{"id":5135,"date":"2010-04-12T09:22:48","date_gmt":"2010-04-12T07:22:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5135"},"modified":"2010-04-12T09:22:48","modified_gmt":"2010-04-12T07:22:48","slug":"hinweise-des-tages-1117","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5135","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Jagd auf Zocker; Bayern LB &uuml;ber den Tisch gezogen; Griechenlands Bail-Out; Sockelarmut in Europa; welch ein Unterschied zum Deutschen Michel; Blutleerer Aufschwung; ein J&uuml;nger Carl Schmitts als Milit&auml;rberater von Angela Merkel; Ungarns Faschisten auf dem Vormarsch; TV-Tipp; Song. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Kreditausfallversicherungen: &Ouml;konom fordert Jagd auf Zocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Hypo Alpe Adria: 800 Millionen zu viel bezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Griechenlands Bail-Out: Der Revolver ist geladen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">In Europa bildet sich eine Sockelarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Auszubildende unf&auml;hig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Bildungskrise: Die Arroganz der Akademikereltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die teure Angst vor der Unterschicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Krise, Restrukturierung und Gute Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Island: Welch ein Unterschied zum Deutschen Michel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Das Kapital: Blutleerer Aufschwung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Energieversorgung: Russisches Roulette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Berliner Wohnungsunternehmen: Heuschrecken machen Kasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Wirtschaft im Unterricht: Schlechte Noten f&uuml;r die Schulb&uuml;cher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Riestern lohnt sich f&uuml;r jeden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Erzbistum K&ouml;ln &ndash; Kirchensteuerr&uuml;ckzahlung f&uuml;r den Multimillion&auml;r Hans Esser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Kosten f&uuml;r Therapie nach Missbrauch: Katholische Kirche zahlt nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">&Auml;rztemisere: Doktor auf R&auml;dern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Kommentar zur Sipri-Liste: Denkanst&ouml;&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Ein J&uuml;nger Carl Schmitts als Milit&auml;rberater von Angela Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Alexander von Lucke: Zehn Jahre Merkel und das Dilemma der CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Sponsoring &ndash; Fragw&uuml;rdige Gesch&auml;fte mit der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Ungarns Faschisten auf dem Vormarsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Kaum gute Nachrichten aus den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Wikileaks: Die Medien haben versagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">TV-TippNeues aus der Anstalt: Nach der Wahl ist vor der Wahl! Priol und Schramm betreiben satirisches &bdquo;Wahlwatching&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Zu guter letzt: Songs von Thorsten Hildt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5135&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kreditausfallversicherungen: &Ouml;konom fordert Jagd auf Zocker<\/strong><br>\nChef&ouml;konom Heiner Flassbeck hat ein Rezept, wie die EU teuflischen Spekulanten das Handwerk legen k&ouml;nnte &ndash; und erkl&auml;rt, warum das wohl nicht passieren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/kreditausfallversicherungen-oekonom-fordert-jagd-auf-zocker_aid_488301.html\">FOCUS<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hypo Alpe Adria: 800 Millionen zu viel bezahlt<\/strong><br>\nNeue Dokumente erh&auml;rten den Verdacht, dass die BayernLB beim Kauf der Hypo Alpe Adria gekl&uuml;ngelt hat: Der Deal machte einige Privatinvestoren noch reicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F04%2F09%2Fa0124&amp;cHash=eea554b68f\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenlands Bail-Out: Der Revolver ist geladen<\/strong><br>\nUm ein Finanzloch f&uuml;r Athen zu vermeiden, sahen sich die anderen Euro-Mitglieder zum Handeln gezwungen. Sie wollten ein deutliches Signal an die M&auml;rkte senden und legten deshalb noch vor &Ouml;ffnung der internationalen Finanzm&auml;rkte am Montag die Details einer Hilfe fest, die bereits die EU-Regierungschefs beschlossen hatten. Demnach kann Griechenland dieses Jahr von den anderen Euro-Staaten Kredite von bis zu 30 Milliarden Euro erbitten. Dazu kommen Darlehen vom Internationalen W&auml;hrungsfonds. In den n&auml;chsten Jahren sind weitere Kredite der Euro-Staaten m&ouml;glich, sagte der luxemburgische Regierungschefs Jean-Claude Juncker, Chef der Eurogruppe. Dies bedeutet, dass das Geld zwar jetzt noch nicht flie&szlig;t, aber sofort beansprucht werden kann. Es handelt sich wohl um einen letzten Versuch, die Anleger zu beruhigen und die Marktzinsen zu reduzieren, ohne dass die Euro-Staaten tats&auml;chlich Kredite vergeben m&uuml;ssen. Eurogruppen-Chef Juncker versuchte trotz des deutlichen Unterschieds zu den Marktzinsen den Eindruck zu erwecken, als handle es sich bei den Krediten nicht um eine Subvention. Auf Dr&auml;ngen Deutschlands und der Europ&auml;ischen Zentralbank hatten die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel beschlossen, dass die Nothilfe keine &ldquo;Subventionselemente&rdquo; enthalten d&uuml;rfe. Mit dem Beschluss vom Sonntag hat Deutschland tendenziell nachgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/139\/508285\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist das Ganze eine Subvention, und damit wurde gegen die die im Maastrichtregime verankerte No-Bail-Out-Klausel versto&szlig;en. Die Kreditkosten Griechenlands lagen mit 7,35 Prozent zuletzt &uuml;ber denjenigen Rum&auml;niens oder mancher afrikanischer Staaten. Die jetzt vereinbarten 5 Prozent entsprechen dem derzeitigen Interbanken Zins. Damit soll wohl ein irgendwie marktgerechter Preis signalisiert werden, aber die Differenz zur Bewertung durch den Markt ist doch betr&auml;chtlich. Die Eurostaaten m&uuml;ssen jetzt in aller Eile den Stabilit&auml;tspakt &uuml;berarbeiten, denn jedermann kann nach diesem Versto&szlig; gegen Maastricht vor die nationalen Verfassungsgerichte ziehen. &ndash; Sinnvoll w&auml;re es, den ganzen Maastrichtvertrag dem M&uuml;ll der Geschichte zu &uuml;berantworten und neu anzufangen: Die W&auml;hrungsunion endlich mit Elementen einer politischen Union auszustatten, aber auch Sorge zu tragen, dass die vielen osteurop&auml;ischen &bdquo;Griechenlands&ldquo; erst bei einer entsprechenden wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit in die W&auml;hrungsunion aufgenommen werden k&ouml;nnen. Aber dies ist ein weites Feld, vorerst muss sich Europa auf einen Angriff der Spekulation auf Portugal oder Spanien wappnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Letztlich geht es aber auch hier wieder nur darum, auf Steuerzahlers Kosten die Zahlungsf&auml;higkeit und damit die Kredite von Gl&auml;ubigerbanken abzusichern. Warum soll eigentlich das komplette Risiko immer von den Steuerzahlern getragen werden? Warum sollen die fr&uuml;heren Kreditgeber keinerlei Risiko &uuml;bernehmen und nicht ggf. auch einen Teil ihrer Kredite abschreiben m&uuml;ssen? Warum setzt man sich nicht wenigstens mit den Gl&auml;ubigerbanken Griechenlands zusammen und verhandelt in einem Notfallplan nicht einen Schuldenerlass, zu dem auch die Banken einen fairen Beitrag leisten? Zu einem Kredit geh&ouml;ren immer zwei: Einer, der den Kredit nimmt, und einer, der ihn gew&auml;hrt und damit auch ein gewisses Risiko eingeht.<\/em> <\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wenn Geld f&uuml;r Griechenland flie&szlig;t, klage ich<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsprofessor Joachim Starbatty &uuml;ber die Krise der W&auml;hrungsunion und einen Ausweg f&uuml;r Athen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,3082229?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Klage, die Joachim Starbatty, Wilhelm Hankel, Wilhelm N&ouml;lling und Karl Albrecht Schachtschneider beim Bundesverfassungsgericht gegen den Vertrag von Amsterdam zur Einf&uuml;hrung des Euro einreichte (1998), war zwar nicht erfolgreich. Allerdings st&uuml;tzt sich die geplante Klage laut Presseberichten auch auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Maastricht-Vertrag (1993), die u.a. dahingehend interpretiert wird, dass Deutschland die W&auml;hrungsunion verlassen muss, wenn andere Eurol&auml;nder die budget&auml;re Disziplin derart missachten, dass die deutschen Steuerzahler f&uuml;r ihre Schulden <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/554258\/print.do\">einstehen m&uuml;ssten<\/a>. Im Urteil zum Vertrag vom Maastricht hei&szlig;t es u.a.: &ldquo;Der Vertrag setzt langfristige Vorgaben, die das Stabilit&auml;tsziel zum Ma&szlig;stab der W&auml;hrungsunion machen, die durch institutionelle Vorkehrungen die Verwirklichung dieses Ziels sicherzustellen suchen und letztlich &ndash; als ultima ratio &ndash; beim Scheitern der Stabilit&auml;tsgemeinschaft auch einer L&ouml;sung aus der Gemeinschaft nicht entgegenstehen.&rdquo; (<a href=\"http:\/\/www.servat.unibe.ch\/dfr\/bv089155.html\">BVerfGE 89, 155, Absatz 147<\/a>)<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal ein Beispiel f&uuml;r die &ouml;konomistische Verbohrtheit von sog. Star&ouml;konomen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;In Europa bildet sich eine Sockelarmut&rdquo;<\/strong><br>\nArmutsforscherin Barbara Riedm&uuml;ller spricht mit dem Tagesspiegel &uuml;ber die Politik geringer L&ouml;hne: &bdquo;Dass Politiker so naiv sind, dass sie die Mitnahmeeffekte durch die Arbeitgeber nicht vorhergesehen haben, kann ich nicht glauben. Ein Beispiel: Ich kenne eine Frau, die im Hotelgewerbe arbeitet und in eine andere Stadt wechseln wollte. Auf ihre Bewerbungen hin wurde ihr mehrfach geantwortet, sie solle sich erst arbeitslos melden, dann w&uuml;rde sie eingestellt. Auf diese Weise h&auml;tte der Arbeitgeber Geld gespart, weil ein Teil des Lohnes vom Staat bezuschusst worden w&auml;re. F&uuml;r die Unternehmen sind viele dieser Regelungen eine gigantische Subventionspolitik.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Barbara-Riedmueller-Niedrigloehne;art271,3081076\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Auszubildende unf&auml;hig?<\/strong><br>\nHeute hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag mal wieder eine Befragung ver&ouml;ffentlicht, die beweisen soll, dass die heutige Generation von Auszubildenden f&uuml;r eine Ausbildung gr&ouml;&szlig;tenteils nicht zu gebrauchen sei. Wichtig dabei zu beachten ist, dass es sich hierbei nicht um eine wissenschaftliche Studie mit validen Ergebnissen handelt, sondern lediglich um eine Befragung. Die darin enthaltenen Fragen und die darauf gegebenen Antworten sind entsprechend sehr kritisch zu betrachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitslog.wordpress.com\/2010\/04\/08\/auszubildende-unfaehig\/\">Arbeitskreis Arbeit der StipendiatInnen der Friedrich-Ebert-Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Aus dem Bericht des Deutschen Industrie- und Handelskammertags &uuml;ber die Umfrage werden beim schnellen Querlesen falsche Schlussfolgerungen gezogen. Auf den obigen, eigentlich kritischen Seiten hei&szlig;t es etwa: &bdquo;So sprechen sich 74% aller Betriebe daf&uuml;r aus, dass Schulabg&auml;ngerInnen eine &ldquo;mangelhafte Ausbildungsreife&rdquo; aufweisen w&uuml;rden.&ldquo; Die <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/wirtschaft_nt\/article7095873\/Jeder-Fuenfte-nicht-ausbildungsreif.html\">WELT berichtete<\/a> in &auml;hnlicher Weise: &bdquo;Hingegen wird von 74 Prozent die mangelnde Qualifikation der Schulabg&auml;nger als gr&ouml;&szlig;tes Ausbildungshemmnis genannt.&ldquo; Doch was steht wirklich in der Studie? &bdquo;Drei Viertel der Unternehmen, die Ausbildungshemmnisse beklagen, stellen bei den Schulabg&auml;ngern Defizite bei der Ausbildungsreife fest.&ldquo; Da nur etwa jedes zweite Unternehmen Ausbildungshemmnisse beklagt, sind das nur 37% aller befragten Unternehmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bildungskrise: Die Arroganz der Akademikereltern<\/strong><br>\nKommentar Mangelnde Ausbildungsreife &ndash; in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden h&ouml;ren wir die Klagen aus der Wirtschaft. Schuld ist das Schulsystem. Dass es keine Abhilfe gibt, liegt aber nicht prim&auml;r an den Politikern &ndash; sondern am Widerstand vieler Eltern.<br>\nDas deutsche Schulsystem ist den Anforderungen unserer modernen Wissensgesellschaft nicht gewachsen. Die vierklassige Grundschule, nach der Kinder im Alter von neun oder zehn Jahren selektiert werden, ist mehr als sechzig Jahre alt und spiegelt nicht die Realit&auml;t unserer Gesellschaft wider.<br>\nErziehungswissenschaftler wissen das und die positiven Beispiele aus Staaten mit einem reformierten Schulsystem belegen es. Die regelm&auml;&szlig;igen Klagen der Wirtschaft und j&uuml;ngst des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) &uuml;ber die mangelnde Ausbildungsf&auml;higkeit von Schulabg&auml;ngern sprechen eine deutliche Sprache: Das alte System funktioniert nicht mehr.<br>\nDennoch wird in Deutschland nichts getan &ndash; weil m&ouml;gliche Reformen am Widerstand vieler Eltern scheitern. Sie gehen lieber, wie aktuell in Hamburg mit einem Volksentscheid, gegen die Aufweichung des Status quo auf die Stra&szlig;e. Sie f&uuml;rchten um den sozialen Status. Denn die Eltern, die sich lautstark gegen jede Reform wehren, wollen ihren Nachwuchs auf dem Gymnasium sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:bildungskrise-die-arroganz-der-akademikereltern\/50098075.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Vielleicht werden gerade wirtschaftliche Interessen zum Treiber einer sozial gerechten Schulreform und f&uuml;r mehr Geld f&uuml;r die Bildung. Sch&ouml;n, dass der Artikel nicht nur mit Schlagworten wie &ldquo;Wissensgesellschaft&rdquo; und &ldquo;zukunftsf&auml;hig&rdquo; um sich wirft, sondern auch das sch&ouml;ne Wort &ldquo;Chancengleichheit&rdquo; enth&auml;lt und auf die negativen Auswirkungen der &ldquo;Abgrenzung nach unten&rdquo; hinweist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die teure Angst vor der Unterschicht<\/strong><br>\nDas ist ein w&uuml;tendes Buch. Und irgendwann packt einen auch beim Lesen Wut &uuml;ber das, was hier beschrieben wird. Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrrespondentin der Berliner &bdquo;Tageszeitung&ldquo;, zeichnet ein Bild der deutschen Gesellschaft, das man sich durch Lekt&uuml;re der Wirtschaftsseiten der Zeitungen eher nicht machen kann. Sie schildert ein Land, das sich zwar gern als &bdquo;nivellierte Mittelstandsgesellschaft&ldquo; (Helmut Schelsky) sieht, in Wirklichkeit aber &bdquo;extrem ungleich&ldquo; ist. Dabei klagt Herrmann diese Unterschiede nicht an, sie besch&auml;ftigt sich schlicht mit den Kosten und st&ouml;&szlig;t dabei auf ein geradezu perfektes System, das die Reichen fast immer schont und die Mittelschicht zur Kasse bittet, genauer: die Schicht mit Einkommen zwischen monatlich 1000 und 2000 Euro netto f&uuml;r Singles und zwischen 2100 und 4600 Euro f&uuml;r Familien mit zwei kleinen Kindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/literatur\/art138,3081997?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krise, Restrukturierung und Gute Arbeit<\/strong><br>\nDer Finanzmarktkapitalismus hat sich trotz seiner &raquo;gro&szlig;en Krise&laquo; stabiler als erwartet erwiesen. F&uuml;r eine gewerkschaftliche Strategie der Krisen&uuml;berwindung wirft dies viele Fragen auf, die auch die Arbeitspolitik betreffen. Dieser Beitrag argumentiert f&uuml;r die Aktualisierung einer Guten-Arbeit-Strategie unter Krisenbedingungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/artikel.php?r=2&amp;p=2010_04\">www.sozialismus.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Island: Welch ein Unterschied zum Deutschen Michel<\/strong><br>\nEin Student und Mitglied der M&uuml;lheimer B&uuml;rger-Initiativen (MBI), der zurzeit in Island ein Auslandssemester verbringt, hat der Neuen Rheinischen Zeitung einen &bdquo;gnadenlos subjektiven&ldquo; Beitrag zu dem EU-weit f&uuml;r Schlagzeilen sorgenden Referendum geschickt. Im Ergebnis dieses Volksentscheids, dessen Aufruf &bdquo;Vi&eth; segju NEI&ldquo; (&bdquo;Wir sagen Nein&ldquo;) 93.2 Prozent der beteiligten 62.72 Prozent aller Wahlberechtigten zustimmten, sieht Matthias Kokorsch nicht nur einen Erfolg, weil die Isl&auml;nder damit den Plan ihrer Regierung ablehnten, f&uuml;r die Pleite der Bank Icesave eine &uuml;berzogene Milliarden Euro-Entsch&auml;digung an Gro&szlig;britannien und die Niederlande zu zahlen. Mit ihrem ersten Volksentscheid seit der Unabh&auml;ngigkeit von D&auml;nemark im Jahr 1944 h&auml;tten die Isl&auml;nder nahezu einstimmig auch ein &bdquo;Hoch auf die direkte Demokratie&ldquo; ausgerufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=14906&amp;css=print\">NRhZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die &Uuml;berschrift dieses Hinweises entnahmen wir einer Anregung des NDS-Leser J.L..<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Kapital: Blutleerer Aufschwung<\/strong><br>\nKonsumg&uuml;terauftr&auml;ge wie im Februar 2009, Einzelhandelsums&auml;tze und Autozulassungen niedriger als in der schlimmsten Phase der Krise, Bauauftr&auml;ge um mehr als die H&auml;lfte unter ihrem vormaligen Spitzenniveau. Ein sch&ouml;ner Aufschwung ist das.<br>\n[&hellip;] Angesichts der fortlaufenden Sparbem&uuml;hungen in vielen Betrieben und der damit verbundenen Perspektiven f&uuml;r die Einkommensentwicklung fragt es sich da trotz der Abgabenentlastungen nach wie vor, wo denn die Endnachfrage herkommen soll, auf welche die Firmen offenbar setzen. Die hiesigen Einzelhandelsums&auml;tze (ohne Kfz) jedenfalls sind bis zuletzt f&uuml;rchterlich mau geblieben. Im Trend waren die deutschen Autoneuzulassungen im M&auml;rz weit niedriger als vor Einf&uuml;hrung der Verschrottungspr&auml;mie. Und die Bauauftr&auml;ge sind trotz aller Konjunkturpakete so schwach, als w&auml;ren wir mitten in der Rezession.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-blutleerer-aufschwung\/50097973.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Leser J.A.:<\/strong> Die n&auml;chste Gesundbeterei des Binnenmarkts durch die GfK und die Regierung ist sicher nicht mehr weit &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Energieversorgung: Russisches Roulette<\/strong><br>\nDie Machtspiele an der Ostsee-Pipeline legen die Defizite der EU-Politik offen: Die Versprechen einer gemeinsamen Energiestrategie sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.<br>\nEU-Mitglieder werkeln am liebsten alleine vor sich hin. Der Nationalismus von Franzosen und Spaniern, die ihre Versorgung um keinen Preis aufgeben wollen, ist da nicht besser als der deutsche Alleingang in der Ostsee. Europa wirkt wie ein Mietshaus, in dem jede Partei ihren eigenen &Ouml;llaster bestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/73\/508221\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Interessant, auch wenn ich die Sorge um eine sichere Energieversorgung f&uuml;r &uuml;bertrieben und f&uuml;r einen Vorwand halte, um anders motivierte au&szlig;enpolitische Interventionen zu legitimieren. Wer bezahlen kann, wird auch in Zukunft Energie geliefert bekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Berliner Wohnungsunternehmen: Heuschrecken machen Kasse<\/strong><br>\nEs k&ouml;nnte der gr&ouml;&szlig;te B&ouml;rsengang einer Immobilienfirma seit Jahren werden: Finanzinvestoren verscherbeln die Berliner Gesellschaft GSW. Auf die Mieter k&ouml;nnten h&ouml;here Zahlungen zukommen. Der klamme rot-rote Senat hat die Pl&auml;ne abgesegnet &ndash; obwohl versch&auml;rfter Renditedruck und weitere Mieterh&ouml;hungen drohen.<br>\nDie Privatisierung von Wohnungsunternehmen ist in der Mieterstadt Berlin seit langem politisch heftig umstritten. Die Regierung von SPD und Linkspartei unter dem Regierenden B&uuml;rgermeister Klaus Wowereit hat trotz gro&szlig;er Finanznot weitere Verk&auml;ufe auf Eis gelegt.<br>\nDer fr&uuml;here Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD), inzwischen Bundesbank-Vorstand, setzte zuvor durch, dass die hoch verschuldete Hauptstadt neben der GSW mit der Gehag ein weiteres gro&szlig;es Mietwohnungsunternehmen versilberte. Das stie&szlig; auf massive Kritik von Mieter- und Sozialverb&auml;nden, klassische Klientel der beiden Regierungsparteien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2522907_Berliner-Wohnungsunternehmen-Heuschrecken-machen-Kasse.html\">FR<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Kommentar: Kurzsichtig<\/strong><br>\nDer geplante B&ouml;rsengang der Berliner Wohnungsgesellschaft GSW ist ein weiterer Beleg f&uuml;r mangelnde politische Verantwortung und Weitsicht. Schon der Verkauf der einst kommunalen Gesellschaft an die Finanzinvestoren Cerberus und Whitehall war ein Fehler. Nun l&auml;sst sich der Senat aus reiner Finanznot von ihnen noch den Schutz der Mieter abkaufen. Denn den Weg f&uuml;r einen teilweisen B&ouml;rsengang macht er nicht Jahre fr&uuml;her frei, um bei der GSW selbst wieder einen starken Fu&szlig; in die T&uuml;r zu bekommen, sondern um noch mal Kasse zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2523923_Kommentar-Kurzsichtig.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wirtschaft im Unterricht: Schlechte Noten f&uuml;r die Schulb&uuml;cher<\/strong><br>\n&ldquo;&Uuml;ber Wirtschaft Bescheid zu wissen ist wichtiger denn je. Das zeigte sich besonders in der Wirtschafts- und Finanzkrise. Doch in Schulb&uuml;chern werden &ouml;konomische Themen oft sachlich falsch und einseitig behandelt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A\/Doc~E9B340E8B03F64247B8512856372CC564~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Unterst&uuml;tzers A.N.:<\/strong> Die Kritiker dieser Schulb&uuml;cher geben vor, Sachlichkeit zu vermissen; in Wahrheit monieren sie, dass die Schulb&uuml;cher nicht ihr eigenes, &ouml;konomisches Weltbild wiedergeben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Riestern lohnt sich f&uuml;r jeden?<\/strong><br>\nWie sicher ist die Altersvorsorge in Zeiten steigender Staatsschulden und drohender Inflation? Was bringt die Riester-Rente und welche Feinheiten muss ich beachten? Welche Anlagen taugen noch zur Altersvorsorge? Im Live-Chat diskutierten Handelsblatt-Leser mit f&uuml;nf Experten. Die spannendsten Fragen und Antworten lesen Sie hier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/immobilien-vorsorge\/_b=2558991,_p=17,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Unglaublich! Die Vorstandmitglieder und Abteilungsleiter von Finanzdienstleitern sowie Namensgeber und wichtigste Werbepartner der Versicherungswirtschaft werden als &ldquo;Experten&rdquo; dargestellt und d&uuml;rfen ungehemmt Werbung f&uuml;r die Riester-Rente machen. Selbst, wenn keine bestimmten Marken sondern nur bestimmte Produkte wie Banksparpl&auml;ne von den Versicherungsvertretern einzelner Unternehmen&nbsp;genannt werden, ist das nat&uuml;rlich Werbung um die Ecke. Da ist es sehr schade, dass sich Deutschlands oberster Verbrauchersch&uuml;tzer f&uuml;r so eine Runde als Feigenblatt instrumentalisieren l&auml;sst.<br>\nUnd auch die kritisch gemeinte Frage nach der Anrechenbarkeit von Riester-Renten auf die Grundsicherung im Alter muss hier im Zusammenhang gesehen werden. Walter Riester bekommt unwidersprochen die Gelegenheit, von einer Verunsicherungskampagne zu sprechen und er war sicher auf die Frage bestimmt vorbereitet. Diese gesamte Runde wirkt auf mich inszeniert. Und bei einem Live-Chat wird garantiert moderiert und etwaige Hinweise auf Interessenverflechtungen werden gefiltert; die Fragen, die ins Konzept passen, werden ausgew&auml;hlt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Erzbistum K&ouml;ln &ndash; Kirchensteuerr&uuml;ckzahlung f&uuml;r den Multimillion&auml;r Hans Esser <\/strong><br>\nBekanntlich hatte Esser auf Vorschlag des Mannesmann-Hauptaktion&auml;rs Li Kasching aus Hongkong, der durch Essers Verhandlungsf&uuml;hrung mit dem Aufk&auml;ufer Vodafon etwa 8 Milliarden Euro &bdquo;verdient&ldquo; hatte, aus der Mannesmann-Kasse eine etwas unkoschere 16-Millionen-Euro-Pr&auml;mie bekommen, zus&auml;tzlich zu seiner Abfindung von 15 Millionen, was angesichts der Tatsache, dass Esser nur ein halbes Jahr im Amt war, zus&auml;tzlich befremden k&ouml;nnte. Es stellte sich heraus: Esser hatte die milde Gabe zun&auml;chst ordentlich versteuern m&uuml;ssen. Da er als sogenannter Verantwortungs- und Leistungstr&auml;ger einen gewissen h&ouml;heren R&uuml;ckhalt braucht, ist er gleichzeitig ein gl&auml;ubiger Katholik. Deshalb hatte das Finanzamt dem Kirchenmitglied von den 30 Millionen auch die Kirchensteuer abgezogen. Das waren immerhin etwa 500.000 Euro. Das sind zwar bei diesen Millioneneinkommen nur peanuts, auf die ein guter Katholik wie Esser sicher gerne verzichtet &ndash; so k&ouml;nnte Lieschen Deutschm&uuml;ller, die z.B. als Verk&auml;uferin bei Karstadt arbeitet, meinen. Immerhin kommt er ja auf diese Weise mit sich und Gott ins Reine. Das w&auml;re aber eine Verkennung der kapitalistischen deutschen Psyche. Klaus Esser ist ja in seinem Leben so weit und hoch und zu seiner Pr&auml;mie gekommen, im Unterschied zur Karstadt-Verk&auml;uferin, weil er nicht so denkt wie Lieschen Deutschm&uuml;ller und bei seinem Denken bzw. Nichtdenken immer auch von seiner Kirche unterst&uuml;tzt wird. Deshalb auch stellte Esser beim Erzbistum K&ouml;ln den Antrag, dass ihm 50 Prozent der Kirchensteuer zur&uuml;ckerstattet werden. Die Kirche gew&auml;hre ja Lohnabh&auml;ngigen &ndash; z.B. den Verk&auml;uferinnen, die bei Karstadt entlassen werden, so argumentierte er &ndash; f&uuml;r Abfindungen auch eine solche R&uuml;ckerstattung, damit sie unter ihrer Entlassung nicht zus&auml;tzlich zu leiden haben. Esser forderte Gleichheit vor dem Gesetz.<br>\nVon Werner R&uuml;gemer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=14984\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kosten f&uuml;r Therapie nach Missbrauch: Katholische Kirche zahlt nicht<\/strong><br>\nDie katholische Kirche will Missbrauchsopfer unterst&uuml;tzen. Doch wenn es darum geht, einem Betroffenen eine erfolgte Therapie zu bezahlen, wird sie kaltschn&auml;uzig.<br>\nDer Trierer Bischof Stephan Ackermann zeigte sich zerknirscht. &ldquo;Wir wollen ansprechbar sein, wollen wissen, was erlitten wurde, und den Betroffenen bei der Aufarbeitung beistehen&rdquo;, sagte der sogenannte Missbrauchsbeauftragte der katholischen Kirche Ende M&auml;rz beim Start der kirchlichen Hotline f&uuml;r die Opfer sexuellen Missbrauchs in katholischen Einrichtungen. Er verwies auf den Beschluss der Bisch&ouml;fe von Ende Februar in Freiburg, &ldquo;den Betroffenen zu helfen&rdquo; &ndash; und betonte zugleich, er sei den Opfern &ldquo;aufrichtig dankbar&rdquo;, dass sie &ldquo;den Mut gefunden haben, zu erz&auml;hlen, was ihnen angetan wurde&rdquo;. Hohle Worte?<br>\nDarauf deutet ein Fall hin, den die taz aufgedeckt hat. Beim Bistum Essen hatte sich vor ein paar Wochen ein Berliner gemeldet, der als Siebenj&auml;hriger Ende der Sechzigerjahre Opfer mehrfachen sexuellen Missbrauchs durch einen Priester geworden war. Er bat um ein Gespr&auml;ch mit dem T&auml;ter, einem mittlerweile rund 80-j&auml;hrigen Geistlichen. Das Gespr&auml;ch fand in einem Raum des Bistums zusammen mit Vertretern der Di&ouml;zese statt.<br>\nDabei r&auml;umte der T&auml;ter zumindest teilweise den Missbrauch ein. Daraufhin forderte das Opfer das Bistum in einem Schreiben auf, die Kosten einer dreij&auml;hrigen Psychotherapie zu &uuml;bernehmen, die der Gesch&auml;digte bis 2007 auf eigene Kosten gemacht hatte &ndash; immerhin knapp 17.000 Euro. Das Opfer sagt, es sei wegen der Kosten&uuml;bernahme nicht an eine Krankenkasse herangetreten, weil es sich gesch&auml;mt habe. &ldquo;Ich wollte nicht, dass das irgendjemand wei&szlig;.&rdquo; Erst nach den j&uuml;ngsten Enth&uuml;llungen, so der Berliner, habe er sich &uuml;berwunden, bei der Kirche vorstellig zu werden.<br>\nSo schwer es dem Opfer nun fiel, beim Bistum die Kosten f&uuml;r die Therapie einzufordern, so knapp und kalt war die Antwort des Personaldezernenten darauf: &ldquo;Was die &Uuml;bernahme von Therapiekosten betrifft, so gibt es bei uns folgende Regelung: Die Kosten zur&uuml;ckliegender Therapien k&ouml;nnen nicht erstattet werden.&rdquo; Und wenn das Opfer eine neue Therapie anstrebe, m&uuml;sse diese der T&auml;ter zahlen, sollte die Krankenkasse dies nicht tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/\/1\/leben\/alltag\/artikel\/1\/katholische-kirche-zahlt-nicht\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&Auml;rztemisere: Doktor auf R&auml;dern<\/strong><br>\nMit tiefgreifenden Reformforderungen schalten sich die gesetzlichen Krankenkassen in die aktuelle Debatte &uuml;ber den &Auml;rztemangel auf dem Land ein. Aus dem GKV-Spitzenverband kommt die Forderung, die sogenannte Prim&auml;rversorgung durch Haus-, Kinder- und Frauen&auml;rzte k&uuml;nftig massiv auszubauen. Im Gegenzug drohen nach Informationen der Frankfurter Rundschau Fach&auml;rzten erhebliche Umstellungen. Die Er&ouml;ffnung eigener Praxen w&uuml;rde ihnen erschwert; sie m&uuml;ssten sich verst&auml;rkt auf Teamarbeit einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2523872_aerztemisere-Doktor-auf-Raedern.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Kommentar zur Sipri-Liste: Denkanst&ouml;&szlig;e<\/strong><br>\nSchon in Zeiten des Kalten Krieges z&auml;hlte das Sipri-Institut wegen seiner Unabh&auml;ngigkeit zu den wichtigsten Informationsquellen in R&uuml;stungsfragen. Auch jetzt sorgen die Stockholmer Friedensforscher immer wieder f&uuml;r wichtige Denkanst&ouml;&szlig;e &ndash; nicht nur als konsequente Waffenz&auml;hler, sondern auch, weil die Experten es verstehen, ihre Ergebnisse in einen gr&ouml;&szlig;eren Zusammenhang zu stellen. K&uuml;rzlich l&ouml;sten die Forscher in der Bundesrepublik heftige Debatten aus, als sie offenlegten, dass sich die deutschen R&uuml;stungsexporte verdoppelt hatten. Jetzt nehmen sie sich die gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungskonzerne der Welt vor und weisen nach, dass deren Umsatz die Wirtschaftskraft vieler Entwicklungsl&auml;nder weit &uuml;bertrifft. Entsprechend gro&szlig; ist die Macht der Waffenschmieden und ihrer Lobby.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2531432&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Ein J&uuml;nger Carl Schmitts als Milit&auml;rberater von Angela Merkel<\/strong><br>\nWer dachte, das Freund-Feind-Denken und die Verachtung f&uuml;r demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien seien eine Besonderheit der aus dem Amt geschiedenen US-Regierung von George W. Bush gewesen, hat sich get&auml;uscht. Niemand anderes als Bundeskanzlerin Angela Merkel hat seit Jahren einen erkl&auml;rten Bewunderer von Carl Schmitt, einem geistigen Ahnherrn dieser Denkschule, an ihrer Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsws.org\/de\/2010\/apr2010\/vad-a10.shtml\">WSWS\/Partei f&uuml;r Soziale Gleichheit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Alexander von Lucke: Zehn Jahre Merkel und das Dilemma der CDU<\/strong><br>\nAm 10. April wird Angela Merkel zehn Jahre CDU-Parteivorsitzende sein, davon bald f&uuml;nf als Bundeskanzlerin. Schaut man zehn Jahre zur&uuml;ck, macht ihre heutige Stellung noch immer staunen. Nach ihren ersten hundert Tagen als Parteichefin kam die Union in der demokospisch ermittelten W&auml;hlergunst auf 33 Prozent der Stimmen, zwei Prozent weniger als bei der letzten Bundestagswahl von Helmut Kohl im Jahr 1998. Und seither hat sich die Partei nur minimal verbessert; sie rangiert seit der j&uuml;ngsten Bundestagswahl bei 33,8 Prozent &ndash; das schlechteste Ergebnis der Union seit 1949. Rechnet man gar in absoluten Zahlen, hat die Union seit 2002 25 Prozent, das sind f&uuml;nf Millionen ihrer W&auml;hlerinnen und W&auml;hler, verloren.<br>\nUnd dennoch ist Angela Merkel unangefochtene Regentin der Republik, die derzeit keinerlei ernst zu nehmenden Rivalen kennt. Obschon Kanzlerin mit den historisch schlechtesten Werten, ist ihre Macht gr&ouml;&szlig;er als die Helmut Kohls je war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/april\/zehn-jahre-merkel-und-das-dilemma-der-cdu\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Sponsoring &ndash; Fragw&uuml;rdige Gesch&auml;fte mit der Politik<\/strong><br>\nDer Aufschrei war gro&szlig;, als herauskam, dass sich die CDU in Nordrhein-Westfalen von Unternehmen sponsern l&auml;sst. Doch KONTRASTE-Recherchen ergaben: Das Polit- Sponsoring ist Alltag. Ministerien und sogar der Bundespr&auml;sident lassen Veranstaltungen komplett von Privatfirmen finanzieren &ndash; und die erhalten daf&uuml;r wertvolle Publicity.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_08_04\/sponsoring___fragwuerdige.html\">RBB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Ungarns Faschisten auf dem Vormarsch<\/strong><br>\nDie rechtspopulistische Fidesz gilt in Ungarn als sicherer Wahlsieger. Die faschistische Jobbik k&ouml;nnte sogar zweitst&auml;rkste Kraft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2010%2F04%2F09%2Fa0122&amp;cHash=ae8d99efc9\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die andere Seite der Weltwirtschaftskrise macht sich auch in Ungarn bemerkbar. Ungarn beantragte als erster (2008) europ&auml;ischer Staat Kredite des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), die mit den &uuml;blichen strengen Auflagen verbunden waren. Deshalb scheut Ungarn wie der Teufel das Weihwasser die Realisierung der n&auml;chsten Tranche. Allerdings war das Wachstum der ungarischen Volkswirtschaft schon vor der Krise r&uuml;ckl&auml;ufig (2007: 1,1 Prozent; 2008: 0,6 Prozent). Einst war Ungarn das osteurop&auml;ische Musterland in neoliberaler Sicht. Hat es sich doch als erstes Land weitgehend f&uuml;r das ausl&auml;ndische Kapital ge&ouml;ffnet und die Privatisierung der Staatsbetriebe vorangetrieben. Auch erh&ouml;ht die immer noch weitverbreitete Korruption nicht die Chancengleichheit der B&uuml;rger.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ungarn: Der Seilt&auml;nzer von Budapest<\/strong><br>\nAn der Donau k&uuml;ndigt sich ein Rechtsrutsch an: Das Lager von Viktor Orb&aacute;n rechnet mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament. Den Wahlkampf aber bestimmt die extreme Jobbik-Partei.<br>\nVor der Budapester Sankt-Stephans-Basilika steht die Staatsmacht mit dem R&uuml;cken zur Wand. Drei Polizisten, postiert im Schatten eines Jugendstilpalasts, verfolgen regungslos, wie vor ihren Augen die Nationale Front marschiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,688166,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Be&auml;ngstigende politische Dynamik, verursacht durch das Versagen der &ldquo;Volksparteien&rdquo; und der politischen &ldquo;Eliten&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer aus Ungarn stammenden Leserin H.S.:<\/strong> Das Geschrei &uuml;ber den &ldquo;Rechtsruck&rdquo; bis hin zu den &uuml;blichen Keulen kann ich nur mit der SED-Kommunisten-Hetze gegen die Linkspartei vergleichen. Die FIDESZ wird genauso dem neoliberalen Dogma folgen, wie SPD\/CDU\/CSU\/GR&Uuml;NE\/FDP, und die einzige Kraft, die das verspricht, was die Mehrheit der Ungarn sich w&uuml;nscht, wird verteufelt. So, wie ich hier die Linke w&auml;hle, w&uuml;rde ich dort der Jobbik meine Stimme geben. Bitte, glauben Sie auch diesmal nicht den Meinungsmachern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/20\/Ungarn?page=3\">Die ZEIT<\/a> schrieb &uuml;ber die Jobbik:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Zur Er&ouml;ffnung von Krisztina Morvais Wahlkampf in der Stadt &Eacute;rd lie&szlig; Jobbik die Goj-Kolonne vorfahren: schwarzlederne Jungs auf schweren Motorr&auml;dern, die ihren r&ouml;hrenden Konvoi demonstrativ nach dem hebr&auml;ischen Wort f&uuml;r Nichtjuden benannt haben. Morvai sprach den &uuml;berf&uuml;llten, verz&uuml;ckten Saal an, als habe sie einen Kindergarten f&uuml;r den Fundamentalismus zu begeistern: &raquo;Liebe Unsereine! Als christliche Juristin fallen mir um Ostern immer Szenen aus der Bibel ein. Jesus wusch die F&uuml;&szlig;e seiner J&uuml;nger. Ein Zeichen von Demut. Daran fehlt es unserer Regierung &hellip; Unsere Gegner sind Erscheinungen des Satans, und wir m&uuml;ssen gegen die satanischen Kr&auml;fte k&auml;mpfen&hellip;&laquo; Drau&szlig;en verkauften die Parteifreunde der EU-Kandidatin derweil ein T-Shirt mit dem Bild von M&iacute;kl&oacute;s Horthy, Hitlers Verb&uuml;ndeten bis 1944.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Kritik am Neoliberalismus zu &uuml;ben ist Rechtsextremen Mittel zum Zweck.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Kaum gute Nachrichten aus den USA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Finanzkrise: Greenspan und die Schuld der Anderen<\/strong><br>\nAus dem Maestro wurde der Buhmann der Finanzm&auml;rkte. Vor dem US-Kongress k&auml;mpfte der Ex-Chef der amerikanischen Notenbank um seinen Ruf. Und scheiterte. Der Ausschussvorsitzende Phil Angelides hielt Greenspan einige interne Dokumente vor die Nase, aus denen hervorgeht, dass die Fed daran scheiterte, die tr&uuml;gerische Kreditvergabe einzuschr&auml;nken &ndash; obwohl sie die Macht dazu gehabt h&auml;tte. &ldquo;Sie konnten und sollten das regulieren, aber sie haben es nicht getan&rdquo;, &auml;tzte Angelides. Greenspan schien das kalt zu lassen. Zwar habe er in seiner Amtszeit &ldquo;furchtbar viele Fehler gemacht&rdquo;, Beispiele im Zusammenhang mit der Finanzkrise wollen ihm aber partout nicht einfallen. Stattdessen seien auch die Ratingagenturen Schuld, die die Risiken der Kreditpakete falsch bewertet h&auml;tten. Und die Regierung, die Fannie und Freddie dazu gedr&auml;ngt haben, m&ouml;glichst vielen Menschen zum Kauf eines Hauses zu verhelfen. Die Jungs unten auf dem Parkett der Wall Street zucken nur mit den Schultern angesichts des Auftritts, der da &uuml;ber die TV-Bildschirme flimmerte. &ldquo;Alles Bullshit&rdquo;, winkt H&auml;ndler David ab. &ldquo;Jeder gibt dem anderen die Schuld und am Ende war es niemand.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2010-04\/greenspan-kongress-untersuchungsausschuss?page=all&amp;print=true\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> U.a. hat Greenspan vor dem Ausschuss ausgef&uuml;hrt: &ldquo;Eine Finanzkrise ist definiert als ein abrupter Verfall der Verm&ouml;genspreise. Wenn die Ungleichgewichte, die einer Krise vorausgehen, f&uuml;r alle sichtbar w&auml;ren, w&uuml;rden sie durch Arbitrage verschwinden. Damit eine Krise geschieht, muss sie die Mehrheit der Marktteilnehmer und Aufseher &uuml;berraschen.&rdquo; Klarer kann der ehemalige FED-Chef nicht formulieren, dass er seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Wer, wenn nicht die Notenbanken, sollten krisenhafte Entwicklungen voraussehen und entsprechend reagieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Keine substanzielle Entspannung auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nManufacturing employment is now below where it was in 1941&mdash;not as a percentage of the total workforce, but in absolute numbers, a period when overall employment nearly quadrupled. (Manufacturing was over 30% of total employment then; now, it&rsquo;s 9%.) &hellip;<br>\nThe probability of a person unemployed in February finding a job in March fell below 20%, to an all-time low (and these numbers, using a technique borrowed from the economist Robert Shimer, go back to 1948)&hellip;<br>\nOn Thursday morning, the BLS reported that the employment picture last September was even worse than we realized. The regular monthly numbers told us that 6.4 million jobs were lost between September 2008 and September 2009. The full-coverage version now tells us that the true loss was 7.1 million. Things looked pretty bad before; now they look even worse.<br>\nAll signs are that the job market is beginning to improve, as the March figures showed. But, like I said, we&rsquo;re in a deep hole&mdash;and now we know it&rsquo;s an even deeper hole than we thought&mdash;and it&rsquo;s going to take a very long time to climb out of this one. Further evidence of why we need a jobs program, which our president and Congress aren&rsquo;t about to give us.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doughenwood.wordpress.com\/2010\/04\/05\/radio-commentary-april-1-2010\/\">Left Business Oberserver (Doug Henwood)<\/a><\/li>\n<li><strong>20 Tage, die Amerika verwandelten<\/strong><br>\nDie Siegeszuversicht br&ouml;ckelt. Die Republikaner wollten in New Orleans Kraft f&uuml;r den Kongresswahlkampf tanken &ndash; aber ihre St&auml;rke scheint nachzulassen. Die Gesundheitsreform ist nicht pl&ouml;tzlich popul&auml;r geworden. Aber Obama hat gezeigt, dass er das Land ver&auml;ndern kann. Seit die Reform verabschiedet ist, l&auml;sst sich zudem nicht mehr so gut Stimmung gegen sie machen. Immer mehr B&uuml;rger sehen, dass sie ihnen Vorteile bringt: Studenten k&ouml;nnen l&auml;nger mit ihren Eltern versichert bleiben, Versicherungen d&uuml;rfen Kunden nicht mehr wegen gesundheitlicher Vorbelastung ablehnen. Jetzt f&uuml;rchten die Republikaner, dass ihre Gegenkampagne doch nicht als Erfolgsrezept taugt. Ein Zeichen der Verunsicherung: Mitt Romney, der 2012 Pr&auml;sidentschaftskandidat werden will, traute sich nicht, in New Orleans zu reden. Als Gouverneur in Massachusetts hatte er eine &auml;hnliche Reform eingef&uuml;hrt, nun aber gegen Obamas Plan gewettert. Auch die N&auml;he zur &bdquo;Tea Party&ldquo; hat pl&ouml;tzlich ihre T&uuml;cken. Deren Anh&auml;nger wollen nicht Erf&uuml;llungsgehilfen der Konservativen sein, sondern umgekehrt die Republikaner auf Linie bringen. Vielerorts stellen sie eigene Gegenkandidaten auf oder unterst&uuml;tzen rechte Wettbewerber gegen moderate republikanische Amtsinhaber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/international\/US-Republikaner-New-Orleans;art123,3080478?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Bush-Regierung und Guantanamo W. wie Willk&uuml;r<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here US-Pr&auml;sident George W. Bush und seine engsten Mitarbeiter haben einem Zeitungsbericht zufolge von der Unschuld der meisten Guantanamo-Gefangenen gewusst, diese aber aus politischen Gr&uuml;nden weiter in Haft gelassen. Wie die britische Tageszeitung The Times an diesem Freitag berichtete, erkl&auml;rte das der damalige Stabschef des ehemaligen US-Au&szlig;enministers Colin Powell, Lawrence Wilkerson, in einer Stellungnahme f&uuml;r die Klage eines Sudanesen, der in Guantanamo einsa&szlig;. Cheney und Rumsfeld bef&uuml;rchteten demnach, dass andernfalls die &ldquo;unglaublich verworrenen&rdquo; Umst&auml;nde der Gefangennahme vieler Terrorverd&auml;chtigen bekannt werden k&ouml;nnten. Laut Wilkerson wurden viele sp&auml;tere Guantanamo-Insassen von afghanischen und pakistanischen Sicherheitskr&auml;ften gegen Bargeld an die USA ausgeliefert, obwohl es kaum oder gar keine belastenden Beweise gegen sie gab. In Gespr&auml;chen mit seinem damaligen Chef Powell habe er erfahren, dass dieser der Meinung war, nicht nur Cheney und Rumsfeld st&uuml;nden hinter den Entscheidungsfindungen zu Guantanamo, sondern auch Bush, erkl&auml;rte Wilkerson. Laut Times billigte Powell die f&uuml;r die Klage abgegebene Erkl&auml;rung seines fr&uuml;heren Mitarbeiters.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/28\/508176\/text\/print.html\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.timesonline.co.uk\/tol\/news\/world\/us_and_americas\/article7092435.ece\">Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Wikileaks: Die Medien haben versagt<\/strong><br>\nDie Ver&ouml;ffentlichung des Videos aus einem der beiden Apache-Kampfhelikopter, die 2007 eine Gruppe Zivilisten im Irak niederm&auml;hten, ist nicht nur eine beispiellose Blamage f&uuml;rs Pentagon &ndash; sondern auch und vor allem f&uuml;r die US-Mainstreammedien. Entweder sie hatten das Video nicht &ndash; weil ihnen die Whistleblower nicht mehr trauen -, oder sie hatten es und ver&ouml;ffentlichten es nicht. Beides ist eine journalistische Bankrotterkl&auml;rung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/netzwertig.com\/2010\/04\/07\/wikileaks-die-medien-haben-versagt\/\">netzwertig.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>TV-Tipp: Neues aus der Anstalt: Nach der Wahl ist vor der Wahl! Priol und Schramm betreiben satirisches &bdquo;Wahlwatching&ldquo;<\/strong><br>\nUrban Priol und Georg Schramm begeben sich zum 34. Mal auf ihre satirische Monatsvisite. Zur Kurztherapie werden in die Anstalt &ldquo;eingeliefert&rdquo;: Hagen Rether, Helmut Schleich und Christian Ehring.<br>\nDienstag, 13.04.2010 um 22:15 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/31\/0,1872,4291327,00.html?dr=1\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Zu guter letzt: Songs von Thorsten Hildt<\/strong><br>\n&hellip;doch Du bist nur reich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/thorsten-hild.bloggospace.de\/101405\/doch-Du-bist-nur-reich\/\">thorsten-hild.bloggospace.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Jagd auf Zocker; Bayern LB &uuml;ber den Tisch gezogen; Griechenlands Bail-Out; Sockelarmut in Europa; welch ein Unterschied zum Deutschen Michel; Blutleerer Aufschwung; ein J&uuml;nger Carl Schmitts als Milit&auml;rberater von Angela Merkel; Ungarns Faschisten auf dem Vormarsch; TV-Tipp; Song. 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