{"id":51849,"date":"2019-05-20T08:18:25","date_gmt":"2019-05-20T06:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849"},"modified":"2019-05-20T08:18:25","modified_gmt":"2019-05-20T06:18:25","slug":"hinweise-des-tages-3369","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h01\">&Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h02\">Ist Merkel dumm oder zynisch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h03\">Wie eine Kernschmelze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h04\">Total Defence<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h05\">Deine Stimme, deine Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h06\">Kapitalismus-Debatte und andere Ablenkungsman&ouml;ver<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h07\">&Ouml;ffentliche l&auml;nderbezogene Berichterstattung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h08\">Illegale Milliardengeschenke an EU-R&uuml;stungsindustrie beschlossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h09\">EU-Rentner &ndash; &ldquo;M&auml;dchen, wir m&uuml;ssen raus aus Deutschland&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h10\">Kaum wer will noch Spargel stechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h11\">Verfassungsbeschwerde gegen das EU-Freihandelsabkommen mit Singapur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h12\">Die Arbeit der EU-ParlamentarierInnen aus Sicht von ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h13\">Chelsea Manning erneut in Beugehaft, um Aussage gegen Assange zu erzwingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h14\">Wer w&uuml;tet hier?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h15\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h16\">Das System braucht den Krieg, um noch funktionsf&auml;hig zu sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h17\">Kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r ein Ende der &bdquo;Zivilklausel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51849#h18\">Privatisiert die Bundesliga!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ibiza-Gate: Politisches Beben ersch&uuml;ttert &Ouml;sterreich <\/strong><br>\nAm fr&uuml;hen Abend des 17. Mai 2019 platzte die Bombe und d&uuml;rfte ein politisches Erdbeben in &Ouml;sterreich verursacht haben,  das die 2. Republik nachhaltig ersch&uuml;ttern wird. Zeitgleich um 18 Uhr ver&ouml;ffentlichten die Onlineausgaben des Spiegel  und der S&uuml;ddeutschen Zeitung  Beitr&auml;ge &uuml;ber ein heimlich aufgenommenes Video aus 2017, das den FP&Ouml;-Obmann Heinz-Christian Strache und den heutigen FP&Ouml;- Clubobmann (Fraktionsvorsitzenden) im Nationalrat  Johann Gudenus  bei einem Strategiegespr&auml;ch mit einer vermeintlichen russischen Oligarchennichte auf der Ferieninsel Ibiza zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/190520_Ibiza-Gate-Politisches-Beben-erschuettert-oesterreich.pdf\">Norbert Wiersbin<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Europawahl hat ihren Skandal &ndash; er ist v&ouml;llig anders, als erwartet<\/strong><br>\nImmer wieder hat die EU-Kommission vor russischen St&ouml;rman&ouml;vern bei der Europawahl gewarnt. Nun gibt es tats&auml;chlich einen Skandal &ndash; doch die involvierte Russin ist nur Fake, und das Ziel ist nicht die EU oder Br&uuml;ssel, sondern die Rechte in &Ouml;sterreich. Was steckt dahinter? (&hellip;)<br>\nSch&ouml;n dumm, dass Strache in diese plumpe Falle tappte &ndash; und skandal&ouml;s, dass er bereit war, die &ldquo;Kronen&rdquo;-Zeitung zu manipulieren und &ouml;sterreichische Firmen an fremde M&auml;chte zu verkaufen.<br>\nDas zeigt wieder einmal, wie korrupt viele Rechtspopulisten sind &ndash; und wie unpatriotisch, trotz der nationalen Fassade. Strache &amp; Co. halten die Hand auf und sind bereit, ihr Land zu verraten.<br>\nDeutlich wird aber auch, dass die EU lieber vor ihrer eigenen Haust&uuml;r kehren sollte, statt st&auml;ndig mit dem Finger auf andere zu zeigen. Auch die Br&uuml;sseler Kommission muss sich an die eigene Nase fassen. (&hellip;)<br>\nNoch im Juni 2018 hat Kommissionschef Jean-Claude Juncker Strache in der EU-Kommission empfangen &ndash; und hinterher &ouml;ffentlich gelobt. Auch mit Kanzler Sebastian Kurz war er zufrieden. Beide setzten sich f&uuml;r die EU ein, hie&szlig; es damals!<br>\nNun steckt Kurz in einer Regierungskrise, wom&ouml;glich gibt es bald Neuwahlen in &Ouml;sterreich. Und seine konservativen Buddies &ndash; neben Juncker ist dies vor allem EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber &ndash; m&uuml;ssen sich einmal mehr fragen, ob sie nicht auf die Falschen gesetzt haben&hellip;<br>\nUnd dann w&auml;re da noch die Frage, wer eigentlich hinter den Enth&uuml;llungen steckt. Offenbar waren da Profis am Werk. Sie sorgen f&uuml;r eine Skandalisierung der Europawahl &ndash; aber ganz anders, als die Br&uuml;sseler Experten dies seit Wochen vorhersagen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-europawahl-hat-ihren-skandal-und-er-ist-national\/?utm_source=getresponse&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>IbizaGate: Wie dumm sind unsere Politiker?<\/strong><br>\nDa gibt es jetzt sehr viel aufzuarbeiten in &Ouml;sterreich. Die W&auml;hler und W&auml;hlerinnen des Landes haben ein Recht, wahre Antworten auf die folgenden Fragen zu bekommen:\n<ul>\n<li>Wer hat die Strache-Falle inszeniert?<\/li>\n<li>Warum wurde das Material erst jetzt den Medien zugespielt, wer hortete es fast zwei Jahre lang?<\/li>\n<li>Wer von den Betroffenen und Journalisten und Journalistinnen wusste schon vorab von dem Video und warum wurde es nicht ver&ouml;ffentlicht?<\/li>\n<li>Wie viele &ndash; mutma&szlig;lich haupts&auml;chlich m&auml;nnliche &ndash; Politiker ticken unter Einfluss von Alkohol, m&ouml;glicherweise Drogen und &ldquo;erotisch stimulierender&rdquo; Atmosph&auml;re noch so wie Strache und Gudenus?<\/li>\n<li>Wie oft kommen die angesprochenen Machenschaften &ndash; verdeckte Parteienfinanzierung, illegale Absprachen bei Staatsauftr&auml;gen, Einflussnahmen bis hin zu explizit politischen Stellenbesetzungen bei &ldquo;unabh&auml;ngigen&rdquo; Medien (wir reden also nicht vom ORF!) &ndash; tats&auml;chlich in &Ouml;sterreich und anderswo vor?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Ver&ouml;ffentlichung alleine ist noch kein investigativer Journalismus<br>\nDenn klar ist: Dass es all diese Ph&auml;nomene &ndash; wie von Strache und Gudenus prahlerisch kundgetan &ndash; tats&auml;chlich gibt, ist noch nicht zweifelsfrei bewiesen. Das m&uuml;ssen jetzt investigative Journalisten zeigen, die hoffentlich nicht damit aufh&ouml;ren, das Material publiziert zu haben. Denn &ldquo;aufgedeckt&rdquo; haben SZ und Spiegel nichts, sie haben sich nur in einer konzertierten Aktion (zu der es &uuml;brigens auch noch offene Fragen gibt!) getraut. Nun gilt es, zumindest Antworten auf die oben gestellten Fragen zu geben. Und der Fragenkatalog wird sicher noch wachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/IbizaGate-Wie-dumm-sind-unsere-Politiker-4425332.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Strache beschrieb in weiten Teilen die Politik der Kurz-Regierung<\/strong><br>\nSebastian Kurz hat Neuwahlen ausgerufen und die Regierung mit der FP&Ouml; beendet. Der Grund ist das Ibiza-Video von FP&Ouml;-Chef Heinz Christian Strache. Dort legt Strache offen, wie er in die Regierung kommen und was er  gemeinsam mit der &Ouml;VP vorhat: Geld von reichen Spendern annehmen und mit einem teuren Wahlkampf die Wahlen gewinnen. Dann den Gro&szlig;spendern mit Steuergeschenken danken und die Medien mit Hilfe von Verb&uuml;ndeten &uuml;bernehmen. Klingt nach dem, was Kanzler Kurz und Vizekanzler Strache in den letzten eineinhalb Jahren umgesetzt haben.<br>\n&bdquo;Wenn ich auf die Regierungsarbeit zur&uuml;ckblicke, dann tue ich das mit Stolz und voller &Uuml;berzeugung&ldquo;, sagt Sebastian Kurz am Ende der &Ouml;VP-FP&Ouml; Koalition. Der Bundeskanzler sieht seine Regierung durch das Strache-Video besch&auml;digt und ruft Neuwahlen aus. Tats&auml;chlich legt Strache in dem Video aber in weiten Teilen einfach nur offen, was das politische Projekt dieser Regierung war.<br>\nSo begann die Wahl der Regierungsparteien mit einem Rechtsbruch: 10 Millionen mehr als erlaubt haben &Ouml;VP und FP&Ouml; im Wahlkampf ausgegeben: Die &Ouml;VP hat die gesetzliche Grenze um 6 Millionen &uuml;berschritten, die FP&Ouml; um 4 Millionen. In beiden F&auml;llen stellt sich die Frage: Woher kam das Geld und haben die Parteien wirklich alle Gro&szlig;spenden offengelegt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/strache-gudenus-ibiza-video-ruecktritt\/\">Kontrast.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Gesindel an der Macht<\/strong><br>\nDas Sittenbild, das das Ibiza-Video von HC Strache und Johann Gudenus abbildet, ist einer Charakterstudie: der Lurch in der Politik, das Gesindel an der Macht. M&ouml;gen die angesprochenen Inhalte &ndash; Verkauf von Staatsauftr&auml;gen, illegale Geldfl&uuml;sse an Parteien, Verscherbelung des Wassers an Oligarchen, Ausverkauf von &ouml;sterreichischen Medien an russischen Kriminelle &ndash; in der Sache arg genug sein, die Art und Weise wie hier gesprochen wird, ist ja das eigentliche Enth&uuml;llende. Die rechtspopulistischen Anf&uuml;hrer erweisen sich als Charaktere, die halb besoffene Halbstarke, halb Zuh&auml;ltertypen sind, Anf&uuml;hrer einer R&auml;uberbande, die es in Stilfragen nicht einmal bis zum Verhaltenskodex der sizilianischen Mafia bringt. [&hellip;]<br>\nSebastian Kurz hat diesen Lurch in &Auml;mter gehievt, mit ihm seine Koalition der Niedertracht gebildet, weil der f&uuml;r ihn der einfachste Koalitionspartner war. Aber was hei&szlig;t das eigentlich: der einfachste? Mit ihm lie&szlig; sich gut regieren, weil die Agenda von Sebastian Kurz die gleiche ist: den Staat als Beute zu betrachten, den ORF zum Propagandasender machen, die Medien unter Kontrolle bringen, die niedrigsten Instinkte sch&uuml;ren, die Menschen aufganseln, das Volk in einen Mob verwandeln. Dass die FP&Ouml;, die jetzt in einem politischen Snuff-Video ihr wahres Gesicht gezeigt hat, f&uuml;r Kurz der bequemste Partner ist, hei&szlig;t ja nur, dass er mit ihr keine Differenzen in den Zielen hat. Jetzt hat er die Differenzen im Stil, und versucht sich davon zu stehlen, als h&auml;tte all das nichts mit ihm zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/misik.at\/2019\/05\/das-gesindel-an-der-macht\/\">Robert Misik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ist Merkel dumm oder zynisch?<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einem Wahlkampf-Auftritt in Kroatien ein entschiedenes Pl&auml;doyer gegen den Nationalismus gehalten. Europa sein &bdquo;ein Projekt des Friedens&ldquo; (deshalb f&uuml;hren wir zusammen mit den USA Krieg im Vorderen Orient, r&uuml;sten auf und entsenden Interventionstruppen nach Afrika), &bdquo;ein Projekt der Freiheit&ldquo; (deshalb setzen wir uns beispielsweise so stark f&uuml;r die Freiheit des WikiLeaks-Gr&uuml;nders Assange ein) und &bdquo;ein Projekt des Wohlstandes&ldquo; (das haben vor allem die Griechen, Spanier, Portugiesen und Italiener nach den deutschen Diktaten f&uuml;r Lohndr&uuml;ckerei und f&uuml;r soziale K&uuml;rzungen erfahren).<br>\nUnd dann kommt&rsquo;s: Der Nationalismus sei der Feind des europ&auml;ischen Projekts, sagte sie. Ist sie dumm oder zynisch? Der deutsche Exportnationalismus besch&auml;digt seit vielen Jahren das europ&auml;ische Projekt. Wir verkaufen unseren europ&auml;ischen Nachbarn mehr Waren als wie bei ihnen einkaufen. So exportieren wir Arbeitslosigkeit. Der deutsche Besch&auml;ftigungsnationalismus f&uuml;hrt dazu, dass &Auml;rzte und Pflegekr&auml;fte aus osteurop&auml;ischen Staaten zu uns kommen (dort gibt&rsquo;s ja keine Kranken und keine &Auml;lteren, die gepflegt werden m&uuml;ssen) und auch mehr als dreitausend &Auml;rzte aus Griechenland (was k&uuml;mmert es uns, dass das griechische Gesundheitssystem kaum noch funktionsf&auml;hig ist?).<br>\nDer Frieden in Europa k&ouml;nne nur erhalten werden, &bdquo;wenn wir unsere Interessen, die deutschen, die kroatischen, die aller anderen Mitgliedsstaaten vertreten, und auf der anderen Seite in der Lage sind, uns in die Schuhe des anderen zu versetzen&ldquo;, s&auml;uselte sie. Komisch, dass die anderen europ&auml;ischen Nachbarn diese vorbildliche R&uuml;cksichtnahme &uuml;berhaupt nicht mitbekommen haben.<br>\nNachdem die Ost- und Entspannungspolitik Willy Brandts mit Merkels Zustimmung durch eine Konfrontations-Politik gegen Russland und wirtschaftliche Sanktionen abgel&ouml;st wurde, ist sie jetzt auch zusammen mit ihrer potentiellen Nachfolgerin dabei, das deutsch-franz&ouml;sische Verh&auml;ltnis zu ruinieren. In Frankreich wird immer h&auml;ufiger gefragt, ob man wirklich noch von einer deutsch-franz&ouml;sischen Freundschaft sprechen kann.<br>\nUnd dennoch sind die etablierten Parteien in Deutschland, unterst&uuml;tzt von den meisten Medien, fest davon &uuml;berzeugt, dass wir vorbildliche Europ&auml;er sind. Dabei ist genau das eingetreten wovor Thomas Mann 1953 in seiner ber&uuml;hmten Hamburger Rede gewarnt hatte: Wir haben mittlerweile ein deutsches Europa. Und unsere Nachbarn werden das auf Dauer nicht hinnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2311546132240174\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie eine Kernschmelze<\/strong><br>\nGreifen die USA das Land an, w&uuml;rde das alles Bisherige an Gewalt in der Region in den Schatten stellen. Was macht Europa?<br>\nKommt es zu einem US-gef&uuml;hrten Krieg gegen den Iran? Noch ist die Entscheidung nicht gefallen, noch mag Pr&auml;sident Trump an einen Deal mit Teheran glauben: &bdquo;Ruft mich an.&ldquo; Doch die Hardliner im Wei&szlig;en Haus, die Architekten der Konfrontation mit der Islamischen Republik, Sicherheitsberater John Bolton und Au&szlig;enminister Mike Pompeo, wollen nichts weniger als einen Regimewechsel &ndash; ganz egal, wie Teheran sich verh&auml;lt. Drastisch haben die USA den Druck auf die iranische F&uuml;hrung erh&ouml;ht. Die Ausnahmegenehmigungen f&uuml;r den Import iranischen &Ouml;ls zugunsten Chinas, Japans, S&uuml;dkoreas, Indiens und der T&uuml;rkei hat Washington zum Monatsbeginn widerrufen und damit die wirtschaftliche Kriegsf&uuml;hrung gegen Teheran versch&auml;rft. Diese &bdquo;sekund&auml;ren Sanktionen&ldquo;, die auch Drittstaaten jeden Handel mit dem Iran untersagen, sind v&ouml;lkerrechtswidrig. Aber es geh&ouml;rt zu den Privilegien einer Weltmacht, internationales Recht ignorieren zu d&uuml;rfen. Dar&uuml;ber hinaus hat Washington die Revolutionsgarden, die Elitetruppe des Regimes, zu einer Terrororganisation erkl&auml;rt, Kriegsschiffe und B-52-Bomber in die Golfregion verlegt. Die Strategie der US-Falken ist offenbar, Teheran in die Kapitulation zu zwingen &ndash; n&ouml;tigenfalls, zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt, mit begrenzten, aber massiven Bombardements und Raketenangriffen, jedoch ohne Bodentruppen.<br>\nTeheran wird aber nicht kapitulieren. Darin genau besteht der amerikanische Denkfehler, sofern nicht blanker Zynismus Regie f&uuml;hrt. Seit 9\/11 haben die USA in Afghanistan, im Irak und in Libyen Regimewechsel federf&uuml;hrend herbeigef&uuml;hrt. In Syrien haben sie es versucht, sind jedoch infolge der russischen und iranischen Intervention gescheitert. Im Jemen unterst&uuml;tzen sie aktiv das saudische Regime bei dessen m&ouml;rderischer Kriegf&uuml;hrung gegen die Huthi-Rebellen, die vors&auml;tzlich die jemenitische Zivilbev&ouml;lkerung aushungert und ins Visier nimmt. Sollte es zum Krieg gegen den Iran kommen, w&auml;re es die sechste Milit&auml;rintervention der USA in einem islamischen Land in weniger als 20 Jahren. Wer ernsthafte Antworten sucht auf die Frage, wo eigentlich der islamistische Terror herr&uuml;hrt, wie Organisationen vom Schlage des Islamischen Staates gedeihen konnten und k&ouml;nnen &ndash; hier, in diesen Interventionen, der systematischen Zerst&ouml;rung ganzer Staaten und damit der Zukunft von Millionen Menschen, liegt eine wesentliche, wenn nicht die entscheidende Ursache.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wie-eine-kernschmelze\">Michael L&uuml;ders in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Total Defence<\/strong><br>\nSchwedens Mobilmachung von Milit&auml;r und Gesellschaft (&hellip;)<br>\nFast zweieinhalb Jahre t&uuml;ftelte eine partei&uuml;bergreifende &bdquo;Verteidigungskommission&ldquo; an einem schwedischen Wei&szlig;buch, mit dem das Konzept der &bdquo;Umfassenden Verteidigung&ldquo; (&bdquo;total defence&ldquo;) f&uuml;r den milit&auml;rischen Bereich ausbuchstabiert werden sollte. Das Mitte Mai 2019 ver&ouml;ffentlichte Papier gilt als Grundlage f&uuml;r die Milit&auml;rhaushalte der Jahre 2021 bis 2025, die massiv aufgestockt werden sollen. Zusammen mit seinem bereits vor einiger Zeit ver&ouml;ffentlichten &bdquo;zivilen Pendant&ldquo; seien beide als &bdquo;zwei Teile eines einheitlichen Gesamtkonzepts zu verstehen.&ldquo; (Wei&szlig;buch 2019: S. 1[1])<br>\nDie Folgen sind weitreichend: Hier&uuml;ber wird nicht nur auf Basis &auml;u&szlig;erst schwammiger Annahmen einer D&auml;monisierung Russlands das Wort geredet und die Bev&ouml;lkerung auf umfassende Ma&szlig;nahmen sowie die daraus abgeleitete R&uuml;stungsma&szlig;nahmen eingeschworen schw&ouml;rt. Noch schwerer wiegt, dass nahezu die gesamte schwedische Bev&ouml;lkerung zur Teilnahme an der &bdquo;Umfassenden Verteidigung&ldquo; verpflichtet wird, deren ziviler Pfeiler wiederum systematisch auf die Zuarbeit zum milit&auml;rischen Teil ausgerichtet wird. Nicht zuletzt dies d&uuml;rfte der Grund sein, weshalb das Konzept hierzulande teils als vorbildlich bewertet wird, handelt es sich bei der &bdquo;Umfassenden Verteidigung&ldquo; doch im Wesentlichen um eine Blaupause f&uuml;r die gro&szlig;angelegte zivile und milit&auml;rische Mobilmachung gegen Russland: &bdquo;Letztlich erfordert die Umfassende Verteidigung Schwedens eine glaubw&uuml;rdige F&auml;higkeit zur Kriegsf&uuml;hrung, die sowohl milit&auml;rische wie auch zivile Verteidigungskomponenten beinhaltet.&ldquo; (Wei&szlig;buch 2019: S. 2)<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Total-Defence-4423062.html?seite=all\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/05\/17\/total-defence\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was wohl Olaf Palme dazu sagen w&uuml;rde?<\/em><\/p>\n<p><em>Aufr&uuml;stung findet bekanntlich auch in der NATO statt und Deutschland beteiligt sich ebenfalls an den Mehrausgaben f&uuml;r das Ministerium, dass immer noch von &bdquo;Pannen-Uschi&ldquo; geleitet werden darf. Es k&ouml;nnten Erinnernungen an das Gelernte aus dem Geschichts-Unterricht wach werden: &Uuml;ber die Ereignisse vor dem Ersten Weltkrieg, den angeblich auch niemand wollte, aber auch die damaligen Entscheidungstr&auml;ger r&uuml;steten milit&auml;risch auf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deine Stimme, deine Wahl<\/strong><br>\nAm 26. Mai ist Europawahl. Der Ausgang dieser Wahl wird richtungsweisend sein f&uuml;r die politische Landschaft in Deutschland und in Europa. Es stehen ganz unterschiedliche Konzepte zur Wahl. Auf der einen Seite Parteien, die glauben, die Welt werde besser, wenn jeder nur an sich denkt, und die zur&uuml;ck m&ouml;chten zu mehr nationaler Beschr&auml;nktheit. Auf der anderen Seite stehen Parteien zur Wahl, die wissen, dass den globalen Herausforderungen unserer Zeit &ndash; Klimawandel, Finanzkrisen, Fl&uuml;chtlingsbewegungen, Terrorismus, Handelskonflikte &ndash; am wirksamsten gemeinsam begegnet werden kann. Weil die europ&auml;ischen Volkswirtschaften, die europ&auml;ischen Staaten jede und jeder f&uuml;r sich allein zu klein sind, um angemessene Antworten auf die globalen Herausforderungen zu finden.<br>\nZu denjenigen, die zur&uuml;ck wollen zu nationaler Beschr&auml;nktheit und der Renationalisierung das Wort reden, geh&ouml;ren die Orbans, die Straches, die Brexiteers in Gro&szlig;britannien. Und was die f&uuml;r ein Chaos anrichten, das kann man gegenw&auml;rtig in Gro&szlig;britannien sehr gut beobachten.<br>\nDie deutsche Brexit-Partei, das ist die AfD. Sie will zur&uuml;ck zur D-Mark, raus aus dem Euro. Nur, wie irre ist das denn in einer Situation, wo die deutsche Volkswirtschaft der Hauptprofiteur der Euro-Zone ist? Der gemeinsame W&auml;hrungsverbund mit Volkswirtschaften, die viel weniger produktiv, viel weniger wettbewerbsf&auml;hig sind als die deutsche, bewirkt einen g&uuml;nstigeren Wechselkurs, als ihn eine D-Mark h&auml;tte. Den deutschen Exporteuren bringt das eine Verbilligung ihrer Exporte. Ein Zur&uuml;ck zur D-Mark w&uuml;rde unweigerlich mit einer Aufwertung der dann wieder nationalen W&auml;hrung einhergehen. Das w&uuml;rde deutsche Exporte schlagartig verteuern und w&auml;re der programmierte Marsch in die Wirtschaftskrise.<br>\nSo etwas zum Programm zu erheben, ist nicht nur strunzdumm, es ist gef&auml;hrlich, gemeingef&auml;hrlich aus Ahnungslosigkeit. Einer Partei, die solchen Unsinn verzapft, muss Kontra gegeben werden. Sie schadet uns Arbeitnehmer*innen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/2019\/ausgabe-03\/gewerkschaft\/titel\/seite-1\/deine-stimme-deine-wahl\">Frank Bsirske in ver.di publik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.L.:<\/strong> Den Unsinn, den Albrecht M&uuml;ller in seinem heutigen Artikel kritisiert, verbreitet Verdi anscheinend auf allen Kan&auml;len.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Unser Leser meint <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51755\">diesen Beitrag von Albrecht M&uuml;ller<\/a>. Offenbar handelt es sich um eine gezielte Kampagne\/Sprachregelung des DGB und zumindest seiner einflu&szlig;reichen Einzelgewerkschaften IG Metall und Ver.di. Dabei hatte der IG Metall-Vorsitzende, Herr Hofmann,in einem &bdquo;Tagesspiegel&ldquo;-Interview: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36313#h14\">Digitalisierung, Globalisierung und demografischer Wandel treffen auf eine Gesellschaft, die von Unsicherheit und Ungleichheit gekennzeichnet ist. Das sind die Folgen der Agenda 2010<\/a>&rdquo;. Nun scheint diese Erkenntnis vergessen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kapitalismus-Debatte und andere Ablenkungsman&ouml;ver<\/strong><br>\nAblenkungsman&ouml;ver oder wirkliches Anliegen? Bei den lautesten medialen Debatten muss man genau hinsehen und fragen, warum manche sich so freudig beteiligen, obwohl sie gar kein Interesse an der Sache haben.<br>\nVon verschiedenen Seiten werde ich gedr&auml;ngt, mich zu der &bdquo;bedeutsamen&ldquo; Kapitalismus-Debatte zu &auml;u&szlig;ern, die ein gewisser Herr K&uuml;hnert angesto&szlig;en habe. Au&szlig;erdem gebe es doch extrem systemkritische &Auml;u&szlig;erungen von diversen Milliard&auml;ren (hier zum Beispiel), die den Untergang des Abendlandes f&uuml;rchten und sich rechtzeitig positionieren, um hinterher sagen zu k&ouml;nnen, sie seien eigentlich schon immer auf der richtigen Seite gewesen.<br>\nNein, nein, dazu habe ich wirklich keine Lust, mich zu &auml;u&szlig;ern. Das ist wirklich dummes Zeug. Interessant an diesen &bdquo;Debatten&ldquo; ist nur, wie geschickt sie eingesetzt werden, um dem Volk vorzumachen, die wichtigen Medien und sogar die ganz Reichen dieser Welt machten sich wirklich ernsthafte Gedanken um die Welt. Oder, wie im Falle K&uuml;hnert, die SPD sei doch wirklich nicht die Partei, f&uuml;r die sie alle &ndash; zu Recht &ndash; halten.<br>\nWenn ich Kevin K&uuml;hnert w&auml;re, h&auml;tte ich mich gefragt, wieso man mit einer so abwegigen Debatte eine solche Medienresonanz erreichen kann, w&auml;hrend die SPD ansonsten gro&szlig;e Schwierigkeiten hat, soziale Themen medial an den Mann oder die Frau zu bringen. Die Antwort ist einfach: Man kann ohne gro&szlig;e Schwierigkeiten der SPD mit dieser Debatte erneut das M&auml;ntelchen der unrealistischen Sozialisten umh&auml;ngen und gleichzeitig die eigene Toleranz und Liberalit&auml;t ausleben, weil man zeigt, dass man bereit ist, selbst ein solches &bdquo;wirklich systemkritisches&ldquo; Thema breit und &bdquo;ohne Vorurteile&ldquo; anzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/05\/kapitalismus-debatte-und-andere-ablenkungsmanoever\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche l&auml;nderbezogene Berichterstattung &ndash; gut f&uuml;r Steuergerechtigkeit, kein Schaden f&uuml;r die heimische Wirtschaft (Warum die typischen Gegenargumente nicht &uuml;berzeugen)<\/strong><br>\nSteuertransparenz &ndash; insbesondere bei Unternehmenssteuern &ndash; soll laut Bef&uuml;rwortern Anreize f&uuml;r aggressive Steuerplanung begrenzen, Beh&ouml;rden und Eigent&uuml;mern ein realistischeres Risikoprofil grenz&uuml;berschreitender Konzerne vermitteln und die wissenschaftliche Debatte &uuml;ber internationale Konzernbesteuerung durch validere Daten bef&ouml;rdern. All dies f&uuml;hre mittelbar auch zu mehr Steuergerechtigkeit. Gegner von mehr steuerlicher Transparenz berufen sich auf m&ouml;gliche negative Effekte und blockieren deswegen politisch aktuelle Reformvorschl&auml;ge. Dementsprechend stellt sich die Frage: Sind die Bef&uuml;rchtungen vor mehr Steuertransparenz ernstzunehmende oder werden prim&auml;r bestehende Privilegien verteidigt?<br>\nGegenw&auml;rtig besteht f&uuml;r Au&szlig;enstehende insbesondere bei multinationalen Unternehmen Unklarheit dar&uuml;ber, in welchen L&auml;ndern Unternehmen wie viel Steuern zahlen und in welchem Verh&auml;ltnis diese zu erwirtschafteten Gewinnen stehen. Die fehlende Transparenz erschwert eine &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber eine geeignete, effektive und faire Besteuerung. Auch f&uuml;r die Wissenschaft w&uuml;rde mehr Transparenz bei Unternehmenssteuern hilfreich sein, um die Wirkungen von politischen Entscheidungen und Ma&szlig;nahmen gr&uuml;ndlicher und belastbarer zu erforschen.<br>\nDie Gegner von mehr Steuertransparenz bei Unternehmen f&uuml;hren mehrere Argumente ins Feld, die jedoch bei einer genaueren Betrachtung fragw&uuml;rdig erscheinen: Erstens, mehr Steuertransparenz h&auml;tte negative Folgen f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Wirtschaft. Diese Sichtweise ignoriert jedoch, dass Transparenzvorschriften keine Unterschiede zwischen Unternehmen machen und von Investoren gesch&auml;tzt werden, da sie eine bessere externe Einsch&auml;tzung der Unternehmen erlauben. Zweitens, Unternehmen w&auml;ren gezwungen ihre Gesch&auml;ftsgeheimnisse offenzulegen. Von den vorliegenden Vorschl&auml;gen l&auml;sst sich diese Behauptung jedoch nicht st&uuml;tzen, da diese weder Gesch&auml;ftsgeheimnisse betreffen noch das Steuergeheimnis verletzen. Drittens, die Offenlegung von steuerlichen Informationen h&auml;tte nachteilige Auswirkungen auf die internationale Steuerkooperation. Hier wird jedoch ignoriert, dass der Effekt &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; nur marginal und zeitlich begrenzt ist. Viertens, die Gegner von mehr Transparenz unterstellen, dass die ver&ouml;ffentlichen Daten falsch interpretiert w&uuml;rden. Doch auch in anderen Bereichen werden schwer interpretierbare Daten ver&ouml;ffentlicht, ohne dass dies ein Problem darstellt.<br>\nIm Folgenden werden die einzelnen Argumente im Detail beleuchtet und zuvor kurz erl&auml;utert, wieso Steuertransparenz von Unternehmen &uuml;berhaupt ein Thema ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-steuergerechtigkeit.de\/2019\/05\/cbcr-gut-fur-steuergerechtigkeit-kein-schaden-fur-die-wirtschaft\/\">Blog Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Illegale Milliardengeschenke an EU-R&uuml;stungsindustrie beschlossen<\/strong><br>\nZur heutigen Abstimmung &uuml;ber die Einrichtung des Europ&auml;ischen Verteidigungsfonds (EDF) erkl&auml;rt Sabine L&ouml;sing, Koordinatorin der EP-Linksfraktion GUE\/NGL im Ausw&auml;rtigen Ausschuss (AFET) im Europaparlament: &ldquo;Als letzten Akt vor der Europawahl hat das Europaparlament soeben die au&szlig;enpolitische Marschrichtung der n&auml;chsten Jahre festgelegt: weg von der selbsternannten Friedensunion hin zur Milit&auml;runion.&rdquo;<br>\nSabine L&ouml;sing, friedenspolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im EP weiter: &ldquo;Neben der generellen Ablehnung des Europ&auml;ischen Verteidigungsfonds, der vor allem ein Subventionsprogramm f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie ist, halten wir den 13 Milliarden Euro schweren Fonds f&uuml;r illegal. Die EU-Kommission f&uuml;hrt als Rechtsgrundlage Artikel 173 des Vertrags zur Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (EAUV) an, der sie erm&auml;chtigt, die Wettbewerbsf&auml;higkeit der europ&auml;ischen Industrie mit EU-Mitteln zu f&ouml;rdern. Dem steht Artikel 41 Absatz 2 EUV entgegen, laut dem aus dem Unionshaushalt keine Ausgaben aufgrund von Ma&szlig;nahmen mit milit&auml;rischen oder verteidigungspolitischen Bez&uuml;gen im Rahmen der Gemeinsamen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik (GASP) finanziert werden d&uuml;rfen. Ein von uns in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten best&auml;tigt diese Unrechtm&auml;&szlig;igkeit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/12366.illegale-milliardengeschenke-an-eu-r%C3%BCstungsindustrie-beschlossen.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU-Rentner &ndash; &ldquo;M&auml;dchen, wir m&uuml;ssen raus aus Deutschland&rdquo;<\/strong><br>\nIn ihrer Heimat konnten Hildegard und Waldemar Hackst&auml;tter von der Rente kaum leben. Also gingen sie nach Bulgarien und haben sich dort den Traum vom Ruhestand erf&uuml;llt. [&hellip;]<br>\nDie Hackst&auml;tters geh&ouml;ren zu den vielen deutschen Rentnern, die ins Ausland gezogen sind. Vor allem wegen des Geldes. Hildegard und Waldemar Hackst&auml;tter k&ouml;nnen sich Deutschland nicht mehr leisten, sagen sie. Ihre Heimat, Biberach an der Ri&szlig;, wo Baden-W&uuml;rttemberg wie eine Postkarte aussieht, war zu teuer f&uuml;r sie. Die Hackst&auml;tters mussten weg. Sie sind die etwas anderen Wirtschaftsfl&uuml;chtlinge. Sie sind nicht vor der Armut in ihrer Heimat geflohen, sondern vor dem Reichtum. [&hellip;]<br>\n Hildegard Hackst&auml;tter hat 45 Jahren lang in Deutschland gearbeitet. Als Platzanweiserin im Kino, als Verpackerin im Milchwerk und beim Rollladenbau. Sie hat im Altenheim und Thermalbad geputzt, war Badeaufseherin und hat Menschen mit Behinderung durch die Stadt gefahren. Sie hat das hinter sich, was man eine unstete Erwerbsbiografie nennt, aber gearbeitet hat sie fast immer. Als sie vor zw&ouml;lf Jahren ihren Rentenbescheid bekam, erz&auml;hlt sie, musste sie sich erst mal setzen. Bis nachts um drei hockte sie in ihrer Wohnung auf dem Boden und weinte. Nicht einmal 500 Euro, f&uuml;r 45 Jahre. &ldquo;M&auml;dchen, wir m&uuml;ssen raus aus Deutschland&rdquo;, hat Waldemar Hackst&auml;tter damals zu ihr gesagt.<br>\nSo gingen sie also nach Bulgarien, das &auml;rmste Land der Europ&auml;ischen Union. Gut 500 Euro verdienen die Menschen hier im Schnitt, fast ein Viertel der Bev&ouml;lkerung ist von Armut bedroht. [&hellip;]<br>\nSchon jetzt ist in Deutschland etwa jeder f&uuml;nfte Rentner von Altersarmut betroffen. Ein Blick auf die Demografie zeigt, dass es eher mehr als weniger werden. Altern in W&uuml;rde, f&uuml;r viele wird das in ihrer Heimat unm&ouml;glich sein. &ldquo;Dass Rentner in Deutschland Flaschen sammeln m&uuml;ssen, ist doch eine Frechheit&rdquo;, sagt Hildegard Hackst&auml;tter.<br>\nDie Hackst&auml;tters erz&auml;hlen, dass ihnen in Deutschland zusammengenommen 300 Euro im Monat zum Leben geblieben w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2019-05\/deutsche-rentner-bulgarien-eu\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein ganz sachlicher Bericht &ndash; aber warum wird hier diskutiert, welche Vor- und Nachteile das Leben in Bulgarien hat, aber nicht die Frage, wieso die L&ouml;hne und die Renten in Deutschland so niedrig sind, da&szlig; z. B. Frau Hackst&auml;tter nach 45 Jahren Arbeit nur 500 Euro Rente bleiben? Oder warum Bulgarien so perspektivlos ist und anscheinend weiterhin bleibt, da&szlig; 22 Prozent der Bev&ouml;lkerung ausgewandert sind und von den &Uuml;briggebliebenen trotzdem noch jeder Vierte arm ist? Bulgarien ist f&uuml;r verbreitete Korruption bekannt, und die Politik handelt nicht kompetent. Aber auch die EU hat einen Anteil. Sind das nicht v&ouml;llig perverse Verh&auml;ltnisse in dieser vielgelobten EU, in der die Freiz&uuml;gigkeit in die eine Richtung f&uuml;r die Ausbeutung der Bulgaren und Lohndr&uuml;ckerei in Westeuropa genutzt wird und in die andere Richtung, um alten deutschen Menschen die M&ouml;glichkeit eines (&Uuml;ber)Lebens ebenfalls in der Fremde als Brotkrumen hinzuwerfen? Falls es beide Arten von Freiz&uuml;gigkeit nicht g&auml;be, w&auml;re die bulgarische Regierung gezwungen, die Wirtschaft anzukurbeln und Perspektiven zu bieten, und die deutsche Regierung, sich um bessere L&ouml;hne und Renten zu k&uuml;mmern. So haben wir eine Lose-Lose-Lose-Win-Situation: die bulgarischen Arbeiter und die deutschen Rentner sind gezwungen, in der Fremde zu leben, der bulgarische Staat verliert, und die Unternehmen gewinnen (Niedrigl&ouml;hne und billige Arbeitskr&auml;fte). Soviel zur realexistierenden EU, der &ldquo;Friedensmacht&rdquo;, die &ldquo;unseren Wohlstand sichert&rdquo;. Wer erfindet eigentlich diese zynischen Marketingspr&uuml;che?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kaum wer will noch Spargel stechen<\/strong><br>\nDas Wetter spielt mit, doch den Spargelbauern fehlen zunehmend Erntehelfer. Die suchen sich lieber attraktivere T&auml;tigkeiten.<br>\nDie deutschen Spargelbauern haben Probleme, genug Erntehelfer zu finden. F&uuml;r das m&uuml;hsame Stechen per Hand lassen sich kaum noch Arbeitskr&auml;fte auftreiben. Denn Saisonkr&auml;fte, die oft aus Osteuropa kommen, finden inzwischen auch in ihrer Heimat genug Jobs. Zudem klagen die Bauern nach dem fr&uuml;hen Start der Spargelsaison im milden Fr&uuml;hjahr &uuml;ber k&uuml;hles Wetter: Der Mai brachte R&uuml;ckschl&auml;ge.<br>\n&bdquo;Die Lage ist dieses Jahr denkbar schlecht&ldquo;, sagt Miriam Adel vom Spargel-Erzeugerverband Franken. In Bayern habe man viele Erntehelfer erst kurz vor Saisonbeginn gefunden. &bdquo;In den letzten f&uuml;nf Jahren wurde es immer schwieriger, Erntehelfer zu bekommen&ldquo;, sagte Adel. Vor allem die Zahl der Arbeiter aus Polen sei stark gefallen. &bdquo;Bis vor zehn Jahren waren fast ausschlie&szlig;lich Polen im bayerischen Spargelanbau besch&auml;ftigt. Heute sind sie fast eine Seltenheit.&ldquo;<br>\nHans Lehar, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bruchsaler Obst- und Gem&uuml;se-Absatzgenossenschaft Nordbaden (OGA), macht &auml;hnliche Erfahrungen. Aus Osteuropa k&auml;men weniger Helfer, weil viele Arbeit in ihrer Heimat h&auml;tten. Er kenne Unternehmen, bei denen zugesagte Erntehelfer nicht erschienen seien. K&uuml;nftig werde man verst&auml;rkt in L&auml;ndern au&szlig;erhalb der EU suchen m&uuml;ssen. &bdquo;Landwirtschaft und Politik werden nicht umhin kommen, da Wege zu finden.&ldquo;<br>\nOsteurop&auml;er k&ouml;nnen aus gro&szlig;em Arbeitsangebot w&auml;hlen<br>\nEin Problem sei auch der Mindestlohn, meint Lehar. Die Lohnkostensteigerungen seien bei den Erl&ouml;sen nicht zu kompensieren. &bdquo;Wir bekommen nicht 40 oder 50 Prozent h&ouml;here Preise am Markt.&ldquo; Das gehe zu Lasten der Betriebe. Bei Konkurrenten in Portugal oder Spanien sei der Mindestlohn deutlich niedriger. [&hellip;]<br>\nDas bayerische Landwirtschaftsministerium kennt die Sorgen der Bauern bei der Suche nach Erntehelfern. Osteurop&auml;er k&ouml;nnten aus einem gro&szlig;en Arbeitsangebot w&auml;hlen. &bdquo;Gesucht sind T&auml;tigkeiten mit besserer Bezahlung, k&ouml;rperlich leichtere Arbeiten oder Branchen, die ganzj&auml;hrig Arbeit bieten.&ldquo; Viele Herkunftsl&auml;nder bieten immer mehr eigene Arbeitspl&auml;tze, in Rum&auml;nien etwa die Autozulieferindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/rueckschlaege-deutschen-spargelbauern-fehlen-helfer-fuer-die-ernte-16191843.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zum l&auml;cherlich niedrigen Mindestlohn wollen zu wenige Menschen diese harte Arbeit machen &ndash; bl&ouml;d, da bleibt den Lobbyverb&auml;nden &ldquo;nat&uuml;rlich&rdquo; wieder nur der Ruf nach der Politik, jetzt Ausl&auml;nder aus noch &auml;rmeren L&auml;ndern anzukarren. Die irgendwie naheliegendere L&ouml;sung, eine bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu bieten, sind angeblich nicht m&ouml;glich &ndash; nun, dann wird der deutsche Spargel eben aussterben wie die deutschen Textilbetriebe und Steinkohlebergwerke. Wenn ein Industrie nur mit Dumpingl&ouml;hnen &uuml;berleben kann, dann wird sie in Deutschland nicht gebraucht. (Das &ldquo;Argument&rdquo; vom Verlust von Arbeitspl&auml;tzen zieht hier nicht, weil kein deutscher Arbeitnehmer arbeitslos wird.)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Verfassungsbeschwerde gegen das EU-Freihandelsabkommen mit Singapur<\/strong><br>\n1. Warum greifen wir ein EU-Freihandelsabkommen vor dem deutschen Bundesverfassungsgericht an? Wer Freihandelsabkommen rechtlich in Frage stellt, ger&auml;t schnell in den Verdacht, sich gegen den Prozess der Globalisierung wenden zu wollen. Man sieht sich auch dem Vor-wurf ausgesetzt, die Wohlstandsgewinne des internationalen Handels gering zu sch&auml;t-zen. Ferner ist man verd&auml;chtig, eine anti-europ&auml;ische Haltung zu haben. Diese Vorw&uuml;rfe w&auml;ren allerdings unberechtigt. Die Verfassungsbeschwerde hat allein zum Ziel, gravie-rende Gefahren f&uuml;r die europ&auml;ische Demokratie, die die Handelsabkommen verursa-chen, abzuwehren. Das Freihandelsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union und der Republik Singa-pur (EUSFTA) ist ein sogenanntes &bdquo;umfassendes Freihandelsabkommen&ldquo;. Man spricht auch von einem &bdquo;Freihandelsabkommen der neuen Generation&ldquo;, zu denen auch das Abkommen CETA mit Kanada geh&ouml;rt. Diese Abkommen regeln nicht nur den Abbau von Z&ouml;llen (&bdquo;an der Grenze&ldquo;), sondern sehen dar&uuml;ber hinaus die Liberalisierung und Har-monisierung von Regelungen im Binnenbereich der vertragsschlie&szlig;enden Parteien vor. Diese Regelungen &bdquo;hinter der Grenze&ldquo; k&ouml;nnen technischer Natur sein (z. B. Sicherheits-anforderungen f&uuml;r Automobile oder doppelte Zulassungsbestimmungen f&uuml;r technische Ger&auml;te), k&ouml;nnen aber auch Regulierungen im Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucher-schutz betreffen. Zu der letztgenannten Gruppe geh&ouml;ren etwa Bestimmungen &uuml;ber die Zulassung von gef&auml;hrlichen Chemikalien, &uuml;ber H&ouml;chstgehalte von Pestiziden in Obst und Gem&uuml;se, &uuml;ber die Qualit&auml;t der Dienstleistungen der &ouml;ffentlichen Daseinsf&uuml;rsorge (z.B. Gesundheitssystem) oder &uuml;ber die Sicherung von Arbeitnehmerrechten (kollektive Tarifverhandlungen oder die Bildung von Betriebsr&auml;ten). (&hellip;)<br>\nForderungen:\n<ol>\n<li>Die Parlamente der Mitgliedsstaaten m&uuml;ssen den Handelsabkommen der neuen Ge-neration (im vorliegenden Fall des Vertrags mit Singapur) per Gesetz bzw. gem&auml;&szlig; ihren verfassungsrechtlichen Notwendigkeiten zustimmen.<\/li>\n<li>Kompetenzen und Zust&auml;ndigkeiten, die in diesen neuen Handelsabkommen auf Ver-tragsgremien oder Aussch&uuml;sse &uuml;bertragen werden, m&uuml;ssen klar definiert und pr&auml;-zise beschrieben werden.<\/li>\n<li>Die in den Vertragsgremien beschlossenen Regulierungen zur Beseitigung nicht-ta-rif&auml;rer Handelshemmnisse m&uuml;ssen ein vereinfachtes K&uuml;ndigungsrecht beinhalten, um einen regulatorischen Stillstand (&bdquo;regulatory freeze&ldquo;) zu vermeiden.<\/li>\n<li>Die Rechte des Europ&auml;ischen Parlaments zur Kontrolle der Entscheidungst&auml;tigkeit der Vertragsgremien m&uuml;ssen ausgebaut werden.<\/li>\n<li>In wichtigen Fragen muss auch das Europ&auml;ische Parlament Entscheidungen der Ver-tragsgremien zustimmen, um eine demokratische R&uuml;ckbindung zu gew&auml;hrleisten.<\/li>\n<li>In Deutschland muss ein Begleitgesetz regeln, in welchen F&auml;llen Entscheidungen der Vertragsgremien auch eine Zustimmung oder Beteiligung des Bundestages erfor-dert.<\/li>\n<li>Mit der Ratifikation der Handelsabkommen muss ein v&ouml;lkerrechtlicher Vorbehalt for-muliert werden, der es Deutschland erm&ouml;glicht, den Entscheidungen der Vertrags-gremien nur dann Folge leisten zu m&uuml;ssen, wenn die Bestimmungen des Begleitge-setzes eingehalten sind.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/fileadmin\/Themen\/TTIP_Freihandel\/EU-Singapur-Klage\/2019-05-16_Verfassungsbeschwerde_Hintergrund.pdf?utm_source=CleverReach&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=16-05-2019+2019-05-17+NL+Verfassungsbeschwerde+Singapur+Konzernklagen&amp;utm_content=Mailing_13379958\">foodwatch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die komplette, 119-seitige Verfassungsbeschwerde k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/fileadmin\/Themen\/TTIP_Freihandel\/EU-Singapur-Klage\/2019-05-16_Verfassungsbeschwerde.pdf?utm_source=CleverReach&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=16-05-2019+2019-05-17+NL+Verfassungsbeschwerde+Singapur+Konzernklagen&amp;utm_content=Mailing_13379958\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Arbeit der EU-ParlamentarierInnen aus Sicht von ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen<\/strong><br>\nHandelsabkommen: Entt&auml;uscht hat das Europ&auml;ische Parlament bei den Abstimmungen zu EU-Handelsabkommen. Sowohl beim Abkommen der EU mit den USA (TTIP) als auch mit Kanada (CETA) hat sich die Mehrheit der EU-Abgeordneten f&uuml;r Klauseln (Investor-Staat-Streitbeilegung) ausgesprochen, die Konzerninvestitionen sch&uuml;tzen und im Klagsfall die Allgemeinheit Milliarden kosten k&ouml;nnen. Ein Abkommen mit den USA kam zwar bisher nicht zustande, CETA ist jedoch bereits in Kraft getreten und enth&auml;lt die Klauseln.<br>\nLohn- und Sozialdumping im Stra&szlig;enverkehr: Die EU-Gesetzgebung hat in der Vergangenheit dazu gef&uuml;hrt, dass Lohn- und Sozialdumping im grenz&uuml;berschreitenden Stra&szlig;enverkehr traurige Realit&auml;t ist. Die j&uuml;ngsten Beschl&uuml;sse im Europ&auml;ischen Parlament geben aber zumindest teilweise Anlass zur Hoffnung, dass sich diese Situation verbessern k&ouml;nnte: So sollen nach dem Willen des EU-Parlaments Regelungen f&uuml;r Lenk- und Ruhezeiten f&uuml;r die FahrerInnen von Transportfahrzeugen auch f&uuml;r Kleintransporter mit einem Gewicht unter 3,5 Tonnen gelten. Diese waren bisher von dieser Regelung ausgenommen. Tausende LenkerInnen waren von den verpflichtenden Regeln bei Lenk- und Ruhezeiten somit nicht erfasst. Eine langj&auml;hrige Forderung der Arbeiterkammer und der Gewerkschaften k&ouml;nnte somit Wirklichkeit werden. Auch bez&uuml;glich der Aufzeichnung von Aktivit&auml;ten rund um den Lkw oder Bus wurden Nachsch&auml;rfungen beschlossen: Der sogenannte Fahrtenschreiber soll schon Ende 2024 statt 2034 kommen und Informationen der letzten 56 statt bisher nur 28 Tage wiedergeben. Mit dem Fahrtenschreiber l&auml;sst sich die Einhaltung von Sozialbestimmungen im Stra&szlig;enverkehr wesentlich leichter kontrollieren, und er ist damit ein deutlicher Fortschritt aus Besch&auml;ftigtensicht.<br>\nEntsenderichtlinie: G&auml;nzlich unbefriedigend war das Abstimmungsverhalten der EU-Abgeordneten jedoch hinsichtlich des Grundsatzes &bdquo;Gleicher Lohn am gleichen Ort f&uuml;r gleiche Dienstleistung&ldquo;, der in der Entsenderichtlinie zum Ausdruck kommt. F&uuml;r Besch&auml;ftigte im Stra&szlig;enverkehr soll diese Bestimmung nicht zur Anwendung kommen. Damit bleibt Lohn- und Sozialdumping bei Lkw-FahrerInnen, die zu Niedrigstl&ouml;hnen in ganz Europa t&auml;tig sind, bittere Realit&auml;t. (&hellip;)<br>\nWarum es dennoch h&auml;ufig an Fortschritten im Sinne der ArbeitnehmerInnen und VerbraucherInnen fehlt, d&uuml;rfte vor allem zwei Gr&uuml;nde haben:\n<ul>\n<li>Immer wieder stehen Rechtsvorschl&auml;ge der Europ&auml;ischen Kommission ArbeitnehmerInnen- und KonsumentInneninteressen diametral entgegen. Die VertreterInnen im Europ&auml;ischen Parlament greifen korrigierend ein und sorgen daf&uuml;r, dass sich Besch&auml;ftigten- und VerbraucherInnenrechte zumindest nicht verschlechtern. Leider finden allerdings &Auml;nderungsvorschl&auml;ge, die aus Sicht der ArbeitnehmerInnenvertretungen auch Verbesserungen bringen w&uuml;rden, im EU-Parlament sehr oft nicht die n&ouml;tigen Mehrheiten.<\/li>\n<li>Bei vielen Themen, die zu Verbesserungen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung f&uuml;hren k&ouml;nnten, blockieren wiederum die VertreterInnen aus den Mitgliedstaaten im Rat. Beispielsweise bei steuerpolitischen Themen, bei denen das Europ&auml;ische Parlament konkrete Ma&szlig;nahmen gegen die aggressiven Steuervermeidungsstrategien von Konzernen fordert. Auch die Kommission ist hier wesentlich fortschrittlicher unterwegs und unterst&uuml;tzt zum Teil die Forderungen der EU-Abgeordneten. Leider legt der Rat gerade in der Steuerpolitik eine Blockadepolitik an den Tag, die nur Superreichen und Konzernen n&uuml;tzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/arbeit-eu-parlamentarierinnen-arbeitnehmerinnen-sicht\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Chelsea Manning erneut in Beugehaft, um Aussage gegen Assange zu erzwingen<\/strong><br>\nAssange soll es Manning, damals Bradley Manning, in einer Verschw&ouml;rung erm&ouml;glicht haben, mit dem Knacken eines Passworts in die geheimen Pentagonrechner einzudringen. Es ist damit zu rechnen, sollte Assange ausgeliefert werden, dass in den USA eine weitere Anklage nachgeschoben werden k&ouml;nnte.<br>\nUm die Verschw&ouml;rung zu beweisen, m&uuml;sste Manning Assange durch eine Aussage belasten. Manning, die zu 35 Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt wurde, kam aufgrund einer Amnestie durch Barack Obama frei. Schon am 8. M&auml;rz war sie vermutlich in Aussicht auf die bevorstehende Festnahme von Assange von einer Grand Jury in einer geschlossenen Sitzung zu Beugehaft verurteilt worden, weil sie nicht gegen Assange aussagen wollte. Im April hatte sie ihren Einspruch gegen die Beugehaft verloren und wurde schlie&szlig;lich am 10. Mai nach 63 Tagen, davon 23 Tagen in Isolationshaft, entlassen.<br>\nAm 5. Mai hatten Manning und ihre Rechtsanw&auml;ltin Moira Meltzer-Cohen vor Gericht erkl&auml;rt, dass Manning niemals aussagen werde. Gestern musste sie erneut vor einer Grand Jury aussagen und wurde umgehend vom Richter Anthony Trenga wieder zu Beugehaft verhaftet. Zuvor hatte sie ihre Gr&uuml;nde dargelegt, warum sie vor einer Grand Jury, die einen geheimen Prozess durchf&uuml;hrt, nicht aussagen wird. Das verletzte ihre Prinzipien.<br>\nEs soll um jeden Preis ihr Wille gebrochen werden. &Uuml;ber die Beugehaft hinaus muss sie nach dem Richter ab dem 30. Tag, an dem sie nicht aussagt, pro Tag 500 US-Dollar zus&auml;tzlich an Strafe zahlen. Nach 60 Tagen wird die Strafe auf 1000 US-Dollar pro Tag erh&ouml;ht.<br>\nMannings Anw&auml;ltin schreibt, dass solche Geldstrafen zur Erzwingung von Aussagen normalerweise gegen Zeugen von Unternehmen erhoben werden, die nicht in Beugehaft genommen werden k&ouml;nnen. Es sei aber ungew&ouml;hnlich, dass dies gegen normale Zeugen angewendet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Chelsea-Manning-erneut-in-Beugehaft-um-Aussage-gegen-Assange-zu-erzwingen-4424819.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wer w&uuml;tet hier?<\/strong><br>\nVor Gericht entpuppt sich die Geschichte von der gewaltt&auml;tigen Rebellion in Katalonien als M&auml;r. Das Gegenteil war der Fall: Die Gewalt ging von der Polizei aus (&hellip;)<br>\nAlle 17 Zeugen dieses Tages betonen die Gewaltlosigkeit der B&uuml;rger, die sich &ndash; schon verpr&uuml;gelt &ndash; in dem gemeinsamen Ruf &bdquo;Wir sind friedliche Leute&ldquo; manifestierte. Viele von ihnen berichteten von der immer gleichen Polizeitaktik: den Schlagstock in der Unterleib der Person bohren, die daraufhin zu Boden ging, wo dann, vor den Kameras verborgen, auf den Kopf geschlagen werden konnte.<br>\nDie Anklagevertreter stellen zu den geschilderten Brutalit&auml;ten keine einzige Frage. Stattdessen die wie ein Refrain vorgetragene Frage, ob der Zeuge nicht wusste, dass das Referendum illegal war.<br>\nErw&auml;hnenswert ist noch die Reaktion der Medien. Nach Tagen des Jubilierens &uuml;ber die Zeugenaussagen der Polizei, die endlich die Anklage wegen gewaltsamer Rebellion belegten, eine gewisse Ratlosigkeit, die sich in Zweifel und Relativierungen fl&uuml;chtete. Das Dilemma wird in El Pa&iacute;s immerhin zugegeben. Unter dem Untertitel: &bdquo;Die Zeugenaussagen der W&auml;hler beim katalanischen Referendum weichen radikal von der Erz&auml;hlung der Polizisten ab&ldquo; werden die Aussagen der Zeugen zu der gleichen Situation gegen die der Polizisten gestellt. So offensichtlich ist der Widerspruch, und das, obwohl der Gerichtspr&auml;sident Marchena immer wieder durch eine &bdquo;autorit&auml;re&ldquo; Verhandlungsf&uuml;hrung (International Trial Watch) die M&ouml;glichkeiten der Verteidigung einschr&auml;nkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wer-wuetete-hier\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Medienbericht: Google zeichnet per Gmail Eink&auml;ufe der Benutzer auf<\/strong><br>\nGoogle soll laut einem Medienbericht &uuml;ber Jahre hinweg Eink&auml;ufe seiner Benutzer mitverfolgen und diese speichern, sofern dabei das Gmail-Konto genutzt wurde. Davon sind auch Eink&auml;ufe betroffen, die nicht &uuml;ber Google selbst liefen, sondern f&uuml;r die lediglich die Gmail-Adresse benutzt wurde &ndash; etwa bei Amazon, schreibt CNBC. (&hellip;)<br>\nDer Journalist Todd Haselton berichtet bei CNBC, dass er in seinem Google-Konto unter &ldquo;Purchases&rdquo; (Eink&auml;ufe) eine Liste seiner zur&uuml;ckliegenden K&auml;ufe entdeckte. Die K&auml;ufe reichten bis ins Jahr 2012 zur&uuml;ck, liefen aber nicht direkt &uuml;ber Google. Stattdessen hatte Haselton die K&auml;ufe online oder per App etwa bei Amazon oder Macy&rsquo;s get&auml;tigt. Da die Rechnungen an seine Gmail-Adresse geschickt wurden, bediente sich Google offenbar beim Text der E-Mails und erstellte die Einkaufsliste automatisch. Bei dieser Erfassung &lsquo;entdeckte&rsquo; Google auch andere Transaktionen wie einen Restaurantbesuch, das Aufladen einer Starbucks-Kundenkarte sowie einen Filmkauf bei iTunes.<br>\nAuf Nachfrage sagte ein Google-Sprecher gegen&uuml;ber dem Sender, man wolle den Kunden damit helfen, ihre K&auml;ufe, Buchungen und Abonnements an einer Stelle zu sammeln und leicht einzusehen. Die Liste der privaten &ldquo;K&auml;ufe&rdquo; sei nur dem jeweiligen Benutzer zug&auml;nglich und die Eintr&auml;ge k&ouml;nnten jederzeit gel&ouml;scht werden. Das Unternehmen verwende die bei Gmail gesammelten Daten generell nicht f&uuml;r Werbezwecke, das gelte auch f&uuml;r Rechnungen und Best&auml;tigungen, die auf der &ldquo;K&auml;ufe&rdquo;-Seite auftauchten. (&hellip;)<br>\nAllerdings ist das L&ouml;schen nicht so einfach wie behauptet. Haselton versuchte die Eintr&auml;ge zu l&ouml;schen, wurde dabei jedoch schlicht auf seine E-Mails zur&uuml;ckverwiesen: Um den Eintrag in der Einkaufsliste zu entfernen, m&ouml;ge er die zugeh&ouml;rige E-Mail l&ouml;schen. Auch bei der Google-Aktivit&auml;tsverfolgung fand er keine M&ouml;glichkeit, die Eink&auml;ufe auf der Liste zu tilgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Medienbericht-Google-zeichnet-per-Gmail-Einkaeufe-der-Benutzer-auf-4425314.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Internet-Scanner: Zivilgesellschaft warnt vor zunehmender Deep Packet Inspection<\/strong><br>\nVor allem gro&szlig;e Mobilfunkanbieter durchleuchten f&uuml;r Zero-Rating-Angebote in Europa verst&auml;rkt den gesamten Datenverkehr, schlagen B&uuml;rgerrechtler Alarm. (&hellip;)<br>\nZugangsanbieter verwendeten DPI zunehmend f&uuml;rs Verkehrsmanagement und unterschiedliche Preismodelle f&uuml;r spezifische Angebote oder Dienste wie Zero Rating und legten ihr Produktdesign entsprechend aus, schreibt die Allianz. Mit der Technik k&ouml;nnten Datenpakete durchleuchtet, Dienste diskriminiert und das Nutzerverhalten ausgesp&auml;ht werden. Da damit etwa Domain-Namen, Webadressen sowie weitere genutzte Internetressourcen untersucht werden k&ouml;nnten, lie&szlig;en sich sensible Aussagen etwa &uuml;ber politische und religi&ouml;sen &Uuml;berzeugungen, sexuelle Vorliegen oder den pers&ouml;nlichen Gesundheitszustand treffen.<br>\nZu den Unterzeichnern geh&ouml;ren neben Einzelpersonen wie dem &ouml;sterreichischen Aktivisten Max Schrems oder dem Frankfurter IT-Sicherheitsforscher Kai Rannenberg Organisationen wie European Digital Rights (EDRi), die Electronic Frontier Foundation (EFF), der Chaos Computer Club (CCC), Digitalcourage oder die Gesellschaft f&uuml;r Informatik (GI). Sie verweisen vor allem auf eine j&uuml;ngst publizierte Analyse von Epicenter.works, wonach es in Europa aktuell 186 Zero-Rating-Angebote gibt, bei denen im mobilen Internet bestimmte Dienste wie Video- oder Musikstreaming nicht auf das in einem Tarif verf&uuml;gbare Datenvolumen angerechnet werden.<br>\nBei einigen dieser Offerten &ldquo;von Mobilfunkbetreibern mit gro&szlig;en Markanteilen&rdquo; ist laut dem Zusammenschluss best&auml;tigt, dass diese DPI nutzten. Ihre Produkte b&ouml;ten Diensteanbietern die M&ouml;glichkeit, den Datenverkehr nach Kriterien wie Domain-Namen, Server Name Indication (SNI) oder URLs zu durchforsten. Die Gerek-Leitlinien zur Netzneutralit&auml;t stellten aber klar, dass ein derart weitgehendes Verkehrsmanagement nicht mit der EU-Verordnung f&uuml;r ein offenes Internet vereinbar und damit rechtswidrig sei. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Internet-Scanner-Zivilgesellschaft-warnt-vor-zunehmender-Deep-Packet-Inspection-4424119.html\">heise online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das System braucht den Krieg, um noch funktionsf&auml;hig zu sein<\/strong><br>\nDer permanente Krieg k&ouml;nnte der Hauptgrund f&uuml;r die seit Jahren zu beobachtende mediale Formierung sein<br>\nIn einer idealen Welt w&auml;re Politik gleichbedeutend mit Friedenspolitik. Politiker w&uuml;rden alles in ihrer Macht und Kraft stehende tun, um den &auml;u&szlig;eren und inneren Frieden zu sichern. Den &auml;u&szlig;eren Frieden durch Diplomatie, Respekt vor dem V&ouml;lkerrecht, Vertragstreue, Multilateralismus, Institutionenbildung, Friedenserziehung, Abr&uuml;stung und R&uuml;stungskontrolle, vertrauensbildende Ma&szlig;nahmen, Austausch von Menschen und Ideen, Entwicklungshilfe, Interessenausgleich. Den inneren Frieden durch gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Liberalit&auml;t und Toleranz, Offenheit der Diskurse, demokratische Mitsprache und Mitbestimmung, rechts- und sozialstaatliche Sicherheit, Verteilungs- und Chancengerechtigkeit.<br>\nDoch wir leben nicht in einer idealen Welt. Wir sind &ndash; global betrachtet &ndash; von Friedenszust&auml;nden im &Auml;u&szlig;eren wie im Inneren weit entfernt und entfernen uns immer mehr.<br>\nDer Krieg zwischen der NATO und Russland hat schon begonnen. Noch fliegen uns zwar keine Raketen um die Ohren, aber wir befinden uns mitten in einem Wirtschaftskrieg, einem Cyberkrieg, einem hybriden Krieg, einem Propagandakrieg &ndash; auch einem Krieg mit milit&auml;rischen Provokationen oder &ldquo;Nadelstichen&rdquo;. Dort, wo man sich unmittelbar gegen&uuml;bersteht, etwa in Syrien, bedarf es eines erheblichen Koordinationsaufwands (und manchmal auch beachtlicher Nervenst&auml;rke), um den direkten Konflikt und dessen Eskalation zu vermeiden.<br>\nDie Grenzlinien zwischen Kriegs- und Friedenszust&auml;nden werden immer por&ouml;ser. Folgt man einem weitgefassten Kriegsverst&auml;ndnis, dann ist Krieg inzwischen zu einem Normalzustand geworden. Die westliche F&uuml;hrungsmacht f&uuml;hrt seit 2001 permanent Krieg. Die politisch Verantwortlichen des Landes bezeichnen ihn als Generationenkrieg, langen Krieg, unendlichen Krieg. Krieg ist f&uuml;r die USA zum nat&uuml;rlichen Zustand geworden, zum Way of Life, zur Raison d&rsquo;&ecirc;tre. Das System braucht den Krieg, um noch funktionsf&auml;hig zu sein. Es ist einer &ldquo;Kriegssucht&rdquo; (Philip Giraldi) verfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-System-braucht-den-Krieg-um-noch-funktionsfaehig-zu-sein-4424336.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r ein Ende der &bdquo;Zivilklausel&ldquo;<\/strong><br>\nWissenschaft m&uuml;sse der Gesellschaft als Ganzes dienen und nicht Einzelinteressen befriedigen, sagte der &Ouml;konom Heinz Bontrup im Dlf. Das Vorhaben, eine Klausel im NRW-Hochschulgesetz zu streichen, die Milit&auml;rforschung untersagt, sei sehr bedenklich. Das gelte auch f&uuml;r den Einfluss der Wirtschaft.<br>\nManfred G&ouml;tzke: Wie viel Ethik braucht die Wissenschaft? Und Wo sind die Grenzen der Forschungsfreiheit? Diese Frage wird in der Hochschulpolitik immer wieder verhandelt &ndash; vor allem, wenn es um Milit&auml;rforschung geht. NRW hat deshalb eine &bdquo;Zivilklausel&ldquo; im Hochschulgesetz, die Milit&auml;rforschung untersagt. Die schwarz-gelbe Landesregierung will diese Klausel nun abschaffen. 90 Wissenschaftler, K&uuml;nstler, Politiker prostieren dagegen nun mit einer Unterschriftenkampagne. Erstunterzeichner ist Prof. Heinz  Bontrup. Herr Bontrup &ndash; wollen sie die Freiheit der Forschung per Zivilklausel einschr&auml;nken?<br>\nHeinz Bontrup: Nein, die will ich nat&uuml;rlich nicht einschr&auml;nken, im Gegenteil, wir brauchen wahrscheinlich da noch viel mehr Freiheit. Vor allen Dingen haben die Hochschulen ja mit der Zivilklausel, die damals ins Hochschulrahmengesetz 2014 von der rot-gr&uuml;nen Regierung hineingeschrieben wurde, haben wir ja genau dies intendiert, dass wir Hochschulen-Wissenschaft in NRW verpflichten wollen, nachhaltig, friedlich f&uuml;r eine demokratische Welt Wissenschaft zu betreiben. Das halte ich f&uuml;r ganz wichtig, auch f&uuml;r die Zukunft, und ich habe da kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r, wenn jetzt die jetzige Regierung schwarz-gelb quasi diese Zivilklausel, die damals zu Recht ins NRW-Hochschulgesetz geschrieben wurde, wenn die jetzt wieder ersatzlos gestrichen werden soll. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/geplante-aenderung-des-nrw-hochschulrahmengesetzes-kein.680.de.html?dram:article_id=449095\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Privatisiert die Bundesliga!<\/strong><br>\nPrivatisierungen sind ja nicht immer schlecht. Sie werden nur falsch angewandt. Nehmen wir doch mal den Fu&szlig;ball, die Bundesliga: Warum wird der sozialisiert? Bei all dem Gejammer um die angeblich leeren Kassen des &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehens bleibt doch nur eine Ma&szlig;anahme: Privatisiert den Fu&szlig;ball. So schnell wie m&ouml;glich.<br>\nDie ARD m&ouml;chte dem Bezahlsender Sky den Kampf ansagen. K&uuml;nfig sollen mehr Live-Bundesligaspiele auch im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen platziert werden. Ein solcher Kurs wird dem Geb&uuml;hrenzahler k&uuml;nftig was kosten. Und das, obgleich die Sendeanstalten &ndash; insbesondere ZDF-Intendant Thomas Bellut &ndash; immer wieder dadurch auffallen, eine Erh&ouml;hung der Fernsehgeb&uuml;hren durchzusetzen. Denn mit der derzeitigen geleisteten Abgabe, so hallt es in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Fluren, k&ouml;nne man nicht mehr die Qualit&auml;t garantieren, die man von den Programmen eigentlich gewohnt sei. [&hellip;]<br>\nEs wird h&ouml;chste Zeit anzuerkennen, dass die Bundesliga Privatsache ist. Dieser Ansatz vom angeblich h&ouml;heren Interesse der Bundesliga ist nicht mehr als eine ausgemacht romantisches M&auml;rchen, die einzig dem Zweck dient, die Liga mit sicheren Geldleistungen seitens aller Geb&uuml;hrenzahler auszustatten. Durch die Privatisierung des Fu&szlig;balls k&ouml;nnte es fr&uuml;her oder sp&auml;ter zu einer (wengistens sachten) Regulierung der Kosten kommen. Denn wenn keiner &uuml;berzogene &Uuml;bertragungsrechte bezahlen will, sind sie am Ende auch nicht das wert, was die Klubs vorgeben an Werten anzubieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2019\/05\/tv-gebuehren-privatisiert-die-bundesliga-endlich\/\">Roberto J. De Lapuente auf den Neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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