{"id":51362,"date":"2019-04-30T16:48:28","date_gmt":"2019-04-30T14:48:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51362"},"modified":"2019-05-03T07:34:18","modified_gmt":"2019-05-03T05:34:18","slug":"leser-mails-zur-seidenstrasse-notwendige-kommentierung-und-der-versuch-einer-einordnung-in-jedem-fall-eine-fantastische-pr-idee-chinas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51362","title":{"rendered":"Leser-Mails zur Seidenstra\u00dfe, notwendige Kommentierung und der Versuch einer Einordnung. In jedem Fall eine fantastische PR-Idee Chinas"},"content":{"rendered":"<p>Es gab viele Leserbriefe zum einschl&auml;gigen Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50096\">Seidenstra&szlig;e. Gl&auml;nzende Augen dank der &uuml;blichen Gedankenlosigkeit<\/a>&ldquo;. Es gab zustimmende und heftig ablehnende Leserbriefe. Da der Artikel vom 12. M&auml;rz offensichtlich provozierend formuliert war, reagierten einige NDS-Leser entsprechend heftig. Ich war also entweder unh&ouml;flich oder ich habe einen Kern getroffen, n&auml;mlich die ein ganzes St&uuml;ck weit irrationale Bewunderung f&uuml;r das Projekt Seidenstra&szlig;e. Kritisch reagiert haben auch Menschen, deren Grundanliegen ich teile. Dieses hatte ich im zweiten Absatz meines Beitrags schon formuliert: &bdquo;Die Seidenstra&szlig;e kann ein v&ouml;lkerverbindendes Projekt werden, das zudem vielen Menschen in bisher darniederliegende Volkswirtschaften zwischen China und Europa Arbeit und Brot bringen k&ouml;nnte.&ldquo;  Manche Leser haben diese positive Einlassung vermutlich &uuml;berlesen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3554\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-51362-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190502_Leser-Mails_und_ein_Versuch_der_Einordnung_zur_Seidenstrasse_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190502_Leser-Mails_und_ein_Versuch_der_Einordnung_zur_Seidenstrasse_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190502_Leser-Mails_und_ein_Versuch_der_Einordnung_zur_Seidenstrasse_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190502_Leser-Mails_und_ein_Versuch_der_Einordnung_zur_Seidenstrasse_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=51362-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190502_Leser-Mails_und_ein_Versuch_der_Einordnung_zur_Seidenstrasse_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190502_Leser-Mails_und_ein_Versuch_der_Einordnung_zur_Seidenstrasse_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Leserbriefzusammenstellung hat lange auf meinem Computer geruht. Tut mir leid. Aber das hat auch etwas Gutes, denn mit der Konferenz zum Thema, die in der vergangenen Woche in Peking stattfand, ist das Thema noch einmal richtig pr&auml;sent geworden. Zur Berichterstattung von der Konferenz hier beispielhaft ein Artikel bei <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-04\/neue-seidenstrasse-milliardenabschluesse-gipfel-xi-jinping\">Zeit Online<\/a> und einer aus der S&uuml;ddeutschen Zeitung <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/china-seidenstrasse-peking-1.4422978\">&bdquo;Vorfahrt auf der Seidenstra&szlig;e&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Ich werde im Folgenden zun&auml;chst auf einige Hauptargumente eingehen und dann werden Leserbriefe nacheinander wiedergegeben, nur im Notfall mit einer Anmerkung versehen. <\/p><p><strong>Anmerkungen zur Diskussion um das Projekt Seidenstra&szlig;e:<\/strong><\/p><ol type=\"A\">\n<li>Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass es sich hier nicht zuallererst um ein verkehrspolitisches, sondern um ein geopolitisches Projekt handelt. Es kann in der Tat wie schon erw&auml;hnt etwas V&ouml;lkerverbindendes haben. <\/li>\n<li>Das Projekt kann auch deutlich machen, dass wir sinnvollerweise in einer multipolaren Welt leben. Mit der Konferenz in Peking Ende April hat China demonstriert, dass es andere Nationen mit an den Tisch bringen kann.<\/li>\n<li>Die Konferenz in Peking hat gezeigt, dass das Projekt Seidenstra&szlig;e losgel&ouml;st von der Frage, ob dieses Projekt verkehrspolitisch, &ouml;kologisch und handelspolitisch sinnvoll ist, eine fantastische Public Relations Aktion Chinas ist. Das Projekt Seidenstra&szlig;e vermittelt eine Klammer um vieles andere. Es hat dabei auch noch den Vorteil, dass jeder und jede, die das gut finden, sich inhaltlich vorstellen k&ouml;nnen, was sie wollen. Das Projekt ist eine gro&szlig;e Sammelbox, oder anders ausgedr&uuml;ckt: eine grandiose Projektionsfl&auml;che.<\/li>\n<li>In der Debatte um die Seidenstra&szlig;e gibt es eine Reihe von Menschen, die schon deshalb positiv auf dieses Projekt reagieren, weil sie meinen, dieses t&auml;te den USA weh. Die USA und andere Seenationen seien dagegen, weil ihre Oberhoheit &uuml;ber den Seeverkehr und damit ihre M&ouml;glichkeit, Chinas Zugang zu den Meeren zu kontrollieren, entwertet w&uuml;rde. Au&szlig;erdem w&uuml;rden sie die Multipolarit&auml;t f&uuml;rchten, jedenfalls nicht w&uuml;nschen.<br>\nFalsch sind diese Einsch&auml;tzungen nicht. <\/li>\n<li>Es wird daran erinnert, dass das Projekt auch gut zum Angebot von Putin im Deutschen Bundestag im September 2001 passt, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von Wladiwostok bis nach Lissabon zu schaffen. Von einem gro&szlig;en gemeinsamen Binnenmarkt wird gesprochen. Es schw&auml;rmt dann auch mancher Mensch von dieser Idee gro&szlig;er, dynamisch wachsender Handelsbeziehungen, der ansonsten nicht gerade begeistert ist von Freihandelsabkommen. Das gilt, obwohl beidem die gleiche Grundidee zugrunde liegt: Handel, Warenaustausch sei per se gut.<\/li>\n<li>Das ist ja alles sch&ouml;n und gut, aber die Erkl&auml;rung und auch die Umsetzung einer solchen gemeinsamen Wirtschaftsraum-Idee von Europa bis nach Ostasien sagt ja noch nicht, dass es &ouml;konomisch und &ouml;kologisch sinnvoll ist, &uuml;ber so weite Strecken viele G&uuml;ter zu transportieren. Ich poche im Text vom 12. M&auml;rz auf die Berechtigung des Gedankens, dass Verkehrsvermeidung heute h&ouml;chste Priorit&auml;t haben sollte.<br>\nUnd ich erg&auml;nze: Die Qualit&auml;t und Bedeutung der Zusammenarbeit von Peking bis nach Europa, und von Wladiwostok bis nach Lissabon h&auml;ngt nun wahrlich nicht vom Handelsvolumen ab. Anders ausgedr&uuml;ckt: Wenn es gelingen w&uuml;rde, unter der Fahne &bdquo;Seidenstra&szlig;e&ldquo; zu einer wirklichen politischen und kulturellen Zusammenarbeit von China bis nach Europa und nach Afrika zu kommen, wenn es gelingen w&uuml;rde, in diesem gro&szlig;en Raum Kriege zu verhindern und friedlich miteinander auszukommen, dann w&auml;re das ein Riesenerfolg. Das gilt v&ouml;llig unabh&auml;ngig von den Bedenken zur weiteren Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen statt der notwendigen Regionalisierung.\n<\/li>\n<li>In diesem Kontext muss auch darauf hingewiesen werden, dass f&uuml;r den Verkehr das gleiche gilt wie f&uuml;r andere Teile der Produktion eines Gutes &ndash; Verkehr ist Teil der Produktion: die vollen Kosten m&uuml;ssen angelastet werden. Das gilt heute zu aller erst und zentral f&uuml;r den Luftverkehr, es gilt f&uuml;r den Seeverkehr, f&uuml;r den Stra&szlig;enverkehr und es gilt auch f&uuml;r den Schienenverkehr. Die Kosten des Infrastrukturaufbaus sollten anteilig auf die verschiedenen Transportleistungen umgelegt werden. Auch das wiederum gilt f&uuml;r den Luftverkehr wie f&uuml;r die Eisenbahn, f&uuml;r den Stra&szlig;eng&uuml;terverkehr und f&uuml;r den Seeverkehr. Und auch f&uuml;r die Transporte &uuml;ber Pipelines.<br>\nDa offensichtlich viele Leute marktwirtschaftlich denken, muss darauf hingewiesen werden, dass zur Marktwirtschaft auch ehrliche Kalkulationen geh&ouml;ren und diese Kalkulationen nicht die variablen Kosten allein, sondern auch die Fixkosten &ndash; umgelegt &ndash; enthalten sollten.<\/li>\n<li>Es ist noch eine n&uuml;chterne Einsch&auml;tzung der Wirkung eines Binnenmarkts f&uuml;r die Entwicklung der wirtschaftlichen M&ouml;glichkeiten eines Landes angebracht: Es gibt nun schon seit einigen Jahren einen europ&auml;ischen Binnenmarkt. Hat diese Tatsache den Menschen zum Beispiel auf dem Balkan geholfen, Arbeit zu finden und einigerma&szlig;en gut zu leben? Die Tatsache, dass dies in nahezu allen L&auml;ndern des Balkan nicht gelungen ist, sollte den Schw&auml;rmern vom Binnenmarkt zwischen Peking und Duisburg, zwischen Wladiwostok und Lissabon zu denken geben. Hoffentlich ein bisschen.<\/li>\n<li>Jahrelang hat der Westen es vers&auml;umt, den V&ouml;lkern in den sogenannten Entwicklungsl&auml;ndern ausreichend zu helfen, ihre eigene Infrastruktur zu entwickeln und auf eigenen Beinen zu stehen. Und jetzt, nachdem China entdeckt hat, wie wichtig und positiv bewertet Investitionen in die Infrastruktur anderer V&ouml;lker und L&auml;nder sind, machen sich Politiker im Westen Sorgen wegen Chinas Einfluss auf Entwicklungsl&auml;nder. Das ist typisch f&uuml;r die Verlogenheit vieler westlicher Politiker.<\/li>\n<li>Im Zusammenhang mit der Pekinger Konferenz ist jetzt von westlicher Seite vor allem vor der Gefahr gewarnt worden, dass die von China mit Investitionen bedachten V&ouml;lker sich verschulden, sich &bdquo;&uuml;berschulden&ldquo; und in Abh&auml;ngigkeit geraten. Von einer Schuldenfalle ist die Rede. Ausgerechnet die Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds mahnte in Peking zur Vorsicht bei Kreditvorgaben an finanzschwache L&auml;nder. &ndash; Das sind so heuchlerische Einlassungen, dass man lachen k&ouml;nnte. Die USA haben mit Unterst&uuml;tzung der Weltbank und wahrscheinlich auch des IMF systematisch daran gearbeitet, andere V&ouml;lker mittels korrupter Pr&auml;sidenten in die &Uuml;berschuldung zu treiben und sie damit so abh&auml;ngig zu machen, dass die politischen F&uuml;hrungen dieser L&auml;nder nach der Pfeife der USA tanzten.<br>\nDazu gibt es ein einschl&auml;giges Buch:\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190318-Seidenstrasse-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190318-Seidenstrasse-1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190318-Seidenstrasse-2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190318-Seidenstrasse-2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Der Autor, John Perkins, wird auf der R&uuml;ckseite des Buches zitiert: &bdquo;Mit Krediten L&auml;nder zu ruinieren war meine Aufgabe.&ldquo; &ndash; Das wissen all jene, die jetzt gegen&uuml;ber Pekings Absicht, anderen V&ouml;lkern mit Infrastrukturprojekten und ihrer Finanzierung zu helfen, Bedenken anmelden.<\/p><\/li>\n<li>Der Westen pocht auf Marktzugang f&uuml;r nichtchinesische Firmen. Es d&uuml;rften nicht &bdquo;vor allem chinesische Staatsfirmen beim Bau von Br&uuml;cken und Stra&szlig;en zum Zug kommen.&ldquo; &ndash; Das ist genauso heuchlerisch. Perkins beschreibt in seinem Buch, dass er als Economic Hit Man auch darauf zu achten hatte, dass die Auftr&auml;ge der zu verschuldenden L&auml;nder an amerikanische Firmen gehen, an Bechtel zum Beispiel. <\/li>\n<\/ol><p><strong>Ein grobes Fazit: Es gibt gute friedenspolitische und politische Gr&uuml;nde f&uuml;r ein Projekt wie die Seidenstra&szlig;e. Mit der &uuml;blichen Euphorie f&uuml;r dieses Projekt haben diese &Uuml;berlegungen aber wenig zu tun.<\/strong><\/p><p><strong>Nun aber zu den Leserbriefen:<\/strong><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>besten Dank f&uuml;r Ihren heutigen &uuml;berzeugenden Artikel &uuml;ber den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50118\">Kosovo-Krieg von 20 Jahren<\/a><\/p><p>Das hat mich von bei&szlig;ender Kritik an einem anderen Artikel von Ihnen abgehalten. Nur ganz kurz: <\/p><p>Ihr <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50096\">Seidenstra&szlig;en-Artikel<\/a> ist v&ouml;llig daneben. Die Neue Seidenstra&szlig;e ist ein gigantisches Friedensprojekt von China. Zivilwirtschaftliche Zusammenarbeit zum beiderseitigen Nutzen. Das ist ein dynamisches Standbein der im Wachstum begriffenen <a href=\"http:\/\/www.stattweb.de\/files\/civil\/Doku20170830ds.pdf\">multipolaren Weltordnung<\/a>. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nIhr Dr. Dietrich Schulze <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&hellip; das Seidenstra&szlig;enkonzept krempelt die Welt um und wir wollen keine Ahnung von den Implikationen haben.<\/p><p>In der &bdquo;Akte Moskau&ldquo; habe ich die Entstehungsgeschichte beschrieben, nachdem 1993 der kasachische Eisenbahnminister mit einer Riesen-Landkarte bei mir auftauchte. Mit den Unterschriften von Deng, Nakasone, <\/p><p>Bush sen., John Major und anderen war darauf die Route zwischen der Insel Luzon und London aufgezeichnet.<\/p><p>Jahrlang verband mich eine enge Zusammenarbeit mit Wolfgang Roth, EIB in Luxemburg, in dieser Frage.<\/p><p>Bonn hatte andere Sorgen und so ist das auch heute. Die Route l&ouml;st tendenziell den Seetransport ab und damit die Kontrolle des Welthandels durch die Seem&auml;chte. Die Gegend um Shanghai ist die Werkbank der Welt geworden, wo mittelst&auml;ndische Unternehmen mal 5-10 000 Mitarbeiter haben. Vor den Folgen des Produktionsstandortes d&uuml;rfen wir ebensowenig die Augen verschlie&szlig;en wie der Ausdehnung chinesischer Manipulationsstrategien. Die Seidenstra&szlig;e ist eine Herausforderung kosmischen Ausma&szlig;es.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nWilly Wimmer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&hellip; der Artikel zur Seidenstra&szlig;e erscheint mir zu kurz gegriffen. Der Ausbau der Seidenstra&szlig;e ist nach Meinung namhafter Wirtschaftsanalysten nur Teil eines erheblich gr&ouml;&szlig;eren Projekts. Ich habe dar&uuml;ber unter anderem schon in meinem Buch &bdquo;<em>Die Eroberung Europas durch die USA<\/em>&ldquo; (Westend Verlag, 2017, S. 133f) geschrieben. Und hier ein Auszug aus meinem Beitrag &bdquo;<em>Russland geh&ouml;rt zur europ&auml;ischen Familie<\/em>&ldquo; in dem Buch &bdquo;Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen&ldquo; (S. 39): <\/p><p>&bdquo;Namhafte Wirtschaftsanalysten beklagen, dass sich die deutsche Wirtschaft nicht an dem &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten Wachstumsprojekt der neueren Geschichte&ldquo; beteiligen kann: n&auml;mlich an dem sogenannten &bdquo;One Belt, One Road&ldquo;-Projekt. Das scheint erst langsam in die Berliner Politik Eingang zu finden, nachdem sich die Mitglieder der &bdquo;Shanghai Cooperation Organisation&ldquo; (SCO) im Juni 2018 in Qingdao\/China getroffen und sich Ihrer Zusammenarbeit versichert haben, insbesondere Wladimir Putin und Xi Jinping. Worum geht es dabei?<\/p><p>Moskau und Peking planen im Rahmen der 2001 gegr&uuml;ndeten SCO unter Einbeziehung der &uuml;brigen BRICS-L&auml;nder den Aufbau eines interkontinentalen Infrastruktur-Netzes von Moskau &uuml;ber Sibirien und Wladiwostok bis nach China und Indien. Dazu geh&ouml;rt die verkehrsm&auml;&szlig;ige und wirtschaftliche Erschlie&szlig;ung bisher peripherer Regionen. Gelingt dies, w&uuml;rde unabh&auml;ngig von den Flugzeugtr&auml;gern der USA ein gigantischer Binnenmarkt entstehen, und zwar mit der Folge, dass die Vereinigten Staaten nur noch eine &uuml;berm&auml;&szlig;ig hochger&uuml;stete Regionalmacht zwischen Pazifik und Atlantik w&auml;ren. Von China werden f&uuml;r dieses Vorhaben, das auch den Ausbau der Seidenstra&szlig;e umfasst, mehr als eine Billion Dollar zur Verf&uuml;gung gestellt. Die USA versuchen, dieses Projekt mit allen Mitteln zu boykottieren, unter anderem durch die allein dem eigenen Vorteil dienende Abspaltung Westeuropas von Russland sowie durch die Entziehung von Wirtschaftskraft. Die Sanktionen, unter denen die deutsche Wirtschaft besonders leidet, sind eine von zahlreichen Ma&szlig;nahmen.&ldquo;<\/p><p>Nat&uuml;rlich ist die Dominanz der Chinesen mit ihrer &Uuml;berproduktion, f&uuml;r die immer weitere Absatzm&auml;rkte ben&ouml;tigt werden, zu ber&uuml;cksichtigen (ebenso die von Albrecht M&uuml;ller genannten Aspekte), au&szlig;erdem der milit&auml;risch-strategische Komplex. F&uuml;r Russland, das an dem Projekt beteiligt ist, d&uuml;rfte es nach der Trennung von Westeuropa schwer sein, der chinesischen Imperialpolitik standzuhalten. Damit k&ouml;nnte im Osten Russlands eine &ndash; von den USA offenbar angestrebte &ndash; konfrontative Situation entstehen. Dem m&uuml;sste eine Neuorientierung der europ&auml;ischen Politik Rechnung tragen, was jedoch str&auml;flicher Weise nicht geschieht. Insofern steht Wladimir Putin mit dem R&uuml;cken zur Wand. &hellip;<\/p><p>Wolfgang Bittner<\/p><p><em>Von Wolfgang Bittner erschien jetzt auch noch ein l&auml;ngerer Beitrag siehe hier:<\/em><\/p><p><strong>Die Neue Seidenstra&szlig;e<\/strong><br>\n<strong>Das gr&ouml;&szlig;te Wachstumsprojekt der neueren Geschichte, das Deutschland verschlafen hat.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/die-neue-seidenstrasse\/\">Wolfgang Bittner bei KenFM<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich denke, diesmal sind es die NachDenkSeiten, die einem Denkfehler unterliegen. Denn es ist ein Fehler, die Seidenstra&szlig;e nur unter dem Gesichtspunkt des Warenverkehrs und der damit verbundenen Umweltverschmutzung zu sehen. Die Seidenstra&szlig;e ist ein geopolitisches Projekt, welches das bisherige Imperium, das sich vor allem auf seine Milit&auml;r- und vor allem Seemacht st&uuml;tzt, mit einem andersgeartetem Gegengewicht konfrontiert. <\/p><p>Die Andersartigkeit besteht im landgest&uuml;tzten Teil. Der verbindet viele L&auml;nder miteinander auf positive Weise (win-win) und nicht durch Gewalt (milit&auml;risch und wirtschaftlich). Die Stra&szlig;en und Eisenbahnlinien k&ouml;nnen in einem Land, das die Seidenstra&szlig;e durchquert, nur existieren, wenn sie dort wohlgelitten und gewinnbringend sind. Sie hat also eine verbindende, friedensstiftende Funktion. B&ouml;swillige M&auml;chte, die mit Sanktionen und Wirtschaftskrieg versuchen, die Entwicklung der Seidenstra&szlig;e zu bremsen, um ihre Vormachtstellung in der Welt zu verteidigen, werden es mit ihrer Methode in der Welt immer schwerer haben. Ich glaube, es ist diese Erwartung, die dem Projekt einen solchen Schwung verleiht. <\/p><p>Und derentwegen auch meine Augen feucht gl&auml;nzen, wenn ich mir das Projekt anschaue. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernhard Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>ich denke, das Projekt Seidenstra&szlig;e wird an ganz banalen Orientierungsschwierigkeiten scheitern, da die Planer offenbar nur eine ungef&auml;hre Vorstellung &nbsp;der Lage ihrer Zielorte haben, siehe Karte &hellip;<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190318-Seidenstrasse-3.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190318-Seidenstrasse-3.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nChristian Brunzel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter, lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich gebe ihnen v&ouml;llig recht, dass ein weiteres Ausbauen der weltweiten Handelsstr&ouml;me angesichts der damit einhergehenden Umweltzerst&ouml;rung absolut anachonistisch ist. Leider wird das von unseren Medien aber nicht unter diesem Gesichtspunkt kritisiert, sondern lediglich unter dem Aspekt &bdquo;der b&ouml;se Chinese m&ouml;chte die Weltherrschaft&ldquo;.<\/p><p>Hierzu hat Arte vor einigen Wochen zwei Dokus ausgestrahlt, die in ihrer propagandistischen Art tats&auml;chlich schon fast an Goebbels denken lassen, obwohl mir so ein Nazi-Vergleich nicht leicht f&auml;llt. Diese Einseitigkeit, der Feindbild-Aufbau und das v&ouml;llige Ausblenden der Machenschaften der US-Amerikaner bzw. des Westens in &auml;hnlichen Situationen, lassen einen wortlos und kopfsch&uuml;ttelnd zur&uuml;ck.<\/p><p>Wahrscheinlich haben Sie sie bereits gesehen, aber hier nochmal die Links:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-ruSe-9xWgs\">Der tausendk&ouml;pfige Drache<\/a> und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ABbacXcp80I\">China &ndash; die Welt des Xi Jinping<\/a>&nbsp;(leider nur noch auf Youtube)<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en aus Taufkirchen<br>\nMartin Sutor<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redakteure, <\/p><p>und dass Rotterdam nicht an der Ostsee liegt, scheint auch noch keinem (Chinesen) aufgefallen zu sein&hellip; <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAnnette Luckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller <\/p><p>In Ihrem Kommentar machen sie auf eine Reihe von Forderungen aufmerksam, denen ich mich vollkommen anschlie&szlig;e: Regionalisierung von Produktion und Verbrauch, sowie Reduktion des Verkehrs, insbesondere des Luftverkehrs. Auch Ihre Ansicht, dass Handel nicht zwangsl&auml;ufig gut sein muss, teile ich durchaus. <\/p><p>Trotzdem halte ich es f&uuml;r falsch, das Infrastrukturprogramm der BRI (China&rsquo;s &ldquo;Belt and Road Initiative&rdquo;) rundum abzulehnen, und f&uuml;r besonders falsch, es nur aus der deutschen Perspektive, von Duisburg aus, um in Ihrer Bildlichkeit zu bleiben, zu sehen. Ich glaube, dass man nicht sehr konsistent argumentiert, wenn man, was ich tue und was die NDS, etwa indem sie immer wieder Beitr&auml;ge des von mir sehr gesch&auml;tzten Winfried Wolf bringen, ebenfalls tun, f&uuml;r den Ausbau des Schienenverkehrs und die Verlagerung auf diesen eintritt, jedoch zugleich diesen Ausbau f&uuml;r die L&auml;nder Asiens und Osteuropas, in denen die BRI das vorsieht, ablehnt. Das sind Regionen, in denen es bisher kaum eine entsprechende Infrastruktur gibt. Eine solche aufzubauen stellt im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklung, die man diesen L&auml;ndern doch nicht verwehren kann, eine sinnvolle Ma&szlig;nahme dar, die geeignet w&auml;re, in diesem Zusammenhang den Stra&szlig;en- und Luftverkehr zu ersetzen. Nat&uuml;rlich ist es dazu angezeigt, die gro&szlig;en Achsen durch regionale Netze zu erg&auml;nzen. Doch jene bringen immerhin eine Technik ins Spiel, die sonst keine Chance gehabt h&auml;tte. <\/p><p>Gerade wenn man, wof&uuml;r ich auch pl&auml;diere, den Umfang des Handels &uuml;ber weite Strecken vermindern m&ouml;chte, bietet die Bahn innerhalb der zusammenh&auml;ngenden eurasisch-afrikanischen Landmasse doch eine Alternative zum See- und Luftverkehr an. Dass der Luftverkehr unter &ouml;kologischen Gesichtspunkten keine gute Sache ist, wird weithin akzeptiert, doch auch der ungleich energieeffizientere Seeverkehr hat das Problem, dass er mit regenerierbarer Energie kaum zu betreiben ist. Das einzige Verkehrsmittel, das einigerma&szlig;en energieeffizient arbeitet und, via Fahrleitung, relativ leicht mit erneuerbarer Energie zu versorgen ist, ist die elektrisch angetriebene Eisenbahn, die zudem ein verkleinertes Transportvolumen ungleich schneller und flexibler abwickeln k&ouml;nnte. <\/p><p>Die Eisenbahnprojekte im Zusammenhang der BRI k&ouml;nnen deshalb durchaus sinnvoll sein, zumal es dabei ja nicht nur darum geht, Container von Beijing nach Duisburg oder umgekehrt zu transportieren, sondern auch einen regionalen Austausch, z. B. zwischen und in den zentralasiatischen L&auml;ndern, mit dem und im Iran, ebenso bez&uuml;glich der T&uuml;rkei, Pakistans, etc. zu verbessern.<\/p><p>Nicht ohne Sie nachdr&uuml;cklich zu ermutigen, Ihre unerh&ouml;rt wertvolle arbeit fortzusetzen gr&uuml;&szlig;e ich Sie vielmals &nbsp; <\/p><p>Rainer Fischbach<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller.<\/p><p>Danke f&uuml;r Ihre Arbeit. Die Nachdenkseiten geben mir die&nbsp;Anregungen, die man zum&nbsp;sinnstiftenden Nachrichtenkonsum braucht.<\/p><p>Wie Sie richtig anmerken, k&ouml;nnen die Waren per Frachter sehr viel billiger in der Welt verteilt werden. Ich finde vor allem die Eisenbahnprojekte zu Lande sehr interessant, weil viele ehemalige Kolonien noch heute mit den alten und heruntergekommenen Gleisen ihren innerl&auml;ndischen Verkehr bew&auml;ltigen m&uuml;ssen.<\/p><p>Dass die Strecken alle, wenigstens an einer Zielstation einen Hafen haben, sollte man den Projekten schon aus allgemeinen verkehrsplanerischen Gr&uuml;nden nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig dick ankreiden. Anders als der Westen, verzichten die Chinesen bisher darauf, &uuml;ber ein Schuldnerentm&uuml;ndigungssystem wie dem des IWF, die Regierungen direkt und quasi als Missionierungshauptaufgabe zu korrumpieren.<\/p><p>Subventionierte Agrarprodukte aus reichen L&auml;ndern und Textilien aus Armutsausbeutungsregionen fluten schon seit Jahren die M&auml;rkte der Entwicklungsl&auml;nder. Da sehe ich kein denkbares Zur&uuml;ck. Bisher versuchen die Chinesen auf die regionalen Kr&auml;fte ausgleichend und befriedend zu wirken und nicht wie die USA und die alten europ&auml;ischen Kolonialstaaten seit vielen Jahrzehnten, religi&ouml;se Fanatiker als Unruhestifter und Proxykrieger gegen widerst&auml;ndige (sozialistisch orientierte) Regierungen einzusetzen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThilo Brai<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Ihre Bewertung des Projektes Neue Seidenstra&szlig;e enth&auml;lt leider einige zu starke Vereinfachungen und verlangt eine wesentlich differenziertere Sichtweise aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln. <\/p><p>Zun&auml;chst mal zu den Stichworten Globalisierung versus Verkehrswende, wo Sie ja prinzipiell die richtigen grunds&auml;tzlichen Aussagen treffen. <\/p><p>Seit 1990 hat sich der G&uuml;terverkehr in Deutschland verdreifacht, bei prinzipiell gleicher Bev&ouml;lkerungszahl und gleicher Wirtschaftskraft. Ein weiteres starkes Wachstums wird prognostiziert, was man auch an dem ungebremsten Neubau von Logistikzentren sehen kann. Vor allem deshalb &ndash; zusammen mit der gleichzeitig erfolgten Verdoppelung des Personenverkehrs &ndash; gilt es Konzepte zur Verkehrsvermeidung zu entwickeln, wie von Ihnen dargestellt. Allerdings wird bei den derzeitigen Wachstumsprognosen vor allem auf weiteres Exportwachstum Deutschlands und den sich ausweitenden Internethandel gesetzt. <\/p><p>Neben der erforderlichen Verkehrsvermeidung geht es aber auch um eine m&ouml;glichst weitgehende Verlagerung des vorhandenen Verkehrs auf umweltfreundliche bzw. emissionsarme Verkehrstr&auml;ger. Und hier erweist sich das Projekt Seidenstra&szlig;e durch die Bevorzugung der Schiene als eindeutig positiver gegen&uuml;ber dem &uuml;brigen Verkehrsaufkommen, das durch die Globalisierung bedingt ist. <\/p><p>Doch bei dem Projekt Seidenstra&szlig;e geht es auch um etwas v&ouml;llig anderes. Das o.g. drastische Wachstum des Verkehrsaufkommens vollzieht sich innerhalb einer EU, die als Friedensprojekt bezeichnet wird, aber im Kern auf Ausgrenzung von Mitgliedsl&auml;ndern in der Peripherie und erpresserischen &ldquo;Freihandelsabkommen&rdquo; beruht, wie sie insbesondere mit westafrikanischen L&auml;ndern bestehen. <\/p><p>Die EU steht eben nicht f&uuml;r eine &ldquo;europ&auml;ische Idee&rdquo;, sondern f&uuml;r imperiale Beherrschung, vor allem mit der wirtschaftlichen St&auml;rke Deutschlands, was auch eine Inflationierung der Verkehrsstr&ouml;me zur Folge hat. <\/p><p>Der 2010 erfolgte Vorschlag von Putin, eine harmonische Wirtschaftsgemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok zu schaffen, wurde hierzulande eher als Fiktion behandelt. Sehr real ist hingegen das chinesische Konzept eines eurasischen Wirtschaftsraumes mit der Infrastruktur der &bdquo;neuen Seidenstra&szlig;e&ldquo;. Dass ein wachsender Teil der Warenlieferungen aus China bereits auf der Schiene nach Europa rollt mit Duisburg als einer der wichtigsten Endpunkte, ist durchaus im Sinne einer &Ouml;kologischen Verkehrsverlagerung. Um die eurasischen Wirtschaftsbeziehungen kooperativ weiter zu entwickeln, m&uuml;ssten Deutschland und die EU jedoch China als Kooperationspartner statt Konkurrenten ansehen. <\/p><p>Genau das st&ouml;&szlig;t aber aktuell auf gro&szlig;en Widerstand bei der politischen Klasse hierzulande. China hat bereits mit der Entwicklung seiner Wirtschaftsbeziehungen zu afrikanischen L&auml;ndern aufgezeigt, dass dieses zu fairen Konditionen erfolgen kann. Das bedeutet etwas v&ouml;llig anderes als z.B. der Export von H&auml;hnchenschenkeln aus Massentierhaltung nach Westafrika, wo man sich wegen aufgezwungener EPA-&ldquo;Freihandelsvertr&auml;ge&rdquo; &ouml;konomisch nicht wehren kann, dortige Wirtschaftsstrukturen zerst&ouml;rt werden und damit auch wesentlich zu Fluchtbewegungen in EU-L&auml;nder beigetragen wird. <\/p><p>Ob man in der deutschen Politik bereit ist, die neue Seidenstra&szlig;e als Prototyp fairer Wirtschaftsbeziehungen ohne Handelskriege und Wirtschaftssanktionen, wird damit zur Nagelprobe. <\/p><p>Die von Ihnen aufgef&uuml;hrte Kritik wird damit nat&uuml;rlich nicht gegenstandslos, kann aber ebenso wenig ma&szlig;gebend sein, wie z.B. bei den Kontroversen um Nordstream 2. Auch hier k&ouml;nnte man zu Recht &ouml;kologische Einw&auml;nde zur Nutzung der Ostsee f&uuml;r R&ouml;hrensysteme auf dem Meeresboden geltend machen. Die Alternative zu Nordstream 2 hei&szlig;t aber: US-Fl&uuml;ssiggas aus Fracking, das als eine der schlimmsten Umweltverbrechen weltweit anzusehen ist. <\/p><p>Es geht sowohl bei der neuen Seidenstra&szlig;e wie auch bei Nordstream 2 um die Frage: Handelskriege und Wirtschaftssanktionen als Methode imperialer Politik oder Multipolarit&auml;t mit friedlichen Beziehungen zu wirtschaftlichen starken L&auml;ndern eines gesamten eurasischen Wirtschaftsraumes. Letzteres gilt es gem&auml;&szlig; US-Strategie zu verhindern. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarl-Heinz Peil <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Sie haben hier ein sehr wichtiges Thema angerissen, was meiner Meinung nach auch viel zu wenig differenziert, beleuchtet sowie durchdacht wurde; auch bei den Freidenkermedien.<\/p><p>Und wenn es zur Diskussion stand z.B. bei KenFM oder durch ein Dirk M&uuml;ller, dann war der Tenor &uuml;berwiegend positiv bis euphorisch gestimmt.<\/p><p>Also, der Punkt, dass durch gemeinsame Projekte eine hohe Wahrscheinlichkeit generiert wird, dass Nationen zueinander finden, dar&uuml;ber brauchen wir nicht zu streiten.<\/p><p>Jedoch sollte doch eine Grundsatzanalyse &uuml;ber vern&uuml;nftige Nachhaltigkeit in Zeiten des n&auml;hernden Klimakollapses unbedingt von N&ouml;ten sein.<\/p><p>Sie sprachen ja von Denkfehler und einen Gewaltigen sehe ich, dass man der Annahme ist, wenn das Imperium USA dagegen ist und mit &bdquo;Klauen und Z&auml;hnen&ldquo; dieses Projekts der Seidenstra&szlig;e sabotiert, dann ist die allgemeine Denkweise, dass es automatisch gut sein soll; v&ouml;llig absurd.<\/p><p>Ich vermisse viele notwendige Fragen bei dieser Angelegenheit:<\/p><p>Was sind die prim&auml;r fundamentalen Interessen der Akteure? Substantielle Nachhaltigkeit in der Aufbauhilfe der Regionen durch erneuerbare Energiekonzepte? Oder sind das wieder nur Wirtschaftsinteressen die einhergehen mit Ausbeutung von nat&uuml;rlichen Ressourcen sowie menschliche &bdquo;Billigarbeit&ldquo;?<\/p><p>Wenn Wirtschaftsinteressen prim&auml;r ganz oben auf der Agenda stehen, dann kann jeder der noch bei vern&uuml;nftigem Sachverstand ist logisch die Konsequenzen nachvollziehen, oder zumindest seinen Archiv an Lebenserfahrung Revue passieren lassen.<\/p><p>Ist China eine aufstrebende Wirtschaftsmacht die hegemoniale Interessen betreibt?<\/p><p>Was verbirgt sich hinter der Diskrepanz, dass die Weltbank sowie der IWF (beide Instrumente des aktuellen Hegemons USA) dieses Projekt guthei&szlig;en?<\/p><p>Ist es nicht so, dass der Turbokapitalismus Chinas&nbsp; jetzt viel zu hei&szlig; gelaufen ist und man unbedingt ein &bdquo;Ablassventil&ldquo; braucht, damit eine bevorstehende Explosion verhindert werden kann? Was passiert in einer Nation mit ca. 1,4 Mrd. Menschen, wenn in der Vergangenheit ungef&auml;hr 40-50% aus der Armut in die Mittelschicht gehoben wurde und nun wieder ein Abstieg in die Armut droht?<\/p><p>Kann ein Riesenreich wie China &uuml;berhaupt sich &bdquo;Gelben Westen&ldquo; wie Frankreich leisten, geschweige billigen? Sind die Dimensionen zwischen Europa und China den Freidenkern bewusst?<\/p><p>Nun werden sicherlich viele sagen, dass China jetzt weltweit f&uuml;hrend in der Entwicklung sowie im Aufbau erneuerbaren Energiegewinnung ist und viele Regionen eine &bdquo;gr&uuml;ne Revolution&ldquo; beschert hat.<\/p><p>Hier f&auml;llt mir ein Beispiel ein: Laos. Dort wurde von Seitens Chinas den Staat Laos in der Entwicklung moderner Wasserkraftanlagen, sowohl monet&auml;r als auch technologisch, unter die Arme gegriffen; wunderbares tolles Projekt! <\/p><p>Nebenbemerkung: hier handelt sich bestimmt nicht um ein selbstloses Hilfprojekt Chinas.<\/p><p>Nur man vergisst die eigenen Denkfehler als zu gerne.<\/p><p>Was passiert, wenn man den oberen Lauf des Mekongs abriegelt? Werden dadurch nicht Stauseen erzeugt? Wie sahen Fauna und Flora vor den Staudammprojekten aus? Was machen Menschen die dort beheimatet waren? Welche Lebensgrundlagen liefert der Mekong f&uuml;r alle Lebewesen entlang des Flusses? Sind die Anrainerstaaten bzw. Menschen die im unteren Lauf des Mekongs leben, begeistert?<\/p><p>Nun man ist immerhin einigerma&szlig;en energieautark und kann billig seine Elektroger&auml;tschaften betreiben, aber im Gegenzug muss man seine Lebensmittel von nun an aus anderen Regionen beziehen und zus&auml;tzlich muss man sich vor Sabotage des Nachbarn sch&uuml;tzen.<\/p><p>Nat&uuml;rlich ist das nur meine Perspektive auf dieses Thema, w&uuml;nschen w&uuml;rde ich gerne eine breitgef&auml;cherte Diskussion f&uuml;r dieses Thema.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nSon<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Mit Ihrem Beitrag vom 12.3. &uuml;ber die Neue Seidenstra&szlig;e liegen Sie v&ouml;llig falsch.<\/p><p>Zuerst habe ich mich sehr dar&uuml;ber ge&auml;rgert. Sp&auml;ter konnte ich mir ein s&uuml;ffisantes L&auml;cheln nicht verkneifen: Herr M&uuml;ller und die Nachdenkseiten gegen die Neue Seidenstra&szlig;e, in Einheitsfront mit chinafeindlichen EU-Bonzen und mit Donald Trumps rechtsradikalen Ministern &hellip;. Dass ich das noch erleben durfte&hellip;.<\/p><p>Dabei haben Sie den Sinn dieses Projekts tats&auml;chlich ansatzweise verstanden, das beweist Ihr Satz: &bdquo;Zweifellos enth&auml;lt das Projekt Elemente, die begr&uuml;&szlig;enswert sind: Arbeit und Brot f&uuml;r Menschen in bisher darniederliegenden Volkswirtschaften zwischen China und Europa, die V&ouml;lkerverbindung und V&ouml;lkerverst&auml;ndigung, die Zusammenarbeit sehr verschiedener Menschen und Volkswirtschaften.&ldquo;<\/p><p>Aber dann folgt dieser Satz: &bdquo;Ansonsten aber widerstrebt das Projekt allem, was WIR heute f&uuml;r notwendig halten m&uuml;ssen: Regionalisierung der Produktion und des Verbrauchs, kleinr&auml;umigere Arbeitsteilung, Vermeidung von zus&auml;tzlichem G&uuml;terverkehr und der mit der internationalen Arbeitsteilung verbundenen Ausweitung des Luftverkehrs.&ldquo;<\/p><p>Dieser Satz ist falsch formuliert! Er m&uuml;sste lauten: &bdquo;Ansonsten aber widerstrebt das Projekt allem, was WIR VON DEN NACHDENKSEITEN heute f&uuml;r notwendig halten.<\/p><p>Das ist IHRE Meinung, aber woher wollen Sie wissen, dass diese Meinung f&uuml;r die ganze Welt die richtige ist? Wissen Sie, wie Menschen in China, Russland, Indien, Kasachstan, Weissrussland und und und dar&uuml;ber denken? Woher nehmen Sie sich das Recht, diese Meinung &uuml;ber das Wohl der vielen hundert Millionen Menschen in all den L&auml;ndern zu stellen, die von der Seidenstra&szlig;e profitieren? Weil &bdquo;wir&ldquo; mehr Regionalisierung der Produktion und weniger Verkehr wollen, sollen wir diesen Abermillionen Menschen &bdquo;Arbeit und Brot&ldquo; verweigern?? F&uuml;r mich klingt das nach Rassismus in Reinkultur.<\/p><p>Die meisten Leute kapieren nicht, worum es bei der Neuen Seidenstra&szlig;e geht &ndash; sogar viele, die die Idee gut finden. Das ist KEIN VERKEHRSPROJEKT! Es ist ein Projekt, den Lebensstandard f&uuml;r alle Menschen auf der Erde zu heben, so wie China in den letzten Jahrzehnten 7-800 Millionen Menschen aus der Armut befreit hat &ndash; eine unglaubliche, in der Menschheitsgeschichte einmalige Leistung. Die Chinesen wissen, wie sie das geschafft haben: INFRASTRUKTUR. Und damit wollen sie jetzt weltweit Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern beistehen, getreu den alten, aber immer noch g&uuml;ltigen und moralisch vorbildlichen Prinzipien der friedlichen Koexistenz.<\/p><p>Sicher spielen auch andere Erw&auml;gungen eine Rolle, wie neue und gr&ouml;&szlig;ere Absatzm&auml;rkte (es geht nicht um Geschenke, sondern um &bdquo;Win-Win&ldquo;, wie die Chinesen sagen) und die Verlagerung wichtiger au&szlig;enwirtschaftlicher Lebensadern vom Meer aufs Land, da die USA unverfroren mit einer Sperrung des S&uuml;dchinesischen Meers drohen. Aber wer sagt: &bdquo;Die suchen ja nur neue Absatzm&auml;rkte&ldquo;, der denkt westlich (genauer gesagt freimarktwirtschaftlich). Die Chinesen denken nicht so.<\/p><p>Ich habe mir angew&ouml;hnt, bei jeder &Uuml;berlegung, die andere Teile der Welt betrifft, die Frage zu stellen: Ertappe ich mich dabei, dass ich den anderen meine Sichtweise aufzwingen will, so wie das die Europ&auml;er 500 Jahre lang mit zweifelhaftem Erfolg getan haben? Diese Frage sollten Sie sich auch stellen.<\/p><p>(&Uuml;brigens: China zu unterstellen, die Luftbelastung vergr&ouml;&szlig;ern zu wollen, ist wohl ein schlechter Scherz. China ist weltweit der Spitzenreiter in E-Mobilit&auml;t.)<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Werner Hartmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>in dem Artikel &bdquo;Seidenstra&szlig;e. Gl&auml;nzende Augen dank der &uuml;blichen  Gedankenlosigkeit.&ldquo; sprechen Sie einen validen Punkt an. Aber auch eben nur einen.<\/p><p>Sie haben Recht, dass eine Ausweitung des G&uuml;terverkehrs nicht gerade erstrebennswert ist. Darum geht es meiner Meinung nach jedoch gar nicht. <\/p><p>Der Handel mit China findet ja l&auml;ngst statt. Zur Zeit mittels des Schiffsverkehrs oder per Flugzeug. Wenn dieses &uuml;ber den Landweg erfolgen k&ouml;nnte, w&auml;re das meines Erachtens nach f&uuml;r die Umwelt sogar weniger sch&auml;dlich. Ausserdem k&ouml;nnten etliche L&auml;nder auf dem Wege (Zwischenstationen) davon profitieren.<\/p><p>Es geht meiner Ansicht nach in der aktuellen Diskussion weniger darum, ob bzw. wieviel Handel wir treiben, sondern mit wem. Die USA sind gegen die Seidenstra&szlig;e. Sie sind dagegen, dass der eurasische Wirtschaftsraum zusammenw&auml;chst. Warum? Weil das deren Vormachtstellung in der Welt schw&auml;chen w&uuml;rde. &mdash; Eben genau darum sollten wir jedoch daf&uuml;r sein!<\/p><p>Die aktuelle Diskussion um Huawei hat denselben Hintergrund. Ja, vielleicht w&auml;re es m&ouml;glich, Computer ohne Technologie aus China herzustellen&hellip; Aber ohne Technologie aus den USA? Das sehe ich nicht. Und sagen Sie jetzt bitte nicht, die USA betrieben keine Wirtschaftsspionage&hellip; (Gru&szlig; an Snowden.)<\/p><p>Es sollte nat&uuml;rlich nicht darum gehen, einen Hegemon gegen einen anderen auszutauschen. Damit w&auml;re gar nichts gewonnen. Es sollte vielmehr darum gehen, mehrere Akteure im Spiel zu halten, um eben keinen davon zu m&auml;chtig werden zu lassen. Vor allem sollten wir uns nicht vorschreiben lassen, mit wem wir Handel treiben. Dies betrifft genau so auch den Handel mit dem Iran und Russland (Nord Stream 2).<\/p><p>Doch zur&uuml;ck zur Seidenstrasse. Im aktuellen Diskurs ist immer nur vom Export aus China die Rede. Aber ist die Seidenstra&szlig;e denn wirklich als Einbahnstra&szlig;e geplant? &hellip;<\/p><p>AKFoerster <a href=\"https:\/\/AKFoerster.de\/\">AKFoerster.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gab viele Leserbriefe zum einschl&auml;gigen Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50096\">Seidenstra&szlig;e. Gl&auml;nzende Augen dank der &uuml;blichen Gedankenlosigkeit<\/a>&ldquo;. Es gab zustimmende und heftig ablehnende Leserbriefe. Da der Artikel vom 12. M&auml;rz offensichtlich provozierend formuliert war, reagierten einige NDS-Leser entsprechend heftig. Ich war also entweder unh&ouml;flich oder ich habe einen Kern getroffen, n&auml;mlich die ein ganzes St&uuml;ck weit irrationale<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51362\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":51363,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,37,103,73,30],"tags":[379,1532,1251,895,2102,1494,2264,259,2445,2645,325,2061,1556],"class_list":["post-51362","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-globalisierung","category-leserbriefe","category-verkehrspolitik","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-china","tag-entwicklungslaender","tag-eurasische-union","tag-freihandel","tag-geostrategie","tag-infrastruktur","tag-regionalisierte-wirtschaft","tag-russland","tag-schienenverkehr","tag-seidenstrasse","tag-staatsschulden","tag-umweltverschmutzung","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/190318-Seidenstrasse.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51362","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51362"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51362\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51408,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51362\/revisions\/51408"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/51363"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51362"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51362"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51362"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}