{"id":51481,"date":"2019-05-06T08:44:50","date_gmt":"2019-05-06T06:44:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481"},"modified":"2019-05-06T08:44:50","modified_gmt":"2019-05-06T06:44:50","slug":"hinweise-des-tages-3359","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h01\">Kevin K&uuml;hnert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h02\">Wem Deutschland geh&ouml;rt (und wem nicht)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h03\">Gro&szlig;er Erfolg f&uuml;r den Artenschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h04\">WikiLeaks-Chef erhofft sich Hilfe von Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h05\">USA: Amazon und Co. zahlen keinen Cent Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h06\">Brinkhaus warnt vor einer Ausweitung des Sozialstaats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h07\">OECD will Rentenalter nach Lebenserwartung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h08\">Doppelmoralist des Tages: CSU-Minister Scheuer verantwortet 65 laufende Enteignungsverfahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h09\">So schnell geht Kohleausstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h10\">Internationaler W&auml;hrungsfonds pl&auml;diert f&uuml;r weltweite CO2-Steuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h11\">Interne E-Mails zeigen: Julia Kl&ouml;ckner verheimlicht Studie zur N&auml;hrwertkennzeichnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h12\">Ausgerechnet am 9. Mai: NATO startet Gro&szlig;&uuml;bung, bei der ein russischer Angriff simuliert wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h13\">U.N. rights experts cite concern at &lsquo;disproportionate&rsquo; Assange detention<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h14\">Das CETA-Gutachten des EuGH &ndash; Neue Ma&szlig;st&auml;be allerorten&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h15\">Neuer Hochschulpakt bekommt gr&uuml;nes Licht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h16\">Es wird ernst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h17\">Feindbild der Rechtspopulisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51481#h18\">Schwarzer #Freitag13: Was sind deutsche Horror-Jobs?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kevin K&uuml;hnert<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kevin K&uuml;hnert stellt unsere Wirtschaftsordnung in Frage<\/strong><br>\nDer Aufschrei der Dummheit<br>\nDa hat doch der Juso-Vorsitzende Kevin K&uuml;hnert zwei ungeheuerliche Dinge gesagt:<br>\nEr kann sich eine Gesellschaft vorstellen, in der alle in den eigenen vier W&auml;nden wohnen oder eine Sozialwohnung gemietet haben.<br>\nJa wo sind wir denn? Welch ein Angriff auf unsere freie und soziale Marktwirtschaft. Wo bleibt denn da die Immobilienbranche? Wem soll man dann noch Wohnungen vermieten? D&uuml;mmer geht&rsquo;s nimmer.<br>\nNoch ungeheuerlicher ist seine Vorstellung, BMW k&ouml;nne ein Staatsbetrieb, eine Genossenschaft oder ein kollektivierter Betrieb sein. Wie kann dieser L&uuml;mmel es wagen, eine Wirtschaftsverfassung in Frage zu stellen, in der 26 Menschen so viel besitzen wie die H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung? (Oxfam, Januar 2019) Oder in dem die BMW AG f&uuml;r die 87.000 Besch&auml;ftigten 2017 insgesamt 8,638 Milliarden Euro ausgegeben hat und die BMW-Anteilseigner Susanne Klatten und Stefan Quandt 1,074 Milliarden Euro an Dividenden erhielten? Ist doch gar keine Frage: Die zwei leisten mindestens soviel wie 10.000 BMW-Besch&auml;ftigte!<br>\nWenn Kevin K&uuml;hnert eine solche skandal&ouml;s ungerechte Verteilung in Frage stellt, zeigt er, so der Gesamtbetriebsrat von BMW, Manfred Schoch, dass diese SPD &bdquo;f&uuml;r Arbeiter deutscher Unternehmen nicht mehr w&auml;hlbar&ldquo; ist.<br>\nUmgekehrt wird ein Schuh draus: Betriebsratsvorsitzende, die die himmelschreiende Ungerechtigkeit der Verteilung zwischen Arbeitnehmern und sogenannten &bdquo;Anteilseignern&ldquo; in vielen Konzernen nicht in Frage stellen, sind wirklich f&uuml;r Arbeiter nicht mehr w&auml;hlbar!<br>\nDie Debatte &uuml;ber die Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland ist immer noch auf dem Niveau von Grimms M&auml;rchen: Die Schl&ouml;sser haben die K&ouml;nige und Kaiser gebaut und das riesige BMW-Verm&ouml;gen haben Susanne Klatten und Stefan Quandt geschaffen. Die Arbeiter haben damit nichts zu tun.<br>\nVielleicht ist dieser kollektive Aufschrei der Dummheit aber auch darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass sie allm&auml;hlich merken: Mit unserer Wirtschaftsordnung, die zu Kriegen, wachsender Ungleichheit und zunehmender Umweltzerst&ouml;rung f&uuml;hrt, kann so nicht mehr weitergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?ref=py_c\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Enteignungen &ouml;ffnen die B&uuml;chse der Pandora<\/strong><br>\nSeit Jahren wird arm gegen reich ausgespielt, Neid wird geweckt, Geld verdienen verteufelt. Dabei wird vergessen, dass Reichtum in Deutschland vor allem Unternehmerverm&ouml;gen repr&auml;sentiert. Wer reich werden will, muss Unternehmer werden. Und dabei f&auml;llt das Geld nicht vom Himmel, es muss &ndash; oft &uuml;ber Generationen hinweg &ndash; hart erarbeitet werden. (&hellip;)<br>\nWer die Reichen abschaffen will, muss Unternehmer abschaffen. Unternehmer, die nicht nur Arbeitspl&auml;tze sichern, sondern durch ihre Leistung im In- und Ausland auch den Sozialstaat Deutschlands sorgen, f&uuml;r den jedes Jahr 1300 Milliarden Euro ausgegeben werden.<br>\n&Uuml;berall dort, wo der Staat mitmischt, explodieren die Kosten: Vom Berliner Flughafen &uuml;ber die Elbphilharmonie bis hin zu der Gorch Fock. In jeder Einkommensschicht gibt es kriminelle Figuren, auch bei Reichen. Aber das ist, anders als oft kolportiert, eine Minderheit. Die gro&szlig;e Mehrheit aller Einkommen wird redlich verdient, eben auch bei Reichen.<br>\nNun ja, es ist ganz offensichtlich: Die DDR lebt! Anders ist die gerade in Berlin gef&uuml;hrte Enteignungsdiskussion nicht zu erkl&auml;ren. Derzeit werden Unterschriften f&uuml;r ein Volksbegehren gesammelt, mit dem Besitzer von mehr als 3000 Wohnungen enteignet werden sollen.<br>\nUnd just in diesen Tagen entpuppt sich auch der Juso-Vorsitzende K&uuml;hnert als sp&auml;te Ausgeburt des gescheiterten DDR-Sozialismus. Er will Konzerne wie BMW &bdquo;kollektivieren&ldquo;, sprich enteignen. In einem Interview mit der &bdquo;Zeit&ldquo; (Paywall) fabulierte er, er wolle eine Kollektivierung von Unternehmen wie BMW auf &bdquo;demokratischem Wege&ldquo; erreichen.<br>\nOhne Kollektivierung sei &bdquo;eine &Uuml;berwindung des Kapitalismus nicht denkbar&ldquo;. Was er hier von sich gibt, entlarvt ihn als T&uuml;r&ouml;ffner f&uuml;r eine Bundeskoalition der SPD mit der Partei Die Linke. Seine S&auml;tze sind linker, als es die Linke sein will. Das ist Populismus pur, diesmal von links.<br>\nWo soll, wo kann das hinf&uuml;hren? Wir m&uuml;ssen aufpassen, dass der politische Wettstreit nicht auf eine absch&uuml;ssige Bahn ger&auml;t und der Trend zur Neidgesellschaft nicht mehr zu bremsen ist. Wie Sozialismus funktioniert, erleben wir wieder einmal in Venezuela: Leere Regale in einem Land mit den gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lreserven der Welt. Armut und Unterdr&uuml;ckung sind die Folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/bilanz\/article192870133\/Tag-der-Arbeit-in-Berlin-Enteignungen-oeffnen-die-Buechse-der-Pandora.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> M&uuml;ssen die Diskussion &uuml;ber Enteignungen von Wohnungen in Berlin oder die Vorstellungen des Juso-Bundesvorsitzenden mit dem &bdquo;gescheiterten DDR-Sozialismus&ldquo; verglichen werden? Haben die &bdquo;Springer&ldquo;-Leute z.B. noch nicht bemerkt, dass Bundesminister Scheuer und sein Verkehrsministerium &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190502die-sau-des-tages\">gerade selbst 65 Enteignungsverfahren am Laufen hat, um geplante Stra&szlig;enbauprojekte umsetzen zu k&ouml;nnen, wie eine Anfrage des Gr&uuml;nen-Abgeordneten Sven-Christian Kindler ergab<\/a>&ldquo;? Oder m&ouml;chten die &bdquo;Springer&ldquo; diesen Umstand lieber verschweigen?<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51416\">Kevins Traum vom Sozialismus<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Gabriel wirft K&uuml;hnert Trump-Methoden vor<\/strong><br>\nIn die Debatte um die Sozialismus-Thesen von Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert hat sich nun auch der fr&uuml;here SPD-Chef Sigmar Gabriel zu Wort gemeldet. &ldquo;Wer als Sozialdemokrat die Enteignung und Sozialisierung gro&szlig;er Industrien fordert (gemeint ist nat&uuml;rlich Verstaatlichung, das klingt aber nicht so sch&ouml;n), dem ist die Aufmerksamkeit der Medien gewiss&rdquo;, schrieb er in einem Gastbeitrag f&uuml;r das &ldquo;Handelsblatt&rdquo;.<br>\n&ldquo;100 Jahre empirisch gesicherte Erfahrung mit staatlich gelenkten Volkswirtschaften haben gelehrt, dass sie wegen mangelnder Effizienz und Qualit&auml;t bankrottgehen und zudem auch f&uuml;r die soziale Verelendung ihrer Besch&auml;ftigten sorgen. Aber das ignoriert K&uuml;hnert&rdquo;, so Gabriel weiter. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Bewusste Tabubr&uuml;che, das Ignorieren von Fakten und Empirie, das Mobilisieren populistischer Sehns&uuml;chte und die Inkaufnahme der Besch&auml;digung der eigenen Partei: das ist &uuml;brigens die Methode Donald Trump&rdquo;, erg&auml;nzte Gabriel. Nur der mediale Effekt und das eigene Ego seien wichtig.<br>\n&ldquo;Nun ist Kevin K&uuml;hnert nicht mal ein Bonsai-Trump. Es w&auml;re eine b&ouml;se &Uuml;berzeichnung, ihn so zu sehen und eine unzul&auml;ssige Verniedlichung des US-Pr&auml;sidenten zudem. Aber die Methoden, derer sich beide bedienen, sind doch frappierend &auml;hnlich. Und die medialen Reaktionen darauf auch.&rdquo; Wenn beides Schule mache, dann verliere die wichtigste Voraussetzung moderner Demokratien weiter an Boden: die Aufkl&auml;rung. (&hellip;)<br>\nK&uuml;hnert reagierte kurz nach Erscheinen des Gabriel-Beitrags via Twitter. Mit Blick auf die dortige Trump-Passage schrieb er: &ldquo;Diese von @sigmargabriel an mich gerichteten Zeilen entbehren, wenige Tage nach seinen eigenwilligen &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber die #Mittestudie der @FESonline, nicht einer gewissen Komik.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gabriel-kuehnert-sozialismus-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sigmar Gabriel war &uuml;brigens bis zu seinem 30. Lebensjahr Funkion&auml;r bei den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sozialistische_Jugend_Deutschlands_%E2%80%93_Die_Falken\">&bdquo;Falken&ldquo;<\/a> und h&auml;tte damals sicherlich keine Probleme mit dem Sozialismus gehabt und wahrscheinlich sogar eine Verstaatlichung der Gro&szlig;konzerne bef&uuml;rwortet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>In Hamburg durchgefallen<\/strong><br>\nWer hat im Interview zwischen dem Juso-Vorsitzenden Kevin K&uuml;hnert und der &bdquo;Zeit&ldquo; die Enteignungen ins Spiel gebracht? Es war wie eine Abiturpr&uuml;fung &ndash; hier zwei untersch&uuml;tterliche Routiniers, dort ein gewitzter Pr&uuml;fling. (&hellip;)<br>\nBei so viel demonstrativer theoretischer Standhaftigkeit mussten die Fragesteller K&uuml;hnert auf das Glatteis der Praxis locken. Also legten sie ihm Beispiele: vor &bdquo;D&uuml;rfte es im Sozialismus BMW geben, die Deutsche Bank, Siemens?&ldquo; Wie die Resonanz auf das Interview zeigte, hatten die Interviewer die Stimmung gro&szlig;er Teile der berufsm&auml;&szlig;igen &Ouml;ffentlichkeit ganz richtig eingesch&auml;tzt. Ihre Frage mit den Beispielen enth&uuml;llt, was man in ihrem Milieu nicht in Frage stellen darf. In den Zeitungen findet man t&auml;glich neue Belege daf&uuml;r, dass die Automobilindustrie ein gest&ouml;rtes Verh&auml;ltnis zu den Rechtspflichten hat, in denen das Gemeinwohl Gestalt annimmt. Gleichzeitig k&uuml;ndigt sich eine Revolution des Produkts an, die den gesamten Verkehr umkrempeln wird. In dieser Lage liegt es nahe, &uuml;ber die Verstaatlichung dieses Produktionszweigs nachzudenken, wenn man &uuml;berhaupt &uuml;ber Verstaatlichung nachdenken will. Doch in den Augen von Hildebrandt und Bittner ist ein Autokonzern offenbar der abwegigste Kandidat &ndash; das Beispiel, mit dem sie K&uuml;hnerts Sozialismus ad absurdum f&uuml;hren wollen. (&hellip;)<br>\nWie ist das zu erkl&auml;ren? Wir bekommen hier die unheimliche Macht zu fassen, die das Kraftfahrzeug als Symbol des Individualismus aus&uuml;bt. Wie der Pendler zum Freiheitshelden stilisiert wird, der t&auml;glich mit stundenlangem Stillstand sein Opfer f&uuml;r das Ideal der Mobilit&auml;t bringt, so soll die Freiheit der Wirtschaft darin manifest werden, dass Einzelne und nicht alle am Gesch&auml;ft mit den Autos verdienen.<br>\nDie Profitmargen der Autobranche legitimieren die Politikredakteure der &bdquo;Zeit&ldquo; mit der Figur des Erfinders aus dem Lesebuch f&uuml;r die Unterstufe: &bdquo;Bleiben wir mal beim Beispiel BMW. Gegr&uuml;ndet hat in der Regel nicht der Staat oder die Mehrheit so ein Unternehmen, sondern einer, der die Idee hatte und die Kosten sowie das Risiko des Scheiterns getragen hat. Das soll nicht belohnt werden?&ldquo; Die Dividenden der Aktion&auml;re von Daimler-Benz sind demnach Risikopr&auml;mien &ndash; als h&auml;tte Gottlieb Daimler jeden in Stuttgart vom Band laufenden Wagen noch pers&ouml;nlich gebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/kevin-kuehnert-die-enteignung-der-konzerne-und-die-rolle-der-zeit-im-umstrittenen-interview-16170511.html#void\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong> Man staunt doch immer wieder, wie gerade in der gro&szlig;b&uuml;rgerlichen FAZ differenzierte und treffsichere Artikel auftauchen &ndash; wenn auch im Feuilleton &ndash; wo doch der Rest der &bdquo;Qualit&auml;tspresse&ldquo; leicht vorhersehbar in den Emp&ouml;rungsmodus umschaltet und sich reflexartig als Besch&uuml;tzer der Besitzenden geriert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Arthur Schopenhauer h&auml;tte an dieser Debatte wohl gro&szlig;e Freude gehabt, da sie zeigt, wie zeitlos seine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eristische_Dialektik\">eristische Dialektik<\/a>  doch ist. Man wirft ein besonders abstruses Fallbeispiel (Verstaatlichung von BMW) in den Ring und reduziert die n&ouml;tige Frage, wie wir &ndash; auch in einem modernen sozialistischen Sinn &ndash; unsere Gesellschaft und unser Wirtschaftssystem gerechter gestalten k&ouml;nnen, auf die Gaga-Frage, ob man BMW verstaatlichen soll. Und K&uuml;hnert spielt das Spiel aktiv mit. Versteht er nicht, wie er rhetorisch in die Falle gelockt wurde oder kommt es ihm ganz gelegen, konkreten Debatten aus dem Weg zu gehen? <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: FAKTENCHECK: NEIN, K&Uuml;HNERT HAT NICHTS &bdquo;GEFORDERT&ldquo;, AUCH KEINE &bdquo;VERSTAATLICHUNG&ldquo; VON BMW<\/strong><br>\nEs wurde zum K&uuml;hnert-Interview bereits viel gesagt. Es wurde auch bereits viel dar&uuml;ber gesagt, was dar&uuml;ber gesagt wurde. Doch die Kritik am K&uuml;hnert-Interview scheint oft wenig mit dem zu tun zu haben, was K&uuml;hnert denn eigentlich gesagt hat. Vom (besonders) wirtschaftsnahen Fl&uuml;gel der SPD, &uuml;ber liberalkonservative Medien, wie Parteien wie FDP, Union bis zur AfD spricht man von &bdquo;DDR&ldquo;, vom &bdquo;Sozialismus&ldquo;, von &bdquo;Verstaatlichung&ldquo;, &bdquo;Kommunismus&ldquo; und so weiter.<br>\nDie SPD tr&auml;ume &bdquo;wieder vom Sozialismus&ldquo; (BILD), der Spiegel schreibt in seiner &Uuml;berschrift von &bdquo;Verstaatlichung&ldquo;, CSU-Chef S&ouml;der fordert Finanzminister Scholz auf, sich vom JuSo-Chef zu distanzieren, Marco Buschmann (FDP) fragt, ob K&uuml;hnert &bdquo;aus der Geschichte nichts gelernt&ldquo; hat. Alice Weidel bebildert K&uuml;hnert im Trabbi und schreibt: &bdquo;Sozialdemokraten tr&auml;umen von Neuauflage der DDR!&ldquo;. Berechtigte Kritik oder &uuml;berzogene Reflexreaktionen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.volksverpetzer.de\/schwer-verpetzt\/kuhnert-bmw\/?fbclid=IwAR0i9DsZYKirERlpD1gi_qljMu-zfobJd1ctAxfFnGPHOJe6ga2ZHOvtWdM\">Volksverpetzer<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wem Deutschland geh&ouml;rt (und wem nicht)<\/strong><br>\nKevin K&uuml;hnerts Sehnsucht nach dem Sozialismus hat Emp&ouml;rung ausgel&ouml;st &ndash; und die Debatte &uuml;ber Ungleichheit wiederbelebt. Wie gerecht sind Eigentum und Macht in Deutschland verteilt? Eine ern&uuml;chternde Bestandsaufnahme. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Es gibt Leute, die Kapital besitzen, und Leute, die dieses Kapital erarbeiten&rdquo;, wiederholt K&uuml;hnert im &ldquo;Zeit&rdquo;-Interview den Ausgangspunkt der marxistischen Lehre. Wer Kapital besitze, k&ouml;nne es f&uuml;r sich arbeiten lassen und m&uuml;sse es nicht selbst tun. &ldquo;&Uuml;ber diese Freiheit verf&uuml;gt in unserer Gesellschaft nur ein sehr kleiner Teil, der Zugang zu Verm&ouml;gen ist f&uuml;r die meisten nicht gegeben&rdquo;, kritisiert K&uuml;hnert.<br>\nBetrachtet man die real existierende Verm&ouml;gensverteilung, erscheint die Formulierung des Juso-Chefs geradezu zur&uuml;ckhaltend: Die Ungleichheit beim Eigentum ist in Deutschland extrem. Einer Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge besitzen die 45 reichsten Haushalte in Deutschland so viel wie rund 20 Millionen Haushalte, die die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung bilden.<br>\nDie folgende Grafik zeigt die Verm&ouml;gensverteilung: Blau eingef&auml;rbt sind die oberen zehn Prozent, rot eingef&auml;rbt die restlichen 90 Prozent. Die am dunkelsten eingef&auml;rbten Fl&auml;chen stehen f&uuml;r die 45 reichsten Haushalte (blau) einerseits &ndash; und die rund 20 Millionen Haushalte der unteren 50 Prozent (rot). (&hellip;)<br>\nDie real existierende bundesdeutsche soziale Marktwirtschaft hat zu solch ausgepr&auml;gter Ungleichheit bei Eigentum, Macht und M&ouml;glichkeiten gef&uuml;hrt, wie sie auch bei weit ungez&uuml;gelteren Spielarten des Kapitalismus zu erwarten w&auml;re. Kevin K&uuml;hnert hat zwar keinen koh&auml;renten L&ouml;sungsansatz daf&uuml;r entwickelt. Aber immerhin wird nun wieder dar&uuml;ber gestritten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/kevin-kuehnerts-kritik-am-kapitalismus-wem-deutschland-gehoert-und-wem-nicht-a-1265588.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Whow. Im besten Sinne aufkl&auml;rerisch, und ein ganz klares Fazit: &ldquo;[d]ie [&hellip;] bundesdeutsche [&hellip;] Marktwirtschaft hat zu [&hellip;] ausgepr&auml;gter Ungleichheit bei Eigentum, Macht und M&ouml;glichkeiten gef&uuml;hrt&rdquo; und &ldquo;Damit sind die Verm&ouml;gen in Deutschland &uuml;brigens auch im Europa-Vergleich besonders ungleich verteilt.&rdquo; Nur leider versieht der SPIEGEL die &ldquo;real existierende bundesdeutsche [&hellip;] Marktwirtschaft&rdquo; immer noch mit dem Attribut &ldquo;sozial&rdquo;, obwohl er selbst eingesteht, da&szlig; eine so krasse Ungleichheit &ldquo;bei weit ungez&uuml;gelteren Spielarten des Kapitalismus zu erwarten w&auml;re&rdquo;. N&auml;mlich bei genau dem brutalen Turbokapitalismus, der hier seit Jahrzehnten real existiert und die Sonntagsreden von der &ldquo;sozialen&rdquo; Marktwirtschaft l&auml;ngst als Geschw&auml;tz entlarvt hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Jens Berger hatte ein Buch mit &auml;hnlichem Titel geschrieben. Bitte lesen Sie dazu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21731\">Heiner Flassbeck zu &bdquo;Wem geh&ouml;rt Deutschland?&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gro&szlig;er Erfolg f&uuml;r den Artenschutz<\/strong><br>\nMit einem gro&szlig;en Erfolg ist die Konferenz des Weltbiodiversit&auml;tsrats (IPBES) zu Ende gegangen. Alle 132 Mitgliedstaaten haben in Paris ihre Unterschrift unter einen Bericht gesetzt, in dem es um den Zustand der Arten und der &Ouml;kosysteme auf der ganzen Welt geht. Der genaue Inhalt wird zwar erst am Montag ver&ouml;ffentlicht, doch schon jetzt ist klar, dass die Einigung einen nicht zu untersch&auml;tzenden Fortschritt bedeutet. Manche sprechen bereits vom 1,5-Grad-Moment des Artenschutzes.<br>\nDer IPBES ist das Pendant zum Weltklimarat IPCC, dessen Berichte Wegbereiter f&uuml;r das Pariser Klimaschutzabkommen waren. In dem wurde im Jahr 2015 erstmals das Ziel formuliert, den Anstieg der Temperatur auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, um die Risiken des Klimawandels m&ouml;glichst gering zu halten. &ldquo;Der IPBES-Bericht hat genau diese Flugh&ouml;he und muss von den Politikern auch genauso ernst genommen werden&rdquo;, sagt G&uuml;nter Mitlacher, der bei der Umweltschutzorganisation WWF die Abteilung Internationale Biodiversit&auml;tspolitik leitet und die Verhandlungen in Paris verfolgt hat.<br>\nUm den 1000 Seiten starken Bericht und die dazugeh&ouml;rige &ldquo;Zusammenfassung f&uuml;r Politiker&rdquo; zu erstellen, haben 150 Experten aus 50 L&auml;ndern drei Jahre lang Tausende von Studien ausgewertet. Die Unterschriften unter dieses beeindruckende Dokument, in dem das gesammelte Wissen &uuml;ber den Zustand der Erde zusammengefasst ist, bedeuten zwar nicht, dass die Vertragsstaaten verpflichtet sind, alle Empfehlungen der IPBES-Experten umzusetzen. Doch die Einigung auf einen wissenschaftlich fundierten Sachstand ist zumindest ein Anfang &ndash; eine Basis, auf der man in Zukunft gemeinsam nach L&ouml;sungen suchen kann. &ldquo;Wir brauchen diesen Bericht, um die Diskussionen &uuml;ber die Biodiversit&auml;t voranzutreiben und eine Strategie f&uuml;r die n&auml;chsten zehn Jahre zu erarbeiten&rdquo;, sagt Mitlacher. Die Verhandlungen in Paris bezeichnet er als &ldquo;sehr konstruktiv&rdquo;, allerdings h&auml;tten Experten und Politiker mehrere N&auml;chte durchdiskutiert, bis das Dokument unterschriftenreif war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/artenschutz-umweltschutz-ipbes-bericht-1.4432478\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: So schlimm steht es um die Artenvielfalt<\/strong><br>\nErstmals seit 14 Jahren wieder beurteilt der Welt-Biodiversit&auml;tsrat die Lage der globalen Artenvielfalt. Auch Deutschland hat massive Probleme. (&hellip;)<br>\nErst im M&auml;rz wurde bei der Umweltkonferenz in Nairobi eine Zusammenfassung des sechsten Global Environment Outlook (&bdquo;Ausblick auf die globale Umweltsituation&ldquo;) pr&auml;sentiert. Erstellt wurde dieser durch eine mehr also 200 Experten z&auml;hlende Forschergruppe. Sie warnte, sich verschlechternde Umweltbedingungen seien zunehmend Ursache von Millionen von Erkrankungen und Todesf&auml;llen &ndash; und einen sich weiter beschleunigenden Artenr&uuml;ckgang. Sie schlossen, dass weitere Bem&uuml;hungen wie die bisherigen, die sich vor allem auf Schutz einzelner Gebiete sowie umweltvertr&auml;glichere Verbesserung und Effizienzsteigerung bestehender Abl&auml;ufe konzentrieren, nicht ausreichen werden. Notwendig seien &bdquo;transformative Ver&auml;nderungen&ldquo;, unter anderem neue institutionelle Rahmenbedingungen und ein weitgehender Umbau von Sozialsystemen und Produktionsstrukturen. Sogar Umw&auml;lzungen bei Werten und kulturellen Normen seien notwendig. (&hellip;)<br>\nZu den gef&auml;hrdetsten Arten in Deutschland geh&ouml;ren Alpensalamander, Bekassine und die auch kaum bekannte Schlie&szlig;mundschnecke.<br>\nWelches sind die wichtigsten Herausforderungen in Deutschland?<br>\nDeutschland hat trotz funktionierenden Naturschutzes und Umweltkontrollen massive Probleme mit Artenschwund und aus dem Gleichgewicht geratenden &Ouml;kosystemen. So stammt die weltweit bislang meistbeachtete Studie zum Insektensterben aus der Umgebung von Krefeld. Dort wurden auch in gesch&uuml;tzten Gebieten massive R&uuml;ckg&auml;nge bei Insektenpopulationen dokumentiert. Neben Lebensraumverlust gilt hier &ndash; wie auch weltweit &ndash; intensive Landwirtschaft und Pestizidnutzung als wichtiger Ausl&ouml;ser. Zudem bedrohen eingeschleppte Arten die einheimische Flora und Fauna.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/weltweiter-oeko-check-so-schlimm-steht-es-um-die-artenvielfalt\/24266298.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>WikiLeaks-Chef erhofft sich Hilfe von Deutschland<\/strong><br>\nDer Chefredakteur von WikiLeaks, Kristinn Hrafnsson, hat Deutschland aufgefordert, sich f&uuml;r den WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange einzusetzen. Er erhoffe sich von den Deutschen, &bdquo;dass sie Widerstand leisten gegen diese unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Verfolgung&ldquo;, sagte er im &bdquo;Spiegel&ldquo;. Durch den Antrag der USA auf Auslieferung Assanges sehe er &bdquo;nicht nur die Pressefreiheit angegriffen, die Verfolgung von Assange ist auch ein Angriff auf unsere Demokratie&ldquo;, sagte Hrafnsson. Julian Assange wartet in einem Londoner Gef&auml;ngnis auf die Gerichtsverhandlung &uuml;ber den US-Antrag, ihn nach Amerika auszuliefern. Das US-Justizministerium wirft ihm Verschw&ouml;rung vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/wikileaks-chef-erhofft-sich-hilfe-von-deutschland.265.de.html?drn:news_id=1003607\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zynisch k&ouml;nnte man sagen, dass es erstaunlich ist, wie schlecht informiert der WikiLeaks-Chef ist. Die Bundesregierung soll sich gegen die Interessen der USA stellen? Angela Merkel oder gar Heiko Maas sollen sich f&uuml;r Assange einsetzen? Eher friert die H&ouml;lle zu.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>USA: Amazon und Co. zahlen keinen Cent Steuern<\/strong><br>\nDas d&uuml;rfte Donald Trump in Bedr&auml;ngnis bringen. W&auml;hrend die kleinen Leute ihre Steuern zahlen m&uuml;ssen, weil sie &ndash; wie bei uns &ndash; keine M&ouml;glichkeiten haben, ihr Einkommen am Finanzamt vorbei zu tricksen, zahlen mehr Konzerne trotz Milliardengewinnen keinen Cent an Steuern. Und das hat sich mit Trumps Steuerreform noch weiter verst&auml;rkt. (&hellip;)<br>\nNach einem Bericht zahlten 60 Fortune 500-Konzerne keine Unternehmenssteuer, obgleich sie fast 80 Milliarden US-Dollar Profit machen. Die Konzerne h&auml;tten sogar 4,3 Milliarden an Unternehmenssteuern zur&uuml;ck&uuml;berwiesen bekommen. Besonders krass ist Amazon. Der Konzern machte &uuml;ber 10 Milliarden US-Dollar Gewinn und erhielt sogar noch eine Steuerr&uuml;ckzahlung. Ganz neu ist die Steuervermeidung gro&szlig;er Konzerne nicht, aber in den USA hat sich deren Zahl, die nach Trumps Steuerreform keine Steuern zahlen, gleich verdoppelt.<br>\nZu den Null-Steuer-Konzernen geh&ouml;ren neben Amazon beispielsweise Halliburton, Netflix, IBM, Delta Air Lines, Chevron oder General Motors. Nach Pl&auml;nen mancher demokratischer Pr&auml;sidentschaftskandidaten sollen nicht nur die Reichen, sondern auch die profitablen Unternehmen mehr Steuern zahlen und damit zum Gemeinwohl beitragen. Sie werden nat&uuml;rlich als Linke oder gar Kommunisten bezeichnet, aber ist eine Besteuerung von Unternehmen und Reichen schon links, wenn kleine Einkommen ganz selbstverst&auml;ndlich Steuern zahlen m&uuml;ssen?<br>\nDie Pr&auml;sidentschaftskandidatin Elizabeth Warren fordert beispielsweise, dass Unternehmen 7 Prozent Steuern auf die Gewinne &uuml;ber 100 Millionen US-Dollar in den USA zahlen sollen, die sie in der Welt erzielen. Das w&uuml;rde nur 1200 Unternehmen betreffen und eine Billion US-Dollar bringen. Amazon h&auml;tte nach Warren fast 700 Millionen US-Dollar an Steuern zahlen m&uuml;ssen. Das w&auml;ren 700 Millionen mehr als nichts (Das Verm&ouml;gen der Reichsten w&auml;chst am schnellsten).<br>\nAllerdings fordern L&auml;nder, in denen US-Konzerne Gewinne machen, ohne sie dort zu versteuern, ebenfalls ihren Anteil. Dazu sagen Warren oder auch Sanders nichts, obgleich entscheidend w&auml;re, dass internationale Vereinbarungen daf&uuml;r sorgen sollten, dass es f&uuml;r transnational agierende Konzerne keine Steuerschlupfl&ouml;cher mehr gibt. Und Joseph Biden, der bislang popul&auml;rste Kandidat der Demokraten h&auml;lt sich hier ganz zur&uuml;ck. Trump schweigt ebenfalls.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-Amazon-und-Co-zahlen-keinen-Cent-Steuern-4409882.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Einige der genannten Firmen zahlen wohl auch innerhalb der EU kaum Steuern. Die NachDenkSeiten haben die Steuerproblematik mehrfach aufgegriffen &ndash; z.B. hier: Steuern? Tricksen wie die Gro&szlig;en! https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37494#h09. Interessant ist auch: Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe &ndash; Investitionen ohne Mehrwert als Ausdruck einer &bdquo;finanzialisierten&ldquo; Wirtschaft https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48481. Unter solchen Umst&auml;nden leidet auch innerhalb der EU &ndash; auch in Deutschland &ndash; die Arbeitnehmerschaft. Die oder der Ehrliche bleibt dabei &bdquo;der Dumme&ldquo; bzw. arm. &Auml;ndern k&ouml;nnte auch das u.a. Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Aber das Warten auf Abhilfe aus seinem Ministerium d&uuml;rfte mit dem Warten auf dem Sankt Nimmerleinstag vergleichbar sein &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Brinkhaus warnt vor einer Ausweitung des Sozialstaats<\/strong><br>\nAngesichts sinkender Steuereinnahmen hat Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus vor falschen Weichenstellungen und einer Ausweitung des Sozialstaates gewarnt. &bdquo;Wir m&uuml;ssen uns entscheiden, was wir wollen: das Land zukunftsfest machen oder den Sozialstaat ausweiten&ldquo;, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. &bdquo;Ich wei&szlig; sehr gut um die Probleme, aber ich halte unser Land nicht f&uuml;r so ungerecht, wie es oft dargestellt wird.&ldquo;<br>\nOb der Sozialstaat finanzierbar bleibe, h&auml;nge von der Wirtschaftsleistung in den kommenden Jahrzehnten ab. &bdquo;Deswegen muss jetzt unsere Priorit&auml;t auf Zukunftsinvestitionen gelegt werden: Bildung, Forschung, Innovation, Infrastruktur, Breitbandausbau, neues Mobilfunknetz, k&uuml;nstliche Intelligenz. Da m&uuml;ssen wir klotzen und nicht kleckern.&ldquo; Es bed&uuml;rfe einer Gemeinschaftsanstrengung von Bund und L&auml;ndern, um die erforderlichen Mittel freizumachen.<br>\nAuf die Frage, ob er neue Schulden und h&ouml;here Steuern weiter ausschlie&szlig;e, antwortete Brinkhaus: &bdquo;Es w&auml;re nicht klug, jetzt von unseren finanziellen Prinzipien &ndash; schwarze Null und Nein zu Steuererh&ouml;hungen &ndash; abzuweichen. Vielmehr sollten wir den Bundeshaushalt einer Generalrevision unterziehen. Alle Ausgaben m&uuml;ssen auf den Pr&uuml;fstand.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article192957225\/Ralph-Brinkhaus-warnt-vor-einer-Ausweitung-des-Sozialstaats.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Brinkhaus ist eine faszinierende Figur &ndash; wahrscheinlich war der Unionsfraktion der gleichfalls hart wirtschaftsliberal auftretende Kauder zu weich, weil er ab und an einen Hauch von Sympathie f&uuml;r den Sozialstaat erkennen lie&szlig;. Die Warnung vor einer &ldquo;Ausweitung des Sozialstaats&rdquo; ist nat&uuml;rlich Unsinn; im Moment geht es h&ouml;chstens um die st&uuml;ckweise Wiederherstellung desselben. Da&szlig; Brinkhaus gleichzeitig unverdrossen die vollst&auml;ndige Abschaffung des Solidarit&auml;tszuschlags fordert (https:\/\/news-und-nachrichten.de\/artikel\/unionsfraktionschef-brinkhaus-will-soli-ganz-abschaffen\/), ist v&ouml;llig widerspr&uuml;chlich. Wenn der Sozialstaat angeblich mangels Masse nicht wiederhergestellt werden kann, woher kommen dann die 10 Milliarden Euro f&uuml;r ein solches Steuergeschenk?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>OECD will Rentenalter nach Lebenserwartung<\/strong><br>\nDie Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat von Deutschland eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters gefordert. &ldquo;Einige L&auml;nder in Europa machen bereits vor, wie es geht&rdquo;, sagte OECD-Generalsekret&auml;r Jos&eacute; &Aacute;ngel Gurr&iacute;a dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND\/Freitag). &ldquo;Es ist richtig, das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Diesen Weg sollte auch Deutschland gehen.&rdquo; L&auml;ngeres Arbeiten habe einen zweifach positiven Effekt: Es flie&szlig;e mehr Geld in die Alterssicherung. Und die Mittel w&uuml;rden weniger lang in Anspruch genommen. In Deutschland wird das Renteneintrittsalter derzeit schrittweise auf 67 erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/nachrichten\/lesen\/oecd-will-rentenalter-nach-lebenserwartung.html\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Die OECD empfiehlt &ldquo;Deutschland&rdquo; mal wieder, das Rentenalter &uuml;ber 67 hinaus heraufzusetzen bzw. &ldquo;zu dynamisieren&rdquo;. Ob die Menschen bis dahin in ihrem erlernten Beruf durchhalten oder schlicht arbeitslos sind, scheint nicht zu interessieren. Wie sich ein noch h&ouml;heres Rentenalter mit der Zwangsverrentung von Arbeitslosen ab 63 bei hohen Abschl&auml;gen vertr&auml;gt, verr&auml;t die OECD auch nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Noch unversch&auml;mter ist diese Forderung im Hinblick auf das Ruhestandsalter von OECD-Bediensteten: Die k&ouml;nnen nach wie vor mit 60 in die regul&auml;re, &uuml;ppige Pension gehen. Diejenigen, die ab dem Jahr 2002 eingestellt wurden, m&uuml;ssen bis 63 arbeiten. (Quelle: STAFF REGULATIONS, RULES AND INSTRUCTIONS APPLICABLE TO OFFICIALS OF THE ORGANISATION, May 2019). Wenn die OECD ein Rentenalter nach Lebenserwartung will, dann soll sie das gef&auml;lligst selbst f&uuml;r ihre Bediensteten einf&uuml;hren. Das spart der OECD dann &ldquo;Lohnnebenkosten&rdquo; und ihre Fachkr&auml;fte haben die tolle Chance ganz lange ihr Fachwissen der OECD zur Verf&uuml;gung zu stellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Doppelmoralist des Tages: CSU-Minister Scheuer verantwortet 65 laufende Enteignungsverfahren<\/strong><br>\nWie eine Anfrage an die Bundesregierung ergeben hat, zeichnet das Verkehrsministerium derzeit f&uuml;r 65 Enteignungsverfahren gegen private Grundst&uuml;cksbesitzer verantwortlich. Enteignungen von Immobilienkonzernen verdammt die CSU aber als &ldquo;sozialistische Idee&rdquo;.<br>\nDer Bundestagsabgeordnete Sven Kindler (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) hat die Bundesregierung gefragt, wie viele laufende Enteignungsverfahren zum Zwecke des Bundesfernstra&szlig;enbaus es derzeit gibt. Laut Darstellung des Bundesministeriums f&uuml;r Verkehr und digitale Infrastruktur unter CSU-Minister Andreas Scheuer sind derzeit &ldquo;insgesamt 65 laufende [Enteignungs-]Verfahren gemeldet. 35 davon betreffen den Bau von Bundesautobahnen und 30 den Bau von Bundestra&szlig;en&rdquo;.<br>\nDie Enteignungen werden mit Verweis auf Paragraph 19 des Bundesfernstra&szlig;engesetzes begr&uuml;ndet, demzufolge Enteignungen zul&auml;ssig sind, &ldquo;soweit sie zur Ausf&uuml;hrung eines festgestellten oder genehmigten Bauvorhabens notwendig&rdquo; sind und entsprechend Artikel 14 des Grundgesetzes dem &ldquo;Wohle der Allgemeinheit&rdquo; dienen. Die genannten 65 Enteignungsverfahren laufen derzeit in insgesamt zehn Bundesl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/1voj\">RTDeutsch<\/a>\n<p><strong>dazu &hellip;<\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Wes Brot ich ess, des Lied ich sing: W&auml;hrend die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/CSU?ref_src=twsrc%5Etfw\">@CSU<\/a> unten (Bauern und Privatleute) flei&szlig;ig enteignet, malt sie oben (Immobilienkonzerne) den Teufel des Staatssozialismus an die Wand. Die Doppelmoral der christlich-sozialen Amigos ist einer Bundesregierung unw&uuml;rdig. <a href=\"https:\/\/t.co\/INvquzjoz3\">https:\/\/t.co\/INvquzjoz3<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Dietmar Bartsch (@DietmarBartsch) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/DietmarBartsch\/status\/1123861919528562689?ref_src=twsrc%5Etfw\">2. Mai 2019<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>So schnell geht Kohleausstieg<\/strong><br>\nDie Bundesregierung verhandelt und pr&uuml;ft noch immer. Umweltverb&auml;nde legen indes einen fertigen Gesetzesentwurf vor.<br>\n&Uuml;ber drei Monate sind vergangen, seit die Kohlekommission ihren Abschlussbericht vorgestellt hat. Der enth&auml;lt einen konkreten Plan f&uuml;r den Ausstieg aus der klimasch&auml;dlichen Kohle, und die Bundesregierung hat angek&uuml;ndigt, diesen m&ouml;glichst eins zu eins umzusetzen. Doch passiert ist seit Januar nicht viel. Das Wirtschaftsministerium hat nach eigenen Angaben erste Gespr&auml;che mit den Kraftwerksbetreibern gef&uuml;hrt; zudem l&auml;uft die Arbeit an einem Gesetz, das Geld f&uuml;r den Strukturwandel in den Kohleregionen zur Verf&uuml;gung stellen soll. F&uuml;r das eigentliche Ausstiegsgesetz gibt es bisher nur einen groben Zeitplan: Ein erster Entwurf soll &bdquo;nach der Sommerpause&ldquo; vorgelegt werden.<br>\nDass das auch schneller gehen kann, haben nun die Umweltorganisationen Greenpeace und Client Earth gezeigt: Sie legten am Donnerstag einen fertigen Entwurf f&uuml;r ein Kohleausstiegsgesetz vor, das sich eng an den Forderungen der Kohlekommission orientiert. Kern ist eine genaue Liste, welches Kraftwerk wann abgeschaltet wird.<br>\nNoch in diesem Jahr sollen zwei Braunkohlebl&ouml;cke in Neurath und zwei in Niederau&szlig;em stillgelegt werden, bis 2022 folgen drei weitere Bl&ouml;cke an diesen Standorten im Rheinland. Diese Stillegung von insgesamt 3,2 Gigawatt soll sicherstellen, dass dort sowohl der Hambacher Wald als auch die bedrohten D&ouml;rfer erhalten werden k&ouml;nnen. Zudem sollen bis 2022 7,9 Gigawatt Steinkohle vom Netz gehen. Ensch&auml;digungen soll es nur f&uuml;r Kraftwerke geben, die keine 25 Jahre gelaufen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Nach-Bericht-der-Kommission\/!5592246\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den Entwurf f&uuml;r ein Gesetz zum Kohleausstieg von Greenpeace und Client Earth k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/publications\/kohleausstiegsgesetz-2.pdf\">hier herunterladen und nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Internationaler W&auml;hrungsfonds pl&auml;diert f&uuml;r weltweite CO2-Steuer<\/strong><br>\nF&uuml;r den IWF ist eine solche Steuer ein effizientes Instrument f&uuml;r den Klimaschutz. Auch die Bundesumweltministerin erarbeitet ein Konzept, die Kanzlerin aber ist dagegen.<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat die Einf&uuml;hrung einer weltweiten CO2-Steuer zur Bek&auml;mpfung des Klimawandels gefordert. In einer gemeinsamen Erkl&auml;rung sprachen sich IWF-Chefin Christine Lagarde und der IWF-Direktor f&uuml;r Fiskalpolitik, Vitor Gaspar, f&uuml;r eine solche Abgabe aus. Wie sie in ihrem Blog-Beitrag schreiben, m&uuml;sste der weltweite Aussto&szlig; von Kohlendioxid bis 2030 um ein Drittel reduziert und eine Abgabe in H&ouml;he von etwa 62 Euro pro Tonne CO2 erhoben werden, um so die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten.<br>\nLagarde und Gaspar zufolge gibt es einen &ldquo;wachsenden Konsens&rdquo; dar&uuml;ber, dass die Besteuerung das &ldquo;effizienteste Instrument&rdquo; sei, um den Verbrauch fossiler Energien sowie den damit verbundenen Aussto&szlig; von CO2 zu begrenzen. Zudem beschere die Abgabe die notwendigen Einnahmen f&uuml;r die Wende hin zu erneuerbaren Energien. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland formiert sich derzeit starker Widerstand gegen eine nationale CO2-Steuer &ndash; vor allem auch in den Regierungsparteien CDU und CSU. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich Ende April gegen diese Idee ausgesprochen. Man sollte die Menschen beim Klimaschutz m&ouml;glichst wenig belasten, sagte die fr&uuml;here CDU-Vorsitzende und sprach sich stattdessen daf&uuml;r aus, wie in der Industrie Zertifikate zu verkaufen, um den Aussto&szlig; des klimasch&auml;dlichen Kohlendioxids zu verringern. Daraus entwickle sich ein Preis f&uuml;r die Tonne CO2.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-05\/klimaschutz-iwf-co2-steuer-kraftstoffe-pariser-klimaabkommen\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der hammerhart neoliberale IWF fordert glasklar eine CO2-Steuer &ndash; die &bdquo;[Umweltk]anzlerin ist dagegen&ldquo;. Bei allen diesen Konzepten ist immer ein sozialer Ausgleich f&uuml;r Geringverdiener und Arme vorgesehen. Was sagt uns das &uuml;ber Merkel? Da&szlig; sie noch neoliberaler, noch reichenfreundlicher und noch mehr Unternehmenslobbyistin ist als sogar der IWF.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Vorschlag zu CO2-Steuer fliegt aus Klimapapier<\/strong><br>\nDie CDU wird sich gegen eine CO2-Steuer zum Klimaschutz positionieren. Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer verf&uuml;gte auf der Vorstandsitzung am vergangenen Montag, das ein Positionspapier der Partei zum Thema Mobilit&auml;t und Klima entsprechend ge&auml;ndert wird. Niedersachsens stellvertretender Ministerpr&auml;sident Bernd Althusmann &ndash; einer der Mitautoren des Papiers &ndash; hatte zuvor erl&auml;utert, unter welchen Bedingungen eine solche Steuer sinnvoll sei. Darauf hatten mehrere Teilnehmer der Sitzung sich gegen eine Abgabe auf den Kohlendioxidaussto&szlig; ausgesprochen. &ldquo;Dann nehmen wir die CO2-Steuer aus dem Papier raus&rdquo;, sagte Kramp-Karrenbauer.<br>\nDas Positionspapier soll voraussichtlich auf einer Sondersitzung des Vorstands nach der Europawahl beschlossen werden. Die Haltung Kramp-Karrenbauers ist in der Partei nicht unumstritten. So hatte sich unter anderem der schleswig-holsteinische Ministerpr&auml;sident Daniel G&uuml;nther f&uuml;r eine solche Steuer ausgesprochen. Auch in der Koalition d&uuml;rfte die Positionierung f&uuml;r &Auml;rger sorgen. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat sich f&uuml;r die Einf&uuml;hrung der CO2-Steuer ausgesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/cdu-beerdigt-co2-steuer-vorschlag-aus-klimapapier-gestrichen-a-1265634.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Interne E-Mails zeigen: Julia Kl&ouml;ckner verheimlicht Studie zur N&auml;hrwertkennzeichnung<\/strong><br>\nImmer mehr L&auml;nder in Europa f&uuml;hren die sogenannte Nutri-Score-Ampel ein, in Deutschland haben Hersteller wie Iglo und Danone begonnen, Produkte freiwillig mit dem Farbsystem zu kennzeichnen. Die deutsche Bundesern&auml;hrungsministerin Julia Kl&ouml;ckner lehnt die Lebensmittelampel allerdings bisher ab. Und inmitten dieser Debatte kommt jetzt heraus: Frau Kl&ouml;ckner h&auml;lt eine zentrale Studie zur&uuml;ck, die dem Nutri-Score offenbar ein positives Zeugnis ausstellt. Das zeigen interne E-Mails aus dem Bundesern&auml;hrungsministerium (BMEL), die foodwatch durch einen Antrag gem&auml;&szlig; Informationsfreiheitsgesetz (IFG) erhalten hatte. (&hellip;)<br>\nDie E-Mails belegen, dass das staatliche Max-Rubner-Institut bereits im Herbst 2018 dem BMEL einen Bericht vorgelegt hatte, in dem die Wissenschaftler verschiedene Systeme zur Kennzeichnung von Zucker, Fett, Salz und anderen N&auml;hrwerten untersuchten. Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass die Nutri-Score-Ampel nach franz&ouml;sischem Vorbild &bdquo;grunds&auml;tzlich vorteilhaft f&uuml;r eine &sbquo;Front of Pack&lsquo;-N&auml;hrwertkennzeichnung&ldquo; sei &ndash; so lautete die klare Einsch&auml;tzung aus dem Bundesern&auml;hrungsministerium zu den Forschungsergebnissen. Das BMEL hatte diese Studie selbst in Auftrag gegeben. In einem internen Vermerk hei&szlig;t es allerdings, Ministerin Kl&ouml;ckner habe &bdquo;ausdr&uuml;cklich darum gebeten, (&hellip;) gr&ouml;&szlig;te Vertraulichkeit sicherzustellen&ldquo;. Und weiter: Das Max-Rubner-Institut habe die Ampel &bdquo;lediglich wissenschaftlich bewertet&ldquo; und sich einer politischen Einsch&auml;tzung enthalten. Die &bdquo;Pr&uuml;fung der MRI-Studie&ldquo; bed&uuml;rfe noch &bdquo;der Abstimmung mit anderen Referaten&ldquo;. (&hellip;)<br>\nEin halbes Jahr sp&auml;ter ver&ouml;ffentlichte das Bundesern&auml;hrungsministerium dann eine offenbar &uuml;berarbeitete Fassung der Studie. Bei der Vorstellung Anfang April bewertete Frau Kl&ouml;ckner den Nutri-Score zur&uuml;ckhaltend und betonte, man wolle mit Befragungen und weiteren Untersuchungen ein eigenes Modell zur N&auml;hrwertkennzeichnung entwickeln. Die urspr&uuml;ngliche Studie des Max-Rubner-Instituts zur N&auml;hrwertkennzeichnung wurde bis heute nicht ver&ouml;ffentlicht und wurde foodwatch auch nicht im Rahmen des IFG-Antrages &uuml;bermittelt. Als foodwatch nachfragte, verwies das Ministerium lediglich auf die von Frau Kl&ouml;ckner im April 2019 vorgestellte Fassung des Berichts. Eine weitere Nachfrage blieb vom Ministerium unbeantwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/ampelkennzeichnung\/aktuelle-nachrichten\/interne-e-mails-zeigen-julia-kloeckner-verheimlicht-studie-zur-naehrwertkennzeichnung\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ausgerechnet am 9. Mai: NATO startet Gro&szlig;&uuml;bung, bei der ein russischer Angriff simuliert wird<\/strong><br>\nDie NATO startet in der kommenden Woche eine Gro&szlig;&uuml;bung, bei der ein Angriff Russlands auf einen Mitgliedsstaat und die Reaktion des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses durchgespielt wird. Das berichtet Spiegel Online. Die &Uuml;bung soll am 9. Mai beginnen und bis zum 15. Mai dauern.<br>\nMit der Gro&szlig;&uuml;bung, der 22. seit Bestehen der NATO, soll angeblich sichergestellt werden, dass das B&uuml;ndnis im Ernstfall schnell politisch entscheidungs- und handlungsf&auml;hig ist. Die &ldquo;Crisis Management Exercise&rdquo; (CMX) wird seit Monaten vorbereitet.<br>\nIn ihrem Verlauf sollen der NATO-Rat und der milit&auml;rische Apparat alle Schritte eines Kriegsszenarios vollziehen, von der Erkl&auml;rung des B&uuml;ndnisfalls nach Artikel 5 bis zur Planung der milit&auml;rischen Reaktion auf die Attacke.<br>\nDas Drehbuch der CMX19 sieht eine Aggression Russlands gegen die NATO in mehreren Stufen vor. Der Angreifer wird nicht namentlich genannt, allerdings zielt die Beschreibung des Aggressors aus dem Osten, der Kernwaffen besitzt und &ldquo;Kerneuropa&rdquo; angreift, deutlich auf Russland. [&hellip;]<br>\nDer 9. Mai gilt in Russland als &ldquo;Tag des Sieges&rdquo;, an dem an den Sieg &uuml;ber das Deutsche Reich und das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert und der Opfer gedacht wird. Dass ausgerechnet dieses Datum f&uuml;r den Beginn einer NATO-&Uuml;bung gew&auml;hlt wurde, in der Russland als Aggressor auftritt, wird von den Russen als Provokation verstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/87794-ausgerechnet-am-9-mai-nato-startet-grossuebung\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist &auml;u&szlig;erst bedenklich und verdeutlicht, wie unsensibel die Entscheidungstr&auml;gerschaft in NATO und deren Mitgliedsstaaten agieren. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51456\">Vom Sichvertragen zur Konfrontation und Kriegsvorbereitung. Ein schreckliches Zeugnis der Konfrontation bei Zeit online.<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>U.N. rights experts cite concern at &lsquo;disproportionate&rsquo; Assange detention<\/strong><br>\nUnited Nations human rights experts voiced concern on Friday at what they called the &ldquo;disproportionate sentence&rdquo; of 50 weeks in prison imposed on WikiLeaks founder Julian Assange for skipping bail in Britain.<br>\nAssange is being held in the high-security Belmarsh prison &ldquo;as if he were convicted for a serious criminal offence&rdquo;, the U.N. working group on arbitrary detention said in a statement, adding that this &ldquo;appears to contravene principles of necessity and proportionality&rdquo;. It described the skipping bail charge as a relatively &ldquo;minor violation&rdquo;.<br>\nThe group, composed of five independent experts, issued an opinion in 2015 that Assange &ndash; holed up at the time at the Ecuadoran Embassy in London after skipping bail to avoid extradition to Sweden to face an allegation of rape &ndash; was being arbitrarily detained. Assange has denied the rape allegations.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/us-wikileaks-assange-un\/u-n-rights-experts-cite-concern-at-disproportionate-assange-detention-idUSKCN1S90XR\">Reuters<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das CETA-Gutachten des EuGH &ndash; Neue Ma&szlig;st&auml;be allerorten&hellip;<\/strong><br>\nDas lang erwartete EuGH-Gutachten 1\/17 zur Frage der Unionsrechtskonformit&auml;t des CETA &ndash; insb. zu dessen investitionsschutzrechtlichem Kapitel Acht &ndash; hat eine gro&szlig;e Menge offener Rechtsfragen adressiert (oder erst aufgeworfen). W&auml;hrend Markus Krajewski auf diesem Blog bereits eine erste &uuml;berblicksartige Betrachtung vorgenommen hat, m&ouml;chte dieser Beitrag den Fokus auf zwei einzelne, aus meiner Sicht aber besonders bedeutsame Aspekte des Gutachtens legen. Beide betreffen die Ma&szlig;st&auml;be der Unionsrechtskonformit&auml;t v&ouml;lkerrechtlicher Vertragsschl&uuml;sse durch die EU, die der EuGH in seinem Gutachten angewendet hat. Zum einen bekr&auml;ftigt der EuGH eine Tendenz in seiner Rechtsprechung, nach der er das ausw&auml;rtige Handeln der EU einer vollumfassenden materiell-rechtlichen Anforderungs- und &Uuml;berpr&uuml;fungsdichte unterwirft. Zum anderen macht der EuGH rechtlich nur schwer nachvollziehbare Ausf&uuml;hrungen zum Zusammenhang zwischen sanktionsbewehrten v&ouml;lkerrechtlichen Kontrollmechanismen und der daraus potentiell folgenden Verletzung der Autonomie der Unionsrechtsordnung. Konsequent zu Ende gedacht d&uuml;rften sie die Handlungsm&ouml;glichkeiten der EU im modernen V&ouml;lkerrecht erheblich einschr&auml;nken. (&hellip;)<br>\nUnd ohne Zweifel, die vom EuGH betrachteten Regelungen m&ouml;gen eine Einhegung der Erfolgsaussichten (exzessiver) investitionsschutzrechtlicher &bdquo;Angriffe&ldquo; auf (legitime) europ&auml;ische oder mitgliedstaatliche, im &ouml;ffentlichen Interesse liegende Regulierungst&auml;tigkeit bedingen. Die M&ouml;glichkeit sanktionsbewehrter v&ouml;lkerrechtlicher Kontrolle am Ma&szlig;stab der investitionsschutzrechtlichen Standards des CETA schlie&szlig;en sie aber gleichwohl keineswegs vollends aus. Dies ergibt sich schon daraus, dass die durch den EuGH herangezogenen Ausnahme- und Auslegungsvorschriften ihrerseits allesamt ausdr&uuml;cklich unter dem Vorbehalt der &bdquo;Erforderlichkeit&ldquo; oder &bdquo;Willk&uuml;rfreiheit&ldquo; der jeweiligen Ma&szlig;nahmen stehen.<br>\nInvestoren innerhalb der EU werden etwaige sie beeintr&auml;chtigende Ma&szlig;nahmen zum Schutz &ouml;ffentlicher Belange dementsprechend als &bdquo;nicht erforderlich&ldquo; oder &bdquo;willk&uuml;rlich&ldquo; angreifen. Eine zumindest (potentiell) sanktionsbewehrte v&ouml;lkerrechtliche Kontrolle w&auml;re damit jedenfalls m&ouml;glich. Ob die Sanktionen dabei am Ende tats&auml;chlich ausbleiben, liegt dann allein in der Hand der im Rahmen des investitionsschutzrechtlichen Streitbeilegungsverfahrens zur Auslegung der oben genannten Ausnahme- und Auslegungsvorschriften berufenen v&ouml;lkerrechtlichen Spruchk&ouml;rper des CETA (und nicht mehr des EuGH).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/das-ceta-gutachten-des-eugh-neue-massstaebe-allerorten\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neuer Hochschulpakt bekommt gr&uuml;nes Licht<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder haben sich nach langwierigen Verhandlungen auf die k&uuml;nftige F&ouml;rderung der Hochschulen geeinigt. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek von der CDU vereinbarte in Berlin mit den Wissenschaftsministern der L&auml;nder eine Nachfolgeregelung f&uuml;r den im kommenden Jahr auslaufenden Hochschulpakt. Demnach will der Bund dauerhaft rund zwei Milliarden Euro j&auml;hrlich beisteuern, um die Qualit&auml;t der Studienpl&auml;tze zu verbessern und mehr unbefristete Stellen an den Hochschulen schaffen zu k&ouml;nnen.<br>\nVon 2021 bis 2023 will der Bund j&auml;hrlich im Rahmen des &ldquo;Zukunftsvertrags Studium und Lehre st&auml;rken&rdquo; 1,88 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stellen, ab 2024 soll die Summe auf 2,05 Milliarden Euro steigen. Die L&auml;nder steuern jeweils dieselbe Summe bei. Der Vertrag soll die Nachfolge des bisherigen Hochschulpakts bilden.<br>\nEine weitere Vereinbarung sieht vor, Innovationen in der Hochschullehre mit 150 Millionen Euro j&auml;hrlich zu f&ouml;rdern. Von 2021 bis 2023 bringt der Bund das Geld alleine auf, ab 2024 &uuml;bernehmen die L&auml;nder einen Anteil von 40 Millionen Euro.<br>\nSchlie&szlig;lich sollen durch eine dritte Vereinbarung die Mittel f&uuml;r die au&szlig;eruniversit&auml;re Forschung bis 2030 j&auml;hrlich um drei Prozent steigen. Der Pakt f&uuml;r Forschung und Innovation sorge damit f&uuml;r ein &ldquo;stabiles Wachstum und eine positive Entwicklung der Wissenschaftsorganisationen&rdquo;, erkl&auml;rte die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Neuer-Hochschulpakt-bekommt-gruenes-Licht-article21003801.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn in der neuen Vereinbarung kaum oder gar keine verpflichtende Festlegungen enthalten sind, ist die Pr&auml;sentation dieses Ergebnisses kaum das Papier wert, auf dem es geschrieben steht. Aber es w&uuml;rde insbesondere dem Arbeitseifer der zust&auml;ndigen Bundesministerin, Frau Karliczek (CDU) durchaus entsprechen &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Es kommt doch zum Schwur<\/strong><br>\nDer vereinbarte Kompromiss soll nun vorsehen, dass die Hochschulen im Rahmen des neuen Hochschulpakts ab 2021 f&uuml;r die Ausbildung der Studierenden 1,88 Milliarden Euro vom Bund bekommen. Das entspricht etwa dem jetzigen Anteil des Bundes, die L&auml;nder sollen den gleichen Beitrag obendrauf legen. Ab 2024 soll der Bundeszuschuss auf &uuml;ber 2 Milliarden pro Jahr steigen mit der Aussicht auf Nachverhandlungen ab 2028.<br>\nDie &ouml;ffentliche F&ouml;rderung f&uuml;r die au&szlig;eruniversit&auml;ren Forschungseinrichtungen, die der Staat seit 2005 kr&auml;ftig im internationalen Wettbewerb unterst&uuml;tzt, steigt dem Vernehmen nach wie bisher jedes Jahr um drei Prozent. Allerdings m&uuml;ssen sich die L&auml;nder st&auml;rker als bisher an der Finanzierung beteiligen.<br>\nHatte der Bund die Aufw&uuml;chse f&uuml;r die Institute unter dem Dach von Fraunhofer, Leibniz, Helmholtz oder Max-Planck seit 2016 allein getragen, m&uuml;ssen die L&auml;nder ab 2021 beim dreiprozentigen Aufwuchs einsteigen. Ab 2024 sollen dann die urspr&uuml;nglichen Finanzierungsschl&uuml;ssel gelten. Bei Helmholtz-Instituten steuert der Bund traditionell 90 Prozent, die L&auml;nder 10 Prozent bei. Aktuell liegt der Bundesanteil noch h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Milliarden-fuer-die-Wissenschaft\/!5592371\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie immer nur die Fortschreibung der chronische Unterfinanzierung der Universit&auml;ten &ndash; aber wenn ich den Artikel richtig verstehe, gibt es immerhin ein paar Euro mehr vom Bund. Juchu. Traurig und erb&auml;rmlich, da&szlig; hier angesichts riesiger Finanznot an den Hochschulen um einzelne Millionen gezahlt wird, w&auml;hrend der Bund auf der anderen Seite bei der Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben mit vielen Milliarden klotzt und der Wahnsinn weiterer milliardenteurer Unternehmensteuersenkungen immer noch diskutiert wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Es wird ernst<\/strong><br>\nDringende Wahlempfehlung f&uuml;r alle AfD-W&auml;hler. Unbedingt den Stimmzettel unterschreiben. ;-)&rdquo;<br>\nSo lautete am 8. M&auml;rz 2016 ein Tweet des bekannten Fachanwalts f&uuml;r IT-Recht Thomas Stadler, der auch einen Link zum (m&auml;&szlig;ig) satirischen Account AfD-Hauptquartier enthielt. Doch dieser Tage versteht Twitter keinen Spa&szlig; und sperrte den Account des politisch &auml;u&szlig;erungsfreudigen Anwalts &ndash; mit dreij&auml;hriger Versp&auml;tung.<br>\nStadler zufolge wirft ihm Twitter vor, er versuche, Wahlen zu beeinflussen. Wenn der Anwalt weiter zwitschern m&ouml;chte, m&ouml;ge er doch bitte den b&ouml;sen Tweet l&ouml;schen. Der bekannte Blogger denkt allerdings nicht daran. [&hellip;]<br>\nTwitter ist nur begrenzt schuldig, denn die Politik hatte j&uuml;ngst die Social Media-Plattformen aufgefordert, Manipulation der EU-Wahl einzuhegen. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz des Heiko Maas l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en, seine inzwischen 18%-Partei bangt um jede Stimme. [&hellip;]<br>\nDas von Heiko Maas durchgepeitschte Gesetz, das zwangsl&auml;ufig zu Overblocking f&uuml;hren muss, raubt gelegentlich auch den eigenen Genossinnen und Genossen die Stimme. So wurde etwa gerade Sawsan Chebli wegen eines missverst&auml;ndlichen Tweets ausgesperrt. Wenn dann demn&auml;chst die Uploadfilter kommen, braucht nicht einmal mehr gepetzt zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Es-wird-ernst-4413409.html\">Markus Kompa auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Feindbild der Rechtspopulisten<\/strong><br>\nThunberg wurde f&uuml;r viele junge Menschen auf der ganzen Welt zu einem gro&szlig;en Vorbild. Die von ihr angesto&szlig;enen Klimaproteste haben bereits betr&auml;chtliche Dimensionen angenommen &ndash; jedoch nicht zur Freude aller. Gerade aus rechten Kreisen schl&auml;gt ihr viel Hass entgegen, der bis hin zu Morddrohungen reicht.<br>\nAfD-Politiker verunglimpfen sie als &bdquo;armes Kind, das einen Psychotherapeuten braucht&ldquo;, im Umfeld der Identit&auml;ren zieht man Nazi-Vergleiche. Der Chefredakteur des rechten Magazins &bdquo;Alles Roger&ldquo;, Roland Hofbauer, spricht von Thunberg als &bdquo;h&auml;ssliches M&auml;derl mit fettigen Z&ouml;pfen&ldquo;, und er findet die Unterstellung witzig, sie w&uuml;rde an einem Fetalen Alkoholsyndrom leiden.<br>\nWie aber kann ein 16-j&auml;hriges M&auml;dchen zu einem Feindbild werden? Thunberg bietet laut der Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak gleich auf mehrere Weisen eine Angriffsfl&auml;che: Jene, die Thunberg attackieren, seien oftmals auch die gleichen, die den menschengemachten Klimawandel leugnen. Zudem widerspreche die, noch dazu erfolgreiche, Aktivistin in vielen Punkten dem traditionellen Frauenbild der Rechtspopulisten und Rechtsextremisten. (&hellip;)<br>\nAuffallend sei, dass die Kritik &uuml;berwiegend nicht auf einer sachlichen, sondern auf einer pers&ouml;nlichen Ebene stattfinde, so Wodak gegen&uuml;ber ORF.at. Wenn sich die Attacken etwa gegen ihr Erscheinungsbild oder ihre Asperger-Diagnose richten, verr&auml;t das jedoch mehr &uuml;ber die Rechtspopulisten als &uuml;ber das M&auml;dchen selbst: Hier finde Kritik &bdquo;ad hominem&ldquo; statt, so Wodak. Verstanden wird darunter ein Scheinargument, in dem die Position des Gegners durch Angriff auf dessen pers&ouml;nliche Umst&auml;nde und Eigenschaften angefochten wird. (&hellip;)<br>\nNeben pers&ouml;nlichen Angriffen wird Thunberg auch mit allerlei Verschw&ouml;rungstheorien konfrontiert. So hei&szlig;t es etwa, sie sei eine Marionette ihrer Eltern, die mit ihr ein Verm&ouml;gen verdienen. Als &bdquo;Beweis&ldquo; diene ein k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichtes Buch, das ihre Eltern &uuml;ber ihre Tochter geschrieben haben &ndash; jedoch lange vor ihrem Ruhm. In Gretas Stellungnahme ist zudem zu lesen, dass die Familie die Tantiemen an gemeinn&uuml;tzige Organisationen spende.<br>\nDoch auch der deutsche Publizist Sebastian Sigler schrieb von &bdquo;Greta als Opfer ihrer Eltern&ldquo;, die &bdquo;dank gekonnter PR zur Projektionsfl&auml;che f&uuml;r Tausende von Kindern frustrierter Altlinker und aggressiver Kommunisten&ldquo; geworden sei. Wodak meint dazu: &bdquo;Indem Thunberg als instrumentalisiertes Opfer ihrer Eltern dargestellt wird, macht man sie zu einem Objekt. Ihr wird die Eigenst&auml;ndigkeit abgesprochen, selbst zu entscheiden, wof&uuml;r sie steht und wof&uuml;r nicht.&ldquo; Zudem umgehe man mit dieser Argumentation wieder eine sachliche Auseinandersetzung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3120435\/\">ORF.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schwarzer #Freitag13: Was sind deutsche Horror-Jobs?<\/strong><br>\nFertigmacher gesucht: Welches Unternehmen wollen Sie f&uuml;r Freitag, den 13. vorschlagen?<br>\nDer 13. September 2019 ist ein Schwarzer Freitag. An diesem Tag wird die aktion.\/.arbeitsunrecht zusammen mit Unterst&uuml;tzer_innen in ganz Deutschland Protestaktionen gegen Horror-Jobs und schikan&ouml;se Unternehmen durchf&uuml;hren. Wir rufen die arbeitende Bev&ouml;lkerung zum Widerstand auf: Gegen Union Buster, Fertigmacher, Betriebsratsfresser, Lohndr&uuml;cker und skrupellose Profit-Maximierer!<br>\nNennen Sie uns Gewerkschaftsfeinde und Betriebsratsfresser!<br>\nMit dem Aktionstag am 13. September 2019 wollen wir die Schattenseiten der deutschen Arbeitswelt beleuchten, das Image von Konzernen gerade r&uuml;cken und &ouml;ffentlichen Druck auf &uuml;ble Unternehmer aus&uuml;ben. Der Aktionstag findet am 13. September 2019 zum achten mal statt (#Freitag13: Was bisher geschah).<br>\nUnser Ziel ist es, Besch&auml;ftigte, Gewerkschafter*innen und Betriebsratsmitglieder zu unterst&uuml;tzen, die am Arbeitsplatz auf unzumutbare Weise unter Druck gesetzt werden.<br>\nJetzt sind Sie gefragt:\n<ul>\n<li>Welcher Arbeitgeber h&auml;tte &Auml;rger verdient?<\/li>\n<li>Warum genau? Was ist passiert?<\/li>\n<li>Wer sind die Fertigmacher? Welche Anw&auml;lte &amp; Unternehmensberater waren beteiligt?<\/li>\n<li>Wurden weitere Spezialisten hinzu gezogen (Detekteien, PR, Mediation etc.)?<\/li>\n<li>Gibt es Berichte (Zeitung, Blogs, Facebook, Gewerkschaftsmedien)?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/freitag13-vorschlag\/\">arbeitsunrecht in deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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