{"id":51450,"date":"2019-05-05T09:00:12","date_gmt":"2019-05-05T07:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450"},"modified":"2019-05-03T14:20:16","modified_gmt":"2019-05-03T12:20:16","slug":"hinweise-der-woche-109","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450#h01\">Die USA unter Pr&auml;sident Trump: Totengr&auml;ber des V&ouml;lkerrechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450#h02\">Billionaire Blackwater Founder Wants His Mercenaries in Venezuela to Topple Maduro: Report<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450#h03\">&bdquo;Maduro ist kein Diktator&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450#h04\">Mythos Lohnnebenkosten: Kein Anstieg, sondern R&uuml;ckgang der Quote, begrenzte Bedeutung der Arbeitgeberbeitr&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450#h05\">Landwirtschaft &ndash; Fragw&uuml;rdige Verflechtungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450#h06\">Stiftung Bill Gates behindert Pr&auml;vention gegen Malaria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450#h07\">Maas und die Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450#h08\">Forscher aus Kiel fordert Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450#h09\">3,4 Millionen verdienen in Vollzeit unter 2000 Euro brutto<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die USA unter Pr&auml;sident Trump: Totengr&auml;ber des V&ouml;lkerrechts<\/strong><br>\nEs wird sich nur schwer feststellen lassen, ob die USA unter Pr&auml;sident Trump das V&ouml;lkerrecht h&auml;ufiger verletzt haben als unter vorherigen Pr&auml;sidenten. Es sind jedoch ohne Frage einige V&ouml;lkerrechtsverletzungen hinzugekommen, die f&uuml;r die politische Agenda der Regierung Trump charakteristisch sind. Als Folge ihrer Nulltoleranzpolitik gegen&uuml;ber Familien, die illegal &uuml;ber die US-amerikanisch-mexikanische Grenze ins Land reisen, trennte die Regierung Trump ab Mai 2018 zu Abschreckungszwecken mehrere tausend Kinder von ihren Eltern, inhaftierte die Eltern auf unbestimmte Zeit und brachte die Kinder in staatlichen Unterk&uuml;nften unter. Mehr als 100 Kinder waren j&uuml;nger als vier Jahre, einige sogar nur wenige Monate alt. Die Praxis, die im Juni 2018 von einem US-Bundesgericht gestoppt wurde, stellte einen eklatanten Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrechts dar. &hellip;.<br>\nBei anderen Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;en folgt Pr&auml;sident Trump lediglich in den Fu&szlig;stapfen seiner Vorg&auml;nger. Wie Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton h&auml;lt auch Pr&auml;sident Trump an der letztendlich unhaltbaren Auffassung fest, dass die Menschenrechte die USA bei Handlungen au&szlig;erhalb ihres Staatsgebiets nicht binden. Die Folgen sind bekannt: unbefristete Inhaftierungen ohne rechtsstaatliches Verfahren in Guantanamo Bay; Entf&uuml;hrungen und au&szlig;erordentliche &Uuml;berstellungen von Terrorverd&auml;chtigen von einem Staat zum anderen ohne rechtliche Grundlage; Einsatz verbotener Verh&ouml;rmethoden in Geheimgef&auml;ngnissen in Afghanistan und Osteuropa; gezielte T&ouml;tungen von Terrorverd&auml;chtigen ohne &ouml;ffentliche Anklage oder Gerichtsverfahren durch den Einsatz bewaffneter Drohnen in Pakistan, Somalia, Jemen und anderswo im endlosen &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo;; weltweite &Uuml;berwachung des Telekommunikationsverkehrs.<br>\nAuch in anderen Bereichen unterscheidet sich das v&ouml;lkerrechtswidrige Verhalten von Pr&auml;sident Trump nicht wesentlich von dem seiner Vorg&auml;nger. Wie diese greift er in unzul&auml;ssiger Weise in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten ein. Anders als die Bundesregierung, die ihre &bdquo;Anerkennung&ldquo; von Juan Guaid&oacute; als Interimspr&auml;sident von Venezuela, lediglich als &bdquo;politische Unterst&uuml;tzungserkl&auml;rung&ldquo; ohne Rechtsfolgen versteht, erkannte Pr&auml;sident Trump Juan Guaid&oacute; im Januar 2019 de jure als Pr&auml;sident Venezuelas an. Juan Guaid&oacute; erh&auml;lt damit Zugriff auf das venezolanische Staatsverm&ouml;gen in den USA (einschlie&szlig;lich Bankkonten, Goldreserven und Unternehmensbeteiligungen), darf den venezolanischen Botschafter in Washington ernennen, Venezuela in Rechtsstreitigkeiten vor US-amerikanischen Gerichten vertreten und fremde Staaten, einschlie&szlig;lich der USA, zur milit&auml;rischen Intervention in Venezuela einladen. Da die Regierung von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro aber noch immer die effektive Herrschaftsgewalt in Venezuela aus&uuml;bt, handelte es sich bei der Anerkennung Juan Guaid&oacute;s durch Pr&auml;sident Trump um einen klassischen Fall v&ouml;lkerrechtswidriger vorzeitiger Anerkennung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/die-usa-unter-praesident-trump-totengraeber-des-voelkerrechts\/\">Verfassungsblock<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Billionaire Blackwater Founder Wants His Mercenaries in Venezuela to Topple Maduro: Report<\/strong><br>\nErik Prince, the billionaire founder of the infamous Blackwater security firm, has reportedly lobbied for thousands of his mercenaries to be deployed to Venezuela to break the stalemate that has settled between President Nicol&aacute;s Maduro and his U.S.-backed rival, Juan Guaid&oacute;.<br>\nAccording to a Reuters report, Prince has been meeting with influential supporters of President Donald Trump and wealthy Venezuelans living in exile to build support for his plan, which would see up to 5,000 Spanish-speaking troops sent to the beleaguered South American nation at a cost of around $40 million.<br>\nAccording to two sources with knowledge of Prince&rsquo;s pitch, the operation would begin with intelligence gathering and later develop into combat and stabilization missions. The idea is to create a &ldquo;dynamic event&rdquo; that would break the stalemate between the two opposing camps, one source told Reuters.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.newsweek.com\/venezuela-erik-prince-blackwater-mercenaries-us-invasion-nicolas-maduro-juan-1409519\">Newsweek<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr interessant. Wahrscheinlich sind solche privaten oder auch staatliche Trupps auch schon unterwegs in Venezuela<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Maduro ist kein Diktator&ldquo;<\/strong><br>\nDer Linken-Politiker Andrej Hunko h&auml;lt Sanktionen und Milit&auml;randrohungen f&uuml;r den falschen Weg bei der derzeitigen Lage in Venezuela. Er pl&auml;diert f&uuml;r Verhandlungen. Au&szlig;erdem m&uuml;sse die einseitige Unterst&uuml;tzung Guaidos beendet werden, sagte Hunko im Dlf. Schlie&szlig;lich habe er einen Putschversuch unternommen. (&hellip;)<br>\nHeinemann: Wie k&ouml;nnen die Menschen in Venezuela das Regime loswerden?<br>\nHunko: Ich wei&szlig; gar nicht, ob die Menschen in Venezuela das Regime loswerden wollen. Ich habe nicht den Eindruck gehabt, dass es eine so gro&szlig;e Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Opposition gab.<br>\nHeinemann: Herr Hunko, Entschuldigung! Warum sind Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner geflohen, aus ihrem Land abgehauen, &uuml;ber die Grenze?<br>\nHunko: Es sind drei Millionen ins Ausland gegangen, zwei bis drei Millionen.<br>\nHeinemann: Z&auml;hlen die nicht?<br>\nHunko: Bitte?<br>\nHeinemann: Z&auml;hlen die f&uuml;r Sie nicht?<br>\nHunko: Nat&uuml;rlich z&auml;hlen die f&uuml;r mich. Aber es sind auch sechs Millionen nach Venezuela aus Kolumbien geflohen. Dar&uuml;ber spricht kein Mensch. Es ist alles nicht so einseitig, wie Sie das darstellen, und deshalb ist es notwendig, sich ein differenziertes Bild zu machen. Ich fordere auch deutsche Abgeordnete, deutsche Politiker, die Regierung auf, nach Venezuela zu fahren und mit den verschiedenen Seiten zu reden. Warum ist Heiko Maas in Kolumbien oder in Brasilien, trifft sich dort mit dem rechtsextremen Pr&auml;sidenten? Warum f&auml;hrt er nicht nach Venezuela und macht sich ein eigenes Bild der Lage? Das f&auml;nde ich viel besser, als sich auf einseitige Bilder, einseitige Darstellungen zu st&uuml;tzen.<br>\nHeinemann: Wieso haben Sie es in Kauf genommen, dass Sie mit Ihrem Besuch bei Maduro einen Diktator aufgewertet haben?<br>\nHunko: Maduro ist kein Diktator. Er ist letztes Jahr im Mai gew&auml;hlt worden mit 67 Prozent. Ich habe auch die Anerkennung von Guaido immer kritisiert. Ich halte sie auch f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrig. Ich habe mit beiden Seiten gesprochen. Nat&uuml;rlich gibt es da Bilder, es gibt auch Bilder mit Guaido, mit der Opposition. Das ist ganz normal, das geh&ouml;rt zur internationalen Politik dazu.<br>\nHeinemann: Hauptsache sozialistisch! &ndash; Bewegt sich da die Au&szlig;enpolitik der Linksfraktion 30 Jahre nach der Wende immer noch auf DDR-Niveau?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/krise-in-venezuela-maduro-ist-kein-diktator.694.de.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man muss Andrej Hunko da ein gro&szlig;es Kompliment aussprechen. Wie ruhig und souver&auml;n er auf die tendenzi&ouml;sen und degoutanten Fragen von Christoph Heinemann reagiert, ist bemerkenswert. Die Interviewf&uuml;hrung zeigt, wie sehr der Deutschlandfunk mittlerweile vor die Hunde gegangen ist. Es ist zum Heulen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mythos Lohnnebenkosten: Kein Anstieg, sondern R&uuml;ckgang der Quote, begrenzte Bedeutung der Arbeitgeberbeitr&auml;ge<\/strong><br>\nDie wirtschafts- und sozialpolitische Debatte wird durch die Auffassung beherrscht, dass eine Anhebung der Arbeitgeberbeitragss&auml;tze zur Sozialversicherung zu vermeiden sei. Steigende Beitr&auml;ge &ndash; so die These &ndash; erh&ouml;hen die Lohnnebenkosten der Unternehmen, verteuern den Faktor Arbeit, gef&auml;hrden die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit und vernichten Arbeitspl&auml;tze. Entsprechend hat die Entlastung der Betriebe die Entwicklung in der Rentenversicherung (Finanzierung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge allein durch die Arbeitnehmer) wie in der Krankenversicherung (bis Ende 2018 Finanzierung des Zusatzbeitrags allein durch die Versicherten) die Politik gepr&auml;gt. Im Ergebnis ist der Grundsatz der parit&auml;tischen Finanzierung der Sozialversicherung damit eingeschr&auml;nkt worden &ndash; verbunden mit einer Mehrbelastung der Versicherten.<br>\nDie Arbeitskostenerhebungen des Statistischen Bundesamtes machen allerdings deutlich, dass die Bef&uuml;rchtungen &uuml;ber die &ouml;konomischen Negativwirkungen der Lohnnebenkosten weit &uuml;berzogen sind. Denn der Arbeitgeberbeitragssatz zur Sozialversicherung ist nicht mit der Belastung der Arbeitgeber durch Arbeitskosten zu verwechseln. Eine Anhebung des parit&auml;tischen Beitragssatzes zur Rentenversicherung um beispielsweise einen Prozentpunkt und des Arbeitgeberbeitragssatzes entsprechend um 0,5 Prozentpunkte f&uuml;hrt lediglich zu einer minimalen Erh&ouml;hung der Arbeitskosten insgesamt. Grob berechnet w&uuml;rden in diesem Fall die Arbeitgeberbeitr&auml;ge um 2,6 %, die Lohnnebenkosten um 1 % und die Personalgesamtkosten um 0,4 % steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Finanzierung\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbII15_Thema_Monat_05_2019.pdf\">Sozialpolitik Aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Landwirtschaft &ndash; Fragw&uuml;rdige Verflechtungen<\/strong>\n<ul>\n<li>Eine Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft der Universit&auml;t Bremen weist nach, wie eine kleine Gruppe von Akteuren aus Politik, -Bauernverband und Agrarwirtschaft Schl&uuml;sselpositionen besetzt.<\/li>\n<li>Demnach ist die Landwirtschaftspolitik in Br&uuml;ssel und Berlin durchsetzt von Abgeordneten, die auch Lobbyisten sind.<\/li>\n<li>Das sei ein wesentlicher Grund daf&uuml;r, weshalb Umwelt und Natur, Tierwohl, Gew&auml;sser- und Klimaschutz bei politischen Entscheidungen h&auml;ufig auf der Strecke bleiben, lautet ein Fazit der Studie.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als Politiker war der Landwirtschaftsmeister aus R&ouml;ckersb&uuml;hl in der Oberpfalz stets eine unauff&auml;llige Erscheinung. Albert De&szlig; sa&szlig; von 1990 bis 2004 f&uuml;r die CSU im Deutschen Bundestag, seither ist er Abgeordneter im Europ&auml;ischen Parlament. De&szlig; war nie Regisseur oder Hauptdarsteller auf parlamentarischer B&uuml;hne, aber auch viel mehr als ein Statist. Seit Jahrzehnten geh&ouml;rt der heute 72-J&auml;hrige zum engen Zirkel von politischen Lobbyisten im landwirtschaftlichen Bereich, die so diskret wie wirkungsvoll &uuml;ber Milliarden entscheiden &ndash; und die Zukunft des Agrarsektors. Nur, f&uuml;r wen erhebt De&szlig; da eigentlich seine Stimme?<br>\nEs ist ein dichtes Geflecht aus Politikern, Agrarkonzern-Managern, Bankern und Verbandsfunktion&auml;ren, das in Br&uuml;ssel und Berlin ma&szlig;geblich mitbestimmt, wie Landwirte arbeiten und was bei Verbrauchern auf dem Teller landet. Das weist eine bislang unver&ouml;ffentlichte Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universit&auml;t Bremen nach, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung und dem SWR vorliegt. Ihre Autoren zeigen exakt auf, wie eine &uuml;berschaubare Gruppe von Akteuren aus Politik, Bauernverband und Agrarwirtschaft Schl&uuml;sselpositionen besetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/landwirtschaft-lobbyismus-verflechtung-1.4424548\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es ist alles noch viel schlimmer, als man sich das in schlechten Tr&auml;umen vorstellen k&ouml;nnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Stiftung Bill Gates behindert Pr&auml;vention gegen Malaria<\/strong><br>\nIm subtropischen Afrika sterben jedes Jahr 350&rsquo;000 Kinder unter f&uuml;nf Jahren noch immer an Malaria. Das sch&auml;tzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Bill &amp; Melinda Gates Foundation gibt diese Zahl mit 430&rsquo;000 an.<br>\nDie Gates-Stiftung subventionierte die Bek&auml;mpfung von Malaria &ndash; namentlich auch die Abgabe des Novartis-Produkts Coartem &ndash; bis heute mit &uuml;ber zwei Milliarden Dollar. Weitere zwei Milliarden Dollar &uuml;berwies die Gates-Stiftung nach eigenen Angaben im gleichen Zeitraum dem &laquo;Global Fund&raquo;, der seinerseits unter anderem ebenfalls Malaria bek&auml;mpft.*<br>\nDie &laquo;Bill &amp; Melinda Gates Foundation&raquo; und der &laquo;Global Fund&raquo; haben ihre immensen Gelder zur Bek&auml;mpfung der Malaria bisher fast nur f&uuml;r Medikamente, f&uuml;r die bisher erfolglose Entwicklung eines Impfstoffes, f&uuml;r mit Pestiziden impr&auml;gnierte Netze sowie f&uuml;r Verhaltensaufkl&auml;rungen ausgegeben.<br>\nSie haben jedoch wenig dazu beigetragen, die &Uuml;bertragungswege der Malaria zu verringern oder eine wirksame Pr&auml;vention zu f&ouml;rdern. Ein wichtiger Schritt zur Pr&auml;vention best&uuml;nde darin, den M&uuml;cken ihre Brutst&auml;tten zu zerst&ouml;ren beziehungsweise die M&uuml;ckenlarven darin zu t&ouml;ten. Ein Mittel daf&uuml;r w&auml;re das Bakterium BT.<br>\n&laquo;Mit diesem biologischen Insektizid w&auml;re Kenia schon lange frei von Malaria&raquo;, sagt Insektenspezialist Hans R. Herren, Pr&auml;sident der Biovision Stiftung f&uuml;r &ouml;kologische Entwicklung. Er arbeitete und forschte dreissig Jahre in Afrika.<br>\nDoch habe BT in Kenia nicht produziert werden k&ouml;nnen, weil die Regierung f&uuml;r eine Lizenz &laquo;millionenteure Tests&raquo; verlangt habe. &laquo;&Uuml;ber das Motiv kann man nur spekulieren&raquo;, erkl&auml;rte Herren gegen&uuml;ber Infosperber. Es sei allerdings klar, &laquo;dass wir einerseits den Verk&auml;ufern von Coartem mit unserem billigen lokalen Produkt ein Dorn im Auge waren&raquo;. Unbeliebt sei das BT-Projekt auch bei denen gewesen, die mit Pestiziden impr&auml;gnierte Moskitonetze sowie auch andere Insektizide gegen M&uuml;ckenlarven und zum Schutz von Erwachsenen verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Novartis--Bill-Gates-behindert-Pravention-gegen-Malaria%20\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Am Beispiel der &bdquo;Spendenbereitschaft&ldquo; der Bill-Gates-Stiftung wird gezeigt, wie sich wirtschaftliche Interessen von Pharma-Konzernen, in Verbindung mit lokaler\/internationaler Korruption, zu Ungunsten von Malaria gepeinigten Menschen negativ auswirken. Die Malaria k&ouml;nnte mit geringem Aufwand erfolgreich bek&auml;mpft werden, aber wird durch die Profitinteressen einiger Konzerne behindert. Profit ist wichtiger als Menschenschicksale<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Maas und die Menschenrechte<\/strong><br>\nW&auml;hrend das Ausw&auml;rtige Amt von einem gemeinsamen &ldquo;Wertefundament&rdquo; mit Bolsonaro und Duque spricht, zielt Berlin tats&auml;chlich darauf ab, Verb&uuml;ndete im Kampf gegen China und Russland zu sammeln sowie seine Stellung in Lateinamerika gegen&uuml;ber Washington zu st&auml;rken. Zudem ist es um nicht von Sanktionen bedrohte Absatzm&auml;rkte f&uuml;r die deutsche Exportindustrie bem&uuml;ht. [&hellip;]<br>\nGegen&uuml;ber dem Publikum deklariert der Au&szlig;enminister seine Reise als Versuch, eine engere Kooperation im Kampf f&uuml;r die Menschenrechte einzuleiten. Dies will er nun mit den beiden am weitesten rechts stehenden Regierungen S&uuml;damerikas tun. Brasiliens Pr&auml;sident Jair Messias Bolsonaro ist ein erkl&auml;rter Anh&auml;nger der ehemaligen brasilianischen Milit&auml;rdiktatur; mehr als ein Drittel seiner Kabinettsmitglieder sind Soldaten, die die Entscheidungen ihres Pr&auml;sidenten bei Bedarf korrigieren und steuernden Einfluss in der Regierung haben. [&hellip;]<br>\nDramatisch ist die Menschenrechtslage auch in Kolumbien. Dort sind allein seit der Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen der Regierung und den FARC-Rebellen am 24. November 2016 mindestens 128 Mitglieder der politischen FARC-Nachfolgepartei sowie mindestens 179 soziale Aktivisten ermordet worden, darunter indigene Aktivisten, Anf&uuml;hrer von Kleinbauernverb&auml;nden, Umweltsch&uuml;tzer und Gewerkschafter. Laut UN-Angaben bleiben 87 Prozent der politisch motivierten Morde straflos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7921\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Forscher aus Kiel fordert Reform<\/strong><br>\nDie deutsche R&uuml;stungspolitik bedarf &bdquo;dringend einer Reform&ldquo;, sagt Prof. Joachim Krause, Forscher am Institut f&uuml;r Sicherheitspolitik in Kiel. Der Abw&auml;rtstrend deutscher Waffenexporte h&auml;lt an. Unternehmen auch aus Schleswig-Holstein gerieten demnach im Wettlauf um Auftr&auml;ge ins Hintertreffen.<br>\nKiel\/Berlin<br>\nDas Institut f&uuml;r Sicherheitspolitik an der Uni Kiel (ISPK) erhebt massive Vorw&uuml;rfe gegen die R&uuml;stungsexportpolitik der Bundesregierung. Die Gro&szlig;e Koalition lasse sich durch &bdquo;Falschmeldungen und irref&uuml;hrende Behauptungen&ldquo; einer &bdquo;langj&auml;hrig agierenden deutschen Friedensszene&ldquo; zu einer Ausfuhrpolitik treiben, die europ&auml;ische Grunds&auml;tze sowie v&ouml;lkerrechtliche Normen zum Waffenexport missachte und die R&uuml;stungskooperation mit EU-Partnern erschwere, hei&szlig;t es in einem Positionspapier des ISPK-Direktors Prof. Joachim Krause.<br>\nVor allem m&uuml;sse die Bundesregierung lernen, sich von &bdquo;populistischen Fake-News und Tatarenmeldungen&ldquo; frei zu machen. Krause wirft auch dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri vor, die Rolle der Bundesrepublik als R&uuml;stungsexporteur zu &uuml;berzeichnen: &bdquo;Deutschland ist nicht die Waffenkammer der Welt&ldquo;. W&auml;hrend Sipri Deutschland auf Rang drei der weltgr&ouml;&szlig;ten Gro&szlig;waffenexporteure sieht, gesteht das ISPK der Bundesrepublik hinter den USA, Russland, Frankreich, Gro&szlig;britannien und China lediglich Platz sechs zu. Den Anteil Deutschlands an den weltweiten Exporten von kleinen und leichten Kriegswaffen sieht Krause im &bdquo;Promillebereich&ldquo;&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kn-online.de\/Nachrichten\/Schleswig-Holstein\/Waffenexporte-Forscher-aus-Kiel-fordert-Reform-der-Ruestungspolitik\">Kieler Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers HS:<\/strong> Die &bdquo;Friedensszene&ldquo; d&uuml;rfte diesen Mann nur zu gut kennen &ndash; eine Zierde der Kieler Universit&auml;t.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es ist kaum fassbar, wie hier ein &bdquo;Professor&ldquo; die Fakten verdreht. Die Bundesrepublik erlaubt Waffenexporte an jeden, der daf&uuml;r bezahlt, entweder mit Geld oder damit, dass er &bdquo;westliche Werte&ldquo; verteidigt. Ob er gegen das V&ouml;lkerrecht verst&ouml;&szlig;t oder nicht ist kein Kriterium f&uuml;r eine Ausfuhrerlaubnis von Waffen an eine Diktatur wie z.B. Saudi-Arabien. Man muss sich auf der Webseite der ISPK nur die Liste ihrer &bdquo;Partner&ldquo; anzusehen, dann ist alles klar: kein wissenschaftlicher Rat, sondern ein transatlantischer Propagandaclub.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48371\">Streitfall: Milit&auml;rische Forschung an deutschen Unis<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48281\">Integrity Initiative &ndash; NATO-Propaganda auch in Deutschland<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>3,4 Millionen verdienen in Vollzeit unter 2000 Euro brutto<\/strong><br>\n3,38 Millionen Arbeitnehmer haben trotz Vollzeitjob einen Verdienst von weniger als 2000 Euro brutto im Monat.<br>\nDas legte jetzt eine Statistik des Sozialministeriums offen.<br>\nDabei gibt es gro&szlig;e Unterschiede zwischen den Bundesl&auml;ndern.<br>\nRund 3,38 Millionen Vollzeitbesch&auml;ftigte in Deutschland haben im Monat zuletzt weniger als 2000 Euro brutto verdient. Nach den j&uuml;ngsten offiziellen Daten Ende 2017 waren das 16 Prozent, wie eine Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Linken zeigt. Die Abgeordnete Sabine Zimmermann hatte anl&auml;sslich des Tages der Arbeit am 1. Mai danach gefragt.<br>\nIn Westdeutschland kamen 2,32 Millionen Vollzeitbesch&auml;ftigte (13,5 Prozent) auf weniger als 2000 Euro brutto, in Ostdeutschland 1,06 Millionen (27,5 Prozent). Die h&ouml;chsten Anteile hatten mit 32,6 Prozent Mecklenburg-Vorpommern und mit 30,2 Prozent Th&uuml;ringen &ndash; die niedrigsten mit 11,4 Prozent Baden-W&uuml;rttemberg und mit 11,5 Prozent Hamburg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article192574287\/Arbeitsmarkt-3-4-Millionen-verdienen-in-Vollzeit-unter-2000-Euro-brutto.html\">welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ganz schlimm &ndash; aber im tollsten Deutschland aller Zeiten gilt ja Arbeit, egal wie schlecht bezahlt, immer noch als besser als keine Arbeit. Dabei sind bei den 3,4 Millionen nur Vollzeitbesch&auml;ftigte gelistet und die vielen Millionen anderweitig prek&auml;r (in Zeitarbeit, Teilzeit, KapoVaz, Scheinselbst&auml;ndigkeit&hellip;) zum gro&szlig;en Teil noch schlechter Gestellten nicht einmal ber&uuml;cksichtigt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51450\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-51450","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51450"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51450\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51454,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51450\/revisions\/51454"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}