{"id":51704,"date":"2019-05-15T08:30:52","date_gmt":"2019-05-15T06:30:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51704"},"modified":"2019-05-15T10:52:46","modified_gmt":"2019-05-15T08:52:46","slug":"leserbriefe-zu-elektro-highways-und-die-soziale-frage-darf-kein-toschlagargument-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51704","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eElektro-Highways\u201c und \u201eDie soziale Frage darf kein Toschlagargument sein\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die beiden Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51533\">Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 5: Elektro-Highways &ndash; Sackgasse 4.0<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51572\">Die Soziale Frage darf kein Totschlagargument gegen Umwelt- und Klimaschutz sein<\/a>&rdquo; riefen abwechlungsreiche Kommentare unserer Leser hervor, die sich mit Machbarkeit besch&auml;ftigten und wie eine soziale und umweltvertr&auml;gliche Zukunft aussehen k&ouml;nnte. Auch dass dies kompliziert ist und auf Widerst&auml;nde st&ouml;&szlig;t, kann man den Leserbriefen entnehmen. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>&ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51533\">Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 5: Elektro-Highways &ndash; Sackgasse 4.0<\/a>&ldquo;<\/strong><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>wer ist nur auf diese Schnapsidee, Elektro-Highway zu bauen, gekommen und hat sogar noch Bef&uuml;rworter gefunden ?<\/p><p>Die Schiene ist nach wie vor f&uuml;r den Massentransport von Waren &uuml;ber l&auml;ngere&nbsp; Strecken da und muss bei Bedarf noch weiter ausgebaut werden. LKWs auf den Landstra&szlig;en haben wir schon mehr als genug. Jetzt noch E-Strecken f&uuml;r LKWs zu bauen (auf den vorhandenen Stra&szlig;en), w&auml;re der absolute Wahnsinn. Hier w&auml;re ein Bet&auml;tigungsfeld f&uuml;r die geldhungrige Gro&szlig;industrie ohne R&uuml;cksicht auf die Umwelt. Und letztlich m&uuml;sse hier der Steuerzahler f&uuml;r die Unterhaltung der irrsinnigen, umweltvernichtenden Investitionen wieder aufkommen.<\/p><p>Welcher Politiker und welche Partei ist hier mit dabei. ? &nbsp;Im &bdquo;Fall Hessen&ldquo; m&uuml;sste das ja bekannt sein.<\/p><p>Hier w&auml;ren wohl Aktionen, wie man sie von den franz&ouml;sischen Gelbwesten kennt, mehr als n&ouml;tig.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHeinz-Adolf Bokel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>f&uuml;r mich ist diese &bdquo;Elektroautobahn&ldquo; ein typisches Beispiel daf&uuml;r, wenn versucht wird Umweltprobleme statt mit einer Verhaltens&auml;nderung mit Technik in den Griff zu bekommen.<\/p><p>Ich wohne in Frankfurt und bin schon ein paar Mal an dieser Oberleitungsstrecke vorbei gefahren. Wenn man daran vorbei f&auml;hrt erkennt man schon alleine durchs blo&szlig;e Hinsehen, dass das &ouml;kologisch ein v&ouml;llig bescheuertes Projekt ist.<\/p><p>Da stehen &uuml;ber f&uuml;nf Kilometer im Abstand von sch&auml;tzungsweise f&uuml;nfzig Metern gro&szlig;e Stahlmasten, an denen das &bdquo;Oberleitungsgeschirr&ldquo; aufgeh&auml;ngt ist. Das sind etwa 100 Stahlmasten in einer Richtung, also 200 Stahlmasten in beiden Richtungen. Bei einer Strecke von einhundert Kilometern w&uuml;rde man etwa 4.000 Stahlmasten f&uuml;r beide Richtungen ben&ouml;tigen. Die Masten m&uuml;ssen produziert, transportiert, aufgebaut und einbetoniert werden. Wie man im Bild Ihres Artikel gut erkennen kann: Es muss zus&auml;tzlich am Rand der Autobahn eine Betonwand hochgezogen werden.<\/p><p>Und &ndash; Autobahnen sind ja so schon selten sch&ouml;n zu nennen &ndash; es sieht auch noch schlimm aus.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nLutz W&uuml;nsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, liebe NachDenkSeiten!<\/p><p>Wieder einmal mu&szlig; ich Ihnen zu einem hervorragenden Artikel gratulieren.<\/p><p>Angesichts der komischen Trassenelektrifizierung auf der A1 bei L&uuml;beck war sogar mir bisher der Aspekt des kompletten Irrsinns entgangen, da&szlig; es ja schon mal ein fl&auml;chendeckendes Elektro-Transportnetz gab!<\/p><p>Eines, das durch komplette politische Ignoranz, &ouml;konomische Arroganz und neoliberale Gier vernichtet wurde.<\/p><p>Ich bin am Sonnabend wieder einmal mit der Bahn&nbsp; von Hamburg ins &ouml;stliche Vorpommern gereist. Es ist ein einziges Trauerspiel, die demontierten und verrotteten Bahnanlagen zu sehen. Teilweise abgerissen, teilweise dem Vandalismus oder sich selbst &uuml;berlassen.<\/p><p>Schienen, Weichen, Leuchten, Signale, ganze (denkmalgesch&uuml;tzte) Stadt-Bahnh&ouml;fe in Teterow, Malchin, Stavenhagen&hellip;!<\/p><p>Die Lebensader eines ganzen Landes zwischen B&uuml;tzow und Pasewalk ist hier auf &bdquo;Nahverkehrsniveau&ldquo; herabgeschrumpft worden. Es ist heute nicht mehr m&ouml;glich, landwirtschaftliche Erzeugnisse (Massensch&uuml;ttgut wie z.B. Getreide) per Bahn zu transportieren &ndash; das Netz ist fort.<\/p><p>Was diese neoliberale BRD da mit der Ludewigisierung und Mehdornisierung des ganzen Landes f&uuml;r eine Schande auf sich geladen hat, ist angesichts von Greta-Hysterie und CO2-Steuer-Jubel noch gar nicht zu ermessen! V.a. wenn man bedenkt, da&szlig; es &uuml;berall so aussieht.<\/p><p>Und niemand von den Verantwortlichen ist bis heute belangt worden &ndash; nicht politisch, nicht juristisch und wirtschaftlich schon gar nicht.<\/p><p>Herzlichst,<br>\nIhr Matthias Jehsert <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p><em>Elektro-Autobahnen sind keine Sackgasse<\/em><\/p><p>Wenn Jens Berger zum Abschluss seines Artikels zu der Erkenntnis kommt, dass er sich mit den deutschen Automobilkonzernen gar nicht ganz uneinig ist, h&auml;tte er eigentlich merken m&uuml;ssen, dass er wohl nicht ganz auf dem richtige Dampfer ist.<\/p><p>Dass es bei der Elektromobilit&auml;t eine Menge Fehlentwicklungen gibt, ist unstrittig. eine Fehlentwicklung ist auf jeden Fall, dass alle Welt auf Vielhundert KW starke und 2,5 Tonnen schwere Gef&auml;hrte mit 800 kg Batterie setzt. Dabei ist Tesla gar nicht daf&uuml;r zu beschimpfen, dass sie diesen Trend gesetzt haben. Tesla hat die Entwicklung mutig und gewiss nicht erfolglos in Gang gebracht. Jetzt l&auml;ge es an der Branche, die sinnvollen Weiterentwicklungen folgen zu lassen. Doch was tut insbesondere die deutsche Automobilindustrie. Sie investiert ihre ganze elektromobile Kreativit&auml;t darauf, einigerma&szlig;en das nachzuentwickeln was bei Tesla seit 10 Jahren funktioniert und schafft nicht einmal das. Die deutsche Elektroautoentwicklung ist nach wie vor nichts Anderes als ein klares Bekenntnis &ldquo;Eigentlich wollen wir gar nicht&rdquo;.<\/p><p>Was aber keine Fehlentwicklung ist, hier legt sich Jens Berger leider ohne kreative Vision unn&ouml;tig fest, ist der Versuch mit den Elektroautobahnen, also Fahrspuren, auf denen Fahrzeuge w&auml;hrend der Fahrt mit Netzstrom statt mit Batteriestrom versorgt werden.<\/p><p>Das Elektroauto wird in der Breite kommen und bei allem Bem&uuml;hen von Jens Berger wird keine gro&szlig;angelegte R&uuml;ckbesinnung auf die Bahn stattfinden. (Das sagt &uuml;brigens jemand, der autofrei und an einem autofreien Ort lebt). Es ist deshalb allern&ouml;tigst, dass dieser Umstieg mit einem &ouml;kologischen Paradigmenwechsel verbunden ist. Leider, leider ist das, was bisher an Elektromobilit&auml;tsentwicklung stattfindet allenfalls ein H&uuml;pferchen. Ob nun das Elektroauto das Klima um bis zu 28% mehr belastet als ein Diesel, wie das Ifo-Institut behaptet, oder um bis zu 28% weniger wie das Fraunhofer-Institut berechnet hat, ist angesichts dessen was n&ouml;tig w&auml;re eine kleinliche Detaildiskussion, Wahrscheinlich, und es f&auml;llt mir wirklich schwer dem Ifo-Institut recht zu geben, liegen beide gar nicht daneben. Stand 2019, davon geht das Ifo-Institut aus, beim heutigen Energiemix, beim heutigen Energieaufwand zur Batteriefertigung und beim heutigen Wirkungsgrad der Ladeger&auml;te, wird ein Elektroauto eher mehr Prim&auml;renergie verschlingen als ein vergleichbarer Diesel, aber mit der Perspektive der zu erwartenen Entwicklungen der n&auml;chsten 10 Jahre, die das Fraunhoferinstitut ber&uuml;cksichtigt, wird es wohl umgekehrt sein. <\/p><p>Und das soll dann toll sein? BIS ZU 28% CO2-Reduktion sollen wir uns vom Unstieg auf die Elektromobilit&auml;t erwarten k&ouml;nnen? Das ist viel zu wenig. Die Perspektive m&uuml;ssten sein, mit 20 &ndash; 30% des heutigen Energiebedarfs auszukommen? Unrealisitisch? Nun: Es gibt schon heute eine hervorragend funktionierende weit verbreitete E-Mobilit&auml;t, die nur 2% des Energiebedarfs eines Autos hat: Das E-Bike! Da sollte es doch m&ouml;glich sein, ein Dach &uuml;ber dem Kopf und 4 Sitzpl&auml;tze zu haben, wenn man den 10- oder 15-fachen Energieeinsatz erlaubt.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn die Elektromobilit&auml;t nicht sehr viel weniger Energiebedarf hat oder die Individualmobilit&auml;tt insgesamt nicht drastisch abnimmt, wird sich der Strombedarf beim kompletten Umstieg des Verkehrs auf elektrische Energie verdoppeln. Dies zu leisten, ist in jedem Fall mit Umweltbelastungen verbunden, die gar nicht zu realisieren sind.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Versuch mit den Elektroautobahnen hingegen ist eine Entwicklung, die, wenn gut gemacht, den notwendigen Paradigmenwechsel einl&auml;uten k&ouml;nnte. Nicht nur Schwer-LKW, alle Autos m&uuml;ssten im Fernverkehr auf Stromautobahnen fahren. Ob sie dazu alle Stromabnehmer brauchen, ist noch nicht ausgemacht. Ob die induktive Aufladung w&auml;hrend der Fahrt im gro&szlig;en Ma&szlig;sstab funktionieren kann, wird erforscht. Die Antwort kann auf Basis heutigen Wissens noch niemand seri&ouml;s geben. Daf&uuml;r sind viele weitere Versuche mit Teststrecken verschiedener Technologie m&ouml;glich.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn die Autos manuell auf die Einf&auml;delspur einer Stromautobahn aufgefahren sind, w&uuml;rden sie vom automatischen Leitsystem &uuml;bernommen undt in die Autobahnkolonne eingereiht. Alle fahren gleich schnell, mit beliebig engem Abstand, bei Nebel und bei jedem Wetter. Die Energieversorgung erfolgt &uuml;ber Netzstrom und die Fahrbatterie wird auch geladen. Letztlich w&auml;re die Autobahn wie Zugfahren, nur w&auml;ren die Wagons nicht mechanisch, sondern elekronisch gekoppelt. Eine netzunabh&auml;ngige Reichweite von 100 km w&auml;re vollkommen ausreichend und damit eine Batterie von 200 kg (bei heutiger Energiedichte). Weil kein Auto mehr schneller fahren k&ouml;nnte und weil niemand mehr &uuml;berholt w&auml;ren geringere Motorenleistungen erforderlich und die passive Sicherheit k&ouml;nnte reduziert werden. Ein solches Auto w&auml;re halb so schwer wie die Teslas und Klone. Sie w&uuml;rden auf der Autobahn im Meterabstand und damit immer vollkommen im Windschatten fahren. Eine einzige Fahrspur w&uuml;rde mehr Verkehr aufnehmen als heute drei. Eine R&uuml;ckbesinnung auf die Bahn br&auml;uchte es dann nicht mehr. Vielmehr k&ouml;nnte das heutige Bahnsystem mit diesem Fernverkehrssystem zusammenwachsen. Den Anachronismus von zwei inkompatiblen Land-Verkehrssystemen k&ouml;nnte man sich dann langfristig sparen.<br>\n&nbsp;<br>\nManches mag Traumt&auml;nzerei sein, vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls sind die Perspektiven der Elektroautobahnen potentiell viel zu weitreichend, als dass mit einem kurzsichtigen Verriss der Stab &uuml;ber sie gebrochen werden sollte.<\/p><p>Mit freundlichen G&uuml;&szlig;en<br>\nHans Peter Zepf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mit dem Artikel bin ich v&ouml;llig einverstanden. Er gibt auch meine Meinung wieder, dass ein intelligentes Konzept G&uuml;ter &uuml;ber die Schiene zu transportieren eine wesentlich sinnvollere Investition w&auml;re.<br>\n&nbsp;<br>\nF&uuml;r elektrisch betriebene LKW gibt es au&szlig;erdem ein sehr viel besseres System, an dem auch die Fa. Bosch mitarbeitet.<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/efahrer.chip.de\/news\/1900km-reichweite-nikola-motors-stellt-neuen-elektro-lkw-vor_10565\">efahrer.chip.de\/news\/1900km-reichweite-nikola-motors-stellt-neuen-elektro-lkw-vor_10565<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n&Auml;hnlich wie bei dem Alstom Brennstoffzellenzug spielt die Brennstoffzelle bei schweren Fahrzeugen ihr Potential erst richtig aus. Ohne tonnenschwere Akkus.<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.alstom.com\/de\/press-releases-news\/2019\/1\/alstom-praesentiert-den-wasserstoffzug-sechs-bundeslaendern\">alstom.com\/de\/press-releases-news\/2019\/1\/alstom-praesentiert-den-wasserstoffzug-sechs-bundeslaendern<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nDas ist mit Sicherheit auch bei Daimler kein Geheimnis.<br>\n&nbsp;<br>\nmfG<br>\nVolker Henning<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseitenteam,<br>\n&nbsp;<br>\nIhre Serie &uuml;ber den Stra&szlig;enverkehr habe ich mit gro&szlig;em Interesse, viel Zustimmung aber auch innerlichem Widerspruch gelesen.<\/p><p>Als Erg&auml;nzung m&ouml;chte ich Ihnen als Beispiel verfehlter Verkehrspolitik ein Bild aus meiner direkten Nachbarschaft schicken: &bdquo;Rewe-Baustelle-Waldb&ouml;ckelheim.jpg&ldquo;, aufgenommen bei einem Spaziergang vor ein paar Tagen.<\/p><p>Sie sehen hier die Baustelle eines gro&szlig;en Supermarktes au&szlig;erhalb von 55596 Waldb&ouml;ckelheim, Teil der Verbandsgemeinde R&uuml;desheim.<\/p><p>Dieser Supermarkt ist nur per PKW zu erreichen, da die Umgehungsstra&szlig;e B41 &uuml;berquert werden mu&szlig;, siehe Ortsplan &bdquo;Waldb&ouml;ckelheim-Rewe.png&ldquo;, Quelle: openstreetmap.org<\/p><p>Die Gesch&auml;fte im alten Ortskern entlang der Hauptstra&szlig;e verwaisen, da die Stra&szlig;en eng sind und man dort ungern entlang l&auml;uft, bzw. mit dem Auto kaum einen Parkplatz findet. Ja, man ist meist auf das Auto angewiesen, da die Busverbindungen mehr als ung&uuml;nstig sind! Es gibt 4 Bushaltestellen entlang der Hauptstra&szlig;e, aber keine Querverbindung zum geplanten Supermarkt.<\/p><p>Statt sich zu &uuml;berlegen, wie man den Ortskern gestalten kann, wird einfach ein Rewe an den Ortsrand gepflastert, mitten rein in die landwirtschaftlichen Fl&auml;chen (Weinberge und Gartengrundst&uuml;cke). Dabei gibt es ein kleines Gewerbegebiet, entlang der Buslinie und im Ort, das sicher gen&uuml;gend Platz f&uuml;r einen ausreichend dimensionierten Supermarkt geboten h&auml;tte. <\/p><p>Besondere Brisanz: lt. Dorfpresse wurde schon begonnen zu bauen, bevor alle Genehmigungen da waren. So kann man Fakten schaffen!<\/p><p>Ein Rewe in dieser Gr&ouml;&szlig;e ist &uuml;berdimensioniert und dient meiner Ansicht nach nur der &bdquo;Claimabsteckung&ldquo;. In s&auml;mtlichen Nachbargemeinden haben sich Rewe, DM, Aldi und Netto nebeneinander angesiedelt, Lidl scharrt mit den Hufen, fehlen nur noch Edeka, KiK und Deichmann, dann sind alle Bodenversiegeler vereint!<\/p><p>Solange solch eine Verkehrs- und Fl&auml;chenplanungspolitik gemacht wird, n&uuml;tzen alle sch&ouml;nen Diskussionen um Vermeidung von Individualverkehr nichts. Es geht schlicht nicht ohne eigenes Vehikel! <\/p><p>Es scheint auch gar nicht anders gewollt zu sein. Anders kann ich mir solche Planungen und Umsetzungen nicht erkl&auml;ren, ohne in strafrechtsrelevante Verd&auml;chtigungen zu verfallen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en und herzlichem Dank f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Arbeit,<br>\nAmeli Ganz <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>&ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51572\">Die Soziale Frage darf kein Totschlagargument gegen Umwelt- und Klimaschutz sein<\/a>&ldquo;<\/strong><\/p><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>Ihrem Beitrag kann ich nur voll und ganz zustimmen. Bereits vor einem Monat gab es einen &auml;hnlich gelagerten Beitrag auf infosperber.ch: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Lenkungsabgaben-Umweltabgaben-machen-Arme-reicher\">Flugticket- und andere Umweltabgaben machen Arme reicher<\/a>.<br>\nWas in Ihrem Beitrag noch fehlt, ist der mittlerweile h&auml;ufiger verwendete Begriff der sozial-&ouml;kologischen Transformation, der ausdr&uuml;ckt, dass es weniger um eine imperiale Lebensweise des globalen Nordens gegen&uuml;ber dem globalen S&uuml;den geht. Denn: Der hohe Lebensstandard eines Teils unserer Gesellschaft beruht ja nicht nur auf der Ausbeutung &ouml;kologischer, sondern auch sozialer Ressourcen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKarl-Heinz Peil <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>HALLO,&nbsp;<\/p><p>Herr Berger schreibt:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&hellip;Daher sollte man aus progressiver Sicht Ideen wie eine CO2-Steuer oder h&ouml;here Mineral&ouml;lsteuern auch nie isoliert betrachten oder gar diskutieren.&nbsp;&nbsp;&hellip;&rdquo;&nbsp;\n<\/p><\/blockquote><p>Was aus progressiver Sicht Gesch&auml;ftideen zum Schr&ouml;pfen der Armen WIE EINE SINNLOSE CO2-Steuer oder eine h&ouml;here Mineralsteuer DEM WIRKLICHEN UMWELTSCHUTZ helfen soll, erschlie&szlig;T sich mir in keinster Weise!<\/p><p>Gru&szlig; Scheel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>verh&auml;lt es sich nicht genau umgekehrt? N&auml;mlich so, dass der Klimaschutz l&auml;ngst zum Totschlagargument gegen die soziale Frage verkommen ist?<\/p><p>Eine Verklammerung von Klima- und Umweltschutz halte ich zudem f&uuml;r h&ouml;chst unsachlich. Damit wird suggeriert, dass Kritiker der These vom anthropogenen Klimawandel durch CO2 auch gegen Umweltschutz seien, was so nicht stimmt, aber allzu h&auml;ufig Teil der g&auml;ngigen Diffamierung ist! Abgesehen davon, k&ouml;nnte man aus Gr&uuml;nden des Klimaschutzes auch die h&ouml;chst riskante Atomenergie bef&uuml;rworten, solange daf&uuml;r nach irgendeinem Rechenmodell die CO2-Bilanz besser auss&auml;he, als bei der Solarenergie.<br>\nMilliarden von Euro aus Steuergeldern in eine diffuse Klima-Industrie zu pumpen, anstatt diese f&uuml;r Bildung, Rente, Wohnungsbau oder zur Bek&auml;mpfung von Armut und weltweitem Hunger zu stecken, ist infam!<br>\nAnderes Beispiel: Der afrikanische Kontinent soll also Stahlwerke und Eisenbahnnetze aus f&uuml;r sie unbezahlbaren erneuerbaren Energien versorgen, anstatt ihre Kohle- und Erd&ouml;lvorkommen daf&uuml;r zu verwenden? Afrika soll sich also de facto nicht entwickeln und industrialisieren d&uuml;rfen &ndash; und nicht endlich Armut und Hunger bek&auml;mpfen, nur weil die Klima-Szenarien aus wahnwitzigen Modellrechnungen behaupten, dass wir in 50 Jahren sonst alle st&ouml;rben werden!? Hallo? Wo ist ihr kritischer Geist und sonst untr&uuml;glicher Instinkt gegen&uuml;ber Meinungsmache und Manipulation geblieben? Wirklich schlimm finde ich, dass es tats&auml;chlich so aussieht, als &uuml;berlie&szlig;e man der AfD als einziger Partei das Feld in dieser wichtigen Frage. Aber wenn jemand Falsches etwas Richtiges sagt, wird das Richtige dadurch scheinbar doch falsch&hellip;!<br>\n&nbsp;<br>\nHier noch ein sch&ouml;ner Artikel aus der Basler Zeitung:<\/p><blockquote><p>\n&laquo;Diese Forscher haben eine politische Agenda&raquo; &ndash; Der Ozeanograph Nils-Axel M&ouml;rner stellt sich gegen den Weltklimarat und die Warnungen vor versinkenden Inseln.<br>\nSie geh&ouml;ren zu den profiliertesten Kritikern des Weltklimarats. Was war der Ausl&ouml;ser, dass Sie auf Distanz zu den Warnungen vor einem menschengemachten Klimawandel gegangen sind?<\/p>\n<p>1991 hielt ich an einer Konferenz zu Meeresspiegel-&Auml;nderungen in den USA ein wissenschaftliches Referat. Der dort anwesende Vertreter des Weltklimarats reagierte mit grosser Wut auf meine Standpunkte. Diese Reaktion &uuml;berraschte mich. Denn in Wissenschaftskreisen gilt, dass man sich gegenseitig zuh&ouml;rt und &uuml;ber unterschiedliche Standpunkte debattiert. In Folge fiel mir immer mehr auf, dass der Weltklimarat v&ouml;llig falsche Informationen verbreitet und auch an offensichtlichen Fehlern festh&auml;lt. Ich ver&ouml;ffentlichte dann einmal eine Arbeit &uuml;ber den Einfluss der Sonne auf den Meeresspiegel, hinter die sich 19 anerkannte Experten stellten. Doch der Weltklimarat attackierte die Arbeit mit haneb&uuml;chenen Behauptungen und bewirkte, dass die wissenschaftliche Zeitschrift, in der sie erschienen war, eingestellt wurde.<\/p>\n<p><em>Man will Sie also stoppen?<\/em><\/p>\n<p>Mich kann man nicht stoppen. Ich habe bis heute etwa 650 wissenschaftliche Arbeiten publiziert. Aber junge Kollegen, die kritisch denken, haben angesichts der Manipulationen keine Chance. Grunds&auml;tzlich ist es so, dass die meisten Herausgeber von Wissenschafts-Magazinen keine Arbeiten mehr akzeptieren, die den Behauptungen des Weltklimarats entgegenstehen &ndash; unabh&auml;ngig von der Qualit&auml;t dieser Arbeiten.<\/p>\n<p><em>Aber 97 Prozent der Klimaforscher sind &uuml;berzeugt, dass die Erderw&auml;rmung menschengemacht ist?<\/em><\/p>\n<p>Das ist Unsinn. Diese Zahl beruht auf unseri&ouml;sen Umfragen. In Wahrheit lehnt die Mehrheit der Forscher die Behauptungen des Weltklimarats ab, je nach Fachgebiet sind es zwischen 50 und 80 Prozent. Nur die Meteorologen stimmen fast zu hundert Prozent mit dem IPCC &uuml;berein. <a href=\"https:\/\/www.bazonline.ch\/wissen\/natur\/diese-forscher-haben-eine-politische-agenda\/story\/29438610\">Aber diese Leute sind finanziell vom Weltklimarat abh&auml;ngig.<\/a>\n<\/p><\/blockquote><p>Und hier <a href=\"https:\/\/youtu.be\/wsaPBX2xnQY%20\">ein Beitrag von Report M&uuml;nchen der ARD von 2007<\/a>, als man scheinbar noch kritische Medien betreiben durfte.<\/p><p>Dazu eine <a href=\"http:\/\/richardtol.blogspot.com\/2015\/03\/now-almost-two-years-old-john-cooks-97.html\">Analyse vom im Bericht vorkommenden Klimaforscher Richard Tol zum angeblichen Konsens unter Klimaforschern<\/a>.<\/p><p>Und hier noch einmal ausf&uuml;hrlich zur <a href=\"http:\/\/www.burtonsys.com\/climate\/97pct\/\">Legende der angeblichen 97% aller Wissenschaftler<\/a>. <\/p><p>Auf den Punkt gebracht:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;97% of UFO experts agree: UFOs are real, not of this Earth and dangerous.&rdquo;<br>\n&ndash;David Middleton\n<\/p><\/blockquote><p>Entschuldigen Sie bitte meinem wiederholten heftigen Einspruch, der ja nicht immer ohne Polemik auskommt. Ich w&auml;re sicher kein erfolgreicher Politiker &ndash; man w&uuml;rde mich gewiss einen Populist schimpfen ;)<\/p><p>Hat aber haupts&auml;chlich mit Zeitmangel und Ungeduld zu tun, dass ich mich f&uuml;r eine gewisse Zuspitzung entscheiden muss.<\/p><p>Aber Sie kennen mich, ich sch&auml;tze Sie seit &uuml;ber f&uuml;nfzehn Jahren f&uuml;r ihre wertvolle Aufkl&auml;rungsarbeit. In diesem Punkt w&uuml;rde ich mir jedoch eine kritischere Analyse w&uuml;nschen &ndash; zun&auml;chst auf wissenschaftlicher Ebene, erst danach auf politischer&hellip;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nA.F.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&bdquo;Denn die soziale und die &ouml;kologische Frage sind keine konkurrierenden Ziele, sondern zwei Seiten einer M&uuml;nze.&ldquo; Sch&ouml;n und gut, aber kaum mehr als ein frommer Wunsch, lieber Herr Berger! Wahrscheinlicher ist doch, dass der Staat wieder einmal die einfachste und f&uuml;r ihn g&uuml;nstigste L&ouml;sung w&auml;hlt: Das Autofahren (dito: Flugreisen, Fleischkonsum &hellip;) f&uuml;r alle &uuml;ber Abgaben massiv verteuern. Zwar wird man einen gewissen sozialen Ausgleich schaffen, aber unter dem Strich wird die breite Masse eben <em>doch<\/em> draufzahlen, sonst w&auml;ren die Ma&szlig;nahmen per se wirkungslos. Und Nein, &Ouml;PNV &amp; Co wird man nicht auch im n&ouml;tigen Ma&szlig;e ausbauen, schon gar nicht zeitgleich!<\/p><p>Die Folge: Individuelle Mobilit&auml;t nur noch f&uuml;r Besserverdienende. Die breite Masse wird sich in &uuml;berf&uuml;llte Busse oder Z&uuml;ge quetschen m&uuml;ssen und auch ansonsten sp&uuml;rbar an Lebensqualit&auml;t einb&uuml;&szlig;en. Daf&uuml;r gibt es dann tolle Tipps, wie man auch bei Schnee und Regen entspannt die 20 Km zum Niedriglohnjob mit dem Fahrrad bew&auml;ltigt. <\/p><p>Die Leute wissen das aus Erfahrung, schlie&szlig;lich lief es bislang immer so, Stichworte: Umweltzonen, energetische Modernisierung, EEG-Umlage, Dieselfahrverbote &hellip; W&uuml;rden Anh&auml;nger einer radikalen Klimapolitik offen sagen: &bdquo;Ja, das ist uns bewusst, aber das nehmen wir in Kauf!&ldquo;, w&auml;re in der Debatte wenigstens eines gewonnen: Mehr Ehrlichkeit!<\/p><p>J.L., Berlin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, liebes NDS-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nzu diesem Thema hat &ndash; wie ich finde &ndash; Heiner Flassbeck <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/05\/reason-for-future\/?success=1\">einen lesenswerten Artikel in MAKROSKOP ver&ouml;ffentlicht<\/a>.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nJutta Mertins<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diesen Beitrag, der mir so aus der Seele spricht. <\/p><p>Wenn gerade Konservative und Liberale gegen den Umweltschutz mit &bdquo;sozialen&ldquo; Argumenten wettern, die ihnen bei jedem anderen Thema am Allerwertesten vorbei gehen, dann f&auml;llt einem oft nichts mehr dazu ein.<\/p><p>Anstatt z.B. Wohnen und Arbeit wieder lokal zu vereinen, indem der soziale Wohnungsbau gest&auml;rkt wird, bejammert man lautstark den &bdquo;armen Pendler, der jetzt mit seinem billigen, gebrauchten Diesel nicht mehr in die Stadt fahren k&ouml;nnen soll.&ldquo;<\/p><p>Diese Heuchelei ist unertr&auml;glich.<\/p><p>Dabei w&auml;re die L&ouml;sung ja relativ einfach: erstens: s&auml;mtliche externen Kosten f&uuml;r Produkte und Dienstleistungen m&uuml;ssten konsequent internalisiert werden. Zweitens: die Dinge der unmittelbaren Daseinsvorsorge (also v.a. Nahrung, medizinische Versorgung und Pflege, Wohnung, Kleidung, &Ouml;PNV, Bildung und kulturelle Teilhabe) m&uuml;ssten kollektiv und nachhaltig organisiert und angeboten werden.<\/p><p>Und drittens: s&auml;mtlicher dar&uuml;ber hinaus gehender &bdquo;Luxus&ldquo; (z.B. Flugreisen, Kreuzfahrten, elektr. Gadgets etc.) m&uuml;ssten derart mit Abgaben belegt werden, dass sie entweder vom Markt verschwinden oder aber mit den Erl&ouml;sen Ausgleichsma&szlig;nahmen finanziert werden k&ouml;nnen, die dazu f&uuml;hren, dass wir mittelfristig nachhaltig leben k&ouml;nnen. Und all das immer unter einem globalen Blickwinkel.<\/p><p>Wer das nicht will, der soll wenigstens den Mut haben und vor den &bdquo;Fridays-for-Future&ldquo;-Jugendlichen auftreten und ihnen ins Gesicht sagen: &bdquo;Eure Zukunft ist uns total egal. Hauptsache f&uuml;r uns reicht es noch.&ldquo; Das ist n&auml;mlich die momentane Wahrheit hinter aller geheuchelten Nachhaltigkeitspolitik.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig; aus Taufkirchen<br>\nMartin Sutor<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<br>\n&nbsp;<br>\nIhre Sichtweise teile ich. Isoliert betrachtet werden solche Themen h&auml;ufig negativ aufgenommen &ldquo;Es wird nur wieder teurer und &auml;ndert nichts&rdquo;.<br>\nLeider passiert in unserer Gesellschaft aber beim Them Umwelt kaum etwas &uuml;ber Einsicht, sondern &uuml;ber Gesetze (sofern sie eingehalten werden) und vor allem Geld.<br>\n&nbsp;<br>\nWas schenll passieren muss ist klar:<\/p><ul>\n<li>Es ist dringend notwendig die externen Kosten mit einzubeziehen, wie sie ganz richtig schreiben.<\/li>\n<li>Um &uuml;berhaupt eine marktwirtschaftliche Situation zu erreichen m&uuml;ssen die Subventionen sch&auml;dlicher Produkte\/Dienstleistungen eingestellt werden (Steuerbefreiung Flugkerosin usw.).<\/li>\n<\/ul><p>Das ist ja nicht neu.<br>\n&nbsp;<br>\nMein Vorschlag f&uuml;r eine Steuerung, die soziale Aspekte mit einschlie&szlig;t:<\/p><p>Den Preis f&uuml;r Energie verbrauchsabh&auml;ngig gestalten, und zwar je mehr desto teurer der Preis.<\/p><p>Einen Sockelverbrauch, den man vern&uuml;nftigerweise ben&ouml;tigt um die Wohnung zu beleuchten, zu heizen, Haushaltsger&auml;te zu betreiben und im normalen Rahmen mobil zu sein wird relativ g&uuml;nstig abgerechnet.<\/p><p>Dann steigen die Kosten pro Energieeinheit zun&auml;chst langsam, dann exponentiell. Also muss derjenige, der viel verbraucht, nicht nur mengenm&auml;&szlig;ig mehr zahlen, sondern auch pro Einheit.<\/p><p>Hierbei muss der gesamte Verbrauch einbezogen werden, also sowohl Strom als auch Erd&ouml;l, Kohle, Gas usw.<\/p><p>Ich stelle mir eine Art pers&ouml;nliches Energiekonto vor, in dem jeder Verbrauch verbucht wird (Stromrechnung, Tanken, Kerosin einer Flugreise, Gasheizung etc.). Dabei k&ouml;nnte jeder Energietr&auml;ger je nach Sch&auml;dlichkeit eigene Kostensteigerungskurven haben (&Ouml;kostrom g&uuml;nstiger als Gas g&uuml;nstiger als Kohle und Erd&ouml;l).<\/p><p>Das k&ouml;nnte Haushalte mit kleinem Einkommen, die einen niedrigen Energieverbrauch haben, sogar entlasten, je nach Tarif f&uuml;r den Sockelbetrag.<\/p><p>Menschen, die viel Energie verbrauchen und dies auch weiter wollen m&uuml;ssen daf&uuml;r aber eben exponentiell viel bezahlen. Also eine Umverteilung der Kosten auf die, die tats&auml;chlich ein sch&auml;dliches Verhalten haben und keine Gie&szlig;kannenpolitik wie bei einer normalen Verbrauchssteuer.<br>\n&nbsp;<br>\nKlar, schwierig umzusetzen, auch aus Gr&uuml;nden des Datenschutzes. Wer zeichnet den Verbrauch wie auf, wo wird er gespeichert und berechnet?<\/p><p>Und nat&uuml;rlich bringt das auch Einschr&auml;nkungen mit sich f&uuml;r diejenigen, die sich einen energieintensiven Lebensstil angewohnt haben.<\/p><p>Aber irgendwo m&uuml;ssen wir anfangen, und es passiert eben h&auml;ufig erst etwas, wenn es anf&auml;ngt weh zu tun.<br>\n&nbsp;<br>\nWird so eine M&ouml;glichkeit eigentlich schon irgendwo diskutiert? Wenn ja habe ich es nicht mitbekommen.<\/p><p>Was meinen Sie von den Nachdenkseiten dazu?<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nTilman B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nnormalerweise teile ich ziemlich viel von dem, was Sie schreiben. Aber hier h&auml;tte ich von Ihnen erwartet, nicht einfachhaltshalber auf den Klimazug aufzuspringen.<br>\n&nbsp;<br>\nNur um nicht Bullshit zu verbreiten (bitte korrigieren Sie mich, wenn Sie entsprechende Informationen haben), Deutschland mit einem Anteil von ca 2% der CO2 Emissionen hat versprochen, diese um 40% zu reduzieren und ist bei 32% stehen geblieben.<br>\nDeutschland hat also versprochen, weltweit 0,4 * 0,02 = 0,008 also 0,8% die weltweiten CO2-Emissionen zu reduzieren! Dummerweise ist daraus folgende Rechnung geworden: 0,32 * 0,02 = 0,0064 also 0,64%. Landesintern hat Deutschland also um 8 % versagt und weltweit um 0,16%. To be honest, wen interessiert das? Vorbildfunktion ist doch einfach lachhaft.<br>\n&nbsp;<br>\nFragen Sie einfach einmal nach, ob die Menschen am Jangtse vielleicht die Elbe oder den Rhein lieber als Referenz h&auml;tten und das innerhalb eines Lebens. Und nebenbei w&uuml;rde mehr CO2 eingespart werden als man in Deutschland insgesamt einsparen k&ouml;nnte.<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nAxel K&ouml;hlmoos<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo!<br>\n&nbsp;<br>\nJedem&nbsp;sollte ein nicht&uuml;bertragbares, einheitliches&nbsp;Kontingent an CO2 auf seinen Personaldokument (bzw. Social Score) gebucht werden, das frei verbraucht werden kann.<\/p><p>Keine Unterschiede f&uuml;r Reich oder Arm.<\/p><p>Kein Sonderverbrauch f&uuml;r Luxusyachten und Fl&uuml;ge in den Weltenraum.<br>\n&nbsp;<br>\nLieben Gru&szlig;<br>\nCarsten<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>&ldquo;Die Eliten reden vom Ende der Welt, aber wir, reden vom Ende des Monats&rdquo; &ndash; da setze ich noch einen drauf.<\/p><p>&ldquo;Die Eliten reden vom Ende der Welt, aber wir, reden vom Ende des Ende des Monats und wir, die restlichen 85% der Menschheit, wir reden vom Ende des Tages.&rdquo;<\/p><p>Unsere Armen haben sicherlich den Nachteil, dass sie nicht mehr in ausreichendem Ma&szlig;e am Konsum der hiesigen Gesellschaften teilnehmen k&ouml;nnen. Dies mag ein Problem sein, doch im Vergleich zu den anderen, den wirklichen, Armen, ist es doch eher marginal.<\/p><p>Es geht nicht um die Lenkung des Konsums, es geht darum zu erkennen, dass genau dieser Konsum die Umwelt zerst&ouml;rt. Egal ob nun Bio oder nicht, wir konsumieren einfach zuviel von all den unn&ouml;tigen Dingen. <\/p><p>Wichtig erscheint mir auch die Frage, warum produzieren wir &uuml;berhaupt so viele Dinge? Welchen Zweck hat die ganze Produktion von G&uuml;tern? Ist der Zweck der Produktion, uns, den Konsumenten, das Leben zu erleichtern oder geht es einfach darum, dass Konsumenten etwas haben um zu konsumieren? Hier muss dann auch die Frage nach der Lebensdauer der  G&uuml;ter gestellt werden. Die IT-Industrie ist ein erschreckendes Beispiel.<\/p><p>Immer schnellere Computer um dann trotzdem die Mail oder den Brief mit dem Zwei-Finger-System m&uuml;hevoll zu tippen. Oder, ein immer schnelleres mobiles Internet, um mit immer mehr Werbung voll gedr&ouml;hnt zu werden.<\/p><p>Wow, das ist dann wirklich innovativ.<\/p><p>Warum muss jemand &uuml;berhaupt zu seinem Arbeitsplatz pendeln? Was wird dort so wichtiges, und n&uuml;tzliches, produziert? Der Arbeiter im Autowerk muss sich ein Auto kaufen, um Autos produzieren zu k&ouml;nnen. Um dann sein &Uuml;berleben zu sichern, m&uuml;ssen immer wieder neue Autos verkauft werden.<\/p><p>Auch dann, wenn die &ldquo;alten&rdquo; Autos noch immer ihren Dienst tun. Ihn, den Arbeiter, zu seinem Arbeitsplatz bringen. Und so ist es mit all den Dingen die wir produzieren und konsumieren. Dass dann noch eine Lammkeule aus Neuseeland um den Globus gekarrt wird, erscheint dann nur noch nebens&auml;chlich. Es ist auch egal ab nun die Lammkeule um den Globus gekarrt wird oder die Kokosnuss oder mexikanisches Bier oder japanische Autos oder oder.<\/p><p>Der Kern all dieser Diskussionen ist doch, was macht die Gesellschaft mit all den lohnarbeitslosen Menschen. Diese werden dann von der Wirtschaft freigesetzt, wenn wir anfangen beim konsumieren zu denken.<\/p><p>Dann werden viele Produkte keinen K&auml;ufer mehr finden. Diese Unternehmen werden insolvent gehen. Folglich werden die Unternehmen all die Menschen entlassen. Was passiert dann mit diesen Menschen? Was passiert dann mit diesem Staat? Wo kommt dann all das Geld her, f&uuml;r all die wichtigen Projekte? Wie zum Beispiel f&uuml;r einen nicht funktionierenden Flughafen oder einen nie fertigwerdenden Bahnhof oder so einem tollen Wahrzeichen wie die Elb-Philharmonie oder all die vielen Autobahnkilometer oder oder?<\/p><p>Was wird aus den Paket-Dienstleistern? Was sollen diese Menschen alle machen?<\/p><p>Die Umwelt- und Klimapolitik kann nicht gedacht werden, ohne an die Konsequenzen zu denken. Und weil diese Konsequenzen das hiesige Gesellschaftssystem in Frage stellen, wird eben immer nur so getan als w&uuml;rde man etwas &auml;ndern wollen. Doch es nicht nur das Gesellschaftssystem welches in Frage gestellt wird, es ist auch unsere Art zu Leben welche in Frage gestellt werden muss. Wir haben uns so sehr an all die tausend Dinge gew&ouml;hnt, dass wir uns gar nicht mehr vorstellen k&ouml;nnen ohne all die Dinge leben zu k&ouml;nnen. Nat&uuml;rlich bedauern wir die restlichen 85% der Menschheit, doch deshalb sollen wir unsere Art zu Leben aufgeben?<br>\nNein, das ist nun wirklich zu viel verlangt.<\/p><p>Die &ldquo;sozial Schwachen&rdquo; hei&szlig;en hier: Merkel, Schr&ouml;der, Fischer, Clement, Scharping, Nahles, Scheele, Altmaier usw. Von Beruf sind sie oft: Politiker, sitzen in Vorst&auml;nden oder handeln mit Derivaten usw. usf. Welche Interessen diese Menschen vertreten, haben die NachDenkSeiten oft dargestellt. Deshalb ist auch die Erwartung, dass sich bzgl. der Umwelt- und Klimapolitik etwas &auml;ndert, etwas naiv. <\/p><p>Einen sch&ouml;nen Tag noch.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Geduld.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJan Skalla<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Entfesselte Politik<\/p><p>Heizkraftwerke, die Palm&ouml;l verbrennen. Biodiesel, der 41 Prozent des von Deutschland importierten Palm&ouml;ls verbraucht. Regenw&auml;lder, die f&uuml;r unseren Energiehunger unaufhaltsam abgeholzt werden. Fortgesetzter Braunkohleabbau, der unsere eigene Landschaft zerst&ouml;rt. Abgasemissionen und Kohleverbrennung, die Klima, Atemluft und Glaubw&uuml;rdigkeit in Europa und der Welt sch&auml;digen &ndash; ein &bdquo;Weiter so!&ldquo; findet parallel zu Lippenbekenntnissen der verantwortlichen Politik de facto statt. Ein ungeheuerliches Verhalten. Nicht nur vor Wahlen, sondern immer. <\/p><p>Peter Richartz, Solingen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beiden Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51533\">Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 5: Elektro-Highways &ndash; Sackgasse 4.0<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51572\">Die Soziale Frage darf kein Totschlagargument gegen Umwelt- und Klimaschutz sein<\/a>&rdquo; riefen abwechlungsreiche Kommentare unserer Leser hervor, die sich mit Machbarkeit besch&auml;ftigten und wie eine soziale und umweltvertr&auml;gliche Zukunft aussehen k&ouml;nnte. Auch dass dies<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51704\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103,146,176,73],"tags":[2126,2650,1494,1848,2447],"class_list":["post-51704","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe","category-soziale-gerechtigkeit","category-umweltpolitik","category-verkehrspolitik","tag-elektromobilitaet","tag-gueterverkehr","tag-infrastruktur","tag-nachhaltigkeit","tag-strassenverkehr"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=51704"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51704\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51711,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/51704\/revisions\/51711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=51704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=51704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=51704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}