{"id":51799,"date":"2019-05-17T16:33:31","date_gmt":"2019-05-17T14:33:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799"},"modified":"2019-05-17T16:33:31","modified_gmt":"2019-05-17T14:33:31","slug":"hinweise-des-tages-ii-394","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h01\">Gr&ouml;&szlig;te Budgetanhebung seit Jahrzehnten: Deutschland erh&ouml;ht Verteidigungsausgaben kr&auml;ftig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h02\">Mietpreisbremse: Kein Risiko f&uuml;r Vermieter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h03\">&ldquo;Die haben kein Unrechtsbewusstsein, wenn man Steuern hinterzieht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h04\">52 Milliarden &ndash; Trotzdem l&ouml;st der Geldsegen f&uuml;r die Bahn keinen Jubel aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h05\">Prek&auml;re Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h06\">Reaktionen zur Arbeitszeiterfassung: &ldquo;Stechuhr im 21. Jahrhundert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h07\">Deutschland im Wirtschaftskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h08\">Politisch gez&uuml;chtete Dominanz &ndash; &Uuml;ber &raquo;deutsche Champions&laquo;, Quasimonopole und die sozialen Folgen der Konzentration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h09\">Bavaria&lsquo;s Next Toptafel <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h10\">&bdquo;Geordnete-R&uuml;ckkehr&ldquo;-Gesetz: Durch schlechtere Behandlung sind Menschen nicht weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h11\">Reaktion auf den Kurs Kiews<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h12\">Derivate-Gesch&auml;fte in Italien: Staatsanw&auml;lte fordern Millionen von der Deutschen Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h13\">BAf&ouml;G-Reform reicht bei weitem nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h14\">Fehler bei Abiturklausuren &ndash; Sch&uuml;ler m&uuml;ssen noch mal ran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51799#h15\">Noch mehr Spitzenkandidaten, noch mehr Verwirrung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gr&ouml;&szlig;te Budgetanhebung seit Jahrzehnten: Deutschland erh&ouml;ht Verteidigungsausgaben kr&auml;ftig<\/strong><br>\nDie Bundeswehr gibt im laufenden Jahr f&uuml;nf Milliarden Euro mehr f&uuml;r Aufgaben innerhalb des Nato-B&uuml;ndnisses aus. Die Bundesregierung betont, das sei ein Rekord und reagiert damit auf Kritik aus den USA. [&hellip;]<br>\nDie Bundesregierung rechnet im laufenden Jahr mit f&uuml;r das B&uuml;ndnis relevanten Ausgaben in H&ouml;he von gut 47 Milliarden Euro. Das entspr&auml;che einem Plus von mehr als f&uuml;nf Milliarden Euro im Vergleich zu 2018 und einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt in H&ouml;he von 1,35 Prozent. Einen solchen Anstieg habe es zumindest seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr gegeben.<br>\nMit den Zahlen hofft die Bundesregierung offensichtlich, den b&uuml;ndnisinternen Streit &uuml;ber die Verteidigungsausgaben zumindest eine Zeit lang entsch&auml;rfen zu k&ouml;nnen. US-Pr&auml;sident Donald Trump beklagt seit Langem eine unfaire Lastenteilung in der Nato und attackiert vor allem Deutschland wegen des vergleichsweise niedrigen Anteils seiner Verteidigungsausgaben am Staatsetat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/deutschland-meldet-nato-hoechste-budgeterhoehung-fuer-verteidigung-seit-jahrzehnten-a-1267876.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich ungeheuerlich. W&auml;hrend die &ouml;ffentliche Infrastruktur weiter verf&auml;llt, die Hochschulen und Universit&auml;ten weiter unterfinanziert sind, Deutschland weiter im unteren Drittel der &ouml;ffentlichen Ausgaben f&uuml;r Bildung, der OECD-L&auml;nder rangiert, weiter der schwarzen Null gehuldigt wird, man sich angesichts r&uuml;ckl&auml;ufiger Steuereinnahmen schon &uuml;berlegt, wo man &ldquo;sparen&rdquo; k&ouml;nnte, ist f&uuml;r den sinnlosesten und nutzlosesten Haushaltsposten genug Geld vorhanden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mietpreisbremse: Kein Risiko f&uuml;r Vermieter<\/strong><br>\nWir untersuchen 100 Wohnungsanzeigen in Hamburg. Das Ergebnis ist eindeutig: Bei 73 Prozent der Wohnungen liegt der Verdacht nah, dass die Vermieter gegen die Mietpreisbremse versto&szlig;en. Oft um mehrere hundert Euro pro Monat. Der Grund daf&uuml;r ist laut Daniel Halmer von &ldquo;wenigermiete.de&rdquo; eine L&uuml;cke im Gesetz: &ldquo;Der Vermieter darf das Geld, was er in der Vergangenheit bis zur R&uuml;ge des Mieters zu viel erhalten hat, einfach behalten. Das wird ihm nicht mehr weggenommen. Das hei&szlig;t, er hat finanziell im Grunde nie einen Schaden, sondern kann immer nur Gewinn machen.&rdquo; Also ist der Bruch des Gesetzes v&ouml;llig risikofrei f&uuml;r den Vermieter. Eine R&uuml;ckzahlung droht auch dann nicht, wenn man ertappt wird. Ein Fehler, der auch bei der Gesetzesversch&auml;rfung nicht korrigiert wurde. Und da nach Sch&auml;tzungen von Experten bisher nur etwa vier bis f&uuml;nf Prozent aller Mieter die Einhaltung der Regeln aus der Mietpreisbremse &uuml;berpr&uuml;fen, ist der Betrug f&uuml;r Vermieter lukrativ. Die Gesetzesversch&auml;rfung funktioniert also nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2019\/Mietpreisbremse-Kein-Risiko-fuer-Vermieter,mietpreisbremse278.html\">NDR<\/a>\n<p><strong>dazu: Zu viert auf 60 Quadratmetern: Wenn Familien zusammenr&uuml;cken, weil ein Umzug zu teuer ist<\/strong><br>\nAnstatt umzuziehen, bleiben immer mehr Berliner Familien in Wohnungen, die zu klein sind. Einrichtungsberaterin Anja Ring hilft &ndash; auch in extremen F&auml;llen.<br>\nBevor J&uuml;rgen R&uuml;stow und seine Freundin schlafengehen, r&auml;umen sie einen W&auml;schest&auml;nder mit Kleidung beiseite und klettern auf ein Podest. Dort liegt ihr Bett, umzingelt von Regalen mit Ordnern und allerlei Kisten. Die Habseligkeiten anderswo verstauen k&ouml;nnen sie nicht. Die Familie teilt sich zu viert eine 3-Zimmer-Wohnung in Pankow, die kaum gr&ouml;&szlig;er ist als 60 Quadratmeter. &bdquo;Eigentlich br&auml;uchten wir mehr Platz&ldquo;, sagt J&uuml;rgen R&uuml;stow. Doch ein Umzug w&auml;re zu teuer, l&auml;ngst &uuml;bersteigen die Preise bei Neuvermietungen in der Gegend das Budget der Familie. Deswegen r&uuml;cken J&uuml;rgen R&uuml;stow, seine Freundin und die Kinder zusammen, so wie viele Berliner aktuell. Hilfe bekommen sie dabei von Anja Ring.<br>\nDie 48-J&auml;hrige ist Einrichtungsberaterin und heute bei J&uuml;rgen R&uuml;stow zu Gast. Sie hat sich darauf spezialisiert, aus wenig Fl&auml;che viel Platz herauszuholen. Vor etwa eineinhalb Jahren hat sie die Nische f&uuml;r sich entdeckt, &bdquo;nachdem in den Zeitungen immer &ouml;fter Geschichten &uuml;ber Wohnungsnot standen&ldquo;, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/zu-viert-auf-60-quadratmetern-wenn-familien-zusammenruecken-weil-ein-umzug-zu-teuer-ist\/24332274.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Die haben kein Unrechtsbewusstsein, wenn man Steuern hinterzieht&rdquo;<\/strong><br>\nSteueroasen-Experte Hans-Lothar Merten erkl&auml;rt, wie Luxemburg das wurde, was es heute noch ist &ndash; und welche Rolle deutsche Banken dabei spielen.<br>\nSchlie&szlig;f&auml;cher in der Schweiz und Briefkastenfirmen auf karibischen Inseln: Hans-Lothar Merten, 77, besch&auml;ftigt sich seit Langem mit Steueroasen. Viele Jahre gab er j&auml;hrlich das Standardwerk Steueroasen heraus, das die Vor-und Nachteile der verschiedenen Offshore-Staaten zusammenfasste. Der Publizist lebt in M&uuml;nchen. Von ihm erschien im Jahr 2017 das Buch &ldquo;Vertreibung aus dem Paradies: 100 Jahre Steueroasen zwischen Nummernkonten, Briefkastenfirmen und Karibikinseln&rdquo;.<br>\nSZ: Wie ist Luxemburg zur Steueroase geworden?<br>\nHans-Lothar Merten: Deutsche Banken haben Luxemburg hochgezogen. Bundesweit haben die Banken plakatiert, das hat Luxemburg als Fluchtburg f&uuml;r Privatanleger &uuml;berhaupt erst bekannt und interessant gemacht. Bevor die Zinsabschlagsteuer 1993 eingef&uuml;hrt wurde, gab es eine Kapitalfluchtbewegung deutscher Anleger. Damals gingen nicht nur die Gelder der Reichen, sondern auch kleinste Verm&ouml;gen nach Luxemburg. Man ist mit dem Geld im Kofferraum nach Luxemburg gefahren, haupts&auml;chlich waren das Menschen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Die wollten in der Lage sein, selbst rasch &uuml;ber die Grenze fahren zu k&ouml;nnen. Damals wurden ja noch Coupons geschnitten, es ging also um Wertpapiere in physischer Form.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/luxemburg-leaks-hans-lothar-merten-1.4449228\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>52 Milliarden &ndash; Trotzdem l&ouml;st der Geldsegen f&uuml;r die Bahn keinen Jubel aus<\/strong><br>\nDer Bund erh&ouml;ht die Mittel f&uuml;r das Schienennetz deutlich, hei&szlig;t es aus Regierungskreisen. Experten sehen damit die Unterfinanzierung der Bahninfrastruktur nicht behoben. [&hellip;]<br>\nBund und Bahn verhandeln derzeit eine neue Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung, mit der der Erhalt des Schienennetzes geregelt wird. Sie soll statt f&uuml;nf Jahre nun zehn Jahre gelten. Die Bahn erhielte so insgesamt 52 Milliarden Euro f&uuml;r den Erhalt des Netzes, mit Eigenmitteln der Bahn sollen 83 Milliarden Euro investiert werden. Zudem sollen noch bis August in der Vereinbarung strengere Qualit&auml;tsparameter festgelegt werden, nach denen die Bahn das Schienennetz und die Br&uuml;ckenbauten k&uuml;nftig erhalten soll. Auch soll die Bahn regelm&auml;&szlig;ig einen qualitativ verbesserten Eisenbahnzustandsbericht vorlegen. Mit ihm will der Bund die M&ouml;glichkeit erhalten, die Verwendung der Mittel besser zu kontrollieren, wie es in Verhandlungskreisen hie&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/schienennetz-52-milliarden-trotzdem-loest-der-geldsegen-fuer-die-bahn-keinen-jubel-aus-\/24352980.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Bund will also die Verwendung der Mittel besser kontrollieren. Ist das nicht auch das Eingest&auml;ndnis, dass die Privatisierung der Bahn ein gro&szlig;er Fehler war? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Prek&auml;re Arbeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>F&uuml;r eine progressive Wirtschaftspolitik!<\/strong><br>\nDie Einkommenskluft in Deutschland ist in den letzten Jahren immer gr&ouml;&szlig;er geworden. Durch den Ausbau des Niedriglohnsektors haben Geringverdiener heute real weniger Geld in der Tasche als in den 1990er Jahren. Wie diese Probleme gel&ouml;st werden k&ouml;nnen, wurde auf einer DGB-Konferenz am &ldquo;Tag der progressiven Wirtschaftspolitik&ldquo; diskutiert. [&hellip;]<br>\nBeispiel Verteilungsgerechtigkeit: Leidtragende einer verfehlten Wirtschaftspolitik sind in erster Linie Besch&auml;ftigte mit kleinen Einkommen, wie auch eine neue Untersuchung des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschafts-forschung (DIW) zeigt. Der politisch vorangetriebene Ausbau des Niedriglohnsektors sowie prek&auml;rer und atypischer Arbeit f&uuml;hrte unter dem Strich dazu, dass Geringverdiener heute real weniger in der Tasche haben als in den 1990er Jahren. Auch mittlere Einkommen haben wenig vom Wirtschaftswachstum profitiert (siehe Abbildung). Die reichsten zehn Prozent konnten ihr Einkommen hingegen real um 35 Prozent steigern. Die Einkommenskluft hat zugenommen, trotz Aufschwung auf den Arbeitsmarkt. Arbeit sch&uuml;tzt immer weniger vor Armut. Der Anteil derer, die in Armut leben oder von ihr bedroht sind, w&auml;chst stetig. Es braucht eine St&auml;rkung der Masseneinkommen und eine gerechtere Steuerpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++91bfee70-7882-11e9-95e9-52540088cada\">DGB klartext<\/a><\/li>\n<li><strong>Crowdwork: Menschen trainieren Algorithmen &ndash; f&uuml;r ein bis zwei Euro die Stunde<\/strong><br>\nSeit 2017 steigt die Nachfrage nach hochpr&auml;zisen Trainingsdaten f&uuml;r die Modelle K&uuml;nstlicher Intelligenz (KI) der Automobilindustrie stark an. Enorme Mengen dieser Daten sind n&ouml;tig, um das ehrgeizige Ziel des autonomen Fahrens zu erreichen. Damit aus selbstlernenden Algorithmen selbstlenkende Fahrzeuge werden k&ouml;nnen, braucht es zun&auml;chst viel menschliche Arbeit, die von Crowdworkern auf der ganzen Welt geleistet wird. Sie bringen den lernenden Maschinen das H&ouml;ren, das Sehen und das umsichtige Fahren bei, indem sie Millionen Bilddateien mit Verkehrssituationen pr&auml;zise so aufbereiten, dass sie f&uuml;r die KI zu verarbeiten sind. Da die Qualit&auml;tsanforderungen hoch sind, haben sich spezialisierte Plattformen etabliert, die den dort arbeitenden Online-Arbeitskr&auml;ften teils eine h&ouml;here Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen bieten als das beim Gros der etablierten Crowdwork-Plattformen &uuml;blich ist. Durch den weltweiten harten Wettbewerb unter Crowdworkerinnen und Crowdworkern ger&auml;t dieses h&ouml;here Niveau aber bereits wieder unter Druck. Auch, weil derzeit Hunderttausende gut qualifizierte notleidende Menschen aus Venezuela ihre Arbeit zu sehr niedrigen Preisen anbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_120138.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie Billigl&ouml;hner das selbstfahrende Auto mitentwickeln<\/strong><br>\nBilddateien so bearbeiten, dass K&uuml;nstliche Intelligenz sie auswerten kann &ndash; das ist einer der Aufgaben von sogenannten Klick-Arbeitern. Die meisten von ihnen stammen einer Studie zufolge aus dem krisengeplagten Venezuela.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/selbstfahrende-autos-venezulaner-entwickeln-mit-fuer-einen-hungerlohn-a-1267814.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Musikschulen: Musikp&auml;dagogen in prek&auml;rer Lage<\/strong><br>\nWeniger als 50 Prozent der Musikschullehrkr&auml;fte in Deutschland sind fest angestellt und werden nach Tarif des &ouml;ffentlichen Dienstes bezahlt. Die Folgen f&uuml;r die Betroffenen: Leben an der Armutsgrenze. Immer mehr von ihnen geben ihren Beruf auf und den Musikschulen bricht der Nachwuchs weg.<br>\n&bdquo;Wenn jemand ein Instrument erlernt oder erlernt, mit seiner Stimme umzugehen, muss er seinen K&ouml;rper benutzen, seine haptischen F&auml;higkeiten, seine Sinne benutzen, da ist der Atem dabei.&ldquo; So beschreibt die studierte Querfl&ouml;tistin Elisabeth M&uuml;ller, was Musikschulen an Bildung leisten. Au&szlig;erdem: &bdquo;Frustrationstoleranz zu erlernen. Wenn ich nicht weiterkomme, was muss ich dann tun? Welche Umwege muss ich nehmen, wenn es nicht weitergeht? Das sind Schl&uuml;sselkompetenzen, die Menschen bis in den Beruf hinein brauchen.&ldquo;<br>\nIn ihrem Beruf w&auml;re die Verdi-Gewerkschafterin gern geblieben. Doch mit Anfang 30 fragte sie sich, ob sie mit diesem Job je eine Familie gr&uuml;nden k&ouml;nnte, ohne sich finanziell vom Partner abh&auml;ngig zu machen.<br>\n&bdquo;Da habe ich gemerkt: Das wird als Musikschullehrerin nicht zu erreichen sein. Das Honorar, die Geh&auml;lter steigen nicht. &Uuml;ber die 12.000 bis 13.000 Euro brutto im Jahr kommen wir nicht hinaus. Der Sozialversicherungs-Schutz fehlt, wir zahlen in keine Rentenkasse ein, wir haben keinen Urlaub, von Elternzeit ganz zu schweigen. Da habe ich gemerkt, das kann so nicht weiterlaufen, deswegen habe ich mich umorientieren m&uuml;ssen, um eine sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung zu haben.&ldquo;<br>\nWer kann, springt ab. Manche Musikschulen tun sich schon schwer, Nachwuchs zu finden. Wer bleibt, leidet. Wie der Musikschullehrer, der Namen, Stadt und Instrument nicht preisgibt, weil er Schwierigkeiten bef&uuml;rchtet. Und weil er sich sch&auml;mt, arm zu sein &ndash; als Honorarkraft angewiesen auf die Unterst&uuml;tzung seiner Frau, die eine Festanstellung an einer Musikschule hat.<br>\n&bdquo;Ich lebe sozusagen auf Kosten meiner Frau. Ich fahre ein altes Auto, das 280.000 Kilometer als Benziner runter hat, und habe Angst vor einer Reparatur. Ich finde es richtig menschenverachtend, wie ich bezahlt werde.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/musikschulen-musikpaedagogen-in-prekaerer-lage.680.de.html?dram:article_id=448752\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Die dunkle Seite der Zeitarbeit<\/strong><br>\nMehr als eine Million Menschen arbeiten in Deutschland als Zeitarbeiter. Nicht &uuml;berall werden sie auch gut behandelt, berichten Insider dem ZDF.<br>\nGesetzlich sei alles gut geregelt, viele Zeitarbeits-Unternehmen w&uuml;rden diese Regeln aber umgehen, klagen Besch&auml;ftigte in der Zeitarbeitsbranche. Und es gebe zu wenige Kontrollen, um die schwarzen Schafe zu bestrafen.<br>\nIn Deutschland kann jeder eine Zeitarbeitsfirma gr&uuml;nden. Spezielle Fachkenntnisse sind nicht erforderlich. Es gibt mehr als 52 000 Verleihbetriebe, und in den meisten werde auch ordentlich gearbeitet, sagt Manuela Schwarz, die selbst Chefin eines Zeitarbeitsunternehmens und zudem im Bundesvorstand des Branchenverbandes IGZ t&auml;tig ist: &ldquo;Unternehmen sollen so flexibler mit Schwankungen der Auftragslage umgehen k&ouml;nnen. Zeitarbeit habe sich bew&auml;hrt&rdquo;, sagt sie.<br>\nKritiker wie Professor Klaus D&ouml;rre von der Universit&auml;t Jena sehen das anders: &ldquo;Zeitarbeit ist ein Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis, schlecht bezahlt, mit einem hohen Risiko und ohne Chance auf bessere Verh&auml;ltnisse.&rdquo; Und es gebe viele Missst&auml;nde, sagt er: &ldquo;Es geht bis dahin, dass der Lohn nicht gezahlt wird, dass Arbeitsschutzregelungen nicht eingehalten werden, dass Akkordbestimmungen nicht eingehalten werden, und das geht auf Kosten der Gesundheit.&rdquo; Nach Untersuchungen von D&ouml;rre ist jeder zehnte Betrieb auff&auml;llig. Zudem gibt es Kritik an den Kontrollen in den Verleihbetrieben. Zust&auml;ndig daf&uuml;r sind die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sowie der Zoll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfzoom\/zdfzoom-die-dunkle-seite-der-zeitarbeit-100.html\">ZDF Zoom<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Reaktionen zur Arbeitszeiterfassung: &ldquo;Stechuhr im 21. Jahrhundert&rdquo;<\/strong><br>\nArbeitgebervertreter haben das Urteil zur Arbeitszeiterfassung scharf kritisiert. Der Europ&auml;ische Gerichtshof hatte Firmen verpflichtet, Arbeitszeiten systematisch zu erfassen &ndash; ein Unding, finden die Unternehmer.<br>\nSprecher der deutschen Arbeitgeber haben emp&ouml;rt auf das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) &uuml;ber eine allgemeine Pflicht zur Arbeitszeiterfassung reagiert. Diese Entscheidung wirke wie aus der Zeit gefallen, schimpfte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) am Dienstag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/arbeitszeiterfassung-arbeitgeber-kritisieren-eugh-urteil-a-1267373.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass die Arbeitgeber die systematische Zeiterfassung als Unding ansehen, ist keine &Uuml;berraschung. Sogenannte Vertrauensarbeitszeit g&auml;be es nicht, wenn sich die Unternehmen davon keinen Vorteil versprechen w&uuml;rden, der darin liegt, dass bei Vertrauensarbeitszeit eigentlich immer mehr gearbeitet wird als die vertraglich festgelegte Arbeitszeit erfordert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschland im Wirtschaftskrieg<\/strong><br>\nIm Wirtschaftskrieg der Vereinigten Staaten gegen China warnen Experten vor der Verh&auml;ngung &ldquo;sekund&auml;rer&rdquo;, auch Deutschland und die EU treffender US-Sanktionen gegen den chinesischen Konzern Huawei. Die Trump-Administration hat am Mittwoch den &ldquo;nationalen Notstand&rdquo; ausgerufen, um die Nutzung von Huawei-Technologie durch US-Unternehmen zu verbieten und auch den Verkauf von US-Produkten an den chinesischen Konzern zu untersagen. Ziel ist es, das Vorzeigeunternehmen, das eine wichtige Rolle bei Chinas technologischem Aufstieg spielt, irreparabel zu sch&auml;digen. &ldquo;Sekund&auml;re Sanktionen&rdquo; w&uuml;rden allen Unternehmen weltweit Repressalien androhen, sollten sie sich dem Huawei-Boykott verweigern. Bereits jetzt schw&auml;cht der US-Wirtschaftskrieg gegen die Volksrepublik auch die deutsche Industrie. Zus&auml;tzlich will US-Pr&auml;sident Donald Trump seine Strafzolldrohung gegen Kfz-Importe aus der EU nicht aufheben, sondern sie nur vertagen; die EU soll gezwungen werden, ihre Auto-Exporte binnen sechs Monaten freiwillig zu reduzieren. Eine weitere Eskalation des Wirtschaftskriegs droht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7940\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Politisch gez&uuml;chtete Dominanz &ndash; &Uuml;ber &raquo;deutsche Champions&laquo;, Quasimonopole und die sozialen Folgen der Konzentration<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Altmaier will mit einer &bdquo;Nationalen Industriestrategie&ldquo; gro&szlig;e Konzerne wie Siemens, BASF, ThyssenKrupp oder die Deutsche Bank weiter st&auml;rken. Auch die Firmen des Mittelstands sollen durch erleichterte Fusionen und &Uuml;bernahmen wachsen und wettbewerbsf&auml;higer gemacht werden. Laut Altmaier sei die Schaffung deutscher und europ&auml;ischer &bdquo;Champions&ldquo; von &bdquo;strategischer Bedeutung&ldquo; und im &bdquo;nationalen Interesse&ldquo; (hier). Altmaiers Vorschl&auml;ge drohen die Marktmacht gro&szlig;er Konzerne weiter zu steigern. Inwiefern marktdominante Unternehmen jedoch dem gesellschaftlichen Interesse dienen, wird kaum debattiert. Dabei zeigen die Erfahrungen, dass marktbestimmende Unternehmen Zulieferer unter Druck setzen und die Endverbraucherpreise mitunter steigen. Die Unternehmenskonzentration hat gravierende soziale und &ouml;konomische Folgen: L&ouml;hne stagnieren und die soziale Ungleichheit nimmt zu, Produktionsbedingungen verschlechtern sich, Innovationen werden gehemmt und die Stabilit&auml;t der Wirtschaft wird gef&auml;hrdet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2019\/05\/13\/politisch-gezuechtete-dominanz-ueber-deutsche-champions-quasimonopole-und-die-sozialen-folgen-der-konzentration\/\">Zebrablogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bavaria&lsquo;s Next Toptafel<\/strong><br>\nIn Bayern soll die beste Tafel des Freistaats gek&uuml;rt werden &ndash; ein Preis, der stellvertretend f&uuml;r das Staatsversagen der vergangenen Jahre steht<br>\nIm vergangenen Jahr feierte die Tafel ein gro&szlig;es Jubil&auml;um: 25 Jahre war es her, dass in Berlin die erste Filiale er&ouml;ffnet wurde. Im Laufe eines Vierteljahrhunderts wuchs die Anzahl der Dependancen. &Uuml;ber 2.000 Tafel-L&auml;den und Ausgabestellen sollen es mittlerweile sein. Ganz offenbar gibt es im wahrsten Wortsinne unz&auml;hlig viele, denn nicht mal die Website der Organisation selbst wei&szlig; eine exakte Zahl zu benennen. Man kann jedoch auch ohne genaues Zahlenmaterial folgern: Die Tafel wurde ein krachender Erfolg.<br>\nNun ja, vielleicht nicht unbedingt Die Tafel selbst, sondern eher die Verh&auml;ltnisse, die von Wirtschaft und Politik geschaffen wurden, haben f&uuml;r eine erfolgreiche Etablierung und Expansion der Organisation gesorgt. Seitdem die Agenda 2010 f&uuml;r Armut per Gesetz sorgte, wuchs die Anzahl der st&auml;dtischen Tafel-Betriebe: Im Jahr 2002 waren es noch 310 St&auml;dte und Gemeinden, die eine Tafel vorzuweisen hatten &ndash; mittlerweile sind es mehr als 940.<br>\nDiese an sich traurige Entwicklung hielt nat&uuml;rlich im Jubil&auml;umsjahr nicht von Feierlichkeiten und Gratulationen ab. Ganz im Gegenteil. Regionale und &uuml;berregionale Medien lobten den ehrenamtlichen Einsatz und die gute Idee, aus f&uuml;r den Abfall bestimmten Produkten eine Aktion der Hilfsbereitschaft zu formen. Die Bundeskanzlerin lie&szlig; zur Feierstunde &uuml;ber ihren Sprecher Steffen Seibert mitteilen, dass wir es bei der Tafel mit einem &raquo;wahren Schatz unseres Landes&laquo; zu tun h&auml;tten.<br>\nEine Politik, die die Tafel &uuml;berfl&uuml;ssig macht, sie mehr und mehr zur&uuml;ckdr&auml;ngt und sie zu einem entbehrlichen Ex-Schatz dieses Landes werden l&auml;sst, scheint f&uuml;r die Bundesregierung weiterhin keine Alternative zu sein &ndash; man zeigte sich 2018 dankbar f&uuml;r das langj&auml;hrige Wachsen und Gedeihen der Armenspeisung und legte keinerlei Funken Selbstkritik an den Tag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1118786.die-tafel-bavarials-next-toptafel.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Geordnete-R&uuml;ckkehr&ldquo;-Gesetz: Durch schlechtere Behandlung sind Menschen nicht weg<\/strong><br>\nDie geplanten Versch&auml;rfungen bei Abschiebungen gingen zum Teil zu weit, kommentiert Gudula Geuther. Problematisch sei etwa der Kerngedanke des Gesetzes: Wer an der eigenen Abschiebung nicht mitwirke, solle schlechter gestellt werden. Ausreisepflichtige k&ouml;nnten oft nichts daf&uuml;r, wenn Papiere fehlten.<br>\nDie Abschiebung, oder anders: Die Durchsetzung der Ausreisepflicht. Sie m&uuml;sse besser funktionieren, betonte Bundesinnenminister Horst Seehofer heute im Bundestag. Und weiter: Das brauchen wir, damit die Akzeptanz der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die Schutzbed&uuml;rftigen erhalten bleibt.<br>\nDiese Aussage ist richtig. Und richtig ist auch: Recht, das nicht durchgesetzt wird, entwertet sich selbst. Es ist diese Sorge, es ist auch das Bem&uuml;hen, sich pragmatisch-handlungsf&auml;hig zu zeigen, um der AfD das Wasser abzugraben, was die Koalition treibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/geordnete-rueckkehr-gesetz-durch-schlechtere-behandlung.720.de.html?dram:article_id=449008\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Reaktion auf den Kurs Kiews<\/strong><br>\nZur erleichterten Verleihung der russischen Staatsb&uuml;rgerschaft an Einwohner der Ukraine. Gastbeitrag<br>\nIm Westen wird um das Dekret des russischen Pr&auml;sidenten vom 24. April, das Erleichterungen bei der Aufnahme der Einwohner einzelner Regionen der Gebiete Donezk und Lugansk der Ukraine in die russische Staatsb&uuml;rgerschaft vorsieht, k&uuml;nstlich eine ungesunde Aufregung entfacht. Wollen wir versuchen, das Bild zurechtzur&uuml;cken.<br>\nSeit mehr als f&uuml;nf Jahren leben die Menschen in den sogenannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk unter Beschuss, sehen sich einer andauernden Gefahr f&uuml;r Leib und Leben ausgesetzt, k&ouml;nnen unm&ouml;glich ihre B&uuml;rgerrechte verwirklichen. Das offizielle Kiew k&uuml;ndigte jede Verbindung mit ihnen einseitig auf, machte sie de facto zu Personen ohne Staatsb&uuml;rgerschaft. Die Lage spitzt sich auch dadurch zu, dass die ukrainische Regierung die soziale und wirtschaftliche Blockade des Donbass versch&auml;rfte und legitimierte. Nach Sch&auml;tzung des UN-Amtes zur Koordinierung humanit&auml;rer Angelegenheiten waren Ende 2018 rund 5,4 Millionen Menschen vom Konflikt im S&uuml;dosten der Ukraine betroffen, 3,5 Millionen von ihnen ben&ouml;tigen humanit&auml;re Hilfe. [&hellip;]<br>\nDadurch setzt das Kiewer Regime den Kurs auf eine politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Isolation der &ouml;stlichen Regionen fort und zeigt sich unwillig, die Menschen im Donbass in den ukrainischen Staat zu integrieren, ihrer Meinung Rechnung zu tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/354834.donbass-reaktion-auf-den-kurs-kiews.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Derivate-Gesch&auml;fte in Italien: Staatsanw&auml;lte fordern Millionen von der Deutschen Bank<\/strong><br>\nDer Deutschen Bank droht wegen Derivate-Gesch&auml;ften mit der italienischen Bank Monte Paschi ein teueres Nachspiel. In einem Gerichtsverfahren in Mailand forderte die Staatsanwaltschaft, 441 Millionen Euro bei der Deutschen Bank und 445 Millionen bei der japanischen Bank Nomura zu beschlagnahmen. Die Geldh&auml;user lehnten eine Stellungnahme ab.<br>\nDie Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, mit Monte Paschi zusammengearbeitet zu haben, um Verluste der italienischen Bank in den Jahren 2008 bis 2012 zu vertuschen.<br>\nInsgesamt m&uuml;ssen sich 13 ehemalige Mitarbeiter der Institute wegen Marktmanipulationen, Fehlern in der Buchhaltung und T&auml;uschung der Regulierungsbeh&ouml;rden verantworten. Die Staatsanwaltschaft forderte Haftstrafen von bis zu acht Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/banken\/staatsanwaelte-fordern-millionen-von-der-deutschen-bank-a-1267848.html%20\">Manager Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>BAf&ouml;G-Reform reicht bei weitem nicht<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich des heute bevorstehenden Beschlusses des Deutschen Bundestags zur BAf&ouml;G-Novelle sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende:<br>\n&bdquo;Die von der Politik versprochene Trendwende hin zu mehr BAf&ouml;G-Empf&auml;ngern wird mit dieser Novelle nicht gelingen. Zu schwer wiegen die Vers&auml;umnisse jahrelanger Nullrunden, die die Studierendenf&ouml;rderung systematisch geschw&auml;cht haben. Das BAf&ouml;G war in den vergangenen Jahrzehnten eine Strickleiter des sozialen Aufstiegs. Heute bekommen nur noch 12,7 Prozent von 2,8 Millionen Studierenden BAf&ouml;G, Tendenz sinkend. Anja Karliczek wird deshalb noch in dieser Wahlperiode bei Freibetr&auml;gen und Bedarfss&auml;tzen eine weitere Schippe drauflegen m&uuml;ssen.<br>\nDie Bundesregierung muss zudem zeitnah weitere Strukturreformen angehen. Damit das BAf&ouml;G nicht austrocknet und dauerhaft der Preisentwicklung hinterherhinkt, muss endlich ein automatischer regelm&auml;&szlig;iger Inflationsausgleich im Gesetz verankert werden.<br>\nAber auch andere Rahmenbedingungen im BAf&ouml;G geh&ouml;ren verbessert: Statt einer Wohnkostenpauschale von 325 Euro, die in den gro&szlig;en Uni-St&auml;dten hinten und vorne nicht reicht, ist eine regionale Staffelung nach dem Wohngeldgesetz wesentlich sinnvoller. Viele junge Menschen scheuen ein Studium, weil sie sich nicht verschulden wollen. Deshalb ist es wichtig, dass das BAf&ouml;G schrittweise auf einen Vollzuschuss umgestellt wird. Um Chancengleichheit beim Hochschulzugang zu verwirklichen, muss das Sch&uuml;ler\/-innen-BAf&ouml;G ab der 11. Klasse wieder eingef&uuml;hrt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++4196b4a8-77ae-11e9-95e9-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fehler bei Abiturklausuren &ndash; Sch&uuml;ler m&uuml;ssen noch mal ran<\/strong><br>\nIn die Abiturpr&uuml;fungen im Fach Gemeinschaftskunde hat sich in Baden-W&uuml;rttemberg offenbar ein Fehler eingeschlichen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, hatte das Ministerium Sch&uuml;lern von etwa 130 Gymnasien kurzfristig die M&ouml;glichkeit angeboten, ihre Pr&uuml;fungen in dem Fach zu wiederholen.<br>\nZuvor hatte sich herausgestellt, dass ein in der Pr&uuml;fung vorkommender Begriff im Unterricht an mehreren Schulen gar nicht behandelt wurde. In einer Aufgabe mussten die Pr&uuml;flinge demnach die Bedeutung des nordatlantischen Verteidigungsb&uuml;ndnisses Nato f&uuml;r die Friedenssicherung anhand eines &ldquo;Kategorienmodells&rdquo; erkl&auml;ren. Der Begriff geh&ouml;rt im Bildungsplan des Landes zum Schwerpunktthema Internationale Beziehungen, einem Teilbereich der Politikwissenschaften. Viele Sch&uuml;ler hatten das Wort &ldquo;Kategorienmodell&rdquo; laut dpa aber wohl noch nie geh&ouml;rt. Ein Sprecher des Kultusministeriums sagte, dass der Ausdruck m&ouml;glicherweise nicht so gebr&auml;uchlich sei.<br>\n&ldquo;Wir weisen darauf hin, dass es keine Frage ist, ob man Lust hat, das zu unterrichten &ndash; man muss es unterrichten&rdquo;, sagte die baden-w&uuml;rttembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) dem SWR.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/schule\/abitur-fehler-bei-klausuren-in-baden-wuerttemberg-und-bremen-a-1267842.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Offensichtlich wird die Abiturpr&uuml;fung genutzt, um die &lsquo;korrekte&rsquo; politische Einstellung von Sch&uuml;lern abzufragen. Wie w&uuml;rde wohl eine Antwort bewertet, die NATO habe keine Bedeutung f&uuml;r die Friedenssicherung, sondern sei im Gegenteil ein Kriegsb&uuml;ndnis, das von den USA f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrige Regimewechsel instrumentalisiert wird?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Noch mehr Spitzenkandidaten, noch mehr Verwirrung<\/strong><br>\nDie Europawahl ist eben keine Direktwahl des Kommissionschefs. Es war ein grober Fehler, dass die Moderatoren das nicht klar gestellt haben. Sie taten die ganze Zeit so, als w&auml;ren wir in den USA oder in Frankreich. Das EU-Parlament will sich mehr Macht sichern, das ist auch ok. Doch die Spielregeln m&uuml;ssen klar sein. Dazu z&auml;hlt aber eben auch, dass es keine EU-weiten Wahllisten gibt &ndash; kaum jemand kann die &ldquo;Spitzen&rdquo; wirklich w&auml;hlen. Weber k&ouml;nnen nur die Bayern w&auml;hlen, Timmermans nur die Niederl&auml;nder. Vestager wurde bisher nicht einmal von ihrer eigenen Regierung in D&auml;nemark nominiert; sie ist eine politische Seilt&auml;nzerin.<br>\nDas verwirrende Format hatte einen weiteren Nachteil: Kleine, europaweite (und europafreundliche) Listen wie Volt oder DIEM25 waren nicht eingeladen &ndash; und Nationalisten, Brexiters und andere EU-Gegner auch nicht. Es fehlten also ausgerechnet jene, die eine &ldquo;F&ouml;deration&rdquo; oder &ldquo;Republik&rdquo; Europa wollen &ndash; und die anderen, die die EU am liebsten ganz abschaffen oder komplett umkrempeln wollen, wie Matteo Salvini oder Marine Le Pen.<br>\nDas ist ein ernstes Manko &ndash; wenn man bedenkt, da&szlig; viele W&auml;hler glauben, die EU sei auf dem falschen Weg. Heute kam sogar eine Umfrage, derzufolge eine Mehrheit denkt, die Union k&ouml;nne binnen 20 Jahren verschwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/so-taeuscht-das-eu-parlament-die-waehler\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Sozialdemokratie und EU-Wahlen: Macrons neuer Fan<\/strong><br>\nSPD-Spitzenkadidat Udo Bullmann dient sich bei Frankreichs Staatschef an. Denn: Den Sozialdemokraten steht das Wasser bis zum Hals.<br>\nEine Woche vor Beginn der Europawahl hat der Fraktionschef der Sozialdemokraten, Udo Bullmann, einen m&ouml;glicher-weise entscheidenden taktischen Schwenk angedeutet. Nach-dem sich der SPD-Politiker fr&uuml;her vehement gegen Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und dessen &bdquo;neoliberale und unsoziale&ldquo; Politik ausgesprochen hatte, will Bullmann nun ein &bdquo;progressives B&uuml;ndnis&ldquo; mit Macron und den Liberalen im EU-Parlament nicht mehr ausschlie&szlig;en.<br>\n&bdquo;Macron ist kein Sozialist, aber warum sollten wir nicht mit ihm reden?&ldquo;, sagte Bullmann, der auch Spitzenkandidat der SPD f&uuml;r die Europawahl in Deutschland ist, bei einem Pressegespr&auml;ch in Br&uuml;ssel. Die entscheidende Frage sei, &bdquo;ob Macron in der Lage ist, sein Versprechen f&uuml;r eine progressive Politik einzul&ouml;sen.&ldquo; In diesem Fall k&ouml;nne es nach der Europawahl zu einer &bdquo;progressiven Allianz&ldquo; unter Einschluss der Liberalen kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Sozialdemokratie-und-EU-Wahlen\/!5595926\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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