{"id":51635,"date":"2019-05-10T16:30:39","date_gmt":"2019-05-10T14:30:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635"},"modified":"2019-05-10T16:30:39","modified_gmt":"2019-05-10T14:30:39","slug":"hinweise-des-tages-ii-393","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h01\">Feiern ist gut, Verwirklichen w&auml;re besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h02\">Das &bdquo;Fachkr&auml;fte&ldquo;-Einwanderungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h03\">&ldquo;Klarer Widerspruch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h04\">Thyssen streicht 4000 Stellen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h05\">Wirtschaft demokratisieren!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h06\">Bev&ouml;lkerung enteignet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h07\">EU-Parlamentswahl mit unerwarteten &Uuml;berraschungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h08\">Iran-Atomabkommen: Europ&auml;er, erkennt an, was ist!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h09\">Griechenland: Deutsche Kriegsschuld wird systematisch geleugnet: Attac unterst&uuml;tzt Forderung nach Entsch&auml;digung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h10\">Stuttgart 21 &ndash; Sinnbild f&uuml;r klimasch&auml;digende Wachstumspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h11\">Polizeibeh&ouml;rden des Bundes: Diskrepanz zwischen Befugnissen und Pflichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h12\">Zur Lage der &raquo;Bobos&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h13\">Rechnungshof kritisiert Bildungsministerium: Mangelnde Finanzkontrolle beim Hochschulpakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51635#h14\">Berateraff&auml;re im Verteidigungsministerium: Leitender Beamter wollte belastende Akten vernichten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Feiern ist gut, Verwirklichen w&auml;re besser<\/strong><br>\n70 Jahre Grundgesetz. Karlsruhe, Sitz des Bundesverfassungsgerichts, ist ganz aus dem H&auml;uschen. Vom 22. bis 25. Mai l&auml;dt die Stadt alle Menschen zum gro&szlig;en VerfassungsFEST ein. F&uuml;r mich eher Anlass zu kritischen Gedanken, die ich dem Pr&auml;sidenten des h&ouml;chsten Gerichts nicht vorenthalten wollte. Denn ich meine: Nichts gegen Feiern, aber wichtiger w&auml;re wohl die Verwirklichung der Grundrechte. Mein Brief an Herrn Vo&szlig;kuhle ist nachfolgend in Ausz&uuml;gen abgedruckt.<br>\n&raquo;Sehr geehrter Herr Professor Dr. Vo&szlig;kuhle! [&hellip;] Erf&uuml;llt es Sie nicht auch mit Sorge, dass zwischen den Grund- und Menschenrechten einerseits und der erfahrbaren Realit&auml;t eine wachsende Kluft besteht? Zum Beispiel wurden und werden Millionen von Kindern &uuml;ber Generationen die Rechte verweigert, die jetzt gefeiert werden sollen. Auf dem Papier steht: W&uuml;rde und freie Entfaltung der Pers&ouml;nlichkeit! Verbot jeder Benachteiligung! Eigentum zum Wohl der Allgemeinheit! Vergesellschaftung und Gemeineigentum! Sozialer Rechtsstaat und Volkssouver&auml;nit&auml;t! Das alles klingt ja fast revolution&auml;r. Die alleinerziehenden M&uuml;tter mit ihren Kindern, die Minijobber und prek&auml;r Besch&auml;ftigten haben von den sch&ouml;nen Worten nichts. Sie wissen doch auch, Herr Vo&szlig;kuhle: Tausende Studien zeigen die Benachteiligung dieser Menschen, nicht nur im Einzelfall, sondern in Millionen F&auml;llen. Nicht weil sie ein gutes Leben in Sicherheit nicht w&uuml;nschten, sondern weil sie aufgrund ihrer sozialen Lage von einer gerechten Verteilung der gemeinsam erarbeiteten G&uuml;ter ausgeschlossen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/9-2019&amp;textfile=4760\">Georg Rammer auf Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das &bdquo;Fachkr&auml;fte&ldquo;-Einwanderungsgesetz<\/strong><br>\nWasch mir den Pelz, aber mach mich m&ouml;glichst wenig nass? Das &bdquo;Fachkr&auml;fte&ldquo;-Einwanderungsgesetz als Paradigmenwechsel mit eingebautem Bremsklotz. Die Pl&auml;ne der Bundesregierung zur Einwanderung von Fachkr&auml;ften aus Nicht-EU-Staaten sto&szlig;en bei den Oppositionsfraktionen im Bundestag auf scharfe Kritik. [&hellip;]<br>\nIrgendwie beschleicht einen das Gef&uuml;hl &ndash; man will gerne &bdquo;Fachkr&auml;fte&ldquo; aus dem Nicht-EU-Ausland gewinnen, aber die m&uuml;ssen nun ziemlich genau passen auf das, was hier vor Ort gew&uuml;nscht ist und gleichzeitig soll blo&szlig; kein Anreiz gesetzt werden, dass die &Ouml;ffnung an dieser Stelle &bdquo;ausgenutzt&ldquo; wird von Menschen, die schlichtweg die Option auf ein irgendwie besseres Leben suchen. Dazu ein Blick in das, was denn nun mit dem neuen Gesetz auf den Weg gebracht werden soll.<br>\nHerbert Br&uuml;cker, Philipp Jaschke, Sekou Keita und Regina Konle-Seidl vom Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit haben zu dem Gesetzentwurf eine Stellungnahme verfasst: Fachkr&auml;fteeinwanderung aus Drittstaaten: Zum Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern, f&uuml;r Bau und Heimat, so ist das Papier &uuml;berschrieben. Sie bilanzieren: &raquo;Der Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern, f&uuml;r Bau und Heimat f&uuml;r ein Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz enth&auml;lt zahlreiche &Auml;nderungen des bestehenden Rechts, h&auml;lt aber an der Systematik und den Grunds&auml;tzen des bestehenden Rechts fest.&laquo;<br>\nUnd wenn man die folgenden Punkte aus ihrer Zusammenfassung liest, dann hat man nicht wirklich den Eindruck, dass hier der gro&szlig;e Durchbruch ante portas steht:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/05\/09\/fachkraefteeinwanderungsgesetz\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Legale Migration st&auml;rken&rdquo;: Koalition verteidigt Einwanderungsgesetz f&uuml;r Fachkr&auml;fte<\/strong><br>\nDie Koalition will mit einem neuen Gesetz ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte nach Deutschland locken. Der Opposition geht das nicht weit genug.<br>\nDie Neuregelung soll den von der Wirtschaft beklagten Fachkr&auml;ftemangel eind&auml;mmen: Bei der ersten Beratung im Bundestag verteidigte die Koalition ihr geplantes Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz gegen Kritik der Opposition &ndash; knapp f&uuml;nf Monate nachdem der Beschluss im Bundeskabinett gefasst wurde.<br>\nPolitiker von Gr&uuml;nen und FDP kritisierten das Gesetz als unzureichend. Die Linke warf der Regierung vor, sich zu wenig um &ldquo;Arbeit f&uuml;r alle&rdquo; zu k&uuml;mmern. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sprach dagegen von einer &ldquo;historischen Weichenstellung&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wir machen damit deutlich, dass wir die Fachkr&auml;ftezuwanderung steuern wollen&rdquo;, sagte Seehofer. Generell sollen in Deutschland Fachkr&auml;fte auch aus Staaten jenseits der EU arbeiten k&ouml;nnen, die &uuml;ber einen Arbeitsvertrag und eine anerkannte Qualifikation verf&uuml;gen. Die Beschr&auml;nkung auf Engpassberufe soll ebenso entfallen wie die Vorrangpr&uuml;fung, ob nicht auch Deutsche oder EU-B&uuml;rger f&uuml;r die Stelle infrage kommen. Diese Pr&uuml;fung soll kurzfristig regional wieder eingef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fachkraefteeinwanderung-koalition-verteidigt-gesetzesentwurf-a-1266598.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Offiziell hat Deutschland <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/tatsaechliche-arbeitslosigkeit\/2019\/\">&uuml;ber 3,2 Millionen Arbeitslose<\/a>, in Wahrheit sicher &uuml;ber als 4, manche meinen, sogar 5 Millionen. Gleichzeitig sind die L&ouml;hne in Deutschland um 20 Prozent zu niedrig, und seit Monaten befindet sich die deutsche Wirtschaft, wenn auch von der Bundesregierung beharrlich geleugnet, in einer Rezession. Von einer vern&uuml;nftigen Regierung w&uuml;rde man also erhebliche Ma&szlig;nahmen zur Belebung der Wirtschaft und der Bek&auml;mpfung der Massenarbeitslosigkeit und des Lohndumpings erwarten, aber Schwarz-Rot erweist sich um x-ten Mal zuverl&auml;ssig als B&uuml;ttel der Arbeitgeberverb&auml;nde. Nat&uuml;rlich werden Millionen Arbeitslose in Deutschland noch schlechtere Chancen haben und die L&ouml;hne noch mehr unter Druck geraten &ndash; schlie&szlig;lich ist der angebliche &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; eine logische Reaktion auf ganz miserable Arbeitsbedingungen. Und der sogenannten Opposition aus FDP und FDP mit Fahrrad geht das alles nicht weit genug; sie h&auml;tte gerne noch mehr Heerscharen von Arbeitssuchenden zur gef&auml;lligen Ausbeutung durch die Unternehmen. Lediglich DIE LINKE weist darauf hin, dass mit so einem Gesetz nur wirtschaftliche Interessen bedient werden sollen, bef&uuml;rwortet aber trotz der hohen Arbeitslosigkeit die Zuwanderung aus Nicht-EU-L&auml;ndern. Es ist ein Wahnsinn.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Klarer Widerspruch&rdquo;<\/strong><br>\nDer soziale Arbeitsmarkt soll Langzeitarbeitslosen zur&uuml;ck ins Berufsleben helfen. Doch die Arbeitsagenturen k&ouml;nnen Arbeitnehmer genauso sanktionieren wie als Hartz-IV-Empf&auml;nger. Das aber findet Gr&uuml;nen-Expertin M&uuml;ller-Gemmeke &ldquo;absurd&rdquo;. [&hellip;]<br>\nWas nach einer Formalie klingt, hat handfeste Folgen. Wegen dieser Zuweisungen hat es das Jobcenter es n&auml;mlich weiter in der Hand, die Neu-Arbeitnehmer wieder abzuziehen von ihrer Stelle, etwa f&uuml;r eine Ausbildung, einen anderen Arbeitsplatz oder eine Weiterbildungsma&szlig;nahme. Und: Laut M&uuml;ller-Gemmeke k&ouml;nnen auf diese Weise die Teilnehmer am sozialen Arbeitsmarkt im Fall von Pflichtverletzungen genauso sanktioniert werden wie vorher als Hartz-IV-Empf&auml;nger &ndash; etwa, wenn es &Auml;rger bei der Betreuung und Beratung gibt, die einen Job auf dem sozialen Arbeitsmarkt immer begleiten sollen. Grundlage der Kritik ist eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen, die der SZ vorliegt. &ldquo;Mit der Zuweisung verbleibt die Integrationsverantwortung beim &ouml;rtlichen Jobcenter&rdquo;, hei&szlig;t es darin.<br>\nSo solle sichergestellt werden, dass aus der gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung mittel- bis langfristig eine ungef&ouml;rderte werden k&ouml;nne. Das System setze &ldquo;auf Eigenverantwortung und Aktivierung und besteht sowohl aus Rechten als auch Pflichten&rdquo;. Nach Meinung von M&uuml;ller-Gemmeke dagegen widerspricht es &ldquo;ganz klar&rdquo; der Idee des sozialen Arbeitsmarkts, wenn die Betroffenen behandelt werden, als n&auml;hmen sie an einer normalen Jobcenter-Ma&szlig;nahme teil. &ldquo;Wenn nach dem freiwilligen Abschluss eines Arbeitsvertrags wieder Zwang und Druck ausge&uuml;bt wird, dann ist das absurd.&rdquo; Beim Sozialen Arbeitsmarkt gehe es um ganz normale Arbeitsvertr&auml;ge. &ldquo;Sanktionsandrohungen geh&ouml;ren da definitiv nicht dazu.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sozialer-arbeitsmarkt-klarer-widerspruch-1.4439847\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Thyssen streicht 4000 Stellen in Deutschland<\/strong><br>\nDas Traditionsunternehmen Thyssen-Krupp will im Zuge seiner Neuausrichtung 6000 Stellen abbauen, davon zwei Drittel in Deutschland. Der Aktienkurs des Unternehmens steigt um 17 Prozent.<br>\nDer deutsche Industriekonzern Thyssen-Krupp hat eine dramatische Folge der gescheiterten Stahlfusion mit dem indischen Unternehmen Tata bekanntgegeben: 6000 Arbeitspl&auml;tze sollen wegfallen. Davon entfielen zwei Drittel, also ungef&auml;hr 4000, auf Deutschland, sagte der Thyssen-Vorstandsvorsitzende Guido Kerkhoff in einer Telefonkonferenz. Betriebsbedingte K&uuml;ndigungen k&ouml;nnten nicht ausgeschlossen werden, erg&auml;nzte Personalvorstand Oliver Burkhard. In der Gesamtzahl seien 2000 Stellen enthalten, die auch bei der Stahlfusion mit Tata gestrichen werden sollten. &bdquo;Es ist ein recht tiefgreifender Einschnitt&ldquo;, sagte Burkhard.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/-gqe-9mt14%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> So sieht also der Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland aus! Oder arbeiten bei Thyssen-Krupp wom&ouml;glich nur unf&auml;hige Leute? Wo bleiben die Beschwerden der Politiker? Warum fragt niemand nach der &ldquo;Generationengerechtigkeit? Selbst wenn diese 4000 Stellen &uuml;ber nat&uuml;rliche Fluktuation abgebaut werden, hat die &ldquo;junge Generation&rdquo; doch die gr&ouml;&szlig;ten Nachteile zu tragen, weil sie diese Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r immer verliert. Pervers ist auch, dass die B&ouml;rse mal wieder einen Arbeitsplatzabbau honoriert.&rdquo; Der Markt&rdquo; h&auml;lt Mitarbeiter offensichtlich f&uuml;r reine Kostenfaktoren, welche die Gewinne der Eigent&uuml;mer dezimieren. Dass Mitarbeiter einem Unternehmen auch helfen k&ouml;nnen, Ums&auml;tze zu generieren, scheint nicht vorstellbar zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirtschaft demokratisieren!<\/strong><br>\nDas Unbehagen an der entfesselten Marktwirtschaft wird immer offensichtlicher. Vor allem im &ouml;ffentlichen Sektor und im Wohnungsmarkt haben Privatisierungen das Angebot verschlechtert und die Preise steigen lassen. Der Staat muss wieder f&uuml;r mehr soziale Sicherheit und eine fairere Verteilung sorgen, fordert der DGB-klartext.<br>\nDer Aufschrei war gro&szlig;, als der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation, Kevin K&uuml;hnert, k&uuml;rzlich in einem Interview &uuml;ber die Kollektivierung von Unternehmen und die Rolle des Privaten nachdachte. Egal, ob man seine Ansichten im Detail teilt oder nicht &ndash; in jedem Fall ist es wichtig, diese Themen wieder &ouml;ffentlich zu debattieren.<br>\nDass insbesondere konservative Politiker und neoliberale &Ouml;konomen K&uuml;hnert attackierten, kommt schlie&szlig;lich nicht von ungef&auml;hr: Auch sie sp&uuml;ren, dass die Unzufriedenheit mit der von ihnen propagierten entfesselten Marktwirtschaft w&auml;chst. In Berlin l&auml;uft zum Beispiel ein Volksbegehren zur Enteignung gro&szlig;er Wohnungskonzerne. Ein Gro&szlig;teil der deutschen Bev&ouml;lkerung ist laut Umfragen der Ansicht, dass es hierzulande ungerecht zugeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++382a3d2e-725c-11e9-95e9-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<p><strong>dazu: Amazon die Z&auml;hne zeigen<\/strong><br>\nVor ziemlich genau sechs Jahren gab es erstmals in deutschen Versandzentren des Onlineh&auml;ndlers Amazon Streiks. Den Auftakt machten mehrere hundert Besch&auml;ftigte an zwei Standorten im nordhessischen Bad Hersfeld, wo sich der &auml;lteste und gr&ouml;&szlig;te dieser Logistikst&uuml;tzpunkte des Konzernriesen befindet. Zuvor hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) das Unternehmen zu Verhandlungen &uuml;ber einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels aufgefordert. Kurz nach den Hersfeldern traten auch Besch&auml;ftigte am Amazon-Standort Leipzig (Sachsen) in den Ausstand. Inzwischen ist aus den Anf&auml;ngen des Fr&uuml;hjahrs 2013 eine bundesweite k&auml;mpferische Streikbewegung geworden.<br>\nErst Anfang Mai legten die Besch&auml;ftigten in mittlerweile f&uuml;nf Versandzentren die Arbeit nieder: Nach Bad Hersfeld und Leipzig beteiligten sich auch Belegschaftsangeh&ouml;rige in Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen) sowie in Koblenz (Rheinland-Pfalz) an diesem Langzeitarbeitskampf. &raquo;Die Besch&auml;ftigten (&hellip;) streiken, weil sie existenzsichernde L&ouml;hne und gute Arbeitsbedingungen durchsetzen wollen&laquo;, erkl&auml;rte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. &raquo;Sie verlangen, dass Amazon nicht mehr einseitig die Arbeitsbedingungen diktiert.&laquo;<br>\nDoch das US-amerikanische Unternehmen verweigert sich den Tarifverhandlungen und bestreitet die Zuordnung zum Einzel- und Versandhandel. Man sei ein Logistikunternehmen, hei&szlig;t es. Immerhin hat der seit sechs Jahren anhaltende Arbeitskampf mittlerweile diverse Entgelterh&ouml;hungen und Sonderzahlungen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten ausgel&ouml;st. Gerade die Streiks anl&auml;sslich des Schn&auml;ppchentages &raquo;Black Friday&laquo; sowie vor Feiertagen treffen den Onlineh&auml;ndler empfindlich &ndash; auch wenn Unternehmenssprecher regelm&auml;&szlig;ig behaupten, dass die Ausst&auml;nde keine Umsatzeinbu&szlig;en bewirkt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/354493.ein-fall-von-klassenkampf-amazon-die-z%C3%A4hne-zeigen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bev&ouml;lkerung enteignet<\/strong><br>\nBundesweit fehlen sechs Milliarden Euro f&uuml;r sozialen Wohnungsbau &ndash; pro Jahr. Gewerkschaft warnt vor &raquo;sozialem Sprengstoff&laquo;. Immobilienblase droht<br>\nDer Siegeszug des Neoliberalismus macht es deutlich: In Ballungsgebieten werden Reichenghettos hochgezogen, die lohnabh&auml;ngige Bev&ouml;lkerung kann sich hingegen kaum noch ein Dach &uuml;ber dem Kopf leisten. &raquo;Wegen der explodierenden Mieten haben zwischen einem Drittel und der H&auml;lfte aller Gro&szlig;st&auml;dter theoretisch Anspruch auf eine Sozialwohnung&laquo;, sagte der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU), Robert Feiger, am Donnerstag anl&auml;sslich des elften Wohnungsbautags in Berlin. &raquo;Mindestens 80.000 neue Sozialmietwohnungen werden pro Jahr gebraucht.&laquo; Bundesweit w&uuml;rden aber nur rund ein Drittel davon gebaut.<br>\nMit der bisherigen Summe von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr sei der enorme Schwund bei den Sozialmietwohnungen nicht aufzuhalten &ndash; und das schon gar nicht, wenn die F&ouml;rderung vom Bund ab dem kommenden Jahr auf nur noch eine Milliarde Euro zusammenschrumpfe. Das sei kaum mehr als ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein, so Feiger. Mindestens sechs Milliarden Euro seien f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau pro Jahr dringend notwendig. Die Zahl der Sozialwohnungen sinke zudem, weil immer mehr der Geb&auml;ude nach der festgesetzten Zeit aus der F&ouml;rderung fielen. Zust&auml;ndig f&uuml;r den Bau sind seit 2007 die L&auml;nder. Als Kompensation erhalten sie Geld vom Bund, das sie mit eigenen Mitteln aufstocken m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/354482.spekulanten-bev%C3%B6lkerung-enteignet.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Immobilienkonzerne: Extra-Profite auf Kosten der Allgemeinheit<\/strong><br>\nDie Einnahmen der Immobilienkonzerne steigen kontinuierlich. Die Zeche daf&uuml;r zahlen die Mieterinnen und Mieter. Menschen, die Grundsicherung beziehen, trifft es besonders hart. Wie die Lage in nieders&auml;chsischen Landkreisen ist und was die Landesregierung tun muss, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist in #schlaglicht Nummer 17\/2019 nachzulesen. [&hellip;]<br>\nDer Mietenwahnsinn trifft auch Menschen, die eine Grundsicherung beziehen. Viele von ihnen leben in Wohnungen von gro&szlig;en Immobilienkonzernen wie Vonovia. Die Kosten f&uuml;r ihre Wohnung werden in der Regel vollst&auml;ndig aus Steuergeldern erstattet. Allerdings nur, wenn die Jobcenter sie als angemessen beurteilen. Ist die Wohnung zu teuer, gibt es zwei Optionen: Die Betroffenen suchen sich eine g&uuml;nstigere Wohnung oder sie bezahlen die Differenz zwischen den tats&auml;chlichen und anerkannten Kosten aus dem schmalen Budget ihrer Regelsatz-Gelder. Im Landkreis Oldenburg m&uuml;ssen 36 Prozent der Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV) durchschnittlich 136 Euro pro Monat zus&auml;tzlich ausgeben. In der Region Hannover legen &uuml;ber 15 Prozent knapp 100 Euro jeden Monat oben drauf (siehe Grafik). Viel Geld f&uuml;r Menschen, die ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen m&uuml;ssen. Ihnen drohen damit weitere Einschr&auml;nkungen im Alltag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++e66ab3ee-7259-11e9-9ec0-52540088cada\">DGB Niedersachsen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Parlamentswahl mit unerwarteten &Uuml;berraschungen<\/strong><br>\nDie Wahlen zum Europ&auml;ischen Parlament am 26. Mai 2019 sind noch nicht geschlagen, schon gibt es die erste ungeahnte Entwicklung: Das Vereinigte K&ouml;nigreich nimmt nun doch an den Wahlen teil. Im EU-Parlament formieren sich dar&uuml;ber hinaus neue Fraktionen, die f&uuml;r Umw&auml;lzungen bei der Entscheidungsfindung im europ&auml;ischen Hohen Haus sorgen k&ouml;nnten. Die ersten Prognosen zeigen auch, dass die W&auml;hlerInnen je nach europ&auml;ischer Region durchaus divergierende Wahlpr&auml;ferenzen haben. Der Sieger bei den EU-Wahlen k&ouml;nnte indes von g&auml;nzlich unerwarteter Seite kommen &hellip;<br>\nNach einer mehrmaligen Verschiebung des Austritts des Vereinigten K&ouml;nigreichs aus der Europ&auml;ischen Union auf voraussichtlich Ende Oktober 2019, nehmen die BritInnen nun doch noch einmal an den EU-Parlamentswahlen teil.<br>\nEine erste Prognose des Informationsportals Politico zum Ausgang der EU-Wahlen im Vereinigten K&ouml;nigreich wartet mit einer handfesten &Uuml;berraschung auf: Ausgerechnet die von Ex-UKIP-Chef Nigel Farage neu gegr&uuml;ndete Brexit Party, die sich weiterhin den baldigen Ausstieg des Landes aus der EU w&uuml;nscht, kommt demnach mit 26,9 Prozent auf die meisten Stimmen. An der zweiten Stelle steht die Labour Party mit 23,1 Prozent, danach weit abgeschlagen die Tories mit 13,7 Prozent. An vierter Stelle liegen die Liberalen mit 8,3 Prozent, die Gr&uuml;nen und die Pro-EU-Partei &bdquo;Change UK&ldquo; sind mit je 8,2 Prozent etwa gleich stark. Interessant auch, dass die EU-Austrittspartei UKIP laut Vorhersage ebenfalls mit rund 4,5 Prozent der Stimmen ins EU-Parlament einziehen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/eu-parlamentswahlen-2019\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<p><strong>dazu: EU-Gipfel in Rum&auml;nien: Das Schachern um Topjobs hat begonnen<\/strong><br>\nDie Europ&auml;er w&auml;hlen zwar erst in gut zwei Wochen, doch Staats- und Regierungschefs machen sich schon jetzt Gedanken, wer danach welchen Posten in der EU bekommen soll. Es wird kompliziert. [&hellip;]<br>\nAusreichend Gelegenheit also, sich schon mal mit den komplizierten Personalfragen zu befassen. Ratspr&auml;sident Donald Tusk geht es dabei, anders als Tsipras, zun&auml;chst nicht um Namen, sondern darum, die Leitlinien zu kl&auml;ren, nach denen die EU ihr k&uuml;nftiges Spitzenpersonal aussuchen will. Neben den Topjobs in den Br&uuml;sseler Institutionen, also den Pr&auml;sidenten von Kommission, Rat und Parlament, m&uuml;ssen bis zum Herbst auch ein neuer Chefdiplomat und vor allem der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank gefunden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/eu-gipfel-in-sibiu-staatschefs-ueberlegen-wer-welchen-posten-bekommt-a-1266682.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das zeigt denen, die es nicht sowieso schon wussten, dass &ldquo;Demokratie&rdquo; in der EU nur eine Worth&uuml;lse ist. Es gibt Spitzenkandidaten der beiden gro&szlig;en Bl&ouml;cke der Konservativen und der Sozialdemokraten &ndash; aber wer Kommissionspr&auml;sident wird, entscheidet nicht das Europ&auml;ische Parlament, sondern die Regierungschefs der EU-L&auml;nder, die damit die zwei wichtigsten Entscheidungsgremien in der EU &ndash; den Europ&auml;ischen Rat und die EU-Kommission &ndash; dominieren. Das Europ&auml;ische Parlament kann gew&auml;hlt werden, richtig, hat aber fast nichts zu sagen. Die EU und die Regierungen der Mitgliedsstaaten brauchen keine &ldquo;Nationalisten&rdquo; und &ldquo;Populisten&rdquo;, um die Demokratie kaputt zu machen; das schaffen sie schon selber. Das Gef&uuml;hl, dass die EU von oben herab und ohne R&uuml;ckkopplung mit den Bev&ouml;lkerungen bestimmt, ist sehr gut in der Realit&auml;t verwurzelt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Iran-Atomabkommen: Europ&auml;er, erkennt an, was ist!<\/strong><br>\nEuropa brauche in Sachen Iran dringend einen Realit&auml;tscheck, kommentiert Bettina Klein. Durch Selbst&uuml;bersch&auml;tzung und Realit&auml;tsverweigerung habe man sich in diese Lage gebracht. Dass ausgerechnet die Trump-Regierung die Europ&auml;er an ihre Werte erinnern m&uuml;sse, sei eine kaum zu &uuml;berbietende Peinlichkeit.<br>\nMan wollte den Iran als Partner aufbauen und hatte sich daf&uuml;r mit dessen Verb&uuml;ndeten Russland und China zum JCPOA zusammengetan, zum &bdquo;Joint Comprehensive Plan of Action&ldquo;. Die Hoffnung, die Probleme w&uuml;rden von allein verschwinden, hat sich zerschlagen. Die gelockerten Sanktionen haben weder das Regime in Teheran wirklich ver&auml;ndert noch seine Au&szlig;enpolitik. Zu behaupten, bis zum Ausstieg der USA aus dem Iran-Abkommen sei alles bestens gewesen, ist angesichts der Gewalt in der Region und der Beteiligung des Iran daran schlicht zynisch.<br>\nEuropa muss jetzt, erstens, die Grenzen der eigenen Macht zun&auml;chst mal anerkennen, anstatt sie sch&ouml;nzureden. Es verf&uuml;gt weder milit&auml;risch noch wirtschaftlich &uuml;ber das Gewicht f&uuml;r einen strategischen Akteur in der Region, noch kann es aus dem Stand ein Gegengewicht zu den USA bilden. Zweitens muss die EU entscheiden, ob das so bleiben soll. Ist man zufrieden damit, sich auf dem Kontinent der Gl&uuml;ckseligen einzurichten und um die eigenen hehren Ideen zu kreisen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/iran-atomabkommen-europaeer-erkennt-an-was-ist.720.de.html?dram:article_id=448392\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Deutschlandfunk stramm auf transatlantischer Linie inklusive einseitiger Verdrehung der Fakten. Der Iran ist an der Gewalt in der Region beteiligt? Die USA nat&uuml;rlich nicht. Den Irak-Krieg gab es nicht, den versuchten Regime Change in Syrien gab es nicht, den durch Saudi-Arabien im Jemen brutal gef&uuml;hrten Krieg gibt es auch nicht. Das beim Deutschlandfunk bestehende journalistische Selbstverst&auml;ndnis, das ist eine kaum zu &uuml;berbietende Peinlichkeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Griechenland: Deutsche Kriegsschuld wird systematisch geleugnet: Attac unterst&uuml;tzt Forderung nach Entsch&auml;digung<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Deutschland Attac unterst&uuml;tzt die Entscheidung des griechischen Parlaments, Deutschland offiziell zu Entsch&auml;digungszahlungen aufzufordern.<br>\n&bdquo;Deutschland muss endlich Verantwortung f&uuml;r Taten der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg &uuml;bernehmen und in Verhandlungen &uuml;ber Entsch&auml;digungszahlungen eintreten. Es ist besch&auml;mend f&uuml;r uns Deutsche, dass die Griechinnen und Griechen 75 Jahre nach Kriegsende immer noch Gerechtigkeit einfordern m&uuml;ssen&ldquo;, sagt Georg Brzoska von der Attac-Arbeitsgruppe Griechenland von Attac Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/griechenland-deutsche-kriegsschuld-wird-systematisch-geleugnet\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stuttgart 21 &ndash; Sinnbild f&uuml;r klimasch&auml;digende Wachstumspolitik<\/strong><br>\nJetzt, wo die Jugend das Thema Klima mit Wucht weltweit und auch in Stuttgart auf die Tagesordnung gesetzt hat und der Menschheit langsam bewusst wird, dass es um ihr &Uuml;berleben geht, darf die verantwortliche Politik vor Ort nicht l&auml;nger einen gro&szlig;en Bogen um das Thema Stuttgart 21 machen. Das Projekt sei, so B&uuml;ndnissprecher von Loeper, ein Klimafrevel von A bis Z: von der Rodung hunderter uralter B&auml;ume im Schlossgarten unter Regie der Mappus-CDU bis zur geplanten Zubetonierung von Stuttgarts wichtigster Frischluftschneise unter gr&uuml;ner Regie.<br>\nIn einem Argumente-Papier hat das Aktionsb&uuml;ndnis die vielen klimabelastenden Wirkungen von Stuttgart 21 beschrieben, mit denen sich Stadt und Land immer weiter weg bewegen von den Pariser Klimazielen. Darunter die Verlagerung von Verkehr von der Schiene auf die Stra&szlig;e im Personen- und G&uuml;terverkehr, die F&ouml;rderung des Flugverkehrs und die hohen CO2 &ndash;Emissionen durch gigantischen Betonverbrauch. &bdquo;Das aus den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammende S21-Konzept ist zum Sinnbild einer destruktiven und r&uuml;cksichtlosen, aus der Zeit gefallenen Wachstumspolitik geworden&ldquo;, so von Loeper. (&hellip;)<br>\nMit einer gro&szlig;en Samstagsdemo am 11. Mai will die B&uuml;rgerbewegung gegen Stuttgart 21 diesen Unmut sichtbar machen. Neben dem Umweltjournalisten Franz Alt sprechen der Autor, Regisseur und Autokulturkritiker Klaus Gietinger und die Friday-Aktivistin Yvonne Sauter. Eine Gruppe von Aktivist*innen wird am Rande der Kundgebung mit einem von 30 B&uuml;rger*innen getragenes Banner auftreten, das mit seiner schieren Gr&ouml;&szlig;e von 50 Metern die Dimension des Problems versinnbildlicht. Ein weiteres Foto-Motiv sind die vielen zu Beginn und w&auml;hrend der Kundgebung hochgestreckten knallgelben Plakate &bdquo;#ActNow! KlimaSkandal 21 stoppen!&ldquo;.<br>\nDie Kundgebung beginnt um 14 Uhr vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/stuttgart-21-sinnbild-fuer-klimaschaedigende-wachstumspolitik\/\">K21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Polizeibeh&ouml;rden des Bundes: Diskrepanz zwischen Befugnissen und Pflichten<\/strong><br>\nWenn es um die Einhaltung der gesetzlichen Pflichten f&uuml;r ihre eigenen T&auml;tigkeiten geht, gibt es bei den drei Bundespolizeibeh&ouml;rden durchaus Verbesserungsbedarf. So l&auml;sst sich der Bericht zusammenfassen, den der Bundesbeauftragte f&uuml;r den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI)- Ulrich Kelber- in dieser Woche vorgelegt hat [1]. Bemerkenswert ist an seinen Feststellungen insbesondere die Diskrepanz zwischen den st&auml;ndigen Forderungen nach noch mehr EINGRIFFSBEFUGNISSEN f&uuml;r die Polizeibeh&ouml;rden des Bundes einerseits; und dem recht laxen Umgang des gleichen Gesetzgebers, wenn es um die gesetzliche Regelung von PFLICHTEN dieser Beh&ouml;rden, insbesondere im Umgang mit personenbezogenen Daten geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/diskrepanz-zwischen-befugnissen-und-pflichten\">Police-IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zur Lage der &raquo;Bobos&laquo;<\/strong><br>\nVorabdruck. Die soziale Situation von Musikern und Kulturarbeitern<br>\nHierzulande gibt es keine umfassende Bestandsaufnahme der Arbeits- und Lebensbedingungen im Kultursektor. Was die Lebensbedingungen der Musikerinnen angeht, haben wir in der Bundesrepublik vor allem die Zahlen der K&uuml;nstlersozialkasse (KSK). Das Durchschnittseinkommen der aktiv Versicherten in der KSK (bei der selbst&auml;ndige K&uuml;nstler und Publizisten mit einem j&auml;hrlichen Mindesteinkommen von 3.900 Euro renten- und mit 6.230 auch krankenversichert sind) betrug demnach zum Stichtag 1. Januar 2018 gerade einmal 17.130 Euro, wobei gro&szlig;e Geschlechter- und Altersunterschiede zu verzeichnen waren: Das Durchschnittseinkommen aller m&auml;nnlichen Versicherten betrug 19.514, das der weiblichen dagegen nur 14.540 Euro. Und die unter 30j&auml;hrigen verdienten gerade einmal 13.509 Euro im Jahr. Die verschiedenen k&uuml;nstlerischen Genres weisen dabei gro&szlig;e Unterschiede auf: Im Bereich Wort werden durchschnittlich 20.909 Euro verdient, in der bildenden Kunst (dazu geh&ouml;rt auch der Bereich Design) 17.109, in der darstellenden Kunst 17.072, in der Musik nur 14.199 Euro, und die unter 30j&auml;hrigen Musikerinnen und Musiker kommen lediglich auf 12.695 Euro j&auml;hrlich &ndash; die M&auml;nner auf 13.649, die Frauen auf 10.883 Euro. Zum Vergleich: Der im Jahr 2018 g&uuml;ltige gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde (seit 2019: 9,19 Euro) f&uuml;hrt bei angenommenen 40 Wochenarbeitsstunden zu einem Jahresgehalt von etwa 19.520 Euro brutto. Die Durchschnittseinkommen aller selbst&auml;ndigen K&uuml;nstler und Publizisten liegen also ausnahmslos und zum Teil sehr deutlich unter dem gesetzlichen Mindestlohn &ndash; und in einzelnen Bereichen gerade einmal knapp &uuml;ber Hartz-IV-Niveau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/354261.kulturindustrie-zur-lage-der-bobos.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rechnungshof kritisiert Bildungsministerium: Mangelnde Finanzkontrolle beim Hochschulpakt<\/strong><br>\nAus dem Hochschulpakt sollten neue Studienpl&auml;tze finanziert werden. Doch nicht &uuml;berall sind Bundesmittel daf&uuml;r genutzt worden, sondern in den R&uuml;cklagen der L&auml;nder versickert. Das Geld floss auch in Jubil&auml;umsfeiern und B&auml;lle. Rechnungsh&uuml;ter sehen eine Missachtung haushaltsrechtlicher Vorgaben.<br>\nDer aktuelle Bericht, der gestern im Haushaltausschuss des Bundestags diskutiert wurde und dem Hauptstadtstudio des Deutschlandfunks vorliegt hat es in sich. Im Zentrum der Kritik: Der Hochschulpakt und der Pakt f&uuml;r die Lehre. Eigentlich sollen aus dem Hochschulpakt neue Studienpl&auml;tze finanziert werden. Der Vorwurf lautet nun: Nicht &uuml;berall seien die Bundesmittel daf&uuml;r genutzt worden, sondern vielmehr in R&uuml;cklagen der L&auml;nder versickert, so dass sich die Betreuungsrelation an den Hochschulen sogar verschlechtert habe. Das Bildungsministerium gew&auml;hre den L&auml;ndern zu viele Freiheiten, wie sie das bereitgestellte Geld einsetzen. Am Vormittag &auml;u&szlig;erte sich Bildungsministerin Anja Karliczek gegen&uuml;ber dem Deutschlandfunk:<br>\n&bdquo;Der Bundesrechnungshof hat sich die laufenden Hochschulpakte angeschaut. Da gibt es einige Punkte, die wir teilen, die wir deswegen auch aufgenommen haben im neuen Hochschulpakt und jetzt auch anders fassen und anders mit den L&auml;ndern geregelt haben. Aber zum Teil sind es auch Auswirkungen, die wir aufgrund dieses schnellen Aufwuchses von Studienpl&auml;tzen eben auch so mit den L&auml;ndern geregelt haben, dass sie eine gewisse Flexibilit&auml;t haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rechnungshof-kritisiert-bildungsministerium-mangelnde.680.de.html?dram:article_id=448391\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Berateraff&auml;re im Verteidigungsministerium: Leitender Beamter wollte belastende Akten vernichten<\/strong><br>\nIn der Berateraff&auml;re muss Ursula von der Leyens Ministerium neue Unregelm&auml;&szlig;igkeiten einr&auml;umen. Nach SPIEGEL-Informationen versuchte ein leitender Beamter, Akten mit frisierten Beraterabrechnungen zu entfernen.<br>\nDie Berateraff&auml;re im Verteidigungsministerium ist um ein bemerkenswertes Kapitel reicher. Nach SPIEGEL-Informationen hat ein leitender Beamter jetzt den Versuch einger&auml;umt, Belastungsmaterial gegen ihn zu vernichten. Dabei geht es um falsche und absichtlich frisierte Abrechnungen mit mehreren Beratungsunternehmen, die der Regierungsdirektor f&uuml;r seine damalige Abteilung als sachlich richtig abgesegnet hatte.<br>\nAm Donnerstag informierte der Leiter der Rechtsabteilung die Mitglieder des Untersuchungsausschusses &uuml;ber den heiklen Vorgang. Demnach ist gegen den Regierungsdirektor, der fr&uuml;her in der Abteilung Cyber- und Informationstechnik (CIT) eingesetzt war, ein formales Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Es bestehe der Verdacht, dass er im Februar 2019 die Akten vernichten wollte, um Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei mehreren Abrechnungen mit gro&szlig;en Beratungskonzernen zu vertuschen. [&hellip;]<br>\nDer Fall des Regierungsdirektors wirft nun ein Licht auf die chaotischen Zust&auml;nde bei der Beauftragung der Berater. So ergibt sich aus den Akten, die der Beamte vernichten wollte, dass er und die Berater vereinbart hatten, mehrere Projekte schon vor der eigentlichen Vergabe zu beginnen. Die entsprechenden Rechnungen wurden dann nachdatiert. Offenbar wollte S. mit dem L&ouml;schversuch vertuschen, dass er die frisierten Rechnungen als &ldquo;sachlich richtig&rdquo; abgezeichnet hat.<br>\nDie Abmachung zeigt, wie eng und abseits aller Vorschriften Berater und von der Leyens Beamte in der Abteilung CIT kooperierten und dabei alle Verwaltungsvorschriften brachen. Im besten Fall wollten sie damit die dringliche IT-Projekte voranbringen. Im Raum steht aber auch die Frage, ob bestimmte Beamte durch die Regelbr&uuml;che befreundete Berater mit Auftr&auml;gen versorgen wollten. Bisher soll es darauf im Fall S. keine Hinweise geben, doch die Ermittlungen gehen weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ursula-von-der-leyens-berateraffaere-beamter-versucht-beweise-zu-vernichten-a-1266632.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wieso hat so etwas keine personellen Konsequenzen, weder bei dem betreffenden Leitenden Beamten noch bei der Ministerin selber?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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