{"id":51152,"date":"2019-04-25T08:31:37","date_gmt":"2019-04-25T06:31:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152"},"modified":"2019-04-25T08:31:37","modified_gmt":"2019-04-25T06:31:37","slug":"hinweise-des-tages-3353","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h01\">Europawahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h02\">Bericht der UN: Afghanische und US-Truppen t&ouml;ten erstmals mehr Zivilisten als die Taliban<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h03\">US-Botschafter Huntsman: Entlarvende Charakterisierung der US-Diplomatie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h04\">Konjunktursorgen nehmen zu: Ifo-Index f&auml;llt unerwartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h05\">Regionale Einkommen in Deutschland: In einigen Kreisen h&ouml;her als in Luxemburg, in anderen auf dem Niveau von Korsika <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h06\">Hartz-IV-Empf&auml;nger: Fast zwei Drittel seit &uuml;ber vier Jahren im Bezug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h07\">Bis zu drei Monatsgeh&auml;lter: Zeitarbeitsfirmen kassieren Abl&ouml;sesummen f&uuml;r Arbeitnehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h08\">Rente mit 67 verst&auml;rkt Ungleichheit im Alter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h09\">Dienstleistungsfreiheit in Europa: Mehr H&uuml;rden als Erleichterung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h10\">Panama Papers &ndash; Null-Toleranz bei Finanzkriminalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h11\">Scheuer und wie er die Welt sieht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h12\">Sind &ouml;ffentliche Wohnungsunternehmen wieder im Kommen? Einige Beispiele stimmen optimistisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h13\">Denkfabrik: Gott im Grundgesetz, Teil 2: Sind die Kirchen ein Staat im Staate?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h14\">Opioid-Epidemie in den USA: 130 Tote &ndash; jeden Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h15\">Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegen&uuml;ber Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h16\">Die Bundesregierung dr&uuml;ckt sich auf geradezu skandal&ouml;se Weise um eine Stellungnahme <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51152#h17\">Zu guter Letzt: FDP will Enteignungsartikel aus dem Grundgesetz streichen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europawahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Wir m&uuml;ssen uns als Friedensbewegung in den Europawahlkampf einmischen&ldquo;<\/strong><br>\nRede beim Ostermarsch 2019 in M&uuml;nchen (20.4.2019) (&hellip;)<br>\nGerade eben wurde beschrieben, seit wann die Friedensbewegung auf die Stra&szlig;e geht. Ein ganz wichtiger Punkt, warum wir zum Beispiel in den 80er Jahren auf die Stra&szlig;e gegangen sind: damit es keine Stationierung von Mittelstreckenraketen gibt. Die sind damals stationiert worden, aber im Jahr 1987 gab es dann den sogenannten INF-Vertrag. Der hat geregelt, dass in Mitteleuropa keine atomaren Mittelstreckenraketen stationiert werden. Ronald Reagan und Gorbatschow haben das damals unterschrieben, und wir als Friedensbewegung waren ein wesentlicher Teil daf&uuml;r, dass es diesen Vertrag gegeben hat. Und jetzt hat der neue US-amerikanische Pr&auml;sident Donald Trump genau diesen INF-Vertrag gek&uuml;ndigt. Und wir sagen von hier aus klipp und klar: Wir wollen nicht, dass dieser INF-Vertrag endg&uuml;ltig gek&uuml;ndigt wird. Und wir wollen keine neue Stationierung von Mittelstreckenraketen hier in Mitteleuropa.<br>\nDie Bundesregierung hat leider eine v&ouml;llig unzureichende Position dazu eingenommen. Sie hatten n&auml;mlich die US-amerikanische Lesart &uuml;bernommen und gesagt: Ausschlie&szlig;lich Russland habe diesen Vertrag, gegen diesen Vertrag versto&szlig;en. Und ich sage klipp und klar: Was notwendig gewesen w&auml;re, ist, dass die Bundesregierung hier eine Vermittlerrolle einnimmt, und daf&uuml;r sorgt, dass dieser Vertrag nicht gek&uuml;ndigt wird. Das hat die Bundesregierung nicht getan, und wir fordern sie dazu auf, jetzt in die Verhandlung zu gehen.<br>\nWenn dieser Vertrag gek&uuml;ndigt bleibt, wird das daf&uuml;r sorgen, dass neue Mittelstreckenraketen und neue Atomwaffen stationiert werden. Und liebe Freundinnen und Freunde, ich will das mal konkret machen: Wir haben derzeit zwanzig Atomwaffen der USA in B&uuml;chel stationiert. Wir fordern den Abzug dieser Atomwaffen aus B&uuml;chel. Und wenn dieser Vertrag gek&uuml;ndigt bleibt, wird das zu einer neuen R&uuml;stungsspirale f&uuml;hren. Und deshalb sind wir auf der Stra&szlig;e, um gegen dieser R&uuml;stungsspirale zu demonstrieren.<br>\nLeider ist es so, dass diese atomaren Waffen nur ein Teil der derzeitigen R&uuml;stungsspirale sind. Wir haben den h&ouml;chsten Milit&auml;rhaushalt in der Bundesrepublik, den es je gegeben hat: 43,2 Milliarden Euro. Nach NATO-Kriterien sogar 45,1 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/04\/23\/wir-muessen-uns-als-friedensbewegung-in-den-europawahlkampf-einmischen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>Unionsfraktion stellt sich im Streit um Nord Stream 2 hinter Weber<\/strong><br>\nManfred Weber will den Weiterbau der Gaspipeline Nord Stream 2 blockieren, wenn er nach der Europawahl Kommissionschef wird. Der Spitzenkandidat der EVP stellt sich damit gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die vehement f&uuml;r Nord Stream 2 wirbt. Aus der Unionsfraktion erh&auml;lt Weber nun R&uuml;ckendeckung.<br>\nDer Spitzenkandidat von CDU und CSU bei der Europawahl, Manfred Weber, hat mit seinem Vorsto&szlig; gegen den Bau der Gaspipeline &ldquo;Nord Stream 2&rdquo; zwischen Russland und Deutschland f&uuml;r Irritationen gesorgt &ndash; auch weil Bundeskanzlerin Angela Merkel den Pipeline-Bau vehement unterst&uuml;tzt. Die Unionsfraktion im Bundestag verteidigt Weber aber trotzdem.<br>\nDer au&szlig;enpolitische Sprecher der Unionsfraktion, J&uuml;rgen Hardt, sagte der S&uuml;ddeutschen Zeitung, als m&ouml;glicher zuk&uuml;nftiger Kommissionspr&auml;sident nehme Weber &ldquo;klar die Interessen aller 28 EU-Mitgliedstaaten in den Blick, auch der kleineren &ndash; das ist auch seine Aufgabe&rdquo;. Nord Stream 2 sei &ldquo;von Anfang an ein hochpolitisches Projekt&rdquo; gewesen, &ldquo;deshalb h&auml;tte Deutschland die Bedenken unserer &ouml;stlichen EU-Partner bereits viel fr&uuml;her in der Entscheidungsphase ernst nehmen m&uuml;ssen&rdquo;, sagte Hardt.<br>\nBedauerlicherweise habe sich aber &ldquo;Ex-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der und in der Folge auch Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel pers&ouml;nlich sehr stark f&uuml;r Nord Stream 2 eingesetzt&rdquo;. Dies habe &ldquo;eine fr&uuml;hzeitige und ergebnisoffene Abstimmung in der EU nicht m&ouml;glich gemacht und zu Irritationen gef&uuml;hrt&rdquo;. Diese k&ouml;nnten jetzt &ldquo;im Nachhinein kaum mehr ausger&auml;umt werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/manfred-weber-nord-stream-cdu-csu-1.4420613\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em>Hinweis: Lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50326\">Europawahlen &ndash; Ein bayerischer &bdquo;Russenfresser&ldquo; als Juncker-Nachfolger?<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Meint Weber das ernst?<\/strong><br>\nDas Problem: Erstens ist er noch nicht am Ziel, sein Wahlsieg ist durch das Brexit-Chaos unsicher geworden. Und zweitens kann ein Kommissionschef die Pipeline nicht einfach so verbieten. Auch Jean-Claude Juncker hatte Bedenken, fand jedoch keine Handhabe gegen Nord Stream 2. Wie Wunschdenken wirken auch andere Versprechen, die Weber zum offiziellen Auftakt seines Wahlkampfs in Athen gemacht hat. Manches f&auml;llt nicht einmal in die Zust&auml;ndigkeit der EU. Hier der Faktencheck:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/meint-weber-das-ernst\/\">Lost in Europe<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bericht der UN: Afghanische und US-Truppen t&ouml;ten erstmals mehr Zivilisten als die Taliban<\/strong><br>\nEin UN-Bericht stellt fest: Die von den USA unterst&uuml;tzten afghanischen Truppen scheinen in einem rechtsfreien Raum zu agieren.<br>\nZum ersten Mal seit Erfassung der Daten sind in Afghanistan mehr Zivilisten durch Truppen der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten get&ouml;tet wurden als durch die Taliban und andere Rebellengruppen. W&auml;hrend der ersten drei Monate dieses Jahres seien internationale und regierungstreue Truppen f&uuml;r den Tot von 305 Zivilisten verantwortlich gewesen, erkl&auml;rte die UN-Mission in Afghanistan (Unama) in ihrem am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten viertelj&auml;hrlichen Bericht. Aufst&auml;ndische t&ouml;teten demnach im selben Zeitraum 227 Menschen. Mehr Tote gab es vor allem durch Luftangriffe und bei Suchoperationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bericht-der-un-afghanische-und-us-truppen-toeten-erstmals-mehr-zivilisten-als-die-taliban\/24248304.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Deportation in den Krieg<\/strong><br>\nKein Frieden in Afghanistan: Seit Jahresanfang 581 Zivilisten get&ouml;tet, die meisten von Regierungstruppen. Doch Deutschland schiebt weiter ab [&hellip;]<br>\nTrotz des ungebrochen anhaltenden Krieges am Hindukusch schiebt die Bundesregierung weiter Gefl&uuml;chtete nach Afghanistan ab. Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation &raquo;Pro Asyl&laquo; sollte am Mittwoch der inzwischen 23. Sammelabschiebeflug starten. Das sei &raquo;unverantwortlich&laquo;, warnte die rechtspolitische Referentin von Pro Asyl, Bellinda Bartolucci. Die afghanische Regierung k&ouml;nne den Schutz der Bev&ouml;lkerung nicht sicherstellen, hie&szlig; es in einer Pressemitteilung der Organisation. Das zeige auch die hohe Zahl get&ouml;teter Sicherheitskr&auml;fte. Der afghanische Pr&auml;sident Aschraf Ghani hatte im Januar erkl&auml;rt, seit seinem Amtsantritt 2014 seien mehr als 45.000 Angeh&ouml;rige von Armee und Polizei get&ouml;tet worden. &raquo;Die Zahl der internationalen Verluste liegt unter 72&laquo;, zitierte ihn die BBC. Das zeige, &raquo;wer den Kampf f&uuml;hrt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/353540.afghanistan-deportation-in-den-krieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>US-Botschafter Huntsman: Entlarvende Charakterisierung der US-Diplomatie<\/strong><br>\nFoggo erkl&auml;rte, die US Navy habe seit mehr als 200 Jahren zur Wahrung des Friedens und zum Schutz der nationalen Interessen und, nat&uuml;rlich, von dem der Alliierten und Partner beigetragen. Es sei entscheidend, &ldquo;unseren zivilen F&uuml;hrern Optionen und die M&ouml;glichkeit zu verschaffen, von einer Position der strategischen St&auml;rke aus zu verhandeln&rdquo;, auf Deutsch also: mit der Waffe in der Hand und mit Kriegsdrohung.<br>\nDann wurde wieder auf Russland verwiesen, das w&auml;hrend der letzten Jahre versucht habe, Grenzen durch Gewalt zu ver&auml;ndern, milit&auml;risch im Nordatlantik, im Schwarzen Meer und im &ouml;stlichen Mittelmeer stark aufger&uuml;stet habe, eine andauernde Aggression in Georgien, der Ukraine, im Asow-Meer und in Kaliningrad zeige mit Interventionen in Syrien, Libyen und Venezuela dieses Gebiete destabilisiere. Wenn es nicht so ernst w&auml;re, m&uuml;sste man &uuml;ber solche einseitigen Darstellungen schmunzeln, ebenso dar&uuml;ber, dass es nur um Abschreckung und Verteidigung, &ldquo;um die Verhinderung und nicht die Provokation eines Konflikts.&rdquo;<br>\nDen Vogel schoss allerdings der Botschafter ab. Er sagte, als er mit Foggo am Dienstag die Flugzeugtr&auml;gerverb&auml;nde beobachtete: &ldquo;Jeder der Flugzeugtr&auml;ger, der jetzt im Mittelmeer operiert, stellt 100.000 Tonnen internationaler Diplomatie dar.&rdquo; Und die Tonnen sind gegen Russland gerichtet: &ldquo;Diese Schiffe stellen diplomatische Kommunikation und Dialog verbunden mit einer starken Verteidigung bereit und zeigen Russland, dass es, wenn es wirklich bessere Beziehungen mit den USA suchen will, seine destabilisierenden Aktivit&auml;ten auf der Welt beenden muss.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Botschafter-Huntsman-Entlarvende-Charakterisierung-der-US-Diplomatie-4406848.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Konjunktursorgen nehmen zu: Ifo-Index f&auml;llt unerwartet<\/strong><br>\nDie Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im April &uuml;berraschend eingetr&uuml;bt. Im M&auml;rz war noch Hoffnung aufgekommen, dass Deutschlands Wirtschaft die derzeitige Delle doch schneller verl&auml;sst als bef&uuml;rchtet.<br>\nDas Barometer f&uuml;r das Gesch&auml;ftsklima fiel auf 99,2 Punkte von 99,7 Z&auml;hlern, wie das M&uuml;nchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. &Ouml;konomen hatten dagegen mit einem Anstieg auf 99,9 Punkte gerechnet, nachdem es im M&auml;rz das erste Plus nach zuvor sechs R&uuml;ckg&auml;ngen in Folge gegeben hatte.<br>\n&ldquo;Die deutsche Wirtschaft verliert weiter an Kraft&rdquo;, sagte Ifo-Pr&auml;sident Clemens Fuest. Die F&uuml;hrungskr&auml;fte beurteilten ihre Gesch&auml;ftslage schlechter, ebenso die Aussichten f&uuml;r die kommenden sechs Monate. Der deutschen Wirtschaft droht 2019 ein maues Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/boerse\/ifo-index-april-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Auch beim M&uuml;nchener IFO-Institut ist jetzt die Erkenntnis angekommen, dass die Konjunktur stagniert. Das wird zwar allenthalben schon in den Gewerkschaften und von anderen Wissenschaftlern &ouml;ffentlich diskutiert, die ARD berichtet aber erst dar&uuml;ber, wenn ihr bevorzugtes Wirtschaftsinstitut ifo es vermeldet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Regionale Einkommen in Deutschland: In einigen Kreisen h&ouml;her als in Luxemburg, in anderen auf dem Niveau von Korsika<\/strong><br>\n&bdquo;Einheitliche&ldquo; oder &bdquo;gleichwertige&ldquo; Lebensverh&auml;ltnisse in der gesamten Bundesrepublik zu erreichen &ndash; diesen Auftrag stellt das Grundgesetz der Politik seit fast 70 Jahren. Wie schwer das Ziel aber einzul&ouml;sen ist, zeigt ein detaillierter Blick auf die durchschnittlichen verf&uuml;gbaren Einkommen der Privathaushalte in den 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien St&auml;dten: Sie sind im bundesweit &bdquo;wohlhabendsten&ldquo; Landkreis Starnberg bei M&uuml;nchen mit 34.987 Euro pro Person und Jahr mehr als doppelt so hoch wie in der Stadt Gelsenkirchen, die mit 16.203 Euro Pro-Kopf-Einkommen das Schlusslicht bildet. Neben Teilen des Ruhrgebiets, des Saarlands und von Niedersachsen liegt vor allem Ostdeutschland knapp 30 Jahre nach der &bdquo;Wende&ldquo; weiterhin deutlich zur&uuml;ck: In nur sechs von 77 Ost-Kreisen und kreisfreien St&auml;dten &uuml;berschreitet das Einkommen pro Kopf die Marke von 20.000 Euro, w&auml;hrend im Westen 284 von 324 Kreisen und St&auml;dten dar&uuml;ber liegen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Daten f&uuml;r alle 401 Kreise und kreisfreien St&auml;dte sind &uuml;ber eine interaktive Karte und Tabellen erschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/117897_119858.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>dazu: Einkommen und Armut: Parit&auml;tischer warnt vor regionalen Armutsspiralen<\/strong><br>\nDer Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband reagiert auf die heute ver&ouml;ffentlichte Studie Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zu &bdquo;Haushaltseinkommen im regionalen Vergleich&ldquo; mit der Forderung nach einer armutspolitischen Offensive. Hinter den aufgezeigten regionalen Diskrepanzen bei den verf&uuml;gbaren Haushaltseinkommen verbirgt sich laut Parit&auml;tischem ein massives Armutsproblem. Der Verband warnt vor regionalen Armutsspiralen. Er fordert die Beibehaltung des Solidarit&auml;tszuschlags und den gezielten Mitteleinsatz in strukturschwachen Regionen.<br>\nDer Parit&auml;tische Gesamtverband weist darauf hin, dass sich das Bild der regionalen Zerrissenheit noch einmal versch&auml;rft, betrachtet man statt der Durchschnittseinkommen die regionalen Armutsquoten. &bdquo;Deutschland ist nicht nur was die Einkommen, sondern vor allem was die Armut angeht, ein nicht nur sozial, sondern auch regional zutiefst zerrissenes Land&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/einkommen-und-armut-paritaetischer-warnt-vor-regionalen-armutsspiralen\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hartz-IV-Empf&auml;nger: Fast zwei Drittel seit &uuml;ber vier Jahren im Bezug<\/strong><br>\n64 Prozent der Hartz-IV-Bezieher waren im Dezember 2018 bereits zwei Jahre oder l&auml;nger im Bezug. Obwohl insgesamt weniger Personen Hartz-IV-Leistungen erhielten, hat der verfestigte Leistungsbezug gegen&uuml;ber 2017 zugenommen.<br>\nKnapp zwei Drittel (64 Prozent) der knapp 5,6 Millionen Hartz-IV-Empf&auml;nger in Deutschland war im Dezember 2018 bereits seit mindestens zwei Jahren abh&auml;ngig von der staatlichen Sozialleistung. &Uuml;ber ein Drittel (42 Prozent) der Regelleistungsberechtigten war sogar vier Jahre oder l&auml;nger hilfebed&uuml;rftig. Das zeigen die Verweildauern aus der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/hartz-iv-empfaenger-fast-zwei-drittel-seit-ueber-vier-jahren-im-bezug\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bis zu drei Monatsgeh&auml;lter: Zeitarbeitsfirmen kassieren Abl&ouml;sesummen f&uuml;r Arbeitnehmer<\/strong><br>\nIm Profi-Fu&szlig;ball ist es &uuml;blich, dass bei Spielerwechseln hohe Abl&ouml;sesummen zwischen den Vereinen gezahlt werden. Dieses Ph&auml;nomen findet wegen des Fachkr&auml;ftemangels nun vermehrt auch im Zeitarbeitsmarkt statt. &bdquo;Bis zu 6 000 Euro zahlen Industrie-Betriebe und Dienstleister bei der &Uuml;bernahme von Leiharbeitskr&auml;ften&ldquo;, sagt Bj&ouml;rn Richter vom Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen. Als Abl&ouml;se w&uuml;rden h&auml;ufig drei Monatsgeh&auml;lter des Arbeitnehmers vereinbart.<br>\nAbwerbepr&auml;mien gibt es laut Richter bereits seit Jahren in der Branche, doch w&uuml;rden sie zunehmend wichtiger f&uuml;r die Zeitarbeitsfirmen. Und so funktioniert es: Vermittelt eine Leihfirma einen Mitarbeiter beispielsweise an einen Industriebetrieb, so wird vertraglich eine Abl&ouml;sesumme vereinbart. Meist steht diese in den Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen der Zeitarbeitsfirma.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mz-web.de\/sachsen-anhalt\/bis-zu-drei-monatsgehaelter-zeitarbeitsfirmen-kassieren-abloesesummen-fuer-arbeitnehmer-32411014\">Mitteldeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rente mit 67 verst&auml;rkt Ungleichheit im Alter<\/strong><br>\nKurz vor der Rente noch als Dachdecker arbeiten? Das schaffen nicht viele. Eine Studie zeigt nun, welche Folgen die umstrittene Umstellung auf die Rente mit 67 auf das Auskommen im Alter hat.<br>\nDas steigende Renteneintrittsalter droht einer Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) viele Arbeitnehmer in finanzielle Probleme zu st&uuml;rzen. Besonders bei Menschen mit geringerer Bildung, Niedriglohnjobs oder gesundheitlichen Problemen k&ouml;nnten die Risiken steigen, schreiben die Forscher in einer Analyse.<br>\nMenschen, die es nicht schafften, bis zur k&uuml;nftigen Grenze von 67 Jahren f&uuml;r den Renteneintritt ohne Abschl&auml;ge zu arbeiten, m&uuml;ssten sich teilweise auf hohe Einkommenseinbu&szlig;en einstellen. &ldquo;Gerade f&uuml;r Menschen, die ohnehin auf dem Arbeitsmarkt schlecht dastehen, wird es schwierig sein, sich an die neuen Altersgrenzen anzupassen&rdquo;, sagte DIW-Rentenexperte Johannes Geyer.<br>\nHintergrund ist laut Studie, dass die Arbeitslosigkeit unter Menschen mit geringer oder mittlerer Bildung h&ouml;her ist. Sie k&ouml;nnten wenig ins Rentensystem einzahlen und m&uuml;ssten l&auml;nger auf die Rente warten. Dies kann ein Bauarbeiter sein, der wegen seiner k&ouml;rperlich anstrengenden Arbeit bereits vor 67 in Rente gehen muss &ndash; und w&auml;hrend seines Lebens auch weniger verdient hat als ein Akademiker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/altersarmut-rente-mit-67-verstaerkt-ungleichheit-im-alter-a-1263364.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es kann niemand sagen, dass diese Folgen der Rente mit 67 nicht schon immer bekannt waren. Die politisch Verantwortlichen (2007 durch die damalige Gro&szlig;e Koalition beschlossen) haben hier sehenden Auges allein die Interessen der Finanzwirtschaft bedient und eine Situation geschaffen, die unz&auml;hlige Menschen in Altersarmut st&uuml;rzt. Vor dem Hintergrund, dass gerade in Deutschland auch Gutqualifizierte ab 50 f&uuml;r den Arbeitsmarkt nicht mehr existent sind, die Betroffenen sich dann bestenfalls mit wesentlich schlechter bezahlten Jobs im Bereich akademischer Dienstleister &uuml;ber Wasser halten m&uuml;ssen, ist die Aussage, dass Akademiker hiervon nicht betroffen seien sehr optimistisch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dienstleistungsfreiheit in Europa: Mehr H&uuml;rden als Erleichterung<\/strong><br>\nF&uuml;r die osteurop&auml;ischen EU-Mitglieder gilt die Dienstleistungsfreiz&uuml;gigkeit erst seit 2011. Doch seitdem wird es f&uuml;r Handwerker und Fachkr&auml;fte aus Polen oder Tschechien nicht einfacher, wenn sie in westlichen Nachbarl&auml;ndern arbeiten wollen, sondern tats&auml;chlich immer komplizierter.<br>\nIhre Bilanz ist eindeutig: Die L&auml;nder der EU, sagt Jitka Ry&scaron;av&aacute;, schotteten sich immer mehr ab.<br>\n&bdquo;Zum Besseren hat sich nur eins ver&auml;ndert, und das war im Jahr 2011, als sich f&uuml;r uns Mitteleurop&auml;er der Markt in Westeuropa ge&ouml;ffnet hat. Aber seitdem verschlechtern sich die Bedingungen immer weiter. Das Ergebnis ist, dass es zu einer deutlichen Einschr&auml;nkung von einer der vier Grundfreiheiten in der EU kommt, und das ist die Dienstleistungsfreiheit.&ldquo;<br>\nDiese Dienstleistungsfreiheit ist ihr Metier: Jitka Ry&scaron;av&aacute; vom staatlichen Zentrum f&uuml;r Regionalentwicklung leitet in Prag die Niederlassung des Enterprise Europe Network, das kleine und mittelst&auml;ndische Unternehmen unterst&uuml;tzt. Das Gewirr von Regulationen werde immer dichter, sagt sie:<br>\n&bdquo;Der europ&auml;ische Rahmen gibt den einzelnen Mitgliedsl&auml;ndern die M&ouml;glichkeit, sehr komplexe eigene Regeln aufzustellen. W&uuml;rde die europ&auml;ische Regulation nicht immer strenger, k&ouml;nnten sich auch die nationalen Bedingungen nicht so rasch ver&auml;ndern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/dienstleistungsfreiheit-in-europa-mehr-huerden-als.795.de.html?dram:article_id=447028\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Panama Papers &ndash; Null-Toleranz bei Finanzkriminalit&auml;t<\/strong><br>\n&bdquo;Die systematische Auswertung der Panama Papers durch das Bundeskriminalamt (BKA) und hessische Beh&ouml;rden ist ein Erfolg. Es ist skandal&ouml;s, dass die Schweiz sich weigert, Daten des BKA zu empfangen, und somit die grenz&uuml;berschreitende Verfolgung von Straftaten sabotiert&ldquo;, erkl&auml;rt Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Aber auch in Deutschland ist nicht alles Gold, was gl&auml;nzt. Trotz IT-Investitionen wurde bisher nur ein kleiner Teil des gr&ouml;&szlig;ten Datenleaks der Welt gesichtet. Weitere Best&auml;nde sind noch nicht einmal aufbereitet. Zuletzt wurde das zust&auml;ndige Personal bei der Umwandlung der &sbquo;Besonderen Aufbauorganisation&lsquo; in eine normale Ermittlungsgruppe sogar wieder reduziert. Und das Bundesland Hessen gl&auml;nzte schon einst durch die Entlassung seiner besten Steuerfahnder, weil diese bei Deutscher Bank und Co. nicht lockerlie&szlig;en.<br>\nDer Staat muss alle Register ziehen, um Steuerflucht, Geldw&auml;sche, Korruption und Terrorfinanzierung zu bek&auml;mpfen. Daf&uuml;r brauchen wir eine Bundesfinanzpolizei, die kriminalistische Expertise und Steuerfahnder b&uuml;ndelt. Denn schmutziges Geld wird quasi nie versteuert. Auch m&uuml;ssen die Schlupfl&ouml;cher im Transparenzregister endlich geschlossen werden, um die wahren Eigent&uuml;mer von Briefkastenfirmen zu ermitteln. Ebenso braucht es f&uuml;r Immobilien ein zentrales Register der tats&auml;chlichen Eigent&uuml;mer. Die Immobilienparty in Deutschland ist ein Magnet f&uuml;r schmutziges Geld und dieses Geld treibt die Mieten nach oben. Wir brauchen mehr personelle Ressourcen bei der Steuerfahndung und der Strafverfolgung, um die M&ouml;glichkeiten zur Verm&ouml;gensabsch&ouml;pfung auszusch&ouml;pfen. Die Einf&uuml;hrung eines Unternehmensstrafrechts w&uuml;rde zudem Ermittlungen gegen Deutsche Bank und Co. erleichtern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/panama-papers-null-toleranz-bei-finanzkriminalitaet\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Scheuer und wie er die Welt sieht<\/strong><br>\nEine wissenschaftliche Stellungnahme fordert eine radikale Verkehrswende. Doch der zust&auml;ndige Minister Andreas Scheuer und gro&szlig;e Teile der Presse st&uuml;rzen sich nur auf die isolierte Aussage, dass lokal begrenzte Fahrverbote &ldquo;wenig sinnvoll&rdquo; seien.<br>\nAndreas Scheuer (CSU) soll ja auch Bundesverkehrsminister sein. Vor allem aber ist der Niederbayer bekannt als Gaudibursch. Sein Credo, dass Klimaschutz Spa&szlig; machen soll, und dass das nicht der Fall sei, wenn man sich in masochistischen Fahrverbots- und Grenzwerte-Debatten bewege, haben wir bereits dokumentiert. Spa&szlig; macht zum Beispiel, ohne Tempolimit autozufahren. Sich den Pelz zu waschen und dabei nass zu werden, macht keinen Spa&szlig;. Gar keinen Spa&szlig;.<br>\nSehr viel Spa&szlig; d&uuml;rfte Scheuer gemacht haben, dass im Januar ein Lungenfacharzt namens Dieter K&ouml;hler eine von rund hundert Kollegen unterschriebene Stellungnahme lancierte, in der stand, dass die Grenzwerte f&uuml;r Feinstaub und Stickoxide viel zu streng und wissenschaftlich nicht begr&uuml;ndbar seien. Diese Initiative sei, so Scheuer, ein &uuml;berf&auml;lliger Schritt, &ldquo;Sachlichkeit und Fakten&rdquo; in die Diesel-Debatte zu bringen. Als die taz kurz darauf enth&uuml;llte, dass sich K&ouml;hler bei seinen Berechnungen um den Faktor 1000 verrechnet hatte, wird Scheuer dies so unspa&szlig;ig gefunden haben, dass er dar&uuml;ber kein Wort mehr verlor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/421\/scheuer-und-wie-er-die-welt-sieht-5873.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sind &ouml;ffentliche Wohnungsunternehmen wieder im Kommen? Einige Beispiele stimmen optimistisch<\/strong><br>\nIn den letzten Jahrzehnten haben Bund, L&auml;nder und Kommunen in gro&szlig;em Stil Wohnungen privatisiert. Langsam setzt sich vielerorts die Erkenntnis durch, dass das nicht klug war: &Ouml;ffentliche Wohnungsgesellschaften scheinen wieder im Kommen zu sein.<br>\nDie gro&szlig;e Zeit der Privatisierung von Wohnraum scheint vorbei. In den 1990er und fr&uuml;hen 2000er Jahren wurden Mietwohnungen und &ouml;ffentliche Wohnungsgesellschaften noch in gro&szlig;em Umfang an Fonds und Konzerne verscherbelt. Verl&auml;ssliche und umfassende Zahlen gibt es dazu zwar nicht, es d&uuml;rften aber insgesamt weit &uuml;ber eine Million Wohnungen gewesen sein. Heute sind solche Verk&auml;ufe selten und die Zahlen kleiner geworden. Das mag weniger mit Einsicht als mit einer entspannteren Finanzlage bei Bund, L&auml;ndern und Kommunen zu tun haben. Denn die Verk&auml;ufe der Vergangenheit waren nicht nur ideologisch motiviert, sondern sollten auch (und wohl vor allem) helfen, die &ouml;ffentlichen Schuldenst&auml;nde zu reduzieren. Insofern ist in finanziell schwierigeren Zeiten ein R&uuml;ckfall in die Privatisierungspolitik der Vergangenheit durchaus nicht auszuschlie&szlig;en.<br>\nDerzeit aber passiert vielerorts genau das Gegenteil. In Zeiten steigender Mieten und zunehmender Verdr&auml;ngung von Menschen aus ihren Nachbarschaften entdeckt manche Kommune und manches Bundesland die Vorteile wieder, die ein eigenes Wohnungsunternehmen bietet: Demokratischen Einfluss und eine dauerhafte Sicherung bezahlbaren Wohnraums gibt es mit privatkapitalistischen Wohnungsunternehmen nicht. Entsprechend gr&uuml;nden einige Kommunen neue kommunale Wohnungsgesellschaften, auch um wieder selbst bauen zu k&ouml;nnen. Andere kaufen wieder verst&auml;rkt Wohnraum an &ndash; so hat etwa Berlin seit 2012 etwa 10.000 Wohnungen gekauft, weitere 15.000 sollen folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2300\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Denkfabrik: Gott im Grundgesetz, Teil 2: Sind die Kirchen ein Staat im Staate?<\/strong><br>\nAArtikel 140 des Grundgesetzes &uuml;bernimmt die Regelungen der Weimarer Reichsverfassung von 1919 zum Staatskirchenverh&auml;ltnis, demnach d&uuml;rfen die Kirchen ihre Angelegenheiten selbst regeln. Das hei&szlig;e jedoch nicht, dass staatliches Recht hier nicht gelte, sagt die Juristin Antje Ungern-Sternberg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/denkfabrik-gott-im-grundgesetz-teil-2-sind-die-kirchen-ein.886.de.html?dram:article_id=447000\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Opioid-Epidemie in den USA: 130 Tote &ndash; jeden Tag<\/strong><br>\nn den USA sinkt die durchschnittliche Lebenserwartung. Schuld daran ist die Opioid-Epidemie, viele Amerikaner sind abh&auml;ngig von Schmerzmitteln. Heute will Pr&auml;sident Trump einen neuen Plan vorlegen.<br>\nPeggy McKissen war eine liebevolle Mutter, sagt ihr Sohn Dustin. Doch dann nach einer Knieverletzung verschrieb ihr der Arzt das Opioid-haltige Schmerzmittel OxyContin des Pharmakonzerns Purdue &ndash; und zwar mehrfach und in gro&szlig;en Mengen: &ldquo;Der Arzt sagte, das Mittel sei unbedenklich&rdquo;, erinnert sich Dustin McKissen im Sender NBC, &ldquo;die Einnahme absolut okay.&rdquo;<br>\nDoch Peggy Mc Kissen wurde abh&auml;ngig von den Schmerztabletten. 2014 starb sie an einer &Uuml;berdosis.<br>\nSo wie Dustins Mutter geht es vielen Opioid-Abh&auml;ngigen in den USA. Und seitdem die &Auml;rzte die Opioide deutlich zur&uuml;ckhaltender verschreiben, sind viele S&uuml;chtige umgestiegen: auf Heroin, das es in vielen US-St&auml;dten schon f&uuml;r zehn Dollar die T&uuml;te gibt, oder auf das synthetische Fentanyl, das aus China kommt und 50 Mal so stark wie Heroin ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/opioide-usa-107.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegen&uuml;ber Griechenland<\/strong><br>\nDie Rechtm&auml;&szlig;igkeit der aufgestellten Forderungen sollte nicht ausschlie&szlig;lich unter v&ouml;lkerrechtlichen Gesichtspunkten betrachtet werden, denn es ist zu bef&uuml;rchten, dass es unabh&auml;ngig vom Ausgang einer juristischen Auseinandersetzung dann im Sinne der Auss&ouml;hnung beider V&ouml;lker nur Verlierer g&auml;be. Eine rein juristische Sichtweise ignoriert die Tragweite des Konflikts. Die Bundesregierung muss sich die Frage stellen, wie sie sich Griechenland gegen&uuml;ber verstehen will. Als Partner, der einsieht, dass Deutschland viel Leid &uuml;ber dieses Land gebracht hat und nun ein positives Zeichen setzen m&ouml;chte oder als Kontrahent, der unabh&auml;ngig von historisch-moralischer Verantwortung seine juristische Position durchzusetzen versucht.<br>\nUm in die verh&auml;rteten Positionen Bewegung zu bringen, hat Respekt f&uuml;r Griechenland e. V. &ndash; ohne sich den Maximalforderungen des griechischen Parlaments anzuschlie&szlig;en &ndash; die Kampagne &ldquo;Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegen&uuml;ber Griechenland&rdquo; mit drei Forderungen er&ouml;ffnet, die vordringlich und zeitnah erf&uuml;llbar sind:\n<ul>\n<li>R&uuml;ckzahlung des Zwangskredits Griechenlands an das &ldquo;Deutsche Reich&rdquo;,<\/li>\n<li>R&uuml;ckzahlung des L&ouml;segelds f&uuml;r j&uuml;dische Zwangsarbeiter in Thessaloniki und<\/li>\n<li>Einrichtung eines Fonds zur nachhaltigen Entwicklung des l&auml;ndlichen Raums<\/li>\n<\/ul>\n<p>unter besonderer Ber&uuml;cksichtigung von &ldquo;M&auml;rtyrerd&ouml;rfern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hpd.de\/artikel\/deutsche-kriegsschuld-und-verpflichtungen-gegenueber-griechenland-16747\">HPD<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Bundesregierung dr&uuml;ckt sich auf geradezu skandal&ouml;se Weise um eine Stellungnahme <\/strong><br>\nDie Bundesregierung dr&uuml;ckt sich auf geradezu skandal&ouml;se Weise um eine Stellungnahme zu dem politisch verfolgten Publizisten JulianAssange. Es ging bei meiner Frage alleine um die drohende Auslieferung an die USA, wo dem Mitbegr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks bei einer m&ouml;glichen Anklage nach dem Antispionagegesetz vom 1917 lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe droht. Diese Gefahr ignoriert die Bundesregierung, so wie sie auch zu der tagelangen Isolierung des 47-J&auml;hrigen durch die britischen Beh&ouml;rden nach seiner Festnahme am 11. April in London geschwiegen hat. Das ist besch&auml;mend. Wenn die Bundesregierung den Schutz von Whistleblowern wirklich Ernst nehmen will, muss sie sich f&uuml;r Asyl f&uuml;r Assange in der EU einsetzen, statt der extraterritorialen Verfolgung durch die US-Regierung tatenlos zuzusehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/HeikeHaenselMdB\/photos\/a.431349517324201\/661169721008845\/?type=3&amp;theater\">Heike H&auml;nsel via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch die NachDenkSeiten haben sich mehrfach zur Verhaftung von Julian Assange ge&auml;u&szlig;ert. Bitte lesen Sie dazu beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51127#h02\">den Tageshinweis Nr. 2 der Hinweise des Tages von gestern<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: FDP will Enteignungsartikel aus dem Grundgesetz streichen<\/strong><br>\nLiberalen-Chef Christian Lindner will die Enteignung von Immobilienkonzernen in Berlin und anderswo unm&ouml;glich machen &ndash; per Verfassungs&auml;nderung.<br>\nIm Streit um das Berliner Volksbegehren zur Enteignung von Wohnungskonzernen will die FDP-Spitze dem Ansinnen per Grundgesetz&auml;nderung die juristische Grundlage entziehen. &bdquo;Artikel 15 passt nicht zur sozialen Marktwirtschaft. Er ist ein Verfassungsrelikt und wurde aus gutem Grund nie angewandt&ldquo;, sagte der Parteivorsitzende Christian Lindner dem Tagesspiegel: &bdquo;Ihn abzuschaffen, w&auml;re ein Beitrag zum sozialen Frieden und w&uuml;rde die Debatte wieder auf das Wesentliche lenken.&ldquo;<br>\nDie FDP will bei ihrem Bundesparteitag in Berlin am Freitag entscheiden, eine Abschaffung des Artikels 15 Grundgesetz im Bundestag zu beantragen. Auf ihn st&uuml;tzt die Berliner Enteignungs-Initiative ihre Argumentation. Dieser besagt, dass &bdquo;Grund und Boden, Natursch&auml;tze und Produktionsmittel zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausma&szlig; der Entsch&auml;digung regelt, in Gemeineigentum&ldquo; &uuml;berf&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nDer Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der FDP, Marco Buschmann, betonte: &bdquo;Durch Enteignung entsteht keine einzige neue Wohnung, sondern nur Entsch&auml;digungsanspr&uuml;che zulasten des Steuerzahlers.&ldquo; Deshalb solle die &bdquo;Sozialisierung ganzer Betriebe und Branchen durch eine Streichung des Artikels 15 ganz vom Tisch genommen werden&ldquo;. Spannend wird es, ob die FDP im Bundestag daf&uuml;r Mitstreiter finden wird &ndash; f&uuml;r eine Grundgesetz&auml;nderung wird eine Zwei-Drittel-Mehrheit gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/debatte-ueber-verstaatlichung-fdp-will-enteignungsartikel-aus-dem-grundgesetz-streichen\/24253190.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Experten von der FDP mal wieder. Sie haben freitags in der Schule wohl geschlafen, als das Grundgesetz Thema war. Haben wir da nicht alle gelernt, dass sich die ersten 19 Artikel mit den Grundrechten besch&auml;ftigen und diese nicht einfach abgeschafft werden k&ouml;nnen, auch nicht mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit? Artikel 19, Absatz 2, Grundgesetz besagt doch:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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