{"id":51665,"date":"2019-05-13T11:31:17","date_gmt":"2019-05-13T09:31:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51665"},"modified":"2019-05-14T07:42:06","modified_gmt":"2019-05-14T05:42:06","slug":"wer-sich-die-co2-steuer-schoenluegt-tut-sich-und-der-debatte-damit-keinen-gefallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51665","title":{"rendered":"Wer sich die CO2-Steuer \u201esch\u00f6nl\u00fcgt\u201c, tut sich und der Debatte damit keinen Gefallen"},"content":{"rendered":"<p>Dass eine CO2-Steuer wichtige Impulse setzen k&ouml;nnte, ist weitestgehend unumstritten. Doch f&uuml;r den Klimaschutz ins eigene Portemonnaie wollen auch nur wenige greifen. Daher werden selbst in CDU-Kreisen &ndash; die sonst g&auml;nzlich unverd&auml;chtig sind, sich Sorgen um die &Auml;rmeren zu machen &ndash; nun Stimmen laut, die eine soziale Schieflage bei einer Besteuerung des Klimagases f&uuml;rchten. Doch weit gefehlt, so t&ouml;nt es bei <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/aermere-profitieren-co2-steuer-12263291.html\">Frankfurter Rundschau<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-um-Abgabe-auf-CO2\/!5588212\/\">taz<\/a>. &bdquo;&Auml;rmere w&uuml;rden [sogar] von einer CO2-Steuer profitieren&ldquo;, &bdquo;Klimaschutz [sei] sozial&ldquo; und alles andere sei &bdquo;Unsinn&ldquo;. Gut gebr&uuml;llt und schlecht gelogen. Unsinn ist vielmehr, was die beiden linksliberalen Bl&auml;tter sich da zusammenrechnen. Da muss man sich nicht wundern, wenn Teile der Bev&ouml;lkerung sich &bdquo;ver&auml;ppelt&ldquo; f&uuml;hlen und sogar ganz vom wichtigen Klimaschutz abwenden. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5681\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-51665-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190513_Wer_sich_die_CO2_Steuer_schoenluegt_tut_sich_keinen_Gefallen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190513_Wer_sich_die_CO2_Steuer_schoenluegt_tut_sich_keinen_Gefallen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190513_Wer_sich_die_CO2_Steuer_schoenluegt_tut_sich_keinen_Gefallen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190513_Wer_sich_die_CO2_Steuer_schoenluegt_tut_sich_keinen_Gefallen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=51665-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190513_Wer_sich_die_CO2_Steuer_schoenluegt_tut_sich_keinen_Gefallen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190513_Wer_sich_die_CO2_Steuer_schoenluegt_tut_sich_keinen_Gefallen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Lesen Sie zu diesem Thema auch Winfried Wolfs Artikel &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51445\">Noch eine Verbrauchssteuer?<\/a>&ldquo; und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51632\">die Leserbriefe<\/a> zu diesem Artikel. <\/em><\/p><p>Wenn es um die angeblichen Auswirkungen einer CO2-Steuer geht, m&uuml;sste stets der erste Satz jeder Debatte sein, dass es DIE CO2-Steuer gar nicht gibt. Es gibt vielmehr unz&auml;hlige Varianten, wie und wie hoch man Kohlendioxid-Emissionen direkt oder indirekt besteuern k&ouml;nnte und was man mit den Steuereinnahmen anstellt. Ein allgemein anerkanntes Konzept gibt es dabei jedoch ebenso wenig wie eine &Uuml;bereinkunft, dass diese Steuer aufkommensneutral sein soll, also in welcher Form auch immer an anderer Stelle an die B&uuml;rger zur&uuml;ckgezahlt wird. Alleine schon aus diesem Grund ist die FR-&Uuml;berschrift &bdquo;&Auml;rmere profitieren von CO2-Steuer&ldquo; unseri&ouml;s und schlicht falsch und die taz-Variante &bdquo;Klimaschutz ist sozial&ldquo; einfach nur &bdquo;deppert&ldquo;. Man kann nun einmal keine pauschalen Aussagen zu einem Steuermodell machen, f&uuml;r das es noch nicht einmal einen vagen, geschweige denn einen konkreten Plan gibt.<\/p><p><strong>Wie kommen FR und taz eigentlich zu dieser Aussage?<\/strong><\/p><p>Um zu dem gew&uuml;nschten Ergebnis zu kommen, hat die Rundschau eine <a href=\"https:\/\/www.fit.fraunhofer.de\/de\/presse\/19-05-06.html\">Untersuchung des Fraunhofer-Instituts f&uuml;r Angewandte Informationstechnik<\/a> aufgegriffen, die taz verweist zus&auml;tzlich noch auf Untersuchungen des <a href=\"https:\/\/www.mcc-berlin.net\/fileadmin\/data\/B2.3_Publications\/Working%20Paper\/2018_MCC_Working_Paper_1_CO2-Preisreform.pdf\">MCC<\/a>, des <a href=\"https:\/\/co2abgabe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Wirkungen_CO2_Abgabekonzept_2019_01_24.pdf\">CO2-Abgabe e.V.<\/a> und des <a href=\"http:\/\/www.foes.de\/pdf\/2017-11-Energiesteuerreform.pdf\">Forums &Ouml;kologisch-Soziale Marktwirtschaft<\/a>, wobei groteskerweise die MCC-Untersuchung selbst von einer &bdquo;regressiven relativen Belastung bezogen auf das Nettoeinkommen&ldquo; spricht, also offen eingesteht, dass wohlhabende Haushalte nach den verwendeten Rechenmodellen geringer belastet werden als normale oder gar geringe Einkommen. Offenbar hat man bei der taz die verlinkten Studien und Untersuchungen noch nicht einmal richtig gelesen. Aber was ist von den anderen Untersuchungen zu halten?<\/p><p>Sinn und Zweck einer CO2-Steuer ist es, den Verbrauch unterschiedlicher Energietr&auml;ger m&ouml;glichst einheitlich nach deren Kohlendioxidaussto&szlig; zu besteuern und dabei Investitionen und Verbraucherverhalten besser &bdquo;lenkbar&ldquo; zu machen. Heute wird beispielsweise Kerosin gar nicht, Heiz&ouml;l nur gering, Benzin recht hoch und Strom sehr hoch besteuert. Da die Verwendung dieser Energietr&auml;ger nicht direkt mit dem Einkommen oder dem Verm&ouml;gen korreliert, kann man auch keine generellen Aussagen zu den Auswirkungen einer CO2-Steuer auf die unterschiedlichen Einkommens- und Verm&ouml;gensgruppen machen. Die Autoren der genannten Untersuchungen gehen bei ihren Berechnungen vielmehr vom Durchschnitt der Gruppen aus. Und im Durchschnitt f&auml;hrt ein &bdquo;Besserverdiener&ldquo; mehr Kilometer pro Jahr in einem gr&ouml;&szlig;eren und damit durstigeren Auto als ein &bdquo;&Auml;rmerer&ldquo;; sein Haus ist gr&ouml;&szlig;er und dementsprechend heizt er auch mehr. Doch dies sind nur die absoluten Gr&ouml;&szlig;en. Wenn ein Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer 4.000 Euro j&auml;hrliche Heizkosten bei einem Nettojahresgehalt von 100.000 Euro hat, so ist dies in Relation viel weniger als die 1.000 Euro, die ein Hilfsarbeiter mit einem Nettoeinkommen von 12.000 Euro f&uuml;r die Heizung bezahlen muss. &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich an der Tankstelle. <\/p><p>Sogar absolut kann die Situation auch komplett anders aussehen. Wenn beispielsweise ein Leiharbeiter lange Arbeitswege mit dem eigenen PKW pendeln muss, so wird er auch absolut h&ouml;here Energiekosten haben als so mancher Wohlhabende. Besonders fehleranf&auml;llig ist bei dieser Art der Berechnung, dass man &bdquo;vergessen&ldquo; hat, dass sehr viele &bdquo;Besserverdiener&ldquo; als Fahrer eines Dienst- oder Firmenwagens den Kraftstoff ohnehin nicht selber zahlen. Bei den &bdquo;&Auml;rmeren&ldquo; d&uuml;rfte der Dienst- oder Firmenwagenanteil eher gering sein. Aber &uuml;ber einen Wegfall des &bdquo;Dienstwagenprivilegs&ldquo; als Baustein zum Klimaschutz ist seltsamerweise nie die Rede.<\/p><p>Da es keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Nettoeinkommen und der Nutzung von Energietr&auml;gern gibt, machen auch Aussagen dar&uuml;ber nur wenig Sinn. Zielf&uuml;hrender w&auml;re es da schon, nicht das Nettoeinkommen, sondern das verf&uuml;gbare Einkommen nach Miete, Heiz- und Stromkosten und nach den Mobilit&auml;tskosten zu betrachten, die im Zusammenhang mit dem jeweiligen Broterwerb stehen. Doch dann w&uuml;rden die Rechenmodelle nat&uuml;rlich vollkommen andere Ergebnisse liefern. <\/p><p><strong>Wer pendelt, zahlt drauf<\/strong><\/p><p>Ein Beispiel: Ein Leiharbeiter muss heute an 200 Tagen im Jahr mit dem eigenen PKW zu einem 50 Kilometer entfernten Arbeitsort pendeln. Bei einem unterstellten Durchschnittsverbrauch von 8 Liter Benzin auf 100 Kilometer k&auml;me er damit auf einen Jahresverbrauch von 1.600 Liter Benzin. Das sehr niedrige Steuermodell des Fraunhofer-Instituts sieht eine zus&auml;tzliche Besteuerung von 5,5 Cent pro Liter vor, was auf eine Mehrbelastung von 88 Euro pro Jahr hinausliefe, die einer in diesem Modell vorgesehenen Pro-Kopf-Erstattung von 28 Euro gegen&uuml;bersteht. Der Leiharbeiter zahlt also drauf. Die pauschale Aussage, nach der &bdquo;&Auml;rmere&ldquo; von einer CO2-Steuer profitieren, ist also nicht haltbar. <\/p><p>Besonders ungerecht ist, dass die angestrebte Lenkungswirkung sich in diesem Einkommensbereich gar nicht entfalten kann. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnte der Leiharbeiter sich einen spritsparenden Diesel kaufen und damit seinen Gesamtverbrauch merklich reduzieren. Doch von welchem Geld soll er das bezahlen? &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit Stromspartechnik oder modernen Techniken, um die Heizkosten zu senken. Da freut sich der &ouml;kologisch angehauchte Unternehmer in seinem Null-Energie-Passiv-Haus f&uuml;r drei Millionen Euro und der Geringverdiener wird gleich mehrfach bestraft, da sein altes rostiges Auto, seine schlecht isolierte Altbauwohnung und der alte Gefrierschrank nun mal ohnehin schon teuer im Unterhalt sind.<\/p><p><strong>Je &auml;rmer, desto h&ouml;her die Ausgaben f&uuml;r Benzin, Heizung und Strom<\/strong><\/p><p>Noch eindeutiger wird die Diskrepanz, wenn man sich die Verteilung der relativen Kosten betrachtet. So gibt ein <a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Publikationen\/Studien\/verteilungswirkungen-der-energiepolitiken.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=8\">Haushalt im Schnitt 2,9% seines Nettoeinkommens<\/a> f&uuml;r die Heizkosten aus. Doch dieser Durchschnitt verzerrt nat&uuml;rlich die Relationen an den R&auml;ndern. Ein &auml;rmerer Haushalt (untere 5%) zahlt in Relation mehr als Dreifache (9,6%), ein einkommensstarker Haushalt (obere 10%) weniger als die H&auml;lfte (1,4%) des Durchschnitts. Beim Strom ist die Spreizung (Durchschnitt 2,4%, &auml;rmere Haushalte 7,9%, einkommensstarke Haushalte 1,0%) noch gr&ouml;&szlig;er, bei den Kraftstoffkosten (Durchschnitt 3,6%, &auml;rmere Haushalte 4,9%, einkommensstarke Haushalte 2,5%) etwas geringer &ndash; was freilich auch daran liegt, dass sich &auml;rmere Haushalte oft gar kein Auto leisten k&ouml;nnen, aber Strom und Heizung unabdinglich sind. Es ist also vollkommen klar, dass eine Kostenerh&ouml;hung der Energietr&auml;ger in Relation immer vor allem die &auml;rmeren Haushalte trifft.<\/p><p>Ob es f&uuml;r den Einzelhaushalt am Ende auf eine Minder- oder Mehrbelastung hinausl&auml;uft, h&auml;ngt indes vom Modell der CO2-Steuer und der Frage ab, wie diese denn &uuml;berhaupt zur&uuml;ckgezahlt werden soll. In der Schweiz wird dies &uuml;ber die Krankenversicherung abgewickelt. Da es in Deutschland jedoch kein einheitliches Krankenversicherungsmodell gibt, ist dieser Weg versperrt. Denkbar w&auml;re ein Ausgleich &uuml;ber die Einkommensteuer &ndash; aber es zahlt auch nicht jeder Einkommensteuer; vor allem die &auml;rmeren Haushalte liegen ja meist unter dem Grundfreibetrag. Zu kl&auml;ren w&auml;re zudem, ob R&uuml;ckzahlungen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger und -Aufstocker mit dem Regelsatz verrechnet w&uuml;rden &ndash; die Logik sagt nein, die Erfahrung mit den Regierungsparteien sagt ja. Und selbst wenn dies sozialvertr&auml;glich geregelt werden k&ouml;nnte, bliebe noch das Problem der einkommensunabh&auml;ngigen Mehrbelastung von Pendlern, die aufgrund der L&uuml;cken des &Ouml;PNV gar nicht umdisponieren k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Wenn CO2-Steuer, dann richtig und als Teil eines Gesamtkonzepts!<\/strong><\/p><p>Die soziale Unvertr&auml;glichkeit ist jedoch nur ein Problem von vielen. Alle Modelle f&uuml;r eine CO2-Besteuerung, die momentan durch den Bl&auml;tterwald gereicht werden, sind vor allem eins &ndash; unterambitioniert. Glauben die FIS-Forscher denn tats&auml;chlich, dass irgendwer sich von einem zweistelligen Steuersatz pro Jahr &bdquo;lenken&ldquo; l&auml;sst? Klar, gerade wenn man die Soziale Frage nicht vergisst, ist die Man&ouml;vriermasse bei der CO2-Steuer beschr&auml;nkt. Dies ist jedoch kein Argument gegen eine CO2-Steuer, sondern ein Argument, mindestens gleichzeitig, wenn nicht sogar vorher das Ruder bei der Einkommensverteilung massiv herumzurei&szlig;en.<\/p><p><em>Lesen Sie dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51572\">Die Soziale Frage darf kein Totschlagargument gegen Umwelt- und Klimaschutz sein<\/a>.<\/em><\/p><p><strong>Denn eine Besteuerung der Kohlendioxidemissionen macht ja nur dann Sinn, wenn sich eine Lenkungswirkung entfalten kann. Und dies ist nur dann gegeben, wenn die Menschen sich klimafreundlichere Alternativen leisten k&ouml;nnen.<\/strong> Wenn der einfache Arbeiter tats&auml;chlich die Option hat, den alten Spritfresser gegen einen modernen verbrauchsarmen Diesel einzutauschen oder der Staat individuelle Fahrten sogar durch massive Investitionen in den &Ouml;ffentlichen Nahverkehr obsolet macht, ist ein echter Schritt in Sachen CO2-Einsparung m&ouml;glich. Analoges gilt f&uuml;r die Heizung und den Strom. Wer schon heute an den Heizkosten zu knabbern hat, wird sich keinen neuen Brenner oder keine Isolierung des Daches leisten k&ouml;nnen. Und wer heute noch alte Stromfresser im Keller stehen hat, der w&uuml;rde sie oft gerne gegen moderne Energiesparger&auml;te eintauschen &hellip; allein es fehlt das Geld. Wer das Verhalten der B&uuml;rger mit durchaus lauteren Motiven steuern will, aber gleichzeitig ignoriert, dass es vor allem bei den einkommensschw&auml;cheren Haushalten gar keine reale Option zur CO2-Einsparung gibt, handelt gleich in mehrfacher Sichtweise kontraproduktiv. Kontraproduktiv f&uuml;r das Klima &ndash; da sich diese Haushalte nun erst recht keine sinnvollen Alternativen mehr leisten k&ouml;nnen. Und kontraproduktiv f&uuml;r die Debatte &ndash; da die B&uuml;rger sich nun so richtig &bdquo;ver&auml;ppelt&ldquo; f&uuml;hlen und die AfD auch schon bereitsteht, die ihnen erkl&auml;rt, dass es gar keinen Klimawandel g&auml;be und dies alles ohnehin nur Teil einer gro&szlig;en Verschw&ouml;rung sei. <\/p><p>Wer eine CO2-Steuer fordert, muss daher auch daf&uuml;r sorgen, dass es f&uuml;r alle betroffenen Haushalte eine reale Handlungsoption gibt. Wer dies unterl&auml;sst und dann auch noch den Menschen offen ins Gesicht l&uuml;gt, richtet einen nicht mehr gutzumachenden Schaden an. Schade, dass gerade die linksliberalen Medien von Frankfurter Rundschau bis taz dies nicht begreifen; nicht begreifen wollen. <\/p><p>Titelbild: n_defender\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/c1d10b8e2a9548899c64714966b52a33\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass eine CO2-Steuer wichtige Impulse setzen k&ouml;nnte, ist weitestgehend unumstritten. Doch f&uuml;r den Klimaschutz ins eigene Portemonnaie wollen auch nur wenige greifen. Daher werden selbst in CDU-Kreisen &ndash; die sonst g&auml;nzlich unverd&auml;chtig sind, sich Sorgen um die &Auml;rmeren zu machen &ndash; nun Stimmen laut, die eine soziale Schieflage bei einer Besteuerung des Klimagases f&uuml;rchten. 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