{"id":51192,"date":"2019-04-26T08:48:09","date_gmt":"2019-04-26T06:48:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192"},"modified":"2019-04-26T08:48:09","modified_gmt":"2019-04-26T06:48:09","slug":"hinweise-des-tages-3354","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h01\">Streitthema: Haltung im Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h02\">US-gef&uuml;hrte Koalition in Rakka: Zehnmal so viele Tote wie bislang bekannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h03\">Frankreich &ndash; Macron will Einkommensteuer deutlich senken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h04\">Gipfel in Peking: &ldquo;Faire Bedingungen auf beiden Seiten der Seidenstra&szlig;e&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h05\">Modern Monetary Theory: Eine Geldtheorie sorgt f&uuml;r Aufregung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h06\"> &bdquo;Das hier ist Reality, M&auml;nner!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h07\">&Uuml;berwachung von Flugpassagieren liefert Fehler &uuml;ber Fehler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h08\">Bangladesch: Die Vergessenen der Rana-Plaza-Fabrik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h09\">Abholzung und Br&auml;nde: 30 Fu&szlig;ballfelder Wald weniger &ndash; in der Minute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h10\">Prozess zu Abmahnungen: Die Deutsche Umwelthilfe darf das<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h11\">Autos, die wie Toastbrote aussehen &ndash; Japans Autopolitik regt Trump auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h12\">Atomm&uuml;ll-Amt kritisiert .ausgestrahlt &ndash; .ausgestrahlt nimmt Stellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h13\">Joe Biden im US-Wahlkampf: Der Mann, der Trump gef&auml;hrlich werden kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h14\">Das Letzte: &bdquo;Parteispenden sind nicht korruptiv&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Streitthema: Haltung im Journalismus<\/strong><br>\nWie viel Haltung brauchen Journalistinnen und Journalisten? &Uuml;ber diese Frage wird in der Branche seit Jahren diskutiert. Kritiker sagen: Ein Journalist mit Haltung berichte nicht mehr objektiv. Andere finden: Journalismus ohne Haltung werde seiner gesellschaftlichen Verantwortung nicht gerecht. [&hellip;]<br>\nAuch deswegen pl&auml;diert Medienkritiker Stefan Niggemeier daf&uuml;r, sich wieder aufs Handwerk zu besinnen. Das k&ouml;nne schon ausreichen. Er verweist auf das ZDF-Sommerinterview mit AfD-Chef Alexander Gauland, in dem Moderator Thomas Walde durch einfache Fragen offenlegen konnte, dass die AfD au&szlig;er zum Thema Migration keine politischen Konzepte hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/streitthema-haltung-im-journalismus.2907.de.html?dram:article_id=447131\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Na ja, Thomas Walde hat in dem Sommerinterview eigentlich nur geschafft, dass die anderen Parteien in einem besseren Licht dastehen. Die AfD ist doch aber nicht deshalb keine Alternative, weil sie keine Konzepte anzubieten h&auml;tte, sondern weil ihre Ans&auml;tze ja gerade denen der anderen neoliberalen Parteien gleichen. Es gibt also eine Verwandtschaft, auf die man als Journalist eigentlich kommen m&uuml;sste. Stattdessen wurde so eine Aussage skandalisiert wie: &bdquo;Ich glaube nicht, dass es gegen den Klimawandel irgendetwas gibt, was wir Menschen machen k&ouml;nnen.&ldquo; Das ist nat&uuml;rlich ein politischer Offenbarungseid, aber auch die konsequente Beschreibung dessen, was die Bundesregierungen selbst seit Jahren praktizieren und mittlerweile von Sch&uuml;lern jeden Freitag beklagt wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Marieluise Beck (Gr&uuml;ne): Putin &ldquo;nutzt diplomatische Trotteligkeit des Westens&rdquo;<\/strong><br>\nRusslands Pr&auml;sident Wladimir Putin k&ouml;nnte bei seinen Gespr&auml;chen mit dem Diktator Kim Jong-Un auch die Sanktionen gegen Nordkorea in Frage stellen, glaubt die fr&uuml;here Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck (Gr&uuml;ne). Zuzutrauen sei ihm das, sagte sie im Dlf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/marieluise-beck-gruene-putin-nutzt-diplomatische.694.de.html?dram:article_id=447105\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine tolle Harmonie zwischen Frau Beck und dem Deutschlandfunk. Aber sollte Journalismus nicht der Berichterstattung und Information dienen? Offenbar ist sich dieses Medium seiner Aufgabe nicht bewusst &ndash; jedenfalls verfehlt es sie gravierend &ndash; und bietet stattdessen der ehemaligen gr&uuml;nen Bundestagsabgeordneten eine Plattform zur Verbreitung ihrer Phantasien. Denn au&szlig;er reichlich Spekulationen liefert dieses Interview eigentlich keine nennenswerten Informationen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-gef&uuml;hrte Koalition in Rakka: Zehnmal so viele Tote wie bislang bekannt<\/strong><br>\nEine US-gef&uuml;hrte Milit&auml;rkoalition hatte die syrische Stadt Rakka 2017 vom IS befreit. Offiziell starben dabei 159 Zivilisten. Einer Untersuchung zufolge ist die Zahl der zivilen Todesopfer jedoch sehr viel h&ouml;her.<br>\nFast vier Jahre herrschte die Terrormiliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) in Rakka &ndash; und nutzte die syrische Stadt als Kommandozentrale. 2017 konnte der IS von einer von den USA gef&uuml;hrten Milit&auml;rkoalition verdr&auml;ngt werden. Einer neuen Untersuchung zufolge forderte die Offensive mehr zivile Opfer als bisher bekannt.<br>\nAmnesty International und die Londoner Non-Profit-Organisation Airwars haben den Milit&auml;reinsatz untersucht und liefern nun Belege daf&uuml;r, dass bei der Offensive mehr als 1600 Zivilisten get&ouml;tet worden seien. Die Milit&auml;rkoalition hatte bislang die Verantwortung f&uuml;r 159 get&ouml;tete Zivilisten &uuml;bernommen. Das entspricht zehn Prozent der nun ermittelten Gesamtopferzahl.<br>\nVon Juni bis Oktober 2017 flogen die USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich Tausende Luftangriffe auf Rakka, um den IS zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. US-Bodentruppen unterst&uuml;tzten die Luftschl&auml;ge durch Zehntausende Artillerieangriffe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/amnesty-international-hunderte-zivile-opfer-in-rakka-durch-us-militaerkoalition-a-1264339.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Mutma&szlig;liche Kriegsverbrechen: Skandal ersch&uuml;ttert Eliteeinheit Navy Seals<\/strong><br>\nEin K&auml;mpfer der US-Spezialkr&auml;fte soll im Irak wahllos Zivilisten erschossen haben, darunter ein spazierendes Schulm&auml;dchen und einen alten Mann &ndash; und wurde wom&ouml;glich von Vorgesetzten gedeckt. Auch Pr&auml;sident Trump schaltete sich ein.<br>\nSein Spitzname lautete angeblich &ldquo;Blade&rdquo;, Klinge. Bei der US-Eliteeinheit Seals z&auml;hlte er lange Zeit zu den besten K&auml;mpfern: Special Operations Chief Edward &ldquo;Eddie&rdquo; Gallagher. Viele Soldaten sahen in ihm ein Vorbild. Er bildete andere Seal-K&auml;mpfer aus, er war Scharfsch&uuml;tze, Sanit&auml;ter und Bombenspezialist. Mehrfach war Gallagher mit seiner Spezialeinheit im Irak und in Afghanistan im Einsatz. Doch damit ist es nun vorbei.<br>\nAb Mai wird Gallagher vor einem Milit&auml;rgericht der Prozess gemacht. Der hochdekorierte Soldat soll im Irak grausame Kriegsverbrechen begangen haben. Laut Zeugenaussagen soll Gallagher wehrlose Zivilisten erschossen und erstochen haben. Sp&auml;ter wurden seine Taten wom&ouml;glich von ihm und Vorgesetzten an der Marinebasis Coronado in San Diego, Kalifornien, vertuscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-skandal-um-edward-gallagher-erschuettert-elite-einheit-navy-seals-a-1264274.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frankreich &ndash; Macron will Einkommensteuer deutlich senken<\/strong><br>\nAls Antwort auf die Gelbwesten-Proteste hat Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron eine Steuersenkung angek&uuml;ndigt. Zugleich deutete er eine R&uuml;ckkehr zur Verm&ouml;gensteuer an, die er weitgehend abgeschafft hatte.<br>\nNach einer monatelangen B&uuml;rgerdebatte hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron eine deutliche Senkung der Einkommensteuer angek&uuml;ndigt. Davon soll vor allem die Mittelschicht profitieren &ndash; &ldquo;diejenige, die arbeiten&rdquo; -, aus der viele seiner W&auml;hler stammen. Das sagte Macron vor Journalisten und Kabinettsmitgliedern im &Eacute;lys&eacute;e-Palast in Paris.<br>\nZudem deutete der Pr&auml;sident eine m&ouml;gliche R&uuml;ckkehr zur Verm&ouml;gensteuer an, die seine Regierung weitgehend abgeschafft hatte. Die Ma&szlig;nahme werde im kommenden Jahr &uuml;berpr&uuml;ft, sagte er. Die &ldquo;Gelbwesten&rdquo;-Bewegung wirft ihm vor, &ldquo;Pr&auml;sident der Reichen&rdquo; zu sein.<br>\nAls weitere Konsequenz aus den Demonstrationen und der folgenden zweimonatigen B&uuml;rgerbefragung stellte Macron erleichterte Volksbefragungen in Aussicht. Bindende Referenden nach Schweizer Modell, wie sie die &ldquo;Gelbwesten&rdquo; forderten, stellten jedoch &ldquo;die repr&auml;sentative Demokratie in Frage&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/emmanuel-macron-will-einkommensteuer-deutlich-senken-a-1264471.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CG:<\/strong> Vorzugeben, mit einer deutlichen Senkung der Einkommensteuer den Forderungen der Gelbwesten zu &bdquo;antworten&ldquo;, also gegen die zunehmende Verarmung immer gr&ouml;&szlig;erer Bev&ouml;lkerungsteile in Frankreich vorgehen zu wollen, ist eine Farce. Denn das hilft den Einkommensstarken ungleich mehr, als den &Auml;rmeren und w&uuml;rde die Misere der Ungleichheit sogar noch weiter versch&auml;rfen. Eine &bdquo;Reformpolitik&ldquo;, welche die Schere zwischen Arm und Reich verringern w&uuml;rde, ist das jedenfalls nicht. Und ob die &bdquo;angedeutete&ldquo; Verm&ouml;genssteuer, die man im kommenden Jahr &bdquo;&uuml;berpr&uuml;fen&ldquo; wolle, am Ende wirklich kommen wird, d&uuml;rfte wohl mehr als zweifelhaft sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist bestenfalls sehr wenig und im schlechtesten Fall ein Pyrrhussieg f&uuml;r die Gelbwesten &ndash; denn eine Einkommensteuersenkung von 5 Milliarden Euro ist bei einer volkswirtschaftlichen Lohnsumme von vielleicht 1.300 Milliarden Euro marginal und kommt haupts&auml;chlich den Beziehern mittlerer und hoher Einkommen zugute. Das d&uuml;rfte nicht im Sinne der niedrig verdienenden Gelbwesten sein und eher Macrons wirtschaftsliberaler Linie helfen. Die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensteuer wird vage in Aussicht gestellt, die radikale und in ihren Auswirkungen viel entscheidendere Unternehmensteuersenkung (20 Milliarden Euro pro Jahr) nicht einmal thematisiert, geschweige denn in Frage gestellt. H&ouml;here L&ouml;hne stehen &uuml;berhaupt nicht zur Debatte, sondern stattdessen will Macron die Stundenl&ouml;hne durch Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters weiter senken. Macron versucht, *sein* Programm mit ein paar sozialen Streicheleinheiten hier und da als Antwort auf die Gelbwesten-Proteste zu verkaufen &ndash; man kann nur hoffen, dass sie es nicht abkaufen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Umstrittene Gro&szlig;z&uuml;gigkeit<\/strong><br>\nMillionen f&uuml;r die Kathedrale von Notre-Dame, aber nichts f&uuml;r Bed&uuml;rftige? Das Spendenverhalten der Superreichen hat in Frankreich eine Gerechtigkeitsdebatte ausgel&ouml;st. [&hellip;]<br>\nDieser &Uuml;berzeugung ist Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron hingegen wohl nicht. Er ist ein Wirtschaftsliberaler in einem zutiefst sozialstaatsgl&auml;ubigen Land. Sein Motto, der &ldquo;erste am Seil zieht den Rest der Mannschaft nach oben&rdquo; hat er mehrfach in die Tat umgesetzt: Er schaffte die von den Gelbwesten heute so virulent geforderte Verm&ouml;genssteuer ab und auch die Unternehmenssteuern sollen innerhalb von f&uuml;nf Jahren von 33 auf 25 Prozent fallen. In seiner Amtszeit, so r&auml;umen es selbst Macron wohlgesonnene Medien wie die Le Monde heute ein, &ldquo;sind die Ultrareichen die gro&szlig;en Gewinner.&rdquo; Das eine Prozent der Reichsten in Frankreich, zu denen die drei Gro&szlig;spender von Notre-Dame geh&ouml;ren, haben nach Studien allein durch die Abschaffung der Verm&ouml;genssteuer in diesem Jahr sechs Prozent mehr Geld zur Verf&uuml;gung als vor Macrons Amtszeit.<br>\nTrotzdem leben in Frankreich auch weniger wohlhabende Menschen immer noch sorgenfreier als in vielen anderen EU-Staaten, auch weil es viele Sozialleistungen wie etwa ein vergleichsweise hohes Kindergeld gibt. In Frankreich betr&auml;gt das Armutsrisiko laut Eurostat, dem statistischen Amt der EU, 13,6 Prozent, in Deutschland 16,7 Prozent. Aber in beiden L&auml;ndern &ndash; wie in fast allen anderen Marktwirtschaften &ndash; geht die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-04\/frankreich-notre-dame-kathedrale-grossspenden-gerechtigkeit-debatte%20\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hier wird selbst in der konservativ-neoliberalen Presse frisch fromm fr&ouml;hlich frei zugegeben, dass &ldquo;die Ultrareichen die gro&szlig;en Gewinner&rdquo; von Macrons Politik sind. Als w&auml;re das ein Naturgesetz und nicht &auml;nderbar, w&auml;hrend Millionen Menschen unter Niedrigl&ouml;hnen und Armut leiden. Was f&uuml;r eine Schweinerei.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gipfel in Peking: &ldquo;Faire Bedingungen auf beiden Seiten der Seidenstra&szlig;e&rdquo;<\/strong><br>\nVor seiner Teilnahme an der &ldquo;Neue Seidenstra&szlig;e&rdquo;-Konferenz in Peking fordert Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Ver&auml;nderungsbereitschaft von China. Deutsche Unternehmen m&uuml;ssten gleiche Rechte haben in China, sagte Altmaier im Dlf. Und Europa m&uuml;sse mit einer Stimme sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gipfel-in-peking-faire-bedingungen-auf-beiden-seiten-der.694.de.html?dram:article_id=447216%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Das Minister Altmaier faire Rechte f&uuml;r deutsche Unternehmen in China fordert, geh&ouml;rt zu seinen Aufgaben. Das er sich ebenso f&uuml;r faire Rechte f&uuml;r chinesische Firmen in Deutschland einsetzt ist hingegen nicht bekannt. Bekannt ist, dass es seit Kurzem ein Gesetz gibt, was chinesischen Firmen den Erwerb deutscher Firmen erschwert. Die Hinderung des Konzerns Huawei auf dem deutschen Markt Firmen zu erwerben und seine Produkte zu verkaufen, wurde j&uuml;ngst von der Bundesregierung vereitelt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Modern Monetary Theory: Eine Geldtheorie sorgt f&uuml;r Aufregung<\/strong><br>\nDass sich die &Ouml;konomenelite mit solchem Furor einer bisher ignorierten Theorie annimmt, hat einen einfachen Grund: Linke Politiker, die das konservative Establishment der demokratischen Partei herausfordern, haben sich auf diese Theorie berufen, vor allem die popul&auml;re Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez.  Sie begr&uuml;ndete mit Verweis auf MMT, dass ein h&ouml;heres Staatsdefizit keine Katastrophe w&auml;re.<br>\nSie pr&uuml;geln MMT, aber sie meinen nat&uuml;rlich die linken Pr&auml;sidentschaftskandidaten der Demokraten.<br>\nMit Stephanie Kelton war eine f&uuml;hrende Vertreterin von MMT 2016 Wahlkampfberaterin von Bernie Sanders. Der Sozialist bewirbt sich auch diesmal um die Nominierung bei den Demokraten. Er fordert unter anderem eine staatliche Jobgarantie, f&uuml;r die auch f&uuml;hrende MMT-Vertreter eintreten.<br>\n&ldquo;Sie pr&uuml;geln MMT, aber sie meinen nat&uuml;rlich die linken Pr&auml;sidentschaftskandidaten der Demokraten&rdquo;, schreibt Bill Black, ein ehemaliger Bankenregulierer und Professor f&uuml;r Recht und Wirtschaft an der Universit&auml;t Missouri, einer Heimst&auml;tte von MMT. Schlie&szlig;lich werben ja selbst die MMT-Kritiker Krugman und Summers daf&uuml;r, h&ouml;here Defizite in Kauf zu nehmen. Und auch die Republikaner unter Trump haben kein Problem mit Defiziten, solange nicht ein Green New Deal oder eine Besch&auml;ftigungsgarantie damit finanziert werden sollen.<br>\nDie Diskussion hat auch Deutschland erreicht. Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung und ehemaliger &Ouml;konom der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), schrieb auf Twitter, Rogoff habe recht mit dem Urteil, dass MMT gr&ouml;&szlig;tenteils Unsinn sei. Peter Bofinger von der Universit&auml;t W&uuml;rzburg hielt mit dem Beispiel Japan gegen. Dort hat die Notenbank 2017 sogar den unlimitierten Aufkauf von Staatsanleihen angek&uuml;ndigt. Zinsen und die Inflation sind dennoch weiter sehr niedrig. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1136-mmt\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Notenbanken finanzieren den Staat&rdquo; &ndash; Interview und Streitgespr&auml;ch mit Dirk Ehnts zu MMT<\/strong><br>\nDirk Ehnts ist Sprecher der Pufendorf- Gesellschaft, die f&uuml;r die Modern Monetary Theory (MMT) wirbt. Er hat k&uuml;rzlich in Berlin die 1. Konferenz zu MMT in Europa ausgerichtet. Ich sprach mit ihm &uuml;ber die Bank von Kanada, die Kernaussagen von MMT, &uuml;ber verbreitete Missverst&auml;ndnisse und &uuml;ber die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion. (Links in seinen Aussagen wurden von Ehnts selbst bereitgestellt.)<br>\nHerr Ehnts, welche Bedeutung hat die Bank von Kanada f&uuml;r die Modern Monetary Theory (MMT)?<br>\nSie ist ein gutes Beispiel daf&uuml;r, wie modernes Geld funktioniert. Die Zentralbank schreibt der Bundesregierung quasi auf Zuruf Einlagen bei der Zentralbank gut, die diese dann ausgeben kann. Bei anderen modernen Zentralbanken ist das &auml;hnlich. Sie finanzieren indirekt Staatsausgaben und haben als Ziel &ldquo;Finanzmarktstabilit&auml;t&rdquo;. Sie m&uuml;ssen also verhindern, dass die Preise f&uuml;r Staatsanleihen in den Keller gehen.<br>\nLetztlich ist es egal, ob eine Zentralbank die Staatsanleihen direkt von der Regierung kauft (Kanada) oder die Banken das machen, wobei sie sich vorher das Geld bei der ZB leihen m&uuml;ssen (USA, Eurozone). Im letzteren Fall macht die Zentralbank deutlich, dass sie am Sekund&auml;rmarkt im Zweifelsfall alles aufkauft. Also sind die Anleihen sicher. In Kanada schreibt der Staat den Banken Geld gut, wenn er Geld ausgibt, und die Banken tauschen die Zentralbankguthaben dann in Staatsanleihen, weil die einen h&ouml;heren Zins bieten. In meinem Buch habe ich Eurozone und Kanada verglichen &ndash; die Bilanzen sehen am Ende in beiden F&auml;llen gleich aus.<br>\nDie Unabh&auml;ngigkeit der Zentralbank und das Staatsfinanzierungsverbot sind aber in Europa fest verankert. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1135-ehnts\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Das hier ist Reality, M&auml;nner!&ldquo;<\/strong><br>\nEs geht in &bdquo;Survival&ldquo; um die &Uuml;berwindung physischer und psychischer Grenzen. Wir sehen hier M&auml;nner (und ganz prominent auch eine Frau), die sich qu&auml;len, die aus der gem&uuml;tlichen Blase ausbrechen, in der wir alle sitzen. &bdquo;Der Wille entscheidet!&ldquo; Was Fitnessstudios schon lange verstanden haben, nutzt auch die Bundeswehr als Werbestrategie und muss deshalb auch gar nicht verbergen, wie hart die Ausbildung ist. Stattdessen werden die Qualen inszeniert und stolz den verweichlichten Zuschauern pr&auml;sentiert. (&hellip;)<br>\nHinzu kommt die Perspektive der Bilder in &bdquo;Survival&ldquo;: Mal sind es Drohnenaufnahmen von kriechenden Soldaten, mal ruckelige Bilder aus der marschierenden Truppe heraus. Das gesamte Register des Action- und Kriegsfilms wird aufgefahren, inklusive Spannung und Cliffhanger: Wird Chrissi den Mutsprung absolvieren und von der zw&ouml;lf Meter hohen ICE-Br&uuml;cke springen? Das erfahrt ihr n&auml;chste Woche! &bdquo;Wir sind hier nicht bei ,Fallout&lsquo;, das ist nicht ,Wii Sports&lsquo;! Das hier ist Reality, M&auml;nner.&ldquo; Diese Erinnerung haben auch die Zuschauer dringend n&ouml;tig. Wenn die Soldaten auf einem Waldweg aus dem Nebel einer Rauchbombe treten und unter Schreien ihre Magazine auf imagin&auml;re Gegner leeren, f&uuml;hlt man sich in ein Videospiel transportiert.<br>\nKrieg als &Auml;sthetik? &bdquo;Survival&ldquo; greift Motive des Videospiels auf, vom Logo bis zum Titel, der an den Survival-Modus erfolgreicher Spiele wie &bdquo;Fortnite&ldquo; erinnert. &bdquo;Fortnight&ldquo;, so hei&szlig;t &uuml;brigens auch ein Song aus dem Soundtrack. Was unterscheidet die Serie von einem Videospiel oder Actionfilm? Im Videospiel ist der Kampf ein Abenteuer, der Krieg ist cool. Und auch &bdquo;Survival&ldquo; ist supercool! Wenn wir aber Videospiele und Actionfilme konsumieren, wissen wir um die Abstraktion. In &bdquo;Survival&ldquo; sehen wir echte Soldaten, die vielleicht in echte Kriege ziehen werden. Der Unterschied liegt also darin, dass im Abspann von &bdquo;Der Soldat James Ryan&ldquo; kein Bewerbungslink zur Bundeswehr eingebettet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article192389621\/Bundeswehr-Serie-Survival-auf-YouTube-zur-Aesthetik-des-Krieges.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und so etwas ist in der ansonsten eher milit&auml;r-nahen &ldquo;Welt&rdquo; zu lesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Uuml;berwachung von Flugpassagieren liefert Fehler &uuml;ber Fehler<\/strong><br>\nSeit vergangenem Jahr erfasst das Bundeskriminalamt die Daten aller Flugpassagiere, die in Deutschland starten oder landen. So sollen gesuchte Straft&auml;ter und Verd&auml;chtige identifiziert und anschlie&szlig;end von der Polizei beobachtet werden. Tats&auml;chlich lieferte das System in den ersten Betriebsmonaten jede Menge Treffer &ndash; allerdings sind die meisten unbrauchbar. Auf jede korrekte Verdachtsmeldung kommen mehr als 400 falsche Treffer. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage des Abgeordneten Andrej Hunko (Die Linke) hervor.<br>\nIm sogenannten Passenger Name Record (PNR) speichern die Fluglinien Daten zu ihren Passagieren. Die Datens&auml;tze enthalten etwa Datum, Uhrzeit, Start- und Zielflughafen der gebuchten Verbindung sowie Name, Anschrift und Zahlungsdaten des Reisenden. Das Fluggastdatengesetz verpflichtet die Airlines, diese Informationen an das Bundeskriminalamt (BKA) weiterzugeben. Dort ist eine Software im Einsatz, welche die Daten mit Fahndungslisten abgleicht.<br>\nBald sollen die PNR-Daten nicht nur nach gesuchten Personen durchforstet werden, sondern auch nach verd&auml;chtigen Mustern, die auf eine f&uuml;r die Zukunft geplante Straftat hinweisen. Das Fluggastdatengesetz gilt als erster gro&szlig;angelegter Einsatz von Predictive Policing in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/fluggastdaten-bka-falschtreffer-1.4419760\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bangladesch: Die Vergessenen der Rana-Plaza-Fabrik<\/strong><br>\nVor sechs Jahren st&uuml;rzte die Rana-Plaza-Textilfabrik in Bangladesch ein. 1135 Menschen starben, Tausende wurden verletzt. Opfer und Angeh&ouml;rige leiden bis heute.<br>\nMach Dir keine Sorgen, Mama. Wenn die Risse gef&auml;hrlich w&auml;ren, w&uuml;rden sie uns ja nicht in die Fabrik lassen&ldquo;, sagte Shonjeet zu seiner Mutter. Dann ging er zur Arbeit. Eineinhalb Stunden sp&auml;ter st&uuml;rzte die Rana Plaza-Textilfabrik in Sabhar, einem Vorort von Bangladeschs Hauptstadt Dhaka, ein und begrub Tausende Arbeiterinnen und Arbeiter unter sich. 2438 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, 1135 Menschen starben, der 19-j&auml;hrige Shonjeet war einer von ihnen. Heute, am 24. April, j&auml;hrt sich der Einsturz zum sechsten Mal. W&auml;hrend viele der Opfer noch immer unter den Folgen leiden, will Bangladesch internationale Inspektoren, die weitere Katastrophen verhindern sollen, des Landes verweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/bangladesch-sechs-jahren-stuerzte-rana-plaza-textilfabrik-ein-12211609.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abholzung und Br&auml;nde: 30 Fu&szlig;ballfelder Wald weniger &ndash; in der Minute<\/strong><br>\nDer Tropenwald in Brasilien schrumpft, und auch anderswo auf der Welt sind die Verluste insbesondere urspr&uuml;nglichen Regenwaldes besorgniserregend gro&szlig;. Doch es gibt auch positive Nachrichten.<br>\n12 Millionen Hektar Regenwald &ndash; eine Fl&auml;che so gro&szlig; wie England &ndash; sind im vergangenen Jahr auf der ganzen Welt verloren gegangen. Das geht aus einem Bericht des Projekts Global Forest Watch (GFW) hervor, der sich auf von der amerikanischen Universit&auml;t Maryland ausgewertete Satellitenbilder beruft. Die Zahl ist die vierth&ouml;chste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2001.<br>\nIn dem Bericht warnen die Forscher davor, dass die Geschwindigkeit der Zerst&ouml;rung unver&auml;ndert hoch sei. Min&uuml;tlich verschwinde Wald von der Gr&ouml;&szlig;e von 30 Fu&szlig;ballfeldern. Die Daten zeigen indes nicht nur die legale oder illegale Abholzung von W&auml;ldern durch menschliche Hand, sondern auch die nat&uuml;rliche Zerst&ouml;rung etwa durch Br&auml;nde. Zu den Hauptverursachern der Entwaldung z&auml;hlen Viehzucht und Landwirtschaft: In Asien und Afrika sorgt vor allem der Anbau von Palm&ouml;l, in S&uuml;damerika die Produktion von Getreide zur Herstellung von Biotreibstoffen f&uuml;r gro&szlig;e Waldverluste. [&hellip;]<br>\nMit gro&szlig;er Sorge blicken die Autoren auf den Verlust von urspr&uuml;nglichem Regenwald in den Tropen, welcher nun erstmals dokumentiert wurde: Insgesamt 3,64 Millionen Hektar von diesem Baumbestand seien verschwunden. Das birgt Gefahren nicht nur f&uuml;r die hochsensiblen &Ouml;kosysteme und die Biodiversit&auml;t; W&auml;lder haben auch einen gro&szlig;en Einfluss auf das Klima. Weltweit absorbieren die Regenw&auml;lder rund 30 Prozent des von Menschen verursachten Aussto&szlig;es von Treibhausgasen &ndash; mehr als elf Milliarden Tonnen pro Jahr. Brandrodungen und Abholzungen zum Fl&auml;chengewinn setzen klimasch&auml;dliches Kohlendioxid frei und verringern die Kapazit&auml;ten der sogenannten &bdquo;gr&uuml;nen Lungen&ldquo; zur Aufnahme von CO2. Urw&auml;lder der &auml;ltesten Generation, die aus jahrhunderte-, teils sogar jahrtausendealten B&auml;umen bestehen, halten dabei besonders viel Kohlenstoff gespeichert und k&ouml;nnen &ndash; einmal abgeholzt &ndash; nicht wieder in ihren Originalzustand zur&uuml;ckversetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/30-fussballfelder-wald-weniger-je-minute-16157045.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Angesichts dieses Ausma&szlig;es an Umweltzerst&ouml;rung f&auml;llt es mir schwer, &ldquo;auch positive Nachrichten&rdquo; zu sehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Prozess zu Abmahnungen: Die Deutsche Umwelthilfe darf das<\/strong><br>\nDie Deutschen Umwelthilfe macht Profit, wenn sie Unternehmen verklagt. Rechtswidrig? Der Bundesgerichtshof sieht das anders.<br>\nDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) handelt bei der Abmahnung von Unternehmen nicht rechtsmissbr&auml;uchlich. Ein entsprechendes Urteil zeichnet sich nach der m&uuml;ndlichen Verhandlung am Bundesgerichtshof (BGH) ab. Das Urteil wird in einigen Wochen verk&uuml;ndet.<br>\nIm konkreten Fall hatte die DUH 2016 das Autohaus Kloz in Fellbach abgemahnt, weil bei einer Annonce der Spritverbrauch und der CO2-Aussto&szlig; nicht korrekt angegeben waren. Inhaber Felix Kloz r&auml;umte zwar den Fehler ein, weigerte sich aber, eine Unterlassungserkl&auml;rung abzugeben. Er lehne das &bdquo;Gesch&auml;ftsmodell&ldquo; der DUH ab. Daraufhin klagte die DUH und gewann bisher in allen Instanzen. Doch Kloz gab nicht auf und erhob mit Unterst&uuml;tzung der Kfz-Innung Stuttgart Revision zum BGH.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Prozess-zu-Abmahnungen\/!5587958\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Autos, die wie Toastbrote aussehen &ndash; Japans Autopolitik regt Trump auf<\/strong><br>\nDie USA beschweren sich, dass GM, Ford und Co. in Japan keine Autos verkaufen. Daran sind die Autobauer zwar selbst schuld. Aber Japan h&auml;lt das Importsegment auch absichtlich klein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/weltgeschichten\/japan-autos-die-wie-toastbrote-aussehen-japans-autopolitik-regt-trump-auf\/24067414.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin E.R.:<\/strong> Spannend wie man in Japan versucht die Blechlawinen unter Kontrolle zu bekommen und vor allem wie man all die zivilen 500 PS-Panzer ausbremst, die westliche Hersteller so gern bauen.<\/em><\/p>\n<p><em>Man beachte aber den unterschwellig ver&auml;chtlichen Unterton des Artikels, so als w&uuml;rde der Autor &uuml;berhaupt nicht verstehen k&ouml;nnen, dass es Menschen gibt, f&uuml;r die ein Auto nur ein Fortbewegungsmittel ist unter vielen und dass es durchaus Sinn macht den Autoverkehr zu beschr&auml;nken. Dank solcher Spielkinder, die sich einen SUV kaufen und es selbstverst&auml;ndlich finden damit &uuml;berall parken und rasen zu k&ouml;nnen, haben westliche Hersteller wenig Gr&uuml;nde, um innovative Fahrzeuge zu bauen, oder zumindest mal ehrlich die Abgaswerte zu deklarieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Atomm&uuml;ll-Amt kritisiert .ausgestrahlt &ndash; .ausgestrahlt nimmt Stellung<\/strong><br>\nDas &bdquo;Bundesamt f&uuml;r kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE)&ldquo;, auch Atomm&uuml;ll-Bundesamt genannt, hat am 3. April 2019 auf seiner Webseite unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Zu den Darstellungen des Vereins &sbquo;ausgestrahlt&lsquo; zum Standortauswahlverfahren&ldquo; einen langen Text ver&ouml;ffentlicht, in dem die Arbeit von .ausgestrahlt zur Standortsuche massiv angegriffen wird.<br>\nDies ist alleine schon unter dem Aspekt verwunderlich, dass das BfE sowohl in seiner Rolle als Aufsichtsbeh&ouml;rde als auch in seiner Rolle als Tr&auml;ger der sogenannten &Ouml;ffentlichkeitsbeteiligung zu einer gewissen Neutralit&auml;t verpflichtet ist &ndash; diese hier aber vermissen l&auml;sst. Es passt allerdings in eine Reihe mit der Strafanzeige des BfE-Pr&auml;sidenten gegen die BI L&uuml;chow-Dannenberg, weil er sich falsch zitiert w&auml;hnte. Das neu geschaffene Amt, von dem es in Sonntagsreden immer hei&szlig;t, es sei Garant f&uuml;r eine neue Konfliktkultur und einen anderen Umgang mit Kritik, ja selbst von einer lernenden Beh&ouml;rde ist die Rede, verh&auml;lt sich jetzt nicht viel anders gegen&uuml;ber Widerspruch aus der &Ouml;ffentlichkeit wie die Vorg&auml;ngerinstitutionen in den vergangenen Jahrzehnten. Diese Angelegenheit ist deshalb bedeutend, weil ja von Politik und Beh&ouml;rden immer wieder betont wird, wie wichtig der Vertrauensaufbau sei, nachdem der bisherige Konflikt um die Lagerung hochradioaktiver Abf&auml;lle von massiven Vertrauensverlusten gepr&auml;gt war. Wer aber als Atomm&uuml;ll-Beh&ouml;rde so mit Kritiker*innen umgeht, macht keine Hoffnung auf einen Kulturwandel und schreckt eher all diejenigen ab, die zuk&uuml;nftig M&auml;ngel im Verfahren oder im Handeln der Institutionen entdecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ausgestrahlt.de\/media\/filer_public\/b6\/db\/b6db13c5-e04c-4bc8-bf8f-1bbc83f7a240\/stellungnahme_zur_bfe-kritik_an_ausgestrahlt.pdf\">ausgestrahlt [PDF]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Joe Biden im US-Wahlkampf: Der Mann, der Trump gef&auml;hrlich werden kann<\/strong><br>\nEr will &ndash; und er kann: Der fr&uuml;here Vizepr&auml;sident Joe Biden erkl&auml;rt seine Kandidatur f&uuml;r das Pr&auml;sidentenamt. Warum er mit 76 Jahren gute Chancen hat, Donald Trump zu schlagen. [&hellip;]<br>\nDreimal hat Biden bereits f&uuml;r das Pr&auml;sidentenamt kandidiert, bis zur Nominierung durch den Parteitag der Demokraten hat er es nie geschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/joe-biden-wie-der-us-demokrat-donald-trump-schlagen-kann-a-1264442.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hat der Spiegel nicht auch Clinton von Anfang an gepusht? Das kann nur hei&szlig;en, dass Biden der Kandidat im Interesse der US-Oligarchie ist, sollte es Trump nicht noch einmal schaffen. Offenbar hat man nichts gelernt und versucht erneut, Bernie Sanders oder andere progressive Bewerber zu verhindern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: &bdquo;Parteispenden sind nicht korruptiv&ldquo;<\/strong><br>\nHermann Otto Solms hat die FDP-Finanzen saniert &ndash; auch dank &uuml;ppiger Spenden. Den Stopp durch Daimler r&uuml;gt er: Das Unternehmen gebe die Mitverantwortung f&uuml;r das politische Geschehen auf. Solms k&uuml;ndigt einen Protestbrief an den Konzern an. [&hellip;]<br>\nHermann Otto Prinz zu Solms-Hohensolms-Lich, so sein voller Name, erf&uuml;llte die Erwartungen. Er reduzierte zun&auml;chst die Kosten, das Personal wurde halbiert, von knapp unter 50 Mitarbeitern auf knapp &uuml;ber 20. Die Bundespartei erwirtschaftete wieder regelm&auml;&szlig;ig &Uuml;bersch&uuml;sse und baute die &Uuml;berschuldung ab, im Schnitt um mehr als eine Million Euro pro Jahr. Auf dem Parteitag wird Solms den Delegierten verk&uuml;nden, dass die &Uuml;berschuldung der Bundespartei bis Ende 2018 auf rund zwei Millionen Euro gesunken ist.<br>\n&bdquo;Die Sanierung ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber wir sind sehr gut vorangekommen&ldquo;, sagt Solms. Nach seiner mittelfristigen Finanzplanung werde die FDP &bdquo;im Jahr 2020 ein positives Reinverm&ouml;gen haben&ldquo;. Das wird der Zeitpunkt sein, an dem der Schatzmeister guten Gewissens sagen kann: Auftrag ausgef&uuml;hrt, Mission erf&uuml;llt.<br>\nBis dahin will er daf&uuml;r sorgen, dass die neue finanzielle Solidit&auml;t in der Partei-DNA verankert wird. &bdquo;Wir wollen dauerhaft weniger ausgeben, als wir einnehmen, um immer auf alle Eventualit&auml;ten vorbereitet zu sein&ldquo;, sagt Solms. Auch nach der erfolgreichen Bundestagswahl 2017 habe die FDP &bdquo;nicht automatisch gleich wieder den Apparat vergr&ouml;&szlig;ert. Wir haben 2013 gelernt, dass man mit weniger Ausgaben und besserer Politik erfolgreich sein kann&ldquo;. Rund zw&ouml;lf Millionen Euro betragen die j&auml;hrlichen Gesamtausgaben der Bundespartei heute, fr&uuml;her waren es 19 Millionen Euro. Diese Sparsamkeit, so Solms, empfehle er &bdquo;auch den beiden gr&ouml;&szlig;eren Parteien&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article192410147\/FDP-Hermann-Otto-Solms-ruegt-Parteispenden-Stopp-durch-Daimler.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Gro&szlig;teil dieses Artikels wird f&uuml;r eine Lobhudelei des liberalen Schatzmeisters genutzt, was v&ouml;llig unverst&auml;ndlich ist. Denn eigentlich h&auml;tte man einen Hinweis darauf erwarten d&uuml;rfen, wie die FDP-Bundestagsfraktion von 2009 bis 2013, der Solms auch angeh&ouml;rte, ihre Schulden der Allgemeinheit &uuml;bergeben hat. Lesen Sie dazu den Artikel &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49445\">Die Allgemeinheit muss f&uuml;r die Schulden der FDP haften und der Aufschrei bleibt aus<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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