{"id":51598,"date":"2019-05-10T08:12:30","date_gmt":"2019-05-10T06:12:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598"},"modified":"2019-05-10T08:12:30","modified_gmt":"2019-05-10T06:12:30","slug":"hinweise-des-tages-3363","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h01\">Bolton &amp; Co treiben den Iran zum Vertragsbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h02\">US seizes North Korean coal ship for violating sanctions<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h03\">Trumps Venezuela-Sanktionen t&ouml;teten 40.000 Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h04\">Hartz-IV-Empf&auml;nger: Jobcenter m&uuml;ssen Schulb&uuml;cher bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h05\">Steuersch&auml;tzung als Wahlkampfeinlage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h06\">Das verlorene Jahrzehnt &ndash; die (neue) Debatte um die Schuldenbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h07\">Zwei Jahre nach der Reform der Leiharbeit zeigt sich: Tarifvertr&auml;ge f&uuml;hren nicht immer zu besseren Regelungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h08\">Arbeit und psychische Erkrankungen: Therapie oder Arbeitskampf &ndash; was hilft gegen Burnout?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h09\">Uber-Fahrer streiken vor dem B&ouml;rsengang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h10\">K&uuml;nstler gegen Macron<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h11\">Konzerntransparenz gegen Steuerflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h12\">Eind&auml;mmung Chinas durch Taiwan-Frage ist erfolgloses Vorhaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h13\">Die Militarisierung Japans und das magische Jahr 2020<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h14\">Der meist &uuml;bersehene Artikel 12<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51598#h15\">Solit&auml;r auf allen Kan&auml;len<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bolton &amp; Co treiben den Iran zum Vertragsbruch<\/strong><br>\nExtremisten in Washington wollen Iran schon lange bombardieren, um einen &laquo;Regime Change&raquo; zu erreichen.<br>\nSchon lange, bevor John Bolton Donald Trumps (Un-)Sicherheitsberater wurde, wusste er, wie die USA mit Iran umgehen sollen: &bdquo;Bomb it!&ldquo;. Er kommt seinem Traum von Tag zu Tag n&auml;her.<br>\nDank seiner &ndash; vom US-Pr&auml;sidenten mitgetragenen &ndash; Provokationen brachte er die iranische F&uuml;hrung dazu, aus Teilen des 2015 abgeschlossenen &bdquo;Atom-Abkommens&ldquo; (offiziell heisst es JCPOA, Joint Comprehensive Plan of Action) auszusteigen. Er wird es wohl zutiefst bedauern, dass die Iraner trotz allem, was sie jetzt als Reaktion auf die US-amerikanischen Haudegen-Beschl&uuml;sse bekannt gaben, zumindest noch f&uuml;r eine Gnadenfrist vertragstreu zu bleiben &ndash; t&auml;ten sie das nicht, k&ouml;nnten Bolton, Pompeo und Trump von heute auf morgen erkl&auml;ren, ein Krieg gegen Iran sei unvermeidlich oder gar im Interesse der so genannten internationalen Gemeinschaft. So oder inhaltlich &auml;hnlich argumentierte Washington ja schon einmal, 2003, unter dem damaligen Pr&auml;sidenten George W. Bush, als der Krieg gegen Irak vorbereitet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Bolton-amp-Co-treiben-den-Iran-zum-Vertragsbruch\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Irans Einfluss im Nahen Osten: Hamas, Hisbollah, Huthis<\/strong><br>\nDer Iran hat viele M&ouml;glichkeiten, den USA und ihren Verb&uuml;ndeten im Nahen Osten Schwierigkeiten zu machen. Irak, Libanon und Jemen &ndash; systematisch f&ouml;rdert Teheran seit vielen Jahren militante Verb&uuml;ndete.<br>\nSeit Jahren hat der Iran an Macht und Einfluss im Nahen Osten gewonnen. H&auml;ufig gen&uuml;gte es dazu, die Fehler der USA in der Region auszunutzen.<br>\nBestes Beispiel: Unter dem Langzeitherrscher Saddam Hussein war der Irak ein Bollwerk gegen den Iran. Doch als die Amerikaner Saddam vor 16 Jahren st&uuml;rzten, &ouml;ffneten sie den Iranern damit T&uuml;r und Tor im Irak. Einige irakische Milizen, die gegen den IS k&auml;mpften, sind nicht etwa gegen&uuml;ber Bagdad loyal, sondern gegen&uuml;ber Teheran. Die USA f&uuml;rchten deshalb, der Iran k&ouml;nnte diese Milizen zu Anschl&auml;gen auf US-Soldaten im Irak anstacheln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/iran-einfluss-nahost-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> So wird bei der Tagesschau Politik im Sinne der USA gemacht. Eigentlich hatten ja die US-Amerikaner das Atomabkommen einseitig aufgek&uuml;ndigt. Aber bei der Tagesschau konstruiert Herr K&uuml;hntopp eifrig das Bild des b&ouml;sen Iran, ganz im Sinne von Trump und Co.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US seizes North Korean coal ship for violating sanctions<\/strong><br>\nThe US says it has seized a North Korean cargo ship, accusing it of violating international sanctions.<br>\nThe justice department said the ship was used to transport coal, North Korea&rsquo;s largest export but subject to a UN export ban.<br>\nThe vessel was initially impounded in Indonesia in April 2018.<br>\nIt is the first time the US has seized a North Korean ship for breaching sanctions and comes amid worsening relations between the two.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-asia-48221507\">BBC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Meldungen dieser Art prasseln regelm&auml;&szlig;ig auf uns ein und werden gar nicht mehr so richtig wahrgenommen. Aber was w&auml;re wohl, wenn Nordkorea ein amerikanisches Frachtschiff kapern w&uuml;rde, weil es verd&auml;chtigt wird, am internationalen Waffenhandel teilzunehmen? Aber f&uuml;r die USA gelten offenbar andere Regeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trumps Venezuela-Sanktionen t&ouml;teten 40.000 Menschen<\/strong><br>\nIm August 2017 verh&auml;ngte US-Pr&auml;sident Trump drakonische Sanktionen gegen Venezuela, um durch den so erzeugten Druck seine Regime-Change-Politik zu forcieren. In der Folge st&uuml;rzte die ohnehin taumelnde Wirtschaft des Landes weiter ab. Ein neuer Bericht zweier weltweit renommierter &Ouml;konomen ergibt, dass durch Trumps Sanktionen mehr als 40.000 Menschen get&ouml;tet wurden. [&hellip;]<br>\nNeben milit&auml;rischen Drohungen und Support f&uuml;r Guaid&oacute; auf s&auml;mtlichen Ebenen sind drakonische Wirtschaftssanktionen das Mittel der Wahl der Trump-Regierung, um Maduro zu Fall zu bringen. Im August 2017 wurde ein erstes Paket geschn&uuml;rt, das den Finanzsektor ins Visier nimmt, im Januar 2019 ein zweites mit der venezolanischen &Ouml;lproduktion als Target. Insbesondere das zweite Sanktionspaket l&auml;sst die venezolanische &Ouml;konomie vollends zusammenbrechen; der IWF korrigierte j&uuml;ngst seine BIP-Prognose f&uuml;r Venezuela: statt 5 Prozent, werde die Wirtschaft des Landes 2019 nun um beispiellose 25 Prozent schrumpfen. Einen derartigen &ouml;konomischen Kollaps kennt die Volkswirtschaftslehre normalerweise nur aus dem Kontext von Kriegen oder verheerenden Naturkatastrophen (und der &ouml;konomischen Vernichtung Griechenlands durch Berlin und Br&uuml;ssel beginnend 2010).<br>\nEnde April ver&ouml;ffentlichte das Center for Economic and Policy Research einen bahnbrechenden Bericht, der die menschlichen Kosten des US-Sanktionsregimes widerspiegelt: Allein im ersten Jahr wurden 40.000 Menschen in Venezuela durch Trumps illegale Sanktionen get&ouml;tet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-05-09\/trumps-venezuela-sanktionen-toeteten-40-000-menschen\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hartz-IV-Empf&auml;nger: Jobcenter m&uuml;ssen Schulb&uuml;cher bezahlen<\/strong><br>\nWenn Hartz-IV-Empf&auml;nger Schulb&uuml;cher f&uuml;r ihre Kinder kaufen m&uuml;ssen, haben Jobcenter die Kosten zu tragen. Das entschied das Bundessozialgericht in Kassel. Der Regelsatz sei f&uuml;r Lernmittel zu niedrig angesetzt, urteilten die Richter.<br>\nJobcenter m&uuml;ssen Hartz-IV-Empf&auml;ngern die Kosten f&uuml;r Schulb&uuml;cher erstatten. Geklagt hatten zwei Familien aus Celle und Hildesheim vor dem Bundessozialgericht (BSG) in Kassel &ndash; und bekamen Recht. In Niedersachsen herrscht keine Lernmittelfreiheit in der Oberstufe, Sch&uuml;ler m&uuml;ssen Schulb&uuml;cher kaufen. Im Regelsatz, also dem Geld f&uuml;r den monatlichen Lebensunterhalt, ist ein Betrag f&uuml;r Schulb&uuml;cher eingerechnet. Nach Ansicht der Richter sei dieser mit drei Euro aber &ldquo;strukturell zu niedrig f&uuml;r L&auml;nder, in denen Sch&uuml;ler Lernmittel selber zahlen m&uuml;ssen&rdquo;.<br>\nGeklagt hatten Bezieher von Arbeitslosengeld II aus dem Landkreis Celle und aus Hildesheim. Sie hatten beim Eintritt in die elfte Klasse Schulb&uuml;cher f&uuml;r 180 und 200 Euro angeschafft. Die Jobcenter lehnten eine &Uuml;bernahme der Kosten ab, weil Schulb&uuml;cher im Regelbedarf ber&uuml;cksichtigt seien. Es sei den Familien zuzumuten, die Betr&auml;ge anzusparen oder gebrauchte B&uuml;cher zu kaufen, argumentierten die &Auml;mter damals.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schulbuecher-jobcenter-kosten-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Wieso m&uuml;ssen Richter der h&ouml;chsten Instanz den &Auml;mtern und damit auch dem Gesetzgeber eigentlich erkl&auml;ren, dass 3 Euro im Regelsatz f&uuml;r Schulb&uuml;cher nicht ausreichend sind? Dazu reicht doch der gesunde Menschenverstand. Auch die Begr&uuml;ndung der &Auml;mter, wonach man Gelder irgendwie ansparen oder auf gebrauchte Ware zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nne, bedeutet doch, den Betroffenen schon in jungen Jahren Nachteile zuzumuten und somit in Kauf zu nehmen, dass immer wieder neue Bed&uuml;rftigkeit produziert wird. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Bundessozialgericht: Parit&auml;tischer begr&uuml;&szlig;t Schulb&uuml;cher-Urteil und fordert unverz&uuml;gliche Reformen f&uuml;r Kinder in Hartz IV<\/strong><br>\nAls &bdquo;schallende Ohrfeige&ldquo; f&uuml;r die Bundesregierung bewertet der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband das gestern ergangene Urteil des Bundessozialgerichts, in dem die Jobcenter verpflichtet wurden, die Kosten von Schulb&uuml;chern f&uuml;r Kinder im Hartz IV-Bezug zu &uuml;bernehmen. Der Verband forderte die Bundesregierung auf, umgehend eine entsprechende Gesetzes&auml;nderung auf den Weg zu bringen, und die &Uuml;bernahme aller schulisch bedingten Kosten durch die Jobcenter sicherzustellen, die f&uuml;r die Familien anfallen.<br>\nDer Parit&auml;tische sieht sich durch die Entscheidung des Bundessozialgerichts in seiner Auffassung best&auml;tigt, dass sich Schulkosten nicht pauschalieren lassen und die im Regelsatz und im sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket enthaltenen Betr&auml;ge wirklichkeitsfremd und deutlich zu gering bemessen sind. &bdquo;Es ist geradezu absurd, dass diese Bundesregierung durch alle Instanzen geht, um zu verhindern, dass Jobcenter armen Eltern die Kosten f&uuml;r die Schulb&uuml;cher ihrer Kinder ersetzen m&uuml;ssen&ldquo;, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Die Frage, wie ernst es der Bundesregierung tats&auml;chlich mit der Bildungs- und Chancengerechtigkeit ist, dr&auml;nge sich bei solchen Vorg&auml;ngen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/bundessozialgericht-paritaetischer-begruesst-schulbuecher-urteil-und-fordert-unverzuegliche-reformen-fuer\/\">Der Parit&auml;tische<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Nach vorn denken<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften m&uuml;ssen Handlungsf&auml;higkeit zur&uuml;ckerlangen. Dazu bedarf es politischer K&auml;mpfe und der Bereitschaft, den gegenw&auml;rtigen Kapitalismus zu &uuml;berwinden<br>\nKeine gute Figur haben f&uuml;hrende Gewerkschafter dieses Landes auch bei der Durchsetzung der sozialpolitischen Konterreformen der Regierung unter Kanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) gemacht. Die Aush&ouml;hlung des Arbeitsrechts (die zum Beispiel die Ausdehnung der Leiharbeit erm&ouml;glichte) begann zwar schon in der Regierungszeit Helmut Kohls (CDU), aber die sozialdemokratische &raquo;Agenda-Politik&laquo; und die Installierung des Hartz-IV-Systems, das im Kern eine Abstiegsautomatik in Gang setzte, von der besonders jene betroffen sind, die im fortgeschrittenen Alter ihren Arbeitsplatz verlieren, war ein trauriger H&ouml;hepunkt. [&hellip;]<br>\nTrotz der offensichtlich destruktiven Auswirkungen dieser sozialpolitischen Konterrevolution ist nicht nur aus den ideologischen Zentralen des Neoliberalismus und des Unternehmerlagers, sondern auch und immer noch aus der SPD und etwas verhaltener aus Gewerkschaftskreisen zu h&ouml;ren, dass die Schr&ouml;dersche Politik zumindest die hohe Erwerbslosigkeit abgebaut habe. Auch der IG-Metall-Vorsitzende J&ouml;rg Hofmann hat im vergangenen Jahr den R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit als Erfolgsstory ger&uuml;hmt: Vor den &raquo;Reformen&laquo; gab es mehr als vier Millionen Arbeitslose, heute seien es nur noch 2,5 Millionen.<br>\nAber das ist eine Behauptung, die auf Lug und Betrug basiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/354464.soziale-k%C3%A4mpfe-nach-vorn-denken.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuersch&auml;tzung als Wahlkampfeinlage<\/strong><br>\n&bdquo;Finanzminister Scholz m&ouml;chte mit der Steuersch&auml;tzung den Eindruck erwecken, dass er alles im Griff hat, doch die Finanzen laufen ihm aus dem Ruder&ldquo;, kommentiert Gesine L&ouml;tzsch, stellvertretende Vorsitzende und haushaltspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die aktuelle Steuersch&auml;tzung. L&ouml;tzsch weiter:<br>\n&bdquo;Steuersch&auml;tzungen werden &uuml;bersch&auml;tzt. Sie sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind. Der Finanzminister stellt fest, dass der Staat bis 2023 insgesamt etwa 124 Milliarden Euro weniger zur Verf&uuml;gung haben wird als noch im November gesch&auml;tzt. Plus\/minus 124 Milliarden Euro Abweichung in einem halben Jahr, das ist schon eine grandiose Fehlleistung. Da h&auml;tten die Steuersch&auml;tzer nicht drei Tage hinter verschlossenen T&uuml;ren rechnen m&uuml;ssen. Da h&auml;tte der Finanzminister auch in eine Glaskugel schauen k&ouml;nnen. Das ist interessengeleitete Voodoo-&Ouml;konomie.<br>\nDer Bund wird circa 60 Milliarden Euro weniger in dem genannten Zeitraum zur Verf&uuml;gung haben, wenn man den Sch&auml;tzungen glauben darf. Es gab eine Vorgabe des Finanzministeriums f&uuml;r die Sch&auml;tzer und erstaunlicherweise geht jetzt scheinbar alles gut aus. Die Aussage des Finanzministers, er h&auml;tte die Steuerausf&auml;lle schon ber&uuml;cksichtigt, ist nur als Wahlkampfeinlage zu verstehen.<br>\nSicher ist, dass das Wachstum sinkt. Das ist auch der Hauptgrund f&uuml;r sinkende Steuereinnahmen. Sicher ist auch, dass der Handelskrieg zwischen USA, China und Europa Deutschland hart treffen wird. Die Bundesregierung hat die Wirkungen der aufziehenden Handelskriege v&ouml;llig untersch&auml;tzt. Den Exportweltmeister Deutschland trifft die Einschr&auml;nkung des Handels besonders hart. Die Bundesregierung hat es vers&auml;umt, f&uuml;r eine ausgeglichene Handelsbilanz zu sorgen.<br>\nEs ist h&ouml;chste Zeit, die Binnennachfrage zu st&auml;rken. Das Festhalten an der &sbquo;Schwarzen Null&lsquo; f&uuml;hrt uns direkt in die Wirtschaftskrise. Die Schuldenbremse muss aus dem Grundgesetz gestrichen werden, sonst bremsen wir uns zu Tode. Wir fordern ein Investitionsprogramm, das nicht nur das Wachstum stabilisiert, sondern auch neue Arbeitspl&auml;tze in unserem Land schafft. Wir m&uuml;ssen die Binnenkonjunktur st&auml;rken. Dazu muss mehr in Wohnungen, Schulen, Kitas, Krankenh&auml;user und &ouml;ffentlichen Nahverkehr investiert werden. Zur Finanzierung m&uuml;ssen wir nicht einmal die Schulden erh&ouml;hen, daf&uuml;r reicht schon eine Steuerreform, die Verm&ouml;gen gerecht besteuert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/steuerschaetzung-als-wahlkampfeinlage\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das verlorene Jahrzehnt &ndash; die (neue) Debatte um die Schuldenbremse<\/strong><br>\nDie Debatte &uuml;ber die Schuldenbremse wird endlich gef&uuml;hrt &ndash; das Argument, dass man diese auf Grund ge&auml;nderter Bedingungen nun angehen m&uuml;sse, ist aber falsch. Die Schuldenbremse war &ouml;konomisch nie zu begr&uuml;nden und immer ein politisches Projekt.<br>\nBis zur Gro&szlig;en Finanzreform des Jahres 1969 orientierte sich das Staatsschuldenrecht in Deutschland (West) an Artikel 87 der Weimarer Reichsverfassung &ndash; die Kreditaufnahme war zur Finanzierung von Staatsausgaben nicht zul&auml;ssig (hierzu und zum Folgenden: Eicker-Wolf\/Himpele 2011). Mit der Gro&szlig;en Finanzreform des Jahres 1969 wurden Kredite neben den Steuereinnahmen zu einem regul&auml;ren Instrument zur Finanzierung von Staatsaufgaben, namentlich der Investitionen. Sinnigerweise hatte sich die Haushaltspolitik am gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht zu orientieren &ndash; eine Zielsetzung, die heute kaum noch eine Rolle spielt (ein ausgeglichener Au&szlig;enhandelssaldo etwa wird seit Jahren nicht einmal mehr eingefordert). Damit war letztlich auch eine aktive Konjunkturpolitik gefragt.<br>\nDie Kreditaufnahme des Staates war dabei investitionsgebunden, die &raquo;Goldene Regel&laquo; schrieb vor, dass Schulden nur in H&ouml;he staatlicher Investitionen aufgenommen werden durften. Einer jeden Neuverschuldung stand daher immer ein Zugang an Verm&ouml;genswerten gegen&uuml;ber. Erst diese Regelung erm&ouml;glichte den Ausbau &ouml;ffentlicher Infrastruktur in den 1970er Jahren. Gemeinsam mit den ebenfalls 1969 im Grundgesetz verankerten Gemeinschaftsaufgaben (von Bund und L&auml;ndern) wurde so die politische und &ouml;konomische Grundlage f&uuml;r den Ausbau des Sozial- und Wohlfahrtsstaates gelegt. M&uuml;nch und Meerwaldt (2002) nennen dies &raquo;das herausragende Beispiel f&uuml;r den kooperativen F&ouml;deralismus in der Bundesrepublik Deutschland.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/das-verlorene-jahrzehnt-die-neue-debatte-um-die-schuldenbremse--2306.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zwei Jahre nach der Reform der Leiharbeit zeigt sich: Tarifvertr&auml;ge f&uuml;hren nicht immer zu besseren Regelungen<\/strong><br>\nMit der Reform wurde festgelegt, dass Leiharbeiter &ndash; eigentlich &ndash; nach sp&auml;testens neun Monaten den gleichen Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft im entleihenden Betrieb und sie maximal 18 Monate durchg&auml;ngig bei demselben Unternehmen eingesetzt werden d&uuml;rfen. So sollte auch erreicht werden, dass Leiharbeit ausschlie&szlig;lich dazu genutzt wird, zeitlich begrenzte und kurzzeitige Arbeitsspitzen abzudecken.<br>\nM&ouml;glicherweise gut gemeint ist bekanntlich noch lange nicht auch gut gemacht. (&hellip;)<br>\nLaut Antwort der Bundesregierung bestanden im April 2019 insgesamt 109 Tarifvertr&auml;ge, in denen die maximale Dauer der &Uuml;berlassung an ein Unternehmen auf mehr als 18 Monate ausgeweitet wurde. Die H&ouml;chstdauer wurde in den Tarifvertr&auml;gen auf 24 bis zum Teil sogar 120 Monate ausgeweitet. Die besch&auml;ftigten Leiharbeitnehmer k&ouml;nnten also abweichend von den in der Reform vorgesehenen 18 Monaten bis zu zehn Jahre in dem gleichen Betrieb eingesetzt werden. (&hellip;)<br>\nUnd da war doch noch so eine &bdquo;erhebliche Verbesserung&ldquo; der Bedingungen, unter denen Leiharbeiter arbeiten m&uuml;ssen? Genau, &bdquo;equal pay&ldquo; nach den ber&uuml;hmten 9 Monaten. Auch da werfen manche Tarifvertr&auml;ge Kn&uuml;ppel zwischen die Beine, denn nach Angaben der Bundesregierung existieren 27 Tarifvertr&auml;ge, die erst nach sp&auml;testens 15 statt 9 Monaten &Uuml;berlassungsdauer in einem Betrieb die gleichwertige Bezahlung mit den Tarifbesch&auml;ftigten vorsehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/05\/08\/zwei-jahre-nach-der-reform-der-leiharbeit\/#more-7512\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51558#h06\">Wie Tarifvertr&auml;ge der Leiharbeitsreform die Z&auml;hne ziehen<\/a>&ldquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeit und psychische Erkrankungen: Therapie oder Arbeitskampf &ndash; was hilft gegen Burnout?<\/strong><br>\nDer Anteil der psychischen Erkrankungen an den Arbeitsunf&auml;higkeitstagen steigt seit Jahren an. Ein Zeitgeistph&auml;nomen? Oder liegt es an der neuen Arbeitswelt, die den &bdquo;ganzen Menschen&ldquo; fordert? W&auml;ren dann die Leidenden zu therapieren &ndash; oder das System?<br>\nIn der heutigen Arbeitswelt sind wir gefordert, uns als ganze Pers&ouml;nlichkeit in die Arbeit einzubringen, uns mit unserer Arbeit zu identifizieren, sagt die Soziologin Stefanie Graefe von der Universit&auml;t Jena. Zwar seien die Handlungs- und Entscheidungsspielr&auml;ume f&uuml;r viele Menschen gr&ouml;&szlig;er geworden, die Autonomie habe also zugenommen. Doch seien ihr durch gesetzte Termine und geforderte Leistungen wiederum enge Grenzen gesetzt.<br>\nParallel hat die &bdquo;Therapeutisierung des Sozialen&ldquo; dazu gef&uuml;hrt, dass bei Arbeits&uuml;berlastung nicht die Bedingungen der Arbeit, sondern der &uuml;berlastete Mensch als Problem angesehen wird. Therapie soll dann beispielsweise die Stressresistenz erh&ouml;hen. Denkbar ist aber auch, so Stefanie Graefe, dass Therapie kritische Distanz schafft und ermuntert, sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen zu wehren. Von den Psychotherapeuten in Deutschland w&uuml;nscht sie sich, dass sie sich auch zu gesellschaftspolitischen Fragen &auml;u&szlig;ern.<br>\nArbeitsbedingungen seien kein Naturph&auml;nomen, sondern &bdquo;von Menschen gemacht und k&ouml;nnen von Menschen ge&auml;ndert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/arbeit-und-psychische-erkrankungen-therapie-oder.990.de.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Uber-Fahrer streiken vor dem B&ouml;rsengang<\/strong><br>\nDer Fahrdienst Uber will an diesem Freitag an die B&ouml;rse gehen. Mit Blick auf dieses Ereignis haben Fahrer, die f&uuml;r das Unternehmen im Einsatz sind, am Mittwoch in einer Reihe von St&auml;dten zum Teil mehrere Stunden lang gestreikt. Die Proteste begannen in Australien, setzten sich dann in London fort und gingen schlie&szlig;lich in den Vereinigten Staaten weiter. Vor der Uber-Zentrale im kalifornischen San Francisco war eine gr&ouml;&szlig;ere Protestkundgebung geplant.<br>\nDer Streik zielte nicht nur auf Uber, sondern auch auf den Wettbewerber Lyft, der schon im M&auml;rz an die B&ouml;rse gekommen ist. Bhairavi Desai, die Direktorin der New Yorker Taxifahrergewerkschaft, zu der auch Uber- und Lyft-Fahrer geh&ouml;ren, sagte: &bdquo;Mit dem B&ouml;rsengang werden die Eigent&uuml;mer von Uber Milliarden machen, w&auml;hrend die Fahrer in Armut zur&uuml;ckgelassen werden und bankrott gehen.&ldquo; Der New Yorker Uber-Fahrer Syed Ali klagte, w&auml;hrend Uber immer reicher geworden sei, habe er davon nicht profitiert: &bdquo;Meine Konditionen als Uber-Fahrer haben sich immer weiter verschlechtert.&ldquo;<br>\nDie Fahrer fordern bessere Bezahlung und beklagen sich, dass Uber im Laufe der Zeit einen immer gr&ouml;&szlig;eren Teil der Fahrpreise als Provision behalten habe. Ein anderer Streitpunkt ist der Status der Fahrer als unabh&auml;ngige Unternehmer. Fahrer von Uber und Lyft sind nicht fest angestellt, sondern arbeiten frei. Die Unternehmen argumentieren, dies verschaffe den Fahrern Flexibilit&auml;t, wohingegen Fahrer klagen, dadurch entgingen ihnen Sozialleistungen und sie h&auml;tten keine Jobsicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diginomics\/uber-fahrer-streiken-vor-dem-boersengang-16177324.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das st&ouml;rt einen Bundesverkehrsminister namens Scheuer recht wenig. Dabei ist das Gesch&auml;ftsmodell von Uber und Lyft schlicht und einfach asozial, da es das ganze unternehmerische Risiko allein den Fahrern aufb&uuml;rdet. Aber auch den Aktienspekulanten ist das nat&uuml;rlich egal.<\/em><\/p>\n<p><strong>Wie viel Uber ist gut f&uuml;r Deutschland?<\/strong><br>\nEine neue Studie zeigt, dass Fahrdienste wie Uber den Verkehr in St&auml;dten zus&auml;tzlich belasten. Das k&ouml;nnte dem schon schwelenden Koalitionsstreit &uuml;ber das neue Taxigesetz neues Feuer geben. [&hellip;]<br>\nNoch profitieren die Taxifahrer davon, dass das Gesch&auml;ft der &uuml;ber das Smartphone bestellbaren Chauffeure in Deutschland durch verschiedene Auflagen eingeschr&auml;nkt ist. So sorgt etwa die sogenannte R&uuml;ckkehrpflicht daf&uuml;r, dass Shuttle-, anders als Taxi-Fahrer, nach einer absolvierten Fahrt zun&auml;chst in ihre Garage zur&uuml;ckkehren m&uuml;ssen, bevor sie einen neuen Fahrgast aufnehmen d&uuml;rfen. In Deutschland hadert Uber, das in dieser Woche an die B&ouml;rse geht, seit Jahren mit dieser Regelung. Bartol warnte jetzt, es d&uuml;rfe nicht zu &bdquo;mehr Staus, Lohndumping und der Kannibalisierung des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs&ldquo; kommen.<br>\nTats&auml;chlich hat die rasant wachsende Pr&auml;senz von Fahrdiensten in gro&szlig;en amerikanischen Metropolen zu einem erbitterten Kampf mit dem etablierten Taxigewerbe gef&uuml;hrt &ndash; und laut einigen Studien sogar das Gegenteil des erhofften Effekts auf das Stadtleben zur Folge gehabt: Uber, Lyft und Co. h&auml;tten nicht etwa zu einer Entspannung des Verkehrs beigetragen, sondern ihn noch verst&auml;rkt. Selbst in Amerika verf&uuml;gbare Dienste wie Uber-Pool, wo mehrere Fahrg&auml;ste die Fahrten teilen, verdichteten demnach den Verkehr.<br>\nDer Grund: Die Fahrdienste w&uuml;rden eben nicht in erster Linie private Fahrten verdr&auml;ngen. Vielmehr w&uuml;rden Menschen nun in ein Auto steigen, die ansonsten Bus, Bahn oder Fahrrad genommen h&auml;tten, zu Fu&szlig; gegangen w&auml;ren oder ganz auf den Weg verzichtet h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diginomics\/mehr-staus-durch-fahrdienste-wie-viel-uber-ist-gut-fuer-deutschland-16177163.html%20\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Uber beruht auf der weiteren Prekarisierung von Arbeit, der Privatisierung von Gewinnen und der Sozialisierung von Verlusten durch Sozialabgaben- und Steuerbetrug. Dass Uber (und Lyft und die anderen Konkurrenten) nicht gut f&uuml;r die Fahrer sind, sieht man an einem aktuellen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/uber-fahrer-streiken-fahren-fahren-fahren-und-doch-arm-1.4434330\">Streik in den USA<\/a> wegen der schlechten Arbeitsbedingungen. Die noch etwas besseren Arbeitsbedingungen der Taxifahrer verschwinden mit den Taxis und der &Ouml;PNV ger&auml;t massiv unter Druck. Uber vernichtet den &Ouml;PNV, zu dem &uuml;brigens auch Taxis geh&ouml;ren &ndash; das ist dem Lobbyisten Scheuer offenbar egal.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>K&uuml;nstler gegen Macron<\/strong><br>\nJetzt unterst&uuml;tzen auch Prominente wie die Schauspielerinnen Juliette Binoche und Emmanuelle B&eacute;art die Gelbwesten in Frankreich.<br>\nIn den ersten Wochen der Gelbwesten-Bewegung waren es vor allem Schlagers&auml;nger und Entertainer, die sich mit der Bewegung der Gilets Jaunes solidarisierten, Vertreter der popul&auml;ren Kultur. Der junge Autor &Eacute;douard Louis, dessen &bdquo;Im Herzen der Gewalt&ldquo; Thomas Ostermeier im Juni 2018 an der Schaub&uuml;hne inszeniert hat, war da im vergangenen Dezember eine Ausnahme, als er einen bemerkenswerten Text &uuml;ber die Parallelen von Fernsehbildern verbrauchter Menschen in gelben Westen und Arbeitern seines Herkunftsdorfes ver&ouml;ffentlichte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/gelbwesten-proteste-kuenstler-gegen-macron\/24309860.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Konzerntransparenz gegen Steuerflucht<\/strong><br>\nDer Apple Konzern zahlte 2014 nur 0,005 Prozent Steuern auf seine Gewinne in der EU. Da sind 50 Euro f&uuml;r jede Million Gewinn. Krankenschwestern, Handwerker oder Taxi-Fahrer zahlen mehr Steuern &mdash; bei weit weniger Gewinn. Die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag fordert eine gesetzliche Pflicht f&uuml;r Konzerne f&uuml;r jedes Land in der EU ihre Gewinne, Ums&auml;tze, die Anzahl ihrer Besch&auml;ftigten oder ihre bezahlten Steuern zu ver&ouml;ffentlichen.<br>\nSind die Gewinne in einem Land hoch, aber die Steuern dauerhaft niedrig oder steht in einem Land nur ein Anrufbeantworter in einer Briefkastenfirma, werden dort aber viele Gewinne verbucht, ist etwas faul. Dann wird sichtbar, dass Konzerne mit Steuertricks wie k&uuml;nstlichen Zinsen oder Lizenzgeb&uuml;hren Gewinne in Briefk&auml;sten in Steueroasen schieben. LuxLeaks, Panama Papers und weitere Steuer Leaks zeigen, dass die Steuertrickser in den Vortandsetagen und Politiker &ouml;ffentlichen Druck brauchen.<br>\nEine &ouml;ffentliche Berichtspflicht nennet man Country by Country Reporting (CBCR). Im Banken- und Rohstoffsektor ist sie bereits Pflicht. National t&auml;tige Unternehmen ver&ouml;ffentlichen solche Zahlen im Regelfall in den Jahresabschl&uuml;ssen. Doch Konzerne wie Apple, Google und Co. weisen diese Zahlen nicht pro Land, sondern f&uuml;r gro&szlig;e M&auml;rkte aus, die oft viele L&auml;nder umfassen. Die Steuertricks der Multis bleiben unsichtbar wenn beispielsweise Gewinne aus Deutschland und Frankreich zusammen mit Steueroasen wie Luxemburg und Irland f&uuml;r die ganze EU ver&ouml;ffentlicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/konzerntransparenz-gegen-steuerflucht-1\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eind&auml;mmung Chinas durch Taiwan-Frage ist erfolgloses Vorhaben<\/strong><br>\nDas US-Repr&auml;sentantenhaus hat am Dienstag ein sogenanntes &bdquo;Gesetz &uuml;ber Versprechen an Taiwan 2019&Prime;, einen Antrag f&uuml;r die erneute Best&auml;tigung der Einl&ouml;sung der Versprechen an Taiwan und die Durchsetzung des Gesetzes &uuml;ber die Beziehungen zu Taiwan verabschiedet. Damit haben sich die USA durch die Taiwan-Frage wiederholt stark in die inneren Angelegenheiten Chinas eingemischt. Dies ist ein extrem gef&auml;hrliches politisches Verhalten zur Eind&auml;mmung der friedlichen Entwicklung Chinas und zeigt die gemeine Vorgehensweise einiger Kr&auml;fte in den USA, politische Tricks zu nutzen. Sollten die USA weiterhin willk&uuml;rlich handeln, werden die Kooperationen zwischen China und den USA in wichtigen Bereichen sowie der Frieden und die Stabilit&auml;t in der Region um die Taiwan-Stra&szlig;e beeintr&auml;chtigt. China lehnt das vom US-Repr&auml;sentantenhaus verabschiedete Gesetz &uuml;ber Taiwan-Angelegenheiten ab und hat bei der US-Seite ernsthaften Protest eingelegt. [&hellip;]<br>\nDie Politiker im US-Kongress m&uuml;ssen verstehen, dass jeder riskante Versuch, China durch die Taiwan-Frage einzud&auml;mmen, erfolglos bleiben wird. Denn diese Idee beinhaltet drei Fehlkonzeptionen: Erstens sch&auml;digt sie die Grundlage der Entwicklung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen grundlegend. Zweitens wollen die Politiker durch die Taiwan-Frage als Verhandlungschip die Position Chinas testen. Drittens wird dies eine instabile Situation in der Region der Taiwan-Stra&szlig;e schaffen und damit die regionale Stabilit&auml;t und den Frieden sch&auml;digen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2019\/05\/09\/1s293043.htm%20\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Iran und Venezuela reichen den Hardlinern in Washington offenbar nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Militarisierung Japans und das magische Jahr 2020<\/strong><br>\nJapan ist seit dem Zweiten Weltkrieg bekannt f&uuml;r seinen Pazifismus. Pazifistisch eingestellt ist ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung und kriegsablehnende Elemente weist die japanische Verfassung seit Ende des Zweiten Weltkrieges auf. So lautet die weitverbreitete Annahme &ndash; Betonung auf Annahme. Tats&auml;chlich nehmen milit&auml;rische Handlungen und Reden seit geraumer Zeit zu. Dass sich die milit&auml;rische Rhetorik versch&auml;rft, ist nicht neu, neu hingegen ist, dass Premierminister Shinzo Abe das Jahr 2020 zu einem magischen Jahr f&uuml;r die Militarisierung Japans gemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/05\/09\/die-militarisierung-japans-und-das-magische-jahr-2020\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der meist &uuml;bersehene Artikel 12<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Artikel 11 (Leistungsschutzrecht) und 13 (Upload-Filter) der EU-Copyright Directive wurde nicht nur viel geschrieben, sondern auch in aller &Ouml;ffentlichkeit demonstriert. Der dazwischenliegende Artikel 12 (nach alter Z&auml;hlung, jetzt Artikel 16 ) f&uuml;hrte in der ganzen Zeit nur ein reines Mauerbl&uuml;mchendasein, dabei werden die Folgen dieses Artikels die Autoren die in deutschen Medien ver&ouml;ffentlichen, ganz direkt treffen, denn sie sollen in der geplanten nationalen Umsetzung dazu verpflichtet werden, mindestens 50 Prozent ihrer Tantiemen, die sie von der VG Wort erhalten, k&uuml;nftig wieder an die Verlage abzuf&uuml;hren. Damit beabsichtigt man in Deutschland die Uhr wieder zur&uuml;ckzustellen, denn seit 1958 musste ein guter Teil der Verg&uuml;tung der VG Wort an die Verleger abgetreten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-meist-uebersehene-Artikel-12-4417894.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Solit&auml;r auf allen Kan&auml;len<\/strong><br>\nRundgang durch den Newsroom, den Maschinenraum der Redaktion. Rechteckige gr&uuml;ne Balken ragen in die Luft. Etwas deplatziert stehen sie wie willk&uuml;rliche Farbtupfer im grauen Gro&szlig;raumb&uuml;ro. Prototyp einer Feinstaub-Mooswand? Aber nein, sagt der stellvertretende Chefredakteur Michael Maurer und grinst. Die Balken wurden zum L&auml;rmschutz hier installiert, einige Kollegen hatten sich &uuml;ber den Ger&auml;uschpegel beschwert.<br>\nQualit&auml;tsjournalismus &ndash; w&auml;re das vielleicht eine Option? &ldquo;Wir wollen nicht die Seite-Drei-Reportageschreiber&rdquo;, betont Maurer. Ein Satz, der jedem ambitionierten Nachwuchs-Journalisten das Herz binnen Sekunden zerrupft. Crossmedial: das sei das Gebot der Stunde, alle Ausspielkan&auml;le beherrschen. Audio, Video, Text, Social Media. Alles eben ein bisschen, aber nichts richtig. Der &ldquo;journalistische Ansatz&rdquo; solle aber noch da sein, meint er. F&uuml;r die potenziellen Praktikantinnen und Praktikanten ist das eine gute Nachricht, weil es Vieles einfacher macht. Googeln kann schlie&szlig;lich jede und jeder, und von den diversen journalistischen Formaten und Ausspielkan&auml;len haben sie auch schon geh&ouml;rt. Alles ein bisschen, aber nichts richtig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/423\/solitaer-auf-allen-kanaelen-5901.html#\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Apropos Pressefreiheit, k&ouml;nnen wir mal &uuml;ber Pressevielfalt reden?<\/strong><br>\nAus Not, aus Verzweiflung oder im Sparwahn haben viele Bl&auml;tter ihre Eigenst&auml;ndigkeit aufgegeben. Sie bekommen Inhalte zunehmend aus Zentralredaktionen ihrer Verlage geliefert, die nur noch eingepasst oder automatisch auf das Design der jeweiligen Zeitung umlackiert werden. Ungewollt haben die deutschen Zeitungen so an diesem Tag nicht nur f&uuml;r die Pressefreiheit demonstriert, sondern auch f&uuml;r einen Wert, der damit eng verbunden ist: Pressevielfalt.<br>\nViele Medien haben nicht nur das Bild von Bisky abgedruckt, sondern auch ein Interview, das der BDZV dazu verbreitet hat. Anja Pasquay, die Pressesprecherin des BDZV, hat es mit dem Maler gef&uuml;hrt.<br>\nEinige Zeitungen geben es aber als eigenes Interview aus. In der &bdquo;Berliner Morgenpost&ldquo; stellt die &bdquo;Berliner Morgenpost&ldquo; die Fragen an Bisky; in der &bdquo;Pforzheimer Zeitung&ldquo; ist es ein &bdquo;PZ-Interview&ldquo;; in der &bdquo;Mitteldeutschen Zeitung&ldquo; hei&szlig;t es: &bdquo;Dar&uuml;ber sprach mit ihm f&uuml;r die MZ Anja Pasquay&ldquo;.<br>\nKeine gro&szlig;e Sache vielleicht, aber was h&auml;tte dagegen gesprochen, die richtige Quelle zu nennen und nicht den Eindruck einer eigenen Leistung zu erwecken, die es nicht gab? Ah, okay, ich merke gerade: Die Antwort steckt schon in der Frage. (Lustigerweise scheint bei der Umverpackerei in der Funke-Gruppe etwas schief gelaufen zu sein, so dass es auf den Seiten der &bdquo;WAZ&ldquo; die &bdquo;Braunschweiger Zeitung&ldquo; ist, die die Fragen stellt.)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/37876\/apropos-pressefreiheit-koennen-wir-mal-ueber-pressevielfalt-reden\/\">&Uuml;bermedien<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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