken einhergeht: F&uuml;r einen Teil der Personen, die es nicht schaffen, bis 67 zu arbeiten, bedeutet ein fr&uuml;her Erwerbsaustritt laut den Berechnungen hohe Einkommenseinbu&szlig;en.<br>\n&bdquo;Gerade f&uuml;r Menschen, die ohnehin auf dem Arbeitsmarkt schlecht dastehen, wird es schwierig sein, sich an die neuen Altersgrenzen anzupassen. Die sp&auml;tere Rente trifft also die Schw&auml;chsten am h&auml;rtesten.&ldquo;, beschreibt DIW-Rentenexperte Johannes Geyer eine zentrale Erkenntnis. &bdquo;Am besten k&ouml;nnen sich Menschen anpassen, die in stabilen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen arbeiten, ein hohes Bildungsniveau haben und die sich guter Gesundheit erfreuen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nInsgesamt ist die Besch&auml;ftigung von Personen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren in den letzten Jahren im Durchschnitt deutlich gestiegen. Dieser Anstieg geht jedoch vor allem auf einen l&auml;ngeren Verbleib im Beruf zur&uuml;ck; es ist nicht so, dass &auml;ltere Erwerbslose verst&auml;rkt in den Arbeitsmarkt einsteigen. Nur wenn der Arbeitsmarkt sich besonders g&uuml;nstig entwickelt, werden &Uuml;berg&auml;nge in die Altersrente aus einer vorangegangenen Erwerbslosigkeit abnehmen. Derzeit betrifft dies rund 40 Prozent der &Uuml;berg&auml;nge in die Rente.<br>\n&bdquo;Einerseits muss der Arbeitsmarkt so gestaltet werden, dass es f&uuml;r viele Menschen m&ouml;glich ist, ihre Erwerbst&auml;tigkeit lange auszu&uuml;ben, zum Beispiel durch die M&ouml;glichkeit flexibler &Uuml;berg&auml;nge,&ldquo; so Peter Haan, Leiter der Abteilung Staat am DIW Berlin. &ldquo;Dar&uuml;ber hinaus muss die finanzielle Belastung von &Auml;lteren, die nicht bis 67 Jahren arbeiten k&ouml;nnen oder die wenig eingezahlt haben, durch gezielte Ma&szlig;nahmen begrenzt werden. Die deutlich verbesserte Absicherung im Falle einer Erwerbsminderung war daf&uuml;r ein &uuml;berf&auml;lliger Schritt. Die derzeit Diskutierten Vorschl&auml;ge zur besseren Absicherung bei geringem Verdienst gehen in eine &auml;hnliche Richtung, sind allerdings nicht ganz so zielgenau. Man sollte zudem wieder Zeiten der Langzeitarbeitslosigkeit in der Rente ber&uuml;cksichtigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.619399.de\/themen_nachrichten\/rente_mit_67_laengere_lebensarbeitszeit_birgt_sozialpolitische_risiken_die_abgefedert_werden_muessen.html\">DIW Berlin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das DIW Berlin scheint mit einer l&auml;ngeren Lebensarbeitszeit sehr wohl richtige und wichtige Risiken zu erkennen. Aber generell scheint es keine Probleme damit zu haben. Warum eigentlich &ndash; etwa, weil deren Mitarbeiterschaft sich in &ldquo;stabilen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen&rdquo; befindet, (vermutlich) ein &ldquo;hohes Bildungsniveau&rdquo; hat und &ndash; so ist zu hoffen &ndash; sich guter Gesundheit erfreut?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rheinmetall entr&uuml;sten!<\/strong><br>\nDie t&uuml;rkischen &bdquo;Leopard&ldquo;-Panzer zeigen beispielhaft die Unabw&auml;gbarkeit der Folgen von Waffenexporten: Denn w&auml;hrend die Panzer, die die Bundeswehr an die t&uuml;rkische Armee weiterverkauft hatte, unter Kontrolle der Putschisten 2016 gegen den t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan eingesetzt wurden, standen dieselben 2018 durch Afrin rollenden Panzer im Dienst des autorit&auml;ren Pr&auml;sidenten selbst. Man kann nie sagen, f&uuml;r und gegen welche Menschen die m&auml;chtigen Waffen eingesetzt werden. Das scheint dem D&uuml;sseldorfer &bdquo;Rheinmetall&ldquo;-Konzern egal zu sein. Immer wieder f&auml;llt das Unternehmen durch skrupellose Gesch&auml;ftspraktiken und Skandale auf:<br>\nAn Russland wollte &bdquo;Rheinmetall&ldquo; 2014 ein milit&auml;risches &Uuml;bungszentrum verkaufen: 30.000 Soldatinnen und Soldaten sollten darin j&auml;hrlich ausgebildet werden. Nach der Einnahme der Krim durch Russland verbot die Bundesregierung das Gesch&auml;ft &ndash; und &bdquo;Rheinmetall&ldquo; drohte der Bundesregierung mit einer Klage &uuml;ber 120 Millionen Euro f&uuml;r das abgesagte Gesch&auml;ft. &Uuml;ber die auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien produzierende Tochterfirma &bdquo;Rheinmetall Denel Munition&ldquo; exportiert das Unternehmen &bdquo;Mark 83&ldquo;-Bomben an Saudi-Arabien, die von dem K&ouml;nigreich gegen den Jemen zum Einsatz gebracht werden. Die Bombenlieferungen laufen trotz des Exportverbots f&uuml;r deutsche Waffen, das Ende 2018 wegen des Mordes an dem Journalisten Jamal Kashoggi durch saudische Agenten erlassen wurde, weiter &ndash; da sie &uuml;ber Italien abgewickelt werden. Da andere &bdquo;Rheinmetall&ldquo;-Gesch&auml;fte mit Saudi-Arabien, welche &uuml;ber Deutschland laufen sollten, aufgrund des Exportstopps verboten wurden, hat der R&uuml;stungskonzern der Bundesregierung abermals mit einer Schadenersatzklage gedroht. &hellip;<br>\nImmer wieder ist &bdquo;Rheinmetall&ldquo; auch in Schmiergeldaff&auml;ren verwickelt: Ende 2014 hatte die Firma wegen der Bestechungen griechischer Beamter 37 Millionen Euro Strafe zahlen m&uuml;ssen. Anklage gegen f&uuml;nf ehemalige Mitarbeiter des R&uuml;stungskonzerns wurde dennoch erhoben. Und der n&auml;chste Skandal ist schon absehbar: Am 18. Dezember 2018 fuhr ein neuer &bdquo;Lynx KF41&ldquo;-Sch&uuml;tzenpanzer von &bdquo;Rheinmetall&ldquo; in der j&auml;hrlichen Milit&auml;rparade in Doha, der Hauptstadt Katars, mit &ndash; ein Werbeauftritt, um den Panzer bald an das katarische Regime zu verkaufen. Katar steht im Verdacht, islamistische Terrororganisationen wie den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; und die &bdquo;Taliban&ldquo; zu unterst&uuml;tzen. Die Meinungs- und Versammlungsfreiheit ist in dem Land massiv eingeschr&auml;nkt. Zudem steht Katar seit einigen Jahren im Konflikt mit dem Nachbarstaat Saudi-Arabien &ndash; auch ein Krieg zwischen den hochger&uuml;steten Staaten ist m&ouml;glich. &bdquo;Rheinmetall&ldquo;-Waffen w&auml;ren dann auf beiden Seiten im Einsatz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-04-22\/rheinmetall-entruesten\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Upload-Filter l&ouml;schen Dutzende Kopien des Mueller-Berichts.<\/strong><br>\nAm Gr&uuml;ndonnerstag ver&ouml;ffentlichte das US-Justizministerium den Mueller-Bericht. Am Karfreitag ist das Dokument bereits Dutzende Male gel&ouml;scht worden: Upload-Filter der Online-Plattform Scribd blockierten in mindestens 32 F&auml;llen die Ver&ouml;ffentlichung; das Dokument sei urheberrechtlich gesch&uuml;tzt.<br>\nDas ist aus zwei Gr&uuml;nden bemerkenswert. Erstens h&auml;lt niemand Urheberrechte am Mueller-Bericht. Dokumente, die von der US-Regierung erarbeitet und publiziert werden, sind gemeinfrei. Jeder darf sie kopieren und ver&ouml;ffentlichen, wo und so oft er will. &ldquo;Das wichtigste Dokument unserer Zeit wurde endlich ver&ouml;ffentlicht, und Sie k&ouml;nnen es hier auf Scribd lesen&rdquo;, schrieb die Plattform selbst.<br>\nZweitens, und das gibt dem kuriosen Einzelfall eine gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung, hat die Europ&auml;ische Union der Urheberrechtsreform vergangene Woche endg&uuml;ltig zugestimmt. Hunderttausende Menschen hatten gegen die Richtlinie demonstriert, der Protest richtete sich vor allem gegen einen Punkt: Artikel 13 (im endg&uuml;ltigen Gesetzestext Artikel 17 genannt), der nach Ansicht vieler Experten darauf hinausl&auml;uft, dass Plattformen Upload-Filter installieren werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/upload-filter-mueller-bericht-scribd-1.4416802\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Widerspr&uuml;che gegen Hartz-IV-K&uuml;rzungen sind h&auml;ufig erfolgreich<\/strong><br>\nRund drei Prozent der Hartz-IV-Empf&auml;nger wurden im vergangenen Jahr monatlich die Leistungen gek&uuml;rzt. Klagen und Widerspr&uuml;che gegen diese Entscheidungen waren jedoch fast in jedem zweiten Fall erfolgreich, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht.<br>\nDemnach wurde rund 8100 von 17.700 Widerspr&uuml;chen ganz oder teilweise stattgegeben. Zudem waren etwa 500 von 1200 Klagen erfolgreich &ndash; entweder weil den Klagen stattgegeben wurde oder das Jobcenter vorher einlenkte.<br>\nHartz-IV-Empf&auml;ngern k&ouml;nnen ihre Leistungen ganz oder teilweise gestrichen werden, wenn sie den sogenannten Mitwirkungspflichten nicht nachkommen &ndash; etwa, indem sie einen Termin beim Jobcenter verpassen oder eine Fortbildung verweigern.<br>\nIn den vergangenen Monaten ist die Debatte um Leistungsk&uuml;rzungen erneut entbrannt. Das Sozialgericht Gotha h&auml;lt K&uuml;rzungen unter Berufung auf das Grundrecht eines menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums f&uuml;r verfassungswidrig. Das erg&auml;be sich aus einer Kombination von Artikel 1 des Grundgesetzes &ndash; der die Menschenw&uuml;rde f&uuml;r unantastbar erkl&auml;rt &ndash; mit Artikel 20, in dem die Bundesrepublik als ein Sozialstaat definiert wird. (&hellip;)<br>\nDie Linken-Vorsitzende Katja Kipping forderte, die Mitwirkungspflichten umgehend auf den Pr&uuml;fstand zu stellen. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte sich in der Vergangenheit zu den Mitwirkungspflichten bekannt, sich aber f&uuml;r Anpassungen ausgesprochen. So will Heil unter anderem die besonders scharfen Sanktionen f&uuml;r junge Menschen unter 25 Jahren abschaffen. Die Union lehnt solche &Auml;nderungen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-widersprueche-gegen-kuerzungen-sind-haeufig-erfolgreich-a-1263456.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wehren lohnt sich also. F&uuml;r die SPD k&ouml;nnte es problematisch sein, lediglich die Sanktionen f&uuml;r Menschen unter 25 Jahren abschaffen zu wollen. Denn es gibt auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h09\">&bdquo;pure Erniedrigung&ldquo;<\/a> f&uuml;r &ldquo;Hartz-IV&rdquo; beziehende Personen, die &auml;lter als 25 Jahre sind. Bundesminister Heil k&ouml;nnte die bisherige Praxis von Mitwirkungspflichten &uuml;berpr&uuml;fen lassen. Sind z.B. alle Fortbildungsma&szlig;nahmen sinnvoll &ndash; nutzen sie immer den erwerbslosen Personen oder doch eher einer Sozialindustrie? Der &ldquo;Kundschaft&rdquo; von Jobcentern ist leider &ndash; anders als in der fr&uuml;heren Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe &ndash; jede Arbeit zumutbar, weil erworbene Erfahrungen, Kenntnisse und Qualifikationen keine mehr Rolle. Das ist bedauerlich, aber insbesondere die Spitze der SPD scheint das nicht erkennen zu wollen (oder zu k&ouml;nnen?).<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass fast die H&auml;lfte der Widerspr&uuml;che gegen Hartz IV Sanktionen Erfolg haben zeigt, dass durch das Hartz IV System gezielt Repression auf die Betroffenen ausge&uuml;bt werden soll, dass die Verbreitung von Angst ein elementarer Bestandteil dieses Systems ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Altmaier l&auml;sst 40 Planstellen f&uuml;r Energiepolitik unbesetzt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Energiewende vorantreiben und f&uuml;r mehr Klimaschutz sorgen. Altmaiers Wirtschaftsministerium ist zust&auml;ndig. Doch dort ist zurzeit jede siebte Stelle in der Energiepolitik unbesetzt.<br>\nDie Energiewende voranzutreiben und f&uuml;r mehr Klimaschutz zu sorgen steht auf der Tagesordnung der Bundesregierung weit oben. Doch im zust&auml;ndigen Wirtschaftsministerium sind Dutzende Planstellen nicht besetzt. Das hat das Ministerium auf Anfrage der Gr&uuml;nen zugegeben.<br>\n&bdquo;Altmaier setzt auf der Kommandobr&uuml;cke seines Hauses den falschen Kurs&ldquo;, sagte die Energiepolitikerin der Gr&uuml;nen Ingrid Nestle der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Energiewende sei f&uuml;r ihn offensichtlich keine Chefsache. Staatssekret&auml;r Ulrich Nu&szlig;baum hatte zuvor auf die Frage nach Vakanzen in den beiden f&uuml;r Energiepolitik zust&auml;ndigen Abteilungen eingestanden, dass von 287 Positionen nur 247 besetzt seien. Damit sind 40 Stellen frei, das ist jede siebte Planstelle.<br>\nGrunds&auml;tzlich werde eine Stelle, die beispielsweise wegen einer Elternzeit oder eines Sabbaticals frei geworden sei, &bdquo;zeitnah nachbesetzt&ldquo;, erl&auml;utert das Ministerium. Gegen&uuml;ber dieser Zeitung spielte es das Problem herunter. Unbesetzte Stellen entst&uuml;nden insbesondere dadurch, dass Vollzeitbesch&auml;ftigte in Teilzeit wechselten. Derzeit nicht besetzt seien Stellen etwa wegen &bdquo;tempor&auml;rer Auszeit vom Berufsleben, aktuell laufender Ausschreibungsverfahren und Verlagerungen, abteilungsinterner Umstrukturierungen, &Uuml;berbr&uuml;ckungszeiten bis zum Beginn der T&auml;tigkeitsaufnahme bei Neueinstellungen&ldquo;. Die Frage nach den Folgen f&uuml;r die Arbeit blieb offen.<br>\nNot in &bdquo;Strom&ldquo; und &bdquo;Netz&ldquo;<br>\nBesonders in den f&uuml;r die Energiewende zentralen Abteilungen &bdquo;Strom&ldquo; und &bdquo;Netz&ldquo; gebe es Personalnot, analysierte Nestle von den Gr&uuml;nen. Sie erkennt darin Altmaiers Desinteresse. Dazu passe, dass er den Posten des f&uuml;r Energiepolitik zust&auml;ndigen Staatssekret&auml;rs ein Jahr lang unbesetzt gelassen habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/altmaier-laesst-40-planstellen-fuer-energiepolitik-unbesetzt-16148741.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das st&ouml;&szlig;t sogar der FAZ negativ auf. Stattdessen vergeudet Altmaier seine Energie darauf, noch mehr kontraproduktive Steuererleichterungen f&uuml;r Unternehmen zu fordern, die mit ihren heutigen Rekordgewinnen au&szlig;er der Aussch&uuml;ttung von Rekorddividenden nichts anzufangen wissen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie kommt deutscher Plastikabfall in den Pazifik?<\/strong><br>\nDa war doch die Freude gro&szlig;, als im Zusammenhang mit den Funden von Kunststoffresten in den Weltmeeren offensichtlich die Pazifik-Anrainer f&uuml;r die Verm&uuml;llung ihres Ozeans verantwortlich gemacht werden konnten. Chinesen sowie die Einwohner S&uuml;d- und S&uuml;dostasiens sollten daf&uuml;r verantwortlich sein. Aus Deutschland k&ouml;nnte der M&uuml;ll nicht stammen.<br>\nDa stellt sich die Frage, wo der deutschen Kunststoff-Abfall denn hin geht? Bis in den Gelben Sack und bis zum kommunalen Wertstoffhof scheint der Weg des Kunststoffabfalls noch nachvollziehbar zu sein. Doch bald darauf verlieren sich die Spuren. Da wird nichts mehr doku,entiert oder getracked.<br>\nDie Verfolgung der Kunststoff-Fraktion aus dem Recycling z&auml;hlt weder zu den Aufgaben der Zentralen Stelle Verpackungsregister noch zu den Aufgaben der Stiftung ear.<br>\nNach Aussage des Umweltbundesamtes gilt: Die &ldquo;Verbringung von Abf&auml;llen ist in der EU durch die Verordnung (EG) Nr. 1013\/2006 (VVA) geregelt. Der Export von Abf&auml;llen nach China und S&uuml;dostasien ist nur f&uuml;r ungef&auml;hrliche, sogenannte &lsquo;gr&uuml;ne Abf&auml;lle&rsquo; erlaubt. Die ungef&auml;hrlichen Abf&auml;lle sind in den Anh&auml;ngen III oder IIIA der VVA gelistet, Kunststoffabf&auml;lle werden dort unter dem Code B3010 gef&uuml;hrt. Diese Abf&auml;lle d&uuml;rfen auch nur mit dem Zweck der Verwertung (stofflich oder energetisch) ausgef&uuml;hrt werden, nicht zur Beseitigung. Es besteht keine Pflicht, diese Abf&auml;lle vorab zu notifizieren und den Export genehmigen zu lassen, was die statistische Dokumentierbarkeit an dieser Stelle erschwert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-kommt-deutscher-Plastikabfall-in-den-Pazifik-4329864.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Politische Konzepte und B&uuml;ndnism&ouml;glichkeiten, jenseits des rechten und des neoliberalen Blocks<\/strong><br>\n2. Die &sbquo;oben&lsquo; organisieren sich zurzeit effizienter als die &sbquo;unten&lsquo; und setzen dadurch ihre Interessen auch besser durch. Das hat objektive Gr&uuml;nde (Machtressourcen, geringerer Abstimmungsbedarf) aber auch subjektive (Ressentiments unter den Abh&auml;ngigen gegeneinander).<br>\nDen kapitalistischen Eliten gelingt es in den letzten Jahrzehnten deutlich besser, sich national und vor allem transnational zu organisieren, als den subalternen Klassen. Dies hat damit zu tun, dass weder im nationalen Rahmen und schon gar nicht global eine gro&szlig;e Klasse aller Lohnabh&auml;ngigen als strukturierte und zugleich strukturierende Einheit (mehr) existiert. Eine Einheit der sozialen und politischen K&auml;mpfe kann deshalb heute nur noch als tempor&auml;rer, immer wieder neu hergestellter sozialer Block der Lohnabh&auml;ngigen gedacht werden. Sofern mobilisierte Klassen und ein wirkm&auml;chtiger sozialer Block der Lohnabh&auml;ngigkeit nicht entstehen, kommt es zu sozialen Strukturbildungen, die sich als Wettbewerbsklassen bezeichnen lassen. Wettbewerbsklassen gehen aus Konkurrenz und symbolischer Ab- oder Aufwertung sozialer Gro&szlig;gruppen hervor. Der Wettbewerb kann, beispielsweise durch Tarifvertr&auml;ge, auf nationaler Ebene nur noch sehr bedingt eingehegt werden. Als Reaktion auf Ungleichheit, Unsicherheit und soziale Abwertung reagieren Teile der &ndash; vor allem m&auml;nnlichen &ndash; Arbeiterschaft mit Selbstaufwertung durch Abwertung anderer. Den Kampf um Statuserhalt oder Statusverbesserung tragen rechtsaffine Arbeiter*innen &uuml;ber Ressentiments aus.  &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theorieblog.attac.de\/?p=1109\">attac<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Text beklagt, dass es &ldquo;den kapitalistischen Eliten&rdquo; besser gelingt ihre Interessen global durchzusetzen und merkt dabei gar nicht wie er selbst durch einen abgehobenen und &uuml;berheblichen  und letztlich ausgrenzenden Tenor (rechtsaffine Arbeiter*innen) zum flei&szlig;igen Bem&uuml;hen gro&szlig;er Teile der Linken beitr&auml;gt, sich mit ihrer grotesken Identit&auml;tspolitik, ihren infantilen Hass auf &ldquo;alte, wei&szlig;e M&auml;nner&rdquo; und der Konstruktion immer neuer angeblich diskriminierter Gruppen, selbst handlungsunf&auml;hig zu machen. Mit Formulierungen wie aus einem soziologischen Hauptseminar erreicht man sicher niemanden au&szlig;erhalb seines eigenen links-intellektuellen Echoraumes.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hat die &auml;ltere Generation &ldquo;alles verkackt&rdquo;?<\/strong><br>\nDie &ldquo;U24 Taz&rdquo; zeigt, politisch wird nichts besser, wenn die Jugend allein bestimmen k&ouml;nnte, auch nicht f&uuml;r junge Menschen unter Hartz IV<br>\n&ldquo;Wir die U24-Leser*innen, haben zum 40. Geburtstag der taz die Redaktion besetzt, um den &auml;lteren Generationen unsere Sicht auf die Welt deutlich zu machen&rdquo;, hie&szlig; es am vergangenen Donnerstag auf der Titel-Seite der linksliberalen Taz.<br>\nDie bis auf das Gendersternchen korrekte Meldung ist nat&uuml;rlich nicht w&ouml;rtlich zu nehmen. Besetzt wurde am Donnerstag nichts, wie wir im Editorial erfahren: &ldquo;Schon seit Monaten l&auml;uft die Organisierung auf Hochtouren, viele haben schon Artikel geschrieben. Ganz alleingelassen werden wir nat&uuml;rlich auch nicht. Sch&ouml;n zu sehen, dass wir trotzdem diejenigen sind, die Entscheidungen getroffen haben.&rdquo; F&uuml;r einen Tag wird eine ganze Zeitung von Menschen unter 24 Jahren hergestellt. Auf jeden Fall eine gute Idee f&uuml;r die Werbung und auch gute Gelegenheit, sich zu &uuml;berzeugen, dass &ldquo;die Jugend&rdquo; in der Gesamtheit kein Garant f&uuml;r radikale Vorstellungen und ein grunds&auml;tzliches Infragestellen der gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse mehr ist.<br>\nDas macht die Anklage an die &auml;ltere Generation auch so zahnlos und kann schlechterdings in eine wirtschaftsliberal grundierte Neiddebatte junge Generation versus alte Generation f&uuml;hren. Gleich auf der Titelseite schreibt unter dem Motto &ldquo;Habt Ihr es verkackt?&rdquo; Jungredakteurin Judith Gebhardt: &ldquo;Der menschengemachte Klimawandel bedroht meine Entscheidungsfreiheit und verschlechtert mein Lebensgef&uuml;hl. Ich f&uuml;hle Machtlosigkeit und Ungerechtigkeit, und ja, ich mache die Generationen verantwortlich, die vielzulange unt&auml;tig geblieben sind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Hat-die-aeltere-Generation-alles-verkackt-4403993.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Bild&ldquo;, Kai Diekmann und der Wunder-Krebstest<\/strong><br>\nVor zwei Monaten verk&uuml;ndete die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung eine &bdquo;Weltsensation&ldquo;, die jedoch gar keine war &mdash; und die sich zu einem wissenschaftlichen und journalistischen Skandal entwickelte, zu dem inzwischen sogar die Staatsanwaltschaft ermittelt. Beteiligte, unter anderem: die Uniklinik Heidelberg, ein chinesisches Pharmaunternehmen und Ex-&bdquo;Bild&ldquo;-Chef Kai Diekmann. &hellip;<br>\n22.M&auml;rz 2019: Der Aktienkurs des chinesischen Pharmaunternehmens erreicht den h&ouml;chsten Stand seit acht Monaten. Seit dem 21. Februar, dem Erscheinungstag des &bdquo;Bild&ldquo;-Artikels und der Pressemitteilung der Uniklinik, ist der Kurs um fast 60 Prozent gestiegen.<br>\n23.bis 29. M&auml;rz 2019: Die Kritik rei&szlig;t nicht ab. Das Wissenschaftsministerium Baden-W&uuml;rttemberg erkl&auml;rt in der &bdquo;RNZ&ldquo;, dass die &bdquo;verfr&uuml;hte Kommunikation nicht den hohen Anspr&uuml;chen an eine verantwortungsvolle Wissenschaftskommunikation entspreche&ldquo;. Gerade im medizinischen Bereich, &bdquo;der f&uuml;r die Betroffenen mit so viel &Auml;ngsten und gro&szlig;er Hoffnung verbunden ist, darf es keine Effekthascherei geben&ldquo;. Auch die Heidelberger Universit&auml;t teilt mit, dass sie &bdquo;eine umfassende Kl&auml;rung der Vorg&auml;nge f&uuml;r zwingend erforderlich&ldquo; halte.<br>\nDie Uniklinik ist derweil um Schadensbegrenzung bem&uuml;ht. Sie &bdquo;bedauert, dass es zu Irritationen gekommen ist&ldquo; und verk&uuml;ndet die Gr&uuml;ndung einer internen Arbeitsgruppe und einer externen Expertenkommission, die die Vorg&auml;nge aufarbeiten sollen.<br>\nAu&szlig;erdem distanziert sie sich von der PR-Strategie zum Bluttest: Die Medienbegleitung habe die Heiscreen GmbH verantwortet, sagt die Kliniksprecherin der dpa. (Die Heiscreen GmbH wurde 2017 gegr&uuml;ndet und soll den Bluttest in Deutschland vermarkten. Hauptanteilseigner ist eine Tochterfirma der Uniklinik, weitere Anteile h&auml;lt &uuml;ber eine Beteiligungsgesellschaft der schillernde Unternehmer J&uuml;rgen Harder. Auch der von &bdquo;Bild&ldquo; interviewte Christof Sohn und eine weitere &Auml;rztin der Uniklinik sind an der Heiscreen GmbH beteiligt.)<br>\n30.M&auml;rz 2019: Der &bdquo;Spiegel&ldquo; berichtet &uuml;ber &bdquo;Das M&auml;rchen vom Wundertest aus Heidelberg&ldquo; und bringt einen alten Bekannten ins Spiel:<br>\n&bdquo;Wie die angebliche Weltsensation am Ende genau in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung landete, ist zwar nur schwer nachzuvollziehen. Fest steht aber: Ohne Zustimmung vonseiten des Universit&auml;tsklinikums ist dies nicht geschehen. Auch ein weiterer Bekannter Harders war daran offenbar beteiligt: Ex-&bdquo;Bild&ldquo;-Chefredakteur Kai Diekmann, der sich dazu nicht &auml;u&szlig;ern will. Aber was w&auml;re der Mann f&uuml;r ein Journalist, wenn er sich nicht daf&uuml;r einsetzen w&uuml;rde, dass ein Thema, das ihm am Herzen liegt, in seine alte Zeitung kommt?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bildblog.de\/109859\/staatsanwalt-ermittelt-bild-kai-diekmann-und-der-wunder-krebstest\/\">Bild blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kein Bock auf Bomben<\/strong><br>\nMehrheit der Deutschen f&uuml;r Abzug der Atomwaffen aus B&uuml;chel. Osterm&auml;rsche mit leicht gestiegener Teilnehmerzahl<br>\nDie von der Bundesregierung betriebene &raquo;Sicherheitspolitik&laquo; verliert zunehmend an R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung. Immer mehr Menschen sprechen sich gegen die Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland aus und stellen das NATO-Kriegsb&uuml;ndnis in Frage. Am Montag meldete die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf eine von ihr in Auftrag gegebene repr&auml;sentative Umfrage, dass sich eine deutliche Mehrheit der Bundesb&uuml;rger, n&auml;mlich 59 Prozent, f&uuml;r den Abzug der rund 20 US-amerikanischen Atombomben ausspreche, die im rheinland-pf&auml;lzischen B&uuml;chel gelagert werden. Nur 18 Prozent sind f&uuml;r den Verbleib dieser Waffen. Zugleich forderten 53 Prozent der Befragten die Bundesregierung auf, den UN-Vertrag f&uuml;r das Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen. Dieser war im Juli 2017 von etwa zwei Dritteln der 193 Mitgliedsstaaten der UNO auf den Weg gebracht worden, wird jedoch von der Bundesrepublik und nahezu allen anderen NATO-Mitgliedern boykottiert. Der Grund liegt auf der Hand: Nur noch 22 Prozent der Befragten geben an, dass sie einen Atomkrieg in den kommenden zehn Jahren f&uuml;r wahrscheinlich halten. Ende 2017, vor der K&uuml;ndigung des INF-Vertrags durch die US-Regierung, lag dieser Wert noch bei 32 Prozent. Dazu passt, dass auch der R&uuml;ckhalt f&uuml;r die NATO schwindet. So bef&uuml;rworten nach einer Anfang des Monats ver&ouml;ffentlichten Umfrage nur noch 54 Prozent der Bundesb&uuml;rger die Mitgliedschaft in dem transatlantischen Kriegsb&uuml;ndnis. 2017 waren es noch 68 Prozent gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/353382.bewegung-f%C3%BCr-abr%C3%BCstung-kein-bock-auf-bomben.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Der Spargelkult muss enden<\/strong><br>\nEs ist das privilegierteste Gem&uuml;se Deutschlands, der alte wei&szlig;e Mann der Kulinarik, Dickpic-Ersatz im Netz &ndash; auch Markus S&ouml;der hat was dazu zu sagen. Ach ja, die Ernte ist &uuml;brigens auch menschenverachtend. Eine Abrechnung. [&hellip;]<br>\nSpargel ist nat&uuml;rlich ein Superfood, aber auch der Loriot unter den Gem&uuml;sen. Er ist okay, aber komplett &uuml;berbewertet, der alte wei&szlig;e Mann der Kulinarik. Spargel nicht zu m&ouml;gen ist auf jeden Fall schlimmer als zum Beispiel den Text der Nationalhymne nicht zu kennen. So wie man auf polnischen Hochzeiten mit einem Liter Wodka pro Person rechnet, rechnet man in Deutschland zur Spargelzeit ungef&auml;hr ein Kilo Spargel pro Kopf am Tag, gern in den Sorten &ldquo;Hannibal&rdquo; oder &ldquo;Rambo&rdquo;. Im Internet ist das Spargelposting das Dickpic der Saison. Im Grunde will niemand wirklich ungefragt den Spargel anderer Leute sehen (&ldquo;sch&ouml;n einfach mit Butter&rdquo;), aber gefragt wird nicht. Wer angespargelt hat, berichtet davon &ndash; ein Sakrament, in dem die Beziehung des Deutschen zum Spargel bekr&auml;ftigt wird. Seht her, auch ich bin einer von euch, ein einfacher Diener der blassen Stange.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/s-p-o-n-oben-und-unten-der-spargelkult-muss-enden-kolumne-a-1263906.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie so oft bei SPON-Kolumnistin Margarete Stokowski geht der verzweifelte Versuch, irgendwelche First-World-Problems mit einem Hauch Feminismus und Milennial-Befindlichkeiten zu vermischen, komplett in die Hose und hat es verdient, als abschreckendes Beispiel f&uuml;r &bdquo;modernen Meinungsjournalismus&ldquo; in unsere Rubrik &bdquo;zu guter Letzt&ldquo; aufgenommen zu werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-51098","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51098"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51098\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51102,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51098\/revisions\/51102"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}