{"id":51317,"date":"2019-04-30T08:13:26","date_gmt":"2019-04-30T06:13:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317"},"modified":"2019-04-30T08:13:26","modified_gmt":"2019-04-30T06:13:26","slug":"hinweise-des-tages-3356","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h01\">Die USA unter Pr&auml;sident Trump: Totengr&auml;ber des V&ouml;lkerrechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h02\">Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h03\">Russland investiert weniger ins Milit&auml;r als Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h04\">Gewaltsames Szenario verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h05\">Wollen Ukrainer Russen und Russen Ukrainer werden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h06\">Deutsche Wohnen blackrockt die Republik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h07\">Nomaden der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h08\">Neuer Wohntrend? &ldquo;Die Zukunft ist Zugang, nicht Besitz&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h09\">Ist das der Preis des Wohlstands?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h10\">En garde, Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h11\">V&ouml;llig losgel&ouml;st<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h12\">Stiftung Bill Gates behindert Pr&auml;vention gegen Malaria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h13\">Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen Linke die Systemfrage stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h14\">Der Einfluss des Neoliberalismus auf &ouml;sterreichische Parteiprogramme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h15\">Vernetzen statt ersetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h16\">&ldquo;Losing Earth&rdquo;: Die Erde ist bald Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h17\">Sponsoring statt Parteispenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51317#h18\">zu guter Letzt: Bahnchef krank &ndash; Bahn stellt kompletten Betrieb bis Ende der Woche ein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die USA unter Pr&auml;sident Trump: Totengr&auml;ber des V&ouml;lkerrechts<\/strong><br>\nEs wird sich nur schwer feststellen lassen, ob die USA unter Pr&auml;sident Trump das V&ouml;lkerrecht h&auml;ufiger verletzt haben als unter vorherigen Pr&auml;sidenten. Es sind jedoch ohne Frage einige V&ouml;lkerrechtsverletzungen hinzugekommen, die f&uuml;r die politische Agenda der Regierung Trump charakteristisch sind. Als Folge ihrer Nulltoleranzpolitik gegen&uuml;ber Familien, die illegal &uuml;ber die US-amerikanisch-mexikanische Grenze ins Land reisen, trennte die Regierung Trump ab Mai 2018 zu Abschreckungszwecken mehrere tausend Kinder von ihren Eltern, inhaftierte die Eltern auf unbestimmte Zeit und brachte die Kinder in staatlichen Unterk&uuml;nften unter. Mehr als 100 Kinder waren j&uuml;nger als vier Jahre, einige sogar nur wenige Monate alt. Die Praxis, die im Juni 2018 von einem US-Bundesgericht gestoppt wurde, stellte einen eklatanten Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrechts dar. &hellip;.<br>\nBei anderen Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;en folgt Pr&auml;sident Trump lediglich in den Fu&szlig;stapfen seiner Vorg&auml;nger. Wie Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton h&auml;lt auch Pr&auml;sident Trump an der letztendlich unhaltbaren Auffassung fest, dass die Menschenrechte die USA bei Handlungen au&szlig;erhalb ihres Staatsgebiets nicht binden. Die Folgen sind bekannt: unbefristete Inhaftierungen ohne rechtsstaatliches Verfahren in Guantanamo Bay; Entf&uuml;hrungen und au&szlig;erordentliche &Uuml;berstellungen von Terrorverd&auml;chtigen von einem Staat zum anderen ohne rechtliche Grundlage; Einsatz verbotener Verh&ouml;rmethoden in Geheimgef&auml;ngnissen in Afghanistan und Osteuropa; gezielte T&ouml;tungen von Terrorverd&auml;chtigen ohne &ouml;ffentliche Anklage oder Gerichtsverfahren durch den Einsatz bewaffneter Drohnen in Pakistan, Somalia, Jemen und anderswo im endlosen &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo;; weltweite &Uuml;berwachung des Telekommunikationsverkehrs.<br>\nAuch in anderen Bereichen unterscheidet sich das v&ouml;lkerrechtswidrige Verhalten von Pr&auml;sident Trump nicht wesentlich von dem seiner Vorg&auml;nger. Wie diese greift er in unzul&auml;ssiger Weise in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten ein. Anders als die Bundesregierung, die ihre &bdquo;Anerkennung&ldquo; von Juan Guaid&oacute; als Interimspr&auml;sident von Venezuela, lediglich als &bdquo;politische Unterst&uuml;tzungserkl&auml;rung&ldquo; ohne Rechtsfolgen versteht, erkannte Pr&auml;sident Trump Juan Guaid&oacute; im Januar 2019 de jure als Pr&auml;sident Venezuelas an. Juan Guaid&oacute; erh&auml;lt damit Zugriff auf das venezolanische Staatsverm&ouml;gen in den USA (einschlie&szlig;lich Bankkonten, Goldreserven und Unternehmensbeteiligungen), darf den venezolanischen Botschafter in Washington ernennen, Venezuela in Rechtsstreitigkeiten vor US-amerikanischen Gerichten vertreten und fremde Staaten, einschlie&szlig;lich der USA, zur milit&auml;rischen Intervention in Venezuela einladen. Da die Regierung von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro aber noch immer die effektive Herrschaftsgewalt in Venezuela aus&uuml;bt, handelte es sich bei der Anerkennung Juan Guaid&oacute;s durch Pr&auml;sident Trump um einen klassischen Fall v&ouml;lkerrechtswidriger vorzeitiger Anerkennung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/die-usa-unter-praesident-trump-totengraeber-des-voelkerrechts\/\">Verfassungsblock<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Spanien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was die SPD aus der Spanien-Wahl lernen kann<\/strong><br>\nEuropa blickt &uuml;berrascht nach Spanien. Mit klarem Abstand gewinnt dort mit Ministerpr&auml;sident S&aacute;nchez ein Sozialdemokrat die Wahlen. Das ist auch f&uuml;r die SPD interessant. Sie kann drei Lektionen aus dem Erfolg der spanischen Genossen lernen. Es beginnt mit einem schmerzhaften Schritt.<br>\nDass es so etwas noch gibt: In einem gro&szlig;en europ&auml;ischen Land jubelt ein sozialdemokratischer Wahlsieger seinen Anh&auml;ngern zu. Pedro S&aacute;nchez von der Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens (Partido Socialista Obrero Espa&ntilde;ol, PSOE) ist das gelungen, wovon seine Genossen in Europa derzeit nur tr&auml;umen k&ouml;nnen. Mit gro&szlig;er Mehrheit ist seine Partei st&auml;rkste Kraft geworden, w&auml;hrend die Konservativen, im Falle Spaniens die Volkspartei oder Partido Popular (PP), ein Wahldebakel erlebten.<br>\nIn der SPD m&uuml;sste aber eine Menge passieren, damit Andrea Nahles oder auch Olaf Scholz genauso wie der &ldquo;h&uuml;bsche Pedro&rdquo;, so S&aacute;nchez&rsquo; Spitzname, strahlen k&ouml;nnen. Hierzulande sind die Verh&auml;ltnisse umgekehrt &ndash; die Union bewegt sich im Bereich von 30 Prozent, w&auml;hrend die SPD &uuml;ber 20 Prozent froh sein k&ouml;nnte. Aber nur vor einem Jahr sahen die Umfragen in Spanien &auml;hnlich aus. Die PP, damals noch von Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy gef&uuml;hrt, war st&auml;rkste Kraft, die Sozialisten lagen weit abgeschlagen dahinter. Wie hat S&aacute;nchez das gedreht? Aus seinem Erfolg ergeben sich drei Lektionen f&uuml;r die SPD.<br>\nLektion 2: B&uuml;ndnisse links der Mitte schmieden<br>\nEine weitere Grundlage seines Erfolgs war es, dass S&aacute;nchez sich nach links &ouml;ffnete. Seit einigen Jahren greift eine neue Partei seine Sozialisten von links an &ndash; Unidas Podemos mit dem charismatischen jungen Chef Pablo Iglesias kam bei den Wahlen 2016 auf 21 Prozent, w&auml;hrend die Sozialisten damals mit 22,6 Prozent nur ein Fitzelchen mehr hatten. Die Konkurrenz der linken spanischen Parteien ist zwar nicht eins zu eins, aber doch grob mit der Konkurrenz von SPD und der Linken in Deutschland vergleichbar. Denn die deutsche wie die spanische Linkpartei locken mit dem Versprechen eines Politikwechsels zugunsten von Sozialprogrammen, w&auml;hrend SPD wie PSOE zu pragmatisch sind, um das &ldquo;Rote&rdquo; vom Himmel zu versprechen.<br>\nDie zweite Lektion f&uuml;r die SPD aus der Spanien-Wahl w&auml;re also, sich klar zu einem B&uuml;ndnis mit der Linken und gleich auch mit den Gr&uuml;nen zu bekennen &ndash; also Rot-Rot-Gr&uuml;n auf Bundesebene.<br>\nLektion 3: Union angreifen, nicht st&uuml;tzen<br>\nEin weiterer Erfolgsfaktor f&uuml;r S&aacute;nchez war die Schw&auml;che des Hauptgegners im konservativen Lager. Die PP schickte in Pablo Casado einen jungen, relativ unerfahrenen Mann an die Spitze. Das wirkte zwar modern, doch war der 38-J&auml;hrige offenbar &uuml;berfordert. Er grenzte sich nicht eindeutig von der neuen rechtsextremen Partei Vox ab, die massenhaft entt&auml;uschte W&auml;hler von der PP weglockte. Die PP hat es also anders gemacht als in Deutschland die CDU, die sich klar von der neuen deutschen Rechtspartei AfD distanziert. Mit desastr&ouml;sem Ausgang. Vox kam nun aus dem Stand auf 12 Prozent, die PP, 2016 noch Wahlsieger mit 33 Prozent, st&uuml;rzte auf 17 Prozent ab. &Uuml;berflieger auf der parlamentarischen Rechten ist nun die junge wirtschaftsliberale Partei Ciudadanos (&ldquo;B&uuml;rger&rdquo;), die knapp 16 Prozent erreichte und sich damit um gut 3 Prozent verbesserte.<br>\nDie dritte Lektion f&uuml;r die SPD w&auml;re es folglich, die schwierige Ausgangslage der Union besser auszunutzen. Auch dabei k&ouml;nnte ein Ausstieg aus der Groko helfen. Bemerkenswert an der Lage in Spanien ist, dass S&aacute;nchez und die PSOE die PP aktiv in eine Krise gest&uuml;rzt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Was-die-SPD-aus-der-Spanien-Wahl-lernen-kann-article20994667.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man darf sicher sein, dass derartige Ratschl&auml;ge bei der SPD auf taube Ohren sto&szlig;en, scheint doch Scholz, Nahles &amp; Co die weitere Durchsetzung der neoliberalen Agenda &ndash; Stichwort schwarze Null &ndash; zusammen mit der Union wichtiger als alles andere.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Sorgen im Arbeiterviertel<\/strong><br>\nAuch wenn die Sozialisten von Ministerpr&auml;sident S&aacute;nchez die Wahl klar gewonnen haben, wird die Regierungsbildung wohl langwierig. Denn die parlamentarische Mehrheit haben die Sozialisten nicht, Zeit f&uuml;r lange Verhandlungen aber eigentlich auch nicht. Die W&auml;hler in den Vororten wollen schnelle Resultate.<br>\nNicht nur in Vallecas haben die Menschen darum den Eindruck, dass sich die gro&szlig;e Politik weit von ihren Problemen entfernt hat. Ignacio Urquizu glaubt, den Grund daf&uuml;r zu kennen, er war in der nun zu Ende gegangenen Legislaturperiode zwei Jahre lang Abgeordneter f&uuml;r die sozialistische Partei:<br>\n&bdquo;Viele Politiker und Journalisten sind nie aus der Innenstadt herausgekommen. Sie kennen die Arbeiterstadtteile oder die kleineren St&auml;dte in der Provinz nur aus dem Fernsehen. Wir sehen uns morgens im Parlament, sp&auml;ter beim Essen und am Abend bei einer Buchvorstellung. Aber dort, wo die einfachen Leute leben, gehen wir nicht hin.&ldquo;<br>\nDer 40-J&auml;hrige kehrt nicht mehr ins Parlament zur&uuml;ck; er wird an der Madrider Universit&auml;t wieder Soziologie unterrichten. &Uuml;ber die einfachen Leute hat er ein Buch ver&ouml;ffentlicht: &bdquo;So sind wir &ndash; ein Portr&auml;t der gew&ouml;hnlichen Leute&ldquo;, hat er es genannt. Der Durchschnittsspanier hat eine geringe berufliche Qualifikation, lebt entweder in den Au&szlig;enbezirken der Gro&szlig;st&auml;dte oder in St&auml;dten der Provinz und verdient weniger als 1.500 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/parlamentswahl-in-spanien-die-sorgen-im-arbeiterviertel.795.de.html?dram:article_id=447410\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwache Rechtspopulisten, starke Kommunisten<\/strong><br>\nPortugal ist eines der wenigen L&auml;ndern in Westeuropa, in dem die Kommunistische Partei immer noch punkten kann. Ihre Mischung aus linkem Patriotismus, eurokritischer Haltung und b&uuml;rgernaher Lokalpolitik ist ein Grund daf&uuml;r, dass rechtsextreme Parteien in Portugal keinen Erfolg haben.<br>\nHenrique Carreiras steht im Feuerwehrgeb&auml;ude am S&uuml;dufer der Tejo-Lagune und schaut aus dem breiten Fenster. Vor sich sieht er seinen alten Arbeitsplatz: Die mittlerweile still gelegte Werft Lisnave, die zu Beginn der 70er-Jahre &uuml;ber die weltweit gr&ouml;&szlig;te Trockendockanlage verf&uuml;gte. 15 Jahre lang arbeitete er dort als Metallarbeiter. Und &uuml;ber 20 Jahre lang, zwischen 1986 und 2008, war er Stadtrat in Almada, einer 180.000-Einwohner-Gemeinde in fester Hand der Portugiesischen Kommunistischen Partei.<br>\nCarreiras sp&uuml;rt noch heute, wie dankbar ihm die Menschen f&uuml;r seine Arbeit sind. Unter seiner Federf&uuml;hrung sei das gesamte Abwassersystem von Almada modernisiert worden, erz&auml;hlt er stolz. Seinen unerm&uuml;dlichen Einsatz f&uuml;r die Partei und Gewerkschaften bezahlte er jedoch mit einem hohen Preis:<br>\n&bdquo;Wir haben alles f&uuml;r die Partei gegeben. Ich verlie&szlig; morgens fr&uuml;h das Haus und kam sp&auml;t abends zur&uuml;ck. Ich sah meinen Sohn so selten, dass er mit 13 Jahren seine Mutter ganz normal Mama nannte und mich nicht Papa, sondern nur Henrique. Ich hatte Gl&uuml;ck, dass meine Frau dann beide Elternrollen &uuml;bernahm und es alles gut ausging. Aber andere Parteikollegen mussten zusehen, wie ihre Kinder auf einen schlechten Pfad kamen und drogenabh&auml;ngig wurden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/portugal-schwache-rechtspopulisten-starke-kommunisten.795.de.html?dram:article_id=447239\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland investiert weniger ins Milit&auml;r als Frankreich<\/strong><br>\nDas Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri hat seinen j&auml;hrlichen Bericht zu den Milit&auml;rausgaben weltweit ver&ouml;ffentlicht. Erstmals seit 2006 ist Russland nicht mehr unter den f&uuml;nf L&auml;ndern mit den h&ouml;chsten R&uuml;stungsausgaben. Unangefochten auf Platz 1 stehen die USA.<br>\n63,8 Milliarden Dollar gab Frankreich im vergangenen Jahr f&uuml;r sein Milit&auml;r aus und steht damit vor Russland (61,4 Mrd. Dollar) auf Platz 5 der Liste der L&auml;nder mit den h&ouml;chsten R&uuml;stungsausgaben. Knapp vor Frankreich stehen auf Platz 4 Indien (66,5 Mrd. Dollar) und Saudi-Arabien (67,6 Mrd. Dollar). Mit 50 Milliarden Dollar R&uuml;stungsausgaben steht Gro&szlig;britannien nach Russland auf Platz 7. Deutschland &uuml;berholte mit einem Anstieg um 1,8 Prozent auf 49,5 Milliarden Dollar (im Vorjahr 44,4 Milliarden Euro) Japan und liegt damit nun an weltweit achter Stelle.<br>\nAll die genannten L&auml;nder investieren nur einen Bruchteil der Summe in ihr Milit&auml;r, die die USA f&uuml;r ihre R&uuml;stung aufwenden: 649 Mrd. Dollar, das entspricht mehr als einem Drittel (36 Prozent) der weltweiten Milit&auml;rausgaben und liegt nur knapp unter der Summe der Milit&auml;rausgaben der acht darauffolgenden L&auml;nder. Auf Platz 2 steht China mit 250 Milliarden Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/ostexperte.de\/russland-investiert-weniger-ins-militaer-als-frankreich\/\">Ostexperte.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und wieder wird klar, wie hohl das aufgebaute &bdquo;Bedrohungsszenario&ldquo; doch ist, das uns tagt&auml;glich von Medien und Politik serviert wird. Aber seit wann spricht man eigentlich davon, dass R&uuml;stungsausgaben eine &bdquo;Investition ins Milit&auml;r&ldquo; sind? Hier wird sprachlich ein vollkommen falscher Eindruck vermittelt, da &bdquo;Investitionen&ldquo; ja in der Regel get&auml;tigt werden, um Renditen zu erwirtschaften, also im milit&auml;rischen Kontext Kriege zu gewinnen und nicht etwa Kriege zu verhindern. Nebenbei bemerkt w&auml;re der Ausdruck auch &ouml;konomisch falsch, da ein geh&ouml;riger Teil der Milit&auml;rausgaben laufende Kosten wir Personalkosten u.&auml;. sind, die eben nicht zu den Investitionen z&auml;hlen. Diese Kritik gilt &uuml;brigens nicht nur der Seite Ostexperte.de, sondern vor allem den unz&auml;hligen gro&szlig;en Nachrichtenportalen die exakt <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?safe=off&amp;biw=1920&amp;bih=969&amp;tbm=nws&amp;ei=8DfHXJm3H8TgkgWUqKywCg&amp;q=sipri+investitionen&amp;oq=sipri+investitionen&amp;gs_l=psy-ab.12...0.0.0.22255.0.0.0.0.0.0.0.0..0.0....0...1c..64.psy-ab..0.0.0....0.H-nFtbhE34E\">diese Formulierung nutzen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gewaltsames Szenario verhindern<\/strong><br>\nAndrej Hunko &uuml;ber seine Venezuela-Reise und die Treffen mit Maduro und Guaid&oacute;<br>\nIhre Bundestagskollegen Johann Wadephul (CDU) und Nils Schmid (SPD) haben Sie f&uuml;r Ihre Begegnung mit Venezuelas Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro kritisiert.<br>\nErsterer nannte sie &raquo;skandal&ouml;s&laquo;, Letzterer &raquo;peinlich&laquo;. Was sagen Sie dazu?<br>\nDie Emp&ouml;rung einiger Bundestagskollegen hat mich erreicht, als ich gerade bei den Pem&oacute;n-Urweinwohnern im S&uuml;dosten Venezuelas war, die seit 20 Jahren die R&uuml;ckgabe des entwendeten Kueka-Steins von Deutschland fordern. Ich halte die Emp&ouml;rung f&uuml;r zutiefst heuchlerisch und aufgesetzt.<br>\nIm Rahmen meiner Reise hatte ich rund 30 Gespr&auml;chstermine mit Regierung, Opposition, Hilfsorganisationen, Menschenrechtsgruppen und Politikwissenschaftlern.<br>\nIch hatte urspr&uuml;nglich allerdings weder Gespr&auml;che mit Maduro noch Guaid&oacute; eingeplant. Als sich die M&ouml;glichkeit ergab, mit ihnen zu sprechen, habe ich zugesagt.<br>\nWer solche Gespr&auml;che ablehnt, hat entweder keine Ahnung von internationaler Politik oder m&ouml;chte eine gewaltsame L&ouml;sung.<br>\nUnd selbstverst&auml;ndlich habe ich jedem Gespr&auml;chspartner die Hand gegeben.<br>\nSie pl&auml;dieren f&uuml;r eine L&ouml;sung der Krise auf dem Wege des Dialogs unter Wahrung der Gewaltfreiheit.<br>\nStie&szlig;en Sie bei Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro und dem selbst ernannten Pr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute; auf offene Ohren?<br>\nDas Grundproblem ist, dass es in der Vergangenheit schon verschiedene Dialogformate gab, die dann in letzter Minute von der Opposition abgebrochen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1117644.andrej-hunko-gewaltsames-szenario-verhindern.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wollen Ukrainer Russen und Russen Ukrainer werden?<\/strong><br>\nPutins Vorsto&szlig;, Ukrainern anzubieten, schnell die russische Staatsb&uuml;rgerschaft erlangen zu k&ouml;nnen, setzt den k&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten unter Druck<br>\nAm vergangenen Mittwoch unterzeichnete der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin eine am selben Tag in Kraft getretene Anordnung, die es erleichtert und beschleunigt, Personen &ldquo;aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden&rdquo; die russische Staatsb&uuml;rgerschaft zu gew&auml;hren und ihnen einen russischen Pass auszustellen. Die Anordnung bezog sich auf &ldquo;universell anerkannte Prinzipien und Normen des internationalen Rechts&rdquo;. Den Menschen in der Ostukraine seien ihre Rechte entzogen werden, viele erhielten von Kiew keine Renten mehr ausgezahlt, auf die sie aber Anspruch h&auml;tten. [&hellip;]<br>\nDie Deutsche Welle kommt mit einem Kommentar eines Faz-Redakteurs dem Wunsch nach. Der sieht in der &ldquo;Pass-Provokation&rdquo; eine &ldquo;pseudolegale Vorbereitung f&uuml;r milit&auml;rische Schritte&rdquo;. Es handele sich um eine besondere Form der Annexion. Offiziell seien die Gebiete ukrainisch, aber man verbinde die Menschen, die dort leben, mit Russland. Das schw&auml;che das Minsker-Abkommen, das angeblich nur von Moskau hintertrieben wurde. Auch die USA, Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien verurteilten Russland. Dumm ist nur, dass das EU-Land Ungarn P&auml;sse an ethnische Ungarn im Ausland verteilte, w&auml;hrend Rum&auml;nien Menschen in Moldawien P&auml;sse ausstellte. Damals schrie aber niemand auf. [&hellip;]<br>\nPutin erl&auml;uterte allerdings nicht die &Uuml;berlegungen, die ihn zu dem Schritt bewogen hatten. Mit der Ausweitung auf alle Ukrainer ist klar, dass es nicht alleine um humanit&auml;re Hilfe geht, sondern dass nat&uuml;rlich Kiew damit unter Druck gesetzt wird und Fakten im Donbass geschaffen werden. Das von Poroschenko angesprochene Szenario d&uuml;rfte dabei auch im Hintergrund als M&ouml;glichkeit stehen, um zur Not in die Ostukraine auch milit&auml;risch intervenieren zu k&ouml;nnen.<br>\nPrim&auml;r d&uuml;rfte erstrebt werden, bessere Ausgangsbedingungen f&uuml;r Verhandlungen &uuml;ber den Status der beiden &ldquo;Volksrepubliken&rdquo; zu erzielen, die damit n&auml;her an Russland gebunden werden, falls tats&auml;chlich viele das Angebot wahrnehmen sollten, auch die russische Staatsb&uuml;rgerschaft zu beantragen. Es w&uuml;rden nicht nur die neuen russischen B&uuml;rger in der Ostukraine besser versorgt, es w&auml;re auch schwieriger, sie von ukrainischer Seite aus unter Druck zu setzen oder zu verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wollen-Ukrainer-Russen-und-Russen-Ukrainer-werden-4409022.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Wohnen blackrockt die Republik<\/strong><br>\nIn den Gro&szlig;st&auml;dten, aber auch in den angrenzenden Speckg&uuml;rteln steigen die Mieten weit &uuml;ber der Inflationsrate. Ein R&uuml;ckblick auf ein fragw&uuml;rdiges Privatisierungsgesch&auml;ft des fr&uuml;heren rot-roten Berliner Senats.<br>\nAm 25. Mai 2004 beschloss der rot\/rote Berliner Senat unter der Federf&uuml;hrung des Finanzsenators Thilo Sarrazin, 65.700 Wohnungen und Gewerbeeinheiten an die Hauptinvestoren Whitehall (100-prozentige Tochter von Goldman Sachs) und Cerberus zu ver&auml;u&szlig;ern. Bei den Hauptinvestoren, die insgesamt 90 Prozent der GSW-Gruppe &uuml;bernahmen, handelt es um Investmentgesellschaften, deren Hauptzweck es ist, Rendite zu generieren.<br>\nDer Kaufpreis f&uuml;r das &uuml;bernommene Immobilienpaket betrug insgesamt 1,965 Mrd. Euro (405 Mio. Abstandszahlung plus 1,56 Mrd. Euro &uuml;bernommene Verbindlichkeiten). Der Kaufpreis je Wohnung betrug somit 29.908 Euro (= 1,965 Mrd. \/ 65.700). Daf&uuml;r bekommt man in M&uuml;nchen nicht einmal Garage! Unterstellt man, dass die durchschnittliche Quadratmeterzahl 60 qm betr&auml;gt, lag der Preis bei gerundet 500 Euro je qm. Ein Schn&auml;ppchen, wie man zu sagen pflegt, oder &ndash; um im Jargon von Investmentgesellschaften zu bleiben: &raquo;Im Einkauf liegt der Gewinn&laquo;. Dabei hatte die GSW-Gruppe in 2003 noch einen Gewinn von ca. 13 Mio. Euro ausgewiesen. Aber der Berliner Senat unter der F&uuml;hrung von Klaus Wowereit (SPD) war so angetan von der &raquo;Expertise&laquo; der Investoren, dass er zu diesem Megadeal nicht Nein sagen konnte, schlie&szlig;lich konnte doch keiner wissen, dass Berlin einen solche Bev&ouml;lkerungsentwicklung nehmen w&uuml;rde. Ein kurzer Blick nach Wien h&auml;tte gen&uuml;gt, um festzustellen, dass es auch anders geht. &hellip;.<br>\nDie Menschen in Berlin, aber auch anderswo, die keine Wohnung zu akzeptablen Bedingungen finden k&ouml;nnen bzw. denen Mieterh&ouml;hungen drohen, die sie sich nicht leisten k&ouml;nnen, sind zurecht w&uuml;tend und gehen aus Protest auf die Stra&szlig;e. Bei Bestandsimmobilien konnte bis Ende 2018 (Ank&uuml;ndigung gen&uuml;gt) Modernisierungsaufwand mit 11 Prozent pro Jahr ohne Deckelung umgelegt werden. Auch die beschlossenen Einschr&auml;nkungen, die ab 2019 gelten, bringen keine echte Entlastung. Der Mieter bezahlt nicht nur die Modernisierungskosten in 9 bzw. 12,5 Jahren, sondern er sorgt auch noch f&uuml;r eine exorbitante Wertsteigerung beim Eigent&uuml;mer. Im Artikel 14(2) GG steht &raquo;Eigentum verpflichtet&laquo;. Bei Kapitalisten gilt folgende Erg&auml;nzung &raquo;Eigentum verpflichtet zur Schaffung von mehr Eigentum&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/deutsche-wohnen-blackrockt-die-republik--2307.html\">Blickpunkt Wiso<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nomaden der Arbeit<\/strong><br>\nDie US-Journalistin Jessica Bruder hat sie begleitet: moderne Nomaden im Rentenalter, die in Wohnwagen leben und auf der Suche nach dem n&auml;chsten Job oft hunderte Meilen zur&uuml;cklegen. Ein Blick in die wachsenden Randgebiete einer Gesellschaft, in der das Leben l&auml;ngst zum &Uuml;berlebenskampf geworden ist.<br>\nIm Rentenalter mit einem Wohnwagen von der East- zur Westcoast quer durch die Staaten cruisen &ndash; das klingt wie ein Traum von Freiheit und Abenteuer, den sich Menschen nach Jahrzehnten harter Arbeit an ihrem verdienten Lebensabend erf&uuml;llen. F&uuml;r eine stetig wachsende Bev&ouml;lkerungsschicht in den USA ist es jedoch die letzte M&ouml;glichkeit, nicht obdachlos auf der Stra&szlig;e zu landen. Als &bdquo;Nomaden der Arbeit&ldquo; bezeichnet die US-amerikanische Journalistin Jessica Bruder ihre betagten Landsleute, die dazu gezwungen sind, ihr letztes Erspartes in ein Campingmobil zu stecken, mit dem sie oft hunderte von Meilen von einem befristeten Billigjob zum n&auml;chsten fahren. &bdquo;Das letzte St&uuml;ckchen Freiheit&ldquo; im Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten sei f&uuml;r diese Menschen &bdquo;ein Parkplatz&ldquo;, schreibt Bruder in ihrem Buch &uuml;ber die so genannten &bdquo;Workamper&ldquo;.<br>\n&bdquo;Workamper sind Plug-and-Play-Arbeitskr&auml;fte, jederzeit und &uuml;berall einsetzbar, der Inbegriff der Zweckdienlichkeit f&uuml;r Arbeitgeber, die Saisonpersonal ben&ouml;tigen. Sie erscheinen, wo und wann sie gebraucht werden. Sie bringen ihr Eigenheim mit und machen aus Trailer Parks vor&uuml;bergehende Firmenst&auml;dte, die sich wieder leeren, sobald die Arbeit getan ist. Sie sind nicht lange genug dabei, um sich gewerkschaftlich zu organisieren. Sind die Jobs k&ouml;rperlich anspruchsvoll, verzichten viele vor M&uuml;digkeit sogar darauf, nach Schichtende &uuml;berhaupt noch Umgang mit Kollegen zu pflegen. Was Verg&uuml;nstigungen und Schutzma&szlig;nahmen betrifft, sind sie bescheiden.&ldquo;<br>\nMit anderen Worten: Workamper sind extrem flexibel und maximal rechtlos. Sie stellen kaum Anspr&uuml;che, murren selten, haben viel Erfahrung und gehen trotz sittenwidrig schlechter Bezahlung oft an die Grenzen ihrer Kr&auml;fte &ndash; manchmal auch dar&uuml;ber hinaus, wie die Journalistin schildert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jessica-bruder-nomaden-der-arbeit.1310.de.html?dram:article_id=447411\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neuer Wohntrend? &ldquo;Die Zukunft ist Zugang, nicht Besitz&ldquo;<\/strong><br>\nIn den USA k&ouml;nnte sich ein neuer Trend des Wohnens als Reaktion auf die teuren Miet- und Immobilienpreise in manchen St&auml;dten ausbreiten. Besonders teuer ist in der kalifornischen Bay Area geworden, wo selbst die gut bezahlten Angestellten der IT-Konzerne Schwierigkeiten haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Nachdem findige Startups die kommerzielle Form der Wohngemeinschaften, das Co-Living nach dem vorausgegangenen Konzept des Co-Working entwickelt haben, steht nun die billigere Variante des PodShare, der geteilte Wohnraum oder Wohnen in der Holzklasse, an. [&hellip;]<br>\nJetzt also kommt PodShare, bei dem es keine Einzelzimmer mehr gibt, in die man sich aus der &ldquo;Gemeinschaft&rdquo; zur&uuml;ckziehen kann, sondern nur noch Schlafkabinen oder Schlafkojen. Die Japaner haben schon lange die Kapselhotels entwickelt, um g&uuml;nstige Unterk&uuml;nfte zu schaffen. In den Kapseln verschlie&szlig;en sich allerdings Bewohner, was beim ebenfalls kalifornischen PodShare nicht der Fall ist. Hier feiert man hingegen die Massenunterkunft, das Konzept der Jugendherberge oder von Hotels bzw. Hostels, die einzelne Betten in Gemeinschaftsunterk&uuml;nften anbieten, um den Raum maximal auszunutzen und zu Geld zu machen.<br>\nNat&uuml;rlich wird aus dem Gesch&auml;ft eine Ideologie gemacht: &ldquo;Die Zukunft ist Zugang, nicht Besitz&rdquo;, hei&szlig;t es auf der Website vollmundig t&ouml;nend, als w&uuml;rde die Firma nicht die Immobilien besitzen &ndash; oder diese von einer anderen pachten. Wer wenig Geld hat, kriegt eben bestenfalls Zugang. F&uuml;r ein Bett (Pod) f&uuml;r eine Nacht in der Gemeinschaftsunterkunft in Los Angeles werden 50 US-Dollar &ndash; in Venice 60 US-Dollar &ndash; verlangt, f&uuml;r einen Monat 1.000 bzw. 1.400 US-Dollar, also einfach nochmal g&uuml;nstiger als beim r&auml;umlich noch luxuri&ouml;sen Co-Living.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Neuer-Wohntrend-Die-Zukunft-ist-Zugang-nicht-Besitz-4408024.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Fr&uuml;her nannte man so etwas &bdquo;M&auml;nnerwohnheim&ldquo;. Das klingt zwar nicht so hipp wie &bdquo;PodShare&ldquo;, war aber daf&uuml;r auch bedeutend preiswerter. Aber wie war das noch mal &ndash; uns ging es noch nie so gut, nicht wahr? Fragt sich, wann in M&uuml;nchen, Berlin und Hamburg auch die ersten M&auml;nnerwohnheime f&uuml;r Nachwuchskr&auml;fte im Tech-Sektor aufmachen. Fr&uuml;her nannte man die hier beschriebene Zielgruppe von &bdquo;PodShares&rdquo; &uuml;brigens noch Yuppies und assoziierte sie mit viel Geld. So &auml;ndern sich die Zeiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ist das der Preis des Wohlstands?<\/strong><br>\nDaten zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen dem CO2-Ausstoss und dem Wohlstand eines Landes besteht. China, dessen Wirtschaftsleistung in der Vergangenheit stark gewachsen ist, geh&ouml;rt heute zu den gr&ouml;ssten Emittenten. Das war aber nicht immer so.<br>\nDie Klimadiskussion wird hitziger. In der Debatte werden auf allen Seiten alarmistische T&ouml;ne angeschlagen. W&auml;hrend die einen im &ouml;konomischen Wachstum die gr&ouml;sste Ursache f&uuml;r den globalen Temperaturanstieg sehen und Nullwachstum sowie Konsumverzicht fordern, sprechen die anderen von &Ouml;kodiktatur und Verelendung der Massen durch Massnahmen gegen den Klimawandel.<br>\nDie Industrialisierung hat einen enormen Wohlstandsanstieg mit sich gebracht. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich jedoch auch die Erdatmosph&auml;re st&auml;rker erw&auml;rmt. Indem Menschen zus&auml;tzliches Treibhausgas freisetzen, verst&auml;rken sie den nat&uuml;rlichen Treibhauseffekt, der die Erde erw&auml;rmt. Kohlendioxid (CO2) ist das bedeutendste vom Menschen verursachte Treibhausgas. Es entsteht beispielsweise bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erd&ouml;l oder Erdgas.<br>\nDaten zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen dem CO2-Ausstoss und dem Wohlstand eines Landes besteht. Um eine informierte Diskussion zu f&uuml;hren, ist es notwendig, die Faktenlage zu kennen. Wie sich dieser Zusammenhang ver&auml;ndert hat und welches Land und welcher Wirtschaftssektor haupts&auml;chlich f&uuml;r die Emission von Treibhausgasen verantwortlich sind, soll hier aufgezeigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/erderwaermung-seit-der-industrialisierung-analyse-der-co2-daten-ld.1475661\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein Blick in unseren Einkaufskorb erkl&auml;rt doch eigentlich ganz gut, warum China immer mehr CO2 emittiert und Deutschlands Industrie sich hier recht wacker schl&auml;gt. Wer die Produktion global auslagert, lagert auch die damit verbundenen CO2-Emissionen aus. Erschreckender sind da allen voran die exrtrem hohen Emissionen der USA, die zwar ebenfalls ihre Produktion zu gro&szlig;en Teilen externalisiert haben und dennoch pro Kopf fast doppelt so viel CO2 wie Deutschland aussto&szlig;en.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>En garde, Deutschland<\/strong><br>\nF&uuml;r Frankreichs Pr&auml;sident Macron beginnt der zweite Teil der Amtszeit mit einer Neupositionierung in Richtung Deutschland. Der Nachbar ist f&uuml;r ihn kein Reformvorbild mehr, sondern wirtschaftliches Auslaufmodell.<br>\nAls Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron vor zwei Jahren zum Antrittsbesuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin erschien, wirkte der Auftritt fast schon devot. Damals galt Deutschland dem selbst ernannten Wirtschaftsreformer noch als Vorbild, von dem es viel zu lernen gab.<br>\nWenn Macron an diesem Montag wieder nach Berlin reist, sind die Vorzeichen ganz andere. Eigentlich ist der Pr&auml;sident nur zu Gast beim Balkan-Gipfel im Bundeskanzleramt. Doch in der franz&ouml;sischen Zeitrechnung hat gerade der zweite Teil von Macrons Amtszeit begonnen &ndash; nach f&uuml;nfmonatigen Protesten der Gelbwesten-Bewegung, die ihn fast aus dem Amt getrieben h&auml;tten, hat der Pr&auml;sident zuletzt mit einer dreimonatigen Tour durch die franz&ouml;sische Provinz wieder etwas an Ansehen gewonnen.<br>\nAlso gibt Macron dieser Tage die Marschroute f&uuml;r &ldquo;Akt zwei&rdquo; seiner Amtszeit vor. &ldquo;Akt eins war ganz auf Deutschland ausgerichtet, Akt zwei hat die Entt&auml;uschung &uuml;ber Deutschland verarbeitet und schaut in andere Richtungen&rdquo;, erkl&auml;rt S&eacute;bastian Maillard, Direktor des Jacques-Delors-Instituts in Paris, dem SPIEGEL.<br>\nF&uuml;r das Verh&auml;ltnis zu Deutschland bedeutet das: Der Nachbar ist nicht mehr das Modell f&uuml;r Frankreichs Reformen, sondern wirtschaftlich nur noch das gro&szlig;e Auslaufmodell Europas.<br>\n&ldquo;Deutschland ist zweifellos am Ende eines Wachstumsmodells, das sehr von den Ungleichgewichten der Eurozone profitiert hat&rdquo;, sagte Macron auf einer Pressekonferenz im &Eacute;lys&eacute;e-Palast am vergangenen Donnerstag. Und er wurde noch deutlicher: &ldquo;Deutschland hat ein Produktionsmodell, das darauf beruht, dass es in Europa Billigproduktionsl&auml;nder gibt &ndash; was dem Gegenteil des sozialen Projekts entspricht, das ich f&uuml;r Europa vertrete.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/emmanuel-macron-kritik-am-deutschen-wirtschaftsmodell-a-1264913.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ganze d&uuml;rfte wohl eine politische Showveranstaltung in Richtung Gelbwesten sein, denn Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Einerseits kritisiert Macron das deutsche Lohn- und Sozialdumping &ndash; zu Recht &ndash; andererseits betreibt er aber selbst mit einer franz&ouml;sischen Agenda 2010 nach deutschem Vorbild neoliberale Reformpolitik mit dem Ziel die franz&ouml;sischen Unternehmen &bdquo;wettbewerbsf&auml;higer&ldquo; zu machen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>V&ouml;llig losgel&ouml;st<\/strong><br>\nDie neuen Aufkl&auml;rungsdrohnen sind besser f&uuml;r Kampfmissionen ausger&uuml;stet als bislang bekannt. Die n&auml;chste Debatte &uuml;ber die Bewaffnung der Flugger&auml;te steht bevor. (&hellip;)<br>\nDie n&auml;chste Debatte um die Bewaffnung von Drohnen steht bevor. Die erste wurde w&auml;hrend des Einsatzes der Nato in Afghanistan gef&uuml;hrt, sie endete 2014 mit dem Ende der Mission. Damals w&uuml;nschten sich viele Soldaten, die Heron k&ouml;nne zur Not, etwa bei Hinterhalten der Taliban, Raketen abfeuern. 2018 beschloss der Bundestag die Beschaffung der n&auml;chsten Drohnen-Generation, der Heron TP, voraussichtlich von 2020 an &ndash; aber weiterhin nur zur Aufkl&auml;rung. Das TP-Modell ist allerdings technisch daf&uuml;r vorbereitet, auch Waffen zu tragen. Die Details sind Verschlusssache. Nach SZ-Informationen geht die Ausstattung der neuen Bundeswehr-Drohnen aber &uuml;ber den &ouml;ffentlich bekannten Stand hinaus: So soll die Heron TP bereits einen Laserzielmarkierer f&uuml;r Kampfmissionen enthalten.<br>\nKritiker sehen in der Heron TP das Einfallstor zum Drohnenkrieg nach US-Muster. Die Linke kritisiert unter anderem, dass die Drohne nicht nur von der Bodenstation im Einsatzland aus gesteuert werden kann, sondern auch &uuml;ber Satellit von Deutschland aus: Dies bedeute einen &ldquo;weiteren Schritt zur Entgrenzung des Krieges&rdquo;, so der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko. (&hellip;)<br>\nDa die SPD eine Bewaffnung deutscher Drohnen ablehnt, ist eine Mehrheit im Bundestag nicht in Sicht. Andernfalls g&auml;be es, so sagen zumindest die V&ouml;lkerrechtler, zudem ein gewaltiges Hindernis gegen alle Versuchungen, die Ger&auml;te nicht nur als Gefechtswaffe im Einsatzgebiet, sondern wie die USA zu gezielten T&ouml;tungen von Terroristen starten zu lassen: das Grundgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundeswehr-voellig-losgeloest-1.4415420\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zu bef&uuml;rchten ist, dass die SPD auch bei diesem Thema einknicken und einer &Auml;nderung des Grundgesetzes zustimmen wird. Nach dem Motto: &ldquo;Was nicht passt, wird passend gemacht&rdquo;. Hat die SPD nicht gewu&szlig;t, &uuml;ber welche technischen M&ouml;glichkeiten diese Drohnen verf&uuml;gen? Oder hat sie einer Ausgabe von Geldern f&uuml;r illegale Technologien zugestimmt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stiftung Bill Gates behindert Pr&auml;vention gegen Malaria<\/strong><br>\nIm subtropischen Afrika sterben jedes Jahr 350&rsquo;000 Kinder unter f&uuml;nf Jahren noch immer an Malaria. Das sch&auml;tzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Bill &amp; Melinda Gates Foundation gibt diese Zahl mit 430&rsquo;000 an.<br>\nDie Gates-Stiftung subventionierte die Bek&auml;mpfung von Malaria &ndash; namentlich auch die Abgabe des Novartis-Produkts Coartem &ndash; bis heute mit &uuml;ber zwei Milliarden Dollar. Weitere zwei Milliarden Dollar &uuml;berwies die Gates-Stiftung nach eigenen Angaben im gleichen Zeitraum dem &laquo;Global Fund&raquo;, der seinerseits unter anderem ebenfalls Malaria bek&auml;mpft.*<br>\nDie &laquo;Bill &amp; Melinda Gates Foundation&raquo; und der &laquo;Global Fund&raquo; haben ihre immensen Gelder zur Bek&auml;mpfung der Malaria bisher fast nur f&uuml;r Medikamente, f&uuml;r die bisher erfolglose Entwicklung eines Impfstoffes, f&uuml;r mit Pestiziden impr&auml;gnierte Netze sowie f&uuml;r Verhaltensaufkl&auml;rungen ausgegeben.<br>\nSie haben jedoch wenig dazu beigetragen, die &Uuml;bertragungswege der Malaria zu verringern oder eine wirksame Pr&auml;vention zu f&ouml;rdern. Ein wichtiger Schritt zur Pr&auml;vention best&uuml;nde darin, den M&uuml;cken ihre Brutst&auml;tten zu zerst&ouml;ren beziehungsweise die M&uuml;ckenlarven darin zu t&ouml;ten. Ein Mittel daf&uuml;r w&auml;re das Bakterium BT.<br>\n&laquo;Mit diesem biologischen Insektizid w&auml;re Kenia schon lange frei von Malaria&raquo;, sagt Insektenspezialist Hans R. Herren, Pr&auml;sident der Biovision Stiftung f&uuml;r &ouml;kologische Entwicklung. Er arbeitete und forschte dreissig Jahre in Afrika.<br>\nDoch habe BT in Kenia nicht produziert werden k&ouml;nnen, weil die Regierung f&uuml;r eine Lizenz &laquo;millionenteure Tests&raquo; verlangt habe. &laquo;&Uuml;ber das Motiv kann man nur spekulieren&raquo;, erkl&auml;rte Herren gegen&uuml;ber Infosperber. Es sei allerdings klar, &laquo;dass wir einerseits den Verk&auml;ufern von Coartem mit unserem billigen lokalen Produkt ein Dorn im Auge waren&raquo;. Unbeliebt sei das BT-Projekt auch bei denen gewesen, die mit Pestiziden impr&auml;gnierte Moskitonetze sowie auch andere Insektizide gegen M&uuml;ckenlarven und zum Schutz von Erwachsenen verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Novartis--Bill-Gates-behindert-Pravention-gegen-Malaria%20\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Am Beispiel der &bdquo;Spendenbereitschaft&ldquo; der Bill-Gates-Stiftung wird gezeigt, wie sich wirtschaftliche Interessen von Pharma-Konzernen, in Verbindung mit lokaler\/internationaler Korruption, zu Ungunsten von Malaria gepeinigten Menschen negativ auswirken. Die Malaria k&ouml;nnte mit geringem Aufwand erfolgreich bek&auml;mpft werden, aber wird durch die Profitinteressen einiger Konzerne behindert. Profit ist wichtiger als Menschenschicksale<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen Linke die Systemfrage stellen<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Heinz Niemann. &Uuml;ber die Krisen in SPD und Linkspartei, die Geschichte als Grundlage f&uuml;r die Zukunft sowie die Verf&uuml;hrung der Macht.<br>\nEigentlich geh&ouml;rt die Frage nach der Zukunft ans Ende unseres Gespr&auml;chs. Aber die meisten Krimis beginnen mit einer Leiche. Also: Haben die SPD und die Partei Die Linke eine Zukunft?<br>\nWenn sie so bleiben, wie sie derzeit sind: nein. Schon Rosa Luxemburg hat die SPD als &raquo;lebenden Leichnam&laquo; bezeichnet, aber wir sehen: Der lebt immer noch, hatte also eine Zukunft&thinsp;&hellip; Die beste und einzig reale Erneuerung w&auml;re die Trennung. Die beiden Grundstr&ouml;mungen, die es in den beiden Parteien gibt, sollten sich organisatorisch voneinander trennen und dann mit der ad&auml;quaten Str&ouml;mung der anderen Partei sich in einer neuen vereinen. So bek&auml;me man eine neue rechte SPD, die immer regieren k&ouml;nnte &ndash; mit den Konservativen oder allein wie in den USA, wo es im wesentlichen nur Republikaner und Demokraten gibt &ndash;, und eine erneuerte linke sozialdemokratische Partei mit eventuell einem linksradikalen, also kommunistischen Fl&uuml;gel.<br>\nDas w&auml;re auch nur die modifizierte Fortsetzung im Rahmen des bestehenden politischen Systems.<br>\nSie haben mich ja nicht nach dem politischen System und seiner &Uuml;berwindung gefragt, sondern nach der notwendigen Erneuerung von zwei Parteien, die aus der Arbeiterbewegung kamen. Die befinden sich seit Jahren in einer Sinn- und Existenzkrise, welche nach meiner &Uuml;berzeugung durch eine Trennung und Neuformierung &uuml;berwunden werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/353745.parteien-nat%C3%BCrlich-m%C3%BCssen-linke-die-systemfrage-stellen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Einfluss des Neoliberalismus auf &ouml;sterreichische Parteiprogramme<\/strong><br>\nSeit Mitte der 1970er-Jahre kann international ein steigender Einfluss neoliberalen Gedankenguts auf die wirtschaftspolitische Ebene konstatiert werden, obgleich die neoliberale Wende in &Ouml;sterreich erst rund zehn Jahre sp&auml;ter einzusetzen begann. Dieses Denken hat seitdem alle gr&ouml;&szlig;eren Parteien erreicht, wie eine historische Analyse der Grundsatzprogrammatiken von &Ouml;VP, SP&Ouml;, FP&Ouml; und Gr&uuml;nen zeigt.<br>\nDas Ger&uuml;st der neoliberalen Bewegung erwuchs vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise ab 1929 und der damit verbundenen Abwendung vieler politischer und &ouml;konomischer Entscheidungstr&auml;ger von (wirtschafts-)liberalen Konzeptionen. In jener Zeit formierte sich eine kleine, aber international agierende Gruppe, die um die Erhaltung bzw. Neuausrichtung liberaler Ideen bem&uuml;ht war. Ein zentraler Angelpunkt war Friedrich August Hayek, der 1947 die Mont P&egrave;lerin Society ins Leben rief, die den Beginn der neoliberalen Bewegung einl&auml;utete.<br>\nDie wirtschaftspolitische Praxis nach 1945 folgte jedoch zun&auml;chst einem keynesianisch gepr&auml;gten Interventionismus. Der Fokus lag dabei auf realkapitalistischen Verh&auml;ltnissen und gleichzeitig einem stark regulierten Finanzsektor. Als das System des keynesianischen Fordismus ab Mitte der 1970er-Jahre mit Problemen zu k&auml;mpfen hatte, traten die neoliberalen Think Tanks auf den Plan, um das entstandene Machtvakuum mit ihren ausgearbeiteten Konzepten zu f&uuml;llen. W&auml;hrend der wirtschaftspolitische Fokus in vielen f&uuml;hrenden Industrienationen auf ein ausgeglichenes Budget und die Inflationsbek&auml;mpfung gelegt wurde, wurde in &Ouml;sterreich mit dem Austrokeynesianismus weiterhin die Strategie einer aktiven staatlichen Wirtschaftsgestaltung verfolgt, wobei das Vollbesch&auml;ftigungsziel Priorit&auml;t besa&szlig;. Die neoliberale Wende setzte erst ab Mitte der 1980er-Jahre ein und ist bis heute pr&auml;gend f&uuml;r das wirtschaftspolitische System.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/einfluss-neoliberalismus-parteiprogramme\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vernetzen statt ersetzen<\/strong><br>\nDaf&uuml;r, dass Au&szlig;enstehende bei Sahra Wagenknechts R&uuml;ckzug aus der Spitze von &raquo;Aufstehen&laquo; Anfang M&auml;rz schon das Ende der Sammlungsbewegung kommen sahen, wirkte sie am Sonntag in Berlin noch recht lebendig. Auch wenn es zu keinem Zeitpunkt gelungen war, die Mehrzahl der 170.000 Menschen zu aktivieren, die sich seit dem Start der Bewegung Anfang September 2018 auf deren Internetseite registriert hatten. Beim Berliner &raquo;Aufstehen&laquo;-Kongress zog Organisator Reinhard Ziegler vor knapp 300 Aktiven eine ehrliche Zwischenbilanz: &raquo;Der erhoffte Zustrom blieb aus, Aufstehen wurde keine Massenbewegung, wie zum Beispiel in Frankreich&laquo;, sagte er. &raquo;Der Finger wurde von uns in die richtigen Wunden gelegt, aber der Funke ist nicht &uuml;bergesprungen.&laquo; Es seien Fehler gemacht worden; &raquo;Aufstehen&laquo; sei aber nicht tot. &raquo;Sahra Wagenknecht &uuml;berl&auml;sst uns unserer basisdemokratischen Selbstverantwortung&laquo;, so der Moderator. Eine Videobotschaft der prominentesten Mitgr&uuml;nderin umfasste nur wenige S&auml;tze: Nat&uuml;rlich w&auml;re sie gerne gekommen, so Wagenknecht, die zur Zeit noch Kovorsitzende der Linksfraktion im Bundestag ist, aber im Herbst nicht wieder f&uuml;r dieses Amt kandidiert. &raquo;Leider klappt das nicht, weil ich zur Zeit in England bin&laquo;, sagte sie. &raquo;Die Politik in diesem Land geh&ouml;rt unter Druck gesetzt.&laquo; Und weiter: &raquo;Daf&uuml;r gibt es &rsaquo;Aufstehen&lsaquo; &ndash; und ich w&uuml;nsche euch einen richtig guten Kongress.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/353850.aufstehen-als-basisbewegung-vernetzen-statt-ersetzen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Losing Earth&rdquo;: Die Erde ist bald Geschichte<\/strong><br>\nEs ist seltsam, dass wir uns das Ende der Welt besser vorstellen k&ouml;nnen als das Ende unserer Lebensweisen. Zu genau diesem Schluss kommt das Buch &ldquo;Losing Earth&rdquo; von Nathaniel Rich.<br>\nDie Reportage setzt 1979 ein. Das ist das Jahr, in dem die Iranische Revolution das Antlitz der Welt ver&auml;nderte, Saddam Hussein im Irak an die Macht kam, Margaret Thatcher nach der Wahl zur englischen Premierministerin den brutalen Feldzug des Neoliberalismus einl&auml;utete, aber auch das Jahr, in dem Rudi Dutschke nach einem epileptischen Anfall, Sp&auml;tfolge der Sch&uuml;sse auf ihn, zu Weihnachten in der Badewanne ertrank. Nathaniel Rich hingegen erz&auml;hlt die Geschichte des Umweltaktivisten Rafe Pomerance, der 1979 auf Seite 66 eines Berichts der Environmental Protection Agency &uuml;ber einen Satz stolpert: Die Verbrennung von Kohle werde in den n&auml;chsten Jahrzehnten ungeahnte Folgen f&uuml;r die Atmosph&auml;re unseres Planeten haben. Der Umweltaktivist hatte nie davon geh&ouml;rt. Wenn heute &uuml;ber Green New Deal, Sch&uuml;lerstreiks und Klimawandel, &uuml;ber Emissionsrechtehandel und Treibstoffsteuern gesprochen wird, halten es die meisten &ndash; so wie ich, bis ich Losing Earth las &ndash; f&uuml;r eine zeitgen&ouml;ssische Debatte, eine Folge relativ neuer Erkenntnisse. In Wirklichkeit ist es eine Frage der Medien&ouml;konomie und politischer wie sozialer Auseinandersetzungen &ndash; eine Frage von Macht, Geld und Einfluss. 1859 fand John Tyndall heraus, dass CO2 W&auml;rme absorbiert und Ver&auml;nderungen in der Atmosph&auml;re das Erdklima ver&auml;ndern k&ouml;nnten. &hellip;.<br>\nRich zeigt, wie Wissenschafter in den 80er-Jahren verzweifelt versuchten, ihre alarmierenden Forschungsergebnisse den Entscheidungstr&auml;gern in Politik und Wirtschaft verst&auml;ndlich zu machen und sie zu Ma&szlig;nahmen zu bewegen, bevor es zu sp&auml;t sein w&uuml;rde. Und wie sie, als all das nicht fruchtete, mit Aktivisten und Bewegungen die &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r sich zu gewinnen suchten. Anders als man heute denken mag, wurde die Frage des Klimawandels in den 80er-Jahren nicht entlang parteipolitischer Grenzen verhandelt. Konservative Republikaner entdeckten den Konservatismus im Schutz der Natur. George Bush senior startete mit der Ansage, er sei Umweltsch&uuml;tzer, in seinen Wahlkampf, und wer nichts gegen den Treibhauseffekt tun zu k&ouml;nnen meine, vergesse den Wei&szlig;-Haus-Effekt, w&auml;hrend der demokratische Kandidat die Zukunft in der Ausweitung der &Ouml;lf&ouml;rderung und kohlebasierter Energiegewinnung sah. Selbst Exxon und die Kohleindustrie gingen davon aus, ihre Gesch&auml;ftsmodelle in Zukunft umstellen zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000101281915\/Losing-Earth-Die-Erde-ist-bald-Geschichte\">Der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sponsoring statt Parteispenden<\/strong><br>\nDaimler will vorerst nicht mehr an Parteien spenden &ndash; CDU-Politiker Barei&szlig; findet das &ldquo;demokratiegef&auml;hrdend&rdquo;. Doch Daimler liegt damit im Trend: Viele Unternehmen verlegen sich lieber aufs Sponsoring. (&hellip;)<br>\nEine Spendenobergrenze gibt es in Deutschland nicht. Ab 50.000 Euro muss die Spende sofort dem Deutschen Bundestag gemeldet und ver&ouml;ffentlicht werden.<br>\nDie Organisation Lobbycontrol fordert noch mehr Transparenz. Mitarbeiterin Christina Deckwirth findet die drei S&auml;ulen der Parteienfinanzierung ausdr&uuml;cklich gut. Sie w&uuml;rde nur die H&ouml;he der erlaubten Spenden begrenzen. Denn es ist ihrer Ansicht nach &ldquo;vielmehr demokratiegef&auml;hrdend, wenn aus der Autoindustrie &uuml;ber Jahre hinweg Millionenbetr&auml;ge an die Parteien geflossen sind.&rdquo; (&hellip;)<br>\nParteispenden haben einen schlechten Ruf, mit dem Unternehmen wie Daimler nun eben nichts mehr zu tun haben wollen. Zumindest nicht auf diese Art und Weise. Denn die Firmen haben nach der Beobachtung von Lobbycontrol l&auml;ngst einen anderen Weg gefunden, um Parteien zu unterst&uuml;tzen, ohne dass das gleich an die Bundestagsverwaltung geht: Sponsoring.<br>\nLobbycontrol beobachte schon lange, dass Konzerne wie Daimler und BMW ihre Ausgaben &ldquo;umschichten&rdquo;, sagt Deckwirth. Das sei auch viel einfacher als die streng kontrollierten Spenden &ndash; denn Sponsoring sei von der Steuer absetzbar.<br>\nWie Sponsoring funktioniert, l&auml;sst sich am Wochenende bei der FDP in Berlin beobachten: Wer zum Parteitag der Liberalen will, muss erstmal am nagelneuen Audi-Modell vorbei, Reemtsma verteilt Zigaretten, die Sparkasse kocht Kaffee. Die l&auml;ngste Schlange steht bei Huawei: Dort gibt es umsonst Wei&szlig;wein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/daimler-parteispenden-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: abgeordnetenwatch.de zeigt Foto der FDP-Parteitags-Sponsoren<\/strong><br>\nAlle die Unternehmen, die den FDP-Bundesparteitag unterst&uuml;tzen (&hellip;)<br>\nDabei einige der Gro&szlig;spender der Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/abgeordnetenwatch.de\/photos\/a.10152681865074517\/10158568703559517\/?type=3&amp;theater\">abgeordnetenwatch.de via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Bahnchef krank &ndash; Bahn stellt kompletten Betrieb bis Ende der Woche ein<\/strong><br>\nDas ist aber &auml;rgerlich! Weil Bahnchef Richard Lutz mit Grippe im Bett liegt und arbeitsunf&auml;hig ist, muss die Deutsche Bahn den kompletten Betrieb leider bis Ende der Woche einstellen. Reisenden wird empfohlen, derweil auf Taxis, &ouml;ffentlichen Nahverkehr und Busse auszuweichen.<br>\n&ldquo;Leider hat sich Richard Lutz heute Morgen &uuml;berraschend krank gemeldet&rdquo;, erkl&auml;rte eine Bahn-Sprecherin. &ldquo;Er liegt mit Fieber und Sch&uuml;ttelfrost im Bett. So kurzfristig war es uns jedoch nicht m&ouml;glich, einen Ersatz zu organisieren, der das Unternehmen an seiner statt leiten k&ouml;nnte.&rdquo;<br>\nDaher stehen w&auml;hrend der kommenden Tage bundesweit alle Z&uuml;ge still. Auch der G&uuml;terverkehr muss auf unbestimmte Zeit ruhen, denn wann genau der Betrieb wieder aufgenommen wird, ist unklar.<br>\n&ldquo;Wir hoffen sehr, dass Bahnchef Lutz bis Freitag oder Samstag wieder fit ist&rdquo;, so die Sprecherin. &ldquo;Langfristig bem&uuml;hen wir uns, jemanden als Ersatzbahnchef anzulernen, um derartige Ausf&auml;lle k&uuml;nftig auszuschlie&szlig;en.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2019\/04\/bahnchef-krank.html\">Der Postillion<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-51317","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51317","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51317"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51317\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51320,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51317\/revisions\/51320"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51317"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}