{"id":51751,"date":"2019-05-17T08:05:39","date_gmt":"2019-05-17T06:05:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751"},"modified":"2019-05-17T08:05:39","modified_gmt":"2019-05-17T06:05:39","slug":"hinweise-des-tages-3368","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h01\">Jetzt unterschreiben: &bdquo;Kein Krieg gegen Iran &ndash; Verhandeln statt eskalieren!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h02\">Gef&auml;ngnis in Guantanamo wird zu teurem Alters- und Pflegeheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h03\">Deutsche Soldaten gehen am Bundestag vorbei in Afrika in Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h04\">Wenn Alice Weidel und Markus S&ouml;der sich einig sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h05\">Steuern: Reiche Deutsche zieht es immer noch nach Luxemburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h06\">Wie Amazon seine Angestellten durch Maschinen ersetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h07\">TTIP 2.0: Exportindustrie setzt Bundesregierung unter Druck &ndash; Hintergr&uuml;nde zur Neuauflage der Verhandlungen mit den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h08\">Bundesverfassungsgericht soll Singapur-Abkommen pr&uuml;fen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h09\">DSGVO: Ex-Datenschutzbeauftragte r&uuml;gen Arbeitsverweigerung der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h10\">EU-Wahl im Vereinigten K&ouml;nigreich: Labour und Tories vorm Debakel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h11\">Europaweite Studie zu Klimazielen: Deutschland beim Ranking hinten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h12\">Bolsonaros Bildungspolitik: &ldquo;Uns fehlt es an allem&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h13\">The Second Drone Age<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h14\">Kein Elefant mehr im Paul Celan-Laden: Zum Tod von Wiglaf Droste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51751#h15\">Zu guter Letzt: USA schlagen Alarm: &ldquo;Iran bewegt sein Land immer n&auml;her an unsere Truppen heran!&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jetzt unterschreiben: &bdquo;Kein Krieg gegen Iran &ndash; Verhandeln statt eskalieren!&ldquo;<\/strong><br>\nDerzeit spitzt sich die Lage zwischen den USA und Iran zu. Es besteht die Gefahr, dass die Spannungen zu einer folgenschweren Eskalation bis hin zu einem Krieg mit unabsehbaren globalen Folgen f&uuml;hren. Statt Kriegsdrohungen braucht es dringend Gespr&auml;che, um den Konflikt zu l&ouml;sen. Das Nuklearabkommen (JCPOA) mit Iran muss Bestand haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.friedenskooperative.de\/kein-krieg-gegen-iran\">Friedenskooperative<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundeswehr aus Irak, Jordanien und T&uuml;rkei abziehen<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel muss den drohenden US-Krieg gegen den Iran und die Sicherheit der deutschen Soldaten in der Region zur Chefsache machen. Angesichts der Eskalation durch die US-Administration muss die Bundesregierung die deutschen Soldaten aus dem Irak und Jordanien abziehen sowie die Beteiligung am AWACS-Einsatz in der T&uuml;rkei beenden. Die Bundeswehr darf an einem US-Krieg gegen den Iran nicht beteiligt werden&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Nach dem Abzug der US-Diplomaten aus dem Irak und der Aussetzung der Ausbildungsmission der Bundeswehr dort muss die Bundesregierung den Bundestag und die Bev&ouml;lkerung informieren, was sie &uuml;ber die konkreten Kriegspl&auml;ne der USA gegen den Iran wei&szlig;.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel und Au&szlig;enminister Heiko Maas m&uuml;ssen alles daran setzen, den Konflikt im Persischen Golf zu entsch&auml;rfen. Dazu geh&ouml;rt, die v&ouml;lkerrechtswidrigen Androhungen von Gewalt und die US-Truppenverlegung in die Region klar und deutlich zu verurteilen. Notwendig ist eine Klarstellung, dass US-St&uuml;tzpunkte in Deutschland f&uuml;r Kriegsvorbereitungen gegen den Iran nicht genutzt werden d&uuml;rfen und &Uuml;berflugrechte f&uuml;r die US-Luftwaffe &uuml;ber Deutschland im Kriegsfall verweigert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundeswehr-aus-irak-jordanien-und-tuerkei-abziehen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Is John Bolton the most dangerous man in the world?<\/strong><br>\nThe US is closer to war with Iran than it has been since the Bush years, or perhaps ever. And Bolton is largely to blame.<br>\nDonald Trump&rsquo;s national security adviser John Bolton wants the United States to go to war with Iran. We know this because he has been saying it for nearly two decades. And everything that the Trump administration has done over its Iran policy, particularly since Bolton became Trump&rsquo;s top foreign policy adviser in April of 2018, must be viewed through this lens, including the alarming US military posturing in the Middle East of the past two weeks. Just after one month on the job, Bolton gave Trump the final push he needed to withdraw from the Iran nuclear agreement, which at the time was (and still is, for now) successfully boxing in Iran&rsquo;s nuclear program and blocking all pathways for Iran to build a bomb. The Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) &ndash; as the Iran deal is formally known &ndash; was the biggest obstacle to Bolton&rsquo;s drive for a regime change war, because it eliminated a helpful pretext that served so useful to sell the war in Iraq 17 years ago.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2019\/may\/16\/john-bolton-trump-iran-nuclear-deal-danger%20\">Ben Armbruster im Guardian<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.S.:<\/strong> Man beachte den Hinweis des Guardian Kommentators, dass das &ldquo;Iran Projekt&rdquo; der von Bolton repr&auml;sentierten &ldquo;Neokonservativen&rdquo; jedem, der das Weltgeschehen hinreichend aufmerksam verfolgt, seit langem bekannt sein sollte. In diesem Zusammenhang sei nochmals an Interviews erinnert, die Wesley Clark vor vielen Jahren gab, z.B. Gen. Wesley Clark, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bSL3JqorkdU9\">Democracy Now! interview, 2007<\/a>. Das Imperium ist nicht so leicht auf seinem t&ouml;dlichen Kurs zu stoppen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gef&auml;ngnis in Guantanamo wird zu teurem Alters- und Pflegeheim<\/strong><br>\nDie noch 40 verbleibenden Inhaftierten, davon 26 ohne Verurteilung, werden &auml;lter und kr&auml;nker. Operationen und Pflege stehen an.<br>\nDas Alter macht auch vor H&auml;ftlingen nicht Halt: H&uuml;ft- und Kniegelenke m&uuml;ssen ersetzt, Rollstuhlrampen gebaut, Griffstangen in den Zellen angebracht und m&ouml;glicherweise auch Dialyseger&auml;te angeschafft werden. Das ber&uuml;chtigte Gef&auml;ngnis in Guantanamo wird zum Altersheim. Letztes Jahr wurde die Gef&auml;ngnisleitung vom Pentagon aufgefordert, Pl&auml;ne f&uuml;r den Betrieb der Haftanstalt bis ins Jahr 2043 vorzulegen. Dann wird der &auml;lteste Insasse 96 Jahre alt sein. Laut &laquo;New York Times&raquo; leiden die meisten H&auml;ftlinge unter den physischen und psychischen Nachwirkungen von Folter &ndash; so wie der Pal&auml;stinenser Abu Zubayadh, der in einem geheimen CIA-Gef&auml;ngnis in einer sarg&auml;hnlichen Kiste gehalten und 83 Mal einem Waterboarding unterzogen worden war.<br>\nIn Guantanamo k&uuml;mmert sich eine rotierende Belegschaft von 140 &Auml;rzten, Krankenschwestern, Medizinerinnen und Fachleuten f&uuml;r psychische Erkrankungen um die derzeit 40 H&auml;ftlinge und teilweise auch um die 1500 Armeeangeh&ouml;rigen, die f&uuml;r das Gef&auml;ngnis zust&auml;ndig sind. Das berichtete die Zeitung &laquo;Miami Herald&raquo;.<br>\nAls k&uuml;rzlich Medienschaffende Guantanamo besuchten, erkl&auml;rte der damalige Gef&auml;ngnisleiter, Konteradmiral John C. Ring, man m&uuml;sse sich auf die Langzeitpflege der Insassen vorbereiten, sofern sich die amerikanische Politik nicht &auml;ndere. Er verlangte von den Entscheidungstr&auml;gern im Pentagon klare Antworten: &laquo;Viele M&auml;nner sind pr&auml;diabetisch. Werde ich Dialyse-Ger&auml;te brauchen? Ich weiss es nicht. Jemand muss es mir sagen. Werden wir komplexe Krebsbehandlungen anbieten? Ich weiss es nicht. Jemand muss es mir sagen.&raquo;<br>\nKurz darauf wurde Ring seines Postens enthoben und durch seinen Stellvertreter, Brigadegeneral John F. Hessey, ersetzt. Begr&uuml;ndung: Vertrauensverlust in seine F&uuml;hrungsf&auml;higkeiten. Laut &laquo;New York Times&raquo; beeilte sich eine Mediensprecherin klarzustellen, dass die Entscheidung, Admiral Ring des Amtes zu entheben, nichts mit dem Medienbesuch zu tun habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Gefangnis-in-Guantanamo-wird-zu-teurem-Alters--und-Pflegeheim\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Soldaten gehen am Bundestag vorbei in Afrika in Einsatz<\/strong><br>\nBundeswehr-Kampfeins&auml;tze au&szlig;erhalb des NATO-Gebiets m&uuml;ssen vom Bundestag beschlossen werden. Dieser Grundsatz wird nun in Frage gestellt, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) berichten &ndash; unter Berufung auf Kreise des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des Bundestages, der am Mittwoch, 08. Mai 2019 in geheimer Sitzung in Berlin tagte. Dass dies ausgerechnet der Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa ist, war von den Verantwortlichen ganz sicher nicht gewollt und ist dennoch ein denk(un)w&uuml;rdiger Umstand.<br>\nIn Niger, Kamerun und Tunesien sind jeweils bis zu zwei Dutzend deutsche Soldaten ohne Parlamentsbeschluss aktiv &ndash; und es soll sich auch um Spezialeinheiten handeln. Kampfschwimmer werden genannt und man muss vermuten, dass es sich um Soldaten des Kommandos Spezialkr&auml;fte (KSK) aus Calw in Baden-W&uuml;rttemberg handelt. In der geheimen Sitzung des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des Parlaments kam es zu einer kritischen Debatte, wenn man die Quellen des RND zugrunde legt. [&hellip;]<br>\nNicht nur in Deutschland, auch in der Schweiz berichten Journalisten &uuml;ber Gefahren in den bis vor Kurzem geheimen Einsatzgebieten deutscher Soldaten in Afrika. Die Schweizerische Depeschenagentur (sda) berichtet aus dem geheimen Einsatzgebiet deutscher Soldaten in Kamerun am 19. April 2019: es &bdquo;griffen K&auml;mpfer der Islamisten-Gruppe in der Nacht zum Freitag ein Dorf in der Region Tschakamari im Norden des Landes an und setzten H&uuml;tten in Brand. Die Opfer verbrannten im Schlaf. Boko Haram (deutsch: westliche Bildung verboten) k&auml;mpft seit Jahren gewaltsam f&uuml;r die Errichtung eines islamischen Gottesstaates im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Bei Angriffen der Gruppe wurden bereits mehr als 27&rsquo;000 Menschen get&ouml;tet, 1,8 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Inzwischen ist der Konflikt auch auf Nigerias Nachbarl&auml;nder Niger, Tschad und Kamerun &uuml;bergegriffen.&ldquo; Der Bonner Generalanzeiger berichtet: &bdquo;Die SPD sieht viele Fragen gekl&auml;rt, nachdem die Regierung im Ausschuss den Ausbildungseinsatz erl&auml;utert habe.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/05\/16\/deutsche-soldaten-gehen-am-bundestag-vorbei-in-afrika-in-einsatz\/\">Informationstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51526#h01\">Spezialkr&auml;fte der Bundeswehr &ndash; Rechtsbruch in &ldquo;Camp W&uuml;stenblume&rdquo;?<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/354629.bundeswehr-vier-kommandos-ohne-mandat.html\">Bundeswehr: Vier Kommandos ohne Mandat<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wenn Alice Weidel und Markus S&ouml;der sich einig sind<\/strong><br>\nStehen Sparern Zinsen zu? Nein! Das Argument der angeblichen Enteignung durch die Europ&auml;ische Zentralbank ist analytisch nichts wert, daf&uuml;r aber ideologisch. (&hellip;)<br>\nLaut einer neuen Berechnung der DZ Bank haben die hiesigen Sparer in den vergangenen zehn Jahren 648 Milliarden Euro verloren. Wie kommen die Banker auf diese Summe? In ihrer Kalkulation unterstellen sie das Zinsniveau zwischen 1999 und 2009 als &bdquo;Normalniveau&ldquo;. Dann rechnen sie aus, wie hoch die Ertr&auml;ge der deutschen Sparer gewesen w&auml;ren, wenn die Zinsen auf &bdquo;Normalniveau&ldquo; geblieben w&auml;ren. Dieser Summe entgegen stellen sie die wirkliche Verzinsung, die viel geringer ist, da die EZB die Zinsen stark senkte. Von der Differenz zwischen den Ertr&auml;gen des Normalzinsniveaus und den tats&auml;chlichen Ertr&auml;gen ziehen sie noch die Summe ab, die verschuldete Haushalte an Kreditzinsen eingespart haben. Unter dem Strich stehen die 648 Milliarden, die der deutsche Sparer &bdquo;verloren&ldquo; hat.<br>\nIn diesen Verlusten sieht nicht nur der &Ouml;konom Hans Werner Sinn eine &bdquo;zunehmende Enteignung der Sparer&ldquo;, sondern auch der CSU-Politiker Markus S&ouml;der und die AfD-Frontfrau Alice Weidel. Zu diesem Vorwurf drei Anmerkungen: (&hellip;)<br>\nErstens: der &bdquo;deutsche Sparer&ldquo;. Dieses Wesen existiert nicht. In der Realit&auml;t reden wir von B&uuml;rgern in ganz unterschiedlichen finanziellen Verh&auml;ltnissen. Die unteren 30 Prozent der deutschen Haushalte haben gar kein Verm&ouml;gen, leiden also auch nicht unter niedrigen Zinsen. Der Rest des Geldverm&ouml;gens ist stark bei den Reichen konzentriert. Aber diese Konzentration ist f&uuml;r Sinn, S&ouml;der und Weidel offensichtlich nicht das Problem. Sie stellen sich lieber vor das fiktive Subjekt &bdquo;deutscher Sparer&ldquo;, der vor einer nicht-deutschen Zentralbank gesch&uuml;tzt werden muss.<br>\nZweitens: das &bdquo;Normalzinsniveau&ldquo;. Sicher, man kann fiktive Sparertr&auml;ge auf ein fr&uuml;heres Zinsniveau ausrechnen und dann beklagen, dass die wirklichen Ertr&auml;ge niedriger sind. Was dabei unter den Tisch f&auml;llt, ist der Grund, aus dem die EZB die Zinsen gesenkt hat &ndash; die Krise. Da die Zentralbank wei&szlig;, dass Zinsen nicht nur die Ertr&auml;ge der Gl&auml;ubiger sind, sondern auch die Kosten der Schuldner, hat sie die Zinsen gesenkt, um die Euro-Zone vor einer Pleitewelle zu bewahren. F&uuml;r Sparer ist das bedauerlich. Doch hilft es nichts, sich in einer Krise borniert auf den Standpunkt des Gl&auml;ubigers zu stellen, dem die Schuldner gef&auml;lligst hohe Renditen zu erwirtschaften haben.<br>\nDrittens: die &bdquo;Enteignung&ldquo;. Die entgangenen Zinsertr&auml;ge als &bdquo;Kosten&ldquo; zu beklagen, ist schon ein dreister Standpunkt. Er unterstellt ein Anrecht des Anlegers auf Rendite: Geld hat Geld zu bringen! Nach derselben Logik k&ouml;nnten die Gewerkschaften fiktive Lohnerh&ouml;hungen in Anschlag bringen, sie mit den realen Lohnerh&ouml;hungen vergleichen und &bdquo;Enteignung der Arbeiter&ldquo; rufen. Der Unterschied: W&auml;hrend dem Finanzkapital ein Recht auf Verzinsung zugestanden wird, soll der Arbeitnehmer froh sein, dass er einen Job hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/dumpfer-finanz-populismus-12282923.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuern: Reiche Deutsche zieht es immer noch nach Luxemburg<\/strong><br>\nNach Recherchen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR tauchen 20 der 100 reichsten Deutschen mit Unternehmen im Handelsregister Luxemburgs auf. Dazu geh&ouml;ren bekannte Unternehmergr&ouml;&szlig;en wie Klaus-Michael K&uuml;hne, Theo M&uuml;ller, Alexander Otto oder die Familie Reimann. Viereinhalb Jahre nach den sogenannten Lux-Leak-Enth&uuml;llungen zeigt sich damit, dass Luxemburg immer noch mit einer extrem niedrigen Steuerlast lockt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/luxemburg-leaks-steuervermeidung-1.4449306%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist allersp&auml;testens seit LuxLeaks bekannt (und vorher war Luxemburg schon ein Paradies f&uuml;r Schwarzgeld-Steuerbetr&uuml;ger). Warum ist in den f&uuml;nf Jahren offensichtlich weiterhin nichts passiert, um die legalisierte Steuerhinterziehung zu bek&auml;mpfen? Hat die Bundesregierung kein Interesse an den vielen Milliarden und einer gerechten Steuerzahlung, oder muss man gewolltes Wegsehen unterstellen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie Amazon seine Angestellten durch Maschinen ersetzt<\/strong><br>\n700 P&auml;ckchen verpacken in einer Stunde &ndash; das schafft nur eine Maschine. In den ersten Logistikzentren setzt Amazon jetzt auf Pack-Maschinen. F&uuml;r die Angestellten gibt es dagegen neue Anreize, Paketlieferant zu werden.<br>\nDie Anschaffung dieser Maschinen w&uuml;rde sich innerhalb von zwei Jahren rechnen, hei&szlig;t es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Das Unternehmen plane, in jedes seiner 55 sogenannten Ausf&uuml;hrungszentren in Amerika zwei dieser Packmaschinen zu installieren. Allein dadurch k&ouml;nnten bis zu 1300 Angestellte ersetzt werden, etwa ein Prozent der Besch&auml;ftigten in den betroffenen Logistikzentren. Doch auch in deutschen und anderen europ&auml;ischen Logistikzentren des Unternehmens werden die Maschinen schon eingesetzt. [&hellip;]<br>\nGleichzeitig trat das Unternehmen aber Bef&uuml;rchtungen entgehen, die neuen Roboter k&ouml;nnten zu Entlassungen f&uuml;hren &ndash; eine Sorge, die bei Automatisierungen h&auml;ufig ge&auml;u&szlig;ert wird. Das Unternehmen teilte mit, man plane, die Einsparungen daf&uuml;r zu nutzen, um in neue Angebote zu investieren, wo neue Arbeitspl&auml;tze geschaffen w&uuml;rden. Ein hochrangiger Amazon-Manager verteidigte den Schritt auf Twitter. Das gr&ouml;&szlig;te Problem des Unternehmens sei, ausreichend Leute f&uuml;r die Arbeitspl&auml;tze, die das Unternehmen schaffe, zu finden.<br>\nTats&auml;chlich teilte das Unternehmen am Dienstag mit, sein Angebot f&uuml;r die Angestellten auszuweiten, selbst Unternehmen zu gr&uuml;nden, die f&uuml;r Amazon die Pakete ausliefern. Neben Zugang zu Amazons Liefertechnologie, einem Trainingsprogramm und Versicherungen gibt der Konzern seinen Angestellten jetzt auch 10.000 Dollar, wenn sie selbst Lieferunternehmer werden. Das soll einen Teil der Kosten f&uuml;r die Unternehmensgr&uuml;ndung decken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diginomics\/wie-amazon-seine-angestellten-durch-pack-maschinen-ersetzt-16186353.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es stellt sich vor dem Hintergrund der Digitalisierung und Automatisierung wiederholt die Frage was mit den &uuml;berfl&uuml;ssig gewordenen Mitarbeitern geschehen soll. Die Menschen in prek&auml;re Scheinselbst&auml;ndigkeit abzuschieben wie es Amazon plant, kann nicht die L&ouml;sung sein und er&ouml;ffnet die d&uuml;stere Zukunftsperspektive einer Gesellschaft, in der viele als vereinzelte Arbeitskraftunternehmer, auf einem nach M&ouml;glichkeit voll globalisierten Arbeitsmarkt, um den niedrigsten Lohn gegen einander konkurrieren. Dies wird zudem zu einer weiteren sozialen Spaltung der Gesellschaft f&uuml;hren, auf der einen Seite die Masse prek&auml;r besch&auml;ftigter Niedrigl&ouml;hner, auf der anderen Seite eine kleine Schicht hoch bezahlter Entwickler, Administratoren und Manager. F&uuml;r Neoliberale ist dies nat&uuml;rlich keine Dystopie, sondern eine rosige Zukunftsvision.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP 2.0: Exportindustrie setzt Bundesregierung unter Druck &ndash; Hintergr&uuml;nde zur Neuauflage der Verhandlungen mit den USA<\/strong><br>\nVergangene Woche hat die erste Verhandlungsrunde f&uuml;r ein Freihandelsabkommen mit den USA stattgefunden. Der Erfolgsdruck ist gro&szlig;, nicht zuletzt die deutsche Exportindustrie macht Druck &ndash; keine gute Voraussetzung f&uuml;r ein ausgewogenes Ergebnis.<br>\nAls Wirtschaftsminister Altmaier am 30. Januar den Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2019 vorstellte, betonte er angesichts sich eintr&uuml;bender Konjunkturaussichten die Chancen einer Neuauflage des Freihandelsabkommens TTIP mit den USA &ndash; gewisserma&szlig;en TTIP 2.0. Dazu hatte die EU-Kommission einige Tage zuvor ein Verhandlungsmandat vorgelegt, das die Bundesregierung ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;e, so Altmaier. In dem Mandat ist festgelegt, wie und wor&uuml;ber die EU-Kommission mit den USA verhandeln soll. Es geht dabei &ndash; neben den &uuml;blichen Zollsenkungen &ndash; &auml;hnlich wie schon bei TTIP auch um sogenannte regulatorische Kooperation.<br>\nHinter dem technisch klingenden Begriff verbergen sich neue Einflussm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Konzernlobbyisten auf die Politik. Das ist gef&auml;hrlich, denn Erfahrungen aus der Vergangenheit belegen, dass die regulatorische Kooperation mit den USA zur Schw&auml;chung von Verbraucher- und Umweltstandards f&uuml;hren k&ouml;nnte.<br>\nVergangene Woche hat nun &ndash; ohne gro&szlig;e &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit &ndash; die erste Verhandlungsrunde mit den USA in Washington stattgefunden. Der Erfolgsdruck ist gro&szlig;, vonseiten der USA, von der deutschen Exportindustrielobby und von der Bundesregierung. Keine gute Voraussetzung f&uuml;r ein ausgewogenes Ergebnis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/ttip-20-exportindustrie-setzt-bundesregierung-unter-druck-hintergruende-zur-neuauflage-der-verhandlungen-mit-den-usa--2310.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Dass in diesem recht gut recherchierten Beitrag ausgerechnet MEP Bernd Lange als Zeuge aufgerufen wird, konterkariert den gesamten Beitrag. Schlie&szlig;lich ist er, im Schulterschluss mit dem DGB Vorsitzenden und deutschen Exportgewerkschaften Metall und Chemie, der gr&ouml;&szlig;te Trommler im Europ&auml;ischen Parlament f&uuml;r Freihandelsabkommen. So hat er z.B. in der SPD den Weg f&uuml;r CETA frei gemacht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundesverfassungsgericht soll Singapur-Abkommen pr&uuml;fen<\/strong><br>\nVor knapp zwei Wochen hat der Europ&auml;ische Gerichtshof den Investitions-Schiedsgerichten im Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (Ceta) zugestimmt. Nun steht die n&auml;chste juristische Auseinandersetzung an, diesmal vor dem Bundesverfassungsgericht. Am Donnerstag legt in Karlsruhe ein B&uuml;ndnis aus B&uuml;rgerrechts- und Verbraucherschutzorganisationen Verfassungsbeschwerde gegen das erst im Februar vom EU-Parlament verabschiedete Freihandelsabkommen mit Singapur (EUSFTA) ein. Mehr als 13.000 Menschen aus Deutschland haben sich dem Vorhaben als Ko-Beschwerdef&uuml;hrer angeschlossen.<br>\nIn der Beschwerde von Campact, Foodwatch und dem Verein Mehr Demokratie, die der F.A.Z. vorliegt, st&ouml;ren sich die Initiatoren vor allem an der &Uuml;bertragung wichtiger Entscheidungskompetenzen auf die im Handelsabkommen vorgesehenen Aussch&uuml;sse. Damit wollen die Beschwerdef&uuml;hrer eine Gefahr f&uuml;r die europ&auml;ische Demokratie abwenden, die ihrer Ansicht nach durch die Anwendung von EUSFTA verwirklicht w&uuml;rde.<br>\n&bdquo;Die Verfassungsbeschwerde richtet sich im Unterschied zu der Beschwerde gegen Ceta nicht gegen die Investitionsgerichte, die der Europ&auml;ische Gerichtshof k&uuml;rzlich f&uuml;r rechtens erkl&auml;rt hat, sondern gegen nicht-demokratisch legitimierte Kompetenz&uuml;bertragungen von Deutschland auf die EU, insbesondere durch Vertragsaussch&uuml;sse, deren Entscheidungen nicht demokratisch kontrolliert werden&ldquo;, erl&auml;utert Thilo Bode von Foodwatch. Solche Aussch&uuml;sse k&ouml;nnten v&ouml;lkerrechtlich bindende Entscheidungen f&auml;llen, zum Beispiel im Gesundheitsschutz, und sogar Vertragsinhalte &auml;ndern, ohne dass das EU-Parlament zustimmen m&uuml;sse. Im Vergleich zu Ceta seien diese Rechte &bdquo;noch viel gravierender&ldquo;, meint Bode, weil Singapur nicht mehr der Ratifikation durch die Mitgliedsstaaten bed&uuml;rfe, w&auml;hrend dies f&uuml;r Ceta noch der Fall sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bundesverfassungsgericht-soll-singapur-abkommen-pruefen-16190337.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Aktionsb&uuml;ndnis reicht Verfassungsbeschwerde gegen EU-Singapur-Abkommen ein<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/freihandelsabkommen\/aktuelle-nachrichten\/aktionsbuendnis-reicht-verfassungsbeschwerde-gegen-eu-singapur-abkommen-ein\/%20\">Foodwatch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Schon wieder ein Freihandelsabkommen, von dem die &Ouml;ffentlichkeit faktisch nichts erfahren hat und das die rechtliche Souver&auml;nit&auml;t der einzelnen EU-Staaten aushebelt. Das ist das sch&ouml;ne Europa &ndash; in dem der B&uuml;rger in der Realit&auml;t die Entscheidungen der Eliten nur st&ouml;rt &ndash; das im aktuellen Wahlkampf f&uuml;r das Europaparlament propagiert wird. Allein, dass der EuGH Schiedsgerichte k&uuml;rzlich f&uuml;r rechtens erkl&auml;rt hat, er also eine Paralleljustiz, die jeden rechtsstaatlichen Grunds&auml;tzen widerspricht &ndash; die Verhandlungen sind nicht &ouml;ffentlich, es gibt keine Berufungsinstanz -, mit den demokratischen Prinzipien vereinbar h&auml;lt, auf welchen die EU angeblich basiert, sollte den Blick auf die EU, denn die ist in der Wahlpropaganda mit &ldquo;Europa&rdquo; eigentlich gemeint, kritisch sch&auml;rfen. Aber ein kritischer Blick auf die im Grunde undemokratische Verfassung der EU ist nat&uuml;rlich &ldquo;anti-europ&auml;isch&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>DSGVO: Ex-Datenschutzbeauftragte r&uuml;gen Arbeitsverweigerung der Bundesregierung<\/strong><br>\nPeter Schaar und Alexander Dix r&auml;umen in einem Gutachten f&uuml;r die Gr&uuml;nen mit vielen Mythen rund um die DSGVO auf und fordern mehr Schutz vor Profiling.<br>\nRenommierte Datensch&uuml;tzer &uuml;ben scharfe Kritik am Umgang der Bundesregierung mit der seit knapp einem Jahr geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Sie habe den Eindruck erzeugt, &ldquo;Datenschutz bedrohe den Wohlstand, verhindere sinnvolle IT-Projekte und erschwere das Leben von Vereinen und kleinen Unternehmen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/DSGVO-Ex-Datenschutzbeauftragte-ruegen-Arbeitsverweigerung-der-Bundesregierung-4423875.html\">heise.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Wahl im Vereinigten K&ouml;nigreich: Labour und Tories vorm Debakel<\/strong><br>\nWer einen harten Brexit will, wird bei der EU-Wahl f&uuml;r Nigel Farage stimmen. Seine Partei d&uuml;rfte gut 30 Prozent erhalten, &auml;hnlich wie das EU-Lager aus Gr&uuml;nen, Liberaldemokraten und &bdquo;Change UK&ldquo;. Das verschiebt die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse in der britischen Politik.<br>\nDie &bdquo;Nigel&ldquo;-Rufe kommen vom Band und stimmen das Publikum in Sunderland darauf ein, dass er wieder da ist: Nigel Farage, der Chef der neuen Brexit-Partei. Als Farage noch vorne schreitet, gibt es im Saal Standing Ovations. Anh&auml;nger halten blau-wei&szlig;e Pappschilder hoch. Sie zeigen einen Pfeil, der die Richtung vorgibt. Wir wollen endlich raus aus der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/eu-wahl-im-vereinigten-koenigreich-labour-und-tories-vorm.979.de.html?dram:article_id=448972\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europaweite Studie zu Klimazielen: Deutschland beim Ranking hinten<\/strong><br>\nBei einer EU-weiten Untersuchung landet die Bundesrepublik bei der Erf&uuml;llung der Energie- und Klimaziele auf dem vorletzten Platz.<br>\nEnergiewendeland, Klimaretterland, das war einmal: Deutschland tr&auml;gt beim Klimaschutz in Europa (fast) die rote Laterne. Laut einem EU-weiten Ranking ist die Bundesrepublik auf dem vorletzten Platz, was die Erf&uuml;llung der Energie- und Klimaziele angeht. Das ist das Ergebnis einer Berichts des Ecologic Instituts und Climact im Auftrag der European Climate Foundation, der der taz vorliegt.<br>\nDanach ist kein EU-Mitgliedsstaat auf einem guten Weg zur Erf&uuml;llung der Energie- und Klimaziele f&uuml;r 2030, keiner der nationalen Energie- und Klimapl&auml;ne erf&uuml;llt bislang das Ziel der Klimaneutralit&auml;t bis zum Jahr 2050 &ndash; dabei hat die Kanzlerin das erst gerade gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Europaweite-Studie-zu-Klimazielen\/!5595941\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Bildunterschrift lautet, &ldquo;Als Deutschland sich noch f&uuml;r das Klima interessierte: Kanzlerin Merkel und ihr damaliger Umweltminister Gabriel 2007 in Gr&ouml;nland&rdquo;. Wann soll das gewesen sein? Merkel interessiert sich f&uuml;r Unternehmensteuersenkungen und Rentenk&uuml;rzungen und stellt grunds&auml;tzlich immer Wirtschaftsinteressen &uuml;ber alles andere. Das haben wir zuletzt bei den Diskussionen &uuml;ber die Dieselbetr&uuml;gereien, die Autoindustrie insgesamt, die CO2-Steuer und den Kohleausstieg gesehen. Oder hat sich Merkel &ndash; als ehemalige Umweltministerin! &ndash; gegen die Glyphosat-Entscheidung ihrer Landwirtschaftsministerin gestellt und f&uuml;r mehr Artenschutz engagiert? Nicht, da&szlig; Schr&ouml;der ein Deut besser gewesen w&auml;re, aber Merkel war nun mal in den letzten 13,5 Jahren Bundeskanzlerin und hat den gr&ouml;&szlig;ten Teil der miserablen Umweltpolitik zu verantworten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Prognose der Bundesregierung: Deutschland verfehlt Klimaschutzziele deutlicher als gedacht<\/strong><br>\nDie neue Projektion der Bundesregierung erwartet nur 33 Prozent Emissionsminus bis 2020 statt angepeilter 40 Prozent. Es drohen h&ouml;here deutsche Zahlungen. Deutschland ist auf dem Weg, seine Klimaschutzziele noch deutlicher als bislang angenommen zu verfehlen. Insbesondere in den Bereichen, die nicht dem europ&auml;ischen Emissionshandel (EU-ETS) unterliegen &ndash; speziell im Verkehrssektor &ndash; werden bei weitem nicht die n&ouml;tigen Emissionsminderungen sowohl f&uuml;r die nationalen Ziele als auch die europ&auml;ischen Vorgaben erreicht. Dies geht aus dem &bdquo;Projektionsbericht 2019&ldquo; hervor, der am Mittwoch vom Bundesumweltministerium ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/prognose-der-bundesregierung-deutschland-verfehlt-klimaschutzziele-deutlicher-als-gedacht\/24347762.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bolsonaros Bildungspolitik: &ldquo;Uns fehlt es an allem&rdquo;<\/strong><br>\nUm rund 30 Prozent will Brasiliens Pr&auml;sident die Ausgaben f&uuml;r Universit&auml;ten k&uuml;rzen. Die Ank&uuml;ndigung hat zu den ersten landesweiten Protesten gegen Bolsonaro gef&uuml;hrt. Der spricht von &ldquo;n&uuml;tzlichen Idioten&rdquo;.<br>\nStudierende, Dozenten, Sch&uuml;ler sind gegen die Sparpolitik der Regierung von Jair Bolsonaro im Aufstand. Allein in Rio de Janeiro sollen es 150.000 gewesen sein, die sich auch von heftigen Regenf&auml;llen nicht abhalten lie&szlig;en. Es ist der erste landesweite Massenprotest gegen Brasiliens rechten Pr&auml;sidenten.<br>\nEin Professor der Bundesuniversit&auml;t von Rio de Janeiro sagt, dass die katastrophale Bildungspolitik der Regierung die Studenten aufgeweckt habe: &ldquo;Entweder gehen wir jetzt auf die Stra&szlig;e oder es wird noch schlimmer werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/brasilien-studenten-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das sind die Gespr&auml;chspartner unseres famosen Au&szlig;enministers Heiko Maas.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>The Second Drone Age<\/strong><br>\nWhile the U.S. was the foremost operator of armed, unmanned aerial vehicles (UAVs) in the world for more than a decade, launching the first drone attack in 2001, today more than a dozen countries possess this technology. The U.K., Israel, Pakistan, Saudi Arabia, the UAE, Egypt, Nigeria, and Turkey have all used armed UAVs to kill targets since 2015. Efforts by Washington to control proliferation through restrictions on drone exports have failed to slow down a global race to acquire the technology. Meanwhile, the U.S. has set a precedent of impunity by carrying out hundreds of strikes that have killed civilians over the last decade.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2019\/05\/14\/turkey-second-drone-age\/\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kein Elefant mehr im Paul Celan-Laden: Zum Tod von Wiglaf Droste<\/strong><br>\nB&ouml;se und mit spitzer Zunge ging Droste die eigene Polit-Szene an: das Muff-Milieu, jene Trieftrinen-Linke, ihre moraline Gesinnung, ihre Doppelmoral, ihren Ranz. Unaushaltbar und deshalb unbedingt dem Spott preiszugeben: Spie&szlig;er, die auf Spie&szlig;er schimpfen. Mir alles gut aus den 80er und 90er Jahren bekannt von der Hafenstra&szlig;e und einem bestimmten Uni-Milieu. Let there be rock: Satire und bei&szlig;ender Witz hilft, um sich zu wehren. Das gro&szlig;e Auslachen starten. Ja, so sind die b&ouml;sen alten wei&szlig;en heteronormativen M&auml;nner: toll toxisch maskulin. Warum auch nicht? Droste h&ouml;hnte, schlug zu. Immer ein Treffer. Es sprach mir aus der Seele schon damals: da waren sie wieder, die guten, fr&uuml;hen alten Titanic-Jahre, wo Droste von 1989 bis 1991 wirkte.<br>\nNicht immer fein kamen Drostes Texte daher, nicht mit dem Florett, sondern oft focht er mit dem S&auml;bel, den er freilich mit Esprit zu f&uuml;hren verstand und wie einen Degen gebrauchte. Mit b&ouml;sem Spott schnitt er in die linke Seelengem&uuml;tlichkeit. Aber nicht nur gegen das Fleisch vom eigenen Fleisch, jenes Jammertal-Links-Milieu zog er an, denn Droste ist selber links, sondern es ging ebenso gegen die Spie&szlig;igkeit einer rechten und biederen Haltung, die es sich im Simplen gerne gem&uuml;tlich machte: Patriotismus, Papst, Vaterland. In Abwandlung des Adorno-Zitates hie&szlig; es bei Droste:<br>\n&bdquo;Wer sonst gar nichts hat, der hat doch ein Vaterland. Patriotismus ist die Religion der ganz armen Schweine.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bersarin.wordpress.com\/2019\/05\/16\/kein-elefant-mehr-im-paul-celan-laden-zum-tod-von-wiglaf-droste\/\">AISTHESIS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mit Wiglaf Drostes Tod ist die deutsche Sprache ein St&uuml;ck &auml;rmer geworden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Zum Tod von Wiglaf Droste Der gro&szlig;e W&uuml;terich<\/strong><br>\nEr z&uuml;ckte den rhetorischen Revolver und traf seine Gegner rechts wie links &ndash; und wenn er nur aus der H&uuml;fte schoss: Der K&uuml;nstler Wiglaf Droste f&uuml;hrte ein Leben zwischen Komik und Abgrund. Er wird gerade heute fehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/literatur\/wiglaf-droste-ist-tot-der-grosse-wueterich-nachruf-a-1267807.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.:<\/strong> Ein leider sprachlich recht verschwurbelter, aber dennoch sehr w&uuml;rdiger Nachruf auf diesen wunderbaren Wortakrobat und S&auml;nger. Eine Kostprobe seiner &uuml;beraus humoristischen Sangeskunst gemeinsam mit dem genialen Spardosenterzett <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oXV9vkaUe6w\">findet sich hier<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: USA schlagen Alarm: &ldquo;Iran bewegt sein Land immer n&auml;her an unsere Truppen heran!&rdquo;<\/strong><br>\nWashington, Teheran (dpo) &ndash; Die Spannungen zwischen Washington und Teheran nehmen immer weiter zu. Nun werfen die Vereinigten Staaten dem Iran vor, seine Landesgrenzen immer n&auml;her an US-Truppen heranzubewegen. Zum Teil seien amerikanische Soldaten dadurch beinahe schon in Schussweite.<br>\n&ldquo;Der Iran bedr&auml;ngt mit seinem Staatsgebiet unsere friedlich um ihn herum stationierten Truppen&rdquo;, erkl&auml;rte der Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton. &ldquo;Teilweise kommen die Landesgrenzen unseren Soldaten gef&auml;hrlich nahe. Fast schon in Schussweite. Der Iran muss das sofort unterlassen!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2019\/05\/usa-iran.html\">Der Postillon<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.R.:<\/strong> Es ist eigentlich traurig, dass oft mehr Wahrheit in einem Satire-Artikel vorhanden ist, als in den meisten Artikeln der g&auml;ngigen Medien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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