{"id":51685,"date":"2019-05-14T09:47:45","date_gmt":"2019-05-14T07:47:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51685"},"modified":"2019-05-16T07:16:23","modified_gmt":"2019-05-16T05:16:23","slug":"antworten-auf-die-frage-wie-man-an-menschen-herankommt-die-nicht-mehr-aufgeklaert-werden-wollen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51685","title":{"rendered":"Antworten auf die Frage, wie man an Menschen herankommt, die nicht mehr aufgekl\u00e4rt werden wollen"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser, auf den Beitrag &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51326\">Lieber dazugeh&ouml;ren, als aufgekl&auml;rt sein<\/a>&rdquo; kamen eine Reihe von Lesermails. Wir haben Ihnen diese zur Kenntnis gegeben und mit einer Frage verbunden. Siehe hier: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51422\">&ldquo;Bei Gespr&auml;chen mit Freunden die Klappe halten.&rdquo; Oder: Wie kommen wir an jene Menschen heran, die nicht mehr aufgekl&auml;rt werden wollen?<\/a> Eine Frage an Sie. Daraufhin kamen 60 Lesermails. Sehr anregend. Gro&szlig;artig. Danke. Wir haben die Zuschriften zusammengestellt. Diese Sammlung geben wir Ihnen zun&auml;chst unkommentiert zur Kenntnis. Erschrecken Sie nicht: bei 60 Mails sind es &uuml;ber 50 Seiten geworden. Es liest sich wie ein kleines interessantes Buch. &ndash; Ein Auszug der wichtigsten Anregungen folgt sp&auml;ter. Allerdings bitten wir um ein wenig Geduld. <strong>Anette Sorg<\/strong> und <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Sammlung der Lesermails zum NachDenkSeiten Beitrag vom 03. Mai 2019: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51422\">&ldquo;Bei Gespr&auml;chen mit Freunden die Klappe halten.&rdquo; Oder: Wie kommen wir an jene Menschen heran, die nicht mehr aufgekl&auml;rt werden wollen?<\/a> Eine Frage an Sie.<\/strong><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag.<\/p><p>Im Laufe der Jahre habe ich, gest&uuml;tzt auf gemachte Erfahrungen, ein paar Vorgehensweisen entwickelt, wie ich mich bei, ich nenne sie mal &bdquo;Mainstreamunterhaltungen&ldquo;, verhalte.:&nbsp;<\/p><p>Die eine ist, tats&auml;chlich, um der Freundschaft willen zu schweigen, wenn nur so eine Eskalation vermieden werden kann. Eine andere ist, die Konfrontation zu suchen und zu provozieren, was eine etwas heikle Angelegenheit werden kann (oder auch mal ziemlich lustig, wenn sich Mancher in Rage redet).<\/p><p>Schlie&szlig;lich, und das ist meiner Ansicht nach die beste Methode, zuh&ouml;ren und immer wieder Mal ein paar Fakten und Daten einstreuen, die den Meisten, die sich nur &uuml;ber die g&auml;ngigen Medien informieren, gar nicht bekannt sind &ndash; nach dem Motto &bdquo;steter Tropfen h&ouml;hlt den Stein&ldquo;. &nbsp;&ndash; &nbsp;sofern diese Fakten nicht auch wieder ignoriert werden, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Gegen pers&ouml;nliche Angriffe, und scheele Blicke hilft am besten offen zur Schau gestellte Gelassenheit (selbst wenn man innerlich kochen sollte). Ich habe mittlerweile so ein dickes Fell, dass pers&ouml;nliche Attacken, die ja ein beliebtes Gegenmittel sind, wenn man argumentativ nicht mehr weiterkommt, an mir abprallen.&nbsp;Zuletzt bleibt immer noch die M&ouml;glichkeit, das Gespr&auml;ch auf unverf&auml;nglichere Themen zu lenken oder&nbsp;einfach zu gehen.&nbsp;Welche dieser Vorgehensweisen gerade passt, ergibt sich aus dem Verlauf des Gespr&auml;chs und den teilnehmenden Personen.&nbsp;<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e aus Kitzingen<br>\nJoachim Hofmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag <\/p><p>Zum Thema, &ldquo;wie geht man mit unkritischen Menschen im Bekanntenkreis um&rdquo;, gibt es sicherlich keine Pauschale Antwort&hellip; Jetzt kommt das aber:<\/p><p>Meiner Meinung nach ist es von elementarer Bedeutung, den Diskurs immer aufrecht zu halten und erst einmal anzuerkennen, dass sich Menschen per se mit Politik und dem Geschehen auf der Erde und nicht zuletzt im Land, auseinandersetzen.<\/p><p>Doch was kann man konkret gegen die, nennen wir es mal &ldquo;Ignoranz&rdquo; tuen? Die Antwort ist &ldquo;argumentieren&rdquo;! Fakten ins Spiel bringen und die betreffende Person quasi &ldquo;dazu zwingen&rdquo; darauf einzugehen. Es spielt also eine wichtige Rolle, gut vorbereitet zu sein und zu wissen was man sagt! Fatal wird es, wenn man lediglich seine Meinung wiedergibt! Ich hab die Erfahrung gemacht, dass eine gro&szlig;e Zahl meiner &ldquo;nicht aufgekl&auml;rten&rdquo; Gespr&auml;chspartner genau das tun. Sie geben das geh&ouml;rte wieder, weil sie sich auf das gesagte z.B. aus der Tagesschau verlassen. Wir haben heute die M&ouml;glichkeit, unsere Meinung oder aber unseren Standpunkt, jeder Zeit mit Fakten zu untermauern, in dem wir das Smartphone nutzen. Sei es mit vorbereiteten &ldquo;links&rdquo; in einer &ldquo;Notizen-App&rdquo; oder mit verweisen zu Internetseiten oder Videos&hellip; die M&ouml;glichkeiten sind vielf&auml;ltig! <\/p><p>&ldquo;Der Weg aus der Matrix&rdquo;, um mal dieses Bild zu nutzen, geschieht nicht von heute auf Morgen!&nbsp; Geduld ist hier das Stichwort! Ich selbst habe Jahre gebraucht und habe eine endg&uuml;ltige Wahrheit noch nicht gefunden!&nbsp; Ich kenne weitestgehend die Mechanismen (Framing, Halbwahrheiten, Kontexte&hellip;) und versuche in Gespr&auml;chen je nach Gespr&auml;chspartner, nicht &uuml;berheblich oder arrogant zu wirken. Was mich zum n&auml;chsten Punkt bringt. Jeder Mensch ist auf eine gewisse Art und Weise eitel und m&ouml;chte (zu Recht) nicht von oben herab belehrt werden! <\/p><p>Zusammengefasst sind es also drei elementare &ldquo;Regeln&rdquo; die es zu beachten gilt.<\/p><ul>\n<li>Fakten bringen und keine Meinung wiedergeben<\/li>\n<li>Geduld haben<\/li>\n<li>Respektvoll sein<\/li>\n<\/ul><p>Wenn man diese Dinge beachtet, besteht eine gewisse M&ouml;glichkeit, den Interessierten Menschen &ldquo;auf seine Seite zu holen&rdquo;.<\/p><p>Allerdings gibt es auch diejenigen, die an einen ernsthaften Diskurs kein Interesse haben und sich in ihrer Welt wohl f&uuml;hlen. Auch das gilt es irgendwann anzuerkennen, wenn man nach Zeit X merkt, dass jeglicher versuch sich auf Augenh&ouml;he zu unterhalten scheitert! &ldquo;Wir&rdquo; brauchen schlie&szlig;lich auch des &Ouml;fteren eine mentale Pause und ich denke sich mit einigen Menschen ausschlie&szlig;lich &uuml;ber &ldquo;Banales&rdquo; oder aber auch &uuml;ber Kunst und Kultur (Filme, Serien, Urlaub, Sport etc&hellip;) zu unterhalten, schafft den n&ouml;tigen Ausgleich. <\/p><p>Viel Erfolg<br>\nB. Pollig <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseitenteam, <\/p><p>zuerst nat&uuml;rlich Euch ein gro&szlig;es Lob. <\/p><p>Ich pers&ouml;nlich habe den gro&szlig;en Vorteil hier in Brandenburg zu leben und kann auch &uuml;ber meinen gro&szlig;en Kundenkreis sagen, hier ist die &uuml;berwiegende Mehrheit voll bewusst &uuml;ber die Manipulation der Medien. <\/p><p>(Ganz anders, wenn es mich mal z.B. Stuttgart, in die West-Gebiete verschl&auml;gt. Man merkt in der Kneipe sofort, 70 Jahre BILD haben Ihre Spuren hinterlassen.) <\/p><p>Wenn ich den aktuellen Zustand schildere und mit der ehemaligen DDR &ndash; Vergleiche und sage heute ist die Verdummung schlimmer erhalte ich eigentlich immer Zustimmung. <\/p><p>Mein Argument ist dann immer noch, fr&uuml;her wusste man, Schnauze halten sonst&hellip;.&nbsp; und heute tun die Medien noch so, als ob Sie unabh&auml;ngig w&auml;ren. <\/p><p>Dann will ich mir immer mal Spickzettel mit Argumenten machen, so in der Art <\/p><p>Ukraine &ndash; 5Millirden US-Dollar &ndash; Fuck die EU &ndash; deutsche Politiker beim Putsch &ndash; Maidan Sch&uuml;sse&nbsp;&ndash; Nazi-Bataillone&nbsp;&ndash; Odessa Brand Krim &ndash; echtes V&ouml;lkerrecht &ndash; 90% Wahl &ndash; immer Russisch&nbsp;&ndash; Vereinigung&nbsp;&ndash; Geschenk Chruschtschow&nbsp;&ndash; Wo russischer Einmarsch ? &ndash; google mal was Annexion w&auml;re&hellip; <\/p><p>USA&nbsp; &ndash; Hiroshima &ndash; Vietnam &ndash; Irak-L&uuml;ge &ndash; Brutkasten-L&uuml;ge&nbsp; &ndash; Drohnemorde &ndash; US-Dollar&nbsp; &ndash; Uran Munition &ndash; V&ouml;lkerrecht Den Hag nicht anerkannt &ndash; NATO Ausbreitung <\/p><p>BRD&nbsp; &ndash; Verfassung? &ndash; besetztes Land&nbsp; &ndash; Ramstein&nbsp; &ndash; totalit&auml;re Merkel( Atomausstieg, Grenz&ouml;ffnung 2015) &ndash; Jugoslawien Angriffskrieg&nbsp; &ndash; KonzernPolitik <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nR.F.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&ldquo;Gott ist mit den Leidenden.&rdquo;<br>\n&ldquo;Gott ist ein Gott der Armen.&rdquo;<\/p><p>&lrm;Man darf bei aufkl&auml;renden Informationen nicht vergessen,&lrm; dass f&uuml;r die Unaufgekl&auml;rten ihre Existenz und ihr Job manchmal, oder sogar oft, davon abh&auml;ngt, Dinge nicht zu wissen. Je mehr sie verdienen, und je besser die gesellschaftliche Stellung, desto seltener sind sie bereit, eine alternative Sichtweise einzunehmen und die Argumente sich anzuh&ouml;ren. Aber gerade auch &ldquo;Aufstrebende&rdquo; sind eher bereit, sich der g&auml;ngigen Meinung anzuschlie&szlig;en. Das ist nicht so sehr eine Charakterfrage als vielmehr der &ldquo;Plan vom Gl&uuml;ck&rdquo;.<\/p><p>Ich gebe zu, dass ich bei der Ukraine und dem MH17-Abschuss richtig Angst hatte. Bei vielen anderen Ereignissen gehe ich mittlerweile davon aus, dass die Journalisten die Meldungen einfach nur wiederk&auml;uen und man &uuml;berwiegend eben keine Woodwards und Bernsteins in den Redaktionen sitzen hat. Und dass unsere Medien gesteuert sind.<\/p><p>&lrm;Ich habe eine ganze Menge durch die Artikel der Nachdenkseiten gelernt und am wichtigsten ist das Gef&uuml;hl der Selbstwirksamkeit, wie es Harald Welzer ausdr&uuml;ckt. Das Gef&uuml;hl, etwas bewegen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>&lrm;Das Gef&uuml;hl der Ohnmacht geh&ouml;rte zwischendurch nat&uuml;rlich ebenfalls dazu. Aber heute kann ich die Ereignisse in ganz anderen Kontexten sehen und brauche daf&uuml;r das Fernsehen nicht. Wer wissen will, was ich meine, dem sei das Buch &ldquo;Metanoia&rdquo; von Armen Avanessian und Anke Hennig empfohlen.<\/p><p>&lrm;Der wichtigste Anker in meinem Leben waren und sind die Analysen von Helmut Creutz zur Einkommensverteilung. Dass der Zins nur etwa die reicheren 10% bevorteilt, dabei das oberste 1% immens Reich macht, aber weitere 40%- 60% der Bev&ouml;lkerung den Zins aufgrund ihrer paar Guthabenzinsen auf den Sparb&uuml;chern oder Aussch&uuml;ttungen eines Immobilienfonds verteidigen, und bereit sind, f&uuml;r die theoretische M&ouml;glichkeit eines &ldquo;amerikanischen Traumes&rdquo; den Kapitalismus, oder besser das Geldsystem, intellektuell zu verteidigen, ist der Kit des Kapitalismus. Diese Sachverhalte finden im VWL-Studium keine Ber&uuml;cksichtigung. Auch in keinem anderen Studium, au&szlig;er vielleicht einigen soziologischen &Uuml;berlegungen. Was sagt das &uuml;ber den Wert eines solchen VWL-Studiums aus? Was sagt das &uuml;ber unsere Hochschulen, unsere Medienunternehmen, unser Gesundheitssystem aus? Es gibt aber kein richtiges Leben im Falschen. Der eine lernt es eben auf diese Weise, der andere auf jene. &ldquo;Es gibt drei Arten des Lernens&hellip; .&rdquo; | Q.e.d.<\/p><p>Ihr macht eine wirklich ganz hervorragende&lrm; Arbeit.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e,&nbsp;<br>\nIhr Dennis Gehrmann aus Hamburg<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>um an Menschen heranzukommen, die nicht mehr aufgekl&auml;rt werden wollen, muss man m.E. zuerst begreifen, warum sie das nicht wollen. Ich spreche aus eigener Erfahrung, denn ich war schon zu Abitur-Zeiten streng konservativ, vertrat fast alle CDU- und\/oder FDP-Positionen und warb f&uuml;r sie. Ich war immun gegen alle Gegenargumente. Ich bestritt und verdr&auml;ngte Fakten, projezierte meine Gef&uuml;hle auf andere und gab ihnen die Schuld an Missst&auml;nden oder versuchte, bei ihnen das von mir gew&uuml;nschte Denken oder Verhalten auszul&ouml;sen. Volker Pispers konnte ich keine 3 Minuten ertragen, bis ich ihn ausschaltete. Erst mit knapp 40 Jahren &ldquo;wachte ich auf&rdquo;. Heute betrachte ich mich als (einigerma&szlig;en) aufgekl&auml;rt, bin Leser der NDS, des Rubikon, schaue KenFM, die Gruppe42 usw.. Was war passiert?<\/p><p>In einer Lebensphase, in der es mir psychisch sehr schlecht ging, stie&szlig; ich im Internet auf die Seite <a href=\"http:\/\/seele-und-gesundheit.de\">seele-und-gesundheit.de<\/a>, f&uuml;r die ein Wuppertaler Psychotherapeut verantwortlich zeichnet. Diese Seite erkl&auml;rt nicht nur psychische Erkrankungen und zeigt Wege zur psychischen und seelischen Gesundheit auf, sie besch&auml;ftigt sich auch mit grunds&auml;tzlichen Dingen, die Einfluss auf die psychische Gesundheit haben (u.a. gibt es ein sehr lesenswertes Kapitel &ldquo;Politik&rdquo;). Sie stellt dabei den psychologischen Grundkonflikt in den Mittelpunkt, den alle Menschen in sich austragen, und der sich durch s&auml;mtliche Lebensbereiche zieht. N&auml;mlich den zwischen dem Bed&uuml;rfnis aus Selbstbestimmung und dem Bed&uuml;rfnis nach Zugeh&ouml;rigkeit (man beachte hier erneut das Kapitel &ldquo;Politik&rdquo;!). Dabei bedient sie sich einer verst&auml;ndlichen Sprache, anschaulichen und bisweilen am&uuml;santen Beispielen, und die Grafik unterst&uuml;tzt das Leseverst&auml;ndnis in sehr guter Weise.<\/p><p>Als wesentlich erachte ich das Begreifen des Unterschieds zwischen Ich, Ego und Selbst sowie der Abwehrmechanismen, die das Ego benutzt. Dass das Ego eine Funktionsweise des Bewusstseins sei, dessen Kernaufgabe aus der Abwehr &auml;u&szlig;erer Angriffe auf Selbst- und Weltbild best&uuml;nde, nicht aber in deren Pr&uuml;fung auf Richtigkeit(!), war f&uuml;r mich die Erkenntnis, ohne die mir die &Uuml;berwindung meiner falschen Glaubenss&auml;tze, vor allem aber der Des-Identifikation von meinem Ego, wohl niemals gelungen w&auml;re. Erst ab diesem Punkt war ich in der Lage, die Wirklichkeit besser zu erkennen und mein Selbst- und Weltbild anzupassen.<\/p><p>Worauf ich hinaus will: Ich streite nicht mehr mit Menschen &uuml;ber Politik oder versuche, sie aufzukl&auml;ren. Stattdessen erz&auml;hle ich meine Geschichte, gebe konkrete Beispiele, wie mein Ego Angriffe auf mein Weltbild abwehrt und ermutige sie, bei sich selbst darauf zu achten. Gleichzeitig h&uuml;te ich mich davor, sie auf ihr Ego hinzuweisen, wenn ich es im Einsatz sehe. Das geht selten gut.&nbsp;<\/p><p>Es gab noch immer mindestens einen Menschen, der sp&auml;ter auf mich zukam, um mich auf &ldquo;diese Psychosache&rdquo; anzusprechen und einen Dialog zu beginnen. Oder sich nach meiner Quelle zu erkundigen. Ob sie letztlich den entscheidenden Schritt zur Des-Identifikation mit ihrem Ego gemacht haben, wei&szlig; ich nicht. Eckhart Tolle behauptet, niemand w&uuml;rde aufwachen, der noch nicht genug gelitten habe. M&ouml;glich. Aber die Politik und Medien tun ja viel daf&uuml;r, insofern bin ich optimistisch. ;-) Wichtig f&uuml;r mich ist es, den Menschen einen m&ouml;glichen Weg gezeigt zu haben. Gehen muss ihn letztlich jeder selbst.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nSebastian Merz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Redaktion,<\/p><p>ich habe auf meinem Geburtstag Ihre Information &uuml;ber den Wohnungsverkauf 2003 in Berlin durch Thilo Sarrazin und die Landesregierung (65.000 Wohnungen f&uuml;r durchschnittlich knapp 30.000 Euro, d.h. ca. 500 Euro pro Quadratmeter) in die Debatte geworfen, als man die Wohnungsmisere in Hamburg und den Gro&szlig;st&auml;dten beklagte. Der Kommentar einer Freundin: &bdquo;Aber Berlin hatte ja so viel Schulden gemacht&ldquo; was wohl bedeuten sollte, dazu gab es doch gar keine Alternative. In der Runde Kopfnicken und Schweigen. Diese Argumentation wurde ja auch beim Ausverkauf der ex-DDR und wird weiterhin bei der Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums erfolgreich angewendet. <\/p><p>Da habe ich mich an das afrikanische Sprichwort erinnert aus meiner Zeit als AKW-Gegner und meinen oft gescheiterten Versuchen, Mitstreiter zu gewinnen: &bdquo;Es ist schwer jemand zu wecken, der sich schlafend stellt&ldquo;. Ich frage mich, stellt man sich nur schlafend, oder befindet sich unser Umfeld bereits durch Abh&auml;ngigkeit von den medialen Schlafmitteln im Tiefschlaf und wacht nur kurz auf, um &auml;rgerliche St&ouml;rungen abzuwehren?<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHelmut H&auml;user<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller<\/p><p>Es gibt dazu einen hervorragenden Artikel von Karl Kollmann auf &laquo;heise online&raquo;: &laquo;<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Urfaschismus-Die-Gruppen-und-ihr-Druck-4367049.html?fbclid=IwAR3Hsf1mt0RiBbaYF5lwb3Vqu41JHn5BvXwAYDSfXDvgX52UsyLw1utGNvo\">Urfaschismus: Die Gruppe und ihr Druck<\/a>&raquo; <\/p><p>Niemand kann sich letztlich Gruppendruck (von welcher Seite auch immer) entziehen, ohne Gefahr zu laufen, psychische oder physische Sch&auml;den zu erleiden. Das ist das entscheidende Problem. <\/p><p>Eine L&ouml;sung besteht verschiedenen sich widersprechenden Gruppen anzugeh&ouml;ren. Das funktioniert allerdings nur solange der Loyalit&auml;tsbeweis nicht angetreten werden muss.<\/p><p>Tats&auml;chlich besteht das Problem im menschlichen Dasein selbst, das auf Sozialisierung und soziale Gruppen angewiesen ist.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThys Flueler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der NachDenkSeiten,<br>\n&nbsp;<br>\nzun&auml;chst vielen Dank daf&uuml;r, dass ihr dieses Thema angesprochen habt und zur Diskussion stellt!<br>\n&nbsp;<br>\nKurz zu mir: ich bin eine NachDenkSeiten Leserin der ersten Stunde und habe durch eure Arbeit einen Erkenntnisschub nach dem anderen bekommen :-) Daf&uuml;r bin ich sehr dankbar, auch wenn die Wahrheiten, denen ich ins Auge blicken musste, wei&szlig; Gott nicht immer erfreulich sind und waren, sondern, im Gegenteil, oft wirklich tief beunruhigend und beklemmend. Angesichts der Dominanz der Mainstream Medien mit all ihrem Kapital und ihren Vernetzungen in die Politik\/die Wirtschaft k&ouml;nnte man verzweifeln. Oder viellecht von ihren Werbestrategen lernen!&nbsp;Die Neoliberalen brauchen n&auml;mlich keine guten Argumente mehr (die sie zudem nicht haben), weil sie die Gehirne der Menschen infiltriert haben mit ihren omnipr&auml;senten, eing&auml;ngigen Schlagworten und Spr&uuml;chen.<br>\n&nbsp;<br>\nSchau&lsquo; n wir uns an, wie ihre Gehirnw&auml;sche funktioniert:<br>\n&nbsp;<br>\n1.) &ldquo;sie&rdquo; sind omnipr&auml;sent im TV. Aber dieses Schwert wird langsam stumpf, denn immer weniger nachdenkliche Menschen&nbsp;tut sich dieses allabendliche Info Desaster noch an. Die Einschaltquoten sind r&uuml;ckl&auml;ufig und die Kritik an der &ldquo;Berichterstattung&rdquo;, beispielsweise der Tagesschau, wird immer lauter. Schaut man sich die Facebook Kommentarspalten an, dann stellt man fest, dass gerade die essentiellen Themen wir Krieg und Frieden und&nbsp;soziale Gerechtigkeit, zunehmend kontrovers diskutiert werden. Immer mehr User sind &uuml;berraschend gut informiert und kritisieren die Meinungsmache heftig.&nbsp;Die Generation meiner Kinder (20 &ndash; 30 Jahre) schaut zudem mehrheitlich gar kein Fernsehen mehr.<br>\n&nbsp;<br>\n2.) &ldquo;sie&rdquo; besitzen die Massenmedien. Ein riesen Wettbewerbsvorteil im Kampf um die Deutungshoheit. Aber auch diese Trumpfkarte zieht nicht mehr wie gewohnt, weil ihre Glaubw&uuml;rdigkeit stark gelitten hat. Zu plump, zu platt, zu einseitig, zu aggressiv. Die Abozahlen selbst der BILD und des Spiegels sind stark r&uuml;ckl&auml;ufig und sie werden auf ihren Facebook Seiten&nbsp;heftig angegriffen von aufgekl&auml;rten Lesern.<br>\n&nbsp;<br>\n3.) &ldquo;sie&rdquo; plakatieren in Wahlkampfzeiten die Landschaft mit ihren L&uuml;genplakaten zu. Da aber ihre Messages via TV \/Printmedien nicht mehr so flie&szlig;en wie gewohnt wirken die Fake Aussagen &uuml;ber Friedenssicherung oder soziale Gerechtigkeit auf immer mehr Leute nicht mehr in der gew&uuml;nschten Art und Weise.<br>\n&nbsp;<br>\nFazit: die alternativen Medien haben einen superguten Job gemacht und immer mehr Leute zum NachDenken gebracht. Niemals h&auml;tte ich gedacht, dass so schnell so viel passieren k&ouml;nnte in den K&ouml;pfen der Menschen. Denn die freie Verf&uuml;gbarkeit des Internet gibt es erst seit wenigen Jahren. Kompensiert werden muss jahrzehnte andauernde Desinformation durch die Massenmedien. Von mir kann ich sagen, dass ich seit Beginn dieser regelrechten Informationsrevolution aus dem Staunen, w&uuml;tend Werden, Sichtweisen korrigieren garnicht mehr herauskomme.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Weg das Internet\/die sozialen Netzwerke zu nutzen ist richtig und alternativlos. ;-)&nbsp; Ich w&uuml;rde mir allerdings w&uuml;nschen, dass alternative Medien wie die NachDenkSeiten, Rubikon u.a. sich im &ouml;ffentlichen Raum mehr Aufmerksamkeit verschaffen w&uuml;rden. Ich denke da beispielsweise an Plakate auf Bussen, Stra&szlig;enbahnen und Bahnh&ouml;fen als Alternative zu der aggressiven Werbung der Neoliberalen f&uuml;r`s T&ouml;ten der Bundeswehr. Dr. Ganser hat einen&nbsp; Anfang gemacht mit einer Plakataktion f&uuml;r den Frieden. Ein guter Ansatz, der aus meiner Sicht verst&auml;rkt betrieben werden sollte. Es m&uuml;sste Bezugsquellen geben f&uuml;r aufkl&auml;rerische, pfiffige Plakate,&nbsp;&nbsp;und Crowdfouding.&nbsp;Die Gegen&ouml;ffentlichkeit muss sichtbarer werden, so dass nicht nur die User der Sozialen Netzwerke erreicht werden. Und ihre Messages m&uuml;ssten genau so omnipr&auml;sent sein wie die der Kriegstreiber und Spalter. Das Stra&szlig;enbild darf einfach nicht l&auml;nger&nbsp; dominiert werden von ihrer Werbung f&uuml;r ein &ldquo;Weiter so&rdquo;, f&uuml;r Krieg und&nbsp;Konsum. Auch&nbsp;der Balkon oder das Haus als Projetionsfl&auml;che f&uuml;r Messages k&ouml;nnen sicher viel bewirken, schon weil es so ungew&ouml;hnlich w&auml;re.&nbsp; Autos als Medium f&uuml;r politische Messages sind ebenfalls eine gute M&ouml;glichkeit. (Beispiel: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.friedensfahrzeug.de\/\">Friedensfahrzeuge<\/a>&ldquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nWir alle, die wir den Frieden wollen und ein menschenw&uuml;rdiges Leben f&uuml;r die Vielen statt nur f&uuml;r einige Wenige, m&uuml;ssen pr&auml;sent und offensiv&nbsp;werden, und gegenhalten.Viele Menschen sind so sehr damit besch&auml;ftigt ihr wirtschaftliches &Uuml;berleben zu sichern, dass sie keinen Raum mehr haben, sich mit diesen hochkomplexen, verunsichernden Zusammenh&auml;ngen auseinander zu setzen. Das sollte man erkennen und&nbsp; respektieren. Aber diejenigen, die ansprechbar sind, sollte man immer wieder versuchen mit guten Argumenten zu erreichen. Auch wenn es anstrengend ist und manchmal hitzig. Manchem k&ouml;nnte vielleicht auch ein Rhetorikkurs, beispielsweise bei der VHS,&nbsp; helfen, um zu lernen, wie man sachlich und unaggressiv argumentiert. Das kann durchaus schwierig sein, denn es gibt kaum Themen, die emotionaler diskutiert werden als Politik. Es f&auml;llt oft schwer, gelassen zu bleiben wenn man erkennen muss, wie sehr die psychologischen Tricks, z.B. das st&auml;ndige Wiederholen von L&uuml;gen und das Verschweigen von essentiellen Wahrheiten, verfangen haben!<br>\n&nbsp;<br>\nVielen Dank f&uuml;r euren unerm&uuml;dlichen Einsatz und ein sch&ouml;nes Wochenende!<br>\n&nbsp;<br>\nChrista Maria Frohn&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>wie kann man die Aufkl&auml;rungsresistenz der Menschen &uuml;berwinden? <\/p><p>1. Meiner Erfahrung nach geht es &uuml;ber pers&ouml;nliche Betroffenheit. <\/p><p>Wenn ich zum Beispiel bei Stuttgart 21 erkannt habe, wie hier Fakten verdreht werden, Schaden als Gemeinwohl verkauft, Demonstranten l&auml;cherlich gemacht werden usw&hellip; dann kann es immerhin sein, dass ich auch bei anderen Themen den Zeitungen und Politikern nicht mehr alles glaube. <\/p><p>Wenn man mal erlebt hat, wie B&uuml;rgerbeteiligungen und Faktenchecks dazu f&uuml;hren, da&szlig; genau das umgesetzt wird, was vorher festgelegt war, egal was die Meinung der B&uuml;rger war, der wird in Zukunft solchen Demokratiesimulationen gegen&uuml;ber sehr skeptisch sein. <\/p><p>Wer die pr&uuml;gelnde Polizei im Stuttgarter Schlossgarten erlebt hat, sieht die Gewalt in Frankreich gegen Gelbwesten mit anderen Augen. Das Muster kommt bekannt vor. <\/p><p>2. Wichtig ist es meiner Meinung nach auch, die Welt aus der Sicht der Benachteiligten zu sehen. Sich hineinversetzen, mitf&uuml;hlen. Wenn man Menschen kennt und mag, deren Lebenslage nicht rosig ist, kommt man vielleicht auf die Idee, nach den Gr&uuml;nden daf&uuml;r zu suchen. Und man lernt viel &uuml;ber die Gesellschaft. <\/p><p>3. Und nun eine zugegebenerma&szlig;en eine eher witzig anmutende Idee: Wenn es stimmt, da&szlig; Gedanken die Wirklichkeit beeinflussen, dann k&ouml;nnen wir uns die Aufkl&auml;rungsresistenz der Menschen bildlich vorstellen, zum Beispiel wie ein dickes Kn&auml;uel oder eine dunkle Wolke oder eine Mauer usw&hellip; und dieses Bild ver&auml;ndern wir in Gedanken. Wir l&ouml;sen die Wolke auf, wir entwirren das Kn&auml;uel, es gibt pl&ouml;tzlich T&uuml;ren in der Mauer und so weiter. Ich bin sicher, dass solche mentalen Methoden Wirkung haben. <\/p><p>(Das ist auch Manipulation, aber eine zum Guten. Wir werden ja st&auml;ndig durch Angstmache manipuliert und durch das Gef&uuml;hl, ohnm&auml;chtig zu sein. Also wende ich lieber meine Gedankenkraft an, um M&ouml;glichkeiten zu er&ouml;ffnen.)<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nD.S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>seit ca. einem Monat bekomme und lese ich nun die Nachdenkseiten. Ich halte mich f&uuml;r kritisch denkend, sehe aber (nur) die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen, lese Spiegel und Hamburger Abendblatt. In den Nachdenkseiten habe ich eine ganze Reihe von neuen Sichtweisen und Fakten kennengelernt, danke daf&uuml;r. Was mich allerdings sehr st&ouml;rt, ist die teilweise arrogant daherkommende Selbstgewissheit und das hohe Ross, vom dem aus auf alle anderen Journalisten und die Unaufgekl&auml;rten herabgeschaut wird. Ich m&ouml;chte nicht &bdquo;aufgekl&auml;rt&ldquo; werden, ich m&ouml;chte selbst denken. Ich w&uuml;nsche mir neue, zus&auml;tzliche Fakten, gerne auch Einsch&auml;tzungen der herrschenden Berichterstattung zu meiner eigenen Meinungsbildung. Was ich nicht m&ouml;chte, sind Beitr&auml;ge, die vor emotionalen, zum Teil beleidigenden Bewertungen nur so triefen (z.B. der Beitrag zu Bolsonaro) und durch Weglassen, typische Adjektive, einseitige Interpretationen und Aufblasen von Petitessen eben dasselbe Muster pflegen wie ein Teil der gescholtenen Mainstream-Medien. Ich h&auml;tte gerne mal eine linke, objektive, sprachlich zur&uuml;ckhaltende Betrachtung der Leistungen und Fehlleistungen der Maduro-Regierung, der russischen Aktionen gegen&uuml;ber der Ukraine, der neuen (?) Situation in Kuba usw. &ndash; ohne gleich auf die Verfehlungen des Westens umgeleitet zu werden. Zurzeit schwanke ich noch zwischen der begr&uuml;&szlig;ten Vermehrung meiner Erkenntnism&ouml;glichkeiten und der ver&auml;rgernden Zeitverschwendung durch tendenzi&ouml;se einseitige Bewertungen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJochen Menzel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>die Welt ist so komplex. Wie soll ich wissen, wie es geht?&nbsp;<\/p><p>Mit Freude habe ich jedoch Herrn Bazon Brock gelauscht. Dank dem Leser, der das verlinkt hat. Ich zeige, was ist. Zeigen was ist, hei&szlig;t nicht, dass ich damit &uuml;bereinstimme!&nbsp;<\/p><p>Ich schicke Ihnen dazu zwei Bilder.<\/p><p>Bild 1 &ldquo;Divide and Play (Paradise for Gamblers)&rdquo; 1,40 x 1,40<\/p><p>Bild 2 &ldquo;Why do I confuse right and left but not up and down?&rdquo; 1,20 x 1,40<\/p><p>M&ouml;gen wir uns mehr w&uuml;rdigen in unserer Andersartigkeit. Ich bin f&uuml;rs Aufstehen, Geradestehen. Auch, wenn es schwierig ist. Die Frage ist doch: wof&uuml;r m&ouml;chte ich die Verantwortung tragen? Was sind meine Werte (und nicht die der konformen Masse)? Letztendlich auch, will ich Freunde haben, die mich in meiner &ldquo;Andersartigkeit&rdquo; w&uuml;rdigen oder m&ouml;chte ich mich lieber anpassen und Duckm&auml;usern, runterschlucken, mich selbst klein machen, damit man mich anerkennt und liebt? Das w&auml;re dann gefallen und Selbstdestruktion. Von so etwas wird man depressiv.&nbsp;<\/p><p>Leider unterliegen wir ja alle einer gewissen Konditionierung. Erst einmal muss jeder verstehen, was da eigentlich passiert und wie sehr wir zu Gef&auml;&szlig;en mutiert sind. Ich habe oft auch dabei an das Stockholm-Syndrom denken m&uuml;ssen. Wir laufen wie die L&auml;mmer hinterher.&nbsp;<\/p><p>(ich w&auml;hle hier ein &ldquo;wir&rdquo; und verallgemeinere. M&ouml;ge jeder f&uuml;r sich entscheiden, ob er dort angesprochen ist. Sollte man es vehement verneinen, so liegt dort ein besonderes Augenmerk ;-) )<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit und herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHeike Schnittker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Aufkl&auml;rer*innen der NachDenkSeiten,<\/p><p>Klappe halten? Tagesschau glotzen? Von wegen! Die einzig wirksame Methode ist die psychologische. Denn wie einer Ihrer Leser schon korrekt bemerkte; es geht die Kognitive Dissonanz um, in unserer werten Gesellschaft. Ich bin f&uuml;r die Hammer-Methode bekannt, mir ist es dabei v&ouml;llig schnurz ob sich langj&auml;hrige &ldquo;Freunde&rdquo; verabschieden oder Arbeitskollegen angesto&szlig;en f&uuml;hlen. Man muss die Leute verletzen, pers&ouml;nlich treffen, ihnen den Schleier von den Augen rei&szlig;en, was eben nur mit Gewalt geht, allerdings ohne sich dabei selbst zu diskreditieren. Satire ist ein gutes und gern genutztes Stilmittel. Zuallererst sollte einem jedoch bekannt sein, warum die Gesellschaft so tickt, sich nicht nur stets einseifen l&auml;sst, sondern auch noch wie irre den Seifenspender dr&uuml;ckt. Kognitive Dissonanz, wie oben beschrieben, ist eines der wesentlichen Symptome. Woher kommt sie, was ist sie? Dazu gibt es ausreichend Artikel im Netz und Videos auf YouTube. Das Weltbild muss erhalten werden, es darf nicht daran ger&uuml;ttelt werden, es MUSS wahr und frei von St&ouml;rungen sein. Warum? Weil die Gesellschaft traumatisiert ist! Weil sie im Zuge ihrer tiefen Traumatisierung Sicherheit braucht, und da kommt ein R&uuml;tteln, zerst&uuml;ckeln, ein Angriff auf das Weltbild &uuml;berhaupt nicht gut. Drum setzt ein kollektiver Verdr&auml;ngungsmechanismus ein, welcher zuerst den &Uuml;berbringer der Wahrheit diffamiert, oder eben die Quelle dieser Wahrheit, wenn erstere Schutzreaktion keine Wirkung hat, weil man souver&auml;n, dezidiert und mit einer starken Ausstrahlung die keinen Zweifel duldet, jene Wahrheit vorgetragen hat. In einer Gruppe voller ideologisierter Spacken, wie wir hier im Norden gerne sagen, hat es wenig Sinn. Man muss einzelne Personen in einem Gespr&auml;ch &uuml;berzeugen. Es ist immer gut, nach einer Quellenangabe zu fragen, nein, diese ausdr&uuml;cklich zu verlangen! Wenn Kleber die Quelle ist, frage ich ganz frech, ob er alles glaubt, was ihm\/ihr der Klaus verklickert? Etwa Verliebt (pers&ouml;nlicher Angriff! Na und?!). Direkt im Anschluss appelliere ich gerne daran nicht immer alles -ohne Gegenpr&uuml;fung- nachzuplappern. Gen&uuml;gend, auch anerkannte Beispiele, wie die angeblichen Chemiewaffen im Irak oder dem Kosovo-Krieg, wo wir verarscht wurden, gibt es gen&uuml;gend! Freunde halten zu dir, h&ouml;ren dir zu und &auml;ndern nicht zuletzt f&uuml;r dich ihre Meinung, sie machen sich die &ldquo;M&uuml;he&rdquo; investigativ nachzuforschen. Wer geht, der hats nicht verdient in meinem Dunstkreis zu sein, Basta! Was meine Frau und ich neuerdings wieder aufgenommen haben, sind Flyer-Aktionen, da kann man in der Fu&szlig;g&auml;ngerzone die Spreu vom Weizen trennen und sich wunderbar vernetzten. Man muss einfach nur aktiv werden und auf die Meinung anderer gepflegt sch*****&hellip;<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nChristoph Stanke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p><em>Argumente bringe ich schon keine mehr, eine gef&uuml;hlte Isolation ist h&auml;ufig das Ergebnis. In der Konsequenz ist es also eine Art kognitive Dissonanz, mit der ich mich da konfrontiert sehe. Herzliche Gr&uuml;&szlig;e aus Hamburg. Stefan Berens <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag!<\/p><p>Ich bin mir nicht sicher, ob die Aufkl&auml;rerei der richtige Weg ist. Es braucht viel Energie und wir setzen zugleich unseren Weg als den Richtigen. Man kann die anderen auf ihre Fehler, wenn sie sichtbar sind, aufmerksam machen. Aber wenn sie sich dabei wohlf&uuml;hlen ist es eigentlich ihre Sache. Nehmen wir es als ihre Religion. Es geht ihnen gut damit, sonst w&uuml;rden sie aufwachen. <\/p><p>Was uns selber bleibt, ist eigene Wege zu gehen und uns zu befreien. Schauen, was wirklich wichtig ist. Nichts kaufen, was wir nicht brauchen. Nirgends unn&ouml;tig hinfahren. Zeit mit kreativen Hobbys und aufgekl&auml;rten Menschen verbringen. Das konsequent. Wenn die anderen merken, dass wir uns wohl f&uuml;hlen, haben sie eine Motivation zu fragen.<\/p><p>&Uuml;brigens verschwindet dann auch unser Neid. Wir m&uuml;ssen Nachrichten h&ouml;ren lernen. Jedes wertende Adjektiv verweist auf den Absender. Unterstellungen sind meist Projektionen.<\/p><p>Die permanente Negativ-Betrachtung des Negativen macht uns auch nicht gl&uuml;cklicher. Es reicht, davon auszugehen, dass alles was zu Geld gemacht wird, inhuman ist. Geld ist eine Rauschdroge. <\/p><p>Und eins sollte man noch bedenken. Wenn sie Jahres ihres Lebens damit verbracht haben, etwas &lsquo;ordentliches&rsquo; zu werden &ndash; und auf was haben sie alles verzichtet und was mussten sie alles einstecken &ndash; und jetzt wollen sie es auch auskosten, und da kommt jetzt jemand daher und will ihnen klar machen, dass das nur auf Kosten anderer geschehen sein kann. Der unterminiert ihre ganzen Lebens-Vorstellungen. Wer will das zulassen?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAndreas Hellmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nich denke, wir Aufkl&auml;rer m&uuml;ssen aufpassen, dass wir nicht zu Missionierern oder Kreuzz&uuml;glern werden. Unsere tiefe &Uuml;berzeugung, das Richtige, Wahre und Gute zu vertreten, kann sich leicht in Hybris und chauvinistisches Moralistentum verwandeln. Vom Progressiven zum Aggressiven. Das nervt. Und erh&ouml;ht den Widerstand und Trotz beim Gespr&auml;chspartner.<br>\n&nbsp;<br>\nWie w&auml;re es stattdessen mit dem von Ihnen so gerne vertretenen Prinzip des Wandels durch Ann&auml;herung. Der &ldquo;unaufgekl&auml;rte neoliberal-bellizistische Barbar&rdquo; ist nicht mein Feind. Er ist mein Mitmensch mit der gleichen W&uuml;rde und den gleichen Rechten wie ich. Er vertritt seine Meinung genau wie ich. Er kennt &ldquo;die Wahrheit&rdquo; genauso wenig wie ich, sondern rezitiert seine Informationsquellen, die er zu seinem Weltbild verkn&uuml;pft, genau wie ich. Er glaubt, genau wie ich, auf der richtigen Seite zu stehen. Wenn ich ihm offen zuh&ouml;re, seine Perspektive einnehme und glaubw&uuml;rdig Interesse f&uuml;r seine Ansichten und Meinungen zeige, dann wird er es mit hoher Wahrscheinlichkeit mir gegen&uuml;ber auch tun. Wir werden miteinander reden &uuml;ber unsere unterschiedlichen Sichten auf die Wirklichkeit. Wir werden versuchen zu verstehen und widersprechen, diskutieren, streiten, unvers&ouml;hnliche Positionen feststellen und anerkennen, dass wir uns nicht einigen k&ouml;nnen. Wir gehen auseinander und unsere Meinungen werden sich wahrscheinlich nicht ver&auml;ndert haben, weil wir ja beide davon &uuml;berzeugt sind, dass wir Recht haben und&nbsp;unsere jeweiligen Informationsquellen valide sind. Und das ist nicht schlimm. Wir waren im Gespr&auml;ch, haben uns ausgetauscht, haben zur Kenntnis genommen, wie unterschiedlich andere Menschen das Leben und die Welt sehen k&ouml;nnen. Wir haben voneinander gelernt und unser Bild von der&nbsp;Realit&auml;t erweitert, denn dieser andere, dieser &ldquo;Unaufgekl&auml;rte&rdquo; und seine &ldquo;krude, manipulierte, falsche&nbsp;Weltsicht&rdquo; ist ein Teil der Realit&auml;t, ist Teil der Menschengemeinschaft, in der wir auf diesem Planeten leben.<br>\n&nbsp;<br>\nErfreuen wir uns doch an unseren Gedanken, Ideen, am Begreifen und Verstehen, an der Kraft unseres Verstandes, ohne uns dem Zwang zu unterwerfen, andere&nbsp;&uuml;ber unsere Genialit&auml;t, Klugheit und unser &uuml;berlegenes Weltverst&auml;ndnis aufkl&auml;ren zu m&uuml;ssen. &ldquo;Ich weiss, dass ich nicht weiss&rdquo;, sagte ein griechischer Philosoph, der in einer weit weniger durch Wirtschaft, Technologie, Handel, Politik, Konflikte und &ouml;kologische Ver&auml;nderungen, kurzum durch den Kapitalismus verkomplizierten Welt lebte.<\/p><p>Ein anderer verbrachte sein Leben in einer Tonne und vertrat weitgehende Bed&uuml;rfnislosigkeit. Welch Kontrast zu unserer Sucht nach immer noch mehr Bequemlichkeit, materieller Ausstattung, Hyperaktivismus&nbsp;und dem krankhaften Zwang zu Selbstdarstellung und -optimierung. &Uuml;brigens ein Punkt, den wir Aufkl&auml;rer, bei unseren &ldquo;Moralpredigten&rdquo; auch immer im Hinterkopf behalten sollten: Wir sind Teil des zerst&ouml;rerischen kapitalistischen Systems, wir machen auch mit und profitieren von Zust&auml;nden, die wir in unseren Diskussionsbeitr&auml;gen beklagen. Wie war das noch mit dem Splitter im Auge und dem Balken vor dem Gesicht? Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Wenn wir Wasser predigen und Wein trinken, machen wir uns in unserer aufkl&auml;rerischen Mission leicht der Heuchelei verd&auml;chtig, was unsere &Uuml;berzeugungskraft stark schw&auml;cht.<\/p><p>Vielmehr sollten wir uns fragen, ob wir eigentlich selber bereit sind, unsere materiellen Anspr&uuml;che soweit zur&uuml;ckzuschrauben, dass es f&uuml;r alle reicht, Menschen und Mitwelt? In die Tonne werden wir nicht m&uuml;ssen, aber ein naturvertr&auml;glicher, weitgehend gleicher Lebensstil f&uuml;r heute 8 (und morgen 10) Mrd. Menschen ist sicherlich deutlich n&auml;her an der Tonne als an dem Zirkus, den der durchschnittliche Industriel&auml;ndler heute veranstaltet.<\/p><p>Steigen wir also in unserer aufkl&auml;renden Argumentation vom hohen Ross dessen, der sich f&uuml;r etwas Besseres h&auml;lt, und pr&uuml;fen zun&auml;chst, ob sich unsere Forderungen mit unserer allt&auml;glichen Lebenspraxis in Einklang bringen lassen, bzw. ob wir das, was wir vom anderen wollen, &uuml;berhaupt selber praktizieren, oder uns wenigstens in diese Richtung bewegen und damit Vorbild und Inspiration sein k&ouml;nnen, ohne viele Worte und Aufhebens darum zu machen.<br>\n&nbsp;<br>\nAm Ende geht es n&auml;mlich nicht um diese schallend verrauchenden Worte, sondern ums konkrete&nbsp;Tun und Nicht(mehr)tun. Sonst &auml;ndert sich gar nichts. Und das w&auml;re schlecht.<br>\n&nbsp;<br>\nMein Lob und meinen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit halte ich aufrecht. Ihre Nachdenkseiten verm&ouml;gen es, mein Informationsbed&uuml;rfnis nahezu vollst&auml;ndig zu decken; sind von dort aus doch Ausfl&uuml;ge in beinahe alle Himmelsrichtungen der Weltbilderkarte m&ouml;glich.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAlexandar Allinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich finde ihre Aufkl&auml;rungsarbeit einfach klasse. Die t&auml;glichen Informationen und Analysen zeigen, dass ihre K&ouml;pfe versuchen die ganze Komplexit&auml;t der Weltereignisse in ihren Geist zu Pflanzen. Man erntet was man s&auml;t, hei&szlig;t es so sch&ouml;n. Da ich selber recht zur&uuml;ck gezogen lebe und diesen ganzen Rummel um Partys, Fu&szlig;ball usw. (ich habe nichts dagegen)nicht mehr mit mache ,versuche ich t&auml;glichen Ereignisse auf zu nehmen. Mir selber f&auml;llt es schwer sachlich &uuml;ber gewisse Themen zu argumentieren, weil halt so viele Informationen gebracht werden. Ich habe in letzter Zeit auf ihre Seite hingewiesen bin auf positive sowie negative Erfahrungen gesto&szlig;en. Ich kann nur sagen machen Sie bitte weiter so.<\/p><p>MfG I.H<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>hallo, nachdenkseiten!<\/p><p>bei diskussionen au&szlig;erhalb fachlicher fragen habe ich gelernt extreme links &ndash; und rechts-, vor allem aber gr&uuml;nmeinungen in&acute;s leere laufen zu lassen, denn mit all diesen extremen meinungen und auffassungen zu diskutieren lohnt nicht! ich habe auch keine schwierigkeiten gehabt, wenn ich m e i n e auffassungen kommuniziert habe! und ich bin mit meinen gespr&auml;chpartnern nicht immer einig gewesen und auch nicht immer einig geworden! damit mu&szlig; man leben!<\/p><p>best regards friedrich &ndash; wilhelm, cambridge\/mas.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenker,<br>\n&nbsp;<br>\neine wichtige Frage, die nicht einfach zu beantworten sein wird und die im privaten Freundeskreis h&auml;ufig diskutiert wird. Wir alle kennen das Gef&uuml;hl in einer Runde zu sein und beim taxieren der politischen Grundstimmung, klappert die innere Schere im Kopf. Fr&uuml;her bin ich weiter gegangen, habe mit Fakten, Zahlen argumentiert, ich diskutiere aus wichtigen Gr&uuml;nden, wirklich gerne. Doch was einem in letzter Zeit entgegenschl&auml;gt, hat mit Gegenrede nichts mehr zu tun, es ist vielmehr die komplette Verweigerung der Kommunikation, gepaart mit offener Ablehnung, ja Hass. Da h&ouml;rt bei mir der Spa&szlig; auch auf.<\/p><p>Verloren gegangen ist der gesellschaftliche Proporz in Politik und Medien und der Anstand.<\/p><blockquote><p>&nbsp;<br>\n&ldquo;Heute ist es nur schwer vorstellbar, dass etablierte Politiker und bekannte Intellektuelle zusammen mit aufstrebenden Vertretern radikaler Ansichten &ndash; ob Populisten, Wirtschaftsnationalisten, Euro-Skeptikern oder anderen &ndash; in so tief gehenden und von gegenseitigem Respekt gepr&auml;gten &ouml;ffentlichen Diskussionsrunden auftreten w&uuml;rden.&rdquo; (Handelsblatt)\n<\/p><\/blockquote><p>&nbsp;<br>\nIch denke, wir m&uuml;ssen zun&auml;chst mal den Ist-Zustand unserer Gesellschaft erkennen, ich verweise auf die Erkenntnisse von Herrn H&uuml;ther. Wir alle sind traumatisiert und haben Angst. Wer die Aufkl&auml;rung w&uuml;nscht, m&ouml;chte sich seinen &Auml;ngsten und Traumata stellen, diese in sich und anderen heilen. Es gibt aber auch die Anderen, die keine Aufkl&auml;rung w&uuml;nschen, weil sie die Folgen f&uuml;rchten. Den Verlust einer vermeintlichen Sicherheit. Unsere &ldquo;Eliten&rdquo; haben eine Spa&szlig;gesellschaft mit starken, lustvollen Erlebnissen, mit denen sich &Auml;ngste im wahrsten Sinne &uuml;berspielen und wegkonsumieren lassen, geschaffen. Also die Angst ist nicht weg, sie wird nur nicht mehr gef&uuml;hlt wegen der st&auml;ndigen Highs z.B. der sozialen Twitter Kampagnen. Damit das dauerhaft funktioniert muss alles ausgeblendet werden, was die Angst triggern k&ouml;nnte, Aufkl&auml;rung zum Beispiel. Auch ein Grund, warum die Aufkl&auml;rung von Politik und Medien als Verschw&ouml;rungstheorie gebrandmarkt, ist.<\/p><p>Wir m&uuml;ssen also psychologisch vorgehen, einen mehr&nbsp; therapeutischen Ansatz finden. Dazu br&auml;uchten wir Hilfe aus den Sozialwissenschaften, doch die kreisen verbissen um vermeintlich feindliche Zust&auml;nde (damit sind wir gemeint!) in der Mitte der Gesellschaft.<br>\n&nbsp;<br>\nNoch werden hier Meinungen niedergekn&uuml;ppelt, in Frankreich sind es schon die B&uuml;rger in Gelbwesten.<br>\n&nbsp;<br>\nIch habe im Internet einen kleinen Videobeitrag gefunden, der f&uuml;r mich symbolisch f&uuml;r den Zeitgeist steht. Ja, da kommt der &ldquo;b&ouml;se&rdquo; Herr St&uuml;rzenberger vor, um den geht es mir gar nicht, sondern um das was er erlebt. So wird das nichts mit &ldquo;die AfD inhaltlich stellen&rdquo;.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SVCcQjXzC-s\">youtube.com\/watch?v=SVCcQjXzC-s<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-um-politische-graeben-zu-ueberwinden-braucht-es-mehr-oeffentliche-konfrontation\/22973204.html?ticket=ST-546835-IHcyzEwleDl5DhmKTHJ3-ap1\">handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-um-politische-graeben-zu-ueberwinden-braucht-es-mehr-oeffentliche-konfrontation\/22973204.html?ticket=ST-546835-IHcyzEwleDl5DhmKTHJ3-ap1<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nDas sind erst mal meine Gedanken dazu,<br>\nmit friedlichen Gr&uuml;&szlig;en aus der Mitte<br>\nAnke Zimmermann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nsobald man erst einmal einen bestimmten Wissenspunkt erreicht hat, lassen sich die Dinge nicht mehr zur&uuml;ckschrauben &ndash; &auml;hnlich einem Kabelbinder, den man nur schlie&szlig;en, aber nicht wieder &ouml;ffnen kann.<br>\n&nbsp;<br>\nIch sehe es auch so, dass das eigene Empfinden und Verhalten oftmals einem Wechselbad entspricht. Manchmal machen einen die Zust&auml;nde aggressiv, ein anderes Mal sarkastisch, dann auch mal resignativ oder traurig.<br>\n&nbsp;<br>\nIch habe mir die hier ge&auml;u&szlig;erten Fragen auch oft gestellt, bin aber f&uuml;r mich selbst zu dem Schluss gekommen, dass ich konsequent sein muss. Ich k&auml;me mir sonst vor, als liefe ich vor mir selbst davon. Ich vertrete also meine Ansichten in aller Klarheit und auch durchaus offensiv. Und wenn ich dabei auf Widerspruch sto&szlig;e und sich daraus eine Diskussion ergibt, zeigt ja erst deren Verlauf, inwieweit man sich verst&auml;ndigen kann oder nicht.<br>\n&nbsp;<br>\nIch halte viel von dem Ratschlag Daniele Gansers, dass man auf keinen Fall missionarisch auftreten sollte, was das Vermitteln des eigenen Standpunktes angeht. Es gibt halt leider viele Leute, die gar nicht angesprochen werden m&ouml;chten, geschweige denn &uuml;berzeugt. Da ist dann nichts zu machen und es ist besser, es bei einem Kopfsch&uuml;tteln zu belassen. Wenn es auch schwerf&auml;llt: Man muss akzeptieren, dass man nicht jeden erreichen kann.<br>\n&nbsp;<br>\nAndreas Lichte<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Macher,<br>\n&nbsp;<br>\nich habe das gleiche wie Anette Sorg und die Leserinnen und Leser erlebt. Wer zu sehr ausschert, wird komisch angeguckt. Manchmal kann man sicherlich mit diesem Au&szlig;enseiterstatus punkten, aber man muss damit umgehen k&ouml;nnen und den Status auch haben wollen. Wenn man ihn nicht will, aber dennoch nicht die Augen vor dem, was in Deutschland und auf der Welt passiert, verschlie&szlig;en kann, besteht die Gefahr zu zerbrechen. Denn mit wem soll man denn dann noch reden? Wer ist denn da noch, mit dem man sich austauschen kann? Dass es Menschen gibt, die so denken, wie man selbst, wird allein schon durch die Existenz der Nachdenkseiten best&auml;tigt. Das tut gut, ist f&uuml;r Ihre Leserschaft aber doch sehr einseitig. Es gibt auch die Gespr&auml;chskreise, zu denen sicherlich auch der eine oder die andere geht, was ebenfalls hilfreich ist. Und dar&uuml;ber hinaus? Nun, es best&uuml;nde die M&ouml;glichkeit, das Internet zu nutzen und mithilfe der Leserschaft ein verkn&uuml;pfendes Netz aus lokalen (Gespr&auml;chskreise), politischen (u.a. #aufstehen), beruflichen, sozialen, freizeitlichen (z.B. Lesekreise und Buchclubs) oder sonstigen Interessengruppen aufzubauen. Zwar gibt es davon schon sehr viele, aber Interessengruppen \/ Vereine und Co., die dem Schlag der Nachdenkseiten entsprechen, also politisch zu sein, ohne sein Dogma als Allheilmittel zu verkl&auml;ren, habe ich bis auf Ihre Gespr&auml;chskreise und #aufstehen noch nicht gesehen.<br>\n&nbsp;<br>\nIn diesem Zusammenhang m&ouml;chte ich darauf hinweisen, dass ich eine E-Mailadresse f&uuml;r den Berufsstand der Lehrerinnen und Lehrer eingerichtet habe (<a href=\"mailto:nachdenkendelehrer@posteo.de\">nachdenkendelehrer@posteo.de<\/a>). Hiermit m&ouml;chte ich versuchen, eine Vernetzung kritischer, reflektierender Lehrkr&auml;fte aufzubauen. Wenn ich das Problem gel&ouml;st habe, meine Privatadresse nicht ins Internet stellen zu m&uuml;ssen, soll die entsprechende WordPress-Seite, auf der Lehrerinnen und Lehrer ihre berufsspezifischen Erfahrungen ver&ouml;ffentlichen k&ouml;nnen, an den Start gehen.<br>\n&nbsp;<br>\nBitte machen Sie mit Ihrer wichtigen Arbeit weiter, liebe Nachdenkseiten-Macher. Ihre Seite bietet die M&ouml;glichkeit, sich den Verklebungen des t&auml;glichen medialen Wahnsinns zu entziehen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nF. Engel<br>\n&nbsp;<br>\nP.S.: Als Beweis daf&uuml;r, dass Ihre Arbeit konkrete Fr&uuml;chte tr&auml;gt, finden Sie im Anhang ein Bild eines &ldquo;verschollenen&rdquo; Buches. Wenn Sie es w&uuml;nschen, dann bekommen Sie hierzu eine Rezension. Die Tatsache, dass ich es mir zugelegt habe, ist doch auch schon so etwas wie Vernetzung, oder? ;-)<\/p><p><em><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong> es handelt sich um das Buch von L.L. Matthias &bdquo; Die Kehrseite der USA&ldquo;<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>mit Frau Sorgs Frage befasse ich mich jetzt schon lange bzw. immer wieder mal &ndash; anlassbezogen. Ich habe festgestellt,<\/p><ul>\n<li>dass ich selber nicht missioniert werden will; dass es also h&ouml;chstwahrscheinlich keinen Erfolg zeitigt, selber jemanden von meinem Standpunkt &uuml;berzeugen zu wollen, der selbst schon einen festen Standpunkt hat,<\/li>\n<li>ich aber dankbar bin f&uuml;r Einblicke, die &uuml;ber meinen Horizont in bestimmten Fragen hinausgehen. Je weniger diese emotional vor-konnotiert sind, desto eher bin ich bereit, diese Aspekte in mein Bild von der Welt zu integrieren und dieses entsprechend umzubauen. Also haben Hinweise auf einzelne Fakten oder Zusammenh&auml;nge (gut gesichert m&uuml;ssen sie sein) jedenfalls bei Leuten, die &auml;hnlich gestrickt sind wie ich, positive Lerneffekte; dagegen muss ich bei&nbsp; emotionalen &Auml;u&szlig;erungen (&ldquo;Schrecklich, diese xyz von Putin\/Trump\/den Saudis\/den Iranern\/der EZB&hellip;) ebenso emotionale Gegenwehr erwarten.<\/li>\n<li>Wo ich Expertise habe (z.B. lange Aufenthalte in Lateinamerika; dabei 2 Jahre in Venezuela), sind andere eher bereit, mir meine Nachdenk-Brocken (oder dann auch eingehende Erkl&auml;rungen bestimmter Sachverhalte) zu glauben. Am besten ist es, die Leute da abzuholen, wo sie stehen:&rdquo;Sie haben recht; es gibt heute viel mehr Arme in Venezuela als vor sechs Jahren. Als ich da war, vor drei&szlig;ig Jahren, gab es noch viel mehr Armut &ndash; und noch viel mehr Reichtum als heute. Die damals Reichen sind etwas &auml;rmer geworden; das sind die, von denen man so viel in der Presse liest. Die Armen, viele davon auf dem Land, k&ouml;nnen zu gro&szlig;en Teilen immer noch besser leben als zu Zeiten des &Ouml;lbooms der 80er Jahre.&rdquo;\n<p>Es gibt Leute, die sich partout nicht &uuml;berzeugen lassen. Ich war auch lange in L&auml;ndern mit mehrheitlich islamischer Bev&ouml;lkerung; dort glauben sogar Naturwissenschaftler, die Erde sei ca. 6000 Jahre alt &ndash; das k&ouml;nne man aus dem Koran ableiten. Dies in Zweifel zu ziehen, ist mit gro&szlig;er Angst besetzt (Gleiches gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r evangelikale Christen) &ndash; falls &uuml;berhaupt, muss man schon sehr gut mit ihnen befreundet sein. Vor Anderen werden sie ihre &Uuml;berzeugung immer vertreten &ndash; je verr&uuml;ckter, desto vehementer. Im Zwiegespr&auml;ch f&uuml;hlen sie sich mit ihren vielleicht vorhandenen Zweifeln sicherer.<\/p><\/li>\n<li>Sitzt man in einer Gruppe, in der es eine klare meinungsf&uuml;hrende Person gibt, kann man diese sicherlich nicht von irgend etwas &uuml;berzeugen &ndash; aber die Anderen zum Nachdenken bringen. Je nachdem, wie gut befreundet man mit den Mitgliedern einer solchen Gruppe ist, kann man hier auch mal (durch unpassende Fakten) provozieren: &ldquo;Aber Ihr wisst schon, dass zwischen 2002 und heute etwa sechs Millionen Kolumbianer nach Venezuela geflohen sind?&rdquo; &ndash; Man muss es belegen k&ouml;nnen.<\/li>\n<li>&Uuml;berhaupt geht es nicht um das Einpflanzen von Ideen als Erkl&auml;rungen, sondern um das Aufkl&auml;ren: *Meine* Aufgabe ist es, Dir Tatsachen aufzutischen, *Deine* Aufgabe ist es, Dein Weltbild so anzupassen, dass diese zwanglos dort hinein fallen. Daf&uuml;r muss ein minimaler Grundkonsens gegeben sein. Mit jemandem, der bestimmten Menschen einen geringeren Wert und damit ein geringeres Lebensrecht zugesteht als anderen, kann ich z.B. nur schwer umgehen.<\/li>\n<li>Schlie&szlig;lich: Ich denke immer daran, dass ich die Weisheit nicht mit L&ouml;ffeln gefuttert habe und meine eigene Sichtweise sich auch korrigieren lassen muss. Je mehr ich mich in eine faktenferne Position verrenne, desto schwieriger f&auml;llt der vielleicht doch irgendwann f&auml;llige R&uuml;ckzug.<\/li>\n<\/ul><p>Das Ganze ist wenig lustbetont &ndash; oft w&uuml;rde mir das Verhohnepipeln und Poltern auch mehr Spa&szlig; machen als das behutsame Faktenvermitteln&hellip; zum Gl&uuml;ck tun das Andere hervorragend. Es lebe die ANSTALT!<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJared J. Myers<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin NDS, <\/p><p>Ich verfolge euch schon eine Weile und bin auch gerade was den Syrienkonflikt angeht viel auf Ausl&auml;ndischen Seiten unterwegs. Sehe also sehr viel und viele Unterschiedliche Arten der Propaganda zum Syrienthema. Behaupte also von mir das ich ein recht feines Gesp&uuml;r daf&uuml;r habe wenn man versucht mich zu manipulieren. <\/p><p>Wenn ich mir aber eure Artikel zu den innerdeutschen Themen ansehe bekomme ich regelm&auml;&szlig;ig die Krise. <\/p><p>Eure Links und Argumentationshilfen zu verschiedenen Themen sind sch&ouml;n, gut und richtig aber&hellip; <\/p><p>&hellip;sie Mangeln an einem ganz entschiedenen Punkt: Sie entlarven nicht die Propaganda der Gegenseite. <\/p><p>Viele normale B&uuml;rger wissen gar nicht was die Etablierten Medien (EM) da eigentlich schreiben und das dies keine Meldungen sondern Meinungen sind. Und wenn man es ihnen sagt glauben sie einem meistens nicht. Ich war damals selber noch einer derjenigen die sich sagten &ldquo;Das ist doch v&ouml;llig &uuml;bertrieben&rdquo; bis ich mal anfing alle Meldungen der EM nach Chomsky und Mausfeld zu analysieren. Wie ich damals k&ouml;nnen sich viele schlicht nicht Vorstellen das die &ldquo;Macht um Acht&rdquo; eigentlich eine Propagandasendung ist f&uuml;r die sie auch noch selber zahlen. Ich musste das dann vor einigen Jahren selber feststellen, angefangen mit einem &ldquo;unbehaglichem Gef&uuml;hl&rdquo; zur Afghanistan Berichterstattung, wurde es mit der Entdeckung von Dr. Prof. Mausfelds Vortrag &ldquo;Warum schweigen die L&auml;mmer&rdquo; zur entsetzlichen Gewissheit. Es gibt in Deutschland mittlerweile fast gar keine neutralen Meldungen mehr und von der Zeit bis zur taz ist alles neoliberal eingef&auml;rbt. Erschreckender ist dabei das selbst die extremistischen Seiten (beide!) alle Anzeichen von Neoliberaler Unterwanderung aufweisen. <\/p><p>Und das schadet eurer eigenen Glaubw&uuml;rdigkeit. Die EM haben in der allgemeinen Bev&ouml;lkerung deswegen immer noch die Deutungsherrschaft und haben euch schon lange mit &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorien&rdquo; diskreditiert. Wenn man also mit Links zu euch ankommt hei&szlig;t es fast sofort immer &ldquo;Ach so einer bist du also&rdquo; und man verliert massiv an Momentum in jeder Disskussion. <\/p><p>Wenn man allerdings erst anf&auml;ngt zb. die ARD der Propaganda zu &uuml;berf&uuml;hren und dem gemeinen Zuh&ouml;rer diese Propaganda nach Mausfeld aufschl&uuml;sselt verliert dieses Diskreditieren seitens der EM massiv an Wirkung. <\/p><p>Leider bin ich weder Journalist noch wirklich Gut im Erkl&auml;ren welche Art der Kognitionsmanipulation in jedem Fall gerade verwendet wird. Es w&auml;re also sehr hilfreich wenn man zu dem jeweiligen Thema die offiziellen ARD\/ZDF\/Heute Meldungen nehmen k&ouml;nnte und sie nach Mausfeld verst&auml;ndlich dechiffriert um dem Geneigten bzw. dann verunsicherten Zuh&ouml;rer dann die Fakten eurer Sammlungen n&auml;her zu bringen. Erst in diesem Stadium zeigt sich dann auch meistens ob der Diskussionspartner einfach nur ein &ldquo;normaler&rdquo; B&uuml;rger ist oder tats&auml;chlich mit den neoliberalen Zielen einverstanden ist. <\/p><p>Denn, und das sollte man nicht vergessen, es sind beileibe nicht alle unzufrieden mit den Zust&auml;nden in Deutschland. Es war erschreckend zu erkennen, das es tats&auml;chlich Selbstst&auml;ndige gibt die keinerlei moralisch Probleme damit haben das Angestellte oder geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte in diesen prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen stecken und das diese dies auch aktiv und gezielt ausnutzen. Ich kam mir teilweise vor wie in einem schlechten Film in dem der b&ouml;se ganz beil&auml;ufig seine B&ouml;sartigkeit Entbl&ouml;&szlig;t. Anderseits ist die auch nicht wirklich verwunderlich, Ist Deutschland doch schon seit den Weberaufst&auml;nden, eines der Herkunftsl&auml;nder des Neoliberalismus <\/p><p>Mein pers&ouml;nliches Empfinden ist, das ihr versucht, Journalistisch korrekt, neutral aufzukl&auml;ren und ansonsten passiv dem Gegner gegen&uuml;ber seid. W&auml;hrend die &ldquo;Gegenseite&rdquo; gezielt versucht zu t&auml;uschen und zu manipulieren und euch argumentativ zu &ldquo;t&ouml;ten&rdquo; versuchen. <\/p><p>Ich wei&szlig; das die EM dann fast sofort mit Urheberrechtsklagen kommen w&uuml;rden wenn ihr anfangt deren Meldungen zu Zitieren, weswegen ich auch absolutes Verst&auml;ndnis f&uuml;r den Kurs habe den ihr momentan fahrt. Aber ich denke das man den Krieg (ja es handelt sich um nicht weniger als einen voll entfachten Krieg) um die K&ouml;pfe nicht aus einer solchen Position heraus gewinnen kann. Zumal die Gegenseite Mit Artikel 13 zu einem sehr schweren Angriff ausholt und die Bev&ouml;lkerung seit 1945 weit weniger von Hunger bedroht ist als damals. Weswegen die Bereitschaft, aktiv zu werden, weit schw&auml;cher ist, was zur allgemeinen Schw&auml;chung der Gegenbewegung f&uuml;hrt und definitiv so gewollt ist. <\/p><p>Aus genau diesem Grund w&auml;re ein fokussieren auf das Abschw&auml;chen der Angriffe weit zielf&uuml;hrender als die Aufkl&auml;rung. Die Aufkl&auml;rung &uuml;ber menschliche Kognition nach Mausfeld und deren Wirkungsweise in den heutigen EM w&uuml;rde hier wahre Wunder wirken. <\/p><p>Wenn nur ihr (die NDS) als Bollwerk steht, ist es tragisch wenn ihr fallt. Wenn aber jeder ein geistiges Schild hat ist es unerheblich ob ihr untergeht oder nicht. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en <\/p><p>Lars K&ouml;pke <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich bin 69 Jahre alt und habe &uuml;ber das von Ihnen angesprochene Thema schon oft und intensiv nachgedacht, was nicht hei&szlig;t, dass ich deshalb den Stein der Weisen gefunden habe. Aber ich habe bez&uuml;glich dieses Themas viele Erfahrungen mit mir und der Umwelt gemacht.<\/p><p>Wenn es uns trotz guter Argumente nicht gelingt, Menschen von unserer Sichtweise zu &uuml;berzeugen, ist das aus meiner Sicht nicht verwunderlich! Vieles spricht einfach dagegen:<\/p><ul>\n<li>Sozialisationsbedingte Erfahrungen (z.B. !! in jeder Schule gibt es heute mindestens eine Sch&uuml;lerfirma in der BWL-Denken einge&uuml;bt wird)<\/li>\n<li>Berufliche Anpassungszw&auml;nge, Karrierewunsch, Identifikation mit dem was man tut<\/li>\n<li>Eigene wirtschaftliche Interessen, egoistische Sichtweisen, sich etwas leisten k&ouml;nnen<\/li>\n<li>Sozialer Druck; niemand ist gern Au&szlig;enseiter<\/li>\n<li>Verhinderung aufkommender Zweifel durch Medien .. Propaganda etc.<\/li>\n<li>einge&uuml;bte Sichtweisen .. Deutungsmuster, die nur schwer ver&auml;nderbar sind<\/li>\n<li>Menschliche Bequemlichkeit &hellip; nur sehr wenige sind aktiv, versuchen Dingen auf den Grund zu gehen<\/li>\n<\/ul><p>Aus dieser (unvollst&auml;ndigen) Gemengelage entstehen dann Verhaltensweisen, die manchmal nur schwer nachzuvollziehen sind (aus meinem eigenen Erfahrungsschatz):<\/p><ul>\n<li>Aufgrund konkreter Erfahrungen im unmittelbaren Umfeld (Schlie&szlig;ung eines Krankenhauses) kritisieren die B&uuml;rger einer Kleinstadt vehement neoliberalen Sozialstaatsabbau, w&uuml;rden deshalb aber noch lange nicht die Linken w&auml;hlen oder die Nachdenkseiten lesen, um das Thema zu vertiefen.<\/li>\n<li>Mitarbeiter des Arbeitsamtes (incl. Personalrat) kritisieren Arbeitsverdichtung, befristete Besch&auml;ftigung, Praxis der Kennziffern etc., d.h. konkrete Belastungen und feiern !! gleichzeitig 10 Jahre Hartz4, weil sie die Umsetzung der Aufgabe so toll erledigt haben.<\/li>\n<li>Junge Menschen sind in der Linken aktiv (Demos gegen Rechts, Plakate kleben etc.) haben aber kein Interesse an theoretischer Aufarbeitung des gesellschaftlichen Zustands.<\/li>\n<\/ul><p>Nat&uuml;rlich gibt es auch positive Momente, wenn man unerwartet auf Menschen st&ouml;&szlig;t, die linkes &nbsp;Gedankengut am Leben erhalten bzw. sich daf&uuml;r interessieren oder wenn man pl&ouml;tzlich auf einen Vortrag von Herrn Mausfeld st&ouml;&szlig;t bzw. ein erhellendes Buch in die Finger bekommt. Ich glaube aber, dass wir unter den derzeitigen Bedingungen auf argumentativem <\/p><p>Wege keine qualifizierte Minderheit bekommen, daf&uuml;r sind die o.g. Beharrungsmomente zu wirkm&auml;chtig.<\/p><p>Gleichwohl ist es enorm wichtig, unsere Ideen, Sichtweisen zu erhalten, auszubauen und wo immer m&ouml;glich weiterzutragen. Denn (um mit Victor Hugo zu sprechen) nichts ist m&auml;chtiger als eine Idee deren Zeit gekommen ist. Das Problem ist nur: manchmal frage ich mich, wie diese Zeit aussehen mag, in der die Menschen bereit f&uuml;r neue Ideen sind und welche neue Idee sich dann durchsetzen wird. Dieser Gedanke bereitet mir mehr Unbehagen, als alles andere.<\/p><p>Mit freundlichen und sehr dankbaren Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEberhard Schwarz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo an die Redaktionsmitarbeiter!<\/p><p>Ich mache in der Familie schlechte Erfahrungen. Meine S&ouml;hne kennen meine Haltung und wenn ich etwas Politisches thematisieren will, dann merke ich, dass sie sich unangenehm ber&uuml;hrt f&uuml;hlen. Sie haben die gleichen Sorgen, sind beide einigerma&szlig;en aufgekl&auml;rt und informiert, aber wie ich vollkommen machtlos. Ich bemerke auch an mir immer wieder Phasen depressiver Stimmung und Hoffnungslosigkeit.<\/p><p>Ich denke, die Deutschen sind noch lange nicht bereit f&uuml;r eine echte Ver&auml;nderung. Der Irrsinn und Stumpfsinn, die ganze Plackerei, das Schuften f&uuml;r immer weniger Geld hat so um sich gegriffen, dass selbst f&uuml;r Information kaum Zeit ist. Wir sind in jeder Hinsicht m&uuml;de geworden. <\/p><p>Ich selbst kann es dennoch nicht lassen, mit jenen zu sprechen, die von sich aus Unmut und Sorge ausdr&uuml;cken&hellip;Und dann sto&szlig;e ich regelm&auml;&szlig;ig auf &Uuml;berraschung und Unglaube&hellip;.zu &uuml;berzeugen bringt da nichts! Infos und Anst&ouml;&szlig;e sind schon sehr viel&hellip;&nbsp;<\/p><p>F&uuml;r die meisten Menschen ist die Wirklichkeit einfach zu schmerzhaft, als dass sie es verkraften k&ouml;nnen.<\/p><p>Das Weltbild bricht in sich zusammen&hellip;.und das macht Angst! Noch schlimmer ist es in den Betrieben.<\/p><p>Ich selbst habe in 25 Jahren schon mehrmals meine Stelle verloren, weil ich meinen Mund aufmache, da wo es geht, sachlich, diplomatisch ohne jemanden pers&ouml;nlich anzugreifen. Aber auch das, bricht mir jedes mal den Hals. Die Chefs m&ouml;gen so etwas gar nicht, die Kollegen auch nicht&hellip;es ist kein gutes Gef&uuml;hl, wenn Du Mittags in der Kanatine immer allein sitzt&hellip; und so werde ich immer weiter nach unten gereicht. Sich seine Haltung zu bewahren und Widerstand zu leisten, wer das macht, zahlt wie ich einen hohen Preis. Und der Freundeskreis hat sich im Laufe der Jahre erheblich ausged&uuml;nnt.<\/p><p>Ich schei&szlig;` drauf, in der Hoffnung, dass es irgendwann baldigst ein gro&szlig;es Erwachen geben wird.<\/p><p>Im &Uuml;brigen habe ich keine Hoffnung, dass es in D friedliche Ver&auml;nderungen geben wird&hellip;unsere Polizei ist keinen Deut besser als die Franzosen&hellip;Und wenn die Bundeswehr im Inland gegen Demonstranten eingesetzt wird, beginnt der gro&szlig;e Rachefeldzug gegen alle Vernunft und Menschlichkeit&hellip;<\/p><p>Ich frage mich, wer diesmal kommen wird, uns &bdquo;zu befreien&ldquo;, die Russen, die wir seit Merkel nur bespucken, die Chinesen? <\/p><p>Wo sind all die klugen Leute, die viel Geld bekommen f&uuml;r gute Reden und Vortr&auml;ge, Interviews.&nbsp; Die Leute m&uuml;ssen auf die Strassen, sonst wird das nix&hellip;!<\/p><p>Die Aktiven die ich kenne, sind entweder pensioniert, selbst&auml;ndig oder so wohlhabend, dass sie sich ihre Meinung leisten k&ouml;nnen&hellip;<\/p><p>Ich geh&ouml;re nicht zu denen&hellip;wer das nicht nachvollziehen kann, sollte mal vom JC auf Null sanktioniert werden, wie es mir ergangen ist und mehrj&auml;hrige Gerichtsverfahren gegen JC durchstehen&hellip;<\/p><p>Was mich frustriert ist die Tatsache, dass es sogar eine politische und in einigen Bundesl&auml;ndern auch w&auml;hlbare Partei gibt, mit der sich aber weder die Nachdenken- Seiten, noch Rubikon, noch KenFm oder andere ernsthaft auseinandersetzen.<\/p><p>Ich meine die B&uuml;rgerrechtsbewegung Solidarit&auml;t &ndash; B&Uuml;SO und das Schiller- Institut, die Gesellschaft f&uuml;r Staatskunst.<\/p><p>Es ist schlichtweg wenig objektiv und noch weniger tolerant oder professionell, wenn auch solch kritische Stimmen wie die genannten Portale, sich mit den Ideen vom im Februar 2019 erst verstorbenen Lyndon LaRouche und seiner Deutschen Frau Helga Zepp- LaRouche nicht auseinandersetzen.&nbsp; W&auml;re es nicht f&uuml;r uns alle besser, uns als eine Menschheit zu begreifen und gemeinsame Ziele zu verfolgen als die guten Ideen einer Stimme grunds&auml;tzlich abzulehnen, nur weil mir einige Aspekte nicht zusagen&hellip;<\/p><p>Niemand hat doch die Weisheit mit L&ouml;ffeln gefressen, es ist traurig, dass die &uuml;ber 40 j&auml;hrige international hoch anerkannte Arbeit von LaRouche und seiner Frau, der B&uuml;so und des Schiller- Institutes in keiner Weise beachtet und in die Debatten mit einbezogen wird!<\/p><p>Das handhaben die wirklich gro&szlig;en auf internationaler Ebene dieser Welt anders und zeigt, wie &uuml;berheblich wir sind, den Propheten im eigenen Land nicht zu achten&hellip;! In China wird Frau LaRouche als Seidenstra&szlig;en- Lady hochverehrt&hellip;<\/p><p>Wie w&auml;re es, den Menschen Hoffnung zu geben indem man sie mit den Ideen und der Arbeit der B&Uuml;SO bekannt macht? Ich allein kann da wenig ausrichten&hellip;<\/p><p>Aber Sie lesen vielleicht diese Mail und denken:&nbsp; okay, lass` uns doch mal sehen, was da f&uuml;r Sch&auml;tze zu heben sind, bei der B&Uuml;SO&hellip;<\/p><p>Ich sende Ihnen noch eine extra Mail mit dem B&uuml;so- Newsletter&hellip;<\/p><p>Vielleicht sind Sie ja inspiriert, mehr zu erfahren, als bei Wikipedia oder sonstwo &uuml;ber LaRouche, die B&uuml;so und das Schiller- Institut verbreitet wird&hellip;<\/p><p>Machen Sie Ihre Arbeit- ordentlich! <\/p><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen Kraft und Durchhalteverm&ouml;gen!<\/p><p>Herzlichst,<br>\nIhr Alexander Janke &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS-Redaktionsteam.<\/p><p>Dem Tenor der bisher ver&ouml;ffentlichten Leserbriefe (Artikel &bdquo;Lieber dazugeh&ouml;ren, als aufgekl&auml;rt sein&ldquo; kann ich ganz und gar nicht zustimmen. Auf keinen Fall aufgeben.<\/p><p>Weder im pers&ouml;nlichen noch im schriftlichen Dialog. <\/p><p>Ich bevorzuge, zus&auml;tzlich zu meinen politischen Einlassungen im Familien-Freundes- oder Bekanntenkreis eine relativ offensive Form des &bdquo;da denke ich aber anders dar&uuml;ber&ldquo;.<\/p><p>Dazu nutze ich nun schon seit&nbsp;10 Jahren eine eigene Website und habe mir darin mit den H&ouml;rst&uuml;cken &bdquo;Die Gschwendlingers&ldquo; ganz aktuell eine besondere Spielwiese des Wiederspruchs geschaffen. <\/p><p>Diese&nbsp; &bdquo;Gwendlingers&ldquo;, ein &auml;lteres bayerisches Ehepaar, fragen sich mehr oder weniger regelm&auml;&szlig;ig was &bdquo;denn mit derer Welt&nbsp; los sei&ldquo;. (H&ouml;rbeispiel: &bdquo;<a href=\"https:\/\/soundcloud.com\/bernd-schuhboeck\/ein-zdf-journalist-zieht-in-den-krieg\">Ein Journalist zieht in den Krieg<\/a>&ldquo;.) <\/p><p>Immer politisch, immer etwas pointierter als ich es in Artikeln verarbeiten k&ouml;nnte. <\/p><p>Ich gebe zu, der Zuspruch der H&ouml;rer ist derzeit noch ausbauf&auml;hig. Doch durch meine Website &bdquo;B&uuml;rgersicht.de&ldquo; habe ich gelernt: &bdquo;Gut Ding will Weile haben&ldquo;. Dort sind die monatlichen Zugriffszahlen seit Jahren mittlerweile so, dass ich mich regelm&auml;&szlig;ig motiviert f&uuml;hle, dem gesellschaftlichen und politischen &bdquo;Mainstream&ldquo; &nbsp;entgegentreten zu wollen. &nbsp;<\/p><p>Einfach nur, weil ich mich dar&uuml;ber &auml;rgere und ich jetzt auch als Rentner ausreichend Zeit daf&uuml;r aufwenden kann. Jeder der das kann sollte diese M&ouml;glichkeit der Nadelstiche nutzen. Damit wird man zwar keine Felsen zerbr&ouml;seln, aber zusammen mit anderen stetig br&ouml;ckelnde Kiesel erzeugen k&ouml;nnen. Und, um auf&nbsp;die Einleitung zur&uuml;ck zu kommen, man(n) kann es locker aushalten, nicht bei allen auf Gegenliebe zu sto&szlig;en. Im Gegenteil: Es spornt an!<\/p><p>Bernd Schuhb&ouml;ck (B&uuml;rgersicht.de)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>26. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseitenteam,<\/p><p>m&ouml;glicherweise schie&szlig;e ich mit meiner Antwort &uuml;ber den Umfang der Fragestellung hinaus, aber ich denke das &ldquo;meine L&ouml;sung&rdquo;, dass &uuml;berzeugen durch diskutieren einschlie&szlig;t.<\/p><p>Meiner Meinung nach ist mit argumentieren oder diskutieren nicht so viel zu gewinnen. Sicherlich kann man einige vielleicht davon &uuml;berzeugen, aber viele wohl eher nicht.<\/p><p>Das liegt meiner Einsch&auml;tzung daran, dass man mit seiner Argumentation das &ldquo;Weltbild&rdquo; derjenigen angreift und ihnen so den Halt nimmt. Das hat sicherlich niemand gern.<\/p><p>Ein weiterer Punkt den ich sehe ist der, dass man zwar die Einsicht haben kann das etwas falsch l&auml;uft, aber ob man dann was tut und aktiv wird ist nochmal eine ganz andere.<\/p><p>Es hat ja auch etwas zufriedenstellendes wenn man wei&szlig; das so vieles schlecht l&auml;uft und so viele Leute es nicht sehen. Zufriedenstellendes oder deprimierendes, je nachdem wie man es sieht. Um es &uuml;berspitzt zu formulieren, was bringt es wenn ich auf den Nachdenkseiten oder sonst wo &uuml;ber die &ldquo;b&ouml;se&rdquo; Welt lese und mich dann entweder zufrieden oder deprimiert aufs Sofa lege. In beiden F&auml;llen hat sich nichts ge&auml;ndert.<\/p><p>Daher ist mein Vorschlag etwas zu tun und aktiv zu werden anstatt zu resignieren und sich unter Umst&auml;nden den Mund fusselig zu reden. Damit m&ouml;chte ich nicht sagen, dass es nichts bringt mit Leuten zu diskutieren.<\/p><p>Wie kann man aktiv etwas ver&auml;ndern? Repaircafes und Leihl&auml;den sind zwei gute Beispiele. Ein Repaircafe ist selbsterkl&auml;rend, reparieren statt wegzuschmei&szlig;en. Ein Leihladen ist sozusagen wie eine Bibliothek f&uuml;r die verschiedensten Dinge. Der Gedanke ist, dass die wenigsten Dinge die man zuhause hat regelm&auml;&szlig;ig genutzt werden. Ben&ouml;tigt man, nur als Beispiel, eine Bohrmaschine, weil man 10 L&ouml;cher in die Wand bohren will und keine Bohrmaschine besitzt, geht man zum Leihladen und leiht sie sich gegen einen Pfand oder sonstiges aus. Der springende Punkt bei dieser Idee ist, dass man nicht wie sonst &uuml;blich eine Leihgeb&uuml;hr zahlt, sondern das entleihen umsonst ist. Das &ouml;ffnet auch Leuten mit wenig Geld den Zugang zu Dingen, die sie sich sonst nicht leisten k&ouml;nnten.<\/p><p>Solche Projekte sind meiner Meinung nach in vielerlei Weise n&uuml;tzlich, da sie zum einen die Gemeinschaft st&auml;rken bzw. sie wieder schaffen, es kommen die unterschiedlichsten Leute zusammen (nicht nur aus dem eigenen Dunstkreis), man kommt ins Gespr&auml;ch (wo man vielleicht seine hier gewonnen Gedanken anbringen kann), man wird selbst aktiv (gibt ein gutes Gef&uuml;hl) und meiner Meinung nach der wichtigste Punkt: Man zeigt den Leute auf, dass es andere Wege gibt und regt sie zum nachdenken an.<\/p><p>Allgemein gesagt sehe ich Projekte die die Gemeinschaft und das Lokale, im Gegensatz zum Globalismus, f&ouml;rdern, als die erfolgreichsten Wege t&auml;tig zu werden. Auf dieser Ebene kann man pers&ouml;nlich auch am meisten bewegen und unter Umst&auml;nden sogar Einfluss auf die &ouml;rtliche Parteienlandschaft nehmen.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nMatthias Richter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>27. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>danke f&uuml;r den Artikel von Annette Sorg. Er beschreibt ziemlich genau die Mechanismen, wie ich aus meine Cocktailrunde rausgeflogen bin. Ich konnte es einfach nicht lassen &hellip; :-) &hellip;<\/p><p>Ein anderer Artikel hat mir auch sehr geholfen, eine Haltung in einer Diskussion zu finden.<\/p><p>Caitlin Johnstone&rsquo;s Artikel, wie man all die Assange Verleumdungen und Anw&uuml;rfen widerlegt. Hervorragende &ndash; und noch dazu sich st&auml;ndig erweiternde &ndash; Argumentationshilfen!<\/p><p>Was aber &uuml;ber die Fakten und Argumente noch weit hinaus geht, ist ihre kleine (naja, 10 Punkte) Vorrede. Besonders Punkt 0\/C hat es mir angetan.&nbsp;<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;C&#8202;&mdash;&#8202;Remember that they&rsquo;re only ever running from their own cognitive dissonance.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Da geht es vor allem darum, dass es f&uuml;r viele (die meisten?) kaum auszuhalten ist, und dass sie &ldquo;die Verleumdungen nur zu gerne glauben, da Assanges rohe Fakten riesige L&ouml;cher in die Geschichten &uuml;ber die Welt, die Nation und Gesellschaft, in der sie leben, die den meisten Leuten seit Schulbeginn an gelehrt wurden, rei&szlig;en. Diese Glaubenss&auml;tze sind verwoben mit den gesamten Ich-Strukturen der Menschen, mit Ihrem Selbstbild and ihren Vorstellungen, wer sie als Person sind, so dass Narrative, die dies zu zerrei&szlig;en drohen, sich genau wie eine pers&ouml;nliche Attacke anf&uuml;hlen k&ouml;nnen&hellip;Alles was er (Assange) tat, war Fakten &uuml;ber die M&auml;chtigen zu ver&ouml;ffentlichen, aber da diese Fakten im Widerspruch zu fest verknoteten (tightly held) Identit&auml;tskonstruktionen standen, kann die Kognitive Dissonanz, die er f&uuml;r ihre Erfahrungen herbeigef&uuml;hrt hat, als ein Gef&uuml;hl interpretiert werden, als h&auml;tte er ihnen ins Gesicht geschlagen.&rdquo;<\/p><p><em>People find themselves eager to believe smears about Assange because the raw facts revealed by WikiLeaks publications punch giant holes in the stories about the kind of world, nation and society that most people have been taught to believe they live in since school age. These kinds of beliefs are interwoven with people&rsquo;s entire egoic structures, with their sense of self and who they are as a person, so narratives which threaten to tear them apart can feel the same as a personal attack. This is why you&rsquo;ll hear ordinary citizens talking about Assange with extreme emotion as though he&rsquo;d attacked them personally; all he did was&nbsp;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/SomersetBean\/status\/1116916146458877952\">publish facts about the powerful<\/a>, but since those facts conflict with tightly held identity constructs, the cognitive dissonance he caused them to experience can be interpreted as feeling like he&rsquo;d slapped them in the face.<\/em><\/p><p>Ich f&uuml;rchte, es ist nicht nur ein &bdquo;einfacher&ldquo; Schlag ins Gesicht. Der Grund, warum manche Menschen selbst Fakten leugnen, liegt m. E. in fest verwurzelten Glaubenss&auml;tzen, die sie sich im Verlauf ihres Lebens als Identit&auml;tskonstruktion angeeignet haben, mit der sie ihr Leben, ihre Lebensgeschichte, ihre Werte, ihr Verhalten etc. sich selbst und anderen erkl&auml;ren &ndash; oder schlimmer noch erkl&auml;rt bekommen. Sie haben da viel zu verlieren, wenn ein so wesentlicher Pfeiler wie &bdquo;Der Staat sorgt sich doch um mich und will mir nur Gutes!&ldquo; &bdquo;Wir sind die Guten!&ldquo; &bdquo;Die NATO sprengt doch keine Bahnh&ouml;fe in die Luft!&ldquo; wegfallen. Das f&uuml;hlt sich an, als ob jemand mir meine F&uuml;&szlig;e, meinen gesamten Stand wegschlagen will, wenn der Glaubenssatz, der in Frage gestellt wird, zentral f&uuml;r das Eigenbild ist. Wohlgemerkt, ich spreche nicht &uuml;ber professionelle Ideologen, Politiker, NGOs, bezahlte Cybertrolls oder Medienschaffende, die f&uuml;r ihren Job, das Haus und die Familie, die da dran h&auml;ngen, schreiben oder zu schreiben gelernt haben, was von ihnen erwartet wird. Oder das selbst glauben. Denn sonst w&auml;ren sie ja nicht dort, wo sie sind (Chomsky).<\/p><p><a href=\"https:\/\/medium.com\/@caityjohnstone\/debunking-all-the-assange-smears-a549fd677cac\">medium.com\/@caityjohnstone\/debunking-all-the-assange-smears-a549fd677cac<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlli Jo&szlig;ner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>28. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team ,<\/p><p>ich&nbsp;(m&ouml;glicherweise auch andere) hatte gestern auf das Interview mit Andreas Hunko hingewiesen, das Sie heute in den Hinweisen des Tages an erster Stelle bringen. Der Fairness halber m&ouml;chte ich erg&auml;nzen, dass am Abend ab 19.05 h in der Sendung &ldquo;Kommentar&rdquo; der Bericht zu Venezuela wesentlich differenzierter war. Auch das, was zu den &Auml;u&szlig;erungen von K&uuml;hnert gesagt wurde, war akzeptabel.<\/p><p>Erg&auml;nzend noch ein paar Gedankensplitter, die auch zu der von Herrn M&uuml;ller gestellten Frage &uuml;berleiten:<\/p><ul>\n<li>Man m&uuml;sste die Sendungen des ganzen Tages oder einer Woche verfolgen, um &uuml;ber eine negative Tendenz urteilen zu k&ouml;nnen. Bei einer Zeitung ist das leichter, weil man alle Berichte in einer Ausgabe hat.<\/li>\n<li>Zu den Gespr&auml;chen: Dass die Gespr&auml;chspartner nicht aufgekl&auml;rt werden wollen, ist m.E. zu pauschal geurteilt. Wenn man z.B. das Thema Venezuela oder Syrien betrachtet, muss man davon ausgehen, dass das Gegen&uuml;ber in den g&auml;ngigen Medien immer wieder die gleichen einseitigen Informationen erh&auml;lt und diese nicht anzweifelt. Das ist ja gerade der Trick der Meinungsmache. Viele haben nicht die Zeit oder das Interesse, anderen Quellen nachzugehen. <\/li>\n<li>W&auml;hrend der Berufszeit konnte ich mich mit einem politischen Thema auch nicht so ausf&uuml;hrlich wie heute besch&auml;ftigen. Damals war die Berichterstattung aus meiner Sicht allerdings noch vielseitiger und nicht so manipulativ.<\/li>\n<li>Was Anette Sorg anspricht, ist auch bedenkenswert. Das gilt aber nicht nur f&uuml;r die Zugeh&ouml;rigkeit zur Gruppe, die &ldquo;nicht aufgekl&auml;rt werden will&rdquo;, sondern auch f&uuml;r die &ldquo;Aufkl&auml;rer&rdquo;.<\/li>\n<li>In Gespr&auml;chsrunden mit Freunden und Verwandten werden politische Themen h&auml;ufig um des lieben Friedens willen au&szlig;en vorgelassen.<\/li>\n<\/ul><p>Um nicht missverstanden zu werden: Ihre Aufkl&auml;rungsarbeit und in Gespr&auml;chen versuchen aufzukl&auml;ren, halte ich f&uuml;r &auml;u&szlig;erst wichtig.<\/p><p>Mit Dank und der Hoffnung auf Erfolg gr&uuml;&szlig;t<br>\nErika Poseck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>29. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>meine pers&ouml;nliche Sicht der Antwort auf Ihre Frage &bdquo;Wie kommen wir an jene Menschen heran, die nicht mehr aufgekl&auml;rt werden wollen?&ldquo; wird Ihnen und viele andere nicht gefallen.<\/p><p>Die bisherige Lebenserfahrung die ich machen durfte, sind identisch deckungsgleich mit den Worten die Gerald H&uuml;ther vermittelt: &bdquo;es geht weder durch das Kognitive noch durch das Emotionale&ldquo; oder ugs. &bdquo;weder durch aufkl&auml;rerisches Zureden noch mit K&uuml;ssen, Umarmen bzw. die Kuschelp&auml;dagogik&ldquo;, sondern nur wenn beide Aspekte zusammen in einen Erfahrungsrahmen zustande kommen.<\/p><p>Erst wenn Menschen in ihrer Lebensgeschichte ein unausweichliches Ereignis &ndash; ein Schicksalsschlag &ndash; trifft, dann machen sie die Erfahrung, dass zum Geschenk der Lebenszeit auf diesem Planeten auch eine Verantwortung (so eine Art &bdquo;Urschuld&ldquo;) f&uuml;r sich selbst und andere einhergehen und dann daraus sich einen Transformationsprozess unterziehen. Gerald H&uuml;ther hat das auch genau auf dem Punkt gebracht: &bdquo;die W&uuml;rde&ldquo; und f&uuml;r mich beinhaltet darin das Empfinden bzw. das Bewusstsein f&uuml;r Konsequenzen sowie Verantwortung die eigentlich jeder hat, aber der Weg dahin nur durch Erfahrung er&ouml;ffnet werden kann.<\/p><p>Sie und viele andere aufgekl&auml;rte Freidenker sollen sich nicht in Schuldgef&uuml;hle gr&auml;men, wenn Einiges scheitert. Sie machen schon das Richtige indem Sie die Rahmenbedingungen schaffen f&uuml;r eine barrierefreie Aufkl&auml;rung, aber der Rest liegt in der Schuldigkeit der &bdquo;schlafenden Masse&ldquo;. <\/p><p>Das ist wie mit dem Bild der Beziehung zwischen einem Arzt und seinen Patienten, der Arzt kann auch nur die Rahmenbedingungen f&uuml;r eine Heilung schaffen, aber um wieder gesund zu werden, dazu kann der Arzt den Patienten nicht zwingen, sondern dieser muss es selber wollen. <\/p><p>Leider kommt es mir auch oft so vor, dass das was wir machen, richtig ist, aber irgendwie ist das Richtige was wir unternehmen nicht genug, um diesen Wahnsinn was die Welt befallen hat Einheit zu gebieten.<\/p><p>Um es noch verst&auml;ndlicher zu zeigen, habe ich hierzu ein Beispiel.<\/p><p>Erst k&uuml;rzlich am Osterwochenende habe ich auf nette Weise eine Bekanntschaft mit einem US-Soldaten machen d&uuml;rfen. Er hatte mir seine Lebensgeschichte erz&auml;hlt und hier m&ouml;chte ich einige wichtige Punkte wiedergeben.<\/p><p>F&uuml;r jemanden der in der Bronx aufgewachsen sowie hispanischer Abstammung ist, hast du nur&nbsp; zwei M&ouml;glichkeiten aus der Armut rauszukommen, entweder bist du sehr gut in der Schule und bekommt ein Stipendium f&uuml;r das College oder du trittst der Armee bei.<\/p><p>Bei der US-Armee genie&szlig;t du viele &bdquo;sozialistische&ldquo; Vorz&uuml;ge oder Privilegien wie vollem Zugang zur Gesundheitsversorgung, &uuml;ppiges Monatsgehalt, Reisespesen, &bdquo;Veteranenrente&ldquo; und wenn einer nach der Verpflichtungszeit noch eine Weiterbildung machen will, der bekommt dann auch von der Armee finanzielle Unterst&uuml;tzung. <\/p><p>Nun kommen einige interessante Aspekte:<\/p><p>F&uuml;r einen New Yorker ist es ganz normal bekannt, dass damals drei T&uuml;rme zusammenst&uuml;rzten, jedoch die Ursache f&uuml;r WTC7 wird nicht diskutiert.<\/p><p>Die allgemeine Stimmung bzw. der Unmut &uuml;ber den Afghanistan- sowie Irakkrieg ist latent vorhanden, nur traut sich keiner das offen auszusprechen, weil sonst die o.g. Privilegien mit der Gef&auml;ngniszelle sofort ausgetauscht werden. <\/p><p>Die US-Gesellschaft ist momentan so zerrissen wie seit je nicht mehr und diese Spaltung wird die Lager in einen offenen B&uuml;rgerkrieg treiben, so seine Worte.<\/p><p>Daher m&ouml;chte er irgendwie nach seiner Dienstzeit seine Familie aus den Staaten bringen.<\/p><p>Nun stellt sich die Frage: &bdquo;was also tun?&ldquo;<\/p><p>So einen Menschen kognitiv konfrontieren, dass Krieg doof ist? Oder emotional traktieren, dass er wom&ouml;glich unschuldige Menschen auf dem Gewissen haben k&ouml;nnte?<\/p><p>Oder w&auml;re doch besser, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass er die Erfahrungen eines Soldaten nicht machen muss und dennoch &auml;hnliche Privilegien haben kann die auch das Milit&auml;r bietet?<\/p><p>F&uuml;r mich als isolierter &bdquo;Einzelk&auml;mpfer&ldquo; der irgendwie versucht sich am eigenen Schopf zu packen und aus diesem Systemsumpf herauszuziehen, kann ihn diese Rahmenbedingungen nicht anbieten, lediglich meine Zeit und ein Geh&ouml;r f&uuml;r seine Belangen.<\/p><p>Zum Schluss komme ich zu dem Punkt der vielen nicht gefallen wird.<\/p><p>Der Schaffung dieser Rahmenbedingungen durch eine breite Masse bedarf eine hohe Zeitspanne, jedoch bef&uuml;rchte ich, dass daf&uuml;r die Zeit nicht mehr vorhanden ist.<\/p><p>Und daher kommt es wie es immer kommen muss, das Ende des Aufwachprozesses der &bdquo;schlafenden Masse&ldquo; im finalen Stadium ist der &bdquo;Paukenschlag&ldquo;!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nSon<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>30. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten-Redaktion, <\/p><p>die in den Leserbriefen geschilderten Erfahrungen habe ich, und vermutlich viele Leser*Innen auch so gemacht, wenn es in Diskussionen streitig zugeht. Meine Erfahrung ist, dass ich tolerant gegen&uuml;ber der Meinung der Anderern sein mu&szlig;, und auf &ldquo;Augenh&ouml;he&rdquo; argumentieren mu&szlig;. Sobald ich &ndash; aus der Sicht der Anderen &ndash; Gefahr laufe, zu referieren, belehrend zu wirken, oder rechthaberisch zu sein, ist die Situation verfangen. Dann hei&szlig;t es, wir sind auch informiert, Du, mit deinen NachDenkSeiten. Verweise ich aber darauf, dass ich ihre Meinung toleriere und das auch von ihnen mir gegen&uuml;ber erwarte, bleibt die Diskussion offen. Wenn es enge Freunde sind oder nahe Angeh&ouml;rige, sollte Gelassenheit stets der Ma&szlig;stab in Diskussionen sein. Aber auch mit Anderen ist es ratsam so zu verfahren. Es ist doch wichtig, den Anderen zum Nachdenken anzuregen. Dass &ldquo;gelingt&rdquo; manchmal, wenn auf Widerspr&uuml;chliches in der Argumentation hingewiesen wird. Denn, Widerspr&uuml;chliches ist zumeist in Argumentationen beinhaltet, und Widerspr&uuml;che haben viele zu den Meinungen, die sie aus den Mainstreammedien beziehen. Das kann die Diskussion voranbringen. Menschen, die &ldquo;dicht machen&rdquo;, also nicht mehr im Diskurs mitwirken, sollte man in Ruhe lassen. Daher <em>kann<\/em> es manchmal ratsam sein &ldquo;die Klappe zu halten&rdquo;. Es ist nicht so selten, dass diese Personen nach einiger Zeit wieder ansprechbar sind. Und, wer nicht aufgekl&auml;rt werden will, den kann, soll und darf auch niemand dazu zwingen. Die Zeit und die &ldquo;Umst&auml;nde&rdquo;&auml;ndern sich immer wieder.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAnsgar Lanwert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>31. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>von einem Kurzurlaub zur&uuml;ckgekehrt, finde ich heute den Beitrag von Albrecht M&uuml;ller &ldquo;Bei Gespr&auml;chen mit Freunden die Klappe halten&hellip;&rdquo;. Ich bin froh, dass ich Gelegenheit habe, dazu meine Erfahrungen zu schildern.&nbsp;<\/p><p>Seit ich die Nachdenkseiten lese, leite ich Beitr&auml;ge, die mir besonders kritisch und interessant erscheinen, t&auml;glich per E-Mail an f&uuml;nf Freunde weiter, von denen ich wei&szlig;, dass sie intellektuell in der Lage sind, diese zu verstehen (eine promovierte &Auml;rztin, ein Patentanwalt, ein Lehrer, eine Lehrerin, eine &Uuml;bersetzerin) &ndash; &uuml;brigens allesamt Mitglieder der Gr&uuml;nen.<\/p><p>Schon bald hat mir der (pensionierte) Lehrer bedeutet, dass er nicht gerne liest und meine E-Mails gleich l&ouml;scht, ohne sie gelesen zu haben. Die &Auml;rztin hat mir vor ca. einem Jahr mitgeteilt, dass sie jetzt eine &ldquo;Nachdenkpause&rdquo; ben&ouml;tige und ich ihr vor&uuml;bergehend keine NDS-Beitr&auml;ge schicken soll. Nach einiger Zeit bedeutete sie mir, dass sie diese gar nicht mehr zu erhalten w&uuml;nscht, denn ihr und ihrer Familie ginge es ja gut und diese Beitr&auml;ge w&uuml;rden sie nur &ldquo;runterziehen&rdquo; sodass sie von dergleichen Schreckensmeldungen verschont bleiben m&ouml;chte. Nur ein Freund sagte mir, dass er die Beitr&auml;ge lesen w&uuml;rde, allerdings nicht tagesaktuell, sondern erst, wenn er &ldquo;Zeit dazu habe&rdquo;, also viel sp&auml;ter. Von den anderen erhalte ich so gut wie nie eine Resonanz, so dass ich nicht wei&szlig;, ob sie die Beitr&auml;ge lesen.<\/p><p>Ungeachtet dessen leite ich diese &ldquo;Schreckensmeldungen&rdquo;, die doch Realit&auml;t sind und von den NDS kommentiert bzw.&nbsp; kritisch beleuchtet werden, unerm&uuml;dlich an diese Freunde weiter in der Hoffnung, dass doch der eine oder andere Beitrag gelesen wird.<\/p><p>Es soll ja niemand sagen k&ouml;nnen &ldquo;das habe ich alles nicht gewusst&rdquo;.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en und herzlichen Dank f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Arbeit,<br>\nGertrude Fernekes<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>32. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&bdquo;Lieber dazugeh&ouml;ren, als aufgekl&auml;rt zu sein&ldquo; &bdquo;Was also tun?&ldquo; <\/p><p>Einleitend m&ouml;chte ich kritisch darauf aufmerksam machen, dass die &Uuml;berschrift irref&uuml;hrend ausgelegt werden kann: die Aufgekl&auml;rten, das sind wir und die Unwissenden oder Unbelehrbaren, das sind die anderen. Wird dem Gegen&uuml;ber diese Auslegung &ndash; nur ansatzweise &ndash; vermittelt, ist jede Diskussion sinnlos.<\/p><p>Wer sich aus Interesse schon mal Gedanken &uuml;ber die Wirkungsweise des menschlichen Denkapparates gemacht hat, m&uuml;sste unweigerlich auf dessen Unvollkommenheit gesto&szlig;en sein. Aber: Diese Beeintr&auml;chtigung (dieses Armutszeugnis) ist f&uuml;r das &Uuml;berleben der Menschheit unerl&auml;sslich. Es geht um die Verarbeitung von Gef&uuml;hlen. Stirbt eine Frau in Japan, reagiert unser Gehirn gar nicht. Stirbt hingegen die Mutter, ist im Normalfall die Trauer unermesslich und legt das &bdquo;normale Leben&ldquo; lahm. Das Gehirn reagiert somit distanzorientiert. St&auml;ndige Trauer w&auml;re &ldquo;t&ouml;dlich&rdquo;.<\/p><p>Hinzu kommt die unterschiedliche Verarbeitung der &ldquo;Wichtigkeit&ldquo;. Nicht jedes Gehirn verarbeitet z.B. das Kriegsgeschehen in Jugoslawien gleich. Falls Menschen damit in Ruhe gelassen werden wollen, auch um sich damit nicht zu belasten, sind sie nicht bereit, die urs&auml;chliche Schuld der Nato zu akzeptieren oder sie anzuprangern. <\/p><p>Rentner interessieren sich nicht einmal f&uuml;r eine faire und angemessene Rentenh&ouml;he (z.B. wie in &Ouml;sterreich). Man schaut, dass man mit dem monatlichen Eingang auskommt. Arbeitnehmer k&uuml;mmert es erst recht nicht, obwohl sie sp&auml;ter von heutigen Rentensteigerungen &uuml;berproportional profitieren w&uuml;rden. Die Logik ist unterentwickelt, trotz der vielen &bdquo;Intellektuellen&ldquo; in diesem Land. <\/p><p>Die Einzelf&auml;lle kann man beliebig erweitern. <\/p><p>Ich gehe davon aus, dass sich dahinter ein naturwissenschaftliches Problem verbirgt: der Energiehaushalt des Gehirns ist begrenzt und f&uuml;r das sehr sp&auml;t hinzugekommene Areal, in dem sich das abstrakte Denken eingenistet hat, wird nicht die notwendige Energie zur Verf&uuml;gung gestellt.<\/p><p>&bdquo;Was also tun?&ldquo;<\/p><p>Auf die alternativen Medien aufmerksam machen, immer wieder, immer wieder &hellip; penetrant sein. Irgendwann reizen die Politiker und Medien die Situation aus (siehe Gelbwesten).<\/p><p>Bei dieser Gelegenheit m&ouml;chte ich einige bekannte und unbekannte Spr&uuml;che ber&uuml;hmter Politiker auff&uuml;hren, die ich je nach Bedarf meinen Gespr&auml;chspartnern vortrage:<\/p><p>CIA-Chef William Casey, 1981: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Unsere Desinformation funktioniert, wenn alles, was die amerikanische &Ouml;ffentlichkeit glaubt, falsch ist.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Apropos CIA-Chef: der aktuelle US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo, zuvor CIA-Chef, im April 2019: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir haben gelogen, gestohlen, betrogen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Zuh&ouml;rer lachten vergn&uuml;gt.<\/p><p>(Bei einer Veranstaltung in der Texas A&amp;M University, die als Rekrutierungsschmiede f&uuml;r den Auslandsgeheimdienst CIA gilt. Als Vergleich f&uuml;hrte er seine Kadettenausbildung in West Point an, deren Motto lautete: &sbquo;nicht l&uuml;gen, nicht betr&uuml;gen, nicht stehlen und die nicht tolerieren, die das tun&lsquo;. Dabei scheint es ihn nicht zu interessieren, dass er sich nicht tolerieren d&uuml;rfte.)<\/p><p>Die bekannten Juncker-Zitate d&uuml;rfen auch nicht fehlen:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wir beschlie&szlig;en etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein gro&szlig;es Geschrei gibt und keine Aufst&auml;nde, weil die meisten gar nicht&nbsp; begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter, Schritt f&uuml;r Schritt, bis es kein zur&uuml;ck mehr gibt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Und:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wenn es ernst wird, muss man l&uuml;gen&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Konrad Adenauers &Auml;u&szlig;erung ist auch nicht schlecht:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wer nicht t&auml;uschen kann, soll nicht Politiker werden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Und sein franz&ouml;sischer Freund Charles de Gaulle meinte:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Weil Politiker nie glauben, was sie sagen, sind sie &uuml;berrascht, wenn andere ihnen glauben.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Der Kriegs-Nobelpreistr&auml;ger Henry Kissinger wollte auch mal witzig sein:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es liegt an 90% der Politiker, dass die anderen 10% einen schlechten Ruf haben.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Solche Spr&uuml;che geschickt eingesetzt, k&ouml;nnen die Gespr&auml;che etwas auflockern, mehr aber nicht. Die Untertanen verstehen die H&auml;me der Politiker leider nicht.<\/p><p>Zum Schluss noch ein Einblick in Angela Merkels Denkweise mit einigen Redeausz&uuml;gen, die wegen der L&auml;nge allerdings nicht auswendig vorzutragen sind, anl&auml;sslich der Vorstellung des Allensbacher Jahrbuchs der Demoskopie &bdquo;Die Berliner Republik&ldquo; am 3.3.2010: &bdquo;Die Politik kann (allerdings) lernen, welche Sorgen und Hoffnungen mit einem bestimmten Projekt verbunden sind. Man kann erahnen, wie viel &Uuml;berzeugungskraft gegebenenfalls notwendig ist, um ein wichtiges, notwendiges Projekt durchzusetzen.&ldquo; Merkel erkl&auml;rte, dass die Parteien die Aufgabe haben zu herrschen, und daf&uuml;r von der repr&auml;sentativen Demokratie den Auftrag bekommen, und dann vier Jahre Zeit haben, diese Herrschaft gegen&uuml;ber dem Wahlvolk zu erkl&auml;ren. Sie sagte explizit: &bdquo;Aber genau deshalb bin ich auch zutiefst davon &uuml;berzeugt, dass es richtig ist, dass wir eine repr&auml;sentative Demokratie und keine plebiszit&auml;re Demokratie haben und dass uns die repr&auml;sentative Demokratie f&uuml;r bestimmte Zeitabschnitte die M&ouml;glichkeit gibt, Entscheidungen zu f&auml;llen, dann innerhalb dieser Zeitabschnitte auch f&uuml;r diese Entscheidungen zu werben und damit Meinungen zu ver&auml;ndern. Wir k&ouml;nnen im R&uuml;ckblick auf die Geschichte der Bundesrepublik sagen, dass all die gro&szlig;en Entscheidungen keine demoskopische Mehrheit hatten, als sie gef&auml;llt wurden: Die Einf&uuml;hrung der Sozialen Marktwirtschaft, die Wiederbewaffnung, die Ostvertr&auml;ge, der Nato-Doppelbeschluss, das Festhalten an der Einheit, die Einf&uuml;hrung des Euro und auch die zunehmende &Uuml;bernahme von Verantwortung durch die Bundeswehr in der Welt &mdash; <strong>fast alle diese Entscheidungen sind gegen die Mehrheit der Deutschen erfolgt<\/strong>. Erst im Nachhinein hat sich <em>in vielen F&auml;llen<\/em> die Haltung der Deutschen ver&auml;ndert. Ich finde es auch vern&uuml;nftig, dass sich die Bev&ouml;lkerung das Ergebnis einer Ma&szlig;nahme erst einmal anschaut und dann ein Urteil dar&uuml;ber bildet. Ich glaube, das ist Ausdruck des Primats der Politik. Und an dem sollte auch festgehalten werden.&ldquo; (Bei Putin, Erdogan oder Trump w&uuml;rden unsere Leitmedien Autokratie schreien, die lupenreine Demokratin Merkel bekommt Applaus)<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nEdmund Hagmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>33. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Meine Ansicht ist, dass man sich schon &uuml;berlegen kann, ob man in dem einen oder anderen Moment die Klappe h&auml;lt. Einerseits kann man sich hierbei aufreiben. Andererseits, warum jemanden aufkl&auml;ren, wenn dieser nicht will? Wir erinnern uns gegenseitig daran, was wir sowieso schon wissen (Hans-Peter D&uuml;rr) und manche wollen gewisse Dinge nicht wissen. Und jeder hat an sich auch das gute Recht hierzu und wird seine Gr&uuml;nde haben. Ich behaupte von mir, dass ich ein eigenst&auml;ndiges Urteil f&auml;llen kann. Das hat mich viele Jahre Anstrengung, M&uuml;hen und &Auml;ngste gekostet. Das man sowas nicht freiwillig macht, verstehe ich vollkommen. Und letztlich tun wir es ja auch f&uuml;r uns selber bzw. es kommt uns zugute. Jeder muss letztlich f&uuml;r sich entscheiden, ob er diesen Schritt gehen will. Wenn man andere hierbei inspirieren kann, dann ist das auch schon ein unermesslicher Verdienst. <\/p><p>VG<br>\nKaare Happe<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>34. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS, lieber Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>ich finde es eine hervorragende Idee, zu diesem Thema zu recherchieren! Das Thema hat sicherlich ganz viele Facetten, von denen ich mir hier nur eine rausgreifen will. <\/p><p>Es braucht meiner Meinung nach nicht nur Wissen um die gesellschaftlichen und politischen Zusammenh&auml;nge, sondern auch die richtigen Kommunikationsformen und ein Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Situation und die Bed&uuml;rfnisse der jeweiligen Gespr&auml;chspartner, wenn man selber Verst&auml;ndnis f&uuml;r die eigene Sichtweise erzielen m&ouml;chte.<\/p><p>In unserer Gesellschaft werden wir, besonders wenn es um politische Themen geht, auf die Gespr&auml;chsform &bdquo;Diskussion&ldquo; getrimmt. Egal ob in der Schule, im Bundestag, in praktisch allen politischen Talkshows werden sich schlagkr&auml;ftige Argumente um die Ohren gehauen, man f&auml;llt sich ins Wort und versucht seinen Standpunkt durchzuboxen und am Ende irgendwie Recht zu haben. Es geht immer gegeneinander. <\/p><p>Aus therapeutischen Gruppen aber auch aus Gespr&auml;chskreisen, die an die Kultur der nordamerikanischen Ureinwohner angelehnt sind, kenne ich die Form des Austausches, dass, wer gerade das Wort hat, nicht unterbrochen wird, selbst wenn er mal einen Augenblick schweigt. Jeder Beitrag geht so lange, bis der jeweilige Redner ihn beendet. Dann ist der n&auml;chste in der Reihenfolge dran und nicht jemand der &bdquo;dazu jetzt unbedingt was sagen muss&ldquo;. &Uuml;berhaupt werden Beitr&auml;ge von Vorrednern eher nicht beantwortet oder gar bewertet, sondern jeder bem&uuml;ht sich eben, seinen Standpunkt darzustellen und ihn neben die anderen zu stellen. Zum einen stehen dann schlie&szlig;lich alle Beitr&auml;ge gleichberechtigt nebeneinander und k&ouml;nnen wirken. Zum anderen dr&uuml;ckt diese Form Respekt f&uuml;r jeden einzelnen Redner aus. Jeder f&uuml;hlt sich gesehen und es entsteht ein Gef&uuml;hl von miteinander statt gegeneinander.<\/p><p>Diese Form von Austausch l&auml;sst sich in konkreten Alltagssituationen nat&uuml;rlich nicht immer so 1 zu 1 umsetzen und ist sowieso leichter gesagt oder aufgeschrieben als getan. Aber fast immer wenn es mir gelingt, nach diesem Muster zu kommunizieren, bekomme ich R&uuml;ckmeldungen wie: &bdquo;Interessant, aus diesem Blickwinkel habe ich das noch nicht betrachtet.&ldquo;<\/p><p>Ich kann mir vorstellen, dass wenn es uns gelingt aus der politischen &bdquo;Streitkultur&ldquo; eine &bdquo;Verst&auml;ndniskultur&ldquo; zu machen, kann zumindest der andauernden Spaltung der Linken entgegengewirkt werden.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus w&auml;re es f&uuml;r mich ein Zeichen, dass wir in einer besseren Welt angekommen sind, wenn im Bundestag Reden gehalten w&uuml;rden, die keine Attacken auf die Standpunkte anderer sind und zu deren Inhalten es Applaus von Abgeordneten aus verschiedensten Parteien gibt. Wenn, wie gesagt, aus dem Gegeneinander ein Miteinander w&uuml;rde. <\/p><p>In freudiger Erwartung weiteren Austausches zu diesem Thema<br>\nAndreas S&uuml;skow<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>35. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ja, wie erreicht man ein breiteres Publikum? Eine gute Frage. Wenn ich meine Meinung zur internationalen Politik zum Besten gebe, gelte ich oft schnell als Spinner. Nicht offen, dennoch sp&uuml;rbar. Diskussionen ergeben sich daraus in der Regel nicht. Das Gef&uuml;hl, besser informiert als mein Gegen&uuml;ber zu sein und die Ambition aufkl&auml;ren zu wollen, ist irgendwie ein vermessenes. Wei&szlig; ich es denn besser? Keine Ahnung. Zumindest aber vermutlich. Aber zur&uuml;ck zur eigentlichen Frage. Wie erreicht man, da&szlig; die Bev&ouml;lkerung ein objektiveres Bild von politischen Entscheidungen und Handlungen bekommen?<\/p><p>Die FAZler, die S&uuml;ddeutschen-Leser, die Welt, Focus, Zeitler und nat&uuml;rlich die Spieler.. Man kann appellierenl: Guckt die Anstalt. Am besten zuerst die &ldquo;verbotene Folge&rdquo;. Lest RT und Sputnik und stellt fest, da&szlig; hier wesentliche Informationen zu finden sind, die man in den (ich kann es nicht mehr h&ouml;ren) Mainstreammedien nicht findet. Guckt Kenfm, Dirk Pohlmann, Dirk M&uuml;ller, Gabriele Krone Schmalz, Daniele Ganser usw usw. <\/p><p>Ich glaube, es bedarf lediglich eine Initialz&uuml;ndung um das Interesse und das in Frage stellen zu wecken. Bei mir war es 9\/11. Zu viele Widerspr&uuml;che, nicht mal die Physik spielte da mit. Das warf Fragen auf und ich gelangte in eine Welt, in die ich durch weitere Verlinkungen immer tiefer gelang. Unwiderlegbare Fakten reichen theoretisch, man muss sie nur finden. F&uuml;r Informationen die uns in den Mm serviert werden immer wieder widerlegen. Das Russlandbashing aufkl&auml;ren. Breczinski lesen, Friedmann&rsquo;s Stratfor-Rede usw. sollten auch gr&ouml;&szlig;eren Kritikern, die gerne mit dem Vorwurf der Verschw&ouml;rungstheorie um sich werfen, ein St&uuml;ck weit die Augen &ouml;ffnen. Die L&uuml;ge wird nicht zur Wahrheit wenn man sie st&auml;ndig wiederholt, sie l&auml;sst nur daran glauben. Und man sollte den Zorn in der Bev&ouml;lkerung wecken, frei nach Georg Schramm. Einen Volksempf&auml;nger konnte man kaufen, musste man aber nicht. GEZ muss man zahlen. Dieses nicht ablehnbare Angebot, nennt sich ja sogar Service. Es weckt den Zorn wenn man erkennt, f&uuml;r das belogen werden auch noch zahlen zu m&uuml;ssen. Und ja, leichter verdaulich, gew&uuml;rzt mit Humor, ist vielleicht das Kabarett ein willkommener Zugang zur Wahrheit.<\/p><p>Ich k&ouml;nnte stundenlang weiter schreiben. Die Politik der USA, lie&szlig;e mich die n&auml;chsten zwei Wochen dauertippen aber hier muss ich darauf wohl nicht eingehen.<\/p><p>Nochmal zur&uuml;ck zur Frage, wie man mehr Augen &ouml;ffnet&hellip;<\/p><p>Ich wei&szlig; es auch nicht.. Sorry.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nRoman Wezenberg<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>36. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten Redakteure,<\/p><p>hier meine Meinung zu diesem Thema:<\/p><p>Mit das Erste und gleichzeitig auch das schmerzlichste, was uns das Leben lehrt, ist es, uns unsere Machtlosigkeit zu demonstrieren.<\/p><p>Das darf uns aber niemals davon abhalten, unsere Meinung kund zu tun.<\/p><p>Ich pers&ouml;nlich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass es einzig und allein auf den Ton ankommt.<\/p><p>Wenn man belehrend daherkommt, oder gar &uuml;berheblich und\/oder arrogant besserwisserisch, dann wird man nicht eine einzige Person zum Nachdenken anregen k&ouml;nnen.<\/p><p>Mein Vater hat mir, aus seiner Sicht, die zwei goldenen Regeln des Gl&uuml;cklichsein so erkl&auml;rt:<\/p><p>Um im Leben gl&uuml;cklich sein zu k&ouml;nnen, musst du 1. immer ein Auge geschlossen haben und darfst nicht alles sehen und h&ouml;ren, sondern musst &uuml;ber gewisse Dinge auch hinwegsehen und 2. musst du, so zuwider es dir auch sein mag, alles auch aus dem Blickwinkel deines Gegen&uuml;bers betrachten k&ouml;nnen.<\/p><p>Wo die hohe Kraft des Wortes endet, beginnt die rohe Kraft des K&ouml;rpers.<\/p><p>Die F&auml;higkeit, Empathie zu empfinden, ist noch sehr viel mehr als Respekt und W&uuml;rde, wobei diese in ihrem Wert kaum zu &uuml;berbieten sind.<\/p><p>Wir m&uuml;ssen mittels unseres Empathiempfindes dazu imstande sein, andere auf eine &ldquo;sanfte&rdquo; Art zu erwecken.<\/p><p>Schie&szlig;en wir hier &uuml;bers Ziel hinaus, sind diese Menschen auch zuk&uuml;nftig gegen Aufkl&auml;rung immun.<\/p><p>Es ist nun einmal im Leben verdammt schwer, eine Ideologie abzulegen und sich Neuem zu &ouml;ffnen, weil das voraussetzt, dass man in der Vergangenheit geirrt haben muss.<\/p><p>Deshalb sollten wir immer lieber etwas zur&uuml;ckhaltender und niemals aggressiv argumentieren, immer verst&auml;ndnisvoll und niemals bestimmend.<\/p><p>Noch hat das Schlechte auf dieser Welt nicht gesiegt und es gibt genug Menschen, die sich nach der Wahrheit sehnen und nur deshalb in ihren &ldquo;Blasen&rdquo; gefangen sind, weil sie f&uuml;r sich keinen Ausweg erkennen.<\/p><p>Ich finde, man sollte niemals seine Meinung zur&uuml;ckhalten, so lange man sich anst&auml;ndig artikuliert, dabei niemanden verunglimpft und beleidigt und somit jedem die M&ouml;glichkeit gibt, &uuml;ber seine eigenen Vorstellungen nachdenken zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Der Teufel mag die Menschen mit Verlockungen an sich binden.<\/p><p>Der M&auml;chtige mit Drohungen.<\/p><p>Doch wir gemeinen Menschen sollten immer den Weg gehen, den uns Jesus vorgemacht hat.<\/p><p>Den des &Uuml;berzeugens durch unseren Verstand und unserer Herzen.<\/p><p>Denn jede Art von &Uuml;berzeugung, dass nicht &uuml;ber den Verstand und des Herzens geht, ist verg&auml;nglich.<\/p><p>Die &Uuml;berzeugung, die niemanden zwingt, jedem durch seine eigene &Uuml;berlegung dazu animiert, diese anzunehmen, ist bleibend. Denn diesen nimmt man selbst an, wird nicht dazu gezwungen oder gen&ouml;tigt.<\/p><p>Und am besten &uuml;berzeugt man die Menschen nun mal mit Argumenten.<\/p><p>Und wenn wir noch so oft erfolglos sein sollten, es lohnt sich.<\/p><p>Der Weg ist lang. Selten von Erfolg gekr&ouml;nt.<\/p><p>Aber gerade die Nachdenkseiten zeigen uns doch tag t&auml;glich, dass man etwas Wahrhaftiges, Wichtiges nicht deshalb tut, weil es finanziell lohnend w&auml;re.<\/p><p>Sondern, dass man etwas tut, wovon man &uuml;berzeugt ist, das es richtig und gut ist.<\/p><p>In diesem Sinne, vielen Dank an die ganze nachdenseiten Redaktion und weiterhin viel Erfolg und alles Gute!<br>\n&Uuml;nal Ejder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>37. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Macher, <\/p><p>Eine spannende Frage werfen Sie da auf, auf die ich mit einem ganzen Essay &uuml;ber Wahrheitskonzeption antworten k&ouml;nnte. Ich m&ouml;chte einige Punkte herauspicken.<\/p><p><strong>Wie komm ich an andere Menschen heran?<\/strong><\/p><p>So wie ich an mich selbst heran komme. In dem Ma&szlig;e wie ich mich selbst durchschaue. Das, was ich bin, da bin ich &uuml;berzeugend. <\/p><p>(Beruhigen k&ouml;nnte mich in dem Kontext das Wissen, dass es in einem Gespr&auml;ch nur zu 7 % um die Sachebene geht, der Rest ist nonverbal 55 % und paraverbal 38 % und bei einem Streit der &Uuml;berzeugungen geht es doch vorerst um die 7 %.)<\/p><p>Oder mit Gandhi gesprochen: &bdquo;Sei Du Selbst der Wandel, den Du in der Welt sehen willst.<\/p><p>Wie sehr lass ich mich selbst in Frage stellen, bin ich bereit Aufkl&auml;rung zu leben und zu sein?<\/p><p><strong>Was ist Aufkl&auml;rung?<\/strong> Kant definierte sie als Austritt aus der selbstverschuldeten Unm&uuml;ndigkeit:<\/p><p><strong>Selbstverschuldet<\/strong> &ndash; das hei&szlig;t: <\/p><p>Jeder hat die Verantwortung und die Entscheidungsgewalt, wann f&uuml;r ihn der Moment ist, aus dieser Unm&uuml;ndigkeit herauszutreten &ndash; immer wieder neu. <\/p><p>Ich kann etwas sagen, ob und wie es geh&ouml;rt wird, entscheidet der Andere. Will sagen, man kann niemand &uuml;berzeugen, letztendlich &uuml;berzeugt sich jeder selbst &ndash; oder auch nicht.<\/p><p>Tief im Inneren gibt es in jedem von uns das Wissen, die Erkennungsf&auml;higkeit, zu unterscheiden, was wahr ist und was nicht. Egal wie versch&uuml;ttet, verbildet oder &uuml;berformt sie ist.<\/p><p><strong>Unm&uuml;ndigkeit<\/strong><\/p><p>&bdquo;Sie wussten genug, um zu wissen, dass sie es nicht genauer wissen wollten&ldquo; Diesen Satz aus der Holocaust-Forschung l&auml;sst sich meines Erachtens auf vieles anderes &uuml;bertragen, auch an den Glauben an die Wahrheit der aktuellen Wir-Gruppe. Sei es die der Leitmedien oder auch der Nachdenkseiten. (Vertiefung: Ger&uuml;chte, JN Kapferer)<\/p><p><strong>Austritt<\/strong><\/p><p>Das entscheidende Moment der Ver&auml;nderung. Wie kann Erkennen stattfinden, ein Lernschritt erfolgen?<\/p><p>Wieder fang ich bei mir an, wann, in welchen Situationen habe ich gelernt, den n&auml;chsten Schritt gemacht, wichtiges erkannt? <\/p><p>F&uuml;r mich am einfachsten mit Witz und Humor, in Situationen der Sicherheit und des Wohlwollens, insbesondere Fehlern gegen&uuml;ber und oft zeitverz&ouml;gert.<\/p><p>&bdquo;Je mehr mein Einkommen oder meine Rechtfertigung davon abh&auml;ngen, dass etwas wahr ist, desto weniger werde ich erkennen, dass etwas unwahr ist&ldquo;<\/p><p>Also im Gespr&auml;ch Fallh&ouml;he reduzieren, Gemeinsamkeiten wahrnehmen, Wohlwollen, meine eigene Fehlerkultur, meinen Humor und meine Geduld entwickeln.<\/p><p>Zu guter Letzt: Der Dialog beginnt dann<strong>, wenn ich denke, der andere k&ouml;nnte auch Recht haben<\/strong>. (aus Heikle Gespr&auml;che).<\/p><p>Bin ich &uuml;berhaupt Dialog bereit oder glaube ich es besser zu wissen? Lasse ich mich im Sinne eines wissenschaftlichen Denkens falsifizieren oder m&ouml;chte ich bei meinem Weltbild bleiben, dann sollte ich es fairnesshalber, auch dem anderen zugestehen.&nbsp; <\/p><p>Es ist hilfreich zu wissen, ob man im Moment ergebnisoffen diskutiert oder debatttiert und die bestehenden (Vor-)Urteile austauscht. <\/p><p>Im aktuellen gesellschaftlichen Rollback, hilft mir der Blick auf die gr&ouml;&szlig;ere Geschichte: Die Guillotine galt in seiner Zeit als humane Erfindung, heute nicht mehr. Oder unser Gladiatoren d&uuml;rfen &uuml;berleben, die bei den R&ouml;mern ging es um Leben und Tod. Will sagen, breiter zivilisatorischer Fortschritt dauert, geht in Spiralen mit R&uuml;ckschl&auml;gen &ndash; und gleichzeitig findet er statt.<\/p><p>Ist nun doch einiges geworden&hellip;. Vielen Dank f&uuml;r Eure Arbeit und die NDS!<\/p><p>Auf die Lust an der Erkenntnis<br>\nAnnekatrin Kemmner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>38. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe &ldquo;Nachdenker&rdquo;, <\/p><p>ich h&ouml;re im bekannten- und verwandtenkreis immer h&auml;ufiger den vorwurf, dass man mir ja recht geben k&ouml;nnte, wenn ich meine anliegen und argumente nicht so &ldquo;heftig&rdquo; vortragen und verteidigen w&uuml;rde. <\/p><p>Die tatsache, dass ich in diskussionen das gesamte spektrum der mir zur verf&uuml;gung stehenden informationen aufleuchten lasse, wird mir oft als arroganz ausgelegt, weil ich meistens im sinne der sache immer noch einen aspekt mehr vorbringen kann als die anderen. <\/p><p>Ich sage dann bisweilen trotzig: &ldquo;Ich bin jetzt 69 jahre alt, ich habe keine zeit mehr, geduldig zu sein.&rdquo; <\/p><p>Und dabei werde ich auch bleiben. Die reaktionen der anderen w&auml;ren meiner ansicht nach nicht so heftig, wenn sie konstatieren k&ouml;nnte, dass ich offensichtlichen quatsch erz&auml;hle. <\/p><p>Gipfelpunkt ist, dass mir angedeutet wurde, zu einer bevorstehenden familienfeier besser nicht zu erscheinen, weil klar ist, dass viele der geladenen g&auml;ste zweifelsfrei andere politische meinungen als ich vertreten. <\/p><p>Macht bitte weiter so wie bisher!<br>\nHorst Wandersleben<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>39. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der NDS,<\/p><p>der Artikel von Anette Sorg hat mich sehr ber&uuml;hrt, es freut mich, dass sie das Thema anschneidet, das mich schon l&auml;nger besch&auml;ftigt und mir Kopfzerbrechen bereitet, denn es muss ja zentrales Ziel jeder Aufkl&auml;rung sein, dass sie auch &uuml;ber Wege nachdenkt, wie man die Inhalte an die Menschen bringt, ohne dabei zu verzweifeln.<\/p><p>Eigentlich k&ouml;nnten das viel besser die &ldquo;Mainstreammedien&rdquo; gew&auml;hrleisten, aber genau an dieser Stelle, da sind wir uns einig, besteht ja gr&ouml;&szlig;tenteils genau das Defizit. <\/p><p>Davon abgesehen, dass wohl die meisten Menschen sich m&auml;&szlig;ig oder nur sehr geringf&uuml;gig f&uuml;r politische Themen interessieren, ist Kommunikation so schon ein hochkomplexer Vorgang, mit unz&auml;hligen M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Missverst&auml;ndnisse (Schulz von Thun) und sie bedient das Bed&uuml;rfnis nach sozialer Anerkennung. <\/p><p>Ein Patentrezept gibt es sicher nicht. Ich w&auml;ge inzwischen genau ab, in welchen Situationen ich mich &uuml;berhaupt &auml;u&szlig;ere und auch wie. Es kann ganz unterschiedlich verlaufen und in einigen wenigen F&auml;llen erfolgreich sein. Nicht zu untersch&auml;tzen ist die eigene Befindlichkeit, da kann man sehr viel schlecht machen, wenn man aus anderen Gr&uuml;nden schon schlecht gelaunt ist. Enorm wichtig ist es, die Befindlichkeiten des Gegen&uuml;bers zu kennen und auf eine entsprechende Denkweise einzugehen. Dazu geh&ouml;rt allerdings auch, dass man sich nicht als ewiger Besserwisser gibt, sondern zeigt, auch f&uuml;r andere Sichtweisen offen zu sein und diese in sein Urteil mit einzubeziehen. Ich denke, es ist unumstritten, dass Fakten eine eher untergeordnete Rolle bei der Meinungsbildung spielen. (Selektive Wahrnehmung) Mich pers&ouml;nlich besch&auml;ftigt sehr, mich, vor allem, wenn die Zusammensetzung der Gespr&auml;chsgruppe &ldquo;kunterbunt&rdquo; ist, von dem &ldquo;L&uuml;genpressegebr&uuml;ll&rdquo; rechter Kreise und deren Pseudoanalysen zu unterscheiden. Das ist eine sehr gro&szlig;e Herausforderung und macht mich der Fundamentalkritik gegen&uuml;ber misstrauisch, weil dadurch Menschen, die noch erreichbar w&auml;ren, wahrscheinlich eher vergrault werden und unterm Strich die Rechten profitieren.<\/p><p>Bitte nicht das Kind mit dem Bade aussch&uuml;tten und immer klar machen (wie oft bei den Hinweisen des Tages), dass es noch positive Ankn&uuml;pfungspunkte gibt, die wieder ausgebaut werden m&uuml;ssen und diese nicht nur als Alibi f&uuml;r eine Manipulation betrachten. Insgesamt braucht es, wenn nicht die Hoffnungslosigkeit siegen soll, ein positives Bild der Zukunft, f&uuml;r das sich einzusetzen lohnt, denn nur so kann man Menschen begeistern. Ein solches Bild muss, auch wenn die erste Aufgabe in der Kritik besteht, auch in Alternativen Medien eine viel gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen.<\/p><p>Vielleicht k&ouml;nnt ihr mit meinen Ausf&uuml;hrungen etwas anfangen, ich f&auml;nde es wichtig, diese Problematik zu vertiefen!<\/p><p>Gru&szlig;, euer kritischer Leser<br>\nAchim Maser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>40. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion von den NDS, <\/p><p>ich kenne das angesprochene Gef&uuml;hl ebenfalls sehr gut und habe mich nach einigen Erfahrungen f&uuml;r eine Art Diskussionsangebot entschieden. Ich h&ouml;re mir andere Positionen ohne direktes Urteilen an und nehme sie als legitime Meinung wahr. Daraufhin lege ich meine Sicht der Dinge dar und biete daraufhin an, sich mit den von mir verwendeten Quellen vertraut zu machen. Hei&szlig;t konkret, sich auch abseits der Standardpfade umzuschauen und zu versuchen, sich in meine Position hineinzudenken bzw. nachzuvollziehen, wie ich dorthin gekommen bin. Meistens kommt es (leider, aufgrund diverser Gr&uuml;nde; Zeitmangel, etc.) allerdings gar nicht erst dazu. In Reaktion darauf (z.B. beim n&auml;chsten Gespr&auml;ch) weise ich dann darauf hin, dass eine weitere Diskussion eigentlich keinen Sinn mehr ergibt, da ich zwar die Mainstreampositionen und deren Argumente (so sie denn vorhanden sind) kenne, allerdings niemand meine Argumente einzuordnen oder nachzuvollziehen versteht. Daher von mir das Angebot zum gegenseitigen Verst&auml;ndnisversuch. Das ein oder andere Mal haben sich meine Gespr&auml;chspartner tats&auml;chlich die Zeit genommen und nachgelesen. Die Diskussionen sind im Anschluss meist fruchtbarer, mit gr&ouml;&szlig;erer Offenheit und weniger Dogmatismus gef&uuml;hrt worden. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e und vielen Dank f&uuml;r Ihre wichtige Arbeit!<br>\nEin NDS-Leser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>41. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Mitarbeiter der Nachdenkseiten,<\/p><p>anbei &uuml;bersende ich Ihnen einige Gedanken zu der Berichterstattung in den Medien und danke Ihnen einmal mehr f&uuml;r Ihre wertvolle Arbeit und Ihr Engagement. <\/p><p>Glaubw&uuml;rdige Informationen in der Presse<\/p><ol>\n<li>Jedem B&uuml;rger sollte bewu&szlig;t sein, dass die Medien (Presse, TV, Rundfunk, Fernsehen &hellip;.) die Aufgabe haben, die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die aktuelle Situation auf einer breitgef&auml;cherten Ebene zu informieren, um damit einerseits allen Staatsb&uuml;rgern eine Teilnahme am politischen Geschehen zu gew&auml;hrleisten und andererseits die Arbeit der Regierungsmitglieder und die Anspr&uuml;che der B&uuml;rger sachlich darzustellen und zu dokumentieren.<\/li>\n<li>Es ist der B&uuml;rger (b&uuml;rgen), der die Resultate der Regierungsarbeit zu verantworten hat, denn die Politiker &uuml;bernehmen den Regierungsauftrag von den B&uuml;rgern und verpflichten sich in ihrem Sinne zu agieren.\n<p>Somit ist es &auml;u&szlig;erst wichtig die verantwortungsvolle Aufgabe der Medien in einer funktionierenden Demokratie zu verstehen. Ohne eine gewissenhafte, wohl recherchierte Presse kann es schlichtweg keine Demokratie geben<\/p>\n<p>Gegenw&auml;rtig ist es f&uuml;r den interessierten B&uuml;rger &auml;u&szlig;erst m&uuml;hsam zu erfahren, wie gewisse Probleme, untragbare Regierungsentscheidungen und das Verschweigen von Abkommen oder Regulierungen, die sehr wohl Auswirkungen auf das allt&auml;gliche Leben der B&uuml;rger haben, zu interpretieren sind.<\/p>\n<p>Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es stundenlanges Lesen verschiedener Quellen erfordert, um sich ein klares Bild zu nur einem Thema zu verschaffen. Dies ist nat&uuml;rlich eine Zumutung, denn nicht jeder kann und will einen aufwendigen Zeitaufwand in Kauf nehmen, um sich eine Meinung bilden zu k&ouml;nnen. Daher gibt es eben die Medien. Doch wenn diese ihren Verpflichtungen und ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, entsteht ein verzerrtes Bild fragmentierter, nicht nachzuvollziehender Aussagen.<\/p>\n<p>Medienberichte reduzieren sich oft auf plakative Aussagen, die in einem seichten und tr&uuml;ben Verpackungstext getroffen werden, dem auch das mentale und sprachliche Niveau entspricht.<\/p>\n<p>Auf diese Art und Weise wird der Focus auf Details und Nebens&auml;chlichkeiten gerichtet, die nach nahezu hysterischen Diskurse bagatellisiert werden, womit das Thema abgeschlossen ist. Doch der ausschlaggebende  Kern wurde weder angesprochen, noch wurden Wege zur L&ouml;sung des Problems er&ouml;rtert. In der Folge empfindet der B&uuml;rger ein Art von Hilflosigkeit, Ohnmacht und Wut, denen Resignation folgt in dem Bewu&szlig;tsein, dass &ldquo;etwas nicht stimmen kann&rdquo;.<\/p><\/li>\n<li>Demokratie steht auf einem Fundament aus:\n<p><strong>Wahrheit<\/strong> als Voraussetzung f&uuml;r<\/p>\n<p><strong>Gerechtigkeit<\/strong>, diese wiederum schafft<\/p>\n<p><strong>Frieden<\/strong>, nur Friede erlaubt<\/p>\n<p><strong>Freiheit<\/strong> und in Freiheit kann endlich Demokratie entstehen.<\/p>\n<p>Die Vermittlung der Wahrheit ist die verantwortungsvolle Aufgabe der Medien. Deshalb ist es unabdingbar, dass die Medienlandschaft von Grund auf ge&auml;ndert wird und die Urheber verbreiteter Un- und Halbwahrheiten in welcher Form auch immer zur Rechenschaft gezogen werden.<\/p>\n<p>Es gibt bereits zu viele negative Ereignisse, die auf Medienbericht zur&uuml;ck zu f&uuml;hren sind, die jegliche Gewissenhaftigkeit vermissen lassen.<\/p>\n<p>Ich denke es kann nur dann auf <em>betreute Moderation oder betreuten Journalismus<\/em> verzichtet werden, wenn Moderatoren, Pressesprecher, Journalisten usw., die Themen behandeln oder diskutieren, die ihnen offensichtlich fremd sind oder die nach Vorgaben kommentiert werden oder einer Art von Opportunismus angepasst werden, ganz einfach im Reich &ldquo;<em>Es war einmal&hellip;.<\/em>&rdquo; abgestellt werden.<\/p><\/li>\n<\/ol><p>Gerade die NachDenkSeiten leisten durch ihre gewissenhafte und gr&uuml;ndliche Recherchen eine hervorragende Arbeit, die dem Leser ein breites Spektrum an Informationen, Hintergr&uuml;nden und Zusammenh&auml;ngen bieten, die eine solide Meinungsbildung erm&ouml;glichen.<\/p><p>Diese Art von Informationsvermittlung bietet eine Grundlage f&uuml;r politische Diskurse auf einem konstruktiven Niveau (jeder wei&szlig; wovon er spricht), was ein unabdingbarer Bestandteil einer jeden Demokratie ist.<\/p><p>Ich finde die breite &Ouml;ffentlichkeit hat ein Recht, jeden Tag Nachrichten und Informationen auf dem Niveau der NDS, in den &ouml;ffentlich rechtlichen Medien zu erhalten.<\/p><p>So sei es.<\/p><p>mit bestem Gru&szlig;<br>\nDoris Wernig<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>42. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>meine Erfahrung ist folgende: Egal, um welche Themen es sich handelt, z. B. Klimawandel, Freitagsdemos, Greta Thunberg, CO 2-Besteuerung,&nbsp; Fl&uuml;chtlinge, Digitalisierung, kriegerische Angriffe gegen&uuml;ber anderen L&auml;ndern undsoweiterundsofort, und dabei die offizielle Berichterstattung hinterfr&auml;gt und kritische Fragen stellt, wird man von vielen dem rechten Lager als zugeh&ouml;rig verd&auml;chtigt oder als Verschw&ouml;rungstheoretikerin tituliert. Als ich k&uuml;rzlich zu Bekannte (wir sind allesamt S 21 Gegner) sagte, dass ich es nicht richtig f&auml;nde, dass die Sch&uuml;ler immer freitags demonstrieren und auch zu Greta Thunberg einige Fragen h&auml;tte, wurde mir gesagt, meine Gedanken w&uuml;rden sie befremden und sie wollten nicht mehr mit mir kommunizieren. Ich war sprachlos. Viele Leute getrauen sich nicht, offen ihre Meinung zu sagen. So als ob sie Repressalien bef&uuml;rchten. Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass eine gro&szlig;e Mehrheit der Menschen desinteressiert und feige ist.<\/p><p>Ich bin sehr entt&auml;uscht und tief beunruhigt &uuml;ber diese Entwicklung. Eine L&ouml;sung f&uuml;r diese Problematik habe ich nicht. Ich werde so weitermachen wie bisher, n&auml;mlich meine Meinung sagen und mich nicht verbiegen lassen. Ich hoffe nicht, dass es eines Tages so weit kommt, dass man f&uuml;r eine abweichende Meinung im Gef&auml;ngnis landet.<br>\n&nbsp;<br>\nSolange es Medien, wie die Nachdenkseiten und Rubikon gibt, habe ich noch Hoffnung.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMonika Klasen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>43. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS Team<\/p><p>Seit nun mehr 40 Jahren versuche ich zu erkl&auml;ren. Bei mir war der Ausl&ouml;ser des NACHDENKEN&nbsp; das Buch&nbsp;Die Grenzen des Wachstum des Glub of Rome Das ich 1973 als 15 j&auml;hriger gelesen habe. 46 Jahre ist das jetzt her. Und seit dem hat sich die Weltweite Gehirnw&auml;sche und Manipulation durch Politik, Wirtschaft, Regierungen und Staaten perfektioniert.<\/p><p>Die Masse der Menschen\/ B&uuml;rger ist nicht davon zu &uuml;berzeugen das sie systematisch und organisiert manipuliert werden. Wenn ich versuche&nbsp; mit Menschen dar&uuml;ber ins Gespr&auml;ch zu kommen, schalten die meisten ab. Ich werde als Spinner. Verschw&ouml;rungstheoretiker usw. oft regelrecht beschimpft. Die&nbsp; Menschen wollen nicht zuh&ouml;ren und schon &uuml;berhaupt nicht ihr Leben\/ Handeln &auml;ndern. Es ist ja so bequem, lieber weiter &uuml;ber alles meckern.&nbsp;Aber bloss nichts &auml;ndern. So gesehen haben die L&uuml;gner und Systeme gewonnen. Die Minderheit schaut NDS oder Kenfm. Und jeder Psychologe kann dieses Menschliche Verhalten erkl&auml;ren.<\/p><p>Fazit: Die Masse wird ihr Verhalten nicht &auml;ndern. Damit m&uuml;ssen leider alle kritischen NACHDENKER leben. Und somit wird dieser Planet von der Rasse Mensch zerst&ouml;rt.<\/p><p>Aber was soll es. Der Planet kann ohne uns weiter bestehen.&nbsp;Das tut er schon viel l&auml;nger als wir Menschen auf ihm leben. Das Expriment Mensch n&auml;hert sich dem Ende. Und um Einstein zu zitieren Zwei Dinge sind unendlich. Die Menschliche Dummheit und das Universum.<\/p><p>Beim Universum bin ich mir nicht sicher. Ja, das ist Sakasmus. Aber anders nicht zu ertragen.<\/p><p>MfG Dieter Klaucke&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>44. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der NDS,<\/p><p>ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Leute sofort dicht machen, wenn man ihnen mit zu vielen Details kommt. Oder ihnen zu viele links auf lesenswertes ( z.b. den NDS) zu schickt.<\/p><p>Mittlerweile nenne ich ihnen nur noch wenig, wo sehr offensichtlich wird, dass etwas nicht stimmt, wie z.b. WTC 7 oder Saudi Arabien vs. den europ&auml;ischen Werten, den R&uuml;stungsausgaben Russland vs. NATO zu und hoffe dass so etwas wie Zweifel bei ihnen aufkommt. Dieser Zweifel ist notwendig um sie dazu zu bringen sich selber weiter zu informieren. Aufgabe muss sein einen Keim des Zweifel zu setzen. Ist der erst gesetzt geht es meist sehe schnell.&nbsp;<\/p><p>MFG und weiter so,<br>\nJochen Brandt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>45. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Auch Jesus kam am Schluss nicht mehr mit seinen Argumenten durch &ndash; er musste sich umbringen lassen.<br>\n&nbsp;<br>\nEs ist eine Illusion, zu glauben, dass wir in der heutigen Zeit, weiter sind, und es &ldquo;Tricks&rdquo; gibt, auch die letzten Arschl&ouml;cher auf unsere Seite zu ziehen.<br>\n&nbsp;<br>\nEs bleibt nur, aufrecht allein zu stehen und laut seine Meinung zu sagen, auch wenn man dann zum Opfer wird.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn es genug Opfer gibt, werden vielleicht manche umdenken &ndash; weil sie f&uuml;rchten m&uuml;ssen, auch zum Opfer zu werden.<br>\n&nbsp;<br>\nEs gibt noch eine Hoffnung: &ldquo;Fridays for Future&rdquo;, eine Jugend, die von sich aus die Probleme erkennt.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nWalter Ludes, Schwetzingen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>46. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren vom NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>um an jene Menschen heranzukommen, die nicht mehr aufgekl&auml;rt werden wollen [<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51422\">nachdenkseiten.de\/?p=51422<\/a>], bedarf es nach meiner pers&ouml;nlichen Erfahrung dreierlei:<\/p><p>Geduld, guter Laune und des eigenen seelischen Gleichgewichtes. Den dritten Punkt kurz zu epxlicieren:<\/p><p>Man sollte immer nur dann dem Bed&uuml;rfnis zur Weitergabe von politisch nicht offensichtlich in das Weltbild des jeweiligen Gegen&uuml;bers passenden Informationen nachgeben, wenn man das erstens ohne Schaum vor dem Mund (sine ira et studio) und zweitens das bewu&szlig;te oder unbewu&szlig;te Bed&uuml;rfnis tun kann, sich hinterher selbst weniger &auml;ngstlich, unsicher etc. oder auch schlicht nur in seiner Meinung best&auml;tigt zu f&uuml;hlen. Anders formuliert gesagt ist &ndash; um den ber&uuml;hmten Begriff aus dem Gesang des Erhabenen (&raquo;Bhagavad Gita&laquo;) zu benutzen &ndash; das &rsaquo;Nichtanhaften&lsaquo; an die Akzeptanz anderer der selbst vorgebrachten Fakten und eigenen Meinung ausschlaggebend. Kurz, wir sollten Fakten, die wir f&uuml;r relevant und wissenswert halten, nur dann vorbringen, wenn i.) wir selbst seelisch ausgeglichen sind, was in meiner Wahrnehmung gute Laune und Geduld einschlie&szlig;t, und ii.) unser seelisches Gleichgewicht nicht von der Akzeptanz dieser Informationen durch unser Gegen&uuml;ber abh&auml;ngt.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e und die dringende Bitte! Weitermachen. So wie bisher! Sie k&ouml;nnen sich Irrt&uuml;mer leisten, weil Sie bereit zu Korrekturen sind.<\/p><p>Michael Dahnke<\/p><p>P.S. Kurze Antwort auf die zugrundeliegende Frage im Artikel von Annette Sorg: &raquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51326\">Lieber dazugeh&ouml;ren, als aufgekl&auml;rt sein<\/a>&laquo;? Nein! 1. Die eigene geistige und seelische Freiheit d&uuml;nkt mich alle Mal zu wertvoll, um sie daf&uuml;r aufzugeben. 2. Mittel und Wege finden &ndash; ja, das ist auch Arbeit &ndash; um a) so weit in sich selbst zu ruhen und b) in ein ausreichend gro&szlig;es und tragf&auml;higes sociales Netz eingebunden zu sein, da&szlig; man sich nicht von der Akzeptanz der in den eigenen Augen Realitt&auml;tsverweigerer abh&auml;ngig f&uuml;hlt, und c) seinerseits offen f&uuml;r neue soziale Kontakte zu sein und zu bleiben.<\/p><p>&mdash;<\/p><p>&raquo;Arguing that you don&rsquo;t care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different from saying you don&rsquo;t care about free speech because you have nothing to say.&laquo;<\/p><p>Edward Snowden, cited by <a href=\"https:\/\/www.gnupg.org\/\">gnupg.org<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>47. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Macher, sehr geehrter Albrecht M&uuml;ller.<\/p><p>Sie liegen v&ouml;llig richtig mit der Einsch&auml;tzung, dass es f&uuml;r viele Menschen erm&uuml;dend bis nervig ist, das aktuelle Zeitgeschehen noch kritisch zu verfolgen.<\/p><p>Meine Strategien diesbez&uuml;glich sind:<\/p><ol>\n<li>Im Umgang mit mir selbst.\n<ul>\n<li>Diversifikation der Quellen.<\/li>\n<li>Aufmerksamkeit dosieren.<\/li>\n<li>Sich selbst &ldquo;Pausen&rdquo; verordnen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Im Umgang mit anderen.<br>\nEine &ldquo;Triage&rdquo; ;-) vornehmen (d.h., den in Frage kommenden Personenkreis in Gruppen einteilen):\n<ul>\n<li>Ohne Chance\/&rdquo;hirntot&rdquo; = Aufkl&auml;rung irreversibel unm&ouml;glich<\/li>\n<li>Leicht erkrankt\/benommen&nbsp; = &nbsp; Aufkl&auml;rung sp&auml;ter noch m&ouml;glich, gerne umf&auml;nglich<\/li>\n<li>Schwer erkrankt\/verwirrt =&nbsp; Aufkl&auml;rung dringend notwendig, eher kompakt<\/li>\n<li>Schwer erkrankt\/verst&ouml;rt =&nbsp; Aufkl&auml;rung sofort, akut notfallm&auml;&szlig;ig<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr. Matthias Gratias<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>48. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>Erstens will ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, mich als &ldquo;aufgekl&auml;rt&rdquo; zu bezeichnet. Diesen Begriff habe ich auch im referenzierten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51326\">NDS-Artikel<\/a> mehrfach gelesen. Genauso wenig will ich zu einer Gruppe von (vermeintlich) Aufgekl&auml;rten oder gar Aufkl&auml;rern geh&ouml;ren.<\/p><p>Gemeint sind zwar vermutlich die Leute, die neben dem allgemeinen Grundwissen, dass alles in den &ldquo;Nachrichten&rdquo; fehlerhaft sein k&ouml;nnte, auch min. 1x auf eine offenbar gezielte Falschnachricht gesto&szlig;en sind, wodurch sie misstrauisch geworden sind. Wenn ich aber bei einem politischen Thema, zu dem es abweichende Interessen und Meinungen gibt, jemanden von etwas &uuml;berzeugen will, dann vielleicht von diversen Fakten und Zusammenh&auml;ngen, um deutlich zu machen, wieso ich zu meiner Meinung gelangt bin. Ich w&uuml;rde jedoch niemanden &ldquo;aufkl&auml;ren&rdquo; wollen, indem ich ihm meine Meinung aufdr&auml;nge.<\/p><p>Wenn es bei einer solchen Falschnachricht evtl. noch um ein Spezialgebiet geht, auf dem der jeweilige Nachrichtenkonsument ausreichend Vorwissen hat, um die Sinnhaftigkeit der Nachricht einordnen zu k&ouml;nnen, ist das pl&ouml;tzlich entstehende Misstrauen am gr&ouml;&szlig;ten. Beispiel: Ein IT-Admin h&ouml;rt in der Tagesschau &ldquo;unbekannte Hacker aus Russland\/China\/Nordkorea&rdquo; &ndash; er wei&szlig;, dass sich Angriffe oder Viren in den seltensten F&auml;llen zuverl&auml;ssig zur&uuml;ckverfolgen lassen und dass jeder Geheimdienst falsche Spuren legen w&uuml;rde -&gt; Er wird misstrauisch gg&uuml;. der Tagesschau, wenn auch nur bei IT-Nachrichten, w&auml;hrend andere Zuschauer die Attribution f&uuml;r bare M&uuml;nze nehmen.<\/p><p>Beispiel zum Thema NATO-Kriege:<\/p><p>Ich habe mich mit jemandem aus meiner Verwandschaft &uuml;ber das Thema Kriegspropaganda unterhalten. Die Person wusste gar nicht, wovon ich rede, also nannte ich den Irakkrieg. Klare Antwort: Wir waren sowieso alle gegen den Krieg. Gute Antwort, aber ich habe Zweifel, dass damit das Thema Propaganda gekl&auml;rt ist. Daf&uuml;r sieht die Person zu oft die Staatsnachrichten. N&auml;chstes Beispiel Kosovokrieg. Frage: Fandest du das gut? Antwort: Ja. F: Wirklich? A: Na ja, heute sehe ich das anders. F: Warum? A: Weil ich mich heute grunds&auml;tzlich nicht mehr in fremde L&auml;nder einmischen w&uuml;rde. F: Und warum warst du damals f&uuml;r unseren Angriffskrieg? [Fast jede direkte Formulierung in der Art &ldquo;unser Angriffskrieg&rdquo; st&ouml;&szlig;t auf Stirnrunzeln, oft kommt eine lange aber wenig hilfreiche Antwort, als ob die Person verbal angegriffen worden w&auml;re.] A: Man musste dem Leiden doch endlich mal ein Ende setzen! Das war doch keine Propaganda, ich habe die Leute aus Jugoslawien doch hier in Deutschland mit eigenen Augen gesehen! [Ab hier kann ich mich nicht mehr genau an das Gespr&auml;ch erinnern&hellip;] F: Und die sind alle 1999 hierher gekommen und vorher nicht? Da unten haben sie sich doch scheinbar alle gegenseitig bekriegt und zwar v.a. Anfang bis Mitte der 90er, das hat doch nicht erst 99 angefangen!? A: Achso ja&hellip; F: Siehst du was ich mit Propaganda meine? Ich sage ja nicht, dass es die Leute nicht gegeben haben soll, die du gesehen hast. Die Propaganda l&auml;sst Serbien aber als den B&ouml;sen erscheinen. [Unverst&auml;ndnis und Stirnrunzeln, aber der Rest ist mir entfallen.]<\/p><p>Ob ich die westliche Unterst&uuml;tzung auf Bewaffnung der Freiheitsk&auml;mpfer\/Terroristen &ldquo;UCK&rdquo; erw&auml;hnt habe, wei&szlig; ich nicht mehr. Ich bin mir aber sicher, dass es die Person nicht dazu gebracht h&auml;tte, ihre eigene Position zu kritisieren und auf meinen Punkt einzugehen, dass die Kriegspropaganda den Fokus auf Serbien gelenkt hat.<\/p><p>Obwohl ich den offensichtlichen Wunsch dieser Personen, die Gewalt zu beenden, absolut nachvollziehen kann, fehlt solchen Leuten einerseits die Einsicht, dass es ein bestimmter Schauplatz der Gewalt ist, auf den die Aufmerksam propagandistisch gelenkt wurde und andererseits fehlt das Hintergrundwissen (vermutlich auch der Mut), zu erkennen, dass gerade solche &ldquo;Schaupl&auml;tze&rdquo; oft inszeniert und geplant sind. Wenn ich bspw. erw&auml;hne, dass es scheinbar sogar zur Kriegsvorbereitung ein Clinton-Wahlkampfteam in Deutschland gab (jedenfalls laut <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=19970\">Jochen Scholz<\/a>), wird das als Spinnerei abgetan, denn die 99 gew&auml;hlte Regierung war einfach so beliebt.<\/p><p>Wahrscheinlich gibt es verschiedene Abstufungen, wie stark man gehirngewaschen sein kann (und auch ich bin wahrscheinlich betroffen, gerade dort, wo ich nicht aufpasse). Aber solchen Gespr&auml;chen entnehme ich, dass die Propaganda damals 1999 ganz besonders wirksam war.<\/p><p>Bevor ich jetzt noch mehr schreibe, warte ich erst mal ab, ob &uuml;berhaupt eine Antwort kommt. Vermutlich ist dies die tausendste Geschichte dieser Art.<\/p><p>Philip S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>49. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag, Herr M&uuml;ller und Herr Berger und ein Hallo an das ganze NDS-Team,<\/p><p>dieser Artikel nervt mich seit zwei Tagen. Immer wieder habe ich angesetzt, Ihnen zu schreiben, immer habe ich es gel&ouml;scht &ndash; passte nicht.<\/p><p>Ich hoffe, ich hab&lsquo;s jetzt passend:<\/p><p>Dass mich das Thema nervt, liegt sicher daran, dass es mich sehr ber&uuml;hrt, eigentlich aufw&uuml;hlt.<\/p><p>Zu mir: bin Jahrgang 1951, mein Vater 1901. Das erw&auml;hne ich, weil da Kaiserreich und die junge Republik zusammenkamen, weil ich von ihm viel gelernt und geh&ouml;rt habe, besser als jeder Geschichtsunterricht und jedes Fachbuch. Keine Frage blieb offen. Er hat mich auch in anderen Feldern wissend gemacht, z. B. der Astronomie und der Biologie.<\/p><p>Ich habe mich immer schon f&uuml;r Politik interessiert, und ich habe unterschiedlich meine Meinung gesagt und vertreten. Damit bin ich schon in der Berufschule unangenehm aufgefallen. Das war mir damals egal.<br>\nDann wurde ich oft &ldquo;Hei&szlig;sporn&rdquo; genannt, das empfand ich als Ehre gegen die &ldquo;Schwanzeinzieher&rdquo;. Das war alles in adoleszenten Jahren. <\/p><p>Sp&auml;ter war ich oft eher der Zuh&ouml;rer denn der Diskutierer, weil ich oft nicht glauben konnte, was ich da zu h&ouml;ren bekam. Aber ich konnte immer meine Meinung einbringen.<\/p><p>Seit Jahren merke ich aber, das das Feld unangenehmer geworden ist.<br>\nDie Diskussionsf&auml;higkeit hat stark abgenommen, es wird nur noch polarisiert. (Ich glaube, das ist Programm.)<\/p><p>Nun bin ich seit 14 Jahren im deutschen Bildungswesen unterwegs, um das ganze Wissen, dass ich angesammelt habe, weitergeben zu k&ouml;nnen.Das betrachte ich als meine eigentliche Lebensaufgabe.<\/p><p>Meine inzwischen erwachsenen Kinder haben immer davon profitiert. Ich habe ihnen immer ihre Meinung gelassen und mich nur ge&auml;ussert, wenn sie mich gefragt haben.<br>\nNun gut gut &ndash; sie sind auf Vaters (und Gro&szlig;vaters &hellip;) Linie. Freiwillig &ndash; das macht mich stolz.<\/p><p>Seit 14 Jahren habe ich nun unterschiedliche Zielgruppen im Unterricht: junge Menschen in Ausbildung, die Unterst&uuml;tzung brauchen, aber auch Erwachsene, die Arbeit suchen.<\/p><p>In diesen Kreisen unterrichte ich Fachtheorie, aber auch Allgemeinbildung, Sozialkunde, Wirtschaftskunde, Gemeinschaftskunde.<\/p><p>Also mehr auf Abstand &hellip; aber als Beobachter entdecke ich, dass es ein gro&szlig;es Bed&uuml;rfnis gibt, die Wahrheit zu erfahren, da die herk&ouml;mmlichen Quellen anscheinend nicht mehr befriedigen.<\/p><p>Das f&uuml;hrt im Unterricht dann schnell zu Themen, die ich dann nat&uuml;rlich liebend gerne aufgreife &ndash; die Neutralit&auml;t beachtend. Oft geht es dann in Richtung dessen, was ich so denke!! Und dass bei den jungen Menschen (zwischen 16 und 20) als auch bei den Erwachsenen, und da immer heftiger bei den &Uuml;50. Die jungen sind da noch wissbegieriger.<\/p><p>Interessanterweise verteile ich dort sehr gerne Ihren Flyer, brauche bald Nachschub.<\/p><p>Was den privaten Bereich angeht: ich habe meine Standpunkte eingebracht, man kennt sie und akzeptiert sie, weil ich sie nicht missionarisch sondern nachfragend vertrete. Ich denke, kompetent ist das richtige Wort dazu. Und viele merken dann, dass ihre Meinung aus unkompetenten Quellen kommt.<br>\nEinige haben mich dazu unter vier Augen angesprochen &ndash; die Saat geht auf.<\/p><p>Viele Menschen trauen sich nicht &ndash; in so einer Zeit ihre Meinung, die ja so aussergew&ouml;hnlich scheint &ndash; abzugeben. Dazu, ja, geh&ouml;rt Mut. Wir &ndash; als aufgekl&auml;rte Wissende, d&uuml;fen einfach nicht missionieren, sondern m&uuml;ssen fragen und zuh&ouml;ren. Dann geht die Saat auf &ndash; wie bei mir und meinem Vater.<\/p><p>Und dazu (Mut) sage ich auch ganz klar: Ein Freund ist ein Mensch, der nicht meine Meinung teilt, sondern mich dadurch weiterbringt, dass er eine eigene vertritt. Nat&uuml;rlich nicht immer.<\/p><p>Was wir brauchen, wenn wir mit anderen zusammen sind, ist Mut, unseren Standpunkt wertfrei zu sagen. Das alleine ist schwer &ndash; ich hab ein paar Jahre daran gearbeitet &ndash; aber seitdem klappts mit dem &ldquo;Nachbarn&rdquo; immer besser.<\/p><p>Bitte behalten Sie meinen Namen bei sich. Wenn R&uuml;ckfragen kommen gibt es sicher einen Weg &hellip;<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nD. B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>50. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, hier meine f&uuml;nf Cents:<\/p><p>Im Freundeskreis habe ich nie Probleme gehabt. W&auml;re das so, dann hast du keine Freunde mehr, vielleicht einmal mehr dich selbst.<\/p><p>Im Bekanntenkreis, der haupts&auml;chlich Spanien, nur noch wenige Menschen&nbsp;in Deutschland und in ein paar L&auml;ndern umfasst, geht die Spannweite von 20-75 Jahren und vom Million&auml;r bis zum prek&auml;r Besch&auml;ftigten.<\/p><p>Ich kenne Linke und Rechte, die f&uuml;r Abspaltung von Katalonien von Spanien sind und kenne Rechte, die f&uuml;r die gleichgeschlechtliche Ehe sind und Linke, die in dieser Frage einen roten Kopf vor Wut (aufgrund ihrer Abneigung) bekommen. <\/p><p>Wie Billy Joel sang, all I see are shade of Grey.<\/p><p>Ich habe da keine Probleme, obwohl&nbsp;man sagen kann, das ich mich argumentativ oft bei Sahra Wagenknecht und den NDS befinde.<\/p><p>Es kommt wohl auch darauf an, wie man argumentiert. Wirft man nur etwas in den Raum und kann dann schon die erste Gegenfrage nicht beantworten, wird es eng.<\/p><p>Eine geh&ouml;rige Portion Selbstbewusstsein geh&ouml;rt auch dazu.<\/p><p>Mir fehlt hier allerdings die vielleicht wichtigste Komponente in der Frage&nbsp;&ndash; die meisten Leute (im aller engsten Bekanntenkreis) reden ja gar nicht mehr &uuml;ber Politik und Wirtschaft, es interessiert sie schlicht nicht mehr. <\/p><p>Ich glaube nicht, das man da ausgegrenzt wird.<\/p><p>Sagt ein FC Bayern Fan, dessen bester Freund in Deutschland ein BVB-Dauerkarteninhaber ist.&nbsp;Mein&nbsp;Vater ist Schalke 04 Fan. Da erfahre ich genug Dem&uuml;tigungen nach jedem Spieltag.<\/p><p>VG MP<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>51. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team,<br>\nwie in Ihrem Artikel &ldquo;Bei Gespr&auml;chen mit Freunden die Klappe halten. Oder: Wie kommen wir an jene Menschen heran, die nicht mehr aufgekl&auml;rt werden wollen? Eine Frage an Sie.&rdquo; gebeten sende ich Ihnen einen Leserbrief zu.<br>\nHierbei gehe ich auf die Politiktypen ein denen ich schon in Diskussionen begegnet bin, sowie die Verhaltensweisen die man sich beibringen kann um bei Diskussionen m&ouml;glicherweise das Nachdenken anzuregen:<br>\nLieber dazugeh&ouml;ren als aufgekl&auml;rt sein &ndash; Was k&ouml;nnen wir in Zeiten in denen kritisches Denkenunerschw&uuml;nscht ist unternehmen ? &ndash; Ein Einordnungsversuch<br>\nSehr geehrtes Nachdenkseiten &ndash; Team als allererstes m&ouml;chte ich mich f&uuml;r Ihren unerm&uuml;dlichen Einsatz in Sachen Aufkl&auml;rung, Diskussionsf&uuml;hrung und des Sensibilisierens, des kritischen Denkens und Hinterfragens bei den t&auml;glichen Informationsfluten, die &uuml;ber uns hereinbrechen herzlich bedanken. Sie Leisten hervorragende journalistische Arbeit. Nachdem ich diese Worte nun endlich einmal zu Papier bringen konnte, unternehme ich nun den Versuch, m&ouml;gliche Wege aufzuzeigen, um unsere Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger wieder zum Nachdenken und zum Diskutieren zu bewegen. Hierzu k&ouml;nnen Sie selbstverst&auml;ndlich meine Meinung kritisch w&uuml;rdigen und ihre erg&auml;nzen. Daf&uuml;r gliedere ich den Beitrag in drei Abschnitte:<\/p><ol>\n<li>Welche Politiktypen k&ouml;nnen uns begegnen?<\/li>\n<li>Worum geht es bei einer Diskussion?<\/li>\n<li>Was bedeutet dies f&uuml;r unsere n&auml;chsten Gespr&auml;che? Welche Politiktypen k&ouml;nnen uns begegnen?:Es ist sehr wichtig erst einmal zu erkennen welche Standpunkte eine Mitb&uuml;rgerin oder Mitb&uuml;rger vertritt, um die Chancen abzuw&auml;gen die oder denjenigen zu einer Diskussion zu bewegen und den Versuch zu unternehmen auf ein gemeinsames zufriedenstellendes Ergebnis zu kommen. Im Laufe der Jahre bin ich folgenden Politiktypen begegnet:<\/li>\n<\/ol><p>Anmerkung: Die Aufz&auml;hlung ist sicher nicht vollst&auml;ndig und Politiktypen k&ouml;nnen sich auch vermischen. Der &Uuml;berblick sollte allerdings die Einordnung etwas vereinfachen.<\/p><p><strong>Der Pro Unternehmer:<\/strong> Dieser Politiktyp steht entweder als Selbst&auml;ndiger (Firmenchef, Vorstand, Ingenieur, etc.) oder als Arbeitnehmer in gehobener Position \/ Beruf auf der Gewinnerseite des Lebens. Ein Guter Lohn, gute Arbeit sorgte und sorgt daf&uuml;r das er sich keine Gedanken um die Zukunft \/ Altersvorsorge machen muss. F&uuml;r ihn ist das Unternehmen \/ Wirtschaft das Beste was es gibt und wer in irgendeiner Weise Kritik daran &auml;u&szlig;ert bekommt die Klauen in der Art von Worten wie &bdquo;Kommunist, sozialer Spinner, was machst du denn ohne die deutsche Wirtschaft&ldquo; zu sp&uuml;ren oder dadurch das man ignoriert wird. Zudem sind die Worte Leistung, Leistungsgesellschaft und Aufstiegsm&ouml;glichkeiten ein fester Bestandteil ihrer Argumente. Bei diesem Politiktyp ist es schwer, wenn nicht gar unm&ouml;glich diesen mit sozialen oder umweltbezogenen Argumenten &uuml;berzeugen zu wollen. Geschweige denn eine neutrale Diskussion zu f&uuml;hren. Wenn ihr es trotzdem versuchen wollt habt hieb und stichfeste Argumente parat.<\/p><p><strong>Der &Ouml;ko:<\/strong> Bei diesem Politiktyp dreht es sich zum gr&ouml;&szlig;ten Teil um die Umwelt und ist in der Mittelschicht zu finden. Eine gesunde Natur, das Tierwohl werden seine Hauptargumente sein. Um diesen W&uuml;nschen gerecht zu werden hat er ggf. auch radikale L&ouml;sungen parat. Ebenso ist er ein &uuml;berzeugter Bef&uuml;rworter von &Ouml;kol&auml;den, Fahrradfahren und der Elektromobilit&auml;t. Bei diesem Typ sollte man gut in Umweltfragen ger&uuml;stet sein und auch damit einsteigen. Hat man bei diesem Politiktyp Verst&auml;ndnis oder &auml;hnliche Meinungen f&auml;llt es leichter auch &uuml;ber soziale Themen zu reden. &Uuml;berzeugende Argumente sollte man auch hier parat haben. <\/p><p><strong>Der Stammw&auml;hler:<\/strong> Dieser Politiktyp hat sich vor langer Zeit einmal f&uuml;r eine Partei und deren &Uuml;berzeugung entschieden. Diese Haltung beh&auml;lt er auch meistens bei. Unabh&auml;ngig ob diese Partei noch die W&uuml;nsche dieses Politiktyps erf&uuml;llt oder nicht. Oft hat dieser Politiktyp konservative Vorstellungen von der Welt. Man k&ouml;nnte ihn auch als einen der &bdquo;Mit dem Strom schwimmt&ldquo; bezeichnen. Man sollte sich darauf einstellen das typische Argumente die in Radio, Fernsehen und Zeitungen zu finden sind benutzt werden und abweichende Argumente auf Verwunderung wenn nicht sogar zu Verwirrung oder Ablehnung f&uuml;hren. Diesen Politiktyp kann man nur erreichen wenn er bereit ist die Filterblase zu verlassen.<\/p><p><strong>Der WeltverbessererIn:<\/strong> dieser Art von Politiktyp geht es etwas bunter her. Hier sind die Klassen der Unter- bis Mittelschicht vertreten. Es gibt verschiedene Meinungen zu sozialen Themen wie Wohnen, Arbeit, Bildung, Krieg etc. Dabei gibt es radikale L&ouml;sungen wie Verstaatlichung, direkte Demokratie bis zu &uuml;berzeugten Bef&uuml;rwortern der Agenda 2010. Einig sind sich allerdings alle, dass sie mit ihren L&ouml;sungen die Welt verbessern k&ouml;nnen. Bei diesem Typ hat man schneller einen Fu&szlig; in der T&uuml;r und kann durchaus interessante Diskussionen f&uuml;hren.<\/p><p><strong>Der Nichtw&auml;hler:<\/strong> Dieser Typ ist entweder politikm&uuml;de oder aber hat kein Interesse an der Politik (meist junge Leute) bzw. geben sich auch besonderen &Uuml;berzeugungen hin (Bsp. Chem Trails, Flacherdler, Echsenmenschen etc.). In den F&auml;llen der Politikm&uuml;digkeit oder Interessenlosigkeit der jungen Generation besteht nur die M&ouml;glichkeit den Grund daf&uuml;r in Erfahrung zu bringen und die Wichtigkeit die Politik f&uuml;r unser demokratisches System hat darzustellen. Ggf. kann man auch auf die Pflichten eines B&uuml;rgers zur Kontrolle der Politik eingehen. Es k&ouml;nnen durchaus interessante Meinungen dabei herauskommen. Nun da die wichtigsten Politiktypen und ihre Standpunkte einmal aufgef&uuml;hrt wurden kommen wir zum zweiten Abschnitt. <\/p><p>Worum geht es bei einer Diskussion:<\/p><p>Hierzu m&ouml;chte ich gerne zuerst einmal die Definition nennen: Eine Diskussion ist per Definition ein Gespr&auml;ch zwischen zwei oder mehreren Personen, meist zu einem Thema, wobei jede Seite ihre Argumente vortr&auml;gt. Hierzu ist es wichtig das mit wechselseitigem Respekt argumentiert wird und gegenteilige Argumente und Meinungen zugelassen und gepr&uuml;ft werden, anstatt sie vorschnell zu verwerfen. Ein guter Diskutant h&ouml;rt zu, l&auml;sst ausreden und ist konzentriert auf das Gesagte des Gegen&uuml;bers einzugehen und seine Argumente sachlich darzustellen. Mit dieser Definition k&ouml;nnen wir uns also entsprechend auf Diskussionen einstellen. Dazu m&ouml;chte ich einige Fehler nennen die auch mir schon bei meist hitzigen Diskussionen passiert sind. Was schon von vorneherein ein schlechter Start f&uuml;r eine Diskussion ist:<\/p><ol>\n<li>Gehe nicht davon aus das du deinen Gespr&auml;chspartner &uuml;berhaupt oder mit nur einer Diskussionsrunde von deinen Argumenten &uuml;berzeugen kannst. Dies braucht Zeit und vor allem den Willen des Gegen&uuml;bers sich selbst kritisch mit seinen und deinen Argumenten auseinander zu setzen. Wir wollen das Nachdenken und das kritische Hinterfragen anregennicht Diskussionen gewinnen.<\/li>\n<li>Habe passende Argumente parat (Das ist wohl eines der schwersten Teile einer Diskussion vor allem wenn man privat wie beruflich mit vielen Informationen konfrontiert ist. Dazu kommt das das Gehirn f&uuml;r sich unwichtige Informationen schnell l&ouml;scht).<\/li>\n<li>Stell dich darauf ein das dein Gegen&uuml;ber genau gegenteiliger Meinung ist. (So viele Menschen wir sind, so verschieden sind wir auch in unserer Meinung und unserem Kenntnisstand in der Politik). <\/li>\n<li>Nimm das in 3. erw&auml;hnte aber nicht zum Anlass in den Glauben zu verfallen du w&uuml;sstest es grunds&auml;tzlich besser.<\/li>\n<li>Verfalle nicht in einen aufgeb&auml;umten Zustand wenn du die Argumente des Gegen&uuml;ber h&ouml;rst und darauf deine Argumente kundtust. Bedanke dich lieber zuerst f&uuml;r sein\/e dir offenbarte Meinung ehe du fortf&auml;hrst warum du anderer Meinung bist.<\/li>\n<li>Sollten Worte wie &bdquo;populistische Meinung, das h&ouml;rt sich sehr nach Verschw&ouml;rungstheorie an&ldquo; kommen, sei nicht ver&auml;rgert oder aufgebracht. Kl&auml;re deinen Gegen&uuml;ber &uuml;ber die Wortbedeutung auf und nenne Beispiele (z.B. Verschw&ouml;rungstheorien, das sagte man bei der Irak-L&uuml;ge oder bei den &Uuml;berwachungsvorw&uuml;rfen der USA auch bis die Dokumente an die &Ouml;ffentlichkeit kamen)<\/li>\n<li>Lehne nicht grunds&auml;tzlich jedes Argument das dein Gegen&uuml;ber genannt hat kategorisch ab.(z.B. &bdquo;die Unterst&uuml;tzung der Wirtschaft sicher nicht! Die profitieren doch dauernd und der kleine Mann schaut in die R&ouml;hre&ldquo; besser &bdquo;Ich verstehe deine Argumente, dass die Wirtschaft wichtig ist, allerdings habe ich festgestellt, dass die Wirtschaft &uuml;berproportionalviel profitiert im Vergleich zu Arbeitnehmern, die die Fabriken am laufen halten was sehr einseitig ist z.B hier und hier meinst du nicht ? &ldquo; Dies ist auch ein gutes Mittel, um den Vorwurf des Populismus zu entkr&auml;ften worauf ich hier jedoch nicht weiter eingehe, da dies den Artikel noch l&auml;nger machen w&uuml;rde als er sowieso schon ist.)<\/li>\n<li>Untermauere deine Argumente indem du darauf verweist das gesagte mit Quellen belegenzu k&ouml;nnen. Dies hat eine andere Wirkung als zu sagen man h&auml;tte diese Information hier und dort gelesen , geh&ouml;rt, gesehen. (Zum Beispiel sichere ich f&uuml;r mich wichtige Artikel auf einem USB-Stick und verweise auf die Datensammlung von mittlerweile 1GB (800 Artikel jeglicher Themen) die ich meinem Gespr&auml;chspartner gerne zum studieren zukommen lasse.<\/li>\n<li>Bedanke dich nach dem Gespr&auml;ch f&uuml;r die offene Unterhaltung und bitte den Gegen&uuml;ber doch &uuml;ber das Gesagte noch mal in Ruhe dar&uuml;ber nachzudenken.<\/li>\n<\/ol><p>Was bedeutet dies f&uuml;r unsere n&auml;chsten Gespr&auml;che:<\/p><p>Nachdem wir nun die m&ouml;glichen Politiktypen die uns begegnen k&ouml;nnen und die meisten Fehler die wir bei Diskussionen begehen und wie man sie vermeiden kann besprochen haben, m&ouml;chte ich uns zum Schluss f&uuml;r unser n&auml;chstes Gespr&auml;ch r&uuml;sten.&#57354;Wir sollten darauf achten mit welchen Politiktypen wir Diskussionen f&uuml;hren und ob unsere M&uuml;he diesen Politiktyp zu &uuml;berzeugen dies Wert ist (K&auml;mpfen gegen Windm&uuml;hlen) &#57354;Wir m&ouml;chten das Nachdenken und das kritische Hinterfragen anregen nicht Diskussionen gewinnen. Dies bedeutet auch oft im Mainstream genutzte Begriffe wie Populist, Verschw&ouml;rungstheorie etc. zu erkl&auml;ren.&#57354;Wir sollten unsere Argumente wie ein Werkzeug beherrschen um nicht in Diskussionen ins straucheln zu geraten. (Fakten, Fakten, Fakten)&#57354;Wir sollten damit rechnen das unser Gegen&uuml;ber anderer Meinung ist. Dies bedeutet wir sollten offen die Argumente des Gegen&uuml;bers aufnehmen und nicht in eine grunds&auml;tzliche Abwehrhaltung verfallen. Zudem sollten wir diese Argumente kritisch w&uuml;rdigen. (wie im Beispiel oben &bdquo;Wirtschaft &ndash; Arbeitnehmer&ldquo; angesprochen).&#57354;Untermauere deine Argumente und wenn gew&uuml;nscht stelle deine Quellen deinem Gespr&auml;chspartner zur Verf&uuml;gung.&#57354;Bedanke dich f&uuml;r die interessante Diskussion und bitte deinen Gegen&uuml;ber &uuml;ber das Gesagte noch mal in Ruhe dr&uuml;ber nachzudenken. Damit sind wir am Ende meines Artikels angekommen. Ich hoffe, ich kann mich bei vielen daf&uuml;r bedanken bis hier hin durchgehalten zu haben und hoffe ich konnte euch zum Nachdenken bringen. Vielen Dank !PS: Gerade zum Thema &bdquo;Profitieren der Unternehmen in der BRD&ldquo; w&auml;re es mal interessant zu wissen wie oft unsere Unternehmen denn schon gest&uuml;tzt wurden. K&ouml;nnt ihr hierzu mal einen Sammelartikel erstellen ? Mir fiele auf Anhieb die Dokumentation auf ZDFZeit und arte ein &bdquo;Wie gerecht ist Deutschland&ldquo; und die Finanzkrise 2008. Wenn mich nicht alles t&auml;uscht profitierten die Unternehmen auch in den 80er Jahren stark vom Staat<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en Larry<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>52. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Frau Sorg sprach unter anderem von der tolerierten Kritik und deren Feigenblatt. Ich habe eine Anmerkung hierzu &uuml;ber die &rdquo; Anstalt &rdquo; und frage nach den Wirkungen&nbsp; &ndash; gewollt &ndash;&nbsp; auf die Menschen . Seit Monaten kann ich mir diese Sendung letztendlich nicht mehr anschauen, weil mir der Klamauk h&auml;ufig auf die Nerven geht. Daneben sind die ernsthaft und zutreffenden Hintergrundsinformationen &uuml;ber die neoliberalen Zusammenh&auml;nge von Systemen der Gesellschaft und Wirtschaft zu betrachten, die au&szlig;erordentlich gut sind. Mir kam dabei immer der Gedanke&rdquo; Gut, dass man mal dr&uuml;ber gelacht hat &ldquo;. Ich bef&uuml;rchte, dass diese Sendung, obwohl von Ihnen immer empfohlen, letztendlich eine verheerende Feigenblattfunktion hat, die die dringende politische Aufkl&auml;rung ins Belanglose gleiten&nbsp; l&auml;sst und das auch soll. Es fehlt die Ernsthaftigkeit und die Betroffenheit,&nbsp; um zu verstehen, was in Europa passiert. Es ber&uuml;hrt die Menschen nicht. Es hat nur die kurze Wirkung der Belustigung. Es liegt auch an der Sprache, die nicht betroffen macht, sondern eben karikiert. Und ich nehme an,&nbsp; dass sich in dieser Form das ZDF die Anstalt &rdquo; leistet&rdquo;<\/p><p>Tief betroffen war ich auch von dem Auftritt vor 2 Jahren des &ldquo;kleinen Buben&rdquo;&nbsp; aus dem griechischen Distomo, der fast blind auf die B&uuml;hne trat und dessen pers&ouml;nliche Geschichte in der Schweiz&nbsp; ich sehr gut kenne aus einem Aufenthalt in Distomo. Er ist &uuml;ber 70 Jahre nun alt.&nbsp; Ich fand das mi&szlig;brauchend und &auml;u&szlig;erst un&uuml;berlegt, wenn man sich anschaut, was in Distomo passierte und bis heute politsch und juristisch unverarbeitet ist. Das geh&ouml;rt nicht als unreflektierter Effekt in die Anstalt. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nElena M&uuml;hle-Stein <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>53. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Frau Sorg,<\/p><p>folgende Gedanken zum Thema:<\/p><p>Ich w&uuml;nsche mir, dass eure Zukunft gesichert ist, dass es euch auch noch in 10 Jahren mit der gleichen Schlagkraft gibt, dass euch bewusst ist die Welt nicht retten zu koennen, aber dass euch genauso bewusst ist einen gro&szlig;en Beitrag zur Ver&auml;nderung zu leisten, nach dem Motto, sei du selbst die Ver&auml;nderung die du dir in der Welt w&uuml;nschst. Ich denke die Flyer Aktion war ein erster richtiger Schritt. Vll k&ouml;nnt ihr durch Anzeigen in Medien auf euch aufmerksam machen oder &uuml;ber Facebook. Wie hat sich die Zugriffszahl auf eure HP seit der Flyer Aktion ver&auml;ndert? <\/p><p>Ich denke die Rollen Identifikation mit dem System und mit dem Beruf ist v.a. im Westen immer noch sehr stark. In Diskussionen merke ich das immer wieder. Das Vorstellungsverm&ouml;gen fuer eine andere Welt fehlt v&ouml;llig oder das bestehende System wird als un&uuml;berwindbare H&uuml;rde empfunden. Viele w&uuml;rden gerne, aber haben Kinder&hellip; Ich selbst nehme absolut in Kauf Freunde aufgrund meiner kritischen Haltung zu verlieren. Andererseits habe ich ein paar Menschen die so denken wie ich. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e Mathias<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>54. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r die Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten. <\/p><p>Ja, eine wirklich herausfordernde Frage mit der wir uns in den letzten Jahrzehnten weniger besch&auml;ftigten mussten, die aber in der heuigen Zeit enorm an Bedeutung gewinnt. Ich gehe davon aus, dass Sie unter Freunde die wirklichen Freunde des Lebens meinen und nicht nahe Angeh&ouml;rige, Nachbarn udgl., bei denen h&ouml;chstwahrscheinlich unterschiedliche Verhaltensweisen angebracht sind. <\/p><p>Zu den wirklichen Freunden:&nbsp; unbedingt Klappe aufmachen wenn man sich f&uuml;r ein wichtiges Thema ausreichend und unabh&auml;ngig informiert hat, und dann mit Sympathie, diplomatischen Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen sachlich die Argumente, Quellen und Statements r&uuml;berbringen. Es sollte im ersten Schritt nicht die eigene Meinung im Vordergrund stehen, sondern die G&uuml;ltigkeit der zugrunde liegenden Informationen &uuml;berpr&uuml;ft werden. Wenn diese Informationen nicht valide sind, kann eine weitere sinnvolle Diskussion nicht mehr stattfinden. Scheitert man bereits bei der &ldquo;Aufkl&auml;rung&rdquo; z.B. wenn der Gespr&auml;chspartner gar nicht gewillt ist, &ldquo;Neues&rdquo; oder alternative Quellen zu h&ouml;ren, kann es je nach Wichtigkeit des Themas &uuml;ber kurz oder lang zur Beeintr&auml;chtigung oder gar zum Bruch der Freundschaft kommen.&nbsp; Sollte es soweit kommen, w&auml;re es nat&uuml;rlich bedauerlich, zumal die ungeheuer starke Polarisierung Politik und der mainstream-Medien als Ursache&nbsp; gesehen werden muss. Leider sind die heutigen Themen so derma&szlig;en ideologisch und religi&ouml;s besetzt und k&ouml;nnen zu so eklatanten Irrwegen f&uuml;hren , dass ich eher einen Bruch zu einer Freundschaft hinnehmen w&uuml;rde als zu schweigen. <\/p><p>Allerdings, falls man einem Thema nicht gewachsen ist, Klappe halten und sich gegebenenfalls nachinformieren. <\/p><p>In diesem Simme m&ouml;chte ich mich nochmals ganz herzlich bei den NachDenkSeiten bedanken, diese helfen mir au&szlig;erordentlich um meinen bescheidenen Hoizont zu erweitern. <\/p><p>Vielen Dank und herzliche Gr&uuml;&szlig;e, <\/p><p>Johann Langhofer aus Salzburg (63).<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>55. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Anette, lieber Albrecht,<\/p><p>mit Bezug auf das Thema &ldquo;Wie kommen wir an jene Menschen heran, die nicht mehr aufgekl&auml;rt werden wollen? &hellip;&rdquo; hier der Hinweis auf eine nur vordergr&uuml;ndig lustige Folge &ldquo;Government Surveillance&rdquo; der US Late Night Show &ldquo;Last Week Tonight with John Oliver&rdquo;.<\/p><p>Der entscheidende Teil beginnt etwa bei Minute 17:30, wo John Oliver beim Besuch in Moskau mit Edward Snowden spricht.<\/p><p>Hier ein Link, der sich <a href=\"https:\/\/youtu.be\/XEVlyP4_11M?t=1045\">direkt an der &ldquo;richtigen&rdquo; Stelle einklinkt<\/a>.<\/p><p>Besser habe ich es bisher noch nicht &ldquo;vor Augen gef&uuml;hrt&rdquo; bekommen&hellip;<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nC.W.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>56. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Redaktion,<\/p><p>Fu&szlig;n&auml;gel wegklappen ;-))&nbsp; &ndash; kenn ich. Dann mit Aufkl&auml;rung loslegen &ndash; kann zu Augenrollen, Abwinken, Abtun, Abschalten f&uuml;hren &ndash; allerdings nicht immer.<\/p><p>Geduld und Vorsicht sind oberste Gebote. Wen au&szlig;er Konsum und Spielen gar nichts interessiert &ndash; keine Chance, ebenso wer sich stur an seinem Weltbild festklammert &ndash; ist &auml;hnlich wie bei S&uuml;chtigen &ndash; wer selbst nicht will &ndash; never.<\/p><p>Die Erkenntnis &ldquo;Geld regiert die Welt&rdquo; ist sehr weit verbreitet, da gibt es viel Unmut, da auch M&ouml;glichkeiten. Wenn dann ein &ldquo;das war schon immer so, kann man nichts machen&rdquo; kommt ist zumeist Hopfen und Malz verloren. Da herrscht Resignation und\/oder nach-mir-die-Sintflut-Mentalit&auml;t.<\/p><p>So reagieren auch Menschen die auf der Arbeit derma&szlig;en viel Kacke um die Ohren haben &ndash; z.B. Pflege &ndash; die wollen nach Feierabend nur noch Abschalten. Manche arbeiten in Vollzeit und m&uuml;ssen Nebenjobs machen um nicht weiter ins Minus zu geraten &ndash; Mieten sind in Ballungsgebieten oft genug h&ouml;her als ein Durchschnittseinkommen &ndash; diese Leute haben nur sehr selten den Kopf frei f&uuml;r kritische Gedanken.<\/p><p>Interessant finde ich, da&szlig; ein Erkennen des Russland\/Putin-bashings weit verbreitet ist, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis weiss ich nur von zwei Personen die darauf reinfallen, von einem weiss ich noch aus zweiter Hand. Gibt auch welche denen ist das schlicht egal. Ist insgesamt sicher nicht repr&auml;sentativ.<\/p><p>Es kommt immer auf die jeweilige Person an, erstmal ausloten wie jemand tickt &ndash; dabei spielt, meiner Erfahrung nach, die Bildung, also Schul- und Ausbildung, keine Rolle &ndash; Interesse, Neugier und Zeit f&uuml;r die Informationssuche sehr wohl.<\/p><p>Das Problem vieler Akademiker ist, sie kommen gern belehrend von oben herab, zeigen dem &ldquo;Ungebildeten&rdquo;, dass und wie ungebildet er ist (l&auml;uft oftmals unbewusst auf emotionaler Ebene ab).<\/p><p>Das sehe ich &uuml;brigens als eines der Probleme der Linken, auch der Partei, f&uuml;r manch andere kann sie nichts. Da ist die AfD leider sehr viel erfolgreicher und weiss recht gut den Michel mitzunehmen. Aber das ist ein ganz anderes Thema.<\/p><p>Jetzt habe ich einen Vorteil &ndash; in meinem engeren Freundeskreis befinden sich &uuml;berwiegend Leute, die schon immer eher kritisch waren. Wir sind zwar bei weitem nicht in allen Dingen einer Meinung, aber entsprechende Gespr&auml;che sind m&ouml;glich und wir informieren uns auch gegenseitig.<\/p><p>Im weiteren Freundes- und Bekanntenkreis konnte ich durchaus schon Anregungen geben, der Rest geht dann ganz von selbst. Hier h&ouml;re ich dann mitunter die Klage, sonst mit niemandem, dar&uuml;ber reden zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Das hat erst funktioniert, als ich meinen Fehler &ndash; missionieren &ndash; erkannt habe. Ich mache das ab und an noch &ndash; im Eifer des Gefechts, dann eben beim n&auml;chsten Mal vorsichtiger.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nR. Fischer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>57. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>erst einmal m&ouml;chte ich Ihnen danken daf&uuml;r, dass Sie sehr viele der dr&auml;ngenden Fragen, die eigentlich f&uuml;r jeden sp&uuml;rbar und sichtbar sein m&uuml;ssten, ungeschminkt benennen. Ich schreibe &bdquo;eigentlich&ldquo;, weil ich von mir ausging: F&uuml;r mich sind diese dr&auml;ngenden Fragen doch inzwischen mehr als offensichtlich. Aber ich mache die Erfahrung, dass ich zunehmend alleine stehe und mich nicht mehr verst&auml;ndlich machen kann.<\/p><p>Ja, die Situationen werden v&ouml;llig umgedreht. Die inflation&auml;re und rhizomartig wuchernde Umkehrung der Wahrnehmung in der medialen Vermittlung zerfrisst wie ein Krebsgeschw&uuml;r alles, was noch vern&uuml;nftig oder vorsichtig oder halbwegs anst&auml;ndig war im pers&ouml;nlichen und &ouml;ffentlichen Umgang miteinander: <\/p><p>Menschen (um das Muster zu beschreiben), die sich zu einer nachvollziehbar fragw&uuml;rdigen politischen Kampagne mit Argumenten oder Infragestellungen kritisch &auml;u&szlig;ern, werden niedergemacht mit der Begr&uuml;ndung, sie h&auml;tten einen &bdquo;Shitstorm&ldquo; losgetreten. Die &bdquo;Eliten&ldquo;, die diese Kampagnen oder kampagnenartigen Dinge entfachen, stellen sich dem Volk gegen&uuml;ber als &bdquo;Opfer&ldquo; dar und warnen das Volk vor dem Volk&hellip;Und tats&auml;chlich nehmen nach solchen Schauprozessen viele im Volk es genauso wahr: Der sachliche, kritische Zeitgenosse habe einen Shitstorm losgetreten. Sie lassen sich nicht mehr nur geistig vereinnahmen, sondern auch emotional. Gerade der letzte Aspekt macht mich ratlos. Doch dazu unten noch ein Gedanke. Die Frage nach der m&ouml;glichen Beurteilung der sachlichen Angelegenheit, um die es dem kritischen Zeitgenossen eigentlich ging, wird vollkommen aus dem Blick ger&uuml;ckt.<\/p><p>Dieses beschriebene Muster trifft auf nahezu alle gr&ouml;&szlig;eren Ereignisse zu: Ob es um die &bdquo;wilde&ldquo;, ungeordnete Migration geht, ob es um die systematische Beteiligung Deutschlands an illegalen Kriegen geht, ob es um kriminelle Praktiken geht, die Deutschland bereits tief erfasst haben, wie zB den Menschenhandel, ob es um die st&auml;ndige, substanzlose Hetze gegen bestimmte Staatsm&auml;nner geht (Putin, Maduro etc.), ob es um die problematische, weil nicht ausreichend durchdachte und panische Energiepolitik geht, ob es um die Klimakampagne geht, in der man die Jugend vereinnahmt und wie einen Papagei genau die &bdquo;Agenda&ldquo; fordern l&auml;sst, die man ganz oben schon lange vorausgeplant hat, w&auml;hrend dieselben &bdquo;Eliten&ldquo; munter und flei&szlig;ig (im Rahmen von Kriegsvorbereitungen, Raubtierkapitalismus und schlicht und einfach dummer Politik) eine Naturzerst&ouml;rung betreiben, die dieselbe Jugend noch nicht durchschauen kann. Mit Angst vor dem Weltuntergang in 10 Jahren lenkt man von den dr&auml;ngenden Fragen hier und jetzt ab und emotionalisiert die Menschen weiter in h&ouml;chstem Ma&szlig;e.<\/p><p>Dass die Regierung sich damit einen quasi-plebiszit&auml;ren Freibrief inszeniert (&bdquo;Tut endlich etwas!&ldquo;), um noch ungehinderter elit&auml;r und unkontrolliert zu agieren, verstehen Jugendliche ganz sicher noch nicht, aber man kann genau diese Gefahr nicht mehr als Bedenken einbringen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen&hellip; Ich wurde, als ich dieses Bedenken &auml;u&szlig;erte, im Rahmen einer Institution von einem Vorstand als &bdquo;durchgedreht&ldquo; beschimpft. Soweit ist es also inzwischen? Nachdenkliche, Nachfragende werden pathologisiert?<\/p><p>Es ist sicher nichts Neues, dass nicht jeder die geistige Kraft oder auch Bildung hat, das Verwirrspiel zu erkennen, in dem wir stecken. Das darf man niemandem &uuml;belnehmen und auch dar&uuml;ber nicht lamentieren &mdash; das wird wohl immer so sein und bleiben. Die mediale Vermittlung der Welt unterl&auml;uft allerdings seit Jahren schon eine vern&uuml;nftige, rationale und vielgestaltige Reflexion der Dinge. Gerade weil die Dinge fast nur noch medial verhandelt werden, gelingt dies auch leicht. Die direkte Auseinandersetzung von Angesicht zu Angesicht wird immer unm&ouml;glicher. Die Spontaneit&auml;t, die in einer realen Begegnung viel offenbaren, aber auch &uuml;berraschende Wendungen zulassen konnte, ist der &bdquo;Durchinszenierung&ldquo; gewichen. Die erste H&uuml;rde ist f&uuml;r mich die, einem Mitmenschen klarzumachen, dass das, was er medial vermittelt bekommt, schon per se niemals &bdquo;die&ldquo; Wirklichkeit sein kann, selbst beim besten Vorsatz des Medienschaffenden nicht&hellip;<\/p><p>Was mich sehr bedr&uuml;ckt, ist die gezielte und hocherhitzte Emotionalisierung, in die die zuvor &bdquo;geistlos&ldquo; gebildete und medial verstellte Gesellschaft nun gest&uuml;rzt wird. Solange die Manipulation v.a. auf der geistigen Ebene geschah, konnte man immerhin noch durch kritische Nachfragen oder Bedenken so etwas wie ein Innehalten bewirken. Durch die immer hemmungslosere Emotionalisierung ist das unm&ouml;glich. Bestimmte W&ouml;rter, bestimmte Satzanf&auml;nge gen&uuml;gen inzwischen, um schlimme Aggressionen auszul&ouml;sen bei Menschen, die dabei total-konditioniert reagieren und dies naturgem&auml;&szlig; zumindest vorerst nicht reflektieren k&ouml;nnen.<\/p><p>Man kann diese Konditionierung so interpretieren, dass auf diesem Weg Menschen psychologisch zur Waffe umgeschmiedet wurden, die man im zivilen Leben einsetzt, um eine R&uuml;ckkehr zur Ratio und geistigen Vielfalt zu verhindern.<\/p><p>Die Frage, warum so viele, die eigentlich das geistige Handwerkszeug haben m&uuml;ssten, &uuml;berhaupt so weit getrieben werden konnten, kann ich nicht beantworten. Ist es die alte &bdquo;selbstverschuldete Unm&uuml;ndigkeit&ldquo;?<\/p><p>Eine wirksame Intervention &mdash; ja, man k&ouml;nnte ja sagen: wir wenden dieselben Psychomethoden, dieselben Manipulationsstrategien an, mithilfe derer unsere Mitmenschen vereinnahmt werden, um sie wieder hinauszuf&uuml;hren. Aber das ist nicht nur unethisch, sondern verschafft diesem Manipulationsrhizom nur eine weitere Eskalationsstufe und wird selbst gefressen von dem, wovor man &bdquo;retten&ldquo; wollte.<\/p><p>Bedingungslose Aufrichtigkeit, sich einfach als Mahnmal ins Land stellen? Einfach weiter zum &bdquo;sapere aude!&ldquo; aufzurufen wie der einsame Rufer?<\/p><p>Aber h&auml;tte das im gr&ouml;&szlig;eren Umfang eine Chance auf Erfolg? W&uuml;rde man damit Menschen erreichen?<\/p><p>Nochmals mit vielem Dank f&uuml;r Ihre Arbeit<\/p><p>Ihre Hanna J&uuml;ngling<br>\nZeitschnur Verlag &amp; Werkstatt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>58. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller und Kollegen !<\/p><p>Wie kommen wir an diejenigen heran, die nicht aufgekl&auml;rt werden wollen? Logischerweise gar nicht. Jedenfalls nicht, wenn es um politische Meinungen geht. Man kann sich aber immer bem&uuml;hen, ein anst&auml;ndiger Mensch zu sein und auch den Andern, gleich welcher Couleur, als solchen zu betrachten.<\/p><p>Als ich vor einigen Jahren die Nachdenkseiten kennen lernte, geschah dies durch einen Link in einem Forum der SZ. Seither geh&ouml;ren die NDS zu meiner t&auml;glichen Lekt&uuml;re. Von daher glaube ich, dass das &bdquo;Selbst entdecken&ldquo; wirksamer ist als das Missioniert-werden. Allerdings hat sich die anf&auml;ngliche Euphorie etwas gelegt: Der Name NACHDENKSEITEN ist Programm, also ein dem Mainstream hinterher kommentieren. Je nach Temperament und Gem&uuml;tslage kann sich beim Leser solidarischer Zorn oder Depression einstellen, oder im konkreten Fall die Erkenntnis, dass keine der etablierten Parteien w&auml;hlbar ist. Klar gibt es interessante Informationen wie etwa die &uuml;ber den smarten Herrn Selmayr. Die Trauer &uuml;ber die alte Tante SPD dauert weiter an.  Ich habe indessen noch keinen Artikel gesehen, der sich zum Beispiel mit der ehrenwerten &Ouml;DP, die mit wei&szlig;er Weste in der Bedeutungslosigkeit dahinvegetiert, befasst. Immerhin haben sie den bayrischen Bienenschutz ins &ouml;ffentliche Bewusstsein gebracht. Es lohnt sich durchaus, einen Blick ins breit aufgestellte Parteiprogramm zu werfen.   Die journalistische Krux ist eben, dass es sich &uuml;ber Negatives leichter echauffieren l&auml;sst als &uuml;ber Gutes mitrei&szlig;end zu berichten. Beim Letzteren sehe ich noch ungenutzte M&ouml;glichkeiten&hellip; Wenn die NDS die Schattenseiten des politischen Geschehens mit Weiterf&uuml;hrendem ausbalancieren wollten, w&auml;ren sie nicht die NiederDr&uuml;ckSeiten, wie so oft, und w&uuml;rden sich auch besser, na ja: verkaufen.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nH.B.<\/p><p>Anmerkung: Mit dem&nbsp;&bdquo;anst&auml;ndigen Menschen&ldquo; ist gemeint, dass letztlich die einzelnen Individuen mit ihrem mehr oder weniger ethisch-moralischen Gestimmtsein in ihrer Gesamtheit f&uuml;r die meisten gegenw&auml;rtigen Probleme verantwortlich sind , daher ist neben dem Durchschauen der &auml;u&szlig;eren Verh&auml;ltnisse die Selbsterkenntnis und Selbsterziehung wesentlich. Dies war auch die Antwort von Professor Mausfeld auf Ken Jebsens Frage, was man tun kann, wenn man erfahren hat, wie die L&auml;mmer manipuliert werden.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>59. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren der NDS-Redaktion,<\/p><p>mit Bezug auf das Thema der Krise der eigenen Aufkl&auml;rung und dem desastr&ouml;sen Zustand, in dem sich die allgemeine Aufkl&auml;rung befindet, mit welchem Sie sich im obig genannten Beitrag nochmals auseinandergesetzt haben, w&uuml;rde ich gern einige Gedanken, die ich &uuml;ber die Zeit gesammelt und k&uuml;rzlich niedergeschrieben habe, mit Ihnen teilen, da sie, wie ich glaube, eine kurze Grundlagenanalysen dessen bilden, was man als Ursachen verschiedener gesellschaftlicher Fehlentwicklungen unserer Zeit sehen kann. (Siehe Anhang)<\/p><p>Ihr Beitrag vom 06.05.19 und der darin angesprochene Artikel von Anette Sorg haben meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen, die ich bei politischen Diskussionen gesammelt habe, best&auml;tigt.<br>\nWir befinden uns in einer Krise der Aufkl&auml;rung mit einer Bev&ouml;lkerungsmehrheit, die dem politischen Geschehen apathisch folgt, sich zu oberfl&auml;chlich mit diesem besch&auml;ftigt oder zu gem&uuml;tlich ist, um dem Mainstream zu entfliehen.<\/p><p>Ich bedanke mich f&uuml;r Ihre hervorragende Arbeit und die hohe Qualit&auml;t sowie Seri&ouml;sit&auml;t der NachDenkSeiten.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nN.G.<\/p><p><strong>Anhang: <\/strong><br>\n<strong>Gedanken zur allgemeinen Wertigkeit:<\/strong><\/p><p><strong>&bdquo;Ivstitia in svo cviqve tribvento cernitvr.<\/strong><\/p><p>&bdquo;Die Gerechtigkeit erkennt man daran, dass sie jedem das seine zuerteilt.&ldquo;, sagte Cicero einst.<\/p><p>Wenn wir uns darauf einlassen, diesen Gedanken, auf unsere heutige Gesellschaft, auf das Modell des Westens, zu &uuml;bertragen, ist man zwangsl&auml;ufig dazu gezwungen, sich zu fragen, ob der geistige, politische und gesellschaftliche Zustand, in dem der wir uns befinden &ndash; nun, da es das uns Zugeteilte, pathetisch ausgedr&uuml;ckt, unser Schicksal, unsere Lebenswirklichkeit ist &ndash;  alle Definitionen und Betrachtungen unseres eigene Verst&auml;ndnis von Gerechtigkeit au&szlig;envorlassend, <em>gerecht<\/em> ist.<\/p><p>Beginnt man mit kalter Ratio eine schonungslose Analyse der Mehrheit der Menschen der heutigen westlichen Gesellschaft, so wird man schnell zu gewissen Schlussfolgerungen kommen: Die Gesellschaft ist durch dreierlei Charakteristika gekennzeichnet.<\/p><p>An vorderster Stelle, als Urs&uuml;nde sozusagen, steht dabei die Oberfl&auml;chlichkeit, mit der unsere Welt betrachtet wird.<\/p><p>L&auml;sst man die komplexen sozialen und politischen Systeme, die das menschliche Leben und dessen eigene soziokulturelle Organisation kennzeichnen, au&szlig;envor, kann man sich der Wurzel, der Triebfeder menschlichen Seins, n&auml;hern.<\/p><p>Der <em>homo generalis<\/em> unserer Zeit, unseres westlichen Typs, stellt das Individuum und damit sich selbst in den Mittelpunkt. Er steht f&uuml;r pers&ouml;nliche Freiheiten, Selbstverwirklichung und  das ungebremste Streben nach mehr und allem.<\/p><p>Doch diese Grundgedanken, dieses Verst&auml;ndnis &uuml;ber die menschliche Existenz und Nutzung des Lebens werden von Gew&ouml;hnlichem pervertiert. Nicht dadurch, dass sie ins Extrem gef&uuml;hrt werden w&uuml;rden, sondern dadurch, dass sie zwar &auml;u&szlig;erlich auf die individuelle Protestfahne des eigenen Lebens geschrieben werden, aber diese dennoch nur missmutig getragen wird.<\/p><p>Eine wirkliche Auseinandersetzung auf philosophischen oder spirituellen Gebiet findet nicht statt. Anstatt &uuml;ber die Erh&ouml;hung des menschlichen Selbst zu diskutieren, dieses als H&ouml;chstes Wesen anzusehen &ndash; was eine reelle gedankliche Grundlage und wahrhafte Integration des Individualismus w&auml;re &ndash; wird sich einem System, einer politischen Lage oder dem passiven Druck der allgemeine Gleichg&uuml;ltigkeit untergeordnet. Die Gedanken der Freiheiten werden ad absurdum gef&uuml;hrt, weil sie nicht zu Ende gef&uuml;hrt werden, sondern durch die Mauern des Systems begrenzt werden. Eine Abwehrreaktion bleibt aus. Es findet eine Auseinandersetzung ad nullum statt. Oder anders gesagt: Oberfl&auml;chlichkeit.<\/p><p>Eine weitere Beobachtung, die dabei mit den obigen Gedanken einhergeht, ist die damit verbundene Kurzlebigkeit. Eine Auseinandersetzung ad originem, mit dem Ursprung seiner ideellen Werte findet nicht statt.<\/p><p>Insofern sieht sich der Mensch mit seiner eigenen Unf&auml;higkeit konfrontiert, au&szlig;erhalb der Grenzen der politischen und systemischen Grenzen denken zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Grund ist kein Mangel an intellektueller Grundsubstanz, sondern vielmehr die Abwesenheit <em>wahren Willens<\/em>, eines wahren <em>Thelemas<\/em>.<\/p><p>Diese Unf&auml;higkeit, die Oberfl&auml;chlichkeit, mischt sich mit dem zweiten Punkt: der Ignoranz.<\/p><p>Beides koaliert, geht ineinander &uuml;ber und macht wahrhaftig freies Denken unm&ouml;glich.<\/p><p>Dazu kommen eine durch unser Wirtschaftssystem, die allerfreiste Marktwirtschaft, die brutalste Form des Kapitalismus, einhergehende Arroganz, Dekadenz und Eigensucht, Egoismus.<\/p><p>All dies f&uuml;hrt zu einer intellektuellen Entleerung des Menschen sowie einer Entfremdung von der Natur des Selbigen, des Menschen, der strebsam, wissbegierig und offen die Welt f&uuml;r sich zu erschlie&szlig;en versucht, ohne dabei die elementare Bindung seiner Art mit der Natur zu vernachl&auml;ssigen.<\/p><p>In den letzten Jahrzehnten wurde eine Jugend herangezogen, die sich zwar als frei und vernunftbegabt ansieht, aber jede Bindung zu kulturellen, sozialen und politischen ihren Wurzeln verloren hat und mit eiskalter H&auml;rte dessen unterliegt, was man als die Voraussetzung geistiger Entleerung, einer Derationalisierung, sehen muss: Oberfl&auml;chlichkeit, Kurzlebigkeit, Ignoranz, Arroganz und Egoismus und einer widerw&auml;rtigen Form der besinnungslosen Apathie.<\/p><p>Es findet sozusagen eine intellektuelle Prekarisierung der Jugend statt, ohne dass diese direkt daran Schuld sei; jedoch ist sie unf&auml;hig, sich daraus zu befreien.<\/p><p>Die Abwesenheit einer Verpflichtung, sich mit den kulturellen Bl&uuml;ten menschlicher Existenz, der Philosophie, Literatur, der Geschichte und Politik zu besch&auml;ftigten, die in unserem Gesellschaftssystem keinen Platz mehr hat, f&uuml;hrte schlussendlich zu einer Entwertung der Menschen.<\/p><p>Dies bezieht sich auf moralische und pers&ouml;nliche Werte, die sich durch die Auseinandersetzung mit den obigen Teilgebieten geistiger Besch&auml;ftigung mit der menschlichen Natur entwickeln.<\/p><p>Wir nehmen uns unser Gestern, f&uuml;r ein Morgen, an dessen Gestaltung wir nicht einmal peripher mitarbeiten, gar mitarbeiten wollen.<\/p><p>Die Definierung eigener Vorstellungen, eigener (neuer) Werte, die Verwirklichung eines absoluten Willens wie Nietzsche oder Crowley es beschrieben haben, das Streben nach &Uuml;bermenschlichkeit, nach wirklicher Freiheit in unserem Streben, die Fragen nach dem Warum und Weshalb zu beantworten, ist uns verlorengegangen.<\/p><p>Wir sind gr&ouml;&szlig;tenteils gl&uuml;cklich, sehen keinen Grund, wirkliche Ver&auml;nderungen durchzuf&uuml;hren. Wir bleiben passiv oder kapseln uns ab. Wir verschlie&szlig;en uns der Auseinandersetzung mit der Kultur unserer Ahnen und deren Zeitgenossen. Wir verschlie&szlig;en uns Neuem durch die Besch&auml;ftigung mit dem Alten.<\/p><p>Wir nehmen uns selbst gefangen, spielen unsere eigenen W&auml;rter und schauen zu, wie unser verk&uuml;mmertes Ich, in dem geistigen Gef&auml;ngnis, das wir ihm bieten, zugrunde geht, w&auml;hrend wir nicht merken, dass es ohne Gefangenen auch keine Notwendigkeit f&uuml;r die Existenz mehr f&uuml;r den W&auml;rter gibt.<\/p><p>Wir sind Menschen, mit Potential und F&auml;higkeiten und (vielleicht noch unentdeckten) Talenten, die wir der Welt nicht enthalten sollten.<\/p><p>Wir sind es wert, die Leere, die sich in den Grenzen unseres Systems breitgemacht hat zu &uuml;berwinden und wieder selbst das Denken und Zweifeln neu zu lernen. An uns, unseren Mitmenschen und unserem System.<\/p><p>Wir sind es wert, diese Leere wieder mit wirklichen Werten zu f&uuml;llen, einer Sinnhaftigkeit, einer neuen Wertigkeit.<\/p><p>LOTAN.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>60. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Frau Sorg,<\/p><p>interessant was Sie mit Ihrer &ldquo;Schwarm- oder Crowd-Recherche&rdquo; versuchen.<\/p><p>Das Kommunikationsquadrat, auf das Sie verlinkt haben, ist ein interessanter Ansatz. <\/p><p>Ich denke aber, man muss tiefer graben. Und zwar in Richtung Kognitions- und Verhaltenswissenschaft. Das Thema ist in ihrem Hause ja punktuell schon bearbeitet worden.Sie m&uuml;ssten nach meiner Meinung bei den folgenden Wissenschaftlern \/ Autoren nach Erkl&auml;rungen suchen.<\/p><p>Bei den Kognitionswissenschaftlern und Neurologen:<\/p><ul>\n<li><em>Lakoff \/ Wehling<\/em>. Die beiden haben zu dem Thema einiges geschrieben. Auch wenn Frau Wehling moment in Ungnade ist, ist sie eine wichtige Quelle zu dem Thema.<\/li>\n<li><em>Emmanuel Todd<\/em> hat sich auch &uuml;ber fr&uuml;hkindliche Pr&auml;gung &ndash; unterschieden nach Familientyp &ndash; ausgelassen. Auch das spielt da wohl mit hinein. Ich habe ein Interview&nbsp;mit ihm beigef&uuml;gt (<em><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong> aus Gr&uuml;nden des Urheberrechtes haben wir auf eine Ver&ouml;ffentlichung verzichtet. Es handelt sich um einen Spiegel-Artikel mit dem Titel &bdquo;Europa ist futsch&ldquo; aus dem Jahre 2018<\/em>) .<\/li>\n<li><em>Wolf Singer<\/em>. Er hat einige erhellende Vortr&auml;ge auf Youtube ver&ouml;ffentlicht. Er zieht &ndash; wegen der Funktionsweise des Hirns &ndash; sogar in Zweifel, das der Mensch einen freien Willen hat. Sehr interessant.<\/li>\n<\/ul><p>Bei den Verhaltensforschern kenne ich mich nicht gut aus. Hier finden Sie eine Beschreibung der Forschungsbereiche und eine Liste von Wissenschaftlern, die zu den unterschiedlichen Bereichen gearbeitet haben.<\/p><p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verhaltensbiologie\">de.wikipedia.org\/wiki\/Verhaltensbiologie<\/a><\/p><p>Hervorzuheben ist wohl Iren&auml;us&nbsp; Eibl-Eibeseld. Er hat sich mit der Vererbbarkeit von Verhalten besch&auml;ftigt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nEckardt Manske<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Titelbild: Gina Smith \/ Shutterstock<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser, auf den Beitrag &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51326\">Lieber dazugeh&ouml;ren, als aufgekl&auml;rt sein<\/a>&rdquo; kamen eine Reihe von Lesermails. Wir haben Ihnen diese zur Kenntnis gegeben und mit einer Frage verbunden. 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