{"id":51259,"date":"2019-04-29T08:17:50","date_gmt":"2019-04-29T06:17:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259"},"modified":"2019-04-29T08:17:50","modified_gmt":"2019-04-29T06:17:50","slug":"hinweise-des-tages-3355","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h01\">Landwirtschaft &ndash; Fragw&uuml;rdige Verflechtungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h02\">Andrej Konstantin Hunko &uuml;ber sein Treffen mit Venezuelas Pr&auml;sident Maduro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h03\">Edward Snowden&rsquo;s Lawyer Wolfgang Kaleck on the Global Fight for Human Rights<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h04\">UN privacy expert says Julian Assange&rsquo;s right to privacy &lsquo;may have been breached&rsquo; in Ecuador embassy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h05\">USA ziehen sich aus UNO-Abkommen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h06\">Ausbeutung durch Crowdworking, Plattform&ouml;konomie und Startups<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h07\">Fernz&uuml;ge halten wieder am Frankfurter Flughafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h08\">3,4 Millionen verdienen in Vollzeit unter 2000 Euro brutto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h09\">Treuhandaufarbeitung ist eine Frage des Respekts!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h10\">&bdquo;Der EU-Handel mit Brasilien f&ouml;rdert den Klimawandel und verletzt die Menschenrechte&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h11\">Caritas-St. Bernward Ambulante Pflege muss Angebot und Stellen reduzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h12\">Heil prescht in Debatte um Paketdienste vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h13\">Neue Seidenstra&szlig;e verdeutlicht fehlende Strategie Deutschlands und der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h14\">Generalprobe f&uuml;r einen neuen alten Streit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h15\">Weber will Migrationspolitik zur Chefsache machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h16\">So sehen US-Strategen die NATO &ndash; und verdrehen die Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h17\">Olafs Fischbr&ouml;tchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51259#h18\">Scheuer und wie er die Welt sieht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Landwirtschaft &ndash; Fragw&uuml;rdige Verflechtungen<\/strong>\n<ul>\n<li>Eine Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft der Universit&auml;t Bremen weist nach, wie eine kleine Gruppe von Akteuren aus Politik, Bauernverband und Agrarwirtschaft Schl&uuml;sselpositionen besetzt.<\/li>\n<li>Demnach ist die Landwirtschaftspolitik in Br&uuml;ssel und Berlin durchsetzt von Abgeordneten, die auch Lobbyisten sind.<\/li>\n<li>Das sei ein wesentlicher Grund daf&uuml;r, weshalb Umwelt und Natur, Tierwohl, Gew&auml;sser- und Klimaschutz bei politischen Entscheidungen h&auml;ufig auf der Strecke bleiben, lautet ein Fazit der Studie.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als Politiker war der Landwirtschaftsmeister aus R&ouml;ckersb&uuml;hl in der Oberpfalz stets eine unauff&auml;llige Erscheinung. Albert De&szlig; sa&szlig; von 1990 bis 2004 f&uuml;r die CSU im Deutschen Bundestag, seither ist er Abgeordneter im Europ&auml;ischen Parlament. De&szlig; war nie Regisseur oder Hauptdarsteller auf parlamentarischer B&uuml;hne, aber auch viel mehr als ein Statist. Seit Jahrzehnten geh&ouml;rt der heute 72-J&auml;hrige zum engen Zirkel von politischen Lobbyisten im landwirtschaftlichen Bereich, die so diskret wie wirkungsvoll &uuml;ber Milliarden entscheiden &ndash; und die Zukunft des Agrarsektors. Nur, f&uuml;r wen erhebt De&szlig; da eigentlich seine Stimme?<br>\nEs ist ein dichtes Geflecht aus Politikern, Agrarkonzern-Managern, Bankern und Verbandsfunktion&auml;ren, das in Br&uuml;ssel und Berlin ma&szlig;geblich mitbestimmt, wie Landwirte arbeiten und was bei Verbrauchern auf dem Teller landet. Das weist eine bislang unver&ouml;ffentlichte Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universit&auml;t Bremen nach, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung und dem SWR vorliegt. Ihre Autoren zeigen exakt auf, wie eine &uuml;berschaubare Gruppe von Akteuren aus Politik, Bauernverband und Agrarwirtschaft Schl&uuml;sselpositionen besetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/landwirtschaft-lobbyismus-verflechtung-1.4424548\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> es ist alles noch viel schlimmer, als man sich das in schlechten Tr&auml;umen vorstellen k&ouml;nnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Andrej Konstantin Hunko &uuml;ber sein Treffen mit Venezuelas Pr&auml;sident Maduro<\/strong><br>\nHabe gestern den Pr&auml;sidenten der boliviarischen Republik Venezuela, Nicolas Maduro, getroffen und die Solidarit&auml;t mit dem venezolanischen Volk gegen&uuml;ber Wirtschaftssanktionen und Kriegsdrohungen zum Ausdruck gebracht.<br>\nWir hatten einen langen Austausch &uuml;ber die internationale Lage und insbesondere &uuml;ber die Erosion des V&ouml;lkerrechts. Maduro betonte die Unrechtm&auml;&szlig;igkeit der Sanktionen und der Beschlagnahmungen venezolanischen Verm&ouml;gens durch internationale Banken auf Druck der USA, die die Lage im Land verschlimmert.<br>\nIch habe meinen Wunsch verdeutlicht, dass Venezuela keine NO-Go-Area werden darf und dass ich deshalb erwarte, dass viele Abgeordnete, Journalisten und interessierte Menschen das Land in dieser schwierigen Zeit besuchen w&uuml;rden und sich ein umfassendes Bild der Lage machen. Maduro sagte, alle seien willkommen.<br>\nIm Vorfeld hatte ich den Parlamentspr&auml;sidenten Juan Gaid&oacute; und weitere hochrangige Vertreter der Opposition getroffen. Habe dort meine &Uuml;berzeugung zum Ausdruck gebracht, dass eine L&ouml;sung der Krise nur friedlich und dialogisch sein kann. Guaid&oacute; stellte mir verschiedene Gewerkschaftsf&uuml;hrer vor, die in Opposition zur Regierung stehen. Im Anschluss nahm ich als Beobachter an einer Parlamentssitzung teil.<br>\nWas die Chancen auf Dialog angeht, gab es gemischte Signale: Maduro sagte, dass er immer f&uuml;r Dialog sei, auch mit dem Teufel, dass er noch im November und Dezember mit vier hochrangigen Oppositionsvertretern verhandelt habe, dass solche Gespr&auml;che aber sinnlos seien, wenn sie, wie zuletzt, auf Druck der USA abgebrochen w&uuml;rden. Einige Vertreter der Opposition sahen in Verhandlungen nur einen Zeitgewinn f&uuml;r die Regierung.<br>\nUnabh&auml;ngig von der Beurteilung der schwierigen, komplexen, teilweise auch ersch&uuml;tternden politischen und wirtschaftlichen Lage im Lande, halte ich es f&uuml;r wichtig international f&uuml;r ein Ende der Sanktionen und Drohungen einzutreten. Eine L&ouml;sung der Krise kann nicht gewaltsam von au&szlig;en herbei gef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=2312392269043089&amp;id=100008170146837\">Andrej Konstantin Hunko via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Linken-Abgeordneter sorgt mit Besuch bei Maduro f&uuml;r Emp&ouml;rung<\/strong><br>\nDas Treffen des Linken-Abgeordneten Andrej Hunko mit Venezuelas Staatschef Maduro sorgt f&uuml;r &Auml;rger: Parlamentarier kritisieren, der Kollege mache sich zum Handlanger eines Herrschers, der Land und Volk ruiniere.<br>\nIst es opportun, derzeit als Bundestagsabgeordneter nach Venezuela zu reisen und sich dort mit Staatschef Nicol&aacute;s Maduro zu treffen? Andrej Hunko, Parlamentarier der Linkspartei und europapolitischer Sprecher der Partei, ist gerade f&uuml;r elf Tage dort und traf bei dem Besuch auch mit dem Pr&auml;sidenten zusammen, der von vielen westlichen L&auml;ndern als illegitim erachtet wird.<br>\nGro&szlig;e Emp&ouml;rung l&ouml;ste Hunko damit bei seinen Bundestagskollegen von CDU, SPD und Gr&uuml;nen aus. Der stellvertretende CDU\/CSU-Fraktionschef Johann Wadephul nannte die Begegnung in Caracas &ldquo;skandal&ouml;s&rdquo;. Mit der Visite bei Maduro schlage Hunko &ldquo;der unterdr&uuml;ckten Bev&ouml;lkerung Venezuelas ins Gesicht und mache sich zum politischen Handlanger&rdquo;.<br>\nDer SPD-Au&szlig;enpolitiker Nils Schmid bezeichnete den Besuch als &ldquo;peinlich&rdquo;. Es sei &ldquo;besch&auml;mend, dass die Linkspartei immer noch einen Herrscher unterst&uuml;tzt, der die Demokratie in Venezuela zerst&ouml;rt und sein Land ins wirtschaftliche Verderben gest&uuml;rzt hat&rdquo;.<br>\nAuch der Gr&uuml;nen-Au&szlig;enpolitiker Omid Nouripour warf dem Linken-Abgeordneten vor, sich von Maduro &ldquo;propagandistisch instrumentalisieren&rdquo; zu lassen. &ldquo;Maduro ist kein linker Pr&auml;sident, sondern ein schlimmer Kleptokrat, der sein Land und sein Volk ruiniert&rdquo;, sagte er. (&hellip;)<br>\nDas Treffen mit Maduro fand bereits am Mittwoch in der Hauptstadt Caracas statt. Hunko schrieb dazu auf Facebook, er habe bei dem &ldquo;langen Austausch&rdquo; &uuml;ber die internationale Lage &ldquo;die Solidarit&auml;t mit dem venezolanischen Volk gegen&uuml;ber Wirtschaftssanktionen und Kriegsdrohungen zum Ausdruck gebracht&rdquo;. Zu seinen Gespr&auml;chspartnern in Caracas z&auml;hlten aber auch Guaid&oacute; und andere Oppositionsvertreter. &ldquo;Habe dort meine &Uuml;berzeugung zum Ausdruck gebracht, dass eine L&ouml;sung der Krise nur friedlich und dialogisch sein kann&rdquo;, schrieb Hunko.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/venezuela-andrej-hunko-linke-empoert-mit-besuch-bei-nicolas-maduro-a-1264489.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.B.:<\/strong> Schon die Frage, ob denn der Besuch von Hunko bei Pr&auml;sident Maduro opportun sei, l&auml;sst tief blicken. Skandal&ouml;s ist doch nicht die Reise eines Abgeordneten in ein vor allem durch Sanktionen und offen angedrohter milit&auml;rischer Intervention in die Krise geratenen Staates, sondern die fragw&uuml;rdige Anerkennung des selbsternannten &ldquo;Interimspr&auml;sidenten&rdquo; Guaido u. a. durch die EU und die deutsche Regierung. <\/em><\/p>\n<p><em>Aus zwei Gr&uuml;nden halte ich Andrej Hunkos Reise nach S&uuml;damerika f&uuml;r richtig und wichtig:<\/em><\/p>\n<p><em>Er spricht nicht vom Dialog sondern er f&uuml;hrt ihn. Und (noch wichtiger) er sendet den Venezolanern ein Signal der Solidarit&auml;t. Klar, dass das den eingefleischten Transatlantikern in Politik und Medien so gar nicht in den Kram passt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Edward Snowden&rsquo;s Lawyer Wolfgang Kaleck on the Global Fight for Human Rights<\/strong><br>\nWOLFGANG KALECK: There are a lot of stories that have to be told about Edward Snowden. Obviously, he was the one who confirmed all the warnings of many, many experts in the field about mass surveillance. So, you know, since his revelations, we lost somehow our innocence, not only about the mass surveillance carried out by the secret services all over the world, not only by the NSA&mdash;we have to remind that&mdash;but also the collection and processing of data by the powerful corporations, such as Facebook and all the others. And so, that&rsquo;s the one thing. And I think it will be&mdash;at some point, it will be remembered as a really historical watershed, summer 2013, before and after.<br>\nSo, the second thing is, in a time, you know, when many people are frustrated about what&rsquo;s going on in the world&mdash;you know, the rise of the far right, the economic crisis everywhere&mdash;he sets an example for courage and, you know, that you can achieve something when you risk something, whereas many of us are sitting there in our offices, in cafes and restaurants, and debating and not really risking something. What did he risk? Basically, the first moment when he revealed not only the facts, but also identified himself, he risked basically his life and his existence. And he had to flee the U.S., went to Hong Kong, and then the only country which was willing to host him was Russia. By the time he looked for other places to go and to stay&mdash;in Europe, in Latin America&mdash;but nobody was really willing to give him a safe stay.<br>\nAnd this is how we then come in. He&rsquo;s represented in the U.S. by the ACLU. Ben Wizner is the leading lawyer. But in Europe, there was a lot of interest in his revelations, so he participated in an inquiry commission at the European Parliament and at the Council of Europe. And we thought that the Europeans, who consider themselves the champions of human rights and democracy, at some point really, really acknowledge what he did and also declare his prosecution in the U.S. as against all standards of criminal law and human rights, because what he&rsquo;s facing in the U.S. is a life-long sentence. He can get a 30-year prison term for each file he copied and made public. And he could be forced to serve the sentence in a maximum-security prison in total isolation, under this, you know, special statute, special administration measure, SAM. And that is obviously against any standard.<br>\nAnd so, it&rsquo;s a very big disappointment that the European governments acted once again in complete bigotry. It&rsquo;s, you know, the whistleblower of my enemy is my friend, but my own whistleblower is my enemy. And that is, you know, criminalizing whistleblowers in the way they do it. It&rsquo;s, from many points of view, very, very stupid. And that&rsquo;s something we try to&mdash;we tried and are still trying to challenge, because this is a man who deserves all our solidarity.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.democracynow.org\/2019\/1\/24\/edward_snowdens_lawyer_wolfgang_kaleck_on_the\">Democracy Now!<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben sich mehrfach mit Edward Snowden und seinem Schicksal befasst &ndash; u.a. hier: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h13\">Snowden-Anwalt &uuml;bt Kritik an NSA-Untersuchungsausschuss<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>UN privacy expert says Julian Assange&rsquo;s right to privacy &lsquo;may have been breached&rsquo; in Ecuador embassy<\/strong><br>\nUN&rsquo;s Special Rapporteur for Privacy Joe Cannataci has met with Wikileaks founder Julian Assange in a London jail and concluded there are strong indications the Australian&rsquo;s privacy may have been breached while he was  living in the Ecuadorian embassy.<br>\nJulian Assange complained to the UN  in late March that his privacy had been violated by the Ecuadorians and  the UN&rsquo;s Special Rapporteur for Privacy, was scheduled to meet Assange at the embassy.<br>\nInstead the two hour-long meeting had to take place at the high-security Belmarsh Prison in south-east London on Thursday morning local time. Assange has been placed behind bars since April 11 after his asylum was revoked by Ecuadorian authorities and he was subsequently arrested by the British police.<br>\n&ldquo;All I can say is that he was in fairly good shape and certainly very cogent in replying to our questions,&rdquo; Professor Cannataci told reporters outside the prison.<br>\nProfessor Cannataci did not go into details of the alleged privacy infringements but described them as wide-ranging and said he would now seek to corroborate the Australian&rsquo;s claims.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/dailytimes.com.pk\/382911\/un-privacy-expert-says-julian-assanges-right-to-privacy-may-have-been-breached-in-ecuador-embassy\/\">Daily Times<\/a>\n<p><em><strong>&Uuml;bersetzung unserer Leserin M.H.:<\/strong> UN-Datenschutzexperte sagt, dass Julian Assange&rsquo;s Recht auf Privatsph&auml;re in der Botschaft von Ecuador &ldquo;verletzt worden sein k&ouml;nnte&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Der UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r Datenschutz und Privatsph&auml;re, Joe Cannataci, hat sich mit dem Gr&uuml;nder von Wikileaks, Julian Assange, in einem Londoner Gef&auml;ngnis getroffen und kam zu dem Schluss, dass es starke Hinweise darauf gibt, dass die Privatsph&auml;re des Australiers verletzt worden sein k&ouml;nnte, als er in der ecuadorianischen Botschaft lebte.<\/em><\/p>\n<p><em>Julian Assange beschwerte sich Ende M&auml;rz bei den Vereinten Nationen, dass seine Privatsph&auml;re von den Ecuadorianern verletzt wurde. Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen f&uuml;r Datenschutz sollte Assange [urspr&uuml;nglich am 25.04.2019 &ndash; Anm. d. &Uuml;bersetzerin] in der Botschaft treffen.<\/em><\/p>\n<p><em>Stattdessen musste das zweist&uuml;ndige Treffen am Donnerstagmorgen im Hochsicherheits-Gef&auml;ngnis Belmarsh, im S&uuml;dosten Londons stattfinden. Assange wurde am 11. April hinter Gitter gebracht, nachdem sein Asyl von den ecuadorianischen Beh&ouml;rden widerrufen wurde und er anschlie&szlig;end von der britischen Polizei verhaftet wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Alles, was ich sagen kann, ist, dass er in ziemlich guter Verfassung und sicherlich sehr &uuml;berzeugend bei der Beantwortung unserer Fragen war&rdquo;, sagte Professor Cannataci Reportern au&szlig;erhalb des Gef&auml;ngnisses.<\/em><\/p>\n<p><em>Professor Cannataci ging bez&uuml;glich der mutma&szlig;lichen Verletzungen von Assange`s Privatsph&auml;re-Bereich \/ Datenschutzverletzungen nicht ins Detail, sondern bezeichnete sie als weitreichend und sagte, er werde nun versuchen, die Behauptungen des Australiers zu best&auml;tigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>USA ziehen sich aus UNO-Abkommen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie USA wollen sich aus dem internationalen Waffenhandelsvertrag ATT zur&uuml;ckziehen. Das k&uuml;ndigte Pr&auml;sident Trump bei einer Veranstaltung der Waffenlobby NRA in Indianapolis an. Trump sagte, die Vereinigten Staaten w&uuml;rden ihre Unterschrift zur&uuml;cknehmen.<br>\nEr werde den Senat auffordern, den Vertrag nicht zu ratifizieren. Trump betonte, Amerikaner lebten nach amerikanischen Gesetzen und nicht nach denen anderer L&auml;nder. Die NRA hatte sich vehement gegen das Abkommen gestellt.<br>\nHandel mit konventionellen Waffen<br>\nDie Generalversammlung der Vereinten Nationen hatte das Abkommen 2013 mit gro&szlig;er Mehrheit verabschiedet. Auch die Vereinigten Staaten unter dem damaligen Pr&auml;sidenten Obama stimmten zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/waffenhandel-usa-ziehen-sich-aus-uno-abkommen-zurueck.1939.de.html?drn:news_id=1001022\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ausbeutung durch Crowdworking, Plattform&ouml;konomie und Startups<\/strong><br>\nDie Tagel&ouml;hner von heute erhalten ihre Auftr&auml;ge per Computer oder Smartphone: Essenslieferdienste wie Deliveroo, der Fahrdienst Uber oder &bdquo;Amazon Mechanical Turk&ldquo; &ndash; sie alle setzen auf Gig Economy, Plattform&ouml;konomie und Crowdworking. Errungenschaften des Arbeitsrechts interessieren da kaum mehr.<br>\nAusbeutung, Scheinselbstst&auml;ndigkeit und permanente &Uuml;berwachung sind Alltag von &bdquo;Crowdworkern&ldquo;, die ihre Dienste &uuml;ber das Internet anbieten. Die klassischen Gewerkschaften haben diese neue Arbeitswelt und ihre Arbeiter kaum auf dem Schirm.<br>\nCampus &amp; Karriere fragt: Wie sind die Arbeitsbedingungen in der Plattform-&Ouml;konomie? Werden prek&auml;re und halblegale Besch&auml;ftigungsmodelle durch die Plattform-Jobs bef&ouml;rdert? Warum lassen sich so viele Menschen in diesen Jobs ausbeuten? Wer verdient vor allem daran? Und: Welche (positive) Rolle k&ouml;nnte Crowdworking noch in Zukunft spielen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/digitale-tageloehner-ausbeutung-durch-crowdworking.680.de.html?dram:article_id=447236\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fernz&uuml;ge halten wieder am Frankfurter Flughafen<\/strong><br>\nWegen eines nicht besetzten Stellwerks haben zahlreiche Fernz&uuml;ge der Deutschen Bahn seit Sonntagmorgen den Frankfurter Flughafen und den Mainzer Hauptbahnhof nicht angefahren. Fahrg&auml;ste wurden gebeten, unter anderem auf die S-Bahn umzusteigen, sagte ein Bahnsprecher. Grund sei eine kurzfristige Krankmeldung eines Mitarbeiters, die trotz aller Anstrengungen nicht habe kompensiert werden k&ouml;nnen.<br>\nBetroffen waren ICE- und IC-Z&uuml;ge, die die Strecke Frankfurt-Mainz passieren. Der Fernverkehr zwischen Frankfurt und Koblenz wurde umgeleitet. &bdquo;Wir entschuldigen uns bei unseren Kunden f&uuml;r alle Unannehmlichkeiten&ldquo;, sagte der Sprecher. Inzwischen wurde die St&ouml;rungsmeldung von der Website der Deutschen Bahn entfernt, der App zufolge fahren ICEs Richtung K&ouml;ln den Flughafen wieder an.<br>\nIn Stellwerken wird der Zugverkehr auf einem Gleisabschnitt geregelt. Dabei wirken mehrere Stellwerke zusammen. F&auml;llt eines aus, kann es zu Einschr&auml;nkungen kommen. Darum gibt es immer wieder F&auml;lle, bei denen eine einzelne Krankmeldung zu diversen Zugausf&auml;llen oder Behinderungen f&uuml;hrt. Ende Februar erst hatte die kurzfristige Krankmeldung eines Mitarbeiters, f&uuml;r den man keinen Ersatz finden konnte, Ausf&auml;lle und Versp&auml;tungen im Frankfurter S-Bahn-Verkehr bewirkt. Auch der Personalmangel der Deutschen Bahn beg&uuml;nstigt die Behinderungen, wie FAZ.NET berichtete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/fernzuege-hielten-wegen-krankheitsfalls-nicht-am-frankfurter-flughafen-und-in-mainz-16161352.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So so. Der Ausfall eines einzelnen (!) Mitarbeiters kann nicht kompensiert werden, so da&szlig; wichtige Bahnh&ouml;fe nicht angefahren werden k&ouml;nnen? Vielleicht sollte mehr Personal vorgehalten werden und die Personalsituation nicht auf Kante gen&auml;ht sein? Das Problem ist nun wahrlich nicht neu; so gab es z. B. im Mainzer Hauptbahnhof im August 2013 massive und wochenlange <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/stillstand-am-hauptbahnhof-mainz-wird-zur-blamage-fuer-die-bahn-12475477.html\">Ausf&auml;lle wegen Personalmangels<\/a>. Was tut die Bahn, au&szlig;er den Sparkurs fortzusetzen, den Personalmangel zu pflegen und die L&ouml;hne systematisch zu niedrig zu halten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>3,4 Millionen verdienen in Vollzeit unter 2000 Euro brutto<\/strong><br>\n3,38 Millionen Arbeitnehmer haben trotz Vollzeitjob einen Verdienst von weniger als 2000 Euro brutto im Monat.<br>\nDas legte jetzt eine Statistik des Sozialministeriums offen.<br>\nDabei gibt es gro&szlig;e Unterschiede zwischen den Bundesl&auml;ndern.<br>\nRund 3,38 Millionen Vollzeitbesch&auml;ftigte in Deutschland haben im Monat zuletzt weniger als 2000 Euro brutto verdient. Nach den j&uuml;ngsten offiziellen Daten Ende 2017 waren das 16 Prozent, wie eine Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Linken zeigt. Die Abgeordnete Sabine Zimmermann hatte anl&auml;sslich des Tages der Arbeit am 1. Mai danach gefragt.<br>\nIn Westdeutschland kamen 2,32 Millionen Vollzeitbesch&auml;ftigte (13,5 Prozent) auf weniger als 2000 Euro brutto, in Ostdeutschland 1,06 Millionen (27,5 Prozent). Die h&ouml;chsten Anteile hatten mit 32,6 Prozent Mecklenburg-Vorpommern und mit 30,2 Prozent Th&uuml;ringen &ndash; die niedrigsten mit 11,4 Prozent Baden-W&uuml;rttemberg und mit 11,5 Prozent Hamburg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article192574287\/Arbeitsmarkt-3-4-Millionen-verdienen-in-Vollzeit-unter-2000-Euro-brutto.html\">welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ganz schlimm &ndash; aber im tollsten Deutschland aller Zeiten gilt ja Arbeit, egal wie schlecht bezahlt, immer noch als besser als keine Arbeit. Dabei sind bei den 3,4 Millionen nur Vollzeitbesch&auml;ftigte gelistet und die vielen Millionen anderweitig prek&auml;r (in Zeitarbeit, Teilzeit, KapoVaz, Scheinselbst&auml;ndigkeit&hellip;) zum gro&szlig;en Teil noch schlechter Gestellten nicht einmal ber&uuml;cksichtigt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Treuhandaufarbeitung ist eine Frage des Respekts!<\/strong><br>\nBetrachtet die Bundesregierung den Auftrag und die Ausrichtung der Arbeit der Treuhandanstalt als einen politischen Fehler der Nachwendezeit? Diese Frage habe ich der Regierung k&uuml;rzlich gestellt. Folgende Antwort erhielt ich aus dem Finanzministerium, das seinerzeit die Rechts- und Fachaufsicht &uuml;ber die Treuhand hatte: &bdquo;Im Ergebnis ihrer T&auml;tigkeit hat die Treuhandanstalt die Grundlage f&uuml;r die marktwirtschaftliche Entwicklung auf der Basis privater Unternehmen in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern geschaffen. Die Bundesregierung sieht hierin r&uuml;ckblickend einen wesentlichen Baustein des Transformationsprozesses.&ldquo;<br>\nIch sehe in dieser Antwort einen Schlag ins Gesicht vieler Ostdeutscher. Besonders wenn man bedenkt, was der gesetzliche Auftrag der Treuhandanstalt war. Ja, sie sollte privatisieren, aber dabei die &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit m&ouml;glichst vieler Unternehmen herstellen und somit Arbeitspl&auml;tze sichern und neue schaffen.&ldquo; Hat die Treuhand diesen Auftrag erf&uuml;llt? War sie ein Baustein einer guten Entwicklung? Sicherlich nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/notes\/dietmar-bartsch\/treuhandaufarbeitung-ist-eine-frage-des-respekts\/2299602316789757\/\">Dietmar Bartsch via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Vieles und wichtiges zur Arbeit der Treuhand und ihrer Abwicklung ist nicht aufgearbeitet. Siehe auch fr&uuml;here Artikel in den NachDenkSeiten, zum Beispiel hier &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6735\">Beutezug Ost &ndash; Die Treuhand und die Abwicklung der DDR<\/a>&ldquo; vom 14. September 2010 und hier vom17. September 2010 Nachtrag zu &bdquo;Beutezug Ost&ldquo; &ndash; Dass Kohls Versprechen f&uuml;r &bdquo;Bl&uuml;hende Lanschaften&ldquo; eine kalkulierte L&uuml;ge war, wussten die Verantwortlichen.<\/em><\/p>\n<p><em>Vieles bleibt im Dunkeln, so auch die Rolle von Hans-Olaf Henkel und Klaus von Dohnanyi bei der Abwicklung der Treuhand.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Der EU-Handel mit Brasilien f&ouml;rdert den Klimawandel und verletzt die Menschenrechte&ldquo;<\/strong><br>\nMehr als 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus jedem Land der EU sowie 300 brasilianische indigene Gruppierungen haben sich zusammengetan, um auf die Zerst&ouml;rung der Umwelt und die Verletzung von Menschenrechten hinzuweisen, die durch den Handel mit Brasilien gef&ouml;rdert werden. 17 Forscherinnen und Forscher der Universit&auml;t G&ouml;ttingen haben sich dem Aufruf zu nachhaltigem Handeln angeschlossen. Er ist in der Fachzeitschrift Science erschienen.<br>\nDie Transformation des brasilianischen Regenwalds hat schon seit einiger Zeit zu gewaltsamen Konflikten mit der dort lebenden Bev&ouml;lkerung gef&uuml;hrt. Die Gewalt habe in letzter Zeit aber dramatische Ausma&szlig;e angenommen, so die Autorinnen und Autoren, und mindestens neun Personen seien seit Beginn diesen Monats durch diese Konflikte zu Tode gekommen. Zudem w&uuml;rden gewaltige Mengen Kohlendioxid freigesetzt und zahlreiche Arten aussterben, so die Kritik.<br>\n&bdquo;Die EU ist Weltmarktf&uuml;hrer beim Import von G&uuml;tern, die infolge dieser Entwaldung entstanden sind&ldquo;, sagt Prof. Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrar&ouml;kologie der Universit&auml;t G&ouml;ttingen und Mitunterzeichner. &bdquo;Der EU-Handel mit Brasilien f&ouml;rdert den Klimawandel und verletzt die Menschenrechte.&ldquo; Allein die Importe zwischen 1990 und 2008 entspr&auml;chen einem Waldverlust in Gr&ouml;&szlig;e der Landfl&auml;che Portugals. Die EU habe 2017 Tiernahrung im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro importiert &ndash; ohne zu wissen oder sich darum zu k&uuml;mmern, ob die Produktionsfl&auml;che aus zerst&ouml;rtem Regenwald oder durch Konflikte mit indigenen Gruppierungen entstanden ist, kritisieren die Autoren. Brasilianischer Regenwald in der Gr&ouml;&szlig;e von mehr als einem Fu&szlig;ballfeld sei jede Stunde im Zeitraum zwischen 2005 und 2013 verschwunden.<br>\nBrasilien ist der zweitgr&ouml;&szlig;te Handelspartner der EU, und die EU sollte Verantwortung f&uuml;r einen nachhaltigen Handel zeigen und ihre Ziele im Bereich Menschenrechte, Umweltschutz und Klimaschutz ernsthafter verfolgen, fordern die Autoren. Es sei wichtig, dass die EU Kriterien f&uuml;r nachhaltigen Handel definiere &ndash; in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Interessensvertretern, darunter vor allem den indigenen Gruppierungen in Brasilien. S&ocirc;nia Guajajara, Sprecherin von mehr als 300 brasilianischen indigenen Gruppen, sagt: &bdquo;Europa und andere M&auml;rkte in der Welt m&uuml;ssen lernen, ihre Macht als Verbraucher einzusetzen.&ldquo; &bdquo;Wir wollen verhindern, dass die EU durch ihre Importe Entwaldung unterst&uuml;tzt und sie stattdessen Weltmarktf&uuml;hrer beim nachhaltigen Handel wird&ldquo;, sagt die Erstautorin Dr. Laura Kehoe, Postdoktorandin an der Universit&auml;t Oxford. &bdquo;Wir sch&uuml;tzen W&auml;lder und Menschenrechte bei uns zuhause, warum folgen wir anderen Regeln, wenn es um den Import geht?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/3240.html?id=5414\">Georg-August-Universit&auml;t G&ouml;ttingen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Caritas-St. Bernward Ambulante Pflege muss Angebot und Stellen reduzieren<\/strong><br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen unser Angebot aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden reduzieren&ldquo;, erkl&auml;rt Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Dr. John G. Coughlan. Besonders stark betroffen davon seien die hauswirtschaftlichen Leistungen. &bdquo;Einige Bereiche k&ouml;nnen wir aber auch mit der Pflege nicht mehr bedienen&ldquo;, sagt Coughlan. Die Gesellschaft hat im letzten Jahr ein Minus von 265.000 Euro eingefahren, f&uuml;r das laufende Jahr w&uuml;rde es sogar noch gr&ouml;&szlig;er ausfallen.<br>\nUrsache ist eine mangelnde Refinanzierung durch die Pflegekassen. Die tarifliche Verg&uuml;tung sowie die tats&auml;chlichen Kosten f&uuml;r Wege oder pflegerische Leistungen spielen f&uuml;r die Kassen dabei keine Rolle. &bdquo;Wir haben in Gespr&auml;chen und Verhandlungen alles versucht, aber unsere Kalkulationen wurden nicht ber&uuml;cksichtigt&ldquo;, betont der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Die seitens der Pflegekassen angebotenen Erh&ouml;hungen in den Schiedsgespr&auml;chen betr&auml;fen zudem nur rund ein Drittel der angebotenen Leistungen. &bdquo;Selbst diese Erh&ouml;hungen decken noch nicht mal die tats&auml;chlichen Kosten&ldquo;, erl&auml;utert Coughlan.<br>\nDamit die Pflege nicht komplett eingestellt werden muss, zieht die Gesellschaft nun die Rei&szlig;leine und versucht durch die Reduzierung eine Insolvenz zu vermeiden und wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Patienten, die auf die Hilfe angewiesen sind. Betroffen sind 118 Patienten, die &uuml;berwiegend keine hauswirtschaftlichen Leistungen mehr bekommen. 15 Patienten werden k&uuml;nftig auch keine Pflege mehr erhalten.<br>\nNoch st&auml;rker sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen, die h&auml;ufig &uuml;ber ihre Pflicht hinaus zum Wohle der betreuten Patienten t&auml;tig sind. Insgesamt 31 erhalten eine K&uuml;ndigung zum 30. Juni 2019. Die K&uuml;ndigung betrifft Fachkr&auml;fte, Pflegehelferinnen, Hauswirtschaftskr&auml;fte sowie die Verwaltung. &bdquo;Wir h&auml;tten die Arbeit f&uuml;r sie, aber wir k&ouml;nnen sie nicht bezahlen&ldquo;, sagt Coughlan. Sowohl Patienten als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter w&uuml;rden voraussichtlich bei anderen Pflegediensten unterkommen &ndash; doch vor allem f&uuml;r die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeute das wohl eine schlechtere Bezahlung, bef&uuml;rchtet er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.caritas-hildesheim.de\/pressemitteilung\/pflege\/caritas-st-bernward-ambulante-pflege-muss-angebot-und-stellen-reduzieren\">Caritas Hildesheim<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.T.:<\/strong> Es f&auml;llt auch das Wort vom Fachkr&auml;ftemangel, wobei von der Nachfrage her genug zu tun w&auml;re. Die Caritas beruft sich darauf, dass sie ihre Angestellten nach Tarif zahlt, und dass infolgedessen die Kosten die Erl&ouml;se &uuml;bersteigen. Sie wird Pflegekr&auml;fte entlassen und geht davon aus, dass diese bei der Konkurrenz eingestellt werden, aber dort unter Tarif bezahlt werden. Ein sehr deutliches Beispiel daf&uuml;r, dass der Fachkr&auml;ftemangel auf mangelnder Entlohnung beruht. Wenn dies anders sein soll, muss aber der Anteil der Pflegeausgaben am Bruttoinlandsprodukt deutlich h&ouml;her sein als bis jetzt. Das muss erst mal vermittelt werden, und dass damit niemandem etwas genommen wird, wenn daf&uuml;r die gro&szlig;en Einkommen und Verm&ouml;gen herangezogen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Heil prescht in Debatte um Paketdienste vor<\/strong><br>\nArbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will gegen die Ausbeutung von Paketzustellern vorgehen und treibt seine Pl&auml;ne trotz des Widerstandes von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) voran. Nach Informationen der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; vom Samstag legt Heil jetzt einen Gesetzentwurf vor, der die gro&szlig;en Paketdienste verpflichten soll, Sozialabgaben f&uuml;r ihre Subunternehmer nachzuzahlen, wenn diese beim Mindestlohn betr&uuml;gen. So soll der eigentliche Auftraggeber f&uuml;r korrekte Arbeitsbedingungen bei seinen Boten verantwortlich werden.<br>\nHeil riskiert damit Streit in der gro&szlig;en Koalition: Altmaier lehnt diese sogenannte Nachunternehmerhaftung ab. &bdquo;Es ist jetzt nicht die Zeit f&uuml;r neue Belastungen der Wirtschaft&ldquo;, sagte er am Samstag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Schaffung neuer Arbeitspl&auml;tze m&uuml;sse Vorrang haben vor dem Aufbau neuer B&uuml;rokratie. Er halte es f&uuml;r falsch, Betriebe f&uuml;r ihre Subunternehmer haftbar zu machen, er setze dagegen auf mehr Kontrollen, hatte Altmaier zuvor schon erkl&auml;rt.<br>\nHeil verteidigte seine Pl&auml;ne dagegen. &bdquo;Es geht um Recht und Ordnung am Arbeitsmarkt&ldquo;, sagte er der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;. &bdquo;Wir wollen Generalauftragnehmer verpflichten, im Zweifelsfall, wenn die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge bei den Subunternehmern nicht einzutreiben sind, auch in Haftung genommen zu werden.&ldquo; Dass in der Branche nicht gut bezahlt werde, sei bekannt, und auch daran m&uuml;sse sich etwas &auml;ndern. &bdquo;Aber dass auch noch der soziale Schutz ausgehebelt wird, ist f&uuml;r mich v&ouml;llig inakzeptabel.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/heil-treibt-regeln-fuer-paketdienste-trotz-kritik-voran-16159801.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Altmaier geriert sich weiterhin als Schutzengel einer Ausbeutungswirtschaft sondergleichen. &bdquo;Es ist jetzt nicht die Zeit f&uuml;r neue Belastungen der Wirtschaft&ldquo; &ndash; wenn L&ouml;hne von &uuml;ber 6 Euro pro Stunde eine &ldquo;Belastung&rdquo; darstellen, dann brauchen wir diese &ldquo;Wirtschaft&rdquo; nicht. Anscheinend regelt der Markt bei Altmaier alles &ndash; und Kontrollen, f&uuml;r die aber bekannterma&szlig;en viel zu wenig Personal vom Staat bezahlt wird. Davon abgesehen, hat Altmaier kein einziges Argument gegen die Nachunternehmerhaftung, au&szlig;er dem typischen wirtschaftsliberalen Mantra, der Warnung &ldquo;vor dem Aufbau neuer B&uuml;rokratie&rdquo;. Die die Paketunternehmen ganz leicht vermeiden k&ouml;nnen, indem sie die Arbeitnehmer der Subunternehmen (wof&uuml;r gibt es die &uuml;berhaupt? Doch ausschlie&szlig;lich zum Lohndr&uuml;cken) selber einstellen. Dann m&uuml;ssen sie n&auml;mlich sowieso Stundenzettel f&uuml;hren und die korrekte Abf&uuml;hrung von L&ouml;hnen, Steuern und Sozialversicherungsbetr&auml;gen sicherstellen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben das Thema mehrfach aufgegriffen &ndash; siehe u.a. hier (jeweils mit Anmerkung):<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50789#h07\">Die Paketbranche boomt &ndash; die L&ouml;hne der Zusteller sinken<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h10\">Bsirske kritisiert &ldquo;mafi&ouml;se Strukturen&rdquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neue Seidenstra&szlig;e verdeutlicht fehlende Strategie Deutschlands und der EU<\/strong><br>\n&bdquo;Chinas Mega-Projekt &sbquo;Neue Seidenstra&szlig;e&lsquo; ist Teil einer klaren wirtschaftspolitischen Strategie, die China mit seinem staatlich gelenkten Kapitalismus &uuml;ber gro&szlig;e Infrastrukturinvestitionen derzeit in die Realit&auml;t umsetzt. In Berlin und Br&uuml;ssel wird vor allem viel geredet, Deutschland und die EU drohen ins Hintertreffen zu geraten. Die europ&auml;isch verordnete Austerit&auml;tspolitik unter ma&szlig;geblicher deutscher Beteiligung erweist sich nun als Bumerang. Jahrelang wurde viel zu wenig &ouml;ffentlich und privat investiert. Au&szlig;erdem fehlt eine zukunftsweisende wirtschafts- und industriepolitische Strategie. Hier m&uuml;ssen Deutschland und Europa dringend umsteuern&ldquo;, mahnt Klaus Ernst, Vorsitzender des Bundestagsausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den &bdquo;Seidenstra&szlig;en-Gipfel&ldquo; in Peking. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Deutsche und Europ&auml;er m&uuml;ssen sich au&szlig;erdem dar&uuml;ber klar werden, welche Infrastruktur sie brauchen und welche sie unter eigener Kontrolle behalten wollen. Sie sind gut beraten, bei Beibehaltung europ&auml;ischer Werte ihren eigenen Weg zu gehen &ndash; und nicht den des autorit&auml;ren chinesischen Systems oder den von Trumps &sbquo;America first&lsquo;-Politik. Gute Arbeitspl&auml;tze, starke Arbeitnehmerrechte, ein hoher Umwelt- und Verbraucherschutz m&uuml;ssen wesentliche Elemente einer fairen Globalisierung sein. Ziel der europ&auml;ischen Zusammenarbeit mit China muss sein, dass f&uuml;r europ&auml;ische und chinesische Investoren gleiche Bedingungen gelten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/neue-seidenstrasse-verdeutlicht-fehlende-strategie-deutschlands-und-der-eu\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das sagt der Gewerkschafter Ernst und unterscheidet sich kaum vom Bundeswirtschaftsminister: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51192#h04\">Gipfel in Peking: &ldquo;Faire Bedingungen auf beiden Seiten der Seidenstra&szlig;e&rdquo;<\/a>.  So richtig seine Erkenntnis ist, dass eine deutsche und europ&auml;ische Strategie fehlt: Herr Ernst liefert selbst auch keine &ndash; nicht einmal ansatzweise.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Generalprobe f&uuml;r einen neuen alten Streit<\/strong><br>\n1521 besiegten die Spanier das Aztekenreich. Schon vor dem 500. Jahrestag w&auml;rmt Mexiko die &laquo;schwarze Legende&raquo; wieder auf.<br>\nAnfang M&auml;rz schickte Andr&eacute;s Manuel L&oacute;pez Obrador einen Brief an den Papst und an den spanischen K&ouml;nig Felipe VI. In dem Schreiben fordert der mexikanische Pr&auml;sident Spanien wie auch den Vatikan auf, sich f&uuml;r die Verbrechen zu entschuldigen, die von Hern&aacute;n Cort&eacute;s und seinen Leuten bei der Eroberung von Mexiko begangen worden seien. Die Conquista, so L&oacute;pez Obrador, sei ein furchtbarer &Uuml;bergriff gewesen, ein &laquo;schrecklich gewaltt&auml;tiges und schmerzhaftes Ereignis&raquo;.<br>\nDer spanische Staat m&uuml;sse seine historische Verantwortung f&uuml;r diese Vergehen einr&auml;umen und die geb&uuml;hrenden Entschuldigungen oder politischen Entsch&auml;digungen anbieten. W&ouml;rtlich: &laquo;Mexico desea que el Estado espa&ntilde;ol admita su responsabilidad hist&oacute;rica por esas ofensas y ofrezca las disculpas o resarcimientos politicos que convengan.&raquo; (El Pa&iacute;s International)<br>\nDer Brief schlug in Spanien ein wie eine Bombe. Die spanische Regierung wies das Ansinnen des mexikanischen Pr&auml;sidenten schroff zur&uuml;ck und stellte klar, ein Ereignis, das vor 500 Jahren stattgefunden habe, k&ouml;nne nicht mit heutigen Massst&auml;ben beurteilt werden. &laquo;Unsere beiden V&ouml;lker wussten ihre gemeinsame Vergangenheit stets ohne Zorn und mit einer konstruktiven Perspektive zu lesen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Politik\/Generalprobe-fur-einen-neuen-alten-Streit\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Weber will Migrationspolitik zur Chefsache machen<\/strong><br>\nDer Spitzenkandidat der Europ&auml;ischen Volkspartei (EVP) im Europawahlkampf, Manfred Weber, will als m&ouml;glicher EU-Kommissionspr&auml;sident auf gemeinsame L&ouml;sungen in der Fl&uuml;chtlingspolitik dr&auml;ngen. Die Migrationsfrage sei die offene politische Wunde des Kontinents, sagte Weber im Interview der Woche des Dlf. (&hellip;)<br>\nDetjen: Wenn ich da noch mal nachfragen darf. Diese Gasrichtlinie zeigt ja, da ist ein Kompromiss gefunden worden, mit Blick auf dieses umstrittene Projekt Nordstream. Und die Frage ist: K&ouml;nnen Sie, wollen Sie diesen Kompromiss jetzt dann noch mal aufschneiden, aufschn&uuml;ren, wenn Sie Kommissionspr&auml;sident werden. K&ouml;nnen Sie das &uuml;berhaupt?<br>\nWeber: Also, die Rechtsgrundlage ist klar. Und ich werde genau das Gleiche machen, was also auch schon Jean-Claude Juncker macht, n&auml;mlich die bestehende Rechtslage dann anwenden in der Europ&auml;ischen Union. Und Sie wissen, dass jetzt auch die bestehende EU-Kommission schon sehr, sehr kritisch mit Nordstream umgegangen ist. Man muss einfach mal, schon einmal sagen d&uuml;rfen, dass unsere, alle unsere Nachbarn da ihre Sorgen haben &ndash; die Polen, die Litauer, die Letten, die Finnen, die D&auml;nen, Schweden. Alle, die in der Ostsee beteiligt sind, haben Sorge. Und deswegen ist ja, die Grundsatzfrage ist, ist die Pipeline notwendig, ja oder nein, die kann man ja diskutieren, gerade aus deutscher Sicht, weil wir viel Gas brauchen, nach dem Ausstieg aus Kohle und Nuklearenergie.<br>\nDetjen: Aber die Bef&uuml;rworter sagen, auch aus russischer Sicht, dass ist eine gegenseitige Abh&auml;ngigkeit.<br>\nWeber: Und auf der anderen Seite haben wir aber auch Interessen der Finnen, der Litauer, der Polen, die wir auch ber&uuml;cksichtigen m&uuml;ssen. Ich habe eine Aufgabe, n&auml;mlich f&uuml;r Europa Wahlkampf zu machen. Und ich bleibe dabei, die Grund&uuml;berlegung ist, es tut auch Deutschland gut am Ende der Tage, wenn wir unsere Interessen, die wir haben, unsere legitimen, deutschen Interessen, die vorhanden sind, europ&auml;isch einbetten und mit den Nachbarn besprechen. Daf&uuml;r stehe ich. Das ist auch meine Aufgabe als Europa-Politiker, den europ&auml;ischen Blick zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/evp-spitzenkandidat-weber-will-migrationspolitik-zur.868.de.html?dram:article_id=447368\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.J.:<\/strong> Das obige Dlf-&bdquo;Interview der Woche&ldquo; mit CSU-Weber, (&hellip;) eine blanke Wahlkampfplattform ohne Kennzeichnung (soviel zur Qualit&auml;t des &Ouml;RR und seinem in Staatsvertr&auml;gen verankerten Neutralit&auml;tsgebot!), schl&auml;gt mal wieder dem Fa&szlig; die Krone ins Gesicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Da hetzt dieser Kandidat gegen die Standpunkte seiner eigenen Bundesregierung, was NorthStream 2 angeht. Er begr&uuml;ndet das mit der Europa-Perspektive, aus der heraus er als Wahlk&auml;mpfer eben nicht bundesdeutsche Interessen vertrete, sondern erst einmal die der Balten und der Polen.<\/em><\/p>\n<p><em>Na gut. Aber es m&ouml;ge die ketzerische und politisch unkorrekte Frage erlaubt sein, ob sich Balten und Polen denn AUCH an &bdquo;europ&auml;ischen Interessen&ldquo; orientieren &ndash; etwa in der Fl&uuml;chtlingspolitik!<\/em><\/p>\n<p><em>Keine Gemeinschaft kann bestehen, wenn Manche immer nur nehmen und fordern und Andere immer geben und zur&uuml;ckstellen sollen!<\/em><\/p>\n<p><em>Zumal Weber gleich im n&auml;chsten Absatz &uuml;ber &bdquo;Fl&uuml;chtlingspolitik&ldquo; schwadroniert &ndash; nat&uuml;rlich aus CSU-Sicht, die wiederum der der Balten und Polen viel n&auml;her steht. Was auch f&uuml;r die Energiewende gilt: Die CSU und das Bundesland Bayern sind bis heute die gr&ouml;&szlig;ten F&ouml;rderer von Atomstrom und die gr&ouml;&szlig;ten Verhinderer von WKA und Netzausbau. Blo&szlig; den Atomm&uuml;ll wollen sie nicht um M&uuml;nchen herum lagern.<\/em><\/p>\n<p><em>Soll wirklich so jemandem, der  nahezu blind ist f&uuml;r die Widerspr&uuml;che in der eigenen Argumentation innerhalb von 2 S&auml;tzen, die Leitung der europ&auml;ischen Kommission anvertraut werden? Juncker war ja schon &lsquo;ne Strafe, aber was uns k&uuml;nftig bl&uuml;ht, wage ich mir noch nicht auszumalen &hellip; (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>Nach all dem Unsinn &bdquo;Die CSU ist keine rechte rassistische Kraft, sondern die christliche Partei der Mitte&ldquo;, die vor allem auf Grenzschutz, Menschenabwehr und t&uuml;rkische Fl&uuml;chtlingscamps f&uuml;r die Jugend &ndash; die Zukunft &ndash; der Levante setzt, kommt Herr Detjen jetzt noch mit der offiziellen Dlf-Sicht auf den Gang der Welt. Ich zitiere: Der Mueller-Report hat jetzt ein f&uuml;r allemal klar und eindeutig bewiesen, da&szlig; &bdquo;mehr als 100 Millionen US-B&uuml;rger [&hellip;] durch Aktionen aus Russland gesteuert&ldquo; wurden! H&ouml;rt, h&ouml;rt, h&ouml;rt!<\/em><\/p>\n<p><em>Wie lange m&uuml;ssen wir als B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger uns diesen L&uuml;genm&uuml;ll eigentlich noch gefallen lassen? Diese unertr&auml;gliche Hetze, diese tagt&auml;gliche unmenschliche L&uuml;genpropaganda?<\/em><\/p>\n<p><em>Warum gibt es (bis auf die paar wenigen alternativen Medien) keine Kraft in diesem Land und in Europa, die uns davon zu befreien verspricht? Seien es Parteien, zivilgesellschaftliche Kr&auml;fte oder (am besten) Staatsanw&auml;lte?<\/em><\/p>\n<p><em>In dem ganzen Interview gibt es einen einzigen Satz von Weber, dem man wohl voll und ganz zustimmen kann: Die EVP ist schuld daran, &bdquo;dass Europa heute so aussieht wie es aussieht&ldquo; (n&auml;mlich neoliberal entsolidarisiert, auf der gr&ouml;&szlig;ten Zeitbombe der Weltgeschichte namens Nullzinsdeflation bzw. W&auml;hrungsproblem, mit geretteten Banken und irrsinnig wachenden Privatverm&ouml;gen &ndash; und Massen an entwurzelten &bdquo;freien&ldquo; Arbeitsmigranten bzw. Proletariern ohne Alterssicherung, ohne Heimat, ohne soziale Rechte und ohne Perspektive). Und da&szlig; es morgen so aussehen wird, wie es aussehen wird.<\/em><\/p>\n<p><em>H&auml;tte blo&szlig; einer von den Zentrums- und DNVP-Leuten diesen Satz mal 1929 oder 1931 gesagt&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>So sehen US-Strategen die NATO &ndash; und verdrehen die Geschichte<\/strong><br>\nUS-Strategen pl&auml;dieren f&uuml;r eine Aufl&ouml;sung der NATO: Ihre Forderung ist sinnvoll, ihre Argumentation dazu ist allerdings falsch.<br>\n&laquo;Die &lsaquo;North Atlantic Treaty Organization&rsaquo; NATO wurde letzte Woche siebzig Jahre alt, und Washington feiert die Geburt des B&uuml;ndnisses. Doch bei allem Gerede &uuml;ber &lsaquo;das erfolgreichste Milit&auml;rb&uuml;ndnis, das die Welt je gesehen hat&rsaquo; ist die NATO mehr als nur ein wenig &uuml;ber ihre Bl&uuml;tezeit hinaus. Die Streitkr&auml;fte der europ&auml;ischen Mitgliedsstaaten sind nicht nur unterfinanziert und mehr und mehr irrelevant; das B&uuml;ndnis selbst ist ein stetes Hindernis f&uuml;r die tats&auml;chliche nationale Sicherheit Amerikas und Europas. Mit siebzig Jahren ist es an der Zeit, dass die NATO in den Ruhestand geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/USA-NATO-Europa-Russland-Feindbild\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Olafs Fischbr&ouml;tchen<\/strong><br>\nSchwarz-Rot-Bunt: Wie ein Linken-Politiker den Finanzminister veralberte (&hellip;)<br>\nEs war der Linken-Abgeordnete Fabio De Masi, der im Parlament ein Fischmarkt-Dramolett vortrug, um seine Kritik an den deutschen Export&uuml;bersch&uuml;ssen zu illustrieren. De Masi, Diplom-Volkswirt und in Finanzfragen sehr beschlagen, hatte in der Vergangenheit schon &ouml;fter moniert, dass Deutschland dauerhaft &bdquo;vom Konsum der Anderen&ldquo; lebe. Es k&ouml;nnten nun mal nicht alle gleichzeitig mehr exportieren &ndash; &bdquo;au&szlig;er auf den Mars&ldquo;, lautet sein Credo. Au&szlig;erdem k&auml;men die L&ouml;hne wegen der Agenda 2010 &bdquo;nicht hinreichend vom Fleck&ldquo;.<br>\nIm Bundestag wandte sich der Hamburger De Masi an den anderen Hamburger und entwarf &ndash; den Finanzminister fest im Blick &ndash; folgendes Szenario: &bdquo;Stellen Sie sich vor, Herr Scholz, Sie w&uuml;rden Fischbr&ouml;tchen an der Elbe verkaufen &ndash; f&uuml;r einen anst&auml;ndigen Lohn. Und ich w&uuml;rde zum Mindestlohn von 8,84 Euro auf der Reeperbahn Astra zapfen. Mein Bier w&auml;re spottbillig. Deswegen w&uuml;rden Sie immer bei mir tanken. Aber ich k&ouml;nnte mir Olafs Fischbr&ouml;tchen nicht leisten &ndash; kein Umsatz f&uuml;r Sie. Irgendwann w&auml;ren Sie pleite und m&uuml;ssten bei mir anschreiben. H&auml;tte ich einen anst&auml;ndigen Lohn, k&ouml;nnte ich bei Ihnen Fischbr&ouml;tchen kaufen, und Sie k&ouml;nnten bei mir trinken bis zum Umfallen. Davon h&auml;tten wir beide etwas.&ldquo;<br>\nDas Protokoll vermeldet &bdquo;Beifall bei den Linken&ldquo;. Eine Reaktion von Scholz war nicht auszumachen. Doch De Masi war noch nicht fertig. Er legte nach und spielte auf den Politthriller &bdquo;House of Cards&ldquo; an, als er auf den Investmentbanker und neuen Staatssekret&auml;r J&ouml;rg Kukies zu sprechen kam, der bislang bei der &bdquo;Heuschrecke&ldquo; Goldman-Sachs gearbeitet hatte. De Masi: &bdquo;Wie w&auml;re es mit einer neuen Serie ,House of Banks&rsquo; aus dem Bundesfinanzministerium mit Staatssekret&auml;r J&ouml;rg Kukies in der Hauptrolle? Es w&auml;re zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen w&auml;re.&ldquo;<br>\nScholz blickte stumm in die Runde, w&auml;hrend SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles w&uuml;tete: &bdquo;Das ist unter Niveau!&ldquo; Das k&ouml;nnte eine richtig nette Wahlperiode werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/nachrichten\/politik\/artikel\/olafs-fischbroetchen\/\">Die Rheinpfalz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere das Spitzenduo der SPD ist sich offensichtlich der Wirkung ihrer arbeitgeber-nahen Finanz- und Wirtschaftspolitik seit der Schr&ouml;der-Regierungszeit nicht bewu&szlig;t. Und leider sehen sie wohl auch nicht den Zusammenhang zu den schlechten Umfrage- und Wahlergebnissen &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Scheuer und wie er die Welt sieht<\/strong><br>\nAndreas Scheuer (CSU) soll ja auch Bundesverkehrsminister sein. Vor allem aber ist der Niederbayer bekannt als Gaudibursch. Sein Credo, dass Klimaschutz Spa&szlig; machen soll, und dass das nicht der Fall sei, wenn man sich in masochistischen Fahrverbots- und Grenzwerte-Debatten bewege, haben wir bereits dokumentiert. Spa&szlig; macht zum Beispiel, ohne Tempolimit autozufahren. Sich den Pelz zu waschen und dabei nass zu werden, macht keinen Spa&szlig;. Gar keinen Spa&szlig;.<br>\nSehr viel Spa&szlig; d&uuml;rfte Scheuer gemacht haben, dass im Januar ein Lungenfacharzt namens Dieter K&ouml;hler eine von rund hundert Kollegen unterschriebene Stellungnahme lancierte, in der stand, dass die Grenzwerte f&uuml;r Feinstaub und Stickoxide viel zu streng und wissenschaftlich nicht begr&uuml;ndbar seien. Diese Initiative sei, so Scheuer, ein &uuml;berf&auml;lliger Schritt, &ldquo;Sachlichkeit und Fakten&rdquo; in die Diesel-Debatte zu bringen. Als die taz kurz darauf enth&uuml;llte, dass sich K&ouml;hler bei seinen Berechnungen um den Faktor 1000 verrechnet hatte, wird Scheuer dies so unspa&szlig;ig gefunden haben, dass er dar&uuml;ber kein Wort mehr verlor.<br>\nUm die Gef&auml;hrlichkeit von Stickoxiden und Feinstaub und die Sinnhaftigkeit bestehender Grenzwerte wissenschaftlich zu kl&auml;ren, hatte die Bundesregierung schon kurz vor der dieser Enth&uuml;llung die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina beauftragt. Diese stellte nun am 8. April ihre &ldquo;Ad-hoc-Stellungnahme&rdquo; vor, f&uuml;r die sie den aktuellen Forschungsstand ausgewertet hat (hier zum Download). Die Ergebnisse: Die Grenzwerte sind alle wissenschaftlich wohlbegr&uuml;ndet und nicht zu streng. Im Gegenteil, bei Feinstaub m&uuml;ssten sie sogar noch viel strenger sein, denn der ist weit gef&auml;hrlicher als Stickoxide, die Empfehlungen der Weltgesundheitsbeh&ouml;rde WHO gingen hierzu auch viel weiter als die Grenzwerte der EU. Und &uuml;berhaupt m&uuml;ssten die Probleme Luftreinhaltung und Klimaschutz viel gro&szlig;fl&auml;chiger, mit einer bundesweiten Strategie angegangen werden, eine nachhaltige Verkehrswende m&uuml;sse her, &ldquo;isolierte Fahrverbote&rdquo; geh&ouml;rten dabei zu den &ldquo;wenig sinnvollen Ma&szlig;nahmen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/421\/scheuer-und-wie-er-die-welt-sieht-5873.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48756\">Umwelt- und Verkehrspolitik mit Stammtischparolen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-51259","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51259","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51259"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51259\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51262,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51259\/revisions\/51262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51259"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51259"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51259"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}