{"id":51632,"date":"2019-05-11T11:45:43","date_gmt":"2019-05-11T09:45:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51632"},"modified":"2019-05-13T07:41:13","modified_gmt":"2019-05-13T05:41:13","slug":"leserbriefe-zu-co-steuerdiskussion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51632","title":{"rendered":"Leserbriefe zur CO\u2082-Steuerdiskussion"},"content":{"rendered":"<p>Der Beitrag &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51445\">Noch eine Verbrauchssteuer?<\/a>&rdquo; rief eine Anzahl von Kommentaren hervor, von denen die NachDenkSeiten einige an dieser Stelle ver&ouml;ffentlichen.  In dem Beitrag von Winfried Wolf ging es haupts&auml;chlich um die sozialen Auswirkungen einer neuerlichen Steuer, die sich nicht nach dem Einkommen richtet, und es gibt dazu interessante Alternativvorschl&auml;ge unserer Leser.  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong> und <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS <\/p><p>Da wird sich Natur und Klima aber freuen, wenn man sie damit retten will. Scheinbar ist es mit der Definition &ldquo;homo sapiens&rdquo; nicht mehr weit her, oder vielleicht doch auf dem absteigenden Ast.. <\/p><p>Claus Meyer <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die CO2 Steuerdiskussion ist eine Ablenkungs- und Ersatzdiskussion, um nicht dar&uuml;ber diskutieren zu m&uuml;ssen, was &ouml;kologisch und sozial notwendig ist.<\/p><p>Wenn das Ziel einer CO2 Steuer die Senkung des CO2 Aussto&szlig;es sein soll, ist eine CO2 Steuer nicht zielf&uuml;hrend. Denn warum soll eine CO2 Steuer zu einem R&uuml;ckgang des CO2 Aussto&szlig;es f&uuml;hren?&nbsp; Es ist unplausibel, dass ein h&ouml;herer CO2 Preis zu einer Reduzierung des CO2 Auassto&szlig;es f&uuml;hrt. Im Gegenteil, die Erfahrung spricht daf&uuml;r, dass dieses zu einer Effizienzsteigerung und Reboundeffekten f&uuml;hrt. <\/p><p>Nein. Notwendig ist, den CO2 Aussto&szlig; absolut zu begrenzen und&nbsp;das daraus resultierende Budget auf die n&auml;chsten Jahre in abnehmenden Rationen zu verteilen. Das ist die Aufgabe der Politik. Dabei ist dann auch die Aufgabe der Politik, die durch die Rationierung entstehenden Lasten gesellschaftsvertr&auml;glich zu verteilen. Wer auch immer an einer Marktwirtshafft festhalten will, muss daf&uuml;r sorgen, dass diese Marktwirtschaft durch eine Budgetierung und Rationalisierung des CO2 Aussto&szlig;es geregelt wird, weil es ohne eine solche Regelung &uuml;berhaupt keine Wirtschaft in absehbarer Zeit mehr geben wird. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Thomas Weber Berlin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Winfried Wolf hat v&ouml;llig recht &ndash; und auch bzw. vor allem wegen der steigenden R&uuml;stungslasten m&uuml;ssen wir klar und eutlich sagen: Diesem Staat keinen weiteren Groschen bzw. Cent!<br>\nEs reicht!<br>\nVolker Wirth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Wolf,<\/p><p>vorab ein Zitat: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Und vor allem: Sofortiges Tempolimit auf Autobahnen von 120 km\/h, von 80km\/h auf Bundes- und Landstra&szlig;en und von 30 km\/h in St&auml;dten und Wohngebieten. Das br&auml;chte schlagartig eine Reduktion der CO-2-Emissionen um rund 5 Millionen Tonnen im Jahr. Und mindestens 250 Stra&szlig;enverkehrstote pro Jahr weniger.\n<\/p><\/blockquote><p>Vor allem br&auml;chte das eine allgemein-gesellschaftliche Entschleunigung und damit mehr Demokratie und mehr Zeit, um dann auch &uuml;ber eine grunds&auml;tzlich andere Steuerstruktur nachzudenken, die die Themen Klima und soziale Gerechtigkeit gleicherma&szlig;en ber&uuml;cksichtigt.&ldquo;<\/p><p>Auch ansonsten ein sch&ouml;ner Text, , nur Ihnen wird sicher klar sein das dieser Furor, so ambitioniert er auch daherkommen mag wenig am Status Quo &auml;ndern wird und diese &bdquo;Entschleunigung&ldquo; ist sogar geradezu R&uuml;ckw&auml;rtsgang und Sie damit keinen Nerv treffen werden au&szlig;er vielleicht den Nerv der Genervten?<\/p><p>Ein Kollege von Ihnen hat hier auf den Nachdenkseiten vor kurzem einen Text verfasst der sich mit der Frage besch&auml;ftigte das selbst die sch&ouml;nste Reduktion in Richtung E-Auto unterm Strich nichts bringt wenn man statt 1 Mrd. Autos in absehbarer Zukunft 2 Mrd. Autos rumfahren l&auml;sst, da ist ihr Tempolimit ja echt schon als niedlich zu bezeichnen, w&auml;re es nicht so gef&auml;hrlich, da Sie hier suggerieren man m&uuml;sste &bdquo;nur&ldquo; auf etwas verzichten UND zus&auml;tzlich daf&uuml;r auch noch mehr zahlen, um&hellip; na was eigentlich?<\/p><p>Ein besserer Weg w&auml;re wohl wirklich energieeffektives wirtschaften zu belohnen, also statt die Schweine zum rum&auml;nischen Schlachthof zu karren weil sie dort noch billiger geschlachtet werden k&ouml;nnen als vom importierten Rum&auml;nen im Landkreis Vechta, sollte die Gesamtbilanz gesehen werden. &Ouml;ko &amp; Bio ist dann halt nur das lokale Produkt und was dieses Kriterium nicht erf&uuml;llt wird entsprechend teurer gemacht bzw. besteuert. &Ouml;l kommt &ouml;kologisch gesehen bestenfalls aus Russland und muss noch mit viel Energie nutzbar gemacht werden&hellip; es wird also ebenfalls Sondersteuer auf Rohstoff und Produkt f&auml;llig, einfach weil es nachhaltiger ginge. So etwas k&ouml;nnte man n&auml;mlich durchaus auch intern regeln und muss nicht die ganze Welt mit im Boot haben. Reine Besteuerung des Aussto&szlig;es von Treibhausgas bringt wie Sie ja schon richtig festgestellt haben nat&uuml;rlich nichts, wenn wir das so machen m&uuml;ssten wir warten bis fossile Energietr&auml;ger so teuer geworden sind das wir ohnehin vor dem dritten Weltkrieg stehen und nach dem ist das Problem ohnehin global gel&ouml;st. &Uuml;brigens der CDU-Mann hat heute bei Anne Will davon gesprochen das CO2-Verbrauch besteuert wird, was f&uuml;r eine tolle freudsche Fehlleistung aber der glaubt das sicher wirklich. Die Alternative den Kopf in den Sand zu stecken wie es der CDU-Mann macht ist halt eher so eine Art Kriegswirtschaft bzw. damit w&auml;re es noch am ehesten zu vergleichen und sie sehen schon das bei&szlig;t sich dann schon irgendwie mit dem pumpen der Exporte bis der Arzt kommt.<\/p><p>Ihre Ans&auml;tze die &bdquo;Subventionen&ldquo; der Dienstwagen abzuschaffen&hellip; nun die sind allerdings wie eben dargelegt auch nur die Spitze des Eisbergs an Verg&uuml;nstigungen f&uuml;r die Wirtschaft auf der ganze &Auml;ste eben dieser beruhen, deren Sinn kann man auf den Cent genau ausrechnen und ja, nur mit der Besteuerung des Transports kommt man da verdammt lange zu nichts. Mir dr&auml;ngt sich allerdings der Verdacht auf sie wollten einfach irgendwie nur die Massen erziehen, zielgerichtet ist das alles aber leider nicht.<\/p><p>Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich denke dieses ganze Klimaged&ouml;ns bringt ohnehin gar nichts weil es ohnehin niemanden gibt der etwas tun wird und wir eher darauf hoffen m&uuml;ssen das die Wissenschaftler halt mit den Folgen mal wieder daneben liegen (siehe Waldsterben, Ozonloch &amp; Co.). Sollte dem aber nicht so sein gibt es wei&szlig; Gott genug effektive Stellhebel von denen der Verbraucher der wie immer an allem schuld sein soll noch nicht einmal etwas wei&szlig;. Zumal die Gegenaufkl&auml;rung ein viel gr&ouml;&szlig;eres Marketingbudget hat, Motto: &bdquo;Kauft dies und das neu, das ist viel umweltschonender&ldquo;. Wie es ja auch die Konservativen jedermann verkaufen, wie schon die letzten 30 Jahre. Auch ganz nett w&auml;re doch mal Produkte herzustellen, die sagen wir mal auch 5 oder 10 Jahre Garantie haben, dann m&uuml;ssten die Hersteller sich auch nicht mehr 90% der Zeit mit der Frage besch&auml;ftigen wie man dem Kunden jetzt wieder den n&auml;chsten Unsinn verkaufen k&ouml;nnte, DAS w&uuml;rde mal entschleunigen, nicht &uuml;berall etwas langsamer fahren.<\/p><p>Nachdenken &uuml;ber Steuerstrukturen ist, sorry, blanker Unsinn&hellip; wie lange will man denn noch &uuml;ber so etwas nachdenken und noch erschreckender, wie lange m&uuml;sste man die Politik mit dieser Frage allein lassen? Auch dar&uuml;ber denkt man angeblich schon &uuml;ber 30 Jahre nach und passiert ist effektiv nix, eher im Gegenteil, es lohnt sich auch nicht &uuml;ber das Tempolimit nachzudenken wenn nachhaltig nur eine Welt w&auml;re in der Jedermann ohnehin besser weitgehend ortsnah zuhause bleibt und bestenfalls Gew&uuml;rze noch aus L&auml;ndern importiert werden wo sie halt wachsen. Alle kleingeistigen Zwischenschritte Mobilit&auml;t irgendwie anders zu erzwingen (am besten noch mit Supercomputer an Bord) kann man sich auch sparen und daf&uuml;r ist im Zweifel auch gar keine Zeit mehr, abgesehen davon das dies kaum jemand will. Also nix Tempolimit, die nachhaltige Welt ben&ouml;tigt so etwas einfach nicht weil der Mobilit&auml;tsbedarf schlicht nicht mehr vorhanden ist. Alles andere wird ohnehin eher als sozialistisch\/kommunistische Belehrung oder Neiddebatte verstanden werden, ich wundere mich das es trotzdem immer wieder durchaus schlaue Leute wie Sie gibt die es trotzdem versuchen.<\/p><p>Und wissen Sie der Vorteil ist einfach wenn Bedarf an so etwas nicht mehr in der Breite besteht kann man f&uuml;r den &bdquo;besseren&ldquo; Teil der Bev&ouml;lkerung die Preise ja auch gezielt anheben ohne das die sowas in der &Ouml;ffentlichkeit als Angriff auf die Freiheit des Einzelnen ins Feld f&uuml;hren k&ouml;nnen. Aber Sie sehen ja schon, das w&uuml;rde ja auch f&uuml;r den Kapitalismus an sich, f&uuml;r den der ganze Krempel ja &uuml;berhaupt erst erfunden wurde, dann ja auch gelten, eben der Kapitalismus welcher die Machtbasis unserer Welterkl&auml;rer ist und genau darum wird auch nichts signifikantes passieren.<\/p><p>Schade, ist aber leider so.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nKai Plenge<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>es geht um die Artikel &uuml;ber die Co2 Steuer.&nbsp;Ich hatte eigentlich schon&nbsp;erwartet, dass mit sich aufheizender Klimadiskussion auch einige gro&szlig;e Lebenstil- und Systemfragen stellen w&uuml;rden. Jetzt kam zun&auml;chst die Sozialismusdiskussion, die an sich ja sicher nicht unspannend ist.<\/p><p>Ich frage mich allerdings, warum eigentlich keine Debatte &uuml;ber Arbeitszeitverk&uuml;rzungen eingesetzt hat bzw. warum die in der &Ouml;kodiskussion eigentlich so gut wie keine Rolle spielt. In Ihrem Artikel &uuml;ber die Co2 Steuer z.b.&nbsp;schlagen sie ja einige Alternativen zur&nbsp;Co2 Reduktion vor. Alle erscheinen mir sinnvoll. Aber w&auml;re (zus&auml;tzlich)&nbsp;eine&nbsp;Arbeitszeitverk&uuml;rzung nicht auch effektiv? Ist Arbeit und der nachgelagerte Konsum nicht die urspr&uuml;ngliche Triebfeder des ganzen &Ouml;koproblems? Ist die hohe Arbeitsbelastung nicht auch psychologisch vielleicht der&nbsp;&ldquo;Verhinderer&rdquo; eines neuen gesellschaftlichen Lebensgef&uuml;hls\/Miteinanders?&nbsp;&nbsp;W&uuml;rde das nicht zu der von Ihnen gew&uuml;nschten&nbsp;entschleunigten, lebendigeren&nbsp;Demokratie f&uuml;hren, die wir uns offensichtlich beide&nbsp;w&uuml;nschen? <\/p><p>Lieben Gru&szlig; und alles Gute,<br>\nFrederik<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<\/p><p>die &Ouml;kosteuer ist doch bei Strompreis nicht das Problem, 2 ct bei 30 ct! Solche Irref&uuml;hrung bin ich bei Nachdenkseiten nicht gewohnt!<\/p><p>Das Problem ist das Ausufern der EEG-Umlage (25 Mrd\/Jahr) und die fast das gleiche Niveau erreichende Netzentgelte! 20% (6ct von 30ct) des Strom-Verkaufspreises beim Letztverbrauchers sind die Strombeschaffungskosten. Schon das sind nicht mehr hinzunehmende&nbsp; Zusatzkosten. D.h. nach dieser Rechnung 70% der Stromkosten haben mit eigentliche Bereitstellung vom Strom nichts zu tun.<\/p><p>1997 ist mit der Liberalisierung der Energiewirtschaft ein Prozess angesto&szlig;en worden, der durch Unbundling der EVU deren Markt macht zerschlagen sollte. In der Begr&uuml;ndung des EEG2000 ist danach auch zu lesen:<\/p><p>Bt-Dr 14\/2341 Seite 2:<\/p><p>E. Sonstige Kosten<\/p><p>Auswirkungen auf das Preisniveau, insbesondere das Verbraucher-preisniveau, sind trotz voraussichtlich geringer Erh&ouml;hung der Netz-nutzungsentgelte nicht in nennenswertem Umfang zu erwarten. Diese Prognose beruht auf den Erfahrungen mit dem Stromeinspeisungsgesetz. Im Jahr 1998 belief sich das finanzielle Volumen, das bei der Berechnung des Durchleitungsentgelts in Ansatz gebracht werden konnte, auf unter 500 Mio. DM und damit rund 0,1 Pfennig pro Kilowattstunde Strom f&uuml;r alle Stromverbraucher. Es ist lediglich mit geringf&uuml;gigen Steigerungen der Strombezugspreise zu rechnen, die durch die im liberalisierten Markt sinkenden Strompreise deutlich &uuml;berkompensiert werden<\/p><p>Dieses auch von der SPD getragene, ideologisch verbr&auml;mte Gr&uuml;ne Wunschdenken beherrscht die Politik bis heute. Mit den damals vorgeschauten Zielen 20% Anteil in 2020 erweist sich die vorgelegte Rechnung als Fake, denn es h&auml;tte da der Wert 10 Pfg\/kWh, also der hundertfache Wert stehen m&uuml;ssen.<\/p><p>Zerschlagen wurde damals nur ein EVU, die VEAG, das damals gr&ouml;&szlig;te Ostdeutsche Unternehmen L<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHorst Wetzel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseitler, <\/p><p>die Skepsis hinsichtlich der Einf&uuml;hrung einer CO2-Steuer ist nachvollziehbar.<\/p><p>Im Grunde k&ouml;nnte sie aber durchaus sozial ausgestsltet werden und dennoch Steurrungsfunktion haben:<\/p><p>Am Anfang des Jahres wird festgestellt, wie viele Emissionen im Vorjahr aufgelaufen sind.<\/p><p>Daraus berechnet man eine Durchschnittsgr&ouml;&szlig;e pro Person.<\/p><p>Nun bekommt jeder Person eine Erstattung in H&ouml;he dieses Durchschnittsverbrauchs gutgeschrieben.<\/p><p>Kind, Erwachsener, Greis, Arbeitnehmer, Transferempf&auml;nger.<\/p><p>Diese Erstattung wird bis zum Medianeinkommen voll gutgeschrieben, und dann wird sie bis zum2,5-fachen des Medianeinkommens linear auf 0 reduziert.<\/p><p>Wichtig ist dabei jedoch, dass z.B. die Modrnisierungsumlage bei Vermietung entf&auml;lllt.<\/p><p>Somit haben wir das Preissignal und eine soziale Entlastung f&uuml;r Familein bis weit in die Mittelschicht hinein.<\/p><p>Dann klappt es auch mit der CO2-Steuer.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ.N.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>Deutschland hat ehrgeizige Ziele formuliert, aber irgendwie keine Konzepte &ndash; weder international noch interdisziplin&auml;r. Meiner Meinung nach passt vieles nicht zusammen. Deutschland will bis bis 2022 komplett aus der Kernkraft ausgestiegen sein. Und sogleich schon mit dem Kohlesausstieg beginnen. In den vergangenen zwanzig Jahren hat Deutschland es geschafft, ca. 38 Prozent seines Energiebedarfes aus &ldquo;erneuerbaren Energien&rdquo; (eine im Grunde unwissenschaftliche Bezeichnung &ndash;&nbsp; Energie ist eine konstante Gr&ouml;&szlig;e im Universum) zu decken. Um den Energiebedarf zu 100% abzudecken, m&uuml;ssten eigentlich in Deutschland t&auml;glich die Windparks wie Pilze aus dem Boden schie&szlig;en (auch hinsichtlich einer zunehmenden Elektrifizierung des Verkehrs) &ndash; bislang Fehlanzeige. Wie man als Industrieland seine Energieversorgung derma&szlig;en leichtsinnig gestaltet, erschlie&szlig;t sich mir nicht. Vielleicht haben wir bald noch eine Energiekrise zu meistern. Unser westlicher Wohlstand beruht ja wohl auf dem Zugang zu Energie. Die westlichen Industriel&auml;nder haben im Klimaabkommen in Paris beschlossen, ab 2020 ca. 100 Mrd. &euro; zur Abmilderung von Klimafolgen j&auml;hrlich in Richtung der weniger entwickelten L&auml;nder zu &uuml;berweisen. Davon sollen auch die bev&ouml;lkerungsreichsten L&auml;nder wie China und Indien profitieren (ohne Verpflichtungen einzugehen). Das war wohl ein Grund f&uuml;r die USA aus dem Abkommen auszusteigen. Merkw&uuml;rdig ist, dass Deutschland aus den fossilen Energietr&auml;gern aussteigen will &ndash; sich selbst somit seiner finanziellen M&ouml;glichkeiten &ldquo;beraubt&rdquo; &ndash; aber seinen &ldquo;Zahlungsverpflichtungen&rdquo; nachkommen will. Hinzu kommt, dass der Wirkungsgrad der erneurbaren Energien sehr gering ist. Der Fl&auml;chenverbrauch, der Bedarf an Biomasse wird riesig sein. Mit den erneuerbaren Energien konkurriert somit der Mensch mit allen anderen Lebewesen um deren Lebensgrundlagen. Wie soll da Artenschutz funktionieren? Wenn man H&auml;user energetisch d&auml;mmen will, dann verbaut damit den &ldquo;Kulturfolgern&rdquo; wie Schwalben oder Sperlingen ihre Nistpl&auml;tze. Die bauen Nester in Mauernischen oder an Mauervorspr&uuml;ngen. <em>Seit 2016 hat eine Gruppe von etwa 150 Fachleuten aus 50 L&auml;ndern, unterst&uuml;tzt durch Expertise von 310 weiteren Wissenschaftlern, versucht, alle relevanten Informationen zum Thema Biodiversit&auml;t und deren Bedeutung f&uuml;r menschliche Gesellschaften zu beurteilen. Daf&uuml;r wurden mehrere Hunderttausend wissenschaftliche und politische Publikationen gesichtet. Etwa 15000 davon wurden letztlich ausgew&auml;hlt, bewertet und inhaltlich verkn&uuml;pft<\/em>. Die Wissenschaftler sind verkopft, lieben Statistik und Zahlen &ndash; hoffentlich konnten die mal noch einen Blick aus dem Fenster in die Natur werfen.<\/p><p><em>&ldquo;Das hat nicht nur zur Folge, dass einheimische Arten verdr&auml;ngt werden, sondern auch direkte Risiken f&uuml;r Menschen k&ouml;nnen sich so erh&ouml;hen: So werden etwa in Deutschland in den letzten Jahren immer &ouml;fter Stechm&uuml;cken- und Zeckenarten dokumentiert, die bekannte &Uuml;bertr&auml;ger gef&auml;hrlicher Infektionskrankheiten sind.&rdquo;<\/em> Das klingt so, als wolle man nur liebgewordene Arten sch&uuml;tzen. Aus Sicht der Natur hat allerdings jedes Lebewesen seine Existenzberechtigung. Sogenannte Experten warnen ja auch vor der &ldquo;Borkenk&auml;ferplage&rdquo;. Fichten&auml;cker sind allerdings Baumplantagen und keine W&auml;lder &ndash; in einem wirklichen Wald h&auml;tte der Borkenk&auml;fer keine Chance sich so exponentiell zu vermehren. Biosph&auml;re und &Ouml;kosysteme sind gigantische Systeme und Netzwerke aus vielfach gekoppelten R&uuml;ckwirkungen. Die Biosph&auml;re ist ein dynamisches System, dass durch ein gewaltiges Ausma&szlig; an &ldquo;Ordnung&rdquo; charakterisiert ist. Das &ouml;kologische Gleichgewicht besteht darin, dass auf allen Ebenen ein entsprechendes Verh&auml;ltnis zwischen &ldquo;input&rdquo; und &ldquo;output&rdquo; gegeben ist. Man darf gespannt sein, ob das die Politiker und die in der Wirtschaft Verantwortlichen auch so verstanden haben.<\/p><p>VG Michael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mit der Ansicht &uuml;ber die doppelte und trotzdem weitgehend sinnlose &Ouml;ko-Steuer bin ich einverstanden, aber die Leier mit dem Tempolimit und dem &Ouml;PNV und den Fahrradwegen geht mir zunehmend auf die Nerven. In Deutschland den Individualverkehr unattraktiv zu machen bedeutet dem Land die Lebensader durchzuschneiden. Nichts gegen intelligente Konzepte zur Steuerung des Verkehrs, aber die Strategie gegen die globale Erw&auml;rmung muss lauten: Weg vom &Ouml;l. Weg von Kohle und Gas. Umstellung der Energiewirtschaft auf Wasserstoff, auch beim Verkehr &ndash; und dezentrale Stromversorgung statt Gro&szlig;kraftwerke, bei der Wasserstoff als Puffer zur Speicherung &uuml;berfl&uuml;ssiger Wind- und Sonnenenergie genutzt wird und staatlicher F&ouml;rderung der Brennstoffzellentechnik, &auml;hnlich wie in Japan um auf diesem Gebiet, einem Gebiet wo es noch m&ouml;glich ist, nationales know how zu sichern. Die Brennstoffzelle kommt. Sie hat noch ein wesentlich h&ouml;heres Potential, als die teuren und schweren Batterien, Fahrzeuge k&ouml;nnen wie gewohnt betrieben werden und was dort aus dem Auspuff kommt sind ein paar Tropfen Wasser. Die Batterien in Brennstoffzellenautos sind viel kleiner und leichter und damit ist auch das Fahrzeug selbst leichter und braucht weniger kostbare Rohstoffe. Dazu kommt &ndash; die Wasserstoffherstellung generiert Wertsch&ouml;pfung im eigenen Land. Nicht beim &Ouml;lscheich oder Energiemonopolisten oder &Ouml;lkonzernen. Die ganze Kette bis zum Verbrauch in Fahrzeugen und in den Haushalten, wo Brennstoffzellenheizungen Strom und W&auml;rme erzeugen k&ouml;nnten schafft so derma&szlig;en viel wirtschaftliches Potential, dass man die Chancen zur Wertsch&ouml;pfung und f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze einfach sehen muss. Der immer wieder von der Auto- und Energielobby bem&auml;kelte Verlust bei der Herstellung von Wasserstoff wird immer kleiner und Benzin hat &uuml;ber die &Ouml;lgesellschaften, den Transport und die Raffinerien auch Kosten die die Gesellschaft bew&auml;ltigt. Man muss das von einer h&ouml;heren Warte aus betrachten, nicht ganz unten beim Wirkungsgrad und der Rechnerei der Ingenieure, zumal die technische Entwicklung ganz enorm viel zustande gebracht hat. Wasserstoff steht fast unbegrenzt zur Verf&uuml;gung. Es ist die Energiequelle die das Universum treibt. Die Menschheit braucht das von der Natur in Jahrmillionen unter der Erde begrabene CO2 nicht mehr freizusetzen um die Energieversorgung zu sichern. Man muss dieses Ziel nur setzen und es ist in einem &uuml;berschaubaren Zeitraum zu erreichen. Das ist tausend Mal wirkungsvoller als Steuern, Verbote und Einschr&auml;nkungen, denn ich bin ganz sicher dass das im Gegensatz zum Verzicht, die meisten begeistern wird. Es w&auml;re eine Energiewende die den Namen verdient und nicht nur eine l&auml;cherliche fiskalische Ma&szlig;nahme gegen die globale Erw&auml;rmung darstellt. <\/p><p>mfG<br>\nVolker Henning<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Red., <\/p><p>das Geld, weil Steuern eben nicht zweckgebunden sind, wird ohnehin in den Bundeshaushalt flie&szlig;en, um ausschlie&szlig;lich Haushaltsl&ouml;cher zu stopfen. <\/p><p>Mit der selben Logik, dass jetzt alle nach einer Co-2 Steuer schreiben, d&uuml;rfte es aufgrund der Kfz-Steuer in unserem Land keine maroden Stra&szlig;en und Br&uuml;cken geben. <\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nVolker Kamp<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich finde es nicht in Ordnung, dass Zweifler am durch CO2 verursachten Klimawandel (nicht zwangsl&auml;ufig am menschengemachten!) diskreditiert und in die rechte Ecke geschoben werden! Dieses Thema hat mit Rassenfragen &uuml;berhaupt nichts zu tun und wird &uuml;ber Geb&uuml;hr moralisiert.<\/p><p>Es ist eine wissenschaftliche Frage und es ist nicht wahr, dass hier die CO2 Erkl&auml;rung so eindeutig bewiesen w&auml;re, wie behauptet wird.<\/p><p>Viele tausend Wissenschaftler haben k&uuml;rzlich in den USA eine gegenl&auml;ufige Erkl&auml;rung eingereicht. Davon m&ouml;gen ja einige von &Ouml;lkonzernen unterst&uuml;tzt werden, aber auch hinter den&nbsp; CO2- Ankl&auml;gern stehen m&auml;chtige Interessen (u.a. Atomlobby und Gesch&auml;ftsmodelle) und diese dominieren&nbsp; auch unsere Medien.<\/p><p>Es ist bekannt, dass mit den Klimastatistiken schon geschummelt wurde. Manipulation ist hier nicht schwierig. Das muss nicht generell der Fall sein, aber absolutes Vertrauen in die Version vom schuldigen CO2 gar noch mit Ausgrenzung und Diffamierung der Zweifler ist durch nichts gerechtfertigt!<\/p><p>mfG Hella-M. Schier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Titelbild: Horth Rasur \/ Shutterstock<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Beitrag &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51445\">Noch eine Verbrauchssteuer?<\/a>&rdquo; rief eine Anzahl von Kommentaren hervor, von denen die NachDenkSeiten einige an dieser Stelle ver&ouml;ffentlichen. 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