{"id":51376,"date":"2019-05-02T08:24:38","date_gmt":"2019-05-02T06:24:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376"},"modified":"2019-05-02T08:24:38","modified_gmt":"2019-05-02T06:24:38","slug":"hinweise-des-tages-3357","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h01\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h02\">Maas und die Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h03\">Abr&uuml;stungsbericht der Bundesregierung ist heuchlerisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h04\">Verfeuerte Millionen &ndash; Wie Bundeswehrberater abkassieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h05\">Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange zu 50 Wochen Gef&auml;ngnis verurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h06\">Wahlen zur Eurokratie: Hinweise auf das was links ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h07\">Notre Dame, die Barmherzigkeit und das &bdquo;Gl&uuml;ck&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h08\">Steuerhinterziehung leicht gemacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h09\">Die Erdzerst&ouml;rer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h10\">Klimaschutz ist aktive Gesundheitspflege &ndash; Spektrum der Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h11\">Zweifel ist ihr Produkt: Der Dieselstreit &ndash; ein Fall f&uuml;rs Lehrbuch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h12\">Robert Habeck &ndash; Es ist zum Heulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h13\">Linkspartei in der Dauerstagnation: Interview mit Basisaktivistin Solveigh Calderin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufforderung zum Putsch (II)<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) sichert dem venezolanischen Umst&uuml;rzler Juan Guaid&oacute; auch nach dessen gestrigem Putschaufruf vollste &ldquo;Unterst&uuml;tzung&rdquo; zu. Dies habe sich &ldquo;in keiner Weise ge&auml;ndert&rdquo;, erkl&auml;rte Maas in Bras&iacute;lia, wo er sich zu Gespr&auml;chen mit Brasiliens Pr&auml;sident Jair Messias Bolsonaro, einem erkl&auml;rten Anh&auml;nger der brasilianischen Milit&auml;rdiktatur, aufhielt. An diesem Mittwoch will Maas in der kolumbianischen Hauptstadt Bogot&aacute; venezolanische Exiloppositionelle treffen. In Bogot&aacute; unterst&uuml;tzt die Au&szlig;enstelle der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung die Diskussionen des venezolanischen Exils &uuml;ber den Umbau des Landes nach dem erhofften Umsturz. Auch der Botschafter der Bundesrepublik in Kolumbien h&auml;lt Kontakt zu Guaid&oacute;s Zirkeln in Bogot&aacute;. Der ehemalige deutsche Botschafter in Venezuela ist bereits des Landes verwiesen worden, weil er den Umst&uuml;rzler offen unterst&uuml;tzte. Das Ausw&auml;rtige Amt h&auml;lt zudem Kontakt zum &ldquo;Botschafter&rdquo; Guaid&oacute;s in Berlin. Der Mann war schon am Putsch gegen die venezolanische Regierung im April 2002 beteiligt, der ebenfalls aus Deutschland gef&ouml;rdert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7922\/%20\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Tweet von Heiko Maas: <\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">AM <a href=\"https:\/\/twitter.com\/HeikoMaas?ref_src=twsrc%5Etfw\">@HeikoMaas<\/a> zur Situation in <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Venezuela?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Venezuela<\/a>: Wir wollen eine Perspektive f&uuml;r Neuwahlen und unterst&uuml;tzen daher <a href=\"https:\/\/twitter.com\/jguaido?ref_src=twsrc%5Etfw\">@jguaido<\/a> nach wie vor. Was wir nicht wollen ist, dass die Waffen sprechen. Wir brauchen eine politische, keine milit&auml;rische L&ouml;sung.<\/p>\n<p>&mdash; Ausw&auml;rtiges Amt (@AuswaertigesAmt) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/AuswaertigesAmt\/status\/1123258805855367169?ref_src=twsrc%5Etfw\">April 30, 2019<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <\/p><\/li>\n<li><strong>Juan Guaid&oacute; scheitert mit Putschversuch in Venezuela<\/strong><br>\nKeine Unterst&uuml;tzung vom Milit&auml;r f&uuml;r Opposition. Heftiger Schlagabtausch zu Venezuela zwischen Au&szlig;enminister Maas und Linken<br>\nAngesichts des gescheiterten Putschversuchs eines Teils der Opposition in Venezuela ist es in Deutschland zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen SPD-Au&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) und Abgeordneten der Linken gekommen. Maas, der sich derzeit auf einer S&uuml;damerikareise befindet und w&auml;hrend des Putschversuchs in Venezuela den ultrarechten Pr&auml;sidenten von Brasilien, Jair Bolsonaro, traf, versicherte dem selbsternannten &Uuml;bergangspr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute; seine Unterst&uuml;tzung: &ldquo;Wir wollen eine Perspektive f&uuml;r Neuwahlen und unterst&uuml;tzen daher Juan Guaid&oacute; nach wie vor&rdquo;, schrieb er auf Twitter. &ldquo;Was wir nicht wollen ist, dass die Waffen sprechen. Wir brauchen eine politische, keine milit&auml;rische L&ouml;sung&rdquo;, so Maas weiter.<br>\nDie Vizevorsitzende der Linksfraktion, Sevim Dagdelen, &uuml;bte scharfe Kritik an dem SPD-Politiker. &ldquo;Dieser Au&szlig;enminister h&auml;tte sicher auch (den ehemaligen chilenischen Diktator Augusto) Pinochet unterst&uuml;tzt&rdquo;, so Dagdelen auf Twitter: &ldquo;So wie er dem rechtsextremen (Pr&auml;sidenten von Brasilien, Jair) Bolsonaro beispringt auf den Spuren Trumps, Eine Schande&rdquo;, so Dagdelen.<br>\nNach Ansicht des Bundestagsangeordneten Andrej #Hunko, der in der vergangenen Woche in Caracas den Oppositionspolitiker Guaid&oacute; und Pr&auml;sident Maduro getroffen hatte, treibt der Putschversuch &ldquo;das Land ins Chaos und kann einen Krieg provozieren&rdquo;. Venezuela brauche eine friedliche L&ouml;sung auf Grundlage eines Dialogs und des Respekts der Souver&auml;nit&auml;t, so Hunko.<br>\nAuch auf Twitter kam die Wortmeldung von Au&szlig;enminister Maas aus Brasilien nicht gut an. User &ldquo;Jodocus Quak&rdquo; kommentierte: &ldquo;Die Maas&rsquo;sche SPD hat Blut an ihren H&auml;nden. H&auml;ndewaschen hilft nicht mehr.&rdquo; User &ldquo;Dornbusch&rdquo; stellte fest: &ldquo;Juan Guaid&oacute; hei&szlig;t Gewalt. Macht Euch nichts vor.&rdquo; Die Rechtswissenschaftlerin Dana Schirwon schrieb: &ldquo;Damit verst&ouml;&szlig;t Deutschland als vorsitzendes Mitglied des UN-Sicherheitsrates gegen das v&ouml;lkerrechtliche Interventionsverbot und unterst&uuml;tzt nicht nur die weitere Destabilisierung Venezuelas, sondern schw&auml;cht die Integrit&auml;t der gesamten Internationalen Staatengemeinschaft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Juan-Guaido-scheitert-mit-Putschversuch-in-Venezuela-4411188.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>heute journal &ndash; Venezuela unter Hochspannung<\/strong><br>\nSlomka ab Minute: 11:18 &ndash; 13:08<br>\nSlomka l&auml;sst hier unwidersprochen vom ZDF-Korrespondenten in Rio, Brasilien behaupten, &bdquo;dass die USA kein Interesse am Machtkampf haben, sondern dass das Hauptinteresse aus China und Russland kommt, da die USA das &Ouml;l seit Jahren bezahlt haben&ldquo; (???)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-journal\/heute-journal-vom-30-april-2019-102.html%20\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die &bdquo;Feststellung, dass die USA kein Interesse an den Auseinandersetzungen in Venezuela haben, ist unglaublich l&auml;cherlich und wird durch die Stellungnahme von Pr&auml;sident Trump von 1.5.2019 eindeutig widerlegt. Im gesamten Beitrag des ZDF vom 30. April wird in primitivster Art Stimmung gegen Russland, Kuba und China gemacht. Die eigentlichen Brandstifter dieser Krise &ndash; die USA &ndash; werden als fast &bdquo;unbeteiligt&ldquo; dargestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zeit, sich von Guaid&oacute; zu verabschieden<\/strong><br>\nPr&auml;sident Maduro gibt nicht so einfach auf. Deshalb will die Opposition eskalieren, um so eine ausl&auml;ndische Intervention zu provozieren.<br>\nMehr als drei Monate nachdem er sich selbst zum Interimspr&auml;sidenten Venezuelas ausgerufen hat, sucht Parlamentschef Juan Guaid&oacute; erneut den Showdown im Kampf um die Macht. Die &ouml;konomische und soziale Lage in Venezuela hat sich seither, insbesondere durch die versch&auml;rften US-Sanktionen, weiter verschlechtert &ndash; Guaid&oacute;s Machtbasis im Land selbst ist jedoch offenbar nicht gewachsen. Auch sein neuester Versuch, das Milit&auml;r auf seine Seite und die Macht an sich zu ziehen, ist bislang gescheitert.<br>\nRund 50 L&auml;nder, darunter leider auch Deutschland, erkennen Guaid&oacute; als Interimspr&auml;sidenten an &ndash; aber es wird immer klarer, wie absurd und falsch das ist. Guaid&oacute; beruft sich auf die Verfassung, nach der dem Parlamentspr&auml;sidenten im Falle eines Machtvakuums an der Staatsspitze f&uuml;r 30 Tage bis zu Neuwahlen die Regierungsgewalt &uuml;bertragen wird. Guaid&oacute;s Selbsternennung ist jetzt fast 100 Tage her, und er hat keine Wahlen ausrufen k&ouml;nnen, eben weil es nie ein Machtvakuum gab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Machtkampf-in-Venezuela\/!5588740\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Maduro wollte sich laut den USA nach Kuba absetzen <\/strong><br>\nMaduro war bereit Venezuela zu verlassen. Aber die Russen haben ihn &uuml;berredet zu bleiben.<br>\nVenezuelas Pr&auml;sident Maduro wollte sich laut US-Au&szlig;enminister Pompeo nach Kuba absetzen. Das Flugzeug stand demnach bereits auf dem Rollfeld. Die Russen h&auml;tten Maduro jedoch zum Bleiben &uuml;berredet. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Es ist lange her, dass jemand Maduro gesehen hat. Er hatte ein Flugzeug auf dem Rollfeld. So wie wir es verstehen, war er bereit, heute Morgen zu gehen. Die Russen haben ihm aber zu verstehen gegeben, dass er bleiben sollte&ldquo;, erkl&auml;rte Pompeo.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article192737739\/Venezuela-Maduro-war-laut-USA-bereit-Venezuela-zu-verlassen.html%20\">welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Geht es noch grotesker? Das ist ja &bdquo;Haltet den Dieb&ldquo; in Reinkultur. Pompeo regt sich also dar&uuml;ber auf, dass die USA nicht mehr in ihrem eigenen Hinterhof intervenieren k&ouml;nnen, ohne dass der Russe den US-Putsch durch Telefonate vereitelt? Was w&uuml;rden Brzezi&#324;ski, Kissinger, Rumsfeld oder Perle eigentlich zu diesem albernen Mimimi sagen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Aktivisten sch&uuml;tzen Botschaft von Venezuela in Washington<\/strong><br>\nUm die hundert politische Aktivisten haben sich in das Geb&auml;ude der venezolanischen Botschaft in der Hauptstadt der USA begeben, um es gegen eine &Uuml;bernahme durch Personal des selbsternannten Interimspr&auml;sidenten  Juan Guaid&oacute;, zu verteidigen.<br>\nDas &ldquo;Kollektiv zum Schutz der Botschaft&rdquo; h&auml;lt sich bereits seit Wochen in der Gesandtschaft auf und erhielt am vergangenen Mittwoch vom verbliebenen Botschaftspersonal die Schl&uuml;ssel zu der Liegenschaft, bevor dieses fristgem&auml;&szlig; nach Venezuela zur&uuml;ckkehrte. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind seit Ende Januar abgebrochen. Mitte M&auml;rz scheiterten dann auch Gespr&auml;che zwischen beiden Seiten &uuml;ber die gegenseitige Einrichtung diplomatischer Interessenb&uuml;ros in Caracas und Washington.<br>\nUm die Position des venezolanischen Oppositionsf&uuml;hrers Guaid&oacute; zu st&auml;rken, anerkannte die US-Regierung inzwischen dessen Abgesandten Carlos Vecchio als &ldquo;Botschafter Venezuelas in den USA&rdquo;. Er hat bereits diplomatische Liegenschaften des s&uuml;damerikanischen Landes in Washington und New York mithilfe von US-Beh&ouml;rden faktisch &uuml;bernommen. Der unkonventionelle Widerstand k&ouml;nnte nun international das Wiener &Uuml;bereinkommen &uuml;ber diplomatische Beziehungen, das die R&auml;umlichkeiten von Missionen als unverletzlich erkl&auml;rt, zum Thema machen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/04\/225534\/botschaft-venezuela-washington\">Amerika 21<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Maas und die Menschenrechte<\/strong><br>\nW&auml;hrend das Ausw&auml;rtige Amt von einem gemeinsamen &ldquo;Wertefundament&rdquo; mit Bolsonaro und Duque spricht, zielt Berlin tats&auml;chlich darauf ab, Verb&uuml;ndete im Kampf gegen China und Russland zu sammeln sowie seine Stellung in Lateinamerika gegen&uuml;ber Washington zu st&auml;rken. Zudem ist es um nicht von Sanktionen bedrohte Absatzm&auml;rkte f&uuml;r die deutsche Exportindustrie bem&uuml;ht. [&hellip;]<br>\nGegen&uuml;ber dem Publikum deklariert der Au&szlig;enminister seine Reise als Versuch, eine engere Kooperation im Kampf f&uuml;r die Menschenrechte einzuleiten. Dies will er nun mit den beiden am weitesten rechts stehenden Regierungen S&uuml;damerikas tun. Brasiliens Pr&auml;sident Jair Messias Bolsonaro ist ein erkl&auml;rter Anh&auml;nger der ehemaligen brasilianischen Milit&auml;rdiktatur; mehr als ein Drittel seiner Kabinettsmitglieder sind Soldaten, die die Entscheidungen ihres Pr&auml;sidenten bei Bedarf korrigieren und steuernden Einfluss in der Regierung haben. [&hellip;]<br>\nDramatisch ist die Menschenrechtslage auch in Kolumbien. Dort sind allein seit der Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen der Regierung und den FARC-Rebellen am 24. November 2016 mindestens 128 Mitglieder der politischen FARC-Nachfolgepartei sowie mindestens 179 soziale Aktivisten ermordet worden, darunter indigene Aktivisten, Anf&uuml;hrer von Kleinbauernverb&auml;nden, Umweltsch&uuml;tzer und Gewerkschafter. Laut UN-Angaben bleiben 87 Prozent der politisch motivierten Morde straflos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7921\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Abr&uuml;stungsbericht der Bundesregierung ist heuchlerisch<\/strong><br>\n &bdquo;Der Jahresabr&uuml;stungsbericht 2018 der Bundesregierung ist heuchlerisch. Die eigene destruktive Rolle durch Waffenlieferungen in Krisengebiete und an Diktaturen mit einem Spitzenplatz bei weltweiten R&uuml;stungsexporten bleibt au&szlig;en vor. Und statt aktiv f&uuml;r die Bewahrung des INF-Abr&uuml;stungsvertrags zu k&auml;mpfen, unterst&uuml;tzt Au&szlig;enminister Heiko Maas mit einseitigen Vorw&uuml;rfen gegen Russland erneut den Konfrontationskurs von US-Pr&auml;sident Donald Trump. Die Bundesregierung befeuert damit selbst in ihrem Abr&uuml;stungsbericht eine atomare Aufr&uuml;stung in Europa&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Trotz gegenseitiger Vorw&uuml;rfe von den USA und Russland bez&uuml;glich der Verletzung des INF-Abkommens weigert sich Maas ein weiteres Mal, auf eine unabh&auml;ngige Verifizierung zu dr&auml;ngen und wiederholt schlicht unbelegte Vorw&uuml;rfe Washingtons gegen Moskau. Die Bundesregierung muss die USA und Russland auffordern, die K&uuml;ndigung des f&uuml;r Deutschland und Europa zentralen Vertrags &uuml;ber nukleare Mittelstreckensysteme zur&uuml;ckzunehmen.<br>\nWenn es die Bundesregierung ernst meint mit der Abr&uuml;stung, muss sie klarstellen, dass die Bundesrepublik Deutschland einer Stationierung neuer US-Atomwaffen auf deutschem Boden nicht zustimmen und die nukleare Teilhabe beenden wird. Die Bundesregierung muss den Abzug der in B&uuml;chel stationierten US-Atomwaffen einleiten, so dass auch andere europ&auml;ische L&auml;nder nachziehen k&ouml;nnen. Notwendig ist zudem ein sofortiger und umfassender Waffenexportstopp an die von Saudi-Arabien angef&uuml;hrte Jemen-Kriegsallianz und ein gesetzliches Verbot von R&uuml;stungsexporten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/abruestungsbericht-der-bundesregierung-ist-heuchlerisch\/\">Die Linke<\/a>\n<p><strong>dazu: Forscher aus Kiel fordert Reform<\/strong><br>\nDie deutsche R&uuml;stungspolitik bedarf &bdquo;dringend einer Reform&ldquo;, sagt Prof. Joachim Krause, Forscher am Institut f&uuml;r Sicherheitspolitik in Kiel. Der Abw&auml;rtstrend deutscher Waffenexporte h&auml;lt an. Unternehmen auch aus Schleswig-Holstein gerieten demnach im Wettlauf um Auftr&auml;ge ins Hintertreffen.<br>\nKiel\/Berlin<br>\nDas Institut f&uuml;r Sicherheitspolitik an der Uni Kiel (ISPK) erhebt massive Vorw&uuml;rfe gegen die R&uuml;stungsexportpolitik der Bundesregierung. Die Gro&szlig;e Koalition lasse sich durch &bdquo;Falschmeldungen und irref&uuml;hrende Behauptungen&ldquo; einer &bdquo;langj&auml;hrig agierenden deutschen Friedensszene&ldquo; zu einer Ausfuhrpolitik treiben, die europ&auml;ische Grunds&auml;tze sowie v&ouml;lkerrechtliche Normen zum Waffenexport missachte und die R&uuml;stungskooperation mit EU-Partnern erschwere, hei&szlig;t es in einem Positionspapier des ISPK-Direktors Prof. Joachim Krause.<br>\nVor allem m&uuml;sse die Bundesregierung lernen, sich von &bdquo;populistischen Fake-News und Tatarenmeldungen&ldquo; frei zu machen. Krause wirft auch dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri vor, die Rolle der Bundesrepublik als R&uuml;stungsexporteur zu &uuml;berzeichnen: &bdquo;Deutschland ist nicht die Waffenkammer der Welt&ldquo;. W&auml;hrend Sipri Deutschland auf Rang drei der weltgr&ouml;&szlig;ten Gro&szlig;waffenexporteure sieht, gesteht das ISPK der Bundesrepublik hinter den USA, Russland, Frankreich, Gro&szlig;britannien und China lediglich Platz sechs zu. Den Anteil Deutschlands an den weltweiten Exporten von kleinen und leichten Kriegswaffen sieht Krause im &bdquo;Promillebereich&ldquo;&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kn-online.de\/Nachrichten\/Schleswig-Holstein\/Waffenexporte-Forscher-aus-Kiel-fordert-Reform-der-Ruestungspolitik%20\">Kieler Nachrichten<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers HS:<\/strong> Die &bdquo;Friedensszene&ldquo; d&uuml;rfte diesen Mann nur zu gut kennen &ndash; eine Zierde der Kieler Universit&auml;t.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es ist kaum fassbar, wie hier ein &bdquo;Professor&ldquo; die Fakten verdreht. Die Bundesrepublik erlaubt Waffenexporte an jeden, der daf&uuml;r bezahlt, entweder mit Geld oder damit, dass er &bdquo;westliche Werte&ldquo; verteidigt. Ob er gegen das V&ouml;lkerrecht verst&ouml;&szlig;t oder nicht ist kein Kriterium f&uuml;r eine Ausfuhrerlaubnis von Waffen an eine Diktatur wie z.B. Saudi-Arabien. Man muss sich auf der Webseite der ISPK nur die Liste ihrer &bdquo;Partner&ldquo; anzusehen, dann ist alles klar: kein wissenschaftlicher Rat, sondern ein transatlantischer Propagandaclub. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48371\">Streitfall: Milit&auml;rische Forschung an deutschen Unis<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48281\">Integrity Initiative &ndash; NATO-Propaganda auch in Deutschland<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Verfeuerte Millionen &ndash; Wie Bundeswehrberater abkassieren <\/strong><br>\nDie Bundeswehr ist in einem teilweise desastr&ouml;sen Zustand. Das attestierte der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels in seinem diesj&auml;hrigen Bericht. Die Personalsituation sei weiterhin angespannt, die materielle Lage nach wie vor mangelhaft. Dabei steigt der Verteidigungshaushalt von Jahr zu Jahr.<br>\nTrotzdem sollen nach den Pl&auml;nen der Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Panzerwerkst&auml;tten der Heeresinstandsetzungslogistik, kurz HIL, aus Gr&uuml;nden der Wirtschaftlichkeit privatisiert werden. In den HIL-Werken in Sankt Wendel (Saarland), Doberlug-Kirchhain (Brandenburg) und Darmstadt (Hessen) werden Panzer und andere Milit&auml;rfahrzeuge gewartet und repariert. Um die Privatisierung umzusetzen, wurden eigens private Berater engagiert. Eingeplante Kosten f&uuml;r die Vertr&auml;ge: 42 Millionen Euro.<br>\nAuch deshalb ist das Privatisierungsvorhaben zum politischen Zankapfel innerhalb der Gro&szlig;en Koalition geworden. &ldquo;Die SPD hat klar gemacht, dass die Privatisierung ein Fehler w&auml;re und wir keinem Privatisierungsmodell zustimmen k&ouml;nnen&rdquo;, sagt Fritz Felgentreu, verteidigungspolitischer Sprecher der Partei. &ldquo;Ich sehe f&uuml;r dieses Projekt keine Mehrheit im Bundestag, so einfach.&rdquo; Auch die Oppositionsparteien im Bundestag lehnen eine Privatisierung ab. Die Gr&uuml;nen etwa &auml;rgern vor allem die hohen Beraterhonorare. Trotzdem l&auml;sst das Bundesverteidigungsministerium die Beraterfirmen weiter an den &Uuml;bernahmepl&auml;nen arbeiten.<br>\n&Uuml;ber ein Privatisierungsprojekt, das politisch eigentlich gescheitert ist, den Steuerzahler aber weiter Millionen kostet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/wie-bundeswehrberater-abkassieren-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Ma&szlig; an politischer Korruption im Bundesverteidigungsministerium ist unglaublich. Die geplante Privatisierung der Instandsetzungswerke kann, wie bei so vielen Privatisierungsprojekten, nur den Zweck haben, &ouml;ffentliche Gelder in private Taschen zu schaufeln. Konsequenzen f&uuml;r die Bundesverteidigungsministerin bisher: keine. Von der Leyen h&auml;tte eigentlich schon l&auml;ngst, auch wegen anderer seltsamer Vorg&auml;nge, Stichwort Gorch Fock, zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen, wird aber in der &ouml;ffentlichen Berichterstattung durch die &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; offensichtlich geschont &ndash; Ausnahmen, wie obiger Beitrag, best&auml;tigen die Regel. Deutschland bewegt sich immer mehr in Richtung einer Bananenrepublik.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Bei allen Privatisierungen f&auml;llt immer eine dicke Scheibe f&uuml;r die &bdquo;Berater&ldquo; ab. Das ist die Masche, das ist oft sogar das eigentliche Gesch&auml;ft. In diesem Fall 42 Millionen &euro; nur f&uuml;r die Vertr&auml;ge. Allein schon das ist eine Unversch&auml;mtheit, das Geld ist zum Fenster hinausgeworfen. Es gleich zu Lasten des privatisierten Konzerns, der damit schon mal 42 Millionen an seine neuen Eigent&uuml;mer selber bezahlen muss. 42 Millionen mehr Schulden, bevor wirtschaftlich gesehen &uuml;berhaupt etwas passiert ist, 42 Millionen Bestechungsgeld, 42 Millionen f&uuml;r die Katz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange zu 50 Wochen Gef&auml;ngnis verurteilt<\/strong><br>\nDer Versto&szlig; gegen Kautionsauflagen bringt Julian Assange ins Gef&auml;ngnis. &Uuml;ber das Auslieferungsersuchen der USA wird noch entschieden.<br>\nWikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange ist vom britischen Gericht Southwark Crown Court zu einer Gef&auml;ngnisstrafe von 50 Wochen wegen des Versto&szlig;es gegen seine Kautionsauflagen in Gro&szlig;britannien verurteilt worden. Richterin Deborah Taylor blieb mit ihrem Urteil nur knapp unter der maximal m&ouml;glichen Strafe von einem Jahr Haft. In ihrer m&uuml;ndlichen Begr&uuml;ndung stellte sie fest, dass Assange sich jederzeit freiwillig den B&ouml;rden h&auml;tte stellen k&ouml;nnen, dies aber nicht getan habe. Das Argument der Verteidigung, Assange habe aus &ldquo;begr&uuml;ndeter Angst&rdquo; davor gehandelt, dass Schweden ihn an die USA ausliefern k&ouml;nne, wurde von der Richterin nicht geteilt.<br>\n(&hellip;) Auslieferungsersuchen der USA<br>\nAb dem morgigen Donnerstag wird Assanges Fall vor dem Bezirksgericht Westminster verhandelt. Hier geht es um das Auslieferungsersuchen der USA. Assange wird vorgeworfen, sich zusammen mit der Whistleblowerin Chelsea Manning, damals Bradley Manning, verschworen zu haben und ein Passwort eines Computernetzwerkes der Regierung zu knacken&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Wikileaks-Gruender-Julian-Assange-zu-50-Wochen-Gefaengnis-verurteilt-4411174.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong> &ldquo;Das Argument der Verteidigung, Assange habe aus &ldquo;begr&uuml;ndeter Angst&rdquo; davor gehandelt, dass Schweden ihn an die USA ausliefern k&ouml;nne, wurde von der Richterin nicht geteilt.&rdquo; Stimmt, es gibt ja auch kein Auslieferungsersuchen seitens der USA &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Julian Assange legal team begin &lsquo;big fight&rsquo; over extradition<\/strong><br>\nA struggle over the US request for Julian Assange&rsquo;s extradition will open in court on Thursday morning, a day after the WikiLeaks founder was jailed for just under a year for breaching bail conditions to avoid being extradited to Sweden.<br>\nWednesday&rsquo;s sentence was decried as an &ldquo;outrage&rdquo; by Kristinn Hrafnsson, the editor-in-chief of the whistleblowing website, who said the hearing at Westminster magistrates court to oppose Assange&rsquo;s extradition would be the start of the &ldquo;big fight&rdquo; &ndash; a process he said would be &ldquo;a question of life and death for Mr Assange&rdquo;.<br>\nA judge largely rejected the mitigating factors put forward by lawyers for Assange &ndash; who took refuge in Ecuador&rsquo;s embassy to London in 2012 to avoid extradition to Sweden over sexual assault allegations, which he has denied &ndash; and told the 47-year-old it was difficult to envisage a more serious example of the offence.<br>\n(&hellip;) The judge was met with cries of &ldquo;shame on you&rdquo; from Assange&rsquo;s supporters in the gallery when she sentenced him to 50 weeks in prison &ndash; two weeks short of the maximum under guidelines &ndash; and directed that time spent on remand since his arrest on 11 April would count against it. Assange turned and raised a clenched fist to supporters as he was led away.<br>\n(&hellip;) Speaking on the steps of the court afterwards, Hrafnsson said the sentence was vindictive, adding: &ldquo;&ldquo;It doesn&rsquo;t give us a lot of faith in the UK justice system for the fight ahead.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/media\/2019\/may\/01\/julian-assange-jailed-for-50-weeks-for-breaching-bail-in-2012\">The Guardian<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wahlen zur Eurokratie: Hinweise auf das was links ist<\/strong><br>\nJ&uuml;ngst erst war Sevim Dagdelen in London. Nein, nicht zum Shoppen. Sie hat versucht, den Journalisten Julian Assange im Belmarsh Gef&auml;ngnis zu treffen. Gemeinsam mit Heike H&auml;nsel hat sie versucht, dem Gefangenen einen Kontakt mit der Au&szlig;enwelt zu verschaffen. Doch Assange, der Mann, der mehrfach Dokumente von US-Armee und -Beh&ouml;rden zu den Drecks-Kriegen in Afghanistan und im Irak ver&ouml;ffentlichte, darf nicht besucht werden. F&auml;nde diese widerrechtliche Verhaftung und Abschottung eines politischen Aktivisten in China oder Ru&szlig;land statt, k&ouml;nnte man aus deutschen Medien einen Aufschrei der Emp&ouml;rung h&ouml;ren. Schnell w&auml;re das Wort von der Isolationsfolter in der Welt. Zwar hat die Abgeordnete Dagdelen jede Menge Presseresonanz erreicht. Aber das zeitgleich anwesende ZDF schweigt sich bis heute vornehm aus: Assange ist ein Berufskollege mit R&uuml;ckgrat und Wahrheitsdrang, so einer hat keinen Platz im &Ouml;ffentlich-Rechtlichen. Dagdelen bleibt dran. [&hellip;]<br>\nAuch der Abgordnete Andrej Hunko war nach einer Reise in den deutschen Medien. Denn der Parlamentarier der Linkspartei besuchte bei seiner Reise nach Venezuela den Staatschef Maduro. Das ist bei Besuchen im Ausland ziemlich &uuml;blich. Aber die deutschen Medien mochten sich kaum fassen vor lauter Emp&ouml;rung. Und sie konnten sich dabei auf brave Vertreter der GroKo st&uuml;tzen, die sich aufplusterten, als habe man ihnen die Lobby-Zuwendungen gek&uuml;rzt. Es sind dieselben Politiker, die m&ouml;rderische Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr regelm&auml;&szlig;ig durchwinken. Und die gleichen, die gerne Besuche von US-Pr&auml;sidenten beklatschen, egal, ob die im Irak morden lassen oder gemeinsam mit den befreundeten Saudis das jemenitische Volk in den Hunger- und Seuchen-Tod st&uuml;rzen. Aber jemanden wie Maduro, der sich gegen die USA wendet, besuchen, das geht f&uuml;r sie gar nicht. [&hellip;]<br>\nSo geht Parlamentarismus eben auch: Dass Abgeordnete die leicht erh&ouml;hte B&uuml;hne des Bundestages nutzen, um der &Ouml;ffentlichkeit jenen Zipfel der Wahrheit zu pr&auml;sentieren, der sonst im Dunkel der Medien-&Ouml;ffentlichkeit nur schlecht zu sehen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/wahlen-zur-eurokratie.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Notre Dame, die Barmherzigkeit und das &bdquo;Gl&uuml;ck&ldquo;<\/strong><br>\nKaum war das Feuer gel&ouml;scht, flossen Geldstr&ouml;me in Richtung Notre Dame. Frankreichs reiche Familien machten hunderte von Millionen locker. Doch diese Barmherzigkeit h&auml;tte ein kompetenter Staat zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nDer franz&ouml;sische Staat hatte erst 2018 die Reichen und Superreichen des Landes von der Verm&ouml;genssteuer quasi befreit und wird nun von den Reichen beim Wiederaufbau von Notre Dame entlastet. Man sch&auml;tzt die Entlastung f&uuml;r die Reichen ab Januar 2018 auf mindestens drei Milliarden Euro in jedem kommenden Jahr. Nun geben sie dem Staat und &bdquo;ihrem Pr&auml;sidenten&ldquo; etwas zur&uuml;ck. Ist das nicht wirkliche Fairness?<br>\nFast eine Milliarde ist von den Superreichen schon gespendet worden. Das klingt toll, doch f&uuml;r wie viele Jahre soll man die Entlastung von drei Milliarden pro Jahr gegenrechnen, um die jetzt einmalig gespendete Milliarde ins rechte Licht zu r&uuml;cken? Hundert Jahre oder gar 200? Die Sache ist im Grunde sehr einfach und die Gelbwesten sagen das zu Recht genauso: Diejenigen, die alles daf&uuml;r tun, keine Steuern zahlen zu m&uuml;ssen, sind einfach nicht glaubhaft, wenn es um die Barmherzigkeit geht. [&hellip;]<br>\nBarmherzigkeit ist keine Politik<br>\nPhilanthropie darf es in einer funktionierenden Gesellschaft sicherlich geben. Sie darf aber nicht, wie das heute schon fast die Regel ist, zum Ersatz f&uuml;r Sozialpolitik und zur Rechtfertigung f&uuml;r den Verzicht auf Umverteilungspolitik werden. Der Zusammenhalt der Gesellschaft wird nicht &uuml;ber freiwillige und zumeist doch interessengeleitete Spenden der Reichen gew&auml;hrleistet, sondern nur &uuml;ber eine Politik, die von vorneherein verhindert, dass die Unterschiede zwischen Arm und Reich zu gro&szlig; werden. Das &bdquo;Gl&uuml;ck&ldquo; auszugleichen, darf man nicht denen &uuml;berlassen, die es hatten.<br>\nEin kompetenter franz&ouml;sischer Pr&auml;sident h&auml;tte sich f&uuml;r die Bereitschaft der Superreichen, f&uuml;r den Aufbau von Notre Dame in die Bresche zu springen, h&ouml;flich bedankt und das Angebot gleichzeitig zur&uuml;ckgewiesen. Er h&auml;tte sagen sollen, dass gerade im Lichte dieser Bereitschaft die Abschaffung der Besteuerung der fortune ein Fehler war, der umgehend korrigiert wird. Die Gesellschaft, h&auml;tte er sagen sollen, ist bereit und in der Lage, den Wiederaufbau in einer Weise zu stemmen, bei der am Ende jeder Franzose sagen k&ouml;nne, er habe das daf&uuml;r getan, was in seiner Kraft stand und was eine demokratisch gew&auml;hlte Regierung ihm zugemutet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/04\/notre-dame-die-barmherzigkeit-und-das-glueck\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuerhinterziehung leicht gemacht<\/strong><br>\nDurch Steuer-CDs und Selbstanzeigen sind in den vergangenen Jahren &uuml;ber sieben Milliarden Euro in die deutsche Staatskasse geflossen.<br>\nDie wohl bekannteste Steuerfahnderin Deutschlands ist die ehemalige Staatsanw&auml;ltin Margrit Lichtinghagen. Die Bochumer Ankl&auml;gerin und ihr Team kauften von Bankmitarbeitern CDs mit den Kontodaten reicher Deutscher, die ihr Verm&ouml;gen in der Schweiz versteckt hatten, und &uuml;berf&uuml;hrten erfolgreich Tausende T&auml;ter. So verhaftete sie im Februar 2008 auch den damaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel.<br>\nErstmals spricht die fr&uuml;here Staatsanw&auml;ltin mit dem Schwerpunkt Wirtschaftskriminalit&auml;t vor der Kamera &uuml;ber ihre Arbeit. &ldquo;Allein die Durchsuchungsma&szlig;nahmen haben nat&uuml;rlich viele B&uuml;rger aufgeschreckt, die sich &uuml;berlegt haben, machen wir eine Selbstanzeige oder nicht&rdquo;, sagt Lichtinghagen, die heute als Richterin arbeitet. &ldquo;Wir haben konsequent durchsucht. Wir haben diese Verfahren in Bochum gehalten und haben sie in sehr kurzer Zeit auch abarbeiten k&ouml;nnen, weil wir ein sehr gutes Team an der Seite hatten.&rdquo;<br>\nIm Kampf gegen Steuers&uuml;nder hat allein Nordrhein-Westfalen mit bisher elf Datentr&auml;gern bundesweit die meisten Daten angekauft. Doch nachdem CDU und FDP im Mai 2017 die Landtagswahlen gewonnen hatten, wurde auch keine Steuer-CD mehr erworben und kein T&auml;ter mehr anhand neuer Bankdaten &uuml;berf&uuml;hrt. Auch die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern sank dramatisch. Die erfahrenen Steuerfahnder verlie&szlig;en Anfang 2018 frustriert die Beh&ouml;rde.<br>\nDen jetzt fehlenden Fahndungsdruck, der in der Vergangenheit zu Zehntausenden von Selbstanzeigen f&uuml;hrte, kritisiert der fr&uuml;here Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD), der in seiner Amtszeit zwischen 2010 und 2017 die Steuerfahnder unterst&uuml;tzte. &ldquo;Wenn dieses Risiko nicht mehr so hoch eingesch&auml;tzt wird, dann f&uuml;hlt man sich wieder sicher&rdquo;, sagt Walter-Borjans. Man habe nicht mehr diesen Gegner, und entsprechend lie&szlig;en dann die Initiativen zur Selbstanzeige nach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/steuerhinterziehung-leicht-gemacht-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Erdzerst&ouml;rer<\/strong><br>\nMit der Erfindung der Dampfmaschine fing es an. Mit revolution&auml;rer Rasanz machte sich der Mensch die Erde untertan. Eine Erfindung jagte die n&auml;chste, eine Technologie toppte die andere. F&uuml;r mehr Komfort. Mehr Konsum. Mehr Wohlstand. Und die Erde? Wie lange h&auml;lt sie den Menschen noch aus? Kompromissloser Blick auf die vergangenen 200 Jahre des Industriekapitalismus.<br>\nDer Anstieg des Meeresspiegels und das Abschmelzen der Polkappen stehen symptomatisch f&uuml;r einen Prozess, der unaufhaltsam scheint. Regierungen und multinationale Konzerne werden immer &ouml;fter als Verantwortliche ausgemacht: Umweltorganisationen reichen Petitionen ein und ber&uuml;hmte Pers&ouml;nlichkeiten rufen zum Handeln auf. Forscher ver&ouml;ffentlichen erschreckende Zahlen&hellip;<br>\nDie Autoren werfen einen kompromisslosen Blick auf die letzten 200 Jahre des Industriekapitalismus: Sie erz&auml;hlen vom Abbau der fossilen Brennstoffe, der Erfindung des Automobils, der Kernkraft und dem Massenkonsum; vom Imperialismus, von Kriegen, vom Wachstum der St&auml;dte, von industrieller Landwirtschaft und von Globalisierung. Die Sendung m&ouml;chte auch zeigen, wer f&uuml;r all das verantwortlich ist. Denn die Schuld an der Umweltkrise tr&auml;gt nicht die Menschheit an sich &ndash; historisch gesehen trifft sie nur eine kleine Minderheit, als erstes Nordamerikaner und Europ&auml;er. Die reichsten 20 Prozent der Erdenb&uuml;rger sind die schlimmsten CO2-S&uuml;nder, und ein F&uuml;nftel der Weltbev&ouml;lkerung pflegt heute die verschwenderische Lebensweise, die sich bereits ab dem fr&uuml;hen 19. Jahrhundert im B&uuml;rgertum von Industriel&auml;ndern und Kolonialm&auml;chten entwickelte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/073938-000-A\/die-erdzerstoerer\/\">arte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Nach dieser Reportage ist klar, ohne die Systemfrage zu stellen, sind alle Diskussionen &uuml;ber Umweltschutz und Klimawandel absolut wertlos. Vor allem wenn man bedenkt, dass der ganze Aberwitz nur vonstattengeht, um eine Handvoll Personen unendlich reich zu machen. Unfassbar: Acht Milliard&auml;re besitzen genauso viel Verm&ouml;gen, wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung. Oxfams aktuelle Studie zeigt: <a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/ueber-uns\/aktuelles\/2017-01-16-8-maenner-besitzen-so-viel-aermere-haelfte-weltbevoelkerung\">Die L&uuml;cke zwischen Arm und Reich ist gr&ouml;&szlig;er als bisher angenommen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Klimaschutz ist aktive Gesundheitspflege &ndash; Spektrum der Wissenschaft<\/strong><br>\n2017 hatte Christian Lindner noch auf FDP-Wahlplakate drucken lassen: &raquo;Schulranzen ver&auml;ndern die Welt. Nicht Aktenkoffer.&laquo; Jetzt findet er, die sollen erst mal etwas Ordentliches lernen und nach Schulschluss streiken oder es noch besser &raquo;den Profis&laquo; &uuml;berlassen. Ich versuche mich gerade zu erinnern, ob je ein Streik in der Freizeit stattgefunden hat. Piloten oder Lokf&uuml;hrer streiken auch immerw&auml;hrend der Arbeitszeit. Warum soll das bei Sch&uuml;lern anders sein? Luisa Neubauer, das deutsche Gesicht der internationalen &raquo;Fridays for Future&laquo;-Bewegung, erwiderte auf Lindners Rat: &raquo;Die Profis sitzen anscheinend gerade nicht in unseren Parlamenten. Und sicher nicht in der FDP.&laquo;<br>\nWer sind &uuml;berhaupt die Profis? Na, Wissenschaftler! Und die haben sich jetzt zusammengetan f&uuml;r &raquo;Scientists for Future&laquo;. In deren Stellungnahme hei&szlig;t es: &raquo;Die Anliegen der demonstrierenden jungen Menschen sind &not;berechtigt!&laquo; Die Forscher erkl&auml;ren auf Grundlage ge&not;sicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse: Die derzeitigen Ma&szlig;nahmen zum Klima-, Arten-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei Weitem nicht aus. Und auch eine Wortmeldung von 40 Akademien &ndash; von der Leopoldina bis zum Institute of Medicine in den USA &ndash; unterstreicht: Wir machen das nicht f&uuml;r eine abstrakte Umwelt, sondern f&uuml;r unsere eigene Gesundheit.<br>\nKann das so einen Riesenunterschied machen, ob es ein paar Grad w&auml;rmer wird? Als Arzt wei&szlig; ich: Von 41 zu 43 Grad K&ouml;rpertemperatur f&uuml;hrt ein gro&szlig;er Sprung. Der &uuml;ber die Klinge. Doch wenn sich die Menschheit selbst abzuschaffen droht durch &Uuml;berhitzung, l&auml;sst uns das seltsam kalt. Auch Politiker wie Verkehrsminister Scheuer tragen nicht gerade zum Ansehen der Wissenschaft bei, wenn er alle Evidenz seiner Profis wegwischt mit dem &raquo;gesunden Menschenverstand&laquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/klimaschutz-ist-aktive-gesundheitspflege\/1637606\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zweifel ist ihr Produkt: Der Dieselstreit &ndash; ein Fall f&uuml;rs Lehrbuch<\/strong><br>\nMit wenigen Wortmeldungen und Fernsehauftritten haben zwei Kritiker die Diskussion &uuml;ber die Grenzwerte f&uuml;r Stickoxide umgelenkt. Auf diese Weise den Anschein einer wissenschaftlichen Kontroverse zu erwecken, hat schon oft der Industrie geholfen.<br>\nIn vielen Gro&szlig;st&auml;dten haben Messstationen Verst&ouml;&szlig;e gegen die Grenzwerte bei Stickoxiden festgestellt. Dieselautos gelten als wichtigste Quelle, darum haben etliche Gemeinden auf Druck von Umweltsch&uuml;tzern und Gerichten Fahrverbote verh&auml;ngt. Ein Angriff gegen die Grenzwerte und deren wissenschaftliche Basis erscheint vielen Politikern einfacher, als sich mit Autoindustrie und Autofahrern anzulegen. F&uuml;r eine solche Attacke gibt es auch erprobte Vorbilder&hellip;<br>\nEs geht nicht mehr um das illegale oder unredliche Verhalten der Autoindustrie, nicht mehr um die ansteigende Flut von Autos auf den Stra&szlig;en, nicht mehr um die Gesundheit der Anwohner. Pl&ouml;tzlich geht es um die Qualit&auml;t der Wissenschaft hinter den Grenzwerten.<br>\nUnd das erreichen die beiden M&auml;nner nicht, weil sie jahrzehntelange Forschung mit &uuml;berzeugenden Studien widerlegt h&auml;tten und sich in einer wissenschaftlichen Debatte durchsetzen k&ouml;nnten. Das haben sie nicht und k&ouml;nnen sie nicht. Sie haben lediglich gen&uuml;gend Zweifel ges&auml;t, um Ausreden zu liefern. Ausreden, mit denen Politiker den Vollzug gesetzlich verankerter und von h&ouml;chsten Gerichten best&auml;tigter Grenzwerte doch noch aushebeln k&ouml;nnen. Und Ausreden, die betroffenen Autofahrern den letzten Schub liefern, Fahrverbote als grunds&auml;tzlich illegitim zu betrachten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/klimasocial\/schrader-zweifel-produkt-dieselstreit\/\">Riff Reporter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Eine sehr gute Beschreibung davon, wie die Masche funktioniert: Solange die Wissenschaft sich nicht einig ist, machen wir erst einmal gar nichts. Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Robert Habeck &ndash; Es ist zum Heulen<\/strong><br>\nSo nett ist kein Mensch: Die penetrante Beschreibung des Gr&uuml;nenchefs Robert Habeck als softer Super-Sympath ist eine Verschw&ouml;rung der Medien.<br>\nIch kann Robert Habeck nicht ausstehen. So, jetzt ist es raus.<br>\nHoffentlich verliere ich jetzt nicht meinen Job. Denn eigentlich m&uuml;sste mich Robert Habeck doch durch und durch begeistern, jedenfalls scheint das zurzeit Grundvoraussetzung zu sein f&uuml;r die Arbeit als Journalist.<br>\nWo man auch bl&auml;ttert: Robert Habeck spricht &ldquo;mit leiser, freundlicher Stimme&rdquo; (&ldquo;BamS&rdquo;), er &ldquo;kommt selbstironisch und sympathisch daher&rdquo; (&ldquo;Die Welt&rdquo;) und ist &ldquo;dem jungen Willy Brandt vergleichbar&rdquo; (&ldquo;Stern&rdquo;). Die &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; verschickte am Wochenende gar eine Vorabmeldung mit der Information, Habeck m&uuml;sse seit der Geburt seiner Kinder angesichts kitschiger Filme weinen und brauche morgens im Bad nur zwei Sekunden, um sein Haar zu richten. Haltet die Druckerpressen an, diese Meldung muss noch rein! [&hellip;]<br>\nMittlerweile halte ich die mediale Habeck-Begeisterung f&uuml;r eine Verschw&ouml;rung. Aber eben nicht f&uuml;r ein Komplott Gr&uuml;nen-freundlicher Journalistinnen und Journalisten, die Habeck unbedingt im Kanzleramt sehen wollen. Nein, ganz im Gegenteil: Es handelt sich dabei um ein abgekartetes Spiel der konservativen Presse, die Robert Habeck durch eine Flut penetrant-schleimiger Beschreibungen selbst jenen verleiden wollen, die ihm potenziell politisch nahe st&uuml;nden. Habeck kann nichts daf&uuml;r. Man will ihn auf perfide Weise unw&auml;hlbar machen.<br>\n&Uuml;brigens: Viel zu wenig wird zurzeit dar&uuml;ber berichtet, wie freundlich, mitf&uuml;hlend und sympathisch der junge und gutaussehende FDP-Chef ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/robert-habeck-und-der-hype-es-ist-zum-heulen-kolumne-a-1265030.html\">Stefan Kuzmany auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Flott geschrieben und durchaus humorig und tiefgr&uuml;ndig. Es kommt ja selten vor, dass man SPON auch mal loben muss.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Linkspartei in der Dauerstagnation: Interview mit Basisaktivistin Solveigh Calderin<\/strong><br>\nWie hat sich die Linkspartei in Ihren Augen bis zu Ihrem Austritt entwickelt?<br>\nSie hat sich &ndash; insbesondere bei den beiden letzten Parteitagen &ndash; deutlich von ihren friedenspolitischen Zielen verabschiedet.<br>\nDie &ldquo;Regierungswilligkeit&rdquo; um jeden Preis ist immer st&auml;rker geworden. Das st&ouml;&szlig;t die Menschen und die Mitglieder ab. [&hellip;] Die Linke ist keine linke Partei mehr. Es gibt zwar noch sch&ouml;ne Sonntagsreden, ihrem Handeln nach sind sie aber eine regierungskonforme Systempartei. Dazu die Absage an die friedenspolitischen Grunds&auml;tze der beiden letzten Bundesparteitage, die furchtbare und gemeine Demontage Sahra Wagenknechts auf dem Leipziger Parteitag, die Einladung Grenells zum Neujahrsempfang der Linken in Berlin. Die Unwilligkeit, sich den Problemen der arbeitenden Menschen in unserem Land &ndash; au&szlig;er in Sonntagsreden &ndash; zuzuwenden und die Menschen zu mobilisieren, auf die Stra&szlig;e zu gehen, um f&uuml;r ihre Rechte und den Frieden zu k&auml;mpfen und so diese Probleme zu l&ouml;sen. Da ist in sehr viel zusammengekommen.<br>\nWie bewerten Sie den Umgang der Parteispitze mit Sahra Wagenknecht?<br>\nIntrigant, gemein und heuchlerisch. Was sich die Parteispitze &ndash; und nicht nur die, wenn ich an den Leipziger Parteitag erinnere &ndash; gegen&uuml;ber Sahra Wagenknecht erlaubte, geht weit &uuml;ber das &uuml;bliche Mobbing hinaus. Sie ist nicht grundlos durch diese st&auml;ndigen Angriffe, Beleidigungen, die nach meinem Daf&uuml;rhalten bis zum Rufmord gingen, krank geworden. [&hellip;]<br>\nKonnte die Linke dort, wo sie sich an Landesregierungen beteiligt (Berlin, Brandenburg, Th&uuml;ringen), echte fortschrittliche Reformen im Interesse der arbeitenden Menschen durchf&uuml;hren?<br>\nNein. Sie hat sich v&ouml;llig verdreht und ist gr&ouml;&szlig;tenteils den Forderungen der Herrschenden nachgekommen. Ich erinnere an die Zustimmung zur Privatisierung der Autobahn und vor kurzem, bereits nach meinem Austritt, an die Zustimmung der Brandenburger Linken zum Polizeigesetz. Solche Dinge werden immer &ldquo;mit Bauchschmerzen&rdquo; und &ldquo;wegen der Sachzw&auml;nge&rdquo; abgesegnet. Die Kraft &ldquo;Nein!&rdquo; zu sagen, hat die Linke in wichtigen Fragen nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/87642-linkspartei-in-dauerstagnation-interview-mit\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Vieles von dem, was Frau Calderin da sagt ist leider wahr. Will die PdL blo&szlig; noch die bessere SPD sein?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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